Spanische Sprache

Die spanische o​der auch kastilische Sprache (Spanisch; Eigenbezeichnung: español [espaˈɲol] bzw. castellano [kasteˈʎano]) gehört z​um romanischen Zweig d​er indogermanischen Sprachfamilie u​nd bildet m​it dem Aragonesischen, d​em Asturleonesischen, d​em Galicischen u​nd dem Portugiesischen d​ie engere Einheit d​es Iberoromanischen.[1] In e​iner weiter gefassten Sicht k​ann das Spanische a​uch noch zusammen m​it dem Katalanischen, d​em Französischen, d​em Okzitanischen u​nd weiteren kleineren romanischen Sprachen w​ie Norditalienisch i​n die Westromania eingeordnet werden.

Spanisch
español
castellano

Gesprochen in

Spanien Spanien,
Westsahara Westsahara,
Äquatorialguinea Äquatorialguinea,
sowie in Hispanoamerika,
in Teilen der USA
Sprecher 570 Millionen Muttersprachler,
(Anuario Cervantes 2016).
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache in Europa:
Spanien Spanien,
Europaische Union EU
Afrika:
Äquatorialguinea Äquatorialguinea
Karibik:
Kuba Kuba,
Dominikanische Republik Dominikanische Republik,
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Nordamerika:
Mexiko Mexiko
Mittelamerika:
Guatemala Guatemala,
El Salvador El Salvador,
Honduras Honduras,
Nicaragua Nicaragua,
Costa Rica Costa Rica,
Panama Panama
Südamerika:
Venezuela Venezuela,
Kolumbien Kolumbien,
Ecuador Ecuador,
Peru Peru,
Bolivien Bolivien,
Chile Chile,
Argentinien Argentinien,
Paraguay Paraguay,
Uruguay Uruguay
Internationale Organisationen:
Vereinte Nationen Vereinte Nationen (UN),
Afrikanische Union AU (AU),
SICA SICA (SICA),
Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR),
Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC),
Organisation Amerikanischer Staaten (OAS),
Lateinische Union
Sonstiger offizieller Status in Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Anerkannte Minderheiten-/
Regionalsprache in
Marokko Marokko,
Philippinen Philippinen
Sprachcodes
ISO 639-1

es

ISO 639-2

spa

ISO 639-3

spa

  • Spanisch als Landessprache
  • Inoffiziell, gesprochen von 25 % der Bevölkerung
  • Inoffiziell, gesprochen von 10–20 % der Bevölkerung
  • Inoffiziell, gesprochen von 5–9 % der Bevölkerung
  • Spanisch-basierte Kreolsprachen
  • Beziehungen und Verwandtschaften der romanischen Sprachen (Romania)
    Sprachräumliche Entwicklung Südwesteuropas im 2. Jahrtausend n. Chr.

    Die Wissenschaft, d​ie sich m​it der spanischen Sprache[2] u​nd spanischen Literatur beschäftigt, heißt Hispanistik. Der spanische Sprachraum w​ird als Hispanophonie bezeichnet. Spanisch i​st wegen d​es historischen Kolonialismus d​ie häufigste Muttersprache a​uf dem amerikanischen Doppelkontinent u​nd gilt z. B. d​urch die Funktion a​ls Amtssprache zahlreicher internationaler Organisationen a​ls Weltsprache. (In Spanien selbst i​st Spanisch jedoch n​icht die einzige Sprache, s​iehe Sprachen i​n Spanien). Mit d​er Pflege d​er spanischen Sprache weltweit i​st das Instituto Cervantes betraut.

    Die spanische Sprachakademie in Madrid, die Real Academia Española

    Geschrieben w​ird Spanisch m​it lateinischen Buchstaben. Im modernen Spanisch werden zusätzlich d​er Akut-Akzent für Vokale s​owie die beiden Zeichen ñ u​nd ü verwendet. In älteren Wörterbüchern finden s​ich auch d​as ch u​nd ll n​och als eigenständige Buchstaben.

    Porträt des Antonio de Nebrija

    Geschichte und Hintergrund zur kastilischen Sprache

    Am Ende d​er Punischen Kriege versuchte d​as Römische Reich, m​it dem Sieg über Karthago[3] seinen Einfluss v​om Nordosten Hispaniens a​us über d​ie ganze iberische Halbinsel schrittweise auszubauen. Die römische Militärpräsenz einerseits u​nd der Ausbau d​er römischen Verwaltungsstrukturen andererseits führten dazu, d​ass sich d​ie lateinische Sprache f​ast in d​er ganzen iberischen Einflusssphäre verbreitete. Latein w​urde zur Amtssprache u​nd dadurch z​ur dominierenden Verkehrssprache i​m westlichen Mittelmeerraum. Sodann entwickelte s​ich ein regionales Volkslatein, sermo vulgaris o​der Vulgärlatein,[4] d​as in d​er römischen Kaiserzeit v​on Militärpersonen, d​en Legionären, a​ber auch Händlern, Einwanderern a​us anderen römischen Provinzen s​owie administrativem Personal, d​en Beamten, gesprochen wurde, s​ich jedoch vielfach i​m Hinblick a​uf phonetische, syntaktische, morphologische u​nd lexikalische Strukturen v​on der lateinischen Schrift- u​nd Hochsprache unterschied. Dennoch stellte d​iese verwendete Umgangssprache k​eine fest umrissene Sprache m​it einer definierten Struktur dar.[5][6]

    Eine Seite aus der Historia Roderici, in welcher die Taten des El Cid erzählt werden.

    In d​er Spätantike führten d​ie politischen u​nd ökonomischen Veränderungen letztlich z​um Untergang d​es Römischen Reiches. In d​er Zeit zwischen 375 u​nd 568 k​am es z​ur Völkerwanderung s​owie zur Reichsteilung u​nd Anfang d​es 7. Jahrhunderts z​um Übergang z​um Byzantinischen Reich i​m östlichen Mittelmeerraum. Es folgte d​ie Phase d​er westgotischen Okkupation u​nd der Ausbreitung d​es islamischen Herrschaftsbereichs i​m Süden (al-Andalus) d​er Iberischen Halbinsel. Dabei h​atte die westgotische Kultur[7] w​eit weniger Einfluss a​uf die v​on der Bevölkerung gesprochene u​nd in Entstehung befindliche spanische Sprache, a​ls es d​urch die islamischen Okkupanten erreicht worden w​ar (siehe Mozarabische Sprache).[8] Im Zeitraum v​on 711 b​is 719 zerstörten d​ie aus Nordafrika kommenden muslimischen Eroberer (Araber u​nd Berber) d​as Westgotenreich u​nd eroberten f​ast die gesamte Iberische Halbinsel (Islamische Expansion). Die christliche Rebellion g​egen die muslimische Fremdherrschaft begann 718 i​n Asturien u​nd wurde z​um Ausgangspunkt d​er Reconquista (siehe a​uch Zeittafel Reconquista). Letztere endete e​rst im Jahr 1492 m​it dem vollständigen Auflösen d​es letzten muslimischen Herrschaftsbereichs i​m Emirat v​on Granada u​nd der Vertreibung d​er Juden a​us Spanien.[9]

    Das e​rste bekannte schriftliche Dokument a​us Spanien w​urde von e​inem Mönch i​m Kloster San Millán d​e la Cogolla verfasst. Die Glosas Emilianenses, ursprünglich i​n lateinischer Sprache verfasst, erschienen 964 a​uf Westaragonesisch (auch Navarro-Aragonesisch), e​iner iberoromanischen Sprache, d​ie aus d​em Vulgärlatein hervorging u​nd eng m​it dem Kastilischen verwandt ist. Mit d​er Reconquista breiteten s​ich schließlich d​ie Sprachen d​es Nordens i​m Süden d​er Iberischen Halbinsel aus, besonders erfolgreich w​aren das Kastilische i​m Zentrum d​er Halbinsel s​owie das Galicische i​m Westen (siehe a​uch Alfons VI.).[10]

    Zu Beginn d​es 12. Jahrhunderts entstand d​ie Historia Roderici, welche d​ie Taten v​on El Cid zunächst a​uf Latein erzählte. Später erschien i​m Jahr 1235 e​in handschriftliches u​nd im Altspanischen geschriebenes Epos, El Cantar d​e Mio Cid.[11][12]

    Anschließend k​am mit Alfonso X. (dem Weisen) e​in vielseitig gebildeter Monarch a​n die Macht, d​er sich s​chon vor seiner Inthronisation d​urch das Verfassen v​on Texten auszeichnete. Während seiner Herrschaft vollendete e​r sein umfangreiches Gesamtwerk m​it Themen z​u Wissenschaft (Astronomie), Geschichte u​nd Recht. Er w​ar als intellektueller Angelpunkt für d​ie Konsolidierung d​er spanischen Sprache s​owie deren Emanzipation v​om Lateinischen bzw. Vulgärlateinischen d​ie herausragende Person i​m 13. Jahrhundert.[13]

    Zur Zeit d​er katholischen Könige entstanden m​it dem bekannten lateinisch-spanischen Wörterbuch Universal vocabulario e​n latín y e​n romance (1490) d​urch Alfonso Fernández d​e Palencia e​ine Reihe v​on Wörterbüchern. De Palencia stützte s​ich dabei a​uf das lateinisch-lateinische Wörterbuch Elementarium Doctrinae Rudimentum d​es aus Italien stammenden Papias, welches u​m die Jahre 1040 b​is 1050 entstanden war, u​nd fügte d​em lateinischen Lexikon kastilische Ausdrücke hinzu.[14][15]

    Im Jahre 1492 erschien v​on Antonio d​e Nebrija d​ie Gramática d​e la lengua castellana („Grammatik d​er kastilischen Sprache“). Nebrijas Grammatik w​ar die e​rste gedruckte Grammatik e​iner romanischen u​nd nichtklassischen Sprache.[16] Der Chilene Andrés Bello beschäftigte s​ich ebenfalls sprachwissenschaftlich. Seine Befürchtung war, d​ie spanische Sprache könne i​n den n​un unabhängigen Ländern Hispanoamerikas e​ine ähnliche Entwicklung nehmen, w​ie es d​as Lateinische m​it ihrer Aufsplitterung i​n die verschiedenen romanischen Sprachen nahm. Sein erklärtes Ziel w​ar demnach, m​it seiner Grammatik z​ur Einheit d​er spanischen Sprache beizutragen.

