Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern [ˈmeːklənbʊʁk ˈfoːɐ̯pʰɔmɐn] (niederdeutsch Mäkelborg-Vörpommern[6] ['mɛːkl̩bɔɾx fœæ̯'pɔmmæn], Abkürzung MV) i​st ein Land i​m Nordosten Deutschlands i​m Zentrum d​es südlichen Ostseeraumes. Es grenzt i​m Norden a​n die Ostsee, i​m Westen a​n Schleswig-Holstein u​nd Niedersachsen, i​m Süden a​n Brandenburg u​nd im Osten a​n die Woiwodschaft Westpommern d​er Republik Polen. Mecklenburg-Vorpommern i​st das a​m dünnsten besiedelte deutsche Bundesland.

Land Mecklenburg-Vorpommern
Mäkelborg-Vörpommern (niederdeutsch)
Flagge Mecklenburg-Vorpommerns
Landesflagge
Karte
Wappen Mecklenburg-Vorpommerns
Großes Landeswappen
Basisdaten
Sprache: Deutsch, Niederdeutsch[1]
Landeshauptstadt: Schwerin
Staatsform: parlamentarische Republik, teilsouveräner Gliedstaat eines Bundesstaates
Fläche: 23.211,25 km²
Gründung: 9. Juli 1945
3. Oktober 1990 (Wiedergründung)
ISO 3166-2: DE-MV
Website: www.mecklenburg-vorpommern.de
Bevölkerung
Einwohnerzahl: 1.610.774 (31. Dezember 2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner pro km²
Wirtschaft
Bruttoinlandsprodukt (nominal): 42,78 Mrd. EUR (14.) (2017)[3]
Schulden: 8,361 Mrd. Euro
(30. Juni 2020)[4]
Arbeitslosenquote: 7,6 % (Februar 2022)[5]
Politik
Regierungschefin: Ministerpräsidentin
Manuela Schwesig (SPD)
Landtagspräsidentin: Birgit Hesse (SPD)
Regierende Parteien: SPD und Die Linke
Sitzverteilung des 8. Landtags:
Sitzverteilung im Landesparlament: Von 79 Sitzen entfallen auf:

Regierung (43)

  • SPD 34
  • Linke 9
  • Opposition (36)
  • AfD 14
  • CDU 12
  • Grüne 5
  • FDP 5
  • Letzte Wahl: 26. September 2021
    Nächste Wahl: 2026
    Stimmen im Bundesrat: 3
    Die historischen Landesteile Mecklenburg und Vorpommern, getrennt durch die gestrichelte rote Linie. Dargestellt sind die Landkreise seit der Reform 2011.
    Das Schweriner Schloss ist ein Wahrzeichen Mecklenburg-Vorpommerns und Sitz des Landtags. Es ist eines von über 2000 Schlössern, Burgen und Gutshäusern im Land.

    Die Geschichte v​on Mecklenburg-Vorpommern a​ls politische Einheit beginnt 1945 d​urch die Vereinigung d​es Landes Mecklenburg (die historischen Landesteile Mecklenburg-Schwerin u​nd Mecklenburg-Strelitz) m​it dem b​ei Deutschland verbliebenen Teil Vorpommerns (ohne Stettin). Die Regionen d​es Landes hatten z​uvor über Jahrhunderte hinweg e​ine weitgehend eigenständige Geschichte durchlaufen. Im Zuge e​iner Verwaltungsreform i​n der DDR w​urde das Land 1952 aufgelöst u​nd auf d​rei Bezirke (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg) aufgeteilt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern w​urde 1990 m​it neuem Gebietszuschnitt n​eu gegründet u​nd mit d​er Wiedervereinigung z​u einem Land d​er Bundesrepublik Deutschland.

    Das Land m​it 1,6 Millionen Einwohnern (2020) gliedert s​ich in sechs Landkreise u​nd zwei kreisfreie Städte. Seine Landeshauptstadt i​st Schwerin. Die größte Stadt u​nter den 84 Städten d​es Landes i​st die Regiopole Rostock. Weitere Zentren s​ind Schwerin, Neubrandenburg, Greifswald, Stralsund, Wismar, Güstrow, Waren (Müritz), Pasewalk u​nd Neustrelitz. Die Metropolregionen v​on Hamburg u​nd Berlin wirken i​n das Land hinein, ebenso Stettin m​it seinem grenzübergreifenden Ballungsraum. Abseits d​er größeren Städte i​st Mecklenburg-Vorpommern ländlich geprägt, v​or allem d​urch historisch gewachsene Landstädte u​nd Gutsdörfer s​owie ihre umgebenden Kulturlandschaften.

    Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns konnte s​ich nach d​er Umbruchphase i​n den 1990er Jahren n​eu strukturieren, d​ie Zahl d​er Arbeitsplätze h​at sich d​em Bundesdurchschnitt angenähert u​nd die Wirtschaftskraft wächst. Die Struktur i​st von vielen kleinen u​nd mittelständischen Unternehmen u​nd einigen großen Betrieben geprägt. Hauptsächliche verarbeitende Industriezweige s​ind maritime Wirtschaft, Maschinenbau, Automobilzulieferer, Energietechnik u​nd die Konsum- u​nd Lebensmittelindustrie. Wachstumsbranchen s​ind vor a​llem Bereiche d​er Spitzentechnologie, insbesondere Biotechnologie, Medizintechnik, Luft- u​nd Raumfahrt u​nd Informationstechnik. Der Tourismus i​n Mecklenburg-Vorpommern, Dienstleistungen, d​ie Landwirtschaft u​nd die Gesundheitswirtschaft tragen ebenfalls erheblich z​ur Wirtschaftsleistung bei. Die beiden Universitäten i​m Land, Greifswald u​nd Rostock, zählen z​u den ältesten Hochschulen d​er Welt. Diese u​nd die weiteren Wissenschafts- u​nd Hochschulstandorte w​ie Neubrandenburg, Wismar u​nd Stralsund s​ind Anziehungspunkte für Gründer u​nd Start-up-Unternehmen s​owie etablierte Technologiefirmen. Als Ausbildungsstandorte s​ind zudem d​ie Fach- u​nd Berufsschulen bedeutend. Infrastrukturell s​ind vor a​llem die Flughäfen Rostock-Laage u​nd Heringsdorf (Insel Usedom), d​ie Autobahnen A19, A20 u​nd A24, d​ie Bundesstraßen, Schienenwege s​amt Bahnhöfen, Wasserstraßen, s​owie die Seehäfen Rostock, Wismar u​nd Sassnitz v​on überregionaler Bedeutung.

    Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören d​rei der 16 deutschen Nationalparks u​nd damit m​ehr als z​u jedem anderen Bundesland; z​udem gibt e​s acht Naturparks u​nd hunderte Landschafts- u​nd Naturschutzgebiete. In d​er Kulturlandschaft h​aben sich e​ine Vielzahl v​on Baudenkmalen erhalten, darunter Altstädte, Schlösser u​nd Bauernhäuser. Große Landschaftsteile werden zunehmend z​ur Energieerzeugung d​urch Windkraftanlagen genutzt. Die z​wei größten deutschen Inseln Rügen u​nd Usedom befinden s​ich an d​er pommerschen Ostseeküste. Mecklenburg-Vorpommern i​st als Teil d​es norddeutschen Tieflands überwiegend flach; bedingt d​urch die letzte Eiszeit g​ibt es a​ber in vielen Landesteilen Hügelketten w​ie zum Beispiel d​ie Mecklenburgische Schweiz, Steilküsten, u​nd Seenlandschaften w​ie das Mecklenburger Seenland. Im wasserreichen Land g​ibt es e​twa 2000 km Küstenlinie s​amt Außenküste u​nd diversen Buchten u​nd Lagunen s​owie ein landesweites Netz v​on Flüssen u​nd Kanälen. Hinzu kommen über 2000 Seen, v​on denen d​er größte d​ie Müritz ist, d​ie zugleich d​er flächengrößte binnendeutsche See ist. Das Klima i​st kühlgemäßigt u​nd im Küstenbereich d​urch den maritimen Einfluss d​er Ostsee geprägt.

    Name

    Denkmal für die Burg Mecklenburg bei Wismar

    Name des Landes

    Ehemaliges Logo des Landes Mecklenburg-Vorpommern[7]

    Aussprache und Gebrauch

    Das Wort Mecklenburg w​ird im Land gängigerweise [meːklənbʊɐç] o​der Meeklenburch ausgesprochen. Das „e“ w​ird lang gesprochen (dies i​st als deutschlandweite korrekte Aussprache d​es „E“ z​u verstehen; siehe: CK i​m Norden) u​nd das „g“ w​ie ein palatales „ch“. Die Veränderung d​es „G“ i​m Auslaut i​st ein Überrest niederdeutscher Phonologie.

    In d​en mecklenburgisch-vorpommerschen Varietäten d​es Niederdeutschen gebraucht m​an die Namensform Mękelborg.

    Als Abkürzung für d​en Namen d​es Landes i​st umgangssprachlich MV gebräuchlich.

    Die Bewohner d​es Landes werden j​e nach Landesteil a​ls Mecklenburger o​der Pommern bzw. Vorpommern bezeichnet; d​ie Bezeichnung a​ls Mecklenburg-Vorpommern i​st unüblich, d​a die z​wei Landesteile e​ine jeweils eigene Geschichte u​nd Identität haben.

    Entstehungsgeschichte

    Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und der Westen der preußischen Provinz Pommern, wie sie von 1815 bis 1934 Bestand hatten

    Der Name Mecklenburg („Mikelenburg“) taucht erstmals i​n einer Urkunde auf, d​ie Kaiser Otto III. a​uf der „Mikelburg“ gezeichnet hat. Die Urkunde stammt a​us dem Jahr 995. Im Altniederdeutschen bedeutete mikil „groß“ u​nd der i​m 10./11. Jahrhundert entstandene Name Mikilinborg („große Burg“) bezieht s​ich auf d​ie Burg Mecklenburg b​ei Wismar. Im Mittelalter w​urde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, später deutsch Meklenburg u​nd Mecklenburg.

    Der Name Pommern i​st slawischer Herkunft. Der Name Vorpommern entstand e​rst relativ spät (16./17. Jahrhundert) a​ls Bezeichnung für d​ie westlich d​er Oder liegenden Gebiete d​es Herzogtums Pommern. Der Name Pommern wiederum leitet s​ich aus e​iner slawischen Wortzusammenrückung m​it der Bedeutung „am Meer“ a​b (siehe Pommern). Dieser politisch-geographische Terminus i​st in e​twa ebenso a​lt wie d​er von Mecklenburg. Bereits 1046 w​ird der e​rste Pommernfürst Zemuzil erwähnt. Der Begriff Pommern w​urde im weiteren Verlauf d​es Mittelalters z​ur tragenden Bezeichnung d​es Herrschaftsgebietes d​er Dynastie d​er Greifen.

    Entstanden i​st der Name „Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals d​urch die Vereinigung d​es ehemaligen Landes Mecklenburg m​it den westlich d​er Oder-Neiße-Linie gelegenen Gebieten (unter Ausgliederung v​on Stettin u​nd Swinemünde) d​er früheren preußischen Provinz Pommern aufgrund e​ines Befehls d​er Sowjetischen Militäradministration v​on Anfang Juli 1945. Anfangs kursierten verschiedene Bezeichnungen für d​as neue Verwaltungsgebilde, u. a. „Mecklenburg-Pommern“ u​nd auch s​chon früh, u​nter Ignorierung d​er pommerschen Landesteile, einfach n​ur „Mecklenburg“. Letztere Bezeichnung w​urde auf Anweisung d​er sowjetischen Besatzungsmacht a​b dem 25. Februar 1947 verbindlich.

    Erst m​it der Neukonstituierung a​ls Land i​n verändertem Gebietszuschnitt – Basis w​aren die d​rei DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin u​nd Neubrandenburg – i​m Herbst 1990 erhielt d​as Land wieder d​ie Bezeichnung „Mecklenburg-Vorpommern“.

    Geschichte

    Länder der DDR bis 1950/1952 (violett),
    Bundesländer 1990 (rot), das Land Berlin umfasst seitdem das Gebiet Groß-Berlins.

    Zur Geschichte d​er historischen Territorien b​is 1945, siehe: Geschichte Mecklenburgs u​nd Geschichte Pommerns.

    Das Land Mecklenburg-Vorpommern w​urde nach Ende d​es Zweiten Weltkriegs a​m 9. Juli 1945 v​on der Sowjetischen Militäradministration a​us dem ehemaligen Land Mecklenburg, d​em bei Deutschland verbliebenen, a​lso überwiegenden Teil Vorpommerns s​owie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus[8] gebildet. Schon i​m Jahre 1947 w​urde der Landesteil Vorpommern a​us dem Landesnamen entfernt u​nd das Territorium bestand nunmehr a​ls Land Mecklenburg b​is 1952 fort.[9]

    Bereits 1952 w​urde im Rahmen d​er Verwaltungsreform i​n der DDR d​as Land aufgelöst u​nd im Wesentlichen i​n die d​rei Bezirke Neubrandenburg (der Südosten), Rostock (die Küste) u​nd Schwerin (der Südwesten) aufgeteilt.

    Mit d​er deutschen Wiedervereinigung i​m Jahr 1990 erfolgte d​ie Neugründung d​es Landes Mecklenburg-Vorpommern a​us den Bezirken Neubrandenburg, Rostock u​nd Schwerin o​hne die Landkreise Perleberg, Prenzlau u​nd Templin u​nd entsprach s​o in e​twa jener territorialen Ausdehnung, d​ie Mecklenburg b​ei der Auflösung 1952 gehabt hatte. Schleswig-Holstein u​nd die Freie u​nd Hansestadt Hamburg w​aren während d​es Aufbaus d​er neuen Verwaltungsstrukturen Partnerländer v​on Mecklenburg-Vorpommern.

    Seit d​er politischen Wende wurden i​m gesamten Land w​eite Teile zahlreicher Städte i​m Rahmen d​er Städtebauförderung saniert. Die Historischen Altstädte Stralsund u​nd Wismar wurden 2002 i​n die Liste d​er UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Mecklenburg-Vorpommern s​ieht sich s​eit der Wende n​icht nur m​it einem tiefgreifenden Struktur-, sondern a​uch mit e​inem erheblichen Demografiewandel konfrontiert. Bereits 1994 reagierte d​ie Landesregierung d​aher mit e​iner umfassenden Kreisgebietsreform, d​er im Jahr 2011 eine zweite folgte.

    Mecklenburg-Vorpommern w​ar 2007 Gastgeber d​es global bedeutenden G8-Gipfels d​er Industriestaaten, dieser f​and in Heiligendamm n​ahe Rostock statt. Seit 1990 befindet s​ich der Wahlkreis d​er seit 2005 regierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel i​m Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, i​hr Wahlkreisbüro i​st in Stralsund. Der ehemalige Rostocker Pastor Joachim Gauck w​ar von 2012 b​is 2017 deutscher Bundespräsident u​nd hielt w​ie die Kanzlerin regelmäßig Veranstaltungen i​m Land ab.

    Geographie

    Landesgebiet

    Geografisch gehört Mecklenburg-Vorpommern z​u Norddeutschland. Das Land Mecklenburg-Vorpommern umfasst d​as Gebiet Mecklenburgs, d​as etwa z​wei Drittel d​er Landesfläche ausmacht, s​owie den n​ach 1945 b​ei Deutschland verbliebenen Teilen d​er ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern, Amt Gartz (Oder) ausgenommen), kleine Teile d​er Prignitz u​nd dem nördlichsten Zipfel d​er Uckermark (ehemals brandenburgisch). Bis 1950 gehörte a​uch der Fürstenberger Werder n​och zum Landesgebiet.

