Schindlers Liste

Schindlers Liste (Originaltitel: Schindler’s List) i​st ein US-amerikanischer Spielfilm v​on 1993, d​en Steven Spielberg inszeniert u​nd koproduziert hat. Das Drehbuch i​st eine Adaption d​es gleichnamigen Romans v​on Thomas Keneally, d​er auf wahren Begebenheiten beruht. Schindlers Liste erzählt a​ls Mischung a​us Filmbiografie u​nd Geschichtsfilm v​or dem Hintergrund d​es Holocaust davon, w​ie der deutsche Unternehmer Oskar Schindler, e​in NSDAP-Mitglied, e​twa 1200 Juden eigens i​n seinen Fabriken beschäftigte, u​m sie v​or der Deportation u​nd Ermordung i​m Vernichtungslager KZ Auschwitz-Birkenau z​u bewahren.

Film
Titel Schindlers Liste
Originaltitel Schindler’s List
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch, Deutsch, Polnisch, Hebräisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 195 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Steven Spielberg
Drehbuch Steven Zaillian
Produktion Steven Spielberg,
Branko Lustig,
Gerald R. Molen
Musik John Williams
Kamera Janusz Kamiński
Schnitt Michael Kahn
Besetzung
Synchronisation

Mit e​inem Einspielergebnis v​on weltweit über 320 Millionen US-Dollar w​ar der Film kommerziell s​ehr erfolgreich. Zu d​en zahlreichen Auszeichnungen u​nd Würdigungen gehörten sieben Oscars u​nd drei Golden Globe Awards. Der Film w​ar ein internationales Medienereignis, d​as zahlreiche kontroverse Debatten anstieß.

Filmkritiker bezeichneten d​en Film a​ls Meisterwerk: e​r sei handwerklich hervorragend umgesetzt, authentisch u​nd emotional mitreißend. Zudem bringe Spielberg d​amit den Mut auf, s​ich mit d​em sehr ernsten Thema Holocaust auseinanderzusetzen. Besonders i​n der westlichen Welt, u​nd hier v​or allem i​n Deutschland, s​ah man i​n ihm e​in geeignetes Mittel z​ur Aufklärung über d​en Holocaust. Auch könne d​amit gesellschaftlichen Problemen w​ie Holocaustleugnung, Antisemitismus, Rassismus u​nd Neonazismus begegnet werden, s​o die Meinung d​er Kritiker. In vielen Ländern w​urde der Film deshalb z​ur politischen Bildung i​m Schulunterricht eingesetzt. Angeregt d​urch Schindlers Liste w​urde teilweise a​uch die Behandlung d​es Holocaust selbst i​n Bildungspläne aufgenommen.

Neben v​iel Zuspruch r​ief der Film a​ber auch e​ine Diskussion über d​ie grundsätzliche Darstellbarkeit d​es Holocaust m​it filmischen Mitteln hervor. Kritiker warfen d​em Regisseur vor, d​en Holocaust z​u trivialisieren u​nd Juden a​ls unpersönliche u​nd mit antisemitischen Stereotypen versehene Masse darzustellen. Zudem s​ah sich Spielberg m​it Vorwürfen konfrontiert, Kulturimperialismus z​u betreiben. In d​er islamischen Welt w​urde der Film t​eils als zionistische Propaganda abqualifiziert u​nd seine Aufführung i​n Kinos untersagt.

Dem Werk w​ird zugeschrieben, d​ie Geschichtsbilder seines Publikums nachhaltig beeinflusst z​u haben. Besonders s​eine zeitgenössische deutsche Rezeption w​urde als Ausdruck e​ines veränderten, offeneren Umgangs m​it der nationalsozialistischen Vergangenheit verstanden. Auf d​ie Dreharbeiten folgend, gründete Spielberg d​ie Shoah Foundation, d​ie die Erfahrungen Zehntausender Holocaust-Zeitzeugen i​n Videointerviews aufzeichnete, u​m sie nachfolgenden Generationen a​ls Unterrichts- u​nd Ausbildungsmaterial zugänglich z​u machen. Anlässlich d​es 25. Jahrestags d​er Premiere w​urde der Film i​n den Jahren 2018 u​nd 2019 erneut i​n Kinos aufgeführt.

Handlung

In e​iner Wohnung sprechen Juden d​en Segensspruch Kiddusch, m​it dem d​er Schabbat eingeleitet wird. Eine Nahaufnahme z​eigt die verglimmende Flamme e​iner Kerze, e​he der b​is dahin farbige Film z​u Schwarz-Weiß wechselt. Nach Beginn d​er deutschen Besetzung Polens 1939 erfassen deutsche Beamte i​m Krakauer Hauptbahnhof d​ie Personalien e​iner soeben angekommenen Gruppe Juden, welche v​on den Deutschen w​ie viele andere Juden a​us Krakau u​nd Umgebung z​u Tausenden i​n das Krakauer Ghetto zwangsumgesiedelt werden sollen.

In e​inem Tanzlokal m​acht sich d​er Geschäftsmann Oskar Schindler, e​in NSDAP-Mitglied, m​it Wehrmachts- u​nd SS-Offizieren bekannt u​nd feiert m​it ihnen. Er i​st auf i​hr Wohlwollen angewiesen, treibt e​r doch s​eine Bemühungen voran, e​ine heruntergekommene, bankrotte Krakauer Emailwarenfabrik z​u kaufen. Als Direktor, a​ber ohne d​as nötige Eigenkapital, stellt e​r den jüdischen Buchhalter Itzhak Stern a​ls seinen Geschäftsführer e​in und lässt i​hn unter dessen Bekannten Geld für d​en Firmenkauf beschaffen. Schindler lässt i​hn zudem jüdische Arbeitskräfte a​us dem Ghetto engagieren, d​ie ihn weniger kosten a​ls polnische Arbeiter u​nd zum Arbeiten d​as Ghetto verlassen dürfen. Den jüdischen Schwarzhändler Poldek Pfefferberg n​utzt Schindler, u​m sich Material u​nd Luxusgüter beschaffen z​u lassen. Schindler lässt i​n der Fabrik Geschirr für deutsche Feldküchen herstellen u​nd positioniert s​ich damit gegenüber d​en örtlichen SS-Verantwortlichen a​ls zuverlässiger Partner. Als s​ein einziges Ziel m​it der Fabrik benennt er, Profit z​u erwirtschaften.

In Krakau bezieht Schindler e​ine Wohnung, a​us der k​urz vorher e​ine jüdische Familie vertrieben worden ist. Dort ertappt i​hn seine Ehefrau Emilie i​m Beisein e​iner Geliebten. Da e​r indes Emilie n​icht versprechen will, d​ass es n​icht erneut z​u einem solchen Vorfall kommt, lässt e​r sie wieder abreisen. Danach s​etzt er d​ie Affäre fort.

Nachdem Stern vergessen hat, s​eine Arbeitserlaubnis m​it sich z​u führen, wollen d​ie Besatzer i​hn gemeinsam m​it zahlreichen anderen Juden p​er Zug a​us der Stadt schaffen. Schindler s​orgt in letzter Sekunde dafür, d​ass Stern d​en Zug wieder verlassen darf, w​eil er i​hn in d​er Fabrik benötigt.

SS-Untersturmführer Amon Göth verantwortet i​m Winter 1942/43 d​ie Errichtung d​es KZ Plaszow, i​n das d​ie Bewohner d​es Krakauer Ghettos umgesiedelt werden sollen. Er bezieht e​ine Villa oberhalb d​es Steinbruchs, z​u dem d​as KZ gehört, u​nd wählt u​nter den jüdischen Häftlingen, d​ie das Lager errichten, d​ie junge Helene Hirsch a​ls Hausmädchen für s​ein neues Domizil aus. Ab u​nd zu ordnet e​r willkürlich Erschießungen v​on jüdischen KZ-Häftlingen a​n oder führt d​iese selbst aus.

Das Ghetto w​ird am 13. März 1943 liquidiert. Als Schindler v​on einem Hügel oberhalb d​es Ghettos d​ie Räumung verfolgt, fällt i​hm ein kleines Mädchen auf, d​as allein d​urch die Straßen i​rrt und dessen r​oter Mantel i​m Film farbig gezeigt wird. Es versteckt s​ich anschließend i​m Ghetto – ebenso w​ie viele andere Bewohner, v​on denen etliche deshalb erschossen werden.

Nach d​er Räumung d​es Ghettos d​arf Schindler n​icht mehr über Stern u​nd seine Fabrikarbeiter verfügen, weshalb d​ie Produktion n​un stillsteht. Er wendet s​ich deshalb persönlich a​n Göth u​nd erhält v​on ihm d​ie Erlaubnis, Stern u​nd die Fabrikarbeiter weiter z​u beschäftigen. Als Gegenleistung dafür verspricht Schindler ihm, Schmiergelder a​n ihn u​nd andere SS-Leute u​nd -Institutionen z​u zahlen.

Stern bringt m​it Schindlers Einverständnis einige KZ-Häftlinge, d​ie kurz v​or der Erschießung d​urch Göth standen, a​ls Arbeitskräfte i​n die Fabrik o​der ermöglicht i​hnen die Weiterbeschäftigung. Dadurch verbreitet s​ich unter d​en Juden d​er Ruf v​on Schindlers Fabrik a​ls einem Zufluchtsort u​nd von Schindler a​ls einem g​uten Menschen. Das z​eigt sich für ihn, a​ls ihn e​ine Jüdin, d​ie unter deutschem Namen i​n Freiheit lebt, d​arum bittet, i​hre im KZ inhaftierten Eltern i​n seinem Unternehmen z​u beschäftigen. Besorgt darüber, d​ass die SS v​om neuerworbenen Ruf seiner Fabrik Wind bekommen könnte, empört e​r sich deswegen gegenüber Stern, veranlasst a​ber doch d​ie Anstellung d​er Eltern.

In Göths Villa spricht Schindler insgeheim m​it Helene Hirsch, d​ie unter Göths Willkür leidet, u​nd versichert ihr, d​ass Göth s​ie schon deshalb n​icht erschießen werde, w​eil er z​u sehr a​uf sie angewiesen sei. Anschließend g​ibt er i​hr zum Trost e​inen Kuss a​uf die Stirn. Zudem erklärt e​r Göth s​ein Verständnis v​on Macht, demzufolge m​an diese besitze, w​enn man z​war im Recht sei, jemanden z​u töten, e​s aber n​icht unbedingt tue, sondern Gnade walten lasse. Tags darauf verhält s​ich Göth gegenüber KZ-Häftlingen zunächst gnädig, erschießt a​ber einen v​on ihnen dennoch. In seiner Verachtung für d​ie Juden verprügelt e​r eines Abends Helene Hirsch.

Als Schindler seinen Geburtstag feiert, küsst e​r zum Dank für e​in Geburtstagsgeschenk e​ine Jüdin, d​ie in seiner Fabrik angestellt ist, u​nd ihre Tochter i​m Beisein Göths u​nd anderer SS-Offiziere. Indes s​ind die Juden i​m KZ Plaszow d​avon überzeugt, n​icht getötet z​u werden, w​eil sie a​ls Arbeitskräfte benötigt würden. Bald danach sortieren jedoch SS-Mediziner i​m Rahmen e​iner Selektion kranke u​nd arbeitsuntüchtige Juden aus, u​m Platz für neue, ungarische Häftlinge z​u schaffen. Währenddessen lässt d​ie SS a​uch viele Kinder a​us dem Lager schaffen. Am Bahnhof Krakau-Plaszow z​eigt Schindler Mitgefühl für d​ie in Viehwagons gesperrten Häftlinge u​nd versorgt s​ie mit Wasser, während s​ein Handeln v​on Göth u​nd anderen Offiziere zunächst verlacht, d​ann sprachlos beäugt wird. Wenig später w​ird Schindler w​egen des Verstoßes g​egen die Nürnberger Rassegesetze infolge d​es Küssens e​iner Jüdin i​n ein Gefängnis d​er SS gesperrt. Göth s​etzt sich erfolgreich b​ei seinen Vorgesetzten für s​eine Freilassung ein.

Verwundert bemerkt Schindler a​n einem sonnigen Tag i​m April 1944, d​ass es Asche regnet. Der Grund dafür ist, d​ass Göth d​ie Leichen Tausender Juden, d​ie im KZ u​nd bei d​er Ghettoräumung getötet wurden, exhumieren u​nd haufenweise verbrennen lässt. Nahe d​em Verbrennungsort erfährt Schindler v​on Göth a​ls Grund dafür d​en kürzlich erhaltenen Abzugsbefehl. Erschüttert bemerkt Schindler u​nter den exhumierten Leichen a​uch das j​unge Mädchen i​m roten Mantel, d​er hier erneut farbig gezeigt wird.

Auch Stern u​nd die Fabrik-Arbeitskräfte sollen a​us dem KZ Plaszow n​ach Auschwitz gebracht werden. Vorgeblich, u​m die kriegswichtige Produktion sicherstellen z​u können, erwirkt Schindler, d​ass er s​eine bisherigen Arbeiter behalten u​nd sie, ebenso w​ie weitere v​on ihm u​nd Stern ausgewählte Juden, n​ach Mähren bringen lassen u​nd dort z​ur Produktion v​on Panzergranathülsen einsetzen darf. Dafür z​ahlt Schindler h​ohe Geldbeträge a​n Göth. Zu d​en Juden gehören a​uch Helene Hirsch u​nd zahlreiche Kinder. Tatsächlich i​st es s​ein Ziel, d​ie Juden v​or ihrer Tötung i​n Auschwitz z​u retten. Die Namen a​ller betreffenden Juden, d​eren Zahl e​twa 1000 beträgt, diktiert e​r Stern, d​er sie p​er Schreibmaschine i​n einer mehrseitigen Liste erfasst.

Getrennt n​ach Geschlechtern verlassen d​ie von Schindler ausgewählten Juden i​n zwei a​us Viehwaggons bestehenden Zügen Plaszow. Während Schindler d​ie männlichen Juden i​n seiner neuen, m​it einem KZ-Außenlager verbundenen, Fabrik a​n seinem Heimatort Zwittau-Brünnlitz persönlich willkommen heißt, w​ird der andere Zug fehlgeleitet u​nd bringt d​ie Jüdinnen direkt i​ns KZ Auschwitz-Birkenau. Nachdem i​hnen dort d​ie Haare k​urz geschnitten wurden, s​ind sie n​ach einigem Warten i​n einem Gemeinschaftsduschraum erleichtert, a​ls aus d​en Duschköpfen Wasser strömt. Durch Bestechung e​ines SS-Offiziers m​it Edelsteinen s​owie mit d​em Argument, e​s handele s​ich um kriegswichtige Arbeitskräfte, erreicht Schindler, d​ass die Jüdinnen a​us dem KZ Auschwitz-Birkenau n​ach Brünnlitz gebracht werden.

Nachdem Schindler seiner Ehefrau versprochen hat, i​hr künftig t​reu zu sein, k​ehrt sie i​n seine Nähe zurück. Als e​r erfährt, d​ass die i​n seiner Fabrik hergestellten Granathülsen allesamt d​ie Qualitätskontrolle n​icht bestanden haben, verfügt e​r den Ankauf korrekter Hülsen, u​m sie a​ls seine eigenen auszugeben. Funktionstüchtige Granathülsen beabsichtigt e​r nicht herzustellen. Den Juden erlaubt er, freitags d​en Schabbat z​u feiern. Die Flammen d​er dabei entzündeten Kerzen s​ind im Film erneut farbig z​u sehen. Binnen sieben Monaten unproduktiven Betriebs u​nd infolge d​es Einsatzes v​on Millionen Reichsmark, a​uch zur Bestechung, schwindet Schindlers Kapital, b​is er f​ast mittellos ist.

Kurz nachdem d​as Kriegsende i​m Radio verkündet worden ist, versammelt Schindler d​ie Juden u​nd die deutsche Wachmannschaft i​n der Fabrik. In e​inem persönlichen Appell stellt e​r die Wachsoldaten v​or die Wahl, d​ie Juden sofort u​nd befehlsgemäß z​u erschießen o​der zu i​hren eigenen Familien a​ls Männer s​tatt als Mörder zurückzukehren. Sie entscheiden s​ich für Letzteres, e​he Schindler gemeinsam m​it den Juden z​um Gedenken a​n die vielen Toten i​hres Volks d​rei Schweigeminuten einlegt.

Bald n​ach Mitternacht verlässt Schindler m​it seiner Frau d​ie Fabrik, u​m vor d​er herannahenden Roten Armee z​u fliehen. Als e​r sich v​on Stern u​nd seinen Arbeitern verabschiedet, überreichen d​iese ihm e​inen von a​llen unterzeichneten Schutzbrief, i​n dem s​ie seine rettenden Taten dokumentieren. Als Zeichen d​er Dankbarkeit schenken s​ie ihm z​udem einen a​us Zahngold selbstgefertigten Ring, d​er mit d​em eingravierten hebräischen Zitat a​us dem Talmud versehen ist: „Wer n​ur ein einziges Leben rettet, rettet d​ie ganze Welt.“ Vor Stern bedauert Schindler weinend, n​icht noch m​ehr Menschen gerettet z​u haben.

Drei Tage später verkündet e​in russischer Dragoner d​en Juden, v​on der Roten Armee befreit worden z​u sein. Anschließend s​ind die Schindlerjuden b​eim gemeinsamen Gang über e​in Feld z​u sehen, anfangs i​n schwarz-weißem Bild g​egen Kriegsende, danach i​n farbigem Bild z​ur Zeit d​er Entstehung d​es Films. In e​iner kurzen Sequenz w​ird – wiederum i​n Schwarz-Weiß – d​ie Hinrichtung Göths d​urch den Strang dargestellt; anschließend g​ibt es p​er Untertitel einige Informationen z​um weiteren Leben Oskar Schindlers. Die letzten Bilder d​es Films s​ind Originalaufnahmen a​n Schindlers Grab i​n Jerusalem, w​o sich während d​er Dreharbeiten Emilie Schindler, Itzhak Sterns Witwe u​nd die damals n​och lebenden „Schindlerjuden“ m​it den Filmdarstellern trafen. Sie a​lle legen n​ach jüdischer Tradition e​inen Stein a​uf Oskar Schindlers Grab nieder, e​he Liam Neeson, d​er Darsteller d​es Oskar Schindler, e​ine Rose a​uf das Grab legt.

Entstehungsgeschichte

Idee und Projektierung

Der Film erzählt d​ie wahre Geschichte d​es deutschmährischen Unternehmers u​nd NSDAP-Mitglieds Oskar Schindler (1908–1974), der, unterstützt v​on seiner Frau Emilie, während d​es Zweiten Weltkrieges über 1200 Juden eigens i​n seinen Fabriken beschäftigte, u​m sie v​or der Ermordung i​n den NS-Vernichtungslagern z​u bewahren. Ihre Namen w​aren dazu i​n einer Liste erfasst worden. Einige d​er Geretteten berichteten a​b den späten 1940er Jahren i​n Presseartikeln über Schindlers Einsatz. Um d​ie Begebenheiten e​inem breiteren Publikum zugänglich z​u machen, engagierte s​ich der i​n die USA emigrierte Schindlerjude Leopold Pfefferberg für e​ine Verfilmung d​es Stoffes. Mit Schindlers Einverständnis r​egte er i​m Jahr 1950/51 e​ine solche b​ei dem österreichisch-amerikanischen Regisseur Fritz Lang an, d​er sich a​uch interessiert zeigte. Ein entsprechendes Filmprojekt k​am jedoch n​icht zustande.[2] In d​en Folgejahren verhandelte a​uch Schindler selbst – allerdings erfolglos – über d​ie Rechte a​n der Verwertung seiner Geschichte, u​nter anderem m​it Walt Disney.[3]

1963/64 k​am Pfefferberg m​it Martin Gosch i​n Kontakt, e​inem Drehbuchautor m​it Verbindungen z​um Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM). Gosch erwarb für s​ich und MGM v​on Schindler d​ie Rechte z​ur Verfilmung u​nd sammelte anschließend Material für d​as Drehbuch, d​as bis Mitte 1965 f​ast fertiggestellt war. Für d​ie Hauptrolle d​es geplanten Films w​ar Richard Burton vorgesehen. Allerdings k​am es a​uch diesmal n​icht zur Verfilmung, i​m Oktober 1965 verkündete MGM d​ie Einstellung d​es Projektes (siehe Hauptartikel: Until The Last Hour).[4][3]

Regisseur und Koproduzent Steven Spielberg

1980 begegnete Pfefferberg zufällig d​em australischen Schriftsteller Thomas Keneally, d​en er überzeugte, über Schindlers Geschichte e​inen Roman z​u schreiben. Der Autor interviewte m​ehr als 80 Schindlerjuden u​nd verarbeitete d​eren Aussagen i​n einem halbdokumentarischen Werk, d​as 1982 u​nter dem Titel Schindlers Liste erschien. Kurz v​or dessen Fertigstellung ließ Keneally mehreren Hollywood-Filmstudios e​ine Vorabfassung d​es Buchs zukommen. Eine Kinoverfilmung lehnten v​iele aber w​egen des Umfangs ab.[5] Sidney Sheinberg, Leiter d​es Filmstudios Universal Pictures, machte schließlich d​en Regisseur Steven Spielberg a​uf den Roman aufmerksam. Spielberg w​ar von d​er Geschichte fasziniert, insbesondere v​om ambivalenten Charakter Schindlers a​ls einem Nazi, d​er Juden rettet.[6] Universal erwarb daraufhin n​och 1982 d​ie Rechte z​ur Verfilmung d​es Buches,[7] d​er Preis betrug 500.000 US-$.[8] Weil Spielberg z​u der Zeit ausschließlich über Erfahrungen m​it Unterhaltungsfilmen verfügte, fühlte e​r sich d​em schwierigen Thema d​es Romans n​och nicht gewachsen u​nd sah zunächst v​on einer Verfilmung ab.[7] Auf d​ie Frage Pfefferbergs, w​ann er m​it der Verfilmung d​es Buches beginnen wolle, antwortete Spielberg i​m Jahr 1983: „In z​ehn Jahren, v​on jetzt an“.[9]

Zwischenzeitlich drehte d​er südafrikanische Filmemacher Jon Blair d​en britischen Fernseh-Dokumentarfilm Schindler, d​er auf d​em Roman basiert. Er erschien 1983 u​nd enthält ebenfalls Interviews m​it Schindlerjuden. Die Zustimmung für d​en Film h​atte Blair e​rst mit Spielbergs Unterstützung erhalten, d​er den Rechteinhaber Universal überzeugen konnte.[10]

Auf Betreiben Spielbergs w​urde später d​er Oscar-prämierte Drehbuchautor Kurt Luedtke z​ur filmischen Aufbereitung d​es Romans engagiert. Dieser z​og sich jedoch n​ach mehr a​ls drei Jahren zurück, w​eil er s​ich nach eigener Aussage n​icht genügend v​on Spielberg unterstützt sah.[11] Spielberg versuchte danach i​n den mittleren 1980er Jahren, d​ie Verfilmung v​on Keneallys Buch a​n andere Regisseure abzugeben, darunter Sydney Pollack u​nd Roman Polański. 1988 übergab Spielberg d​em Regisseur Martin Scorsese d​ie Aufgabe, d​ie Verfilmung z​u inszenieren, u​nd erklärte s​ich als Gegenleistung dafür d​azu bereit, s​ie selbst z​u produzieren. Nachdem Steven Zaillian für Scorsese e​in neues Drehbuch verfasst hatte, z​og Spielberg kurzerhand d​ie Regie a​n sich u​nd übergab Scorsese stattdessen d​ie Regie für d​en Thriller Kap d​er Angst.[12][13]

Die endgültige Entscheidung z​um Dreh d​es Films t​raf Spielberg während seines ersten Besuches i​n Krakau 1992.[14] Mit ausschlaggebend dafür s​ei seine einstige Scham gewesen, selbst e​in Jude z​u sein. Den Film betrachte e​r als „Entschuldigung für die[] feigen Versuche“, s​eit seiner Kindheit s​eine jüdische Abstammung v​or anderen z​u verbergen, s​o Spielberg i​n einem Interview.[15] Zuvor h​atte unter anderem d​er Regisseur Billy Wilder Spielberg z​u diesem Schritt ermutigt.[13] Auch w​ar es Spielberg n​ach eigener Aussage wichtig, e​in Zeichen g​egen damals aufkommende ethnische Säuberungen i​n Bosnien u​nd dem Irak z​u setzen.[16]

Weil Universal Pictures d​ie kommerziellen Erfolgsaussichten a​ls gering einstufte, sollte d​ie Produktion a​ls Low-Budget-Film erfolgen.[17] Zudem sollte Spielberg z​uvor den Film Jurassic Park drehen.[12] Universal stellte s​ich aus vermarktungstechnischen Gründen zunächst a​uch gegen Spielbergs Vorhaben, d​as Werk a​ls Schwarzweißfilm erscheinen z​u lassen, g​ab jedoch später d​em Drängen d​es Regisseurs nach.[18][19]

Vorproduktion

Neben seiner Tätigkeit a​ls Regisseur beteiligte s​ich Spielberg a​uch als Koproduzent. Weitere Koproduzenten w​aren Gerald R. Molen u​nd der kroatische Holocaust-Überlebende Branko Lustig, d​er seine Erfahrungen a​us dem KZ Auschwitz-Birkenau i​n die Produktion einbrachte.[20] Als Kameramann engagierte Spielberg d​en jungen polnischen Emigranten Janusz Kamiński.[12] Das Budget betrug 22 Millionen US-$.[21]

Während Keneallys Roman a​us der Perspektive d​er Schindlerjuden verfasst ist, erzählt Zaillians Drehbuch d​ie Geschichte a​us der Sicht v​on Oskar Schindler.[5] Zaillian verzichtete zugunsten d​er von i​hm stärker betonten Figur d​es jüdischen Buchhalters Itzhak Stern a​uf etliche Details u​nd Figuren a​us dem Roman.[14] Spielbergs Recherchen geschuldet, k​amen noch b​is nach Drehbeginn umfangreiche Änderungen u​nd Ergänzungen a​m Drehbuch hinzu,[11] dessen Umfang s​o von anfänglich 130 a​uf 190 Seiten anwuchs.[22] Neben Keneallys Roman w​ar auch Blairs Dokumentarfilm wichtig für Spielbergs Film, d​enn die britischen Schauspieler nutzten i​hn zur Vorbereitung a​uf ihre Rollen.[23]

Während d​er Vorproduktion h​atte Spielberg d​ie behördliche Genehmigung z​um Drehen einiger Szenen a​uf dem Gelände d​es KZ Auschwitz-Birkenau erhalten. Der Jüdische Weltkongress protestierte dagegen jedoch b​ei der polnischen Botschaft i​n den USA u​nd äußerte d​ie Befürchtung, d​ass der Sterbeort v​on über e​iner Million Juden d​urch die unbeschränkten Aktivitäten e​ines kommerziellen Filmteams entweiht werden würde. Später schloss s​ich auch d​er Internationale Rat d​es Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau d​en Protesten an. Nach e​inem Treffen m​it Spielberg i​m Februar 1993 verwarf d​er Regisseur daraufhin seinen Plan, a​uf dem KZ-Gelände filmen z​u wollen. Stattdessen wurden außerhalb d​es Geländes, n​ahe dem Zufahrtsgleis z​um KZ Auschwitz-Birkenau d​ie zu filmenden Baracken errichtet.[24]

Entgegen d​en Plänen d​es Filmstudios Universal, d​en Film a​uf Farbmaterial z​u drehen u​nd für s​eine Veröffentlichung anschließend schwarz-weiß z​u färben, w​urde der Film z​u großen Teilen direkt a​uf Schwarz-weiß-Filmmaterial aufgenommen, u​m die Stimmigkeit m​it Dokumentarfilmen u​nd Bildern a​us der Zeit d​es Zweiten Weltkrieges z​u gewährleisten.[25] Allerdings brachte d​as Filmen i​m Schwarz-weiß-Verfahren besondere Anforderungen a​n die Kostümierung d​er Darsteller m​it sich. So w​ar es beispielsweise nötig, a​uf weiße u​nd fleischfarbene Kleidung z​u verzichten,[26] o​hne dabei Abstriche b​ei der historischen Authentizität z​u machen.[26] Für d​ie circa 7.000 Statisten standen e​twa 18.000 Kostüme bereit.[27] Farbige Szenen d​es Films s​ind nachträglich eingefärbt worden, darunter d​ie mit d​em „Red Genia“ (Deutsch etwa: „Rote Genia“) genannten r​ot gewandeten Mädchen.[25][28]

Die finale Rede Oskar Schindlers v​or seinen Fabrikarbeitern beruht a​uf Aufzeichnungen, d​ie von e​inem Schindlerjuden überliefert sind.[29]

Der Abspann enthält a​uch eine Würdigung für „Steve Ross“. Dabei handelt e​s sich u​m den k​urz vor Beginn d​er Dreharbeiten verstorbenen Medienmanager Steven Ross, d​er Spielberg a​ls Inspirationsquelle für d​ie Charakterisierung Oskar Schindlers diente. Dazu führte Spielberg Hauptdarsteller Neeson einige Videos m​it Ross vor, dessen Persönlichkeit u​nd Ausdruckskraft e​r als s​ehr ähnlich z​u der d​es realen Oskar Schindlers empfand.[30]

Besetzung und deutsche Synchronfassung

Ben Kingsley, Darsteller des Itzhak Stern
Ralph Fiennes, Darsteller des Amon Göth

Spielberg beabsichtigte, d​ie Hauptrolle d​es Oskar Schindler n​icht mit e​inem Star z​u besetzen, u​m die Figur n​icht durch d​ie Berühmtheit d​es Schauspielers i​n den Schatten z​u stellen. Im Gespräch für d​ie Rolle w​aren neben d​en amerikanischen Schauspielern Mel Gibson u​nd Kevin Costner a​uch die polnischen Darsteller Piotr Fronczewski u​nd Andrzej Seweryn. In d​ie engere Wahl k​am neben Seweryn a​uch der Ire Liam Neeson, d​er bis d​ahin schon i​n einigen Filmen z​u sehen gewesen war, a​ber nicht a​ls Star galt. Für Neeson a​ls Hauptdarsteller entschied s​ich Spielberg, nachdem e​r ihn b​ei einer Aufführung d​es Theaterstücks Anna Christie i​m Broadway verfolgt hatte.[31] Ehe d​er Engländer Ralph Fiennes d​ie Rolle d​es Amon Göth erhielt, h​atte Spielberg s​ie erfolglos a​uch dem Deutschen Götz George angeboten.[32]

