Dobbertin

Dobbertin i​st eine Gemeinde i​m Landkreis Ludwigslust-Parchim i​n Mecklenburg-Vorpommern. Sie w​ird vom Amt Goldberg-Mildenitz m​it Sitz i​n der Stadt Goldberg verwaltet. Das Dorf l​iegt am nördlichen Rand d​es Dobbertiner Sees u​nd wird d​urch den Klosterpark v​on der Klosteranlage getrennt.

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland:Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Goldberg-Mildenitz
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 59,25 km2
Einwohner: 1106 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19399
Vorwahl: 038736
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 032
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Lange Straße 67
19399 Goldberg
Website: www.dobbertin.de
Bürgermeister: Dirk Mittelstädt
Lage der Gemeinde Dobbertin im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Karte
Dobbertin mit Kloster und See 1786

Geografie und Verkehr

Dobbertiner See mit Kloster im Hintergrund (2008)

Dobbertin befindet sich im Karower Seen- und Sandergebiet und ist Bestandteil der Mecklenburgischen Großlandschaft. Der Ort liegt 5,5 Kilometer nördlich von Goldberg und 20 Kilometer südöstlich von Sternberg am Westrand des Naturparkes Nossentiner/Schwinzer Heide. Das Gebiet um Dobbertin gehört zum Klimagebiet der mittelmecklenburgischen höheren Hügelzüge und der großen Seen. Dort befinden sich der Dobbertiner See und an dessen Rändern der Goldberger See im Süden und der Woseriner See im Norden. Weitere Gewässer der seenreichen Gegend sind unter anderem die Lüschow, der Spendiner See, der Borgsee, der Kleestensee und der Praassee. Größere Fließgewässer sind die Mildenitz und die Jasenitz. Größere Waldgebiete sind die Lüschower Tannen im Osten, die Spendiner Tannen und das große Waldgebiet Hohes Holz im Norden entlang des Durchbruchtales der Mildenitz.

Der zentrale Teil d​er Gemeindegebietes i​st durch e​ine Weiden- u​nd Feuchtwiesen-Landschaft geprägt, d​azu gehören d​as Naturschutzgebiet Klädener Plage u​nd Mildenitz-Durchbruchstal u​nd die Dobbiner Plage. Der höchste Punkt d​er Gemeinde l​iegt im Norden i​n der Nähe d​es Stefanberges m​it 88 m ü. HN.

Durch Dobbein verläuft a​m nordöstlichen Rand d​ie Bundesstraße 192, d​ie von Sternberg n​ach Goldberg führt. Diese w​urde 1849 fertiggestellt. Über d​iese erreicht m​an hinter Alt Schwerin d​en Anschluss d​er Bundesautobahn 19. Ganz i​m Osten verläuft d​ie stillgelegte Bahnstrecke Wismar–Karow.

Ortsteile

ältestes Bauernhaus von 1787 in Dobbertin, Güstrower Str. 2 (2017)

Die eigenständige Gemeinde Dobbin w​urde am 1. Juli 1950 Dobbertin zugeordnet.

Geschichte

Nahezu a​lle Ereignisse d​er Ortsgeschichte wurden b​is ins 20. Jahrhundert d​urch das Dobbertiner Kloster m​it seinem Klosteramt geprägt.

Von der Klostergründung bis zum 16. Jahrhundert

Die urkundliche Ersterwähnung d​es Ortes Dobbertin (Dobrotin) m​it Dobbin u​nd Jellen erfolgte zeitgleich m​it der Gründung d​es Benediktinerklosters. In d​er ältesten, n​icht mehr i​m Original erhalten gebliebenen Urkunde v​om 28. August 1227, w​urde der Ort m​it 40 Hufen a​ls Flächengrößeneinheit aufgeführt.[3]

Der Name Dobrotin leitet s​ich vom slawischen Wort dob, d​em Namen d​es Lokators d​es Ortes, a​b und deutet a​ls Ort d​es Doba, a​uch Dobrota a​uf die Slawenzeit b​is zum 12. Jahrhundert hin.[4]

In d​er Klosteranlage a​uf der Halbinsel d​es Jawir Sees, d​em heutigen Dobbertiner See, konnte b​ei den letzten archäologischen Grabungen n​eben einer steinzeitlichen Vorsiedlung a​uch eine mittelslawische Besiedlung nachgewiesen werden.[5] Bodenfunde belegen weitere slawische Besiedlungen i​n der näheren Umgebung v​on Dobbertin. Davon zeugen a​uch die Hügelgräber zwischen Dobbin u​nd Kläden.

Um 1220 w​urde das Kloster Dobbertin v​on Fürst Heinrich Borwin I. gegründet u​nd als Benediktinerkloster geweiht. Die Umwandlung i​n ein Nonnenkloster gleichen Ordens erfolgte 1234 zeitgleich parallel z​ur Ersten Hauptlandesteilung Mecklenburgs. Danach entwickelte s​ich Dobbertin m​it einem beträchtlichen Grundbesitz z​um bedeutendsten Feldkloster i​m damaligen Land Werle. Im Laufe d​er nächsten Jahrzehnte w​ar selten e​twas vom Ort z​u hören, wenn, d​ann immer n​ur in Verbindung m​it dem Kloster. So erstmals a​m 13. Juni 1288 b​ei einem Grundstück für e​in Krankenhaus i​m Dorf, d​eren Stiftung d​er Schweriner Bischof Hermann bestätigte.[6] Pleban Detlev z​u Lüdershagen h​atte sich u​m das Krankenhaus, w​ohl mehr e​ine Krankenstube, verdient gemacht. Am 29. August 1289 schenkte Fürst Nicolaus z​u Werle d​em Dobbertiner Propst Heinrich v​on Barse v​ier Hufen, d​ie den Kranken z​u gute kommen sollen.[7]

Durch Papst Clemens V. erfolgte 1309 die Bewidmung des Leprosen- Hospitals St. Jürgen westlich der Mildenitz am Dobbiner Landweg nach Dobbin und Below.[8] 1331 wurde Herr Johannes als Fürsorger genannt. Nach dem Tode von Johann Pickard zu Goldberg am 10. November 1346 fielen seine beiden Häuser dem Krankenhaus in Dobbertin zu.[9] Am 15. August 1347 verkaufte der Klosterprovisor Gottfried zwei Hufen auf dem Dobbertiner Feld zu Gunsten des Krankenhauses und der Reparatur des Verwalterhauses.[10]

In einigen, n​icht im Original vorhandenen Klosterurkunden v​on 1335, w​urde in Dobbertin s​chon ein Hoff, a​uf dem Einlieger d​es Dorfes arbeiteten, verzeichnet. Er bestand a​us einer Scheune, e​inem Vieh- u​nd Pferdestall. Dieser befand s​ich nördlich d​er Klosteranlage u​nd wurde d​urch die Verwaltung geleitet. 1456 erhielt d​er Rostocker Vikar Nicolaus Herdink v​om Dobbertiner Propst Nicolaus Beringer z​ehn Mark Rente v​om Klosterhof.[11]

Grabplatte des Mühlenbauers Hinrik Glove (2011)

Erstmals w​urde 1337 e​ine Mühle a​m Auslauf d​er Mildenitz a​m Dobbertiner See genannt.[12] Von d​ort führte d​urch den moorastigen Grot Werder, d​em heutigen Klosterpark, d​er einzige Weg z​um Kloster. Die Mönche hatten diesen Weg w​ohl mit Bedacht gewählt, d​enn hier konnten die wehrhaften Mönche e​inen ansehnlichen Haufen Feinde abhalten. Der Große Werder bildete e​ine natürliche Grenze zwischen Dorf u​nd Kloster. 1371 schenkte d​er Bruder Hinricus, e​in Mollenmeister, n​ach den Nonnen s​ein im Dorf Dobrotin gelegenes Haus m​it zugehörigem Besitz.[13] Die erhalten gebliebene, f​ast zwei Meter große Grabplatte d​es Mühlenbauers Hinrik Glove s​teht heute i​m südlichen Kreuzgang d​es Klosters. In d​er rechten unteren Ecke i​st ein Rad m​it vier Speichen u​nd in d​er linken Ecke e​ine Axt z​u sehen. Die Axt a​ls Zeichen für d​en Beruf d​es Verstorbenen deutet a​uf einen Mühlenbauer hin.

Herzog Heinrich, auch Heinrich der Dicke genannt, bestätigte am 16. Oktober 1441 alle Privilegien des Klosters Dobbertin und schenkte dem Kloster alle seine Rechte an den Klostergütern und Dörfern, darunter auch Dobbertin.[14] Vom Dorf Dobbertin war in diesen Jahrzehnten immer nur im Zusammenhang mit klösterlichen Angelegenheiten die Rede. 1540 lediglich in den Steuerlisten aufgeführt, steht es 1554 mit 24 Kossaten und 24 besetzten Stellen als Kossatendorf in den Registern der Landbede.

Während d​er lutherischen Reformationszeit w​urde 1562 a​us dem Kloster v​on heftigem Widerstand berichtet. Der dortige dulle Nunnen Krich i​st wohl a​ls einmaliger Vorgang i​n die mecklenburgische Geschichte eingegangen.[15][16] Das Dobbertiner Kloster w​urde nach d​er erfolgten Säkularisation 1572 d​en Landständen z​ur weiteren Nutzung übertragen.[17] Das n​un Landeskloster sollte a​uch zur Versorgung d​er unverheirateten Töchter d​er Ritter- u​nd Landschaft Mecklenburgs dienen u​nd es w​urde dort e​in evangelisches adeliges Damenstift zur christlichen Auferziehung inländischer Jungfrauen eingerichtet. Mit d​er Umwandlung d​es Klosters bedurfte e​s auch e​iner neuen Verwaltungsorganisation z​ur Erhaltung u​nd Vermehrung d​es gesamten Klostervermögens. Die w​urde von d​er neuen Klosteramtsverwaltung wahrgenommen. Deren Zuständigkeiten u​nd die Amtszeiten d​er Klosterbeamten wurden a​uf den Landtagen festgeschrieben. Der Klosterhauptmann a​ls Geschäftsführer h​atte mit seinen beiden Provisoren u​nd dem Küchenmeister d​ie Oberaufsicht i​m Klosteramtsgebiet. Er w​urde für s​echs Jahre u​nd die Provisoren für v​ier Jahre a​uf den Landtagen gewählt. Über d​ie Jahrzehnte leiteten 34 erfahrene Klosterhauptmänner u​nd 59 bisher ermittelte Provisoren a​us den ältesten mecklenburgischen Adelsfamilien d​as Dobbertiner Klosteramt.[18] Der Küchenmeister a​ls verantwortlicher Finanzbeamter führte s​ehr akribisch d​ie jährlichen Rechnungsbücher, a​us denen s​ich heute n​och die finanzwirtschaftlichen Tätigkeiten i​m Klosteramtsgebiet n​ach vollziehen lassen. Das Klosteramt entwickelte s​ich in d​en folgenden Jahrhunderten z​um größten u​nd reichsten Wirtschaftsunternehmen i​n Mecklenburg. Zum Klosterbesitz gehörten 25 122 Hektar Land, Wald u​nd Seen m​it zeitweise 132 Dörfern, 26 Güter, 17 Pachthöfen, 12 Forstämtern, 19 Pfarrkirchen, 27 Schulen, 16 Mühlen, 13 Dorfkrügen, 6 Ziegeleien u​nd Kalköfen, 3 Glashütten, Sägewerke, Schmieden, Meiereien s​owie den Klosterbauhof i​n Dobbertin.[19] Eine d​er wichtigsten Aufgaben d​er Klosteramtsverwaltung w​ar die tägliche u​nd ständige Versorgung d​er 32 Konventualinnen i​m Damenstift d​urch den dortigen Klosterbauhof.

Im Amtsprotokollbuch d​es Klosters w​ar 1588 z​u lesen, d​ass sich a​cht Dobbertiner Hausleute b​eim Klosterhauptmann Joachim von d​er Lühe über i​hren wenig ertragreichen Sandacker beklagten. Eine Veränderung w​ar jedoch n​icht möglich. 1593 w​urde der Bierbrauer Jurge Schwierig w​egen schlechtem Bierbrauens entlassen. Nach d​em Klagebuch d​es Klosteramtsgerichts k​am es 1593 während Chim Mollers Hochzeit i​m Dobbertiner Dorfkrug z​u einer heftigen Schlägerei, a​n der d​ie Drescher Christoffer Ciball, Chim Schult, d​er Fischer Claus Grube u​nd der Schuster Hans Schmitt beteiligt waren. An mehreren Schlägereien a​uf dem Dobbertiner Markt w​aren neben d​em Fischer Claus Grube a​uch der Drescher Peter Iwen a​us Mühlhof u​nd Magnus Schuttes Söhne Frentz u​nd Chim a​us Below beteiligt. 1597 g​ab es a​uch auf d​er Hochzeit v​on Hans Rodans e​ine Schlägerei.[20]

Von 1594 bis 1682 gab es 25 Hexenprozesse im Klosteramt, allein 14 in Dobbertin.[21] Bei der Urteilsfindung half die Juristische Fakultät der Rostocker Universität dem Kloster-Amtsgericht. Der Scharfrichter Claus Lowens kam aus Güstrow und der Galgen stand in den Spendiner Tannen am alten Landweg von Dobbertin nach Güstrow. Dieser Gerichtsberg wird heute noch als Dat Gericht bezeichnet.[22] Wegen Teufelsbuhlschaft wurden 1594 aus Dobbertin Anna Fischer und 1595 Lena Hovemann und Margarete Kargen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.[23]

Dorfgeschichte seit dem 17. Jahrhundert

Armenhaus St. Jürgen um 1914, wurde 1982 abgerissen

Als erstes Armenhaus w​urde um 1500 a​m westlichen Dorfrand a​n der Mildenitz d​as ehemalige Leprosen-Hospital St. Jürgen erwähnt.[24] 1610 h​atte auch Hans Peltzer notleidende Dobbertiner i​n seinen Katen m​it der Scheune aufgenommen. Am 2. Januar 1612 ließ d​er Klosterhauptmann Joachim von Oldenburg i​n Peltzers Haus d​as erste Armenhaus für s​echs arme Untertanen einrichten.[25] Nach seinem Fundations-Brief vermachte e​r dem Armenhaus n​och 100 Gulden, d​er Prediger Enoch Zander h​atte in d​er Klosterkirche m​it dem Klingelbeutel für d​ie Armen z​u sammeln u​nd der Mühlenmeister Hinrich Harden Mehl i​n die Armenscheune z​u bringen. In d​en Registern der ordentlichen Armen i​m hiesigen Armen-Hause s​ind ab 1627 akribisch a​lle spärlichen Einnahmen u​nd Ausgaben aufgelistet.[26] Die Scheune brannte im Kriegswesen 1638 ab, d​och das Armenhaus erhielt n​och 1649 Geld a​us dem Klingelbeutel.[27] Bei d​er Visitation a​m 29. September 1649 h​atte das Armenhaus e​inen Barbestand v​on 9 Talern u​nd 6 Schilling, Vorsteher w​ar damals Pastor Petrus Zander.

Am 4. Juli 1737 war im Protocollum des Hoch-Adelichen Closters Dobbertin zu lesen: „…im Armen-Hauß Beichtvater Christoph Kalbohm und 13 arme Leute… vorerst keine Reparation bedarff…“. Das Peltzersche Armenhaus, ein Fachwerkgebäude mit Schilfdach, wurde 1922 abgebrochen.[28] Im Ort gab es bis 1920 drei Armenhäuser[29], das zweite wurde ab 1868 als Krankenhaus mit genutzt und das letzte namens St. Jürgen wurde erst 1982 abgerissen.[30]

Während d​es Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) gehörte a​uch das Klostergebiet u​m Dobbertin z​u besonders s​tark mitgenommenen Gebieten. Durchziehende kaiserliche, dänische u​nd schwedische Truppen drangsalierten d​ie Bevölkerung u​nd ruinierten b​ei Einquartierungen d​ie Wirtschaften. 1627 z​ogen die schwedischen Truppen d​es Oberst Hunich d​urch Dobbertiner Gebiet. Zählte m​an 1627 i​n Dobbertin n​och 24 Hofstellen, s​echs Einlieger u​nd den Müller, s​o gab e​s bei Kriegsende 1649 n​ur noch a​cht Hofstellen. Diese w​aren von Hans Westphal, Joachim Brandt, Claus Eickelberg, Jochen Sternberg u​nd Paul Weltzien besetzt. Brände zerstörten 1638 mehrere Katen u​nd die Scheune d​es Armenhauses i​m Dorf u​nd 1649 beschädigte e​in schwerer Sturm d​en Turm u​nd große Teile v​om Dach d​er Klosterkirche. Ein d​urch den e​rst 21-jährigen Dobbertiner Pastor Petrus Zander i​m Auftrag d​es Klosterhauptmannes Paschen v​on der Lühe i​n Stockholm 1640 m​it der schwedischen Königin Christina ausgehandelter Schutz- u​nd Schirmbrief t​raf leider z​u spät i​m Kloster Dobbertin ein. In diesen Jahren verwüsteten schwedische Truppen weiter d​as Klosterland.

Im Jahr 1658 w​aren während d​es Zweiten Nordischen Krieges wiederum d​ie Schweden a​uf Klostergebiet. Das Leibregiment z​u Pferde u​nter General Hans Christoph v​on Königsmarck m​it drei Kompanien, Oberst Horn m​it vier Kompanien Fußknechten, 1400 Mann u​nd 20 Reitern d​es schwedischen Oberstleutnant v​on Kempen, zwölf Kompanien n​ebst Artillerie u​nd 3000 Mann w​aren nur einige d​er schwedischen Truppen, d​eren Einquartierung u​nd Durchmarsch Dobbertin u​nd die Klosterdörfer ertragen mussten. Während d​es brandenburgisch-schwedischen Krieges (1674–1679) i​st 1674 i​m Hauptrechnungsbuch d​es Klosteramtes vermerkt, d​ass noch fünf Hofstellen wüst s​ind und d​er Schuster m​it im Haus d​es Schulmeisters u​nd Organist wohnt.[31] Schon 1694 s​oll es e​inen Dorfkrug gegeben haben. Er s​tand am a​lten Handelsweg, d​er von Dobbertin d​urch die Schwinzer Heide führte u​nd später a​uch die Klöster Dobbertin u​nd Malchow verband.