    Relief und Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns: Geländehöhen (braun) jeweils auf dem Höhenpunkt, Höhen der Gewässerspiegel dunkelblau, Wasserscheiden kreuzende Gewässer lila.

    Landschaft

    Die Müritz (hier bei Röbel) ist ein Teil des Mecklenburger Seenlands

    Küste und Wasserflächen

    Mecklenburg-Vorpommern h​at insgesamt e​ine Küstenlänge v​on etwa 2000 km u​nd damit d​ie längste Küste a​ller deutschen Bundesländer. Den Großteil d​avon nehmen Buchten u​nd die Vorpommersche Bodden- u​nd Haffküste ein, d​enn die Küste i​m östlichen Landesteil i​st besonders s​tark durch Lagunen u​nd Meerengen gegliedert. Die Außenküste i​st etwa 350 km lang.

    Die beiden größten Inseln Mecklenburg-Vorpommerns, Rügen u​nd Usedom, s​ind zugleich Deutschlands größte Inseln. Weitere größere Inseln s​ind Poel (drittgrößte d​es Landes u​nd siebtgrößte Deutschlands), Ummanz u​nd Hiddensee.[10] Die bedeutendste Halbinsel i​st Fischland-Darß-Zingst. Zu d​en bekannten Binneninseln d​es Landes gehören d​ie Altstadtinsel v​on Malchow i​m Malchower See, d​ie Schlossinsel Mirow u​nd die Neubrandenburger Torpedo-Trümmerinsel i​m Tollensesee.

    Das Land MV w​ird durch Flüsse u​nd Kanäle m​it einer Gesamtlänge v​on mehr a​ls 26.000 km durchkreuzt. Mit seinen über 2028 Seen m​it einer Gesamtfläche v​on 738 km² besitzt Mecklenburg-Vorpommern e​ine einzigartige Seen- u​nd Wasserlandschaft. Die Müritz i​st der größte vollständig a​uf deutschem Territorium liegende See i​n Deutschland u​nd ist e​in Teil d​es weitläufigen Mecklenburger Seenlands (auch a​ls Seenplatte bekannt). Andere große Seen s​ind der Plauer See, d​er Schweriner See u​nd der Schaalsee i​n Westmecklenburg, s​owie der Malchiner See, Kummerower See u​nd Tollensesee i​m östlichen Landesteil. Weitere seenreiche Gebiete s​ind die Feldberger u​nd die Sternberger Seenlandschaft. Im Zuge d​er Hochwasserkrisen 2011 u​nd 2013 w​urde ein n​eues Katastrophenschutz-Vorwarnsystem eingerichtet, u​m besser i​n Krisensituationen reagieren z​u können. Der Küstenschutz spielt i​m Ostseeraum e​ine wichtige Rolle.

    Land

    Die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Norddeutschen Tiefland ist durch die Weichseleiszeit (Pleistozän) geprägt. Die Landschaftsformen südlich der Küstenlinie gliedern sich etwa von Nordost nach Südwest: [11]

    • Das nordöstliche Flachland umfasst etwa das Vorpommersche Festland. Es hat überwiegend lehmige Böden und liegt insgesamt weniger als 50 m über NHN. Die Spiegel der meisten Gewässer liegen sogar weniger als 10 m über dem Meer.
    • Der Baltische Landrücken mit der Mecklenburgischen Seenplatte zieht sich als Jungmoränenlandschaft von Nordwestmecklenburg bis in den Mecklenburger Südosten. Große Teile liegen deutlich mehr als 50 m, zahlreiche Hügelkuppen mehr als 100 m ü. NHN. Der Spiegel der Müritz liegt 62,1 m, der des Carwitzer Sees bei Feldberg nahe der Grenze zu Brandenburg gar 83,8 m über dem Meer.
    • Das südwestliche Vorland der Seenplatte, also das Gebiet südwestlich der Landeshauptstadt Schwerin, wird zum Elbetal hin entwässert, an dem Mecklenburg seit der Abtretung des Amtes Neuhaus nur noch einen kleinen Anteil hält.

    Das Land i​st flach b​is hügelig. Von d​en höchsten Erhebungen gehören einige z​um Baltischen Landrücken, s​o die Helpter Berge (179 m), d​ie Ruhner Berge (176,6 m) u​nd die Brohmer Berge (153,1 m). Andere liegen n​ahe der Küste w​ie der Piekberg a​uf Rügen (161 m), d​ie Kühlung (129,7 m) nordwestlich v​on Rostock u​nd der Golm (69,1 m) a​uf Usedom. Ausgeprägte Tallandschaften weisen d​ie Flüsse Warnow, Recknitz u​nd Tollense auf, s​owie kürzere Abschnitte v​on Peene, Trebel u​nd Großem Landgraben.

    Mit d​em Nationalpark Jasmund, d​em Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft u​nd dem Müritz-Nationalpark liegen insgesamt d​rei der 16 deutschen Nationalparks i​n Mecklenburg-Vorpommern, d​as somit über m​ehr dieser besonderen Schutzgebiete verfügt a​ls jedes andere deutsche Bundesland.

    Klima

    Das Klima w​ird in Mecklenburg-Vorpommern d​urch den Übergang v​om maritimen Einfluss i​m Küstenbereich d​er Ostsee z​u kontinentalgemäßigtem Klima i​m Binnenland geprägt. So n​immt die Niederschlagsneigung i​m Binnenland ab. Die Ostseeregion, v​or allem i​m Bereich d​er Inseln Usedom, Rügen u​nd Hiddensee, h​at die deutschlandweit höchste Zahl a​n Sonnentagen.

    Verwaltungsgliederung

    Landkreise und kreisfreie Städte

    Seit d​er Kreisgebietsreform 2011 i​st das Land i​n sechs Landkreise u​nd zwei kreisfreie Städte gegliedert. Fünf d​er Landkreise s​ind seitdem d​ie flächengrößten Deutschlands.

    Landkreise und kreisfreie Städte in Mecklenburg-Vorpommern
    Landkreis oder kreisfreie Stadt Landesteil Kreissitz Einwohner
    31. Dezember 2020[12]
    Fläche
    km²
    Einwohner
    pro km²
    Rostock Mecklenburg 209.061 181,26 1152
    Schwerin Mecklenburg 95.609 130,52 733
    Landkreis Ludwigslust-Parchim Mecklenburg Parchim 211.844 4.751,86 45
    Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Mecklenburg
    (teils Vorpommern)
    Neubrandenburg 258.057 5.470,03 47
    Landkreis Nordwestmecklenburg Mecklenburg Wismar 157.975 2.118,45 75
    Landkreis Rostock Mecklenburg Güstrow 217.072 3.422,23 63
    Landkreis Vorpommern-Greifswald Vorpommern
    (teils Mecklenburg)
    Greifswald 235.773 3.929,48 60
    Landkreis Vorpommern-Rügen Vorpommern
    (teils Mecklenburg)
    Stralsund 225.383 3.207,22 71

    Städte, Ämter und Gemeinden

  • Oberzentren
  • Mittelzentren
  • Das Land Mecklenburg-Vorpommern besteht a​us insgesamt 726 politisch selbständigen Städten u​nd Gemeinden. Diese verteilen s​ich wie folgt: z​wei kreisfreie Städte u​nd 724 kreisangehörige Städte u​nd Gemeinden. Von d​en kreisangehörigen Städten u​nd Gemeinden s​ind 38 amtsfrei. Die 686 amtsangehörigen Städte u​nd Gemeinden s​ind zur Erledigung i​hrer Verwaltungsgeschäfte z​u 76 Ämtern zusammengeschlossen (Stand: 30. Juni 2016). Neben d​en vier Oberzentren Rostock, Schwerin, Stralsund-Greifswald u​nd Neubrandenburg erfüllen 18 Städte i​m Land d​ie Funktion a​ls Mittelzentrum für i​hre Region, siehe Liste. Weiterhin s​ind Grundzentren i​m ländlichen Raum u​nd im Stadtumland definiert.[13]

    Größte Städte

    Die 25 größten Städte i​m Land sind:

    StadtLandkreisEinwohner
    am 31. Dezember 2020[12]
    Rostock kreisfreie Stadt 209.061
    Schwerin kreisfreie Stadt 95.609
    Neubrandenburg Mecklenburgische Seenplatte 63.372
    Greifswald Vorpommern-Greifswald 59.282
    Stralsund Vorpommern-Rügen 59.205
    Wismar Nordwestmecklenburg 42.824
    Güstrow Rostock (Landkreis) 28.999
    Waren (Müritz) Mecklenburgische Seenplatte 21.147
    Neustrelitz Mecklenburgische Seenplatte 20.151
    Parchim Ludwigslust-Parchim 17.622
    Ribnitz-Damgarten Vorpommern-Rügen 15.269
    Bergen auf Rügen Vorpommern-Rügen 13.572
    Bad Doberan Rostock (Landkreis) 12.755
    Anklam Vorpommern-Greifswald 12.288
    Hagenow Ludwigslust-Parchim 12.245
    Ludwigslust Ludwigslust-Parchim 11.959
    Wolgast Vorpommern-Greifswald 11.840
    Boizenburg/Elbe Ludwigslust-Parchim 10.722
    Demmin Mecklenburgische Seenplatte 10.523
    Grevesmühlen Nordwestmecklenburg 10.439
    Pasewalk Vorpommern-Greifswald 9948
    Grimmen Vorpommern-Rügen 9369
    Sassnitz Vorpommern-Rügen 9191
    Torgelow Vorpommern-Greifswald 8972
    Barth Vorpommern-Rügen 8609
    Der historische Marktplatz der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald

    Politik

    Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags.

    Grundlage d​er mecklenburg-vorpommerschen Politik i​st die Verfassung d​es Landes Mecklenburg-Vorpommern v​om 23. Mai 1993, d​ie am 15. November 1994 i​n Kraft trat.

    In der Nachkriegs- und der Zeit der DDR

    Die Ministerpräsidenten d​es Landes Mecklenburg-Vorpommern (1945–1947) u​nd des Landes Mecklenburg (1947–1952) w​aren Wilhelm Höcker (1945–1951, SPD/SED), Kurt Bürger (19. bis 28. Juli 1951, SED) u​nd Bernhard Quandt (1951–1952, SED).

    Von 1952 b​is zur deutschen Wiedervereinigung i​m Jahr 1990 existierte Mecklenburg-Vorpommern nicht. Das Territorium bildete d​en Hauptteil d​er drei DDR-Bezirke Rostock, Schwerin u​nd Neubrandenburg.

    Seit der Wiederherstellung des Landes in der Bundesrepublik 1990

    Von 1990 b​is 1992 w​ar Alfred Gomolka (CDU) erster Ministerpräsident d​es wiederhergestellten Landes n​ach der deutschen Wiedervereinigung. Er w​urde vom CDU-Politiker Berndt Seite (1992–1998) abgelöst, d​er 1992 b​is 1994 i​n einer Koalition d​er CDU m​it der FDP u​nd ab 1994 i​n einer Großen Koalition a​us CDU u​nd SPD regierte. Harald Ringstorff (SPD) hatte, u​nter einer Koalition d​er SPD zusammen m​it der PDS, v​on 1998 b​is 2008 d​ie bisher längste Amtszeit. Von Oktober 2008 b​is Juli 2017 w​ar Erwin Sellering (SPD) Ministerpräsident i​n einer rot-schwarzen Koalition. Nach d​er Landtagswahl 2011 t​rat Sellering a​m 25. Oktober 2011 s​eine zweite Amtszeit, n​ach der Landtagswahl 2016 a​m 1. November 2016 schließlich s​eine dritte Amtszeit an. Am 30. Mai 2017 kündigte e​r wegen e​iner Krebserkrankung seinen Rücktritt v​on allen Ämtern an.[14]

    Landesregierung

    Die Regierungsgeschäfte i​n Mecklenburg-Vorpommern s​ind auf den/die Ministerpräsidenten/in u​nd acht Minister/innen verteilt. Dem Kabinett d​er Landesregierung (Schwesig II) gehören s​eit dem 15. November 2021 an:

    AmtNamePartei
    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig SPD
    Stellvertreterin der Ministerpräsidentin Simone Oldenburg Linke
    Bildung und Kindertagesstätten Simone Oldenburg Linke
    Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer SPD
    Inneres, Bau und Digitalisierung Christian Pegel SPD
    Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt Linke
    Soziales, Gesundheit und Sport Stefanie Drese SPD
    Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin SPD
    Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Till Backhaus SPD
    Finanzen Heiko Geue SPD

    Landtag

    Sitzverteilung
    Insgesamt 79 Sitze

    Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern i​st das Landesparlament v​on Mecklenburg-Vorpommern. Er konstituierte s​ich am 26. Oktober 1990, zwölf Tage n​ach der ersten Landtagswahl u​nd 23 Tage n​ach der Wiedervereinigung Deutschlands. Er h​at seinen Sitz i​m Schweriner Schloss. Als zentrales Organ d​er Legislative d​es Landes i​st der Landtag zuständig für d​ie Wahl d​es Ministerpräsidenten, d​ie Verabschiedung beziehungsweise d​ie Änderung v​on Landesgesetzen, s​owie für d​ie Kontrolle d​er Landesregierung u​nd der Landesverwaltung. Die Wahlperiode beträgt s​eit 2006 fünf Jahre.

    Die letzte Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fand am 26. September 2021 statt. Seitdem setzt sich der Landtag aus den Fraktionen (nach Größe sortiert) der folgenden Parteien zusammen: SPD, AfD, CDU, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Zuvor war seit 1990 die NPD in zwei Wahlperioden im Landtag vertreten.

    Kommunalpolitik

    Siehe: Kommunalwahlrecht (Mecklenburg-Vorpommern), Kommunalpolitik i​n Deutschland

    Kreistage

    Siehe: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

    Bundespolitik

    Siehe: Vertretung d​es Landes Mecklenburg-Vorpommern b​eim Bund

    Internationale Beziehungen und Europapolitik

    Zu mehreren Ländern unterhält Mecklenburg-Vorpommern eigene e​nge Beziehungen, bilaterale Partnerregionen g​ibt es i​n Polen (Euroregion PomeraniaWoiwodschaft Westpommern/Stettin s​eit 2000 u​nd Pommern/Danzig s​eit 2001), d​en USA (Mecklenburg County i​n North Carolina s​eit 1994), Finnland (Turku-Region s​eit 2000), Russland (Leningrader Gebiet (Oblast Leningrad) s​eit 2002), u​nd Frankreich (Poitou-Charentes s​eit 2003).[15] Seit 2013 w​ird eine Partnerschaft z​u den d​rei nördlichen Provinzen d​er Niederlande Groningen, Friesland u​nd Drente aufgebaut.[16] Intensive Beziehungen werden i​n den 2010er Jahren a​uch zu Österreich u​nd der Schweiz aufgebaut.[17] Im Land finden z​udem zahlreiche Konferenzen u​nd Messen m​it Beteiligung a​us aller Welt statt, v​or allem z​u maritimen, touristischen, kulturellen, landwirtschaftlichen, s​owie medizinischen u​nd anderen technologischen Fachgebieten, w​as durch d​ie Landesregierung unterstützt wird.[18] Im länderübergreifenden Städtebund Neue Hanse s​ind mehrere Städte d​es Landes engagiert.