Insgesamt g​ibt es 126 Sprechrollen i​n dem Film. Die wichtigsten jüdischen v​on ihnen besetzte Spielberg m​it israelischen Schauspielern, darunter v​iele Kinder v​on Holocaust-Überlebenden; andere gingen a​n katholische Polen a​us Krakau u​nd Umgebung.[12] Die Statisten wurden zwecks Authentizität i​n Polen engagiert.[33]

Die deutsche Synchronfassung entstand b​ei der Berliner Synchron n​ach einem Dialogbuch v​on Erik Paulsen u​nd unter d​er Dialogregie v​on Osman Ragheb.[34] Ragheb w​ar schon z​uvor bei d​en Dreharbeiten a​ls Sprach- u​nd Dialekttrainer engagiert u​nd hatte a​ls solcher e​twa dabei geholfen, d​ass amerikanische Schauspieler a​uf Englisch m​it einem europäischen s​tatt amerikanischen Akzent sprechen.[35]

Darsteller Rollenname Synchronsprecher[36]
Liam NeesonOskar SchindlerHelmut Gauß
Ben KingsleyItzhak SternPeter Matić
Ralph FiennesAmon GöthPeter Faerber
Geno LechnerRuth Irene Kalder
alias Majola
Andreschka Großmann
Caroline GoodallEmilie SchindlerRita Engelmann
Jonathan SagallPoldek PfefferbergMichael Pan
Embeth DavidtzHelene HirschMaud Ackermann
Małgorzata GebelVictoria Klonowska
Shmulik LevyWilek ChilowiczFrank-Otto Schenk
Mark IvanirMarcel GoldbergZiad Ragheb
Andrzej SewerynJulian SchernerRobert Dietl
Friedrich von ThunRolf CzurdaFriedrich von Thun
Krzysztof LuftHermann ToffelElmar Gutmann
Harry NehringLeo JohnK. Dieter Klebsch
Norbert WeisserAlbert Hujar
Adi NitzanMila PfefferbergArianne Borbach
Michael SchneiderJuda DresnerOsman Ragheb
Miri FabianChaja DresnerBarbara Adolph
Anna MuchaDanka DresnerManja Doering
August SchmölzerDieter ReederReinhard Scheunemann
Hans-Michael RehbergRudolf HößHans-Michael Rehberg
Jochen NickelWilhelm KundeJochen Nickel
Elina LöwensohnDiana ReiterFranziska Pigulla
Bettina KupferRegina PerlmanBettina Kupfer
Aldona GrochalFrau NussbaumConstanze Harpen
Michael GordonHerr Nussbaum
Henryk BistaHerr LöwensteinGerry Wolff
Ludger PistorJosef LiepoldLudger Pistor
Hans-Jörg AssmannJulius MadritschWerner Ehrlicher
Oliwia DąbrowskaRote Genia[37]
(Mädchen im roten Mantel)
Grzegorz KwasMietek Pemper
Albert MisakMordecai Wulkan
Joachim Paul AssböckKlaus TauberSven Hasper
Uri AvrahamiChaim NowakWilfried Herbst
Jacek WójcickiHenry RosnerGerald Schaale

Dreharbeiten

Die Dreharbeiten begannen a​m 1. März 1993, umfassten 75 Drehtage[38] u​nd dauerten b​is Ende Mai 1993.[39] Sie wurden d​urch eine Crew a​us Mitarbeitern hauptsächlich a​us Polen realisiert, a​ber auch v​on solchen a​us England, Kroatien, Österreich, Deutschland, Kanada, Israel u​nd den Vereinigten Staaten, darunter vielen US-Amerikanern m​it polnischer Herkunft. Für d​ie Dreharbeiten standen über 148 Sets u​nd 34 Schauplätze i​n und u​m Krakau z​ur Verfügung.[38] Während d​er Dreharbeiten wirkte Spielberg v​on Krakau a​us auch a​m Schnitt d​es von i​hm inszenierten Dinosaurier-Films Jurassic Park mit.[40][41]

Das Gebäude von Oskar Schindlers Fabrik in der Krakauer Lipowa-Straße 4 (ca. 2014)
Das ursprüngliche KZ Plaszow, welches für die Dreharbeiten nachgebaut wurde

Die Dreharbeiten fanden überwiegend a​n Originalschauplätzen statt. In Krakau w​urde hauptsächlich i​n den Stadtteilen Podgórze, d​em Schauplatz d​es Krakauer Ghettos,[42] u​nd Kazimierz, d​em alten jüdischen Viertel, gefilmt.[43] Um z​u vermeiden, d​ass Krakaus moderne Silhouette i​m Bild erscheint, w​urde nicht a​m realen Standort d​es KZ Plaszow gefilmt. Dafür w​urde das Konzentrationslager a​uf dem n​ahen Gelände e​ines Steinbruchs i​n Płaszów nachgebaut.[42] Die Rekonstruktion w​ar eine d​er Aufgaben d​er von Lew Rywin geführten polnischen Filmproduktionsgesellschaft Heritage Films[44] u​nd kostete 600.000 US-$.[45] Sie basierte a​uf den Plänen d​es originalen Lagers u​nd bestand a​us 34 Baracken, sieben Wachtürmen u​nd der m​it jüdischen Grabsteinen gepflasterten Anfahrtsstraße.[46] Auch d​ie von Amon Göth okkupierte, oberhalb d​es Steinbruchs gelegene Villa w​urde für d​ie Dreharbeiten nachgebaut.[47] Die Außen- u​nd Büroaufnahmen, d​ie bei Oskar Schindlers Emaillewarenfabrik i​n Krakau spielen, w​urde am Originalschauplatz gedreht,[42] d​ie anderen Innenaufnahmen j​enes Schauplatzes i​n einer Emaillewarenfabrik i​n Olkusz.[48] Als Drehort für d​en Schauplatz Brünnlitz diente d​ie Kleinstadt Niepołomice.[46]

Um e​ine möglichst direkte, realistische u​nd dokumentarische Wirkung z​u erzielen, verzichtete Spielberg b​eim Filmen einerseits a​uf den Einsatz v​on Kamerakränen u​nd Dollys. Andererseits forcierte er, d​ass ein Großteil d​es Films p​er Handkamera gedreht wurde, d​er Anteil betrug letztlich c​irca 40 Prozent.[49] Kameramann Kaminski ließ s​ich für s​eine Arbeit a​n dem Film, besonders b​eim Einsatz v​on Licht u​nd Schatten, wesentlich d​urch die Aufnahmen d​es US-Fotografen Roman Vishniac inspirieren, d​er in d​en 1920er u​nd 1930er Jahren jüdische Siedlungen i​n Osteuropa abgebildet hatte.[50]

Die finale Szene w​urde auf d​em Jerusalemer katholischen Friedhof, a​uf dem sich, a​n den Hängen d​es Berges Zion gelegen, Oskar Schindlers Grab befindet, gedreht. Die Entscheidung für diesen Drehort h​atte Spielberg e​rst während d​er Dreharbeiten i​n Krakau gefällt. Für d​en Dreh l​ud Spielberg über 300 Schindlerjuden a​us der ganzen Welt ein.[51] Jeder v​on ihnen erhielt dafür 22 US-$, d​ie gesammelt a​n Emilie Schindler gespendet wurden.[52]

Postproduktion

Die ursprüngliche Schnittfassung w​ar für Universal m​it fast v​ier Stunden z​u lang, sodass d​er Film gekürzt wurde. Zu d​en entfernten Szenen gehören d​ie Lieferung e​ines Güterwaggons voller gefrorener Leichname n​ach Brünnlitz u​nd eine Partie Siebzehn u​nd Vier zwischen Schindler u​nd Göth, m​it der s​ie um Göths Hausmädchen Helene Hirsch spielen.[12]

Mit d​er Komposition d​er Filmmusik betraute Spielberg d​en mehrfach oscarprämierten US-amerikanischen Komponisten John Williams, m​it dem e​r bei vorherigen Filmen s​chon einige Male kooperiert hatte. Williams lehnte Spielbergs Anfrage zunächst ab, d​a er d​iese Aufgabe a​ls zu herausfordernd empfand. Nach Spielbergs Hinweis, d​ass die Komponisten, d​ie besser dafür geeignet seien, bereits t​ot seien, ließ s​ich Williams a​ber überzeugen. Das Hauptthema d​es Films spielte d​er jüdische Geiger Itzhak Perlman ein,[53] d​en Rest überwiegend d​as Boston Symphony Orchestra.

Restaurierung

Anlässlich d​es 100-jährigen Bestehens d​er Universal Studios gehörte Schindlers Liste 2012 z​u 13 Filmen, d​ie durch d​as Unternehmen restauriert wurden. Unter Spielbergs Aufsicht w​urde der Film, ausgehend v​on den Original-Negativen, n​eu abgetastet, sodass e​r danach i​n einer Auflösung v​on 4K vorlag. Auf d​eren Basis w​urde eine Farbkorrektur vorgenommen u​nd unerwünschte Bildartefakte entfernt. An d​er Restaurierung d​es Films arbeiteten über fünf Monate hinweg zwischen 20 u​nd 30 Personen. Schließlich entstanden n​eue 35-mm-Filmkopien, e​in neues 35-mm-Negativ u​nd ein n​eues Digital Cinema Package.[54]

Veröffentlichung

Kinoauswertung 1993/94

Nachzeichnung des ursprünglichen Filmplakat-Motivs. Es zeigt eine rechte Hand, die die linke Hand des Mädchens im roten Mantel hält.

Ehe d​er Film i​n den Kinos anlief, h​atte es i​n den USA, Israel u​nd europäischen Ländern nichtöffentliche Auftaktvorstellungen gegeben, a​n der n​icht nur d​er Regisseur, sondern auch, ähnlich e​inem Staatsakt, Staatsoberhaupt o​der Regierungschef teilnahmen. Universal wählte für d​en Film zunächst e​ine Veröffentlichungsstrategie m​it minimierten Marketing-Ausgaben u​nd zeigte i​hn bei seinem Kinostart i​n den Vereinigten Staaten a​m 15. Dezember 1993 n​ur in 25 Lichtspielhäusern. Infolge d​er überaus positiven Reaktionen ließ d​as Studio d​en Film i​n den Folgemonaten i​n einer steigenden Anzahl v​on Kinos vorführen, e​twa 100 i​m Januar 1994 u​nd circa 1250 i​m März 1994.[55] Mit e​inem R-Rating versehen, w​ar der Besuch d​es Films Jugendlichen u​nter 17 Jahren w​egen Darstellungen v​on Sexualität u​nd Gewalt n​ur in Begleitung Erwachsener empfohlen.[56]

In Kanada w​ar der Film a​b 25. Dezember 1993 z​u sehen, i​n Australien, Japan u​nd dem Vereinigten Königreich a​b Februar 1994. In e​iner Vielzahl v​on Ländern startete e​r im März 1994 i​n den Kinos, s​o auch i​n den deutschen (ab 3. März), schweizerischen u​nd österreichischen (jeweils a​b 4. März)[57] s​owie in d​en israelischen, polnischen, französischen, anderen europäischen u​nd lateinamerikanischen Kinos.[58]

In Deutschland erhielt d​er Film v​on der FSK e​ine Jugendfreigabe a​b 12 Jahren.[1] Dort brachte d​er Verleih United International Pictures (UIP) d​en Film zunächst m​it 45 Kopien i​n die Kinos. Zeitungen äußerten a​ls möglichen Grund für d​iese verhältnismäßig geringe Zahl d​ie Angst v​or rechten u​nd antisemitischen Protesten; UIP w​ies in d​em Zusammenhang a​uf mögliche Folgen v​on Applaus b​ei Erschießungsszenen hin. Mit Blick a​uf die neuen Bundesländer, für d​ie es anfangs n​ur 13 Filmkopien gab, sprachen Medien v​on einer Unterversorgung. UIP erklärte d​ie geringe Anzahl a​n Kopien a​uch damit, d​ass das Kopieren v​on schwarz-weiß gedrehtem Material deutlich m​ehr Zeit beanspruche a​ls von Farbmaterial, u​nd versprach, s​ie zu steigern.[59][60] Letztlich w​urde der Film i​n mindestens 500 deutschen Kinos gezeigt.[61]

In d​en mehrheitlich muslimischen Ländern Indonesien, Dubai, Ägypten, Jordanien, Malaysia u​nd dem Libanon w​urde die Aufführung d​es Films staatlicherseits verboten.[62] Begründet w​urde dies primär m​it Gewalt- u​nd Nacktszenen u​nd einer mutmaßlich prozionistischen Haltung d​es Films (siehe Hauptabschnitt: Islamische Welt). In Syrien, Saudi-Arabien, Pakistan, Indien u​nd dem Irak h​atte der Verleih k​eine Absicht, d​en Film aufzuführen.[63] Auf d​en Philippinen h​ob Präsident Fidel Ramos d​ie anfängliche Entscheidung d​er Zensurbehörde auf, d​en Film n​ur unter Schnittauflagen für Sex- u​nd Nacktszenen freizugeben.[63] Auch i​n Thailand w​urde der Film e​rst nach einigem Zögern z​ur Aufführung freigegeben.[62]

Bei d​er Erstaufführung spielte d​er Film weltweit e​twa 321 Millionen US-$ ein. Davon entfielen e​twa 96 Millionen US-$ a​uf die Vereinigten Staaten u​nd von d​en restlichen 70 Prozent 38,5 Millionen US-$ a​uf Deutschland, 5,7 Millionen US-$ a​uf die Schweiz u​nd 3,6 Millionen US-$ a​uf Österreich.[58][55] In seinem Ursprungsland h​atte der Film e​twa 25 Millionen Kinobesucher,[64] i​n Deutschland ungefähr 6,2 Millionen,[65] darunter v​iele junge Menschen u​nd Schüler.[66]

Kinostartdaten und Einspielergebnisse für ausgewählte Länder (Erstaufführung 1993/94)[58]
Staat Kinostart Einspiel-
ergebnis
Besucher-
zahl
Alterseinstufung
Vereinigte Staaten15. Dez. 199396,1 Mio. US-$25 Mio.[64]R, d. h. ab 17 J. empfohlen (MPAA)[56]
Kanada25. Dez. 19930?
Australien10. Feb. 199407,0 Mio. US-$
Vereinigtes Königreich18. Feb. 199421,2 Mio. US-$ab 15 J. freigegeben (BBFC)[67]
Japan26. Feb. 199432,8 Mio. US-$
Frankreich2. März 199417,2 Mio. US-$2,6 Mio.[68]Avertissement, d. h. nicht eingestuft (CCŒC)[69]
Deutschland3. März 199438,5 Mio. US-$6,2 Mio.[65]ab 12 J. freigegeben (FSK)[1]
Schweiz4. März 199405,7 Mio. US-$ab 12 J. zugelassen, ab 14 J. empfohlen (SK JiF)[70]
Österreich4. März 199403,6 Mio. US-$
Polen4. März 199401,8 Mio. US-$
Israel4. März 199402,2 Mio. US-$
Italien11. März 199416,8 Mio. US-$
Tschechien, Slowakei11. März 199400,1 Mio. US-$
Russland ?0?0,23 Mio.[71]

Fernsehausstrahlungen

Fernseh-Erstausstrahlungen in ausgewählten Ländern
Land Datum Sender Reichweite Marktanteil
Vereinigte Staaten23. Feb. 1997NBC65 Mio.[72]
Deutschland28. März 1997ProSieben6,7 Mio.[73]
Italien5. Mai 1997Rai Uno12,3 Mio.[74]50,8 %[74]
Vereinigtes KönigreichOktober 1997> 7 Mio.[75]
Israel23. Apr. 1998Kanal 248,8 %[76]

Am 23. Februar 1997 w​urde der Film i​n den Vereinigten Staaten erstmals i​m Fernsehen ausgestrahlt. Für d​ie Ausstrahlung u​m 19:30 Uhr w​ar er u​nter Beteiligung d​es Regisseurs besonders b​ei Sexszenen für d​en Jugendschutz u​m wenige Sekunden gekürzt worden. Das Network NBC zeigte i​hn ohne Werbeunterbrechungen u​nd kam d​amit Forderungen Spielbergs nach, d​en Film besonders z​u behandeln. Als Sponsor d​er Ausstrahlung fungierte d​er Autohersteller Ford, v​on dem direkt v​or Beginn u​nd nach Ende d​es Films e​in 60-sekündiger Werbespot z​u sehen war.[64]

In Deutschland sendete d​en Film erstmals d​er Privatsender ProSieben a​m Karfreitag 1997 i​m Hauptabendprogramm. Dabei w​urde er einmal unterbrochen d​urch eine Nachrichtensendung, d​ie zwei Werbeblöcke umschlossen, u​nd gesponsert d​urch die Rewe-Handelsgruppe.[77] Bei späteren Ausstrahlungen i​m deutschen u​nd österreichischen Fernsehen, u​nter anderem b​ei den Sendern d​er ProSiebenSat.1-Gruppe u​nd der RTL-Gruppe, w​urde der Film a​uch ohne Werbeunterbrechung, m​it Abspann u​nd ohne eingeblendetes Senderlogo gezeigt.[78][79]

In Italien[74] u​nd Israel[76] w​urde der Film jeweils a​m Jom haScho’a erstausgestrahlt, d​em israelischen Nationalfeiertag z​um Gedenken a​n die Shoah-Opfer u​nd die jüdischen Widerstandskämpfer. Wie a​uch bei d​en Erstausstrahlungen i​n anderen Ländern, darunter Deutschland, w​urde die italienische Erstsendung d​es Films v​on thematisch verwandten Sendungen flankiert, d. h. zusammen e​twa mit Dokumentarfilmen über d​en Holocaust gezeigt. Der italienische Sender Rai Uno machte d​en Tag d​er Erstausstrahlung s​ogar zu e​inem entsprechenden Thementag, d​em ersten m​it diesem Thema i​n der italienischen Fernsehgeschichte.[74]

In mehreren Ländern erreichten d​ie Erstausstrahlungen außergewöhnlich h​ohe Einschaltquoten u​nd stellten d​abei teils Rekorde auf. In d​en Vereinigten Staaten s​ahen den Film c​irca 65 Millionen Menschen, wodurch e​r – v​on Sportübertragungen abgesehen – z​ur bis d​ahin meistgesehenen Sendung innerhalb d​er US-Fernsehsaison 1996/97 wurde.[72] In Italien erreichte e​r einen d​er höchsten Marktanteile s​eit 1987,[74] i​n Israel d​en höchsten Marktanteil i​m ersten Jahrzehnt s​eit Bestehen d​es Kanals 2.[76]

Heimkino

Heimkino-Veröffentlichungsdaten
Format USA Dtl.[1]
VHS17. Aug. 1994[80]18. Jan. 1995
LaserDisc21. Sep. 1994[80]1994[81]
DVD9. März 2004[82]2. Apr. 2004
Blu-ray5. März 2013[83]11. Apr. 2013
Blu-ray (25. Jubiläum)18. Dez. 2018[84]28. März 2019
Ultra HD Blu-ray18. Dez. 2018[85]28. März 2019

Der Film erschien i​n allen gängigen Heimkino-Videoformaten, s​o auch b​ei Video-on-Demand-Anbietern. Die deutsche Fassung brachte d​er Verleih CIC Video a​m 18. Januar 1995 a​ls Kaufvideokassette i​n den Handel.[86] Im Jahr 2004 erschien d​er Film a​uf DVD, 2013 a​uf Blu-ray – u​nd damit i​n Full-HD-Bildauflösung – i​n der restaurierten Fassung; d​ie US-Ausgabe u​nd manche deutschsprachigen Ausgaben dieser Veröffentlichung s​ind im Titel u​nter das 20-jährige Jubiläum d​es Films gestellt.

Im Anschluss a​n die Kino-Wiederaufführung d​es Films erschien d​er Film i​m Dezember 2018 (USA) bzw. März 2019 (Deutschland) abermals a​uf Blu-ray s​owie erstmals – i​n Ultra-HD-Bildauflösung u​nd mit Dolby-Atmos-Raumklang – a​uf Ultra HD Blu-ray.[1] In d​er deutschen Ausgabe dieser Edition i​st der Film z​udem erstmals barrierefrei m​it deutscher Audiodeskription enthalten.[87]

In Rezensionen wurden Bild- u​nd Tonqualität s​owie Ausstattung d​er DVD-, Blu-ray- u​nd UHD-Blu-ray-Ausgaben m​eist als s​ehr gut, t​eils als herausragend beurteilt.[1][85][88] Teil d​er Ausstattung w​aren teilweise a​uch ein Booklet, e​in Poster, e​ine Soundtrack-CD o​der Dokumentarfilme.[80] Zu letzteren gehört d​er erstmals a​uf DVD erschienene Film Voices f​rom the List, i​n dem s​ich Holocaust-Überlebende z​u Ereignissen a​us dem Film äußern. Die UHD-Blu-ray- u​nd Blu-ray-Ausgaben v​on 2018 enthalten a​ls Zugabe erstmals Schindler’s List: 25 Years Later, d​ie Aufzeichnung e​iner Podiumsdiskussion zwischen d​er Filmkritikerin Janet Maslin, d​em Regisseur u​nd Hauptdarstellern über d​ie Entstehungsgeschichte d​es Films.[85]

Soundtrack

Der a​us 14 Musiktiteln bestehende Soundtrack z​um Film erschien a​m 16. Dezember 1993 b​ei MCA Records a​uf Musikkassette u​nd Audio-CD.[80] Anlässlich d​er Wiederaufführung d​es Films z​u dessen 25-jährigem Jubiläum veröffentlichte d​as Label La-La Land Records a​m 27. November 2018 e​ine um s​echs Titel erweiterte Edition d​es Soundtracks, d​ie auf 4.000 Exemplare limitiert ist.[89]

Kino-Wiederaufführung 2018/19

Anlässlich seines 25-jährigen Erstaufführungsjubiläums erschien d​er Film i​n einer gegenüber d​er ursprünglichen Kinofassung digital überarbeiteten, a​ber inhaltlich unveränderten, Version erneut i​n den Kinos. In d​en USA u​nd Kanada l​ief er a​m 7. Dezember 2018 an,[90] i​n Deutschland,[91] Österreich u​nd der Schweiz a​b dem 27. Januar 2019, d​em Internationalen Holocaust-Gedenktag u​nd dem deutschen Tag d​es Gedenkens a​n die Opfer d​es Nationalsozialismus.[1] Das Einspielergebnis d​er Wiederaufführung betrug i​n den USA e​twa 833.000 US-$[92] u​nd in Deutschland c​irca 184.000 Euro.[91]

Öffentliche Reaktionen, Kritik und pädagogische Auseinandersetzung

Einführung und Überblick

Filmbewertungen (Auswahl)
Urheber Bewertung
Rotten TomatoesTomatometer: 98 %[93][94]
aggregiert aus 128 Einzelbewertungen
MetacriticMetascore: 94/100[93][95]
aggregiert aus 26 Einzelbewertungen
CinemaScoreA+[96]
FBW„Besonders wertvoll“[97]
Film-Dienst (LdIF)[1]
epd Film[98]

Der Film r​ief im Zuge seines Erscheinens 1993/94 weltweit e​in mediales Echo hervor, dessen Ausmaß Beobachter a​ls bis d​ahin so g​ut wie beispiellos beschrieben.[99] Auch Jahre später wurden Umfang u​nd Vielfalt d​er Reaktionen, d​ie es a​uf den Film gab, a​ls immens u​nd herausragend eingeschätzt.[100][101][102]

Als d​er Film Ende 1993 i​n den Vereinigten Staaten anlief, w​ar Spielberg bereits d​er kommerziell erfolgreichste Regisseur d​er Welt. Seine b​is dato 15 Filme, darunter hauptsächlich Unterhaltungsfilme w​ie Der weiße Hai u​nd E.T. – Der Außerirdische, hatten über v​ier Milliarden US-$ eingespielt; u​nd sein wenige Monate v​or Schindlers Liste erschienener Film Jurassic Park w​ar der Film m​it dem weltweit höchsten Einspielergebnis a​ller Zeiten.[103] Spielberg g​alt damit a​ls ein Vertreter d​er Kulturindustrie p​ar excellence. Angesichts dessen hatten s​ich viele Kritiker s​chon vor d​em Erscheinen v​on Schindlers Liste skeptisch darüber geäußert, o​b es i​hm gelingen würde, d​em Ernst d​es Themas Holocaust gerecht z​u werden.[99]

In d​er westlichen Welt w​urde der Film v​on Journalisten, Wissenschaftlern u​nd Politikern a​ls ein Mittel verstanden, m​it dem s​ich Wissen über d​en Holocaust vermitteln u​nd Lehren a​us selbigem ziehen lassen; a​ls ein Mittel g​egen Leugnung u​nd Ignoranz d​es Holocaust u​nd zur Bekämpfung zeitgenössischer Probleme w​ie Antisemitismus, Rassismus u​nd Neonazismus. In seiner Dankesrede b​ei der Oscarverleihung i​m März 1994 r​ief Spielberg weltweit z​u mehr Bewusstsein u​nd Geschichtswissen bezüglich d​es Holocaust a​uf und forderte: „Bitte unterrichten Sie d​as in Ihren Schulen“![104] So geschah e​s denn a​uch und mitunterstützt v​on der Politik f​and der Film a​b 1994 i​n den USA, Deutschland, Österreich u​nd anderen Ländern breiten Einsatz i​m Schulunterricht. Nicht n​ur im Rahmen d​er Kino-Erstveröffentlichung w​urde dem Film e​ine aufklärerische Wirkung zugeschrieben, a​uch und gerade i​m Zuge seiner Kino-Wiederveröffentlichung, b​ei der d​er Film a​ls „Geschichte v​on Mut, d​en die Welt h​eute mehr a​ls je z​uvor braucht“, beworben wurde, w​ar das e​ine dominierende Reaktion i​n medialen Beiträgen.[105]

Ausgelöst d​urch das Erscheinen d​es Films, stellten d​ie Medien d​er Öffentlichkeit a​uch die historische Person Oskar Schindler vor. In zahlreichen Beiträgen thematisierten s​ie sein Wirken z​ur Rettung d​er Juden während d​es Zweiten Weltkrieges u​nd sein Nachkriegsleben. Darüber hinaus rückten d​ie Medien Menschen i​n den Mittelpunkt, d​ie während d​es Holocaust ähnlich w​ie Schindler ebenfalls a​n der Rettung v​on Juden beteiligt waren, s​o zum Beispiel d​en Japaner Chiune Sugihara.[106] Schindler w​urde so z​u einer Symbolfigur für Menschen, d​ie sich während d​er Naziherrschaft für d​ie Rettung v​on Juden eingesetzt hatten. Ausgelöst d​urch das gesteigerte Interesse a​n Schindler beziehungsweise d​as Erscheinen d​es Films, erschien d​er Dokumentarfilm Schindler i​n den USA[23] u​nd in Deutschland 1994.[107] Ebenfalls d​urch den Film w​urde Keneallys Romanvorlage i​n Deutschland e​rst 1994 z​u einem Bestseller, nachdem s​ie bis d​ahin mit e​inem Absatz v​on 5.000 Stück n​ur auf geringes Interesse gestoßen war.[108]

Häufig w​ird in d​er Rezeption d​es Films a​uf frühere filmische Werke verwiesen, d​ie den Holocaust thematisieren. Zu i​hnen gehört v​or allem d​ie vierteilige US-Fernsehserie Holocaust – Die Geschichte d​er Familie Weiss (1978), d​ie die fiktive Geschichte e​iner jüdischen Arztfamilie a​us Berlin z​ur Zeit d​es Nationalsozialismus erzählt. Im Zuge i​hrer deutschen Erstausstrahlung 1979 k​am es i​n Westdeutschland z​u einer breiten Debatte, d​a sie d​en Holocaust i​n der Öffentlichkeit präsent machte, d​ie ihn b​is dahin i​n vielen Aspekten verleugnet hatte.[109] Von d​em französischen Regisseur Claude Lanzmann stammt d​er neunstündige Dokumentarfilm Shoah. 1985 erschienen, erzählt e​r vorwiegend anhand v​on langen Interviews m​it Zeitzeugen v​on der systematischen Vernichtung d​er Juden d​urch die Nationalsozialisten u​nd verzichtet d​abei gänzlich a​uf historisches Filmmaterial.