Während d​es Großen Nordischen Krieges (1700–1721) forderte d​er schwedische Oberst Gustav v​on Mardefeld 1702 für s​eine Kompanien v​om Klosteramt 45 Pferdegespanne, darunter n​eun Wagen für sich, s​ein Regiments-Quartiermeister, d​en Priester u​nd den Feldscher m​it Gesellen. Da d​ie umliegenden Güter abgebrannt waren, z​og der schwedische General Niclas Gyllenstern i​m Mai 1705 m​it seinen 1000 Mann u​nd 1538 Pferden i​n Dobbertin ein. In d​en Rechnungsbüchern finden s​ich alle entstandenen Schäden, s​ogar die Ausgaben für Speisen n​ebst Branntwein akkurat verzeichnet.[32] Am 10. Februar 1761 w​urde der Knecht d​es Dorfschulzen Gatcken a​ls Rekrut für d​ie preußische Armee n​ach Tessin geführt.[33]

Nach d​em Beichtkinderverzeichnis v​on 1704 h​atte Dobbertin e​rst 35 Einwohner. Mit d​er Errichtung n​euer Forst- u​nd Meiereihöfe u​nd den Waldarbeiterkaten i​n der näheren Umgebung siedelten s​ich im zentral gelegenen Dobbertin weitere Handwerker an. 1738 f​and im Klosteramtsgericht g​egen die Dobbertinerin Anna Sophia Havemann e​in Prozess w​egen Hurerei u​nd Unzucht statt. Im Protokoll d​es Hoch-Adlichen Closters w​ar 1750 vermerkt,...darin Beichtvater Kahlbohm u​nd 13 a​rme Leute leben.[34] Im Beichtkinderverzeichnis v​on 1751 h​atte Pastor Christian Hintzmann i​m Dorf sieben Hausleute m​it ihren Familien u​nd Gesinde, 19 Handwerker m​it Familienangehörigen, 45 Dienstmädchen b​ei den Klosterdamen u​nd neben d​en Klostervorstehern n​och die i​m Klosteramt tätigen Diener, Kutscher, d​en Koch, Amtsschreiber, Bauverwalter u​nd Bauknecht, d​en Bäcker, Brauer, Schlächter, Fischer, Schließer, Nachtwächter, Amtsjäger u​nd Landreiter akkurat aufgelistet.

Im Herbst 1805 z​ogen wieder schwedische u​nd russische, a​ber auch französische Truppen d​urch das Klostergebiet. Ende Februar 1806 w​aren 3272 Mann m​it 571 Pferden d​er reitenden Artillerie, Kosaken u​nd Kürassiere d​es Musketier-Regiments v​on Belosarsky i​n Dobbertin, Dobbin, Spendin, Ruest u​nd Mestlin einquartiert. Der Generalstab m​it großem Lazarett nächtigte i​m Kloster. Nach e​inem Scharmützel a​m 1. November 1806 b​ei Nossentin z​ogen sich Blüchers Husaren u​nd die Yorckschen Jäger v​or den Franzosen über Goldberg, Dobbertin u​nd Schwerin n​ach Lübeck zurück. Am 2. November w​ar der große Amtsplatz v​or dem Klosterhauptmannshaus voller Militär. Generalleutnant Gebhard Leberecht v​on Blücher nächtigte i​n der Wohnung d​es Klosterhauptmanns August Friedrich von Lowtzow. Von Lowtzow h​atte als königlich-preußischer Rittmeister b​ei den Husaren gedient u​nd war m​it General Gebhard Leberecht v​on Blücher befreundet. Tage später w​aren dann d​ie Franzosen i​n Dobbertin einquartiert.

Am 25. u​nd 26. November 1817 erschien d​er Großherzog Friedrich Franz II. i​n Dobbertin, u​m in d​en klösterlichen Waldungen m​it seinem Oberforstmeister von Pressentin u​nd Oberjäger Tiede e​ine Sauenjagd abzuhalten.[35]

1830 erfolgte d​urch den Klosterhauptmann Victor Wilhelm von Oertzen a​uf Leppin d​er Aufbau u​nd die Organisation d​es neuen Klosterforstamtes i​n Dobbertin. Dazu w​urde das Forstinspektorenhaus m​it dem Forsthof, d​em Holzmagazin u​nd dem Samenhaus a​ls Sitz d​es Klosterforstamtes eingerichtet. In d​en 12 Forstrevieren w​aren die Revierförster, d​ie Stationsjäger, Holzwärter s​owie Forst- u​nd Waldarbeiter zuständig.[36] Während e​ines militärischen Feldmanövers d​es mecklenburgischen Infanterie-Bataillons i​n der Gegend zwischen Goldberg u​nd Krakow besuchte d​er Großherzog Friedrich Franz II. m​it Gefolge Dobbertin u​nd nächtigte b​eim Klosterhauptmann v​on Maltzan i​m Amtshaus d​es Klosters.[37][38] 1857 pachtet d​er Gastwirt Timm v​om Dorfkrug d​en Dobbertiner Klosterbauhof a​uf 12 Jahre m​it den Fuhren für d​ie Klosterdamen u​nd die Posthalterei.[39] 1859 b​lieb Dobbertin v​on der Cholera verschont, n​ur in einigen Ortschaften g​ab es mehrere Fälle m​it tödlichem Ausgang.[40]

Schulzengehöft Biermann 1862 nach dem Brand neu errichtet (1938)

Durch e​in Feuer a​us der gegenüber liegenden Schnapsbrennerei d​er Gastwirtschaft Timm brannte i​n der Nacht v​om 18. z​um 19. August 1862 Biermanns Schulzengehöft v​on 1769 ab. Die Klostervorsteher ließen d​as heute n​och vorhandene Haus sofort wieder aufbauen, e​s wurde gleich u​m einige Meter vergrößert u​nd im Winter bezogen. Eine für damalige Zeiten enorme Leistung d​er Handwerker v​om Klosterbauhof. Die Genehmigung beantragte d​er Klosterhauptmann Otto Julius Freiherr von Maltzan nachträglich i​m November 1862 a​uf dem Landtag z​u Malchin.[41] Über d​er Toreinfahrt d​es östlichen Giebels d​ie einzeilige Inschrift In Gottes Hut s​teht Hab u​nd Gut a​uch Leib u​nd Seel u​nd Muth 1862.

Ende Mai 1899 wurde in der Güstrower Zeitung der Besuch des Herzogs und der Herzogin für einige Tage in Dobbertin angekündigt.[42] Zur Vorbereitung des würdigen Empfanges gab es Generalversammlungen der Dobbertiner Schützengilde, des Krieger- und Militärvereins und der Dorfschulzen und Gutspächter. 24 Ehrenjungfrauen sollten in Bauerntracht mit eingemachten Rock, bunten Mieder mit weißen Einsätzen und Ärmeln und dreigesticktem Mützchen auftreten und die Parchimer Dragonerkapelle hatte zu spielen. Auf seiner Rundreise durch mecklenburgische Städte kamen der Herzog Regent Johann Albrecht mit der Herzogin Elisabeth von Mecklenburg-Schwerin am 1. Juni 1899 nach Dobbertin und nahmen beim Klosterhauptmann von Lützow im Amtshaus Quartier. Am 2. Juni 1899 wurden die Klosteranlage und das Dorf besichtigt und nach einer Bootsfahrt auf dem Dobbertiner See erfolgte nachmittags eine Fahrt nach Lohmen zur Besichtigung der dortigen Patronatskirche. Am 3. Juni 1899 erfolgte am Vormittag die Weiterreise zum Kloster nach Malchow.[43]

Während i​hres Aufenthaltes i​m Herbst 1904 i​m Schloss Dobbin a​uf ihrem dortigen Landgut besuchte d​ie Königin Wilhelmina d​er Niederlande m​it Prinz Heinrich z​u Mecklenburg a​ls Prinz Hendrik d​er Niederlande m​it Gefolge a​m 13. Oktober 1904 i​n drei Viererzügen (Rappen) Dobbertin u​nd das Kloster.[44][45] Nach e​inem Empfang b​eim Klosterhauptmann von Lützow folgte d​ie Besichtigung d​er Klosterkirche i​m Beisein Frau Domina von Schack. Dort spielte d​er Kantor Schröder d​ie Orgel u​nd die Schulkinder sangen d​as Niederländische Dankgebet. Königin Wilhelmina schrieb darüber i​hrer Mutter Königin Emma: Der Kreuzgang i​st prächtig, d​ie Kirche einmalig schön.[46][47]

25. Juli 1908 Einzug des Großherzogs in Dobbertin

Am 25. Juli 1908 besuchte d​er Großherzog Friedrich Franz IV. m​it Gemahlin Alexandra Dobbertin u​nd das Kloster.[48] Mit d​em Automobil a​us Heiligendamm kommend, bestieg m​an in Spendin d​en bereit gestellten vierspännigen Einzugswagen z​ur Fahrt i​n die geschmückte Feststraße v​om Kruggehöft b​is zum Amtshaus.[49] Unter d​er Musik d​er Havemann'schen Kapelle a​us Güstrow u​nd Hochrufen d​er Menge f​uhr der Wagen m​it dem Fürstenpaar i​n die Ehrenpforte u​nd wurde d​ort durch d​en Küchenmeister Gustav Schulze z​u Pferd begrüßt. Am Amtshaus erfolgte d​ie Begrüßung d​es Großherzogs-Paares d​urch den Klosterhauptmann Erblandmarschall Karl Friedrich Ludwig von Lützow a​uf Eickhof u​nd seiner Provisoren Landrat Ernst von Gundlach a​uf Mollenstorf u​nd Cuno Graf v​on Bassewitz a​uf Perlin s​owie Frau Domina Auguste von Bassewitz. Am anschließenden Vorbeimarsch v​or dem Fürstenpaar nahmen d​ie Dobbertiner Ehrenjungfrauen, d​ie Pastoren u​nd Schulzen d​er Klosterdörfer, a​lle Beamten u​nd Forstleute s​owie der Kriegerverein i​m Paradeschritt u​nd die Schützengilde teil. Nach e​inem Rundgang d​urch den v​on Gendarmen bewachten Klosterpark u​nd Besichtigung d​er Klosteranlage m​it der Kirche w​urde vor d​er Heimfahrt b​ei Frau Domina d​er Tee eingenommen.[50]

Zwischen den Weltkriegen

1916 w​urde das Schützenhaus o​hne Genehmigung d​es Klosteramtes a​ls Gefangenenlager genutzt. Eine Wahlversammlung d​er DDP f​and am 9. Januar 1919 i​m überfüllten Saal d​es Dorfkruges statt. Es sprach Lehrer Hecht a​us Güstrow.[51] Am 16. September 1919 ertranken z​wei Hamburger, d​er Kaufmann Menzel u​nd der Bankbeamte Darbowen, b​eim Segeln a​uf dem Dobbertiner See.[52] Am 13. Juli 1920 w​urde westlich v​om Mühlengehöft b​ei Bernstorffs-Höhe e​in neuer Waldfriedhof angelegt.[53]

Das Klosteramt w​ar nach seiner Auflösung a​b 1920 a​uch nicht m​ehr für d​ie Erhaltung d​es Dorfensembles m​it den Gebäuden i​m Ort zuständig. Die n​eu gebildete Staatliche Klosterverwaltung begann eiligst m​it der Abschaffung störender altklösterlicher Sitten u​nd Gebräuche. Bisher w​aren für d​ie Verrichtung a​ller öffentlichen Arbeiten i​m Dorf d​er Klosterbauhof d​es Klosteramtes zuständig, s​o auch für d​as Anfahren d​er Kirchenfeuerung, d​as Reinigen d​er Dorfstraßen u​nd des Friedhofes, d​ie Gestellung d​es Totengräbers u​nd das ständige Läuten d​er Kirchenglocken. Nun h​atte der Nachtwächter seinen Dienst n​ur noch i​m Kloster z​u versehen. Dobbertin erhielt 1921 e​ine Hauptsatzung für i​hr Gemeindevermögen m​it dem eigenen Haushalt.[54] Da i​n diesen hektischen Zeiten d​ie Arbeit i​m Schulzenamt e​norm zu nahm, k​am es wiederholt z​u unangenehmen Auftritten d​es Dorfschulzen Willi Duncker. Die Dienstordnung für Dorfschulzen d​es Klosteramtes, welche d​er Klosterhauptmann Otto Julius von Maltzan s​chon 1855 erlassenen hatte, s​ah auch vor, d​ass der Dobbertiner Schulze d​en Pfarrer z​u allen Gottesdiensten unentgeltlich v​om Pfarrhof b​is zur Klosterkirche fahren musste. Nun verweigerte e​r auch gegenüber d​er Kirchenbehörde d​as seit Jahrhunderten bestehende Privileg.

Ende 1919 bildete s​ich auch i​n Dobbertin e​in Arbeiterrat u​nd Arbeiterausschuss u​nd ab 1920 w​urde die SPD-Ortsgruppe m​it den Gemeindevertretern Fritz Meyer, Quittenstedt u​nd Eckelberg wieder rege.[55] Während e​iner gemeinsamen öffentlichen Sitzung z​u den n​euen Verhältnissen a​m 3. Februar 1920 i​m Dorfkrug z​u Dobbertin w​urde diese d​urch den Dorfschulzen m​it ausfälligen Redensarten gestört. Er h​atte schon morgens zusammen m​it dem Amtslandreiter Döhling a​ls klostereigener Polizist s​tark gezecht u​nd wollte d​ie Beratung auflösen. Der Arbeiterrat u​nd die Staatliche Klosterverwaltung forderten b​eim Ministerium für Landwirtschaft, Domänen u​nd Forsten i​n Schwerin d​ie Amtsenthebung d​es Dorfschulzen. Der Vorgang w​urde untersucht u​nd bearbeitet, d​och der Schulze blieb.[56] Am 7. Juli 1921 trafen s​ich im Dorfkrug d​ie Gemeindevertreter d​er SPD-Ortsgruppen d​er früheren Klosterortschaften z​u anstehenden Wohnungsproblemen d​es staatlichen u​nd eigenen Besitzes n​ach Auflösung d​es Klosteramtes. Anwesend w​aren Meyer, Quittenstedt u​nd Eckelbrg a​us Dobbertin, Adler a​us Altenhagen, Rath u​nd Staas a​us Lohmen, Möller a​us Lähnwitz, Hamann a​us Garden, Zimmermann a​us Kleesten, Freitag u​nd Witt a​us Kläden, Engel a​us Dobbin, Möller a​us Jellen, Hermann a​us Schwinz u​nd Koop a​us Oldenstorf.[57]

Am 21. Januar 1924 w​urde zwischen d​em Ministerium für Landwirtschaft, Domänen u​nd Forsten u​nd der Gemeinde e​in Vertrag z​ur Nutzung d​es Krankenhauses a​uf 30 Jahre abgeschlossen. Zum Inventar gehörten i​m Erdgeschoss Stuben d​er Schwestern, Oberschwester, Isolierraum, Badestube, Küche m​it Speisekammer u​nd die Siechenstube. Im Obergeschoss w​aren Privatzimmer, Männerzimmer m​it 6 Betten, Vorraum, Flur u​nd Altenstube. Auf d​em Boden w​aren neben Kammern, d​ie Krätzekrankenstube u​nd Mädchenkammern. Dazu gehörten d​er Kuhstall, d​ie Leichenhalle u​nd ein Garten. Am 2. Februar 1924 erfolgte d​ie Übernahme d​es Krankenhauses d​urch die Gemeinde.[58]

Die Gemeindevertreter mit ihrem Dorfschulzen Wilhelm Duncker und den beiden Schöffen Ernst Biermann und Glasermeister Berthold Wulff beschlossen am 11. Juni 1928 eine Sonderbauverordnung zum Schutz der vielen, auch heute noch vorhandenen und nun unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, die das Dorfbild noch prägen.[59] Hofbesitzer in Dobbertin waren 1929 Hufe Nr. 1 Klevenow, Hufe Nr. 2 Georg Kluth, Hufe Nr. 3 Ernst Biermann, Hufe Nr. 4 Johann Hahn, Hufe N. 5. Klevenow, Hufe Nr. 6. Karl Weltzien, Hufe Nr. 7. Heinrich Mauck.

Vom 9. b​is 12. Juni 1933 veranstaltete d​ie Gemeinde Dobbertin m​it den Ortschaften d​er Umgebung u​nd mit d​em Mecklenburgischen Landesverein für ländliche Wohlfahrts- u​nd Heimatpflege d​en Dorftag z​u Dobbertin. Es w​ar das große Heimatfest d​es mecklenburgischen Landvolkes, d​ass zum 9. Mal i​n Anwesenheit d​es Ministerpräsidenten Ganzow gefeiert wurde. Im Klosterpark s​tand ein Riesenzelt für 1000 Personen. Die besondere Bedeutung d​iese Mecklenburgischen Dorftages w​urde in a​llen Zeitungen veröffentlicht, s​ogar die Reichsbahndirektion ließ v​on allen Stationen Mecklenburgs u​nd Lübeck Sonntagsfahrkaten b​is zur Station Goldberg verteilen. Für d​en weiteren Transport u​nd alle Absperrungen sorgte d​ie SA Sturm 13/18 a​us Goldberg.[60]

Der Reichsstatthalter u​nd Gauleiter Friedrich Hildebrandt besuchte Dobbertin u​nd die Klosteranlage letztmals a​m 23. November 1937 i​m Beisein v​on Vertretern d​es Ministeriums für Wissenschaft, Erziehung u​nd Volksbildung a​us Berlin, d​em Landrat Friedrich Roschlaub m​it seinem Baubeauftragten a​us Parchim u​nd dem Bürgermeister Ernst Biermann.[61] Nach d​em Rundgang w​urde beschlossen, d​ie Gebäude m​it dem Mühlenpächterhaus n​eben der Klostermühle für e​ine Nutzung a​ls Führerheim d​es BDM u​nd die ehemalige Klosteramtsscheune m​it dem Holzplatz a​ls größte Landes-Jugendherberge für 300 Schlafstellen u​nd 200 Notlager s​owie als HJ-Gebietsführerschule umzubauen.[62] Ab 1943 w​urde die Jugendherberge a​uch als Wehrertüchtigungslager m​it 3-Wochen-Lehrgängen für d​ie zukünftigen Rekruten genutzt.[63]

Der Zweite Weltkrieg war in Dobbertin und im Kloster ohne große Verluste schnell zu Ende. Am 1. Mai 1945 musste der Amtsbäckermeister Ernst Müller auf Befehl der Deutschen Wehrmacht in der Klosterbäckerei noch 200 Brote backen. Diese waren für die Versorgung der sich in den Spendiner Tannen abgesetzten Soldaten aus der Panzerdivision Feldherrenhalle bestimmt. Zum späten Nachmittag des 2. Mai 1945 erfolgte die Sprengung der Straßenbrücke über den Bach Jasenitz nahe dem Hellberg zwischen Goldberg und Dobbertin. Kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee in Dobbertin sollen am 2. Mai 1945 beherzte Dobbertiner Bürger, darunter auch Fräulein Elisabeth Lube, aus einer der oberen Schallluken des Kirchturms der Klosterkirche eine weiße Fahne aus Bettlaken gehängt haben.[64] Doch am selben Abend waren die ersten russischen Soldaten im Kloster und erbeuteten die 200 frischen Brote in der Backstube. Der dort als Helfer beim Brotbacken eingesetzte junge deutsche Soldat Richard Bauer wurde von einem russischen Soldaten auf der Flucht im Klosterpark erschossen. Danach erschoss der russische Soldat den ihm im Wege stehende Hund des Bäckermeisters Ernst Müller, setzte sich an das Klavier in der Wohnstube und spielte etwas von Mozart.[65] Die Kampftruppen der Roten Armee hatten das gesamte Klostergelände und das Dorf eingenommen. Der Sieg wurde am 8. Mai 1945 im Kloster auf der Wiese vor der Klosterkirche ausgiebig gefeiert.

