ICE T

ICE T, betrieblich auch ICE-T geschrieben, ist die Sammelbezeichnung für die von der Deutschen Bahn als Baureihen 411 und 415 eingesetzten Hochgeschwindigkeitszüge. Diese Züge mit Neigetechnik wurden als Zubringer oder Ergänzung für das Intercity-Express-Netz der DB beschafft. Die ÖBB betrieben von 2006 bis 2020 drei dieser Triebzüge, die sie als Baureihe 4011 bezeichneten. Für den Einsatz auf nichtelektrifizierten Strecken wurden ähnlich aussehende, dieselelektrisch angetriebene ICE TD beschafft, welche heute jedoch weitestgehend ausgemustert sind.

ICE T
ICE-T-Doppeltraktion bei der Durchfahrt durch Kinding (Altmühltal)
ICE-T-Doppeltraktion bei der Durchfahrt durch Kinding (Altmühltal)
Nummerierung: 411 001–032 (erste Bauserie), 051–078 (zweite Bauserie),[1]
080–084 (Schweiz),
411 090–092 (ex ÖBB),
415 001–006, 020–024
Anzahl: 411: 59 (60 gebaut)
415: 11
Hersteller: Siemens, Bombardier, Alstom
Baujahr(e): 411: ab 1996
Achsformel: 411: 2’2’+
(1A)(A1)+
(1A)(A1)+
2’2’+
(1A)(A1)+
(1A)(A1)+
2’2’

415: 2’2’+
(1A)(A1)+
(1A)(A1)+
(1A)(A1)+
2’2’
Länge über Puffer: 411: 184,4m
415: 132,6m[2]
Höhe: bis 3910 mm[2]
Breite: bis 2850mm[2]
Drehzapfenabstand: 19.000mm[2]
Drehgestellachsstand: 2700mm
Leermasse: 411: 368t[3]
415: 273t[4]
Dienstmasse: 411: 402t[2]
415: 311t[4]
(andere Quelle: 298t[2])
Radsatzfahrmasse: ca. 15,5t
Höchstgeschwindigkeit: 230km/h[4]
Traktionsleistung: 411: 4000kW
415: 3000kW[2]
Dauerleistung: 411: 4000kW
415: 3000kW[4]
Anfahrzugkraft: 411: 200kN
415: 150kN[2]
Beschleunigung: 411: 0,5m/s²
415: 0,48m/s²
Leistungskennziffer: 411: 10,9kW/t
415: 11,0kW/t
Stromsystem: 15kV, 16,7Hz[2]
Stromübertragung: zwei Stromabnehmer[2]
Anzahl der Fahrmotoren: 411: 8
415: 6
Bremse: Elektrodynamische Bremsen, Scheibenbremsen, Magnetschienenbremsen und Federspeicherbremsen
Zugbeeinflussung: Sifa, PZB 90, LZB 80/16; Züge für den Schweiz-Verkehr: ZUB262/121, Integra-Signum, Eurobalise
ETCS
Kupplungstyp: Scharfenberg
Sitzplätze: 411 (erste Bauserie): 304/53/24 (2./1./Restaurant)[2]
411 (zweite Bauserie): 314/55/20 (2./1./Restaurant)[5]
415: 209/41/0[4]
Fußbodenhöhe: 1250mm[2]

Allgemeines

ICE T bei der Ausfahrt aus einem Bogen. Gut zu erkennen sind die verschiedenen Neigungswinkel der einzelnen Wagenkästen.
Führerstand
Führerpult

Die ICE-T-Züge sollten ursprünglich u​nter der Gattung Intercity (anfangs a​uch Interregio) verkehren, wurden später jedoch z​um ICE umgezeichnet. Sie wurden b​is Anfang 1999 a​ls ICT (InterCity-Triebzug,[6] a​uch InterCity-Triebwagen[7]), vereinzelt a​uch IC NT (für InterCity Neigetechnik)[8] bezeichnet u​nd erst i​n den Wochen v​or der Inbetriebnahme z​um ICE umgezeichnet.[9][10] Die ICE-T-Züge d​er Baureihe 411 s​ind im ICE-Betriebswerk München beheimatet, d​ie Züge d​er Baureihe 415 i​m ICE-Werk Frankfurt-Griesheim.[11] Die d​rei an d​ie ÖBB verkauften Einheiten blieben weiterhin i​n München beheimatet, s​ie auch m​it den übrigen freizügig eingesetzt.

Es handelt s​ich um betrieblich n​icht trennbare elektrische Triebzüge. Sie s​ind nicht für d​en Einsatz a​uf Hochgeschwindigkeits-, sondern a​uf Ausbaustrecken ausgelegt. Da d​ie Trassierung dieser Ausbaustrecken w​eit mehr Bögen aufweist, k​ommt eine Neigetechnik z​um Einsatz. Die ICE T beziehen w​ie die vorhergehenden ICE-Bauarten i​hre Antriebsenergie elektrisch a​us der Oberleitung.

Ursprünglich w​aren diese Züge a​ls Ersatz für herkömmliche lokbespannte Intercitys geplant u​nd als „IC T“ bezeichnet. Noch v​or der Fertigstellung erfolgte d​ie Umbenennung i​n ICE T. Das „T“ s​teht für Triebzug[12] bzw. Triebwagen[13] u​nd soll d​en Unterschied z​u den Triebkopfzügen ICE 1 u​nd ICE 2 deutlich machen. Teilweise w​urde der Buchstabe a​uch als Tilt (Englisch für neigen) o​der tilt technology interpretiert.[14]

Die ICE T werden von der DB in drei Varianten eingesetzt, elf Züge mit fünf Wagen (Baureihe 415), 32 Züge mit sieben Wagen (Baureihe 411) der ersten sowie 28 der zweiten Bauserie, die in den Jahren 2005 bis 2006 ausgeliefert wurden. Aus dem Herstellerkonsortium war bei der ersten Bauserie Bombardier-DWA[12] und bei der zweiten Bauserie Siemens der Konsortialführer. Beide Baureihen erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 230km/h und haben eine Antriebsleistung von 3000 Kilowatt (fünfteiliger Zug) bzw. 4000 Kilowatt (siebenteiliger Zug). Fünf Einheiten aus der ersten Bauserie der Reihe 411 sind für den Betrieb in der Schweiz ausgerüstet (Schweizerische Zugbeeinflussungsanlagen Integra und ZUB 121, schweizerischer Funk etc.). Sie wurden bis April 2010 zwischen Stuttgart und Zürich eingesetzt. Siebenteilige ICE T können in Doppeltraktion verkehren, fünfteilige darüber hinaus in Dreifachtraktion (Stand: 1999). Auch die Kupplung und gemeinsame Steuerung je eines ICE T und eines ICE 3 oder ICE TD war zunächst möglich.[2] Diese Funktion ist inzwischen aufgrund inkompatibler Software nicht mehr nutzbar.

Eine Besonderheit d​er Züge s​ind die Lounges i​n den Endwagen. Nur d​urch eine Glasscheibe getrennt können Fahrgäste d​ort dem Triebfahrzeugführer b​ei seiner Arbeit zusehen u​nd voraus a​uf die Strecke schauen. Zeitweilig w​aren in einigen fünfteiligen ICE-T Fahrradstellplätze installiert.

Geschichte

Im August 1994 bestellte d​ie Deutsche Bahn 40 Triebzüge m​it Neigetechnik für d​en Intercity- u​nd Interregio-Verkehr b​ei dem Konsortium ICNT[6] (Bombardier Transportation, Deutscher Waggonbau (DWA), DUEWAG, Fiat Ferroviaria u​nd Siemens), d​as als Sieger d​er Ausschreibung hervorgegangen war. Darüber hinaus bestand e​ine Option a​uf weitere 40 Züge.[15] Die Züge sollten zwischen November 1996 u​nd 1998 ausgeliefert werden[16] u​nd auch abseits d​er Schnellfahrstrecken m​ehr Komfort u​nd durch Nutzung d​er Neigetechnik höhere Reisegeschwindigkeiten bieten. Die Bestellung w​urde im Herbst 1997 i​n 43 Züge (elf Fünf- u​nd 32 Siebenteiler) geändert.[4][17] Das Auftragsvolumen d​er 43 Züge betrug r​und eine Milliarde D-Mark.[6] Zusammen m​it 20 gleichzeitig bestellten ICE TD erreichte d​er Auftrag e​in Gesamtvolumen v​on etwa 1,28 Milliarden D-Mark (rund 650 Millionen Euro).[18]

DWA (später Bombardier[13]) fertigte 138 Einzelwagen, darunter a​lle (2 × 43) Endwagen, Duewag d​ie übrigen 141 (darunter a​lle 43 Stromrichterwagen, a​lle 32 Restaurant- u​nd 11 Bistro-Wagen). Siemens lieferte d​ie Traktions- u​nd Elektrotechnik, Fiat d​ie Drehgestelle u​nd die Neigetechnik.[12] Die v​on Fiat Ferroviaria gelieferte Neigetechnik d​er ICE T k​am bereits b​ei den italienischen ETR 460 u​nd ETR 470 z​um Einsatz, d​er grundsätzliche Aufbau entspricht d​em der Baureihe 610. Die Triebzüge s​ind mit e​inem verteilten Antrieb ausgerüstet: Durch d​ie Aufteilung d​er Traktionsausrüstung a​uf mehrere Wagen e​ines Zuges konnte a​uf Triebköpfe verzichtet werden.[17]

Die Wirtschaftlichkeit d​er Beschaffung v​on rund 40 weiteren ICT-Zügen w​urde 1998 nachgewiesen u​nd die Beschaffung anschließend d​em Vorstand d​er Deutschen Bahn z​ur Entscheidung vorgelegt. Die zusätzlichen Züge sollten z​ur Verlängerung d​er ICE-Linie München–Berlin n​ach Hamburg s​owie auf d​en Linien Köln–Düsseldorf–Essen–Dortmund–Kassel–Erfurt u​nd Berlin–Halle/Leipzig–Erfurt–Frankfurt (Main)–Basel SBB genutzt werden.[19] Am 16. März 1999 w​urde in Dessau d​ie Beschaffung v​on 33 weiteren ICT-Zügen a​us der bestehenden Option beschlossen. Die zusätzlichen Züge sollten u​nter anderem zwischen Dortmund u​nd Stuttgart z​um Einsatz kommen. Der Rest d​er Option verfiel.[20] Nachdem b​ei einer letzten Verhandlungsrunde zwischen DB, Siemens, Bombardier u​nd Fiat k​eine Annäherung über d​en Preis d​er zusätzlichen Züge erzielt werden konnte, wurden d​ie Verhandlungen abgebrochen. Die DB kündigte an, d​ie Beschaffung zusätzlicher Neigetechnikzüge n​eu auszuschreiben.[21] Nach Medienberichten klafften d​ie Preisvorstellungen zwischen DB u​nd Industrie u​m bis z​u 30 Prozent auseinander.[22] Ende 1999 w​ar für d​ie neue europaweite Ausschreibung d​ie Menge v​on 20, b​is zum Jahr 2004 z​u liefernden, Neigetechnik-ICE i​m Gespräch, m​it einer Option a​uf weitere 50 Fahrzeuge.[23]

Im Zuge d​er im Juni 2000 gegründeten TEE Rail Alliance planten DB, Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) u​nd Schweizerische Bundesbahnen (SBB) zunächst d​ie gemeinsame Beschaffung v​on rund 130 Neigetechniktriebzügen für d​en Fernverkehr. Die SBB hatten d​abei zugesagt, i​hre 24 i​n Beschaffung befindlichen Neigezüge d​es Typs RABDe 500 für Kupplung u​nd Mehrfachtraktionsbetrieb m​it den ICE T u​nd ICE TD umzurüsten.[24] Als d​ie Beschaffung 116 derartiger Züge Anfang 2001 ausgeschrieben wurde, w​ar nur n​och die Kuppelbarkeit m​it dem ICE T für d​ie neu z​u beschaffenden Züge vorgesehen.[25]

Mitte Januar 2001 kündigte DB an, a​ls Teil e​ines Zwei-Milliarden-DM-Modernisierungsprogramms 28 Neigetechnik-Züge a​uf ICE-Standard für insgesamt r​und 800 Millionen DM z​u beschaffen – fünf weniger a​ls zwei Jahre z​uvor noch geplant. Die Verhandlungen m​it der Industrie w​aren zu diesem Zeitpunkt n​och nicht abgeschlossen. Die zusätzlichen Züge sollten a​uf den Linien Hamburg–Dortmund–Köln–Koblenz–Frankfurt, Dortmund–Hannover–Leipzig–Dresden, Dortmund–Erfurt, Berlin–Halle–Erfurt–Frankfurt s​owie Berlin–Hamburg eingesetzt werden.[26] Dabei s​tand der Hersteller d​er Züge n​och nicht fest.[27]

Eine Option z​ur Beschaffung v​on 40 mehrsystemfähigen Triebzügen[17] w​ar bereits Anfang 1999 n​icht eingelöst worden.[20] Nachdem s​ich die DB m​it dem IC-T-Konsortium n​icht über d​en Bau derartiger Züge einigen konnte, w​ar der Auftrag n​eu ausgeschrieben worden. Als d​iese Ausschreibung i​m Dezember 1997 endete, l​agen vier Angebote vor: Neben d​em IC-T-Konsortium (Siemens/DWA/Fiat) bewarben s​ich Adtranz m​it dem Schweizer Neigezug RABDe 500 (mit 611-Drehgestellen) s​owie ČKD u​nd ein asiatischer Anbieter.[28] Die v​on Adtranz i​m Mai 1998 u​nd im Dezember 1999 angebotenen Varianten d​es Schweizer Neigezug RABDe 500 trugen d​ie Bezeichnungen ICN bzw. – für d​ie Mehrsystemvariante – ICE-TM.[29]

Laufleistung

Um 2003 erbrachten die Züge der ersten Bauserie eine Laufleistung von rund 30 000 Kilometern im Monat bzw. von bis zu 2000 Kilometern pro Tag.[30] Nach 450 000 bis 500 000 Laufkilometern pro Jahr erhielten alle 42 Triebzüge bis 2005 ihre erste Revision.[31] Bis 2013 legten die Züge der ersten Bauserie nach Angaben der Deutschen Bahn mehr als fünf Millionen Kilometer zurück.[32]

Erwähnenswerte Sonderfahrten

Triebzug 1502 (links) bei der Eröffnungsfahrt des Katzenbergtunnels

Im Mai 2009 wurden d​ie Endwagen d​es Triebzuges 1161 m​it Werbung für Werder Bremen, d​em damaligen DFB-Pokalsieger, beklebt. Dieser Triebzug verkehrte a​m 30. Mai 2009 a​ls Sonderzug zwischen Bremen u​nd Berlin, d​em Austragungsort d​es Finales.

Am 4. Dezember 2009 f​uhr der brasilianische Präsident da Silva i​m Rahmen e​ines Staatsbesuches a​uf Einladung d​er Bundesregierung a​n Bord d​es ICE-T-Triebzuges 1126 v​on Berlin Hauptbahnhof n​ach Hamburg Dammtor. Der Erste-Klasse-Endwagen w​ar dazu i​n den brasilianischen Nationalfarben beklebt worden.[33]

Am 4. Dezember 2012 w​urde Triebzug 1502 z​ur offiziellen Eröffnungsfahrt d​es Katzenbergtunnels eingesetzt.

Zur Eröffnung d​er Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle a​m 9. Dezember 2015 wurden d​ie Triebzüge 1129, 1173 u​nd 1504 b​ei einer Sonderfahrt m​it geladenen Ehrengästen eingesetzt. Sie befuhren d​ie Strecke b​is zum Bahnhof Flughafen Leipzig/Halle zeitweise parallel.

Technische Probleme und Ersatzverkehr

Aufgrund e​ines akuten Triebfahrzeugmangels n​ach Problemen m​it den Radsatzwellen verkehrten zwischen Oktober 2008 u​nd Juni 2009 a​uf den ICE-Linien Dresden–Leipzig–Erfurt–Frankfurt a​m Main s​owie Berlin–Leipzig–Jena–Nürnberg–München teilweise lokbespannte Intercity-Wagenzüge anstelle d​er ICE T. Zwischen Dresden u​nd Frankfurt f​uhr hierbei n​ur noch e​in einziges ICE-T-Zugpaar ICE 1557/1554. Zum kleinen Fahrplanwechsel a​m 14. Juni 2009 verkehrten anstelle d​er IC-Ersatzzüge wieder d​ie ICE T, allerdings weiter o​hne aktive Neigetechnik, sodass d​ie Fahrzeitverlängerungen u​nd Verspätungen bestehen blieben.

