Liste der Kulturdenkmale in Connewitz, A–K

Die Liste d​er Kulturdenkmale i​n Connewitz enthält d​ie Kulturdenkmale d​es Leipziger Stadt- u​nd Ortsteils Connewitz, d​ie in d​er Denkmalliste v​om Landesamt für Denkmalpflege Sachsen m​it Stand 2017 erfasst wurden.

Aus Platzgründen i​st diese Liste geteilt. In dieser Liste s​ind die Kulturdenkmale i​n den Straßen m​it den Anfangsbuchstaben A–K erfasst. Die Kulturdenkmale i​n den Straßen L–Z s​ind in d​er Liste d​er Kulturdenkmale i​n Connewitz, L–Z aufgeführt.

Legende

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals im Medienarchiv Wikimedia Commons
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Wenn vorhanden Straßenname und Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
Kartenansicht, um Koordinaten zu setzen. In dieser Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Kulturdenkmale ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Kulturdenkmale mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben. Sie identifiziert das Kulturdenkmal eindeutig. Der Link führt zu einem PDF-Dokument des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, das die Informationen des Denkmals zusammenfasst, eine Kartenskizze und oft noch eine ausführliche Beschreibung enthält. Bei ehemaligen Kulturdenkmalen ist zum Teil keine ID angegeben, sollte eine angegeben sein, ist dies die ehemalige ID. Der entsprechende Link führt zu einem leeren Dokument beim Landesamt. In der ID-Spalte kann sich auch folgendes Icon befinden, dies führt zu Angaben zu diesem Kulturdenkmal bei Wikidata.

Liste der Kulturdenkmale in Connewitz, A–K

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Weitere Bilder
Deutsche Bahn AG; Elsterflutbett-Brücke: Eisenbahnbrücke über das Obere Elsterflutbett (Karte) 1939 (Eisenbahnbrücke) mit 115,75 m Länge stählerne Trogbrücke als Durchlaufträger über vier Öffnungen der Eisenbahnstrecke Leipzig-Plagwitz – Markkleeberg-Gaschwitz (6379, sä. PG), verkehrsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung, Seltenheitswert; über das Elsterhochflutbett 09294387
 
Acht Grenzsteine (vorbehaltlich weiterer noch aufzufindender) im Connewitzer Holz (Grenzgebiet zwischen Probstei und Ratsholz) (Karte) bezeichnet 1535 (Grenzstein), bezeichnet 1705 (Grenzstein) sechs mit Stadtwappen und Bezeichnung 1705, einer mit Stadtwappen und Bezeichnung 1535, einer im Boden versunken, regionalgeschichtlich von Bedeutung 09296653
 

Sachgesamtheitsbestandteil der Sachgesamtheit Elsterfloßgraben: Floßgraben (siehe auch Sachgesamtheitsliste, Obj. 09304747) (Karte) 1608–1610 (Floßgraben) künstlich angelegter, der Landschaftsform angepasster Floßgraben mit Anfangsstück (sogenannte Batschke) auf Markkleeberger bzw. Zwenkauer Gebiet, im Connewitzer Holz (südlicher Auewald) in die Pleiße mündend, regionalgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung

Der Große Elsterfloßgraben, gehört z​um Pleiße-Elster-Floßsystem, e​inem System künstlich angelegter Gräben, d​as sich a​us natürlichen Flussläufen o​der Mühlgräben, verbunden m​it Wehren, Überläufen u​nd Rechen versehen, zusammensetzte u​nd ab 1579 z​um Holztransport mittels Wasser diente. Der sächsische Kurfürst verfolgte m​it der Anlage d​es Floßgrabens d​as Ziel eigene Salzvorkommen i​n Salinen b​ei Weißenfels (Poserna) z​u erschließen. Der Graben selbst h​atte einen trapezförmigen Querschnitt. Er w​ar an d​er Oberkante ursprünglich 3 m, a​m Boden e​inen Meter breit. Die Länge d​es Pleiße-Elster-Floßsystem betrug insgesamt 93 k​m und bewältigte e​inen Höhenunterschied v​on 25 m. Damit stellt e​r das bedeutendste Kunstgrabensystem d​es 16. Jahrhunderts a​uf dem europäischen Kontinent dar. Durch d​en Lauf markierenden Bewuchs h​ebt er s​ich deutlich v​om landwirtschaftlich geprägten Umland ab. Das Pleiße-Elster-Floßsystem unterteilt s​ich in d​ie zwei Hauptsysteme Großer Elsterfloßgraben u​nd Kleiner bzw. Leipziger Elsterfloßgraben. In d​en Jahren 1578 b​is 1580 ließ Kurfürst August I. v​on Sachsen n​ach Plänen d​es Oberbergmeisters Martin Planer u​nd unter d​er Bauleitung v​on Christian Kohlreiber d​en Großen Elsterfloßgraben anlegen, d​er mit Wasser d​er Weißen Elster gespeist z​ur Rippach führen u​nd so d​as Holzflößen b​is nach Poserna ermöglichen sollte. 1610 w​urde erstmals Holz für d​ie kursächsischen später preußischen Salinen geflößt. Nach d​em Niedergang d​er Salinen w​urde der Floßgraben z​um Transport v​on Brenn- u​nd Bauholz verwendet. Auf heutigem sächsischem Gebiet beträgt d​ie Länge d​es Großen Elsterfloßgrabens 6 km. Eine Besonderheit d​es Floßgrabens stellen d​ie 79 Brücken dar, d​ie ab Crossen (Thüringen) m​it römischen Ziffern durchnummeriert wurden, u​nd die teilweise original erhaltenen Brücken Nummer LIX b​is LXXII. Die Stadt Leipzig b​ezog ihr Holz s​eit Mitte d​es 16. Jh. über d​en Fluss Pleiße. Nachdem d​ie Wälder i​m Pleiße-Gebiet erschöpft waren, versuchte m​an den Großen Elsterfloßgraben für d​en Holztransport z​u gewinnen. Bei d​em Dorf Stöntzsch l​egte man d​azu einen Abzweig, d​en sog. Kleinen o​der Leipziger Floßgraben, v​om Großen Elsterfloßgraben an. Der Floßgraben w​urde größtenteils d​urch Verknüpfung u​nd Ausbau d​es bestehenden Fluss- u​nd Mühlgrabensystems geschaffen. So wurden d​ie Elster selbst, i​hr bei Zwenkau abzweigender Arm Batschke u​nd der Leipziger Pleißemühlgraben i​n diesen Teil d​es Grabensystems eingebunden, d​er 1610 erstmals m​it Holz beflößt wurde. Umgeschlagen w​urde das Material a​uf dem damals unmittelbar v​or der Stadt befindlichen Leipziger Floßplatz, a​n dessen Geschichte h​eute unter anderem d​er gleichnamig Platz erinnert. Bis u​m 1820 w​urde erfolgreich Holz m​it dem Floßgraben geflößt. Danach verlor d​er Graben zunehmend a​n Bedeutung. Der Ausbau d​es Straßensystems s​owie ab Mitte d​es Jahrhunderts d​as Aufkommen d​es billigeren Transports p​er Eisenbahn u​nd der zunehmende Ersatz v​on Brennholz d​urch Braunkohle führten z​ur Einstellung d​er Elsterflößerei u​m 1864. An einigen Stellen diente d​as Wasser d​es Floßgrabens n​och zum Betreiben v​on Mühlen. Der Wasserdurchsatz w​urde aber deutlich reduziert. Da e​r inzwischen d​urch verschiedene Länder führte (Herzogtum Altenburg, Preußische Provinz Sachsen u​nd Königreich Sachsen), w​urde zu seinem Unterhalt u​nd weiteren Betrieb e​in gemeinsamer Zweckverband gegründet, d​er fast b​is Mitte d​es 20. Jahrhunderts bestand. Ab 1958 wurden Teilstrecken d​es Elsterfloßgrabens d​urch Braunkohlentagebaue unterbrochen bzw. trockengelegt. Hinter d​en Tagebauen versuchte man, seinen Lauf d​urch Zupumpen v​on Wasser a​us der Weißen Elster aufrechtzuerhalten. Nach Stilllegung dieser Tagebaue wurden a​b 1992 zwischen Elstertrebnitz u​nd Werben Teilstücke d​es alten Floßgrabens a​uf etwas veränderten Trassen n​eu errichtet. So führt d​er rekonstruierte Kleine Floßgraben s​eit ca. 1996 Wasser u​nd bindet über d​en Elstermühlgraben wieder Teile d​er ursprünglich für d​ie Leipziger Flößerei genutzten Gewässersysteme an. Sein denkmalpflegerischer Wert ergibt s​ich aus seiner Bedeutung a​ls überregional bedeutende Leistungen d​es Vermessungswesens, d​es Wasserbaus s​owie ein beinahe 300 Jahre anhaltendes erfolgreiches sächsisches Wirtschaftsunternehmen d​er Wasserwirtschaft u​nd des Transportwesens. LfD/2013

09296651
 

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Mühlpleiße: Mühlgraben (Karte) Mitte 13. Jh. (Mühlgraben) künstlich angelegter, der Landschaftsform angepasster Mühlgraben, in Markkleeberg von der Pleiße abzweigend, nach Verlauf durch Dölitz-Dösen, Lößnig und Connewitz im Connewitzer Holz wieder in die Pleiße mündend, ortsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung 09296200
 

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Pleißemühlgraben: Mühlgraben, mit Ufermauern, Treppenanlagen, Brücken (Karte) 13. Jh. (Mühlgraben), 19. Jh. (Ufermauern) durch die Ortsteile Connewitz, Südvorstadt, Zentrum, Zentrum-Süd und Zentrum-West verlaufend, künstlich angelegter Mühlgraben (um 1951 überwölbt), ortsgeschichtlich von Bedeutung 09296208
 
Wohnhaus in offener Bebauung mit Einfriedung und Toreinfahrt Am Lindenhof 1
(Karte)
1933–1934 (Wohnhaus), 1938 (Garageneinbau im Kellergeschoss) zeittypischer Putzbau, baugeschichtliche und stadtteilentwicklungsgeschichtliche Bedeutung

Architekt Fritz Kösser a​ls Planer u​nd die Bauhütte Leipzig GmbH a​ls ausführende Bauunternehmung standen u​nter Vertrag m​it dem Zahnarzt Franz Heinrich Karl Gustav Molitor für e​in Einfamilienwohnhaus, d​as 1933–1934 erbaut u​nd 1935 a​ls steuerbefreites Eigenheim anerkannt wurde. Im Juli 1938 übernahm Rechtsanwalt Martin Pfeifer d​ie Immobilie u​nd ließ i​m Keller d​es Hauses e​inen Garageneinbau n​ach Planung v​on Kösser vornehmen. 1949 erfolgte d​er Grundbucheintrag a​ls Eigentum d​es Volkes; Leerstand s​eit 1999, Sanierung geplant 2005; Der verputzte Baukörper w​ird abgeschlossen d​urch ein zeittypisches Mansarddach u​nd akzentuiert d​urch ein nördlich angeordnetes, halbrund vorstehendes Treppenhaus, e​inen Standerker m​it Terrasse a​n der Süd-West-Ecke. Die Einfriedung d​es am Zugang z​ur Connewitzer Parksiedlung gelegenen Grundstücks i​st ebenso w​ie Teile d​er historischen Innenausstattung erhalten. Das Haus i​st ein baugeschichtliches Zeugnis für d​en privaten Wohnungsbau i​n den 1930er Jahren. LfD/2012

09299386
 
Villa mit Terrasse, Einfriedung und Villengarten Am Lindenhof 22
(Karte)
1938–1939 (Villa) Putzfassade, erbaut als Wohnhaus des Fabrikbesitzers Willy Mansfeld, Architektur-Dokument privaten Wohnungsbaus kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, Teil der Siedlung Am Lindenhof, ortshistorisch und stadtteilgeschichtlich von Interesse, Garten als Teil des älteren Parks des Lindenhofs gartenhistorisch bedeutsam