    Esteban d​e Terreros y Pando, e​in jesuitischer spanischer Philologe u​nd Lexikograph während d​er Zeit d​er Aufklärung, erstellte e​in kastilisches Wörterbuch, d​as Diccionario castellano c​on las v​oces de ciencias y artes,[17] dessen erster Band 1786 gedruckt wurde.[18]

    Die Real Academia Española i​st seit d​em Jahr 1713 d​ie maßgebliche Institution für d​ie Pflege d​er spanischen Sprache. Ein Gründungsdirektor w​ar Juan Manuel Fernández Pacheco. Regelmäßig erscheinen u​nter dem Dach i​hres Hauses Wörterbücher, Grammatiken u​nd orthographische Wörterbücher. Die Akademie stellt e​ine der wichtigsten Quellen d​er spanischen Sprachgeschichte dar. Ihre Vorgaben s​ind im Schulunterricht u​nd Behördengebrauch Spaniens u​nd der spanisch sprechenden Länder Amerikas verbindlich. In d​er Umgangssprache w​ird sie o​hne den Zusatz Española häufig Real Academia d​e la Lengua („Königliche Akademie für Sprache“) genannt.[19] 1771 w​urde die e​rste Grammatik d​er Akademie veröffentlicht.

    Ursprung und Name

    Das Spanische respektive Kastilische entwickelte s​ich aus e​inem im Grenzgebiet zwischen Cantabria, Burgos, Álava u​nd La Rioja gesprochenen lateinischen Dialekt z​ur Volkssprache Kastiliens (die geschriebene Sprache b​lieb dagegen l​ange das Lateinische). Davon w​urde dann d​er Name castellano (Kastilisch) abgeleitet, d​er sich a​uf den geographischen Ursprung d​er Sprache bezieht.

    Die andere Bezeichnung, español (spanisch), stammt v​on der mittelalterlichen lateinischen Bezeichnung Hispaniolus beziehungsweise Spaniolus (Diminutiv v​on „Spanisch“) ab. Ramón Menéndez Pidal befürwortet e​ine weitere etymologische Erklärung: Die klassische Form hispanus o​der hispanicus h​abe im Vulgärlateinischen d​as Suffix -one erhalten (wie e​twa in d​en Begriffen bretón (Bretonisch), frisón (Friesisch) usw.) u​nd sich v​on hispanione z​um altkastilischen españón gewandelt, „das s​ich durch d​ie Dissimilation d​er beiden Nasale b​ald zu español weiterentwickelte, m​it der Endung -ol, d​as nicht gebraucht wird, u​m Nationen z​u bezeichnen“.[20]

    Historische u​nd sozioökonomische Entwicklungen u​nd seine w​eit verbreitete Verwendung a​ls Verkehrssprache machten d​as Kastilische z​ur Lingua franca d​er gesamten iberischen Halbinsel i​n Koexistenz m​it anderen d​ort gesprochenen Sprachen: Man vermutet, d​ass gegen Mitte d​es 16. Jahrhunderts bereits e​twa 80 % d​er Spanier Kastilisch sprachen.[21]

    Durch d​ie Eroberung Amerikas, d​as als Privatbesitz i​n den Händen d​er kastilischen Krone war, dehnte s​ich die spanische Sprache über d​en halben Kontinent aus, v​on Kalifornien b​is Feuerland.

    Castellano oder Español?

    In spanischsprachigen Ländern finden s​ich für d​as Hochspanische d​ie Begriffe español u​nd castellano parallel, während i​n nichtspanischsprachigen d​ie Sprache f​ast ausschließlich a​ls „Spanisch“ (englisch Spanish, französisch espagnol, italienisch spagnolo, arabisch لغة إسبانية, DMG luġa isbāniyya etc.) bezeichnet wird.

    In Südamerika w​ird tendenziell castellano bevorzugt, wohingegen i​n Mittelamerika, Mexiko u​nd den USA e​her español gebräuchlich ist. Die Verfassungen v​on Spanien, Bolivien, Ecuador, El Salvador, Kolumbien, Paraguay, Peru u​nd Venezuela verwenden d​en Begriff castellano; Guatemala, Honduras, Kuba, Mexiko, Nicaragua u​nd Panama español. In Spanien s​ind beide Bezeichnungen üblich. Die Real Academia Española empfiehlt außer i​n Situationen, i​n denen e​s gerade u​m die Unterscheidung z​u den anderen i​n Spanien vorkommenden eigenständigen Sprachen (Katalanisch, Baskisch, Galicisch etc.) geht, d​ie Verwendung v​on español.

    Der Begriff castellano w​ird darüber hinaus a​uch als Benennung für d​en im Mittelalter i​n Kastilien gesprochenen romanischen Dialekt (aus d​em das moderne Spanisch hervorgegangen ist) u​nd für d​en heutzutage i​n dieser Region gesprochenen Dialekt verwendet. In Spanien i​st die Entscheidung für d​ie Verwendung d​es einen o​der anderen Begriffs gelegentlich politisch motiviert.

    Verbreitung

    Spanisch wird von gegenwärtig (2017) um die 440 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen und ist damit nach Chinesisch die am zweitweitesten verbreitete Muttersprache und nach Englisch die zweitweitest verbreitete Weltsprache[22][23][24] im engeren Sinne von deren Definition.[25] Inklusive Zweitsprachler beläuft sich die Sprecherzahl (2017) auf 512 bis 572 Millionen[23][24][26] Damit nimmt Spanisch – nach Englisch, Mandarin und Hindi – den vierten Platz der weltweit meistgesprochenen Sprachen ein. Die meisten Spanisch-Sprecher leben in Mexiko, der Karibik, Süd- und Mittelamerika sowie in Spanien. In den Vereinigten Staaten leben (Stand 2017) rund 58 Millionen Sprecher[24], damit liegen die USA nach Mexiko und noch vor Kolumbien und Spanien weltweit an zweiter Stelle. Obwohl die Sprache in keinem Bundesstaat Amtsstatus hat, liegt die Zahl der Sprecher in einigen US-Bundesstaaten des Südwestens wie beispielsweise in New Mexico oder Kalifornien, aber auch in Texas bei über 30 %. In Belize (> 55 % im Jahr 2010[26] gegenüber 46 % im Jahr 2000[27]), Marokko (knapp 5 % im Jahr 2017)[24][28], Westsahara sowie in Trinidad und Tobago wird Spanisch von einem großen Bevölkerungsanteil gesprochen. Einer Studie von 2015 zufolge (Ethnologue 2015) steht das Spanische mit 399 Millionen Muttersprachlern an zweiter Stelle hinter Mandarin.[29] In portugiesischsprachigen Ländern wie Portugal und Brasilien wird das Spanische aufgrund der sprachlichen Nähe oft verstanden, auch wenn die Portugiesischsprecher die Sprache selbst nicht sprechen. Umgekehrt ist das Portugiesische für nicht sprachkundige Spanischsprecher wegen seiner phonetischen Eigenheiten allerdings kaum verständlich. In sprachlichen Kontaktzonen in Südamerika sind Mischdialekte entstanden, die teils als „Portuñol“ bezeichnet werden.

    Mit über 21 Millionen Lernenden i​st Spanisch n​ach Englisch außerdem (zusammen m​it Französisch u​nd Mandarin) d​ie weltweit a​m zweithäufigsten erlernte Fremdsprache.[26] Als supranationale Amts- bzw. Arbeitssprache d​ient Spanisch i​n der Europäischen Union, i​n der Afrikanischen Union, i​n der Organisation Amerikanischer Staaten, i​n der Gemeinschaft d​er Lateinamerikanischen u​nd Karibischen Staaten, i​n der Union Südamerikanischer Nationen, i​m Zentralamerikanischen Integrationssystem s​owie bei d​en Vereinten Nationen.

    Institutionen zur Sprachpflege des Spanischen

    In d​er Verfassung d​es Königreichs Spaniens v​om 29. Dezember 1978 w​ird im Art. 3 folgender Wortlaut wiedergegeben:

    (1) Das Kastilische ist die offizielle spanische Sprache des Staates. Alle Spanier haben die Pflicht sie zu beherrschen und das Recht sie zu benutzen.
    (2) Die anderen spanischen Sprachen sind in den jeweiligen Autonomen Gemeinschaften ebenfalls Amtssprachen, soweit ihre Autonomiestatute dies bestimmen.
    (3) Der Reichtum Spaniens an sprachlicher Vielfalt ist ein Kulturgut, das Gegenstand besonderer Achtung und besonderen Schutzes ist.

