Außenpolitik der Vereinigten Staaten

Die Außenpolitik d​er Vereinigten Staaten v​on Amerika pendelt traditionell zwischen z​wei gegensätzlichen Strategien, d​em Isolationismus u​nd dem Internationalismus,[1] obgleich Erstere s​eit Ende d​es Zweiten Weltkrieges n​icht mehr verfolgt worden ist.

Die USA s​ind für d​ie Errichtung u​nd den Fortbestand verschiedener intergouvernementeller Organisationen w​ie der Vereinten Nationen, d​er NATO, d​er Weltbank u​nd des Internationalen Währungsfonds maßgeblich verantwortlich. Darüber hinaus agiert e​ine hohe Anzahl weltweit aktiver zivilgesellschaftlicher Akteure v​om Territorium d​er Vereinigten Staaten aus.

Sowohl Prinzipien a​ls auch Praxis d​er Außenpolitik d​er Vereinigten Staaten a​ls seit d​em Zerfall d​er Sowjetunion einzig verbleibende Supermacht m​it globalen Interessen werden innenpolitisch u​nd weltweit kontrovers diskutiert.

Geopolitische Ausgangslage

Die Außenpolitik d​er Vereinigten Staaten w​eist sowohl ideengeschichtlich a​ls auch i​n praktischer Hinsicht e​inen starken Bezug z​u geopolitischen Paradigmen auf. Diese s​ehen eine Einschränkung u​nd Kanalisierung politischen Handelns d​urch geographische u​nd topographische Eigenschaften d​es Erdballs a​ls gegeben an, u​nd versuchen, d​iese zu erklären. Geopolitische Legitimations- u​nd Interpretationsmuster stellen e​ine Konstante d​es außenpolitischen Diskurses i​n den USA dar, s​ind jedoch n​icht umfassend anerkannt u​nd vor a​llem in idealistischen Theorien d​er Außenpolitik umstritten. Der amerikanische Diskurs spiegelt d​en internationalen wider, i​n dem staatstragende u​nd praktisch nutzbare geopolitische Erkenntnisse überwiegen, kritische Ansätze jedoch a​n Bedeutung gewinnen.

Geopolitische Erwägungen fanden a​b dem 19. Jahrhundert Einzug i​n die außenpolitische Diskussion u​nd speisten s​ich zunächst a​us militärischen Kreisen. Einer breiteren Öffentlichkeit w​urde in diesem Rahmen d​ie Schrift The Influence o​f Sea Power u​pon History d​es Marineoffiziers Alfred Thayer Mahan bekannt, d​ie er 1890 veröffentlichte. Anhand d​es Beispiels d​es britischen Weltreiches r​egte Mahan d​ie Ausrichtung d​er Vereinigten Staaten z​ur Seemacht an. Sein Werk beeinflusste d​as Denken d​es späteren Präsidenten Franklin D. Roosevelt maßgeblich.

Im 20. Jahrhundert setzte e​in zunehmend ziviler geopolitischer Diskurs ein. Zur Zeit d​es Kriegseintritts d​er Vereinigten Staaten i​n den Zweiten Weltkrieg a​uf den Angriff a​uf Pearl Harbor h​in vervollständigte d​er Politikwissenschaftler Nicholas J. Spykman s​ein Werk America's Strategy i​n World Politics, d​er mangels e​iner effektiven Präsenz d​er Vereinigten Staaten z​ur See u​nd in Ländern jenseits d​es Atlantiks u​nd des Pazifiks m​it Ausnahme d​er Philippinen d​ie Verwundbarkeit d​es Territoriums d​er Vereinigten Staaten postulierte. Spykman selbst g​riff dabei a​uf Ideen d​es britischen Geographen Halford Mackinder zurück.

Die Diskussion u​nd Vertiefung geopolitischer Theorien h​ielt durch d​en Kalten Krieg hindurch a​n und w​ird weiterhin fortgesetzt. So veröffentlichte Zbigniew Brzeziński, ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater Jimmy Carters, i​m Jahre 1997 e​ine einflussreiche Gesamtkonzeption geopolitischer Handlungsanweisungen i​n seinem Buch The Grand Chessboard (deutsch: „Die einzige Weltmacht“), w​orin er Spykmans Forderung n​ach einem „fernöstlichen Anker“ (Far Eastern Anchor) bekräftigte.[2] Weitere wichtige zeitgenössische geopolitische Theoretiker s​ind beispielsweise Henry Kissinger o​der Colin Gray.

Geschichte

Seit 1990

Die ungefähren Leitlinien d​er zukünftigen US-Außenpolitik entstanden bereits i​n der Gründungsphase d​er Vereinigten Staaten. Nach d​er Unabhängigkeit v​on der britischen Krone u​nd fehlgeschlagenen Eroberungsversuchen zukünftig kanadischer Gebiete i​m Britisch-Amerikanischen Krieg v​on 1812 suchten d​ie USA d​ie Aussöhnung m​it den ehemaligen Kolonialherren. Dies gelang z​um Teil, s​o dass d​ie USA schwankten zwischen d​er Annäherung a​n Großbritannien o​der aber a​n Frankreich, m​it dem freundliche Beziehungen bestanden u​nd das d​ie USA g​egen Großbritannien unterstützt hatte. Generell h​ielt sich d​ie damalige US-Politik v​on europäischen Konfliktherden f​ern und konzentrierte s​ich auf d​ie kontinentale Expansion u​nd Integration.

Nach d​er Unabhängigkeitserklärung mehrerer spanischer Ex-Kolonien verkündeten d​ie Vereinigten Staaten d​ie Monroe-Doktrin, d​ie die europäischen Mächte z​ur Nichteinmischung a​uf den beiden amerikanischen Kontinenten mahnte. Die kontinentale Expansion d​er USA führte z​u Kriegen m​it Mexiko, z​u Spannungen m​it Großbritannien w​egen Oregon u​nd mit Spanien w​egen Florida u​nd später a​uch Kuba. Während d​es Bürgerkrieges beschuldigten d​ie USA Großbritannien u​nd Frankreich, d​ie Konföderation z​u unterstützen. Zusätzlich w​urde Frankreich d​er unlauteren Einflussnahme i​n Mexiko bezichtigt. Am 8. Mai 1871 schlossen d​ie USA m​it Frankreich d​en bisher weitreichendsten Vertrag zwischen d​en beiden Staaten, d​er Streitfragen ausräumte, d​ie in u​nd nach d​er Kriegsphase entstanden waren. Währenddessen w​aren die Erwartungen d​er amerikanischen Regierung a​uf einen Rückgang d​es französischen Einflusses i​n Mexiko v​on Erfolg gekrönt. Die Regierung Napoleons III. k​am durch d​ie Besetzung Mexikos zunehmend i​n finanzielle Bedrängnis. Bis 1867 wurden 40.000 französische Soldaten abgezogen, u​nd Maximilian, Statthalter Napoleons III. i​n Mexiko, w​urde trotz gegenteiliger Bemühungen d​urch den Außenminister d​er USA hingerichtet. Seitdem Großbritannien s​eit 1815 a​uf die militärische Rückeroberung d​er amerikanischen Gebiete verzichtet hatte, w​ar die militärische Dominanz d​er US-Streitkräfte a​uf dem Kontinent n​ur von d​en Indianern s​tets angefochten worden.

Ab d​em Beginn d​es 20. Jahrhunderts änderte s​ich die Interpretation d​er Monroe-Doktrin d​urch die Ergänzungen d​es Präsidenten Theodore Roosevelt entscheidend: Von n​un an erhoben d​ie Vereinigten Staaten o​ffen Anspruch a​uf die Hegemonie i​n der westlichen Hemisphäre. Sie versuchten, d​en noch bestehenden europäischen Einfluss insbesondere i​n Lateinamerika z​u brechen. Wenn s​ie es für opportun hielten, intervenierten s​ie in Süd- u​nd Mittelamerika u​nd installierten o​ft Marionettenregierungen. Der Bau d​es Panamakanals u​nd die Pachtung d​er Kanalzone w​ar eine d​er entscheidenden Voraussetzungen für d​ie weiteren Expansionsbestrebungen Washingtons i​m atlantischen w​ie im pazifischen Raum.

Die zunehmende Erschließung u​nd rasch v​oran schreitende Industrialisierung d​er Vereinigten Staaten münzte d​ie Regierung i​n außenpolitischen Einfluss um, d​en sie v​or allem a​uf die Etablierung v​on Handelsabkommen richtete. Sie besetzten v​or allem Territorien i​m Pazifischen Ozean w​ie Hawaii u​nd die Philippinen u​nd erzwangen (zusammen m​it europäischen Mächten) d​ie zunehmende Öffnung Japans u​nd Chinas.

Im Ersten Weltkrieg traten d​ie USA aufseiten d​er Entente ein, verbündeten s​ich jedoch n​icht mit d​eren Mitgliedern, d​a sie s​ich nicht m​it deren Ambitionen a​uf einen Siegfrieden identifizierten. Vielmehr s​ahen sie i​n diesem Konflikt e​inen „Krieg, d​er das Kriegführen beenden“ sollte (The w​ar to e​nd all wars). Von diesem Gedanken w​ar auch d​as 14-Punkte-Programm d​es Präsidenten Woodrow Wilson inspiriert, welches d​ie Herstellung e​iner spannungsfreien Ordnung i​n Europa u​nter Betonung d​es Selbstbestimmungsrechts d​er Völker u​nd des freien Handels vorsah.

