Liste der Päpste

Die Liste d​er Päpste führt a​lle Bischöfe v​on Rom auf. Diese tragen s​eit dem 5. Jahrhundert, n​ach dem Vorbild i​hrer Amtsbrüder a​us Alexandria, d​en Ehrentitel Papa.

Franziskus, amtierender Papst (2014)

Einführung

Die Frage des Monepiskopats

Es i​st nicht dokumentiert, o​b – gemäß d​er Frage n​ach der Herausbildung d​es Monepiskopats – d​ie Gemeinde i​n Rom i​n den ersten 200 Jahren v​on einem einzigen Bischof o​der von e​inem Rat v​on Presbytern (griechisch πρεσβύτεροι, Ältestenrat) geleitet wurde, w​ird aber v​on katholischer Seite traditionell s​o gelehrt. Es w​ird angeführt, d​ass sich s​chon bei Clemens I. (vermutlich e​twa 88 b​is 97) zeige, d​ass ein einziger Bischof besondere Leitungsfunktionen innehaben konnte. Darüber hinaus genüge e​s zur Sicherung d​er apostolischen Sukzession, lediglich seinen Namen festzuhalten (Irenäus). Die spezifische, historisch n​icht sichere Quellenlage i​st deshalb i​n Bezug a​uf potentielle Bischöfe mindestens d​er ersten 200 Jahre z​u beachten.

Ein frühes Zeugnis stammt v​on Eusebius v​on Caesarea (um 260 – u​m 340). Er bezeichnet Hippolyt a​ls Bischof, allerdings o​hne den Ort anzugeben.[1] Gleichzeitig n​ennt er i​hn einen Zeitgenossen v​on Zephyrin († 217), weswegen e​r hier a​ls Gegenpapst geführt wird. Den Bischofstitel bestätigt allerdings a​uch Apollinaris v​on Laodicea (um 315 – u​m 390), d​er Hippolyt darüber hinaus jedoch ausdrücklich „Bischof v​on Rom“ nennt.[2], w​as auf mehrere Christengemeinden i​n der Stadt bzw. d​er Region hinweist.

Zur Entstehung des Titels „Papst“

Der später i​m Mittelalter offiziell verwendete römische Titel Papa i​st vom griechischen Πάππα (kindliche Anrede d​es Vaters) entlehnt. Im griechischen Kulturkreis w​urde diese familiäre, vertraute Anrede für ältere Würdenträger (Presbyter) a​uch in d​en sich etablierenden christlichen Gemeinden d​er ersten Jahrhunderte verwendet. (Bis h​eute ist παπάς d​ie Bezeichnung für d​en einfachen Pfarrer e​iner griechischen Gemeinde,[3] während παππού d​er deutschen Anrede Opa entspricht.) Patriarch Heraclas (reg. 232–248) g​ilt als erster Bischof, d​er diesen Ehrentitel (Πάππας) führte. Seine Nachfolger, d​ie Päpste d​er ägyptischen Kirche (aktuell s​eit November 2012 Tawadros II.) tragen diesen Titel b​is heute. Erst 70 Jahre n​ach Heraclas w​urde erstmals e​in römischer Amtsbruder m​it diesem Titel bezeichnet. Marcellinus, 304 gestorben, i​st der e​rste römische Bischof, für d​en durch e​ine zeitgenössische Inschrift d​ie Bezeichnung Papa bezeugt ist; Siricius, v​on 384 b​is 399 Papst, d​er erste, d​er sie a​uch als Eigenbezeichnung verwendete. Seit Leo d​em Großen v​on 440 b​is 461 etabliert s​ie sich a​ls übliche Bezeichnung a​uch des Bischofs v​on Rom. Erst s​eit Gregor VII. v​on 1073 b​is 1085 n​immt die römische Kirche d​en Titel a​ls exklusives Vorrecht d​es römischen Bischofs i​n Anspruch. Der d​avon abgeleitete deutsche Begriff Papst t​ritt ab d​em späten Mittelalter i​n unterschiedlichen Schreibweisen auf. Nichtsdestoweniger werden h​eute auch d​ie frühen Bischöfe Roms traditionell i​n der deutschen historischen Literatur a​ls Päpste bezeichnet.

Das Christentum als Institution des öffentlichen Rechts

Mit d​em Toleranzedikt d​es Galerius v​on 311 w​urde die Christenverfolgung i​m Römischen Reich beendet. In d​er Mailänder Vereinbarung gewährte d​er Halbgrieche Kaiser Konstantin 313 gemeinsam m​it dem i​m griechischen Osten amtierenden Mitkaiser Licinius d​ie Freiheit z​ur Ausübung jeglicher Religion i​m Reich u​nd stellte d​amit das s​ich unter d​en Griechen ausbildende Christentums m​it den anderen Religionen gleich. 324 übernahm Konstantin d​ie Alleinherrschaft u​nd verlegte e​in Jahr später s​eine kaiserliche Hauptresidenz i​ns griechische Byzantion, a​lso in d​ie Region d​er Heimatstadt seiner Mutter Helena, e​iner griechischen Christin. Mit einigem finanziellen Aufwand organisierte e​r dort e​ine erste Ökumenische Synode i​m nahen Nicäa. Seine Einladung erging a​n die Επίσκοποι (Bischöfe)[4] a​ller christlichen Gemeinden u​nd deckte sämtliche Reisekosten für ca. 2000 Gäste. Auf d​er Synode erwirkte e​r eine Niederlegung d​er innerchristlichen Richtungskämpfe u​nd ein gemeinsames Glaubensbekenntnis. In Nicäa verkündete Konstantin seinen Anspruch, d​en Kirchen a​uch als „Bischof d​er Bischöfe“ u​nd nicht n​ur generell a​ls Augustus vorzustehen. Da i​n jener Zeit a​lle Bischöfe, a​ls gewählte Vertreter i​hrer Gemeinden, gleichberechtigt waren, schloss Konstantin d​amit eine unabhängige Kirchenhierarchie innerhalb d​er Jurisdiktion d​es Römischen Reiches aus.

Legitimität des Bischofs von Rom

Die s​eit dem Mittelalter v​iel diskutierte Frage d​er Rechtmäßigkeit einzelner römischer Bischöfe (Gegenpapst) erlangte e​rst lange n​ach der „Verstaatlichung“ d​es römischen Episkopats überhaupt Bedeutung. Die römisch-katholische Kirche führt Silvester I. a​ls legitimen Papst u​nter Konstantin, dessen Episkopat m​it 22 Jahren ungewöhnlich l​ange gedauert h​aben soll, b​is zum 19. Jahrhundert d​as längste d​er Geschichte. Über s​ein Wirken i​st kaum e​twas bekannt. Berühmt s​ind die historischen Fälschungen d​es 6. u​nd 10. Jahrhunderts,[5] d​ie im Nachhinein d​en päpstlichen Anspruch d​er Vorrangstellung i​m Abendland propagierten.

Bis z​um Konzil v​on Konstanz v​on 1414 b​is 1418 k​am es i​mmer wieder z​u Schismen, d​ie die Frage aufwarfen, w​er rechtmäßiger Papst s​ei und w​er nicht. Die jeweilige Sachlage i​st bis h​eute nicht i​mmer geklärt u​nd lässt s​ich oft n​icht mehr klären. So nannte s​ich zum Beispiel Angelo Roncalli n​icht Johannes XXIV. (vergleiche Papstname), w​eil er die – s​chon seit d​em Konstanzer Konzil offene – Frage n​ach der Rechtmäßigkeit d​es Gegenpapstes Johannes XXIII. d​urch seine Namenszählung n​icht nachträglich z​u dessen Gunsten entscheiden wollte.

