Steinbrunn-le-Haut

Steinbrunn-le-Haut (deutsch Obersteinbrunn) ist eine französische Gemeinde mit 611 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Brunstatt und zum Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération.

Steinbrunn-le-Haut
Steinbrunn-le-Haut (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Mulhouse
Kanton Brunstatt
Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération
Koordinaten 47° 40′ N,  21′ O
Höhe 267–404 m
Fläche 9,20 km²
Einwohner 611 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 66 Einw./km²
Postleitzahl 68390
INSEE-Code 68324

Mairie Steinbrunn-le-Haut

Geografie

Die Gemeinde Steinbrunn-le-Haut liegt im Sundgau, etwa zwölf Kilometer südlich von Mülhausen.

Von den 921 Hektar, die das Gemeindegebiet umfasst, werden ungefähr 600 landwirtschaftlich genutzt. Rund 150 Hektar sind bewaldet.

Nachbargemeinden von Steinbrunn-le-Haut sind Steinbrunn-le-Bas im Nordosten, Rantzwiller im Osten, Wahlbach im Süden, Obermorschwiller im Südwesten, und Luemschwiller im Westen sowie Zillisheim im Nordwesten.

Geschichte

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Steinbrunn-le-Haut als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Mülhausen im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.[1]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr191019621968197519821990199920062017
Einwohner650[1]397435421491528539590583

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche in Steinbrunn-le-Haut mit asymmetrisch angeordnetem Chor und Schiff, ist dem Heiligen Mauritius und der Muttergottes des Skapuliers geweiht. Zur barocken Ausstattung der Kirche zählen Steinfiguren beiderseits der Seitentür und in den Seitenaltären, der Hauptaltar mit einem Tabernakel aus dem Jahr 1687, der Flügelaltar aus dem Jahr 1530 sowie ein auf 1626 datiertes Taufbecken.

Auf dem die Südostseite der Kirche angrenzenden Teil des Friedhofes befindet sich eine kleine Kapelle mit zwei Grabplatten aus dem 16. Jahrhundert. Eine Platte zeigt die acht Wappen der Familien Reinach, Krebs von Mülheim, Zorn von Bulach, Degelin von Wangen, Payer von Hagenwyl, Falkenstein, von Andlau und Pforr, ein anderer Stein zeigt einen kriechenden Hirsch, das Wappen der Ritterfamilie von Hirtzbach, die von 1274 bis 1477 nachgewiesen ist.

Eine Besonderheit stellt die Sonnenuhr mit der Jahreszahl 1866 an der Südostseite des Kirchenschiffes dar.

Einige Fachwerkhäuser aus vergangenen Jahrhunderten sind erhalten geblieben.

St. Mauritius
Sonnenuhr an der Kirche St. Mauritius
Grabplatte mit acht Familienwappen auf dem Friedhof

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1158–1160.
Commons: Steinbrunn-le-Haut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Mülhausen
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