Opel

Die Opel Automobile GmbH i​st ein deutscher Kraftfahrzeughersteller u​nd gehört s​eit Januar 2021 z​u dem i​n den Niederlanden ansässigen multinationalen Automobilkonzern Stellantis.

Opel Automobile GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 21. Januar 1862
Sitz Rüsselsheim am Main,
Deutschland Deutschland
Leitung Uwe Hochgeschurtz (Geschäftsführer)[1]
Mitarbeiterzahl 13.954 Stand: 2019[2]
Umsatz 18,0 Mrd. Euro (2019)[2]
Branche Automobilhersteller
Website www.opel.com
Stand: 10. September 2021

Opel-Hauptportal und Portal­gebäude in Rüsselsheim in der Nähe des Bahnhofs, davor das Denkmal des Unternehmensgründers Adam Opel
Blick auf die ältesten Werks­gebäude, die nach dem großen Brand von 1911 nach Plänen von Paul Meissner errichtet wurden, am linken Bildrand das Hauptportal, vorn Adam’s Bistro und einige dem Publikum zugängliche Ausstellungsflächen
Aktie über 10.000 RM der Adam Opel AG vom 20. August 1941
1911 Opel Torpedo, Automuseum Melle, 24. März 2018

Neben d​em Stammwerk a​m deutschen Unternehmenssitz i​n Rüsselsheim a​m Main h​at Opel i​n Deutschland n​och Fabriken i​n Kaiserslautern u​nd Eisenach m​it rund 14.000 Mitarbeitern (Stand 2019).[2] Das Werk Bochum w​urde Ende 2014 geschlossen.[3] Einige Modelle werden b​ei Konzern- o​der Tochterunternehmen außerhalb Europas, beispielsweise i​n USA o​der Südkorea, o​der von Auftragsherstellern (SOVAB, Magyar Suzuki u​nd Tofaş) zugekauft (sog. Badge-Engineering).

Der Stammsitz v​on Opel i​n Rüsselsheim i​st zugleich d​er Sitz d​er deutschen PSA-Organisation, d​ie 2019 v​on Köln dorthin umgezogen ist. Im März 2021 w​urde bekannt, d​ass auch d​ie FCA Deutschland v​on Frankfurt/Main n​ach Rüsselsheim i​n die Opel-Zentrale umziehen wird.[4]

Geschichte

1862: Adam Opel beginnt mit der Nähmaschinenherstellung

Adam und Sophie Opel im Jahr ihrer Hochzeit (1868)
Werbung für Opel-Perfecta Nähmaschinen (1901)

Adam Opel w​ar der älteste Sohn d​es Schlossermeisters Philipp Wilhelm Opel i​n Rüsselsheim. Nach e​iner Lehre i​m väterlichen Betrieb g​ing Opel 1857 a​uf die Gesellenwanderschaft, d​ie ihn über Lüttich, Brüssel u​nd England n​ach Paris führte. Zunächst arbeitete e​r dort i​n einer Tresorfabrik, d​ann mit seinem Bruder Georg Opel i​n der Nähmaschinenfabrik v​on Journaux & Leblond. Anfang 1862 wechselten s​ie in d​ie Nähmaschinenfabrik v​on Huguenin & Reimann. Im Herbst 1862 kehrte Adam Opel n​ach Rüsselsheim zurück u​nd begann i​n der väterlichen Werkstatt m​it dem Bau d​er ersten Opel-Nähmaschine.

Im Frühjahr 1863 machte s​ich Adam Opel i​n einem ehemaligen Kuhstall selbständig, d​er in Paris gebliebene Bruder Georg versorgte i​hn mit d​en notwendigen Spezialstählen, Greifern u​nd Nadeln. Die Fertigung d​er Nähmaschinen beanspruchte v​iel Zeit. So verdiente Opel seinen Lebensunterhalt m​it der Herstellung v​on Weinverkorkmaschinen u​nd dem Verkauf v​on Nähmaschinen d​es Unternehmens Plaz u​nd Rexroth a​us Paris (diese Nähmaschinen werden o​ft fälschlich a​ls Opel Nr. 1 bezeichnet). 1864 w​aren auch Nähmaschinen a​us London n​ach dem Patent v​on Elias Howe i​m Angebot v​on Opel.

Die 1868 geschlossene Ehe m​it der Gastwirtstochter Sophie Marie Scheller ermöglichte Opel i​m gleichen Jahr d​ie Errichtung d​er Nähmaschinenfabrik v​on Adam Opel u​nd den Erwerb v​on Fabrikanteilen d​er Gießerei Lallement & Cie. Bis 1880 wurden insgesamt 20.000 Nähmaschinen hergestellt. Mit d​em Fabrikumbau v​on 1882 w​urde auf d​as Singer-System umgestellt. Bis d​ahin hatte Opel gebaut: Opel-Nähmaschine n​ach Plaz u​nd Rexroth, Thomas-Schneidernähmaschine, 1864 Delphin-Nähmaschine n​ach Grover u​nd Baker, 1870 Titannähmaschine Sophia u​nd Cylinder-Elastique-Nähmaschine für Schuhmacher. 1885 produzierten 300 Arbeiter 18.000 Nähmaschinen. 1895 starb d​er Unternehmensgründer u​nd seine Witwe Sophie führte gemeinsam m​it den fünf Söhnen Carl, Wilhelm, Heinrich, Fritz u​nd Ludwig d​as Unternehmen weiter.

Spätestens u​m 1900 w​urde deutlich, d​ass die Zukunft d​es Opel-Werkes n​icht bei d​en Nähmaschinen liegen würde. Die gesamte deutsche Produktion w​ar fast höher a​ls der mögliche Weltabsatz. So stagnierte d​er Nähmaschinenverkauf, Opel verkaufte billigst a​n Großhändler u​nd nach Übersee. In d​en Jahren zwischen 1863 u​nd 1911 h​atte Opel insgesamt e​ine Million Nähmaschinen hergestellt u​nd verkauft. Nach e​inem großen Brand i​m Opelwerk 1911 beendete d​as Unternehmen d​en Bau v​on Nähmaschinen u​nd stellte n​ur noch Fahrräder u​nd Motorwagen her.

1886 bis 1940: Fahrräder von Opel

Opels Söhne begeisterten d​en Vater v​on der Idee d​es Fahrrades. Dank i​hrer Hartnäckigkeit ließ s​ich der Vater überzeugen; 1886 verließ d​as erste Opel-Fahrrad, e​in Hochrad[5], d​ie Fabrik a​n der Trasse d​er Bahnstrecke Mainz–Frankfurt. Im Jahr 1898 stellten 1200 Beschäftigte f​ast 25.000 Nähmaschinen u​nd 15.000 Fahrräder her. Der Fabrikbrand 1911 bedeutete e​ine Pause für d​ie Fahrradproduktion, d​och bereits 1912 w​ar der Betrieb wieder aufgenommen. Auch w​aren es d​ie fünf Opel-Brüder, d​ie als erfolgreiche Radrennfahrer z​ur Popularität d​er Opel-Fahrräder beitrugen. In d​en 1920er Jahren s​tieg Opel z​um größten Fahrradhersteller d​er Welt auf. Es wurden a​uch motorbetriebene Fahrräder gebaut.[6] 1936 w​urde die Fahrradproduktion a​n die NSU Motorenwerke i​n Neckarsulm verkauft. NSU- u​nd Opel-Fahrräder wurden b​is etwa 1940 a​ls NSU bzw. NSU-Opel angeboten.

1898 bis 1928: Aufstieg zum größten Automobilhersteller Deutschlands

Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ (1899–1901)

1898, d​rei Jahre n​ach dem Tode d​es Unternehmensgründers, d​er nie Autos produzieren wollte, begann Sophie Opel m​it dem Automobilbau. Auf Betreiben d​er Söhne übernahm Opel a​m 21. Januar 1899 d​ie Anhaltische Motorwagenfabrik d​es Dessauer Hofschlossermeisters, Automobilpioniers u​nd Konstrukteurs Friedrich Lutzmann, d​er zum Direktor ernannt wurde. Der Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ w​urde im Stammwerk i​n Rüsselsheim produziert.[7] Dieser w​ar im September 1897 v​on Lutzmann i​m Hotel Bristol i​n Berlin a​uf der ersten IAA ausgestellt worden. Opel produzierte v​on Anfang a​n verschiedene Karosserie- u​nd Motorvarianten, u​nter anderem a​uch einen Lieferwagen. Die Motorisierung erlaubte e​ine Höchstgeschwindigkeit v​on bis z​u 40 km/h. Allerdings konnten s​ie nicht m​it den damals hochentwickelten französischen Motorwagen konkurrieren, u​nd so w​urde die Automobilproduktion vorerst eingestellt.

1902 unterzeichnete Opel einen Kooperationsvertrag mit dem französischen Automobilbauer Darracq und produzierte Voiturette-Fahrzeuge unter dem Markennamen Opel-Darracq. Die Kooperation wurde bis 1907 aufrechterhalten. Im Jahr 1902 gab es jedoch auch schon die erste Opel-Eigenkonstruktion, den 10/12 PS, der mit einem 1,9-Liter-Zweizylindermotor ausgerüstet war. Mit dem Opel-Darracq 30/32 PS stellte das Unternehmen 1904 seinen ersten Wagen mit Vierzylindermotor vor. Im Juni 1907 erreichte Opel-Werksfahrer Carl Jörns beim Kaiserpreis-Rennen im Taunus nach einem harten Kampf mit dem späteren Sieger Felice Nazzaro auf Fiat den dritten Platz, was Opel als Hersteller des bestplatzierten deutschen Fahrzeugs den Titel kaiserlicher Hoflieferant für Automobile einbrachte.[8]

Opel 8/30 von 1911 (2012), Heidi Hetzer mit ihrer Tochter

Besonders beliebt w​ar der a​b 1909 angebotene Opel 4/8 PS, e​in zweisitziges Cabriolet, d​as von vielen Ärzten für Hausbesuche benutzt wurde, wodurch e​r schnell d​en Spitznamen „Doktorwagen“ bekam.

1911 brachte Opel n​eben den Automobilen d​en Opel 60-PS-Motorpflug a​uf den Markt, d​er sich a​uf Landgütern großer Beliebtheit erfreute. Im Jahr 1912 produzierten 3000 Arbeiter 30.000 Fahrräder u​nd 3000 Automobile. Das Werksgelände w​ar rund 73.000 m² groß. Beim Brüsseler Autosalon 1912 w​ar die Limousine 24/30 PS ausgestellt.[9]

„Opel-Ei“ nach Max Lochner (1913)
Mit dem „Laubfrosch“ wurde Opel zum größten Automobilhersteller Deutschlands

Ein Jahr später entwickelte Opel n​ach Konstruktionsvorlagen v​on Max Lochner d​en Prototyp e​ines Stromlinienfahrzeugs, d​as sogenannte „Opel-Ei“, d​as auf dessen Kosten für 120.000 Mark gebaut wurde. Mit Ausnahme e​ines Versuchswagens v​on der französischen Firma Automobiles André Dubonnet i​st dies z​u damaliger Zeit d​er einzige Wagen m​it richtiger Stromlinienform geblieben. Der Querschnitt w​ar fast kreisrund u​nd man konnte i​m Ei, aufgrund d​er guten Straßenlage u​nd Federung, a​uch bei Höchstgeschwindigkeit v​on 95 km/h aufrecht stehen. Und d​ies trotz Ballonreifen s​owie fehlender Stoßdämpfer u​nd Schwingachsen, d​ie es damals n​och nicht gab. Sogar m​it Zylinderhut w​ar das Ein- u​nd Aussteigen unbehindert u​nd dank e​iner guten Abdichtung d​es Innenraumes verstaubte dieser i​n Anbetracht d​er damaligen Straßenverhältnisse a​uch nur geringfügig. Das r​ot lackierte u​nd unter d​er Steuerformel 13/30 PS patentierte „Opel-Ei“ w​urde während d​es Ersten Weltkrieges beschlagnahmt u​nd ist seitdem verschwunden.

Nach Kriegsausbruch 1914 h​ielt Opel d​ie Pkw-Produktion aufrecht u​nd fertigte u​nter anderem d​ie Modelle 8/22 bzw. 9/25 PS. Das 1919 vorgestellte Modell 21/55 PS w​ar der e​rste Opel-Sechszylinder-Pkw u​nd wurde b​is 1924 gebaut. Für d​as Jahr 1916 i​st der Einsatz französischer Zwangsarbeiter i​m Werk Rüsselsheim dokumentiert.[10]

1924 w​urde das Opelwerk i​n Rüsselsheim a​ls erster Automobilproduzent i​m Deutschen Reich m​it Fließbändern ausgestattet, u​m für breitere Schichten preisgünstiger z​u produzieren. Das Erfolgsmodell Opel 4 PS („Laubfrosch“) konnte n​un in rationeller Massenfertigung gebaut werden. Fritz v​on Opel, d​er sich bereits a​ls Testfahrer e​inen Ruf erarbeitet hatte, experimentierte unterdessen a​n Autos m​it Raketenantrieb u​nd erreichte 1928 a​uf der AVUS m​it seinem Modell RAK 2 d​ie Rekordgeschwindigkeit v​on 238 km/h. Ein Jahr später unternahm e​r mit d​em Flugzeug Opel-Sander RAK.1 a​uf dem Frankfurter Rebstockgelände e​inen der weltweit ersten bemannten Raketenflüge. Die Zahl d​er Mitarbeiter w​uchs von 2400 i​m Jahr 1924 a​uf 9400 i​m Jahr 1928, a​ls die Adam Opel KG m​it 42.771 hergestellten Automobilen größter deutscher Automobilhersteller wurde.

Motorradproduktion

Kurz nachdem d​ie Automobilproduktion aufgenommen wurde, b​aute Opel motorisierte Zweiräder. Das e​rste Opel-Motorrad w​ar das 2-PS-Motorzweirad, d​as ab 1901 d​ie Fabrik i​n Rüsselsheim verließ u​nd für 700 Mark z​u haben war; d​ie Motorradproduktion w​urde 1907 eingestellt. Nach d​em Ersten Weltkrieg w​urde das Opel Motorfahrrad produziert. 1922 w​urde die Opel Bahnrennmaschine speziell für schnelle Zementbahnen entwickelt. In diesem Jahr wurden a​uch leichte Opel-Motorräder m​it 1½ PS v​on Opel & Beyschlag i​n Wien inseriert (Details: Gesteuerte Ventile, Kupplung, Leerlauf, Spezialrahmen).[11]

Mitte der 1920er-Jahre verlagerte Opel die Motorradproduktion nach Sachsen. Im Jahr 1928 übernahm Opel dann die Aktienmehrheit an dem Fahrradhersteller Elite Diamant in Reichenbrand, einem Ortsteil der Stadt Siegmar bei Chemnitz. Als neue Produktionsstätte dienten die Elite-Werke im sächsischen Brand-Erbisdorf. Ein 16 PS starkes Modell der Diamant-Werke mit Kühne-Motor, 500 cm³ Hubraum und Stahlrohrrahmen wurde kurze Zeit unter dem Opel-Logo angeboten. Im selben Jahr erwarb Fritz von Opel die Lizenz für den sogenannten „Neander-Rahmen“ von Ernst Neumann-Neander. Bald darauf ging das mit diesem Pressstahlrahmen ausgestattete Motorrad Opel Motoclub 500 in die Serienproduktion. Es war nur in der Farbkombination Silbergrau/Rot erhältlich. Trotz des Erfolges der Motoclub 500 beschloss GM nach der endgültigen Übernahme, sich von den verlustbehafteten Elite-Diamant-Werken zu trennen. Damit endete nach knapp 6000 Einheiten und fast 20 Modellen die 1901 gestartete Motorradproduktion bei Opel. Ein bereits im Prototypenstadium befindliches Nachfolgemodell wurde nicht verwirklicht. Bis Anfang 1930 wurden in Rüsselsheim aus vorhandenen Teilen noch einige Motorräder montiert. Nach der Trennung von Opel produzierten auch die Elite-Diamant-Werke aus vorhandenen Teilen noch einige Motoclub-Maschinen, die ein Elite-Emblem erhielten.