Anmerkungen

Tafel der im Petersdom bestatteten Päpste

Statistik

  • Bis zum heutigen Tage gab es, ohne Rücksicht auf die Legitimation, insgesamt 307 kirchenhistorisch relevante Päpste.
  • Davon waren 31 Gegenpäpste in Rom, zwei in Pisa und fünf in Avignon.
  • Bei vier Päpsten ist die Legitimität unklar.
  • Von den verbleibenden 266 Päpsten amtierten 259 in Rom und 7 in Avignon, die jedoch von dort aus Bischöfe von Rom blieben.
  • Drei Päpste (Stephan (II.), Coelestin IV. und Hadrian V.) starben vor der zeremoniellen Amtseinführung in ihr päpstliches Amt. Coelestin IV. war immerhin Kardinalbischof (von Sabina), Stephan war nur Priester (ohne Bischofsweihe), Hadrian war sogar nur Diakon (er hatte weder die Priester- noch die Bischofsweihe empfangen).
  • Zwei Päpste (Coelestin V. und Benedikt XVI.) traten aus freien Stücken von ihrem Amt zurück, weil sie sich ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen fühlten. Andere Päpste (u. a. Pontianus, Silverius und Gregor XII.) verzichteten unter äußerem Druck auf ihr Amt.
  • 82 Päpste und ein Gegenpapst werden als Heilige verehrt. Neun Päpste wurden seliggesprochen, für drei Päpste läuft ein Seligsprechungsprozess.
  • Der am häufigsten gewählte Name ist mit 25-mal Johannes bis Papst Johannes XXIII., wobei Johannes VIII. und XXIII. für den rechtmäßigen und einen Gegenpapst vergeben wurden, XVI. nur für einen Gegenpapst, XX. nicht vergeben wurde und der Name nach Papst Johannes XXIII. außerdem bisher zzgl. zweimal im Doppelnamen Johannes Paul vorkommt.
  • Zwei Päpste erhielten den Titel eines Kirchenlehrers: Gregor I. und Leo der Große.
  • Zwischen dem Jahr 33, dem Beginn des Pontifikats des Petrus, und dem Jahr 2013, dem Ende des Pontifikats Benedikts XVI., liegen 1.980 Jahre. Das Päpstliche Jahrbuch erkennt in dieser Zeit 265 Päpste an. Alle sieben längeren Sedisvakanzen dauerten zusammen etwa 16,5 Jahre. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Pontifikatsdauer von 7 Jahren und 5 Monaten: (1.980  16,5) / 265 = 7,41.
  • Der Papst mit der längsten Amtszeit war Pius IX. (1846–1878) mit 31 Jahren und 8 Monaten. Dahinter folgen Johannes Paul II. (1978–2005) mit 26 Jahren und 5 Monaten und Leo XIII. (1878–1903) mit 25 Jahren und 5 Monaten.
  • Der Papst mit der kürzesten Amtszeit war Stephan (II.) mit 4 Tagen. Darauf folgen Urban VII. mit 12 Tagen und Bonifatius VI. mit 15 Tagen.
  • Papst Leo XIII. war, als er 93-jährig starb, der bisher älteste Papst.

Bischöfe von Rom und Päpste


(hl.) = heiliggesprochen • (sel.) = seliggesprochen • Grafische Darstellung der Amtszeiten

