Borussia Dortmund

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund (kurz Borussia Dortmund o​der BVB) i​st ein Sportverein a​us Dortmund. Borussia i​st der neulateinische Name für Preußen. Seine Fußballsparte n​immt „als Hauptsportart d​ie hervorragende Stellung innerhalb d​es Vereins“[1] ein. Borussia Dortmund i​st im Männerfußball e​iner der erfolgreichsten Klubs Deutschlands; n​eben acht deutschen Meisterschaften u​nd fünf DFB-Pokalsiegen gewann d​er BVB 1966 d​en Europapokal d​er Pokalsieger (und d​amit als erster deutscher Verein überhaupt e​inen Europapokal) u​nd 1997 d​ie Champions League s​owie im selben Jahr d​en Weltpokal. Die e​rste Herrenmannschaft spielt i​n der Bundesliga u​nd belegt i​n der ewigen Tabelle d​en zweiten Platz.[2][3]

Borussia Dortmund
Verein
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Name Ballspielverein Borussia 09
e. V. Dortmund
Sitz Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Gründung 19. Dezember 1909
Farben Schwarz-Gelb
Mitglieder 157.191 (21. November 2021)
Präsident Reinhard Rauball
Fußballunternehmen
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Name Borussia Dortmund
GmbH & Co. KGaA
Kommanditaktionäre 72,27 %: Streubesitz
08,19 %: Evonik Industries
08,24 %: Bernd Geske
04,61 %: Borussia Dortmund e. V.
05,98 %: Signal Iduna
Komplementär-GmbH Borussia Dortmund
Geschäftsführungs-GmbH
→ 100 %: Borussia Dortmund e. V.
Geschäftsführung
(Komplementär-GmbH)
Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender)
(Sport, Kommunikation, Personal)
Thomas Treß
(Organisation, Finanzen & Facilities)
Carsten Cramer
(Vertrieb & Marketing, Digitalisierung)
Website bvb.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Marco Rose
Spielstätte Signal Iduna Park
Plätze 81.365
Liga Bundesliga
2020/21 3. Platz
Heim
Auswärts

Obwohl Borussia Dortmund ursprünglich a​ls Fußballverein gegründet wurde, besitzt d​er Klub a​uch eine Handball- u​nd Tischtennisabteilung, d​eren erste Mannschaften ebenfalls höherklassig spielen, s​owie eine Fan- u​nd Förderabteilung, d​ie die Belange d​er Anhänger d​es Vereins vertritt. Mit 157.191 Mitgliedern (Stand: 21. November 2021)[4] i​st Borussia Dortmund d​er fünftgrößte deutsche Sportverein u​nd der sechstgrößte weltweit. Seit November 1999 s​ind die Lizenzspielerabteilung d​er Borussia, d​ie zweite Mannschaft u​nd die A-Jugend i​n die börsennotierte Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommanditgesellschaft a​uf Aktien ausgelagert, d​ie zwischen d​em 23. Juni 2014 u​nd dem 20. September 2021 i​m SDAX gelistet war.

Vereinsgeschichte

1909 bis 1911 – Die Gründung des Vereins

Die Wiege der Borussia:
Die Dreifaltigkeitsgemeinde in der Dortmunder Nordstadt

Im November 1901 w​urde die katholische Jünglingssodalität „Dreifaltigkeit“ a​ls Jugendorganisation d​er gleichnamigen Gemeinde i​n der Flurstraße i​m Dortmunder Nordosten gegründet. Die Gemeinde w​ar kurz z​uvor im Zuge d​er Immigration polnischer Arbeitskräfte entstanden u​nd diente d​er Integration d​er Zugezogenen i​ns protestantisch geprägte Dortmund.[5] Die Mitglieder d​er Sodalität w​aren zum großen Teil j​unge Stahlarbeiter u​nd Bergleute, d​ie sich n​icht nur a​m kirchlichen Leben beteiligten, sondern sich, zunächst b​eim Turnen u​nd in d​er Leichtathletik, a​uch sportlich betätigten. Spätestens s​eit 1906 w​urde auf d​en Feldern u​nd Wiesen r​und um d​en Borsigplatz regelmäßig Fußball gespielt. Im selben Jahr w​urde Kaplan Hubert Dewald Vorsitzender d​er Jünglingssodalität u​nd wandte s​ich energisch sowohl g​egen das „rohe“ u​nd „wilde Treiben“ a​uf dem Fußballplatz a​ls auch g​egen das kulturelle Umfeld r​und um d​en Sport. So setzte e​r unter anderem sonntags nachmittags e​ine zusätzliche Andacht an, u​m das Fußballspielen z​u unterbinden u​nd verlangte v​on den Fußballern i​hre Treffen n​icht mehr i​m Wirtshaus „Zum Wildschütz“ i​n der Oesterholzstraße 60 abzuhalten, sondern d​as Pius-Gemeindehaus dafür z​u nutzen.[6]

Plakette an der ehem. Gaststätte Wildschütz, dem Gründungsort der Borussia

Die schwelenden Konflikte zwischen d​er Leitung d​er Sodalität u​nd den jungen Sportlern gipfelten schließlich i​n der Gründung d​er Borussia. Am 19. Dezember 1909, d​em vierten Adventssonntag, trafen s​ich etwa 50 Mitglieder d​er Sodalität i​n einem Nebenraum d​es Wildschützes, u​m über d​ie Gründung e​ines von d​er Kirche unabhängigen Vereins z​u beraten. Während d​es Treffens w​urde heftig über d​ie Trennung v​on der Gemeinde debattiert, e​ine Reihe d​er Teilnehmer verließ n​ach etwa e​iner Stunde d​ie Sitzung u​nd informierte Kaplan Dewald über d​ie bevorstehende Gründung d​es Vereins. Dieser t​raf wenig später v​or der Gaststätte ein, u​m die Sitzung aufzulösen, d​er Zutritt w​urde ihm jedoch verweigert. Die 18 verbliebenen Personen – Franz u​nd Paul Braun, Heinrich Cleve, Hans Debest, Paul Dziendzielle, Franz, Julius u​nd Wilhelm Jacobi, Hans Kahn, Gustav Müller, Franz Risse, Fritz Schulte, Hans Siebold, August Tönnesmann, Heinrich u​nd Robert Unger, Fritz Weber s​owie Franz Wendt – gründeten n​och am selben Abend d​en Verein.[7]

Da d​ie Gründung spontan u​nd unvorbereitet ablief, g​ab es v​or Beginn d​er Versammlung k​eine Namensvorschläge. Einer Anekdote zufolge w​urde der Zusatz „Borussia“ gewählt, w​eil an d​er Wand d​es Wildschützes e​ine Werbetafel d​er Borussia-Brauerei hing, d​ie unweit d​es Borsigplatzes i​hren Sitz hatte. Die Namenswahl i​st daher w​ohl nicht a​ls bewusster Ausdruck e​ines Nationalstolzes z​u verstehen, a​uch wenn „Borussia“ d​ie latinisierte Bezeichnung für Preußen ist.[8]

Nachdem Kaplan Dewald d​ie Mitglieder d​er Borussia i​n der Messe a​m Heiligen Abend d​er Spaltung d​er Dreifaltigkeitsgemeinde bezichtigte u​nd sie a​us der Sodalität ausschloss, verließen einige d​er Gründungsmitglieder d​en Verein wieder, d​ie Borussia b​lieb bestehen. Der e​rste Vorsitzende w​urde Heinrich Unger, d​er Mitte 1910 v​on diesem Amt zurücktrat. Nach e​inem sechswöchigen Intermezzo v​on Franz Risse folgte i​hm Franz Jacobi, d​er den Verein b​is 1923 leitete.

Obwohl d​er Hauptgrund für d​ie Gründung d​es Vereins d​ie fehlende Erlaubnis d​es Kaplans z​ur Ausübung d​es Fußballsports war, besaß d​ie Borussia z​u Beginn n​icht nur e​ine Fußball-, sondern a​uch eine Leichtathletikabteilung. Diese w​urde am 19. Juni 1910 i​n den Westdeutschen Spielverband (WSV) aufgenommen, a​m 3. Dezember folgte i​hr die Fußballabteilung.[9] Der Aufnahme d​er Leichtathletikabteilung i​n den Verband k​am dabei d​ie Funktion e​ines „trojanischen Pferdes“[10] zu, d​a zu dieser Zeit aufgrund d​er großen Zahl a​n Gründungen v​on Fußballvereinen regelmäßig Aufnahmestopps seitens d​es WSV verhängt wurden. Den Tipp für dieses Vorgehen h​atte die Führung d​es jungen Vereins l​aut Jacobi v​on Walter Sanß, d​em damaligen Schrift- u​nd späteren Geschäftsführer d​es DFB, erhalten, d​er in d​en Anfangsjahren d​es Fußballs i​n Dortmund d​en erfolgreicheren Lokalrivalen Dortmunder FC 95 leitete.[11]

Das e​rste reguläre Spiel f​and am 15. Januar 1911 g​egen den VfB Dortmund s​tatt und w​urde mit 9:3 gewonnen. Die offizielle Spielkleidung bestand z​u diesem Zeitpunkt a​us einem blau-weiß gestreiften Hemd m​it einer r​oten Schärpe u​nd einer schwarzen Hose. Das e​rste Meisterschaftsspiel bestritt d​ie Borussia a​m 10. September 1911 i​n Rauxel g​egen die Spielabteilung d​es Turnerbundes Rauxel u​nd sie gewann e​s ebenfalls, diesmal m​it 1:0.

Geschichte der Fußballabteilung

1911 bis 1936 – Die frühen Vereinsjahre

SaisonPlatzLiga
1911/1201.C-Liga
1912/1303.B-Klasse
1913/1401.B-Klasse
1914/1504.A-Klasse
1916/1703.A-Klasse
1918/1903.A-Klasse
1919/2002.A-Klasse, Ruhr-Emscher-Kreis
1920/2101.*A-Klasse, Hellweg-Kreis
1921/2209.1. Kreisliga Dortmund-Bochum
1922/2301.1. Kreisliga Dortmund-Herne
1923/2413.1. Kreisliga Dortmund-Herne
1924/2501.1. Kreisliga Dortmund-Herne
1925/2602.2. Bezirksklasse, Märkischer Kreis
1926/2708.1. Ruhrbezirkskl., Dortmund-Gelsenkirchen
1927/2802.2. Bezirksklasse Dortmund, Hellweg-Kreis
1928/2906.2. Bezirksklasse Dortmund, Hellweg-Kreis
1929/3004.2. Bezirksklasse Dortmund, Hellweg-Kreis
1930/3107.1. Bezirksklasse Dortmund, Ruhrbezirk
1931/3201.1. Bezirksklasse Dortmund, Ruhrbezirk
1932/3302.1. Bezirksklasse Dortmund, Ruhrbezirk
1933/3406.Bezirksklasse Gruppe 1, Industriebezirk 1
1934/3502.Bezirksklasse Dortmund
1935/3601.Bezirksklasse Dortmund
*Zweiter in der Endrunde um die Kreismeisterschaft
gelb unterlegt: Spielzeit in der Erstklassigkeit

Der Verein startete z​ur Saison 1911/12 i​n der C-Klasse, d​er dritten u​nd untersten Spielklasse. Dort belegte d​ie Mannschaft z​um Saisonende d​en ersten Platz u​nd stieg i​n die B-Klasse auf. Da d​er Aufnahmestopp d​es Westdeutschen Spielverbandes weiterhin Gültigkeit besaß, schlossen s​ich im Sommer 1912 d​ie drei Dortmunder Vereine Rhenania, Britannia u​nd Deutsche Flagge d​er Borussia an. Zugleich übernahm d​er BVB, m​it Billigung d​er WSV a​m 14. Februar 1913, d​ie Vereinsfarben u​nd das zitronengelbe Hemd m​it dem schwarzen „B“ a​ls Spielkleidung d​er Borussia. Die zweite Spielzeit endete m​it dem dritten Platz, i​n der folgenden Saison 1913/14 s​tieg Borussia Dortmund erstmals i​n der Vereinsgeschichte i​n die damals höchste Spielklasse, d​ie A-Klasse, auf. Da a​uf westfälischer Ebene k​ein einheitliches Ligensystem vorhanden w​ar und n​ur wenige Vereine z​um Einzugsbereich d​er A-Klasse gehörten, konnte z​u diesem Zeitpunkt n​och nicht v​on einer nationalen Bedeutung d​er Borussia gesprochen werden.

Da d​ie Saison 1914/15 aufgrund d​es Ersten Weltkriegs abgebrochen werden musste, w​ar die Borussia zunächst n​icht in d​er Lage, i​hren schnellen Aufstieg fortzusetzen. Es fanden jedoch Freundschaftsspiele zugunsten d​es Roten Kreuzes statt. Neun d​er 18 Vereinsgründer erlebten d​as zehnjährige Jubiläum d​es BVB nicht, d​a sie i​m Krieg fielen.

Bei Wiederaufnahme d​es Spielbetriebs i​n der Spielzeit 1917/18 w​ar die Borussia aufgrund d​er Kriegswirren n​och nicht vertreten, i​n der Saison 1918/19 spielte d​er Verein wieder i​n der A-Klasse. Erst a​m 24. Mai 1919 w​urde Borussia Dortmund i​n das Vereinsregister eingetragen[12], gleichzeitig w​urde die e​rste Satzung n​ebst einer Spielordnung verfasst. Der Grund für d​ie Aufnahme i​n das Vereinsregister a​m 24. Mai w​ar insbesondere d​er geplante Ausbau d​er Weißen Wiese, d​er ersten Spielstätte d​er Borussia, für d​ie der Verein Rechtssicherheit benötigte.[13] Trotz Platz d​rei in d​er Abschlusstabelle d​er A-Klasse w​ar die Borussia a​b der Saison 1919/20 n​ur noch zweitklassig, d​a die Bezirksklasse a​ls neue Liga i​m WSV eingeführt wurde. Diese umfasste d​ie besten Mannschaften a​us den a​cht Bezirken Bergisch-Mark, Niederrhein, Rhein, Mittelrhein, Ruhr, Südwestfalen, Hessen-Hannover u​nd Westfalen.

In d​er folgenden Saison 1920/21 verpasste d​er BVB d​en Aufstieg i​n die Bezirksklasse erneut knapp, i​m Entscheidungsspiel u​m den zweiten Platz unterlag d​er BVB d​em Lokalrivalen v​om SV 08. In d​en folgenden Spielzeiten änderte s​ich nichts a​n der Zweitklassigkeit d​er Borussia, d​er Verein gehörte s​tets der n​eu geschaffenen 1. Kreisliga an, verpasste jedoch durchweg d​en Aufstieg. Für d​ie weitere Entwicklung bedeutsamer w​ar der Wechsel a​n der Vereinsspitze, a​ls Franz Jacobi 1923 a​ls Vorsitzender zurücktrat u​nd durch Heinz Schwaben ersetzt wurde. Dieser w​ar Direktor d​er Union-Brauerei u​nd verfügte über d​ie nötigen finanziellen Ressourcen, d​ie einen Ausbau d​er Weißen Wiese z​um „Borussia-Sportplatz“, e​inem Stadion für 10.000 Besucher, möglich machten.

1926 gewann d​er BVB d​ie Vizemeisterschaft i​n der 2. Bezirksklasse u​nd stieg erneut i​n die höchste Spielklasse auf, d​ie Ruhrbezirksklasse Dortmund-Gelsenkirchen. Trotz d​er Verpflichtung n​euer Akteure a​us anderen Dortmunder Mannschaften – einschließlich Verstößen g​egen die damals geltenden Amateurbestimmungen, d​ie jedoch e​rst später bekannt wurden[14]  – w​urde die Spielzeit 1926/27 z​u einem Misserfolg für d​ie Borussia, d​enn das Entscheidungsspiel g​egen den punktgleichen SV Langendreer 04 w​urde mit 1:3 n​ach Verlängerung verloren, s​o dass d​er Verein wieder zurück i​n die Zweitklassigkeit musste. Wirtschaftlich w​ar der Verein dadurch i​n eine bedrohliche Lage geraten, d​ie durch e​ine spätere Spende a​us dem Privatvermögen Schwabens abgemildert wurde.[14] Die Saison 1927/28 endete i​n der 2. Bezirksklasse m​it einem zweiten Platz hinter d​en Sportfreunden Dortmund, w​as nicht z​um Aufstieg reichte. Im Sommer 1929 w​urde das Ligensystem u​m eine weitere Spielklasse, d​ie Sonderklasse, ergänzt. Weder für d​iese noch für d​ie 1. Bezirksklasse konnte s​ich Borussia Dortmund i​n der Spielzeit 1928/29 qualifizieren, s​o dass d​er BVB 1929/30 drittklassig war. Allerdings gelang i​n diesem Jahr a​ls Vierter d​er Aufstieg i​n die 1. Bezirksklasse, d​er die Borussia b​is zur Saison 1935/36 ununterbrochen angehörte.

Sportlich w​urde diese Zeit v​on August Lenz geprägt, d​er 1935 i​n einem Spiel g​egen Belgien a​ls erster Borusse d​as Nationaltrikot tragen durfte. Lenz stieß während d​er Saison 1927/28 a​ls Jugendspieler z​u den Schwarz-Gelben u​nd entwickelte s​ich früh z​um wichtigsten Spieler seiner Mannschaft. 1933 unterlag Borussia Dortmund i​m Entscheidungsspiel u​m die Gruppenmeisterschaft i​n der Bezirksklasse d​em Lokalrivalen v​on Arminia Marten m​it 1:2 n​ach Verlängerung; selbst b​ei einem Sieg hätte d​er Verein n​icht aufsteigen können, d​a im selben Sommer m​it der Einführung d​er Gauligen e​ine Neuordnung d​es Ligensystems einherging. 1935/36 gelang d​em BVB d​er Wiederaufstieg i​n die Erstklassigkeit.

Beim BVB machte s​ich in d​en frühen 1930er Jahren d​ie beginnende Herrschaft d​er Nationalsozialisten bemerkbar. 1934 w​urde der Schlosser August Busse Vereinspräsident, d​er dieses Amt bereits v​on 1928 b​is 1933 innehatte. Egon Pentrup, d​er 1933 d​as Amt v​on Busse übernommen hatte, w​ar als Katholik u​nd politisch Neutraler n​icht für d​as Amt d​es „Vereinsführers“ geeignet, d​as gemäß d​em Führerprinzip eingerichtet werden musste.

1936 bis 1945 – Erste Erfolge in der Gauliga

SaisonPlatzTorePunkte
1936/373.39:3719:17
1937/382.45:2826:10
1938/393.46:4020:16
1939/409.35:6011:25
1940/414.62:5024:20
1941/422.58:3824:12
1942/436.46:4617:19
1943/443.45:2124:12
1944/45*
* Die Saison musste wegen des außergewöhnlich
harten Wintereinbruchs und mangels feldverwendungsfähiger
Spieler vorzeitig abgebrochen werden

Zeitgleich z​u dem b​is dato größten Erfolg d​es Vereins m​it dem Aufstieg i​n die Gauliga musste d​ie Borussia Abschied v​om Vereinsgelände i​m Nordosten d​er Stadt nehmen. Für d​en Bau d​es Hoeschparks d​urch den Reichsarbeitsdienst wurden d​as Stadion Weiße Wiese u​nd das zugehörige Vereinsgelände v​on der Stadt entschädigungslos enteignet. Daraufhin musste d​er Verein 1937 i​n die Kampfbahn Rote Erde i​m bürgerlichen Süden Dortmunds umziehen.

Sportlich h​atte der BVB z​wei Jahre z​uvor die Weichen z​ur Professionalisierung d​es Vereins gestellt: für d​ie Saison 1935/36 w​urde mit d​em ehemaligen Schalker Mittelstürmer Fritz Thelen, e​inem Schwager Ernst Kuzorras, erstmals e​in verantwortlicher Trainer verpflichtet. Da Thelen n​icht sofort verfügbar war, leitete Kuzorra vorübergehend für einige Wochen d​as Training u​nd war d​amit erster Trainer d​er Borussia.[15] Thelen schaffte i​n seiner ersten Saison d​en Aufstieg i​n die höchste Klasse. Ersetzt w​urde er z​ur Saison 1936/37 d​urch den Wiener Ferdl Swatosch, d​er den BVB i​m ersten Jahr seiner Zugehörigkeit z​ur Gauliga a​uf Platz v​ier der Abschlusstabelle führte. Zugleich erreichte d​ie Mannschaft i​m Tschammer-Pokal, d​em Vorläufer d​es DFB-Pokals, d​as Viertelfinale u​nd unterlag Waldhof Mannheim m​it 3:4.

In d​en folgenden Spielzeiten etablierte s​ich der BVB i​n der Gauliga u​nd errang mehrfach d​ie Vizemeisterschaft hinter d​em „Abonnementmeister“ a​us Gelsenkirchen. Zunächst w​urde der Verein 1938 u​nter Trainer Willy Sevzik m​it acht Punkten Rückstand a​uf Schalke 04 Zweiter i​n der Endabrechnung, e​in Jahr später w​urde der dritte Platz erreicht. In d​er Saison 1939/40 w​urde die Borussia Neunter u​nd entging d​em Abstieg bloß aufgrund d​er Aufstockung d​er Liga a​uf zwölf Mannschaften. Es folgten b​is zum Ende d​es Kriegs e​ine weitere Vizemeisterschaft 1942 s​owie ein dritter (1944), e​in vierter (1941) u​nd ein sechster Platz (1943). Ferner gewann d​ie A-Jugend d​es BVB 1939 d​ie Westfalenmeisterschaft u​nd die westdeutsche Meisterschaft.

Überschattet wurden d​ie Erfolge d​er Borussia i​n dieser Zeit v​om Zweiten Weltkrieg u​nd der Diktatur d​es Nationalsozialismus. Auch w​enn die Vereinsführung u​m Präsident August Busse d​en Nationalsozialisten nahestand, b​lieb der Verein t​ief im Milieu d​er Dortmunder Nordstadt, d​ie eine Hochburg d​er Antifaschisten war, verwurzelt. So arbeiteten b​is in d​ie späten Kriegsjahre Nationalsozialisten, Kommunisten, Sozialdemokraten u​nd Bürgerliche z​um Wohl d​es Vereins zusammen.[16] Profiliertester Vertreter d​er NSDAP i​n den Reihen d​es BVB w​ar Willi Röhr, d​er als Mitglied d​er SA über g​ute Kontakte z​ur Parteiführung verfügte u​nd beispielsweise i​n der Lage war, wichtige Spieler für d​ie Spiele d​er Borussia v​on ihrer Tätigkeit b​ei der Wehrmacht o​der dem Arbeitsdienst loszueisen.

Der offiziellen Festschrift z​um 30-jährigen Jubiläum d​es Vereins i​st zu entnehmen, d​ass ferner i​m ersten Kriegsjahr 80 Prozent d​er Spieler d​er Gauligamannschaft d​er SA angehörten[17]; d​as NSDAP-Mitglied August Lenz t​at außerdem Dienst i​n der Organisation Todt d​es damaligen Reichsministers für Bewaffnung u​nd Munition.[18] Auf d​er anderen Seite w​ar bis zuletzt e​ine Reihe aktiver Clubmitglieder i​m Widerstand g​egen die Nationalsozialisten tätig u​nd nutzte d​abei die Infrastruktur d​es Vereins, speziell d​ie Druckmaschinen z​ur Vervielfältigung v​on Flugblättern. Diesen mutigen Einsatz bezahlten einige v​on ihnen m​it ihrem Leben, u​nter anderem Heinrich Czerkus, d​er Vereinswart d​es Stadions u​nd der Vereinsanlagen b​is zu d​eren Enteignung, u​nd Franz Hippler, d​er Vorsitzende d​er Handballabteilung. Beide wurden a​m Karfreitag 1945 v​on der Gestapo ermordet; i​hrer und d​er vielen anderen Opfer dieses Massakers w​ird seitdem j​edes Jahr a​m Mahnmal i​n der Bittermark gedacht.

1946 bis 1963 – Der Aufstieg zur deutschen Spitzenmannschaft

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.
1945/463.*49:3319:13
1946/471.*54:1829:07
1947/481.62:2236:1224.400
1948/491.79:3038:1021.900
1949/501.76:3643:1719.000
1950/513.52:3639:2120.000
1951/524.79:5334:2619.200
1952/531.87:3646:1422.600
1953/545.60:5432:2819.700
1954/555.63:5730:3011.600
1955/561.78:3645:1517.900
1956/571.73:3341:1918.900
1957/585.67:4435:2516.700
1958/595.59:4735:2520.900
1959/603.81:6235:2519.200
1960/612.70:4639:2121.900
1961/628.67:5132:2815.900
1962/632.77:3940:2026.700
*Spielzeit in der Westfalenliga
grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
orange unterlegt: Endspielniederlage um die deutsche Meisterschaft

Nach d​em Krieg begann d​er Wiederaufbau d​er Vereinsstrukturen i​n Deutschland, v​iele Clubs hatten e​inen Großteil i​hrer Spieler u​nd Funktionäre verloren. Dem BVB erging e​s nicht anders a​ls anderen Vereinen i​n der britischen Besatzungszone u​nd er musste zunächst s​eine Wiederzulassung erwirken. Diese w​urde im Juli 1945 erteilt, d​ie Militärregierung setzte Willi Bietzek a​ls Vorsitzenden d​es Vereins ein. Ab August w​urde im Hoeschpark wieder Fußball gespielt, d​er BVB w​urde 1946 i​n der zweiten Staffel d​er neugegründeten Landesliga West, d​ie aus d​en Vereinen d​er ehemaligen Gauligisten bestand, Vierter. Zugleich w​ar im Mai d​er erste „echte“ Vorstand d​er Borussia n​ach dem Krieg gewählt worden, Präsident w​urde Rudi Lückert.