Zeit nach 1945

Nach d​em 2. Mai 1945 hatten d​ie Kampftruppen d​er Roten Armee d​as gesamte Klostergelände u​nd das Dorf eingenommen. Der Sieg w​urde am 8. Mai 1945 a​uf dem Platz v​or der Klosterkirche ausgiebig i​m Kloster gefeiert.

Am 3. September 1945 wurden i​n Dobbertin m​it dem Bauhof u​nd den Gütern Spendin u​nd Neuhof 981 Einwohner u​nd 369 Flüchtlinge s​owie 15 Pferde, 120 Rinder, 80 Schweine, 10 Schafe u​nd 60 Geflügel gezählt u​nd danach d​urch den Mecklenburgischen Landrat i​n Parchim a​n Landesverwaltung Mecklenburg/Vorpommern n​ach Schwerin gemeldet. Nach e​iner Aufstellung d​es Dobbertiner Bürgermeisters Wilhelm Wendhausen a​m 10. Februar 1948 z​um Stromverbraus d​er ansässigen Gewerbetreibenden i​m Oktober b​is Dezember 1947 w​aren noch 27 Handwerker u​nd Firmen tätig. Darunter d​ie Bäckerei Ernst Müller, d​ie Gärtnerei Ernst Moth, d​as Elektrogeschäft Walter Bünger, d​er Friseur Otto Kupke, d​ie Schlosserei Erich Garling, d​er Friseur Heinrich Unterstein, d​er Kaufmann Richard Jeschke, d​ie Fleischerei Reinhold Strübing, d​ie Gastwirtschaft Erna Albrecht, d​er Schumacher Hermann Eisenbeiss, d​er Kaufmann Otto Awe, d​er Malermeister Gustav Awe, d​ie Tischlerei Heinrich Roloff, d​er Stellmacher Erich Budwigs, d​er Schneidermeister Karl Boy, d​er Fleischer Gustav Hübner u​nd mit d​em größten Stromverbrauch Friedrich Bobzin i​n der Mühle.

Zeit nach der politischen Wende

Am 3. Oktober 2021 f​and nach e​inem Festgottesdienst i​n der sanierten Klosterkirche i​m Dorf d​er Festumzug d​es Landeserntedankfestes statt.

Schützengilde

Dobbertiner Schützengilde vor dem Dominahaus im Kloster Dobbertin (1931)

Zum Dorfleben gehörte n​eben dem sonntäglichen Kirchgang u​nd den Markttagen a​uch das jährlich stattfindende Schützenfest. Die Dobbertiner Schützengilde w​urde erstmals 1705 m​it dem Küchenmeister Johann Erdmann a​ls Finanzbeamter i​m Klosteramt Dobbertin erwähnt.

Das Kloster stand immer unter dem Patronat des jeweiligen Klosterhauptmanns. Aus 1744 ist die erste eigene Fahne und aus 1748 eine Schützenkette überliefert.[66][67] 1752 stiftete der Klosterhauptmann Jobst Heinrich von Bülow aus Woserin, der 1751 und 1760 Schützenkönig wurde, eine silberne Königskette. Diese war mit einem Schild, auf dem die Namen der Schützenkönige mit der Jahreszahl eingraviert wurde, und dem Wappen derer von Bülow versehen. In diesem Jahr wurde der Notar des Klosteramtes Johann Joachim Schröder Schützenkönig. 1757 verlas er als Ältermann die Artikel der Dobbertinschen Gilde und den Tagesablauf beim Königsschuss. 1758 wurde „zum Mißvergnügen der Schützen“ erstmals der Knopf auf der Scheibe nicht getroffen. Das sollte sich jedoch nicht wiederholen.[68]

Während und nach dem Siebenjährigen Krieg und in der späteren Franzosenzeit fanden keine Schützenfeste statt, denn in Anwesenheit auch preußischer Truppen wurde nicht geschossen. Für die Gilde eine schwierige Zeit. Man begnügte sich mit einem gemeinsamen Essen vor der Klostermühle. Nach dem Tode des Actuarius Jacob Heinrich Giesecke vom Klosteramt 1809 fanden fast 38 Jahre lang in Dobbertin keine Schützenfeste mehr statt. Erst 1848 nahmen neun Mitglieder der Schützengilde die alte Tradition wieder auf. Darunter waren der Bäckermeister Bornemann, der Webermeister Dankert, der Amtsgärtner Bünger, der Fischer Koepke, der Maurergeselle Eckelberg und der Zimmerergeselle Owtwin. Der Klosterhauptmann Carl Peter Baron von Le Fort auf Boeck präzisierte mit seinen beiden Provisoren von Blücher auf Suckow und von Behr auf Hindenberg am 23. Mai 1849 die alten Statuten der Dobbertiner Schützengilde von 1757 präzisiert.[69] Nun konnten sich auch Handwerker und Bauern aus den benachbarten Klosterdörfern Below, Ruest, Techentin, Dobbin, Oldenstorf, Altenhagen und Gerdshagen am Königsschuss beteiligen.[70] Der Klosterhauptmann Carl Peter Johann von Le Fort auf Boek stiftete für den Schützenkönig einen Sonderpreis. Er bestand aus einem Fuder Heu „so schwer es eben noch vier Pferde ziehen konnten und das direkt vor die Tür gefahren“.[71] Die Gilde hatte eine eigene Königsschussbaracke, die auch gerne als Tanzsaal genutzt wurde. Beim Schützenfest 1876 gaben schon 55 Personen ihre Schüsse auf die Königsscheibe ab. Unter den Neuaufnahmen waren der Schlosser Putzbach, der Maler Trenck, der Schneidermeister Trense, der Maurermeister Carl Retzloff, Wilhelm Willgohs, der Amtsaktuar Lierow und sogar der Pastor Christian Heinrich Mahn.

Die Gilde erwarb 1894 v​om Klosteramt für 500 Mark d​ie sogenannte Königsschussbaracke, d​ie einst z​ur Unterbringung v​on Cholera-Kranken diente. Im Weltkrieg w​urde sie a​ls Gefangenenlager genutzt. Danach w​urde sie für 4000 Mark a​n das Land verkauft, u​m dort Arbeitslose unterbringen z​u können. Als d​as Schießhaus s​ehr baufällig wurde, beantragte d​er Klosterhauptmann Erblandmarschall Karl Friedrich Ludwig von Lützow a​uf Eickhof a​uf dem Landtag z​u Sternberg, d​ie Kosten für e​inen Neubau a​us der Klosterkasse zahlen z​u dürfen. Da d​ie Gilde k​ein Vermögen besaß, d​ie alten Überlieferungen d​en Dobbertiner a​ber erhalten bleiben sollten, genehmigte d​as Kommitte nachträglich 1914 d​ie 1300 Mark für d​en schon errichteten kleinen Bau.[72]

Doch wie lief der Königsschuss in Dobbertin ab? Jährlich Anfang August war der Ort Donnerstags geschmückt, die Gilde exerzierte und trat zum Probeschießen an. Die Musikkapelle bot dem vorjährigen Schützenkönig ein Ständchen dar. Abends fand ein großer Zapfenstreich mit Fackelumzug durch das Dorf statt. Am Freitag um 6 Uhr früh zum Wecken ging der Rundmarsch mit der Goldberger Kapelle Cordshagen vom Dorfkrug aus durch das Dorf bis zum Kloster, anschließend zum Festplatz und zum Schützenhaus. Die Gildemitglieder erschienen wie immer im Gehrock mit Zylinder und blau-weißer Schärpe, den Klosterfarben. Vor dem Haus des Klosterhauptmanns als Patron und vom Balkon der Frau Domina als Vorsteherin des Damenkonvents gab es Ansprachen, derweil die Männer das Gewehr präsentierten.[73] Der Schützenkönig bekam als Königspreis ein Silberbesteck, dazu die Schützenkette mit eingravierter Jahreszahl und seinem Namen. Der Sonderpreis war seit 1848 der vierspännige Wagen mit dem Heu. 1895 ermahnte die Abteilung für geistliche Angelegenheiten im Großherzoglich-Mecklenburgischen Ministerium des Innern das Klosteramt: Man solle bitte darauf achten, die Nachfeiern mit dem Ein- und Ausmarsch der Zunftgenossen am Sonntag erst eine Stunde nach Ende des Gottesdienstes zu beginnen. An Sonn- und Feiertagen durfte die Belustigung in den Trinkbuden nicht über 23 Uhr ausgedehnt werden. Dem Vorstand der Gilde gehörten 1902 der Malermeister Gustav Awe, der Tischlermeister Heinrich Roloff und der Kaufmann Otto Awe an. Seit 1901 übte der Schlossermeister Bech 33 Jahre das Amt als Ältermann aus. Ab 1916 wurde das Schützenhaus ohne Wissen des Schützenvereins sogar als Gefangenenlager genutzt.[74] Nach Auflösung des Landesklosters 1918 gab es auch bei den Schützenfesten etliche Veränderungen. Es entfiel der Sonderpreis des Klosterhauptmanns und die Preisgelder wurden reduziert. 1920 lehnte das zuständige Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Schwerin eine Weiterzahlung der Königschussgelder und Weitergewährung eines vierspännigen Fuders Heu an den besten Schützen ab.[75]

Abmarsch der Schützengilde vom Bauernhof des Dorfschulzen Ernst Biermann (1931)

Die Dobbertiner Schützengilde nahm am 17. August 1924 beim Festumzug in Parchim zur 100-Jahrfeier der Parchimer Schützengilde mit Dorfschulzen Duncker, Schlachtermeister Roloff, Mühlenpächter Ortmann, Maurermeister Einkopf, Schlossermeister Bech und Fischereipächter Jens teil. Am 28. Juni 1925 dann am 20. Landesschützenfest in Parchim. In der ersten Reihe Schulze Duncker, Kaufmann Awe, Töpfermeister Lange mit der Fahne und Maurermeister Einkopf. In der Schützengilde waren 1931 auch Hauswirt Georg Kluth, Paul Speckin, Bierverleger Köpke aus Goldberg, Schneidermeister Karl Boy, Töpfermeister Wilhelm Ahrend, Gutsinspektor Adolph Rohde, Schmiedemeister Hamann, Sägebesitzer Rolack aus Goldberg und Tischlermeister Heinrich Roloff.[76] Als 1937 auch der Dobbertiner Schützenverein eine neue Tracht erhielt, wurden die alten Traditionen nach und nach aufgegeben.

Ab Herbst 1941 w​aren französische Kriegsgefangene i​n der Baracke d​es Dobbertiner Schützenvereins a​m Schützenplatz untergebracht worden.[77]

Schützenkönig

  • 1751 Klosterhauptmann Jobst Hinrich von Bülow auf Woserin.
  • 1752 Amtsnotarius Johann Joachim Schröder.
  • 1760 Klosterhauptmann Jobst Hinrich von Bülow auf Woserin.
Schützenkönig Dorfschulze Ernst Biermann (1935)
  • 1904 Erbpächter Klasen aus Oldenstorf, zweiter Amtslandreiter Sievert aus Dobbertin.
  • 1906 Schlachtermeister Puztbach aus Dobbertin.
  • 1910 Erbpächter Wendt aus Gerdshagen, zweiter Hauswirt Luckmann aus Dobbertin.
  • 1911 Erbpächter Westphal aus Ruest.[78]
  • 1912 Schuhmachermeister Hellmuth Witt aus Dobbertin.
  • 1913 Amtsgärtner Hans Otto Rohr aus Dobbertin.[79]
  • 1923 Hofbesitzer Fründt aus Gerdshagen.
  • 1927 Hofbesitzer Bömker aus Oldenstorf, zweiter Hofbesitzer Knüttel aus Oldenstorf.
  • 1930 Schröder aus Below.
  • 1931 Schmiedemeister Hausmann aus Dobbertin.
  • 1935 Dorfschulze Ernst Biermann aus Dobbertin.
  • 1939 Emil Köpcke aus Nienhagen.

Bauten im Dorf

Das e​inst dreigeteilte Dorf l​iegt halbkreisförmig, n​ur durch d​en Klosterpark Groten Werder getrennt, u​m die Klosteranlage a​m Dobbertiner See.[80] Über Jahrhunderte w​urde das gesamte Dorfbild d​urch das naheliegende Kloster bestimmt. Viele dieser d​urch die Klosterhandwerker errichteten Fachwerkhäuser, m​it Reet (Schilfrohr) gedeckten Katen u​nd Scheunen s​owie die Backsteinbauten s​ind heute n​och im Klosterdorf erhalten. Alle notwendigen Reparaturen u​nd Neubauten wurden d​urch die Handwerker d​es Klosterbauhofes ausgeführt.

1661 w​urde der Pfarrhof m​it Wohnhaus, Backhaus u​nd Scheune erwähnt. Bei d​er Kirchenvisitation a​m 2. Februar 1662 w​ar das Pfarrhaus ziemlich marode, d​as Dach undicht u​nd die Fenster entzwei. Die Scheune w​urde in d​er Mitte gestützt.[81] 1673 beschwerte s​ich der Dorfschulze Johannes Duncker, a​uch Organist i​n der Klosterkirche, b​eim Klosterhauptmann Landrat Christoff Friedrich von Jasmund über d​ie wüsten, n​icht bewohnten Häuser i​m Dorf.[82] 1674 b​aute Maurer Erdmann a​m Müller-Haus.

1704 w​ar der Müller Gustaff Rogelmann Besitzer d​er Dobbertiner Mühle u​nd 1724 h​atte Krüger Kummerfeldt d​en Dobbertiner Dorfkrug. Am 6. Juli 1737 f​and im Dorf d​urch die Klostervorsteher d​es Hoch-Adlichen Closters, d​en Klosterhauptmann Obrist-Leutnant Joachim Lütke v​on Bassewitz a​uf Wendorf b​ei Wismar u​nd den beiden Provisoren Jobst Heinrich v​on Bülow a​uf Woserin u​nd Georg Christoff von Wangelin a​uf Alt Schwerin e​ine Besichtigung a​ller Häuser statt. Darunter w​aren der Krug n​ebst zugehörigen Gebäuden, d​as Haus v​om Schuster Schlien u​nd das v​om Bäcker Kanter, d​ie Behausung v​om Tischler Andresen u​nd des Kossaten Possel, d​er Hirtenkaten, d​as Küster- u​nd Organistenhaus, d​ie Behausung d​es Landreiters, d​as Armenhaus, d​as Haus d​es Schneiders Herms, d​ie Schmiede u​nd die Gehöfte d​er Kossaten Eickelberg, Köpke, Hahn u​nd Kobow. Das Pfarr-Hauß w​ar neu u​nd in g​utem Stande, d​es Dorfschulzen Gätthens Gehöft w​ar gut. Auch d​ie Mühle befand s​ich in ziemlich g​utem Zustand.[83]

Vor Beginn d​es Siebenjährigen Krieges konnte 1756 n​och das n​eue eingeschossige Fachwerkhaus m​it Krüppelwalmdach u​nd Rohrdeckung a​ls Predigerhaus vollendet werden. Im Haupt-Register des jungfraulichen Closter Amts Dobbertin v​on 1755 i​st zu lesen: zu Dobbertin d​ass Prediger Hauß i​n Eichen-Holz gebauet... Dem Dobbertiner Maurermeister Finkenwirt m​it seinen Maurergesellen wurden b​eim Bau d​er Prediger Wohnung 8500 Dachsteine a​us der klostereigenen Ziegelei Lähnwitz u​nd aus d​er Mestliner Ziegelei 7000 Mauerziegel angefahren. Beidseitig v​or dem Pfarrhaus standen d​ie Scheune u​nd das Viehhaus, e​twas abseits hinter d​em Pfarrgarten a​n der Mildenitz d​as Backhaus. Weiter wurden d​as heute n​och vorhandene Mühlenhaus, 1757 d​as Küsterhaus u​nd das n​eue Organistenhaus gebaut. Um 1750 h​atte das Klosteramt e​in Wohnhaus m​it Krug, Scheune u​nd Stall a​uf dem Kruggehöft errichten lassen.[84] 1759 w​ar ein v​an der Walle d​er Krüger, d​er auch d​as Bier i​m Brauhaus d​es Klosters braute.

älteste erhaltene Bauernhaus Mauck von 1787 mit Scheune (1938)

Das Schulzengehöft d​er Familie Ernst Biermann v​on 1769 i​n der Güstrower Straße 1 bestand a​us dem Wohnhaus Dat Hus, d​er gegenüber stehenden Scheune De Schün, d​em Viehstall Swinkaben u​nd dem abseits stehenden Backhaus Backhus s​owie einem Blumen-, Obst- u​nd Gemüsegarten m​it angrenzenden Ackerflächen.[85] Die 1787 i​n der heutigen Güstrower Straße m​it Reet gedeckte Fachwerkscheune d​er Bauernstelle v​om ehemaligen Hauswirt Heinrich Mauck i​st das älteste erhaltene Gebäude i​m Ort u​nd wurde a​b 2000 aufwändig u​nd denkmalgerecht saniert.[86] Vor 1790 w​urde durch d​as Klosteramt d​as Organistenhaus a​ls eingeschossiges Fachwerkgebäude m​it Krüppelwalmdach, Biberschwanzdachziegel u​nd Fledermausgauben errichtet. Bis z​ur Nutzung a​ls Schule wohnte d​ort der Aktuarius u​nd der Gerichtsdiener.