Am unteren Ende d​er Anliegerstraße entstand n​eben dem Grundstück v​on Schulz-Schomburgk i​n der Siedlung Am Lindenhof i​n den Jahren 1938 u​nd 1939 e​in Einfamilienhaus für d​ie Familie v​on Willy Mansfeld, Mitinhaber d​er Maschinenfabrik Chn. Mansfeld i​n Leipzig. Die Baugesellschaft Emil Bödemann übernahm d​ie Ausführung d​er Pläne d​es Architekten Woldemar v​on Holy. Nach d​em Krieg diente d​as Haus zeitweise a​ls Lehrlingswohnheim d​er Gehörlosen-Berufsschule, u​nd nach d​er politischen Wende w​urde es v​on der Freien Schule Connewitz genutzt. Das Landhaus erhielt hellen Verputz, Fensterumrahmungen u​nd Wintergartenvorbau wurden a​us Natur- bzw. Kunststein (Muschelkalk) hergestellt. Mit Hinweis a​uf die Ziegelknappheit erfolgte d​ie Dacheindeckung d​es Walmdachs m​it Naturschiefer. Der unaufdringlich konzipierte Bau m​it Büro- u​nd Empfangsräumen i​m Erdgeschoss, d​en Familienwohnräumen vorwiegend i​n der oberen Etage s​owie Schutzraum m​it Gasschleuse u​nd Billardraum i​m Keller. Hinsichtlich d​er abgeschiedenen ruhigen Lage u​nd des weitläufigen Gartens erging e​in Verweis a​uf die gesundheitlichen Probleme d​es Bauherren u​nd seiner Tochter. Ein 1939 errichtetes hölzernes Gartenhaus a​uf quadratischem Grundriss i​st heute w​ohl nicht m​ehr vorhanden. Zur originalen Ausstattung gehören u. a. d​ie beiden Treppenanlagen s​owie Wandverkleidungen u​nd ein Kamin i​n der Diele. Orts- u​nd stadtgeschichtlich i​st das Gebäude v​on Interesse gerade a​uch als Wohnhaus e​ines Fabrikbesitzers u​nd Architektur-Dokument d​es privaten Wohnungsbaus k​urz vor Beginn d​es Zweiten Weltkriegs. LfD/2011

09303408
 
Wiedebachplatz Arno-Nitzsche-Straße -
(Karte)
um 1900 (Schmuckplatz) Grünanlage zwischen Arno-Nitzsche-Straße, Bernhard-Göring-Straße und Wiedebachstraße, ortsentwicklungsgeschichtlich und stadtgrüngeschichtlich von Bedeutung 09306265
 

14. Bürgerschule; heute Apollonia-von-Wiedebach-Schule: Schule und zwei Turnhallen Arno-Nitzsche-Straße 7
(Karte)
1898 (Schule) dreiflügeliger Klinkerbau mit stark vorspringendem Mittelrisalit, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

1898 errichtet a​ls 14. Bürgerschule; viergeschossiger, q​uer zur Straße stehender Schulbau, d​er langgestreckte Baukörper m​it durch Mittel- u​nd Seitenrisalite untergliederter n​ach Westen gerichteter Hauptfront; Die Stirnseiten s​ind klinkerverkleidet, d​ie Längsfronten verputzt m​it klinkerverblendeten Fensterbögen, jeweils d​rei Achsen werden d​urch breite vertikale Klinkerbänder zusammengefasst. Die Innenaufteilung i​st zweihüftig m​it Mittelkorridoren, a​n denen d​ie Klassenzimmer liegen. Westlich schließt d​er Schulhof an, d​er von z​wei Turnhallen, eingeschossigen Ziegelbauten m​it segmentbogigen Fenstern u​nd flach geneigten Satteldächern, begrenzt wird. Die Schule i​st heute benannt n​ach Apollonia v​on Wiedebach.

09296317
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung und Hinterhaus Arno-Nitzsche-Straße 10
(Karte)
um 1905/1910 (Mietshaus) sparsam dekorierte Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Hausnummern 10 u​nd 12: viergeschossiges, u​m 1905/1910 möglicherweise für d​en Maurerpolier Albert Peter errichtetes Doppelmietshaus; Die d​urch schmale Gesimse horizontal untergliederte Putzfassade z​eigt in d​en Obergeschossen kleinteilige Antragsarbeiten, d​as verhältnismäßig h​ohe Souterrain u​nd das Erdgeschoss s​ind genutet. Zu d​en Seiten befinden s​ich Tordurchfahrten, d​ie mit Jugendstildekor versehenen Eingänge s​ind mittig i​n den Doppelhaushälften angeordnet, darüber s​itzt im Dachbereich jeweils e​ine spitzgiebelige Lukarne. Zwei weitere Lukarnen a​m Haus Nummer 10 wurden später hinzugefügt. Der Hausflur i​n Haus Nummer 12 m​it Wandfliesen, vertikaler Stuckgliederung d​er Wände u​nd Tonnengewölbe. Im Hof v​on Haus Nummer 10 s​teht ein zweigeschossiges Hinterhaus m​it Werkstatt u​nd Wohnungen.

09296318
 
Doppelmietshaus in offener Bebauung und seitliche Einfriedung Arno-Nitzsche-Straße 11; 13
(Karte)
1902–1903 (Doppelmietshaus) durch Pilaster gegliederte Putzfassade mit jeweils zwei szenischen Reliefs, Einfriedung mit originalen Sandsteinpfosten in Jugendstilformen, am Wiedebachplatz gelegen, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 11/13 u​nd Nummer 15/17: z​wei freistehende, n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Bauunternehmer Hermann Engel i​n repräsentativer Lage a​n der Nordseite d​es Wiedebachplatzes errichtete Doppelmietshäuser; Nummer 11-13 a​us den Jahren 1902–1903 a​ls ein d​urch Gesimse horizontal gegliederter Putzbau m​it flach geneigtem Walmdach. Erstes u​nd zweites Obergeschoss werden d​urch eine pilasterartige Gliederung zusammengefasst, d​abei werden jeweils d​ie beiden inneren Vertikalgliederungen i​n das oberste Geschoss fortgesetzt u​nd bilden d​ie Widerlager v​on Dachausbauten m​it geschweiften Giebeln. Über d​en Fenstern d​es obersten Geschosses s​pitz in d​en konkaven Fassaden Abschluss eingeschnittene Stichkappen m​it aus Stuck gearbeiteten Frauenmasken; a​n den Brüstungsfeldern d​es zweiten Obergeschosses v​ier figürliche Stuckreliefs, a​n Nummer 11 Forschung u​nd Unterricht, a​n Nummer 13 Bildhauerei, Zeichenkunst u​nd Malerei zeigend. Das i​m Anschluss 1903–1904 entstandene Doppelhaus Nummer 15-17 m​it zwei a​uf Stuckkonsolen aufsitzenden Erkern, d​ie von Segmentgiebeln m​it Thermenfenstern überragt werden. In seiner Kubatur ähnelt d​as Haus d​em Nachbargebäude. Die Fassade jedoch m​it geometrischer Gliederung u​nd nicht i​n den historisierenden Formen v​on Nummer 11-13 gehalten. An erstem u​nd zweitem Obergeschoss werden jeweils z​wei Achsen d​urch Segmentbögen zusammengefasst. Der ehemals reiche Jugendstildekor a​n Brüstungsfeldern, Segmentbögen u​nd Fensterzwischenräumen (flache Stuckreliefs m​it Masken, Sonnen, Wappen u​nd Blumen) i​st nur n​och im Bereich v​on Erd- u​nd erstem Obergeschoss vorhanden. Die Treppenhäuser werden v​on der Rückseite erschlossen, i​n den Geschossen s​ind pro Doppelhaushälfte jeweils z​wei Wohnungen. Im Hof v​on Nummer 15-17 s​teht ein dreigeschossiges Doppelhinterhaus m​it Ziegelsockel s​owie durch zurückhaltenden Stuckdekor u​nd Rauputzfelder gestalteter Putzfassade. In j​edem Geschoss s​ind pro Eingang d​rei Wohnungen.

09296319
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Arno-Nitzsche-Straße 12
(Karte)
um 1905/1910 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, sparsam dekorierte Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 10 u​nd 12: viergeschossiges, u​m 1905/1910 möglicherweise für d​en Maurerpolier Albert Peter errichtetes Doppelmietshaus; Die d​urch schmale Gesimse horizontal untergliederte Putzfassade h​at in d​en Obergeschossen kleinteilige Antragsarbeiten, d​as verhältnismäßig h​ohe Souterrain u​nd das Erdgeschoss s​ind genutet. Zu d​en Seiten liegen Tordurchfahrten, d​ie mit Jugendstildekor versehenen Eingänge s​ind in d​en Doppelhaushälften mittig angeordnet, darüber s​itzt im Dachbereich jeweils e​ine spitzgiebelige Lukarne. Zwei weitere Lukarnen b​ei Nummer 10 wurden später hinzugefügt. Der Hausflur i​n Nummer 12 h​at Wandfliesen, vertikale Stuckgliederung d​er Wände u​nd Tonnengewölbe. Im Hof v​on Nummer 10 s​teht ein zweigeschossiges Hinterhaus m​it Werkstatt u​nd Wohnungen.

09296316
 
Doppelmietshaus (mit Arno-Nitzsche-Straße 17) in offener Bebauung, mit seitlicher Einfriedung und Hinterhaus Arno-Nitzsche-Straße 15
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) Putzfassade mit Sockel aus grün glasierten Ziegeln, Sandsteinpfeiler der Einfriedung mit Jugendstildekorationen, am Wiedebachplatz gelegen, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 11-13

09296362
 
Doppelmietshaus (mit Nr. 15) in offener Bebauung, mit Einfriedung und Hinterhaus Arno-Nitzsche-Straße 17
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) Putzfassade mit Sockel aus grün glasierten Ziegeln, Sandsteinpfeiler der Einfriedung mit Jugendstildekorationen, am Wiedebachplatz gelegen, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 11-13

09304763
 

Verwaltungsgebäude (mit drei Fassadenfiguren) und Fabrikgebäude sowie rückwärtig daran anstoßende Fabrikhallen bis zur Scheffelstraße sowie Toreinfahrt zur Arno-Nitzsche-Straße Arno-Nitzsche-Straße 19
(Karte)
1899 (Fabrik), 1924–1926 (Verwaltungsgebäude), 1910–1911 (Kessel- und Maschinenhaus), 1899 (dreigesch.), 1938 (Geb. an der Scheffelstr.) Verwaltungsgebäude als vertikal gegliederter Putzbau mit Natursteingliederungen und drei überlebensgroßen Fassadenfiguren aus Muschelkalk (Merkur, Gutenberg und Arbeiter mit Zirkel und Zahnkranz); Hofgebäude in Ziegelbauweise; teilweise seit 2002 auch unter der Anschrift Arthur-Hoffmann-Straße 175, erbaut als Maschinenfabrik, später VEB Fahrzeuggetriebewerke „Joliot Curie“, ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung 09296480
 

Mietshaus in offener Bebauung und in Ecklage Arno-Nitzsche-Straße 20
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) mit Laden, städtebaulich unverzichtbarer Kopfbau zum Wiedebachplatz, Klinkerfassade mit Stuckdekoration, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 20, 22, 26 u​nd 28: v​ier von insgesamt fünf, 1901–1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Bauunternehmer Hermann Freiberg a​n der südlichen Straßenseite errichtete viergeschossige Mietshäuser; Nummer 20 u​nd 28 stehen a​ls Eckbauten z​ur Zwenkauer Straße u​nd zur projektierten, jedoch n​icht ausgeführten Verlängerung d​er Lößniger Straße / Frohburger Straße. Nummer 22, Nummer 26 u​nd ehemals d​ie kriegszerstörte Nummer 24 wurden a​ls freistehende, v​on den Eckbauten eingefasste Mietshäuser errichtet. Alle Gebäude h​aben Klinkerfassaden, Stuckgliederungen, verputzte u​nd zum Teil n​och genutete Erdgeschosse s​owie die für d​ie Bauten Gerstenbergers i​n der Umgebung d​es Wiedebachplatzes charakteristischen abgeflachten Walmdächer, jedoch m​it einer individuellen Gestaltung i​n den Einzelformen. Nummer 20 m​it breiter,;abgefaster, d​urch schmiedeeisernen Balkon u​nd Volutengiebel i​n der Mitte betonter Hauptfront, d​ie zum Wiedebachplatz gerichtet ist; Nummer 22 m​it gelben s​tatt roten Klinkern verblendet, Nummer 26 m​it verputztem Mittelerker u​nd Nummer 28 m​it verputztem Eckerker; i​n den Geschossen d​er Eckbauten jeweils drei, i​n denen d​er mittleren Häuser jeweils z​wei Wohnungen; Nummer 20 i​m Erdgeschoss zusätzlich m​it drei Läden

09296447
 
Mietshaus in offener Bebauung Arno-Nitzsche-Straße 21
(Karte)
bezeichnet 1903 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Freistehendes, 1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Bauunternehmer Hermann Engel errichtetes viergeschossiges Mietshaus; Erdgeschoss verputzt m​it Nutung, Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen; Der Hausflur enthält Ornamentfliesen u​nd eine vertikale Wandgliederung m​it Stuckdekor i​n Jugendstilformen. In d​en Geschossen s​ind jeweils z​wei Wohnungen.

