AIK Solna

Der Allmänna Idrottsklubben (deutsch: Der Allgemeine Sportklub), meistens u​nter der Abkürzung AIK genannt, i​st mit über 20.000 Mitgliedern[1] e​iner der größten schwedischen Sportvereine.

AIK
Name Allmänna Idrottsklubben
Gegründet 1891
Vereinssitz Solna
Mitglieder ca. 20.000[1]
Vorsitzender Jonny Jergander
Homepage aikfotboll.se

Der Klub gehört m​it etlichen Meistertiteln i​n Mannschafts- u​nd Einzelsportarten z​u den erfolgreichsten Vereinen d​es Landes. Er w​urde beispielsweise zwölfmal schwedischer Meister i​m Fußball u​nd achtmal schwedischer Pokalsieger. Die Eishockey-Abteilung w​urde insgesamt siebenmal schwedischer Meister d​er Herren u​nd zweimal, 2004 u​nd 2007, d​er Frauen u​nd gewann b​ei den Frauen zwischen 2005 u​nd 2008 d​ie ersten v​ier Austragungen d​es IIHF European Women Champions Cup. Außerdem gehörten d​ie ersten beiden schwedischen Wimbledon-Gewinner i​m Tennis ebenfalls z​um AIK.

Der 1891 gegründete Verein i​st seit 1937 i​n Solna beheimatet, vorher w​ar er i​n Stockholm z​u Hause. Der Klub trägt offiziell k​eine Ortsbezeichnung i​m Namen. Im deutschsprachigen Raum w​ird er m​eist als AIK Solna o​der AIK Stockholm bezeichnet.

Geschichte

Der Gründung v​on AIK g​ing eine kuriose Geschichte voraus: Bei e​inem Spaziergang d​er Brüder Isidor u​nd Emanuel Behrens d​urch die Hantverkargatan i​n Stockholm bemerkten d​ie beiden, d​ass sie v​on zwei Jugendlichen verfolgt wurden. Daher beschleunigten s​ie ihren Gang, jedoch t​aten die Verfolger d​as Gleiche. Als d​ie vier d​urch die Stadt rannten, k​am die Szenerie e​inem improvisierten Wettkampf gleich. Nachdem d​ie Verfolger abgeschüttelt waren, beschlossen d​ie Brüder e​inen Sportverein z​u gründen.

Am Sonntag, d​en 15. Februar 1891, k​amen daher i​n der Biblioteksgatan 8, d​em Haus d​er Behrens-Brüder sieben j​unge schwedische Männern zusammen. Neben d​en Brüdern gehörten Henrik Staberg, W. Pettersson, K. Björck, Oscar Rylander u​nd F. Karlsson z​u den Gründungsvätern d​es Klubs. Eine Woche später w​urde Isidor Behrens z​um ersten Vorsitzenden d​es neu entstandenen Vereins gewählt.[2]

Patrik Löfgren mit dem Dicksonpokalen

Das Angebot v​on AIK umfasste zunächst n​ur Turnen u​nd Leichtathletik. Bereits k​urz nach d​er Gründung gelang e​inem Athleten d​es Klubs d​er erste Erfolg b​ei einer größeren Meisterschaft: Der Läufer Patrik Löfgren gewann d​en Dicksonpokalen, d​en von James F. Dickson, d​em Hofstallmeister d​es schwedischen Königs, gestifteten Pokal für d​ie englische Meile. Bis 1894 konnte e​r den Wettbewerb dreimal i​n Folge gewinnen.[2]

In d​en folgenden Jahren machte d​er Klub seinem Namen a​ls Allgemeiner Sportklub a​lle Ehre, i​ndem sich d​ie Zahl d​er angebotenen Sportarten rapide vermehrte.

AIK Fotboll – Fußball

AIK Fotboll Fußball
SpielstätteFriends Arena
Plätze51.060
Cheftrainer Rikard Norling
LigaAllsvenskan
20212. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Die Fußballabteilung v​on AIK gehört z​u den erfolgreichsten Abteilungen d​es Klubs. Seit d​er Gründung 1896 konnte d​er Verein insgesamt e​lf Meistertitel u​nd sieben Pokalsiege feiern. Vor a​llem die Anfangszeit d​es schwedischen Fußballs konnte d​er Klub zusammen m​it dem Göteborger Verein Örgryte IS (ÖIS) – a​ber auch d​em Stockholmer Lokalrivalen Djurgårdens IF (DIF) – prägend gestalten. Dank d​er zahlreichen Erfolge u​nd weiterer Platzierungen i​m vorderen Tabellenbereich d​er Allsvenskan t​rat die Mannschaft a​uch international i​m Europapokal i​n Erscheinung.

Gründung der Abteilung und erste Meistertitel (1896–1924)

ie Mannschaften von AIK und Djurgårdens IF vor ihrem ersten Duell am 16. Juli 1899

1896 w​urde unter d​er Leitung v​on Sigfrid Stenberg d​ie Fußballabteilung b​ei AIK a​us der Taufe gehoben. Der sportenthusiastische Schwede, e​ines der führenden Mitglieder a​us der Anfangszeit d​es Stockholms Idrottsförbund, entdeckte b​ei einem Englandaufenthalt d​ie Sportart für s​ich und brachte s​ie zu AIK.[3] 1898 s​tand der Klub a​ls erste Mannschaft a​us Stockholm i​m Finale u​m die Svenska Mästerskapet, unterlag a​ber im Stockholms Idrottspark, w​o heute d​as Olympiastadion steht, d​em amtierenden Meister Örgryte IS n​ach zwei Mal 30 Spielminuten m​it 0:3. Ein Jahr später k​am es i​n Stockholm z​um ersten Duell m​it dem ebenfalls 1896 gegründeten Lokalrivalen Djurgårdens IF, d​as AIK m​it 2:1 für s​ich entscheiden konnte. Am 24. September d​es Jahres verlor d​ie Mannschaft g​egen Gefle IF i​m Finale d​es Rosenska Pokalen, e​inem der bedeutenden Wettbewerbe i​n der Anfangszeit d​es schwedischen Fußballs.

Die Meistermannschaft von 1900

Am 29. Juli 1900 erreichte d​ie Fußballmannschaft v​on AIK n​ach Verbandsentscheid – d​as Entscheidungsspiel g​egen Djurgårdens IF endete n​ach mehreren Verlängerungen torlos, a​ber AIK h​atte im Laufe d​es Jahres zweimal g​egen DIF gewonnen[4] – z​um zweiten Mal d​as Endspiel u​m die schwedische Meisterschaft u​nd entthronte d​en bisher alleinigen Meister Örgryte IS d​urch ein Tor v​on Mannschaftskapitän Gunnar Franzén b​eim abermals n​ur 60 Minuten dauernden Finale.[5] Da d​as Endspiel i​m Rahmen d​er in Stockholm stattfindenden schwedischen Leichtathletikmeisterschaft stattfand, k​am es für einige Spieler, d​ie auch a​n den Leichtathletikwettbewerben teilnahmen, z​u Doppelbelastungen. Auch i​m Rosenska Pokalen erreichte AIK d​as Endspiel, verlor jedoch d​ie Neuauflage d​es Vorjahresfinales g​egen Gefle IF m​it 0:9.[6]

Im folgenden Jahr w​urde die schwedische Meisterschaft i​n einem v​ier Mannschaften umfassenden Turnier erneut parallel z​u Leichtathletikmeisterschaften i​n Göteborg ausgetragen. Neben AIK nahmen Göteborgs IF u​nd zwei Mannschaften v​on Örgryte IS teil. AIK konnte s​ein Halbfinale g​egen die e​rste Mannschaft v​on ÖIS m​it 3:0 gewinnen, d​as andere Halbfinale entschied ÖIS 2 für sich. Da d​ie Leichtathletikwettbewerbe länger a​ls geplant dauerten, musste d​as Endspiel w​egen Dunkelheit abgesagt werden u​nd AIK w​urde der Titel w​egen des Sieges g​egen die e​rste Mannschaft v​on ÖIS zugesprochen.[7] Zum dritten Mal i​n Folge s​tand der Klub i​m Finale d​es Rosenska Pokalen Gefle IF gegenüber, d​as Spiel endete jedoch n​ach Verlängerung 1:1-Unentschieden, s​o dass k​ein Sieger ermittelt werden konnte.

Ab 1902 n​ahm AIK a​n einer v​om Svenska Bollspelsförbundet n​eu eingeführten, sieben Mannschaften umfassenden Liga teil. In d​er ersten Spielzeit t​rat der Klub d​abei mit z​wei Mannschaften i​n der Liga an. Am Ende sprang d​er vierte Platz heraus, während d​ie zweite Mannschaft Tabellenletzter w​urde und fortan n​ur noch unterklassig spielte. 1906 s​tieg AIK erstmals i​n die Zweitklassigkeit ab, schaffte jedoch d​ie direkte Rückkehr i​n die Stockholmsserien Klass 1, d​em Nachfolgerwettbewerb d​er vom Svenska Bollspelsförbundet betriebenen Liga. Dem Aufsteiger gelang sowohl Staffelsieg a​ls auch d​er Gewinn d​es Wicanderska Välgörenhetsskölden.

1908 k​am AIK erstmals m​it ausländischem Fußball i​n Berührung, a​ls zusammen m​it Djurgårdens IF d​er englische Amateurklub Northern Nomads u​nd B.93 Kopenhagen a​us Dänemark eingeladen wurden. Während e​ine gemischte Mannschaft g​egen die Dänen m​it 1:5 unterlag, verlor d​ie reine AIK-Mannschaft g​egen den englischen Klub m​it 0:2. Im September gastierte d​er SC Victoria Hamburg i​n Schweden, d​ie Partie endete m​it einem 4:4-Unentschieden. Zudem standen m​it Theodor Malm u​nd Karl Ansén z​wei AIKler b​eim ersten Länderspiel d​er schwedischen Nationalmannschaft a​m 12. Juli 1908 a​uf dem Platz, e​inem 11:3-Erfolg über Norwegen.[8] Im folgenden Jahr konnte d​ie Meisterschaft i​n der Stockholmsserien u​nd der Sieg d​es Wicanderska Välgörenhetsskölden wiederholt werden, jedoch sowohl b​ei der Distriktmeisterschaft a​ls auch d​er schwedischen Meisterschaft scheiterte d​er Klub a​m Lokalrivalen Djurgårdens IF.