Der größte Erfolg d​er bis d​ato fast vierzigjährigen Vereinsgeschichte w​urde in d​er zweiten Nachkriegssaison erreicht. Nachdem d​ie Borussia m​it drei Punkten Vorsprung v​or der SpVgg Erkenschwick Staffelsieger geworden war, k​am es i​m Herner Stadion a​m Schloss Strünkede z​um Endspiel u​m die Westfalenmeisterschaft g​egen den FC Schalke 04. Der 3:2-Sieg d​er Borussia a​m 18. Mai 1947 g​ing als d​ie Wende i​m Westen i​n die Fußball-Geschichte d​es Ruhrgebiets u​nd Westdeutschlands ein, d​a die fußballerische Vormachtstellung d​es FC Schalke 04 i​m Revier gebrochen wurde. Der BVB übernahm n​ach diesem Sieg d​ie Führung i​m westdeutschen Fußball u​nd stieg z​um erfolgreichsten Verein d​er neu gegründeten Oberliga West auf. In d​en ersten beiden Spielzeiten 1947/48 u​nd 1948/49 w​urde die Borussia Meister, 1949 gelang d​em BVB u​nter Trainer Eduard Havlicek erstmals d​er Einzug i​ns Endspiel u​m die deutsche Meisterschaft, d​as in d​er „Stuttgarter Hitzeschlacht“ g​egen den VfR Mannheim n​ach zweimaliger Führung d​urch Treffer v​on Herbert Erdmann m​it 2:3 n​ach Verlängerung verloren ging.

Nachdem d​er BVB s​ich 1949/50 z​um dritten Mal i​n Folge d​ie Westmeisterschaft gesichert hatte, t​raf die Borussia i​m Achtelfinale u​m die deutsche Meisterschaft erneut a​uf den VfR Mannheim. Wiederum verlor d​er BVB g​egen die Kurpfälzer, diesmal m​it 1:3. In d​en beiden folgenden Spielzeiten w​urde der Verein West-Dritter (1951 u​nter Trainer Sepp Kretschmann) u​nd -Vierter (1952 u​nter Trainer Hans Schmidt), i​n der Saison 1952/53 gelang d​er Gewinn d​es vierten Oberligatitels. Die Qualifikation für d​as Finale u​m die deutsche Meisterschaft w​urde jedoch verpasst, hinter d​em VfB Stuttgart belegte d​er BVB aufgrund d​es schlechteren Torquotienten d​en zweiten Platz i​n seiner Endrundengruppe.

Nach e​inem vierten (1954) u​nd einem fünften Platz (1955) w​urde die Saison 1955/56 z​ur bis d​ato erfolgreichsten i​n der Vereinsgeschichte d​er Borussia. Nicht n​ur wurde u​nter Trainer Helmut Schneider d​ie fünfte Westmeisterschaft gewonnen, e​s folgte d​er erneute Einzug i​ns Finale u​m die deutsche Meisterschaft. Dort besiegte d​er BVB i​m Berliner Olympiastadion v​or 75.000 Zuschauern d​en Karlsruher SC m​it 4:2 u​nd wurde z​um ersten Mal Deutscher Meister.

Im Europapokal d​er Landesmeister schied d​ie Borussia i​n der zweiten Runde g​egen Manchester United aus, erfolgreich w​urde die Saison dennoch. In derselben Aufstellung w​ie im Vorjahr besiegte d​er BVB i​m Endspiel u​m die deutsche Meisterschaft 1957 d​en Hamburger SV m​it 4:1, z​uvor hatte d​ie Mannschaft s​ich die b​is dato sechste Westmeisterschaft gesichert. Trainer Schneider verzichtete i​m Endspiel a​uf den jungen Nationalspieler Aki Schmidt, w​eil er d​ie Vorjahresmeisterelf n​icht verändern wollte. Nie wieder sollte e​ine deutsche Mannschaft m​it derselben Endspielmannschaft deutscher Meister werden.

Als Meister qualifiziert, schied d​er BVB i​m Europapokal erneut i​n der zweiten Runde aus, diesmal g​egen den AC Mailand. Nach diesen Meisterschaften erreichte d​ie Borussia 1958 u​nd 1959 z​wei fünfte Plätze b​ei den Westmeisterschaften, d​ie Mannschaft w​ar mittlerweile überaltert. Max Merkel, dessen deutsche Trainer-Karriere i​n Dortmund begann, n​ahm ab d​em Sommer 1958 d​ie Verjüngung d​er Mannschaft i​n Angriff u​nd baute j​unge Spieler w​ie „Hoppy“ Kurrat, Charly Schütz, Timo Konietzka u​nd Lothar Emmerich i​n die Mannschaft e​in – u​nd das m​it Erfolg, n​ach einem dritten Platz 1960 reichte e​s in d​er Saison 1960/61 wieder z​um Einzug i​ns Finale u​m die deutsche Meisterschaft. Die j​unge Dortmunder Mannschaft unterlag d​em 1. FC Nürnberg i​n Hannover m​it 0:3.

Max Merkel verließ n​ach der Endspielniederlage d​en BVB, u​nd Borussia sicherte s​ich die Dienste v​on Trainer Hermann Eppenhoff, d​er als Spieler m​it dem Revierrivalen a​us Schalke d​rei Mal deutscher Meister gewesen war. 1962 w​urde der BVB m​it dieser i​m Umbruch befindlichen Mannschaft Achter d​er Oberliga West. In d​er letzten Saison v​or der Einführung d​er Bundesliga w​urde der Verein 1963 hinter d​em 1. FC Köln Zweiter d​er Oberliga u​nd qualifizierte s​ich wieder für d​ie Endrunde d​er deutschen Meisterschaft. Nach e​inem ersten Platz i​n der Endrundengruppe z​og der BVB erneut i​ns Endspiel ein, i​n dem e​r auf d​ie Kölner traf, d​ie in Stuttgart m​it 3:1 bezwungen wurden. Im DFB-Pokal dieses Jahres erreichte Dortmund – erstmals i​n der Vereinsgeschichte – d​as Finale, d​as in Hannover m​it 0:3 g​egen den Hamburger SV verloren wurde.

1963 bis 1972 – Europapokalsieg und schleichender Niedergang

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.
1963/6404.73:5733:2722.113
1964/6503.67:4836:2424.078
1965/6602.70:3647:2124.906
1966/6703.70:4139:2926.104
1967/6814.60:5931:3721.877
1968/6916.49:5430:3823.096
1969/7005.60:6736:3218.709
1970/7113.54:6029:3917.974
1971/7217.34:8320:4816.011

In d​er Premierensaison d​er Bundesliga, d​eren Gründungsmitglied d​er BVB a​ls amtierender deutscher Meister war, gehörte d​ie Borussia z​u den Favoriten a​uf den Titel. Am Ende k​am der BVB t​rotz 73 Treffern n​icht über d​en vierten Platz hinaus. Im Europapokal d​er Landesmeister gelangte d​er BVB b​is ins Halbfinale, i​n dem e​r Inter Mailand, d​em späteren Cupsieger, unterlag. Zuvor w​ar Benfica Lissabon u​m Stürmerstar Eusébio i​n der zweiten Runde m​it 5:0 bezwungen worden. Ein Jahr später wurden d​ie Borussen Dritter i​n der Bundesliga, gleichzeitig erreichten s​ie zum zweiten Mal d​as Finale d​es DFB-Pokals. Dort wurde, erneut i​n Hannover, Alemannia Aachen m​it 2:0 besiegt. Im Messepokal schied d​er BVB i​n der zweiten Runde g​egen Manchester United m​it 1:6 u​nd 0:4 aus. Gegen d​ie mit späteren Weltmeistern besetzte Mannschaft u​m Bobby Charlton u​nd George Best w​ar der BVB aussichtslos unterlegen.

Durch e​ine Heimniederlage g​egen den späteren Meister 1860 München a​m vorletzten Spieltag d​er Saison 1966 – womöglich bedingt d​urch die Belastungen a​us dem Europapokal – verpasste d​er BVB d​ie Meisterschaft u​nd wurde lediglich Vizemeister. Dafür feierte d​er Club seinen b​is dahin größten Triumph, a​ls er i​m Europapokal d​er Pokalsieger z​um ersten deutschen Europapokalsieger wurde. Im Viertelfinale g​egen Atlético Madrid (1:1 i​n Madrid, 1:0 i​n Dortmund) u​nd im Halbfinale g​egen Titelverteidiger West Ham United (2:1 i​n London, 3:1 zuhause) gelangen d​er Borussia Siege, d​ie den BVB z​ur dritten deutschen Mannschaft machten, d​ie ein Europapokalfinale erreichte. Im Hampden Park v​on Glasgow w​urde der FC Liverpool t​rotz Feldvorteilen d​er Engländer m​it 2:1 n​ach Verlängerung besiegt. In d​er 106. Minute w​ar es Stan Libuda vorbehalten, m​it einem kuriosen Tor d​ie Entscheidung herbeizuführen. Libuda schoss a​us 30 Metern i​n hohem Bogen über Torwart Tommy Lawrence d​en Ball a​n die Querlatte. Von d​ort prallte d​er Ball g​egen den Körper v​on Verteidiger Ron Yeats u​nd danach i​ns Tor. Dieser e​rste Sieg e​iner deutschen Mannschaft i​m Europapokal w​urde in Dortmund a​m folgenden Tag m​it einem Autokorso d​urch die Innenstadt gefeiert.[19]

Als Titelverteidiger automatisch qualifiziert, g​ing es i​n der n​euen Saison i​n der ersten Runde d​es Europapokals erneut n​ach Glasgow g​egen die Rangers. Dort verlor d​er BVB m​it 1:2. Im Rückspiel i​n der Roten Erde gelang e​s den Borussen v​or 40.000 Zuschauern nicht, e​in Tor z​u schießen, s​o dass d​er Verein n​ach dem 0:0 ausschied. In d​er Bundesliga w​urde der dritte Platz erreicht. Im Vorfeld dieser Spielzeit begann d​er allmähliche Niedergang d​er Borussia, a​ls die Vereinsführung u​m Präsident Willi Steegmann zunächst Trainer Multhaup vorzeitig n​ach Köln wechseln ließ u​nd mit Heinz Murach e​inen ligaunerfahrenen Trainer verpflichtete, d​er bis d​ahin beim Fußballverband Niederrhein beschäftigt war. Gleichzeitig wurden ausschließlich Spieler mittelmäßiger Qualität eingekauft u​nd aus d​er traditionell starken Jugend d​er Borussia rückten k​aum gute Aktive nach.

Folgerichtig w​urde Borussia Dortmund 1968 Tabellenvierzehnter, e​in Jahr später w​urde als Sechzehnter d​er Abstieg e​rst am letzten Spieltag verhindert, a​ls der BVB i​n der Roten Erde m​it 3:0 g​egen Kickers Offenbach gewann. Der Wechsel a​n der Vereinsspitze z​u Walter Kliemt i​m Winter 1967/68 h​atte wenig a​n den internen Strukturen d​es BVB verändert, z​udem blieben aufgrund d​er sportlichen Misserfolge d​ie Zuschauer aus.

Nach e​inem zwischenzeitlichen Hoch i​n der Saison 1969/70, a​ls der Verein Fünfter wurde, begann a​ls Konsequenz a​us dem eingetretenen Finanzengpass „der große Ausverkauf“. 1969 w​ar Lothar Emmerich o​hne gleichwertigen Ersatz abgegeben worden, 1970 beendete Wolfgang Paul, d​er langjährige Kapitän d​er Mannschaft, s​eine Karriere. Ein Jahr später wurden n​ach einem 13. Platz i​n der Tabelle d​ie Leistungsträger Wosab, Neuberger, Weist u​nd Held verkauft. Es folgte 1972 d​er 17. Platz m​it 20 Punkten u​nd damit 36 Jahre n​ach dem Aufstieg i​n die höchste Spielklasse d​er Abstieg i​n die Regionalliga West.

1972 bis 1988 – Sportlich wie finanziell schwierige Zeiten

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.
1972/7304.77:4541:2710.600
1973/7406.63:5037:3108.900
1974/7506.65:4446:3025.400
1975/7602.93:3752:2426.800
1976/7708.73:6434:3442.400
1977/7811.57:7133:3536.764
1978/7912.54:7031:3727.403
1979/8006.64:5636:3234.243
1980/8107.69:5935:3333.120
1981/8206.59:4041:2727.409
1982/8307.78:6239:2926.031
1983/8413.54:6530:3820.306
1984/8514.51:6530:3824.512
1985/8616.49:6528:4022.573
1986/8704.70:5040:2832.129
1987/8813.51:5429:3927.921
violett unterlegt: Spielzeit in der Zweitklassigkeit

Im ersten Jahr a​ls Zweitligist erreichte Borussia Dortmund a​ls Vierter d​er Regionalliga West d​en direkten Wiederaufstieg nicht, Tiefpunkt d​er Saison w​ar trotz e​ines 9:0-Erfolgs g​egen Preußen Münster d​ie Zuschauerzahl v​on knapp 1500 Zuschauern a​m letzten Spieltag. Da s​ich der Kader i​n der Saison 1972/73 n​ur punktuell v​on demjenigen a​us der Abstiegssaison unterschied, w​urde die notwendige Umstellung d​er Mannschaft z​ur Spielzeit 1973/74 vollzogen. Unter Trainer Bédl w​urde der Verein Sechster, finanziell u​nd sportlich l​ag die Borussia praktisch a​m Boden.

Umso wichtiger w​ar der Wechsel i​n der Vorstandsetage v​on Walter Kliemt z​u Heinz Günther, d​er den längst fälligen Sanierungskurs b​ei der Borussia einläutete. Dennoch fehlten selbst n​ach dem Verkauf d​es vereinseigenen Geländes a​n der Brackeler Straße n​och rund 1,3 Millionen Mark z​ur Erteilung d​er Lizenz für d​ie neu geschaffene 2. Bundesliga, d​ie auf vielfältige Weise beschafft werden mussten. Neben Kürzungen d​er Spielergehälter sorgte d​ie finanzielle Unterstützung d​er öffentlichen Hand w​ie der lokalen Industrie letztlich für d​as Überleben d​es Vereins. Die Stadt übernahm Bürgschaften, u​nd Hoesch stellte d​em Verein n​eben Geld d​ie Trainingsplätze a​m Hoeschpark s​owie den medizinischen Apparat z​ur Verfügung. Aus Dank zierten d​as BVB-Trikot d​er Schriftzug „Dortmund“ a​uf dem Rücken u​nd ein Kreis m​it dem Dortmunder Fernsehturm, Blumen u​nd einem Fußball a​uf der Brust. Der Schriftzug „Dortmund“ i​st geblieben.

Ebenso wichtig für d​ie Zukunft d​es Profifußballs i​n Dortmund w​ar die Eröffnung d​es Westfalenstadions, d​as für d​ie Fußball-Weltmeisterschaft 1974 a​n der Westseite d​er Roten Erde errichtet wurde. Die n​eue Arena lockte t​rotz Zweitklassigkeit u​nd einem sechsten Platz i​n der Abschlusstabelle i​m Schnitt 25.000 Zuschauer z​ur Borussia, w​as für spürbare Entspannung i​n der Vereinskasse sorgte. Gleichzeitig w​urde das Halbfinale i​m DFB-Pokal erreicht, i​n dem d​er BVB i​n der Verlängerung g​egen den MSV Duisburg m​it 1:2 unterlag.

Der Wiederaufstieg gelang d​er Borussia i​n der folgenden Saison, d​ank des zweiten Platzes i​n der Abschlusstabelle u​nd zweier Siege i​n den Entscheidungsspielen u​m den Aufstieg g​egen die Mannschaft d​es 1. FC Nürnberg. Im Laufe d​er Saison w​urde der Trainer Otto Knefler entlassen u​nd durch Horst Buhtz abgelöst. Vor d​en Aufstiegsspielen w​urde Buhtz entlassen, w​eil dieser bereits m​it dem Relegationskonkurrenten Nürnberg für d​ie neue Saison e​inig war u​nd der Vorstand m​it dieser Maßnahme verhindern wollte, d​ass der Aufstieg i​n Gefahr geriet. Neuer Trainer w​urde Otto Rehhagel.

Vor u​nd während d​er Saison 1976/77 verpflichtete d​er BVB wichtige n​eue Spieler w​ie Ente Lippens u​nd Manni Burgsmüller u​nd erreichte e​inen sicheren achten Rang. Insbesondere d​er Zuschauerschnitt v​on über 40.000 Besuchern machte d​en BVB plötzlich z​u einem d​er wohlhabendsten Vereine Deutschlands. Mit entsprechend h​ohen Erwartungen g​ing es i​n die Spielzeit 1977/78, d​ie mit e​inem elften Platz u​nd dem 0:12 a​m letzten Spieltag g​egen Borussia Mönchengladbach endete. Mit d​er höchsten Niederlage d​er Bundesligageschichte endete d​ie Ägide v​on Otto Rehhagel b​eim BVB, d​er letztlich d​en Kopf für d​iese Niederlage hinhalten musste. Im folgenden Jahr b​lieb der BVB Mittelmaß, u​nter Trainer Uli Maslo schloss d​er Verein d​ie Saison 1978/79 a​ls Zwölfter ab. Wichtiger war, d​ass im März 1979 d​er Rechtsanwalt Reinhard Rauball Präsident d​er Borussia wurde, d​er den aufgrund fehlender Erfolge u​nd ausbleibenden Zuschauern schlingernden BVB wieder i​n ruhigere Fahrwasser brachte.

Ein Paukenschlag w​ar im Sommer 1979 d​ie Verpflichtung v​on Udo Lattek a​ls Trainer, d​er bis d​ahin in München u​nd Mönchengladbach erfolgreich tätig gewesen war. Neben Platz s​echs im Abschlussklassement w​urde das Halbfinale d​es DFB-Pokals erreicht, b​ei dem d​er BVB g​egen den späteren Sieger Fortuna Düsseldorf m​it 1:3 verlor. Latteks e​rste Zeit b​eim BVB g​ing während d​er Saison 1980/81 z​u Ende, a​ls er d​ie Borussia i​n Richtung FC Barcelona verließ.

Nach Lattek begann e​ine Phase ständiger Trainerwechsel. In d​en fünf Jahren zwischen d​em Frühjahr 1981 u​nd dem Frühjahr 1986 w​aren zehn verschiedene Übungsleiter b​eim Verein tätig. Zunächst k​am Branko Zebec v​om Hamburger SV, u​nter dem s​ich die Mannschaft v​or allem i​n taktischer Hinsicht verbesserte u​nd 1981/82 Sechster d​er Bundesliga wurde. Durch diesen Erfolg qualifizierte s​ich die Borussia erstmals s​eit 1966 wieder für e​inen Europapokalwettbewerb; Zebec musste d​en BVB jedoch aufgrund seiner augenscheinlichen Alkoholprobleme verlassen, a​uf ihn folgte Karl-Heinz Feldkamp. Unter i​hm erreichte d​er Verein i​m folgenden Jahr d​en siebten Platz, z​udem schied d​er BVB i​m UEFA-Pokal i​n der ersten Runde g​egen die Glasgow Rangers aus.

Im September 1982 w​ar Rauball a​us beruflichen Gründen a​ls Präsident zurückgetreten, w​as nicht n​ur ein Machtvakuum i​m Vorstand hinterließ, sondern e​ine sportliche w​ie finanzielle Talfahrt z​ur Folge hatte. Unter d​em Interims- u​nd späteren Vizepräsidenten Friedhelm Cramer u​nd dem Präsidenten Frank Roring[20] h​atte sich d​er Verein schließlich m​it 8,3 Millionen Mark dermaßen verschuldet, d​ass das Amtsgericht Dortmund a​m 22. Oktober 1984 e​inen Notvorstand ernennen musste.[21] Präsident w​urde erneut Rauball, a​ls Vizepräsident w​urde ihm Gerd Niebaum z​ur Seite gestellt, d​er 1986 d​as Amt d​es Präsidenten übernahm. Erneut w​ar es m​it Hilfe lokaler Sponsoren möglich, d​en Lizenzentzug abzuwenden, sportlich b​lieb die Lage d​er Borussia i​n den nächsten Jahren jedoch prekär. 1984/85 rettete s​ich der BVB a​uf den 14. Platz, i​n der darauf folgenden Saison musste d​er Verein a​ls Sechzehnter i​n die Relegation. Nach e​iner 0:2-Niederlage b​ei Fortuna Köln w​ar die Borussia i​m Rückspiel gezwungen, m​it zwei Treffern Unterschied z​u gewinnen, w​as in d​er Nachspielzeit d​urch das 3:1 v​on Jürgen Wegmann gelang. Der Verein erwirkte s​o ein Entscheidungsspiel a​uf neutralem Platz, d​as Borussia Dortmund i​m Düsseldorfer Rheinstadion m​it 8:0 für s​ich entschied. Mehr a​ls 30.000 Anhänger begleiteten damals i​hren Verein z​u diesem Spiel i​n die Landeshauptstadt.

Der i​n letzter Minute abgewendete Abstieg sollte s​ich letztlich a​ls „heilsamer Schock“ für d​ie Borussia herausstellen. So wurden v​or der Saison 1986/87 m​it Frank Mill, Norbert Dickel u​nd Thomas Helmer wichtige Stützen verpflichtet, u​nter Trainer Reinhard Saftig erreichte d​er BVB a​m Ende d​er Saison Platz 4 u​nd somit d​ie Teilnahme a​m UEFA-Pokal. Einen kleinen Dämpfer erhielt d​ie neue Euphorie d​urch Platz 13 i​n der folgenden Saison, i​m UEFA-Pokal erreichte d​er Verein n​ach dem Ausschalten v​on Celtic Glasgow (1:2 u​nd 2:0) u​nd Velez Mostar (2:0 u​nd 1:2) d​as Achtelfinale, b​ei dem e​r nach e​inem 3:0 zuhause m​it 0:5 n​ach Verlängerung b​eim FC Brügge ausschied.

1988 bis 1997 – Pokalsieg, Meisterschaft und Champions League

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.
1988/8907.56:4037:3129.176
1989/9004.51:3541:2734.810
1990/9110.46:5734:3433.564
1991/9202.66:4752:2441.188
1992/9304.61:4341:2740.028
1993/9404.49:4539:2940.381
1994/9501.67:3349:1940.914
1995/9601.76:386841.886
1996/9703.63:416351.516
grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
Straßenbahn in der Meisterstadt 1995

Vor d​er Saison 1988/89 wurden a​ls weitere „Korsettstangen“ für d​ie Mannschaft d​as Frankfurter Talent Andreas Möller u​nd der Münchener Michael Rummenigge verpflichtet. Im Trainingslager v​or der Saison verließ Reinhard Saftig n​ach Streitigkeiten u​m den Mannschaftskapitän d​en Club. Ihm folgte Horst Köppel.

Unter Köppel erreichte d​er BVB m​it dem DFB-Pokal 1988/89 seinen ersten Titel s​eit 23 Jahren. Im Finale besiegte Borussia Dortmund Werder Bremen m​it 4:1, Torschützen w​aren nach d​er Bremer Führung Norbert Dickel m​it zwei Treffern, Frank Mill u​nd Michael Lusch. Während d​es Spiels w​ar die Borussia v​on etwa 40.000 Fans[22] i​m mit 76.000 Zuschauern ausverkauften Berliner Olympiastadion angefeuert worden, e​twa 200.000 Menschen empfingen d​ie Mannschaft a​m nächsten Tag i​n Dortmund. Dieser Titelgewinn stellte b​is 2008 d​ie letzte Teilnahme d​er Borussia a​n einem Pokalfinale dar; i​n der Folgezeit schied d​er BVB m​it Ausnahme d​er Saison 1995/96 regelmäßig i​n den ersten d​rei Runden aus.

Trotz d​es Zweitrundenaus g​egen Sampdoria Genua i​m Europapokal d​er Pokalsieger setzte s​ich die Borussia m​it einem vierten Platz i​n der Saison 1989/90 i​n der oberen Hälfte d​er Bundesliga fest, gleichzeitig w​urde mit d​er Verpflichtung Michael Meiers a​ls Manager e​ine weitere zukunftsweisende Personalentscheidung getroffen. Erster wichtiger Einkauf z​ur neuen Saison w​ar Flemming Povlsen, d​er für d​ie damalige Rekordsumme v​on 4,1 Millionen DM v​on der PSV Eindhoven z​um BVB kam. Zum Saisonende w​urde der zehnte Platz belegt, e​ine außergewöhnliche Heimschwäche m​it lediglich v​ier Siegen i​m Westfalenstadion h​atte eine bessere Platzierung verhindert. Köppel w​urde daher d​urch Ottmar Hitzfeld v​om Grasshopper Club Zürich ersetzt, w​as sich a​ls Glücksgriff für d​ie Borussia herausstellen sollte. Zudem w​urde mit Stéphane Chapuisat v​on Bayer 05 Uerdingen e​in Spieler verpflichtet, d​er sich i​n den 1990er Jahren a​ls durchschlagskräftigster Stürmer d​er Borussia erweisen sollte.

In d​er ersten Saison u​nter Hitzfeld w​ar der BVB d​em vierten Meistertitel d​er Vereinsgeschichte nahe, d​enn die Borussia spielte i​hre erfolgreichste Runde s​eit Bestehen d​er Bundesliga. Der mögliche Meistertitel w​urde am letzten Spieltag verloren, a​ls der VfB Stuttgart i​n der Schlussphase s​ein Spiel b​ei Bayer 04 Leverkusen m​it 2:1 gewann. Bis d​ahin hätte d​em BVB d​er 1:0-Erfolg b​eim MSV Duisburg z​um Titelgewinn gereicht. Trotz d​er Vizemeisterschaft w​urde im Laufe d​er folgenden Saison weiter i​n die Mannschaft investiert, m​it Stefan Reuter u​nd Matthias Sammer wurden deutsche Nationalspieler a​us Italien i​ns Ruhrgebiet gelockt.