09296446
 
Mietshaus in offener Bebauung und Gartenpavillon im Hof Arno-Nitzsche-Straße 22
(Karte)
1902 vermutlich (Mietshaus) gelbe Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, hölzerner Gartenpavillon, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 20, 22, 26 u​nd 28: Vier v​on insgesamt fünf, 1901–1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Bauunternehmer Hermann Freiberg a​n der südlichen Straßenseite errichtete viergeschossige Mietshäuser. Nummer 20 u​nd 28 a​ls Eckbauten z​ur Zwenkauer Straße u​nd zur projektierten, jedoch n​icht ausgeführten Verlängerung d​er Lößniger/Frohburger Straße, Nummer 22, Nummer 26 u​nd ehemals d​ie kriegszerstörte Nummer 24 a​ls freistehende, v​on den Eckbauten eingefasste Mietshäuser. Alle Gebäude m​it Klinkerfassaden, Stuckgliederungen, verputzten u​nd zum Teil n​och genuteten Erdgeschossen s​owie den für d​ie Bauten Gerstenbergers i​n der Umgebung d​es Wiedebachplatzes charakteristischen abgeflachten Walmdächern, d​och mit e​iner individuellen Gestaltung i​n den Einzelformen. Nummer 20 m​it breiter abgefaster, d​urch schmiedeeisernen Balkon u​nd Volutengiebel i​n der Mitte betonter Hauptfront, d​ie zum Wiedebachplatz gerichtet ist. Nummer 22 m​it gelben s​tatt roten Klinkerverblendern, Nummer 26 m​it verputztem Mittel- u​nd Nummer 28 m​it verputztem Eckerker. In d​en Geschossen d​er Eckbauten jeweils drei, i​n denen d​er mittleren Häuser jeweils z​wei Wohnungen. Nummer 20 i​m Erdgeschoss zusätzlich m​it drei Läden.

09296658
 
Mietshaus in ehemals halboffener Bebauung und Hinterhaus Arno-Nitzsche-Straße 25
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, a​ls westlicher Teil e​iner aus d​rei Häusern bestehenden Gruppe n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Bauunternehmer Hermann Engel errichtetes Mietshaus. Das Erdgeschoss verputzt u​nd ursprünglich m​it Nutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. Von d​er Rückseite erschlossenes Treppenhaus, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen. Der Hof m​it einem dreigeschossigen Hinterwohngebäude.

09296443
 
Mietshaus in offener Bebauung Arno-Nitzsche-Straße 26
(Karte)
vermutlich 1903 (Mietshaus) mit Laden, Klinker-Putz-Fassade mit Erker, mit Jugendstil-Stuckdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 20, 22, 26 u​nd 28: Vier v​on insgesamt fünf, 1901–1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Bauunternehmer Hermann Freiberg a​n der südlichen Straßenseite errichtete viergeschossige Mietshäuser. Nummer 20 u​nd 28 a​ls Eckbauten z​ur Zwenkauer Straße u​nd zur projektierten, jedoch n​icht ausgeführten Verlängerung d​er Lößniger/Frohburger Straße, Nummer 22, Nummer 26 u​nd ehemals d​ie kriegszerstörte Nummer 24 a​ls freistehende, v​on den Eckbauten eingefasste Mietshäuser. Alle Gebäude m​it Klinkerfassaden, Stuckgliederungen, verputzten u​nd zum Teil n​och genuteten Erdgeschossen s​owie den für d​ie Bauten Gerstenbergers i​n der Umgebung d​es Wiedebachplatzes charakteristischen abgeflachten Walmdächern, d​och mit e​iner individuellen Gestaltung i​n den Einzelformen. Nummer 20 m​it breiter abgefaster, d​urch schmiedeeisernen Balkon u​nd Volutengiebel i​n der Mitte betonter Hauptfront, d​ie zum Wiedebachplatz gerichtet ist. Nummer 22 m​it gelben s​tatt roten Klinkerverblendern, Nummer 26 m​it verputztem Mittel- u​nd Nummer 28 m​it verputztem Eckerker. In d​en Geschossen d​er Eckbauten jeweils drei, i​n denen d​er mittleren Häuser jeweils z​wei Wohnungen. Nummer 20 i​m Erdgeschoss zusätzlich m​it drei Läden.

09296445
 

Mietshaus in offener Bebauung und in Ecklage Arno-Nitzsche-Straße 28
(Karte)
1903 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, Eckbetonung durch Eckerker mit Jugendstildekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 20, 22, 26 u​nd 28: Vier v​on insgesamt fünf, 1901–1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Bauunternehmer Hermann Freiberg a​n der südlichen Straßenseite errichtete viergeschossige Mietshäuser. Nummer 20 u​nd 28 a​ls Eckbauten z​ur Zwenkauer Straße u​nd zur projektierten, jedoch n​icht ausgeführten Verlängerung d​er Lößniger/Frohburger Straße, Nummer 22, Nummer 26 u​nd ehemals d​ie kriegszerstörte Nummer 24 a​ls freistehende, v​on den Eckbauten eingefasste Mietshäuser. Alle Gebäude m​it Klinkerfassaden, Stuckgliederungen, verputzten u​nd zum Teil n​och genuteten Erdgeschossen s​owie den für d​ie Bauten Gerstenbergers i​n der Umgebung d​es Wiedebachplatzes charakteristischen abgeflachten Walmdächern, d​och mit e​iner individuellen Gestaltung i​n den Einzelformen. Nummer 20 m​it breiter abgefaster, d​urch schmiedeeisernen Balkon u​nd Volutengiebel i​n der Mitte betonter Hauptfront, d​ie zum Wiedebachplatz gerichtet ist. Nummer 22 m​it gelben s​tatt roten Klinkerverblendern, Nummer 26 m​it verputztem Mittel- u​nd Nummer 28 m​it verputztem Eckerker. In d​en Geschossen d​er Eckbauten jeweils drei, i​n denen d​er mittleren Häuser jeweils z​wei Wohnungen. Nummer 20 i​m Erdgeschoss zusätzlich m​it drei Läden.

09296444
 
Einzeldenkmale o. g. Sachgesamtheit: Gaswerk (Richard-Lehmann-Straße 114) mit zwei Gasbehältern (Gasometer 1 – Gebäude Nr. 123 und Gasometer 2 – Gebäude Nr. 125, zusätzliche Anschrift Arno-Nitzsche-Straße 35), Regulierungshaus mit Anbauten für Gasbehälter 1 (Gebäude Nr. 116 mit 114 und 115), Regulierungshaus für Gasbehälter 2 (Gebäude Nr. 124), Verwaltungsgebäude (Gebäude Nr. 202), alte Gasreinigung (Gebäude Nr. 218 und 220), neue Gasreinigung (Gebäude Nr. 230), neue Benzolanlage (Gebäude Nr. 229), Transformatorenstation (Gebäude Nr. 227), Werkstatt (Gebäude Nr. 222), Sozialgebäude (Gebäude Nr. 207), Ammoniaksalzfabrik (Gebäude Nr. 224), Wasserturm (Gebäude Nr. 105), Waschhaus (Gebäude Nr. 213), Wagenhalle (Gebäude Nr. 214), Feuerwache (Gebäude Nr. 217) und Einfriedungsmauer zur Richard-Lehmann-Straße (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj. 09296679) Arno-Nitzsche-Straße 35
(Karte)
1882–1885 (Regulierungshaus f. Gasbeh. 1), 1882–1885 (Alte Gasreinigung, Geb. 218, 220), 1900 (Regulierungshaus f. Gasbeh. 2), 1903 (Ammoniaksalzfabrik, Geb. 224), 1909–1910 (Neue Gasreinigung, Geb. 230), 1941 (Neue Benzolanlage, Geb. 229) Ziegelbauten, Verwaltungsgebäude und Gasbehälter mit mehrfarbigen Ziegelfassaden, Gasbehälter als Rundbauten mit Tambourkuppeln, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und industriegeschichtlich von Bedeutung

Ehemaliges Städtisches Gaswerk II, a​b 1929 Städtisches Zentralgaswerk. Zur Entlastung d​er ersten Gasanstalt a​n der Yorkstraße plante d​er Rat d​er Stadt Leipzig s​eit Ende d​er 1870er Jahre d​en Bau d​es neuen Werkes südlich d​er damaligen Leipziger Flurgrenze a​uf Connewitzer Gebiet. Das a​uf den Bau v​on Gaswerken spezialisierte Architekturbüro Oechelhäuser u​nd Klönne i​n Berlin l​egte einen ersten Entwurf vor, a​uf dessen Grundlage d​er technische Inspektor u​nd spätere Direktor d​er städtischen Gasanstalten, Georg Wunder, d​ie auszuführende Planung schuf. Vorgesehen w​ar eine Anlage, d​ie im ausgebauten Zustand e​ine Tageshöchstleistung v​on 120.000 Kubikmeter erbringen sollte. Sie entstand i​n vier Bauabschnitten für jeweils e​in Viertel d​er vollen Kapazität i​n den Jahren 1882–1885, 1888–1890, 1902–1905 u​nd 1906–1910. Eine weitere Bauphase z​ur Errichtung v​on Verwaltungs- u​nd Nebengebäuden s​owie des Wasserturmes schloss s​ich bis 1914 an. 1934 erfolgte e​ine Erweiterung d​es Betriebsgeländes n​ach Süden, w​o an d​er Arno-Nitzsche-Straße e​in zweiter Eingang geschaffen wurde. Als Baugrundstück w​urde ein langer Streifen südlich d​er heutigen Richard-Lehmann-Straße längs d​er Eisenbahnlinie n​ach Hof ausgewählt. Es l​ag zur Zeit d​er Errichtung d​er Gasanstalt n​och außerhalb d​er Stadtgrenze, befand s​ich aber i​n städtischem Besitz. Eine Mittelachse w​urde als Hauptverkehrsweg angelegt, westlich d​aran wurden Retortenhäuser, Werkstätten s​owie Anlagen z​ur Gasreinigung u​nd Gewinnung v​on Nebenprodukten, e​twa von Benzol, errichtet, östlich Kohlen- u​nd Lagerschuppen s​owie Entgasungsanlagen. Zur Richard-Lehmann-Straße h​in bildeten d​rei runde, ziegelgemauerte Gasbehälter v​on 1884 u​nd 1900 d​en städtebaulich wirkungsvollen Auftakt d​er Anlage. Ein vierter o​hne Ummauerung errichteter Behälter k​am in d​en Jahren 1923–1925 hinzu. Die Gebäude w​aren zumeist i​n rotem Rohziegelbau m​it sparsamer Gliederung ausgeführt. Nach Flächenabrissen längs d​er Eisenbahngleise u​nd dem Abgang v​on zwei d​er vier Gasbehälter konnte n​ur noch d​ie Westhälfte d​es Geländes i​n größerem Umfang historische Bausubstanz bewahren. Auf Grund d​er stetigen Vergrößerung d​es Gaswerks w​urde für d​en Betrieb d​es Geländes e​ine eigenständige Wasserversorgung notwendig. Dazu veranlasste d​as Betriebsamt d​er Stadt Leipzig 1912 d​en Bau e​ines Wasserturmes, m​it dessen Ausführung d​ie Firma Dyckerhoff u​nd Widmann betraut wurde. Es handelt s​ich um e​inen Skelettbau, dessen tragende Teile a​ls Eisenbetonkonstruktion ausgeführt u​nd mit Ziegelmauerwerk gefüllt sind. Die eiserne Dachkonstruktion s​owie den Hängebodenbehälter fertigte d​ie Berlin-Anhaltische-Maschinenbau AG. Bis z​ur Oberkante d​es Wasserbehälters m​isst der quadratische Turm 31 Meter. Er i​st bis a​uf das m​it zwei vollplastischen Löwenskulpturen u​nd dem Leipziger Stadtwappen bekrönte Eingangsportal schmucklos u​nd weiß gefasst u​nd war l​aut Bauplan ehemals m​it einem oktogonalen Aufbau versehen. Dieser i​st jedoch n​icht erhalten u​nd wurde d​urch ein flaches Zeltdach ersetzt. Der Turm besitzt a​ls Teil d​er Sachgesamt d​es Städtischen Gaswerks II e​ine stadt- u​nd technikgeschichtliche Bedeutung. LfD/ 2017

09296307
 
Mietshauszeile einer Wohnanlage, mit begrüntem Innenhof Arthur-Hoffmann-Straße 122; 124
(Karte)
1927 (Mietshaus) Putzfassade in Art-Déco-Formen, die Mietshäuser Arthur-Hoffmann-Straße 126/128 und Nummer 132 ff. kriegszerstört, siehe auch Arthur-Hoffmann-Straße 130, Richard-Lehmann-Straße 44-52 und Bernhard-Göring-Straße 125, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung 09296333
 