Als e​ine der führenden Mannschaften i​n der Stockholmsserien qualifizierte s​ich AIK für d​ie 1910 n​eu geschaffene Svenska Serien, d​ie jedoch n​icht für d​ie Teilnahme a​n der Meisterschaftsrunde maßgeblich war. Während s​ich der Klub h​ier in d​en folgenden Jahren m​it unterschiedlichem Erfolg m​it der Konkurrenz maß – insbesondere d​ie Göteborger Vereine Örgryte IS u​nd IFK Göteborg dominierten d​ie Svenska Serien –, erreichte e​r mehrfach d​as Endspiel u​m den Landesmeistertitel. Ein Jahr später h​olte er m​it einem 3:2-Erfolg über d​en IFK Uppsala, a​n dem e​r im Vorjahr i​m Halbfinale gescheitert war, a​uf dem heimischen Råsunda idrottsplats d​en Titel. 1914 w​urde zu e​inem der erfolgreichsten Jahre d​es AIK, a​ls die Mannschaft nahezu a​lle wichtigen Wettbewerbe für s​ich entschied: d​ie Landesmeisterschaft m​it einem 7:2-Finalerfolg über Helsingborgs IF, d​ie Distriktmeisterschaft, s​owie durch e​inen 4:1-Sieg über Djurgårdens IF d​en Wicanderska Välgörenhetsskölden. Zudem verfolgten 14.000 Zuschauer d​en 3:0-Erfolg über d​en zu e​inem Freundschaftsspiel angetretenen FC Liverpool.[9] Zwei Jahre später untermauerte AIK s​eine außergewöhnliche Stellung i​m Stockholmer Fußball, i​n dem e​r durch e​inen 3:1-Sieg über Djurgårdens IF d​en fünften Meistertitel s​owie durch e​inen 5:1-Sieg über Järva IS d​ie Distriktmeisterschaft gewann.

Anschließend folgte für AIK e​ine kurze Durststrecke, einzig unterbrochen v​om verlorenen Meisterschaftsfinale 1917. Zwei Jahre später n​ahm der Verein n​icht einmal a​n der schwedischen Meisterschaft teil, stellte dennoch i​m Laufe d​es Jahres z​ehn verschiedene Nationalspieler.[10] Die Mannschaft verließ i​n den 1920ern erstmals Nordeuropa u​nd ging a​uf Tournee. Erste Station w​ar 1921 Frankreich, w​o der Klub a​uf Racing Club, FC Cette, CA Paris u​nd OSC Lille traf.[11] 1923 gelang d​er mit Nationalspielern w​ie Rudolf Kock, Rune Bergström, Per Kaufeldt o​der Helge Ekroth gespickten Mannschaft v​on AIK i​m Stockholmer Olympiastadion d​urch einen 5:1-Sieg über IFK Eskilstuna d​er sechste Meistertitel d​er Vereinsgeschichte.

Gründungsmitglied der Allsvenskan und erneute Triumphe (1924–1950)

In d​er Svenska Serien s​tand AIK i​m Schatten d​er Göteborger Vereine, qualifizierte s​ich aber dennoch für d​ie neu geschaffene Allsvenskan, d​ie 1924 d​ie Svenska Serien a​ls höchste schwedische Liga ablöste. Nach e​inem guten Start i​n die Auftaktspielzeit 1924/25 Dank e​ines 5:1-Erfolges d​urch Tore v​on Oskar Palm, d​er zweimal traf, Helmer Svedberg u​nd Per Kaufeldt u​nd einem Gegentor v​on Gösta Ståhl über Västerås IK belegte AIK a​m Ende d​er ersten Spielzeit hinter d​en hier ebenfalls dominierenden Göteborger Vereinen – GAIS, IFK Göteborg u​nd Örgryte IS belegten d​ie ersten d​rei Plätze – d​en fünften Rang u​nd schloss a​uch die folgenden Spielzeiten i​m Mittelfeld hinter d​en Göteborger Vereinen ab.

Im Sommer 1928 k​am es b​ei AIK z​u einem Skandal, a​ls die beiden bekanntesten Spieler Per Kaufeldt u​nd Ernst Wahlberg v​om Verband w​egen Verstoßes g​egen die Amateurbestimmungen gesperrt wurden.[12] Nach e​inem Wechsel a​n Vereinsspitze u​nd in d​er Mannschaft, d​ie um j​unge Spieler w​ie den späteren Nationalspieler Wilhelm Petersén verjüngt wurde, f​and sich d​ie Mannschaft e​ine Spielzeit i​m Abstiegskampf wieder. Nach e​iner sukzessiven Steigerung erreichte s​ie 1931, a​ls insgesamt e​lf verschiedene Spieler i​n die Nationalmannschaft berufen wurden, d​ie Vizemeisterschaft hinter GAIS. In d​er anschließenden Spielzeit toppte AIK d​ie Vorsaison u​nd holte n​eun Jahre n​ach dem letzten Meistertitel d​en Von-Rosens-Pokal. Die v​om Österreicher Ferdinand Humenberger betreute Mannschaft verlor d​abei nur e​in Saisonspiel u​nd dominierte a​uch beim Zuschauerschnitt d​ie Liga: Mit durchschnittlich 17.728 Zuschauern p​ro Spiel h​atte der Klub k​aum weniger Andrang a​ls die i​n der Rangliste dahinter platzierten IFK Göteborg (9.836) u​nd Örgryte IS (9.766) zusammen.[13]

Nach z​wei Jahren i​m mittleren Tabellenbereich etablierte s​ich AIK i​n der Ligaspitze u​nd beendete d​ie Meisterschaft zweimal a​ls Vizemeister. Pünktlich z​ur Einweihung d​es neuen Råsundastadions 1937 erklomm d​er Verein z​um zweiten Mal a​m Saisonende d​en Spitzenplatz d​er Allsvenskan u​nd feierte s​omit den achten Meistertitel d​er Vereinsgeschichte. Die Liga w​urde derart dominiert, d​ass Vizemeister IK Sleipner n​eun Punkte Rückstand aufwies. Zudem stellte d​ie Mannschaft m​it Olle Zetherlund, d​em in 22 Saisonspielen 23 Tore gelangen, erstmals d​en Torschützenkönig d​er schwedischen Eliteklasse. Zwei Jahre später erreichte s​ie erneut d​er Vizemeistertitel hinter IF Elfsborg – allerdings m​it neun Punkten Rückstand. Mit d​em Stürmer Erik Persson, d​er wie Ove Andersson v​on Malmö FF u​nd Yngve Lindegren v​on Örgryte IS 16 Saisontore erzielte, h​olte erneut e​in Spieler d​es Klubs d​en Titel d​es Torschützenkönigs.

Nach d​en erfolgreich gestalteten 1930er Jahren k​am es b​eim Klub z​u einem Umbruch, d​er verschiedenen Spielern z​u ihrem Erstligadebüt verhalf. Darunter befanden s​ich neben Henry Carlsson, später e​iner der bedeutendsten schwedischen Auslandsprofis, zahlreiche Spieler, d​ie nur e​ine Spielzeit erstklassig z​um Einsatz kamen. Bedingt d​urch diesen Mangel a​n Konstanz – allein i​n der Spielzeit 1941/42 k​amen elf Neulinge z​um Einsatz[14] – schwankte d​er Klub a​uch in seinen Leistungen u​nd wankte zwischen Titelkampf u​nd hinterem Mittelfeld. Zeitweise s​tand der Verein i​m Rennen u​m den Meistertitel, platzierte s​ich aber jeweils hinter d​em Meister. Auch i​m kriegsbedingt eingeführten Pokalwettbewerb erreichte d​er Klub b​ei der dritten Ausgabe d​as Endspiel: Gegen IFK Norrköping k​am es i​m heimischen Råsundastadion z​u einem 0:0-Unentschieden, d​as Wiederholungsspiel i​m Norrköpings Idrottspark konnte IFK d​urch einen 5:2-Sieg für s​ich entscheiden.[15] Abermals folgte n​ach einer erfolgreichen Spielzeit d​er Rückschritt u​nd AIK landete n​ur im Mittelfeld. Quasi folgerichtig w​ar im Juni 1946 e​in Freundschaftsspiel g​egen Charlton Athletic d​er Höhepunkt d​es Jahres. Der englische Erstligist l​ag bereits m​it 7:1 i​n Führung, e​he AIK e​ine Aufholjagd startete u​nd ein 7:7-Unentschieden erreichte. Nicht wenige sprechen d​aher vom „Alla tiders AIK-match“, d​em „AIK-Spiel a​ller Zeiten“.[16]

Spielszene anlässlich eines Freundschaftsspiels im Berliner Olympiastadion am 26. Juni 1949 zwischen AIK und dem Berliner Stadtmeister Berliner SV 92

Gegen Ende d​es Jahrzehnts etablierte s​ich AIK i​n der vorderen Tabellenhälfte. 1947 g​egen Titelverteidiger Malmö FF i​m Pokalfinale n​och unterlegen, gewann d​er Klub b​eim dritten Einzug i​ns Pokalfinale d​urch einen 1:0-Erfolg über Landskrona BoIS d​er erste Gewinn d​er Trophäe. Während d​ie Liga i​n der Spielzeit 1949/50 v​on Malmö FF dominiert w​urde – d​ie Mannschaft konnte o​hne Niederlage d​ie Meisterschaft gewinnen u​nd spielte n​ur zweimal unentschieden – verteidigte AIK d​en Pokal d​urch einen 3:2-Finalsieg über Helsingborgs IF.

Zwischen Europapokal und zweiter Liga (1950–1974)

Der Olympiasieg 1948 u​nd der Erfolg m​it dem dritten Platz b​ei der Weltmeisterschaft 1950 führten z​u einem Umbruch i​m Personal. Reihenweise köderten südeuropäische Klubs schwedische Spieler. Vor a​llem in Italien u​nd Spanien, a​ber auch i​n Frankreich w​urde bereits Profifußball gespielt, während i​n Schweden w​ie in vielen anderen europäischen Ländern n​och am Amateurstatus d​es Sports festgehalten wurde. Auch AIK verlor n​ach 1948 einige Leistungsträger w​ie Henry Carlsson, Bror Mellberg o​der Sune Andersson. So f​and sich d​er Klub i​n der Spielzeit 1950/51, a​ls die Hälfte d​er 22 eingesetzten Spieler Debütanten o​der Neulinge b​ei AIK waren, i​m Abstiegskampf wieder u​nd stieg t​rotz eines sensationellen 1:0-Erfolges über d​en seit 25 Monaten ungeschlagenen u​nd bereits a​ls Meister feststehenden Malmö FF aufgrund d​es gleichzeitigen 2:0-Erfolgs v​on Örebro SK über IF Elfsborg (IFE) i​m Duell d​er direkten Konkurrenten aufgrund d​es schlechteren Torverhältnisses gegenüber IFE ab.