Bild Papst weltlicher Name Herkunft Amtszeit Amts­dauer Anmerkungen Wappen
Petrus (hl.) Simon Petrus (aramäisch Keifa, כיפא) Römisches Reich, Galiläa 0033(?)–67(?) Jünger Jesu und Apostel, war laut altkirchlicher Tradition erster Bischof von Rom.
Linus (hl.) Römisches Reich, Tuscien 0067(?)–79(?) Seine Historizität ist nicht gesichert.
Anaklet (hl.) Römisches Reich, Rom 0079(?)–88(?) Seine Historizität ist nicht gesichert, angeblich führte er die Weihebestimmungen für Bischofs- und Priesterweihen ein.
Clemens I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0088(?)–97(?) Er ist historisch fassbar, ebenso wie sein Aufenthalt in Rom, wo er geboren wurde. Ob er Bischof von Rom war, ist aber unsicher. Er ist der Verfasser zumindest eines Briefes.
Evaristus (hl.) Römisches Reich; vermutlich griechischer und jüdischer Herkunft 0097(?)–105(?) Daten nicht gesichert
Alexander I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0105(?)–115(?) Daten nicht gesichert
Xistus I., (hl.) (lat.) Sixtus I. Römisches Reich, vermutlich griech. Herkunft 0115(?)–125(?) Biografische Daten nicht überliefert. Sein heute gebräuchlicher lat. Name deutet auf eine spätere Bezeichnung als 6. Papst nach Petrus.
Telesphorus (hl.) Römisches Reich; griechischer Herkunft 0125(?)–136(?) Daten unsicher. Er soll wichtige Traditionen wie die Passionszeit, die Weihnachtsmesse um Mitternacht und das Feiern von Ostern an einem Sonntag eingeführt haben.
Hyginus (hl.) Römisches Reich, möglicherweise aus Athen; griechischer Herkunft 0138–140(?) Biografische Daten nicht gesichert
Pius I. (hl.) Römisches Reich, Aquileia 0140(?)–155(?) Die biografischen Daten über ihn sind nicht gesichert. Es gibt Hinweise, dass er der erste von den Presbytern der römischen Gemeinde(n) gemeinsam gewählte Episkopos (Bischof) war. Er bekämpfte die Gnostiker.
Anicetus (hl.) Römisches Reich, Syria, Homs 0155(?)–166(?) Die überlieferten biografischen Daten über ihn sind z. T. unglaubwürdig. Er verdammte den Montanismus als Häresie und bekämpfte Gnostizismus und Markionismus. Die Vorschrift, dass Priester keine langen Haare tragen dürfen, wird ihm zugeschrieben.
Soterus (hl.) Römisches Reich, Fondi 0166(?)–175(?) Biografische Daten nicht gesichert, Überliefertes z. T. unglaubwürdig. Er bestimmte, dass Ehen ohne priesterlichen Segen nicht gültig seien.
Eleutherus (hl.) Römisches Reich, Nikopolis; griechischer Herkunft 0175(?)–189(?) Biografische Daten nicht gesichert, Überliefertes z. T. unglaubwürdig
Viktor I. (hl.) Römisches Reich, vermutlich aus Africa 0189(?)–199(?) Er versuchte vergeblich, innerhalb des römischen Episkopats dessen griechischen Ursprung zurückzudrängen. Viktor exkommunizierte ganze kleinasiatische Gemeinden, die das Osterfest wie gewohnt am 14. Nisan (Pessach) des jüdischen Kalenders feierten, während es im fernen Rom am Sonntag danach gefeiert wurde. Um die Gefahr eines Schismas zu vermeiden, nahm er dies aber wieder zurück. Außerdem bekämpfte er den Monarchianismus und schloss dessen führende Mitglieder von der Kirche aus.
Zephyrinus (hl.) Römisches Reich, Rom 0199(?)–217(?) Von ihm stammt die erste wörtlich überlieferte dogmatische Erklärung: „Ich weiß einen Gott, Jesus Christus, und außer ihm keinen anderen, der geboren ist und gelitten hat.“ Ansonsten ist wenig über ihn bekannt.
   Natalis 0200 Belegt durch Eusebius von Caesarea.[6]
Calixt I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0217(?)–222(?) Der Zeitgenosse Hippolyt, der ihn aufgrund des während seines Episkopats eingeführten Ablasses verabscheute, berichtet, dass Calixt Sklave gewesen sei und aufgrund von kriminellen Geldgeschäften mehrmals verhaftet und sogar als Minenarbeiter eingesetzt worden sei. Er verfolgte den modalistischen Monarchianismus und exkommunizierte dessen Führer Sabellius.
   Hippolyt (hl.) Römisches Reich, mutmaßlich aus dem Ostteil des röm. Reiches stammend 0217(?)–235(?) Er verfasste zahlreiche geistliche Werke wie die Traditio Apostolica, Refutatio omnium haeresium, eine Streitschrift gegen Häretiker, eine Weltchronik und Hilfen zur Errechnung des Ostertermins. Ob er Gegenpapst war, ist nicht eindeutig bewiesen, genauso wie das Schisma, das er dadurch hätte auslösen müssen. Wenn ja, wäre er der erste und einzige heilige Gegenpapst.
Urban I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0222(?)–230(?) Einige unbewiesene Taten wie der Erlass, Vasa sacra nur aus Silber zu fertigen, und das gefälschte Dekret in Pseudoisidor sind das einzig Bemerkenswerte über ihn.
Pontianus (hl.) Römisches Reich, Rom 0230(?)–235 Nachdem er von Maximinus Thrax als Minenarbeiter nach Sardinien geschickt worden war, trat er als erster römischer Bischof von seinem Amt zurück. Aufgrund seines Todes in den Minen gilt er als erster Papst, dessen Martyrium historisch belegbar ist.
Anterus (hl.) Römisches Reich, Rom; griechischer Herkunft 0235–236 1 Monat 13 Tage Er ist der erste historisch eindeutig gesicherte Bischof von Rom. Über seine kurze Amtszeit fehlen aber Informationen.
Fabianus (hl.) Römisches Reich, Rom 0236–250 14 Jahre
10 Tage
Sehr wahrscheinlich, aber nicht eindeutig bewiesen, ist seine Neuordnung der Kirche und deren Ausbreitung ins heutige Frankreich. Er hielt engen Kontakt mit seinem Zeitgenossen Origenes und teilte Rom in sieben Diakonatsbezirke ein.
Cornelius (hl.) Römisches Reich, Civitavecchia 0251–253 Er sprach sich für die Wiederaufnahme von abgefallenen Gläubigen aus, wodurch das erste Schisma der Kirchengeschichte ausgelöst wurde. Er arbeitete eng mit seinem Zeitgenossen Cyprian von Karthago zusammen, wurde aber 253 von Kaiser Trebonianus Gallus ins Exil nach Centumcellae geschickt, wo er starb.
   Novatian Römisches Reich; Herkunft unsicher 0251–258 Er ist der erste historisch greifbare Gegenpapst. Im Gegensatz zu seinem Gegner Cornelius vertrat er die Auffassung, dass abtrünnige Christen und schwere Sünder nie mehr in die Kirche zurückkehren dürften. Die durch ihn begründete Sekte der Novatianer bestand teilweise noch bis ins 5. Jahrhundert.
Lucius I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0253–254 8 Monate
8 Tage
Er führte die milde Praxis des Cornelius fort und wurde ebenso wie er von Trebonianus Gallus verbannt, konnte aber nach dessen Tod zurückkehren.
Stephan I. (hl.) Römisches Reich, Rom; griechischer Herkunft 0254–257 Auch er stand während seines vergleichsweise friedlichen Pontifikats im Konflikt mit Novatian, zerstritt sich jedoch zusätzlich im Ketzertaufstreit mit Theologen aus Nordafrika. Er setzte sich außerdem für die Unauflöslichkeit der Ehe ein und erfand den Verlobungsring.
Sixtus II. (hl.) Römisches Reich; griechischer Herkunft 0257–258 11 Monate
7 Tage
Er legte den Ketzertaufstreit bei und wurde auf Befehl von Kaiser Valerian getötet. Er war der erste römische Bischof, der einen Namen trug, den schon einer seiner Vorgänger getragen hatte.
Dionysius (hl.) Römisches Reich, Magna Graecia 0260–268 Er ordnete die Kirche neu und schloss einen Frieden mit Kaiser Gallienus. Er verurteilte den Subordinatianismus und den Sabellianismus. Ebenfalls korrespondierte er mit Dionysius von Alexandria.
Felix I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0269–274 5 Jahre
11 Monate
25 Tage
Er soll das Gesetz zur Einsegnung von Kirchen erlassen und die Messen an den Gräbern Verstorbener gestattet haben.
Eutychianus (hl.) Römisches Reich, Dalmatia, Salona 0275–283 8 Jahre
11 Monate
3 Tage
Mögliche Daten über ihn sind ungesichert, nicht einmal die Dauer seiner Amtszeit ist unangezweifelt.
Cajus (hl.) Römisches Reich, Dalmatia 0283–296 12 Jahre
4 Monate
5 Tage
Trotz Verfolgungen erlebte die Christenheit unter seinem Episkopat eine ruhige Periode, in der zahlreiche neue Kirchen gebaut werden konnten. Er verfügte, dass ein zukünftiger Bischof zuvor Lektor, Exorzist, Akolyth, Subdiakon, Diakon und Priester gewesen sein muss.
Marcellinus (hl.) Römisches Reich, Rom 0296–304 In seiner Amtszeit beginnt die Christenverfolgung unter Diokletian. Er war der erste Bischof von Rom, für den der Titel papa verwendet wurde, jedoch nicht als Selbstbezeichnung.
(Sedisvakanz, 4 Jahre) 0304–308(?) Während dieser vier Jahre erreichte die diokletianische Christenverfolgung ihren Höhepunkt.
Marcellus I. (hl.) Römisches Reich; Herkunft umstritten 0308(?)–309(?) Er organisierte die Kirche nach der Verfolgung neu und trat dabei für die Bestrafung von während der Verfolgung abgefallenen Christen ein. Aufgrund daraus entstehender Gewalttätigkeiten innerhalb der Gemeinde wurde er von Kaiser Maxentius, der die Unruhen nicht billigte, aus Rom verbannt.
Eusebius (hl.) Römisches Reich; griechischer Herkunft 0309(?) Während seines Episkopats setzten sich die blutigen Auseinandersetzungen fort. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger plädierte er für eine Rückkehr von aus Angst um ihr Leben abgefallenen Christen, wurde aber ebenso verbannt. Einige Quellen datieren seine Amtszeit und seinen Tod auf das Jahr 310, wodurch die folgende Sedisvakanz entfiele.