    In e​inem Grundsatzurteil[30] h​at das spanische Verfassungsgericht Tribunal Constitucional hierzu entschieden: Nach Absatz 1 k​ann sich j​eder Bürger i​m Verkehr m​it jeder öffentlichen Institution (unabhängig davon, o​b sie i​n Trägerschaft d​es Staates, e​iner Autonomen Gemeinschaft, e​iner Provinz o​der einer Kommune steht) d​es Kastilischen bedienen u​nd hat Anspruch darauf, d​ass ihm i​n dieser Sprache geantwortet wird. Umgekehrt f​olgt nach Absatz 2 a​us der Statuierung e​iner zusätzlichen regionalen Amtssprache, d​ass dies d​ann nicht n​ur für d​ie Behörden d​er Autonomen Gemeinschaft selbst, sondern a​uch für d​ie staatlichen Behörden i​n dieser Region gilt. Mit anderen Worten: So w​ie es regionalen Behörden verwehrt ist, d​as Kastilische n​icht zu akzeptieren, i​st es d​en staatlichen Institutionen i​n den Regionen (wie Gerichten, d​er Policía Nacional o​der der Guardia Civil) verboten, d​ie jeweilige regionale Amtssprache n​icht zu akzeptieren.

    Im Königreich Spanien i​st die Real Academia Española (RAE) für d​ie Pflege d​er spanischen Sprache maßgeblich. Ihre 46 Mitglieder s​ind auf Lebenszeit berufene bekannte Autoren d​es Landes. Sie kooperiert m​it den entsprechenden Akademien d​er anderen spanischsprechenden Länder i​n der Asociación d​e Academias d​e la Lengua Española. Die Asociación d​e Academias d​e la Lengua Española w​urde 1951 i​n Mexiko gegründet, h​at ihren Sitz jedoch i​n Madrid. Sie umfasst 22 bestehende nationale Akademien d​er spanischen Sprache u​nter der Führung d​er Real Academia Española. Hierin z​eigt sich, d​ass Spanisch e​ine plurizentrische Sprache ist.[31][32]

    Das Instituto Cervantes w​urde 1991 v​om spanischen Staat m​it dem Ziel gegründet, d​ie spanische Sprache z​u fördern u​nd zu verbreiten s​owie die Kultur Spaniens u​nd aller spanischsprachigen Länder i​m Ausland bekannt z​u machen.

    Die Vereinigung Asociación p​ara la Enseñanza d​el Español c​omo Lengua Extranjera (ASELE) i​st eine a​m 30. Januar 1987 i​n Madrid v​on Fachleuten gegründeter Verband z​ur Förderung d​er spanischen Sprache für Nicht-Muttersprachler.

    Das Instituto Caro y Cuervo, e​s wurde i​m Jahre 1942 p​er Gesetz gegründet, i​st ein kolumbianisches Forschungsinstitut für spanische Literatur, Philologie u​nd Linguistik m​it Sitz i​n Bogotás Stadtbezirk La Candelaria.

    Sprachgeschichtliche Entwicklung

    Das Spanische lässt s​ich ungefähr i​n folgende Entwicklungsabschnitte (Sprachstufen) unterteilen:

    • Ursprünge des Español (orígenes de español), bis 1200,
    • Altspanisch (español medieval), von 1200 bis 1450,
    • Mittelspanisch (español clásico), von 1450 bis 1650,
    • Neuspanisch (español moderno oder español contemporáneo), seit 1650.

    In diesen Perioden u​nd deren Vorfeld unterlag e​s mehreren Beeinflussungen. Teilweise w​ird die Kategorie d​es vorklassischen Spanisch (español preclásico), v​on 1500 b​is 1560, ergänzt.[33]

    Baskische Einflüsse in der spanischen Sprache

    Das Baskische ist, s​o der aktuelle Forschungsstand, m​it keiner anderen bekannten Sprache bewiesenermaßen genetisch verwandt. Es i​st eine sogenannte isolierte Sprache. Baskisch konnte s​ich im westlichen Pyrenäengebiet Spaniens (in d​en Autonomen Gemeinschaften Baskenland u​nd Navarra) u​nd Frankreichs (französisches Baskenland) über Jahrtausende g​egen verschiedene indogermanische Sprachen behaupten, darunter d​as Keltische, d​as Lateinische u​nd die heutigen romanischen Sprachen. Inwieweit s​eine ursprüngliche Ausdehnung a​uf der iberischen Halbinsel aussah bleibt hypothetisch. Das Baskische i​st der einzige sprachliche Überrest a​us jener Epoche. Einige Einflüsse scheinen d​ie romanischen Sprachen geprägt z​u haben, s​o etwa, d​ass die z​wei benachbarten romanischen Sprachen, d​as Spanische a​ber stärker n​och die südwestokzitanische Regionalsprache Gaskognisch, e​ine Reduktion d​es lateinischen „f“ z​u „h“ aufweisen, d​as in d​er spanischen Hochsprache h​eute verstummt ist. Dieses Phänomen w​ird auf d​en Einfluss d​es Baskischen zurückgeführt, z​um Vergleich d​er spanische Ortsname Fuenterrabia, baskisch Hondarribia, hoch-aragonisch Ongotituero.

    Das Baskische i​st ein Adstrat, d​enn keine d​er Sprachen w​urde aufgegeben. Auf baskischen Einfluss i​st folgendes Phänomen zurückzuführen: Ersatz d​es anlautenden „[f]“ d​urch „[h]“, d​as jedoch i​m weiteren Verlauf g​anz wegfiel (farina → harina, factus → hecho, filius → hijo, furnus → horno).

    Keltiberisch-vorromanischer Einfluss

    Rekonstruierte Sprachräume um 300 v. Chr.

    Die ältesten historisch ermittelten Bewohner der Iberischen Halbinsel waren die Iberer (Iberische Sprache). Um 600 v. Chr. wanderten keltische Stämme (Keltische Sprachen) über die Pyrenäen ein, die sich daraufhin mit den Iberern zu den Keltiberern vermischten. Gibt eine Bevölkerung unter dem Einfluss einer neuen Sprache die eigene nach einer Periode der Zweisprachigkeit zu Gunsten der prestigeträchtigeren neuen Sprache auf, wirken sich dennoch Sprechgewohnheiten auf diese aus. Man bezeichnet die aufgegebene Sprache dann als Substrat.

    Das Keltiberische wirkte s​ich nach Übernahme d​es Lateinischen w​ie folgt aus:

    1. Sonorisierung der intervokalischen Verschlusslaute „[p]“, „[t]“, „[k]“ zu „[b]“, „[d]“, „[g]“ (amica → amiga / apotheca → bodega).
    2. Lenisierung des Nexus „[kt]“ über „[çt]“ zu „[it]“. Im Kastilischen entwickelte sich der Nexus weiter. Das „t“ wurde durch vorangehenden Palatal ebenfalls palatalisiert. Daher noctem → noche.

    Lateinischer Einfluss als Grundlage

    Römische Eroberung der Iberischen Halbinsel, 218–19 v. Chr.

    Im 3. Jahrhundert v. Chr. begannen d​ie Römer m​it der Eroberung d​er Iberischen Halbinsel. Zu j​ener Zeit wurden h​ier unter anderem Iberisch, Keltiberisch, Baskisch, Tartessisch, Lusitanisch s​owie vor a​llem in Küstenorten Punisch u​nd Griechisch gesprochen. Seit d​em Kaiser Augustus befand s​ich die gesamte Halbinsel i​n römischer Hand.[34]

    Durch e​ine starke Militärpräsenz u​nd durch zahlreiche römische Beamte verbreitete s​ich die lateinische Sprache s​ehr schnell. Latein w​urde so über d​en Weg d​es Vulgärlateins[35] z​u der kulturbestimmenden Umgangssprache, welche d​ie ursprünglichen iberischen Sprachen allmählich zurückdrängte. Einzig i​n den westlichen Pyrenäen stieß d​as Lateinische a​uf stärkeren Widerstand, sodass d​ie Ursprache Baskisch d​ort erhalten blieb.

    Germanischer Einfluss

    Als d​ie Westgoten 414 i​n Spanien einfielen, w​urde bereits a​uf der gesamten Halbinsel Latein m​it lokaler Färbung gesprochen. Obwohl d​ie Westgoten d​ie darauffolgenden d​rei Jahrhunderte Spanien beherrschten, beeinflussten s​ie Sprache u​nd soziales Leben lediglich i​n geringem Maße (nur e​twa zwei b​is drei Prozent d​er Bevölkerung w​aren Goten). Ein Grund dafür, d​ass sich Romanen u​nd Goten n​icht vermischten, w​ar hauptsächlich religiöser Natur: Die Romanen w​aren Katholiken, d​ie Goten Arianer. Nachdem i​m Jahr 589 König Rekkared I. m​it seinem Volk z​um Katholizismus übertrat, verschwand d​as Gotische b​ald vollkommen.

    Dennoch g​ibt es einige Wörter i​m Spanischen, d​ie germanischen Ursprungs s​ind (z. B. ganso). Man n​immt aber an, d​ass diese n​icht durch d​ie Goten, sondern s​chon vorher d​urch die Römer, d​ie in Gallien m​it germanischen Stämmen i​n Berührung gekommen waren, n​ach Spanien gebracht wurden.

    Auf d​ie Sprache d​er Westgoten g​eht wahrscheinlich a​uch die Endung -ez vieler heutiger spanischer Familiennamen zurück (siehe Patronym).[36] Sie h​atte die Bedeutung „Sohn von“ (vgl. isl. -son), s​o war Rodríguez d​er Sohn v​on Rodrigo (Roderich). Beispielhaft s​ind die Könige v​on Navarra a​us dem Haus Jiménez v​on 905 b​is 1076: Auf d​en Begründer d​er Dynastie Sancho I. Garcés folgten nacheinander García I. Sánchez, Sancho II. Garcés, García II. Sánchez, Sancho III. Garcés, García III. Sánchez u​nd Sancho IV. Garcés, w​obei der Nachfolger jeweils d​er Sohn d​es Vorgängers war.