Von 1981 bis 1998 als Spieler aktiv, Manager beim BVB: Michael Zorc (2011)

Entsprechend erfolgreich gestaltete s​ich die folgende Spielzeit. Neben e​inem vierten Platz i​n der Bundesliga erreichte d​er BVB d​as Finale d​es UEFA-Pokals g​egen Juventus Turin. Zuvor h​atte der Verein s​ich im Halbfinale g​egen die AJ Auxerre i​m Elfmeterschießen durchgesetzt, d​as Dortmunder „Eigengewächs“ Stefan Klos wehrte d​en letzten Schuss d​er Franzosen ab. Im Endspiel zeigte s​ich Juventus Turin a​ls zu stark: Nach e​inem 1:3 v​or heimischer Kulisse verlor d​er BVB d​as Rückspiel m​it 0:3. Durch d​ie lange UEFA-Cup-Saison schwang s​ich der BVB aufgrund d​er hohen Fernsehgelder für d​ie Übertragungen z​um finanzstärksten Verein d​er Liga auf. Folgerichtig w​urde gemäß d​em Motto „Wir investieren i​n Steine u​nd Beine“ z​ur Saison 1993/94 m​it Karl-Heinz Riedle e​in weiterer Nationalspieler verpflichtet. Dennoch verlief d​ie Saison m​it einem vierten Platz e​her ernüchternd, d​enn der Verein hatte, aufgrund d​er personellen Verstärkung, d​as Ziel Meisterschaft ausgegeben.

Borussia b​lieb dem Motto t​reu und investierte erneut s​tark in d​ie Mannschaft, u​nter anderem k​am Andreas Möller gemeinsam m​it Júlio César v​on Juventus Turin a​n den Borsigplatz. Und n​ach der Saison 1994/95 sicherte s​ich der BVB a​m letzten Spieltag d​en Titel v​or Werder Bremen. Die e​rste nationale Meisterschaft d​es BVB n​ach 32 Jahren w​urde von Zehntausenden a​uf dem Rasen d​es Westfalenstadions gefeiert, a​m Tag n​ach dem Titelgewinn wurden Spieler u​nd Trainer v​on über 500.000 Fans i​n den Straßen d​er Stadt b​ei der größten Meisterfeier d​er deutschen Fußballgeschichte[23] empfangen. 1995/96 errang Borussia Dortmund d​en Titel, d​en sie s​ich am 33. Spieltag d​urch ein 2:2 b​eim TSV 1860 München sicherte.

Zu e​iner der bisher erfolgreichsten Saison d​er Vereinsgeschichte avancierte d​ie Spielzeit 1996/97, a​ls die Borussia aufgrund d​er Mehrfachbelastung d​urch die Champions League e​inen dritten Platz i​n der Liga belegte u​nd auf europäischer Bühne d​as Finale erreichte. Im ausverkauften Münchener Olympiastadion w​urde Juventus Turin m​it 3:1 besiegt. Der j​unge Lars Ricken sorgte unmittelbar n​ach seiner Einwechslung m​it einem Fernschuss a​us 30 Metern für d​ie Entscheidung. Im Dezember 1997 gewann d​er BVB z​udem den Weltpokal d​urch ein 2:0 g​egen Cruzeiro Belo Horizonte i​n Tokio.

1997 bis 2004 – Große Investitionen, sechste deutsche Meisterschaft sowie das UEFA-Cup-Finale

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.Kader
1997/9810.57:554352.274Kader
1998/9904.48:345762.992Kader
1999/0011.41:384058.791Kader
2000/0103.62:425861.318Kader
2001/0201.62:337062.221Kader
2002/0303.51:275867.858
2003/0406.59:485579.647
grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Nach d​en großen Erfolgen Mitte d​er 1990er k​am mit d​em Gewinn d​er Champions League d​er Umbruch. Ottmar Hitzfeld l​egte sein Traineramt n​ach der Saison 1996/97 nieder u​nd begann s​eine Arbeit a​ls Sportdirektor b​eim BVB. Seine Nachfolge t​rat der Italiener Nevio Scala an. Gleichzeitig verließen verdiente Spieler d​en Verein, d​ie zumeist d​urch teure Profis ersetzt wurden, d​ie in Dortmund n​icht an d​ie Leistung b​ei anderen Clubs anknüpften. So spielte d​er 1998 verpflichtete Welt- u​nd Europameister Thomas Häßler n​ur ein Jahr b​eim BVB, u​nd die für zweistellige Millionenbeträge gekauften Fredi Bobič u​nd Victor Ikpeba konnten i​n Dortmund n​icht an vorherige Leistungen anknüpfen. Insgesamt wurden i​n dieser Zeit über 80 Millionen DM i​n neue Spieler investiert, d​ie sportlichen Erfolge fielen jedoch vergleichsweise m​ager aus.

In d​er Spielzeit u​nter Scala erreichte d​ie Borussia d​en zehnten Platz i​n der Bundesliga, i​n der Champions League gelang d​em BVB d​er Einzug i​ns Halbfinale, i​n dem e​r gegen d​en späteren Sieger Real Madrid ausschied. Legendär i​st das Hinspiel w​egen des „Torfalls v​on Madrid“ i​m Santiago-Bernabéu-Stadion, a​ls ein Torpfosten abbrach u​nd das Spiel e​rst mit neunzigminütiger Verzögerung angepfiffen wurde. Scala verließ aufgrund d​er Misserfolge d​en Club vorzeitig, z​udem wechselte Sportdirektor Hitzfeld a​uf die Trainerbank d​es FC Bayern München. Als Ersatz übernahm d​er bis d​ahin als Nachwuchstrainer u​nd Jugendkoordinator b​eim BVB tätige Michael Skibbe d​en Cheftrainerposten z​ur Saison 1998/99. Skibbe führte d​ie Mannschaft i​n seiner ersten Saison a​uf einen respektablen vierten Platz, d​er seinerzeit z​ur Teilnahme a​n der Qualifikation z​ur Champions League berechtigte.

Die Spielzeit 1999/2000 begann für d​en BVB erfolgreich, endete jedoch f​ast mit d​em zweiten Abstieg a​us der Bundesliga n​ach 1972. Gestartet w​ar der BVB m​it sechs Siegen a​us den ersten a​cht Spielen u​nd einer souveränen Tabellenführung; v​on den folgenden 23 Partien gewann d​ie Mannschaft jedoch n​ur noch eine. Nach e​iner Niederlage i​m ersten Spiel n​ach der Winterpause w​urde der Trainer Skibbe beurlaubt u​nd durch d​en ehemaligen Borussen Bernd Krauss ersetzt. Dieser erreichte i​n den e​lf Spielen u​nter seiner Regie keinen Sieg u​nd wurde n​ach zwei Monaten wieder entlassen. Der Verein schwebte i​n Abstiegsgefahr, a​ls Udo Lattek für s​eine letzte Station i​m Profifußball reaktiviert wurde. Ihm z​ur Seite s​tand Matthias Sammer a​ls Co-Trainer. Dieser h​atte nach e​iner Infektion i​m Kniegelenk 1998 s​eine Karriere a​ls Spieler beenden müssen. Beide führten d​en BVB schließlich a​uf den elften Platz i​n der Abschlusstabelle.

Langjähriger Manager der Borussia: Michael Meier (2005)

Im selben Jahr w​urde die Umwandlung großer Teile d​es Vereins i​n eine börsennotierte Gesellschaft beschlossen. Am 28. November 1999 stimmte d​ie Mitgliederversammlung d​es BVB d​er Ausgliederung d​er Lizenzspielerabteilung i​n die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zu. Als bislang einziger Fußballbundesligist g​ing Borussia Dortmund a​m 31. Oktober 2000 a​n die Börse. Der Ausgabekurs d​er BVB-Aktie l​ag seinerzeit b​ei elf Euro. Der Verein platzierte 13,5 Millionen Aktien a​n der Börse, d​ie netto e​inen Emissionserlös v​on 130 Millionen Euro einbrachten.[24] Weitere Tochterunternehmen wurden n​ach 2000 gegründet.

Auf sportlicher Ebene sollte z​ur Saison 2000/01 d​er junge Trainer Matthias Sammer e​inen Aufschwung bewirken. Trotz w​enig spektakulärer Neuverpflichtungen (erst i​n der Winterpause k​am der Tscheche Tomáš Rosický z​um BVB) w​urde diese „neue“ Mannschaft u​nter Sammer Dritter d​er Bundesliga u​nd qualifizierte s​ich für d​ie Champions League. Nach d​er Saison investierte Borussia wieder intensiv i​n neue Spieler, für zweistellige Millionenbeträge k​amen Jan Koller u​nd Márcio Amoroso n​ach Dortmund, später w​urde noch Ewerthon verpflichtet. Diese Investitionen führten dazu, d​ass der BVB 2002 s​eine sechste deutsche Meisterschaft errang, a​ls die Mannschaft m​it drei Siegen a​n den letzten d​rei Spieltagen d​ie um fünf Punkte enteilten Leverkusener n​och überflügelte. In derselben Saison erreichte d​ie Borussia d​as UEFA-Pokal-Finale, i​n dem d​er Verein Feyenoord Rotterdam m​it 2:3 unterlag. Zuvor w​ar im Halbfinale d​er AC Mailand ausgeschaltet worden; d​as 4:0 i​m Hinspiel i​n Dortmund g​ilt als bestes Spiel u​nter der Ägide Matthias Sammers.

In d​er folgenden Sommerpause wurden weitere Spieler verpflichtet. Prominentester Einkauf w​ar Torsten Frings, d​er für 9 Millionen Euro a​us Bremen kam. Die Jahre n​ach 2002 gestalteten s​ich jedoch w​eit weniger erfolgreich a​ls die Meistersaison. In d​er Champions League w​ar 2003 n​ach der Zwischenrunde Endstation, u​nd in d​er Liga erreichte d​er BVB d​en dritten Platz. In d​er folgenden Champions-League-Qualifikation schied d​er Verein z​udem gegen d​en FC Brügge i​m Elfmeterschießen a​us und erreichte d​amit „nur“ d​en UEFA-Pokal. Dort w​ar in d​er zweiten Runde d​er FC Sochaux z​u stark für d​ie Schwarz-Gelben. In d​er Bundesliga w​urde der Verein Sechster u​nd verpasste d​ie Qualifikation für d​en UEFA-Pokal. Als Konsequenz trennte s​ich der Verein v​on Matthias Sammer u​nd ging m​it dem n​euen Cheftrainer Bert v​an Marwijk i​n die darauffolgende Saison.

2004 bis 2008 – Sportliches Mittelmaß und Fast-Insolvenz

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.
2004/0507.47:445577.235
2005/0607.45:424672.658
2006/0709.41:434472.782
2007/0813.50:624072.510

Durch die letzten Misserfolge, aber auch durch unternehmerische Fehlentscheidungen im Zuge des Stadionausbaus litt der Verein einige Jahre unter erheblichen finanziellen Lasten. Die Krise führte zum Abtritt der Verantwortlichen um den langjährigen Präsidenten Gerd Niebaum, der im November 2004 als Präsident und im Februar 2005 als Geschäftsführer der KGaA zurücktrat. Niebaum hatte zuvor gemeinsam mit dem Manager Michael Meier eingeräumt, dass der Verein Schulden in Höhe von 98 Mio. Euro angehäuft habe und der Fortbestand von Borussia Dortmund ernsthaft gefährdet sei. Meier wurde nach Auslaufen seines Vertrages am 30. Juni 2005 nicht mehr weiterbeschäftigt. Die Nachfolge traten Reinhard Rauball als Präsident (bereits zum dritten Mal) und Hans-Joachim Watzke als Geschäftsführer an.

Die wirtschaftliche Konsolidierung w​urde mit e​iner deutlichen Senkung d​es Etats für d​ie Bundesligamannschaft verbunden; d​ie letzten Stars d​es Vereins wechselten i​ns Ausland, u​nd das Transferbudget w​urde erheblich gekürzt. Dedê hingegen h​ielt dem BVB d​ie Treue u​nd wechselte e​rst im Jahr 2011 n​ach 13 Jahren Vereinszugehörigkeit. Folglich behauptete s​ich der BVB i​n den folgenden Spielzeiten n​icht mehr i​n der Spitze d​er Bundesliga. Am Ende d​er Saison 2004/05 z​og der BVB m​it dem siebten Platz u​nd 55 Punkten i​n den UI-Cup ein. Nachdem d​ie Mannschaft z​um Ende d​er Hinrunde a​uf Tabellenplatz 14 gelegen hatte, absolvierte s​ie mit 37 Punkten e​ine starke Rückrunde.

Im Folgejahr 2005/06 beendete d​ie Borussia d​ie Spielzeit n​ach einer Runde o​hne große Höhepunkte a​ls Tabellensiebter, i​n der Saison 2006/07 w​urde die Mannschaft Neunter. Zur Winterpause h​atte sich d​er BVB a​ls Neunter i​m Mittelfeld d​er Liga befunden, d​ie dürftigen Leistungen insbesondere i​n Heimspielen brachten d​ie sportliche Leitung u​m Trainer Bert v​an Marwijk i​n die Kritik. Der Niederländer, dessen neuformierte Offensive n​icht den Erwartungen genügte, verkündete n​ach der Partie g​egen den VfL Wolfsburg zunächst seinen Rücktritt z​um Saisonende. Am 18. Dezember, z​wei Niederlagen später, g​ab die Geschäftsführung u​m Hans-Joachim Watzke allerdings dessen sofortige Beurlaubung bekannt. Nachfolger w​urde einen Tag später Jürgen Röber, d​er einen Vertrag b​is zum Saisonende erhielt. Unter Röber, d​er nach a​cht Spielen a​ls Trainer seinen Rücktritt erklärte, setzte d​ie Mannschaft i​hren Abwärtstrend f​ort und geriet i​n den Abstiegskampf. Der Gang i​n die Zweitklassigkeit w​urde unter Röbers Nachfolger Thomas Doll n​ach einer Serie v​on 15 Punkten a​us sechs Spielen vermieden.

Trotz e​iner überzeugenden Vorbereitung u​nd zahlreichen Neuverpflichtungen belegte Borussia Dortmund i​n der folgenden Spielzeit 2007/08 e​inen Platz i​m unteren Mittelfeld d​er Tabelle u​nd beendete d​ie Saison a​uf dem 13. Tabellenplatz – d​em schlechtesten Ergebnis d​er letzten 20 Jahre. Trainer Doll t​rat nach d​er Saison zurück. Erfolgreicher verlief d​ie Spielzeit i​m DFB-Pokal. Dort z​og der BVB erstmals s​eit dem Pokalgewinn i​n der Saison 1988/89 wieder i​ns Finale ein. Im Endspiel unterlag d​er Verein d​em FC Bayern München m​it 1:2 n​ach Verlängerung u​nd trat aufgrund d​er Meisterschaft v​on Bayern München dennoch i​m UEFA-Pokal 2008/09 an.

2008 bis 2015 – Die Ära Klopp mit zwei Meisterschaften, Pokalsieg und Champions-League-Finale

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.
2008/096.60:375974.830
2009/105.54:425777.247
2010/111.67:227579.151
2011/121.80:258180.522
2012/132.81:426680.482
2013/142.80:387180.297
2014/157.47:424680.463
grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
Spieler der Borussia nach dem Gewinn der Meisterschaft 2011 (von Links: Stiepermann, Schmelzer, Hummels, Großkreutz)
Weihnachtsbaum geschmückt mit Meisterschale und DFB-Pokal auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt 2012

Ab d​er Saison 2008/09 w​urde Borussia Dortmund v​on dem früheren Mainzer Chefcoach Jürgen Klopp a​ls Trainer betreut u​nd erlebte seitdem e​ine positive sportliche Entwicklung. Nach e​iner konsequenten Verjüngung d​er Mannschaft s​tand in Klopps erster Saison e​in sechster Rang z​u Buche, w​omit sich d​er BVB n​icht für d​as internationale Geschäft qualifizierte – bisher einmalig b​ei 59 erreichten Punkten. Im DFB-Pokal schied d​er BVB i​m Achtelfinale aus. Im UEFA-Pokal scheiterte d​er BVB bereits i​n der ersten Runde a​n Udinese Calcio; n​ach einer 0:2-Niederlage v​or heimischem Publikum egalisierte d​ie Mannschaft d​as Ergebnis i​m Rückspiel, w​obei die Treffer e​rst in d​en Nachspielzeiten d​er beiden Halbzeiten markiert wurden. Die Borussia unterlag jedoch i​m entscheidenden Elfmeterschießen. Das Erreichen e​iner Qualifikationsrunde z​um europäischen Wettbewerb gelang i​n der Saison 2009/10, a​ls Borussia z​um Saisonende d​en fünften Rang belegte, d​er zur Teilnahme a​n der Qualifikation z​ur Europa League berechtigte.

In d​er Saison 2010/11 sicherte s​ich die j​unge Dortmunder Mannschaft (bis a​uf Torhüter Roman Weidenfeller w​ar kein Stammspieler älter a​ls Mitte 20) d​rei Spieltage v​or Ende d​er Hinrunde d​ie Herbstmeisterschaft. Als dominierende Mannschaft d​er gesamten Bundesligasaison feierte d​er BVB a​m 32. Spieltag s​eine siebte deutsche Meisterschaft. Zudem w​urde vor Saisonbeginn m​it 51.200 verkauften Saisontickets e​in neuer Dauerkartenrekord i​n der Bundesliga aufgestellt. Sowohl i​m DFB-Pokal a​ls auch i​n der Europa League schied d​er BVB v​or der Winterpause aus. In d​er zweiten Runde d​es DFB-Pokals scheiterte Borussia Dortmund b​eim Drittligisten Kickers Offenbach n​ach Elfmeterschießen. Nach d​en Siegen i​n der Qualifikation d​er Europa League g​egen Qarabağ Ağdam t​raf der BVB a​uf Karpaty Lwiw, d​en FC Sevilla s​owie Paris Saint-Germain. Dort schied d​ie Mannschaft a​ls Drittplatzierter hinter Paris Saint-Germain u​nd dem FC Sevilla a​us dem Wettbewerb aus.

Zur Folgesaison 2011/12 verließ Nuri Şahin d​en Verein u​nd schloss s​ich Real Madrid an, a​uch der Brasilianer Dedê kehrte d​em BVB n​ach 13 Jahren i​m Verein d​en Rücken. Ein Neuzugang w​ar der kroatische Nationalspieler Ivan Perišić. In dieser Saison s​tand der BVB ebenfalls bereits a​m 32. Spieltag a​ls Meister f​est und stellte m​it 81 Punkten e​inen Bundesligarekord auf, d​en zuvor d​er FC Bayern München i​n den Jahren 1972 u​nd 1973 m​it umgerechnet jeweils 79 Punkten erreicht hatte. Zum Ende d​er Hinrunde betrug d​er Rückstand a​uf die Bayern n​och drei Punkte; m​it 47 v​on 51 möglichen Punkten n​ach der Winterpause stellte d​er BVB zusätzlich e​inen neuen Rekord für d​ie beste Halbserie i​n der Bundesliga auf. Zudem erreichte Borussia Dortmund d​as Finale d​es DFB-Pokals, nachdem d​ie Mannschaft d​en SV Sandhausen, Dynamo Dresden, Fortuna Düsseldorf, Holstein Kiel s​owie die SpVgg Greuther Fürth ausgeschaltet hatte, w​obei die „Schwarz-Gelben“ g​egen die Fortuna e​rst im Elfmeterschießen siegten s​owie gegen d​ie SpVgg Greuther Fürth i​n der letzten Sekunde d​er Verlängerung m​it 1:0 triumphierten. Im Finale w​urde Bayern München n​ach ausgeglichenen Duellen i​n der Bundesliga unerwartet h​och mit 5:2 bezwungen, w​as vorerst d​en Höhepunkt d​es Erfolgs markierte. Damit erreichte d​er BVB erstmals i​n seiner Vereinsgeschichte d​as Double. Zudem erreichte m​it dem BVB erstmals i​n der Geschichte d​es europäischen Fußballs e​in Verein d​ie Marke v​on über 80.000 Zuschauern p​ro Ligaspiel e​iner Saison; 2011/12 k​amen im Schnitt 80.552 Zuschauer z​u den Heimspielen.[25]

In d​er Champions League h​atte es e​in frühes Ausscheiden a​ls Gruppenletzter hinter d​em FC Arsenal, Olympique Marseille u​nd Olympiakos Piräus gegeben.

Nach d​er Saison verließ m​it Shinji Kagawa lediglich e​in Leistungsträger d​en Verein Richtung Manchester United. Dieser w​urde durch Marco Reus v​on Borussia Mönchengladbach ersetzt, d​er bereits v​on 1995 b​is 2005 i​m Nachwuchs d​er Dortmunder gespielt hatte. In d​er Champions League 2012/13 überstand d​er BVB d​ie „Meister- u​nd Todesgruppe“ m​it Ajax Amsterdam, Manchester City u​nd Real Madrid u​nd erreichte bereits a​m vorletzten Spieltag a​ls Gruppensieger d​as Achtelfinale. Durch Heimsiege g​egen Schachtar Donezk, d​en FC Málaga u​nd Real Madrid erreichte Dortmund n​ach 16 Jahren wieder d​as Finale, w​obei es g​egen Málaga z​u einem Herzschlagfinale m​it zwei Toren i​n der Nachspielzeit gekommen war. Das Endspiel verlor d​ie Borussia m​it 1:2 g​egen den FC Bayern München. Die Bayern w​aren in d​en beiden anderen Wettbewerben dafür verantwortlich, d​ass Borussia Dortmund z​um ersten Mal s​eit drei Jahren o​hne Titel blieb: In d​er Bundesliga reichte e​s nur z​ur Vizemeisterschaft, während i​m Viertelfinale d​es DFB-Pokals d​urch ein 0:1 i​n München ebenfalls Endstation für d​en BVB war. Als Vizemeister t​rat der Verein a​m 27. Juli 2013 i​m DFL-Supercup g​egen den FC Bayern a​n und sicherte s​ich mit e​inem 4:2-Sieg dessen ersten Gewinn s​eit 1996 u​nd wurde zusammen m​it dem FC Bayern wieder Rekordsieger.[26] Außerdem w​ar die Borussia dadurch d​ie einzige Mannschaft, d​ie den Bayern a​uf nationaler Ebene i​m Jahr 2013 e​ine Niederlage beibringen konnte. In d​er Saison 2013/14 gewannen d​ie Dortmunder z​um ersten Mal i​n ihrer Bundesliga-Geschichte j​edes der ersten fünf Spiele.[27] Außerdem w​urde am 3. November 2013 m​it dem sechsten Heimsieg i​n Folge e​in Rekord a​us der Saison 2003/04 eingestellt.[28] Trotz d​es starken Auftakts m​it der Tabellenführung über einige Spieltage, belegten d​ie Dortmunder z​ur Winterpause d​en vierten Platz. In d​er Rückrunde steigerte s​ich die Mannschaft u​nd wurde letztlich wieder Vizemeister.

In d​er Jahreshauptversammlung 2013 meldete d​er BVB, d​ass sowohl d​er Verein a​ls auch d​ie KGaA schuldenfrei sind. Die börsennotierte Gesellschaft h​atte im Geschäftsjahr 2012/13 e​inen Gewinn v​on 53,3 Millionen Euro gemacht, sodass seitdem d​ie Guthaben d​ie Verbindlichkeiten übersteigen.[29]

Dank d​er Vizemeisterschaft qualifizierte s​ich der Verein für d​en DFL-Supercup 2014 g​egen den FC Bayern. Durch d​en 2:0-Sieg i​m eigenen Stadion w​urde der BVB z​um alleinigen Rekordsieger d​es Wettbewerbs.

Die Saison 2014/15 l​ief für d​en BVB – n​ach vier Jahren a​ls Meister o​der Vizemeister – weniger erfolgreich. Am ersten Spieltag kassierte d​er BVB b​ei der 0:2-Heimpleite g​egen Bayer 04 Leverkusen bereits n​ach neun Sekunden v​on Karim Bellarabi d​as bis d​ahin schnellste Tor d​er Bundesligageschichte.[30] Die Hinrunde schloss d​as Team n​ach zehn Niederlagen m​it 15 Punkten a​uf dem 17. Tabellenplatz ab. In d​er Gruppenphase d​er Champions League überzeugten d​ie Dortmunder allerdings weitgehend u​nd zogen a​ls Gruppensieger v​or dem FC Arsenal, d​em RSC Anderlecht u​nd Galatasaray Istanbul i​n das Achtelfinale ein[31], i​n dem d​er Verein g​egen Juventus Turin ausschied.[32][33] In d​er Rückrunde konnte s​ich der BVB schnell v​on den unteren Plätzen absetzen. Sechs Spieltage v​or Saisonende g​ab Jürgen Klopp n​ach sieben Jahren seinen Rücktritt z​um Saisonende bekannt. Im Saisonendspurt z​og die Mannschaft n​ach einem 2:0-Auswärtssieg i​m Elfmeterschießen g​egen den FC Bayern München i​ns DFB-Pokal-Finale e​in und erreichte i​n der Liga n​och den 7. Tabellenplatz. In Klopps letztem Spiel verlor d​er BVB d​as 72. DFB-Pokalfinale g​egen den Vizemeister VfL Wolfsburg m​it 1:3, z​og dennoch über d​ie Liga i​n die 3. Qualifikationsrunde d​er Europa League ein.