   Heraklius Römisches Reich; griechischer Herkunft 0309 oder 310 Gegenpapst; wurde wahrscheinlich ebenfalls durch Maxentius nach Sizilien verbannt. Ansonsten ist fast nichts über ihn bekannt.
(Sedisvakanz, 1 Jahr) 0309(?)–310(?)
Miltiades (hl.) Römisches Reich, Rom; angebliche Herkunft aus Africa unbestätigt[7] 0310–314 In seine Amtszeit fallen die Schlacht an der Milvischen Brücke, das Ende der Christenverfolgungen im Römischen Reich unter Konstantin I. in Form des Toleranzedikt des Galerius und der Mailänder Vereinbarung und der Erwerb des Lateran. Er bekämpfte Montanismus und Donatismus.
Silvester I. (hl.) Römisches Reich; Herkunft umstritten 0314–335 21 Jahre
10 Monate
29 Tage
Der Vollzug der Konstantinischen Wende, Kaiser Konstantins Inanspruchnahme des Christentums durch seine Selbstbezeichnung „Bischof der Bischöfe“ wie auch das unter seiner Leitung 325 einberufene Erste Konzil von Nicäa als erstes ökumenisches Konzil, auf dem er ein einheitliches Glaubensbekenntnis durchsetzte und auf dem Silvester nicht erschien, sind als wichtige Ereignisse dessen Episkopats zu nennen.[8] Die angeblich von ihm entgegengenommene Konstantinische Schenkung erwies sich als historische Fälschung der Franken gleich nach Karls Kaiserkrönung im Jahre 800.
Marcus (hl.) Römisches Reich, Rom 0336 8 Monate
19 Tage
Er hatte eine heftige aus dem Konzil von Nicäa resultierende Auseinandersetzung mit dem Arianismus (Arianischer Streit) zu bestehen, in die auch der Kaiser eingriff.
Julius I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0337–352 15 Jahre
2 Monate
6 Tage
Er ergriff Position für den von den Arianern verbannten Bischof von Alexandria Athanasius und gewährte ihm Exil in Rom.
Liberius Römisches Reich, Rom 0352–366 14 Jahre
4 Monate
7 Tage
Vertrat ursprünglich die Position seines Vorgängers, wurde aber von Kaiser Constantius II. zu Zugeständnissen gezwungen, nachdem dieser ihn zwischenzeitlich verbannt hatte. Er ist der erste nicht heiliggesprochene legitime Papst.
   Felix II. Römisches Reich, Rom, Portus Romae 0355–365 Wurde als Arianer von Constantius II. nach der Vertreibung des Liberius zum römischen Bischof erhoben. Nach dessen Rückkehr aus dem Exil musste er ihm aber wegen seiner Unbeliebtheit beim Volk weichen.
Damasus I. (hl.) Römisches Reich, Idanha-a-Velha, heute zu Portugal 0366–384 18 Jahre
2 Monate
10 Tage
Obwohl er sich gegen den Minderheitskonkurrenten Ursinius behaupten musste, baute er erfolgreich seine Vormachtstellung als Nachfolger Petri aus, indem er die kirchliche Gerichtshoheit im Westen ausübte. Er verlangte einen gesetzlichen Zölibat und gab die lateinische Vulgata-Übersetzung der Bibel in Auftrag. Die Beilegung des Arianischen Streits fand 381 auf dem Konzil von Konstantinopel statt.
   Ursinus Römisches Reich, Rom 0366–367 Er wurde von Minderheiten zum römischen Bischof gewählt und versuchte, seine Wahl mit Gewalt und Diplomatie durchzusetzen, scheiterte aber und wurde der Stadt verwiesen. Bis zu seinem Tod erhoben er und seine Anhänger weiter Anspruch auf den Bischofsstuhl.
Siricius (hl.) Römisches Reich, Rom 0384–399 14 Jahre
? Monate
? Tage
Er verwendete erstmals den Titel papa als Eigenbezeichnung und erließ Dekrete als Befehlsschreiben. Darüber hinaus bestimmte er, dass Bischöfe in Zukunft nur von mehreren Amtskollegen und mit päpstlicher Zustimmung geweiht werden durften. Bußstrafen wurden gemildert, der Zölibat verschärft und das Christentum durch Theodosius I. de facto zur Staatsreligion des Römischen Reiches erklärt.
Anastasius I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0399–401 3 Jahre
22 Tage
Die einzigen von ihm erhaltenen Dokumente sind drei Briefe, in denen er im ausgebrochenen origenistischen Streit den Theologen Origenes (185–254) verurteilt.
Innozenz I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0401–417 14 Jahre
2 Monate
20 Tage
Der Machtverlust des Weströmisches Reich wurde in seiner Amtszeit durch die Plünderung Roms (410) durch die Westgoten deutlich. Er verlangte weiterhin seine Vormachtstellung als Papst und Nachfolger Petri. Möglicherweise war er der Sohn seines Vorgängers.
Zosimus (hl.) Römisches Reich, Mesoraca; griechischer Herkunft 0417–418 1 Jahr 9 Monate
8 Tage
Versuchte durch die Errichtung eines Erzbistums in Arles seine Macht nach Gallien auszuweiten und lag mit der nordafrikanischen Kirche wegen der Handhabung der Lehren von Pelagius und Caelestius im Streit.
Bonifatius I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0418–422 3 Jahre
8 Monate
7 Tage
Wurde als Presbyter nicht von den Diakonen gewählt, konnte sich aber mithilfe von Kaiser Honorius durchsetzen. War weiter im Konflikt mit der nordafrikanischen Kirche und dem Pelagianismus.
   Eulalius Römisches Reich, Rom 0418–419 3 Monate
7 Tage
Wurde von einer Minderheit des römischen Klerus zum Gegenpapst gewählt und musste wenig später Rom verlassen.
Coelestin I. (hl.) Römisches Reich, Rom 0422–432 9 Jahre
10 Monate
17 Tage
Konzil von Ephesos, 431
Sixtus III. (hl.) Römisches Reich, Rom 0432–440 8 Jahre
1 Monat 19 Tage
Leo I. (hl.) Römisches Reich, Rom (nach dem Liber Pontificalis) oder Tuscien 0440–461 21 Jahre
1 Monat 12 Tage
Konzil von Chalcedon, 451. 1754 zum Kirchenlehrer erhoben
Hilarius (hl.) Römisches Reich, Sardinien 0461–468 6 Jahre
3 Monate
10 Tage
Simplicius (hl.) Römisches Reich, Latium, Tivoli 0468–483 15 Jahre
7 Tage
Felix II. (III.) (hl.) Römisches Reich, Rom 0483–492 8 Jahre
11 Monate
17 Tage
Gelasius I. (hl.) Römisches Reich (Vandalenreich), Sardinien 0492–496 4 Jahre
8 Monate
20 Tage
Anastasius II. Römisches Reich (Ostgotenreich), Rom 0496–498 1 Jahr 11 Monate
26 Tage
Symmachus (hl.) Römisches Reich (Vandalenreich) 0498–514 15 Jahre
7 Monate
27 Tage
   Laurentius 0498–506 Gegenpapst
Hormisdas (hl.) Römisches Reich (Ostgotenreich), Latium, Frosinone 0514–523 9 Jahre
17 Tage
Johannes I. (hl.) Römisches Reich (Ostgotenreich), Tuscien 0523–526 2 Jahre
9 Monate
5 Tage
Felix III. (IV.) (hl.) Römisches Reich (Ostgotenreich), Benevent/Samnium 0526–530 4 Jahre
2 Monate
10 Tage
   Dioskur Römisches Reich, Alexandrien 0530 22 Tage Legitimität unklar, eher Gegenpapst
Bonifatius II. Römisches Reich (Ostgotenreich), Rom 0530–532 2 Jahre
24 Tage
Erster germanischer Papst (Ostgote).
Johannes II. Mercurius Römisches Reich (Ostgotenreich), Rom 0533–535 2 Jahre
4 Monate
5 Tage
Erster Papst, der nach seiner Wahl einen neuen Namen annahm.
Agapitus I. (hl.) Römisches Reich (Ostgotenreich), Rom 0535–536 11 Monate
9 Tage
Silverius (hl.) Römisches Reich (Ostgotenreich), Latium, Frusino 0536–537 1 Jahr 5 Monate
3 Tage
Sohn des Hormisdas
   Vigilius 0537 10 Monate
Gegenpapst, später legitimer Papst
Vigilius Römisches Reich (Ostgotenreich), Rom 0537–555 18 Jahre
2 Monate
9 Tage
Zunächst Zweites Konzil von Konstantinopel, 553
Pelagius I. Römisches Reich, Rom 0556–561 4 Jahre
10 Monate
15 Tage
Johannes III. Catelinus Römisches Reich, Rom 0561–574 12 Jahre
11 Monate
26 Tage
Benedikt I. Römisches Reich, Rom 0575–579 4 Jahre
1 Monat 28 Tage
Pelagius II. Römisches Reich, Rom; gotischer Abstammung 0579–590 10 Jahre
2 Monate
12 Tage
Gregor I. (hl.) Römisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0590–604 13 Jahre
6 Monate
9 Tage
1298 zum Kirchenlehrer erhoben
Sabinianus Römisches Reich (Patrimonium Petri), Blera 0604–606 1 Jahr 2 Monate
9 Tage
Bonifatius III. Römisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0607 8 Monate
24 Tage
Bonifatius IV. (hl.) Langobardenreich, Valenia (Abruzzen) 0608–615 6 Jahre
8 Monate
13 Tage
Adeodatus I. (hl.) Römisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0615–618 3 Jahre
20 Tage
Bonifatius V. Römisches Reich, Neapel 0619–625 5 Jahre
10 Monate
2 Tage
Honorius I. Römisches Reich (Langobarden­reich?), Kampanien 0625–638 12 Jahre
11 Monate
15 Tage
Auf dem 3. ökumenischen Konzil in Konstantinopel 680–681, 43 Jahre nach seinem Tod, wurden seine Schreiben nach Konstantinopel als Häresie wegen Monotheletismus verurteilt.
Severinus Römisches Reich 0638–640 2 Monate
5 Tage
Johannes IV. Römisches Reich, Dalmatien, Solin 0640–642 1 Jahr 3 Monate
18 Tage
Theodor I. Römisches Reich, Jerusalem, griechischer Herkunft 0642–649 6 Jahre
5 Monate
20 Tage
Martin I. (hl.) Römisches Reich (Patrimonium Petri), Umbrien, bei Todi 0649–653
Eugen I. (hl.) Römisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0654–657 2 Jahre
3 Monate
23 Tage
Vitalian (hl.) Römisches Reich (Patrimonium Petri), Latium, Segni 0657–672 14 Jahre
5 Monate
28 Tage
Adeodatus II. Byzantinisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0672–676 4 Jahre
2 Monate
6 Tage
Donus Byzantinisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0676–678 1 Jahr 5 Monate
9 Tage
Agatho (hl.) Byzantinisches Reich, Sizilien 0678–681 2 Jahre
6 Monate
14 Tage
Drittes Konzil von Konstantinopel, 680–681
Leo II. (hl.) Byzantinisches Reich, Sizilien; griechischer Herkunft 0682–683 10 Monate
16 Tage
