G. F. Steinmeyer & Co.

Das Unternehmen G. F. Steinmeyer & Co. i​n Oettingen w​ar in d​en Jahren 1847 b​is 2001 e​in namhafter Hersteller v​on Harmonien u​nd Orgeln.

Porzellanschild an op.158 ev. Kirche in Leutershausen/Mfr.
G. F. Steinmeyer & Co.
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1847
Sitz Oettingen in Bayern
Leitung Paul Steinmeyer, Martin Steinmeyer, Susanne Steinmeyer
Branche Orgelbau (1847–2001), Vermögensverwaltung (seit 2001)
Website www.steinmeyer-orgeln.de

Geschichte

Georg Friedrich Steinmeyer (1819–1901)

Gegründet wurde die Firma im Jahr 1847 von Georg Friedrich Steinmeyer, der u. a. von Eberhard Friedrich Walcker ausgebildet wurde. Das Unternehmen stellte bis nach dem Ersten Weltkrieg über 6000 Harmonien her. Besondere Bedeutung und Bekanntheit hat es jedoch für den Orgelbau. Die Steinmeyer-Orgel für das Schützenhaus in Meiningen (1913) z. B. folgte Entwürfen von Max Reger. Auch die größte Kirchenorgel der Welt im Passauer Dom stammt ursprünglich von Steinmeyer (1928), ebenso die Orgel im Hamburger Michel (1960). Bereits 1914 und 1922 hatte man die historischen Orgeln der Basilika Ottobeuren restauriert. Nennenswert ist auch die Steinmeyer-Hauptorgel in St. Lorenz in Nürnberg (1879/1937), diese ist heute die zweitgrößte Orgel Deutschlands (2002 von Klais renoviert und erweitert). Der Firmengründer baute von Anfang an nur Kegelladen. Bis zum Jahr 1900 wurden 676 Orgeln und zahlreiche Harmonien geliefert.[1] Sein Opus 1 von 1848 war die erste Kegelladenorgel in Bayern, sein Opus 2 von 1849 seine einzige Schleifladenorgel. Später war das Unternehmen auch an der Weiterentwicklung der Taschenladen beteiligt, bevor fast ausschließlich elektropneumatische Trakturen gefertigt wurden. Im Vergleich mit anderen Firmen vollzog die Firma die Wiedereinführung der mechanischen Schleiflade in den 1950er Jahren relativ spät.[2] Im Jahr 1929 hatte Steinmeyer 1500 und am Ende fast 2400 Orgeln gebaut.

Johannes Steinmeyer (1857–1928)

Nach d​em Tod v​on Georg Friedrich Steinmeyer i​m Jahr 1901 übernahm s​ein Sohn Johannes d​en Betrieb. Trotz d​er teilweise schwierigen wirtschaftlichen Lage i​n den 1920er Jahren, w​urde unter seiner Regie 750 Orgeln gebaut.

Hans Steinmeyer (1889–1970)

Johannes Steinmeyer h​atte zwei Söhne: Hans (1889–1970) u​nd Fritz (senior) (1895–1974). Hans Steinmeyer übernahm d​ie Firmenleitung n​ach dem Tod d​es Vaters 1928. Unter seiner Leitung wurden ungefähr 700 n​eue Orgeln gebaut.

Fritz Steinmeyer junior (1918–2008)

Hans Steinmeyer übertrug i​m Jahr 1967 d​ie Betriebsleitung seinem ältesten Sohn Fritz (junior) (1918–2008). Unter seiner Leitung v​on 1967 b​is 1993 wurden n​och ungefähr 240 Orgeln gebaut.

Paul Steinmeyer (1933–2019)

Paul Steinmeyer, d​er Sohn v​on Fritz senior (1895–1974), übernahm 1993 d​ie Firmenleitung v​on seinem Vetter Fritz junior.

Der aktive Orgelbau w​urde 2001 eingestellt. Zur Bewahrung u​nd Verwaltung d​es historischen Gebäudebestandes, d​es Inventars s​owie des weltweit einmaligen Orgelbauarchives w​urde das Unternehmen i​n eine Vermögensverwaltung umgewandelt.