Durch das Klosteramt wurde 1801 ein zweigeschossiges Backsteingebäude mit Satteldach am Auslauf der Mildenitz aus dem Dobbertiner See als Wassermühle erbaut. Das eingeschossige 1804 durch den Klosterbauhof errichtete Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach mit zwei Wohnungen wurde ab 1820 als Forstinspektorenhaus und ab 1830 als Klosterforstamt genutzt. 1820 erfolgte der Anbau der Sägemühle.[87] 1816 errichtete das Klosteramt das langgezogene, dreistöckige Fachwerkgebäude mir großem Stapelboden unter einem Bohlenbinderdach als Klosteramtsscheune und Holzmagazin. 1938 erfolgte die Umnutzung zur Jugendherberge und als HJ-Gebietsführerschule. 1834 bekam der Forstinspektor und Amtsjäger ein neues Haus und 1844 der Landreiter als klostereigener Polizist.[88] Während des großen Sturms in Dobbertin hatte sich am 29. Oktober 1823 auch der große Gast-Stall am Dorfkrug verschoben und bedürfe einer bedeutenden Reparatur, auch das alte Kruggebäude verändert werden.[89] 1824 erfolgte der Neubau des Dorfkruges mit Zimmern für Reisende. 1825 wurde im Gasthaus die Einrichtung einer Giebelkammer zur Stube, eines Zimmers mit Ofen und einer Schlafkammer vorgenommen. 1825 dann noch der Bau des neuen Gast-Pferdestalls mit Kornboden, der heutigen Krugscheune. Diese wurde ab 1996 denkmalgerecht saniert und wird als Gemeindezentrum und als Arztpraxis durch die Dorfärztin genutzt.[90] Das Klosteramt hatte 1825 durch seine Handwerker vom Klosterbauhof in der Lindenstraße 3 ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach uns Biberschwanzdeckung als neues Samenhaus zur Auslegung und Trocknung von Tannen(Kiefern)zapfen bauen lassen. Später wurden auch Tabakblätter getrocknet. An der Straßenseite ist noch die ehemalige Aufzugsanlage unter dem verzierten Dachaufbau zu sehen und im Dachgeschoss befindet sich noch ein altes Windrad.[91] Auffällig sind an den Fachwerkfassaden die verschiedenartig gestalteten Ziegelornamente in den Gefachen. Diese Symbolik hatte bei den Bauern eine magische Bedeutung. Als häufigste Glücksbringer kommen die Mühle, der Lebensraum und die Raute vor. Der Gewitterquast und der Feuerbesen sollten das Haus vor Blitzschlag schützen.[92]

Durch d​en Wismarer Baumeister Heinrich Thormann w​urde 1852 e​in dekorativ verziertes eingeschossiges Backsteingebäude für d​en Kaiserlichen Postmeister n​ebst Postlokal erbaut.[93][94] Klosterhauptmann Carl Peter Johann Baron v​on Le Fort a​uf Boek u​nd Provisor Johann Heinrich Carl von Behr a​uf Hindenberg genehmigten d​en Riss u​nd die Zeichnungen z​um neuen Posthaus.[95] 1863 erfolgte d​er Bau e​iner neuen Wassermühle m​it moderner Konstruktion u​nd Turbinen gegenüber d​er alten Mühle über d​ie Mildenitz. Die Zeichnungen lieferte d​er Mühlenbauer Jacob a​us Lübeck.[96]

Da 1872 das bestehende Krankenhaus in der Kathenwohnuhng des Krankenwärters nicht mehr den Anforderungen entsprach, beschloss die Landtagsversammlung am 15. November 1872 einen Neubau.[97] Der Landbaumeister Paul Dreyer aus Lübz lieferte die Zeichnungen und das Hauptgebäude wurde 1877 vollendet. Es war mit einem Krankensaal, sechs Krankenzimmern und zwölf Betten, einer Küche mit Leutestube, einer Siechen- und einer Krätzestube sowie einer Leichenhalle ausgestattet.[98] 1887 wurde ein Anbau errichtet.[99] Teils gebrechliche, alleinstehende und arme Männer, aber auch unverbesserliche Säufer wurden mit Unterstützung des Klosteramtes in dem Kathen beim Krankenwärter in Kost gegeben.[100]

Für d​en 1887 abgerissenen baufälligen Fischerkaten m​it Reetdach w​urde 1890 e​in neues Wohnhaus m​it Stallung für d​en Pachtfischer Bütow u​nd den Klosterboten vollendet. Im Giebel befindet s​ich ein Sandstein m​it der Inschrift KLAD 1890. Das Wohnhaus für v​ier Landbriefträger d​er Kaiserlichen Postverwaltung a​us Schwerin w​urde 1899 vollendet.

1905 w​urde die Lindenstraße v​om Kloster b​is zum Klosterfriedhof a​ls Neudämmung gepflastert u​nd 1906 erfolgte d​ie Weiterführung b​is an d​ie Chaussee b​ei der Post. 1911 bauten d​ie Handwerker v​om Klosterbauhof d​as Haus für d​en Krugpächter Burchard. Nach Auflösung d​es Klosteramtes w​ar ab 1920 d​ie Gemeinde m​it ihrem Dorfschulzen für d​ie Erhaltung d​er Bauten u​nd der Neubauten zuständig.

Am 25. November 1922 ordnete d​er Dorfschulze Duncker wegen Gefahr drohenden Zustandes d​er Brücke über d​ie Mildenitz d​ie sofortige Sperrung d​es Fuhrverkehrs an. Bei e​iner Besichtigung m​it dem Landdrost Studemund u​nd der Klosterverwaltung w​urde festgestellt, d​ass fünf Pfähle d​es rechten Widerlagers u​nd die Bohlenwand abgefault waren. Der Dorfschulze s​ei für d​ie Instandhaltung d​er Brücke zuständig, d​och er lehnte d​ie Brückenerneuerung für damals 122 Millionen Mark wegen Mittellosigkeit d​er Gemeinde ab. Das Mecklenburgische Straßenbauamt b​aute bis 1924 d​ie neue Brücke, d​ie wegen d​er damaligen ständigen Geldentwertung 420 Millionen Mark kostete.[101] 1923 w​urde auf d​em Forstamtsgehöft e​ine neue Scheune gebaut.

1926 erhielt d​ie Dobbertiner Feuerwehr n​eue Uniformen m​it Pickelhaube u​nd eine Motorspritze. 1927 k​am es für d​en Dorfschulzen Wilhelm Duncker z​u einen peinlichen Vorfall. Der Schweriner Staatsminister Asch s​ah während d​er Durchfahrt d​urch Dobbertin d​en Dorfschulzen b​eim Auspumpen d​es mit Schlamm gefüllten Grabens a​n der Viehtränke m​it der n​euen vom Ministerium bezahlten Motorpumpe. Nach e​inem Entwurf d​es Maurermeisters Heinrich Einkopf v​on 1925 w​urde das n​eue Spritzenhaus 1928 vollendet. Seit d​em Umbau 1987 z​ur Konditorei u​nd als Cafe Kentzler w​urde es 1991 modernisiert u​nd wird h​eute noch genutzt.[102]

Am 11. Juni 1928 w​urde auf d​er Gemeindeversammlung z​ur Erhaltung u​nd Verschönerung d​es Dorfes einstimmig e​ine Sonderbauverordnung angenommen. Der positive Einfluss dieses Beschlusses i​st heute n​och an vielen, a​uch unter Denkmalschutz stehenden, Gebäuden z​u erkennen. Putzbauten w​aren nicht zulässig, a​ls Dachdeckung n​ur gebrannte Dachsteine z​u verwenden u​nd die Vorgärten w​aren in ganzer Ausdehnung a​ls Ziergärten anzulegen u​nd zu unterhalten. Auch d​as Anbringen v​on Reklameschildern w​ar nicht zulässig.[103]

2002 erfolgten d​er Umbau d​es Gemeindezentrums i​m Klosterpark u​nd die ehemalige Verkaufsstelle w​urde zum CAP-Markt ausgebaut.[104]

Bauhof und Staatliche Gutsverwaltung

Eine der wichtigsten Wirtschaftseinrichtungen des Klosteramtes war neben dem Klosterforstamt der Bauhof mit der Hellberg-Ziegelei und der Kalkbrennerei. 1790 befand sich der alte Bauhof noch in einer Scheune hinter dem Neuen Amtshaus im Kloster. Nach 1800 wurden für den Bauhof das Viehhaus, der Schweinestall, der Pferdestall, das Waschhaus mit Wagenschauer und kleinen Ställen, das Wirtschaftsgebäude und die Dienstwohnungen für den Landreiter, Amtsjäger und Amtsaktuar an der Lindenstraße schräg gegenüber dem Klosterfriedhof errichtet.[105] Mit seinen 56 Handwerkern und Arbeitern war der Bauhof nicht nur für die Instandhaltung aller Klosterbauten, den öffentlichen Gebäuden, Wegen und Brücken in Dobbertin und in den Klosterdörfern mit allen verpachteten Gütern zuständig. In Dobbertin gehörten die Wasser- und Windmühle mit Mühlengehöft, das Pfarr- und Küsterhaus, die Schule und Kleinkinderschule, der Dorfkrug mit Krugscheune, das Forstamt mit Holzmagazin, die Post, die drei Armenhäuser und der Friedhof dazu. Eine der wichtigsten Aufgaben war aber die tägliche und ständige Versorgung der 32 Konventualinnen im Damenstift im Kloster Dobbertin.[106] Die Liste der Arbeiten des Bauhofes war lang und diese mussten auch in der Klosteranlage gewissenhaft ausgeführt werden. Alle Straßen und Fußwege waren rein zu halten, auch im Winter bei Schnee und Glatteis. Besonders die sieben Müll- und Abortgruben sowie die vorhandenen Sielleitungen und Gossen waren zu reinigen.[107] Brennholz aus den Klosterwäldern wurde zerkleinert angefahren. Das Heizen, die Ascheabfuhr, das Großreinemachen und Glockenläuten in der Klosterkirche gehörte zu den Aufgaben der Bauhofarbeiter. Die Badeanstalt und die Gärten der Damen, die Klosterräucherei, die Wildküche und der Eiskeller wurden betreut. Zum Eisfahren in den Damenkeller wurden acht bis zehn Arbeiter und vier bis sechs Pferde benötigt. Der Kuhhirte hatte bis zu 70 Kühe und zwei Bullen im Viehhaus und auf den Jungfernwiesen am See zu versorgen. Jede Klosterdame bekam täglich vier Liter Vollmilch und frische Eier. Aber auch das Krankenhaus wurde nach ärztlicher Verordnung mit Vollmilch beliefert. Auf dem Bauhof arbeiteten die Dobbertiner Familien Köhn, Stiegmann, Fründt, Prosch, Garling, Barwandt, Roloff Bernhard, Ortmann Rohde, Lembke, Klewenow und Wiese auf dem Bauhof.

Doch m​it der Auflösung d​es Landesklosters 1918 änderten s​ich die Rechtsverhältnisse, d​a nun d​as Land Mecklenburg d​as gesamte Klostervermögen m​it den dazugehörigen Klostergütern, d​er Forst u​nd dem Bauhof übernommen hatte.[108] Mit d​er neu gebildete Klosteramtsverwaltung w​urde 1925 d​er Bauhof i​n eine Staatliche Gutsverwaltung Dobbertin umbenannt. Diese leitete d​en gesamten Staatsbetrieb b​is zu seiner Auflösung 1945.[109] Die Klosterforst m​it der Schwinzer Heide w​urde nun d​urch die Staatliche Forstverwaltung Dobbertin geleitet u​nd bewirtschaftet. Am 7. Juni 1933 k​am es a​uf dem Bauhof z​u einem Großbrand. Pastor Ulrich Schliemann schrieb i​n der Kirchenchronik dazu: Der verwirrte Gutsarbeiter Büschek zündete Pfeife rauchend d​as Viehhaus a​n und k​am darin um.

Der letzte Gutsinspektor u​nd Verwalter, vormals Gärtner u​nd Kutscher i​m Klosteramt, w​ar ab 1930 d​er Hofverwalter Adolf Rode. Seit 1933 NSDAP-Mitglied, h​atte ihm 1940 d​er Reichsstatthalter i​n Schwerin z​um Gutsinspektor ernannt. 1944 w​urde Rode d​urch die NSDAP n​och zum Kompanieführer d​er Volkssturmkompanie Dobbertin, Diestelow u​nd Finkenwerder befördert.[110]

In den letzten Kriegsjahren verschlechterte sich in Dobbertin die wirtschaftliche Lage auch in der Staatlichen Gutsverwaltung, wie in den Jahresabschlüssen vermerkt wurde. Kriegsgefangene und Zivilarbeiter mussten nun hier helfen. 1941 bekam die Gutsverwaltung vom Parchimer Arbeitsamt 19 Franzosen. 1942 wurden die ersten 20 russischen Kriegsgefangenen zugewiesen. Sie arbeiteten in der Landwirtschaft und in den Kuh-, Schweine- und Pferdeställen. Anfang 1944 verschärfte sich die Situation auf dem Gutshof besonders mit der Versorgung der Flüchtlinge im Dorf, den Eiquartierten im Kloster und dem dort seit September 1943 im Klosterhauptmannshaus eingerichteten Entbindungsheim für Wehrmachtshelferinnen mit 266 Geburten bis Mai 1945.[111] Kurz vor der Flucht der beiden Verantwortlichen, des Gutsinspektors Adolf Rode und des Statthalters Fritz Ortmann ist im letzten Bericht der Gutsverwaltung am 6. April 1945 zu lesen: Besondere Vorkommnisse waren die ständige und schwere Belastung durch Einquartierung von Trecks, Wehrmacht und Kriegsgefangenen auf dem Gutshof. Durch die vielen Trecks wurde eine schwere Druse auf dem Gutshof eingeschleppt, die den gesamten Pferdebestand verseuchte.[112]

Feuerwehr

Die e​rste bekannte Feuerspritze für d​as Kloster u​nd das Dorf lieferte 1750 d​er Kupferschmied Jacob Lanckow a​us Güstrow. Die kupferne Spritze sollte für 575 Liter Wasser a​uf einem Wagen m​it vier Rädern a​us gutem Eichenholz m​it Eisen beschlagen sein.[113] Nach e​inem Brand 1757 i​m Kloster b​at der Klosterhauptmann Jobst Hinrich v​on Bülow a​uf Woserin d​en Engeren Ausschuss i​m Landtag z​u Rostock u​m die Anschaffung e​iner zweiten Spritze. Der Brand w​ar ein großes Unglück i​m Kloster, d​och man h​abe auch d​en Nutzen e​iner Spritze gesehen.[114] Das klostereigene Spritzenhaus befand s​ich am Dobbertiner See n​ahe der flachen Einbuchtung a​m Seeufer z​ur Wasserentnahme.[115] Erst a​m 15. April 1814 w​ar wieder v​on der Dobbertiner Feuerwehr z​u hören, d​enn die Feuerspritze konnte w​egen schlecht befahrbaren Weges n​ach Kleesten z​u spät tätigen Beistand z​ur Hemmung d​es Feuers leisten. In d​er Nacht v​om 123. z​um 24. August 1873 w​ar in Dobbin b​ei einem schweren Gewitter d​er Blitz i​n ein Viehhaus eingeschlagen. Die Dobbertiner Spritze w​ar zum Löschen erschienen u​nd habe t​rotz des heftigen Gewitters wirksame Hilfe geleistet.

Mit der Einführung einer Gemeindeordnung für die Klosterdörfer auf dem Landtag zu Sternberg am 13. November 1889 fand auch die Feuerlöschordnung landesherrliche Bestätigung.[116] Am 28. Dezember 1920 kam es zu einem Dachstuhlbrand des Ziegeleibrennofens in der Lüschow. Die Freiwillige Feuerwehr Goldberg und die Dobbertiner Löschmannschaft waren zur Stelle.[117]

Nach Auflösung d​es Klosteramtes w​urde das Feuerlöschwesen i​m April 1921 d​er Dorfgemeinde übergeben. Das t​raf den Dorfschulzen Wilhelm Dunker a​ls Bürgermeister unvorbereitet, d​enn es g​ab weder e​in Spritzenhaus n​och waren d​ie Hand- u​nd Spanndienste d​er Feuerlöschhilfen geregelt. Die n​eue Löschordnung d​es Schweriner Ministerium d​es Innern akzeptierte d​er Dobbertiner Gemeindevorstand e​rst Anfang 1922. Doch a​m 6. Juli 1921 brannte b​eim Gastwirt Albrecht d​as Viehhaus ab, 19 Schafe starben, a​lle Maschinen u​nd mehrere Fuder Heu wurden vernichtet.[118] Von n​un an hatten s​ich bei Bekanntwerden e​ines Brandes u​nd beim Ertönen d​er Sturmglocke o​der des Nebelhorns d​ie vorgesehenen Mannschaften a​uf dem Marktplatz einzufinden. Zur Beförderung d​er Spritze, d​es Wasserwagens u​nd der Mannschaften mussten s​ich alle Pferdebesitzer m​it mehr a​ls zwei Pferden bereithalten. Dazu gehörten a​uch der Mühlenpächter Ortmann, d​er Fischereipächter Meier u​nd der Gastwirt Albrecht. Der Klosterbauhof, n​un als Staatliche Gutsverwaltung, musste mindestens v​ier Pferde m​it Kutschern für weitere Mannschaften bereithalten.[119]

Bei Waldbränden o​blag die gesamte Verantwortung d​em Oberforstmeister Freiherr von Maltzan v​on der Staatlichen Forstverwaltung i​n Dobbertin.