Benedikt II. (hl.) Byzantinisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0684–685 1 Jahr 9 Monate
16 Tage
Johannes V. Byzantinisches Reich, Syria, möglicherweise Antiochia 0685–686 1 Jahr 10 Tage
Konon Byzantinisches Reich, Sizilien 0686–687 11 Monate
Sergius I. (hl.) Byzantinisches Reich, Sizilien, Palermo; syrischer Abstammung 0687–701 13 Jahre
8 Monate
24 Tage
   Theodor II. 0687 Gegenpapst
   Paschalis I. 0687–692 Gegenpapst
Johannes VI. Byzantinisches Reich, Ephesos 0701–705 3 Jahre
2 Monate
12 Tage
Johannes VII. Byzantinisches Reich, Kalabrien, Rossano; griechischer Herkunft 0705–707 2 Jahre
7 Monate
17 Tage
Sisinnius Kalifat, Syrien 0708 20 Tage
Konstantin I. Kalifat, Syrien 0708–715 7 Jahre
14 Tage
Gregor II. (hl.) Byzantinisches Reich (Patrimonium Petri), Rom 0715–731 15 Jahre
8 Monate
23 Tage
Gregor III. (hl.) Kalifat, Syrien 0731–741 10 Jahre
8 Monate
10 Tage
Zacharias (hl.) Byzantinisches Reich, Kalabrien, Santa Severina; griechischer Herkunft 0741–752 10 Jahre
3 Monate
12 Tage
Krönung des Karolingers Pippin zum Frankenkönig (751)
Stephan (II.) 0752 4 Tage Starb vor der Weihe und wird daher oft nicht gezählt, kürzestes Pontifikat der Geschichte (4 Tage).
Stephan II. (III.) Byzantinisches Reich (Patrimonium Petri) 0752–757 5 Jahre
1 Monat
Paul I. (hl.) Kirchenstaat, Rom 0757–767 10 Jahre
30 Tage
   Konstantin II. Kirchenstaat, Latium, Nepi 0767–768 Gegenpapst
   Philipp 0768 Gegenpapst
Stephan III. (IV.) Byzantinisches Reich, Sizilien 0768–772 3 Jahre
5 Monate
17 Tage
Hadrian I. Kirchenstaat, Rom 0772–795 23 Jahre
10 Monate
24 Tage
Zweites Konzil von Nicäa (787), Fünftlängstes Pontifikat der Geschichte (8729 Tage)
Leo III. (hl.) Kirchenstaat, Rom 0795–816 20 Jahre
5 Monate
17 Tage
Kaiserkrönung Karls des Großen (800), Elftlängstes Pontifikat der Geschichte (7474 Tage)
Stephan IV. (V.) Kirchenstaat, Rom 0816–817 7 Monate
2 Tage
Paschalis I. (hl.) Kirchenstaat, Rom 0817–824 7 Jahre
3 Monate
20 Tage
Eugen II. 0824–827 3 Jahre
22 Tage
Valentin Kirchenstaat, Rom 0827
Gregor IV. Kirchenstaat, Rom 0827–844
   Johannes VIII. 0844 Gegenpapst
Sergius II. Kirchenstaat, Rom 0844–847
Leo IV. (hl.) Kirchenstaat, Rom 0847–855 8 Jahre
3 Monate
7 Tage
Benedikt III. Kirchenstaat, Rom 0855–858 2 Jahre
6 Monate
19 Tage
   Anastasius III. 0855 2 Tage Gegenpapst
Nikolaus I. (hl.) Kirchenstaat, Rom 0858–867 9 Jahre
6 Monate
20 Tage
Hadrian II. Kirchenstaat, Rom 0867–872 Viertes Konzil von Konstantinopel, 869–870
Johannes VIII. Kirchenstaat, Rom 0872–882 10 Jahre
2 Tage
Erster gewaltsam zu Tode gekommener Papst seit der Christenverfolgung
Marinus I. Kirchenstaat, Gallese 0882–884 1 Jahr 4 Monate
29 Tage
fälschlich Martin II.
Hadrian III. (hl.) Kirchenstaat, Rom 0884–885 1 Jahr 4 Monate
Stephan V. (VI.) Kirchenstaat, Rom 0885–891
Formosus Kirchenstaat, Ostia 0891–896 4 Jahre
5 Monate
29 Tage
Von Stephan VI. auf der Leichensynode 897 posthum als Häretiker verdammt, nach Leichenschändung wieder im Petersdom beigesetzt, 904 von Sergius III. ein zweites Mal exhumiert, erneut nach Leichenschändung im Petersdom beigesetzt.
Bonifatius VI. Kirchenstaat, Rom 0896 15 Tage
Stephan VI. (VII.) 0896–897 Leichensynode in Rom
Romanus Kirchenstaat, Gallese 0897
Theodor II. Kirchenstaat, Rom 0897 20 Tage
Johannes IX. Kirchenstaat, Tivoli 0898–900
   Sergius III. 0898 Gegenpapst, später (904–911) regulärer Papst
Benedikt IV. Kirchenstaat, Rom 0900–903 3 Jahre
6 Monate
Leo V. 0903 2 Monate
Wurde von Christophorus gestürzt.
   Christophorus 0903–904 5 Monate
Legitimität unklar, eher Gegenpapst
Sergius III. Kirchenstaat, Rom 0904–911 7 Jahre
2 Monate
16 Tage
Anastasius III. Kirchenstaat, Rom 0911–913 2 Jahre
2 Monate
Lando Kirchenstaat, Sabina 0913–914
Johannes X. Kirchenstaat, Tossignano bei Imola 0914–928 14 Jahre
2 Monate
Leo VI. Kirchenstaat, Rom 0928 7 Monate
Stephan VII. (VIII.) Kirchenstaat, Rom 0928–931 2 Jahre
2 Monate
Johannes XI. Kirchenstaat, Rom 0931–935 Wahrscheinlich der Sohn von Sergius III.
Leo VII. Kirchenstaat, Rom 0936–939 3 Jahre
6 Monate
10 Tage
Stephan VIII. (IX.) Kirchenstaat, Rom 0939–942 3 Jahre
3 Monate
Marinus II. Kirchenstaat, Rom 0942–946 3 Jahre
7 Monate
Fälschlich Martin III.
Agapitus II. Kirchenstaat, Rom 0946–955 9 Jahre
7 Monate
Johannes XII. Octavian von Spoleto Kirchenstaat, Rom 0955–963 8 Jahre
4 Monate
28 Tage
Einziger minderjähriger Papst. Bei einem inneritalienischen Konflikt wurde er unter Druck gesetzt, den Ostfranken Otto I. zu Hilfe zu rufen. Dieser erzwang vom Minderjährigen seine Krönung zu einem Kaiser des Römischen Reiches, ohne vorher die Legitimation durch den römischen Kaiser in Konstantinopel einzuholen. Johannes fügte sich, wandte sich aber nach dessen Abreise gegen ihn. Otto rückte militärisch in Rom ein, setzte eine Synode ein, und zwang sie, zum ersten Male in der römischen Geschichte den Bischof abzusetzen.
Leo VIII. Kirchenstaat, Rom 0963–964 2 Monate Unter militärischem Druck Otto I. wurde Leo entgegen Kanonischem Recht von einer Synode als Laie zum Papst gewählt. Gleich nach Ottos Abreise demonstrierte dieselbe Synode ihre Unabhängigkeit, setzte Leo als illegitim ab und bestätigte die Legitimität seines Vorgängers Johannes XII. als Bischof von Rom.
Johannes XII. Octavian von Spoleto Kirchenstaat, Rom 0964 4 Monate Im Januar 964 wurde er als legitimer Bischof von Rom wieder bestätigt. Nur vier Monate danach starb er.
Benedikt V. Kirchenstaat, Rom 0964 1 Monat 1 Tag Als Nachfolger von Johannes XII. gewählt, aber ebenfalls von Otto. I abgesetzt.
Leo VIII. Kirchenstaat, Rom 0964–965 9 Monate Wurde von Otto wieder in das Amt gehoben.
Johannes XIII. Kirchenstaat, Rom 0965–972 6 Jahre
11 Monate
5 Tage
Benedikt VI. Kirchenstaat, Rom 0973–974
   Bonifatius VII. Franco Ferruci Kirchenstaat, Rom 0974 Gegenpapst
Benedikt VII. Kirchenstaat, Rom 0974–983
Johannes XIV. Petrus Canepanova Heiliges Römisches Reich, Italien, Pavia 0983–984
Bonifatius VII. Franco Ferruci Kirchenstaat, Rom 0984–985 War zuvor bereits Gegenpapst
Johannes XV. Kirchenstaat, Rom 0985–996
Gregor V. Bruno von Kärnten Heiliges Römisches Reich, Stainach im Ennstal 0996 4 Monate Mit nur 24 Jahren erster deutschsprachiger Papst aus dem heutigen Österreich. Erster nicht vom örtlichen Klerus und Volk gewählter Bischof, stattdessen unrechtmäßig von seinem Vetter, dem 14-jährigen Otto III., eingesetzt. Jener wurde sodann vom Papst zum Kaiser gekrönt. Gregor wurde gleich nach der Abreise Ottos von den Römern abgesetzt und ihr ehemaliger griechischer Kanzler Italiens zum Bischof gewählt.
   Johannes XVI. Johannes Philagathos Byzantinisches Reich, Rossano; griechischer Herkunft 0996–998 1 Jahr
5 Monate
Gegenpapst. Bis heute letzter griechischer Bischof von Rom. Ein erfahrener Theologe, der von den Römern rechtmäßig zum Bischof gewählt wurde. Er war unter Otto II. Kanzler von Italien, Erzbischof, Abt und Lehrer von Otto III. und seinem Vetter Bruno (Gregor V.) gewesen. Er wurde von seinen Gegnern verstümmelt und in einem offiziellen Akt seines Amtes enthoben.
Gregor V. Bruno von Kärnten Heiliges Römisches Reich, Stainach im Ennstal 0998–999 1 Jahr
1 Monat
Von Otto III. abermals ohne Bischofswahl eingesetzter erster deutschsprachiger Papst.
Silvester II. Gerbert von Aurillac Westfrankenreich, Aquitanien, Belliac 0999–1003 4 Jahre
1 Monat 10 Tage
Johannes XVII. Giovanni Sicco Kirchenstaat, Rom 1003
Johannes XVIII. Johannes Fasanus Kirchenstaat, Rapagnano 1003–1009
Sergius IV. Pietro da Albano Kirchenstaat, Rom 1009–1012 2 Jahre
10 Monate
12 Tage
Benedikt VIII. Theophylakt II. von Tusculum Kirchenstaat, Rom (Tusculum) 1012–1024 11 Jahre
11 Monate
   Gregor VI. Kirchenstaat, Rom 1012 Gegenpapst
Johannes XIX. Romanus von Tusculum Kirchenstaat, Rom (Tusculum) 1024–1032
Benedikt IX. Theophylakt III. von Tusculum Kirchenstaat, Rom (Tusculum) 1032–1044 1. Pontifikat
Silvester III. Giovani di Sabina Kirchenstaat, Rom 1045 1 Monat (?) Legitimität unklar
Benedikt IX. Theophylakt III. von Tusculum Kirchenstaat, Rom (Tusculum) 1045 2. Pontifikat
Gregor VI. Johannes Gratianus Pierleoni Kirchenstaat, Rom 1045–1046 1 Jahr 7 Monate
19 Tage
Clemens II. Suitger, Graf von Morsleben und Hornburg Heiliges Römisches Reich, Sachsen, Hornburg 1046–1047 9 Monate
15 Tage
Zweiter „deutscher“ Papst
Benedikt IX. Theophylakt III. von Tusculum Kirchenstaat, Rom (Tusculum) 1047–1048 3. Pontifikat, Legitimität unklar
Damasus II. Poppo von Brixen Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Bayern, Pildenau 1048 24 Tage Dritter „deutscher“ Papst
Leo IX. (hl.) Bruno Graf von Egisheim-Dagsburg Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Schwaben, Eguisheim 1049–1054 5 Jahre
2 Monate
7 Tage
Vierter „deutscher“ Papst, leitete durch seinen Bann über den Ökumenischen Patriarchen das Schisma von 1054 ein, in der römischen Kirche als Morgenländisches Schisma bezeichnet.[9]
Viktor II. Gebhard von Eichstätt Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Bayern 1055–1057 2 Jahre
3 Monate
15 Tage
Fünfter „deutscher“ Papst