Vor dieser Umwandlung w​urde ein n​icht mehr benötigtes Werkstattgebäude a​n die Ehefrau d​es Orgelbauers Karl Göckel verkauft, d​as seit August 2011 wiederum z​um Verkauf steht. Göckel gründete i​m Jahr 2001 d​ie Firma Orgelbau Steinmeyer Inh. Karl Göckel e. K., d​ie heute a​ls „Orgelbau Steinmeyer GmbH“ firmiert.[3]

Werke (Auswahl)

JahrOpusOrtKircheBildManualeRegisterBemerkungen
1848 1 Frankenhofen Evangelische Kirche I/P 10 mit Kegelladen; 1968 durch op. 2201 ersetzt, steht seitdem in der Oettinger Werkstatt
1849 2 Windsfeld St. Gangolf I/P 7 einzige Schleifladenorgel des Firmengründers
1855 12 Emetzheim St. Johannes d. Täufer
I/P 9 Pedalklaviatur wurde oben mit zwei weiteren Tasten erneuert und erweitert
1860 26 Lindau (Bodensee) St. Stephan
III/P 43 1923 und 1975 Neubauten durch Steinmeyer
1868 66 Salzburg Christuskirche
II/P 15 Theodor Mann spielte am 21. August 1884 die Orgel.[4]

Orgel 1979 d​urch Gollini gravierend verändert.

1869 82 Weidelbach (Dinkelsbühl) St. Ulrich
II/P 13 Besonderheit: Harmoniumregister Physharmonika 8′ im II. Manual
1870 92 Sausenhofen Ev. St. Michael
I/P 7 Kegellade; Pfeifen aus der Vorgängerorgel übernommen; Pedal nur 16′ mit Koppel; Calcant erhalten; Zinn-Prospektpfeifen von 1989
1870 98 Tschirn Kath. Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä.
II/P 18 Besonderheit: 2 Harmoniumregister, 1 Physharmonika 8′ im II. Manual und ein durchschlagendes Posaunenregiser 16′ im Pedal. Klanglich und technisch im Originalzustand.
1873[5] 115 Wien St. Brigitta
II/P 21 Für die Weltausstellung 1873 in Wien errichtet, danach in die Pfarrkirche St. Brigitta übertragen → Orgel
1874 120 Vaduz Kathedrale St. Florin
III/P 33 Disponiert und eingeweiht durch Joseph Gabriel Rheinberger. 2013 rekonstruierender Neubau durch Hermann Eule Orgelbau Bautzen (III/P, 48)[6]
1875 137 Sommerhausen Ev. St. Bartholomäus
II/P 19 Prospektplanung von Leopoldo Retti / Johann Philipp Seuffert 1740
1875 140 Rüdenhausen St. Peter und Paul
I 12
1876 145 Fröschweiler/Elsass Friedenskirche II/P 16
1877 158 Leutershausen/Ansbach ev. Kirche St. Peter, Basilika II/P 20 Disposition neobarock verändert
1878 171 Hainhofen St. Stephanus
11 Restauriert 2009 durch Orgelbau Knöpfler
1878 186 Illschwang Wehrkirche Illschwang
I/P 11 Mechanische Kegellade
1879 187 Ernhüll St. Margarethen
I/P 5 Original bis auf die Prospektpfeifen
1880 198 Strullendorf St. Laurentius
I/P 11 Orgel
1880 200 München Frauenkirche III/P 54 nicht erhalten
1884 235 Burghausen Ehemalige Studienkirche St. Josef
I/P 10 Orgel
1884 255 Dingolfing Stadtpfarrkirche St. Johannes
II/P 34
1885 268 Hof (Saale) Stadtkirche St. Marien
II/P 24 1994/95 restauriert durch Firma Johannes Klais Orgelbau Bonn
1885 271 Rothenburg ob der Tauber St.-Johanniskirche
II/P 26 1993 erweitert, 2004 restauriert
1885 276 Bad Kissingen evangelische Erlöserkirche
II/P 22 Umbau 1910 (Opus 1045)
1885 277 Dürrenmungenau Ev. St. Jakobus
I/P 8 Prospekt von Johann Jakob Bodechtel; 2017 Generalrenovierung
Orgel
1885 Neunkirchen am Brand St. Michael
II/P 21 Im historischen Prospekt aus der Zeit um 1810; 1985 neobarocker Umbau und Erweiterung auf 23 Register durch Krätzer, Nürnberg; 2012 Restaurierung und weitgehende Rückführung in den Originalzustand durch Klais (Opus 1906)
Orgel
1886 312 München-Giesing Heilig-Kreuz-Kirche
II/P 30 1975 neues Werk von Orgelbau Eisenbarth mit III/42
1887 321 Waal St. Anna
II/P 20
1887 323 Pattendorf Spitalkirche St. Josef I/P 9 erhalten
1887 334 Heilsbronn Ev. Münster Heilsbronn
II/P 24 1959 durch opus 1975 ersetzt
1888 358 Laaberberg Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Opferung I/P 10 erhalten
1889 376 Leupoldsgrün Ev.-luth. Pfarrkirche
II/P 14 1862 umgebaut, 1997 restauriert
1889 389 Harburg (Schwaben) Evangelisch-Lutherische Stadtpfarrkirche St. Barbara
II/P 14 erhalten, 1971 neobarock verändert (Deininger & Renner), 2017 Rückbau durch Orgelbau Kubak, Erweiterung auf 18/II/P