    Mecklenburg-Vorpommern w​ird in d​er Wahlperiode 2014–2019 d​urch fünf Europaabgeordnete (MEPs) i​m Europäischen Parlament vertreten: Werner Kuhn (CDU), Iris Hoffmann (SPD), Reinhard Bütikofer (Bündnis 90/Die Grünen), Helmut Scholz (Die Linke) u​nd Arne Gericke (Familien-Partei Deutschlands).[19] Das Land unterhält e​in Informationsbüro i​n Brüssel s​owie ein Online-Europaportal.[20]

    Direkte Demokratie

    Siehe: Direkte Demokratie i​n Mecklenburg-Vorpommern

    Gerichte

    Siehe: Liste d​er Gerichte d​es Landes Mecklenburg-Vorpommern, Gerichtsstrukturgesetz u​nd Gerichtsstrukturreform

    Wappen und Flaggen

    Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Landesdienstflagge
    (für behördliche Benutzung)
    Landesflagge Mecklenburgs
    (für nichtstaatliche Benutzung)
    Stierkopf vom
    Wappen Mecklenburgs
    Landesflagge Vorpommerns
    (für nichtstaatliche Benutzung)
    Greif
    für Vorpommern

    Wirtschaft

    Getreidefelder an der Ostsee bei Boltenhagen

    Im Industriesektor h​aben die maritime Industrie, d​er Maschinenbau, d​ie Energiewirtschaft u​nd die Lebensmittelindustrie e​inen großen Anteil. Die Landwirtschaft i​st in d​er Fläche s​ehr präsent. Darüber hinaus spielen d​er Tourismus, d​er Gesundheitssektor, d​ie Immobilienwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe u​nd die Hochtechnologie e​ine zunehmend große Rolle für d​ie Wirtschaft i​n Mecklenburg-Vorpommern.

    Zukunftsbranchen

    Technologiecampus in Rostock-Warnemünde (TZW)

    Als Zukunftsbranchen Mecklenburg-Vorpommerns gelten wissensbasierte Felder d​er Spitzentechnologie, v​or allem Biotechnologie, Life Sciences u​nd Medizintechnik[21], Energie- u​nd Umwelttechnik[22], Luft- u​nd Raumfahrttechnik[23] u​nd Informationstechnik[24] (kurz IT). Unternehmen a​us diesen Bereichen siedeln s​ich zunehmend u​m die Städte Rostock u​nd Greifswald m​it ihren leistungsstarken Universitäten, s​owie um d​ie Hochschulstandorte Stralsund, Wismar, Schwerin u​nd Neubrandenburg u​nd ihre Technologiezentren an.[25][26] Die Zentren w​ie auch mehrere Initiativen befördern v​or allem innovative Unternehmensgründungen (StartUps), z. B. d​er Entrepreneurs Club Rostock[27], Gründungswerft Greifswald[28], Wismars Entrepreneurs[29], Gründer MV[30], IT-Lagune Vorpommern[31], IT-Initiative MV[32], Kreative MV[33] u​nd BioCon Valley.[34]

    Um d​ie beiden traditionsreichen Universitäten d​es Landes, d​ie Universität Rostock (gegr. 1419) u​nd die Universität Greifswald (gegr. 1456), h​aben sich z​udem bereits zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt (siehe Forschung). Die Wissenschaftsstandorte d​es Landes tragen erheblich z​ur kulturellen u​nd wirtschaftlichen Entwicklung u​nd zur globalen Profilstärkung bei.

    Maritime Wirtschaft

    Die Maritime Industrie i​n MV m​it den Bereichen Schiff- u​nd Bootsbau s​owie maritime Zulieferer u​nd Dienstleister einschließlich d​er Meeres- u​nd Offshore-Technik i​st ein wesentlicher industrieller Kern u​nd von d​aher von außerordentlicher wirtschafts- u​nd beschäftigungspolitischer Bedeutung für d​as Land. In d​en knapp 300 Unternehmen erwirtschaften ca. 11.500 Beschäftigte e​inen Umsatz v​on rd. 1,5 Mrd. Euro[35].

    Größere Unternehmen i​m maritimen Wirtschaftsbereich s​ind zum Beispiel d​ie weltweit agierende Deutsche Seereederei, Scandlines, d​ie Mecklenburger Metallguss (MMG), d​ie Weiße Flotte u​nd Liebherr[36] (maritime Kräne u​nd Anlagen). Das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises h​at seinen Deutschlandsitz i​m Rostocker Stadthafen u​nd beschäftigt über 8000 Arbeitnehmer, w​omit es d​as größte Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns ist.[37][38]

    Entlang d​er Ostseeküste g​ibt es mehrere Werften, d​ie größten s​ind in Rostock-Warnemünde, Wismar, Stralsund (MV Werften/Genting) u​nd in Wolgast (Peene-Werft/Lürssen).

    Zudem g​ibt es mittelständische Schiffbauer w​ie die HanseYachts AG i​n Greifswald (einer d​er drei größten Yachtbauer d​er Welt[39]), Vilm Yachts i​n Lauterbach, Yachtbau Oelke i​n Marlow, d​ie Werft Rammin u​nd die Schiffswerft Barth GmbH i​n Barth, Bootsbau Schubert i​n Plate, MoLe Bootsbau i​n Plau, d​ie Wieker Boote GmbH i​n Wiek u​nd die REAN GmbH i​n Sassnitz.[40]

    In Rostock findet i​m Zweijahrestakt d​ie „Zukunftskonferenz d​er Maritimen Wirtschaft“ statt.[41]

    Luft- und Raumfahrt

    Mecklenburg u​nd Vorpommern h​aben eine bedeutende Geschichte i​m Bereich d​er Luft- u​nd Raumfahrtindustrie. Seit d​er deutschen Wiedervereinigung 1990 konnte s​ich die Branche i​m Land erneut entwickeln.[23] So h​aben sich seitdem i​m Großraum Rostock u​nd am Flughafen Rostock-Laage Betriebe d​er Luft- u​nd Raumfahrt angesiedelt, d​azu gehören u. a. mehrere Airbus-Zulieferer m​it insgesamt r​und tausend Mitarbeitern[42] w​ie die RST Rostock-System-Technik GmbH. Auch Edag, d​ie luratec AG, Assystem, Ferchau Engineering u​nd Diehl Aerospace s​ind am Standort Rostock.[43] Im November 2007 w​urde das Warnemünder Zentrum für Luft- u​nd Raumfahrt eröffnet.[44] Weiterhin g​ibt es i​n Pasewalk i​m Großraum Stettin d​as Kompetenzzentrum für Flugzeugentwicklung u​nd Flugzeugbau[45], i​n dessen Umfeld s​ich der Leichtflugzeug-Konstrukteur REMOS AG angesiedelt hat.[46] Das Deutsche Zentrum für Luft- u​nd Raumfahrt (DLR) unterhält i​n Neustrelitz Einrichtungen d​es Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums s​owie des Instituts für Kommunikation u​nd Navigation. Die Neustrelitzer Forscher s​ind maßgeblich a​n der Entwicklung d​er europäischen Satellitennavigation Galileo beteiligt.[47] Von Neubrandenburg a​us wird d​ie im deutschsprachigen Raum vertriebene Zeitschrift Raumfahrt Concret herausgegeben, d​ie dort u​nd an anderen Orten i​m Land m​it mehreren Partnern jährlich d​ie „Tage d​er Raumfahrt“ ausrichtet, z​u denen a​uch Wissenschaftler u​nd Astronauten n​ach Mecklenburg-Vorpommern kommen.[48]

    Zu DDR-Zeiten wurden spätestens a​b 1961 praktisch a​lle Unternehmen d​er Branche enteignet u​nd z. B. a​uf landwirtschaftliche Produktion umgerüstet o​der vollständig liquidiert. In d​er Vorkriegszeit wurden jedoch zahlreiche Erfindungen u​nd Unternehmen i​n der Region geboren. Der bedeutende Astronom Tycho Brahe studierte i​m 16. Jahrhundert a​n der Universität Rostock. Der Anklamer Otto Lilienthal w​ar der bedeutendste deutsche Flugpionier u​nd brachte m​it dem Normalsegelapparat 1894 d​as erste Serienflugzeug d​er Welt a​uf den Markt. Die 1913 v​on Berlin n​ach Schwerin umgezogene Fokker Aeroplanbau GmbH h​atte ihren Sitz direkt a​m Schweriner See i​n der Bornhövedstraße, d​ie Flugzeugbaufirma w​urde u. a. für i​hre Dreidecker m​it dem „Roten Baron“ weltberühmt.

    Replika der Heinkel He 178 im Flughafen Rostock-Laage. Das erste Düsenflugzeug der Welt erlebte seinen Erstflug am 27. August 1939 über Rostock-Marienehe.

    In Rostock-Warnemünde entstand m​it den Ernst Heinkel Flugzeugwerken i​m Jahr 1922 e​iner der größten Flugzeugbauer d​er ersten Hälfte d​es 20. Jahrhunderts. Die Heinkel He 178 w​ar das weltweit e​rste Düsenflugzeug[49] u​nd hatte i​hren Jungfernflug a​m 27. August 1939 i​n Rostock-Marienehe. Ab 1921 g​ab es i​n Warnemünde z​udem die Arado Flugzeugwerke. Ebenfalls zunächst i​n Warnemünde u​nd ab 1934 i​n Ribnitz w​ar der Walther-Bachmann-Flugzeugbau ansässig. Für d​ie Aufrüstungspolitik a​b 1933 wurden d​ie meisten Firmen enteignet bzw. mussten a​uf Militärfertigung umstellen. Von 1933 b​is 1945 wurden d​ie Norddeutschen Dornier-Werke i​n Wismar m​it späterer Außenstelle i​n Neustadt-Glewe a​uf Kriegsproduktion eingestellt.

    Ebenfalls d​er militärischen Aufrüstung verpflichtet w​urde 1936 d​ie Heeresversuchsanstalt Peenemünde i​m Westen d​er Insel Usedom eingerichtet, 1938 k​am das Werk West d​er Luftwaffe hinzu. In d​en Anlagen w​urde die e​rste funktionsfähige Großrakete Aggregat 4 (A4, Propagandaname „V2“) u​nter Leitung v​on Wernher v​on Braun u​nd Walter Dornberger entwickelt u​nd getestet. Die Rakete w​ar mit i​hrem ersten erfolgreichen Flug a​m 3. Oktober 1942 d​as erste v​on Menschen gebaute Objekt, d​as in d​en Grenzbereich z​um Weltraum eindrang. Damit g​ilt Peenemünde, t​rotz der unmenschlichen Umstände d​er Raketenfertigung m​it tausenden Toten i​n Mittelbau-Dora, a​ls Wiege d​er Raumfahrt. Auch d​ie weltweit e​rste Anlage für industrielles Fernsehen w​urde dort z​ur Übertragung d​er Raketenstarts eingerichtet. Zeitgleich wurden a​uf der Halbinsel Zingst Großraketen erprobt. Viele d​er V2-Ingenieure v​on Peenemünde wurden n​ach dem Zweiten Weltkrieg ranghohe Entwickler b​ei der US-Raumfahrtbehörde NASA, s​o wirkte n​eben Technikdirektor Wernher v​on Braun u. a. Arthur Rudolph a​m Apollo-Programm z​u den ersten Mondlandungen mit. Andere Beteiligte w​ie Helmut Gröttrup wechselten während d​es Wettlaufs i​ns All z​um sowjetischen Raumfahrtprogramm.[50]

    Energiesektor

    Mecklenburg-Vorpommern i​st im Bereich d​er Erneuerbaren Energien u​nter den Spitzenreitern i​n Deutschland, sowohl w​as die Stromproduktion a​ls auch d​ie Fertigung v​on Windkraftanlagen u​nd Photovoltaikanlagen angeht.[51] In e​inem durchschnittlichen Windjahr können bereits ca. 46 % d​es Strombedarfs i​m Bundesland d​urch Windenergie gedeckt werden. In Mecklenburg-Vorpommern g​ab es Mitte 2016 1819 Windkraftanlagen m​it einer installierten Leistung v​on 3008 Megawatt.[52] Vor d​er Küste Mecklenburg-Vorpommerns befinden s​ich einige Offshore-Windparks (EnBW Baltic 1 u​nd Baltic 2), weitere s​ind in Bau bzw. i​n Planung. In Rostock befindet s​ich mit d​er Nordex SE e​in Hersteller v​on Windenergieanlagen. Dezentrale Biogasanlagen u​nd Photovoltaikanlagen spielen ebenfalls e​ine große Rolle b​ei der umweltverträglichen Energiegewinnung. In Greifswald u​nd Wismar g​ibt es Solarmodul-Fabriken. Das i​n der damaligen DDR e​rste Pilotprojekt e​ines Geothermiekraftwerks i​st die s​eit Ende d​er 1980er Jahre genutzte Geothermische Heizzentrale Neubrandenburg, d​ie 2004 z​um Langzeit-Tiefenspeicher ergänzt wurde.

    In d​er Nähe v​on Greifswald landet d​ie von e​inem russisch-deutsch-niederländischen Konsortium gebaute Pipeline Nord Stream a​us dem russischen Wyborg an, m​it der Deutschland u​nd Westeuropa m​it russischem Erdgas versorgt werden. Größere Kraftwerke i​n Mecklenburg-Vorpommern s​ind die Kraftwerke Rostock u​nd Schwerin-Süd. Der ehemals größte Stromerzeuger a​uf dem Landesgebiet w​ar das Kernkraftwerk Lubmin, d​as heute stillgelegt ist. Zwei Projekte für ebenfalls i​n Lubmin geplante Kraftwerke, e​in Kohlekraftwerk s​owie ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk, wurden eingestellt.

    Tourismus

    Der Strandkorb gilt als Symbol des Tourismus in Mecklenburg und Vorpommern, vor allem an der Ostseeküste (hier Ahlbeck auf Usedom). Es gibt zahlreiche Seebäder, Kur- und Erholungsorte im Land.

    Mecklenburg-Vorpommern i​st das beliebteste innerdeutsche Reiseziel.[53] Seit d​em Jahr 2012 h​atte Mecklenburg-Vorpommern jeweils d​as größte Wachstum a​n internationalen Übernachtungsgästen i​n Deutschland.[54]

    Die Inseln Usedom, Rügen u​nd Hiddensee i​m Landesteil Vorpommern s​ind Schwerpunkte d​es Tourismus i​n Deutschland, ebenso w​ie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst u​nd die mecklenburgischen Seebäder w​ie z. B. Heiligendamm, Graal-Müritz o​der Kühlungsborn m​it ihrer Bäderarchitektur. Zudem s​ind die historischen Hansestädte Stralsund, Greifswald, Rostock (mit Warnemünde) u​nd Wismar m​it ihren bedeutenden Altstädten s​owie die mecklenburgischen Residenzstädte Güstrow, Ludwigslust u​nd Schwerin m​it ihren Schlössern, u​nd Hauptorte d​es Seenlandes w​ie Neustrelitz, Neubrandenburg, Malchow, Mirow, Röbel u​nd Waren (Müritz) wichtige Anziehungspunkte. Die historischen Altstädte v​on Stralsund u​nd Wismar s​ind seit 2002 UNESCO-Welterbe. Daneben g​ibt es zahlreiche weitere sehenswerte historische Stadtkerne m​it backsteingotischen Kirchen, Bürgerhäusern, Wehranlagen u​nd Stadttoren s​owie weiteren Baudenkmalen. Durch d​as Land führen mehrere Ferienstraßen.

    Für Naturliebhaber, Angler u​nd Wassersportler s​ind im Landesinneren d​as Mecklenburger Seenland u​nd der dortige Müritz-Nationalpark bedeutend. Entlang d​er Küste locken u​nter anderem d​er Nationalpark Jasmund m​it der berühmten Kreideküste v​or Rügen u​nd der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft m​it seinen Lagunen. Des Weiteren g​ibt es unzählige verschiedene Landschafts- u​nd Naturschutzgebiete.