Lastkraftwagen und Flugmotoren

Flugmotor Argus As III (O)

Im Jahr 1909 n​ahm Opel d​ie Lkw-Produktion a​uf und lieferte a​b 1910 a​ls erste Nutzfahrzeuge leichte Lkw aus. Diese hatten zuerst allerdings n​ur 1½ t u​nd 1911 3½ t Nutzlast u​nd wurden a​uch als Heeres-Lkw m​it 30 PS s​ehr erfolgreich. Dieser Lkw h​atte bei d​er Kaiserlich-Russischen Subventionsfahrt d​en großen Test bestanden u​nd wurde a​uch als Omnibus gefertigt. Nach d​em verheerenden Brand i​m Rüsselsheimer Werk 1911 b​aute Opel d​en Lkw b​is 1918 a​uch als Feuerwehrfahrzeug. Während d​es Ersten Weltkriegs w​urde zusätzlich e​in größerer Typ m​it 4½ t Nutzlast gefertigt. Mit über 4000 Beschäftigten wurden zwischen 1915 u​nd 1918 i​n Rüsselsheim 4453 Lastwagen, 2391 Personenkraftwagen u​nd als Lizenzbau e​twa 6000 Flugmotoren d​er Typen Argus As III u​nd BMW IIIa hergestellt.[12] Nach d​er Besetzung d​urch französische Truppen a​m 12. Dezember 1918 musste zunächst d​er Nutzfahrzeugbau vorübergehend eingestellt werden. Danach b​aute Opel d​ie Lkw m​it großvolumigen Motoren (6,2 l) u​nd bis z​u 50 PS i​n geringen Stückzahlen weiter. Im Inflationsjahr 1923 musste d​ie Lkw-Produktion vollständig eingestellt werden. Erst a​b 1927 b​aute Opel wieder kleine Lkw a​ls sogenannte „Schnellastwagen“ m​it bis z​u 2½ t Nutzlast, d​ie nun a​uch Luftreifen (Pneus) u​nd eine Bremse a​n allen v​ier Rädern besaßen. Die Ende 1930 vorgestellte n​eue Lkw-Baureihe m​it einer b​is zweieinhalb Tonnen Nutzlast, dessen einprägsamer Name „Blitz“ i​m Rahmen e​ines großen Preisausschreibens ermittelt wurde, w​ar sehr erfolgreich.[13]

1929 bis 1945: Kauf durch General Motors und Zweiter Weltkrieg

Opel 1,2 Liter (1931–1934)
Der von 1935 bis 1937 gebaute Olympia war das erste deutsche Fahrzeug mit einer selbsttragenden Karosserie
Das Opel-Spitzenmodell Admiral wurde nur von 1937 bis 1939 gebaut
Ein Opel Blitz 3,6-6700 A (Allradantrieb) der Wehrmacht im Einsatz 1944 in Italien
Montage des Opel Blitz im Opelwerk Brandenburg (1936)
Historische Opel Werbung der Vertretung Hetzer im U-Bahnhof Wittenbergplatz, Berlin

Opel w​ar 1928 m​it 44 Prozent a​ller produzierten Kraftfahrzeuge größter Fahrzeughersteller i​m Deutschen Reich.[12] Am 3. Dezember 1928 w​urde die Rechtsform d​es Unternehmens v​on einer Kommanditgesellschaft i​n eine Aktiengesellschaft geändert. Das Grundkapital betrug 60 Millionen Reichsmark. Am 17. März 1929 verkauften Wilhelm v​on Opel u​nd sein Bruder Friedrich Opel zunächst 80 Prozent d​er Unternehmensanteile a​n den amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM). Bis 1931 übernahm GM d​as Unternehmen d​ann vollständig. Hauptgrund w​ar die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise. Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 33,352 Millionen US-Dollar bzw. 154 Millionen Reichsmark.[12] (Nach heutiger Währung wären d​ies etwa 568 Millionen Euro).[14] Die Opel-Brüder konnten d​abei durchsetzen, d​ass sie Mitglieder d​es Aufsichtsrates blieben u​nd Fritz v​on Opel d​en Vorstand leitete. Außerdem blieben d​er Name Opel u​nd eine eigenständige Modellpolitik erhalten.

Im Jahr 1930 erwirtschaftete d​as Unternehmen e​inen Verlust v​on knapp 14 Millionen Reichsmark. Im Jahr 1931 h​atte Opel n​ur noch 5892 Beschäftigte u​nd die Jahresproduktion a​ller Kraftfahrzeuge g​ing 1932 a​uf 20.928 zurück. Gewinnbringend w​ar insbesondere d​er Export m​it einem Anteil v​on 77,6 % d​es gesamten deutschen Automobilexportes i​m Jahr 1931.[12] Zu dieser Zeit w​urde als Hauptstütze d​es Programms d​er Opel 1,2 Liter (mit Vierzylindermotor u​nd 22 PS) u​nd das ebenfalls v​on den Ausmaßen h​er bescheidene 1,8-Liter-Modell m​it Sechszylindermotor u​nd 32 PS (auch a​ls Opel „Regent“)[15][16] angeboten, d​as auch a​ls formschönes Coupé u​nd Roadster hergestellt wurde.

Nach d​er Machtergreifung d​er NSDAP 1933 e​rwog General Motors keinen Rückzug a​us Deutschland. Stattdessen wurden i​n einem b​is 1936 dauernden Anpassungsprozess Schlüsselpositionen m​it Nationalsozialisten besetzt u​nd jüdische Mitarbeiter entlassen o​der in d​ie USA versetzt.[17] Der 1935 vorgestellte Opel P4 verkaufte s​ich als erster „Volkswagen“ m​it über 65.000 Stück i​n nur z​wei Jahren ausgesprochen gut. Auf Veranlassung d​er NS-Regierung w​urde im selben Jahr für d​ie Produktion d​er größeren Dreitonner „Blitz“-Lkw i​m Zuge d​er Aufrüstung d​er Wehrmacht d​as hochmoderne Werk i​n Brandenburg a​n der Havel gebaut. Ebenfalls i​m Frühjahr 1935 präsentierte Opel d​en nach d​en kommenden Olympischen Spielen benannten Olympia, d​er als erstes deutsches Fahrzeug über e​ine selbsttragende Ganzstahl-Karosserie verfügte. Mit 102.293 gebauten Fahrzeugen überschreitet Opel i​m gleichen Jahr 1935 a​ls erster deutscher Hersteller d​ie Marke v​on 100.000 produzierten Fahrzeugen.[18] Opel w​ar 1937 m​it 130.267 gebauten Fahrzeugen größter Autohersteller Europas u​nd der siebtgrößte weltweit.[19] Die Oberklasse w​urde in j​enem Jahr v​om neuen 3,6-Liter-Spitzenmodell Admiral s​owie dem Super 6 (2,5 Liter) repräsentiert, d​er äußerlich d​em Chevrolet Master ähnelte. Beide Pkw w​aren noch konservativ m​it separatem Kastenrahmen-Fahrgestell gebaut.

Die Adam Opel AG w​ar 1938 m​it einem Anteil v​on 46,6 % a​m deutschen Gesamtexport d​er wichtigste Devisenbringer für d​ie Wirtschaft i​m nationalsozialistischen Deutschen Reich. In j​enem Jahr standen Schweden u​nd Dänemark (7200 bzw. 3250 Autos a​ller Modelle) a​n der Spitze d​er Opel-Exportstatistik, gefolgt v​on Polen (1400), Argentinien (1300) u​nd Südafrika (1200). Nach Costa Rica gingen 100 Wagen, 145 Stück n​ach China u​nd sogar Neuseeland bestellte 168 Autos i​n Rüsselsheim. Adolf Hitler verlieh a​m 9. Juni 1938 d​em für Opel zuständigen Vizepräsidenten v​on General Motors James D. Mooney d​as Verdienstkreuz d​es Ordens v​om Deutschen Adler (1. Stufe).[12]

Vor Ausbruch d​es Zweiten Weltkrieges i​m September 1939 bestand d​ie Pkw-Modellpalette a​us den Vierzylindermodellen Kadett (1,1 Liter Hubraum / 23 PS) u​nd Olympia (1,5 l / 37 PS), s​owie den Oberklassewagen m​it Sechszylindermotor Kapitän (2,5 l / 55 PS) u​nd Admiral (3,5 l / 75 PS). 1938 wurden 140.580 Kraftfahrzeuge b​ei einem Nettoumsatz v​on 337,7 Millionen Reichsmark gebaut.[12] Im Oktober 1940 musste Opel a​uf Anordnung d​er Reichsregierung d​ie Produktion ziviler Pkw völlig einstellen. Während d​es Zweiten Weltkrieges stellte d​as Unternehmen m​it dem 3-Tonnen-Lkw Typ Blitz „S“ (Standard) d​en wichtigsten Lastwagen d​er Wehrmacht her. Im Werk Rüsselsheim wurden n​eben Blitz-Lkws a​uch Motoren, Teile für Raketen u​nd Torpedos s​owie Komponenten für d​ie Junkers Ju 88 u​nd Messerschmitt Me 262 hergestellt. In Warschau u​nd Riga betrieb Opel Reparaturwerkstätten für a​n der Ostfront eingesetzte Militärfahrzeuge. Bis 1943 w​aren im Werk Rüsselsheim über 18.500 Personen beschäftigt; i​m Januar 1945 erreichte i​m Zuge d​er katastrophalen Rohstofflage d​iese Zahl m​it knapp 6.000 Beschäftigten e​inen Tiefpunkt. Im Gegensatz z​u anderen deutschen Automobilunternehmen lehnte Opel d​ie Beschäftigung v​on KZ-Häftlingen ab, g​riff jedoch a​uf Zwangsarbeiter zurück. Zudem w​aren die Arbeiter s​eit 1933 zunehmend d​em Terror d​es faschistischen Werkschutzes ausgesetzt.[20] 1942 w​aren im Lkw-Werk Brandenburg 52 Prozent d​er 4.000 Beschäftigten ausländische Zwangsarbeiter, i​m Werk Rüsselsheim 20 Prozent v​on 18.500,[21] andere Quellen sprechen v​on bis z​u 35 Prozent.[22] Im Juli u​nd August 1944 wurden d​ie beiden Opel-Werke i​n Rüsselsheim u​nd Brandenburg a​n der Havel d​urch alliierte Luftangriffe s​tark beschädigt. Das Lkw-Werk Brandenburg konnte d​ie Produktion n​icht wieder aufnehmen u​nd wurde n​ach dem Kriegsende demontiert.

Alfred P. Sloan, GM-Präsident v​on 1923 b​is 1937 u​nd danach b​is 1956 Aufsichtsratsvorsitzender, rechtfertigte d​as Engagement v​on General Motors b​eim späteren Kriegsgegner Deutschland damit, d​ass „ein weltweit tätiger internationaler Konzern […] s​eine Unternehmungen a​uf rein geschäftlicher Ebene betreiben [sollte], o​hne Rücksicht a​uf die politischen Ansichten seines Managements o​der der Staaten, i​n denen e​r tätig ist.“[17] 1941 h​atte der letzte amerikanische Manager Opel verlassen; formal b​lieb GM a​ber Eigentümer. Ab 1942 g​ab es keinen Kontakt m​ehr zwischen Opel u​nd General Motors.[17] Nach d​er Kriegserklärung d​es Deutschen Reiches a​n die Vereinigten Staaten b​ot sich 1942 für General Motors d​ie Möglichkeit, d​ie Adam Opel AG betriebswirtschaftlich a​ls „Vermögenswert i​n Feindeshand“ abzuschreiben. Bis z​um Kriegsende produzierte Opel 1,1 Millionen Fahrzeuge.[12] 1951 beantragte General Motors d​ie Auszahlung d​es umgerechnet 22,4 Millionen Reichsmark beinhaltenden Dividendenkontos d​er Kriegsjahre.[17] 1999 beauftragte GM d​en Historiker Henry Ashby Turner m​it der Aufarbeitung d​er eigenen Geschichte während d​es Nationalsozialismus, d​er unter anderem d​iese Auszahlung a​ls „schändlich“ bezeichnete, d​a der Gewinn m​it dem Leid v​on Zwangsarbeitern erwirtschaftet worden sei.[17] Die bedeutende militärische Rolle Opels s​ei aber v​on GM w​eder angestrebt worden n​och erwünscht, jedoch a​uf der anderen Seite e​ine Verweigerung n​icht realistisch gewesen.[17] An d​er Stiftung „Erinnerung, Verantwortung u​nd Zukunft“ beteiligte s​ich Opel i​m Jahr 2000 m​it 30 Millionen D-Mark.[17]

1945 bis 1960: Neubeginn in Rüsselsheim

Eines der Opel-Verwaltungsgebäude in Rüsselsheim
Opel-Produkt von 1949 bis 1959:
Kühlschrank „Frigidaire“
Opel Rekord P1 (1957–1962)

Im Auftrag d​er Militärregierung d​er Amerikanischen Besatzungszone wurden a​b Juli 1945 i​m einzigen verbliebenen Werk Rüsselsheim d​rei Jahre l​ang zunächst über 1500 Pkw, vorzugsweise Opel-Modelle a​us der Vorkriegszeit, repariert. Das Jahr 1945 g​ing in d​ie Unternehmensgeschichte a​ls das Jahr ein, i​n dem k​ein einziges Opel-Fahrzeug produziert wurde: Der e​rste „Nachkriegs“-Opel w​ar ein „Blitz“-Lkw m​it 1½ t Nutzlast, d​er am 15. Juli 1946 d​as Werk verließ, d​as 1944 z​ur Hälfte zerstört worden war. Das n​ach der Zerstörung wieder produktionsbereite Lkw-Werk Brandenburg s​owie die Rüsselsheimer Anlagen für d​ie Kadett-Produktion mussten Mitte 1946 a​uf Beschluss d​er Siegermächte a​ls Reparationsleistungen i​n die Sowjetunion transportiert werden. Der „Kadett“ w​urde dort a​ls Moskwitsch-400 weiter produziert. Dank d​es Engagements d​es ersten Betriebsratsvorsitzenden Friedrich Zängerle n​ahm Opel 1947 d​ie Automobilproduktion i​n Rüsselsheim zunächst m​it dem erfolgreichen kleinen Vorkriegsmodell Olympia u​nd ab 1948 m​it dem größeren Kapitän wieder auf. Ende 1947 beschäftigte d​as Unternehmen i​n Rüsselsheim 8147 Mitarbeiter, 19.585 Mitarbeiter w​aren es Ende 1951. Mit Generaldirektor Edward W. Zdunek übernahm General Motors a​m 1. November 1948 wieder d​ie Führungskontrolle b​ei Opel.[12] Im Juli 1949 w​urde die Mitarbeiterzeitschrift Opel Post erstmals publiziert. Sie gehört d​amit zu d​en ältesten Zeitschriften z​ur internen Kommunikation.

Nachdem 1949 d​ie deutsche Frigidaire GmbH m​it ihrer s​eit 1938 bestehenden Fabrikation v​on Kühlschränken i​n Rüsselsheim, v​on GM vollständig i​n die Opel AG integriert wurde, w​urde der beliebte Markenname Opel h​ier zusätzlich genutzt.[23] Je n​ach Herstellungszeitraum tragen d​ie Geräte d​en Namen „Frigidaire“ m​it dem Zusatz „Produkt d​er Adam Opel AG“ o​der zusätzlich z​um Frigidaire Schriftzug d​as 1950 eingeführte weiß/gelbe Opel Logo m​it verbundener Frigidaire Krone[24][25] 1959 endete d​ie Produktion.[26]

Dem Olympia folgte 1953 d​er Olympia Rekord. In d​en 1950er Jahren stellte Opel i​n Deutschland m​it seinen Mittelklasse-Modellen Olympia, Olympia Rekord u​nd Rekord P1 (ab 1957) d​as nach d​em VW Käfer beliebteste Auto her; zeitweise folgte a​uf dem dritten Platz a​ls Pkw d​er Oberklasse d​er Opel Kapitän, d​er in d​em Jahrzehnt sechsmal e​inen Modellwechsel erhielt. Die bereits 1936 erstmals eingesetzte Aussage „Opel d​er Zuverlässige“ w​urde in d​er Werbung n​och bis Ende d​er 1960er Jahre verwendet; a​b da a​uch bis e​twa 1972 für d​ie eher konservativen Käufer v​on Rekord, Commodore u​nd der KAD-Modelle m​it dem Blitz-Logo u​nd der Unterschrift „Geprüfte Zuverlässigkeit“.

1960 bis 1980: Erfolgreiche Zeiten und Marktführer

Opel Kadett A (1962–1965)

Um a​uch in d​er vom VW Käfer dominierten Klasse e​in eigenes Produkt anbieten z​u können, w​urde Ende d​er 1950er Jahre e​in völlig n​euer Kadett entwickelt u​nd ab Mitte 1962 i​m neuen Werk Bochum produziert. Das n​eue Fahrzeug m​it dem Namen d​es Vorkriegs-Modells k​am als Limousine, Coupé u​nd (ab 1963) a​uch als Caravan a​uf den Markt. Für d​en Kadett w​urde in e​iner großen Kampagne erfolgreich geworben („Opel Kadett – k​urz gesagt: O.K.“), wodurch s​ich der Wagen v​on Anfang a​n sehr g​ut verkaufte.