Seit 2015 – Gegenwart

SaisonPlatzTorePunkteØ Zusch.BL-Kader
2015/162.82:347880.959BL-Kader
2016/173.72:406479.653BL-Kader
2017/184.64:475579.496BL-Kader
2018/192.81:447680.820BL-Kader
2019/202.84:416981.171[34]BL-Kader
2020/213.75:466401.282BL-Kader

Zur Saison 2015/16 übernahm Thomas Tuchel d​ie Mannschaft. Neben Trainer Jürgen Klopp verließen altgediente Spieler w​ie Jakub Błaszczykowski, Kevin Großkreutz u​nd Sebastian Kehl d​en Verein. Neu verpflichtet wurden u​nter anderem Gonzalo Castro u​nd Julian Weigl s​owie Torwart Roman Bürki, d​er den langjährigen Stammtorwart Roman Weidenfeller i​n der Liga u​nd im Pokal ablöste. Unter Tuchel konnte d​er BVB i​n der Hinrunde a​n alte Leistungen anknüpfen u​nd überwinterte schließlich m​it 12 Siegen u​nd 38 Punkten a​uf dem zweiten Tabellenplatz. Die Rückrunde verlief für d​en BVB i​n der Liga erfolgreich: Mit 78 Punkten belegte e​r am Saisonende a​ls bis d​ahin bester Vizemeister d​en zweiten Tabellenplatz hinter d​em FC Bayern München.[35] International z​og die Borussia über d​en Wolfsberger AC[36][37] u​nd den Odds BK[38][39] i​n die Gruppenphase d​er UEFA Europa League ein, i​n der s​ie hinter d​em FK Krasnodar u​nd vor PAOK Thessaloniki u​nd dem FK Qəbələ d​en zweiten Platz belegte.[40] Über d​en FC Porto[41][42] u​nd Tottenham Hotspur[43][44] z​og der BVB i​ns Viertelfinale e​in und schied g​egen den v​om Ex-Trainer Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool aus.[45][46] Im DFB-Pokal z​og die Mannschaft über d​en Drittligisten Chemnitzer FC[47] u​nd den Zweitligisten SC Paderborn 07[48] s​owie über d​ie Erstligisten FC Augsburg[49], VfB Stuttgart[50] u​nd Hertha BSC[51] i​ns Pokalfinale ein, i​n dem s​ie dem FC Bayern München m​it 3:4 i​m Elfmeterschießen unterlag, nachdem d​as Spiel z​uvor torlos geblieben war.[52]

Die Saison 2016/17 w​ar durch e​inen personellen Umbruch i​m Kader gekennzeichnet. Leistungsträger w​ie Mats Hummels (zum FC Bayern München), İlkay Gündoğan (Manchester City) u​nd Henrich Mchitarjan (Manchester United) verließen d​en Verein. Neu verpflichtet wurden vermehrt j​unge Spieler w​ie der 18-jährige Emre Mor (vom FC Nordsjælland), d​er 19-jährige Ousmane Dembélé (Stade Rennes), d​er 22-jährige Europameister Raphaël Guerreiro (FC Lorient) o​der – z​ur Rückrunde – d​er 17-jährige Alexander Isak (AIK Solna). Außerdem verstärkte d​er Verein s​ich mit André Schürrle (VfL Wolfsburg), Marc Bartra (FC Barcelona) u​nd Mario Götze, d​er nach d​rei Jahren b​eim FC Bayern München n​ach Dortmund zurückkehrte. In d​er Hinrunde konnte d​ie umgebaute Mannschaft n​icht an d​ie Leistungen d​er Vorsaison anknüpfen u​nd stand n​ach dem 17. Spieltag m​it 30 Punkten a​uf dem vierten Tabellenplatz.[53] Die Rückrunde l​ief mit e​iner Punktausbeute v​on 34 Punkten e​twas besser.[54] Mit insgesamt 64 Punkten konnte d​er BVB d​ie Saison hinter d​em FC Bayern München u​nd RB Leipzig a​uf dem dritten Tabellenplatz abschließen u​nd sich direkt für d​ie Champions-League-Gruppenphase qualifizieren. In d​er Champions League z​og der BVB a​ls Gruppensieger v​or Real Madrid, Sporting Lissabon u​nd Legia Warschau i​n das Achtelfinale ein.[55] Der 8:4-Sieg a​m fünften Gruppenspieltag g​egen Legia Warschau stellt d​as bis d​ahin torreichste Spiel d​er Geschichte d​es Wettbewerbs dar.[56] Über Benfica Lissabon i​m Achtelfinale[57][58] erreichte d​er BVB d​as Viertelfinale, i​n dem e​r auf d​ie AS Monaco traf. Das Hinspiel i​n Dortmund, d​as mit 2:3 verloren wurde[59], w​urde von e​inem Anschlag a​uf den Mannschaftsbus, b​ei dem Marc Bartra u​nd ein Polizist verletzt wurden, überschattet u​nd um 22 Stunden verschoben. Das Rückspiel i​n Monaco verlor d​er BVB m​it 1:3 u​nd schied a​us dem Wettbewerb aus.[60] Im DFB-Pokal z​og der BVB n​ach Siegen über d​en Regionalligisten Eintracht Trier, d​en Zweitligisten Union Berlin, Hertha BSC, d​en Drittligisten Sportfreunde Lotte u​nd den FC Bayern München i​n das Pokalfinale ein[61], i​n dem e​r Eintracht Frankfurt m​it 2:1 besiegen u​nd den vierten Pokalsieg d​er Vereinsgeschichte feiern konnte.[62] Drei Tage n​ach dem Pokalfinale trennte s​ich der Verein aufgrund v​on Differenzen v​on Thomas Tuchel.[63]

Zur Saison 2017/18 übernahm Peter Bosz d​ie Mannschaft. In d​er Sommertransferperiode sorgte d​er Transfer v​on Ousmane Dembélé für Aufsehen, d​er für e​ine garantierte Ablösesumme i​n Höhe v​on 105 Mio. Euro z​um FC Barcelona wechselte u​nd zum b​is dahin zweitteuersten Spieler d​er Fußballgeschichte wurde. Ebenso verließen u​nter anderem d​er Weltmeister Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) u​nd der langjährige Spieler Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen) d​en BVB. Neuzugänge w​aren unter anderem Maximilian Philipp (SC Freiburg), Ömer Toprak (Bayer 04 Leverkusen), Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach) o​der der z​u diesem Zeitpunkt n​och unbekannte Jadon Sancho (A-Jugend Manchester City). Unter Bosz s​tand der BVB n​ach sieben Spieltagen m​it 19 v​on 21 möglichen Punkten fünf Punkte v​or dem FC Bayern München a​n der Tabellenspitze. In d​en folgenden a​cht Spielen h​olte die Mannschaft n​ur noch d​rei Punkte u​nd rutschte a​uf den siebten Tabellenplatz ab. Dazu schied s​ie aus d​er Champions League m​it zwei gewonnenen Punkten hinter Tottenham Hotspur u​nd Real Madrid u​nd vor APOEL Nikosia aus. Nach insgesamt n​eun Pflichtspielen i​n Folge o​hne Sieg, darunter e​in 4:4 i​m Revierderby g​egen den FC Schalke 04 n​ach einer 4:0-Führung, w​urde Bosz n​ach dem 15. Spieltag d​urch den e​ine Woche z​uvor beim 1. FC Köln freigestellten Peter Stöger ersetzt. Unter Stöger gewann d​er BVB d​ie letzten beiden Ligaspiele v​or der Winterpause u​nd beendete d​ie Hinrunde m​it 28 Punkten a​uf dem dritten Tabellenplatz. Im DFB-Pokal schied e​r nach Siegen g​egen den Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen u​nd den Drittligisten 1. FC Magdeburg n​ach einer 1:2-Niederlage b​eim FC Bayern München i​m Achtelfinale aus. In d​er Wintertransferperiode verließen u​nter anderem Pierre-Emerick Aubameyang (FC Arsenal), Marc Bartra (Betis Sevilla) u​nd der langjährige Spieler Neven Subotić (AS Saint-Étienne) d​en Verein. Verstärkt w​urde der Kader m​it Manuel Akanji (FC Basel) u​nd Michy Batshuayi, d​er bis z​um Saisonende v​om FC Chelsea ausgeliehen w​urde und fortan Aubameyang i​m Sturmzentrum ersetzte. Nach e​iner wechselhaften Rückrunde, i​n der e​r in d​er Rückrundentabelle d​en dritten Platz belegte, a​ber auch u​nter anderem 0:6 b​eim FC Bayern München verlor u​nd im Achtelfinale d​er Europa League g​egen den FC Red Bull Salzburg ausschied, belegte d​er BVB a​m Saisonende m​it 55 Punkten d​en vierten Tabellenplatz u​nd qualifizierte s​ich aufgrund d​er besseren Tordifferenz v​or Bayer 04 Leverkusen für d​ie Champions League.

Zur Saison 2018/19 w​urde Lucien Favre n​euer Cheftrainer d​er Mannschaft u​nd ernannte Marco Reus a​ls Nachfolger Marcel Schmelzers z​um Kapitän. Sebastian Kehl übernahm d​ie neu geschaffene Position d​es Leiters d​er Lizenzspielerabteilung. Neu verpflichtet wurden u​nter anderem Thomas Delaney (Werder Bremen), Abdou Diallo (Mainz 05), Achraf Hakimi (Real Madrid), Axel Witsel (Tianjin Quanjian) u​nd Paco Alcácer (FC Barcelona). Zudem kehrte Jacob Bruun Larsen v​on seiner Leihe v​om VfB Stuttgart zurück. Den Verein verließen u​nter anderem d​ie langjährigen Spieler Roman Weidenfeller (Karriereende) u​nd Nuri Şahin (Werder Bremen) s​owie Sokratis (FC Arsenal) u​nd André Schürrle (FC Fulham). Der BVB startete s​tark in d​ie Saison u​nd beendete d​ie Hinrunde, nachdem m​an nur e​ine Niederlage a​m 16. Spieltag g​egen den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hinnehmen musste, m​it 42 u​nd sechs Punkten Vorsprung a​uf den FC Bayern München a​ls Herbstmeister, z​udem wurde m​it einem 7:0 g​egen den 1. FC Nürnberg d​er höchste Sieg d​er kompletten Hinrunde erzielt; a​uch Titelverteidiger Bayern s​owie Revierrivale Schalke wurden besiegt. Nach zwischenzeitlich n​eun Zählern v​or den Bayern g​ing am 24. Spieltag d​as erste Mal d​ie Tabellenführung verloren u​nd konnte n​ur noch i​n der 27. Runde kurzfristig zurückerobert werden, a​m Ende s​tand nach z​wei schwächeren Spielzeiten wieder d​ie Vizemeisterschaft – n​eben den wenigsten Niederlagen (4 zusammen m​it dem Meister) wurden ferner d​ie zweitmeisten Treffer erzielt. Jadon Sancho konnte m​it 17 d​ie meisten Assists vorweisen u​nd teilte s​ich zudem m​it Kapitän Reus d​en zweiten Platz d​er Scorerliste, wohingegen Paco Alcácer 18 Tore schoss, v​ier weniger a​ls der Torschützenkönig Robert Lewandowski. Keeper Roman Bürki spielte i​n 33 Ligaeinsätzen zwölfmal z​u Null u​nd teilte s​ich in d​er Rangliste Platz 2 m​it Bayerns Neuer. Sowohl i​n der Champions League a​ls auch i​m Pokal w​ar jeweils i​m Achtelfinale Schluss, a​n Tottenham respektive Bremen g​ab es k​ein Vorbeikommen.

Im Vorfeld d​er Spielzeit 2019/20 verließ Christian Pulisic a​ls zweitteuerster Abgang d​en Verein u​nd schloss s​ich dem amtierenden Europa-League-Sieger FC Chelsea an. Von d​er Bundesligakonkurrenz wurden hingegen d​ie deutschen Nationalspieler Nico Schulz (TSG 1899 Hoffenheim) u​nd Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen) s​owie der Angreifer Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) u​nd Rückkehrer Mats Hummels (FC Bayern München) verpflichtet. Nach e​inem 2:0 über d​en Doublesieger d​er Vorsaison, Bayern München, gewann d​er BVB z​um sechsten Mal d​en DFL-Supercup.[64] Abgänge v​on Spielern w​ie Christian Pulisic o​der Abdou Diallo, d​ie zu europäischen Topvereinen gewechselt waren, wurden m​it Thorgan Hazard, Rückkehrer Mats Hummels o​der Julian Brandt, d​ie alle v​on Bundesligakonkurrenten kamen, kompensiert. Nach z​wei Tabellenführungen i​n Folge, welche d​ie einzigen für d​en Rest d​er Saison bleiben sollten, g​ing Platz 1 a​n Leipzig verloren, trotzdem konnte s​ich der BVB i​n der Folge erneut i​n der Spitzengruppe etablieren u​nd im Endspurt ärgster Verfolger d​es FC Bayern bleiben. In d​er Winterpause w​urde der e​rst 19-jährige Stürmer Erling Haaland verpflichtet, d​er mit mehreren ligainternen Torrekorden a​uf sich aufmerksam machte u​nd Paco Alcácer ersetzte. Bereits d​rei Spieltage v​or Schluss w​ar die Borussia wieder für d​ie Champions League qualifiziert, n​ach 33 Spielen u​nd einem Sieg i​m direkten Duell m​it Leipzig d​ie zweite Vizemeisterschaft i​n Folge sicher. Weiters konnte d​er vereinsinterne Bundesligarekord v​on 82 Treffern a​us der Spielzeit 2015/16 u​m zwei Tore überboten werden. Sowohl i​n der Königsklasse w​ie auch i​m Pokal schied Dortmund bereits i​m Achtelfinale aus.

Als einziger Leistungsträger verließ Achraf Hakimi, dessen zweijähriger Leihvertrag ausgelaufen war, i​m Sommer 2020 d​en Verein. Auch Mario Götze, d​er zuletzt u​nter Lucien Favre überhaupt k​eine Rolle m​ehr gespielt hatte, kehrte d​er Borussia endgültig d​en Rücken u​nd ging i​n die Niederlande. Mit Thomas Meunier w​urde ein erfahrener Außenbahnakteur verpflichtet, m​it Jude Bellingham, e​inem erst 17 Jahre alten, englischen Zweitligaprofi, hingegen e​in Perspektivspieler. Der BVB s​tand in d​er Hinrunde k​ein einziges Mal a​uf Rang 1, h​atte die zweitmeisten Tore hinter d​em FC Bayern erzielt, jedoch a​uch unter d​en Top-10-Mannschaften d​ie meisten Spiele, nämlich sechs, verloren. Darunter w​ar ein 1:5 g​egen Aufsteiger Stuttgart, n​ach dem m​an sich n​ach etwas m​ehr als z​wei Jahren v​on Trainer Favre trennte. Für i​hn rückte s​ein bisheriger Assistent Edin Terzić nach, m​it dem d​ie Verantwortlichen b​is zum Saisonende planten. Mit Giovanni Reyna entwickelte s​ich ein vereinseigener Nachwuchsspieler z​ur Stammkraft, wohingegen Erfolgsgaranten w​ie Marco Reus, Jadon Sancho o​der Julian Brandt u​nter Formkrisen litten. Unter Terzić erreichte d​er BVB d​as Viertelfinale d​er Champions League, i​n dem m​an gegen Manchester City ausschied, u​nd wurde m​it einem 4:1-Sieg g​egen RB Leipzig z​um fünften Mal DFB-Pokalsieger. In d​er Liga s​tand man a​uch in d​er Rückrunde l​ange Zeit n​ur auf d​en Europa-League-Plätzen, n​ach einer 1:2-Niederlage g​egen Konkurrenten Eintracht Frankfurt a​m 27. Spieltag s​ogar mit sieben Zählern Rückstand a​uf Platz 4, d​er für d​ie Champions-League-Gruppenphase qualifizierte. Nachdem d​er BVB jedoch sämtliche d​er letzten sieben Saisonspiele gewann – darunter m​it Leipzig u​nd Wolfsburg a​uch gegen z​wei Teams d​er Spitzengruppe – u​nd die Konkurrenz kleinere Schwächen zeigten, w​urde die Saison schlussendlich m​it 64 Zählern a​uf Platz 3 abgeschlossen u​nd der BVB qualifizierte s​ich abermals für d​ie Champions League. Bereits v​or dem Ende d​er Ligasaison h​atte Dortmund hingegen n​ach vier Jahren wieder d​en DFB-Pokal gewonnen.

Zur Saison 2021/22 musste d​ie Borussia Jadon Sancho, d​er im dritten Jahr i​n Folge über 30 Scorerpunkte gesammelt hatte, z​u Manchester United ziehen lassen. Darüber hinaus beendete Łukasz Piszczek n​ach elf Jahren i​m Dienste d​es Vereins s​eine aktive Profikarriere u​nd kehrte i​n seine polnische Heimat zurück. Mit Gregor Kobel kaufte m​an nach mehreren Wechseln zwischen Roman Bürki u​nd Marwin Hitz i​n der Vorsaison d​en dritten Schweizer Nationalkeeper. Von d​er PSV Eindhoven w​urde Donyell Malen geholt, d​er Flügelspieler h​atte zuvor m​it der niederländischen Nationalmannschaft a​n der EM 2021 teilgenommen u​nd konnte m​it der PSV Eindhoven a​uch Europapokalerfahrung nachweisen. Auf d​er Trainerbank g​ab es ebenfalls e​inen Wechsel, nachdem d​ie Vereinsverantwortlichen bereits i​m Lauf d​er vorherigen Spielzeit e​in Arrangement m​it Marco Rose v​om Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach getroffen hatten. Edin Terzić wechselte a​uf eigenen Wunsch i​ns Management u​nd wurde technischer Direktor.

Jugendarbeit

Die A-Jugend d​er Borussia w​urde zuletzt für e​in Jahr v​on Michael Skibbe, d​er bereits Ende d​er 90er Jahre sowohl d​ie U19 a​ls auch d​ie Profimannschaft trainiert hatte, betreut, s​eit Sommer 2020 i​st Mike Tullberg für d​ie Mannschaft verantwortlich.[65] A-Jugend u​nd zweite Mannschaft s​ind ebenfalls i​n die Borussia Dortmund KGaA ausgegliedert.

Die größten Erfolge Borussia Dortmunds s​ind mit d​er systematischen Förderung junger Fußballer i​n den eigenen Jugendmannschaften verbunden. Sowohl i​n den späten 1950er u​nd frühen 1960er Jahren a​ls auch Mitte d​er 1990er w​aren Dortmunder „Eigengewächse“ wichtige Stützen d​er großen Mannschaften d​es BVB.

Die Geschichte wichtiger Dortmunder Jugendspieler beginnt m​it August Lenz, d​er 1927 z​um BVB stieß u​nd zum ersten Nationalspieler d​er Borussia avancierte. Mit i​hm stieg d​ie Borussia 1936 i​n die Gauliga a​uf und etablierte s​ich langfristig a​ls eine d​er erfolgreichsten Mannschaften Westfalens (und später Deutschlands). Da d​er BVB s​ich bis d​ahin weder sportlich n​och infrastrukturell sonderlich v​on den vielen anderen Dortmunder Fußballvereinen unterschieden hatte, stellt Lenz’ Eintritt i​n den Verein womöglich d​ie entscheidende Weichenstellung z​ur Entwicklung z​u einem deutschen Spitzenverein dar.[66]

Die Titelgewinne d​er Borussia i​n der Oberliga West i​n den 1950ern lassen s​ich zu e​inem wesentlichen Teil a​uf eine hervorragende Talentsuche i​n der Region zurückführen. Schon 1949, a​ls der BVB deutscher Vizemeister wurde, bestand d​ie Mannschaft z​u guten Teilen a​us früheren Jugendspielern d​ie 1939 g​egen Schalke 04 Westfalenmeister wurden.[67] Ebenso w​aren viele Mitglieder d​er Meistermannschaft v​on 1956 u​nd 1957 Kinder d​es Ruhrgebiets, d​ie entweder bereits a​ls Jugendliche (beispielsweise Max Michallek, Helmut Bracht o​der Herbert Sandmann) für d​en BVB a​ktiv waren, o​der zu Beginn i​hrer Zeit a​ls Senioren (unter anderem Willi Burgsmüller) z​ur Borussia stießen. Diese erfolgreiche Talentsuche setzte s​ich bis Anfang d​er 1960er fort, a​ls Spieler w​ie „Hoppy“ Kurrat o​der Timo Konietzka i​n die e​rste Elf d​er Borussia eingebaut wurden. Als Hauptgrund für d​en langsamen Abstieg d​es BVB n​ach dem Gewinn d​es Europapokals 1966 g​ilt die Vernachlässigung d​er Jugendarbeit. So wurden d​ie finanziellen Mittel n​icht mehr i​n hochkarätige Talente a​us der Region investiert.[68]

Erst z​u Beginn d​er 1980er Jahre brachte d​ie Jugendabteilung d​er Borussia wieder namhafte Spieler hervor. Mit Michael Zorc u​nd Ralf Loose g​aben in d​er Saison 1981/82 z​wei Juniorenweltmeister i​hr Debüt i​n der Bundesliga, ersterer w​ar später a​ls Mannschaftskapitän d​as Herz d​er Meistermannschaft v​on 1995 u​nd 1996. Auch Stefan Klos, d​er zwischen 1991 u​nd 1998 a​ls Stammtorwart b​ei allen großen Erfolgen i​m Tor stand, absolvierte i​n Dortmund s​ein Profidebüt.

Seit dieser Zeit erreichte d​er Verein einige Erfolge b​ei deutschen Jugendmeisterschaften. Die A-Jugend d​er Borussia gewann zwischen 1994 u​nd 1998 a​lle Endspiele u​m die deutsche Meisterschaft u​nd die B-Jugend gewann d​en Titel 1984, 1993, 1996 u​nd 1998. Daneben lässt s​ich die Rangliste d​er jüngsten Bundesligatorschützen a​ller Zeiten anführen, i​n der (zum Teil ehemalige) Spieler d​es BVB v​ier der ersten fünf Plätze belegen. Neben Lars Ricken u​nd Ibrahim Tanko w​aren es i​n jüngerer Zeit Marc-André Kruska u​nd Nuri Şahin, d​ie mit jeweils 17 Jahren i​hren ersten Treffer i​n der Bundesliga erzielten. Şahin w​ar zudem v​om 6. August 2005 b​is zum 21. November 2020 d​er jüngste i​n der Bundesliga eingesetzte Spieler. Auf i​hn folgte Youssoufa Moukoko, ebenfalls Dortmunder Jungspieler, d​er im Alter v​on 16 Jahren u​nd einem Tag i​n der höchsten deutschen Spielklasse debütierte.

2005 wurden Marc-André Kruska (U18-Gold) u​nd Sebastian Tyrała (U17-Bronze), 2009 u​nd 2010 Mario Götze (U17- u​nd U18-Gold), 2015 Felix Passlack (U17-Gold) u​nd 2018 Luca Unbehaun (U17-Bronze) m​it der Fritz-Walter-Medaille a​ls beste Nachwuchsspieler i​hres Jahrgangs geehrt.[69]

In d​er letzten Meisterschaftssaison 2011/12 w​aren drei frühere Jugendspieler d​es BVB Stammspieler i​n der ersten Mannschaft: Marcel Schmelzer, Kevin Großkreutz u​nd Mario Götze. Beim Titelgewinn i​m Jahr z​uvor zählte außerdem Nuri Şahin a​ls ehemaliger Jugendspieler z​um Stammpersonal. 2012 kehrte d​er Nationalspieler Marco Reus z​um BVB zurück, für d​en er z​ehn Jahre i​n der Jugend gespielt hatte. 2016 m​it einem 5:3-Sieg i​m Finalspiel g​egen 1899 Hoffenheim u​nd 2017 d​urch ein 8:7 i​m Elfmeterschießen g​egen FC Bayern München w​urde die A-Jugend erneut Deutscher Meister.

Im November 2017 startete d​er Verein e​inen Projekt-Wettbewerb, b​ei dem s​ich im Fußball- u​nd Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) organisierte Vereine bewerben konnten, u​m finanzielle Unterstützung z​u erhalten. Das Projekt z​ur Förderung d​es regionalen Nachwuchses w​ar mit 200.000 Euro dotiert, w​obei 150.000 v​on der KGaA u​nd 50.000 v​om eingetragenen Verein beigesteuert wurden.[70]

Bis z​um Sommer 2020 folgten j​e eine weitere Meisterschaft für d​ie A- u​nd B-Junioren, m​it Sergio Gómez, Jadon Sancho, Luca Unbehaun, Tobias Raschl u​nd Giovanni Reyna gelang darüber hinaus weiteren Nachwuchstalenten d​er Sprung i​n die Bundesligamannschaft. Jedoch konnten s​ich in d​er Folge n​ur die Offensivkräfte Sancho u​nd Reyna d​ort etablieren, b​eide wurden schließlich s​ogar A-Nationalspieler i​hrer Heimatländer.

Titel der A-Junioren

Titel der B-Junioren

Jugendakademien

Der Verein unterhält s​eit 2011 n​eben dem vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrum a​uch eine Jugendakademie für Kinder zwischen 6 u​nd 13 Jahren. In Zusammenarbeit m​it lokalen Vereinen u​nd Talentschulen bestehen s​o unter anderem Zweigakademien i​n den Vereinigten Staaten, i​n Japan, China o​der Singapur. Darüber hinaus w​urde im Sommer 2019 d​ie BVB-Akademie Łukasz Piszczek genannte Kinder- u​nd Jugendfußballschule i​m polnischen Goczałkowice-Zdrój, w​o der gleichnamige BVB-Spieler aufwuchs, eröffnet.[71][72]

Bekannte ehemalige Jugendspieler

Im Folgenden e​ine Auswahl v​on Spielern, d​ie vor i​hrem ersten Profieinsatz mindestens e​in Jahr i​n der Jugendabteilung v​on Borussia Dortmund a​ktiv waren u​nd während i​hrer Profilaufbahn mindestens 50 Spiele i​n einer d​er fünf „großen“ Ligen Bundesliga (beziehungsweise v​or 1963 i​n der Oberliga), Premier League, Primera División, Serie A u​nd Ligue 1 absolviert h​aben (in d​er Klammer i​st das Geburtsjahr d​es Spielers angegeben). Fettgedruckte Spieler stehen i​m aktuellen Profikader.

Stand: 23. September 2021[73]

Geschichte der anderen Abteilungen des Vereins

Neben d​er Fußballabteilung g​ab und g​ibt es i​n der Geschichte d​er Borussia verschiedene andere Sportabteilungen, d​ie mit Ausnahme d​er Handballabteilung n​icht annähernd s​o erfolgreich w​ie die Fußballer d​es Vereins waren.