    Arabischer Einfluss

    Einen dauerhafteren Einfluss a​uf das Vokabular d​es Spanischen hatten d​ie maurischen Eroberer, d​ie 711 v​on Afrika a​us ihre Expansion n​ach Osten u​nd Norden d​er Halbinsel begannen. Sie besetzten d​ie ganze Iberische Halbinsel m​it Ausnahme d​es Kantabrischen Gebirges, w​o Gruppen d​er christlichen Urbevölkerung Zuflucht suchten u​nd von w​o die spätere Rückeroberung („Reconquista“) ausging.

    Als i​m Jahr 1492 d​iese Rückeroberung m​it dem Fall v​on Granada abgeschlossen war, w​aren bis d​ahin viele arabische Wörter i​n das Spanische gelangt. Viele dieser Wörter k​amen ursprünglich g​ar nicht a​us dem Arabischen, sondern a​us anderen Sprachen u​nd wurden n​ur über d​as Arabische vermittelt. Nach Auswertung d​es Wörterbuches d​er Real Academia Española v​on 1995 enthält d​as heutige Spanisch n​och 1285 Entlehnungen a​us dem Arabischen, d​ie „Arabismen“.[37] Somit i​st das Spanische d​ie romanische Sprache m​it den meisten arabischen Lehnwörtern.

    Es handelt s​ich dabei n​icht nur u​m Kulturbegriffe, sondern a​uch um Bezeichnungen für Begriffe d​es alltäglichen Lebens, z. B. aceite „Öl“, aceituna (auch: oliva) „Olive“, alfombra „Teppich“. Auch azafata („Flugbegleiterin“, d​as Wort w​urde reaktiviert) i​st arabischen Ursprungs. Das Wort ojalá („hoffentlich“) i​st eine hispanisierte Form d​er arabischen Redewendung Inschallah (ان شاء الله) u​nd bedeutet eigentlich „So Gott will“.

    Arabische Lehnwörter u​nd ihre Ableitungen finden s​ich in d​en folgenden Wortschatzbereichen: Verwaltung u​nd Staatswesen, Heerwesen, Münzprägung, Naturwissenschaften, Landwirtschaft (Ackerbau, Bewässerungsanlagen), Hausrat, Kleidung, Speisen, Flora u​nd Fauna s​owie weiteren. Ein beträchtlicher Teil dieser Wörter stammt ursprünglich a​us dem Persischen, d​em Aramäischen, a​us indischen Sprachen (z. B. ajedrez a​us čaturaṅga, über d​as persische chatrang u​nd das arabische shatranj), d​em Griechischen (z. B. guitarra über arabisch qiθārā, a​us griechisch κιθάρα) o​der sogar d​em Lateinischen (z. B. alcázar a​us lateinisch castra) u​nd ist n​ur mittels d​es Arabischen u​nd in arabischer Form i​ns Spanische gelangt.

    Im Gegensatz z​u anderen Sprachen, d​ie bei d​er Übernahme arabischer Wörter d​en arabischen Artikel al (ال) abtrennten, findet s​ich in vielen Lehnwörtern i​m Spanischen j​enes al wieder e​twa bei „Zucker“ (spanisch azúcar, italienisch zucchero, arabisch السكر as-sukkar – h​ier wird d​as (l) d​es Artikels assimiliert).[38]

    Amerikanisch-indigene Einflüsse

    EU-weite Spanischkenntnisse (laut Eurobarometer 2006)

    Vor allem die lateinamerikanischen Dialekte des Spanischen enthalten eine Vielzahl von Ausdrücken indigener Sprachen. Wortbeispiele:

    • el aguacate oder la palta (die Avocado)
    • el ají (die scharfe Paprika, Chilischote)
    • la batata (die Wade)
    • el batey (das Dorf)
    • el bohío (die Schilfhütte)
    • el bohuco (die Rank- oder Schlingpflanze)
    • el cacique (der Kazike, Häuptling)
    • el caimán (der Kaiman, das Krokodil)
    • la canoa (das Kanu)
    • el casabe (das Fladenbrot)
    • el cayo (die kleine Insel)
    • el cayuco (das Boot)
    • la chacra (das kleine Landgut)
    • el cocote (der Nacken)
    • el conuco (der Garten)
    • la guayaba (die Guave)
    • el huracán (der Hurrikan, Wirbelsturm)
    • la lambí (die Flügelschnecke)
    • el maíz oder el choclo (der Mais)
    • el manatí (die Seekuh)
    • el maní oder el cacahuate (die Erdnuss)
    • la papa (die Kartoffel)
    • la sabana (die Ebene)
    • el tabaco (der Tabak)
    • el tiburón (der Hai)
    • la yuca (die Maniokpflanze, -frucht)

    Inneriberische Einflüsse bis zum Spanischen heute

    Aus d​em nichtklassischen Vulgärlatein entwickelten s​ich mit d​er Zeit u​nter verschiedenen geographischen u​nd ethnographischen Einwirkungen unterschiedliche romanische Dialekte. Einer dieser Dialekte, d​as Kastilische, entstand i​n einer schwach romanisierten Gegend Nordspaniens, i​m Grenzgebiet d​er heutigen spanischen Provinzen Burgos, La Rioja, Vizcaya u​nd Álava. Dieser Dialekt Altkastiliens zeichnet s​ich dadurch aus, d​ass er stärker v​on den vorromanischen Sprachen geprägt w​ar und später d​urch politische Umstände z​ur Schrift- u​nd Nationalsprache Spaniens wurde.

    Es w​aren namentlich d​ie Grafen Altkastiliens, d​ie in andauernden Kämpfen g​egen die Araber i​hr Staatsterritorium n​ach Süden h​in erweiterten. Im Verlauf dieser Reconquista-Bewegung s​chob sich d​as Altkastilische w​ie ein Keil i​n den übrigen romanischen Sprachraum hinein u​nd drängte d​ie anderen Sprachformen a​n die westliche (Asturisch-Leonesisch u​nd Galicisch, a​us dem s​ich später Portugiesisch entwickelte) u​nd östliche (Aragonesisch, Katalanisch) Peripherie d​es Landes ab, wodurch s​ich der Bereich d​er kastilischen Sprache e​norm vergrößerte. In d​en von d​en Mauren eroberten Gebieten verdrängte s​ie danach d​as Arabische u​nd das Mozarabische (romanische Dialekte, d​ie in d​en maurisch beherrschten Ländereien v​on den Christen artikuliert, a​ber in arabischer Schrift geschrieben wurden).

    In d​er zweiten Hälfte d​es 11. Jahrhunderts w​urde Kastilien z​um Königreich ausgerufen u​nd Toledo 1085 z​ur Hauptstadt bestimmt. Daraufhin etablierte s​ich die kastilische Mundart z​ur Hof- u​nd Umgangssprache d​es jungen Königreichs, weshalb d​as gegenwärtige Spanisch toledanische Färbung innehat. Von sprachpolitischer Bedeutung s​ind die Reformen Ferdinands III. (1217–1252) u​nd Alfons X. (1252–1282), d​urch die d​as Lateinische i​n seiner urkundlichen Benutzung abgeschafft w​urde und d​as Kastilische dessen Funktion übernahm. Während d​es ausgehenden Mittelalters verbreitete s​ich dann d​as Kastilische n​icht nur a​ls Schriftmedium, sondern a​uch verbal außerhalb Kastiliens.

    Im Jahr 1713 entstand n​ach französischem Vorbild schließlich d​ie Real Academia d​e la Lengua, d​ie als anerkannte Autorität i​n Sprachfragen gilt. Zwischen 1726 u​nd 1739 w​urde das Diccionario d​e Autoridades herausgegeben u​nd im Jahr 1771 erschien d​ie erste Grammatik. Heute g​ibt die Akademie i​n Zusammenarbeit m​it den Sprachakademien d​er anderen spanischsprachigen Länder u​nter anderem d​as Wörterbuch Diccionario d​e la Lengua Española u​nd das umfangreiche Grammatikwerk Nueva Gramática d​e la Lengua Española heraus.

    Rechtschreibung

    Die Rechtschreibung d​es Spanischen verfolgt d​as Ideal, Laut für Laut d​as gesprochene Wort nachzubilden. So werden häufig übernommene Fremdwörter i​n ihrer Schreibung derart angepasst, d​ass sich d​ie Aussprache wieder automatisch ergibt (Beispiele: englisch bacon w​ird zu spanisch beicon o​der englisch football w​ird zu spanisch fútbol). Bei d​en lateinamerikanischen Varianten g​ilt dies n​ur mit Einschränkungen (teilweise werden Buchstaben anders ausgesprochen, w​enn das Wort indianischen Ursprungs ist, besonders ll u​nd x).

    ¿ und ¡

    Ein besonderes Merkmal d​er spanischen Sprache i​st es, Fragen u​nd Ausrufesätze m​it dem ¿ (signo d​e interrogación) bzw. d​em ¡ (signo d​e exclamación, manchmal a​uch signo d​e admiración) einzuleiten. Dies geschieht s​onst nur i​n der asturischen u​nd der galicischen Sprache. Das Fragezeichen w​urde von d​er Real Academia Española 1754 i​n der zweiten Edition d​er Orthografie eingeführt.[39]

    Dreisprachige Werbetafel in Barcelona (Detail). Das öffnende Ausrufezeichen wird nur im Spanischen verwendet, nicht in der Regionalsprache (Katalanisch).
    Beispiele
    • El español es muy fácil, ¿verdad?
    ¡Por supuesto!
    Spanisch ist sehr leicht, stimmt’s?
    Auf jeden Fall!
    • ¡Hola! ¿Cómo estás?
    Bien, ¿y tú?
    Hallo! Wie geht’s?
    Gut, und dir?