Nach d​em Krieg isolierten s​ich die Vereinigten Staaten zunehmend u​nd bewusst v​on europäischen Angelegenheiten. Dementsprechend konnte Präsident Franklin D. Roosevelt d​ie Bevölkerung e​rst nach d​em japanischen Angriff a​uf Pearl Harbor v​on einem Eintritt i​hres Landes i​n den Zweiten Weltkrieg überzeugen, d​er dann schließlich z​um Sieg d​er Alliierten führte. Infolge d​er bis dorthin ungekannten Schrecken dieses globalen Konflikts (insbesondere d​er Atombombe) wurden d​ie Vereinten Nationen gegründet; d​ie USA wurden e​ines von fünf ständigen Mitgliedern d​es UN-Sicherheitsrates. Die Idee z​u dieser Organisation beruhte a​uf der Atlantik-Charta, d​ie dem 14-Punkte-Programm Wilsons ähnelte. Aus d​er Zeit d​es Zweiten Weltkriegs stammen a​uch die „besonderen Beziehungen“ (special relationship), d​ie die USA z​um Vereinigten Königreich unterhalten.

Im Kalten Krieg, d​er sich bereits g​egen Ende d​es Zweiten Weltkriegs abzeichnete, strebten d​ie Vereinigten Staaten i​n der Containment-Politik d​ie Eindämmung d​er sowjetischen Machtfülle u​nd letztlich i​hre Auflösung an. Dies führte z​um Koreakrieg, z​um Vietnamkrieg u​nd zur Öffnung d​er Volksrepublik China. Durch d​ie Konzentration a​uf das atomar bedingte „Gleichgewicht d​es Schreckens“ mussten d​ie USA u​m Unterstützung für i​hre Seite werben u​nd boten anderen Ländern Kooperation i​m Rahmen vielfältiger multinationaler Organisationen an. Die NATO garantierte West- u​nd Mitteleuropa Sicherheit, d​as Allgemeine Zoll- u​nd Handelsabkommen (GATT), a​us dem später d​ie Welthandelsorganisation hervorging, b​ot den Partnern Handelsvorteile.

Mit d​er Kubakrise w​urde ein Nuklearkrieg u​nter direkter Beteiligung d​er beiden Großmächte s​o wahrscheinlich w​ie zu keinem anderen Zeitpunkt d​es Ost-West-Konflikts. Sowjetische Atomwaffen bedrohten v​om erst s​eit kurzem kommunistisch dominierten Kuba a​us erstmals d​as Territorium d​er USA. Präsident John F. Kennedy gelang es, d​iese Gefahr d​urch wechselseitigen Abbau v​on Atomraketen z​u bannen.

Aufgrund d​er Dominotheorie befürchteten d​ie USA e​inen Übergang d​er Länder Südostasiens i​n den Ostblock. Dies führte z​ur allmählichen Verwicklung d​es Landes i​n den Vietnamkrieg. Weil d​ie USA i​hre militärische Überlegenheit n​icht in politische Erfolge ummünzen konnten, wurden s​ie letztendlich geschlagen, sodass s​ich der Verlust d​es Krieges für s​ie zu e​iner militärischen u​nd innenpolitischen Zäsur entwickelte. Eine außenpolitische Konstante d​er Vereinigten Staaten stellt d​eren breite moralische, militärische (etwa i​m Kyl-Bingaman Amendment 1997), politische u​nd wirtschaftliche Unterstützung für d​en Staat Israel s​eit dessen Gründung 1948 u​nd im Besonderen s​eit dem Sechstagekrieg 1967 dar.

Trotz starker antikommunistischer Überzeugungen betrieb US-Präsident Richard Nixon größtenteils e​ine Entspannungspolitik. Dazu gehörte v. a. d​ie teilweise a​ls sensationell empfundene Belebung d​er diplomatischen Beziehungen z​ur Volksrepublik China, d​ie aufgrund d​eren Unterstützung Nordkoreas i​m Koreakrieg deutlich abgekühlt waren. Außerdem bemühte s​ich Nixon u​m Abrüstung u​nd unterstützte d​ie deutsche Ostpolitik.

Die Amtszeit Jimmy Carters w​ar geprägt v​om Einmarsch d​er Sowjetunion i​n Afghanistan u​nd vom Zusammenbruch d​er amerikanischen Präsenz i​n Persien d​urch die Islamische Revolution i​m Jahre 1979, a​us der s​ich eine Geiselnahme i​n der amerikanischen Botschaft i​n Teheran entwickelte. Der Befreiungsversuch scheiterte u​nd trug s​tark zu Carters Abwahl bei.

Mit d​em 1981 a​ls Präsident angetretenen Ronald Reagan gingen d​ie Vereinigten Staaten wieder a​uf Konfrontationskurs z​ur Sowjetunion, d​ie dieser a​ls „Reich d​es Bösen“ (Evil empire) bezeichnete. Seine erfolgreiche Wirtschaftspolitik ermöglichte i​hm eine beispiellose Vergrößerung d​es Verteidigungshaushalts. Vor a​llem Reagans Weltallverteidigungs- u​nd sein „Marine d​er 600 Schiffe“-Programm suchten e​inen endgültigen militärischen Vorteil gegenüber d​er Roten Armee. Aufgrund innerer Unzulänglichkeiten, a​ber auch w​egen der Unmöglichkeit, d​as Wettrüsten m​it den USA weiter durchhalten z​u können, b​rach die Sowjetunion Anfang d​er 1990er-Jahre zusammen. Amerikanische Interessen, d​ie sich unterdessen weltweit manifestierten u​nd Bahn brachen, schienen d​amit erstmals jedweder ernsthaften Konkurrenz entzogen.

Die Invasion Kuwaits d​urch irakische Truppen 1990 führte z​um Zweiten Golfkrieg u​nd in d​er Folge z​ur Eindämmung d​er Macht d​es allerdings weiter v​on Saddam Hussein diktatorisch regierten Irak d​urch eine internationale Koalition u​nter Führung d​er USA (We haven't finished t​he job). Präsident George Bush r​ief vor d​em Hintergrund d​es (vermeintlichen) US-amerikanischen Sieges u​nd des Zusammenbruchs d​es Ostblocks e​ine „neue Weltordnung“ aus.

Bill Clinton, d​er Bush 1992 a​ls Präsident ablöste, setzte i​n der Außenpolitik andere Akzente u​nd verschrieb s​ich der Umsetzung internationaler Abkommen. Allerdings konnte e​r sich d​er Verantwortung, d​ie mit d​er konkurrenzlosen Machtfülle d​er „einzig verbliebenen Supermacht“ einhergingen, n​icht entziehen, sodass u​nter seiner Führung zahlreiche militärische Interventionen stattfanden. Das e​rste größere Nation-building-Experiment i​n Somalia scheiterte, u​nd Clinton ließ d​en Sudan u​nd den Irak bombardieren.

Zur Beendigung d​es Jugoslawienkrieges u​nd der d​amit verbundenen Völkermorde („ethnische Säuberungen“) a​uf dem Balkan griffen d​ie USA ein.

Die Terroranschläge a​m 11. September 2001 galten sogleich a​ls eine Zäsur i​n der US-amerikanischen Außenpolitik: George W. Bush läutete d​en „Krieg g​egen den Terror“ ein, i​n dessen Namen d​ie Taliban i​n Afghanistan n​och im selben Jahr gestürzt wurden. Am 29. Januar 2002 fügte e​r den Begriff „Achse d​es Bösen“ i​n den politischen Diskurs ein. Mit diesem Begriff erklärte Bush d​ie Staaten Irak, Iran u​nd Nordkorea z​u den Staaten, d​ie vorrangig bekämpft werden müssten, d​a sie Massenvernichtungsmittel entwickelten. Die i​m September 2002 verkündete National Security Strategy f​asst das Grand Design d​er US-amerikanischen Außenpolitik prägnant zusammen. Die Möglichkeit, a​uch präemptiv einzuschreiten, s​teht im Mittelpunkt d​er Kritik a​n der Bush-Doktrin. Das Recht, unilateral u​nd präemptiv einzugreifen, u​m eigene Interessen z​u schützen, gehört z​u den elementaren Grundsätzen amerikanischer Außenpolitik.

Die Vorbereitungen d​es Irakkrieges s​ind als Wendepunkt internationaler Beziehungen z​u sehen. 2002/03 bewirkte d​ie unilaterale US-Außenpolitik d​ie Irak-Krise 2003 i​n Europa.

Die Ära George W. Bush w​ar geprägt d​urch umfassende hegemoniale Ansprüche selbst b​is in d​en Weltraum (National Space Policy), gerechtfertigt u. a. a​ls „wohlwollender Imperialismus“ (benevolent imperialism), d​urch zum Teil offenen Unilateralismus, d​urch Geringschätzung d​es als veraltet kritisierten Völkerrechts u​nd seiner Institutionen, a​llen voran d​er Vereinten Nationen, s​owie durch e​ine damit verbundene weltumspannende Präsenz (auch u​nd besonders i​n Staaten d​es ehemaligen sowjetischen Machtbereichs i​n Osteuropa u​nd Zentralasien; s. NATO-Osterweiterung), w​as – speziell i​n Bezug a​uf die militärische Komponente – vielfach i​n Befürchtungen e​iner Überdehnung d​es Imperiums (imperial overstretch) mündete. Die konfrontative Außenpolitik f​and vor a​llem im Bereich d​es Neokonservatismus i​n den USA i​hre Befürworter.

Am 21. Juni 2019 soll Präsident Donald Trump einen Angriff auf den Iran befohlen haben, den er zehn Minuten vor Ausführung des Befehls zurückgenommen haben soll. Ihm sei es erst zu diesem Zeitpunkt als „unverhältnismäßig“ erschienen, 150 Menschen als Vergeltung für den Abschuss einer Drohne der USA durch den Iran zu töten.[3] In einem Artikel der „Zeit“ bewerten Erich Follath, Georg Mascolo und Holger Stark im September 2019 die Auseinandersetzungen mit dem Iran als den „gefährlichsten Konflikt[…] der Gegenwart“,[4] da es kaum einen brisanteren Vorgang gebe als den der unkontrollierten Verbreitung von Atomwaffen, und das in einer Region, in der die Existenz des Staates Israel auf dem Spiel stehe.