Orgel

1890 399 Pommersfelden Schloss Weißenstein

Schlosskapelle

I/P 5 Der Prospekt an der Brüstung besteht aus Blindpfeifen. Das Werk befindet sich in einem eigenen Gehäuse hinter dem Spieltisch. → Orgel
1890 403 Konradsreuth Ev.-luth. Pfarrkirche
II/P 16 hinter barockem Prospekt → Orgel
1890 410 Tittmoning Allerheiligenkirche
II/P 14 Orgel
1890 412 Landshut St. Jodok
II/P 30 1966 Umbau durch Gerhard Schmid
Orgel
1891 435 Knottenried St. Oswald I/P 5 231 klingende Pfeifen
1891 437 Weißenstadt Stadtkirche St. Jakobus
II/P 18 2006 Restaurierung durch Orgelbau Sandtner
1892 449 Neufraunhofen Schlosskirche St. Johann Baptist I/P 7 erhalten
Orgel
1892 452 Neustadt am Kulm Evangelische Stadtpfarrkirche
II/P 16 1985 von Hey Orgelbau restauriert
1892 456 Murnau am Staffelsee St. Nikolaus II/P 24 1970 durch Neubau ersetzt
1893 471 Röckingen Ev. St. Laurentius
II/P 14 Pneumatik mit Keilbälgen
1893 490 Oberammergau St. Peter und Paul
II/P 30 Mit hinzugefügtem Rückpositiv erhalten.
Orgel
1893 491 Eglfing St. Martin
I/P 10 Neubau unter Übernahme von fünf Registern und des Barockprospekts
1894 510 Bamberg St. Martin
II/P 38 Restaurierung durch Hermann Eule
Orgel
1894 514 München-Haidhausen St. Johannes
II/P 15 1912 umgesetzt, 1920 nochmals, nach St. Johannes der Täufer Sömmersdorf (Bild), klassizist. Prospekt
1894 525 Döbra Bartholomäuskirche
II/P 18 Orgel
1896 566 Göggingen St. Johannes
II/P 15 Als drittes Manual ist ein Harmonium eingebaut
1900 684 Edelsfeld St. Stephanus (evangelisch)
II/P 9 im Gehäuse von Elias Hößler. 2019 Restaurierung Orgelbau Rainer Kilbert
1901 721 München Erlöserkirche
II/P 21 1938 erweitert von Albert Moser auf III/38.
Orgel
1901 730 Lintach (Freudenberg) St. Walburga
I/P 8 im Gehäuse von Funtsch 1747, Sanierung Orgelbau Rainer Kilbert um 1990
1905 854 Frankfurt am Main St. Matthäus
III/P 41 Kriegsverlust
1906 902 Britzingen St. Johannes
II/P 14 2012 restauriert → Orgel
1906 918 Bamberg-Bug Heilige Dreifaltigkeit[7]
I/P 6 Orgel
1907 942 Neustadt, Weinstraße Katholische Pfarrkirche St. Marien II/P 34 1962 und 1974 durch Orgelbau Späth umgebaut (zu III/P, 45 Register)
1907 970 Landshut Heilig-Geist-Kirche II/P 24
1908 993 Geroldshausen Evang. Kirche
I/P 8 Originaldisposition
um 1910
Harmonium frühe Bauart. Derzeitiger Standort im Luftmuseum in Amberg
1910 Berg (Oberfranken) St. Jakobus
II/P 17 durchgreifend umgebaut 1954; hinter Barockprospekt → Orgel
1911 1082 Nimburg Bergkirche
II/P 14 Orgel
1911 1089 Harburg (Schwaben) Schlosskirche St. Michael auf