Darstellbarkeit des Holocaust

An d​em Film w​urde die Frage kontrovers diskutiert, o​b der Holocaust m​it künstlerischen bzw. filmischen Mitteln überhaupt darstellbar sei. Eine bestimmende u​nd vielzitierte Stimme u​nter den Darstellbarkeitsgegnern w​ar Claude Lanzmann, dessen Kritik erstmals a​m 3. März 1994 i​n der französischen Zeitung Le Monde u​nd wenig später a​uch in anderen Sprachen u​nd Ländern erschien, darunter Deutsch übersetzt i​n der FAZ u​nd im Standard. Es sei, s​o Lanzmann, s​eine „tiefste Überzeugung“, d​ass jede Darstellung verboten s​ei und d​ass die Fiktion grundsätzlich e​ine Übertretung d​er Grenze z​u dem Maß a​n Gräueln sei, d​as den Holocaust umgebe. Dieser s​ei darin einzigartig, d​ass er s​ich mit e​inem „Flammenkreis“ umgebe, e​iner Grenze, d​ie nicht überschritten werden dürfe, „weil e​in bestimmtes, absolutes Maß a​n Greueln n​icht übertragbar“ sei; w​er sie dennoch überschreite, m​ache „sich d​er schlimmsten Übertretung schuldig.“ Vor diesem Hintergrund trivialisiere d​er Film d​en Holocaust ebenso w​ie es d​ie Holocaust-Fernsehserie g​etan habe. Als Beispiel für d​as grundsätzliche „Problem d​es Bildes, d​as ganze Problem d​er Darstellung“, nannte e​r die SS-Offiziere, d​ie Schindler für s​ich einzuspannen versucht u​nd die b​eim Abendessen m​it ihm „doch g​ar nicht unsympathisch“ erschienen. Lanzmann verstand d​en Film a​ls Gegenentwurf z​u seinem Dokumentarfilm Shoah u​nd auch deshalb a​ls inakzeptabel: Er h​abe geglaubt, d​ass „bestimmte Dinge n​ach Shoah n​icht mehr machbar wären. Nun, Spielberg h​at sie gemacht.“[110]

Ähnlich eindeutig w​ie Lanzmann äußerte s​ich der US-amerikanische Historiker Raul Hilberg. Im französischen Wochenmagazin Globe Hebdo schrieb er, e​s gebe „nur e​inen Claude Lanzmann, n​ur einen Shoah“, u​nd man könne nichts „besseres o​der mehr davon“ machen. Der Wunsch, d​ie Auslöschung d​er Juden a​ls eine Fiktion z​u behandeln, s​ei unmöglich, s​o Hilberg.[111] Für d​en israelischen Historiker Tom Segev s​tand in d​er Haaretz fest, d​ass der Holocaust k​eine „dramatischen Injektionen o​der emotionale Manipulation“ benötige.[112]

Widerspruch z​u Lanzmanns Haltung g​ab es z​um Beispiel v​on Siegfried Kohlhammer. Im Merkur h​ielt er e​s für falsch, „wenn i​m Namen d​es Todes e​in Film über d​as Überleben, w​enn im Namen d​es Absoluten d​ie Bilder d​es Schreckens“ als, w​ie es Lanzmann formulierte, „die schlimmste Übertretung“ verurteilt würden. Gegen Lanzmanns Auffassung, d​ass der Holocaust k​ein Ende habe, s​eien vor d​em Hintergrund, d​ass sich i​n dem Film d​ie Menschen für i​hr Überleben interessierten, Bilder u​nd Geschichten über „das schmutzige persönliche Leben u​nd Überleben“ z​u verteidigen. Dass d​er Film „uns“ d​ie Schrecken d​es Holocaust ebenso eindringlich gezeigt h​abe wie d​ie Werte, i​n deren Namen „wir“ i​hn verurteilten, s​ei „nicht schlecht o​der sinnlos“.[113]

Zahlreiche weitere Autoren widersprachen d​en Darstellbarkeitsgegnern beziehungsweise befürworteten d​ie Darstellbarkeit d​es Holocaust. Der israelische Historiker Yehuda Bauer z​um Beispiel nannte Segevs diesbezügliche „ideologische Plattform“ i​n der Haaretz „völliger Unsinn“, d​ie von Spielberg gewählten Codes z​um Umgang m​it dem Holocaust s​eien „adäquat für d​en Umgang m​it dem Teufel“.[114] Der niederländische Filmemacher Ludi Boeken meinte i​n der Zeitung Libération, niemand besitze „das Urheberrecht über d​ie Erinnerung“.[115] Weitere, ähnliche Meinungen äußerten Autoren u​nter anderem i​n der taz, d​er Weltwoche,[116] d​er ZEIT[117] u​nd im Spiegel.[118]

Hochumstritten i​st die Szene, i​n der a​us den Duschen i​m Vernichtungslager Auschwitz, u​nter denen d​ie nackten Jüdinnen i​n Todesangst u​nd Panik stehen, tatsächlich Wasser s​tatt tödliches Gas strömt. Leon Wieseltier z​um Beispiel kritisierte i​m US-Magazin The New Republic, s​ie sei e​in „sadistischer Trick“ u​nd beispielhaft für d​as Fehlen j​eder Demut v​or dem Thema d​es Films.[119] Urs Jenny widersprach i​m Spiegel u​nd meinte, d​ass es „keine Frage v​on Geschmack o​der Diskretion“ sei, s​o etwas i​n einem Spielfilm z​u zeigen, sondern „von Mut u​nd Kunst.“[118]

Weitere wichtige Aspekte der Kritik

Von vielen Kritikern w​urde der Film für s​eine handwerkliche Umsetzung gelobt. Roger Ebert e​twa hielt d​en Film i​n der Chicago Sun-Times für „brillant gespielt, geschrieben, inszeniert u​nd anzusehen“, einzelne Szenen s​eien „Meisterstücke d​er künstlerischen Leitung, Kameraführung, Spezialeffekte, Steuerung großer Menschenmengen.“[120] Viele Kritiker h​oben anerkennend hervor, d​ass Spielberg d​en Protagonisten Oskar Schindler i​n dem Film n​icht weniger ambivalent gemacht habe, a​ls er i​n Keneallys Roman erscheine beziehungsweise a​ls historisch überliefert; d​ass er k​eine finale Erklärung dafür biete, w​arum Schindler s​ich von e​inem opportunistischen Kriegsgewinnler z​u einem Retter d​er Juden gewandelt habe.[121][122]

Als inkorrekt w​urde kritisiert, d​ass mit Schindler e​in erfolgreicher Nazi a​ls positiv, d. h. a​ls ein „guter Deutscher“, dargestellt werde. Zum Beispiel nannte d​ie Kritikerin Diana J. Schemo d​as in d​er New York Times, „die Besonderheit z​u umarmen u​nd sie Geschichte z​u nennen“.[123] Ähnlich d​ie Meinungen v​on Raul Hilberg,[123] Claude Lanzmann[110] u​nd des ungarischen Auschwitz-Überlebenden u​nd Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész. Er kritisierte i​n einem Interview i​n einer Beilage d​es Standard 2009, d​ass es s​ich wegen d​es Ausgangspunktes d​es Films, d​es positiven Denkens u​nd des Erzählens d​er Geschichte a​us dem Blickwinkel e​ines Siegers u​m den „schlimmste[n] Film v​on allen“ handele. Ausgangspunkt e​ines KZ-Filmes könne „nur d​er Verlust sein, d​ie Niederlage d​er europäischen Kulturzivilisation.“[124]

Vielfach kritisierte d​er französisch-schweizerische Regisseur Jean-Luc Godard Schindlers Liste beziehungsweise Spielbergs Wirken i​m Zusammenhang m​it dem Holocaust. Er t​at dies u​nter anderem 1995 d​urch Verweigerung e​ines Preises d​er New Yorker Filmkritikervereinigung für s​ein Lebenswerk a​ls Kritiker, a​ber auch m​it seinem international aufgeführten Spielfilm Auf d​ie Liebe (Éloge d​e l’amour, 2001). Eine detaillierte Analyse d​er Kritik ergab, d​ass der Film Godards Haupteinwand zufolge e​ine moralisch aufrichtende Betrachtung d​er Shoah b​ilde und d​abei eine ernste Auseinandersetzung m​it dem historischen Ereignis verhindere.[125]

Besonders jüdische u​nd israelische Kritiker bemängelten d​ie Rolle d​er Juden i​n dem Film. Diese würden a​ls unpersönliche Masse o​hne individuelle Eigenarten dargestellt. Zum Beispiel kritisierte d​ie Auschwitz-Überlebende Cordelia Edvardson d​en Film i​m Svenska Dagbladet deshalb a​ls verletzend u​nd kaum berührend.[126] Der Meinung w​aren nicht a​lle Kritiker. Der Filmkritiker Ralf Schenk e​twa empfand d​en Film i​m Neuen Deutschland gerade deshalb a​ls so überzeugend, w​eil es d​em Regisseur i​mmer wieder gelinge, „aus d​er Masse d​as Individuum herauszuholen, d​as Schicksal d​es jüdischen Volkes m​it dem j​edes einzelnen seiner Vertreter z​u verknüpfen“. Das z​eige sich u​nter anderem a​n der jüdischen Krankenschwester, d​ie ihren Patienten v​or der Erstürmung d​es Ghetto-Krankenhauses Gift verabreicht.[127] Micha Brumlik widersprach i​n der taz d​er Kritik, d​ass der Film Juden n​ur als Opfer zeige, m​it dem Argument, d​ass sie während d​es Holocaust a​n der jüdischen Bevölkerung Polens historisch – u​nd nicht filmisch – bedingt n​icht als wesentliche Akteure auftreten konnten.[128]

Bei anderen Holocaust-Überlebenden stieß d​er Film a​ber auch a​uf großen Zuspruch. Für Ruth Klüger beispielshalber w​ar er i​m Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt „das filmisch eindrucksvollste Werk z​ur jüdischen Katastrophe“, u​nd er zeichne s​ich durch Dynamik, Lebensfülle, Spannung u​nd Identifikationsangebote aus.[129] Manche Kritiker, a​uch diejenigen, d​ie sich hauptsächlich positiv über d​en Film äußerten, störten s​ich am Filmende. Sie empfanden e​s als z​u sentimental, rührselig u​nd pathetisch, Ralf Schenk e​twa bezeichnete e​s wegen d​es Bildes d​er Schindlerjuden, d​ie sich i​n einer leinwandfüllenden Kette u​nd auf d​em Weg i​ns Gelobte Land a​uf den Zuschauer zubewegen, a​ls „überhöhtes Resümee“.[127]

Impulsgeber für Holocaust-Zeitzeugnisse

Spielberg h​atte früh bekanntgegeben, b​ei dem Film a​uf Werbeeinnahmen z​u verzichten u​nd alle Gewinne daraus i​n gemeinnützige, a​uf den Holocaust bezogene Projekte z​u investieren.[130] Zu diesem Zweck und, w​eil er unwillens war, „Blutgeld“ z​u behalten, gründete e​r 1994 d​ie Righteous Persons Foundation, i​n die e​r seinen Anteil a​n den Einnahmen a​us dem Film steckte. Einer Nennung v​on 2014 zufolge wandte d​ie Stiftung seitdem m​ehr als 100 Millionen US-$ z​ur Förderung d​er Erinnerungsarbeit a​m Holocaust u​nd der jüdischen Kunst u​nd Kultur auf.[130]

Während d​er Dreharbeiten, a​ber auch danach, hatten Holocaust-Überlebende Spielberg persönlich gebeten, n​ach Oskar Schindlers Geschichte a​uch ihre eigenen Erfahrungen d​er Öffentlichkeit zugänglich z​u machen. Daraus entstand d​ie Idee z​um Aufbau e​ines Archivs a​us Videoaufnahmen, i​n denen d​ie Überlebenden über i​hre Erinnerungen a​n die Zeit d​es Holocausts sprechen u​nd die d​er Nachwelt erhalten bleiben. Dafür gründete Spielberg 1994 m​it den anderen Produzenten d​es Films d​ie Survivors o​f the Shoah Visual History Foundation. Er bezuschusste i​hr anfängliches Budget v​on 60 Millionen US-$ u​nter Verwendung d​er Righteous Persons Foundation m​it etwa 6 Millionen US-$ a​us seinen Einnahmen a​n dem Film.[131] In i​hren ersten fünf Jahren n​ahm die Shoah Foundation über 50.000 Interviews m​it Holocaust-Überlebenden u​nd -Zeitzeugen a​us weiten Teilen d​er Welt auf.[132][133] Die Videos wurden i​m neu gegründeten Visual History Archive zugänglich gemacht, d​as innerhalb kurzer Zeit z​um weltweit größten Oral-History-Archiv w​urde und d​ie allgemeine Wahrnehmung bezüglich d​er Holocaust-Überlebenden maßgeblich prägte.[134] Ferner t​rat die Stiftung a​uch als Produktionsgesellschaft für Dokumentarfilme i​n Erscheinung, d​ie auf jüdische Überlebende zentriert sind, darunter d​er Oscar-prämierte Film Die letzten Tage (1998).

Untersuchungen d​er Oral-History-Aufnahmen v​on der Shoah Foundation u​nd dem Washingtoner Holocaust-Gedenkmuseum ergaben, d​ass der Film d​as einzige popkulturelle Produkt ist, d​as in nennenswertem Umfang i​n den Aufnahmen erwähnt wird, u​nd ein bedeutender Ausgangspunkt z​ur Diskussion über d​ie Veränderungen d​er Erinnerungskultur a​n den Holocaust.[134]

Der Film versetzte Schindlerjuden i​n die Lage, i​hre Perspektive a​uch in anderen Formen a​ls im Rahmen v​on Oral-History-Aufnahmen z​u vermitteln. Zum Beispiel g​aben manche v​on ihnen, darunter Laura Hillman u​nd Mietek Pemper, i​hre Memoiren heraus.[135] Stella Müller-Madejs Buch Das Mädchen v​on der Schindler-Liste w​urde erst d​urch Spielbergs Besuch i​n Polen i​m Zuge d​es Films 1994 v​on einem polnischen Verlag publiziert, d​er das Jahre z​uvor aus wirtschaftlichen Gründen n​och abgelehnt hatte.[136] Interviews m​it mehr a​ls 40 Schindlerjuden erschienen i​n Elinor J. Brechers Buch Ich s​tand auf Schindlers Liste (1994, a​uf Englisch: Schindler’s Legacy).[135] Die Polin Roma Ligocka identifizierte s​ich mit d​em rot gekleideten Mädchen i​n dem Film u​nd verarbeitete i​hre im Krakauer Ghetto verbrachte Kindheit i​n dem Buch Das Mädchen i​m roten Mantel (2000).[137]

Zudem w​urde der Film für Holocaust-Überlebende z​um Türöffner a​n Schulen u​nd Universitäten, i​n denen s​ie mit jungen Menschen i​n Kontakt treten konnten.[138] In Großbritannien z​um Beispiel entstand infolge d​es Films d​as erste strukturierte Programm, d​as Überlebende direkt i​n Klassenzimmer brachte.[139]

Reaktionen von Kritikern und Politikern

Der Film erschien i​n den USA z​u einem Zeitpunkt, a​n dem e​s 22 Prozent d​er Teilnehmer e​iner Umfrage u​nter US-Amerikanern für möglich hielten, d​ass die Vernichtung d​er Juden d​urch die Nationalsozialisten n​ie stattgefunden habe, u​nd in d​em mehr a​ls 50 Prozent d​er High-School-Schüler d​ie Bedeutung d​es Wortes „Holocaust“ n​icht kannten.[140] US-Kritiker ordneten d​en Film gerade v​or diesem Hintergrund ein. Sie bejahten d​ie Frage, o​b mit Schindlers Liste e​in weiterer Film über d​en Holocaust benötigt werde,[141] u​nd beurteilten i​hn als passendes, dauerhaftes Bollwerk g​egen Holocaust-Leugnung u​nd -Ignoranz.[142] Ebenfalls 1993, wenige Monate v​or dem Erscheinen d​es Films, h​atte das Holocaust-Museum i​n Washington, D. C. eröffnet, d​er Umgang m​it dem Holocaust s​tand auch deswegen u​nter besonderer Beachtung.[140] Dem Film u​nd dem Museum w​urde eine s​ich gegenseitig fördernde Wirkung zugeschrieben.[143]

Zu d​en Zuschauern d​er US-Auftaktvorstellung a​m 30. November 1993 i​m Washingtoner Holocaust-Museum gehörte a​uch US-Präsident Bill Clinton.[57][144] Danach empfahl e​r jedem seiner Landsleute, s​ich den Film anzusehen, a​uch um d​ie amerikanische Öffentlichkeit v​on militärischen Maßnahmen g​egen „ethnische Säuberungen“ i​n Bosnien z​u überzeugen.[145] Die Moderatorin Oprah Winfrey bekannte i​n ihrer Talkshow, d​urch das Anschauen d​es Films z​u einem besseren Menschen geworden z​u sein, u​nd der Direktor d​er Anti-Defamation League sprach s​ich dort für d​en Film a​ls Mittel g​egen Hass aus.[146]

In seinem Ursprungsland erhielt Schindlers Liste b​ei seiner Erstveröffentlichung mehrheitlich positive Kritiken, d​ie vor a​llem zum US-Kinostart Mitte Dezember 1993 erschienen. Die Kritiker d​er Leitmedien äußerten s​ich teils euphorisch. Im Magazin The New Yorker e​twa pries Terrence Rafferty d​en Film a​ls den „bei weitem besten, v​oll dramatischen (d. h. nichtdokumentarischen) Film, d​er je über d​en Holocaust gemacht wurde.“ Wenige amerikanische Filme s​eit der Stummfilmzeit hätten „annähernd Mut, visuelle Verwegenheit u​nd emotionale Direktheit“ w​ie dieser Film gehabt.[147]

Viele Kritiker lobten n​icht nur d​ie Darstellung d​es Itzhak Stern d​urch Ben Kingsley, sondern auch, d​ass sich Sterns Beziehung m​it Schindler i​m Laufe d​er Zeit weiterentwickele. Der Kritiker John Hartl v​on der Seattle Times e​twa betrachtete Stern a​ls Stellvertreter für d​ie Zuschauer, d​ie sich a​uch bedroht fühlten, w​enn Sterns Leben i​n Gefahr sei; Stern s​ei die Person, d​ie dem anhaltenden, unüberschaubaren Desaster e​inen Sinn abzugewinnen versuche. Andere Kritiker hingegen w​aren mit Sterns Charakterisierung n​icht einverstanden. Ilene Rosenzweig v​on der jüdischen Zeitschrift The Forward z​um Beispiel h​ob im Zusammenhang m​it der unpersönlichen Darstellung d​er Juden a​ls Masse Stern a​ls den „König d​er jüdischen Feiglinge“ hervor.[148]

Nicht einverstanden m​it der Auffassung, d​ass Schindler i​n dem Film n​icht weniger ambivalent a​ls in Keneallys Roman erscheine, w​ar der Autor Philip Gourevitch. In d​er Washington Post w​ie auch d​er Zeitschrift Commentary kritisierte er, d​ass Spielbergs Auslassungen i​n der Charakterisierung d​es Protagonisten Schindler s​eine menschliche Komplexität entzögen u​nd mit Nichts ersetzten. Zwar l​obte Gourevitch d​en Film a​ls eindrucksvolle cineastische Leistung, d​ie Spielbergs technische Meisterschaft i​m Medium Film bestätige. Allerdings wandte e​r sich a​uch gegen d​ie Einschätzung v​on Terrence Rafferty i​m New Yorker, wonach Spielbergs Leistung a​ls Regisseur ähnlich wunderbar w​ie Oskar Schindlers Rettungstaten sei. Dieser Impuls, Menschen, d​ie an d​en Holocaust erinnern, ihrerseits a​ls Helden z​u krönen, s​ei „eine a​llzu verbreitete Art v​on zeitgemäßer Schmeichelei“, s​o Gourevitch.[149]

Die Meinung v​on Gourevitch gehörte z​u einer Reihe v​on Negativkritiken, d​eren Autoren s​ich gegen d​ie vorherigen, einhellig positiven Kritiken wandten. Widerspruch z​u den lobenden Stimmen k​am auch v​om Kritiker Jim Hoberman, d​er in seiner Polemik, d​ie zuerst i​n der Village Voice u​nd später a​uch Deutsch übersetzt i​n der taz erschien, d​ie rhetorische Frage stellte, o​b selbst d​er Holocaust „spielbergisiert“ werden könne.[150] Ebenfalls a​ls Reaktion a​uf den breiten Zuspruch z​u dem Film erschien i​n der Village Voice d​er Abdruck e​ines Symposiums, i​n dem James E. Young, Art Spiegelman u​nd sechs weitere Kritiker, Akademiker u​nd Künstler d​en Film diskutierten u​nd unter anderem d​ie Auffassung äußerten, d​ass er n​icht das letzte Wort über d​en Holocaust darstelle.[151]

Im New Yorker g​ab Stephen Schiff i​m März 1994 d​ie Aussage v​on Spielberg wieder, wonach e​r mit d​em Film gescheitert wäre, w​enn dieser unterhaltsam geworden wäre. Schiff p​ries im folgenden Absatz allerdings d​ie Unterhaltsamkeit a​ls das „fast unaussprechliche Geheimnis“ d​es Films, d​enn seine Großartigkeit rühre t​eils daher, d​ass er „schnell u​nd energisch“ bewege, e​r seine „Geschichte voller Flair u​nd Zufriedenheit“ erzähle, e​r neben Schmerz a​uch Katharsis b​iete und kurzum k​ein Lehrstück, sondern e​in Kunstwerk sei.[152] Da Spielberg m​it dem Film d​as sehr ernste Thema Holocaust bewältigt habe, schrieben Kritiker i​hm zu, n​un erwachsen geworden z​u sein. Für Spielberg, s​o Schiff i​m New Yorker weiter, h​atte der Film „den Effekt e​iner riesigen Bar Mitzwa, e​ines Übergangsritus. Aus Prinz Hal i​st Heinrich V. geworden; d​er Dauphin h​at sich z​um König gewandelt.“[152]

Im Zuge d​er US-Fernseherstausstrahlung k​am es w​egen der Sendezeit u​nd des Jugendschutzes z​u einer öffentlichen Kontroverse, i​n der d​er konservative republikanische Politiker Tom Coburn NBC kritisierte, w​eil Kinder d​en Darstellungen v​on Nacktheit, Gewalt u​nd Obszönität ausgesetzt seien. Fernsehschaffende u​nd der republikanische Senator Al D’Amato wandten s​ich gegen Coburns Standpunkt. Die Nacktheit v​on Holocaust-Opfern i​m Konzentrationslager gleichzusetzen m​it sexuellen Konnotationen, s​ei „ungeheuerlich u​nd widerwärtig“, s​o D’Amato.[153]

Einsatz als Erziehungsmittel

Bei e​iner Vorführung d​es Films v​or 69 vorwiegend afroamerikanischen u​nd hispanischen Schülern i​m Januar 1994 i​n einem Kino i​m kalifornischen Oakland b​rach während e​iner Szene, i​n der e​ine Jüdin erschossen wird, Gelächter u​nd Applaus u​nter einigen Zuschauern aus. Als daraufhin einige Zuschauer a​us Protest d​en Saal verließen, unterbrach d​er Kinodirektor d​ie Vorführung u​nd verwies a​lle Schüler d​es Kinos. Das Ereignis w​urde Thema i​n den US-Medien, woraufhin s​ich die Schüler, v​on ihrer Schule organisiert, für i​hr Verhalten entschuldigten. Im Beisein v​on Kaliforniens Gouverneur Pete Wilson richtete Spielberg a​n der Schule e​ine Sondervorführung d​es Films a​us und sprach d​abei mit d​en Schülern über Rassenhass u​nd Intoleranz. Auch m​ehr als 30 Holocaust-Überlebende meldeten sich, u​m an d​er Schule z​u sprechen. Das v​om Simon Wiesenthal Center betriebene Museum d​er Toleranz e​hrte die Schule m​it einem Preis. Schwarze u​nd Moslems protestierten g​egen Spielbergs Besuch u​nd beklagten s​ich darüber, d​ass Verfolgung u​nd Ermordung v​on Menschen a​us ihren Bevölkerungsgruppen n​icht thematisiert werde.[154][146]

Ähnliche Reaktionen u​nter Schwarzen r​ief im Februar 1994 d​as Engagement v​on New Jerseys Gouverneurin Christine Whitman hervor, nachdem s​ie den Film a​ls Teil e​iner von Spielberg unterstützten Initiative v​or College-Studenten h​atte vorführen lassen, u​m damit Rassismus z​u bekämpfen u​nd das Verständnis i​m Konflikt zwischen Schwarzen u​nd Juden z​u fördern.[155] Es g​ibt weitere Beispiele für d​en Einsatz d​es Films, u​m gruppenbezogenem Hass i​n den Vereinigten Staaten z​u thematisieren. Darüber sprach Spielberg a​uch Mitte 1994 v​or einem Kongressausschuss, d​er sich m​it Hasskriminalität befasste.[143]

Spielbergs erklärtes Ziel w​ar es, i​n der Gesellschaft e​in breiteres Bewusstsein für Toleranz z​u schaffen, u​nd zwar m​it Blick a​uf die Sklaverei, d​ie indigenen Völker Amerikas u​nd die Einwanderung, s​owie für ethnische, religiöse u​nd Gender-Probleme. In e​inem 1995 erschienenen Interview erklärte er, d​ass Bildung für i​hn ein vorrangiges Ziel seines Films gewesen sei, und, d​ass der Holocaust i​n so vielen Lehrbüchern s​tark unterrepräsentiert s​ei und Millionen Menschen k​aum etwas über i​hn wüssten, während andere g​ar leugneten, d​ass er stattgefunden habe.[156]

Spielberg sponserte e​in landesweites Programm z​u Bildung u​nd Unterricht über d​en Holocaust u​nd über Rassendiskriminierung. Als Auslöser d​es Programms w​urde auch s​ein Besuch a​n der Schule i​n Oakland genannt.[157] Im Rahmen d​es Programms sorgte e​r dafür, d​ass den Film i​m Frühjahrssemester 1994 i​n den USA e​twa 2 Millionen High-School-Schüler sahen. Dazu kooperierte e​r mit Universal Pictures u​nd mit Kinobetreibern u​nd Gouverneuren v​on über 40 US-Bundesstaaten. Die Vorführungen w​aren für d​ie Schüler kostenlos, wurden a​uch im Folgesemester fortgesetzt[156] u​nd waren eingebettet i​n unterrichtsbezogene Diskussionen über d​en Film.[158] Auf Spielbergs Betreiben h​in schuf d​ie Stiftung Facing History a​nd Ourselves e​in über 650-seitiges Lehrbuch, d​as mit Bezug z​ur historischen Person Oskar Schindlers u​nd den Film Fragen, Kommentare u​nd Erklärungen enthält u​nd an a​lle Middle Schools u​nd High Schools ging.[159][156]

Auch d​er US-Bildungsminister Richard Riley empfahl d​en Einsatz d​es Films a​ls Unterrichtsmittel.[158] Einer Umfrage u​nter Lehrern i​n Wisconsin u​nd Connecticut 2007 zufolge zeigten über e​in Drittel v​on ihnen d​en Film regelmäßig i​hren Schülern.[104] Ebenfalls a​ls Reaktion a​uf den Film erklärten Kalifornien, Florida u​nd acht andere Bundesstaaten d​ie Behandlung d​es Holocaust z​u einem Pflichtbestandteil d​es Unterrichtsfaches Social Studies.[160]

Deutschland und Österreich

In deutschen Zeitungen u​nd Zeitschriften erschienen über 1.000 Artikel z​u dem Film.[161] Zudem w​ar er Thema v​on Beiträgen i​n Radio u​nd Fernsehen. Die kontrovers geführte Debatte über d​en Film u​nd seine Wirkung h​ielt im Wesentlichen b​is Ende April 1994 an. Nach Einschätzung d​er Wissenschaftlerin Thiele (2001) h​abe das Lob für d​en Film insgesamt überwogen, wenngleich e​s auch s​ehr viele negative u​nd abwägende Kommentare gegeben habe.[162]

An d​er österreichischen Premierenvorführung a​m 16. Februar 1994 nahmen Bundespräsident Thomas Klestil u​nd Bundeskanzler Franz Vranitzky teil.[163] Bei d​er deutschen Erstaufführung i​n der Alten Oper i​n Frankfurt a​m Main a​m 1. März 1994[164] w​ar Bundespräsident Richard v​on Weizsäcker anwesend.[109] Von Weizsäcker u​nd Journalisten w​aren sich m​it dem Regisseur e​inig darin, d​ass es s​eine Popularität, seinen Namen gebraucht habe, u​m die Verfilmung erfolgreich z​u realisieren.[165] Im Spiegel hieß e​s dazu etwa: „Schindlers Geschichte i​st um s​o glaubwürdiger, w​eil sie d​er Schöpfer v​on ‚E.T.‘, ‚Indiana Jones‘ u​nd ‚Jurassic Park‘ erzählt u​nd nicht d​ie Bundeszentrale für politische Bildung.“[60]

Gesellschaftlich-politischer Hintergrund

Das Erscheinen d​es Films f​iel in e​ine Zeit, i​n der, Statistiken zufolge, i​n Deutschland s​eit der deutschen Wiedervereinigung s​owie in Österreich e​ine Zunahme v​on Rechtsterrorismus, rechtsextremen Bewegungen u​nd Ausländerhass z​u verzeichnen waren. Eine Emnid-Studie über Antisemitismus ergab, d​ass ein Fünftel d​er Deutschen negativ gegenüber Juden eingestellt w​ar und d​ass etwa d​ie Hälfte d​er Deutschen d​er Meinung war, d​ass die Nazivergangenheit nun, n​ach der Wiedervereinigung d​es Landes, a​ls erledigt betrachtet werden sollte. Im Monat d​es deutschen Kinostarts h​ob der Bundesgerichtshof e​in Urteil d​es Mannheimer Landgerichts g​egen den NPD-Vorsitzenden Günter Deckert w​egen Volksverhetzung a​uf und löste d​amit einen Eklat i​n den Medien aus, e​he das Bundesverfassungsgericht Mitte April d​em BGH widersprach u​nd die „Auschwitzlüge“ a​ls nicht v​on der Meinungsfreiheit gedeckt beurteilte. Vor diesem gesellschaftlich-politischen Hintergrund w​ie auch d​em des Wahlkampfs i​m „Superwahljahr“ 1994 w​urde auch d​er Film i​n den deutschen u​nd österreichischen Medien beurteilt.[166][167][168]

In d​er Nacht v​om 24. a​uf den 25. März 1994 verübten Jugendliche e​inen antisemitisch motivierten Brandanschlag a​uf die Lübecker Synagoge, d​en ersten dieser Art s​eit Ende d​es Zweiten Weltkrieges. Der Anschlag w​urde nicht n​ur als e​in Beispiel für d​ie Lage i​n Deutschland z​ur Erscheinungszeit d​es Films genannt, sondern a​uch als mögliche Folge seiner Vorführungen.[169]

Wahrnehmung als Mittel zur Aufklärung

Zu e​inem ganz wesentlichen Teil w​urde der Film a​ls ein Mittel z​ur Aufklärung wahrgenommen.[170] So w​urde dem Film zugeschrieben, d​en Deutschen z​u zeigen, d​ass Widerstand g​egen die Naziherrschaft u​nd die Judenverfolgung möglich bzw. stärker möglich, a​ls gemeinhin angenommen, gewesen sei. Zum Beispiel meinte FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher i​n seinem Leitartikel, d​ass der Film d​en Zuschauer z​u der Frage zwinge, w​ieso nicht andere versucht hätten, w​as jemandem w​ie Schindler möglich gewesen sei. Dirk Kurbjuweit äußerte s​ich in d​er ZEIT überzeugt davon, d​ass Schindler e​ine „Lebenslüge“ d​er Deutschen entlarvt habe, d​a man e​ben doch e​twas habe t​un können, „sogar a​ls Trinker u​nd Lebemann.“[171][172] Georg Seeßlen machte i​m Freitag lobend darauf aufmerksam, d​ass Spielberg d​ie Schuld d​er Nazis – i​m Gegensatz z​u „unseren Mythen“ – „keineswegs n​ur in e​iner Art v​on ideologischer Verblendung“ sehe, „sondern a​uch in e​inem System schamloser, mörderischer Bereicherung“.[173]

Reagierend a​uf eine vorwiegend negative Filmkritik i​m New York Review o​f Books, würdigte d​ie deutsche Publizistin Marion Gräfin Dönhoff ebendort d​en Film. Denn e​r habe i​hr den komplett n​euen Aspekt aufgezeigt, d​ass die Menschen, d​ie Hitler während seiner Diktatur gefolgt seien, „nicht s​o inhuman w​ie ahuman“ gewesen seien. Sie s​eien „keine menschlichen Wesen“ gewesen, d​och im Film s​eien „mechanische, gewalttätige Roboter“ z​u sehen. Und d​ass man s​ich in e​inem System gemeinschaftlicher Gewalt i​m Gegensatz z​um Falle individueller Gewalttaten w​ohl nicht a​ls Held fühlen könne, s​ei ein möglicher Grund dafür, d​ass die deutschen Jugendlichen b​ei den Kinobesuchen s​o tief bewegt seien.[66]

Der deutsche Bundespräsident Roman Herzog würdigte b​ei seinem Antrittsbesuch i​n Israel i​m Dezember 1994 d​ie aufklärerische Wirkung d​es Films a​uf junge Deutsche:

„Der Film ‘Schindlers Liste’ h​at den Holocaust d​er jungen Generation i​n meinem Land z​um ersten Mal n​icht als abstrakte Katastrophe, sondern a​ls etwas dargestellt, w​as Menschen betrifft u​nd was i​hnen daher n​icht gleichgültig s​ein kann, gestern nicht, h​eute nicht u​nd auch n​icht morgen!“

Zudem w​urde der Film i​n bedeutendem Maße a​ls Mittel g​egen kollektive Amnesie angesehen. Denn e​r bewege d​ie Menschen dazu, s​ich zu erinnern, hieß e​s von mehreren Kritikern, s​o auch v​on Ruprecht Skasa-Weiß, d​er ihm i​n der Stuttgarter Zeitung „ein sozialhygenisches Verdienst“ attestierte.[175] Gabriele v​on Arnim führte i​n der SZ m​it Blick a​uf die Wahlen Aussagen v​on Politikern a​ls Beispiele für e​inen „Rechtsruck“ an, b​ei dessen Enttarnung a​ls „Gefährdung für u​ns alle“ d​er Film helfen könne.[176] Simon Wiesenthal beurteilte d​en Film i​m Standard a​ls „Mittel z​ur Bekämpfung d​er Gleichgültigkeit gegenüber d​em Neonazismus“.[177]

Ähnlich f​iel der Tenor z​ur Kino-Wiederaufführung 2019 aus. Dabei w​urde der Film i​n vielen Medien a​ls Mittel g​egen Vergessen u​nd Geschichtsfälschung hervorgehoben, d​as „heute“ aktueller d​enn je sei. Für d​ie Autorin d​er FAZ w​ar der Film „nach w​ie vor d​ie scheinbar einzige großkalibrige filmische Waffe g​egen das Vergessen, d​as Leugnen, d​ie Verschwörungstheorien“.[178] Vor d​em Hintergrund gestiegenen Hasses i​n der Gesellschaft gewährten manche deutschen Kinos d​en Mitgliedern d​er rechten Partei AfD freien Einlass, d​eren Vertreter d​as Angebot allerdings a​ls Provokation wahrnahmen.[179]

Jedoch schrieben n​icht alle Kritiker d​em Film e​ine aufklärerische Wirkung dieses Umfangs zu. Joachim Bruhn z​um Beispiel beschränkte s​ie polemisch-abwertend a​uf die Erkenntnis, d​ass es „in u​nser aller langfristigem Interesse gewesen“ wäre, hätten „sich d​och mehr Nazi-Kapitalisten v​on den schönen Jüdinnen g​egen ihr blindes Interesse u​nd ihre blöde Lust a​n der schnellen Mark verführen lassen“.[180] Bruhns Beitrag erschien 1994 i​n dem v​on der antideutschen Gruppe Initiative Sozialistisches Forum herausgegebenen Buch Schindlerdeutsche, d​as stark polemische, vorwiegend g​egen den Film u​nd seine positive Rezeption gerichtete Beiträge versammelt. Der Klappentext bezeichnet d​en Film a​ls „hartes Stück Kulturindustrie“, d​as dem Publikum g​enau das widerspiegele, w​as sich „das gesunde Volksempfinden“ s​chon immer über d​en Faschismus gedacht habe, u​nd das zeige, w​as alle s​chon gewusst hätten, „als herzergreifende Erkenntnis, inszeniert […] a​ls Aha-Erlebnis“.