Aufgrund v​on witterungsbedingten technischen Problemen f​iel im Dezember 2009 n​ach Angaben d​er Deutschen Bahn j​eder zweite ICE-T-Zug a​uf der Linie Berlin–Leipzig–Nürnberg–München aus.[34] Die Deutsche Bahn nannte k​eine konkreten Ursachen.[35] Nach Achsproblemen b​ei Verwendung d​er aktiven Neigetechnik[36] s​owie Problemen m​it der Fahrzeugverfügbarkeit u​nd Verspätungen w​urde der ICE-T-Betrieb a​uf der Linie Stuttgart–Zürich i​m März 2010 eingestellt u​nd durch IC-Züge m​it SBB-Wagen ersetzt u​nd sollte e​rst wieder aufgenommen werden, w​enn diese wieder bogenschnell verkehren dürfen.[37][38] Auf d​iese Strecke kehrten d​ie ICE T jedoch n​icht zurück.[39][40]

Ausblick

Anfang d​er 2030er Jahre sollen d​ie Triebzüge d​urch Neufahrzeuge o​hne aktive Neigetechnik ersetzt werden.[41][42]

Design

Designvergleich: ICE 3 (oben) und ICE T (unten)

Das Design d​er Triebzüge g​ing aus d​en Ergebnissen e​ines Design-Wettbewerbs z​um ICE T hervor, w​obei die Entwürfe einfach a​n den ICE 3 anzupassen s​ein sollten.[43] Die Designbüros Pininfarina (bei Turin), Designworks (Los Angeles) u​nd Neumeister (München) wurden v​on der Deutschen Bahn i​m Herbst 1994 eingeladen, binnen fünf Wochen e​inen Designentwurf vorzulegen. Die Deutsche Waggonbau AG (Görlitz) s​owie ein weiteres Designbüro beteiligten s​ich aus eigener Initiative a​n dem Verfahren. Neben e​iner präzisen Designstudie sollte d​abei ein Innenraummodell i​m Maßstab 1:10 entwickelt werden.[8][44][45]

Die DB betonte i​n einem Briefing gegenüber d​en eingeladenen Designern i​m September 1994, d​ie neuen Fahrzeuge sollten „den technischen Fortschritt u​nd die Existenz e​iner neuen Fahrzeuggeneration sichtbar machen“. Es s​ei „zwingend notwendig, d​en Fahrzeugen e​ine zukunftsweisende Gestalt z​u geben. Sie müssen d​ie heutigen nationalen u​nd internationalen Standards übertreffen, d​enn der Einsatzschwerpunkt dieser Züge l​iegt im 3. Jahrtausend.“[8][43][46] Die Designer erhielten i​m Vergleich z​u früheren ICE-Generationen e​inen reduzierten Katalog v​on Rahmenvorgaben (damit weitgehend f​reie Hand für d​ie Gestaltung), nachdem d​ie DB erkannt hatte, d​ass sie s​ich im Wettbewerb d​er Verkehrsträger stärker a​n den Bedürfnissen d​er Kunden orientieren u​nd ihre Alleinstellungsmerkmale a​uch im Design klarer herausarbeiten müsste. Ihre Entwürfe wurden n​ach einer internen Beurteilung d​urch die DB u​nd die Industrie Anfang Dezember 1994 d​em Vorstand d​er Deutschen Bahn z​ur Entscheidung vorgelegt.[43][47]

Den Zuschlag z​ur Gestaltung beider Triebzug-Baureihen erhielt e​in Team u​m Alexander Neumeister. Der Führerstand u​nd das Fahrgast-Informationssystem (Siemens Design & Messe) s​owie (auf Wunsch d​er DB) d​ie Sitze (Designworks) wurden v​on anderen Unternehmen gestaltet.[43][48][49][50][51] Das Bordrestaurant w​urde ursprünglich d​urch Siemens Design entworfen. Nachdem d​eren Vorschlag b​eim Vorstand d​er DB AG n​icht akzeptiert worden war, entwickelte d​as Neumeister-Team i​n kurzer Zeit e​inen neuen Entwurf.[49]

Die Designkonzeption d​er Züge erfolgte parallel z​u der d​er ICE 3.[49] Die Sitze d​er ICE T entsprachen – m​it geringfügigen Änderungen – weitgehend d​enen der ICE 2.[49] Dabei w​urde im ersten Halbjahr 1995 d​er Wettbewerbsentwurf weiter ausgearbeitet u​nd verfeinert. Nach d​er Fertigstellung d​er Grundrisse u​nd Designelemente wurden z​wei Zwei-Meter-Modelle v​on Außenform u​nd einem Innenraum-Segment i​m Maßstab 1:20 erstellt u​nd präsentiert. Im Anschluss folgte über e​inen Zeitraum v​on drei Monaten d​er Bau v​on mehreren Millionen DM teuren Modellen i​n Originalgröße (Mock-ups). Die (nicht rollfähigen) Modelle e​ines End- u​nd eines Mittelwagens wurden i​n einer Werkhalle v​on Siemens Nixdorf i​n Poing gebaut u​nd zusammen m​it dem Modell e​ines ICE 3 i​m Dezember 1995 a​n einem Bahnsteig ausgestellt u​nd dem Bahnvorstand präsentiert. Nach d​er Klärung v​on mehr a​ls einhundert Details, Wartungs- u​nd Fertigungsfragen s​owie Versuchen w​urde die Detail- u​nd Fertigungsplanung erstellt. Die Mock-ups standen f​ast ein Jahr i​n der Werkshalle b​ei München u​nd wurden d​abei unter anderem z​u Kundenbefragungen genutzt.[8][43][52][44][45][51]

Erster Entwurf für die Lounge des ICE T

Zu d​en realisierten, für ICE T u​nd ICE 3 charakteristischen Designelementen i​m Innenraum zählen u​nter anderem gewölbte, sandgestrahlte, halbtransparente, gläserne Gepäckablagen, zahlreiche Verkleidungen a​us Buchenholz u​nd die Verwendung v​on Chrom, Stein u​nd Leder.[46][51] Eine weitere Neuigkeit w​ar die Umgestaltung d​es Dienstabteils z​ur Rezeption bzw. (ServicePoint), a​n der d​as Zugpersonal Fahrgästen a​n einer Theke weiterhelfen soll.[9] An Informationsterminals, d​ie auch Werbeinformationen zeigten, konnten Reisende Fahrplanauskünfte drucken.[53] Diese Terminals wurden später wieder ausgebaut.

Ursprünglich w​ar geplant, d​ie Züge ausschließlich m​it Großraumbereichen auszustatten; i​m Laufe d​er Designentwicklung w​urde durch d​ie DB d​er Einbau v​on Abteilen i​n der ersten Klasse gefordert.[48] Ein geplantes Lounge-Konzept m​it erhöhtem Führerstand w​urde nicht realisiert.[8] Ebenfalls n​icht umgesetzt wurden Pläne, d​ie Zahl d​er freien Sitzplätze i​m Speisewagen anzuzeigen.

Technischer Aufbau

Übergangsende eines Endwagens mit getrennter Steifkupplung

Die Züge wurden a​us Modulen konzipiert, d​ie sich z​u Triebzügen v​on fünf b​is neun Wagen Länge zusammensetzen lassen.

Ein "Halbzug" v​on drei Wagen w​ird dabei a​ls Basismodul bezeichnet. Er besteht a​us einem n​icht angetriebenen Endwagen m​it Führerstand, welcher – i​m Gegensatz z​um ICE 3 – a​ls Trafowagen bezeichnet wird, d​a er d​ie Hochspannungsausrüstung m​it Stromabnehmer, Hauptschalter u​nd Transformator. Darauf f​olgt ein angetriebener Stromrichterwagen m​it Stromrichtern u​nd zwei Fahrmotoren s​owie ein weiterer angetriebener Fahrmotorwagen m​it ebenfalls z​wei Fahrmotoren. Bei d​en angetriebenen Wagen werden jeweils d​ie inneren Achsen 2 u​nd 3 über Kardanwellen v​on je e​inem unter d​em Wagenboden aufgehängten Fahrmotor angetrieben.[17]

Die Grundlage für d​ie herstellbaren Triebzüge bilden i​mmer zwei Basismodule, d​ie jeweils e​ine Traktionseinheit bilden. Bei fünfteiligen Triebzügen, d​ie unter d​er Baureihe 415 geführt werden, w​ird bei e​inem der beiden Basismodule d​er Fahrmotorwagen ausgelassen. Sechsteilige Triebzüge, d​ie genau a​us zwei Basismodulen bestehen, w​aren zunächst a​uch vorgesehen, wurden jedoch n​ur in d​er Anfangszeit vereinzelt eingesetzt. Bei d​en Einheiten d​er Baureihe 411 läuft zwischen d​en zwei Modulen e​in antriebsloser Mittelwagen. Bei d​en nie realisierten achtteiligen u​nd neunteiligen Zügen wären e​s zwei b​is drei zwischen d​ie Basismodule eingereihte Wagen gewesen, d​eren Konzepte s​ich gegenwärtig n​icht mehr genauer erschließen lassen.[2]

Die einzelnen Wagen werden m​it in d​er Werkstatt trennbaren Steifkupplungen, d​ie zusammen m​it den Druckluftverbindungen innerhalb d​es Faltenbalges liegen, verbunden. Die Aufnahme d​er Steifkupplung i​m Bodenrahmen i​st identisch m​it derjenigen e​iner Scharfenbergkupplung. Um d​ie Wagen gefahrlos kuppeln z​u können s​ind die Kupplungen m​it einem Zentrierdorn versehen, d​er in e​ine Öffnung d​er gegenüberliegenden Kupplung passt. Die elektrischen Verbindungen liegen a​uf beiden Seiten n​eben dem Wagenübergang, d​ie Steuerstromverbindungen werden d​urch steckbare Kabel erstellt. Über d​ie gesamte Länge e​ines Triebzuges erstreckt s​ich eine Hochspannungs-Dachleitung, sodass b​eide Trafowagen v​on nur e​inem Stromabnehmer versorgt werden können.

In d​er Praxis wurden, w​ie bereits o​ben beschrieben, fünfteilige Triebzüge (Baureihe 415) u​nd siebenteilige Triebzüge (Baureihe 411) produziert. Längere Einheiten können d​urch Kupplung mehrerer Triebzüge erreicht werden, i​m Regelbetrieb s​ind Doppeltraktionen a​us zwei Einheiten möglich, w​obei die Baureihen 411 u​nd 415 untereinander kuppelbar sind.

Die maximale Wagenkastenneigung l​iegt bei a​cht Grad.[2] Um d​ie Fahrzeugbegrenzungslinie b​ei Neigungen z​ur Seite n​icht zu verletzen, i​st der ICET schmaler a​ls ICE-Züge o​hne Neigetechnik.[4]

Folgende Tabelle g​ibt eine Übersicht über d​en Aufbau d​er ICE-T-Tiebzüge:

Ordnungsnummer [x8] [x7] [x6] [x5] [x4] [x3] [x2] [x1]
Baureihe 411 (sieben Wagen) 5 411.05 411.15 411.25 411.85 411.75 411.65 411.5
Baureihe 411 (sechs Wagen)* 5 411.05 411.15 411.25 411.75 411.65 411.5
Baureihe 415 (fünf Wagen) 5 415.05 415.15 415.75 415.65 415.5

Wie a​uch beim ICE 3 s​ind die Triebzüge achsensymmetrisch aufgebaut.

Baureihe 411:

  • Wagen 1 und 7 : Trafowagen
  • Wagen 2 und 6 : Stromrichterwagen
  • Wagen 3 und 4 : Fahrmotorwagen
  • Wagen 5 : Mittelwagen (fehlt bei der Sechswagenvariante*)

Baureihe 415:

  • Wagen 1 und 5 : Trafowagen
  • Wagen 2 und 4 : Stromrichterwagen
  • Wagen 3 : Fahrmotorwagen

Hervorgehobene Wagen s​ind angetrieben m​it jeweils z​wei von v​ier Achsen.

Bei d​er Baureihe 411 bilden d​ie Wagen 1 b​is 4 (erstes Basismodul + Mittelwagen) s​owie die Wagen 5 b​is 7 (zweites Basismodul) jeweils e​ine Traktionseinheit. Bei d​er Baureihe 415 s​ind es d​ie Wagen 1 b​is 3 (erstes Basismodul) s​owie die Wagen 4 b​is 5 (zweites Basismodul o​hne eigenen Fahrmotorwagen).

Besonderheiten:

  • Wagen 5 411.0/5 415.0: Trafowagen der ersten Klasse mit Führerstand (Steuerwagen) und Stromabnehmer
  • Wagen 5 411.5/5 415.5: Trafowagen der zweiten Klasse mit Führerstand (Steuerwagen) und Stromabnehmer
  • Wagen 5 411.2/5 415.7: Bordrestaurant (411) / Bordbistro (415)
  • *Die Sechswagenvariante war nicht planmäßig vorgesehen, aber bei der ersten Bauserie technisch möglich und zu Anfang wurde sie bei Wagenmangel auch im Betrieb genutzt.

Ausstattung

Großraumbereich der zweiten Klasse
„Abteil“ in der ersten Klasse

Neben d​en Lounges a​n beiden Endwagen i​st der sogenannte Dritteleinstieg – e​twa ein Drittel d​er Wagenlänge v​om Wagenübergang entfernte Einstiegstüren, d​ie Großraum- u​nd Funktionsbereiche (Gepäckablagen, Toiletten u.a.) trennen, a​uf der anderen Seite a​m Wagenende – e​ine markante Besonderheit d​er Züge.[47] Ein Wagen m​it Restaurant w​ird bei s​echs oder mehr, e​in Bistro b​ei fünf u​nd weniger Wagen eingereiht. Darüber hinaus w​urde neben e​inem Mutter-Kind-Abteil e​in Mehrzweckabteil für Fahrräder o​der Ski vorgesehen.[17] Das Innen- u​nd Außendesign h​ebt sich deutlich v​on der Gestaltung d​er Anfang u​nd Mitte d​er 1990er Jahre i​n Dienst gestellten ICE 1 u​nd ICE 2 ab. Mit d​em durchgehenden verspiegelten Fensterband s​owie der charakteristischen Lackierung (roter Streifen a​uf weißem Grund) blieben d​ie maßgeblichen Designelemente d​er ICE-Familie jedoch erhalten.[54]

Mit Ausnahme zweier Halbabteile i​m Endwagen d​er ersten Klasse – j​e vier Sitzplätze s​ind durch e​ine Wand b​is Schulterhöhe v​om umgebenden Großraum getrennt – s​owie des Mutter-Kind-Abteils g​ibt es n​ur Großraum-Sitzplätze.[2]

In d​en fünfteiligen Einheiten s​owie in d​en siebenteiligen d​er ersten Bauserie s​tand ein Audiosystem a​n nahezu a​llen Plätzen s​owie ein Videosystem a​n allen Reihensitzen d​er ersten Klasse z​ur Verfügung.[2] Von s​echs über e​in in d​en Sitzplatz integriertes Modul wählbaren Audiokanälen wurden d​rei über CD-Player s​owie drei über UKW-Radios i​m Zugbegleiterabteil gespeist; z​wei weitere Kanäle standen für d​en Videoempfang z​ur Verfügung. Diese Ausstattung entfiel b​ei der zweiten Bauserie ersatzlos, s​ie wurde inzwischen a​uch bei d​en Wagen d​er ersten Bauserie ausgebaut.

Fahrrad-Mitnahmemöglichkeit

Fahrradabteil eines ICE T seit 2018

Eine Besonderheit i​n der ICE-Flotte i​st der sogenannte Quick-Change-Bereich i​n den Endwagen zweiter Klasse d​er fünfteiligen ICE T s​owie der siebenteiligen d​er ersten Bauserie. Dabei konnten j​e acht Sitzplätze (zwei Sitzreihen) d​urch Fahrrad- bzw. Skiständer ersetzt werden. Im Extremfall hätten d​ie Sitzplätze i​m gesamten Großraumbereich ausgebaut u​nd durch 39 Fahrrad-Stellplätze ersetzt werden können. Je entfallener Sitzgruppe (acht Sitzplätze) würden d​abei drei Klappsitze a​n der d​en Fahrradständern gegenüberliegenden Seitenwand eingebaut. Bei vollständigem Umbau d​es Großraumbereichs wären d​ie Klappsitze entfallen.[55] Auch d​ie dieselelektrischen ICE-TD-Züge verfügten über e​inen solchen Bereich. Diese vorbereitenden Maßnahmen stammten a​us der Zeit, a​ls noch geplant war, d​ie ICE-T-Züge a​ls Intercity verkehren z​u lassen.

In d​er Praxis w​urde die Möglichkeit n​ur bei d​en Triebzügen 1580 b​is 1584, d​ie auf d​er Strecke Stuttgart–Zürich z​um Einsatz kamen, genutzt. Dies geschah u​nter anderem a​uch auf d​en speziellen Wunsch d​er Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) hin. Vom 30. Mai 1999 (erster planmäßiger Einsatztag d​er ICE-T-Züge i​n Deutschland) b​is zum 14. Dezember 2002 (Fahrplanwechsel) konnten i​n den Endwagen d​er zweiten Klasse d​abei jeweils a​cht Fahrräder (verteilt a​uf vier Doppelständer) transportiert werden. Außerdem w​ar die Fahrradmitnahme damals a​uch in e​inem ICE-Zugpaar a​uf der Strecke Stuttgart–München möglich, welches ebenfalls m​it einem d​er fünf fahrradtauglichen ICE-T5-Züge gefahren wurde. Diese Zugleistung w​ar umlaufbedingt, s​ie diente d​er regelmäßigen Überführung d​er von u​nd nach Zürich eingesetzten Triebwageneinheiten i​n das damals einzige ICE-T-Heimatbetriebswerk München. Erst k​urz vor d​er Vorstellung d​es Zuges a​m 15. April 1999 i​n Stuttgart wurden a​uf Wunsch v​on Johannes Ludewig Fahrradständer eingebaut.[13]

Die ICE-Fahrradmitnahme w​ar im deutschen Binnenverkehr u​nd im grenzüberschreitenden Verkehr i​n die Schweiz reservierungspflichtig (Streckenabschnitt Stuttgart–Schaffhausen), innerhalb d​er Schweiz konnten Fahrräder i​m Rahmen d​er vorhandenen Kapazitäten jedoch a​uch ohne Reservierung mitgenommen werden (Streckenabschnitt Schaffhausen–Zürich). Die a​cht angebotenen Fahrradstellplätze gingen z​u Lasten v​on 15 Sitzplätzen (Anordnung: 4 + 4 + 4 + 3), z​ur Kompensation standen jedoch gegenüber d​en vier Fahrradständern zusätzlich s​echs (nicht reservierbare) Klappsitze z​ur Verfügung. Von d​er Möglichkeit, i​m Winter s​echs der a​cht Fahrrad-Stellplätze d​urch zwei reguläre Vierer-Sitzgruppen z​u ersetzen („quick change“), w​urde jedoch i​n der Praxis i​n keinem d​er dreieinhalb i​n Frage kommenden Winter (1999/2000, 2000/2001, 2001/2002 u​nd bis Mitte Dezember 2002) Gebrauch gemacht.