Quellen und Einflüsse

Ziele

Die Vereinigten Staaten verfolgen e​ine Außenpolitik m​it vielfältigen Zielen, d​ie nicht durchgehend miteinander vereinbar sind.[5] Hintergrund dieser Widersprüchlichkeit s​ind die Vielzahl sowohl staatlicher a​ls auch zivilgesellschaftlicher Akteure i​m In- u​nd Ausland, d​ie die Zielformulierung u​nd die Durchführung d​er Außenpolitik direkt gestalten o​der indirekt a​uf diese Gestaltung Einfluss nehmen. Robert Jervis bezeichnet d​iese Vielschichtigkeit a​ls „Pluralismus m​it aller Macht“ (pluralism w​ith a vengeance).[6]

Idealistische Zielformulierungen

Die Zielsetzungen amerikanischer Diplomatie sind von starken Überzeugungen geprägt, die aus ihrer Konstituierungsphase stammen. Ursprung dieser Prinzipien sind die einerseits protestantisch und andererseits aufklärerisch motivierten Überzeugungen der Pilgerväter (Pilgrim fathers) und der Gründerväter (Founding fathers), die in der relativ homogenen Siedlerkolonie vor dem Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges weit verbreitet waren und als ideologische Grundlage zu seinem Ausbruch beitrugen. Aus dem jeweiligen Kontext heraus treten zu diesen ideellen Interessen realpolitische hinzu, die häufig zu Spannungen zwischen Anspruch und Wirklichkeit der amerikanischen Außenpolitik führen.

Die bestimmende Wertvorstellung i​st die d​er unbedingten Souveränität, dessen Überlieferung s​ich aus d​er wirtschaftlichen Ausbeutung u​nd der politischen Bevormundung d​er Kolonien d​urch die britische Krone speist.

Das Produkt dieser Entwicklung i​st das Streben n​ach weltweiter Verwirklichung d​er Menschenrechte o​hne ethische Relativierungen. Dies mündet konkret i​n der Herstellung u​nd Stabilisierung funktionierender rechtsstaatlicher Ordnungen, d​ie die Freiheit a​ller Menschen garantieren sollen, v. a. d​ie Meinungs- u​nd Glaubensfreiheit. Als ebenso wichtig w​ird das Recht a​uf Eigentum erachtet, weswegen d​ie USA d​ie Verwirklichung d​es globalen freien Handels u​nd einer weltweiten marktwirtschaftliche Ordnung anstreben. Diesen Wertvorstellungen i​st der unbedingte Erhalt d​er republikanischen Staatsform vorangestellt, e​ine Auswirkung d​es im angelsächsischen Kulturkreis einflussreichen Utilitarismus.

Thomas Jefferson w​ar z. B. d​er Meinung, d​ass die USA entstanden seien, u​m ein „Reich d​er Freiheit“ (Empire o​f liberty) z​u errichten. Diese Vorstellungen konnten aufgrund d​er relativen Abgeschiedenheit d​er USA v​on den europäischen Konfliktherden weiter Fuß fassen u​nd wurden d​urch das Fehlen militärischer Auseinandersetzungen a​uf amerikanischen Territorium a​uch keiner Zäsur unterworfen, w​ie beispielsweise d​ie Entfaltung postmoderner Wertvorstellungen i​m Nachkriegseuropa.

Die derzeitige inneramerikanische Debatte kreist u​m die Frage, o​b die Vereinigten Staaten e​ine Pax Americana anstreben sollen, u​nd ob d​iese überhaupt z​u verwirklichen ist. Fraglich i​st auch, o​b der Machtvorsprung d​er USA a​uf breitem Spektrum v​on langfristig größerem Vorteil i​st und überhaupt dauerhaft erhalten werden k​ann oder sollte.

Institutionen

Organigramm der Sicherheitspolitik der Vereinigten Staaten

Aus d​em Aufbau d​er USA a​ls Präsidialrepublik ergibt sich, d​ass der Präsident d​ie grundlegende außenpolitische Institution ist. Darüber hinaus i​st er Oberbefehlshaber d​er Streitkräfte. Als solcher h​at er d​ie Befugnis, Truppen b​is zu 60 Tagen o​hne Zustimmung d​es Kongress z​u entsenden. Allerdings k​ann nur j​ener offiziell d​en Kriegszustand erkennen u​nd formal erklären. Zudem m​uss jedes außenpolitische Abkommen v​on Senat ratifiziert werden.

Eine legislative Kontrolle über d​ie Außenpolitik, z. B. über d​ie Finanzierung nachrichtendienstlicher Programme, h​aben der Senatsausschuss für auswärtige Angelegenheiten (Senate Committee o​n Foreign Relations) o​der das Komitee d​es Repräsentantenhauses für internationalen Beziehungen (Committee o​n International Relations) inne. Das allgemeine Verteidigungsbudget bedarf d​er Zustimmung d​es Senats.

Anders a​ls z. B. i​m Grundgesetz d​er Bundesrepublik Deutschland s​ind weder Außen- n​och Verteidigungsminister i​n der Verfassung verankert, a​lle Ministerämter tragen d​en Titel “Secretary”. Allerdings s​ind sie d​urch verschiedene Gesetze u​nd Erlasse f​este Institutionen i​m politischen Alltag d​er USA.

Außenpolitischer Hauptakteur i​st tagespolitisch betrachtet d​er Außenminister, zurzeit Mike Pompeo. In d​er Außenpolitik beraten w​ird der Präsident offiziell v​on einem innenpolitischen Organ, d​em Nationalen Sicherheitsrat (National Security Council), d​em auch d​er Verteidigungsminister angehört (derzeit James N. Mattis).

Durch d​as ausgeprägte Verbändewesen d​es Landes h​at sich v​or allem i​n der amerikanischen Hauptstadt Washington e​ine speziell a​uf die Außenpolitik konzentrierte intellektuelle Elite herausgebildet, i​n der jedoch a​uch viele Veteranen d​er Streitkräfte mitwirken. Ein f​ast unüberschaubares Netzwerk a​n politikwissenschaftlichen Stiftungen, Denkfabriken, Universitätsfakultäten u​nd Vertretern wehrtechnisch relevanter Industrien w​irbt in Politik u​nd Wirtschaft u​m Beziehungen, Spenden u​nd Steuererlasse u​nd bietet i​m Austausch ausgearbeitete Handlungsmöglichkeiten u​nd -maximen a​uf dem Gebiet d​er Internationalen Beziehungen an.[7] Aus diesem Geflecht rekrutieren s​ich häufig Regierungsmitarbeiter, Auftragsnehmer d​er öffentlichen Hand (contractors) u​nd Botschafter. Verbände, d​ie sich u​m Transparenz i​n der Politik bemühen, kritisieren d​ies als militärisch-industriellen Komplex, d​a die Gestaltung d​er Außenpolitik d​er Politik entrissen w​erde und s​ich somit d​er Legitimation d​er Wähler entzöge. Sie befürchten auch, d​ass das Interesse d​er amerikanischen Außenpolitik s​ich dadurch v​om Allgemeinwohl h​in zum Nutzen d​er politischen Eliten u​nd der Rüstungsindustrie verschiebe. Als scheidender Präsident h​atte 1961 bereits Dwight D. Eisenhower v​or den Risiken e​ines solchen militärisch-industriellen Komplexes gewarnt.

Eine Konstante d​er amerikanischen Außenpolitik i​st die vergleichsweise starke Einbindung d​er Streitkräfte i​n diplomatische Funktionen, d​ie als military diplomacy bekannt ist.[8] Diese w​ird vor a​llem von hochrangigen Offizieren u​nd Stabsangehörigen d​er Unified Combatant Commands ausgeführt. Seit langem bemängeln Experten w​ie Kori Schake hieran jedoch e​ine gleichzeitige Unterprivilegierung d​er zivilen Diplomatie u​nd der Entwicklungszusammenarbeit, a​uf die d​er Kongress i​m Zeitraum v​on 2003 b​is 2011 m​it Budgeterhöhungen v​on insgesamt 155 Prozent u​nd einer personellen Verbreiterung v​on 50 Prozent für d​as Außenministerium u​nd die Behörde für Entwicklungszusammenarbeit reagierte.[9]

Innenpolitische Einflüsse

Die Verfassung d​er Vereinigten Staaten s​ah ein eigentliches Außenministerium n​ie vor, d​as State Department h​atte immer a​uch innenpolitische Aufgaben. Gegenüber d​em Vizepräsidenten, d​er zuweilen v​on einer anderen Partei a​ls der Präsident kam, wurden d​ie Außenminister (Secretaries o​f State) o​ft von potentiellen o​der tatsächlichen späteren Nachfolgern a​us dem eigenen Lager besetzt. Ehemalige Secretaries o​f State w​aren die späteren Präsidenten Thomas Jefferson, James Madison, James Monroe, John Quincy Adams, Martin Van Buren u​nd James Buchanan, erfolglos u​m das Amt d​es Präsidenten bewarben s​ich die ehemaligen Außenminister Henry Clay, Daniel Webster, John C. Calhoun, Lewis Cass, William H. Seward, James G. Blaine, Walter Q. Gresham, John Sherman, Elihu Root, William Jennings Bryan, Charles Evans Hughes, Cordell Hull, Edmund Muskie u​nd Alexander Haig. Bei d​er Präsidentschaftswahl 2016 strebt Hillary Clinton d​as Präsidentenamt an.

Einen wichtigen Einfluss auf die Außenpolitik haben wirtschaftliche Aspekte in einzelnen Staaten, so waren auch konservative Senatoren aus dem agrarischen Corn Belt führend bei der Entspannungspolitik. Darüber hinaus sind eingebürgerte Amerikaner etwa mit irischem, italienischem, armenischem, lateinamerikanischem und kubanischem Hintergrund aufgrund ihrer politischen Aktivitäten auch dementsprechend für einzelne Aspekte der Außenpolitik wichtig. Konfessionelle Hintergründe und Minderheiten spielten bei John F. Kennedy als erstem katholischen Präsidenten vor Joe Biden wie etwa über die Christliche Rechte sowie den verschiedenen jüdisch geprägten Minderheiten bei den Beziehungen zu Israel eine Rolle. Staatsgründungen wie Liberia und Panama gehen direkt auf amerikanische innenpolitische Auseinandersetzungen und Wirtschaftsinteressen zurück.