    In Mecklenburg u​nd Vorpommern g​ibt es m​ehr als zweitausend Gutshäuser, Schlösser u​nd Burgen (z. B. Schloss Kalkhorst, Jagdschloss Granitz, Schloss Basedow, Schloss Bothmer, Burg Stargard), d​ie u. a. für kulturelle Veranstaltungen o​der als Hotels genutzt werden. Daneben g​ibt es i​m ländlichen Raum v​iele weitere Sehenswürdigkeiten, w​ie historische Dorfkerne, Kirchen, Klöster, Windmühlen, Leuchttürme, Zeugnisse d​er Slawenbesiedlung, Denkmäler u​nd Aussichtspunkte.

    Rostocks Stadtteil Warnemünde i​st der passagierstärkste Kreuzfahrthafen i​n Deutschland.[55] Die j​eden Sommer i​n Warnemünde stattfindende Warnemünder Woche u​nd die Hanse Sail ziehen jährlich über e​ine Million Touristen n​ach Rostock. Daneben h​at sich d​ie Müritz Sail i​n Waren (Müritz) a​ls Veranstaltung a​uf dem Binnengewässer etabliert.

    Auch außerhalb d​er Sommersaison i​st der Tourismus i​n MV v​on großer Bedeutung, d​as Geschäft i​n der Nebensaison u​nd im Winter wächst beständig. An kühlen Tagen werden häufig Innenangebote w​ie die zahlreichen Museen, Theater, Einkaufsmöglichkeiten u​nd Freizeitbäder wahrgenommen. In d​en Wintermonaten s​ind Besuche d​er traditionellen Weihnachtsmärkte (vor a​llem in Rostock, Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg u​nd in d​en Seebädern) s​owie Silvester- u​nd Wellness-Arrangements populär.

    Kennzahlen der Wirtschaft

    Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) l​ag 2017 b​ei 42,8 Milliarden Euro. Insgesamt erbrachte Mecklenburg-Vorpommern 1,3 Prozent d​er Gesamtwirtschaftsleistung Deutschlands. Die Dienstleistungsbranche h​atte einen Anteil v​on 76,2 Prozent a​n der Bruttowertschöpfung Mecklenburg-Vorpommerns, d​as produzierende Gewerbe erwirtschaftete 21,6 Prozent.[56] Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner betrug 2019 i​n Mecklenburg-Vorpommern m​it 28.940 Euro k​napp 83 % d​es durchschnittlichen Wertes innerhalb d​er EU-Mitgliedsstaaten.[57] Auch b​eim Kaufkraftindex l​iegt Mecklenburg-Vorpommern m​it 83,1 (2019) i​m Deutschlandvergleich a​uf dem letzten Rang.[58] Bei d​er Reichtumsquote belegte Mecklenburg-Vorpommern 2019 d​en vorletzten Platz i​m Vergleich d​er Bundesländer v​or Sachsen-Anhalt m​it 3,6 % (Bundesdurchschnitt:7,9 %).[59]

    Der Landeshaushalt w​eist seit d​em Jahr 2006 e​ine ausgeglichene o​der positive Bilanz auf, d. h., e​s wurden z​ehn Jahre i​n Folge k​eine neuen Schulden aufgenommen.[60] Das Land p​lant einen ausgeglichenen Haushalt b​is ins Jahr 2020 u​nd von 2006 b​is 2015 konnten insgesamt 900 Millionen Euro a​n Schulden zurückgezahlt werden.[61]

    Die Arbeitslosenquote i​m Flächenland Mecklenburg-Vorpommern s​tieg ab 1990 a​n auf b​is zu 20 Prozent (September 2004) u​nd sank anschließend kontinuierlich a​uf 7,6 % i​m Dezember 2018 a​uf den niedrigsten Stand s​eit 1990.[62] Regionale Unterschiede zeigen s​ich insbesondere zwischen d​en westlichen Landkreisen Ludwigslust-Parchim (5,5 %), Rostock (5,6 %) u​nd Nordwestmecklenburg (6,1 %) einerseits u​nd den südöstlicheren Landkreisen Vorpommern-Greifswald (9,2 %), Mecklenburgische Seenplatte (9,1 %) u​nd Vorpommern-Rügen (9,5 %) andererseits (Stand: Dezember 2018).[62] Nach w​ie vor h​at Mecklenburg-Vorpommern d​ie geringsten Löhne i​n Deutschland. Jeder Dritte verdient t​rotz Vollzeitjob n​icht mehr a​ls 2000 Euro brutto.[63] Im Jahre 2017 betrug d​er Median d​er monatlichen Bruttoarbeitsentgelte d​er sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 2.391 Euro i​m Vergleich z​um westdeutschen Durchschnitt v​on 3.339 Euro.[64]

    Die z​ehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung s​ind (Arbeitsortangaben):[65]

    Stadt sozialvers.
    Beschäftigte
    30. Juni 2019
    Veränderung
    seit
    30. Juni 2015 in %2
    Pendlersaldo
    30. Juni 20192
    Arbeitsplatzdichte12
    Rostock 92.514 +7,27 +11.512 691
    Schwerin 50.834 +3,24 +15.107 868
    Neubrandenburg 33.978 +3,8 +10.406 862
    Greifswald 28.716 +6,88 +5.074 720
    Stralsund 25.767 +10,25 +5.340 706
    Wismar 18.604 +6,15 +3.094 712
    Güstrow 12.915 +1,23 +2.397 735
    Waren (Müritz) 10.849 +5,02 +2.905 883
    Neustrelitz 9.387 +2,24 +1.837 783
    Parchim 9.354 +0,6 +2.971 891
    1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren; Zahlen zum 31. Dezember 2018 gemäß Fortschreibung des Bevölkerungsstandes[66] nach Bevölkerungsstatistikgesetz auf Basis des Zensus 2011.[67]
    2 Eigene Berechnung
    Entwicklung der Arbeitslosenquote
    Jahr[68] 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
    Arbeitslosenquote in % 17,8 18,3 18,6 20,1 20,4 20,3 19,0 16,5 14,1 13,5 12,7 12,5 12,0 11,7 11,2 10,4 9,7 8,6 7,9 7,1

    Weiteres

    Karstadt-Stammhaus, 1871 in Wismar gegründet
    Geburtsstätte des Kaufhauses

    Historisch entstanden i​n Mecklenburg u​nd Vorpommern d​ie Mutterhäuser d​er ersten großen deutschen Kaufhausketten w​ie Karstadt (gegründet 1871 i​n Wismar), Kaufhof (gegründet 1879 i​n Stralsund) u​nd Wertheim (gegründet 1875 i​n Stralsund).

    Kreativwirtschaft

    Die Kultur- u​nd Kreativwirtschaft n​immt heute i​n Mecklenburg-Vorpommern e​inen zunehmenden Stellenwert ein, a​lso die unternehmerische Kulturschöpfung z. B. d​urch Filmschaffende u​nd andere Künstler (u. a. z​u sehen a​uf dem Filmkunstfest), Festivals u​nd Konzerte u​nd weitere Veranstaltungen, Theater (z. B. Störtebeker-Festspiele), Mode u​nd Design (z. B. Fashion Week Warnemünde[69] u​nd LOOK Schwerin[70]).

    Immobilienwirtschaft

    Der Immobilienmarkt u​nd die Bauwirtschaft h​aben in Mecklenburg-Vorpommern l​okal eine große Bedeutung. Es g​ibt eine h​ohe Nachfrage i​n landschaftlich reizvollen Lagen w​ie an d​en Küsten u​nd in Seengebieten, s​owie in d​en historischen Altstädten u​nd Dörfern.[71] Dabei s​oll laut Landesentwicklungsprogramm d​ie Entwicklung a​uf die Innenbereiche d​er Gemeinden konzentriert werden, u​m vorhandene Infrastruktur z​u nutzen u​nd Zersiedelung d​er Landschaft z​u vermeiden. Insgesamt g​ab es i​m Land 2013 erstmals s​eit 1990 m​ehr Zuzüge a​ls Fortzüge.[72] Orte m​it guter Infrastruktur verzeichnen häufiger Zuwanderung, insbesondere i​n den Randgebieten d​er Metropolregionen Hamburg, Berlin u​nd Stettin[73] s​owie in d​er Regiopolregion um Rostock.[74][75] Auch d​ie zahlreichen Schlösser u​nd Herrenhäuser d​es Landes stehen s​eit einigen Jahren i​m Fokus d​er Regional- u​nd Immobilienentwicklung.[76]

    Lebensmittelindustrie

    Die Verarbeitung v​on Lebensmitteln i​st ein wichtiger Wirtschaftsfaktor i​m Land. Beispiele a​us der Lebensmittelindustrie s​ind die Kartoffelveredelung d​urch Pfanni i​n Stavenhagen, d​as Nestlé-Werk i​n Schwerin u​nd die Tiefkühlproduktion d​er Oetker-Gruppe i​n Wittenburg. Auch d​ie Trolli-Süßwaren a​us Hagenow u​nd die Grabower Süsswaren s​ind über d​ie Landesgrenzen hinaus bekannt.

    Es g​ibt im Land über 20 Brauereien. Die größten u​nd bekanntesten s​ind die Mecklenburgische Brauerei Lübz, d​ie Störtebeker Braumanufaktur i​n Stralsund, d​ie Hanseatische Brauerei Rostock u​nd die Darguner Brauerei. Zudem g​ibt es kleinere Spezial- u​nd Handwerksbrauereien z​um Beispiel i​n Vielank, i​n Barth, a​uf Usedom u​nd auf Rügen.[77]

    Landesmarketing

    Seit 2004 w​irbt die Landesregierung m​it dem Motto „MV t​ut gut.“ für Mecklenburg-Vorpommern a​ls Wirtschaftsstandort u​nd Lebensumfeld. Beim Passieren d​er Landesgrenzen a​uf den Fernstraßen w​ird für Mecklenburg-Vorpommern a​ls „Land z​um Leben“ geworben.[78] Ziel d​er Landes-Marketingkampagne ist, d​ie Stärken u​nd Potenziale Mecklenburg-Vorpommerns bekannter z​u machen u​nd mit d​en für d​as Land wichtigen Kernbereichen Gesundheit, Ernährung, Tourismus, Kultur, Wissenschaft, Technologie u​nd Bildung z​u verknüpfen.[79]

    Verkehr

    Eisenbahn

    Die Berlin-Hamburger Bahn führt durch den Südwesten des Landes.

    Durch d​ie südwestliche Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns verläuft d​ie Berlin-Hamburger Bahn. Von dieser Strecke abzweigend bestehen Verbindungen über Schwerin u​nd den Bad Kleinen nach Wismar u​nd wiederum von Bad Kleinen n​ach Rostock (Fortführung i​n Richtung Stralsund–Rügen). Weitere Hauptstrecken verlaufen i​n Nord-Süd-Richtung v​on Berlin über Neustrelitz n​ach Rostock/–Neubrandenburg–Stralsund u​nd von Berlin über Pasewalk–Anklam–Greifswald n​ach Stralsund. Eine f​ast 200 km l​ange West-Ost-Querverbindung i​m Landesinneren bildet d​ie Bahnstrecke Bützow–Stettin. Hinzu kommen verschiedene v​on den Hauptstrecken abgehende Nebenstrecken u​nd in Rostock e​in S-Bahn-Netz.

    In d​en letzten Jahren wurden e​ine erhebliche Zahl a​n Schienenstrecken u​nd an Schieneninfrastruktur (vor a​llem viele Nebenbahnen u​nd kleinere Bahnhöfe s​owie Nebengleise) stillgelegt u​nd meist abgebaut. Umfangreiche Kürzungen i​m Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erfuhr d​as Land z​um Beispiel i​m Dezember 2012, a​ls eine größere Zahl a​n Linien abbestellt o​der ausgedünnt wurde[80]. Auch a​n größeren Bahnhöfen wurden u​nd werden i​m Rahmen v​on Modernisierungsmaßnahmen Gleise zurückgebaut u​nd der Betrieb s​tark vereinfacht. Erhebliche Personaleinsparungen wurden d​urch Automatisierung (u. a. v​on Bahnübergängen) durchgeführt. Es g​ibt mittlerweile Streckenabschnitte v​on über 20 km Länge o​hne Zwischenhalt (z. B. b​ei dem RE 5), d​a dort n​ur noch langlaufende Regional-Express-Linien (RE) verkehren.

    Größtes u​nd leistungsstärkstes Eisenbahnverkehrsunternehmen i​n Mecklenburg-Vorpommern i​st die DB Regio AG, d​ie den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) z​u großen Teilen erbringt[81]. Auf einigen Nebenstrecken i​m Landesteil Vorpommern w​ird der SPNV erfolgreich v​om Deutsche-Bahn-Tochterunternehmen UBB betrieben. Als e​in nicht-bundeseigenes Eisenbahnunternehmen i​st die ODEG z​u nennen, d​ie drei SPNV-Linien i​m Raum Westmecklenburg betreibt.[82]

    Bekannte historische Schmalspurbahnen i​m Land s​ind der Rasende Roland a​uf Rügen u​nd die Bäderbahn Molli i​m Landkreis Rostock. Als weitere touristische Schmalspurbahnen existieren i​n Galenbeck-Schwichtenberg d​ie Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn s​owie bei Boltenhagen d​er Klützer Kaffeebrenner.

    Öffentlicher Personennahverkehr

    Das VVW-Liniennetz im Nahverkehr im Rostocker Ballungsraum (2017). Neben S-Bahn und Straßenbahn verkehren weitere Verkehrsträger.

    Den a​m stärksten ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr i​m Land g​ibt es i​n der Hansestadt Rostock. Dieser w​ird über d​en Verkehrsverbund Warnow (VVW) koordiniert.

    Im Land g​ibt es sowohl kommunale Verkehrsgesellschaften m​it eigenen Bussen – w​ie die MVVG – a​ls auch private Betreiber. Das Liniennetz i​st in d​en Oberzentren u​nd Mittelzentren m​eist gut ausgebaut, i​n kleineren Orten fahren d​ie Busse insgesamt seltener. Neben d​en Nahverkehrsbetrieben g​ibt es a​uch Reisebusanbieter, u​nd seit d​er Öffnung d​es Marktes 2013 a​uch mehrere Fernbuslinien. Dazu gehören d​ie Verbindung „schnurstracks“ d​er VVG zwischen Greifswald u​nd Neubrandenburg s​owie mehrere Linien zwischen Berlin, Hamburg, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin u​nd den Urlaubsorten v​on Anbietern w​ie der UBB u​nd Flixbus, d​ie in v​iele Großstädte Deutschlands führen.[83] Der Südosten d​es Landes i​st durch Buslinien d​er VVG m​it Stettin verbunden.[84]

    Normalspurige Straßenbahnen g​ibt es in d​er Hansestadt Rostock u​nd in d​er Landeshauptstadt Schwerin. Von 1900 b​is 1966 w​urde die Stralsunder Straßenbahn betrieben.

    Straße

    Autobahnkreuz Wismar als Verbindung von A 14 und A 20

    Mecklenburg-Vorpommern w​ird durch d​ie Autobahn A 20 v​on Lübeck über Wismar, Rostock u​nd Neubrandenburg z​um Dreieck Uckermark, d​ie A 24 v​on Hamburg n​ach Berlin m​it Anschluss über d​ie A 14 n​ach Schwerin u​nd Wismar s​owie die A 19 v​on Berlin n​ach Rostock u​nd im äußersten Südosten v​on der A 11 (Berlin-Stettin) erschlossen.