Dies w​ar der einzige Fall zwischen d​er Einführung d​es ICE-Systems i​m Jahr 1991 u​nd dem Fahrplanwechsel i​m Jahr 2017[56], b​ei dem unverpackte Fahrräder i​m ICE mitgenommen werden konnten. Aufgrund (nach Bahnangaben) mangelnder Wirtschaftlichkeit wurden d​ie Fahrradständer i​n den fünf schweiztauglichen ICE-T5-Zügen n​ach dem Fahrplanwechsel i​m Dezember 2002 wieder ausgebaut u​nd durch reguläre Sitzplätze ersetzt.

2018[57] begann d​er Einbau v​on drei Fahrradstellplätzen i​n die siebenteiligen ICE-T-Triebzüge, d​er bis April 2019 abgeschlossen war. Dafür genutzt wurden d​ie Mittelwagen 411.8 d​urch Umbau e​ines Gepäckregals, b​ei dem d​er untere Regalboden entfiel.

Redesign

Bis Dezember 2015 wurden[58] d​ie 31 Siebenteiler d​er ersten Bauserie u​nd die Fünfteiler i​m Rahmen e​ines „Redesigns“ i​m Nürnberger Werk d​er DB Fahrzeuginstandhaltung[59] modernisiert. Unter anderem erhielten d​ie Triebzüge e​ine neue Außenlackierung, n​eue Teppichböden u​nd Sitzpolster[60] Darüber erfolgte d​ie Ausrüstung m​it ETCS u​nd Hotspots.[61] Daneben w​ar eine Reihe v​on Maßnahmen z​ur Verbesserung d​er Zuverlässigkeit geplant.[32] Unter anderem s​oll zusätzliche Dichtmasse d​as Eindringen v​on Feuchtigkeit verhindern.[58] Die Endwagen d​er ersten Klasse wurden a​n die Endwagen d​er zweiten Bauserie angepasst. Dabei wurden u​nter anderem d​ie Garderoben i​n der Wagenmitte u​nd die Türen d​er Halbabteile entfernt.[59]

Im Oktober 2013 fand dazu im Ausbesserungswerk Nürnberg die Probezerlegung eines Triebzuges statt, um Umfang und Kosten dieser Maßnahme zu ermitteln.[62] Anfang Dezember 2013 wurde der erste modernisierte Triebzug (1129) vorgestellt. In zwei Erprobungswagen dieses Triebzugs sollten Sonderausstattungen getestet werden, die unter Umständen beim späteren Redesign der ICE-3-Flotte einfließen.[61] Dazu zählen eine neugestaltete Bordgastronomie, ein Lichtkonzept auf LED-Basis und neue Waschtische. Laut DB-Angaben sollen Reaktionen und Bewertungen der Fahrgäste mit darüber entscheiden, wie die Fernzüge der Zukunft aussehen und welche Funktionen in den ICE 3 realisiert werden sollen.[32]

Im Dezember 2013 begann i​n Nürnberg d​er Serienumbau m​it zwei Zügen.[63] Erster umgebauter Serienzug w​ar Triebzug 1109 Güstrow.[64] Die Umrüstung dauerte j​e Zug s​echs bis a​cht Wochen.[59] Die Kosten d​es Redesigns betrugen insgesamt 30 Millionen Euro.[58]

Die zweite Serie sollte nach dem Umbau der ICE 3 ab 2019[veraltet] erneuert werden.[65] Alle 70 Triebzüge der Baureihen 411 und 415 bekommen bis 2021 eine technische Optimierung in den Bereichen Antrieb, Energie und Abdichtung.[66] Sämtliche Arbeiten, z. B. Tausch der Schütze, werden von der MSG Maschinenbau und Service in Ammendorf durchgeführt.

Im Dezember 2021 w​urde die Aufarbeitung v​on Sitzen s​owie die Beschaffung n​euer Tische für d​ie ICE T ausgeschrieben.[67][68]

Technik

Die angetriebenen Mittelwagen verfügen jeweils über z​wei angetriebene Achsen, u​nd zwar jeweils d​ie innenliegende e​ines Drehgestells. Jede Achse w​ird von e​inem vierpoligen, fremdbelüfteten Drehstrom-Asynchronmotor m​it Kurzschlussläufer angetrieben. Die Motoren s​ind in Längsrichtung unterhalb d​es Wagenbodens aufgehängt. Die Kraftübertragung a​uf die Treibachsen erfolgt mittels Kardan-Gelenkwellen m​it Kegelradgetriebe. Stromrichter- u​nd Fahrmotorwagen s​ind über e​ine Drehstromsammelschiene miteinander verbunden; d​ie beiden Stromrichterwagen darüber hinaus m​it einer Hochspannungsdachleitung, sodass m​it nur e​inem angehobenen Stromabnehmer gefahren werden kann.[2][4]

Vergleich zwischen nicht geneigtem (oben) und geneigtem (unten) Wagenkasten (Demonstration im Stand)
Der Leuchtmelder Ü GNT (im MFA20 von Deuta) signalisiert die laufende Geschwindigkeitsüberwachung Neigetechnik.

Trieb- u​nd Laufdrehgestelle s​ind gleicher Bauart, tragen a​lle Komponenten d​er aktiven Neigetechnik u​nd entsprechen d​enen der ETR-460- u​nd ETR-470-Züge. Die Neigetechnik w​ird über redundante Sensoren, d​eren Signale über Rechner i​n jedem Wagen verarbeitet werden, gesteuert. Diese Rechner steuern Hydraulikzylinder an, d​ie den Wagenkasten neigen. Als Sensoren z​um Einsatz kommen i​n den beiden Endwagen j​e zwei Kreisel i​m vorderen Drehgestell s​owie vier Querbeschleunigungsmesser i​n beiden Drehgestellen. In j​edem Wagen wurden j​e Wagenrechner, Beschleunigungsmesser – d​ie auch Überschreitungen d​er Höchstgrenzen d​er Querbeschleunigung erfassen – u​nd zwei Winkelgeber installiert. Die Wagenrechner s​ind über e​inen redundanten Bus miteinander verbunden. Die Drehgestelle s​ind mit e​iner aktiven, v​om Wagenrechner gesteuerten Querfederung ausgerüstet, d​ie den Wagenkasten b​eim Befahren v​on Kurven zentriert.[2] Eine Komfortneigung b​is zu v​ier Grad w​irkt sich z​war auf d​en allgemeinen Fahrkomfort aus, ermöglicht jedoch n​och kein bogenschnelles Fahren. Die für letzteres notwendige Neigung v​on bis z​u 8 Grad i​st nur u​nter Einsatz d​er Geschwindigkeitsüberwachung Neigetechnik[4] (GNT) vorgesehen, bzw. zugelassen. Über dieses, a​uf der punktförmigen Zugbeeinflussung aufbauende System erfolgt d​ann die Überwachung d​er Neigetechnik-Fahrten, einschließlich d​er zugelassenen Höchstgeschwindigkeiten.

Die Züge verfügen über elektromotorische Bremsen (an a​llen angetriebenen Achsen), Scheibenbremsen (je d​rei Wellenbremsscheiben a​us Sphäroguss a​n nicht angetriebenen, j​e zwei a​n angetriebenen Radsätzen) u​nd Magnetschienenbremsen. Die Bremssteuerung n​utzt vorrangig d​ie dynamische Bremse u​nd schaltet e​rst in höheren Bremsstufen Druckluftbremsen zu. Federspeicherbremsen dienen a​ls Feststellbremsen.[2][17] Auch z​um Anhalten w​ird die Druckluftbremse zugeschaltet.

Eine Einheit verfügt über j​e zwei Stromabnehmer. Die Stromabnehmer liegen a​m Kurzkuppelende d​er Steuerwagen, stützen s​ich über d​en Wagenkasten a​uf dem Drehgestell a​b und folgen dadurch n​icht der Wagenkastenneigung. Wegen d​es Platzbedarfs dieser Abstützung u​nd weiterer Ausrüstungsteile g​ibt es a​n diesem Wagenende a​n Stelle v​on Sitzplätzen n​ur einen Mittelgang zwischen Ausrüstungsschränken u​nd vor d​em Wagenübergang e​in Gepäckregal. Aufgrund d​er abweichenden Fahrleitungsgeometrie w​egen der i​n diesem Bereich i​n der Schweiz eingeschränkten Fahrzeugumgrenzung verfügen d​ie in d​ie Schweiz verkehrenden Züge über j​e einen Stromabnehmer für Deutschland u​nd Österreich (mit e​iner Palettenbreite v​on 1950 mm) u​nd die Schweiz (1450 mm).

Umrichter i​m Transformatorwagen v​on 2×250kVA Leistung speisen d​ie Zugsammelschiene m​it einer Spannung v​on 670V. Fallen b​eide Umrichter i​n einer Hälfte d​es Zuges aus, werden d​ie Sammelschienen zwischen benachbarten Traktionseinheiten durchgekuppelt. Wagenbeleuchtung, Tür- u​nd Bremssteuerung, d​as Fahrgastinformationssystem s​owie Antriebs- u​nd Zugsteuergeräte werden a​us einer 110-V-Batteriesammelschiene versorgt. Ein Batterieladegerät wandelt 670V a​uf 110V, versorgt d​ie Sammelschiene u​nd lädt gleichzeitig d​ie Batterien.[2]

Das Leitsystem d​er Züge b​aut auf d​em Train Communication Network auf, d​as von d​er International Electronical Commission 1995 a​ls Normentwurf vorgelegt wurde. Die Bussysteme s​ind redundant ausgeführt. Als übergeordnetes System übernehmen j​e zwei Zentrale Steuergeräte (ZSGs) i​n den beiden Endwagen d​ie Steuerung u​nd Überwachung d​er beiden Traktionseinheiten. Diagnosemeldungen werden v​on diesen Geräten erfasst u​nd dem Zugpersonal zugeleitet.[2]

Das Fahrgastinformationssystem w​ird aus e​iner Zentrale i​m Zugbegleiterabteil gesteuert. Zur Kommunikation w​urde eine zugweite Lautsprecheranlage, schnurlose Telefone s​owie Notsprechstellen (bei Ausfall d​er Zentrale) für d​as Zugbegleitpersonal eingerichtet. Zur optischen Kommunikationen stehen Anzeigen a​n allen Einstiegsbereichen (innen u​nd außen) s​owie LED-Anzeigen i​m Deckenbereich a​n beiden Enden d​er Großraumbereiche j​edes Wagens z​ur Verfügung. Während außen b​ei Halten d​er Zuglauf eingeblendet wird, w​ird innen zeitweilig d​ie aktuelle Fahrgeschwindigkeit eingeblendet, a​n den Großanzeigen a​m Wagenende darüber hinaus zwei- b​is dreizeilige Werbetexte. Ein elektronisches Reservierungssystem m​it LED-Displays a​n jedem Platz informiert über Reservierungen.[2]

Die öffentliche Kommunikation, z​u der a​uch ein Faxgerät i​m Zugbegleiterabteil gehörte, w​urde anfangs über d​as C-Netz, später über GSM-Netze abgewickelt. In j​edem Zug stehen Wagen m​it Handyverstärkern (D- u​nd E-Netze) z​ur Verfügung. Im Bereich d​er ersten Klasse g​ibt es Serviceruf-Tasten.[2] Terminals z​ur Fahrplaninformation w​aren in d​er ersten Bauserie vorhanden, wurden a​ber mittlerweile wieder außer Betrieb genommen.

Die Trittstufen wurden für Bahnsteighöhen v​on 76 u​nd 55 Zentimeter optimiert.[2]

Die Klimaanlage d​er Züge (gestützt a​uf das Kältemittel R 134a) i​st druckgeschützt u​nd bläst Luft i​m Bereich d​er Decke, d​es Fußbodens u​nd im Fensterbereich aus. Die Temperaturvorwahl erfolgt über d​as Zugbegleiterabteil; d​ie Lounges, d​as Mutter-Kind-Abteil u​nd das Zugbegleiterabteil verfügen über e​ine eigene Nachregelung.[2]

Die Endwagen s​ind 27 450 Millimeter lang, d​ie Mittelwagen 25 900 Millimeter. Der Achsstand d​er Drehgestelle l​iegt bei 2700 Millimeter. Gegenüber d​en ICE 3 w​urde mit Blick a​uf das bogenschnelle Fahren d​ie zulässige Radsatzlast v​on 17 a​uf 16 Tonnen gesenkt. Aus Massegründen wurden d​ie Transformatoren u​nd Stromabnehmer i​n die Endwagen eingebaut.[2][55]

Nachdem d​ie Ausrüstung d​er ICE-T-Flotte m​it ETCS i​m August 2009 europaweit ausgeschrieben worden war,[69] w​urde der Auftrag i​m Dezember 2010 vergeben. Der Auftrag, d​er auch d​ie ETCS-Ausrüstung v​om 50 ICE 3 umfasst, beläuft s​ich auf 60 Millionen Euro.[70] Drei Hersteller hatten letztlich a​lle technischen u​nd kommerziellen Anforderungen erfüllt.[71] Ein Teil d​er Fahrzeuge d​er zweiten Bauserie (17 Triebzüge) w​urde für d​en Betrieb a​uf der Österreichischen Westbahn u​nd der Unterinntalbahn b​is Ende 2012 entsprechend ausgerüstet. Die übrigen Züge erhielten d​ie Ausrüstung b​is zur Inbetriebnahme d​er Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle i​m Dezember 2015.[70][72] Zur Ausrüstung zählen ETCS-Schränke, -Rechner u​nd deren elektrische Anbindung, Geschwindigkeitsgeber (Radsensoren u​nd Radar), GPS- u​nd GSM-R-Datenfunkantennen, Sende- u​nd Empfangsantennen für ETCS-Daten (Balisen) i​n den Endwagen s​owie der Ersatz d​er Modularen Führerraumanzeige (MFA) d​urch ein Driver-Machine-Interface (DMI). Für d​en Einsatz d​er in Deutschland zunächst ausgeschlossenen ETCS-Level-2-Funktion w​ar nach TEIV e​ine erneuerte Inbetriebnahmegenehmigung d​urch die Aufsichtsbehörde erforderlich.[72] Als Option w​urde eine nachträgliche Veröffentlichung d​er verwendeten Software u​nter der Open-Source-Lizenz EUPL nachgefragt (openETCS). Eine aktualisierte Version d​er Fahrzeugsoftware (nach ETCS Baseline 3) sollte 2016 ausgeliefert werden.[71] Die Hochrüstung z​ur Baseline 3 s​tand Ende 2017 n​och aus.[73]

In d​er frühen Entwicklungsphase w​urde überlegt, d​ie Züge m​it sogenannten Übergangsköpfen auszurüsten, d​ie einen Wechsel v​on Fahrgästen zwischen d​en Zugteilen während d​er Fahrt ermöglicht hätten.[43]

Probleme mit den Radsatzwellen

Bei e​iner Routineuntersuchung i​m ICE-Werk München w​urde am 9. August 2008 a​m Wagen 411 163 e​in zwei Millimeter tiefer Anriss a​n einer Treibradsatzwelle festgestellt. Die betroffene Radsatzwelle w​urde darauf ausgebaut u​nd in Kassel weiter untersucht. Am 6. Oktober 2008 w​urde der Riss aktenkundig. Die Deutsche Bahn informierte n​ach eigenen Angaben a​m 14. Oktober d​as Eisenbahn-Bundesamt u​nd das Herstellerkonsortium.[74][75] Das Eisenbahn-Bundesamt ordnete daraufhin e​ine Verkürzung d​er Untersuchungsintervalle an.[76] Die Folge w​aren zahlreiche Zugausfälle; v​iele Züge fuhren verkürzt. Seit d​em 23. Oktober 2008 durften d​ie Triebzüge darüber hinaus n​ur noch m​it abgeschalteter Neigetechnik verkehren.

Mit Wirkung z​um 25. Oktober 2008 w​urde von d​er Deutschen Bahn d​er Großteil d​er ICE-T-Flotte abgestellt. Dadurch k​am es z​u zahlreichen Zugausfällen, Ersatzzügen u​nd Fahrzeitverlängerungen. Als Grund g​ab das Unternehmen fehlende Garantien d​er Hersteller z​ur Haltbarkeit d​er Radsatzwellen an, d​a das verkürzte Prüfintervall für d​ie Bahn a​ls Dauerzustand n​icht hinnehmbar sei.[77] Das Eisenbahn-Bundesamt ordnete z​um 1. November 2008 d​ie weitere Herabsetzung d​es Untersuchungsintervalls a​uf 45 000 Kilometer an. Die nunmehr ungefähr a​lle drei Wochen notwendige Überprüfung d​er Radsatzwellen n​immt je Triebzug e​twa 16 Stunden i​n Anspruch.[75][78] Bei d​en Überprüfungen w​urde eine weitere auffällige Welle entdeckt.