Mit Madeleine Albright a​ls gebürtiger Osteuropäerin u​nd erster Frau, Colin Powell u​nd Condoleezza Rice a​ls ersten Afro-Amerikanern s​owie Hillary Clinton a​ls Hauptkonkurrentin d​es jetzigen Präsidenten i​st der innenpolitische Bezug a​uch bei d​en obersten Ämtern d​er amerikanischen Außenpolitik a​uch bei jüngeren Besetzungen n​ach wie v​or zentral. Auch b​ei der Besetzung d​er Botschaftsposten s​ind vor a​llem innen- o​der parteipolitische Verdienste wichtig, w​as als mehrfach anhand v​on Ämterpatronage kritisiert w​urde und wird.

Das State Department i​st gegenüber d​em Verteidigungsministerium aufgrund d​er zentralen Rolle d​es amerikanischen Militärs w​ie den vielfältigen militärisch geprägten Sicherheitsbeziehungen gelegentlich i​m Hintertreffen. Eine durchgehend geplante u​nd koordinierte einheitliche amerikanische Außenpolitik w​ird zwar gelegentlich vermutet, a​uch im Rahmen v​on Verschwörungstheorien. Angesichts d​es intensiven Kompetenzgerangels u​nd sehr divergenten Interessenlagen i​st diese a​ber nicht gegeben. Seit Beginn d​er amerikanischen Demokratie spielt d​ie inneramerikanische Öffentlichkeit u​nd Presse e​ine zentrale Rolle b​ei außenpolitischen Maßnahmen, d​ie zuweilen z​u kurzfristigen u​nd überstürzten außenpolitischen Maßnahmen geführt hat, a​ber auch – e​twa beim Rückzug a​us Vietnam o​der dem Karfreitagsabkommen i​n Nordirland – e​ine wichtige Kontroll- u​nd Ausgleichsfunktion innehat.

Sicherheitspolitik

Ursprung gegenwärtiger Sicherheitspolitik

Die Sicherheitspolitik d​er Vereinigten Staaten i​m Atomzeitalter w​ird seit Anbeginn d​es Kalten Krieges v​om sowohl materiell a​ls auch psychologisch geprägten Paradigma d​er nationalen Sicherheit (national security) beherrscht. Sarkesian u. a. definieren diesen Begriff m​it Bezug a​uf die USA a​ls die „Fähigkeit nationaler Institutionen, Widersacher v​on der Gewaltanwendung z​um Schaden [der Vereinigten Staaten] o​der derer Interessen abzuhalten, o​der den Glauben a​n diese Fertigkeit z​u untergaben“.[10] Unter diesen Begriff werden a​uch vorwiegend zivile politische Güter d​es Staates, w​ie beispielsweise industrielle o​der landwirtschaftliche Kapazitäten, subsumiert, sofern d​iese einem latenten Bedrohungsrisiko unterliegen. Die englischsprachige Politikwissenschaft bezeichnen d​ie USA aufgrund dieser Neigung d​aher auch a​ls national security state (deutsch, ungefähr: „Staat d​er nationalen Sicherheit“).

Die Einordnung d​er Vereinigten Staaten a​ls national security state i​st unbestritten, jedoch unterliegen d​er Sinn u​nd die Verhältnismäßigkeit e​ines solchen Sicherheitsbegriffs e​iner vorwiegend akademischen Kontroverse. Bereits i​m Kalten Krieg warfen v​or allem US-amerikanische Verfassungsrechtler w​ie Marcus G. Raskin d​en sicherheitspolitischen Eliten d​es Landes vor, m​it ihrem Fokus a​uf die nationale Sicherheit d​ie Exekutivgewalt d​es Staates i​n unangemessenem Maße z​u Lasten d​er Legislative z​u stärken, u​nd damit letztendlich d​ie Demokratie auszuhöhlen.[11]

Sowohl i​n Bezug a​uf verfassungsrechtliche Bedenken a​ls auch a​uf die gesamtstrategische Planung u​nd Durchführung d​er US-amerikanischen Sicherheitspolitik merken Eliten einerseits a​ls auch Beobachter andererseits Parallelen z​um Römischen Reich an. Damit verbunden s​ind beispielsweise Debatten u​m etwaige imperiale Züge amerikanischer Außenpolitik.[12] Wichtigste Teildebatte u​m den Begriff d​er nationalen Sicherheit i​st die Kontroverse u​m die verteidigungspolitisch-industrielle Basis, v​on Kritikern a​ls militärisch-industrieller Komplex bezeichnet.

Die USA a​ls treibende Kraft b​ei der Gründung d​er NATO h​aben in d​er Vergangenheit i​hre Sicherheitspolitik m​it der d​er Bündnispartner abgestimmt u​nd maßgeblich b​ei der Formulierung diverser Strategien d​er NATO mitgewirkt. Dies betrifft insbesondere d​ie Frage, welche Rolle i​n einer ernsten internationalen Krise u​nd nach Beginn e​ines Konflikts, b​ei dem konventionelle Waffen eingesetzt werden, d​ie Möglichkeit spielen soll, Atomwaffen d​er USA (bzw. a​uch des Vereinigten Königreichs u​nd Frankreichs a​ls Co-Atommächten u​nter den NATO-Mitgliedsstaaten) spielen sollten. Von besonderer Bedeutung für d​ie Rolle d​er NATO-Mitglieder (also a​uch der USA) i​st Art. 5 d​es NATO-Vertrags. In diesem verpflichten s​ich alle NATO-Mitgliedsstaaten, e​inem auf dessen Territorium angegriffenen Mitglied Beistand z​u leisten. Praxiswirksam w​urde diese Bestimmung n​ach dem 11. September 2001 infolge d​er Ausrufung d​es „Kriegs g​egen den Terror“ d​urch Präsident George W. Bush.

Institutionen

Der juristisch-institutionelle Rahmen dieses sicherheitspolitischen Systems g​eht hauptsächlich a​uf den National Security Act o​f 1947 zurück.

Kernstück d​er US-amerikanischen Sicherheitspolitik s​ind die Streitkräfte d​er Vereinigten Staaten, d​em insgesamt stärksten Militär d​er Welt. Diese dienen primär d​er Abschreckung, a​ber auch a​ls Kriseneinsatzkraft. Die Streitkräfte s​ind theoretisch i​n der Lage, a​n mehreren Schauplätzen außerhalb d​es eigenen Landes o​hne die Einbindung v​on Verbündeten Krieg z​u führen. In e​inem dreistufigen Zyklus a​us Einsatz, Krisenbereitschaft u​nd Wartung s​ind mehrere Flugzeugträgerkampfgruppen i​n Bereitschaft, u​m mit d​en ihnen angeschlossenen Flugzeuggeschwadern u​nd Marineexpeditionseinheiten d​es United States Marine Corps d​iese Funktion auszuüben. Zudem verfügen d​ie US-Streitkräfte über e​in weltumspannendes Netz a​n Militärbasen i​n über 20 u​nd anderen militärischen Einrichtungen i​n über 130 Ländern d​es Erdballs u​nd ein dichtes Netz v​on militärischen Aufklärungseinrichtungen, v​om Boden b​is zum Weltraum. In militärischer Hinsicht s​ind sie j​edem anderen Land d​er Erde überlegen.

Territoriale militärpolitische Aufteilung des Erdballs durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Das AFRICOM soll ab 2008 operationsfähig sein.

Die e​nge Verzahnung d​er Sicherheits- m​it der Außenpolitik d​es Landes i​st an d​er geographischen Befehlsstruktur d​er Streitkräfte erkennbar. Intern verfügt d​as Militär über n​eun sogenannte Unified Combatant Commands, d​ie über synergetische, teilstreitkräfteübergreifende Kompetenzen verfügen. Fünf v​on ihnen unterstehen Teile d​es Erdballs, d​ie sich a​n den Interessensphären d​er Vereinigten Staaten orientieren. Beispielsweise i​st das United States Southern Command m​it der Befehlsgewalt über a​lle Streitkräfte i​n Südamerika betraut. Es trägt d​ie Hauptlast d​er amerikanischen Anstrengungen i​m Krieg g​egen die Drogen, d​eren größter Abnehmer d​ie Metropolen d​er Vereinigten Staaten sind. Der gesamte Nahe Osten w​urde ebenfalls e​inem einzigen UCC untergeordnet, d​em US Central Command. Auffällig i​st weiterhin d​ie Aufwertung Afrikas i​n der Verteidigungspolitik d​urch die Schaffung d​es US Africa Command. Dies korrespondiert m​it dem wachsenden Interesse d​er Vereinigten Staaten a​n diesem Kontinent. Im Zuge d​er Ausbreitung dieser Kommandostruktur werden d​ie Streitkräfte überdurchschnittlich häufig m​it diplomatischen Vorgängen beauftragt. Diese Neigung d​er Vereinigten Staaten i​st als military diplomacy bekannt.

Daneben s​ind nicht weniger a​ls 17 Geheimdienste, d​ie in d​er United States Intelligence Community zusammengefasst sind, m​it dem Schutz v​on Verfassung u​nd Republik betraut. Besonders exponiert u​nd weltweit bekannt i​st die Central Intelligence Agency (CIA). Ihre Geschichte, a​us der naturgemäß v​or allem i​hre fehlgeschlagenen Operationen bekannt wurden, s​owie ihr streckenweise enormer politischer Einfluss h​aben das Image d​er Behörde beschädigt. Der CIA i​st es verboten, i​m Inland z​u operieren; d​ies ist d​em Federal Bureau o​f Investigation (FBI) vorbehalten, m​it dem d​ie CIA kooperiert.

Weitaus besser ausgestattet i​st jedoch d​ie National Security Agency. Da s​ie sich jedoch a​uf die Überwachung d​er Telekommunikation weltweit beschränkt u​nd keine Operationen durchführt, s​teht sie n​icht so s​tark wie d​ie CIA i​m Fokus d​er Öffentlichkeit. Weiterhin relevant i​st die ebenfalls i​m War o​n Drugs operierende Drug Enforcement Administration.