Burg Harburg

II/P 9 Denkmalprospekt von 1721

Orgel

1911 1100 Mannheim Christuskirche
V/P 92 Orgel
1912 1119 Gerzen St. Georg
II/P 17 1983 durch Neubau Georg Jann ersetzt, Gehäuse erhalten
Orgel
1912 1126 Blieskastel Protestantische Kirche
II/P 14 1960 Umgestaltung und Erweiterung durch Lotar Hintz (Heusweiler), 2009 Renovierung durch OBM Peter Ohlert (Kirkel), dabei Wiederherstellung der originalen Disposition unter Beibehaltung

der Erweiterung v​on 1960.[8]
Orgel

1913 1163 Eysölden St. Thomas [9]
1913 1185 Arnstadt Johann-Sebastian-Bach-Kirche (Arnstadt)
Arnstadt Bachkirche Orgeln
III/P 55 1997–2000 restauriert durch Hoffmann und Schindler
Orgel
1913 1159 Biesingen/Blieskastel St. Anna
II/P 19 Originale Disposition erhalten. 1994 renoviert durch die Firma Hugo Mayer Orgelbau (Heusweiler).
Orgel
1913 1160 Pfronten St. Nikolaus 47 1966 durch einen Neubau durch Zeilhuber ersetzt, dieser wiederum 2009 durch eine Orgel von Romanus Seifert ersetzt, Teile des Pfeifenwerk in das Nachfolgerinstrument übernommen
1914 1180 Meiningen (1914)
Berlin-Haselhorst (1937)
Weihnachtskirche
III/P 42 (+ 3 Transmissionen) erbaut 1914 für das Schützenhaus in Meiningen nach Vorgaben von Max Reger und eingeweiht von Karl Straube, 1937 an die Weihnachtskirche (Bild). Originale Disposition erhalten. 2006/07 restauriert durch die Firma Christian Scheffler (Sieversdorf).
Orgel
1913 1187 Maikammer Johanniskirche II/P 14 stark verändert erhalten → Orgel
1914 1198 Oettingen in Bayern Kath. Pfarrkirche St. Sebastian
II/P 23 erhalten, 2008 restauriert
1914 1211 Zwiesel Evangelische Kreuzkirche II/P 9 Romantische Disposition. 1965 umgebaut, dabei Spieltisch um 90° gedreht. 1990 restauriert und klanglich in den Originalzustand versetzt.
1914 1218 Eutenhofen (Dietfurt an der Altmühl) Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
II/P 18
1914 1219 Zeuthen Martin-Luther-Kirche
II/P 22 (heute: 27) erweitert 1926, mehrfach umgebaut, überholt 2002, restauriert/rückgeführt 2021 → Orgel
1915 1230 Augsburg Ludwigsbau
III/P 62 Vor Abriss der Halle 1966 in die nahegelegene Herz-Jesu-Kirche transferiert, seit 1997 in Mariä Heimsuchung in Szombathely.
1916 1234 Groß Köris Evangelische Christuskirche
II/P 13 Orgel
1916 1246 München Frauenklinik an der Maistraße
II/P 13 In den 1960er Jahren neobarocke Umdisponierung
1918 1265 Bad Aibling Christuskirche
II/P 11 In den 1970er Jahren neobarockisiert; 2022 in den Ursprungszustand zurückversetzt.
1921 1297 Sickershausen Evangelische Johanneskirche
13
1922 1344 Berlin-Westend Epiphanien-Kirche III/P 49 davon 1 Transmission. 1929 durch die Erbauerwerkstatt auf 52 Register (davon 1 Transmission) erweitert, 1944 mitsamt der Kirche zerstört
1923 1348 Landerzhofen bei Greding Filialkirche St. Thomas I 7 Laut einer Quelle von 1937[10]
1923 1350 Bussum, Niederlande Mariakerk oder Koepelkerk II/P 21 Ursprünglich für die Clemenskerk Hilversum gebaut; 2012 Umsetzung, Restaurierung und Erweiterung um Bazuin 16′
1924 1382 Landau in der Pfalz Stadtpfarrkirche St. Maria
III/P 70 (+2 Transmissionen) Verändert erhalten, 2010–2012 Restaurierung durch Orgelbau Romanus Seifert & Sohn (Kevelaer)[11]
Orgel
1924 1389 Amberg Kirche der Justizvollzugsanstalt Amberg
II/P 21 Unverändert erhalten
1924 1390 Lindau (Bodensee) Münster Unserer Lieben Frau
III/P 60 1928 erweitert um ein Fernwerk III/P/68, 1993 Restaurierung Orgelbau Link