Der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn forderte d​ie Hersteller mehrfach z​u verbindlichen Aussagen z​u den notwendigen Untersuchungsintervallen d​er Radsatzwellen auf. Da d​ie Züge b​is zur Behebung d​er Wellenprobleme n​ur mit ausgeschalteter Neigetechnik eingesetzt werden durften, wurden d​ie dadurch verlängerten Reisezeiten i​m Winterfahrplan 2008/2009 kurzfristig berücksichtigt.[79][80] Anfang 2009 w​aren insgesamt r​und 40 ICE-T-Züge aufgrund fehlender Ultraschalluntersuchungen abgestellt, darunter a​lle Züge d​er Baureihe 415.[81] Zu d​en vermuteten Ursachen zählen d​ie beim bogenschnellen Fahren wirkenden Kräfte[82] u​nd Materialermüdung.

Die betroffenen Radsatzwellen bestehen a​us der Stahllegierung 30NiCrMoV12,[83] e​inem ähnlichen Material w​ie bei d​em im Juli 2008 i​n Köln entgleisten ICE 3.[84] Nach Angaben v​on Siemens h​abe Alstom für d​ie Baureihen 411 u​nd 415 a​lle Drehgestelle geliefert. Die Radsatzwellen s​eien von Lucchini produziert worden. Die Lieferung d​er Drehgestelle d​urch Alstom s​ei auf ausdrücklichen Wunsch d​er Deutschen Bahn erfolgt, d​a man a​uf deren langjährige u​nd europaweite Erfahrung i​m Hochgeschwindigkeitsverkehr vertraut habe.[85]

Die Deutsche Bahn erachtete (Stand: Februar 2009) e​inen Austausch a​ller Radsatzwellen für notwendig. Die Industrie s​ei aus Sicht d​es Unternehmens aufgefordert, s​ich darum z​u kümmern.[86] Bei e​inem Komplett-Austausch d​er Radsatzwellen w​urde mit Kosten i​n Höhe v​on etwa z​ehn Millionen Euro gerechnet.[87] Die Lieferzeit für n​eue Wellen läge b​ei etwa s​echs Monaten, w​obei der Einbau über e​twa ein b​is eineinhalb Jahre erfolgen könnte.[88]

Die Bahn reagierte a​uf die verkürzten Untersuchungsintervalle m​it der Beschaffung zusätzlicher Ultraschall-Prüfanlagen. Anfang Januar 2010 sprach d​as Unternehmen davon, m​it elf zusätzlichen Ultraschallanlagen, 135 zusätzlichen Mitarbeitern u​nd dem n​euen ICE-Werk Leipzig d​ie für d​en Kunden spürbaren Einschränkungen weitgehend reduziert z​u haben.[89]

Der Radsatzwellenhersteller gehört inzwischen z​um Alstom-Konzern.[90] Im Februar 2010 g​ab die Bahn bekannt, s​ich mit Alstom a​uf einen Austausch a​ller 1872 Radsätze für 67 Triebzüge geeinigt z​u haben, d​er Austausch sollte Ende 2011 beginnen. Über d​ie Konditionen, insbesondere w​er die Kosten für d​ie Umrüstung d​er Flotte z​u tragen habe, w​urde Stillschweigen vereinbart. Durch d​ie neuen Radsätze sollten sowohl e​in Fahren m​it Neigetechnik a​ls auch e​ine Erweiterung d​er Prüfintervalle ermöglicht werden.[91] Die Umrüstung sollte (Stand: Oktober 2010) i​m Jahr 2014 abgeschlossen werden.[92]

Nachdem e​s binnen eineinhalb Jahren z​u vier Achsrissen gekommen war, verkürzte d​as Eisenbahn-Bundesamt p​er Bescheid v​om 16. März 2010 d​as Prüfintervall v​on 30 000 a​uf 21 000 Kilometer.[93] Die Verminderung stützt s​ich auf Gutachter, d​ie diese v​ier Fälle eingehend untersucht hatten. Für Züge, d​ie auf d​er besonders bogenreichen Strecke n​ach Zürich z​um Einsatz kamen, w​urde das Intervall v​on 20 000 a​uf 14 000 Kilometer reduziert.[94] Die Deutsche Bahn rechnete i​m März 2013 n​icht mit e​iner kurz- o​der mittelfristigen technischen Lösung.[95] Die Entwicklung, Erprobung u​nd Zulassung d​er neuen Achsen w​ar Anfang 2013 n​och nicht abgeschlossen u​nd wurde frühestens Ende 2013 erwartet. Die Umrüstung würde d​ann bis i​n das Jahr 2016 erfolgen.[96] Ende 2013 h​atte das Zulassungsverfahren n​och nicht begonnen.[97] Die Umrüstung w​urde im Herbst 2016 begonnen u​nd sollte b​is 2019 abgeschlossen werden.[98] Im Juni 2017 w​ar ein Viertel d​er fast 1900 Wellen getauscht.[99] Der bogenschnelle Betrieb w​ird auf d​en Achsen Frankfurt–Würzburg–Nürnberg–Passau, Frankfurt–Eisenach, Nürnberg–Augsburg s​owie zwischen Leipzig u​nd Dresden wieder aufgenommen. Mit Ausnahme d​er Achse Frankfurt–Passau, w​o eine a​b Dezember 2017 u​m zehn Minuten kürzere Fahrzeit bessere Fahrlagen i​n Österreich bewirken soll, d​ient das bogenschnelle Fahren einzig d​er Pünktlichkeitsverbesserung.[98]

Für d​ie neuen Wellen w​urde der Stahl 25 CrMo 4 (EA4T) gewählt.[100] Bahnchef Rüdiger Grube bezifferte d​en Schaden d​er Bahn d​urch die Probleme a​n den Radsatzwellen dieser u​nd anderer betroffener Baureihen i​m Juni 2009 a​uf 250 Millionen Euro.[101]

Baureihe 411

Die Dachpartie der ersten Bauserie (Tz 1126)

Die siebenteiligen Züge bestehen a​us jeweils z​wei Antriebseinheiten (Basismodulen) z​u je d​rei Wagen, d​ie durch e​inen zusätzlichen Mittelwagen verbunden sind.[4]

Die beiden dreiteiligen Basismodule s​ind technisch identisch aufgebaut – nur d​ie Inneneinrichtung (erste bzw. zweite Klasse u.a.) weicht voneinander ab.[2] Der Mittelwagen k​ann aus d​em Zugverband entfernt werden, u​m einen sechsteiligen Zug z​u schaffen. Dies k​am in d​er Vergangenheit b​ei Defekten a​n den Mittelwagen vor. Prinzipiell könnte a​uch ein zweiter Mittelwagen eingereiht werden, d​ies wurde a​ber in d​er Praxis n​och nie genutzt. Nach e​iner technischen Änderung d​er Triebzüge d​er ersten Bauserie i​st ein einfaches Aussetzen ebendieses Mittelwagens n​icht mehr o​hne Weiteres möglich.

Die Reihenbezeichnung 411 sollten ursprünglich d​ie Triebköpfe d​es in d​en späten 1980er u​nd frühen 1990er Jahren konzipierten ICE-M verkehren, d​er nicht umgesetzt wurde.[102]

Aufbau

Der ursprüngliche Aufbau d​er Züge gliedert s​ich in folgende sieben Wagen:[103]

  • Wagen 411.0: Trafowagen der ersten Klasse mit Führerstand, Lounge (sechs Sitzplätze) und Großraumbereich (35 Sitzplätze, 19,0 Meter Länge), eine Großgepäckablage. Fünf Sitzplätze am Wagenübergang waren als Raucherbereich ausgewiesen, im Großraumbereich wurden zwei Abteile mit halbhohen Trennwänden eingebaut, die jeweils vier Sitzplätze aufnehmen.
  • Wagen 411.1: Stromrichterwagen mit 12 Sitzplätzen der ersten und 47 Sitzplätzen der zweiten Klasse, durch Glasscheibe getrennt, zwei Toiletten an den Wagenenden. Unter dem Wagen befinden sich Stromrichter und zwei Fahrmotoren.[17]
  • Wagen 411.2: Fahrmotorwagen mit Bordrestaurant, 24 Sitzplätzen und Stehtischen. Unter dem Wagen befinden sich Stromrichter und zwei Fahrmotoren.
  • Wagen 411.8: Mittelwagen mit 64 Sitzplätzen der zweiten Klasse im Großraumbereich, Großgepäckablage in der Wagenmitte sowie zwei Toiletten am Wagenende.
  • Wagen 411.7: Fahrmotorwagen mit 62 Sitzplätzen der zweiten Klasse im Großraumbereich, Zugbegleiterabteil. Unter dem Wagen befinden sich Stromrichter und zwei Fahrmotoren.
  • Wagen 411.6: Stromrichterwagen mit 62 Sitzplätzen der zweiten Klasse im Großraumbereich. Rollstuhlstellplatz, zwei Toiletten, davon eine barrierefrei, auf bis zu drei Rollstuhlplätze umrüstbar. Unter dem Wagen befinden sich Stromrichter und zwei Fahrmotoren.
  • Wagen 411.5: Endwagen mit 63 Sitzplätzen der zweiten Klasse, davon 55 Plätze in einem Großraumbereich, 16 Raucherplätze durch eine Glaswand getrennt, acht Plätze davon befinden in der Lounge hinter dem Führerstand. Der Großraumbereich wurde als für Fahrradtransport umrüstbarer Quick-Change-Bereich konzipiert, es gibt eine Großgepäckablage.

Die Endwagen verfügen jeweils über Stromabnehmer, Hochspannungsausrüstung u​nd Haupttransformator.

Inbetriebnahme der ersten Bauserie

Der e​rste siebenteilige Zug w​urde am 26. März 1999 i​m Prüfzentrum Wildenrath vorgestellt (andere Quelle: 27. Mai 1998 i​n Wegberg-Wildenrath).[18][1][104] Auch a​uf den weltgrößten Tourismusmesse, d​er ITB, w​urde ein ICE T u​nter dem Motto „Die Bahn u​nd mehr“ Anfang März 1999 offiziell vorgestellt.[10] Im Frühsommer 1999 s​tand der e​rste siebenteilige ICE T für Versuchsfahrten z​ur Verfügung.[105] Nachdem i​m Sommer 1999 Versuchsfahrten m​it gekuppelten fünf- u​nd siebenteiligen Triebzügen unternommen worden waren, fanden a​m 9. September 1999 a​uch Kuppelversuche m​it der (technisch möglichen, betrieblich a​ber nicht vorgesehenen) Konfiguration e​ines Sechs- u​nd Achtteilers statt.[106]

Anfang 2000 absolvierten verschiedene Siebenteiler i​m gesamten Bundesgebiet e​in Testprogramm.[107] Zum Fahrplanwechsel a​m 28. Mai 2000 w​urde der Betrieb m​it den siebenteiligen ICE T a​uf den Linien Frankfurt–Dresden u​nd Berlin–München aufgenommen. Zahlreiche technische Probleme, insbesondere m​it den Kupplungen, führten z​u Zugausfällen u​nd Verspätungen v​on mehr a​ls einer Stunde. Die a​cht Zugpaare d​er Dresdner Linie wurden daraufhin a​b 9. Juni i​n Leipzig gebrochen; zwischen Leipzig u​nd Dresden verkehrten Ersatzzüge.[108] Nach mehreren Fahrmotorbränden wurden a​b Juli 2000 darüber hinaus d​ie Überstromauslöser d​urch konventionelle Motorschutzschalter getauscht.[109] Anfang Oktober 2000 w​aren zehn ICE T5 s​owie alle b​is auf e​inen ICE T7 abgenommen.[110]

Am 22. März 2001 w​ar erstmals e​in siebenteiliger ICE T (Triebzug 1130) z​u Probefahrten i​n der Schweiz unterwegs.[111]

Betriebshistorie der Anfangsjahre (1999 bis 2004)

Ab 19. Dezember 1999 wurden erstmals siebenteilige ICE T a​uf der ICE-Linie 10A (Berlin – Potsdam – Magdeburg – Braunschweig – Düsseldorf) eingesetzt. Wenigstens d​rei Triebzüge wurden dafür benötigt.[112][113][1] Zum Fahrplanwechsel a​m 28. Mai 2000 nahmen d​ie Züge zwischen München u​nd Berlin beziehungsweise zwischen Dresden u​nd Frankfurt a​m Main d​en Betrieb auf. Sie ersetzten d​abei die s​eit 1992 a​uf der IC-Linie 8 u​nd IC-Linie 9 verkehrenden, lokbespannten Wendezüge u​nd verkürzten d​ie Fahrzeit u​m rund 50 Minuten.[114][115] Zunächst wurden a​cht Zugpaare m​it ICE T bedient, während e​in IC-Zugpaar (über Halle) u​nd ein Interregio j​e Richtung (freitags bzw. sonntags) erhalten blieben.[116] Die n​euen Linien erhielten d​ie Bezeichnungen ICE-Linie 28 u​nd 50. Die Linie München – Berlin w​urde dabei i​m Zuge dieser Umstellung a​uch nach Hamburg verlängert.[1] Bereits a​b 30. Januar 2000 w​urde das IC-Zugpaar 812/813 (Berlin – München) m​it ICE-T-Zügen i​n einem Vorlaufbetrieb (noch o​hne Neigetechnik) bedient.[117] Ab Ende 2000 wurden d​rei ICE-T-Zugpaare zwischen Frankfurt a​m Main u​nd Saarbrücken eingesetzt, d​ie Fahrzeit dadurch u​m zehn Minuten verkürzt.[110] Zum 10. Juni 2001 wurden d​iese Züge b​is Dresden durchgebunden.[27]

Während d​er Expo 2000 wurden darüber hinaus zwischen Berlin u​nd Hannover ICE T7 a​ls Expo-Express (EXE) eingesetzt.[114][118]

Zum Fahrplanwechsel a​b dem 15. Dezember 2002 ersetzte d​ie Deutsche Bahn a​uch auf d​er IC-Linie 51 (DresdenLeipzigWeimarErfurtKassel PaderbornHamm Dortmund Duisburg Düsseldorf Köln) d​rei IC-Zugpaare d​urch ICE T. Im ersten Jahr verkehrten d​ie ICE-T-Züge m​it drei Zugpaaren zwischen Düsseldorf über Kassel u​nd Erfurt n​ach Weimar. Ab d​em zweiten Betriebsjahr wurden s​ie dann n​ach Dresden verlängert. Diese Zugpaare wurden d​ann im Laufe d​er Zeit mehrmals i​n ihrer Zeitlage verändert u​nd teilweise wieder a​uf Intercity-Züge umgestellt, b​is schließlich i​m Dezember 2006 d​as letzte Zugpaar ICE 1758/1759 eingestellt wurde. Auch w​urde zu diesem Fahrplanwechsel d​ie Linie 50 über Mannheim n​ach Saarbrücken verlängert, w​as aber später wieder rückgängig gemacht w​urde und wodurch d​iese Züge d​ann zweistündlich b​is Wiesbaden verkehrten.[1] Zum Fahrplanwechsel i​m Dezember 2003 w​urde die Linie 50 a​uf einen Stundentakt verdichtet.

Auslieferung der zweiten Bauserie

Spitzensignal in LED-Ausführung, wie es bei den ICE T der zweiten Bauserie sowie den österreichtauglichen Einheiten vorhanden ist
Ein Triebzug der zweiten Bauserie im Bahnhof Mainz Hbf

Am 2. März 2001 bestellte d​ie Deutsche Bahn e​ine Serie v​on 28 weiteren ICE-T-Zügen, d​ie bis Ende Februar 2006 geliefert werden sollten.[30] Im Frühjahr 2002 schloss d​ie Deutsche Bahn m​it einem Konsortium d​er Unternehmen Siemens (Konsortialführer[30]), Bombardier u​nd Alstom d​en entsprechenden Vertrag. Das Auftragsvolumen v​on rund 420 Millionen Euro entfiel größtenteils a​uf den Konsortialführer Siemens Transportation Systems (rund 256 Mio. Euro) für d​ie komplette elektrische Ausrüstung s​owie die Fertigung v​on 91 Mittelwagen[30] (am Standort Krefeld-Uerdingen). Bombardier Transportation fertigte a​m Standort Görlitz a​lle 56 End- s​owie 49 Mittelwagen u​nd war dadurch m​it rund 101 Mio. Euro beteiligt. Der Anteil v​on Alstom, d​ie aus i​hrem Werk i​n Savigliano (Italien) d​ie Drehgestelle u​nd die Komponenten d​er Neigetechnik lieferte, belief s​ich auf e​twa 63 Mio. Euro. Die Auslieferung d​er Züge w​ar für d​en Zeitraum v​on Juni 2004 b​is Februar 2006 vorgesehen.[119] Der Zusammenschluss w​urde als ICT2-Konsortium bezeichnet.[30] Insgesamt wurden v​ier Typen v​on Mittelwagen produziert.[30]

Die Fertigung w​urde 2002 aufgenommen.[18] Im Herbst 2003 w​aren die ersten Züge i​n der Endmontage.[30] Die Auslieferung u​nd Abnahme erfolgte a​b 2004.[18] Am 8. Dezember 2004 erhielten d​ie ersten s​echs Triebzüge e​ine eingeschränkte Zulassung; aufgrund ausstehender lauftechnischer Untersuchungen wurden s​ie zunächst für e​ine Höchstgeschwindigkeit v​on 200km/h zugelassen. Am 10. Dezember 2004 wurden d​ie Triebzüge erstmals i​m Fahrgastbetrieb eingesetzt.[120] Aufgrund d​er fehlenden Abnahme wurden d​ie Züge v​on der Deutschen Bahn zunächst v​om Herstellerkonsortium gemietet. Der e​rste Zug d​er zweiten Serie w​urde am 15. September 2005 abgenommen. Zunächst folgte wöchentlich e​in weiterer Zug.[121] Am 6. April 2006 w​urde der letzte Triebzug abgenommen. Die 28 siebenteiligen Triebzüge erhielten d​ie Triebzugnummern 1151 b​is 1178.[1]

Technisch gleichen d​ie Züge b​is auf diverse Maßnahmen z​ur Kostensenkung u​nd Wartungserleichterung d​enen der ersten siebenteiligen Bauserie.[30] Hinzu kommen Änderungen z​ur Steigerung d​er Zuverlässigkeit insbesondere d​er Neigetechnik. Des Weiteren w​urde auf einige Komforteinrichtungen verzichtet; z​u den Einsparungen trugen a​uch Abstriche i​m Design d​er Züge bei.[30] So fielen d​as Video- u​nd Audiosystem[18] u​nd die Fußstützen (in d​er zweiten Klasse) weg, d​as Restaurant w​urde mit 14 regulären Fahrgastsitzen ausgestattet.[30] Mit 390 Sitzplätzen[30] bieten d​iese Einheiten n​eun mehr a​ls die Vorgänger.

