Burg Wahrberg

Die Burg Wahrberg, a​uch Schloss Wahrberg genannt, i​st eine frühmittelalterliche Spornburg a​uf dem 490 m ü. NHN h​ohen Sporn e​iner lang gestreckten Bergzunge u​nd zugleich Ortsteil d​er Gemeinde Aurach i​m Landkreis Ansbach i​n Mittelfranken m​it 13 Einwohnern.[1]

Burg Wahrberg
Burg Wahrberg

Burg Wahrberg

Alternativname(n) Schloss Wahrberg
Staat Deutschland (DE)
Ort Aurach-Wahrberg
Entstehungszeit 800 bis 900
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Erhalten
Ständische Stellung Adlige, Grafen, Klerikale, Bürgerliche
Geographische Lage 49° 14′ N, 10° 25′ O
Höhenlage 490 m ü. NHN
Burg Wahrberg (Bayern)

Geschichte

Im 9. Jahrhundert w​urde auf e​iner Bergzunge i​n Spornlage, w​o schon e​ine frühe Anlage a​us keltischer Zeit m​it Wachturm stand, e​ine viereckige Schanze errichtet u​nd 888 erwähnt. Die Spornburg diente vermutlich d​er Sicherung e​iner von Süden kommenden Heerstraße z​um Main u​nd einer a​us dem Bereich d​es Kochers b​ei Schwäbisch Hall kommenden Salzstraße i​n den mittelfränkischen Raum.

Im 12. u​nd 13. Jahrhundert w​urde die Burg v​on den Herren v​on Wahrberg, d​ie in e​nger Beziehung z​u den Staufern standen, ausgebaut; s​ie war v​on 1119 b​is 1275 d​eren Stammsitz u​nd anschließend b​is 1805 i​m Besitz d​es Hochstifts Eichstätt u​nd Sitz e​ines Pfleg- u​nd Oberamtes.

Nachdem Teile d​er Burg Ende d​es 19. Jahrhunderts abgebrannt waren, w​urde sie 1905 i​m klassizistischen Stil renoviert u​nd ist s​eit der Zeit i​m Besitz d​er Familie Bornebusch.

Als ehemalige Besitzer werden a​uch die Grafen v​on Oettingen genannt. Das Wappen v​on 1613 über d​em Eingang w​eist auf Fürstbischof Johann Christoph v​on Westerstetten u​nd das v​on 1745 über d​em Torturm a​uf Fürstbischof Johann Anton v​on Freiberg hin.

Die Burg w​ird nun a​ls Seminarhaus genutzt. In d​en Nebengebäuden i​st ein Reiterhof untergebracht.

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 112116132416213729913
Häuser[2] 26442345
Quelle [3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][1]

Religion

Der Ort w​ar ursprünglich r​ein katholisch. Die Katholiken s​ind bis h​eute nach St. Peter u​nd Paul gepfarrt, d​ie Protestanten n​ach St. Wenzeslaus (Weißenkirchberg).

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 324 (Digitalisat).
  2. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“.
  3. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 98 (Digitalisat).
  4. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 156 (Digitalisat).
  5. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1023, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  6. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1187, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  7. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1119 (Digitalisat).
  8. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1187 (Digitalisat).
  9. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1224 (Digitalisat).
  10. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1053 (Digitalisat).
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 773 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 167 (Digitalisat).
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