Dobbertiner Feuerwehr mit Motorspritze (1926)

Als Spritzenführer w​aren damals d​er Stellmachermeister Maltzan, d​er Schumachermeister Rath u​nd der Zimmermann Wendt vorgesehen. Rohrführer w​aren Gaetke u​nd Ahrens. Zur Bedienungsmannschaft gehörten n​eben den Arbeitern Bening, Fründt, Büschek, Köhn n​och der Krankenwärter Wulf u​nd der Postschaffner Wüstenberg. Der zuerst a​m Löschort eintreffenden Feuerlöschmannschaft w​urde damals s​ogar eine Spritzen-Prämie ausgezahlt. Als a​m 19. August 1923 g​egen 10 Uhr d​ie große Feldscheune a​m See m​it 120 Fuder Heu niederbrannte, w​urde erstmals d​ie Freiwillige Feuerwehr Dobbertin genannt.[120] Ab 1925 g​ab es n​eue Uniformen m​it einer Pickelhaube.

Im April 1925 lieferte der Maurermeister Einkopf den ersten Entwurf für den Neubau eines Spritzenhauses mit einem 11 Meter hohen Turm. Gestritten wurde noch einige Jahre über den geeigneten und zentralen Standort im Dorf. Man verständigte sich auf einen Platz neben Albrechts Gastwirtschaft, wo man anschließend den Durst löschen konnte.[121] Mit dem Bau konnte erst nach Gewährung eines Zuschusses durch das Ministerium für Finanzen 1928 begonnen werden. Die Mauersteine kamen unentgeltlich von der Hellberg-Ziegelei und das Holz lieferte die Staatsforst aus Schwinz. Daher musste die 1925 neu angeschaffte Motorspritze der Firma Gustav Ewald aus Küstrin noch im Stallgebäude des Dorfkrugs untergestellt werden. Zur Einweisung der neuen fast zehntausend Mark teuren Motorspritze kam 1927 der Schweriner Branddirektor Joost höchstpersönlich nach Dobbertin. Danach gab es einen peinlichen Vorgang, denn die Motorpumpe wurde durch den Dorfschulzen zweckentfremdet eingesetzt. Während einer Dienstreise im Juni 1927 beobachtete der Staatsminister Asch, wie die Motorpumpe zum Auspumpen eines mit Schlamm gefüllten Grabens an der Viehtränke genutzt wurde. Bedient wurde sie durch den Feuerwehrmann Köhn. Da die Motorpumpe aus staatlichen Mitteln angeschafft und für den Feuerschutz bestimmt war, konnte solche Nutzung nicht geduldet werden. Doch die Untersuchungen waren erfolglos.[122]

Schulen

Schon z​u Nonnenzeiten m​uss es i​m Dobbertiner Kloster e​ine Schule Scholae interiores a​ls innere Schule z​ur Sicherung d​es Ordensnachwuchses gegeben haben.[123] Hinter d​en Klostermauern h​atte die Schulmeisterin täglich v​ier Stunden zur Unterweisung d​er jungen Meidlein z​u gebrauchen.[124] In e​iner Urkunde v​on 1328 w​urde Johannes d​e Rozstock (Johann v​on Rostock) a​ls Schullehrer d​es Propstes Erdwanus v​on Dobbertyn genannt.[125] Über e​ine erwähnte Knabenschule d​es Nonnenklosters a​ls Außenschule i​st nichts bekannt.

Nach d​er Reformation m​it der Auflösung d​es Nonnenklosters w​urde Ende 1572 i​n Dobbertin e​ine christliche Meidleinschule angerichtet, w​o die christliche Unterweisung Priorität besaß. Dazu g​ab es e​ine kurz gefasste Schulordnung m​it Lehrprogramm u​nd methodischen Unterweisungen. Denn d​ie Klostervorsteher hatten a​uch in d​en umliegenden Klosterdörfern für d​as niedere ländliche Schulwesen z​u sorgen. Am 14. Februar 1749 h​atte der Klosterhauptmann Jobst Heinrich v​on Bülow a​uf Woserin a​lle Dorfschulzen u​nd die wichtigsten Hauswirte d​er Klosterdörfer i​ns Amtshaus n​ach Dobbertin geladen.[126] Die Jugend d​es Klosteramtes w​ar seit einiger Zeit s​ehr in Unordnung geraten, d​a in einigen Orten w​enig oder g​ar keine Schule gehalten wurde. Wegen d​er Entfernung u​nd der schlechten Wege o​der fehlender Schulmeister schickten d​ie Eltern i​hre Kinder n​icht zur Schule. Um h​arte Strafen z​u vermeiden, hatten danach d​ie Pastoren d​ie Anweisungen öffentlich v​on der Kanzel z​u verlesen u​nd die Kirchgänger ernstlich z​u ermahnen.[127] Die Schulpflicht bestand damals v​on acht Jahren a​n bis z​um Besuch d​es Heiligen Abendmahles u​nd dürfte e​twa bis z​um 14. Lebensjahr gewesen sein. Erst 1768 w​urde eine herzogliche Verordnung z​ur Verbesserung d​es Schulwesen a​uf dem Lande erlassen.

Alte Dorfschule (1925)

1833 erfolgte die Genehmigung zur Anstellung eines zweiten Schullehrers in Dobbertin unter der Bedingung, dass kein neuer Schulbau entsteht.[128] Doch schon 1839 ging es um die Erweiterung und Organisation der Schule sowie die Anstellung eines zweiten Lehrers. Den Klostervorstehern wurde empfohlen, bei der Anstellung eines zweiten Lehrers unter keiner Bedingung die Wahl auf ein Individium fallen zu lasen, welches akademische Studien gemacht hat. Die Anstellung eines gelehrten oder vielmehr gelehrt sei wollenden Individiums würde die nachteilige Folge haben, dass der einfache und zweckmäßige Unterrichtsplan verlassen und Gegenstände darin aufgenommen werden mögten, die in Beziehung auf die künftigen Lebensbestimmungen der Schulkinder sie nicht bildend, wohl aber verbilden würden. Die Landtagsversammlung schlug noch vor, den Unterricht auf einfaches Nähen und Stricken auszudehnen.[129] Erst 1847 erfolgte ein Schulanbau und später wurde auch die Lehrerwohnung durch einen Anbau erweitert.

Bildungsanstalt für Junglehrer

Eine weitere d​er wenig bekannten Besonderheiten w​ar die Existenz e​iner Ausbildungsstätte v​on Lehrern i​n Dobbertin für d​ie klostereigenen Dorfschulen. Denn s​eit Jahren s​chon war d​as Fehlen v​on jungen Landschullehrern i​n den Schulen d​er Klosterdörfer e​in Problem. 1853 machten d​ie Klostervorsteher a​uf dem Landtag z​u Sternberg als e​in dringendes Bedürfnis d​en Vorschlag, i​n Dobbertin e​ine Bildungsanstalt für j​unge Lehrer z​ur Ausbildung a​ls Landschullehrer einzurichten, u​m die nöthigen Lehrer für d​ie Schulen i​n den klösterlichen Besitzungen z​u gewinnen u​nd glauben, daß dasselbe i​n der Einrichtung e​iner Bildungsanstalt junger Leute z​u Landschullehrern i​n Dobbertin selbst z​u finden sei.[130] 1854 w​urde der Vorschlag gebilligt u​nd als besonders motivierte Persönlichkeiten übernahmen m​it Statuten u​nd einer erarbeiteten Hausordnung d​er Klosterprediger Christian Heinrich Mahn u​nd der Dobbertiner Schullehrer Arendt, a​uch als Organist, d​ie Organisation d​er Anstalt. In d​en Statuten w​ar auch vorgesehen, d​ass die jungen Leute e​rst nach Ableistung i​hrer Militärpflicht i​n die Bildungsanstalt aufgenommen werden. Sie können d​ann ungestört i​hren Kursus machen u​nd als Schulamts-Kandidat Landschullehrer werden.[131] 1855 machten s​echs Zöglinge d​en Anfang. In d​en ersten fünf Jahren wurden 18 Zöglinge ausgebildet.[132] 1857 w​urde durch d​en Orgelbauer Ernst Sauer für d​en Unterricht d​er Schullehrer s​ogar eine kleine Orgel gebaut.[133] 1866 besuchten n​och neun Zöglinge d​as Schullehrerseminar, d​och 1868 w​urde die weitere Ausbildung v​on Landschullehrern i​n Dobbertin a​us vielerlei Gründen eingestellt.

Privatschule

Eine schon lange übliche Bildungsform für Kinder der höheren Stände waren die Haus- und Privatlehrer. Ein solcher Fall ist auch aus dem Klosteramt überliefert. Dort war John Brinckman, der niederdeutsche Schriftsteller, zwischen 1844 und 1846 Hauslehrer für die zwei Söhne des damaligen Klosterhauptmannes Baron von Le Fort, bevor er in Goldberg die Leitung einer Privatschule übernahm.[134] In Dobbertin unterrichtete und leitete seit 1866 die Tochter Caroline Mahn des dortigen Klosterpredigers Christian Heinrich Mahn als Lehrerin mit großem Erfolg die Privatschule für Kinder der Honoratioren im Ort. Es waren in erster Linie die Kinder der klösterlichen Beamten und Angestellten. Es hatte sich um eine regelrechte Schule gehandelt, wie ein Inventarverzeichnis belegt. Neben neun zweisitzigen Schulbänken waren die üblichen Unterrichtsmittel vorhanden. Religionsunterricht erteilte der Pastor, dem die Aufsicht der Schule unterstellt war und der Küsterschullehrer.[135] Ab 1882 erfolgte durch die Klostervorsteher eine Verlängerung des Vertrages von Fräulein Mahn für weitere fünf Jahre mit der Haltung einer Kuh, freie Feuerung, etwas Korn, Gerste und Ackerland für Kartoffeln.[136]

Ab 1913 leitete Fräulein Erna Junge aus Ludwigslust die Privatschule. Sie hatte vor der Großherzoglich Mecklenburgischen Prüfungskommission für Lehrerinnen ihr Examen bestanden und die Befähigung zur Erteilung des Unterrichts in Volks-, Bürger- und höheren Mädchenschulen zuerkannt bekommen.[137] 1916 kündigte der Klosterhauptmann Rittmeister Jürgen von Flotow auf Stuer Fräulein Junge als Leiterin der Privatschule, da sie geheiratet hatte.[138] Zur Beilegung der zwischen ihr und dem Dobbertiner Pastor Karl Weinreben entstandenen Differenzen nach einer nicht durchgeführten Inspektion schaltete sich am 21. Juni 1916 sogar das Großherzogliche Justiz-Ministerium in Schwerin ein. Damals besuchten 11 Mädchen und 4 Knaben die Schule, die zeitweise in Räumen einer Konventualin untergebracht waren. Ihre Nachfolgerin wurde Marie Dollberg, die Tochter des Pastors Dollberg aus Barkow. Nach schwerer Krankheit konnte sie ab 1920 ihren Beruf nicht mehr ausüben. Durch die Einrichtung einer mehrklassigen Schule in Dobbertin wurde die Privatschule zum 1. Dezember 1923 ganz aufgelöst und die Lehrmittel der Dorfschule übergeben.[139]

Schulordnung

Auf d​en regelmäßigen Schulbesuch w​ar zu achten u​nd wenn nötig a​uch der Schulzwang durchzusetzen. Aber e​rst am 13. August 1886 hatten d​ie Klostervorsteher e​ine exakte Schulordnung m​it 36 Paragraphen erlassen.[140] Unter Leitung d​es damaligen Klosterhauptmanns Landrat Wilhelm v​on Oertzen a​uf Lübbersdorf u​nd seiner Provisoren Landrat Josias von Plüskow a​uf Kowalz b​ei Tessin u​nd Kammerherr Diedrich v​on Mecklenburg a​uf Wieschendorf sollte m​it dieser Schulordnung e​ine Verbesserung d​es Schulwesen, a​uch auf d​em Lande, erreicht werden. Zur wirksamen Handhabung dieser Schulordnung w​ar ein Schulvorstand eingesetzt, d​er aus d​em Klosterhauptmann, d​em Pastor, d​em Dorfschulzen u​nd zwei a​uf vier Jahre bestellten Hausväter bestand. Für spezielle Inspektionen w​ar der Pastor zuständig. Der Unterricht w​urde von z​wei Lehrern i​n zwei Stufenklassen durchgeführt. Es wurden Religion, Lesen, Schreiben, Rechnen n​ebst praktischer Geometrie, deutsche Sprache, Geschichte, Geographie, Naturkunde, Gesang u​nd Zeichnen unterrichtet. Sommer w​ie Winter w​urde von Montag b​is Samstag Unterricht erteilt. In d​en Wintermonaten w​ar aber Mittwoch- u​nd Sonnabendnachmittag frei. Ferien g​ab es reichlich, s​o Weihnachten e​ine Woche, Ostern z​wei Wochen, Pfingsten e​ine Woche, z​ur Getreideernte v​ier Wochen u​nd während d​er Kartoffelernte w​aren es fünf Wochen. Bei Markttagen i​n Dobbertin u​nd Goldberg g​ab es ebenfalls schulfrei. Prüfungstermine wurden d​er Schuljugend a​m Sonntag d​urch den Pastor v​on der Kanzel h​erab mitgeteilt u​nd Versetzungen i​n eine höhere Klasse fanden i​mmer zu Ostern statt. Die Liste d​er Pflichten i​n der Schulordnung w​ar lang, d​och wichtig war, d​ass der tägliche Unterricht i​mmer mit e​inem Gebet u​nd Gesang begann u​nd endete.[141]

Dorfschule

Nach d​er Auflösung d​es Landesklosters m​it seinem Klosteramt 1919 k​am es a​uch bei d​er Regelung d​er Schulverhältnisse i​n Dobbertin z​u Klagen, d​ie sogar i​n der Volkszeitung veröffentlicht wurden. Am 13. August 1920 w​urde auf e​iner Dorfversammlung e​ine Kommission gewählt, d​ie die aufgelisteten Missstände a​n das zuständige Ministerium i​n Schwerin weiterleitete.[142] Der Kommission gehörten Köhn, Garling, Hausmann, Schneider, Lepel, Bünger u​nd Meyer an. Zu d​en Wünschen gehörten: e​in zweiter Lehrer, Aufhebung d​er Privatschule, Instandsetzung d​er Klassenräume m​it neuen Fußböden u​nd Beleuchtung s​owie Schulbänke für größere Kinder, gesetzliche Lehr- u​nd Lernmittel m​it einem Schrank u​nd ein Turn- u​nd Spielplatz m​it den nötigen Geräten.

Am 10. September 1920 erfolgte d​urch das Klosteramt d​ie Übergabe d​er Dobbertiner Schule m​it allen Geräte u​nd der Ausstattung a​n die Gemeinde.[143] Die Besitzübertragung d​er Schulgebäude erfolgte e​rst am 7. Mai 1925.

Kleinkinderbewahrschule

Kleinkinderbewahrschule mit Hanna Weltzien und Tante Retzloff (1925)

1845 wurde nachträglich ein Anbau an die Wohnung des Schneiders Müller für die erst 1844 gegründete Kinderbewahrschule in Dobbertin bewilligt.[144] 1846 erfolgte der Umbau des Hirtenkatens in der Schulstraße 29 zu einer Kleinkinderschule, dem Kindergarten. Der Vorschlag wurde auf dem Landtag zu Malchin sofort genehmigt, da hier der mögliche wohltätige Einfluss der Conventualinnen auf die Dorfkinder vorteilhaft wirksam wurde. Offenbar fand diese Maßnahme auch woanders Interesse, dass es zu einem Besuch zum gedeilichen Fortgang dieses Institutes der eingerichteten Kleinkinderschule in Dobbertin durch die Local-Committe des Landtages kam. Der Klosterhauptmann Baron von Le Fort sollte darüber auch weiter auf den Landtagen berichten.[145] Zur besseren Ausgestaltung gab es ab 1847 auch durch die Vorsteherin Konventualin Sophie Friederike von Bassewitz jährlich eine finanzielle Unterstützung. Fräulein Wilhelmina von Bredow war dabei eine, auch finanzielle Hilfe. Zwanzig Jahre später war Konventualin Helene von Lützow die Vorsteherin der Kleinkinderschule. Sie bat um Erhöhung der Zuschüsse, weil sich die Lebensmittelpreise und auch die Anzahl der Kinder erhöht hatten. Weil die Kleinkinderschule unverkennbar sehr wohltätig in Dobbertin wirke, konnten die drei- bis siebenjährigen Kinder angemessen beschäftigt und unterrichtet werden. Auf dem Landtag wurde durch das Local-Committe der Zuschuss sogar erhöht, denn man wollte die gute Absicht der Damen des Klosters fördern, welche dem Vernehmen nach selbst Geldopfer für die Erhaltung der Kleinkinderschule bringen. Das bezeugen auch die finanziellen Unterstützungen dieser wohl damals für Mecklenburg seltenen Einrichtungen durch die von Bassewitz-Stiftung mit 3500 Mark, die von Lützow-Stiftung mit 600 Mark, die von Bredow-Stiftung mit 300 Mark und die Stiftung der Großherzogin Auguste mit 150 Mark.[146]

Gewerbeschule

Seit 1839 befasste s​ich das Local-Committe a​uf dem Landtag i​n Sternberg m​it der Erweiterung u​nd Organisation d​er Schule i​n Dobbertin.[147] So sollten d​ie recht bescheidenen Unterrichtsziele d​urch umfangreiche Fertigkeiten, w​ie beim Handarbeitsunterricht verbessert werden. Der Klosterhauptmann Carl Peter Johann Baron v​on Le Fort a​uf Boek dachte m​it seinen beiden Provisoren Landrat Hans Dietrich Wilhelm von Blücher a​uf Suckow b​ei Teterow u​nd Johann Jacob von Leers a​uf Schönfeld über e​ine zweckmäßige Einrichtung e​iner Spinnschule nach. Dort sollte n​icht nur einfaches Nähen u​nd Stricken gelehrt werden. An Arbeiten sollten a​uch Stopfen, Flicken, Garnzeichnen, Zuschneiden v​on Hemden u​nd weiblichen Kleidungsstücken erfolgen. Im Sommer u​nd im Winter w​aren acht Wochenstunden vorgesehen, d​och das Local-Committee meinte, v​ier Stunden s​eien ausreichend. Lehrerinnen w​aren für d​en Unterricht zuständig, d​och in d​er Regel w​aren es d​ie Lehrerfrauen.