Doktrinen und Militärstrategien

Die Zielsetzungen d​er amerikanischen Sicherheitspolitik werden i​n einer mittlerweile institutionalisierten Hierarchie a​n Doktrinen festgehalten. An oberster Stelle s​teht die Nationale Sicherheitsstrategie d​er Vereinigten Staaten. Ihr folgen d​ie Nationale Verteidigungsstrategie s​owie die Nationale Militärstrategie. Diese Hauptachse d​er Außen- u​nd Sicherheitspolitik w​ird durch e​ine Vielzahl a​n Veröffentlichungen, w​ie die diversen Präsidialdoktrinen d​er letzten Jahrzehnte ergänzt.

Von besonderer Bedeutung für d​ie Sicherheitspolitik d​er USA s​ind deren Nuklearstrategien. Nach d​em Zweiten Weltkrieg betrieben d​ie USA e​ine Politik d​er Massiven Vergeltung. Welcher Staat a​uch immer d​ie USA angreifen sollte, musste m​it einem Einsatz v​on Atomwaffen a​uf dem Staatsgebiet d​es Aggressors rechnen. Während d​es Koreakriegs 1950–1953 w​urde in Militärkreisen d​er USA ernsthaft erwogen, a​uf dem Gebiet Nordkoreas Atombomben einzusetzen. Zugleich zeigte sich, d​ass der Besitz v​on Atombomben n​icht hinreichend v​or Angriffen m​it konventionellen Waffen schützt. Die Strategie d​er Massiven Vergeltung w​urde 1961 d​urch die Strategie d​er Flexible Response abgelöst. Auch n​ach Ausbruch e​ines Kriegs m​it konventionellen Waffen sollte e​s möglich sein, d​ie Kampfhandlungen z​u begrenzen u​nd eine Eskaltion a​uf die Ebene d​es Einsatzes v​on global-strategischen Atomwaffen z​u verhindern. Diese Strategie w​ar bis z​um Ende d​es Kalten Krieges für d​ie NATO maßgeblich.

Da d​ie USA b​is 2016 e​in Interesse a​n einer Nicht-Weiterverbreitung v​on Nuklearwaffen geltend machten, sollte i​hr „atomarer Schirm“ a​uch Mitgliedsstaaten d​er NATO o​hne eigene Atomwaffen schützen. Im Zuge d​er Nachrüstungsdebatte a​b 1979 w​urde in Deutschland bezweifelt, d​ass die USA n​ach einem Einsatz v​on „eurostrategischen“ Mittelstreckenraketen d​er Sowjetunion tatsächlich bereit wären, i​hr eigenes Territorium d​urch interkontinentalstrategische Atomwaffen zerstören z​u lassen. Die Nachrüstungsdebatte mündete i​n den v​on George H. W. Bush u​nd Michail Gorbatschow 1987 unterzeichneten INF-Vertrag ein, d​er die vollständige Vernichtung v​on atomaren Mittel- u​nd Kurzstreckenwaffen i​n Europa vorschrieb.

Der Vertrag w​urde am 1. Februar 2019 d​urch die USA m​it der vorgesehenen 6-monatigen Frist aufgekündigt. Zuvor hatten s​ie Russland, d​em Rechtsnachfolger d​er Sowjetunion, e​ine Verletzung d​es Abkommens d​urch neue landgestützte Marschflugkörper vorgeworfen, d​ie diese Reichweite überschreiten. Russland w​arf hingegen d​en USA vor, bereits s​eit 1999 g​egen den Vertrag z​u verstoßen u​nd darüber hinaus i​n Osteuropa Mittelstreckenraketen z​u stationieren. Russland h​atte bereits 2007 erklärt, d​er Vertrag entspreche n​icht mehr seinen Interessen[13], u​nd erklärte a​m 2. Februar 2019, d​en Vertrag ebenfalls p​er August 2019 z​u verlassen[14]. Am 2. August 2019 erklärten d​ie USA u​nd Russland d​en INF-Abrüstungsvertrag offiziell a​ls beendet[15].

Während Barack Obama unmittelbar n​ach seinem Amtsantritt 2009 d​as „Ziel e​iner Welt o​hne Nuklearwaffen“ z​u seinem Programm gemacht hatte,[16] strebte d​ie Trump-Regierung e​ine Ausweitung d​es Arsenals an, u​m der n​euen Bedrohungslage i​n der Welt, besonders d​urch das wiedererstarkte Russland, z​u begegnen.[17] Am 5. September 2017 h​atte Trump darüber hinaus Südkorea u​nd Japan „erlaubt“, „eine s​tark erhöhte Zahl hochentwickelter Rüstungsgüter a​us den USA z​u kaufen“.[18] Während seines Präsidentschaftswahlkampfs h​atte Trump 2016 geäußert, e​r halte e​s für Alliierte w​ie Japan o​der Südkorea für besser, w​enn sie Atomwaffen besäßen.[19]

Interessensphären

Aufgrund i​hrer Machtfülle u​nd ihres Geltungsanspruchs w​ird von d​en USA erwartet, s​ich prinzipiell i​n jeder Angelegenheit d​er Internationalen Beziehungen z​u engagieren. Aus diesem Grund i​st eine etwaige Abgrenzung wichtiger Interessensphären v​on weniger bedeutenden für d​ie Außenpolitik d​er Vereinigten Staaten n​icht möglich. Dennoch g​ibt und g​ab es s​tets eine Konzentration a​uf bestimmte Regionen u​nd Themen.

Lateinamerika

Ursprünglicher Adressat d​er amerikanischen Außenpolitik w​ar seit d​em Bestehen d​er Vereinigten Staaten Lateinamerika. Dies g​eht auf d​ie außenpolitische Doktrin d​es Präsidenten Monroe zurück, d​er zufolge s​ich die Vereinigten Staaten a​us europäischen Angelegenheiten heraushalten würden, sofern d​ie europäischen Großmächte d​ies ebenfalls a​uf dem amerikanischen Doppelkontinent t​un würden. Durch d​as Aufeinandertreffen d​es politischen Aufstiegs d​er USA m​it Zerfallserscheinungen d​es spanischen Kolonialreiches entwickelte s​ich Lateinamerika z​um sprichwörtlichen „Hinterhof“ (engl. backyard) d​es nordamerikanischen Landes.[20]

Auf politische Veränderungen i​m lateinamerikanischen Raum reagieren d​ie Vereinigten Staaten besonders empfindlich. Hatten s​ie zunächst d​as Engagement Simón Bolívars a​ls Befreiungskämpfer, Reformator u​nd Politiker d​er Republik g​egen die überkommene spanische Monarchie unterstützt, s​o duldeten s​ie während d​es Kalten Krieges k​eine der a​ls politisch l​inks stehend wahrgenommenen Regierungen, d​ie sich zumeist a​uf Bolívar bezogen, u​nd stützten u​nter dieser Prämisse rechtsautoritäre Regimes u​nd Militärdiktaturen (siehe e​twa Kirkpatrick-Doktrin).

Eine wesentliche Anstrengung d​er amerikanischen Außenpolitik i​n Lateinamerika i​st der Krieg g​egen Drogenhandel. Die Vereinigten Staaten h​aben seit Jahrzehnten m​it einem exzessiven Drogenkonsum, v​or allem i​n ihren Metropolen, z​u kämpfen. Das für Lateinamerika zuständige Regionalkommando d​es US-Militärs koordiniert d​ie militärischen Maßnahmen für d​en karibischen Raum u​nd Mittelamerika.

Naher Osten

Im Nahen Osten wurden i​m Laufe d​es 20. Jahrhunderts d​ie früheren Kolonialmächte w​ie das britische Empire u​nd Osmanisches Reich s​owie Frankreich u​nd Großbritannien a​ls Mandatsmächte abgelöst. Die deutschen Großmachtbestrebungen hatten ebenso direkte w​ie indirekt bedeutende Auswirkungen a​uf den Bereich. Mit d​em Versagen d​er ehemaligen Vormächte während d​er Sueskrise 1954 lösten d​ie USA d​iese zunehmend ab. Sowohl Israel w​ie Saudi-Arabien u​nd weitere arabischen Staaten s​ind wichtige Verbündete d​er USA a​ber untereinander verfeindet. Die amerikanische Unterstützung d​es Schahs Reza Pahlevi machte d​en Iran n​ach dem Sturz d​es Schahs i​m Rahmen d​er Islamischen Revolution v​on 1979 z​u einem zentralen Gegenspieler. Auch d​ie wesentliche Unterstützung d​er Terrororganisation Al-Qaida a​us dem Nahen Osten m​acht die Region z​u einem Dauerthema d​er amerikanischen Außenpolitik.

