Chenois
Chenois | ||
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Staat | Frankreich | |
Region | Grand Est | |
Département (Nr.) | Moselle (57) | |
Arrondissement | Sarrebourg-Château-Salins | |
Kanton | Le Saulnois | |
Gemeindeverband | Saulnois | |
Koordinaten | 48° 58′ N, 6° 30′ O | |
Höhe | 226–311 m | |
Fläche | 3,57 km² | |
Einwohner | 83 (1. Januar 2019) | |
Bevölkerungsdichte | 23 Einw./km² | |
Postleitzahl | 57580 | |
INSEE-Code | 57138 |
Chenois ist eine französische Gemeinde mit 83 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zum Kanton Le Saulnois und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.
Geografie
Chenois liegt im Saulnois, 37 Kilometer nordöstlich von Nancy, 29 Kilometer südöstlich von Metz und 22 Kilometer südwestlich von Saint-Avold, zwischen den Nachbargemeinden Lesse im Nordosten und Holacourt im Südwesten,[1] auf einer Höhe zwischen 226 und 311 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 3,62 km² (362 Hektar).
Geschichte
Der Ortsname entstand aus dem gallischen Wort Cassano und einer lateinischen Ortsnamensendung. Cassano bedeutet so viel wie Eichenwald.[2] Chenois wurde erstmals 1505 als Chanoy urkundlich erwähnt.[3]
Chenois bestand im Mittelalter und Ancien Régime aus zwei Teilen, einer gehörte zur Baronie von Viviers, die zur Grafschaft Salm und ab dem 14. Jahrhundert zum Marquisat von Pont-à-Mousson gehörte,[3] das wiederum zum Herzogtum Bar gehörte. Der andere Teil gehörte der Abtei Sankt Arnulf in Metz, die wiederum zum Bistum Metz gehörte.[4]
1793 erhielt Chenois im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Noch vor 1806 wurden die beiden Teile von Chenois, die Gemeinden Chenois und Chenoy, zusammengeführt.[5] Chenois gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Département Meurthe, das 1871 in Département Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Chenois lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[6] Chenois gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde zu „Eichendorf“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[7]
Bevölkerungsentwicklung
Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 |
Einwohner | 35 | 57 | 59 | 58 | 66 | 53 | 59 |
Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist in zwei Hälften geteilt. Auf der rechten Seite zeigt es auf blauem Grund einen goldenen Lachs, ein ganzes Kreuzchen und zwei halbe Kreuzchen, denn diese Seite entspricht dem Wappen des Herzogtums Bar. Die linke Seite zeigt einen halben goldenen Adler auf blauem Grund, denn die Abtei Sankt Arnulf hatte als Wappen den Adler des Apostels Johannes. In der Mitte ist als redendes Element eine grüne Eiche dargestellt, denn Chêne ist das französische Wort für Eiche.[8]
Infrastruktur
Der nächste Flughafen ist der Flughafen Metz-Nancy-Lothringen, er liegt 18 Kilometer nordwestlich von Chenois.[9]
Weblinks
Einzelnachweise
- Village de Chenois, Actuacity.com (französisch)
- Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 1. Librairie Droz, 1990, ISBN 978-2-600-02884-4, S. 269 (in Google Books [abgerufen am 5. April 2010]). (französisch)
- Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6. Auflage. Band 14, Nr. 18. Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 32+110 (in Google Books [abgerufen am 5. April 2010]).(französisch)
- Union des Cercles Génealogiques Lorrains (Memento des Originals vom 9. Januar 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch)
- Chenoy, Des villages de Cassini aux communes d’aujourd’hui (französisch)
- Chenois, Des villages de Cassini aux communes d’aujourd’hui (französisch)
- Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch)
- genealogie-lorraine.fr
- Village de Chenois, Annuaire-mairie.fr (französisch)