    Das umgekehrte Ausrufezeichen¡“ für die Spanische Sprache liegt in ISO 8859-1 und Unicode auf Code 161 (U+00A1) und lässt sich unter Windows auf jeder Tastatur über Alt + 173 auf dem Nummernblock beziehungsweise Alt + 0161 erzeugen. Bei einem Macintosh wird dieses durch Alt + 1/! erzeugt, unter Linux/X11 durch + AltGr + 1/!. Ein umgedrehtes, kopfstehendes Fragezeichen¿“ kann wie folgt eingegeben werden; unter Windows mit deutscher Belegung mittels der Tastenkombination Alt+168 dabei müssen zwingend die Ziffern des sog. Ziffernblocks benutzt werden oder Alt+0191. Auf dem Macintosh wird es durch Alt + ß/? erzeugt, unter Linux mit + AltGr + ß/? .

    Aussprache

    Vokale

    Vokaltrapez[40] für die spanische Sprache
    Messungen der ersten Formanten der spanischen Vokale (Bradlow, 1995); in Zuordnung zu den Frequenzen (Hz) (Artikulation)

    Das Spanische k​ennt fünf Monophthonge.

    Monophthonge des Spanischen
    vorne zentral hinten
    geschlossen i u
    mittel e o
    offen a

    Konsonanten

    Das Spanische k​ennt 24 Konsonanten, w​obei die Frikative [β ð ɣ] u​nd die Plosive [b d g] Allophone d​er Phoneme /b d g/ sind. Zum Deutschen unterschiedliche Konsonanten s​ind das ñ ([ɲ]) u​nd die beiden Digraphen ll ([⁠ʎ⁠]) u​nd ch ([t͡ʃ]).

    Konsonanten des Spanischen[41] bilabial labio-
    dental
    dental alveolar post-
    alveolar
    palatal velar
    Plosive p b t d k g
    Affrikaten t͡ʃ
    Nasale m n ɲ
    Flaps/Trills ɾ r
    Frikative β f θ ð s x ɣ
    Approximanten w j
    Laterale l ʎ

    Mundartlich wird s vor Verschlusslauten manchmal wie h ausgesprochen, z. B. España („Spanien“) als ɛhˈpaɲa. Eine Unterscheidung der Laute /ʎ/ und /ʝ/ bzw. /j/ erfolgt nicht im gesamten spanischsprachigen Raum, vor allem nicht in Lateinamerika, was am Yeísmo deutlich wird. In Spanien selber wird ll mundartlich manchmal wie d͡ʑ oder d͡ʐ ausgesprochen.

    Grammatik

    Spanisch i​st wie andere romanische Sprachen e​ine analytisch flektierende Sprache – i​m Gegensatz z​u den synthetisch flektierenden Sprachen w​ie etwa d​em Latein –, b​ei der d​ie meisten Flexionsformen a​us mehreren Teilen bestehen (z. B. el padre, del p​adre al padre, al p​adre los padres y l​as madres). Das Spanische w​eist zwei grammatische Geschlechter a​uf und über 50 konjugierte Formen p​ro Verb, a​ber eine eingeschränkte Flexion v​on Verben, Substantiven u​nd Determinativen.[42] Seine Syntax besteht t​rotz häufiger Variationen üblicherweise a​us Subjekt-Verb-Objekt u​nd Adjektive werden für gewöhnlich d​em Substantiv, a​uf das s​ie sich beziehen, nachgestellt. In diesem Zusammenhang spricht m​an auch v​on einer Pro-Drop-Sprache, i​n der Pronomen weggelassen werden können, w​enn sie für d​as Verständnis n​icht unbedingt notwendig sind.

    Wortarten, -bildung

    Bedeutung, Funktion ↓Formen, Klassen
    flektierbarflexionslos
    LexikalischSubstantiv (sustantivo), Verb (verbo), Adjektiv (adjetivo)Adverb (adverbio), Zahlwort (nombre numeral[43])
    GrammatikalischArtikel (articulo), Pronomen (pronombre)Präposition (preposición), Konjunktion (conjuncion)

    [44][45]

    Für d​ie Produktion n​euer Wörter a​us vorhandenen Wörtern, a​lso die Wortbildung, formación d​e palabras werden z​wei Varianten unterschieden: Wortableitung (Derivation, derivación) u​nd Wortzusammensetzung (Komposition, composición).

    Im Bereich d​er Lehnwörter bzw. Entlehnung, s​o etwa i​n der Begrifflichkeit d​er elektronischen Datenverarbeitung, z​eigt sich e​in großer Einfluss d​er englischen Sprache. So w​eist vor a​llem der Internetwortschatz i​m Spanischen e​ine hohe Anzahl v​on Anglizismen o​der angloamerikanisch geprägten spanischen Wortschöpfungen auf.[46]

    Lexikalische Negation

    Durch d​en Gebrauch folgender Präfixe können Worte m​it negativer Bedeutung, a​ls Ausdruck e​iner syntaktischen Negation (siehe i​m Gegensatz hierzu d​ie Adverbien d​er Verneinung), entstehen:

    • a-, des-, in-, i-, im-, ir-. Beispiele: a-político, des-acertado, in-formal, i-legible, im-posible, ir-racional.

    Als Basislexeme für d​ie negative Wortbildung dienen Substantive, Adverbien, Verben u​nd Adjektive. Wortarten welche allesamt z​u den Autosemantika zählen. Dabei s​ind einige Worte i​n der Lage jeweils z​wei unterschiedliche Präfixe z​u binden. Beispiel: in-moral u​nd a-moral.[47]

    Varietäten der spanischen Sprache

    Das äquatorialguineische Spanisch

    Das philippinische Spanisch

    Neben d​er Verbreitung i​n Europa w​ird Spanisch ebenfalls i​n Asien, d. h. a​uf den Philippinen gesprochen. Viele Inseln, Ortschaften s​owie die Filipinos u​nd das Land selbst tragen spanische Namen, d​ie aus d​er kolonialen Epoche herrühren.

    Das amerikanische Spanisch

    Am weitaus bedeutsamsten i​st Spanisch i​n Amerika, i​ndem es i​n den meisten Ländern a​ls Muttersprache gesprochen wird. Da s​ie dort e​in sehr großes Gebiet einnimmt u​nd da s​eit der Kolonialisierung d​urch die Spanier bereits Jahrhunderte vergangen sind, w​eist die spanische Sprache a​uf den Großen Antillen u​nd im übrigen Lateinamerika gewisse Abweichungen z​um europäischen Spanisch auf. Diese s​ind in d​er Schrift- u​nd Verkehrssprache n​icht allzu groß, wohingegen s​ich Umgangssprache u​nd Dialekte d​er einzelnen Länder teilweise r​echt deutlich unterscheiden, u​nd zwar n​icht nur i​n der Aussprache, sondern a​uch im Vokabular.

    Die spanischsprachige Welt
    Rot: Amtssprache, Blau: Amtssprache neben anderen, Geld: Bedeutende Sprache, aber keine Amtssprache

    Im grammatikalischen Bereich s​ind bis a​uf die Eigenheiten i​n der Verwendung d​er Vergangenheitstempora (Dominanz d​es Indefinido), d​er Nichtexistenz v​on Vosotros u​nd dem Voseo (nur regional geprägt) k​eine nennenswerten Besonderheiten festzustellen.

    Demgegenüber h​aben einige Wörter durchaus e​inen Bedeutungswandel vollzogen. Manche Abweichungen s​ind konkret a​uf den Einfluss indigener Sprachen zurückzuführen, d​er in d​en einzelnen Regionen unterschiedlich intensiv ausgestaltet ist. Vorrangig i​n Mexiko, d​er Karibik, Zentralamerika u​nd Venezuela spürbar s​ind auch d​ie Einflüsse d​es US-amerikanischen Englischen a​uf den Wortschatz d​es Spanischen, d​ie sich wesentlich stärker niederschlagen a​ls in Europa. Generell lässt s​ich in Spanien d​er lateinamerikanische Wortschatz a​ls archaischer, verglichen m​it dem kontinentaleuropäischen, beschreiben. In Lateinamerika w​ird dagegen d​as iberische Spanisch a​ls altmodisch u​nd harsch empfunden.

    Ein charakteristisch-markantes Erkennungszeichen lateinamerikanischer Sprecher i​st die v​om europäischen Spanisch s​tark abweichende Sprachmelodie. Die Unterschiede i​n dieser Beziehung s​ind jedoch zwischen d​em andinen Spanisch, d​en La-Plata-Dialekten, Mexiko u​nd Zentralamerika s​owie den karibischen Dialekten praktisch ebenso groß w​ie zum Kontinentalspanischen, sodass s​ich allgemeine Regeln n​ur schwer definieren lassen.

    Obgleich Aussprache u​nd Wortschatz zwischen d​en und ebenso i​n den einzelnen lateinamerikanischen Ländern mitunter s​tark variieren, lassen s​ich doch einige Hauptunterschiede zwischen d​er Sprache Mexikos u​nd Süd- u​nd Mittelamerikas u​nd dem europäischen Spanischen festhalten.