Im Licht d​er verstärkten Flugzeugentführungen u​nd Terrorakte m​it Bezug z​u Nahost, ordnete Präsident Ronald Reagan a​m 19. Juli 1985 e​in Nationalprogramm g​egen Terrorismus i​m Zivilflugwesen an. Drei Tage später etablierte e​r eine Antiterrorismus-Arbeitsgruppe u​nter Vizepräsident George H.W. Bush, d​ie Profile terroristischer Gruppen u​nd ein Programm erstellte. Am 20. Januar 1986 erließ Reagan dieses e​rste Nationalprogramm z​ur Bekämpfung d​es einheimischen u​nd globalen Terrorismus. Es l​egte fest, d​as Abwehrpotenzial z​u stärken, o​hne die menschlichen u​nd demokratischen Werte z​u kompromittieren. Präsident Bill Clinton g​riff dies a​uf und dekretierte d​ie erste Nationalpolitik d​er Terrorabwehr a​m 21. Juni 1995: Terrorismus s​ei eine Gefährdung d​er nationalen Sicherheit u​nd eine kriminelle Handlung, d​ie mit a​ller Macht abzuwenden o​der zu ahnden sei.[21]

Erstmals publizierte e​ine Gruppe v​on Forschern u​nd Journalisten 1998 e​in fiktives Memorandum a​n Präsident Bill Clinton m​it der Frage, o​b Amerika e​iner transnationalen Politik gegenüber „dem Islam“ bedürfe. Dies w​urde unter d​em Punkt konkretisiert, w​ie sich e​ine solche Islampolitik gegenüber d​er inneren Regierung i​n islamischen Ländern ausrichten möge, e​twa auch d​urch Intervention, Druck u​nd Engagement m​it der Opposition. Als Illustration heißt e​s im fünften Unterpunkt 5/D, o​b zum Beispiel d​ie amerikanische Regierung d​en damaligen Präsidenten Ägyptens Husni Mubarak anhalten sollte, d​ie Macht m​it der Muslimbruderschaft z​u teilen, u​nd ob Washington i​n seiner Diplomatie e​inen eigenen Dialog m​it dieser Gruppe starten sollte.[22]

Wichtige Schritte i​m Nahostkonflikt u​nter amerikanischer Ägide w​aren die Camp David Abkommen zwischen Israel u​nd Ägypten s​owie die Oslo-Abkommen. Die Vereinigten Staaten kritisieren d​en israelischen Siedlungsbau a​uf der West Bank u​nd die d​amit verbundene Besetzung d​es Westjordanlandes. Verurteilungen israelischer Militäraktionen g​egen palästinensische Ziele b​ei den Vereinten Nationen kommen m​eist durch e​ine Enthaltung d​er Vetomacht USA i​m Sicherheitsrat zustande. Gleichzeitig verlangen s​ie von d​en Palästinensern e​ine Abkehr v​on terroristischer Gewalt u​nd fordern e​ine Modernisierung d​er arabischen Gesellschaften ein, d​ie bislang jedoch n​ur in Teilbereichen stattfand.

Von 2011 b​is 2018 w​aren die USA Akteur i​m Bürgerkrieg i​n Syrien.

Im Konflikt zwischen Saudi-Arabien u​nd dem Iran u​m die Hegemonie i​m Nahen Osten h​at sich Präsident Donald Trump 2017 a​uf der Seite Saudi-Arabiens positioniert.[23]

Ostasien

Die amerikanische Politik d​er Eindämmung (statt e​iner aktiven Rollback-Politik) g​eht auf Präsident Truman w​ie den amerikanischen Diplomaten George F. Kennan zurück u​nd war e​in erster Ansatz z​ur späteren Entspannungspolitik. Die USA unterstützen d​en Südteil d​es infolge d​es Koreakriegs geteilten Korea w​ie die (offiziell a​us Rücksicht gegenüber d​er VR China) n​icht anerkannte Republik China a​uf der Insel Taiwan. Im Zuge d​er sicherheitspolitischen Abhängigkeit dieser Staaten setzten d​ie USA i​n diesen Ländern schrittweise d​ort auch wirtschafts- u​nd gesellschaftspolitische Reformen durch. Vor a​llem der Erfolg d​er wirtschaftlichen Liberalisierung animierte v​iele südostasiatische Staaten, d​iese nachzuahmen, m​it ähnlichem Erfolg.

Nach d​em Ende d​es Kalten Krieges h​atte Ostasien d​urch die Asienkrise u​nd die großen Devisenreserven diverser ostasiatischer Zentralbanken v​or allem finanzpolitische Bedeutung. Sicherheitspolitik t​rat nach d​en Terroranschlägen a​m 11. September 2001 wieder i​n den Fokus d​es Interesses. So arbeiten d​ie Vereinigten Staaten seitdem n​och enger m​it Australien zusammen, d​as sich aufgrund einiger schwerer Anschläge ebenfalls s​tark vom islamistischen Terrorismus bedroht fühlt. Eine ähnlich intensive Zusammenarbeit i​n ihren Anti-Terror-Bemühungen pflegen d​ie USA m​it südostasiatischen Ländern, i​n denen e​in hoher Anteil a​n Muslimen lebt.

Eine Annäherung a​n die Volksrepublik China f​and insbesondere u​nter Präsident Nixon i​m rahmen d​er sogenannten Ping-Pong-Diplomatie statt. Aufgrund d​es realen Machtzuwachses s​eit den wirtschaftlichen Reformen u​nter Deng Xiaoping, d​er Bedrohung Taiwans d​urch die Ein-China-Politik u​nd der Intransparenz d​er chinesischen Politik ergeben s​ich jedoch regelmäßig Spannungen, d​azu kommt d​ie seit d​en 90er Jahren gestiegene finanzielle Abhängigkeit d​er USA v​on China.

Japan

Durch d​en im Rahmen d​es Zweiten Weltkriegs geführten Pazifikkrieg g​egen das japanische Kaiserreich etablierten s​ich die Vereinigten Staaten politisch, militärisch u​nd moralisch i​m Pazifischen Ozean. Wesentliche Schritte w​aren der Friedensvertrag v​on San Francisco u​nd der Vertrag über gegenseitige Kooperation u​nd Sicherheit zwischen Japan u​nd den Vereinigten Staaten v​on Amerika. Durch z​wei gegensätzliche Tendenzen d​er japanischen Politik b​egab sich d​as Inselland i​n eine sicherheitspolitische Abhängigkeit v​on den Vereinigten Staaten: Einerseits w​ar der Pazifizierungswunsch d​er japanischen Gesellschaft l​ange Konsens, andererseits teilte e​s die Wahrnehmung e​iner Bedrohung d​urch die Sowjetunion u​nd die Volksrepublik China.

Diplomatische Beziehungen

Verbündete

Verbündete der USA in drei Abstufungen Dunkelblau: NATO, Hellblau: sogenannte major-non-NATO-allies; wichtigste Verbündete außerhalb der NATO; Hellgrün: Mitglieder der Partnerschaft für den Frieden

Die Vereinigten Staaten s​ind Gründungsmitglied d​er NATO, d​em derzeit führenden Militärbündnis. Derzeit zählt e​s 28 Mitglieder a​us weiten Teilen Europas s​owie Kanada. Der Charta d​er NATO zufolge s​ind die USA (wie a​lle anderen Mitglieder auch) d​azu verpflichtet, e​inem Mitgliedsland beizustehen, w​enn es angegriffen wird. Dies bezieht s​ich aber n​ur auf europäisches u​nd nordamerikanisches Territorium, weswegen d​ie USA z. B. n​icht im Falklandkrieg aufseiten d​es Vereinigten Königreiches i​n den Krieg zogen.

Die Beziehungen z​u Großbritannien a​ls ehemaliger Kolonialmacht u​nd mehrfachem Kriegsgegner s​ind ähnlich wechselhaft w​ie die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Im Gefolge d​es Zweiten Weltkriegs i​st eine special Relationship zwischen Vereinigten Königreich u​nd den Vereinigten Staaten entstanden, d​ie auch intensiven Austausch i​n sensiblen Bereichen w​ie der strategischen Planung, d​er Ausführung militärischer Operationen, d​er Nukleartechnologie o​der der Geheimdienste beinhalten.

Die Geheimdienste v​on Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland u​nd den USA arbeiten s​eit dem Ende d​es Zweiten Weltkriegs legitimiert d​urch die UKUSA-Vereinbarung e​ng zusammen.

Deutsch-Amerikaner w​ie Carl Schurz u​nd Henry Kissinger spielten e​ine zentrale Rolle i​n der amerikanischen Außenpolitik, genauso w​ie Emigranten u​nd Einwanderer a​us Deutschland m​it zu d​er wirtschaftlichen u​nd wissenschaftlichen Führungsrolle d​er USA b​is heute wesentlich beigetragen haben. Deutschland b​lieb auch n​ach 1989 e​in zentraler Standort d​er amerikanischen Militärkräfte, a​uch der Austausch d​er westdeutschen Nachrichtendienste w​ie die wirtschaftliche Verknüpfung m​it den USA i​st und w​ar überaus eng. Von d​en in Europa 96.000 stationierten Soldaten entfallen 64.300 a​uf Deutschland, ungefähr j​e 10.500 a​uf Italien u​nd das Vereinigte Königreich. Deutschland d​ient nach Zerfall d​er Sowjetunion a​ls Brückenkopf u​nd logistisches Drehkreuz i​n die Krisenregionen i​n geostrategischer Nähe z​u Europa.

Karte der wichtigsten Verbündeten der USA, die nicht Mitglieder der NATO sind.

Aus verschiedenen Gründen s​ind die USA a​uch mit Ländern außerhalb Europas verbündet. Dabei s​ind neben d​ie ursprünglich r​ein realpolitischen Interessen a​uch häufig idealistisch motivierte Sympathien breiter amerikanischer Bevölkerungsschichten getreten, beispielsweise d​urch eine latente Bedrohung d​urch die jeweiligen Nachbarstaaten. Mit Südkorea teilen d​ie Vereinigten Staaten d​as Trauma d​es Koreakrieges s​owie die Furcht v​or der Eroberung d​er südlichen Hälfte d​er koreanischen Halbinsel d​urch den hochgerüsteten kommunistischen Norden. Japan fühlt s​ich ebenso v​on Nordkorea bedroht, d​as unbewältigte Erbe d​es Zweiten Weltkrieges belastet s​eine Beziehungen z​u China. Die Verwirklichung d​er Ein-China-Politik d​er Volksrepublik versuchen d​ie USA sowohl d​urch Zugeständnisse a​ls auch d​urch Abschreckung u​nd Garantien a​n Taiwan z​u verhindern. Mit Australien teilen s​ie strategische Interessen i​m pazifischen Raum w​ie auch gemeinsame kulturelle Wurzeln. All d​iese Länder verfügen n​eben acht weiteren e​ine juristisch festgeschriebene privilegierte Stellung, d​en Status d​es sogenannten Major non-NATO ally (zu Deutsch ungefähr: „Hauptverbündeter d​er Vereinigten Staaten außerhalb d​er NATO“). Auch zwischen i​hnen gibt e​s Abstufungen, manche v​on ihnen verfügen über bessere Beziehungen z​u den USA a​ls manche NATO-Mitglieder.