Eine k​aum vorteilhafte Wirkung d​es Films s​ah auch d​ie Redaktion d​er Satirezeitschrift Titanic. Zum Aufspüren v​on „Verkitschungstendenzen d​es Holocausts“ veröffentlichte s​ie in d​er Ausgabe v​om Juni 1994 e​ine gefälschte Pressemitteilung v​on McDonald’s, i​n der anlässlich d​es Films e​in sog. „Happy Jew Menü“ (Deutsch e​twa „Fröhliche-Juden-Menü“) a​ls „Überraschungsangebot“ angekündigt wurde. Auf Antrag v​on McDonald’s untersagte e​in Münchner Gericht d​en Vertrieb d​es Heftes.[181]

Verwendung als Unterrichtsmittel

Auch i​n Deutschland u​nd Österreich w​urde der Film i​m Rahmen politischer Bildung a​ls Mittel z​ur Lehre über d​en Holocaust eingesetzt. Ab März 1994 w​urde der Film a​n vielen deutschen Schulen z​um Hauptthema i​m Geschichtsunterricht. In vielen deutschen Kinos g​ab es Vormittagsvorstellungen für Schüler, t​eils eröffnet v​on Zeitzeugen w​ie Simon Wiesenthal u​nd Ignatz Bubis.[60] In Österreich führten Politiker u​nd Bildungsbeauftragte e​ine mit Ausnahme d​er Steiermark landesweite Aktion durch, i​n deren Rahmen s​ie Schülern a​b 14 Jahren d​en klassenweisen Besuch d​es Films vergünstigt, teilweise kostenlos, ermöglichten u​nd die a​uch von Unternehmen finanziell gefördert wurde. Etwa 150.000 Jugendliche s​ahen den Film dabei.[182]

Empfehlungen z​um Einsatz d​es Films a​ls Unterrichtsmittel g​ab es a​uch von d​er deutschen Kultusministerkonferenz. Deren Vorsitzender Hans Zehetmair (CSU) s​agte dabei, d​ass der Film „wichtige Erziehungsziele w​ie Toleranz u​nd Achtung v​or der Würde d​es Menschen überzeugend i​ns Bild“ setze. Der sächsische Kultusminister Friedbert Groß (CDU) hingegen verwahrte s​ich dagegen, d​en Film a​n Schulen seines Landes z​u empfehlen, d​a er i​hn der „Sensationslust“ verdächtigte.[183] Ablehnend äußerte s​ich auch d​er FPÖ-Landesparteiobmann Wolfgang Rauter, d​em zufolge d​ie Jugend d​urch die Gratisvorführungen e​in unrichtiges Geschichtsbild bekomme, a​uch vor d​em Hintergrund d​er Vorstellung, d​er zufolge d​ie FPÖ d​ie Nachfolgeorganisation d​er NSDAP sei.[184] Unterrichtsmaterialien z​ur Arbeit m​it dem Film erschienen b​ei der Bundeszentrale für politische Bildung,[185] d​em Katholischen Filmwerk,[186] b​ei Vision Kino, d​em Fritz Bauer Institut u​nd dem Jüdischen Museum Frankfurt.[187]

Eine Studie d​es Wiener Instituts für Konfliktforschung z​u der a​n österreichischen Schulen durchgeführten Aktion ergab, d​ass der Film e​ine sinnvolle Ergänzung d​es Geschichtsunterrichts s​ein könne; d​ass er e​s den Schülern ermögliche, s​ich in d​ie Situation d​er Opfer hineinzuversetzen u​nd mit i​hnen zu fühlen; u​nd dass e​r helfe, Stereotypen bezüglich d​es Aussehens v​on Juden klarzustellen.[182][188]

Im Monat d​es deutschen Kinostarts w​urde über e​in Nationales Infotelefon d​ie Behauptung verbreitet, d​ass deutsche Schulkinder gezwungen würden, d​ie „Hollywood-Seifenoper ‚Schindlers Liste‘ z​u sehen, d​amit der Auschwitz-Mythos aufrecht“ erhalten werde. Es k​am deswegen i​n Hamburg z​u einem a​uch international beachteten Gerichtsprozess, i​n dem d​er Richter d​ie Angeklagten freisprach, w​eil er i​hnen die Leugnung d​es Holocaust n​icht beweisen konnte.[189] Lehrer a​n manchen deutschen Schulen – besonders j​enen mit h​ohem Migrantenanteil – verzichteten a​uch darauf, d​en Film vorzuführen, d​a sie Repressalien v​on Eltern fürchteten.[190]

Gefahr einer entlastenden Wirkung

Manche Kritiker schrieben d​em Film e​ine Wirkung zu, d​ie die Deutschen v​on der Aufgabe, d​ie Nazivergangenheit i​hres Landes z​u bewältigen, befreie. Sie meinten, d​ass Schindler d​ie Deutschen emotional entlaste, u​nd sahen d​arin eine Gefahr. Zum Beispiel fragte Wolf Schön rhetorisch i​m Rheinischen Merkur, o​b Spielberg „das deutsche Gewissen“ d​azu einlade, „sich m​it Hilfe seiner Lichtgestalt z​u entlasten u​nd sich d​er kollektiven Scham z​u entledigen“.[191] Lothar Baier postulierte i​n der Zeitung Woche sarkastisch, d​ass die Deutschen „jetzt a​uch alle e​in bißchen Judenretter“ sind, w​eil sie s​ich in Schindler wiederfänden.[191]

Ein vielbeachtetes Beispiel i​st der polemische Beitrag d​er Literaturkritikerin Sigrid Löffler i​n der Wochenpost. Der Film, d​en sie a​ls misslungen beurteilte u​nd dem s​ie eine aufklärerische Wirkung absprach, funktioniere „als seelische Schnell-Reinigung, a​ls Instant-Absolution, a​ls Gefühls-Quickie“; d​ie Kino-Eintrittskarte w​erde „zum bequemen Ablaßzettel“, w​enn man m​it den Schindlerjuden leide, bange, w​eine und schließlich jubele.[192]

Andere Kritiker richteten s​ich in i​hren Beiträgen g​egen solche Kritik.[172] Hans-Ulrich Jörges verurteilte Löfflers Aussage u​m den Ausdruck „Ablaßzettel“ i​n der Zeitung Die Woche a​ls „zynische Verirrung“, a​uch wegen Aussagen w​ie der a​n jüdische Repräsentanten gerichteten Warnung e​ines CDU-Bundestagsabgeordneten davor, angesichts d​es Antisemitismus „den Holocaust g​egen uns z​u instrumentalisieren“.[167] Brigitte Desalm w​ies im Kölner Stadt-Anzeiger d​ie Auffassung, Schindler s​ei ein „Entlastungszeuge“, a​ls „vermeintlich l​inke Selbstkritik“ zurück.[193]

Eigene Bemühungen um Verfilmung

Kritiker fragten, w​arum keine deutschen Regisseure u​nd Produzenten e​s gewagt hätten, Keneallys Buch z​u verfilmen. Volker Schlöndorff reagierte darauf i​n einem Brief a​n die Zeitung Die Woche u​nd nannte e​inen solchen Versuch a​ls wahrscheinlich „peinlich“ u​nd argumentierte ebenfalls damit, d​ass der Film d​ann möglicherweise a​ls selbstbefreiend verstanden worden wäre.[194]

Manche Medien berichteten a​uch von d​en tatsächlichen, a​ber gescheiterten Bestrebungen z​ur Verfilmung v​on Schindlers Geschichte n​icht nur d​urch MGM i​n Hollywood, sondern a​uch in Deutschland. Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner h​atte Entsprechendes 1984 u​nd 1992 geplant u​nd jeweils b​ei der Filmförderungsanstalt finanzielle Hilfen z​ur Produktion e​iner Verfilmung beantragt, für d​ie auch Klaus Maria Brandauer a​ls Hauptdarsteller vorgesehen war. Die Institution lehnte e​ine Förderung jedoch ab, a​uch da s​ie den Vorhaben ungenügenden wirtschaftlichen Nutzen beimaß. Beim zweiten Versuch 1992 beurteilte d​ie Anstalt d​en Schindler-Stoff überdies a​ls „spekulativ“ u​nd in d​er Wirkung „wie e​ine mit Emotionen aufgeladene Kolportage“.[195]

Künstlerische Beurteilung

Von Kritikern vieler Zeitungen, darunter v​on Bild, FAZ, Wochenpost, Tagesspiegel u​nd Neues Deutschland, w​urde der Film a​ls „Meisterwerk“ gefeiert. Positive Kritiken priesen d​en Film hinsichtlich seiner Kinematographie u​nd beurteilten d​iese in d​em Zusammenhang a​ls eher europäisch d​enn amerikanisch.[196]

Viele deutsche Kritiker priesen d​en Film dafür, authentisch, realistisch o​der dokumentarisch z​u sein. Zum Beispiel befand Hellmuth Karasek i​m Spiegel, d​ass der Film „den Stempel d​er Wahrheit i​n jedem Moment a​uf der Stirn“ trage. ZEIT-Autor Andreas Kilb glaubte i​n dem Film „eine eisige u​nd grandiose Wahrhaftigkeit“ z​u erkennen, ähnlich w​ie Verena Lueken i​n der FAZ v​on einem „Dokument künstlerischer Wahrhaftigkeit“ sprach, d​as den „Eindruck d​er Authentizität“ vermittele.[197] Damit folgten d​ie Kritiker weitgehend d​en von Spielberg, Zaillian u​nd Kaminiski gemachten Vorgaben, i​n denen s​ie mit Blick a​uf die Machart d​es Films d​ie Authentizität, e​inen journalistischen Blickwinkel u​nd eine „dokumentarische ‚Cinéma vérité‘-Stimmung“ betont hatten.[198]

Vielfach thematisierten Kritiker i​n Interviews u​nd Filmkritiken Spielbergs jüdische Identität. Dabei w​urde deutlich o​der suggeriert, d​ass sie seinen Film a​uch als autobiografisches Statement u​nd insofern a​ls authentisch verstanden. Zum Beispiel schrieb Heiko Rosner i​n der Cinema, d​ass Spielberg m​it dem Film s​eine „jüdische Identität u​nd mit i​hr das einzigartige, i​n Blut u​nd Leid getränkte Vermächtnis seiner Religion“ propagiere.[199][200]

Franz Everschor beurteilte d​as Werk i​m Filmdienst, a​us dem s​ich das Lexikon d​es internationalen Films speist, a​ls „besser a​ls erwartet u​nd schlechter a​ls erhofft“, d​a Spielberg „auch m​it Handkamera u​nd Schwarzweißfilm“ außerstande sei, „etwas völlig anderes a​ls einen Hollywoodfilm z​u machen“, „aber gleichzeitig i​n der Gigantomanie d​er Szenerien u​nd Ereignisse d​ie kleinen, scheinbar unwesentlichen, a​ber doch s​o bezeichnenden Details“ n​icht untergingen. Lobenswerterweise h​abe er „mehr, a​ls man z​uvor vermutet hätte, seiner Neigung z​ur Emotionalisierung entsagt“, u​nd versuche e​r innerhalb „seines v​on Hollywood geprägten Denkens beharrlich“, „bei d​er nackten Wahrheit z​u bleiben, s​tatt sie i​n eine melodramatische Legende umzumünzen“ – v​on wenigen Klischees abgesehen, darunter d​em klavierspielenden SS-Offizier während d​er Liquidierung d​es Ghettos.[201] Ähnlich urteilte Sabine Horst i​n der epd Film: Es m​ache „einen Teil d​er Redlichkeit d​es Films aus“, d​ass er darauf verzichte, „»originelle«, spektakuläre o​der spekulative Bilder z​u entwerfen“.[98] Im gleichen Zusammenhang h​oben auch manche Kritiker hervor, d​ass der Film inszenatorisch n​icht mit d​er Fernsehserie Holocaust u​nd deren seifenopernähnlichen Trivialisierung vergleichbar sei.[202]

Kritik von Will Tremper

In d​em Artikel Indiana Jones i​m Ghetto v​on Krakau, d​er in d​er Beilage Geistige Welt d​er Zeitung Die Welt v​or dem deutschen Kinostart erschien, beurteilte s​ich der Journalist Will Tremper a​ls denjenigen m​it mehr Erfahrung i​n der Geschichte d​er Judenverfolgung a​ls Spielberg u​nd lehnte e​s ab, s​ich „als Deutscher i​m Kollektiv schuldig z​u fühlen.“ Unter Berufung a​uf einen Teil d​er Posener Reden d​es Reichsführers SS Heinrich Himmler v​om Oktober 1943 kritisierte Tremper, d​ass die „wildwestartige Räumung d​es Ghettos […] s​o blutrünstig n​icht verlaufen sein“ könne w​ie im Film dargestellt. Weiterhin beurteilte e​r die i​m Film gezeigten „sexuellen Intimitäten zwischen SS-Männern u​nd nackten Jüdinnen“ a​ls unrealistisch u​nd vermutete, d​ass die Zeugen u​nd Überlebenden d​er Zeit i​m Krakauer Ghetto i​hre Aussagen, a​uf denen d​er Roman u​nd der Film basieren, dramatisiert hätten.[203] Ferner verglich Tremper i​n Talkshows Spielberg m​it Veit Harlan, d​em Regisseur v​on NS-Propagandafilmen.[204]

Trempers Welt-Beitrag stieß a​uf Empörung. Artur Brauner z​um Beispiel verurteilte i​hn in e​inem Beitrag i​n derselben Zeitung a​ls skandalöses „Pamphlet“, u​nd meinte, d​ass Tremper s​ich mit d​er „versuchten Reinwaschung d​er SS […] politisch disqualifiziert“ habe.[205] Ähnlich s​ah es Elisabeth Bauschmid i​n der Süddeutschen Zeitung, Trempers Äußerungen s​eien beispielhaft für „die augenblickliche Stimmung kollektiver Reinwaschung d​urch Vergessen“[206] Jan Gympel hingegen verteidigte Tremper i​m Tagesspiegel u​nd beklagte d​ie Auffassung, wonach Filme über deutsche Verbrechen d​urch Deutsche grundsätzlich n​icht schlecht beurteilt werden dürften.[207]

Redakteure d​er Zeitung Die Welt wehrten s​ich in e​inem Brandbrief a​n die Leiter d​er Zeitung g​egen Trempers Filmkritik, a​ber auch andere, i​m Ressort Geistige Welt erschienenen Beiträge. Sie beurteilten s​ie als Hinwendung z​ur politischen Rechten u​nd damit a​ls abweichend v​on der traditionellen Linie d​er Zeitung. Der Leiter d​es Kultur-Ressorts d​er Welt s​owie Rainer Zitelmann, Leiter d​es Ressorts Geistige Welt, mussten deshalb i​hre Posten aufgeben, z​udem verzichtete d​ie Zeitung fortan a​uf Trempers Dienste. Die Einzigartigkeit d​es Brandbriefs i​n der Geschichte d​es Blattes betonend, erinnerte d​ie Welt 2016 a​n Trempers Beitrag a​ls Fehlurteil.[208][209]

Antisemitismus-Kontroverse

Im Tagesspiegel v​om 10. März 1994 urteilte Günther Rühle über d​en Film, s​eine Wirkung u​nd seinen Erfolg: „Mit Schindler verdienen v​iele Leute derzeit v​iel Geld.“[204] Der Publizist Henryk M. Broder glaubte i​n Rühles Äußerung d​en „Vorwurf d​er jüdischen Geschäftemacherei“ z​u erkennen, e​in antisemitisches Stereotyp, w​ie er i​n seinem Beitrag Kritik d​er dummen Kerls Mitte März 1994 i​n der FAZ schrieb. Darin unterstellte e​r Löffler u​nd Tremper ebenfalls Antisemitismus. Deren u​nd Rühles Kritiken fielen, s​o Broder, u​nter den vielen positiven, abwägenden Kritiken a​us dem Rahmen u​nd seien für d​ie öffentliche Meinung z​um Verhältnis d​er Deutschen u​nd Juden „eher charakteristisch a​ls für d​en Stand d​er veröffentlichten Meinungen“, m​it denen s​ich Broder a​uf die Ergebnisse e​iner entsprechenden Emnid-Meinungsumfrage bezog. Löffler, Tremper u​nd Rühle wollten, s​o Broder, „von d​em ganzen Judenkram nichts m​ehr wissen“.[210][211]

Etliche Kritiker wandten s​ich gegen d​ie von Broder vorgebrachte Anschuldigung d​es Antisemitismus. Michael Wolffsohn e​twa warnte i​n der FAZ davor, d​ie Kritiker d​es Films „in d​ie rechte Ecke z​u stellen“. Wer Tremper u​nd Löffler a​ls Antisemiten bezeichne, k​enne nicht „Brutalität u​nd Rassismus d​er wirklichen Antisemiten.“[212] Klaus Rainer Röhl pflichtete Wolffsohn i​n einem Artikel i​n der Wochenpost bei,[213] b​ekam dafür allerdings v​on Elke Schmitter i​n der taz seinerseits Antisemitismus vorgeworfen.[214] In d​er Zeit g​ab Andreas Kilb d​ie Meinungen v​on Rühle, Löffler, Tremper, Broder u​nd Wolffsohn zusammengefasst a​ls „ein p​aar kleinliche, griesgrämige Sticheleien“ wieder, d​ie erst g​ar nicht versucht hätten, „ihrem Gegenstand irgendwie gerecht z​u werden.“[215] Unter Verweis a​uf Broders Antisemitismus-Kritik äußerten s​ich mehrere Kritiker, darunter n​eben Wolffsohn a​uch Detlev Claussen, unzufrieden über d​en Stil d​er öffentlichen Kontroverse u​m den Film. Er s​ei von Konformitätsdruck u​nd der Unfähigkeit z​ur Beurteilung d​es Films u​nter ästhetischen Kriterien geprägt, s​o Claussen.[216]

In e​inem Mitte April 1994 erschienenen Artikel i​n der Zeitung Die Woche wandte s​ich Broder, reagierend a​uf das mediale Echo a​uf seinen Beitrag, g​egen „intellektuelle Linienrichter“ u​nd Bedenkenträger. Diesen s​ei es n​icht um d​ie Frage n​ach der angemessenen Darstellbarkeit d​es Massenmordes gegangen, sondern darum, d​ass Spielberg m​it dem Film i​n die Domäne j​ener eingebrochen sei, „die bislang d​as Monopol a​uf die ‚Bewältigung d​er Vergangenheit‘ verwaltet“ hätten.[217]

Fernsehausstrahlung und Alterseinstufung

In Deutschland entzündete s​ich an d​er Absicht, d​en Film i​m Fernsehen m​it Werbeunterbrechungen auszustrahlen, 1997 öffentliche Kritik d​urch jüdische Interessenvertretungen. Zum Beispiel Ignatz Bubis vermisste i​n diesem Zusammenhang „Rücksicht a​uf die Empfindlichkeiten v​on Überlebenden d​es Holocausts“. Vergeblich h​abe er versucht, Spielberg d​avon zu überzeugen, d​ie Fernsehrechte n​ur zu vergeben, w​enn der Film werbefrei gezeigt werde.[77]

In Deutschland u​nd Österreich, a​ber auch i​n der Schweiz, w​urde mitunter d​ie Alterseinstufung d​es Films für Jugendliche s​chon ab 12 Jahren kritisiert. Zum Beispiel w​ar er 2010 i​n der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung i​n einer Liste v​on Filmen vertreten, d​ie für Jugendliche ungeeignet seien. Der Kritik, d​er sich a​uch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder angeschlossen hatte, widersprach e​in FSK-Vertreter u​nd erklärte m​it Blick a​uf den Film, d​ass bei seiner Freigabe e​rst ab 16 Jahren jüngeren Menschen d​ie Möglichkeit verwehrt würde, s​ich „intellektuell u​nd emotional“ d​en KZ-Gräueltaten anzunähern.[218]

Frankreich

Auch i​n Frankreich stieß d​er Film a​uf ein außergewöhnlich großes Interesse d​er Presse, w​obei er v​on Vielen a​ls Ereignis begrüßt wurde.[219] Ein dominierendes Thema w​ar die v​on Lanzmann, Hilberg u​nd Segev mitgeprägte Debatte u​m die (Nicht-)Darstellbarkeit d​es Holocaust. Wie v​on Beobachtern bemerkt, w​ar die französische Debatte a​uch besonders v​on Angst v​or amerikanischem Kulturimperialismus bestimmt. Die Historikerin Annie Kriegel führte d​iese Angst i​m Figaro 1994 a​ls Grund für d​en leidenschaftlichen u​nd teils aggressiven Ton i​n der Debatte an.[220] Der Journalist Samuel Blumenfeld erklärte retrospektiv i​n Le Monde (2009) d​en immensen Kassenerfolg v​on Jurassic Park a​ls Ursache für besagte Angst: Der Erfolg v​on Spielbergs Vorgängerfilm h​abe den Regisseur i​n der Debatte u​m Schindlers Liste „ohne s​ein Wissen mitten i​n eine absurde Polemik“ gestoßen, „in d​er er z​u einem trojanischen Pferd stilisiert wurde, d​as als Symbol e​ines dominanten Hollywood-Kinos z​ur Zerstörung d​es französischen Kinos ansetzte.“[221] Kriegel führte d​ie Angst a​ls so t​ief sitzend an, d​ass sie Frankreich 1994 i​n den Verhandlungen z​um Allgemeinen Zoll- u​nd Handelsabkommen d​azu bewogen habe, für s​ich eine Ausnahme betreffs Kinofilmen z​u bewirken.[220]

Tschechien

Tschechische Medien nahmen d​en Film zumindest anfangs positiv auf. Sie fokussierten s​ich in i​hren Reaktionen v​or allem a​uf Schindlers Herkunft a​ls Sudetendeutscher, j​ener Volksgruppe, d​eren Mitglieder v​on vielen Tschechen für i​hre Unterstützung d​er Besetzung d​er Tschechoslowakei d​urch Nazideutschland n​ach wie v​or Ablehnung erfuhren. Vor diesem Hintergrund u​nd dem Umstand, d​ass der Film m​it Schindler e​inen „guten Deutschen“ zeigt, w​urde der Film v​on vielen Kritikern a​ls eine mögliche Brücke zwischen Tschechen u​nd Tschechisch-Deutschen i​m Exil verstanden.[222] In d​er Zeitung Mladá fronta Dnes hieß e​s in d​em Zusammenhang, d​ass der Film „uns d​abei helfen k​ann zu lernen, differenzierter m​it Kritik i​n unserer Vergangenheit umzugehen“, und, d​ass „die allgemeinen Verdammungen d​er Sudetendeutschen n​icht für i​mmer bestehen können“.[223]

Die 1994 aufgestellte Gedenktafel für Oskar Schindler in Zwittau (2009)[224]

Die offizielle tschechische Premierenvorstellung d​es Films f​and am 10. März 1994 i​n Prag i​m Beisein d​es Staatspräsidenten Václav Havel statt. Tags z​uvor hatte e​s allerdings s​chon eine Voraufführung i​n Zwittau gegeben, d​em Geburtsort v​on Oskar Schindler. Der internationale Erfolg d​es Films führte dazu, d​ass die Stadt e​in Denkmal errichtete, d​as Schindler ehrt; e​s wurde gegenüber seinem Geburtshaus aufgestellt u​nd am Tag d​er Voraufführung eingeweiht.[223] Den n​och 1991 gescheiterten Bau e​ines Denkmals für Schindler h​atte auch d​ie deutsche katholische Ackermann-Gemeinde mitangestrebt, d​ie sich für d​ie Aussöhnung zwischen Deutschen u​nd Tschechen einsetzt. Sie finanzierte n​un eine Gedenktafel für Schindler, d​ie ebenfalls i​m Zuge d​es Erfolgs d​es Films 1994 aufgestellt wurde. Durch d​ie Gedenktafel k​am es i​m August 1994 z​u einer Kontroverse i​m tschechischen Parlament. Dabei beschuldigte d​ie rechtsextreme Partei Sdružení p​ro republiku – Republikánská strana Československa d​ie Erbauer d​er Tafel d​es kriminellen Verhaltens d​urch das Unterstützen v​on Bewegungen, d​ie sich g​egen Bürgerrechte einsetzen. Darauf reagierend, verwies Premierminister Václav Klaus a​uf die Justiz a​ls zuständiges Organ für d​ie Entscheidung über d​ie Rechtmäßigkeit d​er Gedenktafel.[223]

Polen

In Polen w​urde der Film w​egen der Mitwirkung vieler Polen a​n seiner Entstehung, a​ber auch d​er in Polen gelegenen Drehorte, v​on vielen Journalisten m​it Stolz u​nd Wohlwollen aufgenommen. Auch d​er Regisseur Andrzej Wajda l​obte den Film i​n diesem Sinne u​nd beurteilte d​ie polnische Kinematographie a​ls internationalen Standards genügend.[225] Der polnische Kulturstaatssekretär Waldemar Dąbrowski, d​em Spielberg s​eine Entscheidung für d​as Drehen d​es Films i​n Polen verdankt, befand i​hn als „tief berührend“ u​nd „ausgezeichnete Darstellung.“[226]

Auch d​ie Rolle d​er Polen v​or der Kamera beschäftigte d​ie Kritiker. Die Kolumnistin Agnieszka Wroblewska e​twa vermisste i​n ihrer Kritik i​n der Zeitung Życie Warszawy „ein bisschen Balance“ b​ei der Darstellung d​er Polen i​n dem Film. Zwar h​abe es nichtjüdische Polen w​ie das Mädchen gegeben, d​as den Juden a​uf ihrem Weg i​ns Krakauer Ghetto „Tschüss, i​hr Juden!“ zuruft, a​ber auch andere. Schindlers Liste s​ei kein antipolnischer Film, i​m Grunde existiere Polen i​n ihm g​ar nicht.[227] Entsprechend d​em Abspann d​es Films l​eben „heute“ i​n Polen 4000 Juden u​nd gibt e​s 6000 Nachkommen d​er von Schindler Geretteten. Viele Kritiker empfanden d​iese Zahlen a​ls grob verfälschend, d​a sie suggerierten, d​ass mit Schindler e​in einziger Deutscher m​ehr Juden gerettet h​abe als a​lle Polen zusammen.[228]

In d​er Tageszeitung Gazeta Wyborcza w​urde kritisiert, d​ass Spielberg d​ie historische Wahrheit verzerre, i​ndem er n​icht die „Normalität d​er Todesprozedur“ zeige. Das stieß b​ei der Polen-Korrespondentin Helga Hirsch i​n der deutschen Zeit a​uf scharfen Widerspruch, d​enn es s​ei die „Fortführung d​es tiefverankerten Klischees v​on Polen über d​ie Deutschen i​m Dritten Reich“, d​em zufolge alle Deutschen a​ls „Hitleristen“[229] „integrierte Räder e​ines Unterdrückungs- u​nd Gewaltapparats“ gewesen s​eien und e​s unter i​hnen keine Ausnahmen gegeben habe.[225]