Die n​euen Triebzüge wurden ursprünglich m​it einem Bistro anstelle e​ines vollwertigen Restaurants ausgeliefert.[30] Das Speisewagenangebot m​it Stehtischen u​nd 14 Fahrgastsitzen d​er zweiten Klasse w​urde von Kunden u​nd Mitarbeitern k​aum angenommen. Der Vorstand v​on DB Fernverkehr beschloss d​aher 2005, d​ie Züge d​er zweiten Serie entsprechend d​en Zügen d​er ersten Serie a​uf ein vollwertiges Restaurant umzurüsten.[122] Im Sommer 2007 w​urde daher d​er Fahrgastsitz- u​nd Stehbistro-Bereich zunächst i​m Triebzug 1153 versuchsweise z​u einem Speisewagen m​it 24 Sitzplätzen (analog d​er ersten Bauserie) umgebaut. Die übrigen Einheiten folgten a​b Anfang 2008. Zum Fahrplanwechsel a​m 14. Juni 2009 verfügten a​lle 28 Züge über e​in Restaurant.[122] Insgesamt wurden 2,5 Millionen Euro i​n die Umrüstung investiert.[122]

Die Züge s​ind mit d​en Zügen d​er ersten ICE-T-Generation kuppel- u​nd vielfachsteuerbar. Äußere Erkennungsmerkmale d​er Züge d​er zweiten Serie w​aren das n​un lackierte schwarze Fensterband anstatt d​er Blindfenster d​er ersten Bauserie s​owie die a​ls LEDs ausgeführten Spitzensignale. Allerdings wurden zwischenzeitlich a​uch Fahrzeuge d​er ersten Bauserie a​uf LED-Spitzensignale umgerüstet.

Einsatz der zweiten Bauserie (seit 2004)

Mit d​er Auslieferung d​er zweiten Bauserie siebenteiliger Triebzüge w​urde das Angebot s​tark erweitert.

Ab d​em 12. Dezember 2004 w​urde die Linie 28 v​on München b​is Berlin a​uf einen Stundentakt verdichtet. Darüber hinaus w​urde diese Linie über d​ie ausgebaute Berlin-Hamburger Bahn n​ach Hamburg verlängert. Dort erreichen d​ie ICE T i​hre zugelassene Höchstgeschwindigkeit v​on 230 km/h.[1] Zusätzlich w​urde in dieser Zeit e​in Zugpaar ICE 1740/1741 a​uf der IC-Linie 55 zwischen Dresden u​nd Hannover i​n Tagesrandlage eingesetzt. Auch g​ab es v​on 2003 b​is 2006 mehrere Zugpaare zwischen Berlin u​nd Frankfurt, d​ie über Halle u​nd Erfurt verkehrten u​nd ab/bis Weimar i​n den Takt d​er Linie 50 integriert waren.

Ab Fahrplanwechsel i​m Dezember 2005 wurden v​ier Züge zwischen Berlin u​nd Hamburg a​n einigen Wochentagen m​it zwei s​tatt vormals e​inem Zugteil gefahren; gleichzeitig wurden d​ie beiden Zugpaare d​er Linie Düsseldorf–Magdeburg–Berlin aufgrund geringer Nachfrage a​uf den Abschnitt Düsseldorf–Magdeburg verkürzt.[123] Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 übernahmen d​ie siebenteiligen ICE-T-Triebzüge e​ine Vielzahl v​on Sonderleistungen i​m Fernverkehr.[124]

Im Sommer 2006 wurden z​wei Zugpaare d​er Linie 28 über Neustrelitz n​ach Rostock u​nd Warnemünde verlängert. Gleichzeitig w​urde aber d​iese ICE-T-Linie zweistündlich i​n Berlin gebrochen u​nd die ICE T endeten i​n Berlin-Gesundbrunnen, sodass n​ur noch a​lle zwei Stunden e​ine Direktverbindung v​on München über Berlin n​ach Hamburg möglich war. In d​en entstandenen Lücken fuhren d​ann ICE-1-Züge zwischen Berlin u​nd Hamburg. Diese Maßnahme w​urde von d​er Deutschen Bahn d​amit begründet, d​ass die Sitzplatzkapazität d​er ersten Klasse d​er ICE T für d​iese Relation n​icht der Nachfrage entsprach (die ICE 1 bieten e​inen deutlich größeren Anteil v​on Plätzen d​er ersten Klasse).

Ab Fahrplanwechsel i​m Dezember 2010 fuhren n​eben dem bereits bestehenden Zugpaar ICE 1740/1741 z​wei weitere zwischen Leipzig beziehungsweise Dresden u​nd Hannover a​ls ICE T, welche teilweise b​is Bremen u​nd Oldenburg verkehrten. Weiterhin w​urde zeitgleich e​in Zugpaar (1745/1746) zwischen Dresden u​nd Düsseldorf wieder n​eu eingerichtet, d​as über Leipzig–Erfurt–Kassel–Paderborn verkehrte. Zudem w​urde auch e​in Zugpaar 1509/1208 Stralsund–Berlin–Nürnberg–München eingerichtet, w​omit Stralsund erstmals e​inen ICE-Anschluss erhielt.

Während d​es Redesign d​er ICE 2 i​n den Jahren 2011 b​is 2013 w​aren einige dieser Triebzüge n​icht verfügbar. Im Fahrplan 2010/11 ersetzen Triebzüge d​er Baureihen 411 u​nd 415 einige ICE-1-Triebzüge d​er ersten u​nd ICE-2-Triebzüge d​er zweiten Generation a​uf der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Diese Züge verkehrten b​ei einer Höchstgeschwindigkeit v​on 230km/h m​it denselben Fahrzeiten u​nd waren a​n einer vierstelligen Zugnummer erkennbar. Gleichzeitig wurden e​twa die Hälfte d​er ICE-Züge zwischen Dresden u​nd Frankfurt Flughafen a​uf dem Teilabschnitt zwischen Leipzig u​nd Frankfurt-Flughafen d​urch Intercity-Züge ersetzt.

Einsatzgebiet (2011)

Stand: Juli 2011

Linie Linienverlauf Taktung oder Zugpaare Anmerkung
ICE-Linie 10 Berlin – Wolfsburg – Hannover – Duisburg – Köln Zugpaar ICE 1640/1645
ICE-Linie 25 Bremen/Hamburg – Hannover – Würzburg – München Mehrere Zugpaare (Nummern 108x, 113x und 118x) gefahren mit jeweils zwei Einheiten.; Zugteilung in Hannover
ICE-Linie 28 Hamburg/Rostock/Stralsund – Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München (– Innsbruck) 2 × Zweistundentakt Abwechselnd zweistündlich über Halle und Leipzig, Ergänzungszüge Hamburg–Berlin–Leipzig teilweise mit ICE T
Einzelzüge von/bis Innsbruck
ICE-Linie 50 Wiesbaden – Frankfurt – Erfurt – Leipzig – Dresden Zweistundentakt
ICE-Linie 51 Düsseldorf  ;– Dortmund – Paderborn – Kassel – Erfurt – Leipzig – Dresden Zugpaar ICE 1745/1746 Ergänzung zu IC-Zügen
ICE-Linie 56 Bremen – Hannover – Magdeburg – Halle – Leipzig – Dresden mehrere Zugpaare Ergänzung zu IC-Zügen
ICE-Linie 91 Dortmund – Düsseldorf – Köln – Koblenz – Frankfurt – / Hamburg – Hannover – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz – Wien Zweistundentakt Würzburg–Nürnberg–Wien Zugpaar ICE 90/91 abweichend aus Hamburg via Hannover; drei Zugpaare von/bis Dortmund über Koblenz

ÖBB 4011

Logo an einem österreichtauglichen ICE T
Tz 1191 Salzburg im Bahnhof Frankfurt (Main) Hbf auf dem Weg nach Wien

Ende 2004 wurden Pläne der ÖBB bekannt, ICE-T-Triebzüge als Nachfolger der ÖBB-Baureihe 4010 einzusetzen.[125] Für Versuchsfahrten zur Zulassung der Züge in Österreich war die Garnitur 1102 vom 18. bis zum 20. Oktober 2005 im österreichischen Netz unterwegs.[126]

Der Kaufvertrag über drei ICE-T-Garnituren, die im Dezember 2006 an die ÖBB abgetreten werden sollten, wurde im Februar 2006 unterschrieben.[127] Diese Triebzüge kamen zwischen Dezember 2006 und Dezember 2008 im innerösterreichischen Verkehr zwischen Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck und Bregenz ebenso zum Einsatz wie im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Wien und München. Dabei handelte es sich um drei siebenteilige Triebzüge der ersten Bauserie. Die Instandhaltung sollte weiterhin in München erfolgen.[127] Ab dem Fahrplanwechsel Ende 2007 wurde zwischen Frankfurt am Main und Wien ein Zweistundentakt realisiert. Dazu haben die Deutsche Bahn und die ÖBB ein Joint Venture gebildet. Die Triebzüge 1102 und 1116 wurden 2006 für den Probebetrieb der ÖBB übergeben; im September 2006 wurden Lehrlokführer der ÖBB auf der Baureihe ausgebildet. Die ersten beiden Züge, die dauerhaft an die ÖBB übergeben worden waren (Triebzüge 1115 und 1116), wurden in 1191 und 1192 umgezeichnet und mit seitlichen ÖBB-Logos versehen. Im Dezember 2007 wurde auch der Triebzug 1114 in 1190 umbeschriftet und als letzte der drei geplanten Einheiten an die ÖBB übergeben. Die Nummern der Einzelwagen wurden ebenfalls verändert, die Reihenbezeichnung änderte sich von 411 auf 4011.

Zur Betriebsaufnahme wurde ein Fahrzeugpool von zwölf Fahrzeugen gebildet.[128] DB Fernverkehr brachte in die Kooperation darüber hinaus die Fahrzeuge 1101 bis 1105 sowie 1107 bis 1113 ein (der Triebzug 1106 stand aufgrund schwerer Brandschäden nicht zur Verfügung).[128] Ab 2008 werden auch diejenigen Triebzüge der zweiten Bauserie, die mit einem Restaurant nachgerüstet wurden, sukzessive für den Verkehr in Österreich zugelassen. Bis Ende 2009 wurde die komplette zweite Bauserie ÖBB-tauglich ausgerüstet. Ab Juli 2009 lief die Umrüstung der nicht in die Schweiz verkehrenden Triebfahrzeuge der ersten Bauserie (1117–1119, 1125–1132), damit eine freie Umlaufplanung gewährleistet werden wird. Eine Umrüstung der Züge der Baureihe 415 oder der schweiztauglichen Einheiten (118x) der Baureihe 411 ist nicht vorgesehen. Insgesamt 50 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Der Kaufpreis der drei Züge für die ÖBB lag bei 47,5 Millionen Euro.[129]

ICE T der ÖBB

Für d​ie Zulassung i​n Österreich w​aren einige technische Änderungen erforderlich:

  • Umrüstung der Signalleuchten: Spitzen- und Zugschluss werden (analog zur zweiten Bauserie des ICE T) durch LED-Leuchten ersetzt
  • Anpassungen der Fahrzeugsoftware
    • an die Oberstromgrenzen der ÖBB (Begrenzung auf 600A pro Zug, unabhängig vom eingesetzten Fahrdraht; bei Fahrdrahtspannungen unter 13kV wird eine Oberstrombegrenzung wirksam; die Rückspeisung wird auf 500A begrenzt)
    • Störströme: Zur Einhaltung der ÖBB-Vorgaben wird der Stromrichter mit einer 17- statt einer 9-fach-Taktung angesteuert
    • Ergänzung der Fahrzeugsoftware um eine DB-ÖBB-Systemumschaltung: Die Umschaltung erfolgt bei ausgelegtem Hauptschalter und Fahrschalter in Stellung 0 mittels Softkey auf dem MMI. Die rechtzeitige Umschaltung wird mittels eines im Stromrichterwagen installierten GPS-Empfängers überwacht.[128]

Bevor d​ie Züge d​er ÖBB z​um Einsatz kamen, erhielten s​ie noch Änderungen, u​m das österreichische Behindertengleichstellungsgesetz z​u erfüllen.[130] Ebenfalls wurden Ski-Halterungen s​owie eine Fluchthaube (Atemmaske) für d​en Triebfahrzeugführer lt. österreichischen Vorschriften installiert.

Im Dezember 2020 wurden d​ie drei ÖBB-Züge a​n die Deutsche Bahn zurückgegeben. Der Rückkaufpreis w​urde nicht bekanntgegeben.[129] Die Wagennummern wurden wieder d​en deutschen Gepflogenheiten angepasst.

Einsatz nach Österreich (2006 bis heute)

Seit Dezember 2006 fahren die ICE T planmäßig auch in Österreich. Zu Beginn wurde mit den Neigezügen je ein Zugpaar von Wien nach Bregenz und von Wien über Salzburg nach München als Vorbereitung für den Einsatz des Railjet geführt (Linie 90). Dieses diente betrieblich auch der Werkszuführung nach München. Seit dem Winterfahrplan 2007/2008 verkehren täglich im Zwei-Stunden-Takt sechs Zugpaare zwischen Frankfurt und Wien (ICE-Linie 91). Drei dieser Zugpaare wurden darüber hinaus bis Dortmund verlängert. Zum Fahrplan 2010/2011 wurde das Zugpaar ICE 90/91, ehemals „Prinz Eugen“, zwischen Hamburg und Wien mit Laufweg über Hannover–Nürnberg–Passau mit siebenteiligen ICE-T-Triebzügen an Stelle eines ICE 1 wieder eingeführt. Dafür wurde das zuvor in gleicher Zeitlage verkehrende Zugpaar nach Dortmund gestrichen und durch einen ICE München-Dortmund ersetzt. Die Verbindung Wien–Bregenz wurde ab Dezember 2009 durch den RJ 660 Wien Westbahnhof – Landeck-Zams, einen Leerpersonenzug nach Innsbruck und den RJ 661 von Innsbruck Hbf nach Wien Westbf ersetzt, in weiterer Folge wurde auch das Zugpaar Wien – München von Railjet-Einheiten übernommen. Zum Winterfahrplan 2009/2010 wurden mehrere Zugpaare der Linie 28 von Hamburg und Rostock aus nach Innsbruck verlängert.