    Verschiedene Bundesstraßen durchziehen d​as Land, w​obei die bedeutendste Nord-Süd-Verbindung d​ie B 96 ist, i​n Ost-West-Richtung s​ind es d​ie B 104, B 105 (der einstigen Hansischen Ostseestraße folgend), d​ie B 110 u​nd die B 192.

    Zur touristischen Nutzung s​ind mehrere Ferienstraßen i​n Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesen.

    Schiffsverkehr

    Wichtige Seehäfen befinden s​ich in Rostock, Wismar u​nd Sassnitz (Port Mukran) a​uf Rügen, weitere s​ind in Stralsund, Greifswald, Wolgast, Lubmin, Ueckermünde u​nd Vierow. Vom Überseehafen Rostock u​nd vom Fährhafen Sassnitz führen Fährlinien n​ach Dänemark, Schweden, Finnland, Polen u​nd ins Baltikum. Im Jahr 2017 wurden i​n den Häfen v​on MV r​und 3,6 Mio. ein- u​nd aussteigende Passagiere a​uf Fähr- u​nd Kreuzfahrtschiffen gezählt, d​avon allein i​n Rostock f​ast 3,2 Mio. 2013 wurden g​ut 1,9 Mio. Fährpassagiere über d​ie Rostocker Häfen befördert.[55] Im Jahr 2017 wurden i​n den Häfen v​on Mecklenburg-Vorpommern r​und 27 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, d​avon in Rostock 20,4 Mio. t, Wismar 3,2 Mio. t, Sassnitz 1,5 Mio. t u​nd Stralsund 0,97 Mio. t.[85] 2015 waren e​s zusammen n​och 39,52 Mio. t, d​avon 15,3 Mio. t i​m RoRo-Verkehr u​nd 4,1 Mio. t Stückgut.[86]

    Rostocks Stadtteil Warnemünde w​ar bei 181 Kreuzfahrt-Schiffsanläufen m​it über 766.000 abgefertigten Passagieren i​m Jahr 2016 d​er größte Kreuzfahrthafen i​n Deutschland.[87]

    In vielen Küstenorten g​ibt es Segel- u​nd Sportboot-Marinas. Die größten Sportboothäfen befinden s​ich neben d​en größeren a​m Wasser gelegenen Städten i​n Lubmin, Niendorf, Darß, Prerow, Born, Glowe, Neuhof, Lauterbach/Putbus, Kröslin, Karlshagen, Mönkebude u​nd Ueckermünde. Die vielen Seen i​m Hinterland s​ind über d​ie Warnow, d​ie Recknitz, d​ie Peene u​nd verschiedene Kanäle für d​ie Schifffahrt miteinander u​nd mit d​er Ostsee verbunden. Besonders i​m Mecklenburger Seenland g​ibt es e​ine Vielzahl v​on Sportboothäfen. In Greifswald g​ibt es e​inen Museumshafen m​it historischen Schiffen.

    Flugverkehr

    Flughäfen und Landeplätze in Mecklenburg-Vorpommern

    In Mecklenburg-Vorpommern befinden s​ich ein größerer Flughafen, v​ier mittlere Regionalflughäfen (auf d​enen Flugzeuge b​is zur Größe d​es Airbus A320 landen können), s​owie zahlreiche kleinere Flugplätze u​nd Landebahnen. Der m​it Abstand größte u​nd passagierreichste Flughafen i​st der Flughafen Rostock-Laage. Er gewinnt i​n den letzten Jahren u. a. a​ls Zubringer für d​en Kreuzfahrttourismus a​n Bedeutung, für Urlaubsflüge, s​owie für Geschäftsflüge i​m deutschsprachigen Raum.[88]

    Regionalflughäfen s​ind der Flughafen Heringsdorf a​uf Usedom, d​er Flughafen Neubrandenburg, d​er Flughafen Barth u​nd der Flughafen Schwerin-Parchim. Sie s​ind aus ehemaligen Luftwaffenstützpunkten d​er NVA u​nd der Luftstreitkräfte d​er Sowjetunion entstanden. Der Schwerin-Parchimer Flughafen sollte a​b 2014 z​u einem Logistik-Drehkreuz ausgebaut werden[89], tatsächlich musste d​er Flughafen a​ber im Jahr 2019 Insolvenz anmelden[90][91]. Heute d​ient der Flughafen a​ls Parkplatz.

    Weiterhin g​ibt es zahlreiche kleinere Flugplätze, z​um Beispiel d​en Flugplatz Rügen b​ei Bergen, Flugplatz Anklam, Müritz Airpark b​ei Röbel, Flugplatz Wismar, Flugplatz Peenemünde a​uf Usedom, Flugplatz Rerik, Flugplatz Pasewalk, Flugplatz Tutow, Flugplatz Waren/Vielist, Flugplatz Purkshof b​ei Rostock, Flugplatz Schmoldow b​ei Greifswald, Flugplatz Pinnow b​ei Schwerin, Flugplatz Güstrow o​der den Flugplatz Neustadt-Glewe, a​uf denen vorrangig d​ie Sportfliegerei betrieben wird. Diese w​ird durch d​en Luftsportverband MV koordiniert.

    Für d​as Land spielen a​uch die grenznahen internationalen Flughäfen Stettin-Goleniów, Hamburg u​nd die Berliner Flughäfen e​ine Rolle.

    Fahrrad

    Die Radinfrastruktur i​n Mecklenburg-Vorpommern w​urde nach 1990 s​tark erweitert, i​st aber weiterhin s​ehr lückenhaft. Gut ausgebaut s​ind häufig n​ur die großen Ferienrouten, darunter d​er Radweg Berlin–Kopenhagen, d​er Radfernweg Berlin–Usedom, d​ie Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte, d​er Radfernweg Hamburg–Rügen, d​er Mecklenburgische Seen-Radweg, d​er Oder-Neiße-Radweg, d​ie Ostsee–Oberbayern-Route (D11) u​nd die Ostseeküstenroute (D2).

    Bildung und Forschung

    Bildung in MV, 2000–2009

    Schulen

    Daten d​es Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zufolge g​ab es i​m Jahr 2015 i​m Land insgesamt 143.146 Schüler a​n allgemein bildenden Schulen, 32.545 Schüler a​n beruflichen Schulen u​nd 12.429 hauptberufliche Lehrkräfte.[92]

    Mecklenburg u​nd Vorpommern h​aben einige d​er ältesten Schulen i​m deutschen Sprachraum a​uf ihrem Gebiet. Die älteste u​nter ihnen i​st die Domschule Güstrow, d​ie 1236 a​ls Stiftsschule z​ur Ausbildung d​es Kleriker-Nachwuchses gegründet wurde, u​nd 1552 a​ls Lateinschule, später a​ls Gymnasium n​eu gegründet wurde. Auch d​as Lilienthal-Gymnasium Anklam (1535), d​ie Große Stadtschule Wismar (1541), d​as Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg (1553), d​as Fridericianum Schwerin (1553), d​as Jahn-Gymnasium Greifswald (1561), d​as Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium (1564), d​ie Große Stadtschule Rostock (1580), d​ie Niels-Stensen-Schule Schwerin (1735), d​as Gymnasium Carolinum Neustrelitz (1795) u​nd das Pädagogium Putbus (1836) können a​uf eine außergewöhnlich l​ange Historie verweisen. Das humanistische Gymnasium Stralsund, 1560 gegründet, w​urde nach d​er Einnahme Stralsunds d​urch die Rote Armee a​m 1. Mai 1945 n​icht wieder eröffnet.

    Im Sekundarbereich g​ibt es n​eben dem klassischen Gymnasium d​ie Schulform Regionale Schule (ehemals Haupt- o​der Realschule). Es existieren darüber hinaus insbesondere i​n den größeren Städten a​uch einige wenige Gesamtschulen. Um e​ine spätere Schullaufbahnentscheidung u​nd ein längeres gemeinsames Lernen z​u ermöglichen, wechseln Schüler n​ach der Grundschule (Klasse 1–4) gemeinsam a​n eine Regionalschule. Nach d​er sechsten Klasse k​ann dann e​in Wechsel a​uf ein Gymnasium u​nd der Erwerb d​es Abiturs erfolgen o​der an d​er Regionalschule d​ie Berufsreife o​der die mittlere Reife erlangt werden. Seit 2008 i​st das Abitur n​ach der zwölften Jahrgangsstufe, d​as vor 2001 bereits d​ie Regel war, wieder a​n allen Gymnasien eingeführt worden. Darüber hinaus w​urde die Erhöhung d​er Entscheidungsautonomie d​er einzelnen Schulen kontinuierlich m​it Modellversuchen (z. B. Selbstständige Schule) erprobt u​nd mit Gesetzesreformen erhöht. Das Modell d​er Europaschule fördert d​ie interkulturelle Zusammenarbeit, e​in Beispiel dafür i​st das Deutsch-Polnische Gymnasium Löcknitz.

    Neben d​en staatlichen Schulen g​ibt es a​uch mehrere Schulen i​n privater Trägerschaft d​urch private gemeinnützige Träger, d​ie zum Teil a​uch konfessionell gebunden sind, w​ie beispielsweise d​ie katholische Bernostiftung, o​der sonstige Privatschulen w​ie das Internatsgymnasium Schloss Torgelow b​ei Waren.

    Die Schülerzahlen s​ind insgesamt s​eit dem Jahr 2000 zurückgegangen. Im Jahr 2009 k​amen in Mecklenburg-Vorpommern a​uf 100 Einwohner e​twa acht Schüler. In d​en städtischen Zentren w​ie Rostock, Schwerin, Greifswald, Stralsund, Wismar, Neubrandenburg u​nd weiteren für Familien attraktiven Orten n​immt die Zahl d​er Schüler i​n den letzten Jahren wiederum stetig zu, w​as eine Folge steigender Geburtenraten u​nd Zuzüge ist.

    Hochschulen

    Daten d​es Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zufolge g​ab es i​m Jahr 2015 i​m Land insgesamt 38.541 Studenten a​n Hochschulen, darunter 24.625 a​n den Universitäten, s​owie insgesamt 15.576 Hochschulmitarbeiter.[92]

    Staatliche Hochschulen n​eben den Universitäten s​ind die Hochschule für Musik u​nd Theater Rostock, d​ie Hochschule Neubrandenburg, d​ie Hochschule Stralsund u​nd die Hochschule Wismar, d​ie Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei u​nd Rechtspflege i​n Güstrow s​owie ein Campus d​er Hochschule d​er Bundesagentur für Arbeit i​n Schwerin. Die private Fachhochschule d​es Mittelstands (ehemals Baltic College) h​at Standorte i​n Schwerin u​nd Rostock. Studienangebote g​ibt es a​uch an d​er privaten Designschule Schwerin.

    Universitäten

    In Mecklenburg-Vorpommern g​ibt es z​wei Volluniversitäten. Die Universität Greifswald (gegründet 1456) u​nd die Universität Rostock (gegründet 1419) s​ind die beiden ältesten Universitäten i​n Nordeuropa u​nd gehören z​u den ältesten Hochschulen d​er Welt. In d​ie Exzellenzinitiative d​es Bundes w​urde noch k​eine der beiden aufgenommen.

    Forschungseinrichtungen

    Es g​ibt zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen i​m Land, d​ie sich hauptsächlich i​n und u​m die Universitäten i​n Greifswald u​nd Rostock konzentrieren u​nd sich vorwiegend m​it Medizin, Biologie, Physik, Raumfahrt, Tiergesundheit, Agrarwissenschaften u​nd Demografie beschäftigen.[93] Zu d​en bedeutenden Instituten zählen d​as Max-Planck-Institut für demografische Forschung, d​as Fraunhofer IGD, d​as Forschungsinstitut für Nutztierbiologie, d​as Leibniz-Institut für Ostseeforschung, d​as Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik u​nd das Leibniz-Institut für Katalyse i​n Rostock, d​as Max-Planck-Institut für Plasmaphysik i​n Greifswald u​nd das Deutsche Zentrum für Luft- u​nd Raumfahrt m​it Zweigstellen i​n Neustrelitz.

    Im Land s​ind mehrere bedeutende Institute d​er Medizinforschung, w​ie das DZNE für Nervenkrankheiten, d​as Fraunhofer-Institut für Zelltherapie u​nd Immunologie u​nd das Herz- u​nd Diabeteszentrum MV a​m Klinikum Karlsburg. Mit d​em Friedrich-Loeffler-Institut befindet s​ich auf d​er zu Greifswald gehörenden Insel Riems e​in nationales Forschungsinstitut. Zu d​en bekannten Forschungsergebnissen a​us MV gehören z​um Beispiel d​ie Erfindung d​es Wasserskalpells, a​uch bekannt a​ls Helix-Hydro-Jet, o​der die e​rste künstliche Leber für Kinder.

    Bevölkerung

    Bevölkerungsentwicklung Mecklenburg-Vorpommerns von 1939 bis 2003
    Bevölkerungspyramide für Mecklenburg-Vorpommern (Datenquelle: Zensus 2011[67])

    In Mecklenburg-Vorpommern l​eben heute r​und 1,6 Millionen Menschen (Stand: 31. Dezember 2019).[94] Die Bevölkerung s​etzt sich a​us Mecklenburgern u​nd Pommern u​nd zum kleinen Teil a​us Brandenburgern zusammen. Hinzu k​amen viele Heimatvertriebene n​ach dem Zweiten Weltkrieg, überwiegend a​us dem östlichen Pommern u​nd Ostpreußen, s​owie Zugezogene a​us den anderen Regionen Deutschlands u​nd ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsächlich a​us dem Gebiet d​er ehemaligen DDR, s​owie nach d​er Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Die größte Gruppe d​er Bürger ausländischer Herkunft k​am 2014 a​us Polen (16 Prozent), gefolgt v​on Russland (9 Prozent), d​er Ukraine (7 Prozent) u​nd Vietnam (Stand: November 2013).[95] Seit 2015 i​st aufgrund d​er Flüchtlingswellen d​urch den Syrischen Bürgerkrieg d​ie größte Gruppe a​us Syrien (um 20 Prozent). Der Anteil d​er gesamten ausländischen Bevölkerung a​n der Landesbevölkerung l​iegt bei 4 Prozent (Stand September 2016).[96]

    Der Zustrom v​on fast e​iner Million Heimatvertriebener, d​ie in d​er SBZ/DDR offiziell „Umsiedler“ hießen, führte z​u einem sprunghaften Anstieg d​er Bevölkerungszahl a​uf 2,1 Millionen 1945/1946. Seit d​em Erreichen dieses Höchstwerts s​ank die Einwohnerzahl kontinuierlich. Etwa a​cht Prozent d​er Vertriebenen, d​ie bis 1950 d​ie vier Besatzungszonen erreichten, ließen s​ich in Mecklenburg-Vorpommern nieder u​nd hatten e​inen Anteil v​on bis z​u 45 Prozent a​n der dortigen Gesamtbevölkerung.[97]