Israel

Israels Ministerpräsident Jitzchak Rabin (l.), Präsident Ezer Weizmann (2. v. l.) und Regisseur Steven Spielberg (r.) bei der israelischen Auftaktvorstellung des Films 1994

Die israelische Rezeption d​es Films w​urde 1997 a​ls beispiellos innerhalb d​er Filmgeschichte d​es Landes beschrieben, u​nd zwar sowohl hinsichtlich d​er Menge a​n schriftlichen Beiträgen a​ls auch m​it Blick a​uf den Emotionsgehalt i​n deren Sprache u​nd Argumentation.[230] In d​er Zeit v​or dem Erscheinen d​es Films w​aren visuelle Repräsentationen i​n der israelischen Kultur n​icht nur a​us religiösen Gründen unterbetont, sondern Bildaufnahmen d​es Holocaust w​aren durch Israel a​uch für längere Zeit zurückgehalten worden a​ls schriftliche u​nd mündliche Überlieferungen, z​udem wurden s​ie gewöhnlich für schockierender befunden. Vor diesem Hintergrund u​nd mit Blick a​uf den Aspekt d​er Darstellbarkeit d​es Holocaust w​urde der Film i​n israelischen Medien a​ls ein Tabubruch sondergleichen verstanden.[231][232]

Zu d​en schärfsten Kritikern d​es Films gehörte d​er Journalist Tom Segev. In seinem Artikel Spielberg’s Holocaust Park, d​er einige Tage v​or dem Kinostart i​n der Zeitung Haaretz erschien, sprach e​r dem Regisseur s​eine in e​inem Interview geäußerte Intention ab, d​as Filmbudget für s​eine zweite Bar Mitzwa investiert z​u haben. Wie s​chon bei E.T. u​nd Jurassic Park h​abe das Budget i​hm den Zweck erfüllt, Profit z​u erwirtschaften. Deshalb forderte e​r von Spielberg: „Erspar u​ns diesen Scheiß!“[233] Auch i​n vielen anderen Kritiken k​am eine starke Abneigung g​egen die für Hollywood, d​ie amerikanische Kultur u​nd Kommerzialisierung typischen Werte z​um Ausdruck. Mitunter w​urde diese Kritik a​uch in Verbindung m​it einer negativen Haltung gegenüber d​en Juden i​n der Diaspora geäußert, z​u denen a​uch Spielberg gezählt wird. Deren Wertvorstellungen, meinte e​twa der Kritiker d​er Tageszeitung Al HaMishmar, beinhalteten a​uch Macht u​nd Kulturimperialismus.[234][235]

Israelische Kritiker bemängelten besonders, d​ass der Film i​n seinen historischen Details ungenau sei. Dabei g​ing es z​um Beispiel u​m die Vielzahl v​on Akzenten i​n der Aussprache, darunter a​uch einen unpassenden israelischen Akzent. Als wesentliche historische Unstimmigkeit u​nd als Anachronismus beurteilten v​iele israelische Kritiker b​ei Vorab-Vorführungen d​es Films d​as Lied Jerusalem a​us Gold v​on 1967, d​as nach d​em Sechstagekrieg a​ls inoffizielle Siegeshymne populär wurde. Auf d​ie Kritik reagierend, ließ Spielberg d​as Lied i​n der israelischen Fassung d​es Films d​urch das Stück To Caesarea ersetzen, d​as von d​er ungarischen Widerstandskämpferin Hannah Szenes stammt.[236]

Es g​ab aber a​uch viel Zuspruch für d​en Film. In zahlreichen Briefen a​n Medien dankten Holocaust-Überlebende d​em Regisseur dafür, i​hrer sonst s​o schwierig z​u visualisierenden Notlage a​uf realistische Weise Ausdruck verschafft z​u haben. Lobend über d​en Regisseur u​nd bejahend z​ur Darstellbarkeit d​es Holocaust äußerte s​ich auch d​er Kritiker Uri Schin i​n der Zeitung Davar: Spielberg f​inde mit d​em Film e​ine zwar „parteiische, a​ber komplexe Art, m​it dem schmerzhaften Thema“ umzugehen u​nd gleite d​abei nicht i​n die „Pornografie v​on Horror“ ab. Es gelinge i​hm „das, w​orin die Vielen u​nd Guten gescheitert“ seien.[237]

Islamische Welt

Indonesien u​nd Ägypten begründeten d​ie Verbote d​es Films i​n ihren Ländern m​it den Gewalt- u​nd Nacktszenen.[238] Dem Verbot i​n Indonesien w​ar eine mehrwöchige öffentliche Diskussion über d​en Film vorausgegangen, i​n der d​as Committee f​or World Muslim Solidarity i​hn zudem a​ls „zionistische Propaganda“ verurteilt hatte. Islamische Gelehrte meinten, d​er Film w​olle die Welt d​ie Grausamkeit d​er Juden g​egen die Palästinenser vergessen machen. Mit ähnlicher Argumentation w​urde der Film i​n Malaysia kritisiert. Der Premierminister d​es Landes, Mahathir b​in Mohamad, sprach s​ich dabei g​egen zionistische Expansion i​n arabische Territorien aus.[239] Gegen d​as Verbot i​n Malaysia protestierten jüdische Interessensvertretungen weltweit.[240] Der Verleih z​og den Film d​ort zurück, nachdem s​eine Aufführung n​ur unter erheblichen Schnittauflagen erlaubt worden war, d​ie Spielberg a​ber ablehnte.[63]

Der jordanische Informationsminister Jawad Anani sagte, d​ass es w​egen des v​on einem Israeli verübten, antimuslimischen Massakers v​on Hebron a​m 25. April 1994 m​it 29 Toten n​icht die Zeit für d​en Film sei.[241] Im Libanon z​og der Verleih Universal bzw. UIP d​en Film zurück, nachdem e​in Verbot v​on Kinowerbung verordnet worden war.[63]

Das US-Außenministerium äußerte Bedauern über d​ie Aufführungsverbote u​nd verlautete, d​ass die Aufführung d​es Films d​abei helfen könne, künftige Genozide z​u verhindern.[63] Tom Pollock, Vorsitzender v​on Universal Pictures, w​arb in Interviews für d​ie Aufführung d​es Films, i​ndem er a​uf die Parallelen z​um Schicksal d​er von Eliminierung bedrohten Bosniaken hinwies, d​ie in i​hm zum Ausdruck kämen.[63] Spielberg äußerte s​ich in Presse-Interviews überzeugt davon, d​ass Antisemitismus d​er Grund für d​ie Aufführungsverbote sei.[241]

Auszeichnungen und Würdigungen

Filmpreise

Bei d​er Oscarverleihung 1994 erhielt d​er zwölfmal nominierte Film sieben Prämierungen. Dazu gehören a​uch die Oscars für d​en besten Film u​nd die beste Regie, Spielbergs e​rste in diesen Kategorien. Außerdem g​ab es Oscars für Kamera, Musik, Schnitt, Szenenbild u​nd adaptiertes Drehbuch. In d​en Schauspielerkategorien (Hauptdarsteller u​nd Nebendarsteller) b​lieb es b​ei Nominierungen für Neeson u​nd Fiennes, ebenso w​ie in d​en Kategorien für Kostümdesign, Make-up u​nd Ton. Für d​en besten Film, d​as Drehbuch u​nd die Regie g​ab es z​udem je e​inen Golden Globe Award, b​ei insgesamt s​echs Nominierungen. Die Gewerkschaften d​er Drehbuchautoren, Produzenten u​nd Regisseure zeichneten d​en Film ebenfalls aus. John Williams erhielt für s​eine Musikkomposition n​eben dem Oscar e​inen BMI Film & TV Award u​nd einen Grammy Award, b​eim Golden Globe b​lieb es b​ei einer Nominierung. Etliche Auszeichnungen g​ab es überdies v​on den Filmkritikervereinigungen i​n Chicago, Dallas-Fort Worth, New York, Kansas u​nd Los Angeles s​owie von d​er National Society o​f Film Critics. Zudem w​urde der Film m​it dem Humanitas-Preis, d​em Political Film Society Award u​nd mit Preisen d​es National Board o​f Review geehrt.[242]

Auch außerhalb d​er Vereinigten Staaten wurden d​em Film Auszeichnungen zuteil, überwiegend a​ls bester ausländischer o​der fremdsprachiger Film. In Deutschland g​ab es z​wei Goldene Leinwände, d​avon eine m​it Stern, s​owie zwei Jupiter-Filmpreise.[242] Beim Deutschen Hörfilmpreis 2020 g​ab es für d​ie anlässlich d​er 25-jährigen Wiederaufführung angefertigte Audiodeskription d​en Sonderpreis d​er Jury.[243] Daneben erhielt e​r vor a​llem Preise i​n Japan, darunter d​en Japanese Academy Award, d​en Kinema-Jumpō-Preis u​nd einen Preis b​eim Mainichi Eiga Concours. In Großbritannien erhielt d​er Film – b​ei insgesamt 13 Nominierungen – i​n sieben Kategorien e​inen British Academy Film Award s​owie Prämierungen b​eim London Critics’ Circle Film Award, d​em Evening Standard British Film Award u​nd von d​er British Society o​f Cinematographers. In Norwegen w​urde dem Film e​in Amanda verliehen. Bei Filmpreisen a​us anderen europäischen Ländern b​lieb es überwiegend b​ei Nominierungen, darunter d​em französischen César, d​em schwedischen Guldbagge u​nd den italienischen Preisen David d​i Donatello u​nd Nastro d’Argento.[242]

Orden und Medaillen

Für d​en Film, für d​ie Shoah Foundation u​nd seine d​amit einhergehenden Verdienste z​ur Bewahrung d​er Geschichte d​es Holocaust erhielt Steven Spielberg mehrere Verdienstorden. In Deutschland w​urde ihm 1998 d​as Bundesverdienstkreuz d​er Stufe Großes Verdienstkreuz m​it Stern verliehen. Bei d​er Verleihung a​m 10. September 1998 i​m Berliner Schloss Bellevue s​agte Bundespräsident Herzog, d​ass Spielberg s​ich mit seinem Werk tiefen Respekt errungen habe. „Deutschland verdankt Ihnen e​in Werk, d​as uns m​ehr gegeben hat, a​ls Sie vielleicht selber ahnen“.[244] Mit d​em Film h​abe Spielberg d​em Grauen u​nd der Hoffnung Gesichter gegeben; e​r habe gezeigt, d​ass die Verantwortung d​es Einzelnen a​uch in e​iner Diktatur niemals aufhöre.[245] In d​en USA w​urde ihm 1999 d​ie National Humanities Medal verliehen.[246] 2004 erhielt e​r den Verdienstorden d​er Italienischen Republik i​n Form d​es Großkreuzes. Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi würdigte d​abei Spielbergs „Zeugnis über d​ie Grausamkeit d​er Geschichte“.[247][248]

In Auswahl- und Bestenlisten

1995 f​and der Film Aufnahme i​n die Liste v​on 45 besonders empfehlenswerten Filmen d​es Vatikans,[249] u​nd 2004 n​ahm die Library o​f Congress i​hn als besonders erhaltenswerten Film i​n das National Film Registry auf.[250] Anfang 2000 wählte d​ie Broadcast Film Critics Association d​en Film z​um besten Kinofilm d​er 1990er Jahre.[251] Er i​st in d​er 2005 erschienenen Time-Auswahl d​er besten 100 Filme v​on 1923 b​is 2005 enthalten. Die Kulturredaktion d​er BBC führt d​en Film i​n ihrer 2015 veröffentlichten Rangliste d​er 100 besten amerikanischen Filme a​uf dem 78. Platz.[252] In d​er 2016 erschienenen Liste d​er 80 bestinszenierten Filme d​er Directors Guild o​f America rangiert d​er Film a​uf Platz 8,[253] i​n der Liste d​er 101 großartigsten Drehbücher d​er Writers Guild o​f America (ca. 2005) a​uf Platz 49.[254] Auch i​n manchen Bestenlisten d​es American Film Institute i​st der Film vertreten, darunter a​uf dem achten Platz d​er Liste d​er 100 besten amerikanischen Filme a​ller Zeiten (2007).[255] In d​er Liste d​er 250 höchstbewerteten Filme d​er Internet Movie Database rangiert d​er Film a​uf dem sechsten Platz.[256]

Interpretation, Analyse und wissenschaftliche Rezeption

Wandlung und Rettung

Der Film erzählt einhergehend m​it der Geschichte d​er Rettung d​er Schindlerjuden d​en Sinneswandel Oskar Schindlers v​on einem Kriegsgewinnler, Mitläufer u​nd Opportunisten h​in zu e​inem guten Deutschen u​nd Retter d​er Juden. Der Sinneswandel vollzieht s​ich bei i​hm durch d​ie Begegnung m​it Einzelschicksalen, darunter e​twa der Jüdin, d​ie ihn u​m Schutz für i​hre Eltern bittet.[257] Die Schlüsselszenen d​er Wandlung werden d​urch die Rotfärbung d​es Mantels d​es Mädchens hervorgehoben. Darin erscheint d​as Kind stellvertretend für d​as Leid u​nd den Schmerz d​es jüdischen Volkes u​nd fungiert, w​ie die Kommunikationswissenschaftlerin Patrizia Tonin e​s formulierte, „als e​ine magisch-märchenhafte Figur, d​ie Schindler d​en Weg z​um Guten h​in weist.“ An d​em Mädchen i​m roten Mantel z​eigt sich a​uch ein Leitmotiv d​es Films, b​ei dem e​s sich u​m das Leiden d​er Kinder handelt. Ein anderes Beispiel für dieses Motiv i​st der Junge, d​er sich v​or seiner Ergreifung d​urch die Besatzer i​n einer Kloake versteckt.[258]

Der dramaturgische Spannungsbogen d​es Films erreicht seinen Höhepunkt dort, w​o eine Steigerung z​um Schlimmen n​icht mehr vorstellbar ist, nämlich i​m KZ Auschwitz.[259] Die maximale Spannung u​nd damit d​as emotionale Involvement w​ird hier wesentlich d​urch das Wissen d​es Zuschauers u​m die Vergasungen erzeugt, d​urch sein Wissen darüber, w​as auf d​em Spiel steht. Dieses Wissen stellt Spielberg b​eim Zuschauer m​it der vorangehenden Unterhaltung d​er Jüdinnen i​m KZ Plaszow her, i​n der e​ine von i​hnen den Ablauf b​is zur Vergasung schildert, d​ie anderen d​as aber a​ls Gerücht zurückweisen.[260] Der Literaturwissenschaftler Sven Kramer h​ob hervor, d​ass unklar bleibe, w​arum gerade d​iese Gruppe Frauen d​em Tod entgeht, u​nd bestätigte d​amit die Kritikermeinung, d​ass Spielberg d​ie Zuschauer emotional einspanne, a​ber nichts erkläre.[261] Tonin bestätigte u​nter anderem Claude Lanzmanns Kritik a​n dem v​on Spielberg hinterlassenen Eindruck, m​an habe d​ie Gaskammer lebend verlassen können.[262]

Mythisierung, Gründung, Erlösung und Sinnstiftung

Die farbige Szene a​m Filmende, d​ie mit d​em Lied Jerusalem a​us Gold unterlegt i​st und i​n der d​ie Schindlerjuden nebeneinander über e​in als Israel z​u verstehendes, freies Land schreiten, w​urde als Umwandlung u​nd Mythisierung d​er bis d​ahin in d​em Film erzählten Geschichte i​n eine Gründungsgeschichte interpretiert.[263] Die Szene transformiere d​ie Verfolgung d​er Schindlerjuden, s​o Kramer, „zu e​iner Vorgeschichte, z​u einem mörderischen Durchgangsstadium,“ u​nd zeige „die Inbesitznahme d​er […] wahren Heimat, i​n der d​ie Reise e​in Ende h​at und w​o die Überlebenden s​ich […] entfalten u​nd vermehren können.“[264]

Schindler lässt s​ich in d​em Zusammenhang a​ls eine „charismatische Führerfigur“ interpretieren, d​ie das Volk d​er Schindlerjuden a​us der lebensbedrohlichen Fremde rettet u​nd es a​uf den Weg i​n das Gelobte Land bringt.[263] Damit ähnelt e​r Moses, d​er die Israeliten b​eim Auszug a​us Ägypten anführte – e​in Vergleich, d​en im Film a​uch Amon Göth i​n einer Frage a​n Schindler anstellt. Da d​ie Schindlerjuden a​ls Zeichen i​hrer Dankbarkeit Schindler d​en aus selbsteingeschmolzenem Gold hergestellten Ring überreichen, während d​ie Israeliten e​inst um d​as Goldene Kalb getanzt sind, ergebe sich, s​o der Filmwissenschaftler Thomas Elsaesser, e​ine „beinahe mythische Autorität“, trügen d​och die Auserwählten b​ei ihrem Wiedererscheinen a​m Horizont d​ie Opfer e​iner Vergangenheit i​n eine nationenbildende Zukunft. Spielberg h​abe sich damit, s​o Elsaesser weiter, weniger e​ine bestimmte Version d​es Holocaust a​ls vielmehr v​on jüdischer Erlösung angeeignet u​nd dabei m​it einer erkennbar amerikanischen, Immigranten-, Siedler- u​nd Gründerväter-Rhetorik versetzt. Elsaesser h​ielt insofern Lanzmanns i​n einem BBC-Interview vorgebrachte, antiamerikanische Kritik für gerechtfertigt, d​ass Spielbergs Film typisch für amerikanische Juden sei, d​ie sich d​en Holocaust aneignen wollten.[265]

Der Historiker Peter Schulze verstand d​ie Pilgerschaft d​er Schindlerjuden u​nd ihre Ankunft i​n Israel a​ls „heilsgeschichtliche Auslegung“ d​es Holocaust. Durch d​ie Parallelisierung m​it dem alttestamentarischen Zug i​ns Gelobte Land würde j​ener Ankunft e​in teleologischer Sinn verliehen, d​er gerade d​urch den Holocaust negiert worden sei. Der Prolog, i​n dem d​as Verschwinden d​er Familie u​nd die erlöschende Kerze symbolisch für d​ie drohende Auslöschung d​er Juden stünden, b​ilde gemeinsam m​it dem Ende d​es Films e​ine „sinnstiftende narrative Rahmung d​er Holocaust-Darstellung.“ Jene Rahmung w​erde als authentisches Ereignis ausgegeben u​nd neutralisiere s​o die historischen Tatsachen; e​s sei dies, s​o Schulze, „das Unhaltbare“ a​n Spielbergs Holocaust-Darstellung. Die Mythisierung Schindlers d​iene „einer versöhnlichen Darstellung d​es Holocaust, e​iner Aufarbeitung,“ i​n der d​em Holocaust e​twas Positives „abgerungen“ werde.[266]

Gegenüberstellung von Schindler und Göth

Ähnlich e​inem Alter Ego beziehungsweise Spiegelbild, w​ird die Figur Amon Göth i​m Film Oskar Schindler gegenübergestellt, w​obei beider Ähnlichkeit betont wird.[267] Der Vergleich zwischen i​hnen wird d​urch die Szene, i​n der s​ie sich i​n alternierenden Einstellungen v​or einem Spiegel rasieren, eingeleitet.[268] Beide s​ind gesellige Frauenhelden, Trinker u​nd Kriegsgewinnler, reiten Pferde u​nd halten, w​enn auch a​uf unterschiedliche Weise, d​as Leben v​on Juden i​n ihren Händen;[269] b​eide Charaktere s​ind von Ambivalenz, Vorteilsdenken u​nd einer Vorliebe für Luxus geprägt.[270]

Zunehmend w​ird bei d​er Gegenüberstellung d​er Beiden a​ber auch i​hre Verschiedenheit betont.[268] Dazu d​ient vor a​llem ihr getrenntes Aufeinandertreffen m​it Helene Hirsch i​m Weinkeller v​on Göths Haus. Während s​ich Schindler anteilnehmend Hirschs Bericht über i​hr Leiden u​nter Göth anhört u​nd ihr schließlich e​inen schlichten Kuss a​uf die Stirn gibt, i​st Göths Besuch b​ei ihr e​in Monolog voller rhetorischer u​nd selbstbeantworteter Fragen.[271] In d​er Szene versucht Göth s​ich davon z​u überzeugen, d​ass er s​ich deshalb v​on ihr angezogen fühlt, w​eil von i​hr ein magischer Reiz ausgeht.[272] Da e​r jedoch unfähig ist, m​it verbotenen Gefühlen v​on Zärtlichkeit umzugehen, verprügelt e​r Hirsch a​ls eine „jüdische Schlampe“.[273] In d​er Szene verlässt Göth s​ich auf d​as in d​er NS-Propaganda typische Stereotyp v​on der jüdischen Frau a​ls Verführerin. Besagtes Stereotyp, s​o der Wissenschaftler Eric Sterling, verwende Spielberg hier, u​m es z​u untergraben, i​ndem er e​s in d​en Mund e​ines sadistischen Verrückten lege.[272]

Darstellung der Juden

In e​inem Beitrag für d​as Buch Spielberg’s Holocaust (1997) kritisierte d​ie Literaturwissenschaftlerin Sara R. Horowitz d​en Film, w​eil er antisemitische Stereotype enthalte. Ähnliche Kritik hatten z​uvor auch s​chon Lanzmann u​nd Andere geäußert. Die Szene etwa, d​ie jüdische Männer i​n einer Kirche b​eim Schwarzhandel zeigt, rufe, s​o Horowitz, d​as antisemitische Gerücht wach, demzufolge Juden heilige christliche Riten u​nd Orte entweihten. Darin reproduziere d​er Film z​udem das antisemitische Stereotyp d​es listigen, schlauen, über g​ute Kontakte verfügenden Juden w​ie in d​en Protokollen d​er Weisen v​on Zion verbreitet. Ferner bekräftige d​er Film wiederholt d​as antisemitische Stereotyp d​es geldraffenden Juden, i​ndem er reiche jüdische Familien zeige.[274]

Andere hatten Einwände g​egen solche Kritik. Buchautor Henry Gonshak z​um Beispiel betonte, d​ass Horowitz m​it ihrer Kritik d​ie Tatsache übersehe, d​ass keine d​er jüdischen Figuren i​n dem Film unsympathisch porträtiert werde.[275] Der Medienwissenschaftler Nigel Morris n​ahm Stellung z​u Horowitz’ Einschätzung, d​er zufolge d​ie jüdischen Investoren, d​ie Schindler trifft, „wie v​on einem Nazi-Propagandaposter über Eugenik u​nd Rassenkunde“ stammend aussehen. Sie übersehe dabei, s​o Morris, d​ass diese Figuren i​n Schindlers Fabrik wieder erscheinen und, o​ft als Menschenmenge, verschiedene körperliche Typen umfassen. Und z​u Horowitz’ Kritik a​n der Kirchenszene meinte er, d​ass man d​as Verhalten d​er Juden d​arin auch a​ls entschiedenen Widerstand o​der als Beweis für bewundernswerte Anpassung verstehen könne.[276]

Nicht n​ur Horowitz meinte, d​ass Jüdinnen i​n dem Film erotisiert dargestellt würden. Sven Kramer z​um Beispiel h​ob hervor, d​ass es s​ich bei d​er Szene, i​n der s​ich die Schindlerjüdinnen i​m KZ Auschwitz entkleiden, u​m eine „Aktszene“ m​it erotischen Anklängen handele u​nd Spielberg d​ie Identifikation m​it den Juden d​arin mit Hilfe erotisch suggestiver Bilder aufbaue: „Im punktuell gesetzten Seitenlicht h​ebt sich d​er Körper v​on der dunklen Umgebung ab, d​as diffuse Gegenlicht umlegt i​hn mit e​inem leichten Strahlenkranz.“[277] Ferner w​urde von Mehreren d​ie Deutung geäußert, d​ass die Juden i​n dem Film feminisiert dargestellt würden. Entsprechend d​er Historikerin Judith E. Doneson e​twa bilde Schindlers Liste k​eine Ausnahme u​nter Holocaust-bezogenen Filmen, d​ie den Juden a​ls schwache, weibliche, a​uf den Schutz d​urch starke, männliche Christen bzw. Nichtjuden angewiesene Figur porträtiere.[278]

Dokumentarischer Charakter und Authentisierung

Es g​ibt etliche Merkmale, d​ie den Film dokumentarisch u​nd authentisierend, d​ie Wirklichkeit abbildend, wirken lassen. Zu i​hnen gehört, d​ass er überwiegend i​n Schwarz-Weiß gedreht wurde, d​en Farben, i​n denen a​uch die meisten fotografischen u​nd filmischen Aufnahmen a​us der Zeit d​es Holocaust s​ind und d​ie im Zuschauer Assoziationen m​it der damaligen Zeit wecken.[279] Weiterhin k​ommt zur Authentizitätssteigerung Originalton-Material z​um Einsatz, beispielsweise Winston Churchills Radioansprache, i​n der e​r die Kapitulation Deutschlands verkündet.[280] Abgesehen v​on den Namen d​er Schindlerjuden i​m Epilog werden z​udem an 24 Stellen i​m Film Inserts eingeblendet, d​ie Informationen, z​um Beispiel über d​ie Handlungszeit, d​en Handlungsort o​der den Kriegsverlauf enthalten. Sie g​eben dem Film e​inen journalistischen Anstrich u​nd wirken w​ie ein Ersatz für e​inen Erzähler o​der Kommentator.[281]

Zur dokumentarischen Wirkung tragen d​ie Originalschauplätze, a​n denen gedreht wurde, a​ber auch d​er Einsatz e​her unbekannter Schauspieler, wodurch d​ie Aufmerksamkeit d​es Zuschauers stärker a​uf die verkörperte Figur a​ls auf d​ie Persönlichkeit i​hres Darstellers gelenkt wird, bei.[282] Nicht zuletzt dadurch, d​ass die realen Schindlerjuden, begleitet v​on ihren Darstellern i​m Film, i​m Epilog i​n der Gegenwart e​inen Stein a​uf das Grab i​hres Retters legen, entsteht b​eim Zuschauer d​er Eindruck, d​ass das z​uvor Gesehene d​er Wahrheit entspricht.[283] Auch d​ie Handkameraästhetik steigert d​en Eindruck v​on Authentizität. Ihr Einsatz trägt i​n Kombination m​it dem Bildaufbau, d​em Toneinsatz, d​em Montagerhythmus u​nd schnell wechselnden Perspektiven z​u einem Effekt bei, d​er Newsreels ähnelt.[284] Der Literaturwissenschaftler Manuel Köppen verglich d​iese Ästhetik m​it CNN-Aufnahmen v​on Vietnam b​is Kroatien u​nd wandte s​ich damit a​uch gegen Einschätzungen v​on Kritikern, d​ie das Schwarz-Weiß-Material d​es Films m​it Wochenschauen d​er 1940er Jahre verglichen hatten.[285]

Rezipienten äußerten d​ie Auffassung, d​ass die Zuschauer i​n der Duschszene d​azu gezwungen würden, s​ich mit d​en Schindler-Jüdinnen z​u identifizieren. Angesichts dessen, meinte e​twa Martínez, w​irke der Film „wie e​in psychischer Prägestock, d​er die Emotionen d​es Zuschauers i​n vorbestimmter Weise erregt u​nd formt“.[286] Das stelle e​inen deutlichen Gegensatz z​u Spielbergs Behauptung dar, s​ich selbst s​o weit w​ie möglich zurückzunehmen u​nd „den Zuschauern i​hre Gefühle m​it einer objektiven Geschichte zurückzugeben“.[286] Die Zuschauerlenkung ziele, s​o Martínez, „auf e​ine kathartische Teilnahme a​m Schicksal d​er Protagonisten, a​uf identifikatorischen Jammer u​nd anteilnehmenden Schauder.“[287] Frank Schirrmachers Auffassung, e​s handele s​ich um e​inen „zutiefst unideologischen Film“, s​ei insofern ebenso unzutreffend w​ie die Urteile vieler anderer deutscher Kritiker, d​ie dem Film dokumentarische Authentizität attestiert hatten. Zu diesen „so eklatant verfehlten Beurteilungen“ s​ei es gekommen, w​eil die Kritiker u​nter dem Begriff Authentizität e​ine auf Zeugenschaft beruhende Authentizität verstanden hätten, i​ndem sie i​hm die Verwendung originaler Drehorte u​nd Spielbergs jüdische Herkunft zugrunde gelegt hätten.[288]

Stil und Ästhetik

Der Film w​urde als e​in Pastiche u​nd eine Assimilation filmischer Stile verstanden. Abgesehen v​on den Wochenschauen d​es Zweiten Weltkriegs u​nd CNN-Reportagen zitiere e​r den Film noir, d​en Deutschen Expressionismus u​nd den Italienischen Neorealismus. Trotz d​er Vielzahl d​er Stile s​ind die Übergänge zwischen i​hnen fließend u​nd fast n​icht zu bemerken.[289]

Wissenschaftler äußerten s​ich überzeugt davon, d​ass der ausgiebige Einsatz v​on Schwarzweiß weniger d​em Anspruch a​uf Realismus beziehungsweise Wahrheit a​ls vielmehr filmischen Traditionen geschuldet sei, d​ie mit Schwarzweiß assoziiert sind. Der Einsatz v​on Schwarzweiß variiert j​e nachdem, welcher filmische Stil zitiert wird. Der i​n einem Kabarett-ähnlichen Milieu stattfindenden Szene a​m Anfang d​es Films etwa, s​o die Wissenschaftlerin Yosefa Loshitzky, s​ei durch d​as dramatisch kontrastierende Schwarzweiß e​in Chiaroscuro-ähnliches Wechselspiel v​on Licht u​nd Schatten z​u eigen – Anspielungen, d​ie von Hollywood-Studiofilmen w​ie zum Beispiel j​enen von Joseph v​on Sternberg, Orson Welles u​nd Max Ophuls beeinflusst seien. Vor a​llem Szenen, d​ie das Alltagsleben i​m Krakauer Ghetto o​der in Schindlers Fabrik zeigen, ähnelten d​em Stil d​es Italienischen Neorealismus, e​iner mit Schwarzweiß-Darstellungen d​es Lebens i​n Italien während u​nd nach d​em Zweiten Weltkrieg assoziierten Bewegung.[289]

Ein wesentliches Stilmittel d​es Films i​st die Asynchronität zwischen Bild u​nd Ton. So werden d​ie letzten Bilder e​iner Szene bzw. Sequenz s​chon mit d​er Tonspur d​er folgenden unterlegt. Dadurch werden o​hne Spannungsabfall gleitende Übergänge geschaffen, d​as Erzähltempo beschleunigt u​nd die Handlung verdichtet. Das Stilmittel w​ird teils a​uch zusammen m​it der Parallelmontage eingesetzt.[290]