Orgel

1924 1480 Passau Dom St. Stephan
V/P 206+2 Orgeln des Domes St. Stephan. Von Orgelbau Eisenbarth unter Verwendung von 55 Registern neu gebaut.
1926 Bamberg Unsere Liebe Frau (Obere Pfarre) II/P 37 Neubau hinter Prospekt von Johann Christian Köhler (1760)/Valentin Scholl 1769; Beschädigungen 1945 durch Bombenangriff, 1947 durch Blitzschlag, 1951 Wiederherstellung, 1994 Abbau, 1995 Neubau und Erweiterung (IV/P/61) bei Weiterverwendung der Steinmeyer-Pfeifen durch Orgelbau EisenbarthOrgel
1927 1438 Berlin-Wilmersdorf Heilig-Kreuz-Kirche II/P 35 1973 Umbau
2004–2008 Erweiterung mit Steinmeyer-Material auf 52 Register auf 3 Manualen
Orgel
1927 1460 Bamberg St. Otto II/P 37 Orgel
1929 1500 Trondheim Nidarosdom
V/P 139 bis 2014 restauriert durch Orgelbau Kuhn AG[12]
Orgel
1929 1501 Berlin-Tegel Herz-Jesu-Kirche
II/P 26 Orgel
1929 1507 Riegel am Kaiserstuhl Evangelische Kirche I/P 6 1969 umdisponiert - → Orgel
1929 1510 Memmingen St. Josef IV/P 60 (+3 Transmissionen) IV. Manual (Fernwerk) war zwar geplant und im Spieltisch vorbereitet, kam aber nicht mehr zur Ausführung. 1980 wurde die Orgel ersetzt durch ein Instrument der Orgelbaufirma Georg Jann (IV/54).
1929 1512 Memmingen Unser Frauen III/P 52 (+4 Transmissionen) Unverändert erhalten → Orgel
1930 1539 Berlin ursprünglich Gemeindesaal der Petrus-Kirche in Berlin-Lichterfelde, seit 1966 verändert in der Reformationskirche in Berlin-Moabit
II/P 18 (Zustand seit 1966) 1966 durch die Firma Orgelbau Stephan verändert und unter Verwendung von vier Registern einer Walcker-Orgel von 1906 (Opus 1321) als Chororgel in der Berliner Reformationskirche eingebaut
1931 1543 Altoona (Pennsylvania, USA) Cathedral of the Blessed Sacrament
IV/P 58 IV. Manual (Fernwerk) bis heute nicht besetzt.
1932 1568 München St. Lukaskirche
IV/P 72 erhalten
Orgel
1933 1574 Trabelsdorf Michaeliskirche
II/P 12
1933 1575 Athen Christuskirche II/P 15 erhalten
1935 1594 Bruckberg (Mittelfranken) St. Martin
III/P 33 pneumatische Register- und Spieltraktur. erhalten.
Orgel
1935 Ohne Opuszahl München Frauenkirche IV/P, II/P 67/26 neue Orgelanlage, bestehend aus Umgestaltung mit Erweiterung der Hauptorgel und Neubau der Chororgel. Im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört.
1936 1620 München St. Markus
III/P 37 1949 auf III/54 erweitert
Orgel
1937 1635 Nürnberg St. Lorenz
V/P 157 Orgeln von St. Lorenz (Nürnberg)
1937 1642 München Dreieinigkeitskirche
III/P 35 erhalten
Orgel
1937 1643 Sammenheim Ev. St. Emmeram II/P 13 hinter Prospekt von Caspar Moritz Nößler (1764); pneumatische Taschenlade
1937 1644 Hof (Saale) Lutherhaus
II/P 20 1956 versetzt in die neuerbaute Lutherkirche Hof (Bild), dabei Erweiterung auf die heutige (angegebene) Größe → Orgel
1937 1646 Berlin-Weißensee Immanuel-Kapelle (Baptistengemeinde)
II/P 30 erhalten →Orgel
1938 1666 Berlin-Spandau Melanchthon-Kirche II/P 28 Orgel
1946 1740 Oettingen in Bayern Ev. Pfarrkirche St. Jakob
III/P 48 erhalten
1948/49 1772 Würzburg Klosterkirche Mariannhill