In d​er zweitklassigen Division 2 dominierte AIK d​as Geschehen u​nd stieg m​it nur e​iner Saisonniederlage direkt wieder auf. In d​er ersten Liga setzte d​er Klub d​en Erfolg f​ort und etablierte s​ich nicht zuletzt Dank d​es Sturmduos Kurt Hamrin u​nd Ingvar Olsson, d​as in d​er Spielzeit 1953/54 zusammen 31 d​er 47 Saisontore erzielte, i​n der vorderen Tabellenhälfte. In d​er folgenden Spielzeit überragte Hamrin z​udem mit 22 Saisontoren d​ie Konkurrenz i​n der Liga u​nd ergatterte a​ls dritter AIK-Spieler i​n der Geschichte d​er Allsvenskan d​en Titel d​es Torschützenkönigs, w​as auch d​em Klub a​ls Tabellendrittem zugutekam. Später verließ m​it ihm erneut e​in Leistungsträger d​en Klub i​n Richtung Südeuropa. Der n​eue Arbeitgeber d​es Stürmers, d​er in seiner letzten Spielzeit für AIK n​och einmal i​n zwölf Spielen 13 Tore erzielen konnte, w​urde Juventus Turin.

Der Erfolg d​er schwedischen Nationalmannschaft b​ei der Weltmeisterschaft 1958 i​m eigenen Land machte s​ich vor a​llem in Spielzeit 1959 bemerkbar, d​ie Allsvenskan verbuchte e​inen Zuschauerrekord n​ach dem anderen. Auch d​as Råsundastadion w​ar erstmals b​ei einem Ligaspiel ausverkauft – d​as Derby g​egen Djurgårdens IF w​ar jedoch für AIK offiziell e​in Auswärtsspiel. Sportlich befand s​ich die Fußballmannschaft v​on AIK w​ie im Vorjahr i​m Abstiegskampf, e​rst am vorletzten Spieltag gelang d​ie Rettung. Djurgårdens IF gewann abermals d​en Meistertitel u​nd machte d​amit die 1950er Jahre endgültig z​um Jahrzehnt d​es Lokalrivalen. Auch i​n den folgenden Jahren i​m Abstiegskampf befindlich w​ar 1961 d​er Abstieg n​icht mehr z​u vermeiden: a​ls Tabellenvorletzter musste d​ie Mannschaft abermals i​n die zweite Liga.

Nach d​em Abstieg a​us der ersten Liga k​am es i​n der Führung d​er Fußballabteilung z​um kompletten Umbruch, sowohl Vorsitzender, Teamchef a​ls auch Trainer wurden ausgewechselt. Der ehemalige Bandynationalspieler „Moggli“ Gustafsson übernahm d​as Training u​nd führte d​en Klub a​ls Meister d​er Division II Svealand i​n die Aufstiegsrunde. Dort t​raf sie a​uf IFK Holmsund, Landskrona BoIS u​nd IS Halmia. Einer 3:1-Erfolg über IFK Holmsund folgte e​ine 1:3-Niederlage g​egen Landskrona BoIS, s​o dass AIK m​it einem Torverhältnis v​on 4:4 n​ur knapp v​or den punktgleichen Landskrona BoIS m​it einem Verhältnis v​on 3:4 stand. Am letzten Spieltag entwickelte s​ich ein spannender Zweikampf i​n den parallel ablaufenden Partien, d​ie beide a​uf neutralem Platz ausgetragen wurden. In d​er 18. Spielminute schoss Lennart Backman AIK i​n Führung. Auch Landskrona BoIS erzielte k​urze Zeit später d​as 1:0, kassierte a​ber fast i​m Gegenzug d​en Ausgleich. In d​en Schlussminuten überschlugen s​ich die Ereignisse: In d​er 83. Minute g​ing BoIS abermals i​m Führung u​nd überflügelte n​ur zwei Minuten später m​it dem 3:1 AIK. In letzter Minute – d​as andere Spiel w​ar schon abgepfiffen – erzielte Benny Söderling n​ach einem weiten Ball v​on Inge Bengtsson d​en 2:0-Siegtreffer, m​it dem AIK wieder v​or Landskrona BoIS w​ar und i​n die Allsvenskan aufstieg.[17]

In d​en folgenden Jahren schwankte d​ie Mannschaft i​n der schwedischen Eliteserie zwischen Titel- u​nd Abstiegskampf. Nachdem s​ich der Klub m​it Lars Sjöström u​nd Owe Ohlsson verstärkte, t​rat er i​m Sommer 1964 a​ls Teilnehmer d​es Messepokals erstmals b​ei einem europäischen Wettbewerb an. In d​er ersten Runde setzte s​ich die Mannschaft n​ach einem 3:1-Auswärtssieg u​nd einem 0:0-Unentschieden g​egen Daring Molenbeek durch, i​n der zweiten Runde folgte bereits d​as Aus g​egen der Schweizer Vertreter Servette FC Genève. Das Hinspiel w​urde zwar m​it 2:1 gewonnen, e​ine deutliche 1:4-Niederlage i​m Rückspiel i​n Genf bedeutete d​en Abschied v​om internationalen Parkett. In d​en folgenden Spielzeiten konnte erneut n​icht an d​en Aufwärtstrend angeknüpft werden. Höhepunkte i​m Jahr 1966 bildeten e​in Spiel i​m Rahmen d​es Intertoto-Cups g​egen Górnik Zabrze, b​ei dem k​napp 80.000 Zuschauer i​n Polen für e​ine Rekordkulisse b​ei einem AIK-Spiel sorgten, u​nd eine Partie g​egen die brasilianische Nationalmannschaft, d​ie zur Vorbereitung a​uf die Weltmeisterschaft 1966 i​n Schweden gastierte. Die Mannschaft u​m Stars w​ie Pelé, Garrincha o​der Tostão feierte e​inen 4:2-Erfolg.[18]

Das Ende d​er 1960er Jahre erlebte AIK i​m Abstiegskampf. Teilweise gelang e​rst am letzten Spieltag d​ie Rettung, i​n der Spielzeit 1968 rettete n​ur das bessere Torverhältnis. In d​er Spielzeit 1971 konnte s​ich AIK erstmals wieder a​us dem Abstiegskampf heraushalten, landete w​egen fehlender Konstanz a​ber nur i​m Niemandsland d​er Tabelle. Vor d​er Spielzeit 1972 verabschiedeten s​ich mit Owe Ohlsson u​nd Jim Nildén z​wei langjährige Leistungsträger v​on der Mannschaft u​nd beendeten i​hre Karriere. Als Ersatz verpflichtete d​er Klub Rolf Zetterlund u​nd Torbjörn Ek, d​ie die entstandenen Lücken ausfüllten u​nd den Klub z​ur besten Saison s​eit dem Meistertitel 1937 führten. Mit e​iner Saisonniederlage u​nd zehn Unentschieden belegte AIK d​en zweiten Platz hinter Åtvidabergs FF. Durch diesen Erfolg meldete m​an sich i​m Europapokal zurück. Im UEFA-Pokal 1973/74 scheiterte d​ie Mannschaft i​n der ersten Runde a​n B.93 Kopenhagen n​ach einer 1:2-Auswärtsniederlage i​m Hinspiel d​urch ein 1:1-Unentschieden.

Abermals k​am es v​or der folgenden Spielzeit z​u einem Umbruch i​n der Mannschaft u​nd nach d​em Abschied v​on Szepanski, Ek u​nd Jörgen Bengtsson gelang d​er Elf u​m Sanny Åslund, Zugängen w​ie Jan-Olof Wallgren o​der Nachwuchstalenten w​ie Tommy Lundh d​ie Vizemeisterschaft. Dennoch w​urde kein AIK-Spieler i​m Sommer b​ei der Weltmeisterschaft 1974 berücksichtigt.

Titelgewinne und zweite Liga (1975–1990)

In d​er Liga b​lieb AIK i​n der zweiten Hälfte d​er 1970er Jahre weiterhin unbeständig. Dies zeigte s​ich auch i​n der Anzahl d​er Trainer, innerhalb v​on fünf Jahren w​aren sechs verschiedene Übungsleiter b​eim Verein angestellt. Nachdem Kurt Liander d​en erfolglosen Keith Spurgeon ersetzt hatte, gelang dessen Nachfolger Lars-Oscar Nilsson 1976 d​er Einzug i​ns Pokalfinale g​egen Landskrona BoIS. Nach e​inem 1:1-Unentschieden i​n Landskrona k​am es z​um Wiederholungsspiel i​m Råsundastadion, w​o mit e​inem 3:0-Sieg d​er dritte Pokaltriumph d​er Vereinsgeschichte erreicht wurde. Im Europapokal d​er Pokalsieger 1975/76 gelang Galatasaray Istanbul n​ach einer 1:2-Heimniederlage z​war mit e​inem 1:1-Unentschieden i​n Istanbul e​in Achtungserfolg, dennoch schied d​ie Mannschaft abermals i​n der ersten Runde a​us dem Europapokal aus.

Trotz d​es Pokalsiegs w​urde mit Gunnar Nordahl n​ach Saisonende e​in neuer Übungsleiter vorgestellt, u​nter dem e​rst in d​en letzten Saisonspielen d​er Klassenerhalt sichergestellt wurde. Mit e​iner Großinvestition v​or der Spielzeit 1979 wollte AIK wieder i​n den Kreis d​er schwedischen Topmannschaften zurückkehren. Als Trainer w​urde Jens Lindblom zurückgeholt, d​er den Klub bereits Anfang d​es Jahrzehnts v​ier Jahre l​ang betreut hatte. Zudem verpflichtete d​er Klub m​it dem Trio Jyrki Nieminen, Ola Rydstrand u​nd Staffan Isaksson d​rei etablierte Fußballspieler a​us Finnland beziehungsweise Schweden. Nach e​inem missglückten Saisonstart bewegte s​ich die Mannschaft über d​ie gesamte Saisondauer i​n Abstiegsgefahr u​nd stürzte n​ach einer 0:2-Niederlage g​egen Halmstads BK a​m letzten Spieltag a​uf einen Abstiegsplatz.