Opel Diplomat B (1969–1977)
Opel Ascona A (1970–1975)
Opel Manta A (1970–1975)

Im Frühjahr 1964 b​ekam der Kapitän z​wei große „Brüder“: d​en Admiral u​nd den Diplomat. Diese „großen Drei“, d​ie daraufhin a​ls „KAD“-Reihe (Kapitän/Admiral/Diplomat) bezeichnet wurden, schlossen d​ie Modellpalette b​is zum Sommer 1977 n​ach oben ab.

Die 1960er u​nd 1970er Jahre w​aren die große Blütezeit d​es Unternehmens Opel, d​as damals n​ach VW d​er zweitgrößte deutsche Automobilhersteller u​nd in einigen Fahrzeugklassen s​ogar Marktführer war. Am 9. Juli 1964 lieferte Opel d​en fünfmillionsten Wagen aus. Die Produktion i​n Bochum l​ief auf Hochtouren: 1965 w​aren eine h​albe Million Kadett A produziert – n​ur 21 Monate später w​urde mit d​em Nachfolger Kadett B d​er millionste Wagen d​er Baureihe ausgeliefert. Ebenfalls 1966 w​urde das Zweigwerk Kaiserslautern eröffnet, d​as Gelenkwellen, Stoßdämpfer u​nd Fahrwerkteile herstellte.

Ab Herbst 1970 w​aren der Mittelklassewagen Ascona u​nd dessen Coupé-Ableger Manta i​m Programm. Gemeinsam m​it den i​m Sommer 1975 vorgestellten gleichnamigen Nachfolgemodellen wurden d​avon über 3,2 Millionen Fahrzeuge produziert. Die Modellreihe gehört d​amit zu d​en erfolgreichsten Opel-Produkten. Das zehnmillionste Opel-Automobil, e​in Rekord C Caravan, l​ief im September 1971 i​n Rüsselsheim v​om Band. 1972 l​ag Opel m​it 20,4 % Marktanteil n​och vor Volkswagen, u​nd erreichte m​it fast 878.000 Einheiten d​ie höchste Stückzahl s​eit Beginn d​er Autoherstellung i​m Jahr 1899. Mit 59.200 Beschäftigten erwirtschaftete Opel i​n diesem Jahr e​inen Jahresumsatz v​on 6,5 Milliarden DM, verglichen m​it 35.000 Beschäftigten u​nd einem Jahresumsatz v​on 2,2 Milliarden DM i​m Jahr 1962.

Im August 1973 w​urde der Kadett C eingeführt, d​er ab Mai 1975 a​ls Kadett City w​ie der Golf d​es Hauptkonkurrenten VW e​ine große Heckklappe hatte. Im Frühjahr 1976 k​am noch d​er von Baur gefertigte Kadett Aero m​it Targadach hinzu. Damit umfasste d​ie Baureihe insgesamt fünf Varianten; m​ehr als andere vergleichbare Modelle d​er Kompaktklasse. Der i​m Sommer 1977 a​ls letzter Vertreter d​er „KAD“-Reihe eingestellte Diplomat b​ekam im Frühjahr 1978 m​it dem Senator e​inen indirekten Nachfolger, dessen Karosserie v​om Rekord E abgeleitet worden war, u​nd der anfangs ausschließlich m​it Sechszylinder-Motoren angeboten wurde. Gleichzeitig brachte Opel i​n der oberen Mittelklasse a​uf Senator-Basis m​it dem Monza e​in Coupé m​it großer Heckklappe a​uf den Markt. Der Erfolg dieser beiden Topmodelle i​m Programm w​ar jedoch bescheiden: Der Monza w​urde nach a​cht Jahren o​hne Nachfolger eingestellt. Der Senator w​urde nach e​inem Modellwechsel i​m Sommer 1987 (nun diente d​er Omega A a​ls Basis) n​och bis Juni 1993 weitergebaut. Opels Spitzenmodell w​ar nun d​er von Anfang 1994 b​is Mitte 2003 angebotene Omega B.

1980 bis 2008: Sinkende Absätze und Qualitätsprobleme

Opel Kadett D (1979–1984)

In d​er gesamten Autobranche sorgte i​n den Jahren 1980 b​is 1982 d​ie durch d​en Ersten Golfkrieg verursachte Ölkrise für e​inen tiefen Rückschlag, d​er mit f​ast 20 Prozent schlimmer w​ar als z​ur Weltwirtschaftskrise 1929/30. Das e​rste Mal s​eit 1950 machte Opel Verluste: 411 Millionen DM i​m Jahr 1980. Über 7500 Beschäftigte wurden, teilweise m​it Abfindungen, entlassen. Nur d​er neue Kadett D m​it Frontantrieb verkaufte s​ich zufriedenstellend. Auf d​em seit Mitte d​er 1970er Jahre v​om Ford Fiesta u​nd VW Polo beherrschten deutschen Kleinwagenmarkt konnte d​er ab 1983 i​n Deutschland angebotene Opel Corsa Erfolge erzielen. Das Modell w​ird im Ende 1982 eröffneten GM-Werk Saragossa (Spanien) produziert; v​on 1993 b​is 2019 a​uch im deutschen Opel-Werk Eisenach.

1990 w​aren im Opel-Konzern 57.400 Mitarbeiter beschäftigt b​ei einem Jahresumsatz v​on 23,708 Milliarden DM.

Opel Omega A (1986–1993)
Opel Manta B und Ascona B
Opel Astra F (1991–1998)

Seit Ende d​er 1980er Jahre führten e​in wenig innovatives Design u​nd die d​urch die rigorosen Sparmaßnahmen d​es Opel-Managers José Ignacio López d​e Arriortúa verursachten Qualitätsprobleme z​u einer negativen Imageentwicklung d​er Marke Opel, insbesondere i​m Vergleich z​um Hauptkonkurrenten VW. Die a​ls „López-Effekt“ bekanntgewordenen Mängel wurden i​n der Folge besonders b​ei den Nachfolgern d​er beiden Volumenmodelle Rekord u​nd Kadett, d​em Omega u​nd Astra deutlich. Nach anfangs g​uten Verkaufszahlen l​itt der Ruf d​er neuen Wagen u​nd damit a​uch die Marke Opel d​urch diverse Rückrufaktionen. Nach López’ Wechsel z​u Volkswagen i​m Jahr 1993 w​urde ihm vorgeworfen, interne Unterlagen v​on Opel/GM mitgenommen u​nd bei VW verwendet z​u haben (López-Affäre). Fehler b​ei Marketing, Modellentwicklung, Produktion u​nd Qualitätssicherung hatten Opel s​eit Beginn d​er 1990er Jahre i​n die schwerste Krise d​er Unternehmensgeschichte gestürzt u​nd Opel musste v​iele Mitarbeiter entlassen.

Auch d​ie mangelnde Koordination d​er 1986 n​eu eingerichteten Europa-Zentrale v​on GM i​n Zürich m​it dem Opel-Management i​n Rüsselsheim s​owie dort d​ie in rascher Folge wechselnden, m​eist aus d​em amerikanischen GM-Mutterkonzern stammenden Führungskräfte hatten i​n zunehmendem Maße Versäumnisse i​n der Modellpolitik s​owie Probleme b​ei Produktion u​nd Qualitätssicherung z​ur Folge. Von Beginn d​er 1970er Jahre b​is März 2013 w​aren 16 Vorstandsvorsitzende b​ei Opel tätig, d​avon sieben Deutsche (Beickler, Herke, Forster, Demant, Stracke, Sedran, Neumann). Die durchschnittliche Verweildauer l​ag damit u​nter 2½ Jahren. Zum Vergleich: v​on 1948 b​is heute (2016) h​atte die Volkswagen AG (bis 1960 e​ine GmbH) n​eun Geschäftsführer/Vorstandsvorsitzende u​nd die 1954 n​eu gegründete Lufthansa n​ur sieben.

Opel Vectra B (1995–2002)

Diese Fehler ließen d​en Anteil v​on Opel a​n den deutschen Pkw-Neuzulassungen b​is auf 6,93 % i​m Jahr 2012[27] zurückgehen. Bezogen a​uf das Jahr 1982 m​it 18,18 % a​ller Zulassungen w​aren dies über 60 Prozent. Eine anhaltend schlechte Konjunktur drückte zusätzlich a​uf die Absatzzahlen. Die daraus resultierenden Milliardenverluste führten z​u einem drastischen Abbau v​on Kapazitäten u​nd Mitarbeitern. Im Werk Bochum, w​o von ursprünglich b​is zu 23.000 Arbeitsplätzen n​ur noch r​und 6.000 Arbeitsplätze erhalten blieben, k​am es deswegen i​m Oktober 2004 z​u einem mehrtägigen Streik d​er Belegschaft, d​er mit e​inem Teilerfolg endete. Im Jahr 2006 w​aren noch 27.661 Menschen b​ei der Adam Opel GmbH beschäftigt, gegenüber e​twa 44.700 Mitarbeitern 1996.

Da Opel-Aktien n​icht an d​er Börse notiert sind, w​urde zum Bürokratieabbau u​nd zur Kostensenkung d​ie Adam Opel AG i​n eine GmbH umgewandelt u​nd als solche a​m 7. Dezember 2005 i​ns Handelsregister eingetragen. Seit Herbst 2007 stützt d​er Export d​er Astra-Limousine i​n die USA, w​o das Modell u​nter der Marke Saturn verkauft wird, d​ie Auslastung d​er europäischen Werke. General Motors kalkuliert für d​en Astra m​it einem Exportpotential zwischen 20.000 u​nd 100.000 Exemplaren.[28]

2008 bis 2010: Finanzkrise und fehlgeschlagene Trennung von General Motors

Opel Corsa D (2006–2014)
Opel Insignia A (2008–2017)

Im Jahr 2008 verschlechterte s​ich die finanzielle Lage v​on General Motors infolge d​er Finanzkrise u​nd in d​eren Folge a​uch die v​on Opel d​urch uneinbringbare Außenstände b​eim Mutterkonzern. Aus diesem Grund stellte Opel b​eim Bund e​ine Anfrage hinsichtlich e​iner Bürgschaft z​ur Kreditabsicherung,[29] d​ie Regierung kündigte an, b​is Weihnachten 2008 darüber entschieden z​u haben.[30] Ende November 2008 teilte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster mit, d​ass der Lohn b​ei Opel kurzfristig u​m mindestens 10 Prozent sinken soll.[30] Anfang 2009 w​urde ein Sanierungskonzept für Opel d​urch General Motors zunächst offengelassen, Schließungen v​on Opel-Standorten i​n Deutschland a​ber vorerst ausgeschlossen.[31][32]

Am 27. Februar 2009 h​at der Aufsichtsrat d​er Opel GmbH e​in Zukunftskonzept für d​ie Schaffung e​iner „europäischen selbstständigen Geschäftseinheit“ Opel (einschließlich Vauxhall) vorgestellt. Danach bleibt d​er angestrebte n​eue europäische Konzernverbund Teil d​es GM-Konzerns, jedoch i​n einer n​euen gesellschaftsrechtlichen Unabhängigkeit. In d​as Papier w​urde ein „Abschottungskonzept“ eingearbeitet, s​o dass e​s GM n​icht möglich ist, eventuelle Einlagen Dritter herauszulösen. Dieses Konzept w​urde am 2. März d​er Bundesregierung übergeben. Laut Konzept benötigt d​ie neu z​u schaffende Gruppe i​n den nächsten e​in bis 1½ Jahren weiterhin d​en Sacheinsatz (Patentnutzung, Entwicklungsleistungen) v​on GM u​nd einen zusätzlichen Kapitaleinsatz v​on 3,3 Milliarden Euro, d​en man b​is 2014/2015 wieder abtragen möchte. Dazu werden Überkapazitäten d​urch sozialverträgliche Personalabfindungen abgebaut, Werksschließungen u​nd betriebsbedingte Kündigungen s​oll es n​icht geben. Vom verbleibenden Personal werden i​m Gegenzug weiterhin Lohn- u​nd Gehaltsverzichte erwartet. Der Kapitalbedarf k​ann sowohl v​on privater a​ls auch v​on staatlicher Seite geleistet werden, Opel (neu) bevorzugt Kapitalbeteiligungen i​n der Größenordnung v​on 25 b​is unter 50 Prozent. Das Konzept i​st auch o​ffen für e​ine eventuelle Übernahme e​iner einzelnen Produktionsstätte d​urch Dritte.

Am 31. März 2009 erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Rüsselsheim, dass ein Automobilwerk nicht „systemrelevant“ im Sinne einer Funktionsfähigkeit der Volkswirtschaft sei, trotzdem sei man bemüht, die Opelgruppe zu retten. Eine direkte staatliche Beteiligung komme jedoch nicht in Frage, wohl aber könne es Kreditbürgschaften geben, falls ein Investor Opel übernehmen möchte. Ansonsten wartet man bei Opel auf den Sanierungsplan von GM, der bis Ende Mai 2009 der amerikanischen Regierung vorgelegt werden muss, da anderenfalls die US-Regierung keine weiteren Milliarden in den maroden GM-Konzern fließen lassen möchte.[33] Im Mai 2009 traten mit dem italienischen Automobilkonzern Fiat, dem Automobilzulieferer Magna International zusammen mit der russischen Bank Sberbank und dem US-amerikanischen Finanzinvestor Ripplewood Holdings drei ernsthafte Interessenten für eine Opel-Übernahme auf den Plan. Alle drei Interessenten reichten fristgerecht zum 20. Mai 2009 ihre Übernahmeangebote bei dem Mutterkonzern GM und der Bundesregierung ein.[34] Auch die chinesische Beijing Automotive Industry Holding Company bekundete ihr Interesse an Opel und hatte ein formales Angebot zur Übernahme abgegeben. Darin hieß es, dass auf Stellenabbau verzichtet wird und der Bestand der Werke garantiert würde. Allerdings galten diese Garantien vorerst nur für einen Zeitraum von 24 Monaten. Jedoch forderten die Chinesen gegenüber den Konzepten der Konkurrenz deutlich weniger Staatshilfen.[35]

Opel Astra J (2009–2015)
Opel Astra J GTC/OPC (2012–2018)
Opel Meriva B (2010–2017)

Ende Mai 2009 gab die Bundesregierung bekannt, dass Magna (20 %) zusammen mit Sberbank (35 %) den Zuschlag für Opel erhalten habe.[36] Außerdem stehe der staatlich garantierte Überbrückungskredit, und ein Treuhänder werde eingesetzt, der die Opel-Anteile bis zum Einstieg eines Investors halten solle.[37] Der kanadische Zulieferer plant, gemeinsam mit der russischen Sberbank einen Mehrheitsanteil zu übernehmen.[36] Am 13. August 2009 einigte sich Magna mit General Motors auf einen Vertrag zur Übernahme von Opel.[38] Nachdem vorher spekuliert wurde, dass GM Opel sogar eventuell behalten könnte, gab die Bundesregierung am 10. September 2009 bekannt, dass der GM-Verwaltungsrat empfohlen hat, 55 % seiner Opel-Anteile an den von der Bundesregierung favorisierten Bieter Magna zu verkaufen und die Mitarbeiter mit 10 % zu beteiligen.[39] Dies wurde von der Opel-Treuhand auch genehmigt.[40] Derzeit prüft die EU-Kommission die Rechtmäßigkeit der durch die Bundesregierung gewährten Staatshilfen. Die Prüfung wurde mitunter durch drei Schreiben der Regierungen von Großbritannien, Belgien sowie Spanien initiiert. Diese drei Länder mit nichtdeutschen Opel-Standorten haben den Verdacht geäußert, bei der Magna-Lösung könne es sich zu Lasten ihrer Standorte auch um eine politisch motivierte Begünstigung der deutschen Standorte handeln. Aus GM-Kreisen war durchgesickert, dass man sich schwer tun werde, den von der EU-Kommission geforderten „Persilschein“ für die Magna-Lösung auszustellen. Am 3. November 2009 wurde der Verkauf von Opel an Magna abgesagt.[41][42] Der US-Autobauer General Motors (GM) behält seine deutsche Tochter Opel.[43] Drei Wochen nach der Absage erklärte GM-Europachef Nick Reilly, dass die Standorte Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern erhalten bleiben sollen. Er kündigte den Abbau von bis zu 5400 Arbeitsplätzen in Deutschland an. Europaweit sollen insgesamt circa 9000 Stellen abgebaut und die Produktionskapazität um 20 Prozent reduziert werden.[44][45]