Stephan IX. (X.) Friedrich von Lothringen Heiliges Römisches Reich, Lothringen 1057–1058 7 Monate
26 Tage
Sechster „deutscher“ Papst aus dem heutigen Lothringen, in Frankreich auch als „französischer“ Papst bezeichnet.
Nikolaus II. Gerhard von Burgund Heiliges Römisches Reich, Königreich Burgund, Savoyen 1058–1061 2 Jahre
7 Monate
21 Tage
   Benedikt X. Giovanni Mincio von Tusculum Kirchenstaat, Rom (Tusculum) 1058–1060 Gegenpapst
Alexander II. Anselmo da Baggio Heiliges Römisches Reich, Italien, Mailand 1061–1073 12 Jahre
6 Monate
20 Tage
   Honorius II. Pietro Cadalus von Parma Heiliges Römisches Reich, Italien, Verona 1061–1064 Gegenpapst
Gregor VII. (hl.) Hildebrand von Sovana Heiliges Römisches Reich, Italien, Sovana 1073–1085 12 Jahre
1 Monat 3 Tage
Belegte König Heinrich IV. mit dem Kirchenbann (Gang nach Canossa); Heiligsprechung 1606
   Clemens III. Wibert von Ravenna Heiliges Römisches Reich, Italien, Parma 1084–1100 wurde 1080 auf der Synode in Brixen zum Gegenpapst ernannt
Viktor III. (sel.) Dauferius Fürstentum Benevent, Benevent 1086–1087 1 Jahr 3 Monate
23 Tage
Als Seliger 1887 bestätigt
Urban II. (sel.) Odo de Chatillon Frankreich 1088–1099 11 Jahre
4 Monate
17 Tage
Rief zum ersten Kreuzzug auf; als Seliger 1881 bestätigt
Paschalis II. Raniero di Bieda Kirchenstaat, Bleda di Santa Sofia 1099–1118 18 Jahre
4 Monate
8 Tage
   Theodoricus Theoderich 1100 Gegenpapst
   Albertus Albert von Sabina 1102 Gegenpapst
   Silvester IV. Maginulf 1105–1111 Gegenpapst
Gelasius II. Johannes Coniulo Fürstentum Capua, Gaeta 1118–1119
   Gregor VIII. Mauritius Burdinus 1118–1121 Gegenpapst
Calixt II. Guido Graf von Burgund Heiliges Römisches Reich, Königreich Burgund, Quingey 1119–1124 5 Jahre
10 Monate
11 Tage
Erstes Laterankonzil, 1123
   Coelestin II. Tebaldo Buccapecus Kirchenstaat, Rom 1124 1 Tag Papstelekt
Honorius II. Lamberto Kirchenstaat, Bologna 1124–1130 5 Jahre
1 Monat 29 Tage
Innozenz II. Gregorio Papareschi Kirchenstaat, Rom 1130–1143 13 Jahre
7 Monate
10 Tage
Zweites Laterankonzil, 1139
   Anaklet II. Pietro Pierleoni Kirchenstaat, Rom 1130–1138 7 Jahre
11 Monate
11 Tage
Gegenpapst
   Viktor IV. Gregorio Conti von Ceccano 1138 Gegenpapst
Coelestin II. Guido de Castello Kirchenstaat, Città di Castello 1143–1144 5 Monate
13 Tage
Lucius II. Gerardo Caccianemici dal Orso Kirchenstaat, Bologna 1144–1145 11 Monate
3 Tage
Eugen III. (sel.) Bernhard Heiliges Römisches Reich, Italien, Pisa 1145–1153 8 Jahre
4 Monate
23 Tage
Als Seliger 1872 bestätigt
Anastasius IV. Corrado Demetri della Suburra Kirchenstaat, Rom 1153–1154 1 Jahr 4 Monate
21 Tage
Hadrian IV. Nikolas Breakspear Königreich England, Abbots Langley 1154–1159 4 Jahre
8 Monate
28 Tage
Einziger englischer Papst
Alexander III. Rolando Bandinelli Heiliges Römisches Reich, Italien, Siena 1159–1181 21 Jahre
11 Monate
23 Tage
Drittes Laterankonzil, 1179, Siebtlängstes Pontifikat der Geschichte (8029 Tage).
   Viktor IV. Octaviano de Montecello Kirchenstaat, Rom 1159–1164 4 Jahre
8 Monate
13 Tage
Gegenpapst
   Paschalis III. Guido von Crema Heiliges Römisches Reich, Italien, Crema 1164–1168 4 Jahre
4 Monate
29 Tage
Gegenpapst
   Calixt III. Johannes von Struma Heiliges Römisches Reich, Italien, Arezzo 1168–1178 9 Jahre
9 Monate
9 Tage
Gegenpapst
   Innozenz III. Lando von Sezze Kirchenstaat, Sezze 1179–1180 4 Monate
(?)
Gegenpapst
Lucius III. Ubaldo Heiliges Römisches Reich, Italien, Lucca 1181–1185 4 Jahre
2 Monate
24 Tage
Urban III. Humbert Crivelli Heiliges Römisches Reich, Italien, Mailand 1185–1187 1 Jahr 10 Monate
25 Tage
Gregor VIII. Albertus de Morra Fürstentum Benevent 1187 1 Monat 26 Tage
Clemens III. Paolo Scolari Kirchenstaat, Rom 1187–1191 3 Jahre
3 Monate
11 Tage
Coelestin III. Giacinto Bobone Orsini Kirchenstaat, Rom 1191–1198 6 Jahre
9 Monate
9 Tage
Innozenz III. Lothar Conti di Segni Kirchenstaat, Kastell Gavignano 1198–1216 18 Jahre
6 Monate
8 Tage
Viertes Laterankonzil, 1215
Honorius III. Cencio Kirchenstaat, Rom 1216–1227 10 Jahre
8 Monate
bestätigte die Ordensregeln der Dominikaner, Franziskaner und Karmeliten
Gregor IX. Ugolino Conti di Segni Kirchenstaat, Anagni 1227–1241 14 Jahre
5 Monate
3 Tage
Neffe von Papst Innozenz III.
Coelestin IV. Goffredo Castiglione Heiliges Römisches Reich, Italien, Mailand 1241 17 Tage Viertkürzestes Pontifikat der Geschichte (17 Tage), starb vor der Weihe
(Sedisvakanz, 2 Jahre) 1241–1243
Innozenz IV. Sinibald Fieschi Heiliges Römisches Reich, Italien, Genua 1243–1254 11 Jahre
5 Monate
12 Tage
Erstes Konzil von Lyon, 1245
Alexander IV. Rainald Graf Segni Kirchenstaat, Anagni 1254–1261 6 Jahre
5 Monate
13 Tage
Neffe von Papst Gregor IX.
Urban IV. Jacques Pantaléon Frankreich, Troyes 1261–1264 3 Jahre
1 Monat 3 Tage
Clemens IV. Gui Foucois Frankreich, Saint-Gilles (Gard) 1265–1268 3 Jahre
9 Monate
24 Tage
(Sedisvakanz, 3 Jahre) 1268–1271
Gregor X. (sel.) Tebaldo Visconti Heiliges Römisches Reich, Italien, Piacenza 1271–1276 4 Jahre
4 Monate
9 Tage
Zweites Konzil von Lyon, 1274; als Seliger 1713 bestätigt
Innozenz V. (sel.) Pierre de Tarentaise Heiliges Römisches Reich, Savoyen 1276 5 Monate
1 Tag
Seligsprechung 1898
Hadrian V. Ottobono Fieschi Heiliges Römisches Reich, Italien, Genua 1276 38 Tage Starb vor der Weihe
Johannes XXI. Petrus Juliani Portugal 1276–1277 8 Monate
12 Tage
Nikolaus III. Giovanni Gaetano Orsini Kirchenstaat, Rom 1277–1280 2 Jahre
8 Monate
28 Tage
Martin IV. Simon de Brion Frankreich 1281–1285 4 Jahre
1 Monat 6 Tage
Honorius IV. Giacomo Savelli Kirchenstaat, Rom 1285–1287 2 Jahre
1 Tag
Großneffe von Honorius III.
Nikolaus IV. Girolamo Masci Kirchenstaat, Lisciano 1288–1292 4 Jahre
1 Monat 13 Tage
(Sedisvakanz, 2 Jahre) 1292–1294
Coelestin V. (hl.) Pietro del Murrone Königreich Sizilien, Sant’Angelo Limosano 1294 5 Monate
5 Tage
Überfordert vom Amt zurückgetreten, erster Eremit als Papst; Heiligsprechung 1313
Bonifatius VIII. Benedetto Caetani Kirchenstaat, Rom 1294–1303 8 Jahre
9 Monate
17 Tage
Neffe von Papst Alexander IV.
Benedikt XI. (sel.) Niccolo di Boccasio Heiliges Römisches Reich, Italien, Treviso 1303–1304 8 Monate
15 Tage
Als Seliger 1736 bestätigt
Clemens V. Bertrand de Got Frankreich 1305–1314 8 Jahre
10 Monate
15 Tage
Seit 1309 in Avignon, Konzil von Vienne, 1311–1312
(Sedisvakanz, 2½ Jahre) 1314–1316
Johannes XXII. Jacques Duèze Frankreich 1316–1334 18 Jahre
3 Monate
29 Tage
In Avignon
   Nikolaus V. Pietro Rainalducci Kirchenstaat, Corvaro 1328–1330 2 Jahre
3 Monate
13 Tage
Gegenpapst in Avignon und Rom
Benedikt XII. Jacques Fournier Frankreich 1334–1342 7 Jahre
4 Monate
5 Tage
In Avignon
Clemens VI. Pierre Roger Frankreich 1342–1352 10 Jahre
6 Monate
29 Tage
In Avignon
Innozenz VI. Étienne Aubert Frankreich 1352–1362 9 Jahre
8 Monate
25 Tage
In Avignon
Urban V. (sel.) Guillaume de Grimoald Frankreich 1362–1370 8 Jahre
2 Monate
21 Tage
In Avignon; als Seliger 1870 bestätigt
Gregor XI. Pierre Roger de Beaufort Frankreich 1370–1378 7 Jahre
2 Monate
27 Tage
In Avignon, kehrte 1377 wieder nach Rom zurück
Urban VI. Bartolomeo Prignano Königreich Neapel 1378–1389 11 Jahre
6 Monate
8 Tage
Letzter Papst, der nicht dem Kardinalskollegium angehörte, Beginn des Abendländischen Schismas
   Clemens VII. Robert Graf von Genf Heiliges Römisches Reich 1378–1394 15 Jahre
11 Monate
27 Tage
Gegenpapst in Avignon
Bonifatius IX. Pietro Tomacelli Königreich Neapel 1389–1404 14 Jahre
10 Monate
29 Tage
Schlacht von Nikopolis (gilt als letzter Kreuzzug)
   Benedikt XIII. Pedro Marinez de Luna y Gotor Aragonien 1394–1423 22 Jahre
9 Monate
28 Tage
Gegenpapst in Avignon
Innozenz VII. Cosimo dei Migliorati Kirchenstaat, Rom 1404–1406 2 Jahre
19 Tage
Gregor XII. Angelo Correr Republik Venedig 1406–1415 10 Jahre
11 Monate
18 Tage
Konzil von Konstanz (1414–1418)
   Alexander V. Pietro Philargi Republik Venedig, Kreta 1409–1410 10 Monate
7 Tage
seit dem 20. Jahrhundert als Gegenpapst gezählt, Pisa
   Johannes XXIII. Baldassare Cossa Königreich Neapel 1410–1415 5 Jahre
12 Tage
Seit dem 20. Jahrhundert als Gegenpapst gezählt, Pisa
(Sedisvakanz, 2 Jahre) 1415–1417
Martin V. Oddo di Colonna Kirchenstaat, Genazzano 1417–1431 13 Jahre
3 Monate
9 Tage
Seine Wahl beendete das Abendländische Schisma
   Clemens VIII. Gil Sánchez Muñoz y Carbón Aragonien 1423–1429 6 Jahre
1 Monat 16 Tage
Gegenpapst in Avignon
   Benedikt XIV. Bernard Garnier Frankreich 1425–1430 Gegenpapst in Avignon
Eugen IV. Gabriele Condulmer Republik Venedig 1431–1447 15 Jahre
11 Monate
20 Tage
Konzil von Basel/Ferrara/Florenz, 1431–1449
   Felix V. Amadeus VIII. Herzog von Savoyen Heiliges Römisches Reich, Italien, Savoyen 1439–1449 9 Jahre
5 Monate
2 Tage
Letzter Gegenpapst (Konzil von Basel)
Nikolaus V. Tommaso Parentucelli Heiliges Römisches Reich, Italien, Sarzana 1447–1455 8 Jahre
19 Tage
Begründete die Vatikanische Bibliothek
Calixt III. Alfonso Borgia Aragonien 1455–1458 3 Jahre
3 Monate
29 Tage
Pius II. Enea Silvio Piccolomini Heiliges Römisches Reich, Italien, Pienza 1458–1464 5 Jahre
11 Monate
27 Tage