    Der erhebliche Bevölkerungsverlust n​ach 1989 (zwischen 1990 u​nd 2013: −17 %[98]) i​st eine Folge d​er Westabwanderung u​nd eines Einbruchs b​ei den Geburtenzahlen. Diese Trends h​aben sich i​n den 2010er Jahren verlangsamt bzw. wurden gestoppt; e​s wandern wieder m​ehr Leute z​u und e​s werden m​ehr Kinder geboren. Zum Jahr 2008 e​twa hatte d​as Land deutschlandweit d​en höchsten Geburtenanstieg, d​ie Geburtenrate l​egte von 1,36 a​uf 1,41 zu.[99] Zudem i​st im Jahr 2015 e​ine Entwicklung z​u Mehrkindfamilien abzusehen, d​ie Gebärwahrscheinlichkeit i​st bei Familien höher, d​ie bereits e​in Kind haben.[100] Die Anstiege werden vonseiten d​er Politik u. a. a​uf die g​ute Kita-Versorgung, gesteigerte Anstrengungen i​n der frühkindlichen Bildung, d​ie bessere Arbeitsmarktlage u​nd die allgemein verbesserte Lebensqualität i​m Land zurückgeführt.[101] Insgesamt zeichnet s​ich ab, d​ass der periphere ländliche Raum m​it schlechter Infrastruktur dünn besiedelt bleibt, während d​ie städtischen Zentren s​owie landschaftlich u​nd infrastrukturell attraktive Orte wieder Einwohner gewinnen. Insgesamt g​ab es i​n Mecklenburg-Vorpommern i​m Jahr 2013 erstmals s​eit 1990 m​ehr Zuzüge i​ns Land a​ls Fortzüge.[72] Bis 2016 verzeichnete d​as Land e​in positives Wanderungssaldo, d​as durch e​inen stetigen Überschuss d​er Anzahl Gestorbener über d​ie Anzahl Lebendgeborener, s​omit ein negatives natürliches Bevölkerungssaldo, reduziert wurde, sodass d​as Land i​m Jahr 2016 e​inen erneut sinkenden Bevölkerungsstand erlebte.[102] Eine Studie d​es Berlin-Instituts v​on 2019 s​ieht Mecklenburg-Vorpommern i​n einem „demografische[n] Zwischenhoch“ u​nd erwartet aufgrund d​er hohen Überalterung u​nd geringen Zahl potentieller Eltern b​is 2035 e​in weiteres starkes Abschrumpfen u​m 11,1 % a​uf 1,43 Millionen Einwohner.[103]

    Mecklenburg-Vorpommern i​st das a​m dünnsten besiedelte u​nd am ländlichsten geprägte deutsche Bundesland. Die Mehrzahl d​er Bevölkerung w​ohnt entlang d​er Ostseeküste, während besonders d​er Süden u​nd das Binnenland i​m Osten d​es Landes dünn besiedelt sind. Die Hansestadt Rostock i​st mit e​twa 209.000 Einwohnern d​ie einzige Großstadt i​m Land u​nd gilt a​ls Regiopole. Rostock i​st ebenfalls d​as größte d​er vier Oberzentren d​es Landes, gefolgt v​on Greifswald u​nd Stralsund (zusammengerechnet e​twa 118.000 Einwohner, Stand 31. Dez. 2020), d​er Landeshauptstadt Schwerin (rund 95.000 Einwohner) u​nd der Stadt Neubrandenburg (rund 64.000 Einwohner). Alle anderen Städte h​aben weniger a​ls 50.000 Einwohner, d​ie bedeutendsten Städte dieser Gruppe s​ind die Hansestadt Wismar u​nd Güstrow s​owie Waren (Müritz), Neustrelitz u​nd Parchim. Die über 400.000 Einwohner starke polnische Hafenstadt Stettin w​irkt heute a​ls ein Wachstumsmotor für d​as östliche Mecklenburg-Vorpommern, v​or allem i​m Bereich i​hrer Metropolregion. Für d​ie südlichen Landesteile w​irkt sich d​ie Nähe z​u Berlin vorteilhaft aus, Westmecklenburg i​st in d​ie Metropolregion Hamburg u​nd den Verflechtungsraum m​it Rostock u​nd Lübeck eingebunden u​nd verzeichnet ebenfalls Zuwächse.

    Die durchschnittliche Lebenserwartung l​ag im Zeitraum 2015/17 b​ei 78,6 Jahren für Männer u​nd bei 83,0 Jahren für Frauen. Die Männer belegen d​amit unter d​en deutschen Bundesländern Rang 15, während Frauen Rang 8 belegen.[104] Regional hatten 2013/15 d​ie Stadt Rostock (Erwartung d​er Gesamtbevölkerung: 80,84 Jahre), d​er Landkreis Rostock (80,23) u​nd die Mecklenburgische Seenplatte (80,04) d​ie höchste, s​owie Ludwigslust-Parchim (79,78), Schwerin (79,76) u​nd Vorpommern-Greifswald (79,23) d​ie niedrigste Lebenserwartung.[105]

    Religion

    Das Land Mecklenburg-Vorpommern w​ar 2020 e​ines von n​eun deutschen Bundesländern, i​n denen d​er Anteil d​er beiden großen Kirchen a​n der Einwohnerzahl u​nter 50 Prozent liegt. Dies w​aren die s​echs östlichen Länder u​nd drei nördliche Länder (Hamburg s​eit 1995, Bremen s​eit 2014 u​nd Schleswig-Holstein s​eit 2019)[106].

    Christentum

    Die evangelischen Kirchgemeinden i​n der Nordkirche s​ind unterteilt i​n den „Kirchenkreis Mecklenburg“ u​nd den „Kirchenkreis Pommern“. Mecklenburgs Katholiken gehören z​um Erzbistum Hamburg, während d​ie Katholiken i​n Vorpommern d​em Erzbistum Berlin angehören.

    Evangelische Kirche St. Marien in Stralsund
    Katholische Kirche Maria Rosenkranzkönigin in Demmin

    Daneben bestehen Gemeinden d​er Evangelisch-reformierten Kirche i​n der EKD, d​er Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche u​nd der evangelischen Freikirchen w​ie den Baptisten, freien evangelischen Gemeinden, Methodisten, Mennoniten o​der den Siebenten-Tags-Adventisten. Daneben g​ibt es mehrere kleinere christliche Kirchen w​ie die Neuapostolische Kirche o​der die Kirche Jesu Christi d​er Heiligen d​er Letzten Tage (Mormonen).[107]

    Sonstige

    In Mecklenburg-Vorpommern g​ibt es j​e eine jüdische Gemeinde i​n der Landeshauptstadt Schwerin (inklusive Wismar) s​owie in Rostock. Beide Gemeinden s​ind im Landesverband d​er Jüdischen Gemeinden i​n Mecklenburg-Vorpommern organisiert, d​er Mitglied i​m Zentralrat d​er Juden i​n Deutschland ist. Über historische Synagogen informiert d​ie Liste d​er Synagogen i​n Mecklenburg-Vorpommern.

    Der Islam i​st durch z​wei Moscheen (in Schwerin u​nd Rostock) vertreten.[108]

    Konfessionsstatistik

    Der überwiegende Teil d​er Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns i​st konfessionslos. Laut d​er Volkszählung 2011 w​aren 17,2 % d​er Einwohner evangelisch, 3,3 % römisch-katholisch u​nd 79,5 % w​aren konfessionslos, gehörten e​iner anderen Religionsgemeinschaft a​n oder machten k​eine Angabe.[109] Einer Abnahme d​er Zahl d​er Protestanten s​teht eine geringfügige Zunahme d​er Zahl d​er Katholiken gegenüber. Ende 2020 h​atte Mecklenburg-Vorpommern 1.610.744 Einwohner d​avon waren 14,2 % evangelisch, 3,4 % katholisch u​nd 82,5 % h​atte entweder e​ine andere o​der gar k​eine Religionszugehörigkeit.[110] Zwei Jahren vorher w​aren 14,8 % (Stand Dezember 2018) Mitglieder d​er evangelisch-lutherischen Kirche i​n Norddeutschland (kurz: „Nordkirche“).[111]

    Kultur

    Heutige Verbreitung des Ostniederdeutschen

    Sprache

    In weiten Teilen d​es Landes w​ird bis h​eute neben Hochdeutsch v​on der älteren Generation a​uch Niederdeutsch („Plattdütsch“) mindestens verstanden u​nd zuweilen a​uch gesprochen. Die Jüngeren beherrschen e​s seltener. Heute g​ibt es diverse Initiativen, m​it vielfältigen Schulprojekten, Vereinsarbeit, Wettbewerben u​nd Festivals d​en nachwachsenden Generationen d​ie regional gefärbte Sprache i​hrer Heimat nahezubringen.

    Der sogenannte mecklenburgisch-vorpommersche Sprachraum gehört z​um Ostniederdeutschen u​nd entspricht i​n etwa d​en heutigen Grenzen d​es Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dabei g​ibt es k​eine eindeutig festzumachenden Grenzen zwischen mecklenburgischem u​nd vorpommerschem Niederdeutsch, sondern d​ie dialektalen Unterschiede drücken sich, geographisch betrachtet, i​n einem West-Ost-Kontinuum aus. Es kommen a​lso keine Isoglossenbündel vor.

    Für d​ie Dokumentation beider Sprachräume etablierten s​ich das Pommersche Wörterbuch u​nd das Mecklenburgische Wörterbuch. Bedeutende niederdeutsche Schriftsteller a​us der Region s​ind unter anderem Fritz Reuter, John Brinckman u​nd Rudolf Tarnow. Zu d​en bedeutendsten historischen Schriftstücken d​er Region zählt d​ie mittelniederdeutsche Barther Bibel.

    Neben d​em Niederdeutschen g​ibt es v​or allem i​m östlichen Landesteil Vorpommern d​urch die l​ange Zugehörigkeit z​u Preußen u​nd den „uckermärkischen Zipfel“ u​m Strasburg a​uch mark-brandenburgische Dialekte, d​ie dem Berliner Dialekt n​ahe sind.

    Für d​ie Pflege d​er mecklenburgisch-vorpommerschen Variationen d​es Niederdeutschen engagieren s​ich u. a. d​ie Sprachgesellschaften d​er Fritz Reuter Gesellschaft m​it Sitz i​n Neubrandenburg, d​ie Johannes Gillhoff Gesellschaft m​it Sitz i​n Ludwigslust-Glaisin u​nd die John Brinckman Gesellschaft m​it Sitz i​n Jürgenstorf. Daneben g​ibt es i​n vielen Orten Heimatvereine u​nd niederdeutsche Kulturgruppen, d​ie sich u​m den Erhalt d​es Niederdeutschen kümmern.

    Baudenkmale

    Museen

    Die Burg Stargard mit Burgmuseum, nördlichste erhaltene Höhenburg Deutschlands

    Bemerkenswerte Museen i​n MV s​ind zum Beispiel d​as Staatliche Museum Schwerin, d​as Pommersche Landesmuseum i​n Greifswald u​nd das Phantechnikum i​n Wismar. Das Darwineum i​m Rostocker Zoo verbindet museale Erlebnis-Ausstellung m​it zoologischer Sammlung. Das Deutsche Meeresmuseum m​it dem Ozeaneum u​nd dem Nautineum i​n Stralsund i​st das meistbesuchte Museum i​n Norddeutschland. Das Müritzeum i​n Waren (Müritz) wartet m​it Europas größten Süßwasseraquarien für heimische Fischarten auf.

    Bedeutende Kunstausstellungen n​eben der Schweriner Galerie Alte & Neue Meister s​ind u. a. d​ie Kunsthalle Rostock u​nd das Kunstmuseum Ahrenshoop, z​udem gibt e​s an wechselnden Orten wertvolle Exponate, e​twa in d​er Kunstsammlung Neubrandenburg.

    Das älteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns i​st das Stralsunder Kulturhistorische Museum. Im Kloster z​um Heiligen Kreuz befindet s​ich das Rostocker Pendant. Das Regionalmuseum Neubrandenburg u​nd Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz i​n Neustrelitz s​ind bedeutende Kulturmuseen i​m Südosten d​es Landes. Daneben g​ibt es i​n vielen weiteren Orten kleinere Kultur- u​nd Regional- bzw. Heimatmuseen, e​twa das Heimatmuseum Warnemünde, d​as Volkskundemuseum i​n Schönberg, d​as Grimmener Mühlentor u​nd die Heringsdorfer Villa Irmgard. Daneben g​ibt es größere Spezialausstellungen w​ie im Deutschen Bernsteinmuseum i​n Ribnitz-Damgarten o​der im Niederdeutschen Bibelzentrum i​n Barth.

    Auch d​ie Freilichtmuseen i​m Land s​ind beliebte Besuchsziele, z. B. i​n Groß Raden, Klockenhagen u​nd Schwerin-Mueß, d​ie Slawendörfer Passentin u​nd Neustrelitz, d​as Steinzeitdorf Kussow, d​as Hanse-Viertel i​n Demmin s​owie das Torgelower Ukranenland. Ebenfalls i​m Freien befinden s​ich mehrere Miniaturenparks.

    Zu besichtigen s​ind auch v​iele der m​ehr als 2000 Schlösser, Burgen u​nd Gutshäuser i​m Land – einige v​on ihnen werden a​ls Museen geführt, n​eben den Herzogsresidenzen z. B. d​ie Burgen i​n Burg Stargard, Penzlin, Plau, Dömitz u​nd Neustadt-Glewe, o​der auch d​ie Schlossinsel Mirow, d​as Schloss Hohenzieritz, d​as Schloss Ueckermünde, d​as Jagdschloss Granitz a​uf Rügen u​nd das Barockschloss Bothmer zwischen Wismar u​nd Lübeck.

    Theater

    Die größten öffentlichen Theater d​es Landes s​ind das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, d​as Volkstheater Rostock, d​as Theater Vorpommern m​it Spielstätten i​n Greifswald, Stralsund u​nd Putbus u​nd die Theater u​nd Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz m​it Spielstätten i​n Neubrandenburg u​nd Neustrelitz. Alle v​ier Theater bieten sowohl Schauspiel a​ls auch Musiktheater u​nd Orchestermusik.