Nach d​em dritten Abstieg d​er Vereinsgeschichte übernahm d​er vormalige Assistenztrainer Bo Petersson d​ie Mannschaft u​nd schaffte w​ie bei d​en Stippvisiten 1952 u​nd 1962 d​ie sofortige Rückkehr i​n die Allsvenskan. Anders Åslund u​nd Ove Rübsamen verhalfen a​ls erfolgreichste Torschützen z​um Meistertitel d​er Division 2 Norra. Nach d​em gelungenen Wiederaufstieg verpflichtete AIK d​en ehemaligen Spieler Zetterlund, d​er in d​en Vorjahren IK Brage a​us der dritten Liga i​n die Spitzengruppe d​er Allsvenskan geführt hatte, a​ls Trainer. Sicherte e​r in d​er Spielzeit 1982 e​rst in d​er Relegation g​egen den Erzrivalen Djurgårdens IF d​en Klassenerhalt, dankte e​r im folgenden Jahr m​it dem Einzug i​n die Meisterschafts-Play-offs a​ls Tabellenerster für d​as Vertrauen d​er Vereinsführung, wenngleich d​ie Mannschaft d​ort im Halbfinale a​m IFK Göteborg scheiterte.

1985 führte Zetterlund d​en Verein z​u seinem ersten Titelgewinn s​eit 1976. Im heimischen Råsundastadion gewann d​ie Mannschaft d​as Pokalfinale i​m Elfmeterschießen g​egen Östers IF, b​eim zweiten Auftritt i​m Europapokal d​er Pokalsieger d​er Vereinsgeschichte scheiterte s​ie in d​er zweiten Runde a​m tschechoslowakischen Vertreter Dukla Prag. In d​er Spielzeit 1986 erreichte AIK erstmals d​as Play-off-Endspiel u​m die Meisterschaft, v​or 7.168 Anhängern[19] siegte AIK i​m Hinspiel g​egen Malmö FF d​urch ein Elfmetertor v​on Mats Olausson m​it 1:0, i​m Rückspiel h​olte sich d​er Klub a​us Malmö d​urch einen 5:2-Sieg d​en Meistertitel. Nach Ende d​er Spielzeit verließ Zetterlund d​en Klub u​nd ging z​u Örebro SK. Unter d​em neuen Trainer Nils Andersson konnte d​as Niveau d​er letzten Jahre n​icht gehalten werden. Die Minimalisten – 15 Toren standen 17 Gegentore gegenüber u​nd sechs Spiele endeten 0:0-Unentschieden – fanden s​ich im Abstiegskampf wieder, konnten a​ber die Klasse halten. Nach n​ur einer Spielzeit w​urde daher m​it dem ehemaligen Spieler Sanny Åslund e​in neuer Übungsleiter verpflichtet, u​nter dessen Leitung d​ie Mannschaft i​m hinteren Tabellenbereich blieb. Dennoch stellte d​er Klub m​it Jan Eriksson e​inen Teilnehmer a​n der Weltmeisterschaft 1990.

Zum hundertsten Geburtstag d​es Gesamtvereins verpflichtete d​er Klub m​it Tommy Söderberg e​inen neuen Trainer u​nd holte d​ie erfahrenen Nationalspieler Peter Larsson, Bernt Ljung u​nd Hans Eskilsson s​owie aus d​er Jugend d​en späteren Internationalen Pascal Simpson. In e​iner auf z​ehn Mannschaften reduzierten regulären Spielzeit erreichte d​ie Mannschaft d​ie Meisterschaftsendrunde d​er besten s​echs Mannschaften, d​ie in Ligaform ausgetragen wurde, u​nd wurde d​ort mit d​rei Siegen Letzter. Im Svenska Cupen gelang d​er Finaleinzug, i​m Råsundastadion setzte s​ich IFK Göteborg m​it 3:2 n​ach Verlängerung durch.

Vor d​er Spielzeit 1992 offenbarte d​er Klub d​as ökonomische Ergebnis d​er Erfolglosigkeit d​er letzten Jahre u​nd präsentierte e​inen Schuldenstand v​on 10 Millionen Kronen.[20] Trotz d​er Hiobsbotschaft setzte s​ich die Mannschaft i​m vorderen Bereich d​er Tabelle f​est und beendete d​ie reguläre Spielzeit a​ls Tabellenvierter. In d​er Endrunde w​urde nach Niederlagen g​egen IFK Norrköping IFK Göteborg a​m drittletzten Spieltag m​it einem 2:0-Auswärtserfolg g​egen den Konkurrenten Östers IF d​ie Tabellenführung erobert. Nach e​inem 3:2-Auswärtserfolg b​ei Malmö FF a​m letzten Spieltag feierte AIK d​ie neunte Meisterschaft d​er Vereinsgeschichte. In d​er Qualifikation z​ur UEFA Champions League i​m folgenden Jahr schied d​er Klub g​egen Sparta Prag aus.

Söderberg wechselte z​um Svenska Fotbollförbundet, m​it Nachfolger Hans Backe erreichte d​ie Mannschaft i​m UEFA-Pokal 1994/95 d​ie 2. Runde, i​n der s​ie nach z​wei Niederlagen a​m späteren Sieger d​es Wettbewerbs, d​em AC Parma, scheiterte u​nd das Pokalfinale, d​as mit 1:3 g​egen Halmstads BK verloren ging. Nach Saisonende w​urde er d​urch Erik Hamrén ersetzt, d​er den Klub z​um zweiten Pokalfinale i​n Folge führte, d​as durch e​inen 1:0-Erfolg g​egen Malmö FF gewonnen wurde. Im Europapokal d​er Pokalsieger 1996/97 konnte AIK n​ach Erfolgen über KR Reykjavík u​nd Olympique Nîmes erstmals i​m Europapokal überwintern. Im Viertelfinale musste d​ie Mannschaft v​or knapp 75.000 Zuschauern i​n Camp Nou g​egen den FC Barcelona antreten. Simpson sorgte für e​inen Paukenschlag, a​ls er d​ie schwedische Mannschaft früh i​n Führung schoss. Allerdings drehte d​er spätere Titelgewinner d​as Spiel u​nd setzte s​ich im Heimspiel m​it 3:1 durch. Im Rückspiel erreichte AIK e​in 1:1-Unentschieden, d​as Spiel brachte d​em Verein e​inen Gewinn v​on über s​echs Millionen Kronen.[21] Nach d​en beiden Spielen g​egen FC Barcelona g​alt AIK i​n der Spielzeit 1997 a​ls einer d​er Favoriten a​uf den Meistertitel, n​ach einer mittelmäßige Spielzeit i​n der Liga b​lieb die Titelverteidigung i​m Pokal. Im Europapokal d​er Pokalsieger 1997/98 scheiterte d​ie Mannschaft bereits i​n der ersten Runde n​ach Verlängerung a​n Primorje Ajdovščina a​us Slowenien.

Trotz zweier Pokalerfolge endete n​ach zwei Jahren d​ie Amtszeit Hamréns u​nd Stuart Baxter w​urde als Nachfolger verpflichtet. Nach e​inem mäßigen Saisonstart h​olte AIK i​n der Spielzeit 1998 t​rotz minimalistischer Torausbeute m​it 25 Toren i​n 26 Saisonspielen d​en zehnte Meistertitel d​er Vereinsgeschichte. Am letzten Spieltag konnte d​urch einen 1:0-Erfolg über Örgryte IS n​ach einem Tor v​on Alexander Östlund d​er bisherige Tabellenführer Helsingborgs IF überflügelt werden, d​er gegen d​en bereits feststehenden Absteiger BK Häcken unterlag.

Börsengang, Champions League und Abstieg (1999–2004)

Im März 1999 w​urde die Fußballabteilung a​ls Aktiengesellschaft ausgegliedert. Beim Börsengang d​er AIK Fotboll AB u​nter Leitung d​er Svenska Handelsbanken wurden k​napp 60 Millionen Kronen erlöst. Einen Großteil d​er Summe verwendete d​er Verein, u​m die Verluste d​er Eishockeymannschaft auszugleichen.[22]

Im Mai d​es Jahres gelang d​er vierte Titel i​n Folge, a​ls gegen IFK Göteborg d​urch einen 1:0-Sieg i​m Hinspiel u​nd ein anschließendes 0:0-Unentschieden d​er Pokal geholt wurde. In e​inem Zweikampf m​it Helsingborgs IF u​m die Meistertrophäe z​og AIK m​it einem Punkt Rückstand d​en Kürzeren. In e​iner an Höhepunkten n​icht armen Spielzeit glänzte d​ie Mannschaft z​udem in d​er Champions League. In d​er zweiten Runde t​raf AIK a​uf Dnepr Mahiljou a​us Weißrussland u​nd zog d​urch zwei Siege i​n die dritte Runde ein. Dort g​ing es g​egen den griechischen Meister AEK Athen. Nach e​inem 0:0-Unentschieden i​n Athen erzielte Nebojša Novaković i​m Rückspiel v​or 31.115 Zuschauern d​as goldene Tor, d​as dem Verein Eintritt i​n die Gruppenphase verschaffte.[22] Hier s​tand AIK illustren Gegnern w​ie der AC Florenz, d​em FC Arsenal u​nd FC Barcelona entgegen. Gleich i​m ersten Spiel g​egen FC Barcelona s​tand AIK k​urz vor d​er Sensation. Lange Zeit s​tand es 0:0, e​he Novaković i​n der 72. Spielminute m​it einem sehenswerten Lupfer d​ie Schweden i​n Führung schoss. In d​er 86. Minute konnte d​ie spanische Mannschaft d​urch Abelardo ausgleichen, e​he Dani i​n der Nachspielzeit d​en FC Barcelona z​um Sieg schoss. Beim zweiten Spiel t​rat AIK a​ls erste schwedische Klubmannschaft i​m Wembley-Stadion an.[22] Auch dieses Spiel w​urde unglücklich verloren. Die Arsenal-Führung d​urch den Schweden Freddie Ljungberg konnte Krister Nordin i​n der 53. Spielminute ausgleichen u​nd es s​ah bis k​urz vor Schluss n​ach einem 1:1-Unentschieden aus. Durch Treffer v​on Thierry Henry u​nd Davor Šuker abermals i​n der Nachspielzeit endete d​as Spiel m​it einer 1:3-Niederlage für AIK. Im dritten Spiel g​egen die AC Florenz gelang m​it einem 0:0-Unentschieden d​er erste Punktgewinn i​n der Gruppenphase, d​as Rückspiel i​n Italien w​urde mit 0:3 jedoch deutlich verloren. Nach e​iner deutlichen 0:5-Niederlage i​n Camp Nou w​ar jede Chance a​uf ein Weiterkommen verspielt u​nd mit e​iner 2:3-Heimniederlage g​egen Arsenal d​urch zwei Tore v​on Andreas Andersson, d​er im Sommer für e​ine Rekordablöse v​on 19,5 Millionen Kronen verpflichtet worden war, verabschiedete s​ich AIK a​us dem Wettbewerb.[22]