Paul II. Pietro Barbo Republik Venedig 1464–1471 6 Jahre
10 Monate
26 Tage
Neffe von Eugen IV.
Sixtus IV. Francesco della Rovere Heiliges Römisches Reich, Italien, Ligurien 1471–1484 13 Jahre
3 Tage
Ließ die nach ihm benannte Sixtinische Kapelle errichten
Innozenz VIII. Giovanni Battista Cibo Heiliges Römisches Reich, Italien, Republik Genua 1484–1492 7 Jahre
10 Monate
26 Tage
Alexander VI. Rodrigo Borgia Aragonien 1492–1503 11 Jahre
8 Tage
Neffe von Calixt III.; exkommunizierte den angeblichen Propheten Girolamo Savonarola
Pius III. Francesco Todeschini Piccolomini Heiliges Römisches Reich, Italien, Stadtrepublik Siena 1503 27 Tage Neffe von Pius II.
Julius II. Giuliano della Rovere Heiliges Römisches Reich, Italien, Republik Genua 1503–1513 9 Jahre
3 Monate
19 Tage
Neffe von Sixtus IV., Fünftes Laterankonzil, 1512–1517. Er begründete im Jahre 1506 die päpstliche Leibwache Schweizergarde Am 18. April 1506 begann er den Bau des Petersdoms.
Leo X. Giovanni de' Medici Heiliges Römisches Reich, Italien, Republik Florenz 1513–1521 8 Jahre
8 Monate
20 Tage
Starb hoch verschuldet, exkommunizierte Martin Luther
Hadrian VI. Adriaan Florisz Boeyens Heiliges Römisches Reich, Burgundische Niederlande, Utrecht 1522–1523 1 Jahr 8 Monate
5 Tage
Siebter „deutscher“ Papst; für 455 Jahre bis zur Wahl Johannes Pauls II. letzter nicht-italienischer Papst
Clemens VII. Giulio de' Medici Heiliges Römisches Reich, Italien, Republik Florenz 1523–1534 10 Jahre
10 Monate
6 Tage
Cousin von Leo X., 1527 „Sacco di Roma“. Kam dem Wunsch König Heinrichs VIII. von England nicht nach, dessen Ehe mit Katharina von Aragon zu annullieren, woraufhin Heinrich die Church of England gründete und sich vom römischen Primat lossagte
Paul III. Alessandro Farnese Kirchenstaat, Canino 1534–1549 15 Jahre
28 Tage
Beginn Konzil von Trient, 1. Sitzungsperiode (1545–1547)
Julius III. Giovan Maria Giocci Kirchenstaat, Rom 1550–1555 5 Jahre
1 Monat 18 Tage
Konzil von Trient, 2. Sitzungsperiode (1551–1552)
Marcellus II. Marcello Cervini Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Urbino 1555 22 Tage Letzter Papst, der unter seinem Geburtsnamen regierte.
Paul IV. Gian Pietro Carafa Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Savoyen 1555–1559 4 Jahre
2 Monate
26 Tage
Ersterscheinung des Index librorum prohibitorum 1559.
Pius IV. Giovanni Angelo Medici Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Mailand 1559–1565 5 Jahre
11 Monate
13 Tage
Ende Konzil von Trient, 3. Sitzungsperiode (1561–1563)
Pius V. (hl.) Antonio Michele Ghislieri Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Savoyen 1566–1572 6 Jahre
3 Monate
28 Tage
Heiligsprechung 1712
Gregor XIII. Ugo Buoncompagni Heiliges Römisches Reich, Italien, Herrschaft Bologna 1572–1585 12 Jahre
10 Monate
28 Tage
Führte 1582 den Gregorianischen Kalender ein
Sixtus V. Felice Peretti di Montalto Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Urbino 1585–1590 5 Jahre
4 Monate
3 Tage
Führte drastische Reformen ein, u. a. hohe Strafen für Ehebruch, und generierte dadurch hohe Einnahmen; am Ende seines Pontifikats einer der reichsten Herrscher Europas
Urban VII. Giovanni Battista Castagna Kirchenstaat 1590 12 Tage Starb vor der Krönung an Malaria
Gregor XIV. Niccolò Sfondrati Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Mailand 1590–1591 10 Monate
11 Tage
Innozenz IX. Giovanni Antonio Facchinetti Kirchenstaat 1591 2 Monate
1 Tag
Clemens VIII. Ippolito Aldobrandini Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Urbino 1592–1605 13 Jahre
1 Monat 5 Tage
Ließ 1600 Giordano Bruno hinrichten
Leo XI. Alessandro Ottaviano de' Medici Heiliges Römisches Reich, Italien, Republik Florenz 1605 26 Tage
Paul V. Camillo Borghese Kirchenstaat 1605–1621 15 Jahre
8 Monate
12 Tage
Gregor XV. Alessandro Ludovisi Kirchenstaat 1621–1623 2 Jahre
4 Monate
29 Tage
Urban VIII. Maffeo Barberini Heiliges Römisches Reich, Italien, Republik Florenz 1623–1644 20 Jahre
11 Monate
23 Tage
Verurteilung Galileo Galileis.
Innozenz X. Giovanni Battista Pamphilj Kirchenstaat 1644–1655 10 Jahre
3 Monate
23 Tage
Westfälischer Friede 1648
Alexander VII. Fabio Chigi Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Toskana 1655–1667 12 Jahre
1 Monat 15 Tage
Clemens IX. Giulio Rospigliosi Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Toskana 1667–1669 2 Jahre
5 Monate
19 Tage
Clemens X. Emilio Altieri Kirchenstaat 1670–1676 6 Jahre
2 Monate
23 Tage
Innozenz XI. (sel.) Benedetto Odescalchi Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Mailand 1676–1689 12 Jahre
10 Monate
22 Tage
Seligsprechung 1956
Alexander VIII. Pietro Ottoboni Republik Venedig 1689–1691 1 Jahr 3 Monate
26 Tage
Innozenz XII. Antonio Pignatelli Königreich Neapel 1691–1700 9 Jahre
2 Monate
15 Tage
Clemens XI. Giovanni Francesco Albani Kirchenstaat 1700–1721 20 Jahre
3 Monate
24 Tage
Erster albanischstämmiger Papst
Innozenz XIII. Michelangelo dei Conti Kirchenstaat 1721–1724 2 Jahre
9 Monate
25 Tage
Benedikt XIII. Pietro Francesco Orsini Königreich Neapel 1724–1730 5 Jahre
8 Monate
23 Tage
Seligsprechungsverfahren eröffnet, seit 1931 ehrwürdiger Diener Gottes
Clemens XII. Lorenzo Corsini Heiliges Römisches Reich, Italien, Herzogtum Toskana 1730–1740 9 Jahre
6 Monate
24 Tage
Benedikt XIV. Prospero Lorenzo Lambertini Kirchenstaat 1740–1758 17 Jahre
8 Monate
16 Tage
erster Papst, der eine Enzyklika veröffentlichte
Clemens XIII. Carlo della Torre Rezzonico Republik Venedig 1758–1769 10 Jahre
6 Monate
27 Tage
Clemens XIV. Giovanni Vincenzo Antonio Ganganelli Kirchenstaat 1769–1774 5 Jahre
4 Monate
3 Tage
Verbot des Jesuitenordens 1773
Pius VI. Giovanni Angelo Graf Braschi Kirchenstaat 1775–1799 24 Jahre
6 Monate
14 Tage
1796 von den französischen Besetzern verbannt, anschließend nach Frankreich deportiert. Viertlängstes Pontifikat der Geschichte (8962 Tage).
Pius VII. Luigi Barnaba Niccolò Maria Graf Chiaramonti Kirchenstaat 1800–1823 23 Jahre
5 Monate
6 Tage
Konkordat von 1801; wurde 1808 bis 1814 von Napoleon Bonaparte festgehalten. Restauration des Jesuitenordens 1814. Sechstlängstes Pontifikat der Geschichte (8560 Tage).
Leo XII. Annibale Sermattei della Genga Kirchenstaat 1823–1829 5 Jahre
4 Monate
13 Tage
Pius VIII. Francesco Saverio Castiglioni Kirchenstaat 1829–1830 1 Jahr 7 Monate
30 Tage
Gregor XVI. Bartolomeo Alberto Cappellari Republik Venedig 1831–1846 15 Jahre
3 Monate
30 Tage
Letzter Nicht-Bischof, der zum Papst gewählt wurde
Pius IX. (sel.) Giovanni Maria Mastai-Ferretti Kirchenstaat 1846–1878 31 Jahre
7 Monate
25 Tage
Längstes nachweisbares Pontifikat der Geschichte (11560 Tage), Erstes Vatikanisches Konzil, 1869–1870; Seligsprechung 2000
Leo XIII. Vincenzo Gioacchino Pecci Frankreich, Département Rome, Carpineto Romano 1878–1903 25 Jahre
5 Monate
Sozialenzyklika Rerum Novarum 1891. Drittlängstes Pontifikat der Geschichte (9281 Tage); soweit bekannt ältester amtierender Papst (93 Jahre und 4 Monate).
Pius X. (hl.) Giuseppe Melchiorre Sarto Kaisertum Österreich, Lombardo-Venetien 1903–1914 11 Jahre
16 Tage
Heiligsprechung 1954
Benedikt XV. Giacomo della Chiesa Königreich Sardinien 1914–1922 7 Jahre
4 Monate
19 Tage
Promulgation des ersten Codex Iuris Canonici 1917
Pius XI. Achille Ambrogio Damiano Ratti Kaisertum Österreich, Lombardo-Venetien 1922–1939 17 Jahre
4 Tage
Lateranverträge 1929
Pius XII. Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli Italien 1939–1958 19 Jahre
7 Monate
7 Tage
Seligsprechungsverfahren 1965 eröffnet, seit 2009 Ehrwürdiger Diener Gottes.
Johannes XXIII. (hl.) Angelo Giuseppe Roncalli Italien 1958–1963 4 Jahre
7 Monate
6 Tage
Beginn Zweites Vatikanisches Konzil 1962; Seligsprechung 2000. Die Heiligsprechung fand am 27. April 2014 statt.
Paul VI. (hl.) Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini Italien 1963–1978 15 Jahre
1 Monat 21 Tage
Ende Zweites Vatikanisches Konzil 1965; Seligsprechung 2014. Die Heiligsprechung fand am 14. Oktober 2018 statt.
Johannes Paul I. Albino Luciani Italien 1978 33 Tage Starb 33 Tage nach der Wahl; erster Papst mit Doppelnamen und einziger, der die Ordnungszahl „I.“ in seinen Namen aufnahm; Seligsprechungsverfahren 2003 eröffnet; Seligsprechung für September 2022 vorgesehen.
Johannes Paul II. (hl.) Karol Józef Wojtyła Polen 1978–2005 26 Jahre
5 Monate
17 Tage
erster polnischer Papst, erster nicht-italienischer Papst seit 1523; Seligsprechung 1. Mai 2011. Die Heiligsprechung fand am 27. April 2014 statt. Zweitlängstes Pontifikat der Geschichte (9666 Tage).
Benedikt XVI. Joseph Aloisius Ratzinger Deutschland 2005–2013 7 Jahre
10 Monate
9 Tage
Achter deutscher Papst; verzichtete zum 28. Februar 2013 auf das Amt; soweit bekannt der "Papst" mit dem höchsten Lebensalter der Kirchengeschichte (bislang 94 Jahre und 321 Tage), allerdings nicht im Amt.
Franziskus Jorge Mario Bergoglio Argentinien seit 2013 8 Jahre und 355 Tage (dauert an) Erster lateinamerikanischer Papst; erster Papst, der dem Orden der Jesuiten angehört.