(Herz-Jesu-Kirche)

III/P 55 1989 Restaurierung, 2011/12 Sanierung und Erweiterung
1949 1759 Hochaltingen Mariä Himmelfahrt II/P 18 erhalten
1951 1803 Gütersloh Martin-Luther-Kirche
III/P 60
1951 1804 Kitzingen Evangelische Stadtkirche
III/P 66 Orgel
1952 1814 Ludwigshafen Apostelkirche III/P 43 Orgel
1952 1827 München St. Ursula
III/P 60 erhalten
Orgel
1953 1838 Atzenbach St. Mariä Himmelfahrt
II/P 25 Orgel
1954 1855 Wiesbaden Kurhaus
III/P 44/48/51 1954 Neubau und 1988 Erweiterung durch Steinmeyer, 2010 Erweiterung durch Giovanni Crisostomo
1954 1856 München St. Johannes
III/P 41 erhalten
Orgel
1954 1859 Heidelberg Jesuitenkirche
III/P 55 jetzt im Orgelzentrum Valley
Orgel
1956 1900 München St. Matthäus
IV/P 65 erhalten
Orgel
1957 1930 Ottobeuren Basilika, Marienorgel
V/P 82 2001 Restaurierung und Reorganisation auf 90/V/P durch Klais
Orgel
1958 1941 Hof (Saale) St. Konrad
II/P 25 Orgel
1958 1943 Baden-Baden Pauluskirche Weststadt II/P 28
1958 1951 Partenstein (Main-Spessart) Christuskirche II/P 15 erhalten
1958 1952 Zell im Wiesental Evangelische Kirche II/P 16 erhalten → Orgel
1959 1965 München Großer Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München
III/P 53 2001 nach Weißenhorn verkauft; Einbau mit neuem Gehäuse durch die Fa. Klais in der katholischen Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Weißenhorn)
1959 1975 Heilsbronn Ev. Münster Heilsbronn
III/P 50 2004 Abbau und Verkauf nach Polen
1960 1999 München Ludwig-Maximilians-Universität
II/P 29 Weiße-Rose-Orgel
2012 wieder spielbar gemacht durch Markus Harder-Völkmann.
1960 2000 Hamburg St. Michaeliskirche
V/P 85 2010 durch Späth restauriert
Orgel
1961 2022 Kappelrodeck Evangelische Kirche II 8 2011 durch Orgelbau Vier renoviert[13]
1961 2023 Aschaffenburg Christuskirche III/P 41 Orgel
1962 2029 Ludwigshafen-Mundenheim Christuskirche II/P 27 Orgel
1962 2038 München Herkulessaal
IV/P 75
1962 2049 München-Untermenzing Bethlehemskirche
II/P 17 Diese Orgel stellt insofern eine Kuriosität dar, da sie kein wirklich definiertes Hauptwerk besitzt. Die beiden Manualwerke Brüstungspositiv und Schwellwerk besitzen beide hauptwerkstypische Register.[14]
1963 2064 Nürnberg Meistersingerhalle
IV/P 86
1963 2071 Konstanz Pauluskirche Konstanz, Holzkirche III/P 35
1964 2085 Neukirchen bei Ansbach St. Peter und Paul
I 5 dieses Positiv ist ein typisches Beispiel für die optische Gestaltung ähnlicher Kleininstrumente dieser Orgelbaufirma
1965 2113 Mainz St. Stephan, Pankratiuskapelle I/P 4 Ursprünglich für Remscheid-Siepen erbaut
1965 2122 Mannheim evang. Pfingstbergkirche II/P 22
1966 2148 Villingen-Schwenningen Evangelische Stadtkirche Schwenningen
III/P 47 etwa 2010 überarbeitet und erweitert
1966/1997 2152 Neustadt-Winzingen, a.d.Weinstraße Martin-Luther-Kirche II/P IV/P 26 44 mit Pfeifen einer Walcker-Orgel von 1927
1967 2158 Schweinfurt Heilig-Geist-Kirche III/P 45 Orgel
1967 2163 München Andreaskirche
III/P 28
1967 2175 Garching-Hochbrück St. Franziska Romana
I/P 6 Orgel
1967 2181 Wassertrüdingen Dreieinigkeitskirche II/P 24 Besonderheit:

Zimbelstern

1968 2197 Amberg Erlöserkirche
II/P 15 Mechanische Spiel- und Registertraktur. 2011 Ersatz des Quintbass 5 1/3' durch ein Fagott 8'
1969/1970 2226 Frankfurt am Main Gethsemanekirche II/P 23 Prospekt von Hans Georg Heimel
1970 2228 Baden-Baden Johanneskirche II/P 15 Orgel
1969/1970 2235 Hamburg St. Andreas
III 45
1971 2246 Berlin-Gropiusstadt Dreieinigkeitskirche II/P 26 Orgel
1971 2246 Weimersheim St. Vitus II/P 11
1971 2254 Baden-Baden St. Josef
II/P 26 Orgel
1972 2264 Homburg, Saar Protestantische Stadtkirche
III/P 33 2005/2006 geringfügige Umdisponierung und Einbau einer Setzeranlage durch die Firma Hugo Mayer Orgelbau (Heusweiler).
1974 Trossingen Martin-Luther-Kirche III/P 46 2002 überholt und überarbeitet → Orgel
1975 2299 Ebersteinburg St. Antonius II/P 25 Orgel
1975 2301 Bamberg Erlöserkirche II/P 24 Orgel
1976 2313 Soltau Sankt Maria vom heiligen Rosenkranz II/P 13 Stand von 1976 bis 2017 im Konzertsaal des Windsbacher Knabenchores.[15]
1978 2334 Mambach St. Antonius
II/P 11 Orgel
1978 2338 Feldkirchen Evangelisch-lutherische Kirche
II/P 14 Prospekt von 1896
1979 2341 Bad Kissingen evangelische Erlöserkirche
III/P 36 unter Verwendung von Originalteilen aus 1885/1910, Umintonierung 1993
1979 2345 Vilseck St. Ägidius (Vilseck)
II/P 27 im Gehäuse von Elias Hößler 1729
1980 2353 Buchbrunn Magdalenenkirche III/P 13 Gehäuse: 1886
1980 2354 Heidelberg Heiliggeistkirche
III/P 62 Umintonation durch Lenter 1998
1981 2362 Kattenhochstatt Ev. St. Magnus
II/P 9
1982 2369 Feuchtwangen Stiftskirche
II/P 30 Orgel
1987 2380 Zürich Tonhalle
IV/P 68 Kooperation mit Fa. Detlef Kleuker, Bielefeld; 2021 ersetzt
1996 2395 Speinshart Pfarr- und Klosterkirche
II/P 26 Gehäuse: Purucker 1716
1997 2396 Neustadt an der Weinstraße Martin-Luther-Kirche IV/P 44 Letzte Steinmeyer-Orgel mit Opuszahl