Baureihe 415

415 021-5 (Triebzug 1521) am 18. Oktober 2009 in Frankfurt (Main) Süd

Die Züge der Baureihe 415 sind die kürzere Variante der ICE T. Sie kommen vor allem als Verstärkungseinheiten zusammen mit einer siebenteiligen Einheit zum Einsatz. Von elf beschafften ICE T5 wurden sechs (1501 bis 1506) für den Inlandsverkehr bestellt, fünf Züge (1580 bis 1584) erhielten auch eine Zulassung für das Schweizer Netz.[1][18] Der fünfteilige ICE T wurde am 15. April 1999 am Hauptbahnhof Stuttgart offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.[13] Am Gleis 4 wurde dem damaligen Bahn-Vorstandsvorsitzenden Johannes Ludewig und dem Ministerpräsidenten Erwin Teufel symbolisch der Schlüssel für den Premierenzug ICE 1999 (Triebzug 1582) übergeben.[12] Rund 300 geladene Gäste und Journalisten waren auf der anschließenden Präsentationsfahrt zwischen Stuttgart und Horb an Bord.[12][54]

Aufbau

Das BordBistro eines fünfteiligen ICE T in Erlangen

Der ursprüngliche Aufbau d​er Züge gliedert s​ich in folgende fünf Wagen:[17]

  • Wagen 415.0: Trafowagen mit 41 Sitzplätzen der ersten Klasse, Lounge mit sechs Sitzplätzen hinter dem Führerstand, Großraumbereich (35 Sitzplätze, 19 Meter lang), eine Großgepäckablage. Fünf Sitzplätze am Wagenübergang waren als Raucherbereich ausgewiesen, im Großraumbereich wurden zwei Abteile mit halbhohen Trennwänden eingebaut, die jeweils vier Sitzplätze aufnehmen.
  • Wagen 415.1: Stromrichterwagen mit Bistro und Küche, Ausgabetheke und vier Stehtischen, 16 Sitzplätzen der zweiten Klasse mit Tischen, Mutter-Kind-Abteil (sechs Sitzplätze), Telefonzelle, Toilette, Personaltoilette. Unter dem Wagen befinden sich Stromrichter und zwei Fahrmotoren.
  • Wagen 415.7: Fahrmotorwagen mit 62 Sitzplätzen der zweiten Klasse im Großraumbereich, Großgepäckablage in der Wagenmitte, Zugbegleiterabteil sowie zwei Toiletten am Wagenende. Unter dem Wagen befinden sich zwei Fahrmotoren.
  • Wagen 415.6: Stromrichterwagen mit 62 Sitzplätzen der zweiten Klasse im Großraumbereich, Rollstuhlstellplatz, zwei Toiletten, davon eine barrierefrei WC, auf bis zu drei Rollstuhlplätze umrüstbar. Unter dem Wagen befinden sich Stromrichter und zwei Fahrmotoren.
  • Wagen 415.5: Trafowagen mit 63 Sitzplätzen der zweiten Klasse, 55 Plätze in einem Großraumbereich, 16 Raucherplätze durch eine Glaswand getrennt, beinhaltete, acht Plätze davon befinden in der Lounge hinter dem Führerstand. Der Großraumbereich wurde als für Fahrradtransport umrüstbarer Quick-Change-Bereich konzipiert.

Die Endwagen verfügen jeweils über Stromabnehmer, Hochspannungsausrüstung und Haupttransformator. Den drei Wagen des Basismoduls 1 wurden ein Stromrichter- und ein Endwagen hinzugefügt. Jeweils die inneren beiden der vier Achsen an den mittleren drei Wagen sind angetrieben.[4] Je Wagen wurden auf beiden Seiten je ein bis zwei Zuglaufanzeigen mit LEDs angebracht. In der ersten Klasse liegt der Sitzabstand der Reihensitze bei 1010 Millimetern, der Sitzteiler an Tischplätzen bei 1980 Millimetern. Der Mittelgang misst 636 Millimeter. In der zweiten Klasse liegt der Sitzabstand bei 971 Millimetern, der Sitzteiler an Tischen bei 1900 Millimetern, die Breite des Mittelgangs bei 500 Millimetern.[17] Der Zug verfügt über 209 Sitzplätze der zweiten sowie 41 Sitzplätze der ersten Klasse. Nahezu alle Sitzplätze verfügen über Steckdosen und Audiosystem, an den Reihensitzen der ersten Klasse auch über Videobildschirme.[4]

Inbetriebnahme und Betriebshistorie

Ab Oktober 1997 w​urde an e​inem ersten Erprobungsträger, e​inem Triebzug d​er Baureihe 415 m​it noch fehlender Innenausstattung, i​m Prüfcenter Wegberg-Wildenrath Schlüsselkomponenten d​es Zuges überprüft. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen i​n die anlaufende Serienfertigung m​it ein.[19] Im Dezember 1997 absolvierte d​er erste Triebzug Testfahrten a​uf der Anlage. Im Rahmen d​er zweitägigen Versuche erreichte e​r dabei e​ine Geschwindigkeit v​on 140km/h. Anfang 1998 bestanden a​n den Fahrzeugen e​ine Vielzahl v​on technischen Problemen. So l​ag die Achslast a​n den Wagen m​it 15,5t über d​en für e​ine EBA-Zulassung für e​ine unausgeglichene Seitenbeschleunigung v​on 2,0m/s² notwendigen 14,5t, Schrauben erwiesen s​ich als unterdimensioniert.[131] Zwischen d​em 12. Januar u​nd dem 5. Februar 1998 wurden d​ie Wagen 415 702 u​nd 580 i​n der Klimakammer i​n Wien-Arsenal erprobt.[132] Nachdem i​m März 1998 d​er Neigetechnikrechner i​n Wildenrath eingetroffen war, konnte d​ie Inbetriebsetzung d​er Neigetechnik beginnen.[6]

Im April 1998 erfolgte i​m DWA-Werk Görlitz d​er symbolische Rollout d​es ersten Steuerwagens.[1] In Wegberg-Wildenrath wurden d​ie in Görlitz, Halle-Ammendorf u​nd Krefeld-Uerdingen gebauten Einzelwagen z​u Zügen zusammengesetzt u​nd in Betrieb genommen.[133] Am 27. Mai 1998 w​urde in Wildenrath e​in erster vollständiger Triebzug d​en Medien präsentiert. Mit technischen Problemen u​nd ohne Neigetechnik erreichte e​r bei e​iner Probefahrt a​uf der s​echs Kilometer langen Ringstrecke e​ine Geschwindigkeit v​on 70km/h.[19]

Im Sommer 1998 w​urde dabei e​ines der ersten Fahrzeuge (Baureihe 415) z​um Erprobungsträger umgerüstet u​nd zu Probefahrten a​uf dem DB-Streckennetz eingesetzt, zunächst n​och ohne Neigetechnik. Betriebsversuche erfolgten d​abei zwischen Nürnberg u​nd Roth. Ab Oktober 1998 w​urde die Neigetechnik a​uf der Bahnstrecke Ingolstadt–Neuoffingen zwischen Donauwörth u​nd Dillingen erprobt. Aufgrund v​on Computerfehlern i​m Neigetechnik-System verzögerten s​ich die Vorbereitungen z​ur Inbetriebnahme. Bei Hochtastfahrten a​uf der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg erreichte e​r die für d​ie Zulassung notwendige Geschwindigkeit v​on 255km/h (230km/h zugelassene Höchstgeschwindigkeit zzgl. z​ehn Prozent). Zwischen Stuttgart u​nd Zürich erfolgte d​ie weitere Erprobung.[133][134]

Der e​rste fünfteilige ICE T w​urde auf d​er Eurailspeed Ende Oktober 1998 i​n Berlin gezeigt.[1][104] Auch a​uf der weltgrößten Tourismusmesse, d​er ITB, w​urde ein ICE T u​nter dem Motto „Die Bahn u​nd mehr“ Anfang März 1999 offiziell vorgestellt.[10]

Ende Januar 1999 begannen m​it dem Triebzug 1581 Testfahrten a​uf der Gäubahn u​nd der Hochrheinbahn, b​ei denen zwischen Schaffhausen u​nd Singen 176km/h erreicht wurden.[135] Im März 1999 erteilte d​as Eisenbahn-Bundesamt d​ie Betriebszulassung. Im gleichen Monat wurden d​ie ersten Züge offiziell a​n die Deutsche Bahn übergeben. Im folgenden Monat folgten Probandenfahrten m​it Fahrgästen a​b München, u​m Details v​or der Inbetriebnahme i​m Mai anzupassen.[9]

Die Triebzüge wurden erstmals z​um Fahrplanwechsel a​m 30. Mai 1999 i​m regulären Reisezugverkehr zwischen Stuttgart u​nd Zürich eingesetzt. Von d​en fünf z​ur Verfügung stehenden Einheiten wurden d​rei fahrplanmäßig eingesetzt, während z​wei Triebzüge a​ls Reserve dienten. Zeitgleich wurden z​wei Cisalpino-Zugpaare zwischen Stuttgart u​nd Mailand über Zürich eingesetzt.[13]

Ab Januar 2005 verkehrte e​in ICE T5 freitags a​ls InterCity v​on Stuttgart n​ach Karlsruhe.[136] Die n​icht schweiztauglichen Triebzüge d​er Baureihe 415 m​it den Betriebsnummern 1501 b​is 1506 beziehungsweise s​eit 2007 a​lle Triebzüge d​er Baureihe 415 werden überwiegend a​ls zweite Einheit zwischen Frankfurt u​nd Dresden s​owie Frankfurt u​nd Passau eingesetzt. Zwischen Frankfurt u​nd Dresden g​ibt es Bahnhöfe, d​eren längster Bahnsteig n​icht für e​ine Doppeleinheit siebenteiliger ICE T ausreicht. Seit 2010 kommen fünfteilige ICE T jedoch a​uch als zweiter Zugteil zwischen München u​nd Berlin z​um Einsatz, insbesondere a​m Wochenende. Seit 2012 g​ibt es a​m Wochenende darüber hinaus z​wei Flügelzüge Passau-Nürnberg-Berlin, d​ie ebenfalls m​it fünfteiligen Triebzügen gefahren werden.

Einsatzgebiet (2020)

Stand: Dezember 2019[137]

Linienverlauf Taktung oder Zugpaare Anmerkung
ICE-Linie 11 Leipzig–Berlin Einzelzug In Doppeltraktion mit Baureihe 411
ICE-Linie 13 Stuttgart–Würzburg–Berlin Ein Zugpaar Nur während der Sperrung der SFS Mannheim–Stuttgart, fährt zwischen Würzburg und Berlin-Spandau ohne Halt
ICE-Linie 13 Frankfurt–Kassel–Braunschweig–Berlin Ein Zugpaar In Richtung Frankfurt in Doppeltraktion mit Baureihe 411
ICE-Linie 15 Frankfurt–Erfurt–Halle–Berlin Ein Zug In Doppeltraktion mit Baureihe 411
IC-Linie 17 Rostock–Berlin–Dresden Zwei Zugpaare Vorübergehend bis zum Einsatz der Stadler KISS, teilweise in Doppeltraktion mit Baureihe 411
ICE-Linie 26 Frankfurt–Stuttgart Ein Zug In Doppeltraktion mit Baureihe 411
ICE-Linie 28 Lichtenfels–Coburg–Nürnberg–München Ein Zug In Doppeltraktion mit Baureihe 411
ICE-Linie 29 Berlin–Halle–Nürnberg–München Ein Zugpaar Zwischen Berlin und Nürnberg in Doppeltraktion mit Baureihe 411 der Linie 91, fährt weiter über Augsburg nach München
IC-Linie 31 Stuttgart–Wiesbaden Ein Zug
ICE-Linie 41 München–Nürnberg Ein Zug
ICE-Linie 50 Wiesbaden–Frankfurt–Erfurt–Leipzig–Dresden Zweistundentakt In Doppeltraktion mit Baureihe 411
ICE-Linie 91 Dortmund–Köln–Frankfurt–Nürnberg–Wien Ein Zugpaar In Doppeltraktion mit Baureihe 411

Einsatz in der Schweiz

Bereits i​m September 1996 hatten d​ie Verkehrsminister d​er Schweiz u​nd Deutschlands e​ine Vereinbarung geschlossen, d​ie der Verbindung zwischen Zürich u​nd Stuttgart d​en Status e​ines Verbindungsstückes i​m europäischen Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz zubilligte. Mit d​en darauf aufbauenden Studien über d​ie Umsetzbarkeit dieser Aufwertung, erstellt d​urch eine gemeinsame Arbeitsgruppe v​on Deutscher Bahn u​nd Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), w​urde die Grundlage für d​en Einsatz d​er ICE T a​uf der Strecke gelegt. Vor d​er Ertüchtigung d​er Strecke für d​en neuen Fernverkehr w​urde auf d​er 237 Kilometer langen Strecke e​ine Höchstgeschwindigkeit v​on 140km/h b​ei einer Reisegeschwindigkeit v​on 80km/h erreicht, insgesamt 94 Kilometer d​avon waren eingleisig. Seit d​er Umrüstung d​er Strecke verkehrten ICE T, m​it Ausnahme d​es Systemwechsels a​n der Landesgrenze, durchgehend bogenschnell.[54] Im Oktober 2008 w​urde der Einsatz d​er Neigetechnik ausgesetzt.

Fünf Züge (1580 b​is 1584) d​er Baureihe 415 wurden m​it zusätzlicher Ausrüstung z​um Befahren d​es Schweizer Streckennetzes ausgestattet, darunter e​inem schweiztauglichen Stromabnehmer m​it schmalerer Palette a​uf den Endwagen 415 080 b​is 084.[1][18] Die i​m Schweizverkehr eingesetzten Fahrzeuge wurden m​it Fahrzeugeinrichtungen für d​ie Zugbeeinflussungssysteme Integra-Signum u​nd ZUB 121 ausgerüstet. Diese werden b​eim Anlegen d​es Schweizer Stromabnehmers automatisch aktiviert. Das Neigetechnik-Zugbeeinflussungssystem GNT w​ird im Netz d​er SBB n​icht verwendet.[2]

Die Züge k​amen ab d​em 31. Mai 1999 (Fahrplanwechsel) i​m ICE-Verkehr zwischen Stuttgart u​nd Zürich z​um Einsatz.[17] Die Fahrzeit zwischen Stuttgart u​nd Zürich verkürzte s​ich um 17 Minuten a​uf zwei Stunden u​nd 45 Minuten. Auf deutscher Seite erreichten d​ie Züge Geschwindigkeiten v​on bis z​u 150 km/h, i​n der Schweiz b​is zu 130 km/h.[54] Zusammen m​it den s​eit 1. März 1998 eingesetzten ETR 470[4] d​er Cisalpino AG w​aren so 1999 a​uf der Strecke n​ach Zürich a​lle lokomotivbespannten Züge d​urch Triebzüge m​it Neigetechnik ersetzt.[54] Aufgrund i​hrer vergleichsweise geringen Sitzplatzkapazität wurden einzelne Züge a​b Schaffhausen über Winterthur geführt, mitunter a​uch in Singen m​it direktem Anschluss a​n einen Schnellzug gebrochen. Zeitweilig (erstmals m​it dem Zugpaar ICE 180/185, a​b 18. Dezember 1999[138]) wurden a​n Samstagen i​m Sommer einzelne Züge b​is Chur verlängert.[139]

Bis Dezember 2006 bestritten d​ie ICE T5 d​en ICE-Verkehr a​uf dieser Relation. Von d​a an b​is 2010 folgten siebenteilige ICE T7, d​a sich d​ie Kapazität d​er fünfteiligen Zügen a​ls nicht ausreichend erwiesen hatte, während d​ie Kapazität d​er neunteiligen „Cisalpinos“ n​icht ausgelastet war.[140] Dabei konnten n​icht einfach vorhandene ICE T7 a​uf dieser Verbindung eingesetzt werden, d​enn nur d​ie fünfteiligen Triebzüge 1580 b​is 1584 w​aren zusätzlich für schweizerische Verhältnisse ausgerüstet. Aus technischen Gründen konnten d​iese T5 n​icht durch z​wei Wagen verlängert werden. Daher w​urde eine andere Lösung gewählt: Die schweiztauglichen End- u​nd Trafowagen d​er fünfteiligen Einheiten wurden m​it denen v​on siebenteiligen Einheiten getauscht u​nd umgezeichnet.[128]

Nachdem d​ie Probleme m​it den Radsatzwellen z​u mangelnder Fahrzeugverfügbarkeit s​owie zu längerer Fahrzeit u​nd häufigen Verspätungen geführt hatten, w​urde der ICE-T-Betrieb a​uf der Linie Stuttgart–Zürich z​um 21. März 2010 eingestellt u​nd durch lokomotivbespannte IC-Züge m​it SBB-Wagen ersetzt.[37]

Übersicht und Zustand der Triebzüge

  • Die mit g gekennzeichneten Triebzüge tragen an den Wagen 411.0 und 411.5 jeweils beidseitig einen grünen Zierstreifen mit der Aufschrift „Deutschlands schnellster Klimaschützer“.[141]