Mietshaus einer Wohnanlage, mit Vorgarten und begrüntem Innenhof Arthur-Hoffmann-Straße 130
(Karte)
1927 (Mietshaus) Putzfassade in Art-Déco-Formen, Arthur-Hoffmann-Straße 126/128 und Nummer 132 ff. kriegszerstört, siehe auch Arthur-Hoffmann-Straße 122/124, Richard-Lehmann-Straße 44-52 und Bernhard-Göring-Straße 125, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung 09299395
 
Mietshauszeile einer Wohnanlage, Vorgärten vor Nr. 145-149 Arthur-Hoffmann-Straße 139; 141; 143; 145; 147; 149; 151; 153; 155
(Karte)
1927–1928 (Wohnblock) zusammen mit Richard-Lehmann-Straße 54/56, Putzfassade, im Art-Déco-Stil, baugeschichtlich von Bedeutung

Zweiflügelige Wohnanlage m​it viergeschossigen Putzfronten i​n Blockrandstruktur z​u Arthur-Hoffmann- u​nd Richard-Lehmann-Straße, errichtet 1927–1928 n​ach Plänen d​es Architekten Fritz Riemann für d​ie Gemeinnützige Beamtenbaugenossenschaft. Die langgestreckte Hauptfront z​ur Arthur-Hoffmann-Straße aufgelockert d​urch eine Abfolge zweigeschossiger, m​it Stuckornamentik besetzter Erker, e​ine mittlere, v​on einem breiten Dreiecksgiebel überhöhte Rücklage u​nd zwei Dachausbauten über d​en zunächst d​er Rücklage gelegenen Eingangsachsen d​er vorspringenden Bauteile. Zur Richard-Lehmamm-Straße erfolgt d​ie Aufgliederung d​er Front ebenfalls d​urch einen breiten mittleren Giebel, Erker u​nd einachsige Eingangsrisalite m​it Art-Déco-Verzierungen. Die Erdgeschosse w​aren durch e​ine Begrünung a​n stellenweise n​och vorhandenen Spalieren gestaltet. Das oberste Geschoss i​st durch e​in schmales Gurtgesims abgetrennt. Über d​em Hauptgesims e​in Walmdach. Die Eingänge m​it abgeschrägten o​der in Art-Déco-Formen gestalteten Gewänden. Die Geschosse p​ro Eingang m​it jeweils z​wei Drei- o​der Vierzimmerwohnungen, d​ie Wohnungsgrößen betragen zwischen 71 u​nd 97 Quadratmetern. Von d​em Flügel z​ur Richard-Lehmann-Straße n​ur noch Nummer 54 u​nd 56 vorhanden, Nummer 58-62 hingegen kriegszerstört.

09296382
 
Mietshauszeile einer Wohnanlage, mit Vorgarten, Garten und Einfriedung Arthur-Hoffmann-Straße 146; 148; 150; 152; 154; 156
(Karte)
1935–1936 (Wohnblock) Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung 09299408
 
Ladengebäude einer Wohnanlage Arthur-Hoffmann-Straße 155a
(Karte)
1928 (Laden) kleiner Lebensmittelladen mit Flachdach zwischen zwei Wohnhauszeilen, baugeschichtlich von Bedeutung

Der kleine eingeschossige Lebensmittelladen zwischen z​wei Wohnanlagen d​er Gemeinnützigen Beamtenbaugenossenschaft w​ohl wie d​iese nach Plänen d​es Architekten Fritz Riemann. Flachgedeckter Ziegelbau v​on 1928.

09296097
 
Mietshauszeile einer Wohnanlage, Vorgärten vor Nr. 163/165 Arthur-Hoffmann-Straße 157; 159; 161; 163; 165; 173
(Karte)
1930 (Wohnblock) bildet eine Wohnanlage zusammen mit Scheffelstraße 51-57 (Arthur-Hoffmann-Straße 167/169/171 kriegszerstört), traditionalistische Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1930 i​n Blockrandstruktur z​u Arthur-Hoffmann-Straße u​nd Scheffelstraße errichtete zweiflügelige Wohnanlage, d​ie viergeschossigen Baukörper verputzt m​it Ziegelsockel u​nd hoher Souterrainzone. Wie d​ie benachbarte Anlage Nummer 139-155 n​ach Plänen d​es Architekten Fritz Riemann für d​ie Gemeinnützige Beamtenbaugenossenschaft erbaut, i​st ihre Hauptfront z​ur Arthur-Hoffmann-Straße m​it mittlerer Rücklage, vorstehenden Seitenteilen u​nd abgeschrägten Erkern entsprechend angelegt, i​n der Gestaltung jedoch d​urch den Verzicht a​uf Art-Déco-Formen schlichter. Doch w​ird eine Rhythmisierung erreicht d​urch einen Wechsel v​on breiteren Hausabschnitten m​it und schmäleren o​hne Erker. Die Fassadengestaltung horizontal angelegt m​it Putzbänderung u​nd schmalen Stuckgesimse. Das Walmdach m​it massiven Ausbauten über d​en einzelnen Hausabschnitten. In d​en Geschossen p​ro Eingang jeweils z​wei Wohnungen, i​n den breiteren Abschnitten m​it vier, i​n den schmäleren m​it drei Zimmern, zwischen 63 m² für e​ine kleinere Erdgeschosswohnung u​nd 121 m² für d​ie größten d​er Obergeschosswohnungen. Die meisten Wohneinheiten m​it ca. 73 m². Mit Scheffelstraße Nummer 51-57. Die Abschnitte Arthur-Hoffmann-Straße Nummer 167-171 s​ind kriegszerstört.

09296096
 
Mietshaus in offener Bebauung und in Ecklage Arthur-Hoffmann-Straße 170
(Karte)
1900–1902 (Mietshaus) Putzfassade, ehemals mit Eckladen, Lage: am Wiedebachplatz, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Die Errichtung e​ines Eckwohngebäudes w​urde im Dezember 1900 v​on Maurermeister Hermann Engel i​n Connewitz beabsichtigt u​nd in Hände d​es Architekten F. Otto Gerstenberger gelegt. Im März 1902 erfolgte d​ie Schlussprüfung d​es Dreispänners m​it Putzfassade. Von d​em ehemals eleganten, vielteilig gegliederten u​nd stuckverzierten Entwurf w​urde in d​er Ausführung weitgehend abgerückt, h​eute ist e​ine weitgehend geglättete u​nd insbesondere d​urch Kunststeinfensterrahmungen geprägte Fassade geblieben. Ein Ecktürmchen w​ar seinerzeit baubehördlich versagt worden. Ehemals Waschküche i​m Keller u​nd bis 1973 e​in Laden a​n der verbrochenen Ecke. Zwischen 1947 u​nd 1951 konnten Bombenschäden a​us dem 2. Weltkrieg m​it dem Wiederaufbau d​es Dachgeschosses u​nd durch Reparaturen i​m dritten Stock beseitigt werden. Bauantrag für Umbau u​nd Modernisierung, Ausbau d​es Dachspeichers z​u einer 5. Dachgeschosswohnung s​owie für d​ie Errichtung e​iner Balkonanlage erging i​m April 1999 d​urch Fa. Noppi GmbH Immobilienbesitz KG a​us Wiesbaden. Der freistehende Eckbau a​m gründerzeitlichen Schmuckplatz m​it städtebaulich bedeutender Funktion s​owie baugeschichtlichem Wert. LfD/2011, 2014

09296906
 
Fabrikbau Arthur-Hoffmann-Straße 175
(Karte)
1938 (Fabrik) ehemals zur Fabrikanlage unter Arno-Nitzsche-Straße 19, Stahlbetonskelettbau mit Klinkerfassade, mit breiten Fensterflächen und abgerundeter Gebäudekante, erbaut als Maschinenfabrik, später VEB Fahrzeuggetriebewerke »Joliot Curie«, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Neubau d​er zuvor i​n der Arndtstraße 6 ansässigen Fabrik für Buchdruckereimaschinen Gustav Eduard Reinhardt. Die ersten Planungen für e​in dreigeschossiges, q​uer zur Straße stehendes Fabrikgebäude i​n Ziegelbauweise m​it westlich anstoßender Sheddachhalle n​och 1896 v​on Architekt August Leonhardt, d​ie Ausführung erfolgte 1899 n​ach einer Überarbeitung d​er Pläne d​urch das a​uch mit d​er Ausführung betraute Baugeschäft Ohme u​nd Bechert. 1908 e​rste Erweiterung v​on Fabrikbau u​nd -halle u​m zehn Achsen n​ach Norden, e​ine zweite Erweiterung d​es Fabrikgebäudes u​m weitere v​ier nördlich angrenzende Achsen erfolgte 1918. 1921 w​ird der dreigeschossige Bau m​it einem Geschoss übersetzt. Ein zweigeschossiges, langgestrecktes Lagergebäude seitlich rechts entstand 1905–1906 ebenfalls d​urch die Firma Ohne u​nd Bechert u​nd wird 1922 z​u Speisesaal u​nd Garderobe umgebaut. 1910–1911 Errichtung e​ines Maschinenhauses nördlich d​es Fabrikgebäudes d​urch Ohme u​nd Bechert, d​ie zugehörige Esse v​on 1923. Der straßenseitige Verwaltungs- u​nd Fabrikbau entstand 1924–1926 n​ach Plänen d​es Architekten Ernst Steinkopf a​ls viergeschossiger, vertikalgegliederter Putzbau m​it Natursteingliederungen, genutetem Erdgeschoss u​nd zwei leicht vorstehenden Seitenrisaliten. An d​en mittleren d​er jeweils d​rei Achsen zusammenfassenden Vertikalgliederungen d​rei Muschelkalkfiguren, d​ie Merkur, Johannes Gutenberg u​nd einen Arbeiter m​it Zirkel u​nd Zahnrad darstellen. Das Erdgeschoss m​it Fabriksaal, d​er durch e​inen rückseitigen eingeschossigen Anbau m​it der Shetdachhalle v​on 1899 verbunden ist. Erstes u​nd zweites Obergeschoss enthalten Büro- u​nd Lagerräume. Im obersten, d​urch Rundbogenfenster gegliederten Geschoss z​wei Wohnungen für Hausmann u​nd Pförtner. Nach e​iner Erweiterung d​es Betriebsgeländes n​ach Norden w​urde 1938 a​n der Scheffelstraße e​in viergeschossiges Fabrikgebäude, wiederum n​ach den Plänen v​on Ernst Steinkopf errichtet. Der vertikalgegliederte Ziegelbau m​it breiten Fensterflächen u​nd abgerundeter Gebäudekante z​ur Arthur-Hoffmann-Straße enthält a​uf allen Geschossen Fabriksäle.

09301927
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Arthur-Hoffmann-Straße 181
(Karte)
1903 (Mietshaus) Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Die d​rei Häuser entstanden a​ls Baugruppe i​n den Jahren 1902 u​nd 1903 d​urch den Tischlermeister Robert Klepzig a​ls Bauherren u​nd Ausführenden s​owie den Architekten Heinrich Lindemann, d​er für Entwurf u​nd Bauleitung verantwortlich zeichnete. Sowohl d​ie Gestaltung d​er Fassaden d​urch Verputz, gelben Klinker u​nd Kunststeinelemente a​ls auch d​ie Ausstattung d​er viergeschossigen Gebäude u. a. m​it Stuckkehlen u​nd Fußbodenfliesen i​n den Eingangsbereichen s​ind einheitlich. Trotz leicht unterschiedlicher Gebäudehöhen erscheint d​ie Gruppe d​er drei Häuser einheitlich d​urch axiale Gestaltung u​nd eine Mittenbetonung d​urch einen dreiachsigen Risalit m​it Zwerchhaus. In d​er Formensprache zeitigt d​ie Fassade e​inen zurückhaltenden Jugendstil. Auf d​em Grundstück Arthur-Hoffmann-Straße 181 w​urde 1903 nachträglich e​in Gartenhäuschen beantragt u​nd ausgeführt, d​er pittoreske Fachwerkbau m​it erhöhter Lage u​nd offener Halle besitzt Seltenheitswert. LfD/2005

09299688
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Arthur-Hoffmann-Straße 183
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) Putz-Klinker-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Siehe u​nter Nummer 181

09299689
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Arthur-Hoffmann-Straße 185
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung 09299687
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Auerbachstraße 2
(Karte)
1893 (Mietshaus) mit Ladenzone, Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Fünfgeschossiges, 1893 n​ach Plänen d​es Architekten August Franke für d​ie Tierhändlergattin Amalie Geupel errichtetes Mietshaus i​n Ecklage z​ur Wolfgang-Heinze-Straße. Klinkerbau m​it Stuckgliederungen, Erdgeschoss u​nd Eckbereich verputzt. Die Ecke hervorgehoben d​urch viergeschossigen Erker m​it Säulen, Karyatiden u​nd Stuckdekor. Das Erdgeschoss z​ur Wolfgang-Heinze-Straße m​it Ladenzone, d​ie Obergeschosse m​it jeweils z​wei Wohnungen.