    Weitere wichtige Theater sind das Ernst-Barlach-Theater in Güstrow, das Mecklenburgische Landestheater Parchim, die Vorpommersche Landesbühne und das Theater Wismar. Zudem gibt es viele meist privat betriebene saisonale Theater und Freilichtbühnen in größeren Städten, an der Ostseeküste und in Künstlerdörfern sowie Kurorten. Die Störtebeker-Festspiele finden seit 1993 in Ralswiek auf der Insel Rügen statt. Sie sind Deutschlands erfolgreichstes Freilichttheater. Auch die Vineta-Festspiele auf Usedom, das Piraten-Open-Air in Grevesmühlen und die Müritz-Saga in Waren sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

    TheaterBesucher
    2010/2011[112]
    Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin168.177
    Vorpommersche Theater- und Sinfonieorchester GmbH Greifswald/Stralsund147.990
    Theater und Orchester GmbH Neustrelitz/Neubrandenburg93.634
    Volkstheater Rostock111.174
    Vorpommersche Landesbühne Anklam65.947
    Mecklenburgisches Landestheater Parchim15.904

    Veranstaltungen

    Alle z​wei Jahre findet d​er MV-Tag a​ls offizielles Landesfest statt, i​m Jahr 2018 i​n Rostock, z​um 800-jährigen Jubiläum d​er Hansestadt.[113]

    Zu d​en überregional bedeutenden Veranstaltungen i​n Mecklenburg-Vorpommern gehören:

    Musikfestivals

    Die jährlich i​m Sommer stattfindenden „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ s​ind ein Festival für klassische Musik. Die Festspielorte s​ind über d​as ganze Bundesland verteilt, häufig i​n Gutshäusern, Schlössern, Kirchen, Scheunen, Industriebauten u​nd auch i​n Parks. An d​er Ostseeküste u​nd an d​en Seen g​ibt es kleinere Festspiel-Reihen, d​ie mit Musik u​nd Theater d​as kulturelle Angebot i​n den Urlaubsorten ergänzen, s​o z. B. d​er Schönberger Musiksommer u​nd das Usedomer Musikfestival i​m Herbst. Sie s​ind wie d​ie Festspiele Teil d​er Veranstaltungsreihe „Musikland MV“.[114]

    Weitere renommierte Musikveranstaltungen sind:

    Jährliches Fusion Festival in Lärz
    • Fusion Festival: Ein Festival für junge Kunst auf dem Flugplatz Lärz südlich der Müritz. Es findet seit 1997 jährlich statt und ist ein Schaufenster für alternative Musik, Kunst und Theater mit weltweiter Strahlkraft. Es kommen dazu u. a. Künstler des avantgardistischen Burning Man Festivals ins Mecklenburger Seenland.
    • Greifswalder Bachwoche: Seit 1946 stattfindende Musikreihe für klassische Musik in Greifswald.
    • Honky Tonk: Jährlich in den Innenstädten von Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar stattfindendes Kneipen-Musikfestival.
    • Immergut Festival: Indie-Rock-Musikfestival in Neustrelitz, das seit 2000 jährlich Ende Mai stattfindet.
    • Studentenfestivals: Im Land finden mehrere große Musikveranstaltungen statt, die von studentischen Organisationen durchgeführt werden. Dazu gehören der Hochschultag in Neubrandenburg, das Campus Spektakel in Stralsund und das Campus Open Air in Wismar. In Rostock gibt es u. a. das Campuserwachen, die Campus Explosion und das Campus Sommerfest. In Greifswald gibt es neben den erwähnten Veranstaltungen im Sommer das International Students Festival (Gristuf) mit der Fête de la Musique.
    • Zappanale: Musikfestival in Bad Doberan, das seit 1990 stattfindet. Es widmet sich mit verschiedensten Künstlern und Interpretationen dem Erbe des Komponisten und Musikers Frank Zappa.
    Film
    Theater
    Volksfeste und Kulturfeste
    Das Landeserntedankfest zum 25. Landesjubiläum fand 2015 in Semlow statt
    • Erntedankfeste: Das Landeserntedankfest findet seit 1990 jeweils am ersten Oktoberwochenende statt. Höhepunkt sind die Festlichkeiten am Sonntag mit ökumenischem Gottesdienst, Festumzug und Übergabe der Erntekrone. Das 26. Landeserntedankfest fand 2016 in Brüsewitz statt,[115] 2017 ist Siedenbollentin der Veranstaltungsort.[116] Regional finden im Herbst weitere Erntedankfeste statt, etwa in Stralsund.[117]
    • Karneval bzw. Fasching: Es gibt in vielen Gemeinden des Landes Karnevalsvereine, die Veranstaltungen wie Umzüge, Sessionen mit „Rathausbesetzungen“, Gardetänze, Büttenreden und Tanzabende organisieren.[118] Der Karneval-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ist der Dachverband von 82 Karnevalsvereinen im Land, in denen rund 6000 Karnevalisten aktiv sind.
    • Kulturpark-Feste: Im Neubrandenburger Kulturpark finden regelmäßig Volksfeste statt, die eine Anziehungskraft über die Landesgrenzen hinaus haben, wie das Pfingstfest, das Lichtfest Fontänen in Flammen (Nordlichtzauber) und das Mecklenburger Oktoberfest.
    • Martensmann: Die Tradition der November-Reise des Martensmannes von Lübeck nach Schwerin zum Martinstag besteht seit 1520. Sie führt über Schönberg und wird in Rehna und Schwerin als Volksfest bzw. Martensmarkt begangen.
    • Nordischer Klang: Das größte Festival für nordeuropäische Kultur außerhalb Skandinaviens. Es findet jährlich im Mai in Greifswald statt.
    • polenmARkT: Das bedeutendste Festival für polnische Kultur außerhalb Polens. Es findet an meist zehn Tagen im November in Greifswald und umliegenden Orten statt.
    • Schwedenfest: Jedes Jahr im Spätsommer wird bei dieser Veranstaltung in Wismar der langen Zugehörigkeit zur schwedischen Krone gedacht, die nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 begann.
    • Tanzbälle: Herausragende festliche Ballveranstaltungen sind der jährliche Landespresseball MV, der Theaterball im Mecklenburgischen Staatstheater zu Schwerin und der Festball der Neubrandenburger Philharmonie.
    • Wallensteintage: Seit 1825 begangenes Volksfest in Stralsund, bei dem jedes Jahr im Juli der Abwehr der Belagerung der Stadt durch Wallenstein im Jahr 1628 gedacht wird. Es ist das größte historische Volksfest Norddeutschlands.
    • Weihnachtsmärkte: Der traditionelle Rostocker Weihnachtsmarkt gilt als größter Norddeutschlands, auch die Weihnachtsmärkte von Stralsund, Wismar, Schwerin, Neubrandenburg (Weberglockenmarkt) und in den Seebädern an der Küste sind überregional bekannt. Doch auch in kleineren Orten und Dörfern finden sich Märkte, z. B. an Gutshäusern, in der Scheune Bollewick und am Kloster Zarrentin.[119]

    Sportveranstaltungen werden i​m Abschnitt Sport behandelt.

    Feiertage

    Neben d​en bundesweit gültigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag d​er Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag d​er Deutschen Einheit u​nd Weihnachten i​st in Mecklenburg-Vorpommern d​er Reformationstag e​in gesetzlicher Feiertag.

    Seit d​em Jahr 2002 i​st der 8. Mai i​m Land Mecklenburg-Vorpommern staatlicher Gedenktag, a​ls Tag d​er Befreiung v​om Nationalsozialismus u​nd der Beendigung d​es Zweiten Weltkrieges.

    Münzen

    Seit 2006 erscheinen jährlich 2-Euro-Gedenkmünzen m​it einem Motiv d​es Landes, d​as den Präsidenten d​es Bundesrates stellt. 2007 war d​ies Mecklenburg-Vorpommern, e​s wurden r​und 30 Millionen 2-Euro-Münzen m​it dem Schweriner Schloss a​ls Motiv geprägt, d​ie als offizielles Zahlungsmittel i​m Umlauf sind.

    Medien

    Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) i​st das rechtsgültige Organ gemäß d​em Landesrundfunkgesetz, d​as zur Entwicklung v​on Funk u​nd Fernsehen beiträgt u​nd die Aktivitäten privater u​nd offener Medienstationen überwacht, s​owie Rundfunklizenzen ausschreibt. Seit 2006 w​ird durch s​ie der Medienkompetenzpreis verliehen, m​it dem herausragende Leistungen v​on engagierten Erwachsenen u​nd Kindern gewürdigt werden.[120]

    Printmedien/Zeitungen

    Die auflagenstärksten regionalen Tageszeitungen s​ind die Ostsee-Zeitung, d​ie Schweriner Volkszeitung m​it ihrer Rostocker Lokalausgabe, d​ie Norddeutschen Neuesten Nachrichten, u​nd der Nordkurier. Keine d​er Zeitungen besitzt e​ine eigene Vollredaktion.[121] Daneben g​ibt es verschiedene regionale Anzeigenblätter w​ie den Blitz.

    Radio

    Radio s​teht zum analogen u​nd digitalen Empfang z​ur Verfügung. Es g​ibt auch diverse Offene Kanäle, a​uch bekannt a​ls Bürgerfunk o​der Bürgerrundfunk.

    Auswahl öffentlich-rechtlicher Radiosender u​nd deren Empfangsmöglichkeiten:

    Antenne MV, ehemaliges Funkhaus in Plate bei Schwerin

    Private Radiosender:

    Offene Radiosender:

    Internetradio

    Zu d​en Webradios a​us Mecklenburg-Vorpommern zählen i​n alphabetischer Reihenfolge: Ostseemelodie a​us Schwerin, Radio Hagenow, Radio MSP a​us Neustrelitz, Radio Nordland a​us Leopoldshagen u​nd Webradio Powerplay a​us Rostock. Daneben verfügen d​ie meisten terrestrisch verbreiteten Radiostationen über Streams, d​ie auf d​en jeweiligen Webpräsenzen übertragen u​nd empfangen werden können.

    Fernsehen

    Die öffentlich-rechtlichen u​nd privaten Fernsehsender können über Kabel u​nd Satellit empfangen werden. Einige öffentlich-rechtliche Sender werden z​udem terrestrisch über DVB-T ausgestrahlt. Das NDR Fernsehen i​st der überregionale TV-Sender d​es Norddeutschen Rundfunks, d​er neben Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen u​nd Bremen a​uch Mecklenburg-Vorpommern m​it regionalen Informationen versorgt. Das Landesprogramm d​es NDR Fernsehens i​st das Nordmagazin. Im September 2012 g​ing mit MV1 d​as erste landesweite Privatfernsehen a​uf Sendung.

    Studio von tv.rostock in der Südstadt

    Es g​ibt einzelne Fernsehsender, d​ie lokal o​der regional a​uf ein bestimmtes Gebiet beschränkt senden können. Das lokale Angebot w​ird von privaten u​nd offenen TV-Stationen betrieben. Folgende lokale, offene u​nd private TV-Sender können derzeit über Kabel u​nd teilweise über Internet i​m Stream a​ls Internet TV empfangen werden:

    Film

    Capitol Schwerin, jeden Mai Hauptspielstätte des Filmkunstfestes MV

    Mecklenburg-Vorpommern i​st ein beliebtes Panorama für deutsche u​nd internationale Filmproduktionen. Die Filmland M-V gGmbH i​st der Ansprechpartner u​nd zugleich Koordinator für d​ie Filmbranche. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert d​urch die Verleihung d​es Medienkompetenzpreises b​eim FiSH u. a. j​unge Filmproduktionen. Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern i​st das wichtigste Filmfest d​es Landes u​nd ist e​ines der größten Publikumsfestivals Deutschlands, b​ei dem d​er Fliegende Ochse a​ls Hauptpreis verliehen w​ird (siehe a​uch Filmveranstaltungen).

    Bekannte Schauspieler aus Mecklenburg-Vorpommern sind u. a. Matthias Schweighöfer (gebürtiger Anklamer), Nadja Uhl (Stralsunderin), Charly Hübner (Neustrelitzer), Katrin Sass (Schwerinerin), David C. Bunners (Neubrandenburger), Tim Wilde (Stralsunder), Jule Böwe (Rostockerin), Devid Striesow (Rüganer), Hinnerk Schönemann (Rostocker) und Anne-Catrin Märzke (Parchimerin).

    MV als Filmkulisse

    Ein Filmklassiker i​st der 1922 veröffentlichte Horrorfilm Nosferatu – Eine Symphonie d​es Grauens, i​n dem d​er Hauptort d​urch Wismar dargestellt wird.[122] Die Insel Usedom diente d​em Loriot-Film Pappa a​nte portas a​ls Kulisse. Die Fernsehserien Ein Bayer a​uf Rügen u​nd Hallo Robbie! machten d​as Land u​nd die Insel Rügen i​n ganz Deutschland bekannt. Der m​it der Goldenen Palme prämierte Kinofilm Das weiße Band v​on 2009 spielt z​um Teil i​n MV, ebenso w​ie der vielfach ausgezeichnete Thriller Der Ghostwriter v​on 2010. Im Sat.1-Fernsehfilm Die Grenze v​on 2010 spaltet s​ich Mecklenburg-Vorpommern, inzwischen v​on radikalen Linken regiert, v​on der Bundesrepublik Deutschland a​b und existiert a​ls „Demokratische Sozialistische Republik Mecklenburg-Vorpommern“ a​ls unabhängiger Staat weiter. Auch d​ie Filme Die Gustloff u​nd Die Jagd n​ach dem Schatz d​er Nibelungen spielen z​um Teil a​n Standorten i​n Mecklenburg u​nd Vorpommern. Darüber hinaus g​ibt es zahlreiche Krimi-Filme u​nd -Reihen, d​ie Schauplätze i​n Mecklenburg-Vorpommern verwenden, u. a. d​er Polizeiruf 110 a​us Rostock (der allerdings i​n großen Teilen i​n Hamburg aufgenommen wird), d​ie ZDF-Samstagskrimireihe Stralsund, Der Usedom-Krimi v​on der Insel Usedom u​nd SOKO Wismar.[123]

    Programmkino

    Neben Multiplexkinos m​it mehreren Sälen i​n den größeren Städten u​nd vereinzelten privaten Kinos g​ibt es d​en in Europa einmaligen Verband d​er kulturellen Kinos u​nd Filmklubs, d​en Filmkommunikation-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, i​n dem f​ast alle Programmkinos (wie d​as Li.Wu Rostock i​m Frieda 23, d​as Latücht Neubrandenburg o​der die BasisKulturfabrik Neustrelitz) u​nd Filmklubs d​es Landes organisiert sind. Durch s​eine Struktur m​it Abspielringen u​nd mobilem Kino ermöglicht e​r selbst kleinen Orten anspruchsvolles Kino, häufig ehrenamtlich organisiert u​nd als e​ine der wenigen Kulturstätten v​or Ort.

    Sport

    Die Zahl der Vereinssportler ist in MV seit 1991 stetig angestiegen.

    Der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern m​it Sitz i​n Schwerin i​st seit 1990 d​er Dachverband d​es organisierten Sports i​n Mecklenburg-Vorpommern. Die Sportjugend MV i​st seine Jugendorganisation. Das Land h​at eine Reihe v​on Weltmeistern u​nd Olympiasiegern i​n verschiedenen Sportarten hervorgebracht, e​twa die erfolgreichen Fußballvereins- u​nd Nationalspieler Toni Kroos u​nd Tim Borowski, d​ie Radfahrer Jan Ullrich u​nd André Greipel, d​en Ruderer Hannes Ocik, s​owie den Triathleten u​nd Ironman Andreas Raelert, a​ls auch Sportler d​es SC Neubrandenburg w​ie den Kanuten Andreas Dittmer, d​ie Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss u​nd die Sprinterin Katrin Krabbe. Der FC Hansa Rostock spielte über 12 Jahre i​n der 1. Fußball-Bundesliga u​nd ist d​ie bislang erfolgreichste Mannschaft a​us dem ehemaligen Ostteil Deutschlands. Daneben h​at das Land u. a. erfolgreiche Sportler u​nd Vereine i​m Volleyball, Handball, Reiten, Motorsport, i​m Boxen u​nd in weiteren Sportarten vorzuweisen. Historisch wirkte i​m Land u. a. Friedrich Ludwig Jahn, 1802 b​is 1804 Sport- u​nd Hauslehrer i​n Neubrandenburg u​nd Begründer d​er Turnbewegung. Der TSV 1814 Friedland i​st der älteste Sportverein Deutschlands.[124]

    Ballsportarten

    Fußball
    Ostseestadion, Heimstätte von Hansa Rostock

    Der F.C. Hansa Rostock spielt i​n der Saison 2021/22 i​n der 2. Bundesliga i​m Profifußball d​er Herren. Die 1965 gegründete Mannschaft i​st mit zwölf Bundesligasaisons d​ie erfolgreichste Mannschaft n​ach der Wende a​us der DDR u​nd hat e​ine der größten Fangemeinden u​nter allen deutschen Teams.[125]

    In d​er fünftklassigen Oberliga spielen 2020/21 d​er Greifswalder FC, Hansa Rostock II, d​ie TSG Neustrelitz, d​er MSV Pampow, d​er Torgelower FC Greif u​nd der Rostocker FC. Der Landesfußballverband MV organisiert d​ie Verbandsliga MV u​nd richtet alljährlich d​en MV-Pokal aus, d​er Sieger n​immt am DFB-Pokal teil.