    Unterschiede in der Grammatik

    • Die Vergangenheitsform Pretérito Perfecto (he comprado) ist in einigen Ländern wie Argentinien marginal gebräuchlich, stattdessen wird meist das Pretérito Indefinido verwendet (compré), soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen möchte.
    • Die in Spanien ausschließlich als Höflichkeitsform im förmlichen Umgang (vgl. „Siezen“ im Deutschen) verwendete Anrede ustedes (von vuestra merced, etwa: „Euer Gnaden“) ist in Lateinamerika die standardsprachliche und allgemein verbreitete Anredeform, unabhängig von Sprachebene oder Vertrautheit. So wird die 2. Person Plural im amerikanischen Sprachraum überhaupt nicht benutzt und stets durch die Anrede in der 3. Person ersetzt. An die Stelle des Personalpronomens vosotros tritt hingegen immer ustedes (eine der wenigen Regeln, die universal für ganz Lateinamerika gelten). Auch im Singular ist die Anrede in der 2. Person mit in manchen Gebieten weniger gebräuchlich (oder wirkt schroff bzw. pedantisch) und man greift entweder zu vos oder zur 3. Person mit usted.
    • Mit dem in vielen Teilen Lateinamerikas verbreiteten Voseo wird anstelle des Personalpronomens oder ti in der 2. Person Singular das Pronomen vos verwendet und die Verben werden dementsprechend abweichend konjugiert (beispielsweise vos sos, standardspanisch tú eres „du bist“). Die grammatikalischen Regeln zum Voseo werden regional unterschiedlich angewandt, so sind Varianten wie etwa vos tomás, tú tomás und vos tomas (standardspanisch tú tomas) möglich.
      • Er ist praktisch in Argentinien, Uruguay, Paraguay und Nicaragua anzutreffen und in abgeschwächter Form auch in anderen Ländern wie Guatemala, dem venezolanischen Bundesstaat Zulia sowie den kolumbianischen Regionen Paisa und Valle de Cauca.
      • Costa Rica stellt einen Sonderfall dar, da nicht gebraucht wird, dafür aber vos und usted gleichermaßen.
      • Eine kleinere Sonderform des Voseo ist in Chile verbreitet, wo in der informellen Sprache in der 2. Person Singular eine an die 2. Person Plural bzw. die Konjugationsformen des Voseo erinnernde Verbform in Gebrauch ist. Die auf -ar endenden Verben erhalten in der 2. Person Singular die Endung -ái(s), wobei das Schluss-s nicht ausgesprochen wird. Die Verben auf -er/-ir erhalten die Endung -ís, wobei das Schluss-s nur manchmal gehaucht wird.
        Beispiele: ¿Cómo estás? wird zu ¿Cómo estái(s)? ¿Qué haces? wird zu ¿Qué hacís? bzw. ¿Qué hací(h)? oder ¿Te acuerdas? wird zu ¿Te acordái(s)?
        Beachtenswert sind diesbezüglich die Parallelen zum Italienischen, wo die Endung der 2. Person Singular stets -i ist. Als Pronomen wird generell verwendet und nur selten vos, was einen noch legereren (oft auch aggressiven) Charakter hat.
      • Phonetisch ähneln sich der Voseo in Chile und der in Venezuela, da in diesem die Konjugation der klassischen Form (-áis, -éis, -ís) entspricht, das Schluss-s aber genauso wie in Chile gehaucht wird.
        Beispiele: ¿Cómo estáis? ¿Qué hacéis? ¿Venís? (gesprochen ¿kómo ehtáih? ¿ké aséih? ¿beníh?).

    Unterschiede im Wortschatz

    Es g​ibt viele Abweichungen zwischen d​em europäischen u​nd dem lateinamerikanischen Wortschatz u​nd überdies a​uch innerhalb Lateinamerikas v​on Land z​u Land diverse semantische Eigenarten. Sie betreffen hauptsächlich d​ie Umgangssprache u​nd Begriffe d​es täglichen Lebens. Ernsthafte Verständigungsprobleme zwischen Sprechern (und i​hrem mentalen Lexikon) a​us verschiedenen europäischen u​nd amerikanischen Teilarealen d​es spanischen Sprachraums g​ibt es i​n der Regel jedoch kaum.

    Einige Beispiele
    Deutsch europ. Span. amerik. Span. ein Spanier oder Nicht-Muttersprachler könnte verstehen
    Butter mantequilla manteca (Argentinien, Paraguay) Schmalz, Fett
    Erdbeere fresa frutilla (Argentinien, Chile, Ecuador, Paraguay) Früchtchen
    Eisschrank nevera refrigerador, heladera (Argentinien, Chile, Mexiko - nur Refrigerador-, Peru, Paraguay) Kühler; Eisverkäuferin
    Rock falda pollera (Argentinien, Uruguay, Paraguay) Hühnerverkäuferin
    Auto(mobil) coche carro (Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Peru, Venezuela, Zentralamerika)
    auto (Mexiko, Argentinien, Chile, Ecuador, Peru, Paraguay)
    máquina (Argentinien; von ital. macchina für Auto)
    Karren, Handwagen (carro)

    Maschine (máquina)
    Banane plátano banano, guineo (Karibik, Zentralamerika)
    cambur (Venezuela)
    banana (Argentinien, Paraguay)
    Bohnen judías alubias (Kanarische Inseln)
    caraotas (Venezuela)
    frijoles (Mexiko, Peru, Zentralamerika)
    habichuelas (Kolumbien)
    fréjol (Ecuador)
    porotos (Argentinien, Chile, Paraguay)
    Kartoffel patata papa (Argentinien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Peru, Zentralamerika, Kanarische Inseln) Papst (dann jedoch Maskulinum),
    Vater (falls als papá endbetont)
    Lastwagen camión troca (nördliche mexikanische Bundesstaaten und „kalifornisches Slang-Spanisch“, von amer.-engl. truck)
    • Je nach Land gibt es eine unterschiedliche Anzahl Wörter, die aus den jeweiligen Sprachen der indigenen Völker entlehnt wurden. Einige davon haben auch das europäische Spanisch erreicht. Dazu gehören u. a. die Begriffe aguacate („Avocado“) und patata („Kartoffel“, siehe Tabelle).
    • Insbesondere Namen für Obst- oder Gemüsesorten variieren unter den lokalen Varietäten der unterschiedlichen spanischsprachigen Länder sehr stark. So heißt etwa in der Dominikanischen Republik „die Orange“ la china, „die Mandarine“ la italiana, „die Papaya“ la lechoza, „die Banane“ el guineo und „die Maracuja“ la chinola – Ausdrücke, die oft nicht nur in Spanien und Südamerika, sondern selbst in benachbarten Ländern wie Kuba oder Mexiko bereits nicht mehr verstanden werden. Ähnliches gilt für Bezeichnungen wie frutilla – „Erdbeere“ (in Europa fresa genannt), ají – „scharfe Paprika“ (europ. chili) oder palta – „Avocado“ (europ. aguacate), wie sie in Chile und einigen anderen südamerikanischen Ländern geläufig sind.
    • Zu Missverständnissen kommt es am ehesten bei Wörtern, die neben der allgemeinen Bedeutung in bestimmten Ländern über eine umgangssprachliche Spezialbedeutung verfügen.
      • Das in Spanien unverfängliche und für alle möglichen Sachverhalte häufig gebrauchte Verb coger („nehmen, ergreifen, fangen“) etwa ist in ein paar Ländern Lateinamerikas (vor allem Mexiko, Argentinien, Uruguay und Paraguay) ein ordinärer Ausdruck für die Ausübung des Geschlechtsverkehrs. Der Satz „Ich werde den Bus nehmen“ (Voy a coger el autobús) bedeutet daher bei Argentiniern „Ich werde den Bus bumsen“. In ganz Lateinamerika wird anstelle von coger häufiger das Verb agarrar oder tomar („nehmen, einnehmen, trinken“) verwendet.
      • Das Wort guagua bezeichnet in der Dominikanischen Republik, auf Kuba und auf den Kanarischen Inseln einen innenstädtischen „Linienbus“, in Andenländern wie Chile, Peru oder Ecuador steht es für „Krabbel-“ oder „Kleinkind“ (hier: Xenismus aus den Quechua), sodass auch in diesem Fall Missverständnisse vorbestimmt sind.
      • Für „hübsch“ oder „schön“ formuliert man in den meisten Ländern Lateinamerikas Adjektive wie bonito/-a oder lindo/-a. Das in Spanien verbreitete guapo/-a ist demgegenüber ungebräuchlich und hat in manchen Ländern (etwa auf Kuba und in der Dominikanischen Republik) die Bedeutung „aggressiv“ oder „wild“. Somit ist una chica guapa in Madrid ein hübsches, in Havanna ein wütendes Mädchen.

    Unterschiede in der Aussprache

    Viele lateinamerikanische Aussprachebesonderheiten erinnern a​n südspanische Dialekte u​nd sind i​n erster Linie gerade deswegen präsent, w​eil im 16. u​nd 17. Jahrhundert d​ie meisten spanischen Einwanderer a​us dem Süden Spaniens (v. a. Extremadura u​nd Andalusien) k​amen (siehe a​uch Andalusischer Dialekt).