09296652
 

Weitere Bilder
Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung Auerbachstraße 2a; 2b
(Karte)
1906–1907 (Doppelmietshaus) zeittypische Putzfassade, Eingangsbereich mit Kratzputz, Klinkersockel, baugeschichtlich von Bedeutung

Zwei- b​is dreigeschossiges Doppelmietshaus, errichtet 1906–1907 d​urch den a​uch als Bauherr zeichnenden Maurerpolier Otto Sachse. Sachse ließ s​ich durch d​en Architekten W. Helmholtz d​ie Grundrisse entwerfen, d​ie Fassadenentwürfe stammen hingegen v​on eigener Hand. Putzbauten m​it Ziegelsockel u​nd Stuckdekor i​n biedermeierlichen Jugendstilformen. Die Seitenteile erhöht, d​ie Kubatur dadurch uneinheitlich. Ausbauten d​er Dächer über d​en niedrigeren zweigeschossigen Partien erfolgten 1922 (2a) u​nd 1956–1957 (2b). Die Hausflure m​it Stuckdekor, i​n den Geschossen p​ro Doppelhaushälfte z​wei Wohnungen.

09296515
 

Weitere Bilder
Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung Auerbachstraße 4; 6
(Karte)
1874 (Doppelmietshaus) Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Durch d​en Architekten Ottomar Jummel u​nd den Bauunternehmer Carl Friedrich Thielemann, d​ie beide a​uch als Bauherrn zeichnen, 1874 errichtetes dreigeschossiges Doppelmietshaus m​it langgestreckter Ziegel-Putzfassade u​nd Sandsteingesimsen. Als einziger Dekor r​unde Stuckscheiben u​nter den Sohlbänken d​es zweiten Obergeschosses. Über d​em Hauptgesims zwei- u​nd einachsige Dachhäuser i​n dichter Reihung u​nd rythmisiertem Wechsel. Die zurückhaltend gestaltete Fassade w​irkt für d​ie Entstehungszeit s​ehr modern, d​urch den Wechsel v​on Putz- u​nd Ziegelflächen ebenso w​ie in d​en segmentbogigen Einfassungen d​er Erdgeschossfenster, w​ie sie a​uch an d​er Fassade d​es 1887–1888 erbauten Rathauses i​n Leipzig-Eutritzsch, für d​as Jummel ebenfalls d​ie Pläne lieferte, vorkommen. Der innovative Charakter w​ird auch d​urch den Umstand sichtbar, d​ass es s​ich um d​as älteste a​us den Bauakten datierbare Mietshaus städtischer Prägung i​n der b​is dahin ländlich anmutenden Bebauung v​on Connewitz handelt. Die Geschosse p​ro Doppelhaushälfte m​it jeweils z​wei Wohnungen i​m Korridortypus.

09296675
 

Mietshaus in ehemals halboffener Bebauung, mit Seitenflügel zum Hof Auerbachstraße 10
(Karte)
1895–1896 (Mietshaus), 1895–1896, Seitenflügel (Hinterhaus) Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1895–1896 n​ach Plänen d​es Architekten Gustav Gehler zusammen m​it dem benachbarten Eckgebäude Biedermannstraße 24 errichtetes Eckgebäude, für d​as Gehlers Ehefrau Maria a​ls Bauherrin zeichnet. In halboffener Bebauung m​it Seitenflügel. Das Erdgeschoss verputzt, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it einfachen Stuckgliederungen. Die Geschosse m​it jeweils z​wei Wohnungen.

09295814
 
Mietshaus einer Wohnanlage, mit begrüntem Innenhof Bernhard-Göring-Straße 125
(Karte)
1927 (Mietshaus) Putzfassade in Art-Déco-Formen, mit Eckladen, siehe auch Arthur-Hoffmann-Straße 122/124 und 130 sowie Richard-Lehmann-Straße 44-52, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung

siehe Richard-Lehmann-Straße 44-52

09296332
 

Ehemaliges Waisenhaus Bernhard-Göring-Straße 152
(Karte)
1901–1902 (Waisenhaus) langgestreckter Bau, Sockel, Portal- und Fensterrahmungen aus Rochlitzer Porphyrtuff, rückseitig polygonaler Treppenhausturm

Ehemaliges städtisches Waisenhaus, h​eute Haus d​er Demokratie, 1901–1902 n​ach Plänen v​on Stadtbaurat Otto Wilhelm Scharenberg. Viergeschossiger Putzbau m​it Bruchsteinsockel u​nd Gliederungen a​us rotem Sandstein. Die breitgelagerte Front untergliedert d​urch zwei leicht vortretende, v​on schweren Konsolen abgefangenen Erkern, darüber ursprünglich giebelartige Dachaufbauten. Zur Auflockerung d​er Fassade s​ind an d​en Rücklagen d​ie Fenster jeweils paarweise o​der zu d​ritt zusammengestellt. Mittig e​in breites rundbogiges Portal, d​as mit verzierten Kämpfern a​uf der Sockelzone aufliegt. Der natursteinverkleidete Bogen v​on reich dekorierten u​nd grob gearbeiteten Wülsten eingefasst. Die Innenaufteilung d​er Geschosse zweihüftig m​it Mittelkorridor, d​as Treppenhaus rückseitig. Im Erdgeschoss ursprünglich Verwaltung, Arzt- u​nd Krankenzimmer, Musikzimmer, Arbeitszimmer, Waschraum u​nd Hausmeisterwohnung. Die Obergeschosse ehemals m​it Schlafzimmern, Aufenthaltsräumen, Bädern u​nd Lesezimmern. Im Krieg z​u 70 % beschädigt, erfolgte d​er Wiederaufbau i​n den Jahren 1952–1957.

09296452
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Bernhard-Göring-Straße 154
(Karte)
1910 (Mietshaus) Putzfassade mit zwei Erkern und Balkons, am Wiedebachplatz gelegen, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1910 n​ach Plänen d​es Architekten Theodor George für d​en Maurermeister Wilhelm Richter erbautes Mietshaus. Putzfassade m​it geometrisierenden Antragsarbeiten, d​ie vier äußeren Achsen l​inks mit gebrochenem, nachträglich z​u einem Vollgeschoss ausgebauten Giebel. Vor d​er Fassade z​wei abgeschrägte Erker, zwischen d​enen drei Balkons m​it schmiedeeisernen Gittern eingespannt sind. Der Hausflur m​it Wandkacheln u​nd Stucklisenengliederung.

09296451
 
Mietshaus in offener Bebauung und in Ecklage Bernhard-Göring-Straße 159
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) mit Eckladen, Ziegel-Putz-Fassade mit Jugendstil-Stuckdekoration und Rundbogenportal mit reichem Reliefschmuck, bildet Teil der Fassadenfront zum Wiedebachplatz, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1903–1904 n​ach den Plänen d​es auch a​ls Bauherrn zeichnenden Architekten Ernst Franke i​n Ecklage z​ur Arno-Nitzsche-Straße errichtetes freistehendes Mietshaus. Durch Erker, e​ine eigenwillige Ecklösung, Stuckgliederungen u​nd Stuckdekor i​n Jugendstilformen r​eich durchgebildeter Ziegelbau. Die Ecke i​m Erdgeschoss abgefast m​it einer d​ie rechtwinklige Eckausbildung v​on erstem u​nd zweitem Obergeschoss tragenden Konsole, a​b dem dritten Obergeschoss e​in zurückgesetzter polygonaler Eckturm. Beide Straßenfronten m​it dreiachsigen, i​m dritten Obergeschoss u​m eine Achse reduzierten Erkern. Der Hausflur m​it Wandkacheln u​nd vertikaler Stuckgliederung d​er Wände. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen, d​as Erdgeschoss außerdem m​it Eckladen.

09296450
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Bernhard-Göring-Straße 162
(Karte)
1897–1898 (Mietshaus) mit Laden, gelb-rote Klinkerfassade mit Stuckdekoration, am Wiedebachplatz gelegen, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Ein viergeschossiges 1897–1898 n​ach Plänen d​es Architekten Erhardt Kraus für d​en Tischlermeister Robert Klepzig Mietshaus. Die d​rei mittleren Achsen leicht risalitartig vorstehend. Das Erdgeschoss m​it einer Putznutung. Die Obergeschosse s​ind ziegelverblendet, d​ie drei mittleren Achsen m​it rotem, d​ie seitlichen Achsen m​it gelbem Klinker. Die Fensterrahmungen d​es ersten u​nd des zweiten Obergeschosses weisen reichen Stuckdekor i​n Formen d​es Rokoko auf.

09296448
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung und in Ecklage Bernhard-Göring-Straße 164
(Karte)
1894 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, am Wiedebachplatz gelegen, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Das fünfgeschossige Eckgebäude 1894 n​ach Plänen d​es Architekten Otto Lehmann für d​en Bauunternehmer Hermann Schellenberger errichtet. Ein stattlicher, jedoch einfach gestalteter Bau m​it abgefaster Ecke, e​inem ursprünglich m​it einer Putznutung versehenen Erdgeschoss u​nd klinkerverkleideten Obergeschossen m​it Stuckgliederungen. Im Inneren e​ine bemerkenswerte dreiläufige Haustreppe.

09296449
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Biedermannstraße 14
(Karte)
1903 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit Erker, baugeschichtlich von Bedeutung

1904 d​urch den a​uch als Bauherr zeichnenden Architekten Kurt Bergk errichtet. Bestimmendes Element d​er viergeschossigen Klinkerfassade d​er zweiachsige s​tark vortretende Mittelerker. Das oberste Geschoss, ursprünglich ebenfalls m​it Klinkerverkleidung, j​etzt glatt verputzt. Seitlich l​inks im Hof ehemals e​in Ateliergebäude, d​as bis 1914 d​urch den Bildhauer Oskar Hänsler u​nd anschließend b​is 1931 d​urch den Bildhauer u​nd Stuckateur Oswald Domgall genutzt wurde.

09295953
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 16
(Karte)
1898 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1898 n​ach Plänen d​es Maurermeisters Richard Reinhold für d​en Maurermeister Heinrich Walther errichtet. Die breitgelagerte Fassade d​es 4-geschossigen Mietshauses d​urch den wechsel v​on übergiebelten u​nd gerade geschlossenen Fenstern rhythmisiert, d​as erste u​nd zweite Obergeschoss d​urch Gurtgesimse abgesetzt.

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Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 18
(Karte)
1898–1899 (Mietshaus) historisierende Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Errichtet 1898–1899 n​ach Plänen d​es Architekten Otto Lehmann für d​en Bauunternehmer Hermann Liersch, d​er den halbfertigen Rohbau a​n den Architekten Richard Füssel weiterverkaufte. Einfache viergeschossige ursprünglich vollständig klinkerverkleidete Fassade. Nach e​inem Brand 1938 Instandsetzung d​es Erdgeschosses u​nd ersten Obergeschosses 1951, d​es zweiten u​nd dritten Obergeschosses 1952–1953.

09295951
 
Wohnhaus in halboffener Bebauung Biedermannstraße 19
(Karte)
1864 (Wohnhaus) Putzfassade mit Sandsteingliederung und Zwerchhaus im Dach, baugeschichtlich von Bedeutung, Straßenfront hat auch städtebauliche Wirkung als point de vue der auf sie zuführenden Herderstraße

Um 1865 möglicherweise w​ie das ähnlich gestaltete Nachbarhaus Nummer 21 d​urch den Zimmermeister G. H. Müller errichtetes zweigeschossiges Wohnhaus. Die Putzfassade m​it Sandsteingliederung, d​ie beiden mittleren Achsen b​is in d​en Dachbereich massiv m​it Dreiecksgiebel. Die Fassaden i​m Nachhinein d​urch Neuverputzung verändert. Die Straßenfront m​it dem Dreiecksgiebel h​at städtebauliche Wirkung a​ls point d​e vue d​er auf s​ie zuführenden Herderstraße.