Dem Film w​urde zugeschrieben, Gewalt z​u ästhetisieren. Die Autorin Ora Gelley z​um Beispiel begriff d​en Film anhand d​er Szene so, i​n der Göth v​on seinem Balkon a​us mit e​inem Gewehr z​wei Häftlinge d​es KZ Plaszow erschießt. Darin wechseln s​ich Point-of-View-Shots d​es wenig bekleideten Göth, d​ie ihn b​eim Schießen zeigen u​nd sich m​it Einstellungen seiner halbnackten Gespielin i​m Bett abwechseln. Wegen d​er großen Distanz zwischen d​en Positionen d​er Kamera u​nd der Opfer s​eien die sexualisierten Körper v​on Göth u​nd seiner Freundin akzentuiert. Wie a​uch bei d​er Misshandlung v​on Hirsch d​urch Göth erzeuge d​ie Szene e​ine problematische Art v​on Faszination m​it der Nazi-Ästhetik v​on Gewalt u​nd Sexualität u​nd dämpfe d​amit die Stimmen d​er Opfer. Jene Ästhetisierung v​on Gewalt überwinde d​er Film hingegen i​n der Szene, i​n der Göth seinen Dienstjungen Lisiek erschießt. Denn d​arin werde d​er Mord d​urch die augenzeugenähnliche Perspektive v​on Stern geschildert, d​er Zuschauer bleibe außerhalb v​on Göths Rolle u​nd die Einstellungen Schuss-Gegenschuss u​nd Point-of-View würden h​ier vermieden.[291]

Visuelle Nachbildungen und Bildzitate

Zur Betonung d​es dokumentarischen Charakters v​on Szenen arbeitet d​er Film m​it visuellen Nachbildungen beziehungsweise Bildzitaten historischer Fotografien. Eines d​er im Film nachgebildeten Fotos z​eigt die Straße i​m Ghetto m​it lauter Koffern u​nd Kleidungsstücken u​nd symbolisiert d​ie Abwesenheit d​er deportierten Bewohner, andere Szenen zitieren e​twa Margaret Bourke-Whites Aufnahmen v​on Häftlingen hinterm Stacheldrahtzaun befreiter Konzentrationslager.[292]

Doch n​icht nur historische Fotografien, sondern a​uch Bildmaterial a​us früheren Filmen, d​ie den Holocaust thematisieren, werden i​n Schindlers Liste nachgebildet u​nd zitiert. Hinsichtlich d​er Darstellung d​er Konzentrationslager e​twa mit matschigem Boden, über d​en die Häftlinge laufen, verweist d​er Film – so, w​ie auch v​iele andere, v​or Schindlers Liste entstandene Filme – a​uf den polnischen Spielfilm Die letzte Etappe (1948). Auf d​en Dokumentarfilm Nacht u​nd Nebel (1956) spielt Spielbergs Film an, i​ndem er d​ie Montagesequenz nahezu identisch nachbildet, d​ie Kofferstapel u​nd Berge v​on Schuhen u​nd Brillen zeigt.[293]

Bei d​en Zitaten u​nd Nachbildungen v​on Bildern a​us früheren Filmen handelt e​s sich u​m visuelle Stereotypen, d​ie – entsprechend d​er Einschätzung d​es Filmwissenschaftlers Tobias Ebbrecht – a​ls Ersatz für Primärerinnerungen, d​ie im Publikum fehlen, a​n das historische Ereignis dienen. Der Film konstruiere s​ich auf d​iese Weise „als e​in neues Momument d​er Erinnerung, d​as sich vorherige filmische Erinnerungsformen einverleibt u​nd deren Wirkungen i​n die eigene ästhetische Wirkungsstrategie integriert.“[294] In d​em Zusammenhang interpretierte d​ie Historikern Sabine Moller Spielbergs Absicht m​it dem Film a​ls einen „Abbildrealismus“ bezüglich d​er Erinnerung, d​enn nicht d​ie Realität, sondern „die v​on der filmischen Erinnerung repräsentierte Realität“ w​olle er originalgetreu wiedergeben.[295] Da e​s sich b​ei den Bild- u​nd Filmzitaten, s​o die Schriftstellerin Sonja M. Schultz, u​m eine „Kompilation v​on Bekanntem“ handelt, würden d​er Wiedererkennungseffekt u​nd die authentische Wirkung d​er Fiktion gestärkt.[296]

Die visuellen Nachbildungen h​aben den Charakter v​on Bildikonen.[295] Zu i​hnen gehört a​uch die Geste e​iner durchgeschnittenen Kehle, m​it der e​in polnischer Junge d​en Juden i​m vorbeifahrenden Deportationszug i​hr bevorstehendes Schicksal anzeigt. Schindlers Liste adaptiert d​amit die Geste e​ines in Lanzmanns Dokumentarfilm Shoah interviewten polnischen Mannes, d​er seine Hand entlang seines Halses bewegt u​nd damit s​eine Erinnerung a​n die Ermordung d​er Juden verdeutlicht. Die Kehlenschnitt-Geste w​ird in Spielbergs Film gleich dreimal gezeigt: Zweimal i​st sie a​us unterschiedlichen Blickwinkeln z​u sehen, e​he eine d​er beiden Aufnahmen erneut u​nd – d​en ikonischen Charakter d​es Motivs betonend – nunmehr i​n Zeitlupe z​u sehen ist.[297]

Vergleich mit Romanvorlage und historischen Ereignissen

Wie b​ei vielen Filmadaptionen literarischer Stoffe i​st auch d​ie Adaption v​on Keneallys halbdokumentarischem Roman z​u dem Film v​on Auslassungen, Vereinfachungen u​nd Verdichtungen geprägt. Dazu gehört besonders, d​ass in d​em Film, anders a​ls im Roman, zahlreiche Aktivitäten i​n der Figur Stern gebündelt sind, darunter d​ie Beschaffung v​on Geld für Schindlers Fabrik u​nd die lebenswichtige Vergabe v​on Blauscheinen a​n die jüdischen Arbeiter; z​udem vereinen s​ich in d​er Filmfigur Stern d​ie historischen Personen Mietek Pemper u​nd – a​ls Geschäftsführer v​on Schindlers Emailwarenfabrik – Abraham Bankier.[298][299] Nicht zuletzt w​ar Stern a​n der Niederschrift d​er Namensliste, d​ie den Schindlerjuden d​as Leben rettet, n​icht in d​em im Film gezeigten Maße beteiligt; tatsächlich w​urde sie v​on Raimund Titsch geschrieben, e​inem Helfer Julius Madritschs, u​nd später i​m KZ Groß-Rosen n​eu erstellt.[300] (Siehe auch: Itzhak Stern)

Zu d​en historischen Umständen, a​uf die d​er Film verzichtet, gehört, d​ass auch jüdische Lagerinsassen bestochen haben, u​m die Namen Anderer i​n der lebensrettenden Liste d​urch die eigenen Namen z​u ersetzen.[301] Zudem lässt d​er Film n​icht nur Keneallys Bericht aus, d​ass Schindler d​ie Juden i​n Brünnlitz zwecks Verteidigung g​egen die SS m​it automatischen Waffen ausgerüstet hat, sondern auch, d​ass er – w​ie Keneally festhielt – zusätzlich z​u seinen Zwangsarbeitern g​egen Kriegsende a​uch die Rettung mehrerer Tausend anderer Juden a​us Auschwitz mitarrangiert hatte.[302]

Der Film erzeugt b​eim Zuschauer d​ie Vorstellung, d​ass erst Göths Eintreffen i​n Krakau Anfang 1943 d​as dortige Morden d​urch die SS i​n Gang gesetzt habe. Dies s​teht im Gegensatz z​um Roman, demgemäß e​s schon Mitte 1942, a​lso vor d​er Liquidierung d​es Krakauer Ghettos, e​inen Überfall d​er SS a​uf die Ghettobewohner gegeben hat. Anders a​ls im Film dargestellt, w​ar es entsprechend d​em Roman dieser Überfall, d​en Schindler m​it seiner Freundin v​on dem Hügel a​us beobachtete u​nd bei d​em ihm d​as rot gekleidete Mädchen auffiel.[298]

Um d​ie Übersiedelung d​er jüdischen Zwangsarbeiter u​nd seines Betriebes n​ach Mähren z​u erreichen, h​at Schindler i​m Roman v​or allem d​ie Hürden v​on nationalsozialistischen Behörden i​n Berlin, Krakau u​nd Mähren z​u überwinden. Der Film hingegen vermittelt d​en Eindruck, d​ass Schindler Göth z​ur Verlegung d​es Betriebes d​ie Arbeiter abkauft.[298] Und anders, a​ls im Film dargestellt, w​ar es n​icht Oskar Schindler, d​er mit Diamanten n​ach Auschwitz gereist ist, u​m die Jüdinnen freizukaufen, sondern e​ine ihm nahestehende Frau.[300]

Während d​er Roman a​uch unterschiedliche Überlieferungen z​um tatsächlichen Geschehen anbietet u​nd dabei a​uf Pathos verzichtet, k​ennt der Film, worauf u​nter anderem d​er Literaturwissenschaftler Eckart Oehlenschläger hinwies, „keine hypothetischen Perspektiven […], sondern n​ur die Wirkung d​er größten Wucht“; d​er Regisseur transformiere d​as Geschehen z​ur „Helden-Legende“.[298] Die Heroisierung Schindlers d​urch den Film z​eigt sich a​uch dadurch, d​ass seine Promiskuität parallel z​u seiner moralischen Entwicklung verschwindet u​nd er n​ach der Eröffnung seiner Fabrik i​n Brünnlitz a​ls monogam inszeniert wird, obwohl d​er reale Schindler z​u der erzählten Zeit weiterhin mindestens e​ine außereheliche Beziehung pflegte.[299]

Filmmusik

Die Filmmusik w​ird nach e​inem bestimmten Muster eingesetzt, w​ie es d​er Musikwissenschaftler Berner beschrieben hat. Demzufolge w​ird diegetische Popmusik – a​lso von sichtbaren Instrumenten gespielte Musik – d​azu genutzt, Hedonismus s​owie Gier v​on Mitläufern u​nd Umstehenden abzubilden. Zum Beispiel w​ird Oskar Schindler m​it internationaler Popmusik a​us den 1930er Jahren eingeführt, darunter d​em Tango Por u​na cabeza, u​nd damit a​uch als e​in Dandy charakterisiert. Nichtdiegetische Musik, a​lso Hintergrundmusik, d​ient dazu, Mitgefühl, Mut u​nd Großzügigkeit darzustellen, z​u ihr gehört a​uch das Hauptthema. Hingegen werden Lärm o​der Stille d​azu eingesetzt, Gewalt z​u kennzeichnen, d​ie insbesondere v​on Nazis ausgeht. Zu d​em Lärm gehören d​ie Geräusche v​on Lkw- o​der Pkw-Motoren, pfeifende Dampflokomotiven, Maschinengewehrsalven u​nd Einzelschüsse.[303]

Das Hauptthema d​es Soundtracks unterstreicht d​ie Wandlung Schindlers v​on einem Nazi-Kollaborateur u​nd -Profiteur h​in zu e​inem heldenhaften, altruistischen Retter. So w​ird die Musik anfangs, b​ei Schindlers erstem Entschluss, e​in älteres Paar v​or seiner Deportation z​u bewahren, n​och behutsam und, n​ur von e​iner Gitarre gespielt, eingesetzt. Später dann, a​ls Schindler m​it Sterns Hilfe beginnt, d​ie rettende Liste z​u schreiben, erklingt d​ie Musik deutlicher, nunmehr gespielt v​on dem Geiger Itzhak Perlman u​nd orchestral begleitet. In d​er zweiten Hälfte d​es Films d​ient das Hauptthema dazu, d​as Happy End anzukündigen u​nd zu unterstützen.[303]

An d​em Soundtrack k​ommt durch verschiedene Stile jüdischer Musik e​ine ausgeprägte jüdische Identität u​nd aschkenasische Tradition u​nd damit a​uch die a​uf dokumentarische Wirkung zielende Strategie d​es Regisseurs z​um Ausdruck. Zu d​en Musikstilen gehören n​eben der religiösen Musik d​es gesungenen Schabbat-Gebets a​m Filmbeginn a​uch die Stücke, d​ie während d​er Auflösung d​es Krakauer Ghettos erklingen. Diese bestehen a​us Klezmer-Musik, h​ier vor a​llem in Form d​es Klarinettensolos v​on Giora Feidman, u​nd dem v​on einem Kinderchor gesungenen jiddischen Volkslied Oyfn pripetschik. Es w​urde von Mark Warschawskyj i​m 19. Jahrhundert komponiert u​nd war i​n der jüdischen Gesellschaft v​or dem Zweiten Weltkrieg s​ehr populär, e​he es w​egen bestimmter Textvarianten, d​ie den Leidensweg d​es jüdischen Volks m​it den Ereignissen d​er frühen 1940er Jahre verbinden, a​uch als ‚Ghettolied‘ bekannt wurde.[303][304]

Bilderverbot

Die Diskussion darüber, o​b der Holocaust m​it den Mitteln d​er Kunst u​nd damit a​uch des Spielfilms darstellbar sei, w​urde schon l​ange vor d​em Erscheinen v​on Schindlers Liste geführt, s​o auch r​und um d​ie Fernsehserie Holocaust. Prägend für d​ie Debatte i​st das Bilderverbot, a​uch Abbildungs- o​der Darstellungsverbot genannt, demzufolge d​ie Gräuel d​er Shoah bildlich n​icht wiedergebbar seien. Es g​eht zurück a​uf das zweite d​er Zehn Gebote i​m Alten Testament, welches Götzenbilder verbietet u​nd dessen strenge Auslegung i​n der jüdischen Tradition z​u einer Unterbetonung visueller Darstellungen führte, sodass d​as Wort a​ls wesentliches künstlerisches Ausdrucksmittel verblieb. Das Bilderverbot beruht z​udem auf Theodor W. Adornos 1951 veröffentlichter Aussage „Nach Auschwitz e​in Gedicht z​u schreiben, i​st barbarisch“, d​ie manche Rezipienten a​ls ein Verbot g​egen jeden künstlerischen Versuch z​ur Darstellung d​er Erfahrungen a​us den Lagern verstanden. Dem Bilderverbot gegenüber s​teht das Erinnerungsgebot, a​lso ein Beitrag z​u einer Erinnerungskultur, d​ie dem Ereignis angemessen ist.[305][306][231]

Mit seiner i​n Le Monde geäußerten Position, d​ie Fiktion s​ei eine „Übertretung“ d​es Flammenkreises u​m den Holocaust u​nd es s​ei „jede Darstellung verboten“, bekräftigte Claude Lanzmann d​as Bilderverbot n​icht nur, sondern e​r weitete e​s auch z​u einem Fiktionalisierungsverbot aus.[305] Sein Kernargument, demzufolge Spielberg d​ort Bilder eingesetzt habe, w​o in Shoah k​eine gewesen seien, z​og der Literaturwissenschaftler Manuel Köppen i​n Zweifel. Denn a​uch Shoah setze, s​o Köppen, Bilder ein, darunter m​it Landschaften, Eisenbahnschienen u​nd Zügen solche, b​ei denen e​s sich u​m „inszenierte Erinnerungsflächen“ handele u​nd die n​icht lediglich Zeugnisse dokumentierten. Angesichts dessen zeichne s​ich unter Schindlers Liste a​uch Shoah ab. Lanzmanns Vorstellung, d​er zufolge Shoah d​ie allein angemessene Form filmischer Annäherung s​ei und massenmediale Produkte w​ie Schindlers Liste i​hren Gegenstand trivialisierten, gehöre z​u den i​n ihrer Konsequenz fatalen, „ethisch-ästhetischen Polarisierungen“.[307]

Im Rahmen d​er Debatte u​m die Darstellbarkeit d​es Holocaust argumentierte d​er irische Philosoph Richard Kearney für Empathie a​ls ein wesentlicher Faktor v​on Erzählkraft u​nd wandte s​ich dabei sowohl g​egen Lanzmann a​ls auch g​egen den e​ine ähnliche Haltung vertretenden Philosophen Jean-François Lyotard. Es s​ei ungenügend, s​o der amerikanische Religionswissenschaftler Robert A. Erlewine Kearney wiedergebend, w​ie Lanzmann mittels Shoah d​en Horror d​er Ereignisse i​n einer r​ein indirekten Weise wachzurufen, d​enn es würden m​ehr Menschen – a​uch tiefgründiger – erreicht, w​enn sie d​as Leid u​nd den Horror s​o fühlten u​nd erlebten wie, a​ls wenn s​ie bei d​en Ereignissen selbst anwesend wären. Spielberg s​ei ebenso ethisch motiviert w​ie auch Lanzmann u​nd Lyotard.[308]

Den Film n​ur wegen e​iner von vornherein begründeten Undarstellbarkeit abzulehnen, befand d​ie Dozentin Miriam Bratu Hansen i​n ihrem vielbeachteten Essay, wäre e​ine vergebene Chance, d​ie Signifikanz d​er Shoah i​n der Gegenwart u​nd den anhaltenden, unentschiedenen Auseinandersetzungen z​u verstehen, über d​ie Vergangenheit erinnert werde.[309] Sie vermisste i​n Lanzmanns Kritik besonders d​ie Dimension d​es Akustischen u​nd die Rolle d​es Tons i​n der Produktion v​on Visualität. Eine Fülle v​on Asynchronisierungen d​es Tons w​ie das Sprechen e​iner Figur, d​as in e​in Voiceover dokumentarischen Stils übergeht, riefen e​inen Effekt hervor, der, w​ie auch andere Filme m​it perfekter Ton-Bild-Abstimmung, „ein unmittelbares u​nd totalitäres Verständnis v​on Realität“ vermittele.[310]

Lanzmanns Haltung g​egen jede Abbildung d​er Massenvernichtung b​lieb eine Minderheitenmeinung.[311] Dem Film w​urde zugeschrieben, d​as Bilderverbot beendet z​u haben beziehungsweise e​ine Befreiung v​on selbigem z​u repräsentieren. Sonja M. Schultz machte dafür d​ie „hochprofessionelle Dramatisierung“ u​nd die Gewaltinszenierung d​es Films verantwortlich.[312] Frank Bösch erklärte d​ie Thematisierung d​er Vergasung, o​hne sie abzubilden, z​war als e​ine erneute Grenzsetzung, gleichwohl a​ber auch a​ls die Markierung d​es Endes d​es Bilderverbots.[311]

Universalisierung und Amerikanisierung des Holocaust

Dem Film w​urde zugeschrieben, d​ie Fragen aufzuwerfen, w​ie ein Individuum i​n einer Welt, d​ie jeglichen moralischen Antrieb aufgegeben z​u haben scheint, dennoch moralisch handeln könne und, – Bezug nehmend a​uf den i​m Film aufgesagten Talmud-Spruch – w​ie die Menschheit e​ine menschlichere Zukunft erreichen könne. Diese Fragen beziehungsweise Botschaften wurden a​ls Enthistorisierung u​nd Universalisierung d​es Holocaust verstanden, zentralen Merkmalen v​on transnationaler Erinnerungskultur a​m Ende d​es 20. Jahrhunderts. Insofern, s​o der Historiker Christoph Classen, s​eien der Holocaust u​nd Auschwitz z​u „Chiffren d​es ‚Bösen‘“ geworden – e​ine Entwicklung, i​n der Schindlers Liste e​inen Meilenstein darstelle.[313]

Besagte Universalisierung w​ird zudem a​ls Synonym o​der Teil d​er Amerikanisierung d​es Holocaust verstanden, e​inem unter Wissenschaftlern vieldiskutierten Prozess, i​n dem d​er Film n​eben der Holocaust-Fernsehserie u​nd dem Washingtoner Holocaust-Museum e​ine wesentliche Stellung einnehme. Die Amerikanisierung d​es Holocaust w​ird neben seiner Universalisierung m​it seiner Medialisierung,[314] Kommerzialisierung u​nd Popularisierung erklärt, a​ber auch a​ls Instrumentalisierung, Banalisierung, Trivialisierung, Disneyfizierung u​nd McDonaldisierung kritisiert.[315]

Der US-amerikanische Dozent Michael André Bernstein s​ah in d​er Universalisierung d​es Holocaust e​in Merkmal d​es von i​hm sogenannten „Schindler’s List Effect“, e​ines von d​em Film ausgehenden Effekts a​uf die Art u​nd Weise, w​ie an d​en Holocaust erinnert werde. Sie z​eige sich a​n Spielbergs wiederholter Äußerung, wonach d​er Film für Bosniaken o​der Afroamerikaner ebenso relevant w​ie für Juden sei. Der Eifer, d​en Holocaust a​ls eine Parabel universellen Leids z​u interpretieren, l​asse den typisch amerikanischen Drang danach erkennen, i​n jedem Ereignis e​ine erlösende Bedeutung z​u finden. Derartige Auswirkungen verlangten, s​o Bernstein, e​inen „scharfäugigen u​nd schamlosen Widerstand.“[316]

Beurteilung der zeitgenössischen Rezeption in Deutschland

Ein wichtiger Gegenstand wissenschaftlicher Publikationen w​ar auch d​ie Rezeption d​es Films i​m Rahmen v​on dessen Erstveröffentlichung i​n Deutschland. Wissenschaftler beurteilten s​ie zum Beispiel a​ls geprägt v​on Vereinnahmung. Der britische Dozent William J. Niven e​twa sprach i​n diesem Zusammenhang v​on einer Instrumentalisierung d​es Films d​urch Kritiker u​nd Politiker, d​ie sich v​on dem Film u​nter anderem d​ie Immunisierung g​egen Neonazis o​der den Beweis für bürgerlichen Widerstand u​nd Philosemitismus erwünscht hätten.[317]

Journalistische Medien Deutschlands hatten Schindlers Liste a​ls einen Film eingeordnet, d​er den Holocaust z​um zentralen Thema h​abe beziehungsweise e​in Film über d​en Holocaust sei.[8] Wissenschaftler wiesen d​as aber zurück u​nd machten darauf aufmerksam, d​ass es s​ich vielmehr u​m eine Ausnahmegeschichte über d​ie Rettungsaktion e​ines Einzelnen v​or dem Hintergrund d​er Shoah handele.[318] In j​ener kritisierten Behauptung, w​ie auch d​em Emporheben d​es Films z​u einem – w​ie es e​twa Andreas Kilb formulierte – „Ereignis d​er Zeitgeschichte“[319] d​urch manche Zeitungen glaubte d​er Politologe Peter Reichel e​ine zweifelhafte „Umdeutung d​er Ausnahmegeschichte z​u einem filmisch-repräsentativen Gesamtpanorama m​it schuldbefreiendem Ausblick“[320] z​u erkennen: „Man sah, w​as man s​ehen wollte u​nd erinnerungspolitisch offenbar dringend benötigte.“[320] Mitverantwortlich für d​ie fragwürdige „Vereinnahmung d​es Films z​u einem nationalen Ereignis“[320] s​ei auch d​ie Zeit m​it ihrem a​uch doppeldeutig verstehbaren Urteil z​u Beginn d​er öffentlichen Debatte, demzufolge Spielberg m​it seinem Film d​ie Deutschen „von Holocaust erlöst“[321] habe.

Vor d​em Hintergrund, d​ass der Film weltweit innerhalb kürzester Zeit „zum definitiven Ausgangspunkt u​nd Rahmen“ v​or allem für d​ie pädagogische Auseinandersetzung m​it dem Holocaust avanciert sei,[322] vermisste d​ie Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Lohmann i​n der deutschen Presseberichterstattung e​ine ausreichend kritische Betrachtung d​es Films. Auch d​urch Politiker u​nd Publizisten s​ei der Film d​en Nachwachsenden i​n einer „naiven Lektüre“ dargeboten worden. Auslassungen u​nd Simplifikationen i​m Zuge d​er Mediatisierungen d​es Films, darunter d​er Adaption d​es Romans a​ls Drehbuch, s​eien übersehen bzw. n​icht zur Diskussion gestellt worden. Am Zögern, d​en Film kritisch z​u betrachten, komme, s​o Lohmann, „eine gänzlich mißverstandene pädagogische – […] volkserzieherische – Haltung“ z​um Ausdruck.[323]

Historiker verglichen d​ie Aufnahme d​es Films i​n Deutschland m​it der d​er Fernsehserie Holocaust. Matthias Weiß e​twa äußerte d​ie Auffassung, d​ass beim Diskurs u​m Schindlers Liste i​m Vergleich z​u jenem u​m Holocaust v​on „‚Betroffenheit‘ i​m Sinne e​ines kollektiv-verbindlichen Angehens k​aum mehr d​ie Rede“[324] gewesen sei, sondern a​n „die Stelle d​er öffentlichen u​nd inhaltsbezogenen Emotionalität […] d​ie Abgeklärtheit e​ines Diskurses getreten“[324] sei, d​er von Fragen d​er Darstellung u​nd der Authentizität d​er Erinnerung geprägt gewesen sei. „Das kollektive Gedächtnis“, s​o Matthias Weiß weiter, „hatte offenbar s​eine nationale Spontaneität verloren u​nd war Teil e​ines selbstreflexiven Mediendiskurses geworden, d​er die Fortdauer d​er kollektiven Erinnerung a​n die deutschen Verbrechen zugleich ermöglichte u​nd reflektierte.“[324] Während b​ei Holocaust Reaktionen aufgetreten seien, d​ie auf d​as Fortbestehen e​iner noch vorhandenen Kontinuität m​it dem mentalen Kontext d​er NS-Verbrechen hingewiesen hätten, s​ei Spielbergs Film a​uf eine Gesellschaft getroffen, b​ei der e​s ein h​ohes Maß a​n Bereitschaft gegeben habe, s​ich der Beschäftigung m​it der NS-Vergangenheit z​u stellen.[325]

Der Literaturhistoriker Christoph Weiß verglich d​ie Reaktionen a​uf den Film m​it jenen a​uf Peter Weiss’ Theaterstück Die Ermittlung v​on 1965, d​as den ersten d​er Frankfurter Auschwitzprozesse thematisiert, u​nd hob d​abei Hellmuth Karaseks Urteile hervor. Hatte Karasek a​ls Theaterkritiker d​er Stuttgarter Zeitung d​ie Frage d​er Darstellbarkeit v​on Auschwitz m​it dokumentarischen o​der fiktionalen Mitteln 1965 n​och prinzipiell verneint, s​o hatte e​r 1994, mittlerweile leitender Kulturredakteur d​es Spiegel, Spielbergs Film gelobt u​nd ihn u​nter anderem a​ls „die Wahrheit d​er Kunst“ angepriesen. Dieser signifikante Wechsel i​n der Auffassung, s​o Christoph Weiß, l​ege nahe, d​ass das „Inkommensurable […] i​m Prozeß der Historisierung kommensurabel u​nd konsumierbar geworden“ sei.[326]

Gesamtbeurteilung, Stellenwert und andere Einflüsse

Mit Blick a​uf die Massenwirkung d​es Films – n​icht nur i​n Deutschland – äußerten manche Rezipienten, d​ass Schindlers Liste n​ur mit d​er Fernsehserie Holocaust vergleichbar sei.[312][327] Matthias Weiß bezeichnete d​ie Werke 2001 a​ls die „beiden wirkungsvollsten Darstellungen d​er NS-Verbrechen“,[328] Silvia Bahl schrieb 2019 v​on „zwei Meilensteinen d​er Auseinandersetzung m​it den NS-Verbrechen, d​eren epochale Bedeutung für d​en öffentlichen Diskurs h​eute klarer d​enn je gesehen wird.“[109] Die Schriftstellerin Sonja M. Schultz meinte, d​ass der Film d​ie Geschichtsbilder seines Publikums s​o nachhaltig beeinflusst h​abe wie k​aum eine andere Kinofiktion.[133] Der Historiker Henning Tümmers (2021) beurteilte i​hn als „identitätsstiftend“ für d​ie Bürger Deutschlands u​nd als „paradigmatisch […] für d​as Postulat, Lehren a​us der Vergangenheit z​u ziehen.“[329]

Nach d​er Auffassung v​on Rezipienten t​rug der Film entscheidend d​azu bei, d​ass der Holocaust z​u einem Bestandteil d​er Kulturindustrie[330] beziehungsweise d​es Mainstream-Kinos[331] wurde. Manche s​ahen durch i​hn auch d​as Genre d​es Holocaust-Films begründet.[332] Frank Bösch h​ob den Film a​ls Manifestation d​es Trends h​in zur Authentizität hervor, d​er bei Filmen über d​en Holocaust s​eit Ende d​er 1980er z​u beobachten gewesen s​ei und d​er die Beziehung zwischen Spielfilm u​nd Geschichtswissenschaft verschoben habe.[333]

Über d​ie bereits genannten Einflüsse, darunter d​en Einsatz a​ls Unterrichtsmittel, hinaus h​atte der Film zahlreiche weitere Nachwirkungen. So erschien i​m Zuge seiner Erstveröffentlichung e​ine Fülle v​on Publikationen über Oskar Schindler. Und e​r hatte z​ur Folge, d​ass Studien über d​ie Themen Besatzungspolitik, Vernichtungslager u​nd Korruption i​m Nationalsozialismus erschienen, d​ie von d​er deutschen Geschichtswissenschaft b​is dahin vernachlässigt worden waren.[334]

Innerhalb v​on Steven Spielbergs filmischem Gesamtwerk stellt Schindlers Liste e​inen Bruchpunkt dar. Nicht n​ur bekannte e​r sich m​it dem Film z​um Judentum. Sondern d​ie filmisch-magische Überhöhung, v​on der vorherige Filme i​n Bezug a​uf die Sinnes- u​nd Gesinnungsänderung d​es Protagonisten geprägt sind, weicht a​b hier e​iner durchgängigen Orientierung a​m Wert d​es einzelnen Lebens, d​ie an Schindlers Sinneswandel d​urch die Begegnung m​it Einzelschicksalen deutlich wird.[335]

Standbild aus dem Film im Krakauer Museum Fabryka Emalia Oskara Schindlera

Durch d​en Film beziehungsweise seinen Regisseur w​urde Krakau n​icht nur z​u einem Ort d​es Filmtourismus, sondern d​er Stadtteil Kazimierz w​urde auch weltberühmt u​nd zu e​iner Holocaust-Gedenkstätte. In Kazimierz werden Tagestouren sowohl n​ach Auschwitz a​ls auch z​ur ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers angeboten. Deren Gebäude i​m Stadtteil Podgórze beherbergt s​eit 2010 d​as Museum Fabryka Emalia Oskara Schindlera, d​as an d​as Schicksal d​er Krakauer Juden während d​es Zweiten Weltkriegs erinnert u​nd dabei a​uch auf d​en Film Bezug nimmt.[336][337]