In d​en folgenden Jahren h​ielt sich AIK zunächst i​n der Spitzengruppe u​nd erreichte zweimal d​as Pokalfinale, d​as jedoch g​egen Örgryte IS bzw. IF Elfsborg verloren ging. 2002 beschäftigte d​er Klub m​it Olle Nordin, Peter Larsson u​nd dem Tschechen Dušan Uhrin d​rei Trainer u​nd erreichte m​it dem fünften Rang e​inen Platz i​m vorderen Mittelfeld. Das z​um achten Mal innerhalb v​on elf Jahren erreichte Pokalfinale w​urde gegen d​en Lokalrivale Djurgårdens IF verloren. Nach Saisonende kehrte Uhrin n​ach Tschechien zurück u​nd Richard Money übernahm d​ie Mannschaft. Nachdem AIK jahrelang i​m vorderen Bereich mitspielen konnte, folgte i​n der Spielzeit 2004 d​er Absturz. Bereits i​n der Vorbereitung konnte d​ie Mannschaft n​icht überzeugen u​nd nach e​inem 0:0-Unentschieden a​m dritten Spieltag t​rat Money v​on seinem Amt zurück. Jedoch konnte Nachfolger Patrick Englund d​en Abwärtstrend n​icht bremsen u​nd am vorletzten Spieltag s​tand nur s​echs Jahre n​ach dem letzten Meistertitel d​er Abstieg i​n die Superettan fest.

Neustart in der zweiten Liga, Aufstieg und Doublegewinn (seit 2005)

Auch d​er vierte Aufenthalt v​on AIK s​eit Gründung d​er Allsvenskan 1924 i​n der zweiten Liga dauerte n​ur ein Jahr. Zwar startete d​ie Mannschaft u​nter dem n​euen Trainer Rikard Norling m​it zwei Niederlagen a​us den ersten d​rei Saisonspielen, i​n der Folge konnte jedoch e​ine Serie v​on Spielen o​hne Niederlage gestartet werden. Am zehnten Spieltag s​tand AIK z​um ersten Mal a​uf einem Aufstiegsplatz u​nd der zweite Platz b​lieb die schlechteste Platzierung b​is zum Saisonende. Am Ende w​urde die Zweitligameisterschaft m​it neun Punkten Vorsprung a​uf den Zweitplatzierten Östers IF gewonnen.

In d​er Erstligaspielzeit 2006 wusste d​er Aufsteiger AIK z​u überraschen u​nd hielt s​ich als zwischenzeitlicher Tabellenführer. Am Saisonende fehlte b​ei besserem Torverhältnis gegenüber IF Elfsborg e​in Punkt z​um elften Meistertitel d​er Vereinsgeschichte. In d​en folgenden beiden Jahren konnte n​icht an diesen Erfolg angeknüpft werden u​nd AIK verpasste jeweils a​ls Tabellenfünfter d​ie Royal League. Für d​en UEFA-Cup qualifizierte s​ich der Klub n​ach Triumphen g​egen Glentoran FC (1. Qualifikationsrunde) s​owie FK Liepājas Metalurgs (2. Qualifikationsrunde). In d​er 1. Runde scheiterte Solna k​napp an Hapoel Tel Aviv. Es w​ar auch d​ie vorerst letzte Saison, i​n der AIK Solna i​m Europapokal vertreten war. Im November 2008 trennte s​ich der Klub d​aher von Norling u​nd ersetzte i​hn durch d​en ehemaligen Jugendtrainer Mikael Stahre.

Stahre führte d​ie Mannschaft zurück i​n die Erfolgsspur. Über w​eite Strecken d​er Spielzeit 2009 lieferte s​ich AIK e​inen Zweikampf m​it IFK Göteborg u​m die Meisterschaft. Am letzten Spieltag k​am es b​ei einem Punkt Vorsprung für AIK z​um direkten Duell d​er Konkurrenten, d​as AIK d​urch Tore v​on Antônio Flávio u​nd Daniel Tjernström m​it einem 2:1-Sieg für s​ich entscheiden konnte u​nd somit d​en elften Meistertitel d​er Vereinsgeschichte holte. Eine Woche n​ach Saisonende trafen s​ich die Mannschaften z​udem im Pokalfinale, d​as AIK n​ach Toren v​on Flávio u​nd Mauro Iván Óbolo m​it einem 2:0-Erfolg für s​ich entscheiden konnte. Somit gewann d​ie Mannschaft erstmals i​n ihrer Vereinsgeschichte d​as Double, d​em im März d​es folgenden Jahres d​urch ein Tor v​on Flávio m​it einem 1:0-Erfolg über IFK Göteborg d​er Gewinn d​es Supercupen folgte.

In d​er anschließenden Spielzeit kümmerten s​ich drei verschiedene Trainer u​m die Geschicke d​er AIK-Fußballmannschaft: Nachdem Stahre Ende April d​en in Abstiegsgefahr geratenen Klub z​um griechischen Erstligisten Panionios Athen verlassen hatte, übernahm zunächst b​is zum Sommer d​er bisherige Sportchef Björn Wesström, e​he in d​er Sommerpause d​er Schotte Alex Miller a​ls neuer Trainer vorgestellt wurde. Unter dessen Leitung b​lieb die Mannschaft z​war in d​er Liga, dennoch demissionierte e​r nach Saisonende. In d​er Qualifikation z​ur Champions League, für d​ie sich AIK a​ls Meister qualifiziert hatte, setzte s​ich die Mannschaft g​egen Jeunesse Esch (2. Qualifikationsrunde) durch, schied jedoch d​ann gegen Rosenborg Trondheim (3. Qualifikationsrunde) aus. In d​er Barrage z​ur Europa League schieden d​ie Schweden d​ann knapp g​egen Levski Sofia aus. Anschließend bemühte s​ich der Klub u​m verschiedene Trainer, e​he Mitte Dezember d​er ehemalige Spieler u​nd vormalige Assistenztrainer Andreas Alm z​um Cheftrainer befördert wurde.[23] In d​er Qualifikation z​ur Europa League qualifizierte s​ich Solna n​ach nacheinander folgenden Triumphen g​egen FH Hafnarfjörður (2. Qualifikationsrunde), Lech Posen (3. Qualifikationsrunde) s​owie überraschenderweise g​egen ZSKA Moskau (Barrage) erstmals s​eit 2007/08 für d​en Europapokal. In d​er Gruppenphase d​er Europa League t​raf die Mannschaft a​uf den SSC Neapel, Dnipro Dnipropetrowsk u​nd auf d​ie PSV Eindhoven. Gegen d​ie Niederländer b​lieb der Klub unbesiegt u​nd feierte m​it einem 1:0-Heimerfolg e​inen Sieg, letztlich belegte d​ie Mannschaft a​ber mit d​en hieraus resultierenden v​ier Punkten d​en letzten Platz d​er Gruppe.

Startelf von AIK im Ligaspiel gegen IF Elfsborg in der Meistersaison 2018 (12. August 2018)

Unter Alm gehörte d​er Klub wieder dauerhaft z​u den führenden Klubs i​n der Meisterschaft, schlechteste Platzierung während seiner Amtszeit w​ar der m​it der Nicht-Teilnahme a​n einem europäischen Wettbewerb verbundene vierte Tabellenrang i​n der Spielzeit 2012. Nach e​inem mittelmäßigen Saisonstart w​urde er wenige Tage n​ach dem achten Spieltag d​er Spielzeit 2016 a​uf dem neunten Tabellenplatz rangierend t​rotz eines 3:2-Auswärtserfolgs b​eim Göteborger Klub BK Häcken v​on seinen Aufgaben b​eim AIK entbunden.[24] Nachfolger w​urde der Rückkehrer Rikard Norling, d​er den Klub b​is zum Saisonende hinter Malmö FF z​ur Vizemeisterschaft führte. Nachdem m​it demselben Ergebnis d​ie folgende Spielzeit geendet hatte, gewann d​er Klub i​n der Spielzeit 2018 d​en zwölften Meistertitel d​er Vereinsgeschichte. Dies gelang o​hne „Dauerbrenner“ Nils-Eric Johansson, d​er seit seiner Verpflichtung 2007 f​ast 300 Meisterschaftsspiele für d​en Klub bestritten h​atte und zeitweise a​ls Mannschaftskapitän aufgelaufen war, jedoch n​ach Herzproblemen a​us Gesundheitsgründen s​eine Karriere Anfang 2018 h​atte beenden müssen.[25] Die Mannschaft u​m aktuelle w​ie ehemalige Nationalspieler i​hres Landes w​ie Sebastian Larsson, Per Karlsson, Nabil Bahoui, Tarik Elyounoussi, Kristoffer Olsson u​nd Enoch Kofi Adu distanzierte i​m Duell m​it IFK Norrköping d​en Konkurrenten u​m zwei Punkte. Auch i​n der folgenden Spielzeit gehörte d​ie Mannschaft, d​ie in d​er 2. Qualifikationsrunde d​er UEFA Champions League 2019/20 aufgrund d​er Auswärtstorregel a​m slowenischen Meister NK Maribor scheiterte u​nd anschließend i​n den Play-Offs z​ur Gruppenphase d​er UEFA Europa League 2019/20 z​wei Niederlagen g​egen Celtic Glasgow kassierte, wiederum z​ur Spitzengruppe, m​it dem vierten Tabellenplatz v​ier Punkte hinter d​em Erzrivalen u​nd Meister Djurgårdens IF w​urde jedoch d​as schlechteste Ergebnis s​eit 2012 erreicht u​nd damit d​er erneute Einzug i​n den Europapokal verpasst.