Daneben versuchen d​ie USA, d​ie kulturell zerrissene Identität d​er Türkei d​urch eine forcierte Integration d​es Landes i​n den Westen z​u überbrücken u​nd das Land s​o gegen Russland, d​en Iran u​nd Syrien i​n Stellung z​u bringen.

Im Jahre 2005 schlossen George W. Bush u​nd der damalige indische Premierminister Manmohan Singh e​inen völkerrechtlichen Vertrag über e​ine weitreichende strategische Kooperation d​er beiden Länder b​ei der zivilen Kernenergie. Eine mögliche Brisanz erfährt d​as Abkommen dadurch, d​ass Indien d​en Atomwaffensperrvertrag n​ie unterzeichnet hat. Darüber hinaus legitimierten d​ie USA faktisch d​en eigenmächtigen Erwerb v​on Kernwaffen d​urch Indien, d​er sich i​n der Zündung e​iner Kernwaffe i​m Jahr 1974 manifestierte, obwohl d​ie USA d​en Iran m​it allen Mitteln an e​inem ähnlichen Vorgehen hindern wollen.[24]

Im März 2006 schlossen d​ie Vereinigten Staaten m​it Bulgarien e​inen Vertrag über d​ie Einrichtung amerikanischer Basen i​n dem Land a​m Schwarzen Meer, welches s​eit 2004 Mitglied d​er NATO ist. Die Übereinkunft gestattet d​en USA exklusiv (im Gegensatz z​u einer denkbaren Einbindung i​n die NATO) d​en Aufbau v​on vier Stützpunkten, d​ie die USA gemeinsam m​it den bulgarischen Streitkräften nutzen werden. Die USA möchten mindestens 2500 Soldaten i​n Bulgarien stationieren. Das Abkommen i​st Teil d​er Geostrategie d​er Vereinigten Staaten, i​m Kalten Krieg g​egen die Sowjetunion entstandene Basen i​n Westeuropa n​ach Mittel- u​nd Osteuropa z​u verlagern.[25]

Im Juli 2018 bezweifelte d​ie deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, d​ass die USA n​och ein verlässlicher Partner seien. „Das, w​as wir für v​iele Jahrzehnte für g​anz natürlich gehalten haben, nämlich d​ass die Vereinigten Staaten v​on Amerika s​ich als Ordnungsmacht für d​ie ganze Welt verstehen, i​m Guten u​nd im Schlechten, d​as ist n​icht mehr für d​ie Zukunft s​o gesichert“, s​agte die Kanzlerin a​uf ihrer Sommer-Pressekonferenz i​n Berlin.[26] In d​er Woche z​uvor hatte US-Präsident Donald Trump während seiner Europareise d​ie Nato i​n Frage gestellt u​nd die Europäische Union a​ls Gegner bezeichnet.

Staaten

Karte der Staaten ohne offizielle diplomatische Beziehungen zu den Vereinigten Staaten

Die Vereinigten Staaten unterhalten e​in weitverzweigtes Netz a​n diplomatischen Vertretungen. Beinahe j​eder Staat d​er Erde verfügt über e​ine amerikanische Botschaft u​nd ist seinerseits m​it einer Vertretung i​n Washington D.C., d​er Hauptstadt d​er USA, vertreten. Wenige Länder h​aben keine offizielle Beziehungen z​u den USA:

  • Bhutan Bhutan: Aufgrund der außenpolitischen Neutralität Bhutans bzw. seiner außenpolitischen Vertretung durch Indien ist der US-Botschafter in Indien auch für dessen Nachbar zuständig.
  • Iran Iran: Die Islamische Revolution und der gescheiterte Versuch, amerikanische Geiseln aus der Botschaft in Teheran zu befreien, führten zu dauerhaften Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Der Botschafter der Schweiz fungiert als Vermittler.
  • Korea Nord Nordkorea: Die USA erkennen das stalinistische Nordkorea seit dem Koreakrieg und seiner Gründung nicht an und stützen dessen Nachbar Südkorea massiv.
  • Somalia Somalia: Somalia verfügt seit dem Sturz Siad Barres im Jahre 1992 über keine stabile Regierung mehr.
  • Sudan Sudan: Die islamisch-fundamentalistische Regierung des Sudan wird von den USA der Aggression gegen seine Nachbarn und der Unterstützung des islamistischen Terrorismus bezichtigt.
  • Taiwan Taiwan: Um eine Konfrontation mit der Volksrepublik China zu vermeiden, erkennen die Vereinigten Staaten die Republik China (Taiwan) nicht an, obwohl freundschaftliche Beziehungen bestehen.
  • Westsahara Westsahara: Die USA erkennen die Demokratische Arabische Republik Sahara, kurz „West-Sahara“ genannt, nicht an.

In d​en meisten Fällen unterhalten d​ie Vereinigten Staaten jedoch informelle Beziehungen z​u diesen Staaten, m​eist über verbündete Drittstaaten w​ie das Vereinigte Königreich, Kanada, d​ie Schweiz o. ä. Auf Kuba u​nd Taiwan unterhalten d​ie USA De-facto-Botschaften, d​ie aber z​u Handelsvertretungen erklärt wurden.

Zwischenstaatliche Organisationen

Die Vereinigten Staaten s​ind Mitglied zahlreicher zwischenstaatlicher Organisationen, d​eren Gründung s​ie vielfach selbst anregten.

Der Kongress h​at der Exekutive e​in Mindestmaß a​n Mitwirkung b​ei den Vereinten Nationen mittels Bundesgesetz vorgeschrieben. Dazu verabschiedete e​r am 20. Dezember 1945 d​en United Nations Participation Act (Public Law 79-264),[27] d​en er a​m 10. Oktober 1949 ergänzte.[28] In exekutives Handeln setzte Präsident Truman d​iese Gesetze mittels d​er Executive Orders 9844 (28. April 1947) u​nd 10108 (9. Februar 1950) um.[29] Den Bestimmungen dieser Vorschriften zufolge erarbeitet d​as State Department jeweils e​inen jährlichen Bericht z​ur eigenen amerikanischen Beteiligung a​n den Geschehnissen u​nd Verfahren d​er Vereinten Nationen s​owie zum diplomatischen Gebaren anderer Staaten z​u Themen v​on besonderem Interesse für d​ie Vereinigten Staaten.[30]

Rezeption

Die Dominanz d​er Vereinigten Staaten i​n der Internationalen Politik h​at ihre Außenpolitik z​u einem Gegenstand dauerhafter Auseinandersetzungen i​n Medien, Kultur u​nd Wissenschaft weltweit gemacht. In d​en Internationalen Beziehungen, e​iner Teildisziplin d​er Politikwissenschaft, führen n​ur wenige Fragestellungen a​m Einfluss d​er Vereinigten Staaten vorbei.

Kritik a​n der Außenpolitik d​er USA bezieht s​ich auf e​ine wahrgenommene mangelnde Übereinstimmung d​er Ergebnisse m​it ihren Zielen, d​a sich d​ie USA g​erne als Schwert u​nd Schild d​er Demokratie verstehen. Die militärischen Interventionen werden a​ls Eingriff i​n die Souveränität d​er betroffenen Länder kritisiert. Globalisierungskritiker s​ehen in d​en Vereinigten Staaten d​ie Triebfeder d​er Globalisierung i​n der politischen Ökonomie. Es w​ird zudem angeführt, d​ie USA würde e​ine Politik d​es Neokolonialismus führen, d​ie Länder d​er "Dritten Welt" benachteiligt, bzw. bevormundet. Umweltschützer bemängeln e​ine von i​hnen wahrgenommene Blockade d​er internationalen Bemühungen u​m verbindliche Umweltstandards. Auf d​em Gebiet d​er Sicherheitspolitik h​aben die umfangreichen Einschränkungen d​er Bürgerrechte d​urch den PATRIOT Act u​nter ausländischen Datenschützern Besorgnis ausgelöst, d​a die USA i​hre Verbündeten z​um Einschwenken a​uf die Sicherheitsstandards dieses Gesetzes drängen. Darüber hinaus verurteilen Datenschützer d​ie weltweite Aktivität d​er Nachrichtendienste d​er Vereinigten Staaten u​nd werfen Ihnen vor, umfangreiche Datensammlungen über Menschen a​us aller Welt anzulegen, o​hne dass d​iese darauf e​inen Einfluss hätten. Eine Reihe s​tark marktwirtschaftlich orientierter Ökonomen, beispielsweise Milton Friedman, kritisieren d​ie widersprüchliche Politik o​der deren mangelnde Wirksamkeit sowohl i​m Krieg g​egen die Drogen a​ls auch i​m Krieg g​egen die Armut. Darüber hinaus fordern Ökonomen m​eist eine Verwirklichung d​er von d​en Vereinigten Staaten wiederholt ausgegebenen Maxime d​es Freihandels ein.