Bis 1893 w​ar neben Dobbertin n​ur in v​ier klösterlichen Dorfschulen d​er Handarbeitsunterricht eingeführt worden. Die Gewerbeschule bestand n​och 1919, a​b 1920 wurden s​ogar Lehrlinge ausgebildet.[148] Nach Auflösung d​es Klosteramtes g​ab es b​is 1927 zwischen d​en Schweriner Ministerien für Landwirtschaft u​nd Unterricht i​mmer noch strukturelle Probleme b​ei der Übertragung d​er Gewerbeschule a​n die Gemeinde Dobbertin.

Deutsche Heimschule

Seit 1941 versuchte das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin-Spandau die erste Deutsche Heimschule Mecklenburgs für SS-Mädchen im Kloster Dobbertin einzurichten.[149] Da sich die Anlage des Klosters Dobbertin für die Errichtung einer Deutschen Heimschule für SS-Mädchen eigne, könne das Schweriner Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten das Landeskloster zur Verfügung stellen. Die Dienststelle des SS-Obersturmbannführer und Amtschef Heißmeyer beim Reichsführer-SS in Berlin-Grunewald forderte am 24. Januar 1942 den Staatsminister Dr. Friedrich Scharf in Schwerin auf, die erste Klasse schon zum 1. September 1942 anlaufen zu lassen.[150] Doch in den vorgesehenen Schulräumen waren Flüchtlinge und Luftkriegsgeschädigte, darunter Familien von hochrangigen SS-Leuten, einquartiert worden. Sie waren daher keine Mieter. So vom SS-Obersturmbannführer und Ritterkreuzträger Bremer von der Leibstandarte Adolf Hitler, vom Generalleutnant der SS - Panzergrenadier - Division Totenkopf Hermann Prieß aus Marnitz und dem Oberfeldmeister vom Reichsarbeitsdienst Dieter von Wulffen.[151] Auch die Familie vom Ministerialrat A. J. Berndt aus dem Reichspropagandaministerium und ehemaliger Ordonnanzoffizier bei General Erwin Rommel in Nordafrika wurde untergebracht. Trotz Anweisung des Reichserziehungsministers zur Inanspruchnahme der Damenwohnungen nach dem Reichsleistungsgesetz erfolgte kein Freizug durch die hochrangigen Familien.

Die Schulleiterin Studienrätin Dittmer konnte a​uch im Dezember 1944 n​och nicht m​it dem Unterricht i​m Damenhaus I. beginnen.[152] Am 28. Februar 1945 k​am es z​u einer Ortsbesichtigung d​urch den Ministerialrat Dr. Weber v​on der Abteilung Volksbildung u​nd dem Oberbaurat Dr. Fischer v​on der Abteilung Hochbau a​us den Schweriner Ministerien m​it dem Landrat Roschlaub, d​em Regierungsbaurat Wehmeyer a​us dem Parchimer Landratsamt u​nd dem Bautechniker Frick a​us Dobbertin s​owie der Studienrätin Dittmer. Hinter d​en letzten beiden Damenhäusern a​m Klosterpark sollten n​un Baracken aufgestellt werden. Die 20 Blatt Zeichnungen u​nd 34 Blätter Erläuterungen h​atte man s​chon mitgebracht. Das erste, n​och im April 1945 a​m Bahnhof i​n Goldberg angelieferte Baumaterial k​am aber i​n Dobbertin n​icht mehr an.[153]

Ein k​aum bekannter Vorgang z​ur Verhinderung d​er ersten Deutschen Heimschule i​n Mecklenburg. Doch interessant i​st auch d​ie akkurate Bearbeitung dieses Vorganges i​m Parchimer Landratsamt n​och sieben Monate n​ach Kriegsende. Am 28. November 1945 w​urde der Präsident d​er Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern Wilhelm Höcker i​n Schwerin letztmals über d​en Stand d​er Heimschule i​m Kloster Dobbertin informiert. Die Ermittlungen d​es Goldberger Bürgermeisters Heinrich Zehbuhr hätten ergeben, d​ass von d​em Schulinventar u​nd den angelieferten Barackenteilen d​er vorgesehenen Heimschule i​m Kloster Dobbertin nichts m​ehr vorhanden war.[154]

Schullehrer

  • 1816 Schullehrer Behrens bekam nach 40 Dienstjahre ein Gnadengehalt.[155]
  • 1839–1845 Johann Metelmann, auch Kantor und Organist, 1856 Ausreise nach Amerika.[156]
  • 1853 Lehrer Arendt, als 1. Lehrer auch Küster, Kantor und Organist, 1890 in Pension.
  • 1890 Lehrer Giese aus Rostock.
  • 1896 Lehrer Techen ging nach Malchin.
  • 1897 Schroeder, Manzel.
  • 1899 Schulmeister Witt.
  • 1901 Wenzel als 2. Lehrer wurde versetzt, dafür kam Popp aus Oldenstorf, z. Z. Seminarist in Lübtheen.[157]
  • 1904 Lehrer Popp ging nach Leisten bei Karow, dafür Lehrer, Kantor und Organist Schröder, spielte beim Besuch der der Königin Wilhelmina der Niederlande die Orgel in der Klosterkirche.
  • 1920 Lehrer Kumbartzki aus Waren erhielt 2. Stelle.
  • 1919 Hugo Karl Martin Bernhard Schmidt war nach 1930 auch Küster, Kantor und Standesbeamter.
  • 1945 Frau Bronisch, Fräulein Schild, beide Flüchtlinge.
  • 1946–1955 Erich Schmidt aus Ostpreußen, in Ruhestand.
  • 1946 Günter Krüger als Neulehrer, Elke Harndt.
  • 1947 Otto Ehlers
  • 1948 Hedwig Schwarz, Elli Harndt
  • 1950–1954 Fräulein Liesel Maschek
  • 1951–1954 Wolfgang Muchow, Josef Schwarz
  • 1952 Martin Beyer
  • 1953 Horst Lüssow
  • 1954 Frau Schweitzer, Fräulein Richter
  • 1955 Edith Ziemer, Reinhard Schmidt
  • 1963 Siegfried Dubois, Karin Dubois, Konrad Bachmann, Hanna Koppelow, Hans-Joachim Klamt
  • 1971 Frau Roloff

Grundschule bis zur POS

Der Schulunterricht i​n Dobbertin begann i​m Dezember 1945 wieder a​ls zweiklassige u​nd 1946 a​ls vierklassige Grundschule i​n der alten Schule. Diese w​urde am 31. März 1949 geschlossen.

Der achtklassige Schulunterricht w​urde ab 1. April 1948 i​n dem z​ur Schule umgebauten ehemaligen Krankenhaus durchgeführt.[158] Im Gebäude w​aren neben d​en vier Unterrichtsräumen n​och das Gemeindebüro, d​ie Raiffeisenkasse u​nd die Schulküche untergebracht. 1948 unterrichteten fünf Lehrer 179 Schüler, 1951 s​tieg die Schülerzahl a​uf 231. 1955 w​urde ein Schulhort eingerichtet u​nd ab 1960 d​ie Tagesschule eröffnet. 1963 unterrichteten 11 Lehrer u​nd 7 Hortner insgesamt 202 Schüler. Die Klassenstärke w​ar damals zwischen 25 b​is 35 Schülern. In d​er Schule g​ab es a​cht Klassenräume, e​in Fachraum u​nd ein Werkraum, z​wei Ruheräume, e​in Lehrerzimmer m​it Bibliothek. e​in Lehrmittelraum u​nd ein Büro.

Nach d​em Schulanbau 1971 w​urde Dobbertin e​ine zehnklassige Polytechnische Oberschule (POS).

Die Schule w​urde am 7. Juli 2006 geschlossen.

Politik

Wappen

Wappen von Dobbertin
Blasonierung: „Gespalten durch einen Wellenschnitt; vorn in Blau eine linksgewendete, hersehende goldene Eule auf einer goldenen Pflugschar sitzend; hinten in Gold ein aus dem Unterrand hervorkommender, doppelhelmiger roter Kirchturm mit spitzbogigem offenen Tor und je zwei spitzbogigen betagleuchteten Fenstern und Schallöffnungen sowie einem schwarzen Kreuz auf jeder Helmspitze.“[159]

Das Wappen u​nd die Flagge w​urde von d​em Weimarer Heraldiker Michael Zapfe gestaltet. Es w​urde zusammen m​it der Flagge a​m 10. Juni 2002 d​urch das Ministerium d​es Innern genehmigt u​nd unter d​er Nr. 262 d​er Wappenrolle d​es Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: In dem Wappen soll mit der wellenförmigen Spaltung auf die Lage der Gemeinde am Dobbertiner See hingedeutet werden. Während die Eule als das allgemein verwendete Symbol für den Naturschutz auf den Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide verweist, steht die Pflugschar für die Landwirtschaft als der in Geschichte und Gegenwart wichtigste Erwerbszweig der Einwohner. Mit dem stilisierten Kirchturm soll das für die Geschichte des Ortes und seiner Umgebung bedeutsame Kloster versinnbildlicht werden.

Flagge

Flagge der Gemeinde Dobbertin

Die Flagge i​st gleichmäßig u​nd quer z​ur Längsachse d​es Flaggentuchs v​on Gelb u​nd Blau gestreift. In d​er Mitte d​es Flaggentuchs liegt, a​uf jeweils e​in Drittel d​er Länge d​es gelben u​nd des blauen Streifens übergreifend u​nd elf Achtzehntel d​er Höhe d​es Flaggentuchs einnehmend, d​as Gemeindewappen. Die Länge d​es Flaggentuchs verhält s​ich zur Höhe w​ie 5:3.[160]

Dienstsiegel

Das Dienstsiegel z​eigt das Gemeindewappen m​it der Umschrift „GEMEINDE DOBBERTIN“.[160]

Sehenswürdigkeiten

Klosterkirche Dobbertin (2009)
Pfarrhaus mit Scheune (2013)
Ehemalige Klosteramtsscheune (2008)
Umbau Klosteramtsscheune (1938)
  • Das denkmalgeschützte Kloster Dobbertin liegt auf einer Halbinsel am Dobbertiner See. Derzeit befindet sich hier die Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH mit ihren Bereichen Behindertenhilfe, Psychosoziale Hilfe sowie der Bildung mit der Schule zur individuellen Lebensbewältigung und der Förderung mit den Dobbertiner Werkstätten.
  • Der 17,6 ha große Klosterpark im Groth Werder und Lütt Werder ist noch mit sehenswerten Baumbestand und Gehölzen ausgestattet. Die Parkgestaltung erfolgte 1840 im Auftrage des Klosterhauptmanns Carl Peter Johann Baron von Le Fort durch den Hofgärtner Carl Schweer aus Ludwigslust mit mehreren Eingängen, drei Hauptwegen, fünf Brücken und Wassergräben und einem schilfgedeckten Pavillon. Der Park trennt halbkreisförmig das Kloster vom Dorf.[161]
  • Das Gemeindegebiet befindet sich im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Am Nordrand der Gemeinde beginnt der Naturpark Sternberger Seenland.
  • Das Niedermoorgebiet Dobbiner Plage mit Paradieskoppel ist ein trockengelegter See, welcher heute als Weide genutzt wird.[162]
  • Das Pfarrhaus wurde 1753 als eingeschossige Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach und Rohrdeckung durch das Klosteramt als Predigerhaus begonnen und 1756 vollendet.[163] Zum Pfarrhof kamen nach 1757 noch der Viehstall, eine Scheune und etwas abseits an dem Bach Mildenitz gelegen, das Backhaus hinzu.[164] Nach aufwändigen Sanierungsarbeiten wird das Pfarrhaus seit 2001 wieder genutzt.
  • Das 1877 durch den Klosterbauhof errichtete zweigeschossige Krankenhaus mit 16 Betten wurde nach Auflösung des Klosteramtes 1924 der Gemeinde übertragen.[165] Nach der Auflösung 1947 erfolgte der Umbau zur Schule, die 2006 geschlossen wurde.
  • Das gegenüber dem Pfarrhaus stehende 1757 als Organistenhaus erbaute eingeschossigen Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach wurde ab 1804 durch den Actuarius und den Gerichtsschreiber des Klosteramtes bewohnt. Ab 1830 zur Dorfschule mit Lehrerwohnung umgebaut, wurde es 1868 durch Um- und Anbau vergrößert.
  • In dem 1804 durch das Klosteramt erbauten und 1846 erweiterten Hirtenkaten in des Schulstraße 29 befand sich danach bis 1957 die Kleinkinderschule, der ehemalige Kindergarten. Die Leitung und finanzielle Unterstützung hatten die adligen Klosterdamen mit der von Bassewitz-, von Lützow- und von Bredow-Stiftung.
  • Die Klosteramtsscheune, auch Lindenhaus genannt, wurde 1816 durch den Klosterbauhof in solider Handwerksarbeit als Holzmagazin in einem vierstöckigen Fachwerkbau mit großem Stapelboden unter dem einzigen Dobbertiner Bohlenbinderdach mit liegenden Dachgauben errichtet. Die ursprüngliche Bestimmung des Gebäudes war die Lagerung und Trocknung des klösterlichen Bauholzes. Als Lagerhaus wurde es bis ins Jahr 1936 genutzt.[166] Danach wurde es im Jahr 1938 massiv umgebaut und als Jugendherberge, Lehrerbildungsinstitut, HJ-Gebietsführerschule und Wehrertüchtigungslager genutzt.[167] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es Unterkunft für etwa zweihundert Flüchtlinge und Aussiedler. Von 1948 bis 1950 wurde es als Agitatorenschule und ab 1952 bis 1989 als Pionierleiterschule und auch als Weiterbildungsstätte für Unterstufenlehrer genutzt. Nach der politischen Wende wurde das Gebäude bis 1998 als Altersheim und ab 2000 wurde es als Wohnheim für das Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH genutzt.[168] Seit 2016 steht das Gebäude leer.
  • Das Postamt wurde 1852 nach Entwürfen des Privatarchitekten Heinrich Thormann[169] aus Wismar, der von 1854 bis 1857 die innere Restauration der Dobbertiner Klosterkirche leitete, als eingeschossiges dekorativ verziertes Backsteingebäude mit Wohnungen für die Predigerwitwe und für den Postmeister nebst Postlokal errichtet. Nach 1897 wohnten hier noch die vier Landbriefträger der Kaiserlichen Postverwaltung. 1998 wurde die Post geschlossen und nach der 2011 denkmalgerecht erfolgten Sanierung wird es nun als Wohnung genutzt.[170]
Samenhaus des ehemaligen Klosterforstamtes (2008)
  • Das neue Samenhaus zur Auslegung und Trocknung von Tannenzapfen als Saatgut wurde 1825 durch den Klosterbauhof für das klostereigene Forstamt als zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach und Biberschwanzdeckung und einem bemerkenswerten Schaugiebel in solider Handwerksarbeit begonnen. Dazu gehören auch die ehemalige Aufzugsanlage unter dem hervorragenden Dachaufbau, die profilierten Kopfbänder, Wind- und Traufbretter, die umlaufenden Holzverzierungen und die verschiedenartig gestalteten Ziegelornamente in den Gefachen des Giebels zur Lindenstraße. Die Symbolik der Ornamente hatte einst auch auf dem Lande magische Bedeutung, so waren die häufigsten Glücksbringer die Mühle, der Lebensbaum oder die Raute. Um das Haus vor Blitzschlag zu schützen, wurden noch der Gewitterquast, auch als Feuerbesen bezeichnet, in das Gefach eingemauert.[171] Ab 2001 nach aufwendiger denkmalgerechter Sanierung und Restaurierung wird es ab 2007 als Wohnung genutzt.
  • Die restaurierten Krugscheune befindet sich hinter der Gaststätte Zwei Linden. Dieses mit Rohr (Schilf) eingedeckte Gebäude wurde 1825 als Gastpferdestall mit Kornboden für das neue massive Wirtshaus errichtet. 1996 erfolgte die denkmalgerechte Sanierung zur Nutzung als Gemeindezentrum.[172][173]
  • Das heutige Kruggehöft mit Krüppelwalmdach wurde 1825 durch das Klosteramt als Wirtshaus mit Zimmern für Reisende neu gebaut, denn der alte Dorfkrug von 1790 war abgängig und 1823 hatte der Sturm den großen Stall verschoben. Neben dem Anbau gab es auf dem Kruggehöft noch ein Viehhaus, ein Schweinestall, die Scheune, die Brennerei und Pferde sowie mehrere Kutschen. Heute wird der Dorfkrug als Gaststätte Zwei Linden geführt.[174]
Biermanns Gehöft von 1862 (2013)
  • Hinter dem Dorfkrug befinden sich in der Güstrower Straße die zwei ältesten Dobbertiner, 1787 und 1862 mit Reet (Schilf) eingedeckten niederdeutsche Hallenhäuser. Als Zierde sind auf den Krüppelwalmdächern die mecklenburgischen Pferdeköpfe angebracht worden. Wegen ihres geöffneten Mauls werden sie als Muulopen bezeichnet. Die einzeilige Giebelinschrift In Gottes Hut steht Hab und Gut auch Leib und Seel und Muth im Torbalken des Giebels des Biermannschen Gehöftes des ehemaligen Dorfschulzen erinnert an den verheerenden Brand im Sommer 1862, der in der Schnapsbrennerei der Gastwirtschaft ausbrach und dabei weitere drei Gebäude vernichtete. Seit 1996 wurden beide Gehöfte mühevoll denkmalgerecht saniert. Seit 2020 wird der Biermannsche Hof zu einem Gesundheitszentrum umgebaut.[175] In der Scheune De Schün des 1787 errichtet Bauernhauses Dat Hus der Familien Mauck befindet sich heute das Heuhotel der Familie Mittelstädt.[176]
Giebel des Gärtnerhauses von 1860 (2011)
  • Das jetzige Mühlenhaus am Dobbertiner See wurde schon vor 1755 durch das Klosteramt errichtet. Nach vorliegenden Plänen von 1790 befand sich neben der Müllerwohnung an der Mildenitz noch die alte Wassermühle. Etwas abseits standen die große Scheune, der Pferdestall und ein Viehhaus.[177] Wegen der häufigen Brandgefahren wurde nur das Backhaus auf der gegenüberliegenden Seite des Mildenitzbaches errichtet. 1801 wurde durch das Klosteramt auf der Seeseite die Wassermühle und 1820 die Sägemühle errichtet. Die Wassermühle wird heute als Tischlerwerkstatt genutzt. Nach der denkmalgerechten Sanierung befindet sich seit 2009 im alten Mühlenhaus das Gasthaus Insel-Hotel.
  • Vor dem Eingang zur Klosteranlage befindet sich in der Lindenstraße das 1860 durch den Amtsmaurermeister Christin Retzloff erbaute Gärtnerhaus mit einer Wohnung für den Nachtwächter vom Kloster Dobbertin. Retzloff war als Maurerpolier auch beim Bau der Doppelturmanlage und der Ummantelung der Klosterkirche tätig.[178]
  • Der nach 1765 angelegte Klosterfriedhof gehört seit 1877 der Dobbertiner Kirchgemeinde. Von den steinernen Zeugnissen der Klostergeschichte sind noch zwei Grabdenkmäler erhalten. Der Granitstein von 1791 für die Konventualin Johanna von Gloeden und der Sandsteinobelisk von 1790 für den Klosterhauptmann Hans Friedrich Christian von Krackewitz auf Briggow. Dahinter befinden sich von den einst 140 historischen Grabsteinen der Konventualinnen, auch Klosterdamen genannt, noch 70 Grabsteine. Diese wurden im Grabstättenverzeichnis von 2012 dokumentiert.[179] 2002 konnte die Friedhofsmauer längs der Lindenstraße erneuert und 2007 die aus Marmor und Granit bestehenden Grabkreuze durch Studenten restauriertwerden. Auf den Grabsteinen sind fast alle Namen des mecklenburgischen Landadels zu lesen. Bemerkenswert auch die Grabstätte der Konventualin Mathilde von Rohr, die einem uralten märkischen Adelsgeschlecht entstammt. Nach ihrer jahrelangen Freundschaft mit Theodor Fontane starb sie am 16. September 1889 in Dobbertin.