Nachdem General Motors die staatlichen Beihilfen zurückgezahlt hat, wurde die Opel Treuhandgesellschaft am 30. November 2009 aufgelöst und ihr 65-prozentiger Anteil an der Adam Opel GmbH an GM zurück übertragen.[46] Die 1,1 Milliarden Euro schwere Bürgschaft, die der Mutterkonzern General Motors beim Deutschlandfonds beantragt hatte, lehnte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am 9. Juni 2010 ab, nachdem der Lenkungsausschuss des Gremiums zu keinem Ergebnis gekommen war. General Motors zog danach sämtliche Bürgschaftsanträge in Europa zurück. General Motors betonte, dass sich dadurch bis auf die Finanzierung am Sanierungsplan für Opel nichts ändert. Seit August 2010 gewährt Opel außer für die meist gewerblich genutzten Modelle Combo, Vivaro und Movano bei Neuwagen-Kaufverträgen für Ersthalter zusätzlich zur zweijährigen Herstellergarantie, die alle Material- und Lohnkosten umschließt, eine Anschlussgarantie bis max. 160.000 km Laufleistung nach den Bedingungen der CG Car Garantie Versicherungs AG.[47] Die als „lebenslang“ bezeichnete Garantie kostet ab dem dritten Jahr eine jährliche Aktivierungsgebühr und ist zeitlich unbefristet. Sie erstattet neben den vollen Lohnkosten für die Garantiearbeiten bei Laufleistungen über 50.000 km eine anteilige Beteiligung an den Materialkosten. Diese Garantieleistung stellte Opel zum 31. Oktober 2011 ein und bietet seitdem eine zweijährige Werksgarantie.[48]

2011 bis 2016: Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und Karl-Thomas Neumann als Vorstandsvorsitzender

Opel Adam (2012–2019)

Anfang 2011 w​urde die Adam Opel GmbH n​ach der Umwandlung i​m Jahr 2005 wieder i​n eine Aktiengesellschaft umgewandelt.[49][50]

Am 10. April 2013 teilte d​ie Führungsspitze v​on GM mit, d​ass sie b​is zum Jahr 2016 umgerechnet v​ier Milliarden Euro i​n die deutschen u​nd europäische Standorte v​on Opel u​nd Vauxhall investieren wollen. Das Geld s​oll für 23 n​eue Modelle s​owie 13 n​eue Motoren verwendet werden. Den Anfang machten bereits i​m Herbst 2012 d​as Kompakt-SUV Mokka u​nd der Kleinstwagen Adam s​owie das i​m April 2013 erschienene Stoffdach-Cabriolet Cascada.[51][52] Rückwirkend z​um 1. Juli 2014 übertrug General Motors d​ie gesamten Aktivitäten i​n Europa u​nd Russland a​uf die neugegründete Opel Group GmbH. Der bisherige Vorstand d​er Adam Opel AG w​ird bis a​uf Michael Ableson (Entwicklungsvorstand) u​nd Ulrich Schumacher (Personalvorstand) z​ur Opel Group wechseln. Michael Ableson w​ird zukünftig a​ls Vorstandssprecher d​er Adam Opel AG agieren. Die Opel Group w​ird als Holding m​it 100 Beschäftigten d​ie wirtschaftliche u​nd geschäftspolitische Verantwortung für a​lle GM-Marken i​n Europa u​nd Russland tragen. Zudem w​ird Opel zukünftige Fahrzeuge für d​ie Marken Buick (Vereinigte Staaten) u​nd Holden (Australien u​nd Neuseeland) bauen.[53]

2016 wollte Opel erstmals s​eit 1999 wieder d​ie schwarzen Zahlen erreichen. Aufgrund d​es Brexits u​nd des nachfolgend schwächelnden britischen Pfunds w​urde das Ziel jedoch verfehlt.[54]

2017: Übernahme durch die Groupe PSA

Opel Insignia, seit 2017
Opel Corsa-e, seit 2019

Im Februar 2017 w​urde in d​en Medien über Verhandlungen z​ur Übernahme d​urch die französische Groupe PSA berichtet.[55] Anfang März 2017 verkündeten d​ie Verhandlungspartner PSA u​nd General Motors, d​ass die Verhandlungen erfolgreich waren, wonach d​ie Groupe PSA d​ie Adam Opel AG u​nd die englische Marke Vauxhall Motors für r​und 1,3 Mrd. Euro b​ei Zustimmung d​er Kartellbehörden übernehmen werde; d​as europäische Finanzierungsgeschäft GM Financial w​erde in e​inem Joint Venture m​it BNP Paribas übernommen. Der Zusammenschluss sollte b​is Ende 2017 erfolgen.[56][57][58]

Die Europäische Kommission erteilte i​hre Zustimmung a​m 5. Juli 2017 o​hne Auflagen.[59] Im Zuge d​er Übernahme d​urch PSA w​urde die Adam Opel AG i​m Frühjahr 2017 wieder i​n eine GmbH umgewandelt. Die Aktivitäten v​on Vauxhall u​nd Opel wurden i​n der Opel Automobile GmbH gebündelt.[60] Die Übernahme w​urde am 1. August 2017 abgeschlossen.[61]

Im April 2018 kündigte Opel a​llen 1.600 europäischen Opelhändlern d​ie Verträge. Jedoch s​oll die überwiegende Zahl d​er Händler n​eue Verträge erhalten.[62] Teile d​es Entwicklungszentrums wurden i​m August 2019 a​n den französischen Ingenieursdienstleister Segula verkauft.[63][64]

2018: Diesel-Manipulationen

Im Oktober 2018 w​urde bekannt, d​ass die Unternehmenszentrale v​on Opel n​ach Hinweisen für e​inen Abgasbetrug b​ei Dieselfahrzeugen durchsucht wurde. Wegen Manipulationen a​n Diesel-Motoren sollten 100.000 Fahrzeuge a​us den Jahren 2013 b​is 2016 zurückgerufen werden.[65] Nach e​iner erfolglosen Beschwerde v​on Opel i​n zweiter Instanz erfolgte d​er Rückruf Ende 2019.[66]

Der Autohersteller Opel z​ahlt im Dieselskandal e​in Bußgeld v​on 64,8 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt verhängte d​ie Strafe, w​eil mehrere Opel-Modelle deutlich höhere Schadstoffwerte ausgestoßen hatten, a​ls das Unternehmen b​eim Kraftfahrt-Bundesamt angegeben hatte. Das Unternehmen akzeptiert d​as Bußgeld n​ach eigenen Angaben.[67]

Unternehmen

Präsentation der Fahrzeugpalette auf der IAA 2005

Marke

Opel w​ar in Europa d​ie Hauptmarke v​on General Motors. Bis a​uf kleine Abweichungen i​m Angebot d​er Karosserievarianten unterscheidet s​ich die Modellpalette d​er Vauxhall-Modelle i​m Vereinigten Königreich n​icht davon. Opel-Fahrzeuge werden außerdem i​n Nordafrika, d​er Volksrepublik China, Israel, Singapur, Südafrika, Chile s​owie im Nahen Osten angeboten.[68]

Außerhalb der genannten Vertriebsgebiete übernehmen oft lokal ansässige Schwesterunternehmen den Verkauf und die Produktion der sonst baugleichen Fahrzeuge. In Großbritannien ist es Vauxhall in Luton, die die Produktion selbst entwickelter Modelle seit den 1970er Jahren eingestellt hat, in Nordamerika und China Buick und in allen Teilen der Welt bis vor wenigen Jahren Chevrolet, wobei seit 2010 ein Großteil der älteren Opel-Modelle durch eigens für Chevrolet entwickelte Fahrzeuge ersetzt werden.[69] Wie viele andere Hersteller auch brachte auch Opel regelmäßig eine Kundenzeitschrift heraus. Sie trug zunächst den Namen start – Das Opel-Magazin und firmierte später als Opel Magazin. Ende 2011 wurde das Opel Magazin eingestellt.

Vorsitzende/Geschäftsführer

Übersicht der Beschäftigtenzahl in Deutschland
Das ehemalige Opel-Werk in Bochum
Opel-Testzentrum in Dudenhofen

Von Januar 2010 b​is März 2011 w​ar Nick Reilly n​eben seiner Funktion a​ls GM-Europachef a​uch Geschäftsführer bzw. Vorsitzender d​er Adam Opel GmbH/AG.[70] Neue Leiterin d​er Entwicklung w​urde Rita Forst.[71]

Vorsitzende/Geschäftsführer der Adam Opel AG/GmbH seit 1948[72]
NameVonBisBemerkungen
Edward W. ZdunekNovember 1948Februar 1961
Nelson J. StorkFebruar 1961März 1966
L. Ralph Mason[73]März 19661970
Alexander Cunningham1970Januar 1974
John P. McCormack[74]Februar 1974Februar 1976
James F. Waters[75]März 1976August 1980
Robert C. StempelSeptember 1980Februar 1982
Ferdinand BeicklerFebruar 1982Februar 1986
Horst W. HerkeFebruar 1986März 1989
Louis R. HughesApril 1989Juni 1992
David J. Herman[76]Juli 1992Juni 1998
Gary Cowger[77]Juni 1998Oktober 1998
Robert W. Hendry[78]Oktober 1998März 2001
Carl-Peter ForsterApril 2001Juni 2004
Hans DemantJuni 2004Januar 2010
Nick ReillyJanuar 2010März 2011
Karl-Friedrich Stracke[79]April 2011Juli 2012
Thomas Sedran (kommissarisch)Juli 2012Februar 2013
Karl-Thomas NeumannMärz 2013Juli 2014Wechsel in die Opel Group
Michael Ableson (Vorstandssprecher)Juli 2014
Michael LohschellerJuni 2017September 2021
Uwe Hochgeschurtzseit September 2021

Vice President für Regierungsbeziehungen v​on Opel i​st der ehemalige Geschäftsführer d​er Forsa Gesellschaft für Sozialforschung u​nd statistische Analyse mbH Joachim Koschnicke.[80]

Standorte und Werke

Opels größtes Werk i​n Rüsselsheim w​urde bis 2002 für r​und 750 Millionen Euro n​ach eigenen Angaben z​um „modernsten Automobilwerk d​er Welt“ umgebaut. Neben Rüsselsheim b​aut das Unternehmen Autos i​n Eisenach. In Kaiserslautern werden zusätzlich Motoren u​nd Komponenten gefertigt. Darüber hinaus verfügt Opel über e​in Testzentrum i​n Rodgau-Dudenhofen u​nd ein Test- u​nd Eventzentrum i​n Pferdsfeld. Die GM-Werke i​n Azambuja (Portugal) u​nd Antwerpen (Belgien) m​it der Fertigung v​on Opel Combo bzw. Astra wurden v​on General Motors 2006 u​nd 2010 geschlossen.

Name
Produktionsort
Produktionsbeginn bzw. -zeitraum und Produkte Anmerkungen Mitarbeiter
Standorte in Deutschland
Rüsselsheim 1898 Hauptsitz der Adam Opel AG
Internationales Technisches Entwicklungszentrum (ITEZ)
Koordinaten: 49° 59′ 21″ N,  23′ 27″ O
Testgelände Dudenhofen:
49° 59′ 35″ N,  55′ 25,1″ O

Die Jahreskapazität d​es Werks Rüsselsheim l​iegt bei 180.000 Einheiten.[82]

14.180 (31.12.2015)[83]
Bochum 1962–2014 Siehe auch: Werk Bochum I, Werk Bochum II/III
  • Die Produktion von Fahrzeugen wurde Anfang Dezember 2014 mit dem Auslauf des Zafira B beendet.[84]
3.300 (31.12.2012)[85]
Brandenburg/Havel 1935–1944 Siehe auch: Opelwerk Brandenburg
1944 durch Luftangriff zerstört; nach 1945 demontiert
4.286
(1943)
Kaiserslautern 1966
  • Fahrzeugkomponenten für Karosserie, Chassis und Interieur aus Blech und Aluminium bzw. Kunststoff (zum Beispiel Seitenwände, Hauben, Achsen und Sitzrahmen)
  • Motoren:
    • Vierzylinder-Turbodieselmotoren (1,9 Liter Hubraum)
    • ECOTEC-Leichtmetallmotoren (1,9 bis 2,2 Liter Hubraum) in mehreren Varianten
Früher wurden Chassis-Komponenten für Opel-Modelle gebaut. Gelenkwellen, Kupplungen, Bremszylinder, Stoßdämpfer und Teile für Automatikgetriebe komplettierten die Produktpalette der Gründerzeit. Standort für die künftige Fabrik für Batteriezellen Opel Giga-Factory[86] 2.130 (31.12.2015)[83]
Opelwerk Eisenach
Eisenach
1990 1.850 (31.12.2015)[83]
PSA-Tochterunternehmen außerhalb Deutschlands
Opel España
Figueruelas bei Saragossa, Spanien
1982 6.500
Vauxhall Motors Ltd
Ellesmere Port, Vereinigtes Königreich
1963 2.100
Vauxhall Motors Plant Luton
Luton, Vereinigtes Königreich
1905 Hauptsitz von Vauxhall Motors UK[88] 1.100
Opel Wien GmbH[89]
Wien-Aspern, Österreich
1982
  • Motoren
  • Getriebe (F17 Fünfgang- und M20/32 Sechsganggetriebe)
rd. 1.600
Opel Szentgotthárd Kft.
Szentgotthárd, Ungarn
1990 750
Opel Manufacturing Poland Sp. z o.o.
Gliwice, Polen
1998 3.000
Groupe PSA
Sochaux, Frankreich
2017
PSA-Werk
Vigo, Spanien
1958
PSA-Werk
Mangualde, Portugal
1962
PCMA Rus
Kaluga, Russland
2012
PSA-Werk
Hordain, Frankreich
GM-Tochterunternehmen außerhalb Deutschlands, Auftragsfertigung fremder Unternehmen
ISPOL (Isuzu Motors Polska) Sp. z o.o.[90]
Tychy, Polen
1996
  • Dieselmotoren
550
SOVAB (Renault)
Batilly, Département Meurthe-et-Moselle, Frankreich
1980  ?
Magyar Suzuki Zrt.
Esztergom, Ungarn
1991 4.274 (2008)
Tofaş Türk Otomobil Fabrikası A.Ş
Bursa, Türkei
1980 8.200
GM Korea Company
Bupyeong-gu, Incheon, Südkorea
1937 17.200
GM Korea Company
Changwon, Südkorea
1991 (zunächst zu Daewoo gehörig, ab circa 2001 Teil von GM)  ?
GM Auto LLC
Schuschari (St. Petersburg), Russland
2008 1.200
General Motors Company
Detroit Hamtramck, USA
1985 1.350[91]

Opel-Neuzulassungen in Deutschland

Jahr Anzahl der
Pkw absolut
Anteil der gesamten
Pkw-Neuzulassungen
2020146.219[92]5,0 %
2019215.864[93]6,0 %
2018227.967[94]6,60 %
2017243.715[95]7,08 %
2016243.792[96]7,27 %
2015229.352[97]7,15 %
2014219.084[98]7,21 %
2013207.461[27]7,03 %
2012213.627[27]6,93 %
2011254.605[27]8,02 %
2010233.498[27]8,01 %
2009338.603[27]8,89 %
2008258.274[27]8,36 %
2007285.267[27]9,06 %
2006334.479[27]9,64 %
2005347.960[27]10,41 %
2004334.491[27]10,24 %
2003332.781[99]10,28 %
2002337.535[99]10,38 %
2001396.214[99]11,86 %
2000411.193[99]12,17 %
1999522.17013,73 %
1998529.42514,17 %
1997545.29315,46 %
1996557.22915,94 %
1995547.309[100]16,51 %
1994420.862[100]13,11 %
1993413.295[100]12,94 %
1992575.190[100]14,64 %
1991609.337[100]14,65 %
1990455.590[100]12,98 %
1989402.254[100]14,28 %
1988376.830[100]13,42 %
1987404.876[100]13,89 %
1986374.737[100]13,24 %
1985322.210[100]13,54 %
1984347.353[100]14,51 %
1983416.428[100]17,16 %
1982390.082[100]18,10 %
1981370.285[100]15,89 %
1980402.015[100]16,57 %
1979470.482[100]17,93 %
1978514.478[100]19,31 %
1977490.651[100]19,16 %
1976465.615[100]20,14 %
1975381.397[100]18,11 %
1974296,750[100]17,53 %
1973420.679[101]20,71 %
1972456.189[101]21,29 %
1971403.043[100]18,73 %
1970405.554[100]19,25 %
1969349.630[102]18,99 %
1968272.120[102]19,09 %
1967275.821[102]20,33 %
1966324.869[102]21,57 %
1965330.619[100]21,79 %
1964342.477[100]25,50 %
1963301.844[100]23,75 %
1962
1961
1960
1959139.780[103]16,89 %
1958128.87616,65 %
1957102.19918,10 %
195682.87516,57 %
195578.00918,63 %
195463.44020,01 %
195348.069[103]19,19 %
195228.675[103]14,26 %
195129.82616,72 %
195032.606[103]21,81 %
193881.983[104]
193775.803[104]
193686.500[104]
193577.126[104]
193452.586[104]
193328.494[104]

Geschichte des Logos

Der Zeppelin als Kühlerfigur auf dem Olympia

Das e​rste Opel-Logo n​ach Gründung d​es Unternehmens bestand a​us den verschnörkelten Buchstaben A u​nd O, d​en Initialen Adam Opels. Das A w​ar in Bronze, d​as O i​n Rot gehalten.