Siehe auch

Literatur

  • Adolf von Harnack: Über die Herkunft der 48 (47) ersten Päpste (1904). archive.org
  • Horst Fuhrmann: Die Päpste. Beck, München 1998, ISBN 3-406-51097-3.
  • Josef Gelmi: Die Päpste – in Lebensbildern. Augsburg 2003, ISBN 3-8289-0547-1.
  • Theodor Klauser: Die Anfänge der römischen Bischofsliste. in: ders.: Gesammelte Arbeiten zur Liturgiegeschichte, Kirchengeschichte und Christlichen Archäologie. Aschendorff, Münster 1974, S. 121–138, ISBN 3-402-07053-7.
  • Michael Matheus, Lutz Klinkhammer (Hrsg.): Eigenbild im Konflikt. Krisensituationen des Papsttums zwischen Gregor VII. und Benedikt XV. WBG, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-20936-1.
  • P. G. Maxwell-Stuart: Chronik der Päpste. Vom heiligen Petrus zu Benedikt XVI. Koehler & Amelang, Leipzig 2006, ISBN 978-3-7338-0342-1.
  • Roberto Monge: Das große Buch der Päpste. Kösel, 2007, ISBN 3-466-36760-3.
  • Ludwig Pastor: Geschichte der Päpste seit dem Ausgang des Mittelalters. 16 Bände. 1886–1933, Neudruck Freiburg 1955–1961.
  • Bernhard Schimmelpfennig: Das Papsttum. Von der Antike bis zur Renaissance. 6., bibliografische aktualisierte Auflage. Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-23022-8.

Einzelnachweise

  1. Eusebius von Caesarea: Historia Ecclesiastica, VI 20: in: Sources Chrétiennes 41, Paris 1955; S. 119 f.
  2. A. Mai: Scriptorum veterum nova collectio e vaticanis codicibus editio, Bd. I,2; Rom 1825; S. 173.
  3. Die Ehrenbezeichnung, später Berufsbezeichnung παπάς wurde traditionell als Vorsilbe in den Familiennamen des Pfarrers und auch seiner Kinder integriert. Vergleiche zum Beispiel Παπανδρέου (Papandreou) oder Παπαδήμος (Papademos).
  4. Επίσκοποι (Bischöfe) waren in den frühen christlichen Gemeinden ausgebildete Theologen, ähnlich dem heutigen Pfarrer/Priester. Sie wurden von der Gemeinde für meist kurze Zeit als ihre Vertretung demokratisch gewählt (demos, δήμος = Gemeinde). Später wurden sie von Kollegen der umliegenden Episkopaten (fachlich) ausgewählt und dann der betreffenden Gemeinde zur Wahl vorgeschlagen.
  5. Symmachianische Fälschungen und Konstantinische Schenkung
  6. Eusebius von Caesarea: Kirchengeschichte, V. 28, II.
  7. Miltiades. www.imperiumromanum.com, abgerufen am 20. August 2010.
  8. Glaubensbekenntnis von Nicäa im griechischen Original und in deutscher Übersetzung: „Πιστεύω ... Εις μίαν, αγίαν, καθολικήν και άποστολικήν Εκκλησίαν... Ich glaube ... an die eine, heilige, katholische (=alle umfassende) und apostolische (=entsandte) Kirche.“
  9. Der päpstliche Bann gegen den Patriarchen von Konstantinopel leitet das Morgenländische Schisma ein

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