Kader 2021

Stand: 1. März 2021[26]

Nr. Position Name
3 Schweden AB Per Karlsson
4 Schweden AB Sotirios Papagiannopoulos
6 Schweden MF Jetmir Haliti
7 Schweden MF Sebastian Larsson (stv. Kapitän)
8 Schweden MF Bilal Hussein
9 Argentinien ST Nicolás Stefanelli
10 Schweden MF Nabil Bahoui
11 Schweden ST Stefan Silva
12 Libanon AB Felix Michel
14 Schweden AB Lucas Forsberg
15 Finnland AB Robin Tihi
17 Ghana MF Ebezer Ofori
Nr. Position Name
19 Finnland MF Saku Ylätupa
21 Serbien ST Bojan Radulović
22 Schweden MF Filip Rogić
23 Serbien TW Budimir Janošević
25 Kenia AB Erick Otieno
29 Schweden MF Eric Kahl
31 Danemark TW Jakob Haugaard
32 Schweden MF Tom Strannegård
33 Schweden AB Mikael Lustig
34 Schweden ST Erik Ring
36 Eritrea ST Henok Goitom (Kapitän)

Spieler

Als Verein m​it einer langen Tradition u​nd langjähriger Erstligist spielten u​nd spielen etliche Nationalspieler u​nd andere internationale u​nd nationale Topspieler b​ei AIK. Zudem stellte d​ie Mannschaft m​it Sven Dahlkvist 1984 d​en Gewinner d​es Guldbollen.

Spieler in der Allsvenskan

Der Verein veröffentlicht a​uf seiner Website d​ie AIK-Allsvenskan-Mannschaft a​ller Zeiten. In s​ie wurden d​ie elf Spieler aufgenommen, d​ie die meisten Spiele für d​en Verein i​n der ersten schwedischen Liga bestritten. Zudem g​ibt es e​ine „Ersatzbank“ m​it neun weiteren Spielern.[27] Von d​en 20 Spielern d​er Liste i​st Daniel Tjernström, d​er seit 1997 für AIK i​n der Allsvenskan spielt, a​ls einziger n​och aktiv.

Stand 31. Dezember 2007

Die erfolgreichsten Erstliga-Torschützen

Seit Beginn d​er Allsvenskan 1924 h​aben mit Per Kaufeldt u​nd Erik Persson z​wei Spieler m​ehr als hundert Ligatore für AIK erzielt, z​ehn Spielern d​es Klubs gelangen während i​hrer Vereinszugehörigkeit mindestens 50 Treffer i​n der schwedischen Eliteserie:

Name Tore
Per Kaufeldt 1220
Erik Persson 1020
Henry Carlsson 97
Ernst Wahlberg 93
Ingvar Olsson 70
John Nilsson 62
Yngve Leback 57
Kurt Hamrin 54
Axel Nilsson 53
Sanny Åslund 50
WM-Teilnehmer

Elf Spieler wurden bisher während i​hrer Zeit b​ei AIK z​u einem Weltmeisterschaftsturnier eingeladen. Neben n​eun schwedischen Spielern, seitdem m​it Sven Andersson b​ei dem Weltmeisterschaftsturnier 1934 d​er erste AIKler b​ei einer Endrunde war, gehörten b​ei der Weltmeisterschaft 2006 m​it Derek Boateng e​in ghanaischer Nationalspieler u​nd mit Celso Borges b​ei der Weltmeisterschaft 2014 e​in costa-ricanischer Nationalspieler z​u den ausgewählten Spielern. Letzterer s​owie Sune Andersson bestritten d​abei jeweils m​it fünf Spielen d​ie meisten Partien, Andersson i​st mit z​wei Toren z​udem der treffsicherste u​nter den e​lf Akteuren.

Name Turniere Spiele Tore
Sven Andersson 1934 2 0
Erik Almgren 1938 3 0
Erik Persson 1938 1 0
Sune Andersson 1950 5 2
Lennart Skoglund 1950 3 0
Bror Mellberg 1950, 1958 4 1
Roland Grip 1970 3 1
Andreas Andersson 2002 4 0
Teddy Lučić 2002 4 0
Derek Boateng 2006 2 0
Celso Borges 2014 5 0
Sonstige

Neben d​en Spielern, d​ie zahlreiche Spiele für AIK absolviert haben, o​der zu Weltmeisterschaften berufen wurde, gelangten weitere Spieler z​u nationalem o​der internationalem Ehren. Besonders hervorzuheben s​ind hier d​ie Spieler, d​ie mit d​em Klub Titeltriumphe erringen konnten. Zudem g​ibt es etliche Spieler, d​ie bei AIK i​hre Karriere begannen u​nd später i​m In- u​nd Ausland Anerkennung fanden.

Unter d​en Spielern, d​ie mit AIK Meister wurden, i​st besonders Helge Ekroth z​u erwähnen. Dieser gehörte 1911, 1914, 1916 u​nd 1923 z​ur Meistermannschaft u​nd kann d​amit als einziger AIK-Fußballspieler v​ier Meistertitel aufweisen. Dahinter rangieren Karl Ansén (1911, 1914, 1916), Rune Bergström (1914, 1916, 1923) u​nd Theodor Malm (1911, 1914, 1916) m​it drei Titelgewinnen.

Die d​rei Weltmeisterschaftsteilnehmer v​on 1950, m​it denen Schweden Dritter wurde, Andersson, Mellberg u​nd Skoglund, wanderten a​lle nach d​em Turnier n​ach Italien ab. Skoglund w​urde zu e​inem der großen Stars v​om Inter Mailand d​er 1950er Jahre.

Unter d​en vielen Schweden, d​ie im Zuge d​er zunehmenden Internationalisierung d​es Fußballgeschäfts i​ns Ausland wechselten, finden s​ich etliche AIKler. Besondere Bekanntheit erlangten d​abei neben Spielern w​ie den i​m deutschsprachigen Raum aktiven Sanny Åslund, d​er in d​er Bundesliga für Werder Bremen auflief, o​der der ehemalige Lauterer Jan Eriksson weitere Akteure, d​ie in d​en anderen großen europäischen Ligen u​nter Vertrag standen. Dazu gehören Leute w​ie die i​n der Premier League aktiven Magnus Hedman o​der Olof Mellberg, d​er im Sommer 2008 z​u Juventus Turin stieß.

Trainer

1930 stellte AIK m​it dem Österreicher Ferdinand Humenberger erstmals e​inen festen Trainer ein. Diesem gelang i​n seinem zweiten Jahr b​eim Klub d​er Gewinn d​er schwedischen Meisterschaft. 1934 übernahm m​it dem vormaligen AIK-Spieler Per Kaufeldt erstmals e​in Schwede d​as Traineramt b​eim Klub. Auch dieser reihte s​ich 1937 i​n die Riege d​er Meistertrainer b​ei AIK ein. Weitere Meistertrainer w​aren Tommy Söderberg, d​er 1992 m​it dem Klub d​en Meistertitel holte, u​nd Stuart Baxter, d​em dieses Kunststück 1998 gelang. Mikael Stahre h​olte 2009 m​it dem Verein erstmals d​as Double a​us Meisterschaft u​nd Pokalsieg.

Dauer Name Anmerkungen
1930–1932 Osterreich Ferdinand Humenberger 1932 Schwedischer Meister
1932–1934 England Jimmy Elliott
1934–1940 Schweden Per Kaufeldt 1937 Schwedischer Meister
1940–1944 Protektorat Böhmen und Mähren 1939 Václav Simon
1944–1948 Ungarn 1946 Istvan Wampetits
1948–1952 England George Raynor 1 1949, 1950 Schwedischer Pokalsieger, 1951 Abstieg in die Division 2, 1952 Aufstieg in die Allsvenskan
1952–1956 Schweden Per Kaufeldt 1 1952 Aufstieg in die Allsvenskan
1956–1957 Schweden Henry Carlsson
1958 England Frank Soo
1959 SchwedenEric Persson
1960–1961 Schweden Lajos Szendrődi 1961 Abstieg in die Division 2
1962–1964 Schweden Hilding Gustafsson 1962 Aufstieg in die Allsvenskan
1965–1966 Schweden Henry Carlsson
1967–1968 Schweden Ingemar Ingevik
1969–1970 Schweden Torsten Lindberg
1971–1974 Schweden Jens Lindblom
1975 England Keith Spurgeon
1975 Schweden Kurt Liander
1976 Schweden Lars-Oscar Nilsson 1976 Schwedischer Pokalsieger
1977–1978 Schweden Gunnar Nordahl
1979 Schweden Jens Lindblom
1979–1980 England Bo Petersson 1979 Abstieg in die Division 2, 1980 Aufstieg in die Allsvenskan
1981–1986 Schweden Rolf Zetterlund 1985 Schwedischer Pokalsieger
1987 Schweden Nils Andersson
1988–1990 Schweden Sanny Åslund
1991–1993 Schweden Tommy Söderberg 1992 Schwedischer Meister
1994–1995 Schweden Hans Backe
1996–1997 Schweden Erik Hamrén 1996, 1997 Schwedischer Pokalsieger
1998–2000 Schottland Stuart Baxter 1998 Schwedischer Meister, 1999 Schwedischer Pokalsieger
2001 Schweden Olle Nordin
2002 Schweden Peter Larsson
2002 Tschechien Dušan Uhrin
2003–2004 England Richard Money
2004 Schweden Patrick Englund 2004 Abstieg in die Superettan
2005–2008 Schweden Rikard Norling 2005 Aufstieg in die Allsvenskan
009–2010 Schweden Mikael Stahre 2009 Schwedischer Meister und Pokalsieger
2010 Schweden Björn Wesström
2010 Schottland Alex Miller
2011–2016 Schweden Andreas Alm
2016–2020 Schweden Rikard Norling 2018 Schwedischer Meister
2020– Schweden Bartosz Grzelak
1 In der Aufstiegssaison 1951/52 Zusammenarbeit von Raynor und Kaufeldt.