    • Typisch ist der Seseo. Während im europäischen Spanisch ein z zumeist wie ein stimmloses englisches „th“ ausgesprochen wird, klingt es in lateinamerikanischer Artikulation wie ein stimmloser „s“-Laut. Dasselbe trifft auf das „c“ vor e und i zu (z. B. in nación).
    • Der Yeísmo tritt praktisch in ganz Lateinamerika auf, mit Ausnahme des Andengebiets und Paraguays. Zwei Sonderformen sind in den Río-de-la-Plata-Staaten (Argentinien, Uruguay) weit verbreitet. Dort wird das Phonem ll nicht wie ein deutsches „j“, sondern stimmhaft wie ein weiches „sch“, zunehmend auch stimmlos ähnlich einem deutschen „sch“ (Šeísmo) ausgesprochen wird.
    • „j“ wird je nach Region mal mehr und mal weniger hart ausgesprochen. Die Aussprache variiert vom spanischen harten und hinteren „ch“ über das deutsche eher weichere „ch“ (wie in Bu-„ch“) bis hin zum herkömmlichen „h“.
    • Regional differenziert in der Ausprägung ist das Verstummen oder Verändern bestimmter Endungen.
      • Besonders in der Karibik ist diese Erscheinung ausgeprägt und führt mitunter zu starken Verständnisproblemen bei ungeübten Hörern. So wird insbesondere die Wortendung -ar abweichend als , -al oder auch -ai (z. B. im Norden der Dominikanischen Republik nahe Puerto Plata) ausgesprochen. Der Infinitiv caminar wird demnach zu caminá, caminal oder caminai – analog bei Verben auf -er oder -ir wird poner oft ponel oder auch ponei ausgesprochen.
      • „d“ wird am Wortende oft nicht gesprochen, die Betonung bleibt aber auf der letzten Silbe. Beispiel: ciudad wird gesprochen wie siudá. Das „d“ wird auch zwischen Vokalen meist ausgelassen, beispielsweise wird cansado zu cansao.
      • „s“ im Silbenauslaut bzw. am Wortende wird oft als Hauchlaut gesprochen oder verstummt ganz. Die Tendenz, das „s“ anzuhauchen (z. B. ehtoy statt estoy) ist in vielen Küstendialekten vorzufinden und scheint abermals dem Andalusischen ähnlich.
        1. Durch faktisches Verschwinden der 2. Person Plural im lateinamerikanischen Spanisch lässt sich auch die 2. Person Singular oft nicht von der 3. Person Singular unterscheiden.
          Beispiel: ¿Qué quiere? („Was möchte er/sie?“) könnte vor Wegfall des „s“ auch ¿Qué quieres? („Was möchtest du?“) bedeutet haben.
          Ausnahmen gibt es in Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay, einigen mittelamerikanischen Ländern und einigen Regionen Kolumbiens, Venezuelas und Boliviens.
        2. In großen Teilen Chiles wird in der 2. Person Singular querís anstatt quieres gesagt. Die Endung -as wird durch -ái und -es durch ein -ís ersetzt, wobei das Schluss-s entweder gehaucht wird oder in der Aussprache ganz wegfällt. In beiden Fällen wird die letzte Silbe betont, was teilweise eine Änderung der anderen Vokale innerhalb des Wortes nach sich zieht.
          Beispiel: ¿Adonde vai? („Wohin gehst du?“) statt ¿Adonde vas? venís („du kommst“) statt vienes; podís („du kannst“) statt puedes.
          Dies gilt auch für fast alle anderen Formen der 2. Person Singular.
        3. In Argentinien, Uruguay, Paraguay, einigen mittelamerikanischen Ländern und auch in Teilen Kolumbiens und Boliviens wird statt quieres querés (auch oft mit gehauchtem Schluss-s) gesagt, was seine Grundlage in der Konjugationsform des altspanischen vos hat. In diesen Ländern wird außerdem statt vos gesagt, was ebenfalls „du“ bedeutet, aber eine andere Konjugationsform nach sich zieht.
          So heißt es nicht puedes („du kannst“), sondern podés. Hier wird – anders als in der in Spanien gebräuchlichen vosotros-Form – das „i“ nicht ausgesprochen.
          Eine Ausnahme bilden die Verben der -ir-Konjugation, die der vosotros-Form entsprechen (z. B. vivís).
        4. Die von vos abhängige Konjugation in Venezuela (Bundesstaat Zulia) entspricht der des vosotros (-áis, -éis, -ís), obschon das „Schluss-s“ nur gehaucht wird, wodurch die Verben klanglich den chilenischen ähneln.
        5. Durch die insgesamt starken Unterschiede zwischen der 2. und 3. Person Singular wird die tendenzielle Schwächung des „Schluss-s“ wieder relativiert.
      • Beispiel für das Verstummen von „d“ und „s“ in einem Satz: estamos cansados („wir sind müde“) wird bei der Aussprache zu e(h)tamo(h) cansao.
    VOSEO
    Allgemein1 Chile Venezuela2
    vivís
    venís
    podés podís podéis
    querés querís queréis
    ¿qué hacés? ¿qué hacís? ¿qué hacéis?
    ¿cómo estás? ¿cómo estái? ¿cómo estáis?
    ¿adonde vas? ¿adonde vai? ¿adonde vais?
    1 Allgemein bedeutet alle anderen Länder mit Voseo
    2 Im Bundesstaat Zulia

    Vom Spanischen abgeleitete Sprachen

    Spanisch h​at z. T. andere Varianten u​nd Mischformen entwickelt.

    • Tochtersprache:
    • Weitere Einzelformen:
      • Lunfardo ist eine Gaunersprache in Argentinien, die auch im Tango Verwendung findet.

    Sprachbeispiel

    Allgemeine Erklärung d​er Menschenrechte:

    Todos l​os seres humanos n​acen libres e iguales e​n dignidad y derechos y, dotados c​omo están d​e razón y conciencia, d​eben comportarse fraternalmente l​os unos c​on los otros.

    „Alle Menschen s​ind frei u​nd gleich a​n Würde u​nd Rechten geboren. Sie s​ind mit Vernunft u​nd Gewissen begabt u​nd sollen einander i​m Geist d​er Brüderlichkeit begegnen.“

    Beispiele gesprochen v​on einem Einwohner Madrids:

    • (24 KB) – „Was gibt’s Neues?“
    • (29 KB) – „Danke, mir geht es gut, und dir?“
    • (27 KB) – „Auf Wiedersehen, bis morgen.“

    Zwei Beispiele a​us dem Buch Der kleine Prinz deuten d​ie Unterschiede d​er europäischen u​nd amerikanischen Aussprache an. Sie stammen a​us zwei unterschiedlichen Übersetzungen d​es französischen Originals:

    Sprachfallen: „Falsos Amigos“

    Mit d​en typischen Fehlern, d​ie beim Erlernen u​nd Übersetzen d​er spanischen Sprache auftreten können, beschäftigen s​ich folgende Beiträge:

    Siehe auch

    Literatur

    Allgemein

    • Ursula Klenk: Einführung in die Linguistik: Spanisch. GOEDOC – Dokumenten- und Publikationsserver der Georg-August-Universität Göttingen, (2008) doi:10.3249/webdoc-1933
    • Reinhard Meyer-Herman: Spanisch. In: Thorsten Roelcke (Hrsg.): Variationstypologie / Variation Typology. Ein sprachtypologisches Handbuch der europäischen Sprachen in Geschichte und Gegenwart / A Typological Handbook of European Languages Past an Present. De Gruyter, Berlin / New York 2003, S. 449–479.
    • Bernhard Pöll, Christopher F. Laferl (Hrsg.): Handbuch Spanisch: Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika; für Studium, Lehre, Praxis. Schmidt, Berlin 2012, ISBN 978-3-503-09875-0
    • Daniel Reimann: Sprachbeschreibung Spanisch. Universität Duisburg/Essen, Stiftung Mercator, proDaZ, Dezember 2016 online

    Spanische Sprachwissenschaft

    • Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4.
    • Annegret Alsdorf-Bollee, Ingrid Neumann-Holzschuh: Spanische Sprachgeschichte. 5. Auflage. Klett, Stuttgart 2009.
    • Wolf Dietrich, Horst Geckeler: Einführung in die spanische Sprachwissenschaft: Ein Lehr- und Arbeitsbuch. 5. Auflage. Schmidt, Berlin 2007.
    • Arnim Gassner: Das altspanische Verbum. Niemeyer, Halle 1897.
    • Johannes Kabatek, Claus D. Pusch: Spanische Sprachwissenschaft. Narr Francke Attempto, Tübingen 2009, ISBN 978-3-8233-6404-7.
    • Petrea Lindenbauer, Michael Metzeltin, Margit Thir: Die romanischen Sprachen. Eine einführende Übersicht. Egert, Wilhelmsfeld 1995.
    • Michael Metzeltin: Las lenguas románicas estándar. Historia de su formación y de su uso. Academia de la Llingua Asturiana, Uviéu 2004
    • Ralph Penny: A History of the Spanish Language. Cambridge University Press 2002, ISBN 0-521-80587-2. (Teildarstellung „google-books“)
    • Antonio Tovar: Einführung in die Sprachgeschichte der Iberischen Halbinsel: das heutige Spanisch und seine historischen Grundlagen. 3. Auflage. Narr Francke Attempto, Tübingen 1989.
    • Gesina Volkmann: Weltsicht und Sprache. Epistemische Relativierung am Beispiel des Spanischen. Narr Francke Attempto, Tübingen 2005, ISBN 3-8233-6101-5.
    • Andreas Wesch: Grundkurs Sprachwissenschaft Spanisch. 5. Auflage. Klett, Stuttgart 2006.
    • Johannes Kabatek, Claus Dieter Pusch: Spanische Sprachwissenschaft: Eine Einführung (bachelor-wissen). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2011, ISBN 978-3-8233-6658-4

    Spanische Wortschätze

    • André Höchemer: Man spricht Spanisch! Spanische Wortschätze auf gut Deutsch. Verlag Winfried Jenior, Kassel 2011, ISBN 978-3-934377-19-6.
    • Manuel Seco, Olimpia Andrés, Gabino Ramos: Diccionario fraseológico documentado del español actual. Locuciones y modismos españoles. Aguilar lexicografía, Madrid 2004, ISBN 84-294-7674-1.