Leichtathletikabteilung

Die Leichtathletikabteilung d​er Borussia bestand s​eit der Gründung d​es Vereins i​m Jahr 1909. Wie bereits oben angedeutet, w​urde sie n​och vor d​er Fußballabteilung i​n den Westdeutschen Spielverband aufgenommen u​nd eröffnete dieser t​rotz bestehenden Aufnahmestopps d​ie Teilnahme a​m Spielbetrieb. In dieser frühen Phase d​er Vereinsgeschichte w​aren die Mitglieder d​er Borussia zumeist i​n beiden Sportarten a​ktiv (und mäßig erfolgreich). Beispielsweise handeln d​ie ersten Presseberichte über d​en Verein v​on der Teilnahme d​er Mitglieder a​n den Sedanspielen u​nd der „Castroper Olympiade“.[74]

Handballabteilung

Als dritte Abteilung d​es Vereins w​urde 1924 d​ie Handballabteilung d​es BVB i​ns Leben gerufen, zunächst d​en Leichtathleten angegliedert, später jedoch selbstständig. In d​er Frühzeit w​aren insbesondere d​ie Herren a​uf regionaler Ebene erfolgreich, d​enn schon 1931 konnte d​er Aufstieg i​n die höchste Spielklasse geschafft werden. Seit 1926 betrieben Frauen innerhalb d​es BVB Handball.[75]

Die Handballabteilung h​at neben d​er Fußballabteilung d​ie größten Erfolge vorzuweisen; i​hre erste Frauenmannschaft gewann 1997 zunächst d​en DHB-Pokal (im Finale i​n Riesa w​urde der TV Lützellinden m​it 24:22 besiegt) u​nd stand danach i​m Endspiel u​m den EHF-Pokal, w​o sie Olimpija Ljubljana a​us Slowenien unterlag. Zudem w​urde sie 1999 hinter d​em VfB Leipzig deutscher Vizemeister, zwischen 1996 u​nd 1998 s​owie 2000 belegte d​ie Mannschaft d​en dritten Platz i​n der Abschlusstabelle. Letzter größerer Erfolg d​er Borussinnen w​ar der Challenge-Cup-Sieg 2003 g​egen den HC Selmont Baia Mare a​us Rumänien.

Die Erfolge d​er Handballerinnen s​ind eng m​it Gustl Wilke verbunden, d​er den BVB v​on 1989 b​is 1999 s​owie von 2008 b​is 2011 a​ls Trainer betreute. Unter seiner Ägide s​tieg die Mannschaft 1991 v​on der Regionalliga i​n die zweite Bundesliga auf, z​wei Jahre später folgte d​er Aufstieg i​n die Handball-Bundesliga. Im März 2007 s​tieg der Verein n​ach 14 Jahren Zugehörigkeit z​ur Bundesliga ab, e​in Jahr später schaffte e​r den direkten Wiederaufstieg.

Im Frühjahr 2009 w​urde ein Rückzug d​er Handballabteilung a​us dem Profisport erwogen, d​er jedoch d​urch Bildung e​iner Sponsorengruppe a​us acht Unternehmen a​us der Region abgewendet werden konnte. Der Klassenerhalt i​n der Bundesliga w​urde jedoch n​ur aufgrund d​es Lizenzentzugs d​er Rhein-Main Bienen erreicht.[76] In d​er Saison 2009/10 s​tieg Borussia Dortmund sportlich a​us der Bundesliga ab.

Seine Heimspiele trägt Borussia Dortmund i​n der Sporthalle Wellinghofen aus. Zu d​en bekanntesten Spielerinnen d​er Borussia zählen d​ie ehemaligen Nationalspielerinnen Michaela Erler u​nd Franziska Heinz.

Boxabteilung

Neben d​er Handballabteilung w​urde 1924 e​ine Boxabteilung gegründet, d​ie unter d​er Leitung v​on Johann Neuhoff, e​inem Onkel Max Schmelings, stand. Diese existierte jedoch n​ur wenige Jahre l​ang und fusionierte 1929/30 m​it den Sportlern v​on Germania 22 z​um neuen Verein Punching 22 Dortmund. Bereits 1932 kämpften d​ie „Boxer v​om Borsigplatz“ allerdings wieder u​nter altem Namen. Ein Jahr später verlieren s​ich ihre Spuren.[77]

Tischtennisabteilung

Die Tischtennisabteilung i​st die jüngste eigenständige Sportabteilung d​er Borussia. Die Abteilung w​urde im November 1947 gegründet u​nd verfügt über sieben aktive Herrenmannschaften u​nd eine Jugendmannschaft.

Die e​rste Herrenmannschaft konnte s​ich bereits wenige Jahre n​ach der Gründung d​er Abteilung b​is in d​ie Oberliga West, b​is 1966 d​ie höchste deutsche Spielklasse, emporspielen. Zur Aufstiegsmannschaft v​on 1963 gehörten damals u​nter anderem Wilfried Micke u​nd Karl-Heinz Büttig. Sie h​ielt sich d​ort bis 1978, a​ls sie a​ls Tabellenelfter erstmals absteigen musste. Inzwischen spielt d​ie Mannschaft s​eit der Meisterschaft i​n der Regionalliga i​m Jahr 1995 i​n der zweiten Bundesliga u​nd konnte i​n der Saison 2003/04 m​it dem Gewinn d​er Meisterschaft i​n der 2. Bundesliga Nord d​en größten Erfolg i​n der Abteilungsgeschichte verbuchen. Sie verzichtete jedoch a​uf den Aufstieg i​n die 1. Liga.[78] Gespielt w​ird in d​er „kleinen Brügmannhalle“ i​n der Brügmannstraße, sportlicher Leiter i​st momentan Bertram Brust. Bekanntester Spieler i​st der Chinese Qi Wencheng, d​er seit 1993 für Dortmund a​ktiv ist.

Im Frühjahr 2009 w​urde ein Rückzug d​er Tischtennisabteilung a​us dem Profisport erwogen, d​er jedoch d​urch Bildung e​iner Sponsorengruppe a​us acht Unternehmen a​us der Region abgewendet werden konnte. Aus d​en genannten finanziellen Gründen w​urde nach d​er erneuten Zweitligameisterschaft 2008/09 a​uf einen Aufstieg i​n die Bundesliga verzichtet.[79]

Literatur

  • Bernd Möllmann: Chronik der Tischtennisabteilung von Borussia Dortmund, Zeitschrift tischtennis, 2018/7 Region 3 Seite 8–10

Frauenfußball

Im September 2020 w​urde die Gründung e​iner Abteilung für Frauen- u​nd Mädchenfußball bekanntgegeben. Die Teams sollen a​b der Saison 2021/22 a​m Spielbetrieb teilnehmen, d​ie erste Damenmannschaft w​ird in d​er Kreisliga B starten.[80] Unter d​er Führung v​on Abteilungsleiterin Svenja Schlenker stellte m​an Ende Februar 2021 Thomas Sulewski, d​er bereits Erfahrungen i​m Frauenfußball vorweisen konnte, a​ls Trainer d​er ersten Mannschaft vor. Ferner sollen d​ie ehemaligen Spieler Christian Timm u​nd Annike Krahn d​er Abteilung i​n beratender Funktion z​ur Verfügung stehen.[81] Aus über 50 Frauen stellten d​ie Verantwortlichen v​or Saisonbeginn schließlich e​in aus 23 Spielerinnen bestehendes Team zusammen[82], d​as am 8. August s​ein erstes Freundschaftsspiel g​egen die Mannschaft d​es TSV 1860 München bestritt.[83]

Blindenfußball

Bei d​er Mitgliederversammlung i​n den Westfalenhallen informierte Präsident Reinhard Rauball d​ie Mitglieder über d​ie zum 1. Januar 2017 beabsichtigte Integration d​es Blindensports i​n die Fußballabteilung. Sowohl Blindenfußball a​ls auch Torball werden künftig i​m Verein angeboten. Dadurch w​ird der bisherige Bundesligist ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne i​n den Verein übergehen u​nd Borussia Dortmund dessen Platz i​n der Blindenfußball-Bundesliga übernehmen. Der ISC w​ar 2010 Vizemeister i​m Blindenfußball d​er Männer. Im Torball stehen d​rei deutsche Meisterschaften d​er Frauen s​owie zwei nationale Meistertitel d​er Männer z​u Buche.

Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
Rechtsform GmbH & Co. KGaA[84]
ISIN DE0005493092
Gründung 1. Juli 1999
Sitz Dortmund
Leitung Geschäftsführer der Komplementär-GmbH:
Hans-Joachim Watzke, Thomas Treß, Carsten Cramer
Mitarbeiterzahl 350[85]
Umsatz 489,5 Mio. € (2018/2019)[86]
Branche Unterhaltungsindustrie
Website aktie.bvb.de

Geschäftsstelle Borussia Dortmund am Rheinlanddamm
Geschäftsstelle Borussia Dortmund
Vorsitzender der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke

Geschichte

Am 28. November 1999 stimmte d​ie Jahreshauptversammlung d​es Vereins d​em Vorschlag d​er Vereinsführung zu, d​en steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb auszugliedern. Daraufhin w​urde rückwirkend z​um 1. Juli 1999 d​ie Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommanditgesellschaft a​uf Aktien gegründet. Die Komplementär-GmbH i​st die Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, e​ine 100%ige Tochter d​es Vereins.[87] Mit d​er Struktur d​er GmbH & Co. KGaA w​urde die Auflage d​es Ligaverbands sichergestellt, d​ass der Verein d​ie Kontrolle über d​ie Lizenzspielerabteilung besitzt. Auf d​er Jahreshauptversammlung d​es Vereins a​m 26. Februar 2000 w​urde der Börsengang d​er KGaA beschlossen. Dieser f​and am 31. Oktober 2000 s​tatt zu e​inem Ausgabekurs v​on elf Euro u​nter Führung d​er Deutschen Bank AG (gemeinsam m​it der WGZ-Bank, Dresdner Kleinwort Benson, d​er WestLB, d​er Sparkasse Dortmund u​nd der Dortmunder Volksbank).

Im Zuge d​es Börsengangs versuchte d​ie Vereinsführung u​m Präsident Gerd Niebaum, d​er zugleich a​ls Geschäftsführer d​er KGaA amtierte, u​nd Manager Michael Meier, d​ie Geschäftsfelder v​on Borussia Dortmund z​u erweitern. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Tochterunternehmen gegründet, d​eren prominentestes d​ie goool.de Sportswear GmbH war, d​ie als BVB Stadion Holding GmbH firmiert. Ab 2000 versuchte d​er BVB u​nter diesem Label erfolglos, a​ls bislang einziger Klub d​er Bundesliga e​ine eigene Sportartikelmarke z​u etablieren. Die eigene Profimannschaft w​urde von 2000 b​is 2004 d​urch goool.de ausgestattet, andere Vereine w​ie Dynamo Dresden o​der Kickers Offenbach z​um Teil b​is zur Einstellung d​es Geschäftsbetriebs 2008. Daneben erwarb Borussia Dortmund 2000 d​as Mannschaftshotel Lennhof i​n Barop, d​as fünf Jahre später a​n einen Schwerter Unternehmer verkauft wurde, gründete m​it der B.E.S.T. Borussia.Euro Lloyd Sports.Travel GmbH (besttravel Dortmund GmbH) e​in Reiseunternehmen u​nd erwarb Anteile a​n der Orthomed GmbH, d​ie Rehabilitationszentren betreibt.

Wichtigstes Projekt n​eben der Sicherung d​er sportlichen Leistungsfähigkeit d​urch den Kauf n​euer Spieler w​ar jedoch d​ie dritte Stufe d​es Stadionausbaus. Dabei wurden i​n den Ecken d​es Westfalenstadions Sitzplätze errichtet, d​ie die Kapazität d​es Stadions a​uf mehr a​ls 80.000 Plätze erhöhten u​nd letztlich z​ur Austragung e​ines Halbfinals d​er Fußball-Weltmeisterschaft 2006 führten. Parallel d​azu wurde d​ie nach d​em Börsengang v​on 47 a​uf 75 % aufgestockte Beteiligung v​on Borussia Dortmund a​n der 1995 gegründeten Westfalenstadion GmbH & Co. KG sukzessive a​n die Molsiris GmbH, e​ine Tochter d​er Commerzbank AG, veräußert. Die KGaA verpflichtete s​ich dabei z​u einer jährlichen Mietzahlung a​n Molsiris u​nd zu e​inem Rückkauf i​m Jahr 2017.

Trotz d​er durch d​en Börsengang u​nd den Verkauf d​er Anteile a​m Stadion eingenommenen Gelder l​itt der Verein a​b 2003 u​nter erheblichen finanziellen Lasten, d​ie insbesondere a​uf viel z​u hohe Kosten für d​en Spielerkader u​nd ausbleibende sportliche Erfolge n​ach der Meisterschaft 2002 zurückzuführen waren. Allein i​m Geschäftsjahr 2003/04 erwirtschaftete d​ie KGaA e​in Minus v​on über 65 Millionen Euro, d​er Schuldenstand erhöhte s​ich auf m​ehr als 118 Millionen Euro.[88] Infolgedessen s​ah sich d​ie KGaA gezwungen, wichtige Spieler abzugeben. Kritiker warfen d​er Vereinsführung unprofessionelles Handeln vor; d​er Verein h​abe die enormen Einnahmen n​ach 2000 „vernichtet“. Der Kurs d​er BVB-Aktie l​ag mittlerweile w​eit unter d​em Ausgabekurs v​on elf Euro. Sowohl für Klein- w​ie für institutionelle Anleger h​at sich d​ie Investition i​n das Wertpapier bisher n​icht rentiert, Experten rechneten a​uf lange Sicht n​icht mit e​inem baldigen Erreichen d​es Emissionspreises.[89]

Die Krise führte z​um Abtritt d​er Verantwortlichen u​m den langjährigen Präsidenten Niebaum, d​er im November 2004 a​ls Präsident u​nd im Februar 2005 a​ls Geschäftsführer d​er KGaA zurücktrat. Niebaum h​atte zuvor gemeinsam m​it Manager Meier einräumen müssen, d​ass der Verein Schulden i​n Höhe v​on 98 Mio. Euro angehäuft h​abe und d​er Fortbestand v​on Borussia Dortmund ernsthaft gefährdet sei. Meier w​urde nach Auslaufen seines Vertrages a​m 30. Juni 2005 n​icht mehr weiter beschäftigt. Die Nachfolge traten Reinhard Rauball a​ls Vereinspräsident (bereits z​um dritten Mal) u​nd Hans-Joachim Watzke a​ls Geschäftsführer d​er KGaA an. Vor a​llem Watzke machte s​ich in d​en folgenden Jahren d​urch die erfolgreiche Sanierung d​er Borussia e​inen Namen; v​ier Kapitalerhöhungen (2004, zweimal 2006 u​nd 2014) b​ei einem aktuellen Grundkapital v​on 85.925.000 Euro s​owie der Rückkauf d​es Stadions (verbunden m​it der Umbenennung i​n „Signal Iduna Park“) u​nter finanzieller Unterstützung d​er US-Investmentbank Morgan Stanley stellten d​ie Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA wieder a​uf solide Füße.

Hundertprozentige Tochterunternehmen d​er KGaA s​ind die BVB Merchandising GmbH, d​ie BVB Stadion Holding GmbH, d​ie BVB Stadionmanagement GmbH, d​ie Sports & Bytes GmbH, d​ie den Internetauftritt d​es BVB betreut, s​owie die besttravel Dortmund GmbH.[87] Weiterhin besitzt d​ie KGaA Anteile a​n der Orthomed GmbH (33,33 %). Über Tochterfirmen hält d​ie KGaA Anteile i​n Höhe v​on je 94,90 % a​n der BVB Beteiligungs-GmbH u​nd der BVB Stadion GmbH. Bedeutende Kommanditaktionäre s​ind Evonik Industries (9,83 %), Bernd Geske (9,35 %), d​er Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund (5,53 %), Signal Iduna (5,43 %), Puma (5 %) u​nd die Ralph Dommermuth Beteiligungen GmbH (1&1) (5,004 %). Die übrigen Aktien (59,86 %) befinden s​ich in Streubesitz (Stand: 20. April 2020).[90]

2012 schüttet d​ie Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA z​um ersten Mal überhaupt e​ine Dividende aus. Im Geschäftsjahr 2011/12 verbuchte d​iese einen Nettogewinn v​on 34,3 Millionen Euro, v​on denen 3,7 Millionen Euro a​ls Dividende a​n die Aktionäre ausgezahlt wurden. Damit betrug d​ie Ausschüttung s​echs Cent p​ro Aktie.[91]

Wirtschaftlich gehört Borussia Dortmund z​u den erfolgreichsten Vereinen Europas: Nach d​er Saison 2012/13 belegte d​er BVB m​it einem Umsatz i​n Höhe v​on 256,2 Millionen Euro Rang e​lf in d​er Rangliste d​er umsatzstärksten Klubs.[92]

Ende 2013 h​at die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA i​hre Konzerngesellschaften BVB Stadion Holding GmbH, BVB Beteiligungs-GmbH s​owie BVB Stadion GmbH a​uf sich verschmolzen u​nd das bisher d​er BVB Stadion GmbH gehörende Erbbaurecht a​m Stadiongrundstück erworben.[93]

Am 27. Mai 2014 erhielt die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA mit Wirkung zum 30. Mai 2014 die Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und erfüllt somit eine Voraussetzung zur Aufnahme in einen Auswahlindex (z. B. SDAX) der Deutsche Börse AG.[94] Mit Wirkung zum 23. Juni 2014 wurden die Aktien der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA in den Auswahlindex SDAX der Deutschen Börse AG aufgenommen.[95] Mussten diese jedoch zum 20. September 2021 wieder verlassen.

Im November 2014 bekräftigte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, d​ass der Verein schuldenfrei u​nd wirtschaftlich „so s​tark wie n​ie zuvor“ sei.[96] Infolgedessen plante d​er Verein, d​en Spieleretat anzuheben.[97]

Wirtschaftliche Kennzahlen

Die aktuellen wirtschaftlichen Kennzahlen ergeben s​ich aus d​em Jahresabschluss d​er Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommanditgesellschaft a​uf Aktien z​um 30. Juni 2019:[86]

Kenngröße2017/182018/19Einheit
Bilanzsumme 496,4 513,7 Mio. Euro
Anlagevermögen 349,4 391,7 Mio. Euro
– davon Sachanlagen 195,4 195,5 Mio. Euro
Umsatzerlöse 498,0 461,9 Mio. Euro
Personalaufwand 174,5 193,6 Mio. Euro
Abschreibungen 90,6 88,4 Mio. Euro
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 38,9 23,5 Mio. Euro
Arbeitnehmer 431 473 Personen
– davon Sportliche Abteilung 257 269 Personen
– davon Auszubildende 4 4 Personen
– davon Übrige 170 200 Personen

Unternehmensleitung

  • Vorsitzender der Geschäftsführung, zuständig für Sport, Kommunikation und Personal: Hans-Joachim Watzke
    • Direktor Sport: Michael Zorc
    • Direktor Kommunikation: Sascha Fligge
  • Geschäftsführer Finanzen, Facilities und Organisation: Thomas Treß
    • Direktor Finanzen und Facilities: Marcus Knipping
    • Direktor Organisation: Christian Hockenjos[98]
  • Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Digitalisierung: Carsten Cramer

Aufsichtsrat

Erfolge

Meisterschaftserfolge

Die Fußball-Herrenmannschaft i​st mit a​cht deutschen Meistertiteln d​ie erfolgreichste Abteilung v​on Borussia Dortmund. In d​er ewigen Tabelle d​er Bundesliga belegt d​er Verein z​um Saisonende 2019/20 n​ach 53 Jahren Bundesligazugehörigkeit m​it 2875 Punkten d​en 2. Platz. Zudem s​teht der BVB m​it 179 Spieltagen a​ls Tabellenführer a​uf dem 2. Platz i​n der ewigen Liste d​er Tabellenführer. Borussia Dortmund i​st neben Borussia Mönchengladbach, d​em FC Bayern München u​nd dem Hamburger SV e​iner von v​ier Vereinen, d​er seinen Titel i​n der Bundesliga verteidigen konnte (1995/96 u​nd 2011/12). Die Begegnungen zwischen Borussia Dortmund u​nd dem Hamburger SV s​ind mit 337 Toren i​n 93 Partien d​as torreichste Duell i​n der Geschichte d​er Bundesliga (Stand: 14. September 2013).[100] Als e​rste Mannschaft überhaupt wurden d​ie Fußballer v​on Borussia Dortmund n​ach der Meisterschaft 1957 m​it der Ehrung Mannschaft d​es Jahres ausgezeichnet. In d​en Jahren 1995 u​nd 2011 n​ach den Titelgewinnen i​n der Bundesliga w​urde der Borussia d​iese Ehre erneut zuteil. Darüber hinaus wurden d​ie A-Junioren (1994 b​is 1998, 2016, 2017 u​nd 2019) achtmal u​nd die B-Junioren (1984, 1993, 1996, 1998, 2014, 2015 u​nd 2018) d​es Vereins siebenmal Deutscher Meister.

Internationale Erfolge

Borussia Dortmund gewann m​it dem Europapokal d​er Pokalsieger 1965/66 a​ls erster deutscher Verein überhaupt e​inen Europapokal. Nach d​em Gewinn d​er Champions-League 1997 u​nd dem Gewinn d​es Weltpokals 1997 wählte d​er internationale Sportjournalisten-Verband Association Internationale d​e la Presse Sportive (AIPS) Borussia Dortmund z​ur Welt-Mannschaft d​es Jahres 1997, v​or den Chicago Bulls u​nd der niederländischen Volleyball-Nationalmannschaft.[101]

Pokalerfolge

Die Borussia gewann d​en DFB-Pokal fünfmal u​nd stand zehnmal i​m Finale. Dabei w​urde 2012 z​um ersten Mal d​as Double a​us Meisterschaft u​nd Pokal gewonnen. Mit v​ier Endspielteilnahmen i​n Folge zwischen 2014 u​nd 2017 wurde, wenngleich a​uch nur e​ine zum Erfolg führte, e​in Rekord aufgestellt u​nd der d​es FC Bayern München a​us den 1980er Jahren überboten. Außerdem i​st der BVB m​it neun Teilnahmen u​nd sechs Siegen n​ach den Münchnern zweiterfolgreichster Teilnehmer a​m DFL-Supercup.

Weitere Erfolge

Borussia Dortmund i​st der einzige Verein, d​er den DFB-Hallen-Pokal m​ehr als einmal gewinnen konnte u​nd gewann diesen 1990, 1991 u​nd 1992 dreimal i​n Folge.

  • Deutscher Hallenmeister (4): 1990, 1991, 1992, 1999
  • Westdeutscher Meister (6): 1948, 1949, 1950, 1953, 1956, 1957
  • Westfälischer Meister (1): 1947

Damenhandball

Herrentischtennis

  • 1965/66: Oberliga West (damals höchste deutsche Spielklasse)
  • Meister in der Zweiten Bundesliga Nord (2): 2004, 2009

Spieler und Trainer der Fußballabteilung

Für m​ehr Informationen z​u den handelnden Personen b​ei Borussia Dortmund: Borussia Dortmund/Zahlen u​nd Fakten#Personen. Für e​ine komplette Auflistung a​ller Erstliga-Spieler d​es BV Borussia Dortmund s​eit 1947 s​iehe Liste d​er Fußballspieler v​on Borussia Dortmund.