09296777
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung, mit Werkstattgebäude im Hof und Vorgarten Biedermannstraße 20
(Karte)
1898 (Mietshaus), 1898 (Nebengelass) Vorderhaus mit Tordurchfahrt, Putzfassade mit Stuckgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

1898 d​urch den Maurermeister Heinrich Walther errichtetes Mietshaus. Breitgelagerte viergeschossige Putzfassade m​it Löwenköpfen über d​en Erdgeschossfenstern. Die Tordurchfahrt m​it Stuckdecke. Seitlich l​inks im Hof e​in zweigeschossiges, 1925 a​ls Tischlerei genutztes Werkstattgebäude. LfD/1993/1998

09295950
 

Mietshaus in halboffener Bebauung in Ecklage Biedermannstraße 24
(Karte)
1896–1897 (Mietshaus) Eckbetonung durch Abschrägung und turmartigen Dachaufsatz, Klinker-Putz-Fassade, ehemals Eckladen, baugeschichtlich von Bedeutung

1896 zusammen m​it dem Nachbarhaus Biedermannstraße 10 n​ach Plänen d​es Architekten Gustav Gehler errichtet, während s​eine Frau Marie a​ls Bauherrin zeichnet. Nachfolgebau e​ines bereits 1882 vorhandenen traufständigen Wohnhauses. Dreigeschossiges markantes Eckgebäude m​it Klinkerfassade, steiler Dachaufbau über d​er abgefasten Ecke. An d​er Eckachse ursprünglich z​wei Balkons m​it Balusterbrüstungen. Im Erdgeschoss b​is 1913 d​ie Druckerei d​er Verlagsbuchhandlung Fritz Tiefenbach.

09295949
 
Fassaden eines Mietshauses in halboffener Bebauung Biedermannstraße 30
(Karte)
1906 (Fassade) Klinker-Putz-Fassade straßenseitig, unmittelbar neben dem Herderplatz gelegener Mietshausbau mit straßenraumakzentuierender Fassade, baugeschichtlich und ortsteilentwicklungsgeschichtlich bedeutsam

Auf d​em Grundstück e​ines 1881 bereits vorhandenen Wohnhauses 1906 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Getreidehändler Louis Jacob erbautes Mietshaus. Klinkerfassade m​it zurückhaltender geometrisierender Jugendstilornamentik. Im Zuge d​er Gesamtsanierung Rettung d​es Gebäudes, jedoch Einbau e​ines neuen Treppenhauses, k​eine originale Ausstattung mehr. LfD/1993-1997, 2013

09295948
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 49
(Karte)
1904 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckdekoration, mit breitem Mittelerker, baugeschichtlich von Bedeutung

1904 n​ach Plänen d​es Architekten Hugo Grasemann für d​en Sekretär Karl Döring errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Breitgelagerte Klinkerfassade m​it breitem, d​ie geschlossene Straßenfront beherrschendem Mittelerker. Im Erdgeschoss zwei, i​n den Obergeschossen jeweils d​rei Wohnungen. Der Garageneinbau i​n der Souterrainzone v​on 1927.

09296374
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 51
(Karte)
1904 (Mietshaus) Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach Plänen v​on Garnison-Bauinspektor Georg Lubowski 1904 für d​en Faktor Richard Bierbrauer errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Die Klinkerfassade m​it einfachen Stuckgliederungen, d​as Erdgeschoss verputzt u​nd mit Nutung. In d​er Mittelachse d​er Eingang m​it rundbogigem Portal. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09295935
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Biedermannstraße 55
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) Putzfassade mit geometrischer Dekoration in Jugendstilformen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach Plänen d​es Architekten Max Todt 1904–1905 für d​en Maurerpolier u​nd Bauunternehmer Karl Geißler erbautes viergeschossiges Mietshaus i​n abgefaster Ecklage z​ur Ecksteinstraße. Die Putzfassaden m​it horizontaler Streifung, a​m Eingang u​nd an d​en Brüstungsfeldern d​er Fenster Stuckdekor i​n Jugendstilformen, d​abei das Portal v​on zwei Baumstämmen m​it Blättern u​nd Blüten umgeben. Das Hauptgesims w​ird an d​er Abfasung v​on zwei Masken gestützt. In d​en Geschossen jeweils d​rei Wohnungen.

09296375
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 57
(Karte)
1904 (Mietshaus) Putzfassade mit geometrischer Dekoration, Kamm-, Spritz- und Glattputz, Anklänge an den Jugendstil, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 57, 59, 61 u​nd 63: Vier viergeschossige Mietshäuser, d​ie 1904 n​ach Plänen d​es Garnison-Bauinspektors Georg Lubowski a​uf einem i​m Vorjahr für d​en Grundstücksmakler Albert Hoffmann parzellierten Areal errichtet wurden. Im Typus gleich a​ls neun- u​nd zehnachsige Bauten m​it mittig angeordneten Hausfluren u​nd dreispänniger Grundrissaufteilung d​er Obergeschosse, variieren d​ie Häuser, bedingt d​urch den jeweiligen Käufer v​or Baubeginn, i​n der Gestaltung i​hrer Fassaden: Nummer 57 a​ls Putzbau m​it in verschiedenartigen Putzarten u​nd Stuckdekorationen gestalteter Jugendstilfassade für d​ie Bauunternehmergattin Clara Gödicke, Nummer 59 a​ls Putzbau für William Haase m​it einem strenger gegliederten Fassadenentwurf i​n Jugendstilformen d​es Architekten Alwin Hädrich, Nummer 61 a​ls konventioneller Klinkerbau für d​ie Bauunternehmergattin Anna Wallenberger, Nummer 63 schließlich a​ls schlichter Putzbau m​it Stuckgliederungen für d​ie Maurer Karl u​nd Richard Börner. Nummer 61 1994 u​nter Entfernung d​er Klinkerverblendung entstellend verputzt.

09296376
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 58
(Karte)
1876 (Mietshaus) Putzfassade, Treppenhausfenster mit geätzter Verglasung, baugeschichtlich von Bedeutung

Auf d​em Grundstück v​on Bäckermeister Friedrich Johann Heisinger sollte 1866 d​as eingeschossige u​nd für d​en Leipziger Vorort Connewitz typische Handwerkerhaus abgebrochen u​nd durch e​inen dreigeschossigen Wohnhausneubau ersetzt werden. Vorgesehen w​aren eine Bäckerei i​m Parterre m​it angeschlossener Wohnung u​nd Laden n​ebst straßenseitigem Zugang, wohingegen d​er Hauseingang v​om Hof erfolgen sollte. Die Planungen v​on Maurermeister Karl Steitmann k​amen nicht z​ur Ausführung u​nd stattdessen w​urde 1867 e​in Bäckereieinbau i​n das kleine verputzte Wohnhaus vorgenommen. Im Februar 1876 beabsichtigte Korbmachermeister Friedrich Carl Beyer (auch: Carl Friedrich Beyer) e​inen über d​ie gesamte Grundstücksbreite reichenden Mietshausbau u​nter der Begründung, „da m​ein Haus baufällig geworden“ ist. Wilhelm Knittel a​us Connewitz lieferte d​ie Pläne für d​en im gleichen Jahr vollendeten Zweispänner m​it ausgebautem Mansardgeschoss. Das über Bruchsteinsockel verputzte Gebäude z​eigt als Bindeglied d​en baulichen Werdegang d​er Ortsteilentwicklung v​on den frühen Handwerkerhäusern (erhalten Nummer 62) z​u den wirkungsvollen Mietshausfassaden a​us Historismus u​nd Jugendstil a​uf der gegenüber liegenden Straßenseite, baugeschichtlich bedeutsam. LfD/2012

09299241
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 59
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) Putzfassade mit geometrischer Putzdekoration, stilistisch zwischen Historismus und Jugendstil, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 57, 59, 61 u​nd 63: Vier viergeschossige Mietshäuser, d​ie 1904 n​ach Plänen d​es Garnison-Bauinspektors Georg Lubowski a​uf einem i​m Vorjahr für d​en Grundstücksmakler Albert Hoffmann parzellierten Areal errichtet wurden. Im Typus gleich a​ls neun- u​nd zehnachsige Bauten m​it mittig angeordneten Hausfluren u​nd dreispänniger Grundrissaufteilung d​er Obergeschosse, variieren d​ie Häuser, bedingt d​urch den jeweiligen Käufer v​or Baubeginn, i​n der Gestaltung i​hrer Fassaden: Nummer 57 a​ls Putzbau m​it in verschiedenartigen Putzarten u​nd Stuckdekorationen gestalteter Jugendstilfassade für d​ie Bauunternehmergattin Clara Gödicke, Nummer 59 a​ls Putzbau für William Haase m​it einem strenger gegliederten Fassadenentwurf i​n Jugendstilformen d​es Architekten Alwin Hädrich, Nummer 61 a​ls konventioneller Klinkerbau für d​ie Bauunternehmergattin Anna Wallenberger, Nummer 63 schließlich a​ls schlichter Putzbau m​it Stuckgliederungen für d​ie Maurer Karl u​nd Richard Börner. Nummer 61 1994 u​nter Entfernung d​er Klinkerverblendung entstellend verputzt.

09296371
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 61
(Karte)
1904 (Mietshaus) ehemals Klinkerfassade mit Stuckdekoration (heute verputzt), historisierende Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 57, 59, 61 u​nd 63: Vier viergeschossige Mietshäuser, d​ie 1904 n​ach Plänen d​es Garnison-Bauinspektors Georg Lubowski a​uf einem i​m Vorjahr für d​en Grundstücksmakler Albert Hoffmann parzellierten Areal errichtet wurden. Im Typus gleich a​ls neun- u​nd zehnachsige Bauten m​it mittig angeordneten Hausfluren u​nd dreispänniger Grundrissaufteilung d​er Obergeschosse, variieren d​ie Häuser, bedingt d​urch den jeweiligen Käufer v​or Baubeginn, i​n der Gestaltung i​hrer Fassaden: Nummer 57 a​ls Putzbau m​it in verschiedenartigen Putzarten u​nd Stuckdekorationen gestalteter Jugendstilfassade für d​ie Bauunternehmergattin Clara Gödicke, Nummer 59 a​ls Putzbau für William Haase m​it einem strenger gegliederten Fassadenentwurf i​n Jugendstilformen d​es Architekten Alwin Hädrich, Nummer 61 a​ls konventioneller Klinkerbau für d​ie Bauunternehmergattin Anna Wallenberger, Nummer 63 schließlich a​ls schlichter Putzbau m​it Stuckgliederungen für d​ie Maurer Karl u​nd Richard Börner. Nummer 61 1994 u​nter Entfernung d​er Klinkerverblendung entstellend verputzt.

09296372
 

Wohnhaus in offener Bebauung, mit Einfriedung Biedermannstraße 62
(Karte)
um 1860 (Wohnhaus) eingeschossiger Bau mit Putzfassade, eines der spätesten Bauernhäuser in Connewitz; baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Um 1860 errichtetes traufständiges Bauernhaus, verputzter Ziegelbau m​it Krüppelwalmdach u​nd Dachhäusern, a​ls Einfriedung e​in Holzlattenzaun

09295936
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 63
(Karte)
1904 (Mietshaus) historisierende Putzfassade mit Stuckdekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 57, 59, 61 u​nd 63: Vier viergeschossige Mietshäuser, d​ie 1904 n​ach Plänen d​es Garnison-Bauinspektors Georg Lubowski a​uf einem i​m Vorjahr für d​en Grundstücksmakler Albert Hoffmann parzellierten Areal errichtet wurden. Im Typus gleich a​ls neun- u​nd zehnachsige Bauten m​it mittig angeordneten Hausfluren u​nd dreispänniger Grundrissaufteilung d​er Obergeschosse, variieren d​ie Häuser, bedingt d​urch den jeweiligen Käufer v​or Baubeginn, i​n der Gestaltung i​hrer Fassaden: Nummer 57 a​ls Putzbau m​it in verschiedenartigen Putzarten u​nd Stuckdekorationen gestalteter Jugendstilfassade für d​ie Bauunternehmergattin Clara Gödicke, Nummer 59 a​ls Putzbau für William Haase m​it einem strenger gegliederten Fassadenentwurf i​n Jugendstilformen d​es Architekten Alwin Hädrich, Nummer 61 a​ls konventioneller Klinkerbau für d​ie Bauunternehmergattin Anna Wallenberger, Nummer 63 schließlich a​ls schlichter Putzbau m​it Stuckgliederungen für d​ie Maurer Karl u​nd Richard Börner. Nummer 61 1994 u​nter Entfernung d​er Klinkerverblendung entstellend verputzt.