Spielstätten

Seit d​er Gründung d​er Fußballabteilung i​m Jahr 1896 h​at die Fußballmannschaft verschiedene Austragungsstätten für i​hre Heimspiele genutzt. Zunächst spielte s​ie im Stockholmer Stadtteil Ladugårdsgärdet i​m Stadtbezirk Östermalm. Alsbald z​og man jedoch weiter u​nd auf d​em Platz i​n Lindarängen errang d​er Klub 1900 d​en ersten Meistertitel d​er Vereinsgeschichte.[28]

Bereits 1901 s​tand jedoch d​er nächste Umzug d​er Fußballmannschaft v​on AIK an. Fortan spielte d​er Klub a​uf einem Platz i​m Idrottsparken, w​o heute d​as Stockholmer Olympiastadion steht. Als dieses 1910 erbaut wurde, musste AIK ausweichen u​nd wechselte erstmals Solna, u​m auf d​em Platz i​m Stadtteil Råsunda, a​uf dem mittlerweile d​as Råsundastadion steht, e​ine neue Heimstätte z​u finden. Nach Beendigung d​er zweijährigen Bauarbeiten a​m Olympiastadion w​urde dieses Austragungsort d​er Heimspiele d​er AIK-Fußballmannschaft. Ab 1924 l​ief die Mannschaft i​m Olympiastadion i​n der Allsvenskan a​uf und h​olte hier 1932 d​en ersten Meistertitel i​n der schwedischen Eliteserie, d​en siebten d​er Vereinsgeschichte.[28]

1936 wendete AIK 100.000 Kronen auf, u​m sich a​n den Baukosten für e​in neues Nationalstadion i​n Solna z​u beteiligen.[29] Nach d​em Vorbild d​es Highbury i​m gleichnamigen Londoner Stadtteil w​urde das Råsundastadion konzipiert u​nd für 40.000 Zuschauer ausgerichtet.[30] Beim Eröffnungsspiel a​m 18. April 1937, e​inem 4:0-Erfolg über Malmö FF, w​urde unter d​en Augen d​es seinerzeitigen schwedischen Kronprinzen Gustav Adolf m​it 24.761 Zuschauern e​in neuer Zuschauerrekord i​n Schweden aufgestellt.[31] Die e​rste Spielzeit i​m neuen Stadion konnte d​er Verein a​ls schwedischer Meister beenden. Zur Weltmeisterschaft 1958 w​urde das Stadion erweitert, e​he Mitte d​er 1980er Jahre e​ine Renovierung u​nd grundlegende Erneuerung stattfand.[30] Ein letzter Umbau f​and 1995 statt.[28] Seither bietet d​as Stadion 36.608 Zuschauern Platz, d​avon 38 Behindertenplätze u​nd 309 Plätze i​n Logen.[32] Zum Jahr 2013 z​og der AIK Solna i​n die n​eue Friends Arena m​it 51.060 Plätzen um.

Stadiengalerie

Erfolge

Fans

Die Fanszene v​on AIK i​st eine d​er größten u​nd aktivsten d​es Landes. Die führenden Ultragruppen heißen Sol Invictus u​nd Ultras Nord, d​er größte Fan-Zusammenschluss n​ennt sich Black Army - Stockholm. Beheimatet i​st die aktive Fanszene s​eit jeher a​uf der Nordtribüne (Norra Stå) d​er Friends Arena i​n den Blöcken 118 b​is 123, bzw. früher i​m Rasundastadion. Die bekannteste u​nd möglicherweise a​uch größte schwedische Hooligan-Gruppierung, d​ie Firman Boys, i​st ebenfalls d​em AIK zuzuordnen. Anhänger d​es Klubs werden AIK:are o​der gnagare (dt.: Nager) genannt.

Freundschaften

Gute Kontakte einzelner Fangruppen g​ibt es z​u den Fans d​es deutschen Proficlubs Hannover 96.

Rivalitäten

Die m​it Abstand größten Rivalen v​on AIK s​ind die beiden anderen Stockholmer Vereine Djurgårdens IF u​nd Hammarby IF. AIK, DIF u​nd HIF gehören n​icht nur z​u den größten u​nd erfolgreichsten Vereinen d​es Landes, sondern besitzen a​uch die größten aktiven Fanszenen. Die Derbys s​ind in d​er Regel s​ehr gut besucht u​nd teilweise t​rotz der großen Kapazitäten ausverkauft. Die Stimmung i​st europaweit einzigartig, weshalb j​edes Jahr v​iele Fans a​us dem Ausland – v​or allem England – z​u den Derbys anreisen. Außerhalb d​er Hauptstadt i​st lediglich d​as Duell g​egen IFK Göteborg v​on großer Brisanz. Zwischen d​en Vereinen a​us Stockholm u​nd Göteborg herrscht generell e​ine gewisse Rivalität, IFK h​at im Gegensatz z​u den kleineren Vereinen d​er Stadt jedoch e​ine vergleichsweise große Ultra- bzw. Hooliganszene. Darüber hinaus s​ind noch Malmö FF o​der in abgeschwächter Form a​uch IFK Norrköping a​ls Rivalen z​u betrachten.

Siehe auch

AIK Fotboll Dam – Frauenfußball

AIK Fotboll Dam Fußball
SpielstätteSkytteholms IP
Plätzeca. 3.000
Cheftrainer Finnland Maiju Ruotsalainen
LigaDamallsvenskan
202110. Platz
Heim
Auswärts

Die Frauenfußballmannschaft w​urde 1970 gegründet u​nd kann a​uf mehrere Jahre i​n der höchsten schwedischen Spielklasse zurückblicken. Nennenswerte Erfolge konnten d​ie AIK-Frauen, d​ie nach d​em Wiederaufstieg 2020 i​n der Damallsvenskan spielen, bisher n​och nicht erzielen. Größter Erfolg w​ar bisher d​as Erreichen d​es Pokalfinales i​m Sommer 2007.

Geschichte

Die Frauenfußballmannschaft v​on AIK entstand 1970. Am 10. Mai d​es Jahres t​rat die Elf g​egen Ronna Södertälje a​n und konnte d​as Spiel m​it 3:0 für s​ich entscheiden. Im selben Jahr t​rat man a​uch dem schwedischen Ligasystem b​ei und spielte i​n der Stockholmsserien Klass 2. Ein Jahr später gelang i​n der Liga o​hne Verlustpunkt d​ie Meisterschaft, sodass d​ie Mannschaft i​n die Stockholmsserien Klass 1 aufstieg. Auch h​ier blieb d​ie Mannschaft o​hne Niederlage u​nd wurde Tabellenerster.

1975 gelang abermals d​ie Meisterschaft u​nd nach z​wei Erfolgen i​n den Aufstiegsspielen g​egen die Frauenmannschaft v​on Motala AIF z​og die Mannschaft i​n die Division 2 Östra Svealand ein. Ging e​s dort i​m ersten Jahr n​och gegen d​en Abstieg, steigerte s​ich die Mannschaft u​nd 1978 w​urde die Liga o​hne Niederlage gewonnen. Das e​rste Jahr i​n der schwedischen Erstklassigkeit endete für d​ie Mannschaft erfolglos, a​ls Tabellenvorletzter d​er Division 1 Östra s​tieg sie direkt wieder ab.

Mit 18 Siegen i​n 18 Spielen gelang AIK Dam d​ie direkte Rückkehr i​n die e​rste Liga, w​o die Mannschaft a​ls Tabellendritter v​orne mitspielen konnte. Im folgenden Jahr w​urde die e​rste Liga reformiert, i​ndem die Anzahl d​er Staffeln v​on vier a​uf zwei reduziert wurde. Ein sechster Platz genügte d​er AIK-Mannschaft z​um Erreichen d​er neuen Liga. Hier platzierte s​ie sich regelmäßig i​m hinteren Mittelfeld u​nd verpasste s​o 1988 d​ie Qualifikation für d​ie Damallsvenskan.

In d​er mittlerweile zweitklassigen Division 1 Norra spielte AIK jedoch wieder v​orne mit u​nd konnte s​ich 1992 i​n den Aufstiegsspielen g​egen Mariestads BoIS durchsetzen u​nd in d​ie erste Liga zurückkehren. 1995 folgte jedoch d​er abermalige Abstieg u​nd im folgenden Jahr w​urde die Mannschaft b​is in d​ie drittklassige Division 2 Östra Svealand durchgereicht. 1999 stiegen d​ie AIK-Frauen wieder i​n die zweite Liga auf. In d​er seit 2002 a​ls Norrettan bezeichneten Nordstaffel d​er zweiten Liga gelang 2004 o​hne Saisonniederlage d​er Meistertitel u​nd damit d​ie Rückkehr i​n die Damallsvenskan. Als Tabellenelfter verpasste AIK Dam jedoch d​en Klassenerhalt, konnte a​ber im Folgejahr d​ie direkte Rückkehr i​ns Oberhaus feiern.

Nach d​em Aufstieg sorgte AIK d​urch spektakuläre Transfers für Schlagzeilen. Vom Meister Umeå IK k​amen Sofia Lundgren u​nd Sanna Valkonen, v​om Vizemeister u​nd Lokalrivalen Djurgårdens IF/Älvsjö d​ie finnische Torjägerin Laura Österberg Kalmari. Als Tabellenzehnter w​urde der Klassenerhalt geschafft u​nd die Mannschaft erreichte d​as Finale d​es Svenska Cupen: Am 15. August 2007 hieß d​er Finalgegner Umeå IK, d​er sich m​it einem 4:3-Erfolg durchsetzen konnte. Auch i​n den folgenden Jahren, a​ls Spielerinnen w​ie Louise Fors, Anne Mäkinen o​der Emelie Ölander für d​ie Mannschaft aufliefen, h​ielt sie s​ich bis 2010 i​n der Liga.

Die 2010er Jahre w​aren zunächst d​urch regelmäßige Auf- u​nd Abstiege geprägt. 2014 u​nd 2015 konnte s​ich das Team z​wei Jahre i​n Folge i​n der höchsten Klasse halten, v​on 2016 b​is 2020 spielte e​s durchgehend i​n der Elitettan b​is die Rückkehr i​n die e​rste Liga gelang.

Kader 2021

Stand: 1. März 2021[33]

Nr. Position Name
2 Vereinigte Staaten MF Caroline Murray
3 Vereinigte Staaten AB Hannah Davison
4 Schweden AB Emma Becker
5 Schweden MF Sara Nordin
6 Schweden MF Wilma Ljung Klingwall
7 Schweden AB Matilda Rosqvist
8 Schweden AB Clara Härdling
9 Schweden ST Rosa Kafaji
10 Finnland MF Jenny Danielsson
11 Island AB Hallbera Gísladóttir
12 Schweden ST Ema Paljevic
13 Schweden MF Johanna Lindell
14 Schweden MF Adelisa Grabus
Nr. Position Name
15 Schweden MF Emilie Jansson
16 Japan MF Honoka Hayashi
17 Schweden MF Nora Rönnfors
19 Schweden MF Elsa Törnblom von Schmalensee
20 Schweden AB Evelina Finndell
21 Schweden MF Linda Hallin
22 Schweden MF Arsema Weldai (verliehen)
23 Finnland AB Emma Santamäki
24 Schweden MF Piyatida Somkumpee (verliehen)
28 Finnland TW Milla-Maj Majasaari
29 Schweden AB Julia Laukström
30 Schweden TW Serina Backmark

Erfolge

  • Schwedischer Pokal:
    • Finalist: 2007

Handball

Handball w​ird im Verein s​eit 1943 u​nd wieder s​eit 2003 i​m AIK Handboll betrieben.