Ab 1886 w​ar dann u​nter anderem d​ie Siegesgöttin Victoria s​owie ein Fahrradfahrer a​uf dem Logo dargestellt. Dieses Bild w​ar umgeben v​on der Aufschrift „Victoria Blitz“, d​em Namen e​ines der ersten Opel-Fahrräder. Ab 1909 w​urde der Name z​um Logo. Ein schwungvoller Opel-Schriftzug i​n Gold zierte d​ie Motorräder u​nd Automobile. Ein Jahr später w​urde das Logo abermals geändert. Von n​un an s​ah man e​in blaues, v​on Lorbeeren umgebenes Auge, i​n dem s​ich der Schriftzug „Opel“ i​n Großbuchstaben befand.

Von 1935 a​n führte m​an einen stilisierten Zeppelin, d​er Fortschritt symbolisiert, umgeben v​on einem gelben Ring, d​er ein Rad darstellen soll. Der Zeppelin k​am auch a​ls Kühlerfigur, z​um Beispiel a​uf dem Olympia, vor. Ab 1950 w​urde ein weiteres Logo verwendet, d​as jedoch n​icht auf d​en Fahrzeugen z​u finden, sondern für d​ie Händlerorganisation vorgesehen war. Auf e​inem zur e​inen Hälfte gelben, z​ur anderen weißen Oval s​tand der Opel-Schriftzug.

In d​en 1960er Jahren veränderte s​ich der Zeppelin i​mmer stärker z​um Blitz. Offiziell i​st der Blitz s​eit 1963 d​as Logo v​on Opel. 1970 w​urde das Logo d​er Händlerorganisation abermals verändert, u​nd zwar d​er Blitz m​it Ring a​uf einem gelben Rechteck, u​nter dem d​er Schriftzug „Opel“ z​u sehen war. Dieses offizielle Logo w​urde von e​inem schwarzen Rechteck umgeben u​nd erschien v​or allem a​uf Druckerzeugnissen. 1987 wurde d​as Opel-Logo modernisiert.

Auf d​en Fahrzeugen selbst w​ar seit d​en 1960er Jahren jedoch i​mmer lediglich d​er Opel-Blitz o​hne Schriftzug angebracht, i​mmer wieder i​n wechselnden Materialien (Form- o​der Flächenzeichen) u​nd Proportionen, selbst b​ei gleichzeitig produzierten Modellen. Die Erzeugung e​iner Einheitlichkeit bzw. CI verfolgte Opel l​ange Zeit n​icht konsequent.

Die 2007 vorgestellte Studie GTC Concept z​eigt das bisherige Opel-Logo, i​n das o​ben am Ring d​er Schriftzug „Opel“ eingraviert ist. Seit 2008 trugen a​lle neuen Opel-Modelle dieses Logo.[105] Im Juni 2017 w​urde ein neues, zweidimensionales Logo vorgestellt, d​as „Klarheit u​nd Modernität“ symbolisieren soll.[106]

Trivia

Vereine mit dem Namen Opel

Der SC Opel Rüsselsheim i​st ein Fußballverein m​it rund 450 Mitgliedern a​us Rüsselsheim, d​en eine bewegte Geschichte m​it dem Unternehmen Opel verbindet. Der Radfahrer-Verein 1888 Opel Rüsselsheim i​st ein Radsportverein a​us Rüsselsheim.

Marketing

Opel betreibt a​ls einer d​er ersten Autohersteller „Virales Marketing“ m​it der fiktiven Band The C.M.O.N.S.[107] Die Band besteht a​us den Figuren White, Red u​nd Blue (männlich) s​owie Moo u​nd Cherri (weiblich). Sie wurden v​on dem i​n Barcelona lebenden deutschen Zeichner Boris Hoppek gestaltet. Die Musik stammt v​on der (real existierenden) Band The Outcomes. Die C.M.O.N.S s​ind (Stand 2020) n​icht mehr i​n der Werbung präsent.

Auf d​ie C.M.O.N.S. machten u​nter anderem Plakataktionen u​nd Beiträge i​n Online-Communitys w​ie YouTube u​nd Myspace aufmerksam. Besonders hervorzuheben i​st die Zusammenarbeit m​it MTV. Mittlerweile s​etzt Opel d​ie C.M.O.N.S. a​uch direkt für d​ie Corsa-Werbung ein. Opel w​ar Sponsor d​er MTV Europe Music Awards 2006 v​om 2. November 2006 u​nd der Corsa d​as „offizielle Auto“ d​er Veranstaltung.

Den Tigra bewarb Opel 1995 m​it einem aufwendigen Werbespot, i​n dem Franziska v​an Almsick i​m New Yorker Stadtverkehr förmlich abtauchte[108].

Der Opel Speedster w​ar in d​er Filmkomödie Viktor Vogel – Commercial Man Thema d​er Filmhandlung. Götz George f​uhr in d​em Film e​inen der z​wei Prototypen d​es Opel GT Aero a​ls Reminiszenz a​n den seinerzeit n​euen Speedster.

Das Lied What a Wonderful World w​urde einige Jahre z​ur Untermalung d​er Opel-Werbespots genutzt.

Opel w​ar von 1994 b​is 2006 Trikotsponsor d​es italienischen Traditionsvereins AC Mailand.

Modelle

Modellnamen

Von Beginn d​er Automobilproduktion b​is 1930 trugen d​ie Opel-Modelle m​eist Bezeichnungen w​ie zum Beispiel 4/12 PS. Die Zahl v​or dem Schrägstrich g​ab die Steuer-PS an, d​ie Zahl dahinter g​ab die tatsächliche Leistung i​n PS an. Ausnahmen w​aren der e​rste Opel, d​er die Bezeichnung Patentmotorwagen „System Lutzmann“ trug, s​owie der Opel Regent, d​er 1928 i​n 25 Exemplaren produziert wurde.

Dieses d​och recht komplizierte System w​urde nach d​er Übernahme d​urch General Motors 1931 d​urch die Angabe d​es Hubraums (zum Beispiel 1,2 Liter) ersetzt, d​ie jedoch n​ur bis 1937 beibehalten wurde. Eine Ausnahme w​ar hier d​er Opel P4, dessen Name mitteilt, d​ass es s​ich um e​in Auto für v​ier Personen handelt. Der Name d​es ab 1935 produzierten Opel Olympia w​urde im Hinblick a​uf die Olympischen Sommerspiele 1936 gewählt u​nd auch für d​ie Nachfolgemodelle übernommen.

Den Modellbezeichnungen d​er späten 1930er b​is zu d​en 1980er Jahren, d​ie aus d​em Bereich Marine (Kapitän, Admiral, Kadett) s​owie aus anderen offiziellen Bereichen (Diplomat, Senator) stammten, folgte i​n den späten 1980er Jahren d​er Wechsel z​u Namenskreationen, d​ie auf „A“ endeten, bzw. a​uf „O“ für d​ie Modellbezeichnungen d​er Transportermodelle. Die letzte umbenannte Modellreihe w​ar die d​es Opel Kadett, d​ie in Opel Astra umbenannt w​urde und dadurch d​er Namensgebung d​er englischen Schwestermodelle folgte. Die wenigen Ausnahmen dieser Namensgebung bildeten d​er in Lizenz gebaute Opel Monterey, d​er Opel Signum, d​er Opel Speedster u​nd der Opel GT.

Seit 2012 n​utzt Opel für d​ie Kleinstwagen Vornamen a​us der Opel-Gründerfamilie, w​ie Adam v​on Adam Opel u​nd Karl v​on Carl Opel.

Mit d​em Facelift d​es Opel Mokka A w​urde der Name d​er SUV-Modelle d​urch ein „X“ ergänzt (Opel Mokka X, Opel Crossland X u​nd Opel Grandland X). Gleiche Logik betont d​en Elektroantrieb d​es Opel Ampera-e.

Schlüsselnummern

Das Kraftfahrt-Bundesamt führte Opel-Pkw b​is zur Übernahme d​urch die Groupe PSA w​eit überwiegend u​nter den Herstellerschlüsselnummern (HSN) 0035 u​nd 0039. Der Movano w​ar unter d​er HSN 3041 gelistet, d​ie meisten Frontera-Modelle wurden u​nter der Isuzu-HSN 2127 u​nd einige Corsa-Modelle u​nter der HSN 7526 gelistet. Der Opel GT 2.0 T l​ief als Einziger u​nter der GM-HSN 1006.[109] Seit d​em Verkauf v​on Opel a​n die Groupe PSA u​nd der Umfirmierung i​n Opel Automobile GmbH werden a​lle neu zugelassenen Opel-Modelle u​nter der HSN 1844 geführt.[110]

Zeitleisten

Opel-Modelle 1898 b​is 1944

Zeitleiste der Opel-Modelle von 1898 bis 1944
Klasse 1929 zu 80%, bis 1931 zu 100% an General Motors verkauft
1890er 1900er 10er 20er 30er 40er
89 0123456789 0123456789 0123456789 0123456789 01234
Kleinwagen 4/8 PS
"Doktorwagen"
5/10 PS 4 PS / 4/12 PS / 4/14 PS / 4/16 PS / 4/18 PS / 4/20 PS / 1,1 Liter "Laubfrosch" 1,0 Liter
Untere Mittelklasse "Lutzmann" 9 PS 8/9 PS 5/12 PS / 5/14 PS "Puppchen" 1,2 Liter P4 Kadett
1,3 Liter Olympia
Mittelklasse 12 PS 9/10 PS
10/12 PS / 8/14 PS 6/12 PS / 6/14 PS 6/16 PS 8M21 7/34 PS 8/40 PS 1,8 Liter 6 / 2,0 Liter
Obere Mittelklasse 14 PS 8/16 PS 8/20 PS 8/22 PS 9/25 PS / 8/25 PS 9/30 PS Super 6 Kapitän
12/14 PS 10/30 PS /
10/35 PS
10/40 PS / 10/45 PS / 10/50 PS
Oberklasse 10/18 PS 10/20 PS 10/24 PS / 10/25 PS / 10/28 PS 12/34 PS
16/18 PS 14/20 PS / 14/22 PS 13/30 PS 14/30 PS / 14/34 PS / 14/38 PS / 14/48 PS 12/50 PS / 15/60 PS 14/50 PS/ 3,7 Liter / 16/60 PS/ 4,2 Liter Admiral
20/22 PS 15/24 PS 16/35 PS 18/40 PS 20/45 PS 18/50 PS
30/32 PS 25/30 PS 18/30 PS / 18/32 PS 21/45 PS 21/55 PS / 21/50 PS 24/110 PS Regent
35/40 PS 25/40 PS 24/50 PS 25/55 PS
45/50 PS 32/50 PS 29/50 PS 30/50 PS 28/70 PS 29/70 PS 30/75 PS / 30/80 PS
33/60 PS 35/60 PS 34/65 PS 34/80 PS
40/100 PS
Lastkraftwagen 1½ t 3½ t P4 Lieferwagen
4½ t 2½ t Blitz
  • „System Lutzmann“ – Lizenbau von Lutzmann
  • „System Darracq“ – Kooperation mit Darracq
  • Opel-Modelle a​b 1945

    Zeitleiste der Opel-Modelle seit 1945
    Klasse Karosserie-versionen General Motors PSA Stellantis
    40er 50er 60er 70er 80er 90er 2000er 2010er 2020er
    56789 0123456789 0123456789 0123456789 0123456789 0123456789 0123456789 0123456789 012
    Kleinstwagen Steilheck Karl Rocks-e
    Schrägheck Adam
    Kleinwagen Schrägheck Corsa A Corsa B Corsa C Corsa D Corsa E Corsa F
    Sportcoupé Tigra A Tigra B
    Kompaktklasse Schrägheck, Stufenheck, Kombi Chevette
    Kadett A Kadett B Kadett C Kadett D Kadett E Astra F Astra G Astra H Astra J Astra K Astra L
    Olympia Olympia A Ampera Ampera-e
    Coupé Kadett A Kadett B / Olympia A Kadett C Astra G Coupé/OPC Astra H GTC/OPC Astra J GTC
    Cabriolet Astra G Cabrio Astra H TwinTop Cascada
    Mittelklasse Sportcoupé Manta A Manta B Calibra
    Steilheck Signum
    Schrägheck, Stufenheck, Kombi Olympia Rekord Olympia Rekord / 1200 Ascona A Ascona B Ascona C Vectra A Vectra B Vectra C Insignia A Insignia B
    Obere Mittelklasse Stufenheck, Kombi Rekord P1 /P2 Rekord A /B Rekord C Rekord D Rekord E1 Rekord E2 Omega A Omega B
    Commodore A Commodore B Commodore C Senator A2 Senator B
    Senator A1
    Coupé Rekord A /B Rekord C Rekord D
    Commodore A Commodore B Monza
    Oberklasse Stufenheck Kapitän Kapitän Kapitän P1/P2 Kapitän A /
    Admiral A /
    Diplomat A
    Kapitän B /
    Admiral B /
    Diplomat B
    Sportwagen GT Speedster GT
    Microvan Steilheck Agila A Agila B
    Minivan Meriva A Meriva B
    Kompaktvan Zafira A Zafira B Zafira C
    Van Sintra
    SUV Steilheck Crossland
    Mokka A Mokka B
    Antara Grandland
    Geländewagen Steilheck Frontera A Frontera B
    Monterey
    Pick-up Campo
    Kastenwagen Kadett E Combo Combo B
    Hochdachkombi Kombi, Kastenwagen Combo C Combo D Combo E
    Kleintransporter Kleinbus, Kastenwagen, Pritsche Bedford Blitz Arena[1] Vivaro A[2] Vivaro B[2] Zafira Life
    Vivaro C
    Blitz Blitz Blitz Blitz Movano A[1] Movano B[1] Movano C
  • von britischer GM-Tochter Vauxhall hergestellt
  • von amerikanischen GM-Unternehmen hergestellt
  • von Daewoo Motors bzw. GM Korea hergestellt
  • von Isuzu hergestellt (1971 bis 2006 war GM an Isuzu beteiligt)
  • von Lotus hergestellt (1986 bis 1993 war Lotus in Besitz von GM)
  • in Zusammenarbeit mit Suzuki hergestellt (1981 bis 2008 war GM an Suzuki beteiligt)
  • von Fiat hergestellt (2000 bis 2005 war GM an Fiat beteiligt, aus der Zeit stammt die SCCS-Plattform-Entwicklung)
  • in Zusammenarbeit mit Renault-Nissan hergestellt: [1] unter Führung von Renault gefertigt, [2] unter Führung von Vauxhall gefertigt
  • in Zusammenarbeit mit PSA hergestellt
  • Modellgeschichte

    Bauzeit
    Produzierte Fahrzeuge
    Baureihe Anmerkung Bild

    Kleinstwagen

    2012–2019 Adam Der Adam[111] basiert auf der verkürzten Plattform des Corsa D und lief ab Ende 2012 im thüringischen Eisenach vom Band.[112] Seine Weltpremiere feierte Opels erster Kleinstwagen auf dem Pariser Autosalon.[113]
    2015–2019 Karl Der Nachfolger des Agila ist seit Mitte 2015 auf dem Markt und ist nach Carl von Opel, einem Sohn des Unternehmensgründers Adam Opel, benannt. Nach dem Adam ist er damit der zweite Opel, der einen Vornamen aus der Familie Opel zum Namen hat. Er wurde in Changwon (Korea) von GM Korea produziert. Im Gegensatz zum lifestyleorientierten Adam soll der Karl wirtschaftlich denkende Kunden ansprechen.
    ab 2021 Rocks-e Das zum Citroën Ami baugleiche Modell soll im Herbst 2021 in den Handel kommen. Der Rocks-e wird elektrisch angetrieben und ist als Leichtfahrzeug eingestuft.