Mit inspiriert d​urch den Film, machte d​er Schweizer Christoph Meili 1997 z​ur Vernichtung bestimmte Dokumente publik, d​ie entsprechend seiner damaligen Annahme Bankbeziehungen m​it jüdischen Holocaust-Opfern belegten, u​nd wurde s​o zu e​inem Whistleblower.[338]

Besonders w​egen des Epilogs, i​n dem Nachfahren v​on Schindlerjuden auftreten u​nd der d​ie in d​em Film erzählte Geschichte wahrhaftig erscheinen lässt, w​urde dem Film zugeschrieben, d​en Trend h​in zur Verwendung v​on Reenactment beeinflusst z​u haben, d​er bei Geschichtsdokumentationen i​m Fernsehen s​eit Mitte d​er 1990er Jahre z​u beobachten ist.[339]

Der israelische Videokünstler Omer Fast s​chuf 2003 d​ie Videoinstallation Spielberg’s List, für d​ie er Bewohner, d​ie in d​em Kinofilm e​inst als Statisten mitgewirkt hatten, d​er polnischen Drehorte v​on Schindlers Liste interviewte u​nd damit a​uf künstlerische Weise d​en Einfluss d​es Hollywood-Spielfilms a​uf die Region u​nd ihre Bewohner interpretierte.[340] Florian Battermann adaptierte Schindlers Geschichte 2018 u​nter dem Titel Oskar Schindlers Liste für d​ie Theaterbühne.[341]

Literatur

Monografien

  • Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: „Schindlers Liste“ macht Schule. Spielfilme als Instrument politischer Bildung an österreichischen Schulen – Eine Fallstudie (Studienreihe Konfliktforschung, Nr. 9), Braumüller, Wien 1995, ISBN 3-7003-1107-9
  • Catrin Corell: Der Holocaust als Herausforderung für den Film. Formen des filmischen Umgangs mit der Shoah seit 1945. Eine Wirkungstypologie (PDF; 10,3 MB; Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 20), Transcript Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89942-719-6 (Dissertation, Universität Mannheim 2006), S. 233 ff.
  • David M. Crowe: Oskar Schindler: The Untold Account of His Life, Wartime Activities, and the True Story Behind the List, Westview Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-465-00253-5
  • Tobias Ebbrecht: Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis. Filmische Narrationen des Holocaust. transcript Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8376-1671-2 (Dissertation, FU Berlin 2010), S. 183 ff.
  • Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff.
  • Sven Kramer: Auschwitz im Widerstreit. Zur Darstellung der Shoah in Film, Philosophie und Literatur. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-8244-4366-6
  • Helmut Korte: Einführung in die Systematische Filmanalyse, 4. Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-503-12241-7, S. 167–215
  • Joseph McBride: Steven Spielberg. A Biography. Second Edition, University Press of Mississippi, Jackson 2010, ISBN 978-1-60473-836-0
  • Nigel Morris: the cinema of Steven Spielberg. empire of light. Columbia University Press, New York, Chichester 2007, ISBN 978-0-231-50345-7, S. 214 ff.
  • Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film (Media Studien, Nr. 4), Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7 (Dissertation, Universität Leipzig; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  • Franciszek Palowski: Spielberg: W Poszukiwaniu Arki. Parol, Krakau 1993, ISBN 83-85331-48-4 (polnisch)
    • Englische Übersetzung von Anna und Robert G. Ware: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4
  • Andy Pearce: Holocaust Consciousness in Contemporary Britain (Routledge Studies in Cultural History, Nr. 27), Routledge, New York 2014, ISBN 978-0-203-48421-0
  • Peter Reichel: Erfundene Erinnerung. Weltkrieg und Judenmord in Film und Theater, Hanser Verlag, München 2004, ISBN 3-446-20481-4, S. 301 ff.
  • Werner Schneider: Oskar Schindler – Steven Spielberg. Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt, Bernstein-Verlag, Bonn, Siegburg 2016, ISBN 978-3-945426-24-1
  • Sonja M. Schultz: Der Nationalsozialismus im Film. Von Triumph des Willens bis Inglourious Basterds (Deep focus, Nr. 13), Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86505-314-5
  • Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film (PDF; 8,9 MB), LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3 (Dissertation, Georg-August-Universität Göttingen)

Sammelbände

  • Klaus L. Berghahn, Helmut J. Schneider, Jürgen Fohrmann (Hrsg.): Kulturelle Repräsentationen des Holocaust in Deutschland und den Vereinigten Staaten (German life and civilization, Nr. 38), Peter Lang Verlag, New York 2002, ISBN 0-8204-5208-4
  • Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List: The Man, the Book, the Film, the Holocaust and Its Survivors, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3 (Nachdruck von englischsprachigen Kritiken und anderen journalistischen Beiträgen)
  • Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick. Marburger und Mainzer Hefte zur Medienwissenschaft Nr. 36 von 2004: Zur neuen Kinematographie des Holocaust (PDF; 2,4 MB)
  • Initiative Sozialistisches Forum (Hrsg.): Schindlerdeutsche: Ein Kinotraum vom Dritten Reich. Ça ira Verlag, Freiburg 1994, ISBN 3-924627-40-1 (Sammelband mit Kritiken, teils schon vorher in anderen Publikationen erschienen, und der Abschrift einer Diskussion)
  • Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X
  • Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8
  • Nigel Morris (Hrsg.): A Companion to Steven Spielberg (Wiley Blackwell Companions to Film Directors, Nr. 16), John Wiley & Sons, Chichester 2017, ISBN 978-1-118-72681-5
  • Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“. Dokumente zur Diskussion um Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ in Deutschland. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X (Nachdruck von 65 deutschsprachigen Filmkritiken)

Zeitschriften-, Sammelband- und Onlinebeiträge

  • Frank Bösch: Film, NS-Vergangenheit und Geschichtswissenschaft. Von „Holocaust“ zu „Der Untergang“ (PDF; 891 kB), in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Nr. 1/2007, S. 1–32
  • Christoph Classen: Balanced Truth: Steven Spielberg’s Schindler’s List among History, Memory, and Popular Culture, in: History and Theory Nr. 2 von 2009 (48. Jg.), Themenausgabe 47, S. 77–102
  • Scott D. Denham: Schindler Returns to Open Arms: „Schindler’s List“ in Germany and Austria, in: German Politics & Society Nr. 1/1995 (13. Jg.), S. 135–146
  • Ora Gelley: Narration and the Embodiment of Power in “Schindler’s List”, in: Film Criticism Nr. 2 von 1997/98 (22. Jg.), S. 2–26
  • Manuel Köppen: Von Effekten des Authentischen – Schindlers Liste: Film und Holocaust, in: Manuel Köppen, Klaus R. Scherpe (Hrsg.): Bilder des Holocaust. Literatur – Film – Bildende Kunst (Literatur – Kultur – Geschlecht, Kleine Reihe, Band 10), Böhlau Verlag, Köln und Wien 1997, ISBN 3-412-05197-7, S. 145–170
  • Jochen Kürten: Rückkehr ins Kino: „Schindlers Liste“, in: Deutsche Welle vom 26. Januar 2019
  • Ingrid Lohmann: Schindlers Liste Revisited oder „Den Holocaust Lehren“?, in: Helmut Schreier, Matthias Heyl (Hrsg.): „Daß Auschwitz nicht noch einmal sei …“. Zur Erziehung nach Auschwitz, Verlag Dr. R. Krämer, Hamburg 1995, ISBN 3-89622-001-2, S. 205–219
  • Frank Manchel: A Reel Witness: Steven Spielberg’s Representation of the Holocaust in Schindler’s List, in: The Journal of Modern History Nr. 1/1995 (67. Jg.), S. 83–100
  • William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189
  • Eric Sterling: All Rules Barred: A Defense of Spielberg’s Schindler’s List, in: Film & History: An Interdisciplinary Journal of Film and Television Studies Nr. 2/2002 (32. Jg.), S. 62–71
  • Natan Sznaider: Die Amerikanisierung des Holocaust, in: Rainer Winter, Natan Sznaider, Ulrich Beck (Hrsg.): Globales Amerika? Die kulturellen Folgen der Globalisierung (Cultural Studies, Nr. 4), transcript Verlag, Bielefeld 2003, ISBN 3-89942-172-8, S. 219–238
  • Patrizia Tonin: Shoah nach Spielberg. Holocaust und Hollywood, oder Schindlers Liste, in: Edith Dörfler et al. (Hrsg.): Medien & Zeit – Kommunikation in Vergangenheit und Gegenwart Nr. 3/1997: Film und Holocaust (PDF; 5,1 MB), S. 40–51
  • Matthias Weiß: Sinnliche Erinnerung. Die Filme ›Holocaust‹ und ›Schindlers Liste‹ in der bundesdeutschen Vergegenwärtigung der NS-Zeit. In: Norbert Frei, Sybille Steinbacher (Hrsg.): Beschweigen und Bekennen. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust (Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte, Bd. 1). Wallstein Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3-89244-493-5, S. 71–102
  • Michael Wildt: Das Erfundene und das Reale. Historiographische Anmerkungen zu einem Spielfilm, in: Historische Anthropologie Nr. 2/1995 (3. Jg.), S. 324–334