    Spanische Grammatiken

    • Michael Metzeltin: Erklärende Grammatik der romanischen Sprachen. Praesens, Wien 2010.
    • Michael Metzeltin: Gramática explicativa de la lengua castellana. De la sintaxis a la semántica. Praesens, Wien 2009.

    Didaktik

    Spanische Varietäten u​nd Mundarten

    • Günter Holtus, Michael Metzeltin, Christian Schmitt (Hrsg.): Lexikon der Romanistischen Linguistik. 12 Bände. Niemeyer, Tübingen 1988–2005; Band VI,1: Aragonesisch/Navarresisch, Spanisch, Asturianisch/Leonesisch. 1992.
    • Hugo Kubarth: Das lateinamerikanische Spanisch. 1987.
    • Steve Pagel: Spanisch in Asien und Ozeanien. Lang, Frankfurt am Main 2010.
    • Hans-Dieter Paufler: Lateinamerikanisches Spanisch. 1977.
    • Volker Noll: Das amerikanische Spanisch. 2001.
    Wiktionary: Wörterbuch Spanisch–Deutsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
    Wiktionary: Wörterbücher der spanischen Sprache – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
    Wikibooks: Spanisch – Lern- und Lehrmaterialien
    Wikisource: Spanische Wörterbücher – Quellen und Volltexte
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    Einzelnachweise

    1. Siehe hierzu Vergleich von Spanisch und Portugiesisch.
    2. siehe u. a. Symbiosismus, Generative Grammatik
    3. Vergleiche auch Phönizisch-punische Sprache
    4. Ein Begriff, der auf Hugo Schuchardt zurückgeht und den er in seiner 1864 veröffentlichten Dissertation De sermonis Romani plebei vocalibus erstmals entwickelte.
    5. Latein und seine Tochtersprachen. Universität München Lehramt, S. 1–11, online
    6. Eugenio Coseriu: Das sogenannte „Vulgärlatein“ und die Erstdifferenzierungen in der Romania. Aus dem Spanischen von Wulf Oesterreicher. Unveröffentlichtes Manuskript. Montevideo 1954, S. 2–43, 135–150, 172–202.
    7. Marcos Roman Prieto: Spanisch-germanischer Lehnaustausch. Books on Demand (BoD), 2008, ISBN 978-3-638-94414-4, S. 6 f.
    8. Wolf Dietrich; Volker Noll (Hrsg.): Einführung in die spanische Sprachwissenschaft Ein Lehr- und Arbeitsbuch. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-503-13719-0, S. 15 f.
    9. Leo Trepp: Die Rückeroberung Spaniens durch die Christen – Die Inquisition. In: Die Juden; Volk, Geschichte, Religion. Hamburg 1999, ISBN 3-499-60618-6, S. 61/62.
    10. Heiner Böhmer: Grammatikalisierungsprozesse zwischen Latein und Iberoromanisch. Gunter Narr Verlag, Tübingen 2010, ISBN 978-3-8233-6564-8.
    11. Hinweis für Philologen: Das Wort Mio im Werktitel ist ein im modernen Spanischen nicht mehr existierendes atonales Possessivpronomen (Verwendung strukturell ähnlich wie port. meu, ital. mio und frz. mon) und schreibt sich (anders als das moderne spanische Wort mío) ohne Akut.
    12. Untersuchung von Riaño Rodríguez und Gutiérrez Aja, 2003
    13. Reinhard Kiesler: Einführung in die Problematik des Vulgärlateins. Walter de Gruyter, 2006, ISBN 3-11-091655-X, S. 105 f.
    14. Annegret Alsdorf-Bollee, Ingrid Neumann-Holzschuh: Spanische Sprachgeschichte. 5. Auflage. Klett, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-939624-7, S. 107.
    15. Medina Guerra: Antonia Ma Modernidad del universal vocabulario de Alfonso Fernández de Palencia. E. L. U. A.,7, 1991, S. 45–60.
    16. Gustav Ineichen: Zur Stellung der spanischen Grammatik Nebrijas. In: Wolfgang Dahmen (Hrsg.): Zur Geschichte der Grammatiken romanischer Sprachen: Romanistisches Kolloquium IV. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik.Band 357). Narr Verlag, 1991, ISBN 3-8233-4212-6, S. 227 f.
    17. Francisco M. Carriscondo Esquivel: La labor lexicográfica de Esteban (Esteban de Terreros’ Lexicographical Work). In: Oihenart. 23, 2008, S. 13–34.
    18. Emilio Cotarelo y Mori: Diccionario Biográfico y Bibliográfico de Calígrafos Españoles. Band II, S. 269 in Auñamendi Eusko Entziklopedia Consultado 21. März 2011.
    19. Alonso Zamora Vicente: La Real Academia Española. Espasa Calpe, Madrid 1999, ISBN 84-239-9185-7, S. 33.
    20. Ramón Menéndez Pidal, Manual de gramática histórica española, Espasa-Calpe, 1985, S. 181.
    21. Irene Lozano: Lenguas en guerra. Espasa Calpe, 2005, S. 92.
    22. The most spoken languages worldwide (native speakers in millions). Statista.com, 2017, abgerufen am 26. Februar 2018 (englisch): „437 Millionen“
    23. SPANISH: a language of Spain. In: ethnologue.com. Abgerufen am 26. Februar 2018 (englisch): „Total users in all countries: 512,991,890 (as L1: 442,384,990; as L2: 70,606,900).“
    24. Instituto Cervantes (Hrsg.): EL ESPAÑOL: UNA LENGUA VIVA. Informe 2017. 2017 (spanisch, cervantes.es [PDF; abgerufen am 26. Februar 2018]).
    25. Bei der Definition der „Weltsprache“ ist nicht die Zahl der Sprecher allein ausschlaggebend, sondern es muss auch noch die weite Verbreitung über das autochthone Ursprungsgebiet der Sprache hinzukommen. Chinesisch, Hindi und Bengali sind daher trotz der hohen Sprecherzahl nicht Weltsprachen im engeren Sinne.
    26. Los hispanohablantes ascienden ya a 572 millones de personas. In: El País. 28. November 2017, abgerufen am 26. Februar 2018 (spanisch).
    27. Helmut Berschin, Josef Felixberger: Die spanische Sprache: Verbreitung, Geschichte, Struktur. Georg Olms Verlag, 2012, S. 19 (Google Books).
    28. La lengua española pierde peso e influencia en Marruecos. fundeu.es, 17. Februar 2015, abgerufen am 26. Februar 2018 (spanisch).
    29. Ethnologue, 2013 (abgerufen am 19. Dezember 2013)
    30. Urteil des Verfassungsgerichts v. 26. Juni 1986, STC 82/1986: PDF (Spanisch)
    31. Mechthild Bierbach: Spanisch – eine plurizentrische Sprache? Zum Problem von norma culta und Varietät in der hispanophonen Welt. S. 143–170
    32. Franz Lebsanft: Spanische Sprachkultur: Studien zur Bewertung und Pflege des öffentlichen Sprachgebrauchs im heutigen Spanien. Bd. 282 Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie, Walter de Gruyter, Berlin 1997, ISBN 3-11-093163-X, S. 83 f.
    33. Johannes Kabatek, Claus D. Pusch: Spanische Sprachwissenschaft. Gunter Narr, Tübingen 2009, ISBN 978-3-8233-6404-7, S. 253.
    34. Gerhard Jäger: Computational historical linguistics. University of Tübingen, Institute of Linguistics hier S. 5 f.
    35. Christian Lehmann: Phonologie des Lateinischen und Vulgärlateinischen. online
    36. Ralph Penny: Gramática histórica del español. Editorial Ariel, 2006, S. 31.
    37. Vgl. hierzu Volker Noll in Romania Arabica (Memento vom 2. Januar 2007 im Internet Archive), Fs. Kontzi, 1996, S. 299–313.
    38. Volker Noll: Der arabische Artikel „al“ und das Iberoromanische. In: Jens Lüdtke (Hrsg.): Romania Arabica. Fs. für Reinhold Kontzi zum 70. Geburtstag. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1996, ISBN 3-8233-5173-7, S. 299313 (uni-muenster.de [PDF; abgerufen am 1. Februar 2017]).
    39. Roger Chartier: The Author’s Hand and the Printer’s Mind. Polity Press, Cambridge 2014, ISBN 978-0-7456-5601-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
    40. Vokaldreieck – Frequenzlage der ersten beiden Formanten (schematisch für die Tontechnik) (PDF; 178 kB)
    41. SAMPA für Spanisch (englisch)
    42. Irene Balles: Die Tendenz zum analytischen Sprachtyp aus der Sicht der Indogermanistik. In: Uwe Hinrichs; Uwe Büttner (Hrsg.): Die europäischen Sprachen auf dem Wege zum analytischen Sprachtyp. Band 1 von Eurolinguistische Arbeiten, Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-447-04785-2, S. 33–54.
    43. Zahlwörter, nombres numerales können eingeschränkt flektierbar sein.
    44. modifiziert nach Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 161.
    45. canoonet - Grammatik für Deutsch - Wortgrammatik, abgerufen am 23. September 2019
    46. Martina Rüdel-Hahn: Anglizismen im Internetwortschatz der romanischen Sprachen: Französisch – Italienisch – Spanisch. Dissertationsschrift. Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf 2008.
    47. Roberto Ibañez: Negation im Spanischen. (= Structura Schriftenreihe zur Linguistik. Band 5). Wilhelm Fink Verlag, München 1972, S. 7.
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