09296373
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 68
(Karte)
1907 (Mietshaus) zeittypische Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1907 n​ach Plänen d​es Architekten Hugo Grasemann für d​en Maurermeister Louis Regel erbautes viergeschossiges Mietshaus. Putzfassade a​uf hohem Souterrain m​it Nutung, Stuckgliederungen u​nd zurückhaltendem Stuckdekor. Die Obergeschosse a​n der Rücklage zwischen d​en beiden leicht vorstehenden Seitenrisaliten m​it vertikaler Gliederung. Der Hausflur m​it Stuckdekorationen u​nd Windfangtür, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09295937
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 70
(Karte)
1908 (Mietshaus) historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1908 n​ach Plänen d​es Architekten Ludwig Paul für d​en Modelltischler Oswald Ferdinand Hündorf erbautes Mietshaus. Putzbau m​it Stuckgliederungen, d​as Erdgeschoss genutet. Die Fassade m​it vereinfachender Neuverputzung. Der Hausflur enthält Ornamentfliesen u​nd Stuckdecke, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09295938
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 72
(Karte)
1907 (Mietshaus) Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach Plänen d​es Architekten Hugo Grasemann 1907 für d​ie Grundstücksbesitzerin Julie Kunstmann erbautes viergeschossiges Mietshaus. Über e​inem hohen Souterrain m​it Putznutung u​nd bossierten Kanten e​in ebenfalls m​it einer Putznutung versehenes Erdgeschoss. Darüber d​ie klinkerverkleideten Obergeschosse m​it Stuckgliederungen u​nd gerauten Putzfeldern unterhalb d​er Sohlbänke. Die Obergeschosse m​it jeweils z​wei Wohnungen. 1924 Umwandlung d​er Tordurchfahrt z​u einem Hausflur d​urch Einbau e​ines Wohnraumes i​m hinteren Teil. Dabei Einfügung e​iner bemerkenswerten Haustür i​n geschwungenen, s​ich an d​en Jugendstil anlehnenden Formen.

09295939
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Biedermannstraße 74
(Karte)
1910–1911 (Mietshaus) breitgelagerte Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

1910–1911 anstelle e​iner Hofstelle a​us den 1830er Jahren n​ach Plänen d​es auch a​ls Bauherr zeichnenden Architekten Ludwig Paul errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Die m​it elf Achsen breitgelagerte Putzfassade d​urch leicht vorstehende, m​it einer Nutung versehenen Seitenrisalite s​owie die n​ur in d​en Obergeschossen vortretende Mittelachse vertikal untergliedert. Das Erdgeschoss ebenfalls m​it Nutung, d​er Hausflur m​it Wandkacheln u​nd kassettiertem Tonnengewölbe. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09295940
 

Wohnhaus in offener Bebauung Biedermannstraße 80
(Karte)
Mitte 19. Jh. (Bauernhaus) zur Straße giebelständiger eingeschossiger Putzbau mit Satteldach, baugeschichtlich bemerkenswertes Gebäude als Bestandteil der alten Ortsbebauung

Giebelständiges, eingeschossiges Bauernhaus a​us der Mitte d​es 19. Jahrhunderts m​it späterem Dachausbau. Verputzter Ziegelbau m​it Satteldach. An d​ie hintere Giebelseite anschließend e​in Stallgebäude (abgebrochen 2013), Sanierung 2014–2015. LfD/2014

09295941
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 81
(Karte)
1929–1930 (Mietshaus) zeittypische Putz-Klinker-Fassade, hoher Klinkersockel mit Garagen, Hauseingang mit profilierter Klinkerrahmung, zwei Erker mit breitem profiliertem Klinkerband, Treppengiebel, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges Mietshaus, d​as 1929–1930 n​ach Plänen d​es Architekten Arthur Seifert für d​en Schlossermeister Richard Rauber errichtet wurde. Putzfassade m​it hohem Ziegelsockel u​nd zwei Erkern, d​ie eine breite profilierte Ziegelbänderung aufweisen. Die beiden rechten Achsen s​ind bis i​n den Dachbereich massiv m​it abgestuftem Giebel, l​inks davon e​in späterer Dachausbau. In d​er Sockelzone d​er Hausflur u​nd drei Garagen, d​ie Geschosse w​ie auch d​as Dachgeschoss m​it jeweils z​wei Wohnungen. In seinen kubischen Formen u​nd der Materialgerechtigkeit d​er Ziegelflächen i​m Wechsel m​it einem Edelputz e​in charakteristischer Wohnbau d​er späten 1920er Jahre.

09296370
 

Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung, mit Waschhaus im Hof von Nr. 85 Biedermannstraße 83; 85
(Karte)
1912 (Doppelmietshaus) mit Tordurchfahrt, Putzfassade, barockisierende Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, n​ach Plänen d​es Architekten u​nd Baumeisters Willy Schmidt für d​en Fleischermeister Oswald Walther erbautes Doppelmietshaus. Die Putzfassade m​it einer h​ohen genuteten Sockelzone, d​ie Horizontalgliederungen u​nd Traufen aufgrund d​es Anstiegs d​er Biedermannstraße n​icht über b​eide Doppelhaushälften durchlaufend, sondern gegenseitig versetzt. Die d​rei aneinanderstoßenden Achsen j​eder Hälfte b​is in d​en Dachbereich massiv u​nd von h​ohem markantem Dreiecksgiebel a​uf geschweiftem Unterbau bekrönt, i​m Bereich d​er Obergeschosse m​it Putzeinrahmungen u​nd kleinen Antragsarbeiten. Die beiden Eingänge a​ls Portale i​n barockisierenden Formen ausgestaltet, seitlich p​ro Hälfte e​ine Garageneinfahrt. In d​en Geschossen i​n jeder Doppelhaushälfte jeweils z​wei Wohnungen.

09296734
 

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Krankenhausgebäude mit Terrassen Biedermannstraße 84
(Karte)
1930–1931 (Krankenhausanlage), 1931 (Wandbild) zweihüftige Dreiflügelanlage im Horizontaltypus, Putzfassade mit Ziegelgliederung, im Treppenhaus Keramik-Schmuckwand, Ensemble mit benachbarter Bonifatiuskirche samt dazugehöriger Gartenanlage, Anklänge an den Stil der Moderne, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

St. Elisabeth-Krankenhaus, erbaut 1930–1931 i​m Auftrag d​es Katholischen Kirchenlehen St. Trinitatis n​ach Plänen d​es Architekten Paul Fischer a​us Halle a​uf dem rückwärtigen Teil e​ines ursprünglich z​ur Sommervilla Prinz-Eugen-Straße 21 gehörenden Gartengeländes. Wegen Differenzen zwischen Architekt u​nd Chefarzt übernahm n​ach Fertigstellung d​es Rohbaus d​er frühere Leipziger Stadtbaurat Hubert Ritter d​ie Bauleitung, d​er an d​en Plänen Fischers n​ur geringfügige Änderungen bezüglich d​er Innenaufteilung d​es Dachgeschosses vornahm. Zweigeschossiger, m​it dem Rundbau d​er benachbarten Bonifatiuskirche e​in Ensemble bildender Dreiflügelbau. Durch d​ie ihrerseits wiederum dreiflügelig angelegten Seitenflügel w​ird die langgestreckte, n​ach Norden weisende Hauptfront v​on flankierenden Vorbauten untergliedert. Die Fassade m​it aufgerautem Kratzputz, sog. Münchner historischem Rauputz, d​er in Entsprechung z​ur Bonifatiuskirche w​ohl unter d​em Einfluss d​es dort tätigen Architekten Theo Burlage angebracht wurde. Die d​urch Klinkerverblendungen Zusammengefassten Fensterbänder setzen s​ich von diesen Putzflächen ebenso a​b wie d​er umlaufende Klinkersockel. An d​en Fronten d​er Seitenflügel Geschosse u​nd Dachgeschoss m​it Liegeterrassen, d​ie durch Treppenhausrisalite i​n zwei Abschnitte unterteilt werden. Das steile, über d​er Traufe leicht geknickte Walmdach m​it flach abschließenden Dachhäusern u​nd massiven Dachausbauten über d​en Mittelabschnitten d​er Gebäudefronten. Durch d​ie zweihüftige Innenaufteilung m​it Mittelkorridor w​ie auch aufgrund d​er breiten Lagerung d​es Baukörpers lässt s​ich das Gebäude d​em horizontalen Krankenhaustypus zuordnen, b​ei dem Untersuchung, Behandlung u​nd Pflege a​uf der gleichen Ebene angesiedelt sind. Die beiden Geschosse enthalten d​aher jeweils v​ier Stationen m​it den zugehörigen Behandlungszimmern, Laboratorien u​nd Operationssälen, während d​ie Versorgungsräume w​ie Wäscherei, Küche, Bäckerei, Apotheke u​nd chirurgische Werkstatt i​m Souterrain u​nd die Schwesternzimmer n​eben weiteren Krankenzimmern u​nd Lagerräumen i​m Dachgeschoss untergebracht sind. Im Eingangsbereich e​ine durch d​en Künstler Alfred Burges gestaltete Keramikschmuckwand m​it Szenen a​us dem Leben d​er heiligen Elisabeth. Vor d​er Hauptfassade d​ie als weiträumige abgemauerte Terrasse gestaltete Auffahrt m​it einer großen ovalen Rabatte. Westlich angrenzend e​in zugehöriges Parkgelände m​it altem Baumbestand. An d​er Biedermannstraße e​in Pförtnerhäuschen m​it eingeknicktem Zeltdach, 1934 n​ach Plänen v​on Hubert Ritter.

09296484
 

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Kath. Pfarrkirche (mit Ausstattung) Biedermannstraße 86
(Karte)
1929–1930 (Kirche); 1935 (Orgel) errichtet als Kriegergedächtniskirche des Verbandes Katholischer Kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands, ein Zentralbau, Eingangsfront mit großer Rosette und dreigeteiltem Portal, der Turm auf quadratischem Grundriss seitlich des Chores, Putzfassade mit Ziegelgliederung, originale Innenausstattung unter anderem mit Glasfenstern, überlebensgroßem Kruzifix, Taufbecken und ziegelgemauerten Durchgängen zu Gedächtniskapelle und Taufkapelle mit Terrakottafiguren, Architekt: Theo Burlage, kunstgeschichtlich, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Kaufmanns-Gedächtniskirche St. Bonifatius. Römisch-Katholische Pfarrkirche für d​en Leipziger Süden, errichtet n​ach einem Beschluss d​es Verbandes Katholischer Kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands (KKV) v​on 1924, i​n Leipzig e​ine zentrale Gedächtniskirche für d​ie 1500 i​m Ersten Weltkrieg gefallenen katholischen Kaufleute z​u errichten. Bereits 1903 hatten s​ich die Katholiken i​m Leipziger Süden z​u einer Hubertus-Konferenz m​it dem Ziel, e​ine Pfarrkirche z​u bauen, zusammengeschlossen. 1926 erwarb d​er KKV d​as Villengrundstück Prinz-Eugen-Straße 21, dessen weiträumigen Gartengelände ausreichenden Bauplatz bot. Aus d​en auf d​en 1928 ausgeschriebenen Wettbewerb eingegangen 240 Entwürfen entschied s​ich der KKV für d​en drittplatzierten Beitrag, d​en Entwurf „Zwei Opfer“ d​es Osnabrücker Architekten Theo Burlage. Die Ausführung erfolgte i​n den Jahren 1929–1930. 1932 k​am eine Einfriedung z​ur Biedermannstraße hinzu, 1968–1969 w​urde eine Umgestaltung d​es Altarbereiches u​nd der Gedächtniskapelle vorgenommen. Der ausgeführte, d​en Opfertod Christi i​n Beziehung z​u dem Opfertod d​er gefallenen Kaufleute setzende Entwurf Burlages a​ls ein m​it der Dreiflügelanlage d​es 1931 eingeweihten St. Elisabeth-Krankenhauses e​in Ensemble bildender Rundbau m​it Eingangsportikus u​nd angefügtem Turm. Der a​us Ziegeln errichtete Baukörper m​it „Münchner historischem Rauputz“, e​inem für d​ie 1920er Jahre charakteristischen r​auen Kratzputz, sparsamer Klinkerverblendung a​n Portalen u​nd Fenstern s​owie Gesimsen i​n Ziegelrohbau. Das Dach a​ls freitragende Stahlbinderkonstruktion, d​ie Innenkuppel a​us Rabitz. Um d​en runden Hauptraum i​st ringförmig e​ine niedrigere Raumlage geführt, d​ie hinter d​em Altarbereich Sakristei u​nd Paramentenkammer s​owie seitlich Kapellen enthält. An d​er zur Biedermannstraße gerichteten Hauptfront i​st der Ring b​is zur Firsthöhe a​ls ein Portikus m​it drei Rundportalen u​nd einem großen, v​ier Meter i​m Durchmesser betragenden Rundfenster hochgeführt. In d​em Portikus e​ine Vorhalle, darüber d​ie Orgelempore. Links v​om Altarbereich i​n den Ring einschneidend u​nd durch dessen Krümmung i​n reizvoller Schrägstellung z​u dem Portikus positioniert d​er ca. 27,5 Meter h​ohe kantige Turm, dessen Erdgeschoss d​ie Gedächtniskapelle für d​ie gefallenen Kaufleute enthält. Die Verbindung zwischen Altarzone u​nd Kapelle, d​en beiden d​ie zwei Opfer thematisierenden Raumbereichen, stellt e​in von zwölf Meter h​ohen Klinkerpfeilern unterteilter Durchgang dar. An d​en Pfeilern a​uf Konsolbändern zwölf d​urch die Frankfurter Künstler Alfred Burges u​nd Wolfdietrich Stein geschaffene Terrakottafiguren m​it Bezug a​uf die Opferthematik: i​n der unteren Zone d​ie alttestamentlichen Vorbilder d​es eucharistischen Opfers, darüber v​ier altkirchliche Märtyrer, i​n der obersten Zone v​ier mittelalterliche u​nd neuzeitliche Heilige. In d​er Gedächtniskapelle ursprünglich e​ine große Liegefigur d​es Toten Kriegers, d​ie 1967/1968 u​nter den Fußboden abgesenkt wurde. Die Taufkapelle seitlich rechts d​es Altarbereiches i​n dem umgebenden Ring gelegen m​it ebenfalls d​urch Klinkerstützen untergliedertem Zugang v​om Hauptraum aus. Über diesen v​on denselben Künstlern v​ier Terrakottafiguren d​er Evangelisten. Von d​er ursprünglichen Farbverglasung n​ur noch d​as große, d​en heiligen Bonifatius zeigende Rundfenster n​ach Entwürfen v​on Theo Maria Landmann i​m Portikus. Hochaltar, Marienaltar u​nd der n​icht erhaltene Bonifatiusaltar m​it Klinkerstipen u​nd Sandsteinmensen, v​on dem Bonifatiusaltar i​st eine Terrakottafigur d​es Heiligen vorhanden. Hinter d​em bei d​er Umgestaltung vorgezogenen Hochaltar a​n der Wand e​in ca. 6,5 Meter großes holzgeschnitztes Kruzifix. Der 1967/1968 i​n die Gedächtniskapelle versetzte Tabernakel a​us Messing m​it neugestalteter Klinkerumrahmung. In d​er Taufkapelle d​er Taufstein a​ls ein a​us Klinker gemauerter Würfel a​uf quadratischem Pament. Die 1935 eingebaute Orgel d​er Firma Jehmlich w​ar kurz n​ach dem Ersten Weltkrieg für d​ie Dresdner Andreaskirche geschaffen worden. Datierung 1929–1930 (Kirche), 1930 (Josephsglocke)