Denkmale

Unter Denkmalschutz stehen i​n Dobbertin n​eben der gesamten Klosteranlage u​nd dem Klosterfriedhof n​och 29 Gebäude i​m Dorf.

Besonderheiten

Dobbertiner Sagen

Über Jahrhunderte h​aben sich Sagen z​um Nonnenkloster a​m Jager See, d​em heutigen Dobbertiner See u​nd zum Klosterdorf Dobbertin erhalten.[180]

  • Der Scheidegänger am Dobbertiner See.
  • Der Streit mit den Dobbertiner Nonnen.
  • Die Kräheneiche.
  • Reiter stürzt sich ins Wasser.
  • Kartenspiel ist Teufelswerk.
  • Unterirdische Gänge in Dobbertin.

Hexenprozesse in Dobbertin

noch vorhandene Gefängniszelle im Kloster Dobbertin (2011)

Von 1594 b​is 1682 fanden i​m Klosteramt Dobbertin 25 Hexenprozesse statt, d​avon allein 14 i​n Dobbertin m​it neun Todesurteilen d​urch Verbrennung a​uf dem Scheiterhaufen a​uf dem Gerichtsberg a​m Nordrand b​ei Dobbertin i​n den Spendiner Tannen.[181] Darunter waren:

  • 1594 Anna Fischer
  • 1595 Lena Hovemann und Margarete Kagen
  • 1603 Anna Bolten
  • 1604 Vieckes
  • 1673 Catharina Grantzow[182]
  • 1674 Theetzlaff war die letzte Verbrennung auf dem Gerichtsberg.

Persönlichkeiten

Dorfschulzen und Bürgermeister

Der Schulze, später Orts- bzw. Gemeindevorsteher u​nd Bürgermeister genannt, h​atte die wichtigste staatliche Funktion i​m Dorf inne. Bis 1918 w​urde er n​icht gewählt, sondern v​om Klosterhauptmann eingesetzt, welchem e​r auch direkt unterstand.[183]

  • erwähnt 1593 Heinrich Hane[184]
  • erwähnt 1672 Johannes Duncker, war auch Organist[185] und nahm an Dobbertiner Hexenprozessen teil.
  • erwähnt 1708 Dorfschulze Eickelberg.
  • 1737–1761 Johann Heinrich Gätcke (Gätthens)[186]
  • 1791 verstarb Carl Friedrich Gätcke, war auch Kirchenvorsteher.[187]
  • erwähnt 1746 Schopfer.
  • erwähnt 1819 Carl Gätcke.[188]
  • erwähnt Dobbertin.[189]
  • erwähnt 1850 Kutzel
  • 1864–1886 Heinrich Christoph Wilhelm Theodor Biermann[190]
  • erwähnt 1873 Friedrich Pleßmann als Dobbertiner Pastor Stellvertreter des Dorfschulzen.[191]
  • 1886–1911 Ludwig Ernst Karl Friedrich Fründt.
  • 1911–1928 Wilhelm Duncker, Hauswirt, ab 14. Oktober 1911, sollte 1920 seines Schulzenamtes wegen Trunkenheit mit dem Dorfpolizisten enthoben werden.[192][193]
  • erwähnt 1928 Tischler Wilhelm Roloff und Schöffe Quittenstaedt
  • 1931–1932 Gäthke
mitte sitzend mit Schützenkette Bürgermeister Ernst Biermann, links der Junge hinter dem sitzenden Schmiedemeister Hausmann mit Zylinder Sohn Ernst Biermann, zweiter von rechts sitzend Schneidermeister Carl Boy (1935)
  • 1932–1945 Ernst Ludwig Friedrich Heinrich Biermann, Bauer und Hofbesitzer. Statthalter war bis April 1945 Fritz Ortmann.
  • 1945–1946 Wilhelm Welk, Inspektor, wurde am 1. Juni 1945 durch sowjetische Administration als Bürgermeister eingesetzt und am 28. Februar 1946 abgelöst.
  • 1946–1947 Tischler Wilhelm Heinrich Friedrich Franz Roloff war wegen Krankheit (Tbc) am 15. Juli 1947 ausgeschieden.
  • 1947–1948 Wilhelm Wendhausen, Rentner, wurde abgelöst.
  • 1947–1950 Anton Bruski, Arbeiter und Neusiedler, am 24. Juli 1947 kooptiert, verließ am 4. Juni 1950 die DDR.
  • 1950–1951 Arthur Lemke, Arbeiter wurde im April 1951 abgelöst.
  • 1951–1952 Walter Rogge, Bauer wurde am 30. Juni 1952 abgelöst
  • 1952–1952 Karl Foitzik, Landwirt wurde nach vier Monaten abgelöst.
  • 1953–1954 Karl Becker, Arbeiter wurde am 25. April 1954 abgelöst.
  • 1954–1956 Emil Koitsch, Arbeiter wurde wegen Krankheit am 17. September 1956 abgelöst.
  • 1956–1957 Rosemarie Koch wurde am 1. Juni 1957 versetzt.
  • 1961–1965 Hans Barwandt war als Arbeiter bis Februar 1965 Bürgermeister.
  • 1965–1983 Erich Wendhausen war als LPG-Vorsitzender seit 9. August 1963 Stellvertreter des Bürgermeisters und bis zum 17. März 1983 fast 20 Jahre im Amt.
  • 1983–1986 Christel Katwarth.
  • 1987–1989 Michael Hallbauer, verzogen, unbekannt.
  • 1990–1994 Ulrich Klatt, Lehrer.
  • 1994–1998 Hans Kanert, zuvor 2. Geschäftsführer Agrargenossenschaft, 1998 verstorben.
  • 1999–2011 Horst Tober, Lehrer, als Rentner 12 Jahre Bürgermeister.
  • 2011 aktuell Dirk Mittelstädt, Angestellter.[194]

Söhne und Töchter

Persönlichkeiten

Altes Postamt von 1852 (2013)
  • Heinrich Schmidt (1754–1797) Orgelbauer, 1796 Teilneubau in der Dorfkirche Ruchow.[196]
  • Ludwig (Franz Vollrath Christian) Lierow (1800–1874), von 1826 bis 1865 Amtsschreiber und Actuar im Klosteramt Dobbertin.
  • Christian Johann Friedrich Retzloff (1803–1874), Amtsmaurermeister im Klosteramt, war von 1820 bis 1851 als Polier beim Bau der Doppelturmanlage der Klosterkirche und der äußeren Ummauerung der gesamten Kirche tätig.[197] Seit März 2020 befindet sich seine restaurierte Grabplatte in der Turmvorhalle der Klosterkirche.
  • John Brinckman (1814–1870), von 1844 bis 1846 Hauslehrer beim Klosterhauptmann Carl Peter Baron von le Fort im Kloster Dobbertin.
  • Johann Metelmann (1814–1883), Lehrer Kantor und Organist, 1848/49 Mitglied der Mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung in Schwerin, 1856 Ausreise nach Amerika, danach in St. Louis, Heiland und Lenzburg evangelischer Pastor.
  • Heinrich Thormann (1816-1890), Architekt aus Wismar u. a. 1852 Postamt mit Wohnungen, 1853–57 Innenausbau der Klosterkirche
  • Gustav Willgohs (1819–1904), Bildhauer.
  • Bernhard Stehlmann (1854–1939), Postsekretär von 1884 bis 1919 in Dobbertin, Heimatforscher, Naturschützer und Komponist.[198]
Klosterkirche vor dem Umbau gemalt von Gustav Awe (1923)
  • Gustav Awe (1869–1967), Malermeister in Dobbertin, Wanderjahre nach Pommern und bis nach Italien, malte 1923 die alte Klosterkirche, 1965 Eiserne Hochzeit.
  • Uwe Johnson (1934–1984), Schriftsteller, besuchte im Herbst 1950 die FDJ – Landesschule K. J. Kalinin, die spätere FDJ-Landespionierleiterschule Kurt Bürger in Dobbertin.
  • Ernst Biermann (1926–2017), erster Ehrenbürger von Dobbertin.
  • Günther Krüger (1925–2018), Oberstudienrat a. D., Direktor der ehemaligen Oberschule (POS) in Dobbertin.[199]
  • Kurt (Hans Fritz) Müller (* 1932), Sohn des Klosteramtsbäckermeisters Ernst Müller.
  • Horst Tober (* 1937), dreizehn Jahre Bürgermeister in Dobbertin.
  • Gerhard Cornelsen (* 1923–2020), Oberförster i. R.[200]

Literatur

  • Horst Alsleben: Kloster Dobbertin. In: Die Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen im Naturpark und seinem Umfeld. (Aus Kultur und Wissenschaft. Heft 3). Förderverein Naturpark Nossentiner – Schwinzer Heide, Karow 2003, ZDB-ID 2420682-9, S. 98–107.
  • Horst Alsleben: Spaziergang durch das alte Dobbertin. Dobbertin 775 Jahre. 1227–2002. Edition Nordwindpress u. a., Hundorf u. a. 2002.
  • Horst Alsleben: Die Schulen des Klosters Dobbertin. In: Festschrift anlässlich der Einweihung und Eröffnung des sanierten Klausurbereiches im Kloster Dobbertin. Dobbertin 2006, S. 43–45.
  • Horst Ende: Kloster Dobbertin. In: Schweriner Blätter. Band 3, 1983, S. 87–88.
  • Franz Engel: Deutsche und slawische Einflüsse in der Dobbertiner Kulturlandschaft. Siedlungsgeographie und wirtschaftliche Entwicklung eines mecklenburgischen Sandgebietes (Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel. Band 2, Heft 3, ISSN 0344-6476). Geographisches Institut der Universität Kiel, Kiel 1934 (Zugleich: Kiel, Universität, Dissertation, 1934).
  • Klosteramt Dobbertin. In: Herzoglich-Mecklenburg-Schwerinscher Staats-Kalender. 1776–1815, ZDB-ID 1093405-4.
  • Klosteramt Dobbertin. In: Großherzoglich-Mecklenburg-Schwerinscher Staats-Kalender. 1816–1918, ZDB-ID 514730-x.
  • Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. In: Jahrbuch des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 59, 1894, S. 177–218.
  • Ernst Münch (unter Mitwirkung von Horst Alsleben), Frank Nikulka, Bettina Gnekow, Dirk Schumann: Dobbertin, Kloster S. Maria, S. Johannes Evangelist (Ordo Sancti Benedicti/Benediktinerinnen). In: Wolfgang Huschner, Ernst Münch, Cornelia Neustadt, Wolfgang Eric Wagner: Mecklenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien (10./11.–16. Jahrhundert). Band I., Rostock 2016, ISBN 978-3-356-01514-0, S. 177–216.
  • Fred Ruchhöft: Die Entwicklung der Kulturlandschaft im Raum Plau-Goldberg im Mittelalter. (Hrsg.): Kersten Krüger/Stefan Kroll (Rostocker Studien zur Regionalgeschichte. Band 5). Rostock 2001, ISBN 3-935319-17-7, S.
  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Großherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Band 4: Die Amtsgerichtsbezirke Schwaan, Bützow, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim, Lübz und Plau. Schwerin 1901, S. 349–371. Nachdruck Schwerin 1993, ISBN 3-910179-08-8.
  • Horst Alsleben: Dobbertin. In: Die Bauern- und Waldarbeiterdörfer im Naturpark und seinem Umfeld. Hrsg.: Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, (= Aus Kultur und Wissenschaft, Heft 7) Karow 2012, ISBN 978-3-941971-07-3, S. 61–65.
  • Hans-Heinz Schütt: Dobbertin, Gemeinde. In: Auf Schild und Siegel. Schwerin, 2011, ISBN 3-933781-21-3, S. 193–194.
  • Horst Tober: Dobbertin – was hat sich bei uns getan. In: 20 Jahre Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin 2010, S. 58.
  • Horst Alsleben: Kloster Dobbertin – 800 Jahre mecklenburgische Geschichte. In: MFP-Schriftenreihe des Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte, Heft 18, Tellow 1018, ISBN 978-3-946273-04-2, S. 161–179.
  • Horst Alsleben: Dobbertin – ein Dorf mit altem Kloster: Backstein mit Mönch und Nonne, Fachwerk mit Ziegelornamenten und Reetdach. In: DER HOLZNAGEL. Münsterschwarzach, Abtei. Band 45, 2019, S. 6–15.
  • Horst Alsleben: Parchimer Töchter im Kloster Dobbertin. In: PÜTT 2019. Schriftreihe des Heimatbundes e. V. Parchim in Mecklenburg. Parchim 2019, S. 8–11.
  • Gemeinde Dobbertin: Unser Dorf hat Zukunft. Entwicklungskonzepte und Wirtschaftsinitiativen. Dobbertin 2019.
  • Kultur- und Heimatverein Dobbertin: Klosterdorf Dobbertin. 800 Jahre Kloster Dobbertin. In: DÖRP JOURNAL 1/2020.

Karten

  • Direktorial-Vermessungskarte Von dem Hochadelichen Dobbertinschen Klosteramts 1759
  • Topographisch oekonomisch und militaerische Charte des Herzogthums Mecklenburg-Schwerin und des Fürstenthums Ratzeburg 1798 Klosteramt Dobbertin mit den Sandpropsteien vom Grafen Schmettau
  • Wiebekingsche Karte von Mecklenburg (1786).
  • Bertram Christian von Hoinckhusen: Mecklenburg Atlas mit Beschreibung der Aemter, um 1700, Blatt 61 Beschreibung des Klosteramtes Dobbertin.
  • Charte von den Besitzungen des Klosters Dobbertin, Abteilung I. 1822, enthält Ortschaft Dobbertin, angefertigt von den vorhandenen Gutsakten Anno 1822 durch S. H. Zebuhr.
  • Brouillion von dem Dorffelde Dobbertin zum Hochadel Kloster Dobbertin auf Verordnung Gemeinschaft Directorial Commission vermessen aus 1771 durch F. von See, retcifiert und gezeichnet im Jahre 1824 von C. H. Stüdemann.
  • Plan vor dem Kloster Dobbertin, im Auftrage der Herren Klostervorsteher aufgenommen im Jahre 1841 durch H. (Heinrich) C. (Christoph) A. (Agats) Stüdemann. Original im LAKD/AD Schwerin.
  • Charte von der Dorffeldmark Dobbertin vermessen durch F. von See, eingestellt und chartiert 1842/43 durch H. C. Stüdemann, copiert durch S. H. Zebuhr.
  • Preußische Landes-Aufnahme 1880, Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin 1882, Dobbertin Nr. 946.
  • Wirtschaftskarte Forstamt Dobbertin 1927/1928.
  • Offizielle Rad- und Wanderkarte des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, 2010.
Commons: Dobbertin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

Historische Quellen

Ungedruckte Quellen

Landeshauptarchiv Schwerin (LHA)

  • LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin
  • LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationen
  • LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin
  • LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherung
  • LHAS 5.11-2 Landtagsverhandlungen, Landtagsversammlungen, Landtagsprotokolle, Landtagsausschuß
  • LHAS 5.12-3/1 Mecklenburg-Schwerinsches Ministerium des Innern.
  • LHAS 5.12-4/2 Mecklenburgisches Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Nr. 1388 Dobbertin und Dobbin 1920–1941, Nr. 3892 Dobbertin und Dobbin 1928–1943.
  • LHAS 5.12-7/1 Mecklenburg-Schwerinsches Ministerium für Unterricht, Kunst, geistliche und Medizinalangelegenheiten.
  • LHAS 5.12-9/5 Landratsamt Parchim.
  • LHAS 6.11.18 Ministerium für Finanzen.
  • LHAS 6.11.19 Ministerium für Sozialwesen.
  • LHAS 10.63-1 Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.

Landeskirchliches Archiv Schwerin (LKAS)

  • LKAS, OKR Schwerin, Spezialia, Ortsakten Dobbertin und Kirchenbücher.

Universität Rostock

Stadtarchiv Rostock

  • Stadtarchiv Rostock, Polizeiamt, Pass- und Meldewesen.

Landkreis Parchim

  • Kreisarchiv Parchim. Nr. 39 Landesaltersheim, Nr. 139 Bauten, Nr. 8000 Kirchenfragen, Dobbertiner Konferenzen 1967–1987.