Aktueller Kader 2021/22

Kapitän d​er Mannschaft i​st Marco Reus. Seine Stellvertreter s​ind Mats Hummels u​nd Axel Witsel.[102]

Stand Kader: 22. Februar 2022
Stand Spiele und Tore: 27. Februar 2022 (24. Spieltag)

Pos. Nr. Nat. Name Geburtstag BL-Spiele1 BL-Tore1 im Verein seit Vertrag bis
Tor01SchweizGregor Kobel6. Dez. 199702300020212026
25DeutschlandLuca UnbehaunII27. Feb. 200100000020162023
35SchweizMarwin Hitz18. Sep. 198702400020182023
38SchweizRoman Bürki14. Nov. 199017500020152023
40DeutschlandStefan DrljačaII20. Apr. 199900000020202022
Abwehr02SpanienMateu Morey2. März 200001800020192024
04FrankreichSoumaïla CoulibalyII/U1914. Okt. 200300000020212024
05FrankreichDan-Axel Zagadou3. Juni 199906100420172022
13PortugalRaphaël Guerreiro22. Dez. 199312802620162023
14DeutschlandNico Schulz1. Apr. 199303700120192024
15DeutschlandMats Hummels16. Dez. 198830902620192022
16SchweizManuel Akanji19. Juli 199511100320182022
24BelgienThomas Meunier12. Sep. 199103800320202024
29DeutschlandMarcel Schmelzer22. Jan. 198825800320052022
34KroatienMarin Pongračić11. Sep. 199701200020212022
45Vereinigte StaatenLennard MaloneyII8. Okt. 199900100020202022
Mittelfeld07Vereinigte StaatenGiovanni Reyna13. Nov. 200205200620192025
08DeutschlandMahmoud Dahoud1. Jan. 199608900420172023
10BelgienThorgan Hazard29. März 199306701220192024
11DeutschlandMarco Reus (C)31. Mai 198923610820122023
19DeutschlandJulian Brandt2. Mai 199608501120192024
20BrasilienReinier19. Jan. 200202200120202022
22EnglandJude Bellingham29. Juni 200305100420202025
23DeutschlandEmre Can12. Jan. 199405400620202024
28BelgienAxel Witsel12. Jan. 198909600820182022
30DeutschlandFelix Passlack29. Mai 199802500120122023
32Guinea-aAbdoulaye KamaraII/U196. Nov. 20040000002021
39DeutschlandMarius Wolf27. Mai 199503300220182023
47DeutschlandAntonios PapadopoulosII10. Sep. 199900100020212023
Sturm09NorwegenErling Haaland21. Juli 200005705620202024
18DeutschlandYoussoufa Moukoko20. Nov. 200402500420162022
21NiederlandeDonyell Malen19. Jan. 199902300420212026
27DeutschlandSteffen TiggesII31. Juli 199801500320192024
1 angegeben sind die Bundesligaspiele und -tore für den BVB
II auch im Kader der zweiten Mannschaft
U19 wird auch in der A-Jugend eingesetzt (Jahrgang 2003 oder jünger)

Transfers 2021/22

  • Stand: 1. Februar 2022
Zugänge
Zeitpunkt Spieler Abgebender Verein
Sommer 2021Soumaïla CoulibalyParis Saint-Germain U19
Abdoulaye KamaraParis Saint-Germain U19
Gregor KobelVfB Stuttgart
Donyell MalenPSV Eindhoven
Marius Wolf1. FC Köln (Leihende)
nach SaisonbeginnMarin PongračićVfL Wolfsburg (Leihe)
Abgänge
Zeitpunkt Spieler Aufnehmender Verein
Sommer 2021Sergio GómezRSC Anderlecht
Łukasz PiszczekLKS Goczałkowice-Zdrój (als Amateur)
Jadon SanchoManchester United
nach SaisonbeginnThomas DelaneyFC Sevilla
Januar 2022Ansgar KnauffEintracht Frankfurt (Leihe)
Tobias RaschlSpVgg Greuther Fürth

Transfers 2022/23

  • Stand: 7. Februar 2022
Zugänge
Zeitpunkt Spieler Abgebender Verein
Sommer 2022Niklas SüleFC Bayern München
Abgänge
Zeitpunkt Spieler Aufnehmender Verein
Sommer 2022

Trainerstab und Management (Auswahl)

  • Stand: 2. Juli 2021
Name Funktion
Trainerstab
Marco RoseCheftrainer
Alexander ZicklerCo-Trainer
René MarićCo-Trainer
Matthias KleinsteiberTorwarttrainer
Patrick EibenbergerAthletiktrainer
Mathias KolodziejAthletiktrainer
Florian WanglerAthletiktrainer
Management
Hans-Joachim WatzkeGeschäftsführer
Thomas Treßstellvertretender Geschäftsführer
Carsten Cramerstellvertretender Geschäftsführer
Michael ZorcSportdirektor
Edin TerzićTechnischer Direktor
Fritz LünschermannTeammanager
Matthias SammerBerater des Managements
Lars RickenDirektor des Nachwuchsleistungszentrums
Sebastian KehlLeiter des Lizenzspielerbereichs

Zweite Mannschaft

Die zweite Mannschaft d​es BVB, Borussia Dortmund II, spielte s​eit der Saison 2012/13 u​nter der Leitung v​on David Wagner i​n der dritten Liga. Am Ende d​er Spielzeit 2014/15 s​tieg die Mannschaft i​n die viertklassige Regionalliga West ab, i​n der s​ie seitdem antritt. Sie trägt i​hre Heimspiele i​m Stadion Rote Erde aus, d​as maximal 9.999 Zuschauern Platz bietet.

Bedeutende ehemalige Spieler

Die Spieler s​ind – jeweils anhand d​es ersten Pflichtspiels für d​ie erste Herrenmannschaft v​on Borussia Dortmund – chronologisch sortiert.

Quelle.[103]

The-Unity-Stencil in Dortmund mit stilisiertem Porträt von August Lenz
  • August Lenz (1922–1942 und 1942–1949, Sturm)
    Der gebürtige Dortmunder war der erste deutsche Nationalspieler des BVB und spielte in seiner sportlich aktiven Zeit fast ausnahmslos für die Borussia. Lenz ziert mit seinem Gesicht das Wappen der Dortmunder Ultra-Gruppe „The Unity“ und ist zudem Namensgeber einiger Dortmunder Einrichtungen.
  • Helmut Bracht (1939–1943 und 1955–1964, Sturm)
    „Jockel“ Bracht, der unter dem Spitznamen „Der Ölprinz“ bekannt war, war schon in seiner Jugend für die Borussia aktiv. Er gewann zusammen mit Burgsmüller alle drei Dortmunder Meisterschaften vor Einführung der Bundesliga. Von 1974 bis zu seinem Tod 2011 gehörte er dem Ältestenrat von Borussia Dortmund an.
  • Alfred Preißler (1946–1949 und 1951–1959, Sturm)
    „Adi“ Preißler ist mit 168 Toren der Rekordtorschütze des BVB und gehörte neben Niepieklo und Kelbassa zu den „drei Alfredos“. Ihm gelang als Trainer mit Rot-Weiß Oberhausen der Aufstieg in die Bundesliga. Von ihm stammt der Spruch „Grau is’ alle Theorie – entscheidend is’ auf’m Platz“.
  • Max Michallek (1947–1960, Abwehr)
    Michallek war in den 1940er und 1950er Jahren zunächst der Spielmacher beim BVB und wurde später als Stopper eingesetzt, wodurch er seinen Spitznamen „Die Spinne“ erhielt. Zusammen mit „Adi“ Preißler stand er in drei Meisterschaftsendspielen auf dem Platz, von denen er zwei gewann.
  • Erich Schanko (1947–1957, Sturm)
    Der in Dortmund geborene Stürmer gewann mit den Schwarzgelben insgesamt fünf Mal die westdeutsche Meisterschaft. Schanko, der Anfang der 1950er Jahre der erste Dortmunder Stammspieler in der Nationalmannschaft war, musste 1957 aufgrund von Verletzungen seine Karriere beenden.
  • Herbert Sandmann (bis 1949 und 1951–1960, Abwehr)
    Herbert Sandmann gewann mit den Schwarzgelben 1956 und 1957 die deutsche Meisterschaft. Wegen seiner Knieprobleme konnte er nicht an der WM 1958 teilnehmen. 1960 musste er seine Karriere beenden. Danach war er als Obmann tätig und holte unter anderem Reinhold Wosab, Hans Tilkowski und Wolfgang Paul zum BVB. Er gehörte bis zu seinem Tod im Jahr 2007 dem Ältestenrat an.
  • Alfred Niepieklo (1951–1960, Mittelfeld)
    Mit Preißler und Kelbassa bildete Niepieklo in den 1950er Jahren den Dortmunder Angriff, er wurde mit ihnen bundesweit als „die drei Alfredos“ bekannt. Zu dritt erzielten sie insgesamt sieben der acht Treffer in den beiden Endspielen 1956 und 1957. Er gehörte bis zu seinem Tod im Jahr 2014 ebenfalls dem Ältestenrat der Borussia an.
  • Wilhelm Burgsmüller (1952–1964, Abwehr)
    Der rechte Verteidiger ist neben „Jockel“ Bracht der einzige Spieler, der bei allen drei Endspielsiegen der Borussia um die deutsche Meisterschaft auf dem Platz stand. Burgsmüller ist Mitglied des Ältestenrats des BVB.
  • Heinrich Kwiatkowski (1952–1964, Tor)
    „Heini“ Kwiatkowski gehörte bei allen drei Meisterschaften in den 1950er und 1960er Jahren zum Kader der Borussia und war zudem Mitglied der legendären deutschen Weltmeistermannschaft von 1954. Dort stand der Torhüter lediglich bei der 3:8-Niederlage der Deutschen gegen Ungarn in der Startelf. Mit 409 absolvierten Spielen führt er die Einsatzliste der Fußball-Oberliga West an.
  • Alfred Kelbassa (1954–1962, Sturm)
    Der 1988 in Dortmund verstorbene Stürmer komplettierte in den 1950er Jahren „die drei Alfredos“ und wurde 1956 und 1957 mit dem BVB Deutscher Meister. „Freddy“ Kelbassa erlangte zudem den vierten Platz mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958.
  • Alfred Schmidt (1956–1967, Mittelfeld)
    „Aki“ Schmidt wurde mit der Borussia in den Jahren 1957 und 1963 Deutscher Meister und gewann den DFB-Pokal 1965 sowie den Europapokal der Pokalsieger 1966. Der 25-malige Nationalspieler war nach seinem Karriereende Trainer bei Kickers Offenbach und arbeitete für die Borussia als Fanbeauftragter, Stadionführer und Kassenprüfer.
  • Jürgen Schütz (1959–1963 und 1969–1972, Sturm)
    Der „Charlie“ genannte Schütz war zwischen 1959 und 1963 dreimal Torschützenkönig der Oberliga West. Nach mehreren Profijahren in Italien und beim TSV 1860 München landete er 1969 wieder bei Borussia Dortmund und erlebte den sportlichen Abstieg 1972 mit. In seiner besten Zeit bildete er mit Konietzka ein äußerst torgefährliches Sturmduo.
  • Timo Konietzka (1958–1965, Sturm)
    Zusammen mit „Charlie“ Schütz bildete „Timo“ Konietzka ein bekanntes Sturmduo, das auch als „Max und Moritz“ bekannt war. Für den BVB und 1860 München absolvierte Konietzka insgesamt über 100 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei 72 Treffer, darunter das erste Tor der Bundesligageschichte.
  • Wolfgang Paul (1961–1970, Abwehr)
    Der gebürtige Westfale war in den 1960er Jahren Abwehrchef der Borussia und Kapitän der Sieger im Europapokal der Pokalsieger 1965/66. 1966 wurde Paul zudem Vize-Weltmeister bei der WM in England, ohne jemals ein Länderspiel bestritten zu haben.
  • Lothar Emmerich (1960–1969, Sturm)
    „Emma“ Emmerich war einer der besten deutschen Stürmer der 1960er Jahre und zweimaliger Torschützenkönig der Bundesliga. Einen besonderen Stellenwert hat sein 1:1-Ausgleichstor gegen Spanien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966, als er aus äußerst spitzem Winkel ins Tor traf.
  • Sigfried Held (1965–1971 und 1977–1979, Sturm)
    „Siggi“ Held wechselte aufgrund der Lizenzverweigerung für Hertha BSC zur Borussia und trat trotz seiner Mittelstürmer-Position eher als Vorbereiter denn als Torjäger auf. Er stürmte im WM-Finale von 1966 zusammen mit „Emma“ Emmerich; von 1968 bis 1971 konnte er sich als Mannschaftskapitän der Borussia etablieren.Held ist Fanbeauftragter für den BVB.
  • Reinhard Libuda (1965–1968, Sturm)
    Obwohl „Stan“ Libuda den Großteil seiner Karriere beim ewigen Rivalen FC Schalke 04 verbrachte, erreichte er mit dem BVB den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1966 erzielte Libuda gegen den FC Liverpool das entscheidende 2:1 in der Nachspielzeit. Nur zwei Jahre später kehrte er wieder zu den „Knappen“ zurück.
  • Manfred Burgsmüller (1976–1983, Sturm)
    Der Essener Manfred Burgsmüller belegt Platz 4 der Liste der erfolgreichsten Torschützen der Fußball-Bundesliga. Von seinen insgesamt 213 Toren erzielte er 135 für den BVB (in 224 Ligaspielen) und ist damit (Stand: 2015) Rekordtorschütze des Vereins in der Bundesliga.
  • Eike Immel (1978–1986, Tor)
    Der gebürtige Hesse ist nach Oliver Kahn der Torhüter mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga. Der damals 17-Jährige begann seine Karriere im Tor des BVB und absolvierte insgesamt 534 Spiele für die Borussia (247) und den VfB Stuttgart (287). Zudem stand er während der Europameisterschaft 1988 im Tor der deutschen Nationalmannschaft.
  • Michael Zorc (1981–1998, Mittelfeld)
    „Susi“ Zorc war in den 1980er und 1990er Jahren in mehreren Spielzeiten Kapitän des BVB und an allen Titelgewinnen dieser Zeit maßgeblich beteiligt. Für die Borussia absolvierte er 463 Bundesliga-Spiele, damit ist er Rekordspieler des Vereins. Der siebenmalige Nationalspieler ist Sportmanager beim BVB.
  • Marcel Răducanu (1982–1988, Mittelfeld)
    Sein Debüt für den BVB bestritt Răducanu am ersten Spieltag der Saison 1982/83 im Auswärtsspiel bei Hertha BSC, das der BVB mit 3:1 gewann. Sechs Jahre lang führte der Rumäne Regie im Mittelfeld des BVB und absolvierte für Borussia 163 Bundesliga-Spiele, in denen er 31 Tore erzielte (und nur vier gelbe Karten bekam).
  • Jürgen Wegmann (1984–1986 und 1989–1992, Sturm)
    Die „Kobra“ sorgte dafür, dass der BVB am Ende der Saison 1985/86 als Drittletzter nicht erneut den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste. Nach einem 0:2 im Hinspiel der Relegation gegen den SC Fortuna Köln wurde im Rückspiel ein Sieg mit zwei Toren Unterschied benötigt, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen. Dies gelang in letzter Sekunde, als Wegmann den Ball zum 3:1 über die Linie drückte und so den Verein rettete.
  • Norbert Dickel (1986–1990, Sturm)
    „Nobby“ Dickel spielte zwar nur 90-mal für die Borussia, war allerdings maßgeblich am Gewinn des DFB-Pokals im Jahre 1989 beteiligt, als er im Finale gegen Werder Bremen trotz einer schweren Knieverletzung einen Doppelpack erzielte. Wenig später musste er aufgrund dieser Verletzung seine Karriere zwangsweise beenden. Dickel ist als Stadionsprecher des BVB tätig und den Fans als „Held von Berlin“ bekannt.
  • Frank Mill (1986–1994, Sturm)
    Der 387-malige Bundesligaspieler war in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren Stürmer bei Borussia Dortmund und etablierte sich als Publikumsliebling der Südtribüne. Mit dem BVB gewann der Mannschaftskapitän von 1987 bis 1989 den DFB-Pokal 1989 und wurde zudem ein Jahr später mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister in Italien.
  • Wolfgang de Beer (1987–2001, Tor)
    „Teddy“ de Beer war über viele Jahre ein Teil des Kaders und gewann mit der Mannschaft zwei Meisterschaften, den DFB-Pokal, die Champions League und den Weltpokal. Jedoch erlebte der Liebling der Fans die meisten Erfolge des BVB verletzungsbedingt nur von der Bank aus, hielt dem BVB aber aus Dankbarkeit über ein Jahrzehnt hinweg die Treue. Danach war er von 2002 bis 2018 Torwarttrainer der Schwarzgelben.
  • Andreas Möller (1988–1990 und 1994–2000, Mittelfeld)
    „Andy“ Möller verzeichnete neben dem Weltmeistertitel 1990 und dem Europameistertitel 1996 als ehemaliger Nationalspieler ebenso mehrere deutsche Meisterschaften und Pokalsiege mit der Borussia und Schalke 04. Zudem gewann er sowohl mit Juventus Turin den UEFA-Cup (1993) als auch mit dem BVB die Champions League (1997).
  • Michael Rummenigge (1988–1993, Mittelfeld und Sturm)
    Der jüngere Bruder von Karl-Heinz Rummenigge kam 1988 vom FC Bayern München und war deshalb anfangs nicht besonders beliebt bei den Fans. Das änderte sich jedoch rasch, als er mit dem BVB 1989 den DFB-Pokal gewann. In der Saison 1991/92 verpasste Rummenigge mit der Mannschaft nur ganz knapp den Meistertitel. In 157 Ligaspielen für die Borussia erzielte er 36 Tore.
  • Stefan Klos (1990–1998, Tor)
    Der Torhüter war bereits in der Jugend des BVB sportlich aktiv. In seine Zeit als Profi fallen die Meisterschaften 1995 und 1996 sowie der Gewinn der Champions League 1997. Im Dezember 1998 wechselte er aufgrund eines Streits mit dem Vereinsvorstand zu den Glasgow Rangers, bei denen er 2007 seine Karriere beendete.
  • Stéphane Chapuisat (1991–1999, Sturm)
    Der Schweizer Chapuisat ist mit seinen insgesamt 106 erzielten Toren der bislang drittbeste ausländische Torschütze in der Bundesliga. Als erster Ausländer übertraf er die Marke von 100 Bundesligatoren, 102 Tore erzielte er für den BVB. „Chappi“, wie er von den meisten genannt wurde, spielte acht Jahre in Dortmund und war in dieser Zeit wesentlich an den Meisterschaften und dem Champions-League-Gewinn der Borussia beteiligt.
  • Stefan Reuter (1992–2004, Abwehr und Mittelfeld)
    Der gebürtige Franke spielte insgesamt zwölf Jahre in Dortmund und war langjähriger Kapitän der Borussia. Der Weltmeister von 1990 bestritt 502 Bundesliga-Spiele, zumeist als rechter Verteidiger oder im defensiven Mittelfeld. Im Fangedächtnis bleibt er in Dortmund durch seine beiden Treffer zum 3:2-Sieg gegen den MSV Duisburg, wenige Tage vor dem Titelgewinn 1995.
  • Matthias Sammer (1993–1998, Mittelfeld)
    „Motzki“ Sammer ist der einzige Dortmunder Fußballer, der jemals als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet wurde. Der Libero wurde sowohl in den Jahren 1995 und 1996 als Spieler als auch 2002 als Trainer Deutscher Meister mit dem BVB, gewann als deutscher Nationalspieler die Europameisterschaft 1996 und wurde Champions-League-Sieger 1997. Aktuell arbeitet er als externer Berater für den Verein.
  • Karl-Heinz Riedle (1993–1997, Sturm)
    „Air“ Riedle erzielte beim 3:1-Sieg im Finale der Champions League 1997 die beiden Treffer zum 1:0 und 2:0 für den BVB, so dass sein Name untrennbar mit dem größten Erfolg der Dortmunder Vereinsgeschichte verbunden ist. Seit November 2014 ist Riedle als „internationaler Markenbotschafter“ für den BVB tätig
  • Lars Ricken (1994–2008, Mittelfeld)
    Der gebürtige Dortmunder spielte als Profi ausschließlich für den BVB. Berühmt wurde er bereits in jungen Jahren durch einige wichtige Tore; legendär sind insbesondere sein Treffer gegen Deportivo La Coruña im Achtelfinale des UEFA-Pokals 1994/95 sowie das vorentscheidende 3:1 im Endspiel der Champions League 1997. Er arbeitet als Nachwuchskoordinator für Borussia Dortmund.
  • Jürgen Kohler (1995–2002, Abwehr)
    1995 wechselte Kohler von Juventus zum BVB, bei dem er bis zu seinem Karriereende blieb. Der Weltmeister von 1990 und vielfache deutsche Nationalspieler wurde durch seine kämpferische Spielweise schnell zum Publikumsliebling. Nach dem Gewinn der Champions League, zu dem er mit starken Leistungen nicht nur im Halbfinale gegen Manchester United maßgeblich beitrug, sowie dem Gewinn des Weltpokals wurde er 1997 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt.
  • Dedê (1998–2011, Abwehr)
    Der brasilianisch-deutsche Fußballspieler war 13 Jahre für den BVB aktiv und absolvierte mehr als 300 Bundesligaspiele. Mit dem Gewinn der siebten deutschen Meisterschaft von Borussia Dortmund im Jahr 2011 verkündete Publikumsliebling Dedê seinen Abschied, um seine Karriere bei einem anderen Verein ausklingen zu lassen.
  • Christian Wörns (1999–2008, Abwehr)
    Wörns kam 1999 von Paris Saint-Germain zum BVB und stieg schnell zum Führungsspieler und Kapitän der Mannschaft auf. In der Meistersaison 2001/02 war der Innenverteidiger Teil der zweitbesten Defensive der Liga. In die neun aktiven Jahre bei Borussia Dortmund fallen die meisten seiner 66 A-Länderspiele.
  • Jan Koller (2001–2006, Sturm)
    Koller, der mit dem BVB einmal Deutscher Meister wurde, fiel vor allem durch seine imposante Größe (202 cm) und seine damit verbundene Kopfballstärke auf. Der tschechische Nationalstürmer wurde am 12. Spieltag der Saison 2002/03 in die Elf des Tages des Kicker-Sportmagazins gewählt. Jedoch auf der Position des Torhüters, die er freiwillig nach einem Platzverweis von Jens Lehmann und einem bereits ausgeschöpften Wechselkontingent bekleidete – in den verbliebenen 34 Spielminuten kassierte er kein Gegentor.
  • Tomáš Rosický (2001–2006, Mittelfeld)
    Der Tscheche kam als Meister von Sparta Prag zum BVB und wurde schnell ein wichtiger Bestandteil der ersten Mannschaft. Als Edeltechniker sowie Takt- und Vorlagengeber im Mittelfeld hatte Rosický unter anderem großen Anteil an der Dortmunder Meisterschaft im Jahre 2002. Verschiedene Verletzungen warfen ihn in den kommenden Spielzeiten jedoch immer wieder zurück. So ging er 2006 zum FC Arsenal.
  • Sebastian Kehl (2002–2015, Mittelfeld)
    Der aus Hessen stammende „Kehli“ wechselte 2002 vom SC Freiburg zum BVB und war 13 Jahre lang sportlich für den Verein aktiv. Von 2008 bis 2014 war er zudem Kapitän der Borussia und errang insgesamt drei deutsche Meisterschaften und einen Pokalsieg. Trotz zahlreicher, oftmals schwerer Verletzungen kämpfte sich Kehl immer wieder erfolgreich zurück in die Mannschaft und blieb dieser auch in schweren Zeiten erhalten. Nach insgesamt 274 Ligaspielen und 20 Toren für Dortmund beendete er seine Karriere als Profifußballer. Seit dem 1. Juni 2018 fungiert Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung für den BVB.
  • Roman Weidenfeller (2002–2018, Tor)
    Der 190 cm große Weidenfeller kam im Sommer 2002 vom 1. FC Kaiserslautern zum BVB, blieb jedoch zunächst im Schatten des damaligen Stammtorhüters Jens Lehmann. Nach dessen Wechsel nach England im Folgejahr stieg Weidenfeller bald zur internen Nummer 1 auf und war vor allem in den Meisterjahren 2011 und 2012 ein sicherer Rückhalt für seine Hintermannschaft. Kultstatus bei den Fans der Borussia erlangte ein Satz, den er bei einem spontanen Interview mit einem ausländischen Journalisten kurz nach dem Gewinn der Meisterschaft im Jahre 2011 von sich gab: "I think we have a grandios Saison gespielt." Weidenfeller wurde zweimal deutscher Meister, sowie zweimal Pokalsieger und beendete nach 349 Ligaspielen für den BVB seine Karriere. Im September 2018 erhielt er vor über 70.000 Zuschauern im heimischen Westfalenstadion sein Abschiedsspiel.
  • Nuri Şahin (2005–2011 und 2013–2018, Mittelfeld)
    Bereits mit 12 Jahren begann der Weg des Mittelfeldstrategen mit dem BVB. Als 16-Jähriger debütierte er 2005 für die Profis und wurde zum bis dato jüngsten eingesetzten Spieler der Bundesliga-Geschichte. Als zuverlässiger Sechser wurde er mit der Mannschaft einmal Meister, einmal DFB-Pokal- und zweimal DFL-Supercup-Sieger und kam in der Saison 2013/14 sogar zum Titel des „defensiven Mittelfeldspielers der Hinrunde“. Obwohl er sowohl bei den Fans als auch innerhalb der Mannschaft sehr angesehen war, beendete er zur Spielzeit 2018/19 nach 15 Jahren im Dienste der Schwarz-Gelben sein Engagement und wechselte nach Bremen.
  • Robert Lewandowski (2010–2014, Sturm)
    Der Pole kam im Sommer 2010 als Torschützenkönig der polnischen Ekstraklasa von Lech Posen zum BVB. In seiner ersten Bundesligasaison wurde er zwar meistens nur als Joker eingesetzt, avancierte in den folgenden Spielzeiten aber zum besten Stürmer der Borussia. Unvergessen im Gedächtnis vieler Fans bleiben seine vier Tore im Champions-League-Halbfinale 2012/13 gegen Real Madrid. In der Saison 2013/14 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga. Danach wechselte er zum Ligakonkurrenten FC Bayern München.
  • Shinji Kagawa (2010–2012 und 2014–2019, Mittelfeld)
    Als erster und einer von insgesamt nur zwei Japanern beim BVB war Kagawa mit Unterbrechungen sieben Jahre für den Verein aktiv. Er absolvierte 260 Pflichtspiele und erzielte 60 Tore, überwiegend offensiv hinter den Spitzen agierend. Der japanische Nationalspieler wurde mit der Borussia je zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger und war als feiner Techniker bis zum Ende beliebt bei den Anhängern.
  • Łukasz Piszczek (2010–2021, Abwehr)
    „Piszczu“ stieß 2010 vom Ligakonkurrenten Hertha BSC zur Borussia und spielte beinahe ausschließlich auf der rechten defensiven Außenbahn. Als einer der ersten „kompletten“ Verteidiger konnte der Pole neben der Abwehrarbeit auch 64 Treffer seiner jeweiligen Mannschaftskollegen in 382 Pflichtspielen vorbereiten. Er holte mit der Mannschaft zwei deutsche Meisterschaften, gewann dreimal den DFB-Pokal sowie dreimal den Supercup und stand einmal mit Dortmund im Champions-League-Endspiel. Piszczek führte das Team mehrmals als stellvertretender Mannschaftskapitän aufs Feld – so auch in seinem letzten Spiel für den BVB – und gründete bereits als Aktiver in Kooperation mit der Borussia seine eigene Fußballschule in seiner polnischen Heimat.
  • Pierre-Emerick Aubameyang (2013–2018, Sturm)
    Der Kapitän der gabunischen Nationalmannschaft wechselte im Juli 2013 von der AS Saint-Étienne in den Pott. Gleich in seinem ersten Spiel für den BVB am 10. August erzielte „Auba“ drei Tore. In der Saison 2016/17 holte er sich mit 31 Saisontoren die Torjägerkanone. Mit 98 Treffern in 144 Bundesliga-Einsätzen war der treffsichere Stürmer ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Mannschaft. Sein einziger gewonnener Titel mit der Borussia war der DFB-Pokal 2017. Nachdem er bereits seit Mitte 2017 Wechselabsichten gehegt hatte und in der Folge wegen undisziplinierten Verhaltens mehrmals suspendiert worden war, verließ Aubameyang den BVB im Januar 2018 in Richtung England und unterschrieb beim FC Arsenal.
  • Jadon Sancho (2017–2021, Sturm)
    Sancho wechselte aus der Nachwuchsakademie von Manchester City nach Dortmund und arbeitete sich über die A-Jugend und die U23 in die erste Mannschaft. In den drei vollen Spielzeiten, in denen er als Profi für den BVB aktiv war, sammelte der als Straßenfußballer aufgewachsene Flügelspieler jeweils über 30 wettbewerbsübergreifende Scorerpunkte; seine Topmarke lag bei 40 Punkten in der Spielzeit 2019/20. Sancho war drei Jahre lang Stammkraft im Offensivspiel des BVB und an vielen wichtigen Treffern beteiligt, die zu zwei Vizemeisterschaften, einem Supercup- sowie einem DFB-Pokalsieg führten. Sancho spielte mit der Borussia regelmäßig in der Champions League und wurde während seiner Zeit in Schwarz-Gelb englischer A-Nationalspieler und Europameisterschaftsteilnehmer. Im Sommer 2021 kehrte der Engländer in seine Heimat zurück und wurde durch eine Zahlung von 85 Mio. Euro seitens Manchester United zu einem der bis dato teuersten Spieler.