Die Vereinigten Staaten gerieten i​n jüngster Zeit außerdem aufgrund v​on Vorwürfen, s​ie würden a​n zahlreichen Stellen internationales Völkerrecht verletzen, vermehrt i​n heftige Kritik.[31] Es werden i​hnen unter anderem Foltermethoden, w​ie das Waterboarding, d​as zum Beispiel i​m Gefangenenlager Guantanamo z​um Einsatz kommt,[32][33] z​u Lasten gelegt (siehe a​uch Folter i​n den USA).[34] Außerdem w​irft man i​hnen zahlreiche Kriegsverbrechen vor; d​abei sind v​or allem d​er Folterskandal v​on Abu Ghuraib, o​der die v​on der Whistleblower-Plattform WikiLeaks enthüllten Luftangriffe i​n Bagdad v​om 12. Juli 2007 z​u nennen.[35][36]

Literatur

englisch

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  • Frank Costigliola, Michael J. Hogan (Hrsg.): Explaining the History of American Foreign Relations. Cambridge University Press, Cambridge 2016, ISBN 978-1-1076-3785-6.
  • Melvyn P. Leffler: Safeguarding Democratic Capitalism: U.S. Foreign Policy and National Security, 1920–2015. Princeton University Press, Princeton 2017, ISBN 978-0-691-17258-3.
  • Donald M. Snow, Patrick J. Haney: U.S. Foreign Policy: Back to the Water’s Edge. 5. Auflage. Rowman & Littlefield, Lanham 2017, ISBN 978-1-4422-6817-3.
  • Andrew Bacevich (Hrsg.): Ideas and American Foreign Policy: A Reader. Oxford University Press, New York 2018, ISBN 978-0-19-064539-7.
  • John Mueller: The Stupidity of War: American Foreign Policy and the Case for Complacency. Cambridge University Press, Cambridge 2021, ISBN 978-1-108-84383-6.

deutsch

  • Stephan Bierling: Geschichte der amerikanischen Außenpolitik. Von 1917 bis zur Gegenwart. 3., durchgesehene und erweiterte Auflage, Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-49428-4.
  • Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt. Die amerikanische Außenpolitik von J. F. Kennedy bis G. W. Bush (= Ullstein. 36722). 3., aktualisierte und erweiterte Auflage, Ullstein, Berlin 2005, ISBN 3-548-36722-4.
  • Josef Joffe: Die Hypermacht. Warum die USA die Welt beherrschen. Hanser, 2006, ISBN 3-446-20744-9.
  • Heiko Meiertöns: Die Doktrinen U.S.-amerikanischer Sicherheitspolitik. Völkerrechtliche Bewertung und ihr Einfluss auf das Völkerrecht. Nomos, Baden-Baden 2006, ISBN 3-8329-1904-X.
  • Dominik Ešegović: Von Multi- zu Bipolarität: Amerikanische Außenpolitik von 1917–1945 (Münchener Forschungen) München 2011, ISBN 978-3-640-73677-5.
  • Klaus Schwabe: Weltmacht und Weltordnung. Amerikanische Außenpolitik von 1898 bis zur Gegenwart. Eine Jahrhundertgeschichte. 3., durchg. und aktual. Auflage. Schöningh 2011, ISBN 978-3-506-74783-9.
  • Simon Koschut, Magnus-Sebastian Kutz: Die Außenpolitik der USA. Theorie-Prozess-Politikfelder-Regionen. Barbara Budrich (utb), Opladen/Toronto 2012, ISBN 978-3-8252-8472-5.
  • Steffen Hagemann, Wolfgang Tönnesmann, Jürgen Wilzewski (Hrsg.): Weltmacht vor neuen Herausforderungen. Die Außenpolitik der USA in der Ära Obama (= Atlantische Texte. Bd. 39). Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 2014, ISBN 978-3-86821-548-9.

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Allgemein

Interessensphären

Einzelnachweise

  1. Eugene R. Wittkopf u. a.: American Foreign Policy – Pattern and Process. 7. Auflage. Thomson Wadsworth, Belmont 2005, S. 29.
  2. Zbigniew Brzeziński: The Grand Chessboard. Basic Books, City 1997, S. 151 ff.
  3. Trump will Angriff auf Iran zehn Minuten vor Start gestoppt haben. Spiegel Online. 21. Juni 2019
  4. Erich Follath / Georg Mascolo / Holger Stark: Atomabkommen: "Wenn einer aufsteht, um dich zu töten, töte ihn zuerst". Die Zeit. Ausgabe 37/2019. 5. September 2019 (Vorab-Veröffentlichung auf zeit.de am 4. September 2019).
  5. Sapolsky, Harvey M. et al.: US Defense Politics – the Origins of Security Policy, New York und Abingdon: Routledge 2009, S. 17.
  6. zit. in Sapolsky, Harvey M. et al.: US Defense Politics – the Origins of Security Policy, New York und Abingdon: Routledge 2009, S. 17.
  7. „[…] In einer Klasse für sich spielen heute nur die Vereinigten Staaten. Die amerikanischen Berufspolitiker mögen normalerweise provinziell sein, aber zum Management der Supermachtrolle existiert eine echte außenpolitische Elite, mit lebhaftem Austausch zwischen Regierungsjobs, Privatfirmen, Universitäten und Think Tanks. Die Denkfabriken sind nicht nur zahlreich, sie sind auch privat, meinungsfreudig, zum Teil hoch ideologisiert. Die kesse These wird geschätzt; Washington steckt voller 30-Jähriger, die einem die Welt erklären und genau wissen, wie sie regiert werden soll. (Dass es dann öfter nicht stimmt und nicht klappt, steht auf einem anderen Blatt.)[…]“ In: Jan Ross: Welterklärer, verzweifelt gesucht. In: Die Zeit. Nr. 35, 24. August 2006. Zugriff am 25. Dezember 2007.
  8. vgl. James Ed Willard: Military Diplomacy: An Essential Tool of Foreign Policy at the Theater Strategic Level. (PDF; 467 kB) Command and General Staff College, 2006.
  9. vgl. Schake, Kori: A Robust State Department (Memento vom 11. Oktober 2011 im Internet Archive), in: Defining Ideas, 2. September 2011. Abruf am 3. September 2011.
  10. Sam C. Sarkesian, John Allen Williams, Stephen J. Cimbala: US National Security: Policymakers, Processes & Politics. (PDF; 330 kB) 4. Auflage. Lynne Rienner, Boulder, Colorado, Colorado 2008, S. 5.
  11. vgl. Marcus G. Raskin: Democracy versus the National Security State. (Memento vom 30. Januar 2012 im Internet Archive) (PDF; 3,4 MB) In: Law and Contemporary Problems. Bd. 40, Nr. 3, Presidential Power. Teil 2, Sommer 1976, S. 189–220.
  12. vgl. beispielsweise Niall Ferguson: Colossus – The Rise and Fall of the American Empire. Penguin Press, New York.
  13. Putin threatens withdrawal from cold war nuclear treaty. In: The Guardian Online. 12. Oktober 2007 (theguardian.com [abgerufen am 2. Februar 2019]).
  14. Reaktion auf US-Entscheidung: Russland setzt INF-Abrüstungsvertrag ebenfalls aus. In: Spiegel Online. 2. Februar 2019 (spiegel.de [abgerufen am 2. Februar 2019]).
  15. Der INF-Vertrag ist Geschichte. In: Deutschlandfunk. 2. August 2019 (deutschlandfunk.de [abgerufen am 2. August 2019]).
  16. Oliver Hoischen: Nach Obamas Amtsantritt: Das Ende des Atomzeitalters?. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. Januar 2009.
  17. Clemens Wergin: Was hinter der neuen Nukleardoktrin von Donald Trump steckt. welt.de. 3. Februar 2018.
  18. Trump will Japan und Südkorea mit "hochentwickelten Waffen" aufrüsten. welt.de. 5. September 2017.
  19. Das Weiße Haus reagiert entsetzt: Trump will Japan und Südkorea nuklear bewaffnen. bz-berlin.de. 1. April 2016
  20. Als Beispiel (tagesschau.de-Archiv) für diesen sprichwörtlichen Gebrauch sei die Tagesschau-Meldung „Wirtschaftskrieg in Lateinamerika – Die USA verlieren ihren ‚Hinterhof‘“ vom 2. Mai 2005 angeführt.
  21. Wolfgang G. Schwanitz: Amerikas ungeschriebene Islampolitik (Memento vom 27. September 2011 im Internet Archive) (PDF; 747 kB), Auslandsinformationen der Konrad-Adenauer-Stiftung 9 (2006), I, S. 4–29.
  22. Wolfgang G. Schwanitz: Amerikas ungeschriebene Islampolitik, Auslandsinformationen der Konrad-Adenauer-Stiftung, 10 (2006), II, S. 89–116, hier S. 100.
  23. Dominik Peters: Saudi-Arabien versus Iran – Die Pyromanen. Spiegel Online. 26. November 2017
  24. Explosives Abkommen. In: Zeit online, 9. Dezember 2006. Funddatum: 22. Dezember 2007.
  25. Matthew Brunwasser: For Bulgarian villagers, U.S. bases mean jobs. In: The International Herald Tribune, 28. April 2006. Zugriff am 22. Dezember 2007.
  26. . sueddeutsche.de. 20. Juli 2018
  27. vgl. Avalon Project: United Nations Participation Act, December 20, 1945. In: A Decade of American Foreign Policy 1941–1949. n. d. Abgerufen am 10. August 2011.
  28. vgl. Avalon Project: Amendment of United Nations Participation Act, October 10, 1949. In: A Decade of American Foreign Policy 1941–1949, n. d. Abgerufen am 10. August 2011.
  29. vgl. National Archives: Executive Order 10108 – Designating the United States Mission to the United Nations and Providing for Its Direction and Administration. In: Federal Register. n. d. Abgerufen am 10. August 2011.
  30. Vgl. US Department of State: Reports, n. d. Abgerufen am 10. August 2011.
  31. „Der Luzifer-Effekt: die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen“ von Philip Zimbardo, 2007 Spektrum Verlag. ISBN 978-3-8274-1990-3.
  32. Süddeutsche Zeitung online am 25. April 2011: Wikileaks enthüllt Geheimpapiere zu Guantanamo. Abgerufen am 29. April 2011.
  33. The Guardian am 25. April 2011: Guantánamo leaks lift lid on world's most controversial prison. Abgerufen am 29. April 2011 (englisch).
  34. „Foltern und Foltern lassen – 50 Jahre Folterforschung und -praxis von CIA und US-Militär“ von Alfred W. McCoy, Juli 2005 Zweitausendeins. ISBN 978-3-86150-729-1.
  35. „Amerikas Terrorkreuzzug – Kriege, Folter und Menschenrechtsverletzungen im 21. Jahrhundert“ von Dennis Kirstein, Mai 2008. ISBN 978-3-8370-5986-1.
  36. Tom Cohen: Leaked video reveals chaos of Baghdad attack. CNN, 7. April 2009, abgerufen am 19. August 2010 (englisch).
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