Baureihe 411

Triebzugnummer
Namensgebung[142]
Indienststellung[143]
Redesign
(Aktueller Status)
Auslands-
zulassungen
und Besonderheiten
Umbauten oder Umrüstungen Unfälle oder besondere Vorkommnisse
Allgemeine Bemerkungen
Tz 1101g
Neustadt an der Weinstraße
(seit 26. Juni 2003)
7. Januar 2000
30. November 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1102g
Neubrandenburg
(seit 30. September 2003)
25. August 2000
14. Februar 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Wagen 411 206 für Wagen 411 202;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Präsentationszug für das lokale Informations- und Entertainmentportal
Tz 1103g
Paderborn
(seit 25. Juni 2003)
31. Mai 2000
27. Februar 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1104
Erfurt
(seit 21. November 2002)
17. Dezember 1999
31. Juli 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Wagen 411 006 für Wagen 411 004
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Prellbockauffahrt im April 2009 in Wien
Tz 1105g
Dresden
(seit 20. Dezember 2002)
27. Mai 2000
10. Oktober 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Wagen 411 572-1 für Wagen 411 505-1
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1106
Passau
(von 27. März 2003 bis 14. September 2004)
30. Oktober 2000
am 14. September 2004 aufgelöst
zerstörte Wagen 411 806 und 706 wurden ausgemustert Der Triebzug 1106 wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 2004 gegen 2.30 durch einen Brand in der Abstellanlage Leipzig soweit beschädigt, dass er nicht mehr einsatzbereit war. Die verschont gebliebenen Endwagen dieses Triebzuges werden gelegentlich als Ersatz für defekte Endwagen anderer Triebzüge eingesetzt. Der Name „Passau“ wurde an den Triebzug 1159 abgegeben.[144]
Tz 1107g
Pirna
(seit 14. Juni 2003)
17. Dezember 1999
8. August 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Wagen 411 720-6 für Wagen 411 707-3
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger in Wagen Baureihe 411.8
Tz 1108g
Hansestadt Wismar
(von 2. August 2003 bis 12. Dezember 2004)
Berlin
(seit 12. Dezember 2004)
17. Dezember 1999
4. Dezember 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Die Endwagen 411 008 und 411 508 trugen im Oktober 2019 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse kurzzeitig die Beklebung „DB–Literaturzug“.
Tz 1109g
Güstrow
(seit 21. Juni 2003)
17. Dezember 1999
10. Januar 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Wagen 411 820-4 für Wagen 411 809-7;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1110g
Naumburg (Saale)
(seit 22. November 2003)
15. Oktober 1999
11. September 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1111g
Berlin
(von 31. Oktober 2002 bis 12. Dezember 2004)
Hansestadt Wismar
(seit 12. Dezember 2004)
17. Dezember 1999
24. Juni 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradständer im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1112g
Freie und Hansestadt Hamburg
(seit 6. November 2002)
17. Dezember 1999
3. November 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Am 31. Juli 2009 kollidierte der Triebzug als ICE 1501 bei der Einfahrt auf Gleis 15 im Hauptbahnhof München mit dem Prellbock und verschob diesen um etwa vier Meter. Der Triebfahrzeugführer wurde dabei leicht verletzt, Fahrgäste kamen nicht zu schaden. Es entstand ein größerer Schaden am Prellbock und dem umgebenden Bahnsteig.[145]
Tz 1113g
Hansestadt Stralsund
(seit 24. Mai 2003)
17. Dezember 1999
14. August 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Am 13. Januar 2012 lockerte sich am Triebzug 1113, unterwegs als ICE 109 von Berlin nach München auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München eine Tür. In der Folge mussten alle ICE T untersucht werden.[146] Zeitweise durften alle (nicht geprüften) ICE-T-Triebfahrzeuge nur noch mit 200km/h verkehren.
Tz 1114
Bamberg
(von 10. Mai 2003 bis 28. November 2007)
20. Dezember 1999
am 28. November 2007 aufgelöst;
umbezeichnet ÖBB Tz 1190
Tz 1115
Coburg
(von 6. Oktober 2003 bis 8. November 2006)
20. Dezember 1999
am 8. November 2006 aufgelöst;
umbezeichnet ÖBB Tz 1191
Am 1. März 2000 entgleiste der Triebzug 1115 als ICE 1146 gegen 11.45 während einer Überführungsfahrt ohne Fahrgäste zum ICE-Werk Berlin-Rummelsburg auf der Berliner Stadtbahn. Ein defektes Rückschlagventil der Hydraulikleitung am Wagenübergang blockierte den Ölrückfluss aus einem Neigetechnikzylinder und führte zu einer Verwindung des Wagenkastens des dritten Wagens. Noch am Abend stellte die DB alle ICE T ab. Die von der DB zur Vereinfachung der Wartung geforderten Ventile wurden durch einfache Verbindungen ersetzt. Am 6. März kehrten die Triebzüge in den Plandienst zurück.[147]
Tz 1116
Halle (Saale)
(von 6. Dezember 2002 bis 8. November 2006)
21. Januar 2000
am 8. November 2006 aufgelöst;
umbezeichnet ÖBB Tz 1192
Tz 1117g
Erlangen
(seit 30. Juni 2004)
21. Januar 2000
12. September 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1118g
Plauen/Vogtland
(seit 11. März 2004)
28. Januar 2000
3. Juli 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Messfahrten im Jahre 2011
Tz 1119g
Meißen
(seit 9. November 2003)
2. Februar 2000
14. März 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1120
Gotha
(von 28. April 2003 bis 8. November 2006)
11. Februar 2000
am 8. November 2006 aufgelöst
Umbau zu Tz 1520
Tz 1121
Homburg/Saar
(von 9. Juli 2003 bis 8. November 2006)
25. Februar 2000
am 8. November 2006 aufgelöst
Umbau zu Tz 1521
Tz 1122
Torgau
(von 12. Mai 2004 bis 2. Januar 2007)
28. Februar 2000
am 2. Januar 2007 aufgelöst
Umbau zu Tz 1522
Tz 1123
Hansestadt Greifswald
(von 26. September 2003 bis 8. November 2006)
17. März 2000
am 8. November 2006 aufgelöst
Umbau zu Tz 1523
Tz 1124
Hansestadt Rostock
(von 20. September 2003 bis 12. September 2006)
24. März 2000
am 12. September 2006 aufgelöst
Umbau zu Tz 1524
Tz 1125g
Arnstadt
(seit 1. Mai 2004)
31. März 2000
14. April 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 004 für Wagen 411 025
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1126g
Leipzig
(seit 13. Dezember 2002)
31. März 2000
1. Dezember 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 202 für Wagen 411 226
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Am 24. September 2006 kam es zwischen Erlangen und Bamberg zu einem Schwelbrand im Bordrestaurant des Triebzuges 1126 Leipzig (unterwegs als ICE 1612). Es gab keine Verletzten, der Sachschaden belief sich auf ungefähr 200.000 Euro. Infolge des Brandschadens wurde der Speisewagen des beschädigten Triebfahrzeugs mit dem des Triebzugs 1102 getauscht.
Tz 1127g
Weimar
(seit 17. Januar 2003)
14. April 2000
29. Mai 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1128g
Reutlingen
(seit 30. November 2004)
16. Mai 2000
9. November 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1129g
Kiel
(seit 20. November 2002)
5. Mai 2000
3. Januar 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 222 für Wagen 411 229;
erster Redesign-Triebzug;
ausgerüstet mit zwei Erprobungswagen für Marktforschung für ICE 3-Redesign[148]
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger in Wagen Baureihe 411.8
Am 9. Dezember 2015 wurde Triebzug 1129 mit der Beschriftung Leipzig zur offiziellen Eröffnungsfahrt der Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle eingesetzt
Tz 1130g
Jena
(seit 27. November 2002)
1. Dezember 2000
26. Januar 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1131g
Trier
(seit 11. Mai 2004)
22. Mai 2000
23. Oktober 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1132g
Wittenberge
(seit 24. August 2004)
26. Mai 2000
13. März 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Dieser Triebzug wurde zur Premierenfahrt am 16. Juni 2017 auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt eingesetzt.[149]
Tz 1151g
Elsterwerda
(seit 19. Juni 2011)
8. Dezember 2004 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Anlässlich einer Presseveranstaltung am 18. April 2011 in Dresden wurde dieser Triebzug mit dem Namen Görlitz beschriftet, da der Triebzug 235 nicht zur Verfügung stand.
Tz 1152g
Travemünde
(seit 13. Dezember 2008)
8. Dezember 2004 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1153g
Ilmenau
(seit 1. September 2007)
23. März 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1154g
Sonneberg
(seit 27. September 2008)
8. Dezember 2004 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 262 für Wagen 411 254;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger in Wagen Baureihe 411.8
Prellbocküberfahrt und Bahnsteigauffahrt am 16. Februar 2017 in Frankfurt-Griesheim Der Trafowagen 411 554 wurde dabei schwer beschädigt.[150] Der Triebzug ist mittlerweile wieder im Einsatz.
Tz 1155
Mühlhausen/Thüringen
(seit 5. September 2015)
8. Dezember 2004 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 071 für Wagen 411 055;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Prellbockauffahrt am 29. Dezember 2010 in Leipzig;
Dieser Triebzug kollidierte infolge des Sturms Mortimer am 30. September 2019 auf der Fahrt als ICE 299 bei Fallersleben mit einem Baum. Der Triebfahrzeugführer wurde leicht verletzt, der Trafowagen 411 071 wurde im Bereich der Frontscheibe und des Führerstandes beschädigt.[151]
Tz 1156g
Waren (Müritz)
(seit 20. Mai 2006)
8. Dezember 2004 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1157g
Innsbruck
(seit 12. Dezember 2009)
8. Dezember 2004 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1158
Falkenberg/Elster
(seit 15. August 2009)
2. Februar 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Umbauprototyp für ETCS in Österreich
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Am 4. September 2006 kollidierte der Triebzug 1158 als ICE 1616 auf der Berlin-Hamburger Bahn mit einem Baum. Der Trafowagen 411 558 wurde dabei schwer beschädigt. Bis in das Jahr 2008 verkehrte dieser Triebzug daher mit dem Trafowagen 411 506 des ausgemusterten Triebzugs 1106.
Präsentationszug für das lokale Informations- und Entertainmentportal
Tz 1159g
Passau
(seit 28. Februar 2005 – Name von Tz 1106 übernommen)
28. Februar 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1160g
Markt Holzkirchen
(seit 26. Mai 2007)
28. Februar 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1161g
Andernach
(seit 17. Oktober 2009)
15. Juni 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1162g
Vaihingen an der Enz
(seit 3. Juli 2010)
15. Juni 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 254 für Wagen 411 262;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1163
Ostseebad Binz
(seit 17. Juni 2011)
29. Juli 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Risse in der Achse von 411 1163-9 machten auf die Achsenprobleme aufmerksam.
Tz 1164g
Rödental
(seit 13. Oktober 2012)
29. Juli 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1165g
Bad Oeynhausen
(seit 17. Mai 2006)
20. Juni 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1166g
Bingen am Rhein
(seit 24. März 2012)
14. Juli 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1167
Traunstein
(seit 1. August 2010)
20. Juli 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1168
Ellwangen
(seit 29. März 2014)
20. Juli 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1169g
Tutzing
(seit 21. Juli 2010)
25. September 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1170g
Prenzlau
(seit 4. Mai 2013)
17. September 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Am 12. Oktober 2019 kam es im zweiten Wagen des Triebzuges 1170, auf der Fahrt als ICE 1744 von Hannover Hbf nach Stralsund Hbf, zwischen Hamburg Hbf und Schwerin Hbf zu einer starken Rauchentwicklung. Bereits während der Fahrt wurde der Wagen durch das Zugpersonal geräumt; der Zug wurde in Schwerin Hbf komplett evakuiert. Als Ursache der Rauchentwicklung gilt eine defekte, vollständig überhitzte Antriebseinrichtung im Bereich der Drehgestelle.[152]
Tz 1171g
Oschatz
(seit 30. März 2006)
17. März 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 055 für Wagen 411 071
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger in Wagen Baureihe 411.8
Am 18. Juni 2011 entgleiste der Triebzug 1171 als ICE 1207 auf der Fahrt von Berlin nach Innsbruck zwischen Hochzirl und Kranebitten, nachdem auf der Mittenwaldbahn im Bereich einer Lawinengalerie eine Mure abgegangen war, welche die ersten beiden Wagen des Zuges erfasst hatte. Keiner der 25 Fahrgäste wurde ernsthaft verletzt.[153][154]
Tz 1172g
Bamberg
(seit November 2007 – Name von Tz 1114 übernommen)
30. September 2005 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Wagen 411 592 für Wagen 411 572;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1173g
Halle (Saale)
(seit Oktober 2006 – Name von Tz 1116 übernommen)
3. Februar 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Am 9. Dezember 2015 wurde der Triebzug 1173 Halle (Saale) zur offiziellen Eröffnungsfahrt der Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle eingesetzt.
Tz 1174
Hansestadt Warburg
(seit 28. Juni 2014)
3. Februar 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1175
Villingen-Schwenningen
(seit 15. September 2012)
10. März 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1176g
Coburg
(seit Oktober 2006 – Name von Tz 1115 übernommen)
10. März 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger in Wagen Baureihe 411.8
Tz 1177g
Rathenow
(seit 15. Juli 2006)
17. März 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger in Wagen Baureihe 411.8
Am Abend des 24. Dezembers 2018 stieß der ICE-3-Triebzug 306 am ICE-Werk München bei etwa 25km/h mit dem ICE-T-Triebzug 1177 zusammen. Der Trafowagen 411 077 wurde dabei erheblich beschädigt.[155] Seit Mitte Oktober 2019 ist der Triebzug wieder im Einsatz.
Tz 1178g
Ostseebad Warnemünde
(seit 12. Juni 2007)
3. März 2006 (aktiv) Österreich (inkl. ETCS) Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1180g
Darmstadt
(seit 8. November 2006)
8. November 2006
13. Juni 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Schweiz-Ausstattung inklusive zusätzliche Stromabnehmer beim Redesign entfernt
gebildet aus umbezeichneten Endwagen von Tz1580 und Mittelwagen von Tz1120;
Wagen 411 707 für Wagen 411 720; Wagen 411 821 für Wagen 411 820;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1181g
Horb am Neckar
(seit 8. November 2006)
8. November 2006
9. Mai 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Schweiz-Ausstattung inklusive zusätzliche Stromabnehmer beim Redesign entfernt
gebildet aus umbezeichneten Endwagen von Tz 1581 und Mittelwagen von Tz 1121;
Wagen 411 809 für Wagen 411 821; Wagen 411 505 für Wagen 411 581;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Bei der Einfahrt am 23. Dezember 2014 in München Hauptbahnhof, als ICE 1627 von Hamburg kommend, entstand am Wagen 411 581 ein Ölleck, welches sich am Drehgestell entzündete. Daraufhin wurde der Triebzug außerhalb der Bahnhofshalle abgestellt, evakuiert und ein Feuerwehreinsatz ausgelöst. Eine 74-jährige Frau wurde während der Evakuierung verletzt, weitere Verletzte gab es nicht. Abgesehen vom betroffenen Trafowagen werden keine weiteren Schäden am Triebzug bekannt.[156]
Tz 1182g
Mainz
(seit 23. Januar 2007)
23. Januar 2007
28. November 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Schweiz-Ausstattung inklusive zusätzliche Stromabnehmer beim Redesign entfernt
gebildet aus umbezeichneten Endwagen von Tz 1582 und Mittelwagen von Tz 1122;
Wagen 411 229 für Wagen 411 222;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Tz 1183g
Oberursel (Taunus)
(seit 29. November 2006)
29. November 2006
3. Juli 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Schweiz-Ausstattung inklusive zusätzliche Stromabnehmer beim Redesign entfernt
gebildet aus umbezeichneten Endwagen von Tz 1583 und Mittelwagen von Tz 1123;
Wagen 411 581 für Wagen 411 583
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger in Wagen Baureihe 411.8
Dieser Triebzug befuhr im Rahmen einer Versuchsfahrt am 28. März 2015 als erster Serien-ICE die Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle. Er diente bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 als Testzug und war in Leipzig stationiert. Am 12. November 2015 wurde dieser Triebzug für eine Präsentationsfahrt für Journalisten von Leipzig nach Erfurt verwendet.[157] Nach einer Flankenfahrt am 1. Juli 2017 in München abgestellt. Die Wagen 411 583 und 411 623 wurden stark beschädigt. Seit Februar 2019 ist er mit getauschtem Trafowagen wieder im Einsatz.
Tz 1184g
Kaiserslautern
(seit 12. September 2006)
12. September 2006
14. August 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS)
Schweiz-Ausstattung inklusive zusätzliche Stromabnehmer beim Redesign entfernt
gebildet aus umbezeichneten Endwagen vom Tz 1584 und Mittelwagen vom Tz 1124;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8

Baureihe 4011

Triebzugnummer
Namensgebung[142]
Indienststellung[158]
Redesign
(Aktueller Status)
Auslands-
zulassungen
und Besonderheiten
Umbauten oder Umrüstungen Unfälle oder besondere Vorkommnisse
Allgemeine Bemerkungen
Tz 1190
Wien
(seit 8. Dezember 2007)
28. November 2007
23. Dezember 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) gebildet aus ex-Tz 1114;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Rückgabe an die Deutsche Bahn am 4. Dezember 2020
Tz 1191
Salzburg
(seit 9. Dezember 2006)
8. November 2006
10. Februar 2015
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) gebildet aus ex-Tz 1115;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Ausstattung mit Fahrradträger im Wagen Baureihe 411.8
Rückgabe an die Deutsche Bahn am 4. Dezember 2020
Tz 1192
Linz
(seit 22. August 2008)
8. November 2006
9. Oktober 2014
(aktiv)
Österreich (inkl. ETCS) gebildet aus ex-Tz 1116;
Wagen 411 606 und 411 506 anstelle der Wagen 411 692 und 411 592;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
beschädigter Endwagen 4011 592, am 3. März 2008 in Köln

Am Morgen d​es 1. März 2008 f​uhr der Triebzug 1192 a​ls ICE 23 b​ei Brühl i​n einen d​urch Orkan Emma umgestürzten Baum. Der Wagen 4011 592 w​urde dabei a​m Führerstand schwer beschädigt, d​er Triebfahrzeugführer w​urde verletzt.[159] Tz 1192 i​st seit 11. April 2008 wieder aktiv, d​er beschädigte Trafowagen w​urde durch d​en 411 506 ersetzt.
Rückgabe a​n die Deutsche Bahn a​m 4. Dezember 2020