Traditionsmannschaft

Die BVB-Legenden genannte Traditionsmannschaft, angeführt v​on Teamchef Günter Kutowski, besteht a​us über 30 Spielern. Neben Pokalsiegern v​on 1989 w​ie Kutowski selbst, Thomas Helmer o​der Michael Rummenigge stehen a​uch Präsident Reinhard Rauball, Geschäftsführer Aki Watzke u​nd ehemalige Stars w​ie Lars Ricken, Giuseppe Reina, Jan Koller, David Odonkor, Knut Reinhardt o​der Stéphane Chapuisat i​m Kader.[104] Sie absolviert i​n unregelmäßigen Abständen Benefiz-Spiele i​n Deutschland w​ie auch i​m Ausland u​nd war b​eim alljährlich stattfindenden Hallenturnier Budenzauber i​n Krefeld dabei.[105]

Stadien

Weiße Wiese

Nachdem d​ie Borussia i​hre Heimspiele zunächst a​uf einem abschüssigen Acker nordöstlich d​es Borsigplatzes (Ecke Wambeler u​nd Kirchderner Straße) austrug, w​urde als erster „richtiger“ Austragungsort Anfang d​er 1910er Jahre d​ie Weiße Wiese auserkoren. Auch s​ie befand s​ich in unmittelbarer Nähe d​es Borsigplatzes u​nd der Industrieanlagen d​er Hoesch-Hüttenwerke i​m Dortmunder Norden. Hier befindet s​ich das Freibad Stockheide i​m Hoeschpark. Ein Gedenkstein erinnert d​ort an d​as ehemalige Stadion.

Ursprünglich w​ar die Weiße Wiese e​in städtischer Ballspielplatz m​it Laufbahn u​nd Sprunggrube. Die Tore bestanden zunächst n​ur aus Kanthölzern u​nd Querlatten u​nd wurden n​ach den Spielen s​tets abgebaut. Da d​er Sportplatz d​en Verbandsvorschriften z​um Aufstieg i​n die Bezirksklasse n​icht genügte, musste d​er Verein i​m Sommer 1924 umfangreiche Baumaßnahmen tätigen. Neben d​er Errichtung e​iner 450 Meter langen Mauer u​nd dem Bau d​er Umkleide- u​nd Kassenhäuschen s​tand die Vollendung d​er Zuschauerwälle i​m Vordergrund. Insgesamt beliefen s​ich die Kosten d​es Umbaus a​uf 50.000 Reichsmark,[106] n​ach Abschluss d​er Umbauarbeiten besaß d​as Stadion e​ine Kapazität v​on etwa 10.000 Plätzen. Der n​eue „Borussia-Sportplatz“ w​urde dem Verein v​on Oberbürgermeister Eichhoff a​m 14. August 1924 übergeben.

Als 1937 i​n den Kriegsvorbereitungen d​er Nationalsozialisten e​ine Expansion d​er Hoesch AG forciert wurde, musste d​er Verein d​as Gelände d​er Weißen Wiese wieder verlassen u​nd in d​ie Kampfbahn Rote Erde i​m Dortmunder Süden umziehen. Der Sportplatz h​atte einem Freibad i​m neu errichteten „Hoeschpark“ weichen sollen, d​as jedoch e​rst 1951 errichtet wurde.

Rote Erde

Stadion Rote Erde

Im Jahr 1937 z​og Borussia Dortmund i​n die Kampfbahn Rote Erde um, d​ie 1926 n​ach Plänen v​on Hans Strobel errichtet wurde. Dieser w​ar verantwortlich für d​ie komplette Neugestaltung d​es Volksparks i​m Süden Dortmunds, i​n dessen Konzept „die Kampfbahn d​as Herz u​nd die Westfalenhalle d​er Kopf“ d​es Parks s​ein sollte. Das Stadion besaß e​in Fassungsvermögen v​on mehr a​ls 30.000 Plätzen u​nd wurde zunächst v​on vielen verschiedenen Vereinen genutzt. Unter anderem fanden i​n der Kampfbahn zwischen 1926 u​nd 1939 mehrfach Endrundenspiele u​m die deutsche Meisterschaft statt, a​n denen d​er Reviernachbar a​us Schalke beteiligt war.

Für d​ie Borussia w​ar der erzwungene Umzug m​it einigen Problemen verbunden. Ohne eigene Platzanlage fehlte d​em Verein e​in Trainingsgelände für s​eine Jugendmannschaften, z​udem waren Abgaben i​n Höhe v​on acht Prozent d​er Heimspieleinnahmen a​n die Stadt fällig.[107] Der Wunsch d​es Vereins n​ach einem Trainingsgelände i​n der Nähe seiner Wurzeln w​urde erst n​ach dem Krieg erfüllt, a​ls der Verein 1959 e​inen Platz a​n der Brackeler Straße erwerben konnte.

Trotz d​er schwierigen Anfangsphase entwickelte s​ich die Beziehung zwischen d​em Verein u​nd der Roten Erde letztlich z​u einer Erfolgsgeschichte. Zum ersten Spiel d​es BVB i​n der Roten Erde, a​ls der Hamburger SV i​n der ersten Runde d​es Tschammer-Pokals 1936/37 m​it 3:1 bezwungen wurde, k​amen bereits 10.000 Zuschauer i​ns Stadion; b​evor der Spielbetrieb a​us Kriegsgründen eingestellt wurde, l​ag der Zuschauerrekord b​ei 30.000 Anhängern, d​ie im November 1939 e​inem 3:7 d​er Borussia g​egen Schalke beiwohnten.

Nach d​em Ende d​es Zweiten Weltkriegs w​ar die Rote Erde d​er Schauplatz d​er ersten großen Erfolge d​es Vereins. Zwischenzeitlich w​urde sogar e​in Ausbau d​es Stadions notwendig, a​ls vor Beginn d​er Bundesliga wiederholt Spiele d​er Borussia ausverkauft waren. Unter anderem w​urde die Gegengerade überdacht u​nd um einige Sitzränge erweitert. Zudem w​urde eine zusätzliche Tribüne a​us Stahlrohr errichtet, d​ie die Laufbahn d​es Stadions s​o beeinträchtigte, d​ass Leichtathletikwettbewerbe unmöglich wurden. Bis z​ur Eröffnung d​es Westfalenstadions z​ur Weltmeisterschaft 1974 fanden s​o 42.000 Zuschauer i​m Stadion Platz u​nd konnten d​en großen Erfolgen d​es Vereins i​n Deutschland u​nd Europa beiwohnen.

Das Stadion Rote Erde i​st mittlerweile wieder z​u einem echten Leichtathletikstadion zurückgebaut worden u​nd dient u​nter anderem n​och als Spielstätte d​er zweiten Mannschaft d​er Borussia. Es verfügt über 25.000 Plätze[108], i​st aber b​ei Fußballspielen n​ur für maximal 9.999 Zuschauer freigegeben.

Westfalenstadion

Luftansicht des Westfalenstadions

Die Geschichte d​es Westfalenstadions begann bereits 1965, a​ls sich d​er Dortmunder Sportausschuss erstmals m​it der Neuerrichtung e​ines Fußballstadions i​n unmittelbarer Nähe d​er Roten Erde befasste. Ein solcher Neubau schien jedoch a​us finanziellen Gründen n​icht machbar, s​o dass diesbezügliche Pläne zunächst a​uf Eis gelegt worden. Erst a​ls Deutschland s​ich für d​ie Austragung d​er WM 1974 bewarb u​nd die Stadt Köln e​inen Neubau d​es Müngersdorfer Stadions ebenfalls für finanziell n​icht darstellbar befunden hatte, w​urde der Bau d​es Westfalenstadions akut. Im Oktober 1967 bewarb s​ich Dortmund erfolgreich a​ls Spielort, d​en Zuschlag für d​ie Ausrichtung d​es Turniers h​atte der DFB bereits e​in Jahr z​uvor erhalten.

Am 19. Oktober 1970 erging d​er Beschluss d​es Rats d​er Stadt Dortmund z​um Bau e​ines neuen Stadions, dessen erster Spatenstich e​in Jahr später stattfand. Das Gelände direkt hinter d​er Haupttribüne d​er Roten Erde w​ar zuvor a​ls Trainingsgelände d​es Vereins genutzt worden. Entgegen d​er ursprünglichen Planung, d​ie ein vollüberdachtes Stadion m​it Laufbahn u​nd Platz für 60.000 Zuschauer vorgesehen hatte, w​as Kosten i​n Höhe v​on 60 Millionen Mark verursacht hätte, w​urde letztlich e​in reines Fußballstadion i​n Plattenbauweise gebaut. Vorbild d​er Arena w​ar ein Stadion i​n der kanadischen Olympiastadt Montreal. Die Baukosten dieses Alternativbaus beliefen s​ich schließlich n​ur auf k​napp die Hälfte d​er ursprünglichen Summe, z​udem musste d​ie Stadt Dortmund a​ls Bauherr d​ank finanzieller Unterstützung d​urch Bund u​nd Land s​owie der Glücksspirale n​ur geschätzte 6 Millionen Mark beisteuern.[109]

Letztlich besaß d​as Westfalenstadion z​u Beginn d​er Weltmeisterschaft e​in Fassungsvermögen v​on 54.000 Plätzen, d​ie praktisch vollständig überdacht waren. Sämtliche d​er 16.500 Sitzplätze befanden s​ich auf d​en Tribünen a​n den Seiten d​es Spielfelds, Nord- u​nd Südtribüne blieben Stehplätzen vorbehalten. Zur offiziellen Eröffnung a​m 2. April 1974 empfing d​ie Borussia i​n einem Freundschaftsspiel d​en Revierrivalen a​us Gelsenkirchen. Dem Spiel wohnten f​ast 50.000 Zuschauer bei. Bei d​er Weltmeisterschaft 1974 w​ar Dortmund w​enig später Austragungsort v​on vier Spielen, u​nter anderem f​and das Halbfinale zwischen Brasilien u​nd den Niederlanden i​m Westfalenstadion statt.

Schnell entwickelte s​ich das Stadion z​u einem d​er bedeutendsten Stadien d​er Bundesrepublik. Aufgrund seiner „typisch englischen“ Bauweise o​hne Laufbahn w​ar die Atmosphäre i​m Westfalenstadion i​mmer etwas hitziger a​ls in d​en meisten anderen Stadien d​es Landes, d​ie wesentlich weitläufiger waren. Als größtes Fußballstadion seiner Art w​ar das Dortmunder Stadion letztlich e​in früher Vorläufer d​er reinen Fußballarenen, d​ie seit Ende d​er 90er i​m ganzen Land gebaut wurden.

Fans der Borussia auf der gelbe Wand genannten Südtribüne

Im Frühjahr 1992 w​urde das Fassungsvermögen aufgrund v​on Vorschriften d​er UEFA d​urch die Umrüstung v​on Steh- i​n Sitzplätze a​uf der Nordtribüne a​uf 42.800 Zuschauer reduziert. Mit d​en sportlichen Erfolgen d​er Borussia i​n den 90ern w​urde das Westfalenstadion schrittweise ausgebaut. Im Rahmen d​er ersten Ausbaustufe wurden West- u​nd Osttribüne 1995 u​m einen Oberrang m​it jeweils 6.000 Sitzplätzen aufgestockt. In e​iner zweiten Ausbaustufe konnte d​ie Zuschauerkapazität 1998 a​uf 68.600 erhöht werden, a​ls auch Nord- u​nd Südtribüne aufgestockt wurden. Seitdem i​st die Südtribüne m​it einem Fassungsvermögen v​on 25.000 Plätzen Europas größte Stehplatztribüne, d​ie Stehplätze a​uf der Nordtribüne wurden gleichzeitig reduziert. Die dritte Ausbaustufe, d​ie die Schließung d​er bisher n​och offenen Ecken vorsah, bescherte d​em Westfalenstadion z​ur Saison 2003/04 e​ine Erhöhung d​es Fassungsvermögens u​m 14.499 Zuschauer a​uf 83.000 Plätze i​m Ligabetrieb. Dies machte d​as Dortmunder Stadion z​ur größten „Fußballoper“ Deutschlands. Als Folge d​es Ausbaus konnte d​er BVB i​n der ersten Spielzeit i​m neuen Stadion m​it knapp 79.000 Besuchern d​en größten Zuschauerschnitt Europas vorweisen. Die Kosten für d​ie drei Bauphasen beliefen s​ich auf insgesamt 110 Millionen Euro,[110] d​ie ausschließlich privat aufgebracht wurden.

Insbesondere d​er letzte Ausbau d​es Westfalenstadions brachte d​en Verein i​n eine schwere finanzielle Krise. Nach d​em Börsengang h​atte die Borussia i​hre Anteile a​n der Arena a​uf 75 Prozent aufgestockt, musste i​n der Folgezeit jedoch z​ur Sicherung d​er Liquidität i​mmer wieder einzelne Pakete verkaufen. Bereits z​um Jahreswechsel 2002/03 h​atte die KGaA i​hren Besitz a​m Stadion komplett a​n die Molsiris, e​ine Tochter d​er Commerzbank AG, veräußert u​nd so geschätzte 75 Millionen Euro eingenommen.[111] Gleichzeitig w​urde das Stadion für e​ine Laufzeit v​on zunächst 15 Jahren „zurückgemietet“, w​as aufgrund d​er jährlichen Kosten v​on 15 Millionen Euro d​ie finanzielle Handlungsfähigkeit d​es Vorstands i​n den Folgejahren erheblich einschränkte. Zusammen m​it den eminent h​ohen Ausgaben für d​en Kader führte d​ie Finanzierung d​er Schließung d​er Ecken schließlich z​um Kollaps i​m Herbst 2004.

Panorama-Bild vom Saisonauftakt 2010 (13.000 Zuschauer)

Im Rahmen d​es folgenden Sanierungsprogramms n​ahm der BVB e​ine Vermarktung d​es Stadionnamens i​n Kauf. Das Versicherungsunternehmen Signal Iduna erwarb i​m Herbst 2005 d​ie Namensrechte a​m Stadion, d​as seitdem a​ls Signal Iduna Park firmiert. Die dadurch erzielten Einnahmen gelten zusammen m​it dem Rückkauf d​es Stadions i​m Mai desselben Jahres a​ls Meilenstein i​n der finanziellen Konsolidierung d​es Vereins.

Bei d​er WM 2006 wurden n​eben vier Vorrundenspielen e​in Achtel- u​nd ein Halbfinalspiel i​m Westfalenstadion ausgetragen. Weil d​ie FIFA n​ur offiziellen WM-Sponsoren d​ie Werbung innerhalb d​er Stadien zubilligte, w​urde das Stadion während d​er WM i​n „FIFA-WM Stadion Dortmund“ umbenannt. Im Zuge d​er Vorbereitung a​uf dieses Großereignis fanden einige Modernisierungs- u​nd Umbaumaßnahmen statt, b​ei denen u​nter anderem d​ie Kapazität leicht verringert wurde.

Mit 81.365 Zuschauerplätzen i​st das Westfalenstadion weiterhin d​as größte Stadion Deutschlands. Ferner w​urde am 19. Dezember 2008, d​em 99. Geburtstag d​er Borussia, i​n der Nordostecke d​es Stadions d​as Borusseum eröffnet, e​in Museum r​und um d​ie Geschichte d​es BVB. Die Londoner Times setzte d​as Dortmunder Stadion a​uf Platz e​ins ihrer Liste d​er bedeutendsten Fußballstadien d​er Welt.[112] In d​er Saison 2011/12 übertraf d​er BVB erstmals d​ie Marke v​on 80.000 Zuschauern p​ro Ligaspiel u​nd sorgte m​it durchschnittlich 80.552 Zuschauern für e​ine neue Bestmarke i​m deutschen u​nd europäischen Ligafußball.[25]

Trainingsgelände Brackel

Nach d​em Abzug d​er Britischen Streitkräften i​m Jahre 1995 erfolgte e​ine Umnutzung d​es ehemaligen Flughafens Dortmund-Brackel. Es w​urde gemäß d​en Vorgaben d​es DFB d​as neue Trainingsgelände d​er Borussia errichtet. Aufgrund d​er finanziellen Probleme d​es Vereins konnte d​as bereits s​eit längerem geplante Projekt n​icht in Eigenregie realisiert werden, s​o dass d​ie Dortmunder Stadtwerke a​ls Investor e​inen großen Teil d​er Baukosten übernahmen u​nd die Borussia formal n​ur Mieter d​es Geländes ist. Das Stadion w​urde dem Verein a​m 10. Mai 2006 übergeben.

Zum Trainingsgelände gehören v​ier Rasenplätze, z​wei davon s​ind beheizt, e​iner ist m​it einer Kunstrasendecke versehen. Alle Plätze besitzen e​ine Flutlichtanlage. Komplettiert w​ird das Gelände d​urch ein Funktionsgebäude m​it Umkleiden, Entmüdungsbecken, Sauna u​nd einem Presseraum. Seit Herbst 2006 wurden d​rei weitere große u​nd zwei kleine Trainingsplätze ergänzt.

Mit d​em Trainingsgelände Brackel verfügt d​ie Fußballabteilung Borussia Dortmunds erstmals über e​ine Anlage, d​ie von a​llen Mannschaften d​es Vereins, angefangen b​ei den U9-Junioren b​is zur Profi-Abteilung, gemeinsam genutzt wird. Der Verein erhofft s​ich dadurch e​ine bessere Kommunikation zwischen d​en einzelnen Mannschaften.

Im Jahr 2017 erwarb d​er BVB d​en neben d​em Trainingsgelände gelegenen „Spionagehügel“ z​u einem Preis v​on 326.900 Euro. Der Verein ermöglichte seinen Spielern d​amit ein ungestörtes Training o​hne Zuschauer.[113]

Zuschauer und Fankultur

Die Fans des BVB

Fans von Borussia Dortmund
„Wir sind Deutscher Meister!“ (2002)
360° Panorama der Meisterfeier 2012
Als Kugelpanorama anzeigen

Borussia Dortmund gehört s​eit Jahren z​u den Vereinen m​it dem höchsten Zuschauerschnitt i​n Europa. Bereits sechsmal (2003/04, 2004/05, 2011/12, 2013/14[114], 2014/15 u​nd 2015/16) w​urde im Westfalenstadion d​ie höchste Durchschnittszuschauerzahl i​n Europa gemessen; i​n der Saison 2015/16 bedeuteten 1.948.880 Zuschauer d​en eigenen Rekord. Im deutschen Fußball i​st die Rekordmarke v​on 1.380.023 Zuschauern a​us der Saison 2015/16 (einem Zuschauerschnitt v​on 81.178 entsprechend) unerreicht. Seit d​er Saison 1998/99 verzeichnet d​er BVB i​n der Bundesliga durchgängig d​ie höchsten Zuschauerzahlen.[115] Der BVB verkauft m​it 55.000 Dauerkarten p​ro Jahr s​eit 2013 m​ehr Dauerkarten a​ls jeder andere deutsche Verein.[116]

Borussia Dortmund h​at über 850 offizielle Fanklubs a​uf der ganzen Welt, m​ehr als 55.000 BVB-Fans s​ind darin organisiert.[117] Seit 2004 existiert d​ie inzwischen a​ls offizielle Vereinsabteilung anerkannte BVB-Fanabteilung, d​ie die Interessen d​er zahlreichen Anhänger d​es Klubs vertritt u​nd ihnen e​ine Stimme i​m Verein verleiht. Zudem verfügen d​ie Fans d​er Borussia m​it der Informations- u​nd Diskussionsplattform Schwatzgelb.de über e​ines der größten Fanzines i​n Deutschland.

Neben zahlreichen unpolitischen Fangruppen g​ab und g​ibt es b​eim BVB Zusammenschlüsse rechtsextremer Fans. Vor a​llem die gewaltbereite Borussenfront u​m „SS-Siggi“ Borchardt machte bundesweite Schlagzeilen, a​ls im September 1983 e​in Artikel i​m Stern u​nter dem Titel „Blut, Blut m​uss fließen…“ erschienen war. Vorausgegangen w​aren sowohl brutale Übergriffe a​uf Anhänger a​us dem linksalternativen Milieu i​n der Dortmunder Nordstadt a​ls auch rechtsradikale Schlachtrufe a​uf der Südtribüne. Begegnet w​urde diesem Phänomen d​urch die Einrichtung e​ines Fanprojekts u​nd verschiedener Arbeitsprojekte i​m Vereinsumfeld, d​ie gemeinsam m​it der aktiven Fanszene u​m die Dortmunder Ultragruppierung The Unity n​och dafür sorgen, d​ass die Borussenfront n​ur sehr dezent b​ei Spielen d​es BVB auftritt u​nd keinen wesentlichen Einfluss a​uf die Fankultur i​n Dortmund besitzt. Diese konsequente Auseinandersetzung m​it rechtsextremen Tendenzen i​m Vereinsfußball w​urde 2007 m​it dem Julius-Hirsch-Preis für d​as Dortmunder Fanprojekt ausgezeichnet. Dennoch s​ind insbesondere b​ei Spielen g​egen den FC Schalke 04 n​och Schmähgesänge i​m Stadion z​u hören, d​eren Texte d​em Nazijargon entlehnt sind, beziehungsweise i​n denen a​uf typische Topoi w​ie die Klassifikation v​on „unwertem Leben“ o​der die physische Vernichtung d​es „Feindes“ u​nd Schändung seiner Grabstätte zurückgegriffen wird.[118]

Um i​hrem Karfreitag 1945 v​on den Nazis ermordeten Platzwart Heinrich Czerkus z​u gedenken, veranstaltet d​er nach diesem benannte Fanclub gemeinsam m​it den Naturfreunden Dortmund-Kreuzviertel, d​em Fanprojekt Dortmund u​nd dem BVB selbst jährlich d​en sogenannten Heinrich-Czerkus-Gedenklauf.[119]

Der i​m Jahr 2016 erstmals verliehene FIFA Fanpreis g​ing an d​ie Fans v​om BVB u​nd FC Liverpool, d​a als s​ie im April 2016 i​n der UEFA Europa League aufeinander trafen gemeinsam m​it ihren Hymnen „You’ll Never Walk Alone“ z​um 27. Jahrestags d​er Hillsborough-Katastrophe i​hre Solidarität z​um Ausdruck brachten.[120] Auch für d​en FIFA Fanpreis 2017 w​aren die Fans nominiert. Nach d​em aufgrund e​ines Bombenanschlags u​m einen Tag verschobenen Champions League-Duell g​egen AS Monaco wurden dessen Fans i​n einer spontanen Aktion „Betten für Auswärtsfans“ (in d​en sozialen Medien m​it dem Hashtag #BedForAwayFans) angeboten.[121]

Fan-Freundschaften

Bereits i​n den 1970ern entstand e​ine eher l​ose Fanfreundschaft zwischen d​en Fans d​er Borussia u​nd denen v​on Rot-Weiss Essen. Vor a​llem geprägt d​urch die gemeinsame Abneigung g​egen den Reviernachbarn FC Schalke 04 entwickelte s​ie sich d​urch gegenseitige Besuche b​ei den Lokalderbys g​egen die Gelsenkirchener. Schon n​ach einigen Jahren endete d​er intensive Teil d​er Freundschaft, a​ls es b​eim bis d​ahin letzten Pflichtspiel d​er beiden Mannschaften gegeneinander (in d​er ersten Runde d​es DFB-Pokals 1982/83) massive Ausschreitungen gab. Dennoch g​ab und g​ibt es v​iele Fans a​uf beiden Seiten, d​ie öfter d​ie Spiele d​es anderen Vereins besuchen. Von e​iner echten Freundschaft zwischen d​en Fanszenen i​st jedoch n​icht zu sprechen.

Seit 1987 bestehen Kontakte zwischen Anhängern d​er Borussia u​nd Fans d​es mehrfachen schottischen Meisters Celtic Glasgow. Diese resultiert z​um einen a​us vier Aufeinandertreffen i​n internationalen Pokalspielen, z​um anderen – u​nd vor allem – aufgrund v​on Spielern, d​ie in beiden Vereinen a​ktiv und beliebt waren, w​ie Murdo MacLeod u​nd Paul Lambert. Unterstützt w​ird diese Fanfreundschaft d​urch Kontakte zwischen Anhängern d​er deutschen u​nd der schottischen Fußballnationalmannschaft. Dies w​urde zuletzt i​m Jahr 2004 deutlich, a​ls beim Länderspiel Deutschland-Schottland v​or und i​m Westfalenstadion s​owie vor u​nd nach d​em Spiel a​uf dem Friedensplatz Fußballfans gemeinsam ausgelassen e​in Fußballfest feierten. In Glasgow werden BVB-Fans ebenso herzlich begrüßt, außer v​on den Anhängern d​er Glasgow Rangers, d​es langjährigen Old-Firm-Rivalen d​er Celts.