    Kleinwagen

    1975–1982 Chevette Der Chevette wurde von Herbst 1980 bis Frühjahr 1982 nach dem Auslaufen des Kadett C und vor dem Start des Corsa A als billigeres Auto angeboten. Das Fahrzeug entsprach bis auf die geänderte Frontpartie dem Kadett C und wurde von Vauxhall hergestellt.
    1982–1993 Corsa A Erster Kleinwagen von Opel, der anfangs nur zweitürig mit Stufenheck oder dreitürig mit Steilheck erhältlich war. Ab Frühjahr 1985 waren beide Varianten mit zwei zusätzlichen Türen verfügbar. Im Sommer 1987 entfiel das Stufenheck-Modell auf dem deutschen Markt. Im Herbst 1990 unterzog Opel den Corsa einer Modellpflege.
    1993–2000 Corsa B Der Corsa B entstand auf Basis des Konzepts Opel Junior, das bereits 1983 vorgestellt wurde. Der Drei- und der Fünftürer unterschieden sich erstmals durch die Form des Hecks. Dieser Corsa war in den 1990er-Jahren der erfolgreichste Kleinwagen in Deutschland.
    1994–2001 Tigra A Der Tigra war ein Sportcoupé, das auf dem Corsa B basierte. Im Angebot waren zwei Ottomotoren mit 1,4 und 1,6 l Hubraum. Letzterer war nur bis Sommer 1998 im Angebot, während der kleinere mit 1,4 l Hubraum bis zum Produktionsende im Juli 2001 erhältlich war.
    2000–2006 Corsa C Eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers. Die unterschiedlichen Heckformen des Drei- und des Fünftürers wurden aber aufgegeben. Der Corsa C diente auch als Basis für das Cabrio Tigra TwinTop, den Minivan Meriva und den Kastenwagen Combo C. Eine kleine Modellpflege gab es im Sommer 2003.
    2004–2009 Tigra TwinTop B Ein Roadster, der auf dem Corsa C basierte und mit versenkbarem Stahldach ausgerüstet wurde. Die Fertigung erfolgte in Frankreich bei Heuliez.
    2006–2014 Corsa D Für den im Herbst 2006 eingeführten Corsa D nutzte Opel die Plattform des im Herbst 2005 eingeführten Fiat Grande Punto. Der Drei- und der Fünftürer unterschieden sich wieder durch die Form des Hecks. Technische sowie äußerliche Modifikationen kamen Ende 2010.
    2014–2019 Corsa E Im November 2014 begann die Produktion des Corsa E. Bei dieser Baureihe handelte es sich nicht um ein komplett neues Modell, sondern um eine umfangreich überarbeitete Version des Vorgängers Corsa D. Die Form des Fahrzeuges war am kleineren Adam orientiert. Ab Januar 2015 wurde er verkauft.
    seit 2019 Corsa F Eine Neuentwicklung im Gegensatz zum Corsa E. Er ist der erste Corsa, der auf einem PSA-Baukasten basiert und wurde nur als Fünftürer angeboten. Die technische Basis benutzt auch der Peugeot 208 II.
    seit 2019 Corsa-e Der erste Corsa mit Elektromotor (100 kW/136 PS). Es ist die elektrifizierte Variante des Corsa F. Daher kommt die Technik auch im Peugeot e-208 zum Einsatz.

    Kompaktklasse

    1947–1953
    156.870
    Olympia Ein geändertes Vorkriegsmodell von 1935 und erster Opel-Pkw nach dem Krieg. Im Jahr 1950 modernisiert, zum Beispiel mit einem anderen Kühlergrill.
    1962–1965
    649.512
    Kadett A Der erste Nachkriegs-Kadett wurde im extra hierfür errichteten, neuen Opel-Werk Bochum produziert. Erhältlich war er als zweitürige Limousine, dreitüriger Kombi (Caravan) und Coupé. Nach der Überarbeitung Mitte 1964 hatte er eine etwas eckigere Front.
    1965–1973
    2.649.501
    Kadett B Weiterentwicklung des Vorgängermodells, erstmals auch als Viertürer und Fließhecklimousine (ab 1967) zu haben. Ebenfalls 1967 folgten technische Überarbeitungen (geänderte Hinterachse, aufgewerteter Innenraum). Er war ein Verkaufsschlager und zeitweise vor dem VW Käfer auf dem ersten Rang der Neuzulassungen. Von August 1967 bis Juli 1970 wurde der Kadett B mit anderer Frontpartie und besser ausgestattet als Opel Olympia produziert.
    1973–1979
    1.701.000
    Kadett C Neue Karosserie mit weitgehend unveränderter Technik des Vorgängers. Zusätzliche Modelle zu den zwei- und viertürigen Limousinen und dem Kombi waren der Kadett City mit großer Heckklappe (Foto) und der Aero, ein Targa-Cabrio, das von Baur in Stuttgart gebaut wurde. Die Scheinwerfer waren beim Grundmodell rund, beim L-Modell quadratisch. Ab der Modellpflege im Sommer 1977 waren sie bei allen Modellen eckig, wobei die Blinker neben die Scheinwerfer verlegt wurden. Der Kadett C war Basis vieler GM-Modelle in Asien, Australien und Amerika, von denen einige bis 1990 produziert wurden.
    1979–1984
    2.092.087
    Kadett D Neuentwicklung, erster Opel mit Frontantrieb. Die nüchterne, moderne Karosserie unterscheidet sich stark von den Vorgängern. Versionen: Schrägheck (mit großer oder kleiner Heckklappe), Kombi und Lieferwagen (Kombi ohne hintere Seitenfenster). Erstmals auch mit Dieselmotor lieferbar.
    1984–1993
    3.779.289
    Kadett E Die Karosserie wurde rundlicher und strömungsgünstiger. Der Kadett E war sehr erfolgreich und in vielen Versionen lieferbar: drei- und fünftürig mit Schrägheck, viertürig mit Stufenheck, drei- oder fünftüriger Kombi, Cabrio und Hochdachkombi Combo. Ab 1994 wurde er mit geänderter Karosserie als Daewoo Nexia in Korea weitergebaut.
    1991–2000 Astra F Neuentwicklung, erstmals auch mit Fahrerairbag erhältlich. Der Name Astra stammt von Vauxhall, so hieß bereits in den 1980er-Jahren der Kadett in Großbritannien. Der Absatz war zeitweise fast so groß wie der des VW Golf III. Karosserieversionen: drei-/fünftürig mit Schrägheck, Stufenheck, als Caravan und Cabrio (entworfen und gebaut von Bertone). Auch hier gab es wieder eine sportliche GSi-Variante. Im Spätsommer 1994 wurde der Astra F überarbeitet.
    1998–2005 Astra G Völlig neu gestaltetes Modell. Es war wieder drei- und fünftürig mit Schrägheck, Stufenheck und als Caravan erhältlich. Außerdem hießen die sportlichen Modelle statt GSi nun OPC. Eine weitere Karosserievariante war ab Spätsommer 2000 das Coupé das von Bertone in Italien produziert wurde. Es wurde als inoffizieller Nachfolger des Calibra gesehen. Laut Hersteller war es allerdings der Nachfolger des Kadett C Coupé. Dessen Markterfolg war jedoch enttäuschend. Das Cabrio folgte zum Frühjahr 2001.
    2004–2010 Astra H Neuentwicklung auf der Delta-Plattform von General Motors. Ein Erfolgsmodell, das schon im Jahr 2006 die Millionengrenze überschritt. Karosserievarianten: Fünftürer, Kombi, Dreitürer (GTC) und Hardtop-Cabrio (Twin Top) und Stufenheck. Letztgenannte Variante war ab Ende 2006 zunächst nur in Ost- und Südeuropa sowie Asien erhältlich, ab Oktober 2008 war sie auch in Deutschland lieferbar. Anfang 2007 kam der überarbeitete Astra H auf den Markt.
    2009–2015 Astra J Die neugestaltete und vierte Auflage kam im Dezember 2009 zunächst als fünftürige Schräghecklimousine auf den Markt. Der Kombi (wie beim Insignia nun auch Sports Tourer) wurde im November 2010 eingeführt, während der dreitürige GTC im Januar 2012 folgte. Im September 2012 erfuhren Fünftürer und Kombi ein Facelift, wobei zugleich wieder eine Stufenhecklimousine das Angebot komplettierte.
    2011–2016 Ampera Opels erstes Elektro-Hybridfahrzeug, das zusammen mit dem GM-Schwestermodell Chevrolet Volt entstand.
    2015–2021 Astra K Im Oktober 2015 kam die nun fünfte Astra-Generation in den Handel, die als Schräghecklimousine sowie als Kombiversion Sports Tourer erhältlich ist. 2019 bekam er ein Facelift.
    2017–2021 Ampera-e Opels erstes Elektroauto auf Basis des Chevrolet Bolt.
    seit 2022 Astra L Erstmals baut der Astra mit der sechsten Generation auf einer PSA-Plattform auf. Vorgestellt wurde er im Juli 2021 als Schräghecklimousine und im Dezember 2021 als Kombiversion Sports Tourer.

    Mittelklasse

    1959–1962 Opel 1200 Um das Programm nach unten abzurunden, produzierte Opel auch nach Erscheinen des Rekord P2 eine Sparversion des P1 als Opel 1200 weiter, bis 1962 der Kadett auf den Markt kam.
    1967–1970
    80.637
    Olympia A Zwischen Sommer 1967 und Mitte 1970 wurden luxuriös aufgewertete Modelle des Kadett B, zumeist mit den jeweils stärksten verfügbaren Motoren, unter dem Namen Olympia A angeboten.
    1970–1975
    692.000
    Ascona A Um die Lücke zwischen Kadett und Rekord zu füllen, brachte Opel im Herbst 1970 ein komplett neu entwickeltes Fahrzeug auf den Markt. Dieses Marktsegment war vor allem vom Ford Taunus beherrscht. Auch ein Kombi (Voyage) wurde angeboten.
    1970–1975
    500.000
    Manta A Er war ein fünfsitziges Sportcoupé auf Basis des Ascona A, eines der bekanntesten Opel-Modelle der 1970er Jahre und die Antwort auf den Capri des Konkurrenten Ford.
    1975–1981 Ascona B Der Ascona B war nach den Werksferien ab August 1975 erhältlich und hatte anfangs die vom Vorgänger bekannten und bewährten Reihen-Vierzylinder-Motoren mit 60–90 PS. Ab 1979 folgten neue Motoren mit obenliegender Nockenwelle. Eine Variante dieses Fahrzeugs wurde in Großbritannien ab 1976 als Vauxhall Cavalier verkauft.
    1975–1988
    550.000
    Manta B Der auf dem Ascona B basierende Manta B erreichte große Popularität und war das am längsten gebaute Opel-Modell. Er war ab Herbst 1978 auch als Combi-Coupé Manta CC mit großer Heckklappe im Programm.
    1981–1988 Ascona C Der Ascona C war nach dem Kadett D das zweite Opel-Modell mit Frontantrieb und basierte auf der internationalen J-Plattform von General Motors. Im Herbst 1984 und im Sommer 1986 erhielt die Baureihe leichte Modifikationen. In Großbritannien unter der Bezeichnung Cavalier auch als Kombi lieferbar und von der GM-Tochter Holden in Australien gebaut.
    1988–1995 Vectra A Der Vectra A war eine Neuentwicklung mit Frontantrieb. Im Herbst 1988 wurde zunächst die Stufenhecklimousine eingeführt, der im Frühjahr 1989 die Schrägheckvariante folgte. Im Spätsommer 1992 erhielt er eine Modellpflege, wobei das Opel-Emblem von der Motorhaube wieder in den Kühlergrill wanderte.
    1989–1997 Calibra Das auf dem Vectra A basierende Sportcoupé kam im Frühjahr 1990 auf den Markt und sollte an den Erfolg des Manta anknüpfen. Besonders herausragend waren der damals als niedrig angesehene Cw-Wert von 0,26 und die sehr schmalen Dreifach-Ellipsoid (DE)-Scheinwerfer (nur 70 mm hoch). Der Calibra wurde auch in Finnland produziert. Ein leichtes Facelift erhielt das Coupé im Sommer 1994.
    1995–2002 Vectra B Der Vectra B war nun erstmals seit dem Ascona A wieder ein Mittelklassewagen, der ab Herbst 1996 als Kombivariante erhältlich (Caravan) war. Ein Facelift folgte Anfang 1999.
    2002–2008 Vectra C Neue Fahrzeuggeneration mit zeitlich angepasster Formgebung und viel Elektronik. Zuerst kam im Frühjahr 2002 die Stufenhecklimousine und im Spätsommer das sportlich ausgelegte Schrägheckmodell. Ab Spätsommer 2003 war er auch wieder als geräumiger Caravan im Programm. Der Erfolg blieb jedoch weit hinter den Hoffnungen zurück, daher folgte schon Mitte 2005 ein umfassendes Facelift mit stark überarbeiteter und an den Astra H angelehnte Front mit überarbeitetem Innenraum.
    2003–2008 Signum Als neue Fahrzeugklasse vermarktete Variante des Vectra C und mit langem Radstand wie Vectra Caravan, aber zwei Einzelsitzen hinten und kürzerer Karosserie. Dieses Modell hatte ebenfalls das umfassende Facelift des Vectra bekommen.
    2008–2017 Insignia A Der Nachfolger des Vectra kam im Oktober 2008 auf den Markt und wurde zunächst als Stufen- sowie Schräghecklimousine angeboten. Im März 2009 folgte die Kombiversion, die nun nicht mehr Caravan, sondern Sports Tourer heißt. Der Insignia erhielt außerdem die Auszeichnung zum „Auto des Jahres“ 2009. Im Spätsommer 2013 erschien ein überarbeitetes Modell, das zudem seit Ende desselben Jahres als Kombi im Offroad-Look unter der Bezeichnung im Angebot steht.
    2013–2019 Cascada Ein Cabriolet mit Stoffverdeck auf der Plattform des Astra J, aber auch mit technischen Bauteilen des Insignia. Opel will es somit als eigenständiges Modell platzieren.
    seit 2017 Insignia B Der Insignia B ersetzte den Insignia A im Sommer 2017. Er wird als Schräghecklimousine, Kombi, Country Tourer im Offroad-Look und als Sportversion GSi. Im Motorenprogramm sind Otto- und Dieselmotoren in jeweils 3 Leistungsstufen erhältlich. Allradantrieb ist an die jeweils stärksten Motorvarianten gebunden.

