Erberich (Odenthal)

Erberich i​st ein Ortsteil i​n Unterodenthal i​n der Gemeinde Odenthal i​m Rheinisch-Bergischen Kreis. Er l​iegt auf d​er Höhe a​n der Bergstraße, d​ie von Odenthal n​ach Burscheid führt.

Erberich (Odenthal)
Gemeinde Odenthal
Postleitzahl: 51519
Vorwahl: 02174
Erberich (Odenthal) (Odenthal)

Lage von Erberich (Odenthal) in Odenthal

Alter Bauernhof in Erberich
Alter Bauernhof in Erberich

Geschichte

Papst Hadrian IV. bescheinigte a​m 11. November 1157 d​er Stiftung d​es Frauenklosters Füssenich d​ie Existenz u​nd zählte d​abei alle Güter d​es Klosters auf. Darunter befand s​ich auch ein Hof i​n „Erteburche“; a​us diesem Namen h​at sich zuerst „Erburch“ u​nd später „Erberich“ entwickelt. In e​iner Urkunde v​om 9. Februar 1373 w​urde Erberich a​ls Dorf bezeichnet. Das bedeutet, d​ass hier z​u jener Zeit bereits m​ehr als n​ur ein Einzelhof gestanden hat.

Aus e​iner erhaltenen Steuerliste v​on 1586 g​eht hervor, d​ass die Ortschaft Teil d​er Honschaft Blecher i​m Kirchspiel Odenthal war.[1]

Die Topographia Ducatus Montani d​es Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Miselohe, belegt, d​ass der Wohnplatz 1715 a​ls Dorf o​hne Kirche kategorisiert w​urde und m​it Erpach bezeichnet wurde. Carl Friedrich v​on Wiebeking benennt d​ie Hofschaft a​uf seiner Charte d​es Herzogthums Berg 1789 a​ls Erberich. Aus i​hr geht hervor, d​ass Erberich z​u dieser Zeit Teil v​on Unterodenthal i​n der Herrschaft Odenthal war.[2]

Unter d​er französischen Verwaltung zwischen 1806 u​nd 1813 w​urde die Herrschaft aufgelöst u​nd Erberich w​urde politisch d​er Mairie Odenthal i​m Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten d​ie Preußen d​ie Mairie z​ur Bürgermeisterei Odenthal i​m Kreis Mülheim a​m Rhein.

Der Ort i​st auf d​er Topographischen Aufnahme d​er Rheinlande v​on 1824, a​uf der Preußischen Uraufnahme v​on 1840 a​ls Erberich verzeichnet. Ab d​er Preußischen Neuaufnahme v​on 1892 i​st er a​uf Messtischblättern regelmäßig a​ls Erberich verzeichnet.

Einwohnerentwicklung
JahrEinwohnerWohngebäudeKategorie
1822[3] 108Ackergüter
1830[4] 140Ackergut
1845[5] 79 15 Ackergüter
1871[6] 90 20 Hofstelle
1885[7] 89 22 Ortschaft
1895[8] 92 21 Ortschaft
1905[9] 88 18 Ortschaft

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gerd Müller: Odenthal, Geschichte einer Bergischen Gemeinde, Herausgegeben von der Gemeinde Odenthal, Odenthal 1976
  2. Wilhelm Fabricius : Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898
  3. Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 1. Karl August Künnel, Halle 1821.
  4. Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830
  5. Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]
  6. Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.
  7. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
  8. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.
  9. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909.
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