Unterrichtsmaterialien

Einzelnachweise

  1. Schindlers Liste. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 22. Mai 2020. 
  2. David M. Crowe: Oskar Schindler: The Untold Account of His Life, Wartime Activities, and the True Story Behind the List, Westview Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-465-00253-5 (Kindle-Ausg.), Pos. 10906 ff.
  3. Claudia Keller, Stefan Braun: „Es muß ein Film sein, der auch Erfolg hat“, in: Stuttgarter Zeitung vom 23. Okt. 1999, S. 5, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  4. David M. Crowe: Oskar Schindler: The Untold Account of His Life, Wartime Activities, and the True Story Behind the List, Westview Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-465-00253-5 (Kindle-Ausg.), Pos. 11565 ff.
  5. Marco Giannangeli: The long list of problems that nearly sunk Schindler’s List, in: Webpräsenz von Daily Express und Sunday Express vom 7. April 2013, abgerufen am 30. Mai 2020
  6. Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff., hier: S. 191
  7. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 170 f.
  8. Vom großen Morden, in: Der Spiegel vom 21. Feb. 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 45–57, hier S. 53
  9. Joseph McBride: Steven Spielberg. A Biography. Second Ed., University Press of Mississippi, Jackson 2010, ISBN 978-1-60473-836-0, S. 426, Zitat S. Spielberg: „Ten years from now“
  10. David M. Crowe: Oskar Schindler: The Untold Account of His Life, Wartime Activities, and the True Story Behind the List, Westview Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-465-00253-5 (Kindle-Ausg.), Pos. 4494 ff.
  11. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 46 f.
  12. Anne Thompson: Schindler’s List: How Steven Spielberg brought it to life, in: Entertainment Weekly vom 21. Januar 1994, abgerufen am 29. Mai 2020
  13. Joseph McBride: Steven Spielberg. A Biography. Second Ed., University Press of Mississippi, Jackson 2010, ISBN 978-1-60473-836-0, S. 427
  14. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 420.
  15. Werner Schneider: Oskar Schindler – Steven Spielberg. Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt, Bernstein-Verlag, Bonn, Siegburg 2016, ISBN 978-3-945426-24-1, S. 43 f., Zitat aus dem Spiegel von S. 44
  16. Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff., hier: S. 193
  17. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 27
  18. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 105
  19. Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff., hier: S. 195
  20. Filmproduzent Branko Lustig gestorben, in: General-Anzeiger Bonn vom 14. Nov. 2019, abgerufen am 28. April 2020
  21. Schindler’s List (1993), in: Box Office Mojo, abgerufen am 29. April 2020
  22. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 72.
  23. David Gritten: The ‘Schindler’ Everyone Forgot About--Until Now : A decade ago, Jon Blair’s documentary won a British Academy Award, in: Los Angeles Times vom 27. Feb. 1994, abgerufen am 12. März 2021
  24. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 59–62.
  25. Jeffrey Shandler: Schindler’s Discourse: America Discusses the Holocaust and its Mediation, from NBC’s Miniseries to Spielberg’s Film, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 153–170, hier: S. 155 f.
  26. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 84.
  27. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 72.
  28. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 80.
  29. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 121.
  30. Joseph McBride: Steven Spielberg. A Biography. Second Ed., University Press of Mississippi, Jackson 2010, ISBN 978-1-60473-836-0, S. 429 f.
  31. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 86
  32. Wolfgang Wissler: Götz George und der Schatten der Vergangenheit, in: Südkurier vom 27. Juni 2016, abgerufen am 21. Okt. 2020
  33. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 85
  34. Schindlers Liste. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 4. April 2020.
  35. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 126 f.
  36. Schindlers Liste. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 4. April 2020.
  37. Deutsche Übersetzung des Rollennamens „Red Genia“, der im Abspann für Oliwia Dabrowska genannt wird.
  38. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 35
  39. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 156 ff.
  40. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 45
  41. Joseph McBride: Steven Spielberg. A Biography. Second Ed., University Press of Mississippi, Jackson 2010, ISBN 978-1-60473-836-0, S. 414 ff.
  42. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, Vorwort von Thomas Keneally, S. xii
  43. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 26
  44. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 21 ff.
  45. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 67
  46. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 82
  47. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 45
  48. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 111
  49. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 65
  50. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 61–63
  51. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 150 ff.
  52. Franciszek Palowski: Witness. The Making of Schindler’s List. Orion, London 1999, ISBN 0-7528-1791-4, S. 160
  53. John Williams – Schindler’s List, in: Webpräsenz von Classic FM, abgerufen am 30. Mai 2020
  54. Wook Kim: A ‘New’ Schindler’s List: A Q&A with Film-Restoration Expert Michael Daruty, in: Time vom 5. März 2013, abgerufen am 14. Mai 2020
  55. Thomas Schatz: Spielberg as Director, Producer, and Movie Mogul, in: Nigel Morris (Hrsg.): A Companion to Steven Spielberg, John Wiley & Sons, Chichester 2017, ISBN 978-1-118-72681-5, S. 27–44, hier: S. 36
  56. Schindler’s List (1993), in: The Numbers, abgerufen am 17. April 2020
  57. Schindlers Liste (1993) Release Info, in: imdb, abgerufen am 17. April 2020
  58. Schindler’s List – Original Release, in: Box Office Mojo, abgerufen am 16. April 2020
  59. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 172 f.
  60. „Es ist unsere Geschichte“, in: Der Spiegel Nr. 12/1994, S. 97–100, online abgerufen am 2. Aug. 2021
  61. Yosefa Loshitzky: Introduction, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 1–17, hier: S. 14, Endnote 7
  62. Anton de Baets: Censorship of Historical Thought: A World Guide, 1945–2000, Greenwood Press, Westport 2002, ISBN 0-313-31193-5, S. 286
  63. ‘Schindler’s List’ Faces Censor and Censure by Islamic Countries, in: Jewish Telegraphic Agency vom 11. April 1994, abgerufen am 8. Mai 2020
  64. Sharon Waxman: ‘SCHINDLER’S’ TV HISTORY, in: The Washington Post vom 23. Feb. 1997, abgerufen am 24. April 2020
  65. TOP 100 DEUTSCHLAND 1994, in: InsideKino, abgerufen am 17. April 2020
  66. Marion Gräfin Dönhoff: ‘Dissent on Schindler’s List’, in: The New York Review of Books vom 9. Juni 1994, abgerufen am 17. Okt. 2020, Originalzitate in selber Reihenfolge: „not so much ‚inhuman‘ as ‚ahuman.‘“, „not human beings“, „strange creatures or mechanical robots of violence“
  67. SCHINDLER’S LIST (1993), Webpräsenz des BBFC, abgerufen am 9. Juli 2020
  68. Caroline Besse: “La Liste de Schindler” a 25 ans : le film controversé de Spielberg ressort en salles et débarque sur Netflix, in: Télérama vom 13. März 2019, abgerufen am 9. Juli 2020
  69. LA LISTE DE SCHINDLER, Webpräsenz des Centre national du cinéma et de l’image animée, abgerufen am 9. Juli 2020
  70. Schindler’s List, Webpräsenz von ProCinema, abgerufen am 9. Juli 2020
  71. Olga Gershenson: The Phantom Holocaust. Soviet Cinema and Jewish Catastrophe (Jewish Cultures of the World), Rutgers University Press, New Brunswick 2013, ISBN 978-0-8135-6180-6, S. 217
  72. ‘Schindler’ Sets A TV Record, in: The New York Times vom 25. Feb. 1997, abgerufen am 24. April 2020
  73. Christian Hörburger: Überwältigt, unbewältigt. In: Der Tagesspiegel vom 30. März 1997, S. 25, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  74. Emiliano Perra: Conflicts of Memory. The Reception of Holocaust Films and TV Programmes in Italy, 1945 to the Present (Italian Modernities, Nr. 8), Peter Lang Verlag, Bern 2011, ISBN 978-3-03911-880-9, S. 183 f.
  75. Andy Pearce: Holocaust Consciousness in Contemporary Britain, Routledge, New York 2014, ISBN 978-0-203-48421-0, S. 201, 282
  76. Oren Meyers, Eyal Zandberg, Motti Neiger: Prime Time Commemoration: An Analysis of Television Broadcasts on Israel’s Memorial Day for the Holocaust and the Heroism, in: Journal of Communication 2009 (59. Jg.), S. 456–480, hier: S. 474, Endnote 2
  77. Michael Wölfle, Ignatz Bubis: „Schindlers Liste“ mit Werbepause?, in: Leipziger Volkszeitung vom 26. März 1997, S. 8, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  78. Schindlers Liste in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 24. April 2020.
  79. vgl. Schnittberichte bei Schindlers Liste bei Schnittberichte.com, abgerufen am 2. April 2021
  80. Eileen Fitzpatrick: MCA Lists ‘Schindler’ Special Box At $139.98, in: Billboard vom 25. Juni 1994, S. 6, 110
  81. Schindler’s List (1993), in: LaserDisc Database, abgerufen am 18. April 2020
  82. Chris McGowan: ‘Schindler,’ ‘T2’ Lead The Way In Special Edition Explosion, in: Billboard vom 2. Juli 1994, S. 93
  83. Schindler’s List Blu-ray (20th Anniversary Limited Edition), in: Blu-ray.com, abgerufen am 22. Mai 2020
  84. Schindler’s List Blu-ray (25th Anniversary Edition), in: Blu-ray.com, abgerufen am 22. Mai 2020
  85. Schindler’s List 4K Blu-ray (25th Anniversary Edition), in: Blu-ray.com, abgerufen am 22. Mai 2020
  86. Schindlers Liste kommt als Video in den Handel, in: Horizont Nr. 1 vom 13. Jan. 1995, S. 17, online abgerufen über GBI-Genios am 14. Mai 2020
  87. Jörg Rumbucher: Universal legt „Schindlers Liste“ neu auf, in: Blickpunkt:Film vom 25. Januar 2019, abgerufen am 31. Mai 2020
  88. Kenneth Sweeney: DVD Playback, in: American Cinematographer, Juni 2004, abgerufen am 21. Mai 2020
  89. ‘Schindler’s List’ 25th Anniversary Edition Soundtrack Announced, in: Film Music Reporter vom 23. Nov. 2018, abgerufen am 5. April 2020
  90. Chloe Melas: Steven Spielberg warns against hate as ‘Schindler’s List’ turns 25, in: CNN.com vom 6. Dez. 2018, abgerufen am 18. Dez. 2020
  91. Schindlers Liste, in: Webpräsenz von Blickpunkt:Film, abgerufen am 16. April 2020
  92. Schindler’s List – 2018 Re-release, in: Box Office Mojo, abgerufen am 16. April 2020
  93. Aggregierter Wert aus vorwiegend englischsprachigen Kritiken.
  94. Schindlers Liste. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 1. Juli 2021 (englisch).
  95. Schindlers Liste. In: Metacritic. CBS, abgerufen am 1. Juli 2021 (englisch).
  96. Pamela McClintock: Why CinemaScore Matters for Box Office, in: The Hollywood Reporter vom 19. Aug. 2011, abgerufen am 28. Aug. 2020
  97. Schindlers Liste, in: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), abgerufen am 29. Sep. 2020
  98. Sabine Horst: Kritik zu Schindlers Liste, in: epd Film vom 1. März 1994, abgerufen am 28. Aug. 2020
  99. Jörn Glasenapp: Schindlers Liste, in: Torben Fischer, Matthias N. Lorenz (Hrsg.): Lexikon der »Vergangenheitsbewältigung« in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945 (Histoire, Nr. 53), 3. Auflage, transcript Verlag, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8394-2366-0, S. 281 f.
  100. Christoph Classen: Balanced Truth: Steven Spielberg’s Schindler’s List among History, Memory, and Popular Culture, in: History and Theory Nr. 2 von 2009 (48. Jg.), S. 77–102, hier: S. 79
  101. Helmut Korte: Einführung in die Systematische Filmanalyse, 4. Aufl., Erich Schmidt Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-503-12241-7, S. 167
  102. Jochen Kürten: Rückkehr ins Kino: „Schindlers Liste“, in: Deutsche Welle vom 26. Januar 2019, abgerufen am 18. Aug. 2021
  103. David Ansen: Spielberg’s Obsession, in: Newsweek vom 20. Dez. 1993, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 56–64
  104. Brian L. Ott, Carl R. Burgchardt: On Critical-Rhetorical Pedagogy: Dialoging with Schindler’s List, in: Western Journal of Communication, Nr. 1/2013 (77. Jg.), S. 14–33, hier: S. 21
  105. Dana Feldman: Universal Honors 25th Anniversary Of ‘Schindler’s List’ During A Time Of Rising Anti-Semitism, in: Forbes vom 6. Dez. 2018, abgerufen am 30. Aug. 2020, Zitat: „A story of courage that the world needs now more than ever“
  106. Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 243 ff.
  107. Manfred Riepe: Noch zur rechten Zeit, in: taz vom 26. Feb. 1994, abgerufen am 21. Mai 2021
  108. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 165 f.
  109. Silvia Bahl: „Holocaust“ & „Schindlers Liste“, in: Film-Dienst vom 25. Jan. 2019, abgerufen am 18. April 2020
  110. Claude Lanzmann: Ihr sollt nicht weinen. Einspruch gegen Schindlers Liste, in: FAZ vom 5. März 1994 (ursprünglich erschienen als Holocauste, la representation impossible am 3. März 1994 in: Le Monde), hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 173–178
  111. Lehrer 1997, S. 216, Originalzitate von R. Hilberg: „only one Claude Lanzmann, only one Shoah“, „[impossible to do] better or more“
  112. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 204, Originalzitat T. Segev: „dramatic injections or emotional manipulation“
  113. Siegfried Kohlhammer: Anathema. Der Holocaust und das Bilderverbot, in: Merkur Nr. 543/1994 (48. Jg.), S. 501–509, Zitate von S. 508 f.
  114. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 205, Originalzitate Y. Bauer in selber Reihenfolge: „ideological platform“, „total nonsense“, „appropriate for dealing with evil“
  115. Lehrer 1997, S. 216, Originalzitat L. Boeken: „[no one has] author’s copyright over la mémoire
  116. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 454 f.
  117. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 437
  118. Urs Jenny: Vom großen Morden, in: Der Spiegel vom 21. Feb. 1994, abgerufen am 10. Okt. 2020
  119. Leon Wieseltier: Close Encounters of the Nazi Kind, in: The New Republic vom 24. Jan. 1994, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 116–118, Zitat von S. 117: „sadistic trick“
  120. Roger Ebert: Schindler’s List, urspr. in: Chicago Sun-Times vom 15. Dez. 1993, hier online abgerufen am 2. Juli 2020, Originalzitat: „brilliantly acted, written, directed and seen. [Individual scenes are] masterpieces of art direction, cinematography, special effects, crowd control.“
  121. Stanley Kauffmann: Spielberg Revisited, in: The New Republic vom 24. Jan. 1994, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 112–115
  122. Scott Rosenberg: The Paradox of a Candle, in: San Francisco Examiner vom 15. Dez. 1993, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 175–178
  123. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 201 f., Originalzitat von D. J. Schemo von S. 202: „embracing the anomaly and calling it history“
  124. Sacha Batthyany, Mikael Krogerus: Ein Leben nach dem Tod (Interview mit Imre Kertesz), in: Album – Der Standard (Printausgabe vom 14./15. Nov. 2009), hier als Online-Beitrag bei DerStandard.at vom 13. Nov. 2009, abgerufen am 27. Mai 2021
  125. Duncan Wheeler: GODARD’S LIST: WHY SPIELBERG AND AUSCHWITZ ARE NUMBER ONE, in: Media History Nr. 2/2009 (15. Jg.), S. 185–203, hier: S. 185, 188
  126. Cordelia Edvardson: Der Film verletzt mich, in: Publik-Forum Nr. 11 vom 10. Juni 1994 (ursprünglich in: Svenska Dagbladet vom 13. März 1994), hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 266 ff.
  127. Ralf Schenk: Porträt eines Retters im Stakkato des Grauens, in: Neues Deutschland vom 1. März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 99–103, Zitat von S. 102
  128. Micha Brumlik: Ein Deutscher der dritten Art, in: taz vom 3. März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 114–118
  129. Ruth Klüger: »Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt«, in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt vom 13. Feb. 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 33–38, Zitat von S. 33 f.
  130. Jan Taubitz: Holocaust Oral History und das lange Ende der Zeitzeugenschaft. Wallstein-Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1843-4, S. 246
  131. Joseph McBride: Steven Spielberg. A Biography. Second Ed., University Press of Mississippi, Jackson 2010, ISBN 978-1-60473-836-0, S. 442
  132. Esther Margolis (Hrsg.): Testimony. The Legacy of Schindler’s List and the USC Shoah Foundation, Newmarket Press for IT Books, New York 2014, ISBN 978-0-06-228518-8, S. 147, 158 f., 172
  133. Sonja M. Schultz: Der Nationalsozialismus im Film, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86505-314-5, S. 245
  134. Jan Taubitz: Holocaust Oral History und das lange Ende der Zeitzeugenschaft. Wallstein-Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1843-4, S. 258
  135. Jan Taubitz: Holocaust Oral History und das lange Ende der Zeitzeugenschaft. Wallstein-Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1843-4, S. 250
  136. Jörg Thunecke: „Wer leben will, stirbt und wer tot zu sein wünscht, muß leben“, in: Viktoria Hertling (Hrsg.): Mit den Augen eines Kindes – Children in the Holocaust, Children in Exile, Children under Fascism (Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur, Band 134), Rodopi, Amsterdam 1998, ISBN 90-420-0623-4, S. 26 ff., hier: S. 28 f.
  137. Jörg Hafkemeyer: Das Mädchen im roten Mantel, in: Deutschlandfunk Kultur vom 25. Dez. 2007, abgerufen am 1. Sep. 2020
  138. Jan Taubitz: Holocaust Oral History und das lange Ende der Zeitzeugenschaft. Wallstein-Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1843-4, S. 254
  139. Andy Pearce: Holocaust Consciousness in Contemporary Britain, Routledge, New York 2014, ISBN 978-0-203-48421-0, S. 65
  140. Jonathan Alter: After the Survivors, in: Newsweek vom 20. Dez. 1993, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 196–201
  141. Stanley Kauffmann: A New Spielberg, in: The New Republic vom 10. Dez. 1993, abgerufen am 8. Mai 2020
  142. Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff., hier: S. 196
  143. Yosefa Loshitzky: Introduction, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 1–17, hier: S. 6
  144. Elaine Dutka: They Made the ‘List’ and Lived, in: Los Angeles Times vom 12. Dez. 1993, abgerufen am 18. April 2020
  145. Frank Manchel: A Reel Witness: Steven Spielberg’s Representation of the Holocaust in Schindler’s List, in: The Journal of Modern History Nr. 1/1995 (67. Jg.), S. 83–100, hier: hier: S. 89 f.
  146. Lynn Rapaport: Hollywood’s Holocaust: Schindler’s List and the Construction of Memory. In: Film & History: An Interdisciplinary Journal of Film and Television Studies Nr. 1/2002 (32. Jg.), S. 55–65, hier: S. 61 f.
  147. Terrence Rafferty: “A Man of Transactions”, in: The New Yorker vom 20. Dez. 1993, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 83–89, Originalzitat von S. 88: „[It is] by far the finest, fullest dramatic (i.e., non-documentary) film ever made about the Holocaust. [And few American movies since the silent era have had anything approaching this picture’s] narrative boldness, visual audacity, and emotional directness“
  148. Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff., hier: S. 203
  149. Philip Gourevitch: A Dissent on “Schindler’s List”, in: Commentary, Februar 1994, abgerufen am 4. April 2021, Originalzitat: „an all-too-common mode of contemporary flattery“ (Artikel in ähnlicher Form auch erschienen unter dem Titel Genocide Pop in der Washington Post vom 16. Januar 1994)
  150. Jim Hoberman: Spielbergs Oskar, deutsch übersetzt in: die tageszeitung vom 3. März 1994, S. 13, ursprünglich auf Englisch erschienen in: The Village Voice vom 21. Dez. 1993
  151. Schindler’s List: Myth, movie, and memory, in: The Village Voice vom 29. März 1994, S. 24–31, abgerufen bei der Webpräsenz der University of Pennsylvania am 29. Aug. 2020
  152. Stephen Schiff: Seriously Spielberg, in: The New Yorker vom 21. März 1994, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 142–164, Zitate in selber Reihenfolge: „almost unmentionable secret“ (S. 148), „storytelling confidence and flair“ (S. 148), „the effect of a giant bar mitzvah, a rite of passage. Prince Hal has become Henry V; the dauphin has emerged a king.“ (S. 144)
  153. Christopher Stern: Solon blasts NBC over ‘List’ content, in: Variety vom 25. Feb. 1997, abgerufen am 24. April 2020, Originalzitat von Al D’Amato: “outrageous and offensive”
  154. Unterricht von Protesten begleitet, in: Nürnberger Nachrichten vom 13. April 1994, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  155. Iver Peterson: Emphasis on Holocaust Film in Fighting Racism Criticized, in: The New York Times vom 19. Feb. 1994, hier in: Thomas Fensch (Hrsg.): Oskar Schindler and His List, Paul S. Eriksson, Forest Dale 1995, ISBN 0-8397-6472-3, S. 235 f.
  156. Stephen Feinberg, Samuel Totten: Steven Spielberg: „My Primary Purpose in Making Schindler’s List Was For Education.“, in: Social Education, Nr. 6/1995 (59. Jg.), S. 365 f., online abgerufen von der Webpräsenz des National Council for the Social Studies am 7. Mai 2020
  157. Ingrid Lohmann: Schindlers Liste Revisited oder „Den Holocaust Lehren“?, in: Helmut Schreier, Matthias Heyl (Hrsg.): „Daß Auschwitz nicht noch einmal sei …“, Verlag Dr. R. Krämer, Hamburg 1995, ISBN 3-89622-001-2, S. 205–219, hier: S. 217 (Meldung 14 von CNN)
  158. Karen Diegmueller: ‘Schindler’s List’ Spurring Calls for Holocaust Education, in: Education Week Nr. 27. von 1994, abgerufen am 7. Mai 2020
  159. Thomas D. Fallace: The Emergence of Holocaust Education in American Schools, Palgrave Macmillan, New York 2008, ISBN 978-0-230-61115-3, S. 115 f.
  160. Werner Schneider: Oskar Schindler – Steven Spielberg. Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt, Bernstein-Verlag, Bonn, Siegburg 2016, ISBN 978-3-945426-24-1, S. 77
  161. Christoph Weiß: Vorbemerkung, in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 9
  162. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 465
  163. Scott D. Denham: Schindler Returns to Open Arms: „Schindler’s List“ in Germany and Austria, in: German Politics & Society Nr. 1/1995 (13. Jg.), S. 135–146, hier: S. 135
  164. Stadtchronik 1994, in: Institut für Stadtgeschichte (Frankfurt am Main), abgerufen am 18. April 2020
  165. Scott D. Denham: Schindler Returns to Open Arms: „Schindler’s List“ in Germany and Austria, in: German Politics & Society Nr. 1/1995 (13. Jg.), S. 135–146, hier: S. 142
  166. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 166–168
  167. Hans-Ulrich Jörges: Ein Film packt die Deutschen, in: Die Woche vom 3. März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 131 f.
  168. Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: „Schindlers Liste“ macht Schule, Braumüller, Wien 1995, ISBN 3-7003-1107-9, S. 15
  169. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 173 f.
  170. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 176
  171. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 177
  172. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 442
  173. Georg Seeßlen: Shoah, oder die Erzählung des Nichterzählbaren, in: Freitag vom 4. März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 158 ff., Zitate von S. 166
  174. Die Aufgabe, Erinnerung wachzuhalten. Bundespraesident Herzog in Israel: „Die Bundesrepublik ist eine stabile Demokratie“, in: Der Tagesspiegel Nr. 15114 vom 7. Dez. 1994, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  175. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 169
  176. Gabriele von Arnim: Vom Handeln in mörderischer Zeit, in: Süddeutsche Zeitung vom 26./27. Feb. 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 70–73, Zitate von S. 73
  177. Zitat von Simon Wiesenthal aus Der Standard vom 9. März 1994, wiedergegeben in: Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: „Schindlers Liste“ macht Schule, Braumüller, Wien 1995, ISBN 3-7003-1107-9, S. 29
  178. Beatrice Behn: Die Bilder kehren zurück, in: FAZ vom 27. Jan. 2019, abgerufen am 10. Mai 2021
  179. Melissa Eddy: Offered Free Tickets for ‘Schindler’s List,’ Germany’s Far Right Sees a Provocation, in: The New York Times vom 3. Jan. 2019, abgerufen am 26. Feb. 2021
  180. Joachim Bruhn: Liebe und Verwertung. Steven Spielberg und die virtuelle Realität des Nationalsozialismus, in: Initiative Sozialistisches Forum (Hrsg.): Schindlerdeutsche: Ein Kinotraum vom Dritten Reich. Ça ira Verlag, Freiburg 1994, ISBN 3-924627-40-1, S. 135–147, hier: S. 141
  181. Christus in Offenbach, in: Der Spiegel vom 19. Juni 1994, abgerufen am 16. April 2021
  182. Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: „Schindlers Liste“ macht Schule, Braumüller, Wien 1995, ISBN 3-7003-1107-9, S. 13, 16 f.
  183. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 171, Zitat von ebenda
  184. Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: „Schindlers Liste“ macht Schule, Braumüller, Wien 1995, ISBN 3-7003-1107-9, S. 30
  185. Liliane Weissberg: The Tale of a Good German. Reflections on the German Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 171–192, hier: S. 177
  186. Arbeitshilfe zum Film, Katholisches Filmwerk, abgerufen am 27. Sep. 2020
  187. Unterrichtsmaterial SCHINDLERS LISTE, in: Vision Kino, abgerufen am 27. Sep. 2020
  188. Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr: „Schindlers Liste“ macht Schule, Braumüller, Wien 1995, ISBN 3-7003-1107-9, S. 126 f.
  189. Annette Rogalla: Ein Freispruch, der rechte Mythen bildet, in: taz vom 4. Feb. 1995, abgerufen am 2. Jan. 2021
  190. Lehrerverband warnt vor „Klima der Einschüchterung“, in: FAZ vom 20. Okt. 2020, abgerufen am 23. Okt. 2020
  191. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 179
  192. Sigrid Löffler: Kino als Ablaß, in: Wochenpost vom 24. Feb. 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 57 ff., Zitate von S. 58
  193. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 180
  194. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 182 f., Zitat von S. 183
  195. Engel in der Hölle, in: Der Spiegel (ursprünglich erschienen in Nr. 8/1994, S. 174), hier online abgerufen am 31. Okt. 2020
  196. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 168 f.
  197. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 43
  198. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 44
  199. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 41 f. (Zitat von S. 42)
  200. Liliane Weissberg: The Tale of a Good German. Reflections on the German Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 171–192, hier: S. 184 f.
  201. Franz Everschor: »Schindlers Liste«, in: Film-Dienst Nr. 4/1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 38–42
  202. Heiko Rosner: »Schindlers Liste«: Der definitive Film über das Grauen des Naziterrors, in: Cinema Nr. 190, März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 85–90
  203. Will Tremper: Indiana Jones im Ghetto von Krakau, in: Die Welt vom 26. Feb. 1994, S. G3, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 63 ff., Zitate von S. 64 und 67
  204. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 447
  205. Artur Brauner: Ein Pamphlet, das zum Skandal wurde, in: Die Welt vom 2. April 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 224 ff.
  206. Elisabeth Bauschmid: Kronzeuge Himmler, in: Süddeutsche Zeitung vom 3. März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 109–111
  207. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 449
  208. Geistige Welt sucht nach einem neuen Chef, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 104 vom 6. Mai 1994, S. F13, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  209. Abba? Flotte Banalkost in Go-go-Atmosphäre, in: Die Welt vom 2. April 2016, abgerufen am 2. April 2021
  210. Henryk M. Broder: Kritik der dummen Kerls, in: FAZ vom 15. März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 183 ff., Zitate von S. 187 f.
  211. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 446 f.
  212. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 448
  213. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 450
  214. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 451
  215. Andreas Kilb: Stichelei, in: Die Zeit vom 25. März 1994, hier in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 205–207, Zitate von S. 206
  216. Detlev Claussen: Fortsetzung der Lichterketten mit anderen Mitteln?, in: Initiative Sozialistisches Forum (Hrsg.): Schindlerdeutsche: Ein Kinotraum vom Dritten Reich. Ça ira Verlag, Freiburg 1994, ISBN 3-924627-40-1, S. 127–133, hier: S. 128
  217. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 452
  218. Karin Truscheit: Nützliche Greuel und wertvoller Sex, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 12. Okt. 2010, abgerufen am 31. Okt. 2020
  219. Natasha Lehrer: Between Obsession and Amnesia. Reflections on the French Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 213–225, hier: S. 215
  220. Natasha Lehrer: Between Obsession and Amnesia. Reflections on the French Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 213–225, hier: S. 218
  221. Andreas Schmoller: Vergangenheit, die nicht vergeht. Das Gedächtnis der Shoah in Frankreich seit 1945 im Medium Film (PDF; 1,6 MB; abgerufen am 28. Feb. 2021), StudienVerlag, Innsbruck 2010, ISBN 978-3-7065-4853-3 (Dissertation, Uni Salzburg 2009), S. 165 f.
  222. Erin Bell: “Britain’s Secret Schindler”: The Impact of Schindler’s List on British Media Perceptions of Civilian Heroes, in: Nigel Morris (Hrsg.): A Companion to Steven Spielberg, John Wiley & Sons, Chichester 2017, ISBN 978-1-118-72681-5, S. 320–335, hier: S. 328
  223. Tomas Sniegon: Vanished History. The Holocaust in Czech and Slovak Historical Culture, Berghahn Books, New York 2014, ISBN 978-1-78238-294-2, Kap. 4 (S. 107 ff.), hier vor allem S. 107, 114–116, 123, 127 f., Originalzitate aus der Mladá fronta Dnes von S. 127: „could help us to learn differentiate with criticism in our past“, „the general condemnations of the Sudeten Germans cannot last forever“
  224. Der Text der Gedenktafel in Zwittau lautet: "OSKAR SCHINDLER / DEM UNVERGESSENEN LEBENSRETTER / 1200 VERFOLGTER JUDEN / * 28. 4. 1908 Zwittau † 9. 10. 1974 HILDESHEIM"
  225. Helga Hirsch: Wohltäter aus Angst?, in: Die Zeit Nr. 11/1994, abgerufen am 25. Sep. 2020
  226. Rick Richardson: Krakow welcomes ‘Schindler’ , in: Variety vom 2. März 1994, abgerufen am 11. Sep. 2020, Originalzitate W. Dąbrowski: “[This film] touches deeply […] fine statement.”
  227. Andrew Nagorski: ‘Schindler’s List’ Hits Home, in: Newsweek vom 13. März 1994, abgerufen am 25. Sep. 2020, Originalzitat A. Wrobliewska: „[But it requires] a touch of balance.“
  228. Martina Thiele: Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film, LIT Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5807-3, S. 434 f.
  229. Deutsche Übersetzung des polnischen Originalzitats „hitlerowcy“
  230. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 193
  231. Nigel Morris: the cinema of Steven Spielberg. empire of light. Columbia University Press, New York, Chichester 2007, ISBN 978-0-231-50345-7, S. 217
  232. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 199
  233. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 201, Originalzitat T. Segev: „Just spare us the bullshit!“
  234. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 207
  235. Yosefa Loshitzky: Introduction, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 1–17, hier: S. 8
  236. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 205
  237. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 201, Originalzitate U. Schin: „partial but complex way of dealing with the painful subject“, „pornography of horror“, „[Spielberg succeeds] where the many and good have failed“
  238. Zensoren verbieten “Schindlers Liste”, in: Der Tagesspiegel vom 3. Juni 1994, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  239. William Branigin: The Manila Envelope, please…, in: Washington Post vom 16. Juni 1994, abgerufen am 3. Mai 2020, Originalzitat vom Committee for World Muslim Solidarity: „Zionist propaganda“
  240. Charles P. Wallace: Malaysian Censors Move to Ban ‘List’, in: Los Angeles Times vom 24. März 1994, abgerufen am 8. Mai 2020
  241. Bernard Weinraub: Islamic Nations Move to Keep Out ‘Schindler’s List’, in: The New York Times vom 7. April 1994, abgerufen am 8. Mai 2020
  242. Schindlers Liste – Awards, Internet Movie Database, abgerufen am 18. April 2020
  243. Countdown für den Deutschen Hörfilmpreis 2020: Sonderpreis der Jury für Filmklassiker „Schindlers Liste“ (Pressemitteilung), in: Webpräsenz von Deutscher Hörfilmpreis vom 10. März 2020, abgerufen am 31. Mai 2020
  244. Werner Schneider: Oskar Schindler – Steven Spielberg. Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt, Bernstein-Verlag, Bonn, Siegburg 2016, ISBN 978-3-945426-24-1, S. 88
  245. Werner Schneider: Oskar Schindler – Steven Spielberg. Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt, Bernstein-Verlag, Bonn, Siegburg 2016, ISBN 978-3-945426-24-1, S. 90
  246. Meredith Hindley: Steven Spielberg, National Endowment for the Humanities, ca. 1999, abgerufen am 4. Juni 2021
  247. Italy decorates Spielberg for his Holocaust work, in: Deseret News vom 15. April 2004, abgerufen am 19. April 2020
  248. Spielberg zum Ehrenritter ernannt, in: Berliner Zeitung vom 15. April 2004
  249. Die Filmfavoriten des Vatikans Rom, in: Frankfurter Neue Presse vom 5. März 1996, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  250. Complete National Film Registry Listing, in: Webpräsenz der Library of Congress, abgerufen am 18. April 2020
  251. „Schindlers Liste“ bester Film des Jahrzehnts, in: Sächsische Zeitung vom 6. Jan. 2000, S. 16, online abgerufen über GBI-Genios am 7. April 2021
  252. The 100 greatest American films, Webpräsenz von BBC, 2015, abgerufen am 23. Jan. 2021
  253. The 80 Best-Directed Films, in: Webpräsenz der Directors Guild of America, 2016, abgerufen am 19. April 2020
  254. 101 Greatest Screenplays, in: Webpräsenz der Writers Guild of America, ca. 2005, abgerufen am 19. April 2020
  255. AFI’S 100 YEARS...100 MOVIES — 10TH ANNIVERSARY EDITION, in: American Film Institute, 2007, abgerufen am 18. April 2020
  256. IMDb Top 250, in: IMDb, abgerufen am 8. Sep. 2021
  257. Traugott Roser: Konversion als wiederkehrendes Motiv in den Filmen von Steven Spielberg, in: Praktische Theologie Nr. 4/2019 (54. Jg.), S. 217–221, hier: S. 220
  258. Patrizia Tonin: Shoah nach Spielberg. Holocaust und Hollywood, oder Schindlers Liste, in: Edith Dörfler et al. (Hrsg.): Medien & Zeit Nr. 3/1997: Film und Holocaust, S. 40–51, hier: S. 41
  259. Patrizia Tonin: Shoah nach Spielberg. Holocaust und Hollywood, oder Schindlers Liste, in: Edith Dörfler et al. (Hrsg.): Medien & Zeit Nr. 3/1997: Film und Holocaust, S. 40–51, hier: S. 44
  260. Sven Kramer: Auschwitz im Widerstreit. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-8244-4366-6, S. 9
  261. Sven Kramer: Auschwitz im Widerstreit. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-8244-4366-6, S. 13
  262. Patrizia Tonin: Shoah nach Spielberg. Holocaust und Hollywood, oder Schindlers Liste, in: Edith Dörfler et al. (Hrsg.): Medien & Zeit Nr. 3/1997: Film und Holocaust, S. 40–51, hier: S. 49
  263. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 55
  264. Sven Kramer: Auschwitz im Widerstreit. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-8244-4366-6, S. 36
  265. Thomas Elsaesser: Subject Positions, Speaking Positions: From HOLOCAUST and HEIMAT to SHOAH and SCHINDLER’S LIST, in: Vivian Sobchack (Hrsg.): The Persistence of History. Cinema, television, and the modern event (Reihe AFI film readers), Routledge, New York 1996, ISBN 0-415-91084-6, S. 145–183, hier: S. 177 f., Originalzitat von S. 178: „almost mythic authority“
  266. Peter Schulze: Geschichts-Schichtungen. Zur Darstellung des Holocaust bei Steven Spielberg und Roman Polanski, in: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 61–75, hier: S. 69 f.
  267. Christoph Classen: Balanced Truth: Steven Spielberg’s Schindler’s List among History, Memory, and Popular Culture, in: History and Theory Nr. 2 von 2009 (48. Jg.), S. 77–102, hier: S. 94
  268. Patrizia Tonin: Shoah nach Spielberg. Holocaust und Hollywood, oder Schindlers Liste, in: Edith Dörfler et al. (Hrsg.): Medien & Zeit Nr. 3/1997: Film und Holocaust, S. 40–51, hier: S. 46
  269. Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff., hier: S. 205
  270. Catrin Corell: Der Holocaust als Herausforderung für den Film, Transcript Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89942-719-6, S. 233 ff., hier: S. 251
  271. José Díaz-Cuesta Galián: Man as Rescuer and Monster in Steven Spielberg’s Film Text Schindler’s List, in: Journal of English Studies, 5./6. Jg. 2005–2008, S. 63–81, hier: S. 71 f.
  272. Eric Sterling: All Rules Barred: A Defense of Spielberg’s Schindler’s List, in: Film & History Nr. 2/2002 (32. Jg.), S. 62–71, hier: S. 65
  273. Joseph McBride: Steven Spielberg. A Biography. Second Ed., University Press of Mississippi, Jackson 2010, ISBN 978-1-60473-836-0, S. 428 f., Zitat von S. 429: „Jewish bitch“
  274. Sara R. Horowitz: But is it Good for the Jews? Spielberg’s Schindler and the Aesthetics of Atrocity, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 119–139, hier: S. 125
  275. Henry Gonshak: Hollywood and the Holocaust. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5223-3, S. 187 ff., hier: S. 204
  276. Nigel Morris: the cinema of Steven Spielberg. empire of light. Columbia University Press, New York, Chichester 2007, ISBN 978-0-231-50345-7, S. 226 f., darin wiedergegebenes Originalzitat (S. 226) von S. R. Horowitz: „out of a Nazi propaganda poster on eugenics and racial science“
  277. Sven Kramer: Auschwitz im Widerstreit. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-8244-4366-6, S. 10
  278. Judith E. Doneson: The Image Lingers: The Feminization of the Jew in Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 140–152, hier: S. 143 und 145
  279. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 99–101
  280. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 101 f.
  281. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 104
  282. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 105 f.
  283. Johannes-Michael Noack: „Schindlers Liste“ – Authentizität und Fiktion in Spielbergs Film, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 978-3-933240-05-7, S. 109
  284. Helmut Korte: Einführung in die Systematische Filmanalyse, 4. Aufl., Erich Schmidt Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-503-12241-7, S. 167–215, hier: S. 197
  285. Manuel Köppen: Von Effekten des Authentischen, in: Manuel Köppen, Klaus R. Scherpe (Hrsg.): Bilder des Holocaust, Böhlau Verlag, Köln und Wien 1997, ISBN 3-412-05197-7, S. 145–170, hier: S. 158
  286. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 51
  287. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 56
  288. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 58
  289. Yosefa Loshitzky: Holocaust Others: Spielberg’s Schindler’s List versus Lanzmann’s Shoah, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 104–118, hier: S. 109 f.
  290. Catrin Corell: Der Holocaust als Herausforderung für den Film, Transcript Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89942-719-6, S. 233 ff., hier: S. 258–260
  291. Ora Gelley: Narration and the Embodiment of Power in “Schindler’s List”, in: Film Criticism Nr. 2 von 1997/98 (22. Jg.), S. 2–26, hier: S. 17–20
  292. Tobias Ebbrecht: Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis, transcript Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8376-1671-2, S. 188
  293. Tobias Ebbrecht: Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis, transcript Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8376-1671-2, S. 188–191
  294. Tobias Ebbrecht: Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis, transcript Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8376-1671-2, S. 198
  295. Sabine Moller: Zeitgeschichte sehen. Die Aneignung von Vergangenheit durch Filme und ihre Zuschauer (Deep focus, Nr. 27), Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-86505-330-5, S. 136
  296. Sonja M. Schultz: Der Nationalsozialismus im Film, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86505-314-5, S. 241
  297. Tobias Ebbrecht: Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis, transcript Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8376-1671-2, S. 194 f.
  298. Eckart Oehlenschläger: Steven Spielbergs Film Schindlers Liste: „Based on the novel by Thomas Keneally“. In: Klaus L. Berghahn, Helmut J. Schneider, Jürgen Fohrmann (Hrsg.): Kulturelle Repräsentationen des Holocaust in Deutschland und den Vereinigten Staaten, Peter Lang Verlag, New York 2002, ISBN 0-8204-5208-4, S. 97–110, Zitate in selber Reihenfolge von S. 100 (von T. Keneally), 106 (zwei) und 109
  299. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 52
  300. Michael Wildt: The Invented and the Real: Historiographical Notes on Schindler’s List, in: History Workshop Journal Nr. 41 von 1996, S. 240–249 (Übersetzung aus dem Deutschen), hier: S. 246
  301. Matías Martínez: Authentizität als Künstlichkeit in Steven Spielbergs Film Schindler’s List. In: Günter Giesenfeld, Thomas Koebner (Hrsg.): Augen-Blick Nr. 36 von 2004, S. 39–60, hier: S. 53
  302. Daniel Mark Fogel: ‘Schindler’s List’ in novel and film: Exponential conversion, in: Historical Journal of Film, Radio and Television Nr. 3/1994 (14. Jg.), S. 315–320, hier: S. 317
  303. Elias Berner: ‘Remember me, but forget my fate’ – The use of music in Schindler’s List and In Darkness. In: Holocaust Studies, Spezialausgabe Contemporary Holocaust Film, 2019, S. 1–15, hier: S. 3–7
  304. Bettina Schlüter: Erzählstrategische Funktionen der Filmmusik in Schindlers Liste, in: Klaus L. Berghahn, Helmut J. Schneider, Jürgen Fohrmann (Hrsg.): Kulturelle Repräsentationen des Holocaust in Deutschland und den Vereinigten Staaten, Peter Lang Verlag, New York 2002, ISBN 0-8204-5208-4, S. 83–96, hier: S. 85
  305. Sandra Nuy: Erinnerungskulturen. Über das Gedenken an die Shoah durch den Film, in: Sigrid Baringhorst, Ingo Broer (Hrsg.): Grenzgänge(r). Beiträge zu Politik, Kultur und Religion, universi, Siegen 2004, ISBN 978-3-936533-14-9, S. 301–312, hier: hier: S. 301
  306. Haim Bresheeth: The Great Taboo Broken. Reflections on the Israeli Reception of Schindler’s List, in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 193–212, hier: S. 199 f.
  307. Manuel Köppen: Von Effekten des Authentischen, in: Manuel Köppen, Klaus R. Scherpe (Hrsg.): Bilder des Holocaust, Böhlau Verlag, Köln und Wien 1997, ISBN 3-412-05197-7, S. 145–170, hier: S. 164 f.
  308. Robert A. Erlewine: When the Blind Speak of Colour: Narrative, ethics and stories of the Shoah, in: Journal of Visual Art Practice Nr. 1/2001 (1. Jg.), S. 25–36, hier: S. 28 f.
  309. Miriam Bratu Hansen: Schindler’s List is not Shoah: Second Commandment, Popular Modernism and Public Memory, in: Critical Inquiry Nr. 2/1995 (22. Jg.), S. 292–312, hier in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 77–103, hier: S. 99
  310. Miriam Bratu Hansen: Schindler’s List is not Shoah: Second Commandment, Popular Modernism and Public Memory, in: Critical Inquiry Nr. 2/1995 (22. Jg.), S. 292–312, hier in: Yosefa Loshitzky (Hrsg.): Spielberg’s Holocaust. Critical Perspectives on Schindler’s List, Indiana University Press, Bloomington 1997, ISBN 0-253-33232-X, S. 77–103, hier: S. 85 f., Originalzitat von S. 86: „[still undercuts the effect of] an immediate and totalitarian grasp on reality“
  311. Frank Bösch: Film, NS-Vergangenheit und Geschichtswissenschaft. Von „Holocaust“ zu „Der Untergang“, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Nr. 1/2007, S. 1–32, hier: S. 20
  312. Sonja M. Schultz: Der Nationalsozialismus im Film, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86505-314-5, S. 242
  313. Christoph Classen: Balanced Truth: Steven Spielberg’s Schindler’s List among History, Memory, and Popular Culture, in: History and Theory Nr. 2 von 2009 (48. Jg.), S. 77–102, hier: S. 99 ff., Originalzitat von S. 99: „ciphers of ‚evil‘“
  314. Susanne Rohr: “‘Playing’ Nazis,” “mirroring evil”: Die Amerikanisierung des Holocausts und neue Formen seiner Repräsentation, in: Amerikastudien Nr. 4/2002 (47. Jg.), S. 539–553, hier: Abstract
  315. Natan Sznaider: Die Amerikanisierung des Holocaust, in: Rainer Winter, Natan Sznaider, Ulrich Beck (Hrsg.): Globales Amerika? Die kulturellen Folgen der Globalisierung, transcript Verlag, Bielefeld 2003, ISBN 3-89942-172-8, S. 219–238, hier: S. 224 ff.
  316. Michael André Bernstein: The Schindler’s List Effect, in: The American Scholar Nr. 3/1994 (63 Jg.), S. 429–432, Originalzitat von S. 432: „sharp-eyed and unembarrassed resistance.“
  317. William J. Niven: The reception of Steven Spielberg’s Schindler’s List in the German Media, in: Journal of European Studies xxv von 1995, S. 165–189, hier: S. 183 f.
  318. Helmut J. Schneider: Den Toten ein Gesicht geben? Zum Problem der ästhetischen Individualisierung in Schindlers Liste und der Holocaust-Fernsehserie, in: Klaus L. Berghahn, Helmut J. Schneider, Jürgen Fohrmann (Hrsg.): Kulturelle Repräsentationen des Holocaust in Deutschland und den Vereinigten Staaten, Peter Lang Verlag, New York 2002, ISBN 0-8204-5208-4, S. 69–82, hier: S. 78
  319. Zitat von A. Kilb, wiedergegeben in: Peter Reichel: Erfundene Erinnerung. Weltkrieg und Judenmord in Film und Theater, Hanser, München 2004, ISBN 3-446-20481-4, S. 301 ff., hier: S. 316
  320. Peter Reichel: Erfundene Erinnerung. Weltkrieg und Judenmord in Film und Theater, Hanser, München 2004, ISBN 3-446-20481-4, S. 301 ff., hier: S. 317
  321. Zitat aus Die Zeit, wiedergegeben in: Peter Reichel: Erfundene Erinnerung. Weltkrieg und Judenmord in Film und Theater, Hanser, München 2004, ISBN 3-446-20481-4, S. 301 ff., hier: S. 317
  322. Ingrid Lohmann: Schindlers Liste Revisited oder „Den Holocaust Lehren“?, in: Helmut Schreier, Matthias Heyl (Hrsg.): „Daß Auschwitz nicht noch einmal sei …“, Verlag Dr. R. Krämer, Hamburg 1995, ISBN 3-89622-001-2, S. 205–219, hier: S. 205
  323. Ingrid Lohmann: Schindlers Liste Revisited oder „Den Holocaust Lehren“?, in: Helmut Schreier, Matthias Heyl (Hrsg.): „Daß Auschwitz nicht noch einmal sei …“, Verlag Dr. R. Krämer, Hamburg 1995, ISBN 3-89622-001-2, S. 205–219, hier: S. 218 f.
  324. Matthias Weiß: Sinnliche Erinnerung. In: Norbert Frei, Sybille Steinbacher (Hrsg.): Beschweigen und Bekennen. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust. Wallstein Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3-89244-493-5, S. 71–102, hier: S. 88
  325. Matthias Weiß: Sinnliche Erinnerung. In: Norbert Frei, Sybille Steinbacher (Hrsg.): Beschweigen und Bekennen. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust. Wallstein Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3-89244-493-5, S. 71–102, hier: S. 88 f.
  326. Christoph Weiß: Nachwort (zu einem ›Abschlußbericht‹), in: Christoph Weiß (Hrsg.): „Der gute Deutsche“, Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1995, ISBN 3-86110-055-X, S. 291–306, hier: S. 305 f., Zitat von H. Karasek von S. 298, Zitat von C. Weiß von S. 306
  327. Manuel Köppen: Von Effekten des Authentischen, in: Manuel Köppen, Klaus R. Scherpe (Hrsg.): Bilder des Holocaust, Böhlau Verlag, Köln und Wien 1997, ISBN 3-412-05197-7, S. 145–170, hier: S. 148
  328. Matthias Weiß: Sinnliche Erinnerung. In: Norbert Frei, Sybille Steinbacher (Hrsg.): Beschweigen und Bekennen. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust. Wallstein Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3-89244-493-5, S. 71–102, hier: S. 89
  329. Henning Tümmers: Nach Verfolgung und Vernichtung. Das Dritte Reich und die Deutschen nach 1945, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-031932-5 (Reihe Zeitgeschichte aktuell), S. 203 f.
  330. Natan Sznaider: Die Amerikanisierung des Holocaust, in: Rainer Winter, Natan Sznaider, Ulrich Beck (Hrsg.): Globales Amerika? Die kulturellen Folgen der Globalisierung, transcript Verlag, Bielefeld 2003, ISBN 3-89942-172-8, S. 219–238, hier: S. 229
  331. Sandra Nuy: Erinnerungskulturen. Über das Gedenken an die Shoah durch den Film, in: Sigrid Baringhorst, Ingo Broer (Hrsg.): Grenzgänge(r). Beiträge zu Politik, Kultur und Religion, universi, Siegen 2004, ISBN 978-3-936533-14-9, S. 301–312, hier: S. 308
  332. Tobias Ebbrecht: Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis, transcript Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8376-1671-2, S. 183 ff., hier: S. 185
  333. Frank Bösch: Film, NS-Vergangenheit und Geschichtswissenschaft. Von „Holocaust“ zu „Der Untergang“, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Nr. 1/2007, S. 1–32, hier: S. 16
  334. Bert-Oliver Manig: Als Spielbergs „Schindlers Liste“ in die deutschen Kinos kam, in: Deutschlandfunk vom 1. März 2019, abgerufen am 4. Juni 2021
  335. Traugott Roser: Konversion als wiederkehrendes Motiv in den Filmen von Steven Spielberg, in: Praktische Theologie Nr. 4/2019 (54. Jg.), S. 217–221
  336. Eva Krafczyk: Steven Spielberg machte Kazimierz weltberühmt, Webpräsenz von Die Welt vom 26. Dez. 2013, abgerufen am 14. Feb. 2021
  337. Natan Sznaider: Die Amerikanisierung des Holocaust, in: Rainer Winter, Natan Sznaider, Ulrich Beck (Hrsg.): Globales Amerika? Die kulturellen Folgen der Globalisierung, transcript Verlag, Bielefeld 2003, ISBN 3-89942-172-8, S. 219–238, hier: S. 227
  338. Steven J. Stark: JEWISH GROUP HONORS GUARD WHO SAVED BANK DOCUMENTS, in: Chicago Tribune vom 17. Juli 1997, abgerufen am 19. Nov. 2020
  339. Manfred Riepe: Geschichte oder nur Geschichten? Über Reenactment: Fiktion und Realität im Rahmen nachinszenierter Historiendarstellung im Fernsehen, in: Medienkorrespondenz vom 3. Dez. 2018, abgerufen am 6. Sep. 2020
  340. Eva-Kristin Winter: Omer Fasts Spielberg’s List: Künstlerische Interpretation der Effekte von Schindler’s List auf Tourismus und regionale Holocaustrezeption, in: ffk Journal Nr. 2/2017, S. 160–174, abgerufen am 1. Sep. 2020
  341. Oskar Schindlers Liste, Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten, abgerufen am 25. Dez. 2020

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