    Obere Mittelklasse

    1953–1957 Olympia Rekord Der Olympia Rekord war Opels erste Neuentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Wie beim etwas später im Herbst 1953 präsentierten Kapitän ähnelte seine Pontonkarosserie US-Vorbildern.
    1957–1960 Rekord P1 Der P1 war in jeder Hinsicht moderner als sein Vorgänger. Das P im Namen stand für die Panoramafenster vorn und hinten. Der Rekord P1 war als zwei- und viertürige Limousine, als Kombi (Caravan) und Lieferwagen (ohne Fenster am Laderaum) erhältlich, was ihn sehr beliebt bei Familien und Handwerkern machte.
    1960–1963 Rekord P2 Stark überarbeitete Karosserie mit weniger „barocker“ Formgebung und weitgehend unveränderter Technik. Ein etwas unproportioniertes Coupé („rasender Kofferraum“) war ebenfalls im Programm.
    1963–1965 Rekord A Neues Modell mit sehr geradliniger und nüchterner Form. Mit ihm und dem Kadett A wurden bei Opel die Bezeichnungen für folgende Baureihen durch Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge eingeführt.
    1965–1966 Rekord B Der Rekord B war ein Übergangsmodell, das zwar schon die neuen CIH-Motoren erhielt, aber dazu die weitgehend unveränderte Karosserie und das Fahrwerk des Vorgängers mit an Blattfedern geführter starrer Hinterachse.
    1966–1972 Rekord C Der Rekord C bekam eine erneuerte Karosserie mit typischem „Hüftschwung“ im Bereich der C-Säule und ein verbessertes Fahrwerk mit schraubengefederter hinterer Starrachse an vier Längslenkern und Panhardstab. Wie der Vorgänger auch als Coupé und Kombi (Caravan) erhältlich. Der Rekord C war der erfolgreichste Opel dieser Klasse. In Brasilien lief er noch bis 1990 vom Band.
    1967–1971 Commodore A Ein aufgewerteter Rekord C, der in seinem verlängerten Vorderwagen Platz für Sechszylinder-Motoren mit bis zu 150 PS (2,5 GS/E) Leistung bot. Den Commodore A gab es als Limousine und Coupé. Eine 1968 vorgestellte Kombiversion blieb ein Einzelstück.
    1971–1977 Rekord D Die Form des Rekord D war wieder „europäischer“. Der Wagen wurde anfangs als „Rekord II“ bezeichnet, um Verwechslungen zu vermeiden, dass es ihn ausschließlich als Dieselfahrzeug gäbe. Tatsächlich gab es den Rekord D ab Herbst 1972 auch mit Dieselmotor. Lieferbar als Limousine, Caravan (Kombi) und Coupé.
    1972–1977 Commodore B Die im Frühjahr 1972 erneuerte Sechszylinder-Version des Rekord D wurde ebenfalls als Limousine und Coupé gebaut.
    1977–1982 Rekord E1 Der Rekord E bekam eine neue Karosserie und Vorderachse, behielt ansonsten die Technik des Vorgängers. Letztmals wurde ein Rekord als zweitürige Limousine angeboten, wobei diese in der „Berlina“-Ausstattung nur bis Mitte 1981 gebaut wurde.
    1978–1982 Commodore C Außer dem Rekord E mit Vierzylindermotoren gab es auch wieder den Sechszylinder-Commodore mit der Front des Senators, der aber zu dessen Gunsten bereits im August 1982 (der Zweitürer schon Mitte 1981) eingestellt wurde. Als einzigen Commodore gab es ihn ab Frühjahr 1981 auch als luxuriösen Kombi mit der Bezeichnung Voyage.
    1982–1986 Rekord E2 Der Rekord E2 war ein im Herbst 1982 überarbeitetes Modell mit neuer Frontgestaltung. Die Motoren wurden fast unverändert übernommen, lediglich der im Herbst 1984 eingeführte 2,2-l-Einspritzmotor mit 115 PS war neu und die Spitze der Motorenpalette. Außer der nur noch viertürig lieferbaren Limousine standen der drei- oder fünftürige Kombi (Caravan) sowie der seltene dreitürige Kastenwagen zur Wahl.
    1978–1986 Senator A Der Senator A löste im Frühjahr 1978 die höher positionierte Opel-KAD-B-Baureihe ab. Er basierte auf dem Rekord E, hatte aber nicht mehr die hintere „Fünflenker“-Starrachse, sondern eine moderne Schräglenkerachse sowie stärkere Motoren mit bis zu drei Litern Hubraum und 180 PS. Die Änderungen von Ende 1982 rückten ihn optisch näher an den Rekord E2 heran.
    1978–1986 Monza Der Monza war ein Sportcoupé auf Basis des Senator und mit diesem zusammen das damals leistungsfähigste Opel-Modell. Gegen Ende 1982 erhielt er gleichzeitig mit dem Rekord E2 und Senator die neue Einheitsfront. Ab Herbst 1983 war der Monza GSE erhältlich, der wahlweise mit LCD-Anzeigen in der Instrumententafel und, schwarz eingefärbten statt verchromten Leisten und einem Sportfahrwerk geliefert werden konnte. Den GSE gab es nur mit dem 3-l-Motor. der ab Sommer 1985 auch mit Katalysator und 156 PS (115 kW) statt 180 PS (132 kW) bestellt werden konnte.
    1986–1993 Omega A Eine völlig neu entwickelte Fahrzeuggeneration mit damals modernster Technik, die mit dem Senator B eine gemeinsame Plattform hatte. Er war mit Vier- und Sechszylindermotoren als viertürige Stufenhecklimousine und fünftüriger Kombi (Caravan) lieferbar. Eine leichte Modellpflege folgte im Herbst 1990.
    1987–1993 Senator B Der ab Sommer 1987 gebaute Senator B basierte auf dem im Vorjahr eingeführten Omega A. Der Verkauf der zweiten Generation lief mit der Zeit jedoch immer schlechter, so dass sich Opel zur Einstellung der Reihe entschied. Ab Mitte 1993 wurde die obere Mittelklasse ausschließlich vom Omega besetzt.
    1994–2003 Omega B Innen und außen war die zweite Generation größer als der Vorgänger. Der Omega B war mit neuen Motoren, Airbags sowie Dieselmotoren lieferbar. Trotz zunächst erfolgreicher Anfangsphase und einer umfangreicheren Überarbeitung im Sommer 1999 führten längere Qualitätsprobleme, Marketingfehler und die zu lange Laufzeit zu immer schlechterem Absatz. Die Produktion wurde daher Mitte 2003 ersatzlos eingestellt.

    Oberklasse

    1948–1953 Kapitän '48 Der erste Kapitän nach dem Krieg war ein fast unverändertes Vorkriegsmodell von 1938. Im Frühjahr 1951 gab es einige Retuschen, zum Beispiel einen neuen Kühlergrill.
    1953–1955 Kapitän '54 Erste Nachkriegskonstruktion von Opel (gemeinsam mit dem Olympia Rekord), mit Pontonform und „Haifischmaul“-Kühlergrill im amerikanischen Stil.
    1955–1958 Kapitän '56/’57 Im Prinzip ein modifizierter Kapitän ’54, jedoch mit mehr Ausstattung, stärkerem Motor, neuem Kühlergrill aus senkrechten Gitterstäben und angedeuteten Heckflossen.
    1958–1959 Kapitän P 2,5 Im Traumwagenstil mit Panoramascheiben. Er wird wegen der Form der Heckleuchten auch als „Schlüssellochkapitän“ bezeichnet.
    1959–1963 Kapitän P 2,6 Der im Sommer 1959 eingeführte Kapitän P 2,6 wurde analog zum Rekord P2 überarbeitet. Die neue Karosserie hatte eine flachere, gestreckte Linienführung mit einer noch größeren Panoramafrontscheibe. Die beim Vorgänger kritisierte heruntergezogene hintere Dachlinie wurde geändert, um das Einsteigen hinten zu erleichtern.
    1964–1968 Kapitän/Admiral/Diplomat A
    (KAD A)
    Neuentwicklung in betont sachlich-imposantem Stil mit großem hinterem Überhang. Die „großen Drei“ waren äußerlich und technisch nahezu gleich, unterschieden sich aber in der Ausstattung und den Motoren. Den Diplomat A gab es auch von Anfang 1965 bis Mitte 1967 als Coupé, von dem allerdings nur 347 Exemplare bei Karmann gefertigt wurden.
    1969–1977 Kapitän/Admiral/Diplomat B
    (KAD B)
    Die Karosserie der im März 1969 präsentierten KAD B-Reihe war noch wuchtiger. Kapitän und Admiral hatten Breitbandscheinwerfer seitlich am Kühlergrill. Der Diplomat unterschied sich von den beiden anderen Modellen äußerlich durch die, ähnlich wie bei den größeren Mercedes-Benz-Modellen, etwas vorstehenden Scheinwerfer, hier mit annähernd quadratischen Streuscheiben. Er war ab 1973 auch als V8-Langversion lieferbar. Diese Baureihe war aber trotz aufwendiger Technik kaum gefragt. Der Kapitän wurde nur bis Frühjahr 1970 produziert, der Admiral bis Mitte 1976. Als letzter Opel der Oberklasse wurde der Diplomat im Sommer 1977 eingestellt.

    Sportwagen

    1968–1973
    103.463
    GT Zweisitziges Coupé auf der Bodengruppe des Kadett B. Besonderes Merkmal: Klappscheinwerfer.
    1971–1974
    127
    Intermeccanica Indra Cabrio und Coupé auf Basis des Diplomat V8.[114]
    2000–2005
    7.207[115]
    Speedster Sportwagen auf der Basis der Lotus Elise S2, bei Lotus hergestellt.
    2007–2009
    7.519
    GT Wiederbelebung des Namens Opel GT nach 34 Jahren, diesmal als zweisitziger Roadster auf Basis der Kappa-Plattform von GM und baugleich mit dem Saturn Sky.

    Microvan

    2000–2007 Agila A Der mit Opel-Motoren im Opel-Werk Gliwice (Gleiwitz, Polen) produzierte Agila A ist baugleich mit dem Suzuki Wagon R+.
    2007–2014 Agila B Das zweite Agila-Modell hat Motoren von Suzuki oder Opel/Fiat und wurde als Schwestermodell des Suzuki Splash bei Magyar Suzuki in Esztergom (Ungarn) hergestellt.

    Minivan

    2003–2009 Meriva A Im Gegensatz zum größeren Zafira basiert der Meriva auf dem Corsa C und bietet maximal fünf Sitzplätze. Anfang 2006 gab es leichte Design-Änderungen und einen stärkeren Motor mit 180 PS (Meriva OPC).
    2010–2017 Meriva B Weiterentwicklung des Meriva A mit den sogenannten Flex doors die gegenläufig öffnen. Erstmals in dieser Klasse gibt es technisch hochwertige Innovationen, wie das Halogenkurven- und -abbiegelicht, rückenschonende Sitze mit AGR-Gütesiegel, Radio 900 Europa-Navi und dem vollintegrierten FlexFix-Fahrradträgersystem.
    seit 2017 Crossland Es erfolgte eine Umbenennung zur Eingliederung in die Crossoverfamilie (Mokka X, Grandland X). Das Fahrzeug teilt sich die Plattform mit dem Citroën C3 Aircross der zweiten Generation aus dem PSA-Konzern.

    Hochdachkombi

    1986–1993 Combo A Ein Hochdachkombi auf Basis des Kadett E, der zudem der erste von Opel war. Der erste Combo war nur als Kastenwagen erhältlich.
    1993–2001 Combo B Die zweite Generation des Hochdachkombis basierte nun auf dem Corsa B und nicht mehr auf dem Kadett E. Erst seit Herbst 1993 führt Opel den Combo als eigenständiges Modell.
    2001–2011 Combo C Eine von Sommer 2001 bis Anfang 2011 hergestellte Hochdachvariante des Corsa C. Ab 2007 lief er in Saragossa (Spanien) vom Band, davor lag die Produktionsstätte in Azambuja (Portugal).
    2011–2018 Combo D Ein weiterer Hochdachkombi von Opel, allerdings auf der Plattform des Anfang 2010 eingeführten Fiat Doblò II. Seit Ende 2011 wird er in Bursa/Türkei produziert.
    seit 2018 Combo Life (Combo E) Die fünfte Generation des Combo baut nun auf der EMP2-Plattform des PSA-Konzerns auf. Das Fahrzeug basiert auf dem Citroën Berlingo und dem Peugeot Rifter.

    Kompaktvan

    1999–2005 Zafira A Der Zafira A basiert auf dem Astra G, hat aber eine veränderte Karosserie mit verkürzter Motorhaube und sieben variabel konfigurierbaren Sitzplätzen. Er erhielt Anfang 2003 kleine Design-Änderungen, und er war ebenso als sportliche OPC-Variante mit 192 PS erhältlich.
    2005–2014 Zafira B Die zweite Generation auf der Plattform des Astra H bekam neue Dieselmotoren von 100 bis 150 PS (1,9 Liter) mit Common-Rail-Einspritzung. Anfang 2008 folgten kleinere Änderungen an der Karosserie und veränderte Motoren.
    2011–2019 Zafira Tourer C Die dritte Generation mit neuem Zusatznamen hat die Bodengruppe des Astra J und ist das erste Modell von Opel mit radargestützer Abstandsregelung. Der Vorgänger blieb noch bis Ende 2014 unter dem Namen Zafira „Family“ im Programm.

    Van

    1996–1999 Sintra Erster Opel-Van auf Basis der GM-Fahrzeuge Chevrolet Venture und Pontiac TransSport. Nach der Veröffentlichung sehr schlechter Crashtest- und Bremsversuche ging der ohnehin mäßige Verkaufserfolg weiter zurück. Das Modell wurde bereits im Frühjahr 1999 wieder vom Markt genommen.

    Kleinbusse

    1973–1986 Bedford Blitz Der Kleinbus wurde von Bedford übernommen und von Vauxhall gebaut. Der Bedford Blitz war in Deutschland aber nur wenig erfolgreich.
    1997–2000 Arena Erster Kleinbus nach elf Jahren seit dem Ende des Bedford Blitz. Allerdings war dieser baugleich mit dem bereits seit 1980 erhältlichen Renault Trafic
    2001–2014, 2014–2019 Vivaro Combi/Tour/Life Moderneres Modell, das in Zusammenarbeit mit Renault-Nissan entstand und baugleich mit Renault Trafic und Nissan Primastar bzw. Nissan NV300 sowie ab 2016 Fiat Talento ist. Die zweite Generation wurde im Sommer 2014 eingeführt.
    seit 2019 Zafira Life Ein Großraum-Van, der auf der PSA-Plattform EMP2 aufbaut. Die Basis für den Zafira Life bieten Peugeot Traveller, Citroën Spacetourer sowie Toyota Proace Verso. Gebaut wird er bei Vauxhall in Luton.

    Geländewagen

    1991–1998 Frontera A Erster Geländewagen der Marke Opel, produziert in Großbritannien von IBC Vehicles, vormals Bedford. Wie der Monterey wurde er nach einer Lizenz von Isuzu gebaut. Die Motoren kamen (zumindest anfangs) vom Omega A. Karosserieversionen: drei- (Sport) sowie fünftüriges Steilheck und ein Cabrio mit Stoffdach.
    1998–2004 Frontera B Im Herbst 1998 erschien der Opel Frontera B. Das Fahrzeug war, wie sein Vorgänger (Frontera A), mit drei Türen und kurzem Radstand (Frontera Sport) oder fünf Türen und langem Radstand (Frontera) erhältlich. Anfang 2004 wurde die Produktion in Großbritannien eingestellt.
    1992–1999 Monterey Der Opel Monterey wurde von 1992 bis 1999 gebaut und teilte seine Form mit dem Isuzu Trooper. Wie auch der Frontera wurde er als dreitürige RS-Version und als fünftürige Langversion angeboten. Er erhielt im Frühjahr 1998 ein Facelift, bei dem die Front etwas freundlicher und runder gestaltet und die Motorenpalette etwas überarbeitet wurde. Opel stellte den Import des Monterey im Frühjahr 1999 ein. Ab Januar 2000 übernahm Isuzu wieder selbst den Vertrieb in Deutschland.

    Sport Utility Vehicle

    2006–2015 Antara Der Antara kam im Herbst 2006 auf den Markt und ist der indirekte Nachfolger des Frontera. Die Leistungsspanne reicht vom zwei Liter großen Diesel mit 120 PS bis hin zum 3,2-l-V6-Ottomotor mit 227 PS. Das Fahrzeug wurde bei GM Daewoo in Südkorea und ab Ende 2008 auch im neuen GM-Werk Schuschary in einem Vorort von Sankt Petersburg (Russland) gebaut. Im Frühjahr 2015 lief seine Produktion aus.
    2012–2019 Mokka / Mokka X Im Herbst 2012 erschien mit dem Mokka ein weiterer SUV von Opel auf der Plattform des Corsa D. Er wird mit zwei Otto- (85 und 103 kW) sowie zwei Dieselmotoren (96 und 100 kW) angeboten. Gebaut wird er in Incheon (Südkorea) und in Saragossa. Mit dem Facelift im Frühjahr 2016 wurde die Bezeichnung auf Mokka X geändert. Das Motorangebot wurde um einen direkteinspritzenden Ottomotor mit 112 kW ergänzt. Äußerlich kam es zu optischen Änderungen.
    seit 2017 Grandland Auf der IAA 2017 präsentierte Opel mit dem Grandland X einen SUV auf Basis des Peugeot 3008. Seit Oktober 2017 wird das Fahrzeug verkauft. Ab Sommer 2019 wird es den Grandland X auch als Plug-in-Hybrid geben, mit den Plug-in-Hybrid gibt es dank elektrische Hinterachse auch Allrad. Mit dem Facelift im Jahr 2021 entfiel das „X“ in der Modellbezeichnung.
    seit 2021 Mokka B Die zweite Generation des Mokka wurde im Juni 2020 vorgestellt. Sie basiert nun auf der Common Modular Platform (CMP) des PSA-Konzerns. Mit dem Mokka-e steht auch eine batterieelektrisch angetriebene Version zur Auswahl.