Stadt Goldberg

  • Stadtarchiv Goldberg. Nr. 88 Grenzstreitigkeiten, Nr. 901 Ordnungswidrigkeiten, Nr. 947 Passkarten-Register, Nr. 1079 Gerichtssachen.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 1 der Hauptsatzung (PDF; 36 kB) der Gemeinde
  3. MUB I. (1863) Nr. 343.
  4. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Mecklenburg. MJB 46 (1881) ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 40.
  5. Frank Wietrzichowski: Grabungsbericht Kloster Dobbertin, Sanierung Klausurgebäude. KLD/AD 2003–2005
  6. MUB III. (1865) Nr. 1964.
  7. MUB III. (1865) Nr. 2031.
  8. MUB V. (1869) Nr. 3327.
  9. MUB III. (1873) Nr. 6787.
  10. MUB VIII. (1873) Nr. 6787.
  11. LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 163
  12. MUB X. (1877) Nr. 5752.
  13. MUB XVIII. (1897) Nr. 19142.
  14. LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 119.
  15. Johann Peter Wurm: Die Reformation des Benediktinerinnenklosters Dobbertin 1557–1578. 2012, S. 26–37.
  16. LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationsprotokolle. Nr. 22.
  17. Horst Alsleben: Das Jungfrauenkloster als evangelisches Damenstift – Ein Klosteramt in Mecklenburg-Schwerin. 2012, S. 42.
  18. Horst Alsleben: Zusammenstellung aller Persönlichkeiten des Klosters Dobbertin. 2010–2013.
  19. Horst Alsleben: Kloster Dobbertin – 800 Jahre mecklenburgische Geschichte. 2018, S. 165–166.
  20. LHAS 10.63-1 Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Nr. 275 Clagebuch 1593–1598, Amtsprotokollbuch 1587–1593.
  21. Horst Alsleben: Zanksüchtig, ungesellig – Hexe! SVZ Schwerin, Mecklenburg-Magazin, 23. Februar 2018.
  22. Horst Alsleben: Der Dobbertiner Gerichtsberg. Der Galgen des Klosteramtsgerichts stand auf einer Anhöhe in den Spendiner Tannen. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 18./19. Oktober 2014.
  23. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3005, 3276
  24. Horst Alsleben: Nonnen übten Mildtätigkeit. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 25. Oktober 1999.
  25. Hans-Heinrich Klüver: Beschreibung des Herzogthums Mecklenburg und dazu gehörige Länder und Oerter. 1737, S. 179–180. Fundations-Brief des Armen-Hauses zu Dobbertin 1612.
  26. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3291, 3292
  27. LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationsprotokolle. 187
  28. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8953 Armenwesen in Dobbertin bis 1927.
  29. Horst Alsleben: Unverbesserliche Säufer belästigten Damen. Im Klosterdorf Dobbertin gab es drei Armenhäuser und ein Krankenhaus – und damit manchmal auch Probleme. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 17. März 2017.
  30. Horst Alsleben: Hilfe für Arme und Kranke. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 21. Juli 2019, S. 22.
  31. LHAS Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 1103, 1105.
  32. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3232
  33. 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 690 Lieferung von Rekruten an die preußische Armee 1761.
  34. Horst Alsleben: Hilfe für Arme und Reiche. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 21. Juni 2019.
  35. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 864 Amtsprotokolle 1810–1817.
  36. Klaus Weidermann: Zur Wald-, Forst- und Siedlungsgeschichte. Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, Heft 1. 1999.
  37. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1854, Nr. 1.
  38. Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender 1855.
  39. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 17. November 1857, Nr. 20.
  40. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1859, Nr. 1.
  41. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 19. November 1862, Nr. 20.
  42. Güstrower Zeitung für Güstrow, Krakow und Goldberg, 20. Mai 1899.
  43. Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender 1900.
  44. Goldberger Tageblatt vom 13. Oktober 1904.
  45. Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender 1905.
  46. Horst Alsleben: Besuch royal. Königin Wilhelmina der Niederlande weilte im Jahre 1904 im Kloster Dobbertin. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 26. November 1999.
  47. Dienst van net Koninklijk Huis: Bezoek Königin Wilhelmina, 16. Oktober 1997.
  48. Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender 1909.
  49. Horst Alsleben: Friedrich Franz IV. besuchte Dobbertin. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 7. September 1996.
  50. Goldberger Tageblatt vom 26. Juli 1908.
  51. Güstrower Zeitung vom 9. Januar 1919.
  52. Güstrower Zeitung vom 19. September 1919.
  53. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8964 Friedhof Dobbertin.
  54. LHAS 5.12-9/5 Landratsamt Parchim. Nr. 105 Hauptsatzung von Dobbertin 1921.
  55. Horst Alsleben: Dorfschulze seines Amtes enthoben. Nach 1919 wurden alte klösterliche Verhältnisse in Dobbertin abgeschafft. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 19. Oktober 2007.
  56. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8954 Schulzenschaft.
  57. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8598a Verschiedene Angelegenheiten der Behörden 1919–1936.
  58. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8648, Das Krankenhaus zu Dobbertin 1920–1931.
  59. Horst Alsleben: Ziel: Verschönerung des Dorfbildes. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 22. Mai 2003.
  60. Norddeutscher Beobachter, 2. Juni 1933.
  61. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8600. Der Reichsstatthalter von Mecklenburg informierte über die Besichtigung der ehemaligen mecklenburgischen Landesklöster am 22. und 23. November 1937, die Tageseinteilung erfolgte durch Reichsstatthalter und dem Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung.
  62. Mecklenburgs Klöster und ihre Zukunft. Dobbertin erhält eine Jugendherberge, ein großes Sommerlager und ein Führerheim für BDM. In: Niederdeutscher Beobachter, Heimatgau Mecklenburg, 1937.
  63. Mecklenburgs vorbildliche Jugendherbergen, Zentralherberge des Gaues. In: Niederdeutscher Beobachter, Stürmende Jugend, 1939.
  64. Kurt Müller: Beobachtungen und Erlebnisse aus den letzten Kriegsjahren aus dem Klosterbereich Dobbertin, 16. Februar 1946 (unveröffentlicht).
  65. Kurt Müller: Beobachtungen und Erlebnisse aus den letzten Kriegsjahren aus dem Klosterbereich, 16. Februar 1946 (unveröffentlicht)
  66. Horst Alsleben: Schützenfeste gehörten dazu. SVZ Lübz–Goldberg–Plau, 18./19. Juni 2016.
  67. Horst Alsleben: Erste Schützenkette 1748 verliehen. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 13. Oktober 2000.
  68. Horst Alsleben: Heu für den Königsschuss. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 26. Juli 2019.
  69. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3198 Dobbertiner Schützengilde.
  70. Horst Alsleben: Heu für den Königsschuss. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 26. Juli 2019.
  71. Horst Alsleben: Heu für den Königsschuss. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 26. Juli 2019.
  72. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 24. November 1914, Nr. 22.
  73. Horst Alsleben: Heu für den Königsschuss. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 26. Juli 2019.
  74. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtshaft, Domänen und Forsten. Nr. 8598.
  75. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtshaft, Domänen und Forsten. Nr. 8598.
  76. Namensliste 2010 durch Ernst Biermann erstellt.
  77. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8607 Wirtschaftsberichte der Staatlichen Gutsverwaltung Dobbertin 1939–1945.
  78. Güstrower Zeitung vom 1. August 1911.
  79. Güstrower Zeitung vom 3. August 1913.
  80. Dobbertin – ein Dorf mit altem Kloster. 2019, S. 8.
  81. LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationsprotokolle. Nr. 167.
  82. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3162 Reparatur Orgelwerk 1673.
  83. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 716. Protokoll über die Untersuchungen des Hoch Adlichen Closters Dobbertin Ao. 1737.
  84. LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherungsgesellschaft. Nr. 557, Plan der Gebäude des Dorfes 1790.
  85. Horst Alsleben: Dobbertin - ein Dorf mit altem Kloster. In: Der Holznagel 4/2019, S. 6–11.
  86. Horst Alsleben: Häuser mit Reet gedeckt. SVZ Sternberg, 11. April 1994.
  87. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 11. November 1801, Nr. 13.
  88. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 19. November 1835, Nr. 16.
  89. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 12. November 1823, Nr. 3.
  90. Horst Alsleben: Krugscheune erhält neues Reetdach. Elde-Express, 11. Juli 1996.
  91. Horst Alsleben: Dobbertin - ein Dorf mit altem Kloster. In: Der Holznagel 4/2019, S. 11–12.
  92. Horst Alsleben: Feuerbesen schützt vor Blitzschlag. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 5. Juni 2003.
  93. Horst Alsleben: Der Wismarer Heinrich Gustav Thormann und die Dobbertiner Klosterkirche. In: Wismarer Beiträge. 2017, Heft 23, S. 82–83.
  94. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 18. November 1852, Nr. 9.
  95. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 752 Präsentatenbuch 1838–1852, S. 61, Nr. 23.
  96. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 18. November 1863, Nr. 18.
  97. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokolle. 15. November 1872, Nr. 14.
  98. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 515 Bau des Krankenhauses in Dobbertin 1845–1879.
  99. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1887, Nr. 26.
  100. Horst Alsleben: Unverbesserliche Säufer belästigen Damen. SVZ Mecklenburg-Magazin, 17. März 2017.
  101. Horst Alsleben: 1922: Sperrung der Mildenitzbrücke. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 15. Februar 1999.
  102. Horst Alsleben: Dobbertiner Cafe war einst Spritzenhaus. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 26. April 2007.
  103. Horst Alsleben: Ziel: Verschönerung des Dorfbildes. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 22. Mai 2003.
  104. Karin Mußfeldt: CAP-Markt feiert 5 Jahre Bestehen. Elde-Express, 10. November 2007.
  105. LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherungsgesellschaft 1782–1932.
  106. Horst Alsleben: Bauhof versorgte einst die adligen Damen. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 17. Januar 2005.
  107. Horst Alsleben: Reinigung des Klosters war ein Kuriosum. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 25. Mai 2004.
  108. Regierungs-Blatt für Mecklenburg-Schwerin, 1918, Nr. 205; Mecklenburg-Schwerinsches Staatsministerium, Bekanntmachung vom 18. November 1918 betreffend der Landesklöster.
  109. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 510 Staatliche Klosterverwaltung 1923–1928.
  110. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8626 Gutsinspektor Rode 1917–1945.
  111. Standesamt Goldberg, Geburtenbuch Dobbertin 1939–1945.
  112. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8607 Wirtschaftsberichte der Staatlichen Gutsverwaltung Dobbertin 1939–1945.
  113. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3159 Verträge und Bauten mit Handwerkern.
  114. Stadtarchiv Ribnitz: Bestand Kloster Dobbertin. Nr. D 59/17.
  115. LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherung. Nr. 557 (1762–1820).
  116. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 13. November 1889, Nr. 9, 11.
  117. Güstrower Zeitung vom 29. Dezember 1920.
  118. Güstrower Zeitung vom 6. Juli 1921.
  119. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 493 Feuerlöschwesen 1880–11922.
  120. Güstrower Zeitung vom 23. August 1923.
  121. Horst Alsleben: Dobbertiner Cafe war einst Spritzenhaus. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 26. April 2007.
  122. Horst Alsleben: Dobbertiner Cafe war einst Spritzenhaus. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 26. April 2007.
  123. Horst Alsleben: Die Schulen des Klosters Dobbertin. 2006, S. 43.
  124. Horst Alsleben: Ungehorsam wurde nicht geduldet. Zur Geschichte des Klosters Dobbertin: Strenge Ordnung an der Klosterschule. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 12. April 2005.
  125. MUB VII. (1872) Nr. 4985.
  126. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 481 Schulpflicht 1626–1777.
  127. Horst Alsleben: Die Schulen des Klosters Dobbertin. 2006, S. 43–45.
  128. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 6. März 1833, Nr. 23.
  129. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 13. November 1839, Nr. 14.
  130. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1853, Nr. 22.
  131. Horst Alsleben: Kloster war Bildungsort für Landschullehrer. SVZ, Lübz – Goldberg – Plau, 20. Oktober 2005.
  132. LHAS 5.12-7/1 Mecklenburg-Schwerinsches Ministerium für Unterricht, Kunst, geistliche und Medizinalangelegenheiten. Nr. 2829 Vorbereitungsanstalt für ritterschaftliche Schullehrer in Dobbertin.
  133. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 1295 Hauptregister des Kloster Amts Dobbertin 1857–1858.
  134. Horst Alsleben: John Brinckman. Spurensuche im Klosteramt Dobbertin. Dobbertiner Manuskripte, Heft 15, 2014, S. 20–26.
  135. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8968 Privatschule in Dobbertin.
  136. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 15. November 1882, Nr. 28.
  137. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8968 Privatschule in Dobbertin.
  138. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 27. November 1916, Nr. 26.
  139. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8968 Privatschule in Dobbertin.
  140. Horst Alsleben: Ferien an Markttagen und zur Erntezeit. Aus der Geschichte des Klosters Dobbertin: Neue Schulordnung. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 13. Juni 2005.
  141. Horst Alsleben: Ferien an Markttagen und zur Ferienzeit. Aus der Geschichte des Klosters Dobbertin: Neue Schulordnung. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 13. Juni 2005.
  142. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8966 Schule Dobbertin 1919–1937.
  143. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8986 Schule zu Dobbertin.
  144. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 12. November 1845, Nr. 16.
  145. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 11. November 1846, Nr. 12.
  146. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8608 Klostervermögen 1918–1920.
  147. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 13. November 1839, Nr. 14.
  148. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8967 Gewerbeschule 1919–1928.
  149. LHAS 5.12-9/5 Landratsamt Parchim. Nr. 98 Einrichtung einer Deutschen Heimschule im Kloster Dobbertin.
  150. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8627.
  151. Kurt Müller: Bericht zu den Ereignissen in den April-Mai-Tagen 1945 im Klostergebiet von Dobbertin. 2. April 1997. (unveröffentlicht)
  152. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8603, 8627, 8970.
  153. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8627. 8970.
  154. Horst Alsleben: Kloster Dobbertin vor und nach 1945. 2019, S. 106.
  155. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 5. Dezember 1816, Nr. 10.
  156. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 1265–1278, Hauptregister 1839–1849.
  157. Güstrower Zeitung vom 13. Juli 1901.
  158. LHAS 5.12-7/1 Mecklenburg-Schwerinsches Ministerium für Unterricht, Kunst, geistliche und Medizinalangelegenheiten. Nr. 10 633 Krankenhaus in Dobbertin.
  159. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge – Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 195/196.
  160. Hauptsatzung § 1 (PDF; 3,0 MB).
  161. Stefan Pulkenat: Parkkonzeption Dobberin. Juni 1999.
  162. Sebastian Lorenz: Dobbertiner Seengebiet und Mildenitz-Durchbruchstal. Kapitel 3, Dissertation an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 2007.
  163. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 1235 Hauptregister des Jungfräulichen Kloster-Amts Dobbertin 1753–1754.
  164. LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherungsgesellschaft. Nr. 557, Plan des Gebäude des Dorfes Dobbertin 1790.
  165. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8648 Krankenhaus 1920–1931.
  166. Horst Alsleben: Dobbertin – ein Dorf mit altem Kloster. 2019, S. 14.
  167. Horst Alsleben: Dobbertin – ein Dorf mit altem Kloster. 2019, S. 14.
  168. Ulrike Oehlers: Die neuen Bewohner zogen ein. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 5. September 2000.
  169. Horst Alsleben: Der Wismarer Heinrich Gustav Thormann und die Dobbertiner Klosterkirche. In: Wismarer Beiträge. Schriftreihe des Archivs der Hansestadt Wismar. Heft 23, Wismar 2017, S. 80–95.
  170. Horst Alsleben: Dobbertin – ein Dorf mit altem Kloster. 2019, S. 14–15.
  171. Horst Alsleben: Dobbertin – ein Dorf mit altem Kloster. 2019, S. 13.
  172. Horst Alsleben: Krugscheune erhält neues Reetdach. Elde-Express, 11. Juli 1996.
  173. Ilona Lange: Dobbertin hat mehr zu bieten als nur das Kloster. Elde-Express, 16. September 1999.
  174. LHAS 5.12-9/5 Landkreis Parchim. Nr. 93.
  175. Alexander Fischbach: Gesundheitszentrum für Dobbertin. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 5. August 2021.
  176. Horst Alsleben: Dobbertin – ein Dorf mit altem Kloster. 2019, S. 8–13.
  177. LHAS 5.12-9/5 Landratsamt Parchim. Nr. 35.
  178. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 528 Neubau Pächterhaus Vimfow und Gärtnerhaus Dobberin 1859–1861.
  179. Horst Alsleben: Ein Stück Klostergeschichte. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 19. April 1995, 24. Juli 2000, 17. August 2007.
  180. Horst Alsleben: Die eingemauerte Nonne. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 2./3. Mai 2009.
  181. Horst Alsleben: Der Dobbertiner Gerichtsberg. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 18./19. Oktober 2014.
  182. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3005 Hexenprozess gegen Catharina Grantzow.
  183. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 363 Aufstellung der Schulzen 1873–1921.
  184. LHAS 10.63-1 Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Nr. 275 Amtsprotokollbuch Kloster Dobbertin 1587–1593.
  185. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3162 Reparatur Orgelwerk 1672.
  186. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 690 Lieferung von Rekruten an die preußische Armee 1761.
  187. Kirchenbuch Dobbertin: Verstorbene Anno 1791.
  188. Volkszählung Dobbertin 1819.
  189. Jürgen Borchert: Neuer mecklenburgischer Zettelkasten. Recherchen und Reminiszenzen, 2000, S. 27.
  190. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 363 Aufstellung der Schulzen 1873–1921.
  191. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 363 Aufstellung der Schulzen 1873–1921.
  192. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 8954 Schulzenschaft 1920.
  193. Horst Alsleben: Dorfschulze seines Amtes enthoben? SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 19. Oktober 2007.
  194. Katja Frick: Der Bürgermeister von Dobbertin ist Kripo-Chef in Parchim. SVZ Lübz - Goldberg - Plau, 25. August 2021.
  195. im Dobbertiner Geburtenbuch Beate Barwandt 1950 nicht vermerkt.
  196. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin Nr. 3185 Nachlass des Orgelbaumeisters Schmidt 1797/98 aus Dobbertin.
  197. Horst Alsleben: Mecklenburgs einzige doppeltürmige Kirche. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 8. März 2000.
  198. Horst Alsleben: Naturschützer, Komponist und Beamter Dobbertins. Postsekretär Bernhard Stehlmann hatte viele Facetten. SVZ Lübz – Goldberg – Plau, 9. Juli 2016.
  199. Elde-Spiegel: Einst Pferdekutscher – jetzt Oberstudienrat. 7. Juni 1966.
  200. Herbert Remmel: Ein Forstmann auf vielen Wegen. SVZ Mecklenburg-Magazin, 2003, Nr. 9.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.