Literatur

BW
  • Bernhard H. Bonkhoff: Denkmalorgeln in der Pfalz. Evangelischer Presseverlag, Speyer 1990, ISBN 3-925536-27-2 (mit ausgewählter Werkliste auf S. 357 f.)
  • Hermann Fischer: Die Orgelbauerfamilie Steinmeyer. Pape, Berlin 2011, ISBN 978-3-921140-90-1.
  • Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: 125 Jahre Orgelbau Steinmeyer 1847–1972. Selbstverlag der Firma Steinmeyer, Oettingen (Bayern) 1972.
  • Hermann Fischer: Steinmeyer. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 25, Duncker & Humblot, Berlin 2013, ISBN 978-3-428-11206-7, S. 220–222 (Digitalisat).
  • Friedrich Högner: Hundert Jahre G. F. Steinmeyer & Co 1847–1947. C. H. Beck’sche Buchdruckerei, Nördlingen 1947.
  • Alfred Reichling, Matthias Reichling: Steinmeyer-Orgeln im Tiroler Raum. Oder: Der Weg zum Erfolg ist oft dornenreich. In: Acta Organologica. Band 3. Merseburger, 2013, ISBN 978-3-87537-328-8, S. 299–400.
  • Ludger Stühlmeyer: Ein Spiegel der Instrumentenbaukunst. Georg Friedrich Steinmeyer. In: Curia sonans. Die Musikgeschichte der Stadt Hof. Eine Studie zur Kultur Oberfrankens. Heinrichs-Verlag, Bamberg 2010, ISBN 978-3-89889-155-4, S. 177–180, 215–224.

Einzelnachweise

  1. Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel Verlag, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2, S. 402.
  2. Kultur- und Orgelzentrum Altes Schloß Valley, abgerufen am 6. Januar 2018.
  3. steinmeyer-orgelbau.de: Homepage der Firma, abgerufen am 7. Januar 2017.
  4. Er meinte in seiner Reisebeschreibung, die im Jahr darauf veröffentlicht wurde, dass die Orgel eine der besten gewesen wäre, die er gesehen habe. Er überlieferte die Disposition, lobte die schöne Intonation, dann die weiche und geräuschlose Spielart und die dichten Bälge. Theodor Mann: Aus meiner Reisemappe. (Fortsetzung). In: Alexander Wilhelm Gottschalg (Hrsg.): Urania. Musik-Zeitschrift für Orgelbau und Orgelspiel insbesondere sowie für musikalische Theorie, kirchliche, instruktive Gesang- und Clavier-Musik. Band 42, Nr. 4 (Erfurt 1885), S. 51–53. Zit. nach: Gerhard Walterskirchen: Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg. Dissertation. Universität Salzburg, 1982, OCLC 163517013, S. 164.
  5. odb.at
  6. Klaus Biedermann (Red.): Kirche und Orgel zu St. Florin in Vaduz. Herausgegeben von der Gemeinde Vaduz. Vaduz 2013, ISBN 978-3-905833-07-2, S. 120 ff.
  7. Orgel in der Buger Kirche
  8. Kirchenmusikalische Mitteilungen 2010/1 (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) (PDF; 577 kB) Auf: www.evkirchepfalz.de, abgerufen am 28. Juli 2012.
  9. Rudi Obermeyer: http://www.evang-kirche-eysoelden.de/hackschn.htm#orgel. Abgerufen am 9. Juni 2018.
  10. Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt 1937, S. 402.
  11. Ausführliches Orgelporträt (Memento vom 3. September 2014 im Internet Archive) auf der Website der Kirchgemeinde, abgerufen am 7. April 2013.
  12. Projektbeschrieb auf der Website von Orgelbau Kuhn AG, abgerufen am 9. April 2013.
  13. Kappelrodeck – Evangelische Kirche – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt. Abgerufen am 9. August 2021 (deutsch).
  14. Die Steinmeyer-Orgel der Bethlehemskirche München-Untermenzing auf Organindex.de
  15. Orgel auf Internetpräsenz der Pfarrei Soltau, abgerufen am 18. September 2017.
Commons: G. F. Steinmeyer & Co. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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