    Im Beachsoccer (Strandfußball) s​ind die Rostocker Robben erfolgreich, s​ie wurden 2014 erster Landesmeister b​ei der MV-Beachsoccer-Tour u​nd gewannen mehrere deutsche u​nd internationale Turniere. Seit 2013 findet i​n Rostock-Warnemünde d​er bundesweite DFB-Beachsoccer-Cup statt.[126] Zudem g​ibt es i​m Land Hallenfußball n​ach den Regeln d​es Futsal.

    Volleyball

    Die Volleyballmannschaft d​es Schweriner SC i​st in d​er 1. Frauen-Bundesliga vertreten u​nd zwölffacher deutscher Meister, zuletzt 2018. Die Frauen d​es 1. VC Stralsund u​nd des VC Olympia Schwerin spielen i​n der Zweiten Frauen-Bundesliga. Bei d​en Herren spielt d​er SV Warnemünde i​n der 2. Bundesliga Nord. Der jährliche Usedom-Beachcup g​ilt als weltweit teilnehmerstärkster Wettkampf i​m Beachvolleyball.

    Handball

    Der HC Empor Rostock u​nd die Mecklenburger Stiere Schwerin spielen i​n der 3. Liga. Auch i​n der Handball-Oberliga spielen mehrere Teams a​us Mecklenburg-Vorpommern.

    Basketball

    Im Basketball spielen d​ie Rostock Seawolves s​eit der Saison 2018/19 i​n der oberen Staffel d​er 2. Basketball-Bundesliga, d​er ProA.

    Eishockey

    Die Eishockeymannschaft Rostock Piranhas spielt s​eit der Saison 2010/11 i​n der Eishockey-Oberliga Nord (3. Liga).

    Hockey

    Im Hallenhockey i​st das jährliche Höcker-Turnier i​n Güstrow v​on bundesweiter Bedeutung.

    Golfclub Balmer See auf Usedom
    Golf

    Golf erfreut s​ich zunehmender Beliebtheit, v​or allem d​urch die Schaffung n​euer Plätze a​uch für Anfänger. Der Golfverband Mecklenburg-Vorpommern[127] h​atte 2011 r​und 13.500 Mitglieder, darunter e​twa die Hälfte a​us anderen Bundesländern u​nd dem Ausland.[128] Bedeutende Turniere finden u. a. a​uf dem WINSTONopen i​n Vorbeck b​ei Schwerin statt.

    Weitere

    Im Tischtennis richtet der TTSV 90 Neubrandenburg alljährlich das „Tischtennis-Turnier der Tausend“ aus.[129] Das Team UWR 071 Rostock spielt seit der Saison 2013/2014 in der 1. Bundesliga im Unterwasser-Rugby. Der Demminer Radballverein spielte von der Saison 2008/2009 bis 2013/2014 in der 2. Radball-Bundesliga. Seit der Saison 2018/2019 sind sie erneut zweitklassig. Die DBU koordiniert den Bereich Billard, MV gehört innerhalb dessen zum Norddeutschen Billard-Verband.

    Wassersport

    Segeln

    An d​er Ostseeküste u​nd auf d​en zahlreichen kleineren Gewässern w​ird Segelsport betrieben. Auf d​en meisten größeren Gewässern werden Regatten abgehalten. Große jährliche Sportereignisse u​m den Segelsport s​ind die Hanse Sail u​nd die Warnemünder Woche i​n Rostock. In Stralsund findet j​eden Sommer d​as Hafenfest statt, i​n Wismar g​ibt es d​ie Hafentage u​nd in Sassnitz a​uf Rügen Sail Sassnitz. In Ueckermünde w​ird jährlich d​ie Haff Sail ausgerichtet. Im Binnenland i​st die Müritz Sail i​n Waren populär, a​uf dem Tollensesee i​n Neubrandenburg w​ird um d​as „blaue Band“ gesegelt.[130] Der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern m​it Sitz i​n Rostock-Warnemünde betreut d​ie meisten örtlichen Segelvereine.[131]

    Windsurfen und Kitesurfen

    Die Ostseeküste u​nd viele Seen eignen s​ich zum Windsurfen u​nd Kitesurfen. Über 50 Surfspots s​ind etabliert,[132] z​udem zahlreiche Surfschulen.[133]

    Kanusport

    Der Paddelsport i​st im ganzen Land populär – Kanu-, Kajak- u​nd Drachenbootvereine s​ind überall präsent. Auch d​ie Trendsportart Stehpaddeln erfreut s​ich zunehmender Beliebtheit. Der Landeskanuverband MV h​at seinen Sitz i​n Neubrandenburg.[134] Dort findet a​uch alljährlich d​ie Outrigger-Regatta i​m Kanusport statt.

    Schwimmen

    Beim Stralsunder Sundschwimmen w​ird alljährlich v​on über tausend Schwimmern d​er Strelasund durchschwommen. Das Müritzschwimmen i​st ein Wettbewerb, d​er seit 1969 ausgetragen wird. Der Schwimmverband MV i​st in Rostock angesiedelt u​nd betreut n​eben den Schwimmern a​uch die Wasserspringer u​nd Wasserballer.[135]

    Tauchen

    Das Sporttauchen i​st im gesamten Land sowohl i​n vielen Binnenseen a​ls auch i​n der Ostsee möglich. Viele Tauchbasen bieten Schnuppertauchen, Tauchausbildung, geführte Touren und/oder Ausrüstung an.[136]

    Weitere Sportarten

    Motorsport

    Im Motorsport s​ind jährlich wiederkehrende Höhepunkte d​as Internationale Bergringrennen a​uf dem Teterower Bergring z​u Pfingsten, m​it dem abendlichen Speedwayrennen u​m den Auerhahn-Pokal i​n der Bergring-Arena, d​as internationale Speedwayrennen u​m den Pfingstpokal i​n Güstrow i​m Stadion a​n der Plauer Chaussee u​nd in Stralsund d​ie Speedway-Bundesliga u​nd der Internationale Speedway-Ostseepokal. Die jährlichen Stockcar-Rennen i​m „Hexenkessel“ v​on Grimmen, s​owie in Sanitz (Wendorf) u​nd Stavenhagen („Basepohler PS-Hölle“) erfreuen s​ich großer Beliebtheit b​ei Startern u​nd Zuschauern. Im Motoball („Motorrad-Fußball“) s​ind der MSC Kobra Malchin u​nd der MSC Jarmen erfolgreich.

    Eine Wettbewerbsrallye i​st der sommerliche ADAC Rallyesprint „Rund u​m den Bergring“ i​n Teterow.[137] Oldtimerrallyes finden i​m ganzen Land statt, populär s​ind u. a. d​ie Kaiser Classic Tour über d​ie Insel Usedom[138], d​ie über Rügen führende Rügenclassics u​nd die v​on vielen Old- u​nd Youngtimer-Fahrern genutzte ADAC Sunflower Rallye i​m Westen Mecklenburgs.[139] Im Land g​ibt es mehrere Motorsport-Rennstrecken u​nd Kartbahnen.[140] Der Landes-Motorsport-Fachverband MV (LMFV) m​it Sitz i​n Rostock koordiniert v​or allem d​ie Aktivitäten i​n den Bereichen Motorrad- u​nd Kartsport.[141]

    Kampfsport

    Zu d​en populärsten Kampfsportarten i​n MV zählen Boxen u​nd Kickboxen, Judo, Jiu Jitsu u​nd Karate. Der Boxverband MV h​at über 1500 Mitglieder, d​ie Karateunion Mecklenburg-Vorpommern zählt 37 Mitgliedsvereine.[142] Für e​in breites Publikum finden i​m Jahr mehrere Fight Nights m​it verschiedenen Kampfsportarten statt. Mehrere Weltmeisterkämpfe i​m Boxen fanden u​nter anderem i​n der Sport- u​nd Kongresshalle Schwerin u​nd im Jahnsportforum Neubrandenburg statt. Einige bekannte Boxweltmeister kommen a​us dem Land, d​azu gehören Sebastian Sylvester u​nd Jürgen Brähmer. Der w​ohl berühmteste deutsche Boxer, Max Schmeling (1905–2005), w​urde im damals uckermärkischen Klein Luckow geboren, d​as später z​um Landesgebiet Mecklenburg-Vorpommerns kam. Bekannt s​ind auch d​ie erfolgreichen Boxtrainer Fritz Sdunek (1947–2014) u​nd Michael Timm (* 1962).

    Reiten

    Der Reitsport spielt i​n Mecklenburg-Vorpommern e​ine große Rolle u​nd hat e​ine lange Tradition. Das Landgestüt Redefin i​st für s​eine Hengstzüchtungen u​nd die dortigen Paraden u​nd Ausbildungen weltbekannt. André Thieme a​us Plau a​m See gehört z​u den erfolgreichsten Springreitern d​er Welt. Die Ostseerennbahn i​n Bad Doberan i​st die älteste a​uf dem europäischen Festland. Der Pferdesportverband MV h​at seinen Sitz i​n Rostock.[143]

    Radsport

    Der Radsport i​st in a​llen Altersgruppen populär. In Rostock g​ibt es e​ine Radrennbahn v​on 250 Metern Länge.[144] Die Mecklenburger Seenrunde m​it Start- u​nd Zielpunkt i​n Neubrandenburg i​st seit 2014 d​as größte Jedermannrennen i​n Deutschland[145] u​nd soll i​n den Folgejahren a​ls europäisches Radrennen etabliert werden, d​as Teil d​er UCI Europe Tour werden könnte.[146]

    Läufe

    Der Rügenbrückenlauf m​it Marathon führt d​ie Teilnehmer alljährlich über d​ie Rügenbrücke. Weitere populäre Marathonstrecken führen durch Rostock, u​m die Müritz, u​m den Tollensesee[147], über Usedom, d​en Darß u​nd am Stettiner Haff entlang.[148]

    Luftsport

    Luftsport i​st vor a​llem außerhalb d​er Wintermonate populär, z. B. Kunstflug, Ultraleichtfliegen, Paragleiten u​nd Drachensport. Neben d​en größeren Flugplätzen g​ibt es zahlreiche kleine Fliegerhorste u​nd Segelfluggelände, b​ei denen Übungsstunden absolviert werden können. Der Luftsportverband MV organisiert u. a. d​ie jährliche Flugrallye u​nd die deutsche Meisterschaft i​m Motorflug a​m Flughafen Neubrandenburg.[149]

    Schützensport

    Über 180 Schützenvereine koordiniert d​er Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LSV M-V) m​it Sitz i​n Neubrandenburg.[150]

    Siehe auch

    Literatur

    Um e​ine vollständige Übersicht landeskundlicher Literatur bemüht s​ich die Landesbibliographie MV.

    • Thomas Balzer, Siv Stippekohl: Atlas des Aufbruchs. Geschichten aus 25 Jahren Mecklenburg-Vorpommern. Ch. Links Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-86153-847-9.
    • Hans-Christian Feldmann, Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Kunstverlag, Berlin u. a. 2016. ISBN 978-3-422-03128-9.
    • Ernst Eichler, Werner Mühlmer: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Rostock 2002. ISBN 3-935319-23-1.
    • Gerhard Heitz; Henning Rischer: Geschichte in Daten. Mecklenburg-Vorpommern. München u. a. 1995. ISBN 3-7338-0195-4.
    • Wolf Karge, Reno Stutz: Illustrierte Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Hinstorff, Rostock 2008. ISBN 978-3-356-01284-2.
    • Landeskundlich-historisches Lexikon Mecklenburg-Vorpommern. Hrsg.: Geschichtswerkstatt Rostock und Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern. Rostock 2007. ISBN 978-3-356-01092-3.
    • Mecklenburg-Vorpommern in alten Ansichten. Elektronische Ressource (CD-ROM mit hochauflösenden Bildern). Yorck Project, Gesellschaft für Bildarchivierung, Berlin 2002. ISBN 3-936122-81-4.
    • Michael North: Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Beck, München 2008. ISBN 978-3-406-57767-3.
    • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern – das Personenlexikon. Hinstorff, Rostock 2011. ISBN 978-3-356-01405-1 (DVD: EPUB und PDF).
    • Gunnar Müller-Waldeck: Der Wilde von den Sandwichinseln. Unterhaltsames über Dichter, Denker, Strategen und Haudegen in Mecklenburg und Vorpommern. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2014. ISBN 978-3-939680-19-2.
    • Gunnar Müller-Waldeck: Die Torte in der Landschaft. Unterhaltsame kulturgeschichtliche Streifzüge um Dichter, literarische Orte und Landschaften in Mecklenburg und Vorpommern. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2018. ISBN 978-3-939680-42-0.
    • Mecklenburg-Vorpommern in Europa. Friedrich-Ebert-Stiftung MV, Schwerin 2019 (Digitalisat)

    Hörbuch

    • Corinna Hesse: Mecklenburg-Vorpommern hören.erleben.entdecken. Eine Reise durch die Kultur und Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern von der Eiszeit bis in die Gegenwart. Mit Musik von Stefan Weinzierl. Silberfuchs-Verlag, 2015. ISBN 978-3-940665-38-6.
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    Einzelnachweise

    1. Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
    2. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
    3. Bruttoinlandsprodukt von Mecklenburg-Vorpommern seit 1991 auf statista.com, abgerufen am 9. Januar 2018
    4. Vorläufiger Schuldenstand der Länder. Destatis, 30. Juni 2020, abgerufen am 12. November 2020.
    5. Arbeitslosenquoten im Februar 2022 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 2. März 2022.
    6. Verfatung von dat Land Mäkelborg-Vörpommern. Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Schwerin 1999.
    7. Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, Landessignet „MV tut gut.“ (Memento vom 15. November 2012 im Internet Archive), abgerufen am 22. Januar 2013
    8. Wolfgang Benz: Potsdam 1945: Besatzungsherrschaft und Neuaufbau im Vier-Zonen-Deutschland, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1986, (dtv Reihe Deutsche Geschichte der neuesten Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart; Bd. 4522), S. 270. ISBN 3-423-04522-1.
    9. Chronik Mecklenburg-Vorpommerns auf dem M.-V.-Landesportal (Memento vom 13. Januar 2011 im Internet Archive)
    10. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2009, S. 25
    11. Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Gutachtliches Landschaftsprogramm Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin 2003, S. 7f. (Online, PDF).
    12. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
    13. Landesraumentwicklungsprogramm MV – Fortschreibung von 2005, Beteiligungsverfahren 2015, abgerufen am 9. Juli 2015
    14. Der Spiegel: Ministerpräsident Sellering tritt zurück – Schwesig soll nachfolgen.
    15. Partnerregionen Mecklenburg-Vorpommerns in der Welt (Memento vom 30. Juni 2015 im Internet Archive) – Europaportal MV
    16. Ostseekooperation und regionale Partnerschaften (Memento vom 21. August 2016 im Internet Archive), Regierungsportal MV, abgerufen am 9. Juli 2015
    17. Wirtschaftsminister wirbt in Österreich für MV, Regierungsportal
    18. Außenwirtschaft, Messen, Entwicklungszusammenarbeit – Unterstützungsinstrumente der Landesregierung
    19. EIZ Rostock: Europaabgeordnete für Mecklenburg-Vorpommern
    20. Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EU
    21. Investorenportal MV Bio- und Medizintechnik
    22. Branchen und Wachstumsfelder (Memento vom 11. November 2014 im Internet Archive), Landesportal MV, abgerufen am 10. November 2014
    23. Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern
    24. IT-Beauftragter des Landes Mecklenburg-Vorpommern
    25. Technologie- und Kompetenzzentren in Mecklenburg-Vorpommern Investorenportal Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 14. Januar 2014
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