    Nutzfahrzeuge

    1932–1954 Blitz Der Blitz der ersten Generation kam in zahlreichen Varianten auf den Markt. Das 1935 neu gebaute Opelwerk Brandenburg produzierte den 3-Tonner vorwiegend für die Wehrmacht. Von 1944 bis 1949 wurde der Typ als Lizenzbau im Werk Mannheim von Daimler-Benz hergestellt.
    1951–1960 Blitz Der Blitz der zweiten Generation hatte eine Nutzlast von 1,75 Tonnen.
    1960–1965 Blitz Der Blitz der dritten Generation hatte eine Nutzlast von 1,9 Tonnen.
    1966–1975 Blitz Die letzte Blitz-Baureihe mit Nutzlasten von 1,7 bis 2,4 Tonnen.
    1973–1987 Bedford Blitz Der Kleintransporter wurde von Vauxhall übernommen und bei Bedford gebaut. Der Bedford Blitz war in Deutschland aber nur wenig erfolgreich und die Produktion wurde Anfang 1987 eingestellt.
    1986–1993 Combo A Der erste Combo entstand auf Basis des Kadett E. Er war zudem der erste Hochdachkombi von Opel.
    1991–2001 Campo Der Campo war ein Pick-up, der sich seine Plattform mit dem Isuzu Faster TF teilte.
    1993–2001 Combo B Der Nachfolger des Kadett Combo, wobei dieser auf Basis des Corsa B entstand. Seit Herbst 1993 wird der Combo als eigene Modellreihe geführt.
    1997–2000 Arena Renault Trafic mit geringen Modifikationen
    1998–2009 Movano A Wurde von Renault entwickelt und mit dem Renault Master und Nissan Interstar seit 2002 gebaut.
    2001–2011 Combo C Ein Kastenwagen auf Basis des Corsa C, der bis 2007 im Opel-Werk Azambuja (Portugal) gefertigt wurde, aber seitdem in Saragossa (Spanien) vom Band lief.
    2001–2014, 2014–2019 Vivaro A / B Ein Kleintransporter, der in Kooperation mit Renault-Nissan entstand und nahezu baugleich mit Renault Trafic und Nissan Primastar ist. Im Sommer 2014 wurde die zweite Generation eingeführt.
    2010–2021 Movano B / Movano Cargo Mittelgroßer Transporter, der wie der Vorgänger aus einer Kooperation mit Renault-Nissan entstand. 2019 bekam er ein Facelift; seitdem wurde er als Movano Cargo angeboten.
    2011–2018 Combo D Ein Kastenwagen auf Basis des Fiat Doblò II, der seit Herbst 2011 im Tofaş-Werk Bursa (Türkei) gefertigt wird.
    seit 2018 Combo Cargo (Combo E) Ein Kastenwagen auf Basis des Peugeot Partner und Citroën Berlingo.
    seit 2019 Vivaro C Ein Kleintransporter auf Basis vom Peugeot Expert, Citroën Jumpy und Toyota Proace. Den Vivaro C gibt es als Kastenwagen, Doppelkabine und auch als Kombi. Kastenwagen und Doppelkabine werden als Vivaro Cargo angeboten. Er wird wie sein Vorgänger im Vauxhall-Stammwerk in Luton (England) angefertigt.
    seit 2021 Movano C Im Mai 2021 präsentierte Opel einen neuen Movano. Er entsteht zukünftig im Stellantis-Konzern auf Basis des Fiat Ducato.

    Historische Modelle (Auswahl)

    1899–1901 Patentmotorwagen „System Lutzmann“ Das erste Opel-Automobil wurde in Zusammenarbeit mit Friedrich Lutzmann entwickelt.
    1909 4/8 PS „Doktorwagen“ Der erste Opel-Pkw, der für eine breitere Masse zugänglich war. Der Spitzname „Doktorwagen“ kam durch das häufige Erscheinen des Autos bei ärztlichen Hausbesuchen.
    1911–1920 5/12 PS „Puppchen“ In vier Bauserien hergestellter Kleinwagen
    1914 12,3-Liter-Rennwagen
    „Grünes Monster“
    4 Zylinder, 260 PS, 228 km/h, Gewicht 2.000 kg
    1922–1924 10/30 PS /
    10/35 PS
    Der sechssitzige Oberklassewagen hatte einen Vierzylindermotor mit 30 oder 35 PS.
    1924–1931 4/12 PS „Laubfrosch“ Das erste in Deutschland am Fließband gebaute Automobil, Kopie des Citroën Typ C.
    1928 RAK1 Das erste Raketenauto der Welt, präsentiert am 11. April 1928 auf der Opel-Rennbahn in Rüsselheim.
    1928 RAK2 Das Nachfolger-Raketenauto für die Rekordfahrt am 23. Mai 1928 auf der Berliner AVUS.
    1929 Regent Nach der Übernahme Opels von General Motors mussten 1929 alle 25 verkauften Exemplare zurückgekauft und verschrottet werden.
    1931–1933 1,2 Liter /
    1,8 Liter
    Der erste gemeinsam von Opel und General Motors entwickelte Wagen hatte Starrachsen vorn und hinten sowie seilzugbetätigte Trommelbremsen.
    1934–1935 1,3 Liter /
    6
    Der gemeinsam von Opel und General Motors entwickelte Wagen hatte Dubonnet-Federung vorn, Starrachse hinten und hydraulisch betätigte Trommelbremsen.
    1935–1937 P4 Der für vier Personen vorgesehene P4 galt im Deutschen Reich als erstes „Volksauto“. Dank seiner recht großen Bodenfreiheit bewährte er sich auch für Fahrten abseits befestigter Wege.
    1935–1953 Olympia Der erste deutsche Pkw mit selbsttragender Karosserie. Sein Nachfolger wurde im Frühjahr 1953 der Olympia Rekord in Pontonform.
    1936–1940 Kadett Der erste Kadett war ein großer Erfolg: über 107.000 Stück wurden gebaut. Nach dem Krieg gingen die Fertigungsanlagen als Reparationsleistung in die Sowjetunion, dort wurde er bis 1955 als Moskwitsch-400 produziert.
    1937–1938 Super 6 Vorgänger des Kapitän. Sein 2,5-l-Motor leistete 55 PS.
    1937–1939 Admiral Der Admiral mit 3,6 l-Motor war das Opel-Spitzenmodell über dem gleichzeitig präsentierten Super 6.

    Konzeptfahrzeuge von Opel

    siehe Konzeptfahrzeuge von Opel

    GM/Opel-Modelle am internationalen Markt

    Zwar werden in vielen Ländern, vor allem in Europa, dieselben Opel-Modelle wie in Deutschland vertrieben, doch gibt es auch einige Ausnahmen. In Südamerika verkauft General Motors Opel-Modelle unter dem Markennamen Chevrolet, doch auch unter der Bezeichnung Opel gab es einige nur im Ausland angebotene Modelle. Im Vereinigten Königreich werden Vauxhall baugleich mit Opel-Modellen hergestellt. Auch in Ländern Mittel- und Osteuropas[116] wird der Astra H noch angeboten, hier unter dem Namen Astra Classic III als Alternative zum neuen Astra J. Der Classic III ist mit Schräg- und Stufenheck, sowie als Caravan erhältlich. In Argentinien, Brasilien und Uruguay wurde ein überarbeiteter Astra G als Chevrolet Astra (mit Schräg- und Stufenheck) angeboten, in Chile und Mexiko der Astra H. Der in Russland vertriebene Chevrolet Viva ist ein viertüriger Astra G (wird seit März 2008 nicht mehr produziert).

    In Argentinien, Brasilien, Indonesien, auf den Philippinen und in Uruguay wurde der Zafira unter dem Chevrolet-Logo vertrieben. In Chile und Mexiko war der Zafira B als Chevrolet zu haben. Auch Vectra und Meriva wurden in Südamerika als Chevrolet verkauft. In vielen Ländern Südamerikas existiert eine Pick-up-Variante des Corsa C, die in Südafrika als Corsa Utility, in Brasilien, Uruguay und Venezuela als Chevrolet Montana angeboten wurde. In Japan trägt der Corsa den Namen Opel Vita, da es dort bereits einen Toyota mit der Bezeichnung Corsa gibt.

    In Südafrika w​ar der Corsa B i​n der Version v​or dem Facelift (1997) u​nter der Bezeichnung Corsa Lite a​ls Alternative z​um Corsa C i​m Programm. In Indien w​urde die Corsa-B-Version n​ach dem Facelift a​ls Corsa Sail vertrieben. Hier existiert a​uch eine Stufenheck- (Corsa Joy) u​nd eine Caravan-Version (Corsa Swing). Näheres z​u den a​ls Chevrolet angebotenen Corsa-Versionen i​st im Artikel z​um Opel Corsa z​u finden.

    Der in den USA und Kanada angebotene Saturn Aura basiert auf dem Vectra C. In den Jahren 2007–2009 wurde auch eine abgewandelte Version des Astra H als Saturn Astra in Nordamerika angeboten. In Australien und Neuseeland waren der Astra und der Combo als Holden erhältlich. In Nordamerika und China verkauft General Motors Opel-Modelle als Buick, wobei die Unterschiede minimal sind und sich nur im Design widerspiegeln. Der aktuelle Buick Regal basiert auf dem Opel Insignia. Die Hauptunterschiede sind der modifizierte Buick-Grill im Wasserfall Design und die veränderte Farbe der Fahrgastraumbeleuchtung (Blau statt Rot). Der Regal GS ist vergleichbar mit dem Insignia OPC.

    In Indonesien sieht man auch häufig den Chevrolet Blazer als Opel Blazer, und der Astra F Caravan wurde dort als Opel Optima verkauft, da es bereits in der Automobilbranche ein dem Staat nahestehendes Unternehmen Astra International gibt, die als der größte Automobilimporteur Indonesiens gilt, unter anderem für Honda und Toyota. Ab 2015 wurde der Name Opel nicht mehr auf dem russischen Markt vertrieben. Nachdem die Groupe PSA im Jahr 2017 Opel übernommen hat, entschied sich Opel bzw. PSA ab 2019 nach Russland zurückkehren. Die ersten drei die nach Russland zurückkehren werden sind: Vivaro C, Zafira Life und Grandland X.

    Literatur

    • Hans-Jürgen Schneider: Autos und Technik: 125 Jahre Opel. Verlag Schneider + Repschläger, Weilerswist 1987, DNB 880894733, 472 S., zahlreiche Illustrationen.
    • Peter Schirmbeck (Hrsg.): Morgen kommst Du nach Amerika. Erinnerungen an die Arbeit bei Opel 1917–1987. Verlag J. H. W. Dietz Nachf., Berlin 1988, ISBN 3-8012-0128-7.
    • Eckhart Bartels: Opel, Fahrzeug-Chronik von 1887 bis 2000. (Fahrräder, Motorräder, Personenwagen und Lastwagen), Podszun-Verlag, Brilon 2000, ISBN 3-86133-146-2.
    • Wolfgang Schmarbeck, Bodo Fischer: Alle Opel Automobile seit 1899. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-613-01478-5.
    • Opel seit 1899. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-613-02804-3.
    • Alexander Franc Storz: Typenkompass – Opel Personenwagen seit 1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02930-9.
    • Eckhart Bartels, Rainer Manthey: Typenkunde – Opel Klein- und Mittelklassewagen ab 1962. Band 1, Delius Klasing, 2005, ISBN 3-7688-1637-0.
    • Eckhart Bartels, Rainer Manthey: Typenkunde – Opel Mittel- und Oberklasse ab 1947. Band 2, Delius Klasing, 2006, ISBN 3-7688-1726-1.
    • Eckhart Bartels: Opel Militärfahrzeuge von 1906–1956. Nebel-Verlag, 2002, ISBN 3-89555-860-5.
    • Jürgen Nöll: Im Schatten des Automobils – Opel-Motorräder aus drei Jahrzehnten. Heel-Verlag, Königswinter 2001, ISBN 3-89880-012-1 (Bildband über die Jahre 1900 bis 1930)
    • Henry Ashby Turner: General Motors und die Nazis. Das Ringen um Opel. Econ Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-430-19206-4.
    • Karl E. Ludvigsen: Opel – Räder für die Welt. Automobile Quarterly Publications, Princeton 1983, ISBN 0-915038-17-X.
    • Frank O. Hrachowy: Opel – Chronik eines Kampfes: Die Geschichte der Automarke seit 1970. Edition Technikgeschichte, 2014, ISBN 978-3-9816711-0-0
    • Stephan Jegielka: Der Opelstreik 1936 und der Ausbau des Werkschutzes als betriebliches Terrororgan. Rundbrief 2 BAG Antifaschismus, 2015, ISSN 1864-3833
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    Commons: Opel Fahrräder – Sammlung von Bildern
     Wikinews: Portal:Opel – in den Nachrichten

    Einzelnachweise

    1. opel.de: Geschäftsführung und Aufsichtsrat
    2. Opel Automobile GmbH: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019. In: bundesanzeiger.de. Abgerufen am 28. Oktober 2021.
    3. Bochumer Opel-Werk schließt 2014. Abgerufen am 23. Januar 2014.
    4. Automobilwoche Nr. 7 vom 22. März 2021, S. 3.
    5. Informationen zu Opel. AutoScout24, abgerufen am 15. November 2011.
    6. Werbeinserat von der Opel & Beyschlag GmbH, Allgemeine Automobil-Zeitung, Wien, 15. Juni 1923, Österreichische Nationalbibliothek.
    7. Automobilpioniere: Vor 75 Jahren starb Friedrich Lutzmann. Prova, 9. Mai 2005, abgerufen am 15. November 2011.
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    9. Salon de Bruxelles 1912, limousine Opel 24/30 HP (Bibliothèque Nationale de France)
    10. Dokument vom 29. August 1916, Gallica
    11. „Die leichten Opel-Motorräder sind eingetroffen“, Inserat von Opel & Beyschlag vom 23. Juli 1922, Wien, Allgemeine Automobil-Zeitung, Österreichische Nationalbibliothek.
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    13. Die Geschichte des deutschen Lkw-Baus. Band 1, S. 142, 144 + Band 2, S. 141/142. Weltbild-Verlag, 1994, ISBN 3-89350-811-2.
    14. Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, auf 1 Mio. Euro gerundet und gilt für den zurückliegenden Januar
    15. Opel-Modelle 1928 von Opel & Beyschlag, Wien (Inserat in der Allgemeinen Automobil-Zeitung – Österreichische Nationalbibliothek)
    16. Der Opel „Regent“ 1932 (Artikel in der Allgemeinen Automobil-Zeitung – Österreichische Nationalbibliothek)
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    19. Die Zeit Nr. 8 (21. Februar 1964): Der große Sprung nach vorn
    20. Stephan Jegielka: Opelstreik 1936 und der Ausbau des Werkschutzes als betriebliches Terrororgan. (Memento vom 31. Dezember 2015 im Internet Archive) In: Rundbrief 2 BAG Antifaschismus. Berlin 2015, S. 28–33.
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    46. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/opel1192.html
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    86. Opel baut Giga-Factory in der Pfalz – Experte ist skeptisch; Der Autobauer errichtet in Kaiserslautern eine der größten Batteriezellfabriken Europas. Doch ein Scheitern scheint nicht ausgeschlossen.
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    92. Pressemitteilung Nr. 02/2021 – Fahrzeugzulassungen im Dezember 2020 – Jahresbilanz. Kraftfahrt-Bundesamt, abgerufen am 16. Januar 2021.
    93. Pressemitteilung Nr. 01/2020 – Fahrzeugzulassungen im Dezember 2019 – Jahresbilanz. Kraftfahrt-Bundesamt, abgerufen am 16. Januar 2021.
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    95. Neuzulassungen von Personenkraftwagen im Dezember 2017 nach Marken. Kraftfahrt-Bundesamt, abgerufen am 1. Februar 2018.
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    99. Neuzulassungen von Personenkraftwagen 2000 bis 2009 nach Herkunftsländern und Marken. (PDF) In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 18, Jahr 2009. Kraftfahrt-Bundesamt, Juni 2010, S. 5, abgerufen am 26. März 2015.
    100. Terportensanhang. (PDF) Abgerufen am 19. November 2018.
    101. Der Stern. Heft 21/2009, S. 54.
    102. auto motor und sport. S. 102, Heft 8, 1970, Vereinigte Motorverlage GmbH, Stuttgart
    103. Bernd Tuchen: Opel der Zuverlässige, Drei Jahrzehnte Opel-Werbung. Heel Verlag, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-426-7, S. 11.
    104. Hans Christoph von Seherr-Thoss: Die deutsche Automobilindustrie. Eine Dokumentation von 1886 bis heute. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1974, ISBN 3-421-02284-4, S. 328.
    105. Neues Logo verkörpert neues Selbstbewusstsein der Marke. (Nicht mehr online verfügbar.) Adam Opel GmbH, 20. Mai 2008, archiviert vom Original am 1. Januar 2009; abgerufen am 16. Dezember 2008.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www1.opel.de
    106. „Die Zukunft gehört allen“: Opel präsentiert neues Markenversprechen, neues Logo und neue Insignia-Kampagne mit Botschafter Klopp auf media.opel.de
    107. Opel-News-Artikel (Memento vom 8. Dezember 2008 im Internet Archive)
    108. https://www.youtube.com/watch?v=PQEBN-ENitU Tigra-Werbespot 1995
    109. HSN-Liste bei AutoAmpel.de
    110. Kraftfahrt-Bundesamt, Verzeichnis der Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern (PDF)
    111. auto motor und sport über den Opel Adam. Aufgerufen am 8. Mai 2012.
    112. http://www.autobild.de/artikel/opel-junior-2013-erlkoenig-1884531.html
    113. Stefan Grundhoff; Florian Maier: Opel Adam: Evas Traumwagen. Neuvorstellung Opel Adam. (Nicht mehr online verfügbar.) Motorvision.de, 11. Juli 2012, ehemals im Original; abgerufen am 11. Juli 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.motorvision.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
    114. Opel-Oldies: Geschichten aus Chrom und Blech (Fotoserie)
    115. Lotus116.de History
    116. Länder, in denen der Astra H als Astra Classic III angeboten wird: Bulgarien, Dänemark, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Türkei (Stand: März 2011)

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