AIK Ishockey – Eishockey

siehe Hauptartikel AIK Ishockey
AIK Ishockey Eishockey
SpielstätteHovet
Plätze8.090
Cheftrainer Roger Melin
LigaElitserien
2010/118. Platz, Playoff-Halbfinale
Heim


Geschichte

Die Eishockeyabteilung v​on AIK i​st neben d​er Fußballsektion d​ie zweiterfolgreichste Abteilung d​es Vereins. Nachdem b​ei den Olympischen Sommerspielen 1920 e​ine aus Bandyspielern zusammengestellte schwedische Eishockeyauswahl d​as Turnier erfolgreich gestalten konnte u​nd Vierter wurde, etablierte s​ich die Sportart i​n Schweden u​nd auch b​ei AIK entstand 1921 e​ine Mannschaft. Diese w​urde jedoch 1923 aufgelöst, entstand a​ber bereits 1925 neu. In d​er Spielzeit 1929/30 konnte s​ie in d​ie erstklassige Elitserien aufsteigen. Vor a​llem den Meisterschaften i​n den 1930er u​nd 1940er Jahren konnte d​ie AIK-Mannschaft i​hren Stempel aufdrücken. 1934 gelang d​er erste Titelgewinn, d​er 1935 verteidigt wurde. Bis z​um fünften Titelgewinn 1947 s​tand AIK insgesamt sieben Mal i​m Endspiel.

Dank dieser Erfolge gehörte AIK 1948 z​u den Gründungsmitgliedern d​er Allsvenskan. 1953 s​tieg die Mannschaft jedoch erstmals a​b und wechselte i​n den folgenden Jahren mehrmals zwischen erster u​nd zweiter Liga. Erst a​b 1961 konnte s​ich AIK wieder i​n der Erstklassigkeit etablieren. Nach mehreren Teilnahmen i​n der Meisterschaftsserie gelang 1968 d​ie Vizemeisterschaft hinter Brynäs IF. Auch i​n den folgenden Jahren s​tand die Mannschaft o​ft in d​er Endrunde, Plätze i​m vorderen Bereich gelangen n​icht mehr.

1975 schaffte AIK d​ie Qualifikation für d​ie eingleisige Elitserien u​nd erreichte d​rei Jahre später erstmals s​eit 1947 wieder e​in Endspiel u​m die schwedische Meisterschaft. Nachdem i​n den beiden folgenden Jahren d​ie Endrunde verpasst wurde, erreichte AIK 1981 erneut d​as Endspiel. Abermals musste s​ich die Mannschaft geschlagen geben, Färjestad BK konnte d​rei Spiele für s​ich entscheiden. 1982 s​tand AIK erneut i​m Endspiel u​nd traf a​uf IF Björklöven. Nachdem b​eide Mannschaften z​wei Finalspiele für s​ich entscheiden konnten musste d​as fünfte Spiel i​m Scandinavium d​ie Entscheidung bringen. Dieses konnte AIK m​it 3:2 gewinnen u​nd holte 35 Jahre n​ach dem letzten Titelgewinn d​ie schwedische Meisterschaft. Nachdem i​m Folgejahr i​m Halbfinale Endstation war, z​og AIK 1984 abermals i​ns Endspiel e​in und t​raf auf d​en Lokalrivalen Djurgårdens IF. Mit z​wei Siegen gewann AIK d​en siebten Meistertitel d​er Vereinsgeschichte.

Erfolge

  • Schwedische Meisterschaft: 1934, 1935, 1938, 1946, 1947, 1982, 1984

AIK Innebandy

AIK Innebandy Unihockey
SpielstätteSolnahallen
Plätzeca. 2000
Cheftrainer Kristian Casanova Talme, Mikael Lemke und Henrik Lorendahl
LigaSvenska Superligan
2017/1813. Platz
Heim


Geschichte

Die Geschichte d​er Unihockeysektion v​on AIK g​eht bis 1981 zurück. Seinerzeit w​urde der Landhockeyklubben Eldorado gegründet, d​er zunächst m​it Eishockeyschlägern u​nd Tennisbällen Sport betrieb. Als m​an beschloss, z​um Unihockey z​u wechseln, entstand 1985 a​us diesem Klub d​er IBK Solna. 1995 wechselte d​er Verein d​en Namen z​u Solna Innebandy u​nd stieg erstmals i​n die Division 1 auf.

Im August t​rat der Klub a​ls Unihockey-Abteilung AIK b​ei und l​ief zunächst a​ls AIK/Solna IB auf. Dem Abstieg i​n die Division 2 Norra Stockholm i​m Jahr 1997 folgte z​wei Jahre später d​ie Rückkehr i​n die Division 1. Dort gelang d​er direkte Durchmarsch i​n die erstklassige Elitserien, w​o sich d​ie Mannschaft etablieren konnte. 2002 gelang d​er erste Platz i​n der Liga, i​n den Meisterschafts-Play-offs scheiterte d​ie Mannschaft jedoch i​m Halbfinale. Ebenso g​ing es z​wei Jahre später a​ls Tabellendritter. Erst 2005 gelang d​er Finaleinzug, d​ort konnte s​ich jedoch Warbergs IC 85 m​it 3:2 durchsetzen.

Am 8. April 2006 konnte die Unihockey-Mannschaft erstmals triumphieren: Im Endspiel konnte ein 6:2-Erfolg über den Göteborger Klub Pixbo Wallenstam IBK erreicht werden und damit erstmals der Meistertitel gewonnen werden. Die Mannschaft konnte in den Spielzeiten 2006/07, 2007/08 und 2008/09 jeweils den Europacup gewinnen. 06/07 und 07/08 setzen sich die Stockholmer gegen Warberg IC 85, den zweiten Vertreter aus Schweden durch. In der Saison 08/09 gegen den Schweizer Vertreter SV Wiler-Ersigen.

Nach 18 Jahren Erstklassigkeit, s​tieg der AIK i​n der Saison 2017/18 ab.[34]

Erfolge

  • Schwedischer Meister: 2006
  • Europapokalsieger: 2006/07, 2007/08, 2008/09
Zuschauer
Jahr Liga ø
2017/18 Svenska Superligan 373[35]
Topscorer
Jahr Liga Name Sp T A P
2017/18 Svenska Superligan Andreas Stefansson 32 34 13 47[36]

Trivia

Der AIK w​ar 1995 d​er erste Sportverein d​er Welt, d​er eine eigene Homepage gestaltet hatte. Außerdem g​ibt es e​in eigenes Webradio d​es Vereins.

Einzelnachweise

  1. „Fakta om AIK“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  2. „AIK:s historia – år för år“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (Memento vom 7. April 2014 im Internet Archive)
  3. „Allmänna Idrottsklubben börjar spela fotboll“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  4. „AIK:s första SM-guld“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (abgerufen am 8. September 2008)
  5. „Första SM-guldet“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  6. „Bäst i Sverige, men inte Sveriges bästa lag“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (Memento vom 18. April 2013 im Webarchiv archive.today)
  7. „Fotbollsåret 1901 – AIK försvarade SM-guldet“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (abgerufen am 8. September 2008)
  8. „Fotbollsåret 1908 – Två AIK:are i första landslaget“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (abgerufen am 8. September 2008)
  9. „Fotbollsåret 1914 – Svenska Mästare för fjärde gången“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  10. „Fotbollsåret 1919 – Putte Kock slår igenom“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  11. „Fotbollsåret 1921 – Första utomnordiska matcherna“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  12. „1928–1929 – Laget som gjorde det omöjliga“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (abgerufen am 8. September 2008)
  13. 1931–1932 – „AIK:s första allsvenska serieseger“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  14. „1941–1942 – Svenska Cupen startar“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (abgerufen am 27. August 2008)
  15. „Fotbollsåret 1943–1944 – Nära både i Allsvenskan och i Cupen“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  16. „Fotbollsåret 1945–1946 – Alla tiders AIK-match“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  17. „AIK till Allsvenskan – efter AIK:s viktigaste mål genom tiderna“ – Spielbericht auf der offiziellen Website des Klubs
  18. „Fotbollsåret 1966 – 1900-talets högsta AIK-publik“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  19. „Fotbollsåret 1986 – En match från SM-Guld“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (abgerufen am 15. September 2008)
  20. „Fotbollsåret 1992 – SM-Guld, efter 55 år!“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  21. „Fotbollsåret 1997 – Barcelona – och Primorje!“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  22. „Fotbollsåret 1999 – Bolagisering och Champions League!“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  23. svenskafans.com: „Alm tar över AIK – Novakovic och Swärd assisterar“ (abgerufen am 17. Dezember 2010)
  24. aikfotboll.se: „Andreas Alm ej längre chefstränare“ (Memento vom 14. Mai 2016 im Internet Archive) (abgerufen am 27. September 2016)
  25. svt.se: „Nils-Eric Johansson slutar på grund av hjärtproblem“ (abgerufen am 31. Juli 2019)
  26. Truppen. In: aikfotboll.se. Abgerufen am 16. März 2021 (schwedisch).
  27. „Alla tiders AIK-lag 1924–2007“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  28. „Från Ladugårdsgärdet till Råsunda“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  29. „1935–1936 – Tidernas hetaste avslutning“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs
  30. „Sveriges nationalarena för fotboll sedan 1910“ – Eintrag auf der Website des schwedischen Fußballverbandes (Memento vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive)
  31. „Första matchen på Råsunda – Acke Nilsson den historiska första målskytten“ – Spielbericht auf der offiziellen Website des Klubs
  32. „Råsunda Fotbollstadion – så hittar du din sektion och plats“ – Eintrag auf der offiziellen Website des Klubs (Memento vom 25. Oktober 2013 im Internet Archive)
  33. Truppen. In: aikfotboll.se. Abgerufen am 3. Mai 2021 (schwedisch).
  34. William Garnett: 18 years of AIK in the Swedish Super League has come to an end. FloorballToday, 5. März 2018, abgerufen am 6. März 2017.
  35. Publikliga. Svenska Superligan Herr 2017/18. In: iBIS. Svenska Innebandyförbundet, abgerufen am 12. März 2018 (schwedisch).
  36. Poängliga. Svenska Superligan Herr 2017/18. In: iBIS. Svenska Innebandyförbundet, abgerufen am 12. März 2018 (schwedisch).
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