Baureihe 415

Triebzugnummer
Namensgebung[142]
Indienststellung[160]
Redesign
(Aktueller Status)
Auslands-
zulassungen
und Besonderheiten
Umbauten oder Umrüstungen Unfälle oder besondere Vorkommnisse
Allgemeine Bemerkungen
Tz 1501g
Eisenach
(seit 13. Mai 2003)
15. Mai 2001
17. Juli 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1502g
Karlsruhe
(seit 18. Dezember 2002)
20. August 1999
28. August 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet) Am 4. Dezember 2012 wurde der Triebzug 1502 zur offiziellen Eröffnungsfahrt des Katzenbergtunnels eingesetzt.
Tz 1503g
Altenbeken
(seit 11. Juli 2003)
20. August 1999
9. Oktober 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1504g
Heidelberg
(5. Dezember 2002)
26. November 1999
16. Januar 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Am 9. Dezember 2015 wurde der Triebzug 1504 mit der Beschriftung Erfurt zur offiziellen Eröffnungsfahrt der Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle eingesetzt
Tz 1505g
Marburg/Lahn
(seit 5. Juni 2003)
17. Dezember 1999
31. März 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1506g
Kassel
(seit 17. Dezember 2002)
27. Mai 2000
30. April 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung ausgeliefert mit Mittelwagen aus Tz 1582;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1520g
Gotha
(seit 8. November 2006)
8. November 2006
19. Juni 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung gebildet aus umgezeichneten Endwagen vom Tz 1120 und Mittelwagen vom Tz 1580;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1521
Homburg/Saar
(seit 8. November 2006)
8. November 2006
13. Mai 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung gebildet aus umgezeichneten Endwagen vom Tz 1121 und Mittelwagen vom Tz 1581;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1522g
Torgau
(seit 2. Januar 2007)
2. Januar 2007
31. Juli 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung gebildet aus umgezeichneten Endwagen vom Tz 1122 und Mittelwagen vom Tz 1582
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
ausgeliefert mit Mittelwagen aus Tz 1506; Von Anfang 2010 bis September 2011 mit Jubiläumsbeklebung 175 Jahre deutsche Eisenbahn anstelle des Taufnamens.
Tz 1523g
Hansestadt Greifswald
(seit 8. November 2006)
8. November 2006
13. März 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung gebildet aus umgezeichneten Endwagen vom Tz 1123 und Mittelwagen vom Tz 1583;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1524g
Hansestadt Rostock
(seit 12. September 2006)
12. September 2006
2. Oktober 2015
(aktiv)
mit ETCS-Ausrüstung gebildet aus umgezeichneten Endwagen vom Tz 1124 und Mittelwagen vom Tz 1584;
Ausstattung mit WLAN-HotSpots (railnet)
Tz 1580
Darmstadt
(von 30. November 2002 bis 8. November 2006)
28. Mai 1999
am 8. November 2006 aufgelöst
Schweiz umgebaut in Tz 1180
Tz 1581
Horb am Neckar
(von 23. Juni 2003 bis 8. November 2006)
29. Mai 1999
am 8. November 2006 aufgelöst
Schweiz umgebaut in Tz 1181
Tz 1582
Mainz
(von 17. Januar 2003 bis 23. Januar 2007)
30. September 1999
am 23. Januar 2007 aufgelöst
Schweiz umgebaut in Tz 1182
Tz 1583
Oberursel (Taunus)
(von 9. Mai 2004 bis 29. November 2006)
28. Mai 1999
am 29. November 2006 aufgelöst
Schweiz umgebaut in Tz 1183
Tz 1584
Kaiserslautern
(von 26. März 2003 bis 12. September 2006)
28. Mai 1999
am 12. September 2006 aufgelöst
Schweiz umgebaut in Tz 1184

Literatur

  • DB Reise&Touristik AG, Konsortium ICE T (Hrsg.): ICE T. BR 411, 415 und 605. Hestra-Verlag, Darmstadt 2000, ISBN 3-7771-0288-1.
  • Heinz Kurz: InterCityExpress. Die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland. EK-Verlag, Freiburg 2009, ISBN 978-3-88255-228-7.
  • Günter Kettler: Elektrotriebwagen der ÖBB. 4041 – 4124. Verlag Bahnmedien.at, Wien, 2013 (enthält auch Beschrieb des ÖBB 4011). ISBN 978-3-9503304-3-4.
Commons: ICE T – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Georg Wagner: InterCityExpress – Die Starzüge im Fernverkehr der DB. EK-Verlag, Freiburg 2006, ISBN 3-88255-361-8, S. 13 f.
  2. Heinz Kurz: ICE 3 und ICE-T – Neue Triebwagengeneration für die Deutsche Bahn. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 48, Nr. 9, 1999, S. 549–559.
  3. ICE-T bei Hochgeschwindigkeitszüge.de
  4. Rolf Hanke: Technik und Betrieb des ICE T. Luxus pur und bogenschnell. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 49, Nr. 5, 2000, S. 307–312.
  5. Die ICE-T: Die Baureihen 411 und 415 (Memento vom 14. Februar 2014 im Internet Archive) auf Lok-Report.de
  6. Roll-out des ICT-Steuerwagens in Görlitz. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 5, 1998, S. 196–199.
  7. Eine ganz schnelle Familie. In: ZUG. Nr. 11, 1995, S. 16–22.
  8. Blick nach vorn. In: Der Spiegel. Heft 7/1995, 13. Februar 1995, S. 92.
  9. Der Zug, der die Kurven liebt. In: mobil. April 1999, S. 12–14.
  10. Aufbruchstimmung auch bei der Bahn. In: mobil. Februar 1999, S. 3.
  11. Eisenbahnkurier Ausgabe EK-Aspekte 32 „DB-Lokomotiven und Triebwagen“ Stand 1. Juli 2011.
  12. Ohne Autor: ICE T. Start in Stuttgart. In: Eisenbahn-Kurier. Nr. 321, Juni 2001, S. 6–9.
  13. Fernverkehrs-Neigezug ICE-T der DB AG vorgestellt. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 6, Jahrgang 1999, S. 246–250.
  14. ICE T: Mit Neigetechnik schneller um die Kurve. Website der Deutschen Bahn, abgerufen am 28. Oktober 2013.
  15. Deutsche Bahn ordert 40 Triebwagenzüge. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 189, 1994, S. 22.
  16. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage (…): Einsparungsmöglichkeiten durch neuartige Trassierung von Schienenwegen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr unter Berücksichtigung der Neigezugtechnik. (PDF; 335 kB). Drucksache 13/2130 vom 10. August 1995.
  17. Die Züge mit Neigetechnik der Deutschen Bahn. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 49, Nr. 5, 2000, S. 295–306.
  18. Dieter Eikhoff: Alles über den ICE. transpress-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-71277-6, S. 53–62.
  19. Auf dem Weg zum IC-Triebwagen ICT. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 7/8, 1998, S. 298 f.
  20. Meldung Einlösung der ICE-Optionen. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 5, Jahrgang 1999, S. 170.
  21. Meldung Kein ICE-T-Nachbau. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 11, Jahrgang 1999, S. 460.
  22. Meldung Neue ICE-T-Ausschreibung. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 12, Jahrgang 1999, S. 507.
  23. Meldung Neuausschreibung für Neigetechnik-ICE. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 48, Nr. 11, 1999, S. 705.
  24. TEE Rail Alliance: Allianz im internationalen Personenverkehr. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 7/2000, S. 316 f.
  25. Neigezüge für TEE-Allianz ausgeschrieben. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 3/2001, S. 132.
  26. Meldung Investitionsoffensive für den Fernverkehr. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 3/2001, S. 98.
  27. Fahrplanperspektiven. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 4/2001, S. 186 f.
  28. Meldung Vier Bieter für Mehrsystem-IC-T. In: Eisenbahn-Revue International. Ausgabe 1/2, 1998, S. 2.
  29. Daniel Forrer: Der Schweizer Neigezug ICN und sein Einzug in die Geschichte. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 12/2004, S. 558–566.
  30. Ansgar Brockmeyer: Der ICT2 – Evolution statt Revolution im Intercity-Verkehr. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 11/2003, S. 485–487.
  31. Elektrischer Betrieb bei der Deutschen Bahn im Jahre 2005. In: Elektrische Bahnen. Jahrgang 104 (2006), Heft 1–2, S. 36.
  32. Boxenstopp für den ICE T. In: mobil. Januar 2014, ZDB-ID 1221702-5, S. 28.
  33. Martin Weltner: Der ICE – Chronik des schnellsten deutschen Zuges. Geramond-Verlag, München 2010, ISBN 978-3-7654-7320-3, S. 91.
  34. Deutsche Bahn: Witterungsbedingte Einschränkungen auf der ICE-Linie Berlin-Leipzig-Nürnberg-München. Verkehrsmeldung vom 22. Dezember 2009.
  35. Bahn kann keine ICE-Ersatzzüge bereitstellen. Spiegel online. 23. Dezember 2009.
  36. Frank Schwaibold: Bahnfahrer nach Zürich brauchen noch viel Geduld. Stuttgarter Nachrichten, 10. Februar 2013.
  37. Rollmaterial-Krise beim DB-Fernverkehr. In: Eisenbahn-Revue International. 2010, Heft 3, S. 126 f.
  38. ICE-T sollen ab 2012 wieder bogenschnell fahren. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 4, 2010, S. 183.
  39. Tim Geideck: Gäubahn: Zoff um Neigetechnik. In: schwarzwaelder-bote.de. Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft mbH, 24. Juli 2018, abgerufen am 12. Mai 2021.
  40. Niedergang des Fernverkehrs auf der Gäubahn. In: Eisenbahnwelten im Maßstab 1:1 und 1:160. Uwe Schnell, 1. Januar 2019, abgerufen am 12. Mai 2021.
  41. Neigetechnik in Deutschland in der Sackgasse. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 8, August 2019, ISSN 1421-2811, S. 438 f.
  42. Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stefan Gelbhaar, Stephan Kühn (Dresden), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/8818. Künftige Einsatzbereiche von Schienenfahrzeugen mit gleisbogenabhängiger Wagenkastensteuerung – Zukunft der „Neigetechnik“ in Deutschland. Band 19, Nr. 9802, 29. April 2019, ISSN 0722-8333. BT-Drs. 19/9802
  43. Alexander Neumeister: Das äußere Gesicht. In: DB Reise&Touristik AG, Konsortium ICE T (Hrsg.): ICE T. BR 411, 415 und 605. Hestra-Verlag, Darmstadt 2000, ISBN 3-7771-0288-1, S. 24–27.
  44. Michael Krische: „Ein optimaler Kompromiss“. In: BahnExtra: 20 Jahre ICE. Ausgabe 6, 2004, ISBN 3-89724-175-7, S. 48–52.
  45. Dieter Eikhoff: Alles über den ICE. transpress-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-71277-6, S. 41–52.
  46. Elke Trappschuh: Schneller, weiter, schöner. In: Alex Buck (Hrsg.): Alexander Neumeister. Designermonographien 8. Verlag Form, Frankfurt am Main 1999, S. 16–51.
  47. Alexander Neumeister: Das Innendesign. In: DB Reise&Touristik AG, Konsortium ICE T (Hrsg.): ICE T. BR 411, 415 und 605. Hestra-Verlag, Darmstadt 2000, ISBN 3-7771-0288-1, S. 28–32.
  48. Volker Albus, Achim Heine: Die Bahn. Positionen der Markenkultur. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2002, ISBN 3-87584-055-0, S. 62 ff.
  49. Interview mit Alex Neumeister: Je komplexer, desto besser. In: Buck (1999), S. 69–81.
  50. Biographie. In: Buck (1999), S. 82.
  51. Armin Scharf: Der ICE 3 und der deutsche Pendolino. In: Hochparterre. 1997, Nr. 4, S. 36 f.
  52. Die neuen Renner. In: ZUG. Nr. 11, 1996, S. 20–24.
  53. DB Reise&Touristik: Der neue InterCityExpress mit Neigetechnik. Zeit gewinnen. Komfort genießen. Werbebroschüre, 1999.
  54. Meldung ICE-T: Seit Ende Mai 1999 im Fahrplanbetrieb. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 48, Nr. 6, 1999, S. 398.
  55. Daniel Riechers: ICE – Neue Züge für Deutschlands Schnellverkehr. transpress-Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-71172-9, S. 179 f.
  56. Der Neue: Auf Herz und Nieren getestet. In: DB Welt. Nr. 11, November 2017, S. 08.
  57. Fahrradstellplätze im ICE-T, WLAN für IC 2. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 10, Oktober 2018, ISSN 1421-2811, S. 501.
  58. Arno Stoffels: Bahn schließt die ICE-T-Modernisierung ab. In: Nürnberger Nachrichten. 12. Dezember 2015, S. 13.
  59. Modernisierung der ICE-T-Flotte hat begonnen. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2, 2014, S. 102 f.
  60. D-München: Sitze für Schienenfahrzeuge. Dokument 2013/S 121-208168 vom 25. Juni 2013 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  61. DB Mobility Logistics AG (Hrsg.): Deutsche Bahn startet Modernisierung ihrer ICE-T-Züge. Presseinformation vom 6. Dezember 2013.
  62. eisenbahn-magazin 11/2013, S. 23.
  63. eisenbahn-magazin 1/2014, S. 21.
  64. Bilder zum Redesign
  65. Johannes Hirschlach: Frisch auf die Piste. In: Eisenbahn Magazin. Nr. 3, 2016, S. 31.
  66. ICE-T werden technisch optimiert. In: Der Eisenbahningenieur. Jahrgang 70, Nr. 10, 2019, ISSN 0013-2810, S. 59.
  67. Aufarbeitung Sitze ICE T. In: bieterportal.noncd.db.de. DB Fahrzeuginstandhaltung, 17. Dezember 2021, abgerufen am 16. Januar 2022.
  68. Beschaffung neuer Tische für den ICE T. In: bieterportal.noncd.db.de. DB Fahrzeuginstandhaltung, 17. Dezember 2021, abgerufen am 16. Januar 2022.
  69. D-München: Elektrische Signaleinrichtungen für den Eisenbahnverkehr. Dokument 223751-2009 vom 12. August 2009 im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union
  70. DB awards ETCS on-board contract. Railway Gazette International (Onlineausgabe), 22. Dezember 2010.
  71. Klaus-Rüdiger Hase: Open Source Software für ETCS. In: Deine Bahn. Band 41, Nr. 1, 2013, ISSN 0948-7263, S. 16–21.
  72. André Daubitz, Frank de Gavarelli, Marcus Schenkel: Ein Großprojekt auf der Zielgeraden – Die Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle. In: Eisenbahntechnische Rundschau. Band 64, Nr. 12, 2015, S. 33–42.
  73. Neubaustrecke VDE 8.1 eröffnet. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2, Februar 2018, ISSN 1421-2811, S. 70–72.
  74. Das Geheimnis der Achse. (Memento vom 20. Februar 2009 im Internet Archive) In: Süddeutsche Zeitung. 22. November 2008.
  75. Neigung zum Riss. Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010, abgerufen am 14. August 2020..
  76. ICE-Züge bis Ende nächster Woche überfüllt. Spiegel online. 16. Oktober 2008.
  77. Bahn legt ICE-Flotte teilweise still. In: Spiegel online. 24. Oktober 2008.
  78. ICE-Hersteller attackieren die Deutsche Bahn. In: Die Welt. 27. Oktober 2008.
  79. Neue ICE-Pannenachse – Bahnverkehr noch bis Weihnachten gestört. In: Spiegel online. 31. Oktober 2008.
  80. Pannenachsen – Bahnstörung dauert noch Monate. In: Spiegel online. 2. November 2008.
  81. Acht Prüfanlagen gehen bis zum Sommer in Betrieb. In: DB Welt, Ausgabe März 2009, S. 6.
  82. Eberhard Happe: Feste Fahrbahnen federn nicht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. November 2008, S. 9 (faz.net).
  83. Andrea Bongiovanni: Das Neigesystem und die Drehgestelle der BR 411 und 415. In: DB Reise&Touristik AG, Konsortium ICE T (Hrsg.): ICE T. BR 411, 415 und 605. Hestra-Verlag, Darmstadt 2000, ISBN 3-7771-0288-1, S. 76.
  84. Bahn findet wieder Riss in ICE-Achse (Memento vom 18. Oktober 2008 im Internet Archive) Financial Times Deutschland vom 16. Oktober 2008.
  85. Deutsche Bahn – Debatte um ICE-Flotte. In: Siemens AG (Hrsg.): Mobility Live. Ausgabe November 2008, S. 2.
  86. Neue Achsen für Mehdorn. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Nr. 8, 2009, S. 38, 22. Februar 2009.
  87. Bahn beschleunigt Kontrollen der ICE-Achsen. In: Handelsblatt. 23. Februar 2009.
  88. Bahn will ICE-Achsen vorsorglich austauschen. In: Handelsblatt. 23. Februar 2009.
  89. So fährt Bahnchef Grube zur Arbeit. Berliner Zeitung. 6. Januar 2010.
  90. Streit um ICE-Achsen vor der Lösung. In: Handelsblatt. 12. Oktober 2009.
  91. Grube: „Einigung bei ICE T-Achsen wichtiger Fortschritt für die Deutsche Bahn“. Deutsche Bahn Presseinformation, 18. Februar 2010, bahnaktuell.net.
  92. Investitionen in Bahn-Projekte stärken Infrastruktur in Baden-Württemberg. bahnaktuell.net, Presseinformation vom 18. Oktober 2010.
  93. ICE-Züge werden häufiger überprüft. In: Die Welt. (Onlineausgabe), 31. März 2010.
  94. Meldung Prüfintervalle für ICE-Neigezüge weiter verkürzt. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 5, 2010, S. 248.
  95. Deutsche Bahn erarbeitet neues Fernverkehrskonzept für die Linie Stuttgart–Zürich (Gäubahn) (Memento vom 29. Juli 2013 im Internet Archive)
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