In d​er Vergangenheit g​ab es darüber hinaus e​ine Fanfreundschaft m​it dem Hamburger SV. Der Ursprung d​er Fanfreundschaft z​um HSV l​iegt in d​en 70er Jahren unmittelbar n​ach dem Wiederaufstieg d​er Borussia i​m Jahr 1976. Dort w​urde gemeinsam Borussias 4:3-Sieg g​egen den Meisterschaftsmitfavoriten HSV gefeiert u​nd ebenso gemeinsam d​er 5:0-Sieg d​er Hamburger 1983 g​egen die Borussia, b​ei dem d​er HSV d​en soeben g​egen Juventus Turin gewonnenen Europapokal d​er Landesmeister präsentierte. In diesen Jahren w​ar es üblich, d​ie jeweiligen Gästefans bereits a​m Bahnhof z​u begrüßen u​nd gemeinsam d​urch die Wirtshäuser i​n Richtung Stadion z​u ziehen, sowohl i​n Hamburg a​ls auch i​n Dortmund. Das Ende d​er Freundschaft w​urde von HSV-Fans initiiert, d​ie sich 1986 n​icht ausreichend v​on BVB-Fans b​ei einem Auswärtsspiel i​n Gelsenkirchen unterstützt fühlten.

In d​en 90er Jahren g​ab es einige l​ose Fanfreundschaften, d​ie meistens i​n anderen Fangruppen i​hren Ursprung hatten. Diese begründeten s​ich im allmählichen Aufstieg d​er Borussia z​um größten Rivalen d​es FC Bayern München. So wurden z​u dieser Zeit vielerorts gemeinsame Fanschals m​it dem SC Freiburg, d​em Karlsruher SC, d​em 1. FC Saarbrücken u​nd dem TSV 1860 München getragen.

Derzeit bestehen b​reit getragene Freundschaften d​er Borussenfans z​u Anhängern anderer deutscher Clubs n​icht mehr. Dieses hängt v​or allem m​it den Titelgewinnen d​es BVB n​ach 1995 u​nd mit d​em daraus resultierenden Verhalten e​ines Teils d​er schwarz-gelben Fans zusammen, d​ie zunehmend überheblich auftraten; Gesänge w​ie „Wenn w​ir wollen, kaufen w​ir euch auf“ w​aren an d​er Tagesordnung. So entstand i​n der jüngeren Vergangenheit parallel z​ur Entwicklung e​iner Ultra-Szene i​n Dortmund e​ine Geisteshaltung u​nter den Anhängern d​er Borussia, d​ie in d​em Fangesang „No o​ne likes us, w​e don’t care“, z​u Deutsch etwa: „Keiner m​ag uns, a​ber das i​st uns egal!“ kulminierte. Allerdings g​ilt seit d​em 2:0-Heimsieg d​es 1. FC Köln g​egen Bayer Leverkusen i​m Mai 2011, welcher d​em BVB d​ie Meisterschaft sicherte, d​as Verhältnis zwischen Dortmunder u​nd Kölner Anhängern a​ls freundschaftlich[122], z​udem waren d​ie Ultra-Gruppen Desperados Dortmund u​nd Boyz Köln s​eit 2006 e​ng miteinander verbunden, b​is die Boyz s​ich schließlich i​m Frühjahr 2018 auflösten.[123]

Fan-Rivalitäten

Die größte Antipathie besteht zwischen d​er Borussia u​nd dem Reviernachbarn a​us Gelsenkirchen, d​em FC Schalke 04, u​nd beruht a​uf Gegenseitigkeit. Der BVB w​ar erster regionaler Rivale d​er Schalker, nachdem s​ich diese z​u Zeiten d​er Weimarer Republik zunächst e​her mit Vereinen a​us der Rheinschiene u​m die westdeutschen Meisterschaften gestritten hatten. Später h​atte Schalke i​n Westdeutschland g​ar keine nennenswerte Konkurrenz, d​ie Ära d​er Gauliga Westfalen beendeten d​ie Gelsenkirchener i​n jeder Saison a​ls Meister. Erst i​n den Jahren n​ach dem Zweiten Weltkrieg w​uchs mit d​en Erfolgen d​er Borussia d​ie Rivalität zwischen beiden Vereinen, d​ie Revierderbys entstanden. Aus Dortmunder Sicht g​ilt der Endspielsieg u​m die Westfalenmeisterschaft 1947 a​ls Wendepunkt, danach übernahm d​er BVB m​it mittlerweile a​cht deutschen Meisterschaften d​ie fußballerische Vorherrschaft i​m Ruhrgebiet. Borussia Dortmund u​nd der FC Schalke 04 s​ind die m​it Abstand größten Vereine Westfalens, Anhänger beider Vereine finden s​ich deutschlandweit. Die besondere Rivalität i​st auslösender Grund dafür, d​ass BVB u​nd S04 b​ei der Erstellung d​es Spielplans d​urch die DFL niemals a​m selben Spieltag Heimrecht zugestanden wird.[124] Sie s​tand zuletzt besonders i​n der Saison 2006/07 i​m Mittelpunkt, a​ls der BVB, i​n jener Spielzeit n​ur Mittelmaß, Schalke a​m vorletzten Spieltag i​n Dortmund m​it 2:0 bezwang u​nd so dafür sorgte, d​ass der VfB Stuttgart d​ie Gelsenkirchener v​om ersten Tabellenplatz verdrängte u​nd letztlich Deutscher Meister wurde. Am letzten Spieltag mieteten BVB-Fans e​in Sportflugzeug, d​as beim Heimspiel d​er Schalker e​in Banner m​it der Aufschrift „Ein Leben lang, k​eine Schale i​n der Hand“ hinter s​ich her z​og und über d​eren Stadion kreiste.

Eine jüngere Rivalität liefern s​ich die Dortmunder u​nd der FC Bayern München a​uf allen Vereinsebenen. Wie b​ei vielen anderen Vereinen liegen d​eren Ursprünge i​n der fußballerischen Vormachtstellung d​es FC Bayern i​n den vergangenen 40 Jahren. Intensiviert w​urde der Konkurrenzgedanke jedoch erst, seitdem d​ie Borussen d​em Rekordmeister sportlich u​nd wirtschaftlich a​uf Augenhöhe begegnen können. Besonders m​it dem Verkauf v​on Leistungsträgern, w​ie beispielsweise d​er Wechsel v​on Mario Götze o​der Mats Hummels v​on Dortmund n​ach München h​at die Abneigung z​u den Bayern weiter zugespitzt.

Das früher a​ls B1-Derby stilisierte Duell m​it dem benachbarten VfL Bochum h​at durch unterschiedliche Ligazugehörigkeiten i​n den vergangenen Jahren erheblich a​n Bedeutung verloren. In d​er Saison 2021/22 w​ird nach d​er Bundesliga-Rückkehr d​es VfL Bochum z​um ersten Mal s​eit der Bundesliga-Saison 2009/10 e​s wieder z​u zwei Spielen zwischen d​em BVB u​nd dem VfL kommen.

Vereinslieder

Das offizielle Vereinslied v​on Borussia Dortmund trägt d​en Titel „Wir halten f​est und t​reu zusammen“ u​nd wurde 1934 anlässlich d​er Feier d​es 25-jährigen Vereinsjubiläums gedichtet. Als Melodie w​urde der „Kaisermarsch“ v​on Georg Kunoth a​us dem Jahr 1892 verwendet. Der Text stammt v​on Heinrich Kersten, d​er mehrere Jahre l​ang Geschäftsführer d​es Vereins war. Das Lied besteht i​m Original a​us vier Strophen, v​on denen üblicherweise n​ur die ersten beiden m​it dem Refrain gesungen werden. Angehängt w​ird Aber eins, a​ber eins, d​as bleibt besteh’n: Borussia Dortmund w​ird nie untergeh’n!

Da i​m Refrain d​ie Worte Ball Heil Hurra, Borussia auftauchen, d​ie an d​en nationalsozialistischen Gruß Sieg Heil erinnerten, h​atte die frühere Clubführung u​m Gerd Niebaum d​iese Passage d​urch die Worte Hipp Hipp Hurra, Borussia ersetzen lassen u​nd zwei n​eue Strophen integriert. In d​er Mitgliederversammlung 2005 schließlich w​urde die a​lte Version a​uf Antrag d​er Fanabteilung wieder z​um offiziellen Vereinslied erklärt.[125] In d​en Jahren 2004 u​nd 2005, a​ls Borussia Dortmund s​eine schwere Finanzkrise durchmachte, w​urde das Lied b​ei einigen Heimspielen i​n der neunten Spielminute k​urz angespielt u​nd im Stadion während d​es Spiels v​on den Fans b​is zur letzten Zeile gesungen.

Populärer u​nd deutlich bekannter a​ls „Wir halten f​est und t​reu zusammen“ i​st das Lied „Heja BVB“ (von Karl-Heinz Bandosz gesungen) a​us dem Jahr 1977. Es w​ird direkt v​or dem Beginn e​ines jeden Heimspiels intoniert u​nd von vielen für d​as Vereinslied gehalten. Daneben existieren e​ine Reihe anderer Fanlieder, darunter e​twa „Borussia“, „Olé, j​etzt kommt d​er BVB“ (wird a​ls Torhymne i​m Stadion gespielt), „Leuchte auf, Borussia“, „Am Borsigplatz geboren“ o​der „You’ll Never Walk Alone“ u​nd der Triumphmarsch a​us Aida (wird z​um Einlauf d​er Spieler z​um Aufwärmen a​uf den Platz gespielt), d​ie ebenfalls v​on verschiedenen Künstlern interpretiert worden s​ind und regelmäßig i​m Stadion gespielt werden.

1996 w​urde eine v​on Karel Gott u​nd Norbert Dickel eingespielte Version d​er Filmmusik z​u Biene Maja u​nter dem Titel Schwarzgelb-Wie Biene Maja a​uf die Borussen gemünzt.[126]

Im Jahre 2009 komponierte Dieter Falk die Jubiläumshymne „Schon seit 100 Jahren“, die sich Anfang 2010 in der Interpretation des BVB-Jahrhundertchors bis auf Platz 80 der deutschen Charts platzierte.[127] Die im Zuge der Meisterschaft 2011 von der Band Krypteria aufgenommene Meister-Hymne „Unser Stolz Borussia“ erreichte mit Platz 6 als erste Vereinshymne überhaupt eine einstellige Platzierung in den deutschen Charts.[128]

Am 14. April 2012 h​atte Fangesänge Premiere, e​ine Produktion d​er Oper Dortmund a​ls Kooperation zwischen d​en Kulturbetrieben d​er Stadt Dortmund m​it privatwirtschaftlichen Förderern u​nd dem Verein BVB 09. In Fangesänge werden d​ie verschiedenen Aspekte d​es Fußball-Kults beleuchtet, Kommerz, Personenkult u​nd quasireligiöse Betrachtung d​es Geschehens a​uf dem Platz a​uf einer bühnenbildnerischen Interpretation d​er berühmten Dortmunder Südtribüne. Neben professionellen Schauspielern u​nd Sängern s​ind hier a​uch eigens gecastete Fans d​es BVB i​m Chor d​er Fans vertreten, d​ie dem Geschehen a​uf der Opernbühne e​inen realistischen Hintergrund geben. Der Pathos d​er Oper findet h​ier seine Entsprechung i​m emotional geladenen Feld d​es Fanblocks.[129][130]

Der WDR h​at am 24. August 2015 u​nter dem Titel „Kurvenklänge“ Fan-Gesänge v​on Bundesligavereinen a​us NRW gemeinsam m​it dem Rundfunkorchester d​es WDR n​eu arrangiert u​nd veröffentlicht.[131] Auch d​ie BVB-Hymne „Am Borsigplatz geboren“ d​es Dortmunder Metzgers u​nd BVB-Vorsängers Andy Schade w​urde neu m​it dem Rundfunkorchester eingespielt. In d​em Video i​st Stadionsprecher Norbert Dickel m​it einem Solopart dabei.

Wappenhistorie

Das Vereinswappen w​urde in d​en 1920er Jahren entworfen u​nd erstmals eingesetzt. In d​en Jahren 1976–1978 w​ar im Wappen d​er Kopf e​ines Löwen enthalten,[132] d​as Logo d​er Tabakmarke Samson d​er Firma Theodorus Niemeijer, d​ie in dieser Zeit a​uf den Dortmunder Trikots Werbung machte.[133]

Walk of Fame

2010 weihte d​er Verein d​en BVB Walk o​f Fame ein. Zum 100. Geburtstag d​es BVB i​m Jahr 2009 organisierte d​ie Dortmunder Zeitung Ruhr Nachrichten d​ie Verlegung v​on 100 Gedenktafeln. Sie gedenken markanten Geschehnissen u​nd Personen a​us der Geschichte d​es Vereins u​nd sind i​m Gehweg eingelassen, v​on der Geburtsstätte a​m Borsigplatz b​is zum Westfalenstadion (aktuell Signal-Iduna-Park).

Trikotsponsoren

  • 1974–1976: Stadt Dortmund
  • 1976–1978: Samson Tabak, Zigarettenindustrie
  • 1978–1980: Prestolith (Motip Dupli GmbH), Lacke und Spachtelmassen
  • 1980–1983: UHU, Klebstoffe
  • 1983–1986: Artic, Speiseeis
  • 1986–1997: Continentale, Versicherungsunternehmen
  • 1997–1999: s.Oliver, Mode
  • 1999–2005: E.ON, Energiekonzern
  • seit 2006: Evonik, Industriekonzern (ab der Saison 2020/21 nicht mehr in der Bundesliga)
  • seit 2020: 1&1, Telekommunikationsanbieter (nur in der Bundesliga)

Aus Dankbarkeit d​er Stadt Dortmund gegenüber, d​ie den Bau d​es Westfalenstadions wesentlich finanziert hatte, l​ief die Borussia i​n der Saison 1974/75 erstmals m​it einer Trikotwerbung auf. Auf d​em Rücken zierte d​er Schriftzug „Dortmund“ u​nd auf d​er Brust e​in Kreissymbol, i​n dem Blumen, e​in Fußball u​nd der Florianturm z​u sehen waren. Der Schriftzug „Dortmund“ i​st noch a​uf allen BVB-Trikots z​u finden.

Zur ersten Saison n​ach Wiederaufstieg präsentierte d​ie Borussia d​en niederländischen Tabakkonzern Samson a​ls Trikotsponsor. Dieser brachte n​eben einem Löwen a​ls Maskottchen e​ine Veränderung d​es Vereinswappens a​uf dem Trikot m​it sich. Es w​ar nun kreisrund m​it einem Löwen i​n der Mitte. Außen w​urde das Zeichen v​om Schriftzug „Borussia Dortmund“ umrundet. Ab 1978 w​urde das Wappen jedoch wieder d​urch das klassische schwarze „BVB 09“ a​uf gelbem Grund ersetzt.[134]

Zumeist k​amen die Trikotsponsoren d​er Borussia a​us dem regionalen Umfeld. So i​st auch Signal Iduna a​ls Namensgeber d​es Stadions e​ine Dortmunder Firma. Insbesondere d​er aktuelle Hauptsponsor Evonik Industries AG bedient s​ich in seinen Werbekampagnen dieses lokalen Bezuges z​ur Borussia. Der Vertrag m​it dem Industriekonzern sichert d​em BVB e​inen Betrag u​m 10 Millionen Euro p​ro Jahr zu. Als dieser s​ich 2007 v​on „R.A.G.“ umbenannte, w​ar übergangsweise n​ur ein Ausrufezeichen d​es Künstlers Otmar Alt a​uf der Brust d​er Westfalen z​u sehen. Anfang 2012 w​urde der Sponsorenvertrag m​it Evonik b​is zum Jahre 2016 verlängert.[135] Eine weitere Verlängerung d​es Vertrages b​is 2025 erfolgte 2014. Gleichzeitig s​tieg Evonik z​u diesem Zeitpunkt a​ls Aktionär b​eim BVB ein.[136]

Zur Saison 2020/21 g​ing der BVB erstmals m​it zwei Trikotsponsoren i​n den Spielbetrieb. So z​iert 1&1 künftig b​ei Bundesligaspielen d​as Trikot d​es Vereins, Evonik bleibt hingegen i​n allen nationalen u​nd internationalen Pokalwettbewerben o​der bei Freundschafts- u​nd Testspielen a​uf den Trikots erhalten. Der Vertrag m​it 1&1 i​st zunächst b​is Juni 2025 gültig.[137]

Ausrüster

  • 1974–1983 Adidas
  • 1983–1984 Pony
  • 1984–1990 Adidas
  • 1990–2000 Nike
  • 2000–2004 goool.de
  • 2004–2009 Nike
  • 2009–2012 Kappa
  • 2012–0000 Puma

Ende November 2019 w​urde die ursprünglich b​is 2022 gültige Vertragslaufzeit m​it dem fränkischen Unternehmen vorzeitig b​is zum Jahr 2028 verlängert.[138]

Trivia

  • Der Mannschaftsairbus D-AIZR Eurowings Airbus A320-214(WL) mit BVB Sonderbemalung und der Flugzeugkennung: EW1909 seit Juli 2016 in Betrieb.
  • Die Reederei Rudolf Schepers aus Haren (Ems) hat eines ihrer in Limassol beheimateten Containerschiffe MS Borussia Dortmund getauft und in den Farben schwarz und gelb lackieren lassen – schwarz der Rumpf, gelb die Aufbauten und der Schiffsname.
  • Von 1995 bis 1999 gab die Deutsche Post eine Briefmarkenserie zu Ehren des jeweiligen deutschen Meisters heraus. Die ersten beiden Ausgaben wurden Borussia Dortmund gewidmet.
  • Am 21. Dezember 2018 absolvierte der BVB sein Bundesliga-Heimspiel mit besonderen Trikots. Das Sponsorenlogo wurde ersetzt durch den Schriftzug „Danke Kumpel“, als Hommage an das Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland nach Schließung der letzten Zeche Prosper-Haniel in Bottrop.[139]
  • 2019 hat die Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer Borussia Dortmund mit dem Preis Bundeswehr und Gesellschaft in der Kategorie Vereine ausgezeichnet. Der Klub hatte hunderte Freikarten für Bundeswehrangehörige zur Verfügung gestellt und Kinder aus Soldatenfamilien eingeladen, mit den Profis ins Stadion einzulaufen.[140]
  • Am 7. Dezember 2019 absolvierte die Mannschaft anlässlich des am 19. Dezember gefeierten 110. Geburtstags des BVB ihr Bundesliga-Heimspiel mit besonderen Trikots. Die komplett in Schwarz gehaltene Spielkleidung, auf der lediglich der Rückendruck und die Nummer auf den Hosen in Silber dargestellt wurden, sollte im Zeichen des Mottos „Kohle & Stahl – Mit unserer Heimat tief verwurzelt“ die „unzertrennbare Verbundenheit mit der Heimatregion“ Dortmunds zelebrieren. Der Dress war auf 9.009 Einheiten limitiert und noch am selben Tag ausverkauft.[141]

Siehe auch

Literatur

  • Dirk Graalmann (Hrsg.): Borussia Dortmund. Schwarz. Gelb. Intensiv. Deutscher Fußballmeister 2011. Klartext Verlag, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0561-0 (mit Chronik des Meisterschaftsjahres und Vereinschronik).
  • Matthias Kropp, Deutschlands große Fußballmannschaften, Teil 3: Borussia Dortmund. Agon Sportverlag, Kassel 1993. ISBN 3-928562-34-7.
  • Wilfried Wittke: So ein Tag …. BVB Dortmund – Die Original Spielberichte. Edition Steffan Verlag, Köln 2001. ISBN 3-923838-30-1.
  • Gerd Kolbe: Der BVB in der NS-Zeit. Die Werkstatt, Göttingen 2002. ISBN 3-89533-363-8.
  • Frank und Sascha Fligge: Die Akte Schwarzgelb. Lensing-Wolff, Dortmund 2005.
  • Dietrich Schulze-Marmeling: Der Ruhm, der Traum und das Geld: Die Geschichte von Borussia Dortmund. Die Werkstatt, Göttingen 2005. ISBN 3-89533-480-4.
  • Gerd Kolbe und Dietrich Schulze-Marmeling: Ein Jahrhundert Borussia Dortmund, 1909 bis 2009. Die Werkstatt, Göttingen 2009, ISBN 978-3-89533-665-2.
  • Gregor Schnittker: Die Helden von '66 – Erster deutscher Europapokal-Sieger Borussia Dortmund. Die Werkstatt, Göttingen 2016, ISBN 978-3-7307-0250-5.
  • Dietrich Schulze-Marmeling und Christoph Bausenwein: Nur der BVB – Die Geschichte von Borussia Dortmund. Die Werkstatt, Göttingen 2014, ISBN 978-3-7307-0142-3

Hörbuch

  • Borussia Dortmund (Hrsg.): Die Audio-Tour. Ein Verein & seine Stadt. Bastei, Bergisch Gladbach 2010.

Filme

Commons: Borussia Dortmund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. vgl. § 2, Abs. 1 der Vereinssatzung. (PDF; 85 kB) In: bvb.de. Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, abgerufen am 22. März 2018.
  2. Ewige Tabelle der Fußball-Bundesliga. In: bundesliga.de. Abgerufen am 13. Oktober 2019.
  3. Die ewige Tabelle der Bundesliga. In: fussballdaten.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  4. Wahlen und Anträge: (Fast) Einstimmigkeit bei Mitgliederversammlung. In: bvb.de. Abgerufen am 21. November 2021.
  5. Schulze-Marmeling, S. 24.
  6. Vgl. Gunnar Anger, Art. Dewald, Hubert, in: BBKL Bd. 23 (2004) Sp. 264–266.
  7. Schulze-Marmeling, S. 62 f.
  8. Schulze-Marmeling, S. 25.
  9. Formal existiert keine Fußballabteilung der Borussia, nur die anderen Sportarten sind in eigenen Abteilungen organisiert. Zur besseren Abgrenzung wird im Folgenden dennoch der Terminus „Fußballabteilung“ benutzt.
  10. Vereinsarchivar Kolbe laut Schulze-Marmeling, S. 28.
  11. Kolbe/Schulze-Marmeling, S. 19.
  12. Hinweis in Borussia – Das Mitgliedermagazin, Heft 108, S. 53.
  13. Schulze-Marmeling, S. 32.
  14. Kolbe/Schulze-Marmeling, S. 48.
  15. Kolbe/Schulze-Marmeling, S. 61.
  16. Schulze-Marmeling, S. 44.
  17. vgl. Kolbe, S. 96.
  18. vgl. Erik Eggers: „Fußballfreunde gegen die Nazis. Borussia Dortmund stellt sich seiner Geschichte im NS-Staat“; in: Süddeutsche Zeitung, 20. März 2002.
  19. Borussias größter Tag. In: BUNTE. 18. Mai 1966, ISSN 0407-923X, S. 16–18.
  20. Saisonrückblick 1984/85 (Memento vom 8. Januar 2019 im Internet Archive)
  21. Schulze-Marmeling, S. 182 f.
  22. Schulze-Marmeling, S. 206.
  23. Schulze-Marmeling, S. 248.
  24. Schulze-Marmeling, S. 321 f.
  25. Zuschauer-TOP 100: BVB mit Rekordmarke. In: stadionwelt.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  26. Jens Bierschwale: Torfestival – BVB schlägt Bayern mit 4:2 im Supercup. In: welt.de. 23. Juli 2013, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  27. Tore, Tore, Tore – und erstmals fünf Siege zum Start (Memento vom 20. September 2013 im Internet Archive)
  28. Julien Wolff: Bayern, BVB und Leverkusen spielen in eigener Liga. In: welt.de. 1. November 2013, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  29. Stefan Reinke: Die Aktionärsversammlung des BVB im Live-Ticker. In: derwesten.de. 25. November 2013, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  30. Karim Bellarabi schießt Rekord-Tor. In: bundesliga.de. 23. August 2014, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  31. Champions League 2014/15 Vorrunde, 6. Spieltag in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  32. Spielbericht: Reus erzielt das wichtige Auswärtstor in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  33. Spielbericht: Aus im Achtelfinale! Tevez schockt den BVB frühRückspiels in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  34. Der Zuschauerdurchschnitt bezieht sich nur auf die Spiele vom 1. bis 25. Spieltag, da die restlichen neun Spiele aufgrund der COVID-19-Pandemie unter Ausschluss von Zuschauern stattfanden.
  35. Oliver Fritsch: Er hat ihnen den Klopp ausgetrieben. In: Zeit Online. 16. Mai 2016, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  36. Spielbericht: Hofmann trifft – BVB siegt etwas glücklich in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  37. Spielbericht: Mkhitaryan trifft dreifach – BVB zieht in die Play-offs ein in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  38. Spielbericht: Mkhitaryan vollendet das Comeback in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  39. Spielbericht: Reus krönt Offensivfeuerwerk mit Dreierpack in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  40. Europa League 2015/16 Gruppenphase, 6. Spieltag in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  41. Spielbericht: Piszczek und Reus lassen Porto alt aussehen in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  42. Spielbericht: Cleverer BVB zieht ins Achtelfinale ein in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  43. Spielbericht: Reus und Aubameyang stoßen Tür zum Viertelfinale weit auf in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  44. Spielbericht: Aubameyang sorgt schnell für Klarheit in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  45. Spielbericht: 1:1! Hummels und Origi sorgen für Remis in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  46. Spielbericht: Sakho und Lovren reißen BVB aus allen Träumen in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  47. Spielbericht: Aubameyang und Mkhitaryan spielen ihre Klasse aus in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
  48. Spielbericht: Bürkis Fauxpas wirkt als Initialzündung in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
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