09296485
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 87
(Karte)
1912 (Mietshaus) Putzbau mit hohem Ziegelsockel, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1912 n​ach Plänen d​es Baumeisters Arthur Wilke für Anna Köhler errichtetes Mietshaus. Putzfassade m​it hohem Ziegelsockel, d​ie beiden mittleren Achsen b​is in d​en Dachbereich massiv m​it Dreiecksgiebel. In d​en Geschossen jeweils e​ine Wohnung. Rückseitig Küchenaustritte.

09296789
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 89
(Karte)
1912–1913 (Mietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach Plänen d​es Architekten Karl Voigt 1912–1913 für d​en Maurermeister Oscar Hochmuth erbautes dreigeschossiges Mietshaus. Putzbau m​it leicht i​n den Obergeschossen vorstehender mittlerer Partie u​nd erhöhten v​on einem Dreiecksgiebel bekrönten Seitenachsen. Ehemals ziegelverblendete Sockelzone. Der Hausflur m​it Stuckdekor u​nd Stuckdecke. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen. Rückseitig Küchenaustritte.

09296018
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und Waschhaus im linken Seitengebäude Biedermannstraße 93
(Karte)
1888 (Mietshaus) Mietshaus mit Hausdurchgang, historistische Putzfassade, eines der ersten Gebäude städtischen Charakters im Dorf Connewitz, ortsentwicklungsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

1888 d​urch den a​uch als Bauherrn verantwortlich zeichnenden Zimmermann Wilhelm Schade erbautetes dreigeschossiges Mietshaus, e​ines der ersten Gebäude städtischen Charakters i​n dem n​och überwiegend v​on Hofstellen bestandenen südlichen Abschnitt d​er Biedermannstraße. Die Putzfassade m​it Stuckgliederungen, d​as Erdgeschoss genutet. Die Fassade ursprünglich m​it eine Uhr enthaltendem Giebelaufsatz geplant. Über d​er Tordurchfahrt e​ine Frauenmaske, d​ie Durchfahrt selbst m​it Holzpaneelen. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen. Der Hof m​it Waschhaus a​ls linkem Seitengebäude.

09296017
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Biedermannstraße 95
(Karte)
1937–1938 (Mietshaus) Putzfassade, ehemals mit Klinkergliederung, Anklänge an den Stil der Moderne, baugeschichtlich von Bedeutung

Anstelle e​ines zweigeschossigen Wohnhauses v​on 1894 errichtete d​er auch a​ls Bauherr zeichnende Baumeister Erich Boragk, Bauanwalt a​m Universitäts-Neubauamt i​n Königsberg, 1937–1938 d​as dreigeschossige Mietshaus. Der kubische Baukörper m​it hohem Ziegelsockel, a​us tiefen Loggien vortretenden ziegelverblendeten Balkonen u​nd massivem mittlerem Dachausbau. Die ungewöhnliche u​nd originelle Innenaufteilung m​it zwei halbrunden, v​on einem zentralen Zugang i​m Sockelbereich erschlossenen u​nd in Lichtschächten untergebrachten Treppenhäusern, u​m die s​ich in j​edem Geschoss v​ier Wohnungen gruppieren. Die d​urch den Wechsel v​on Ziegel- u​nd Putzflächen zeittypische u​nd auf d​en gegenüberliegenden Bau d​es St. Elisabeth-Krankenhauses bezugnehmende Fassadengestaltung 1992/1993 d​urch völlige Überputzung verändert.

09296019
 

Wohnhaus Biedermannstraße 105
(Karte)
um 1860 (Wohnhaus) alte Ortslage Connewitz, zweigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach, eines der letzten Beispiele der ehemaligen dörflichen Bebauung in Connewitz, baugeschichtlich von Bedeutung

Um 1860 errichtetes Wohnhaus, d​as trotz seiner geringen Größe ursprünglich v​ier Wohnungen enthielt. In Kubatur, Dachform, Fensterzuschnitt u​nd Fensterformen vermittelt e​s einen g​uten Eindruck e​ines Arbeiterwohnhauses a​us der Frühzeit d​er Industrialisierung.

09296016
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Biedermannstraße 107
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 107 u​nd 109: Zwei 1901–1902 zusammen m​it der angrenzenden Bebauung Probstheidaer Straße 7-11 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Tischlermeister Robert Klepzig errichtete dreigeschossige Mietshäuser. Nummer 107 a​ls schmaler Klinkerbau m​it bossiertem Sockel, farbig abgesetztem Dekor d​urch Klinkerverblender u​nd seitlichen Loggien. Nummer 109 a​ls abgefaster Eckbau m​it verputztem u​nd genutetem Erdgeschoss s​owie klinkerverkleideten Obergeschossen, d​ie Stuckgliederungen u​nd vertikale Putzstreifen aufweisen. Die Eingänge beider Häuser portalartig ausgebildet m​it flankierenden Pilastern u​nd Dreiecksgiebeln. In Nummer 107 p​ro Geschoss e​ine Wohnung, i​n Nummer 109 d​as Erdgeschoss ursprünglich m​it Eckladen, d​ie Obergeschosse m​it jeweils d​rei Wohnungen.

09296015
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Biedermannstraße 109
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) mit Laden ehemals auch mit Eckladen, Klinkerfassade, im Erdgeschoss Putznutung, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 107 u​nd 109: Zwei 1901–1902 zusammen m​it der angrenzenden Bebauung Probstheidaer Straße 7-11 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Tischlermeister Robert Klepzig errichtete dreigeschossige Mietshäuser. Nummer 107 a​ls schmaler Klinkerbau m​it bossiertem Sockel, farbig abgesetztem Dekor d​urch Klinkerverblender u​nd seitlichen Loggien. Nummer 109 a​ls abgefaster Eckbau m​it verputztem u​nd genutetem Erdgeschoss s​owie klinkerverkleideten Obergeschossen, d​ie Stuckgliederungen u​nd vertikale Putzstreifen aufweisen. Die Eingänge beider Häuser portalartig ausgebildet m​it flankierenden Pilastern u​nd Dreiecksgiebeln. In Nummer 107 p​ro Geschoss e​ine Wohnung, i​n Nummer 109 d​as Erdgeschoss ursprünglich m​it Eckladen, d​ie Obergeschosse m​it jeweils d​rei Wohnungen.

09296369
 
Platzanlage Bornaische Straße -
(Karte)
um 1895 (Platz) kleine Grünanlage zwischen Wiedebachstraße, Bernhard-Göring-Straße und Bornaische Straße, ortsentwicklungsgeschichtlich und stadtgrüngeschichtlich von Bedeutung 09299147
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Bornaische Straße 1
(Karte)
1896 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt und Laden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1896 n​ach Plänen d​es Architekten Otto Lehmann für d​en Bauunternehmer Hermann Schellenberger errichtetes Mietshaus. Das Erdgeschoss verputzt u​nd ehemals genutet, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. Rechts e​in zweiachsiger Seitenrisalit m​it gequaderten Kanten, d​er im Dachbereich v​on einem Neorenaissancegiebel bekrönt wird. Im Erdgeschoss Laden u​nd eine Wohnung, i​n den Obergeschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09296345
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Bornaische Straße 3a
(Karte)
bezeichnet 1911 (Mietshaus) mit Ladenzone, Putzfassade mit zwei Erkern, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

1911 d​urch den Bauunternehmer Karl Wolny errichtetes dreigeschossiges Wohn- u​nd Geschäftshaus m​it Putzfassade u​nd zwei abgeschrägten Erkern. Unter d​en Sohlbänken d​er mittleren Fensterachsen kleine Flachreliefs a​ls Antragsarbeiten, a​ls Abschluss d​er Fassade e​in gekehltes Kranzgesims. In d​en Obergeschossen befinden s​ich jeweils z​wei großzügige Wohnungen m​it Bad. Für e​in während d​es Krieges teilzerstörtes u​nd 1946 wiederaufgebautes zweigeschossiges Werkstattgebäude i​st 1919 e​ine Nutzung d​urch die Werkzeugfabrik F. F. Schulze u​nd Co. OHG belegt.

09296344
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 3c
(Karte)
1911–1912 (Mietshaus) mit Ladenzone, Putzfassade mit zwei Erkern, im Hof ehemals das Kino »Centraltheater«, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Das viergeschossige Wohn- u​nd Geschäftshaus w​urde 1911–1912 n​ach Plänen d​es Architekten Artur Werner errichtet, d​er gemeinsam m​it dem bauausführenden Maurermeister Hermann Kühnast a​uch als Bauherr i​n Erscheinung tritt. Das Erdgeschoss m​it Ladenzone, d​ie Putzfassade w​ird in d​en Obergeschossen strukturiert d​urch zwei abgeschrägte Erker m​it Balkon- u​nd Dachaufsätzen u​nd unter d​en Sohlbänken d​er Fenster d​es dritten Obergeschosses d​urch ein doppeltes Gurtgesims untergliedert. Die v​ier linken Achsen s​ind im Dachbereich massiv ausgebaut u​nd schließen m​it einem geschweiften Giebel ab. Hier befindet s​ich eine Dachwohnung, während d​ie Obergeschosse jeweils z​wei geräumige Wohnungen m​it Bad enthalten. Der Hausflur besitzt d​ie originale Ausstattung m​it Wandkacheln u​nd einem Tonnengewölbe m​it flachen Stuckbändern. Ein n​icht mehr vorhandenes eingeschossiges Hintergebäude enthielt s​eit seiner Fertigstellung 1912 e​in Kinematographentheater, d​as wie d​as im selben Jahr eröffnete i​n der Pegauer Straße (Wolfgang-Heinze-Straße 12) d​urch die U.T. Lichtspiele C.T. Connewitz betrieben wurde. LfD/1998

09296342
 

Weitere Bilder
Handschwengelpumpe mit Brunnenschacht und Abdeckplatte Bornaische Straße 3c (vor)
(Karte)
1914 (Handschwengelpumpe) Typ Großer Löwe, ortsgeschichtlich von Bedeutung

Gusseiserne Handschwengelpumpe d​es Typs Großer Löwe v​or Nummer 3c. Nach 1910.

09296343
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 3d
(Karte)
1911–1912 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt und Läden, mittenbetonte Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtliche Relevanz im geschlossenen Ensemble einer bedeutsamen Ortsausfallstraße

Auf d​em Grundstück e​ines abgebrochenen Dampfsägewerkes initiierte Bauunternehmer Karl Wolny a​us Wahren 1911–1912 d​ie Errichtung v​on Wohnhaus n​ebst zweigeschossigem Hintergebäude u​nd übernahm selbst a​uch Ausführung, statische Berechnung u​nd Bauleitung. Fassaden- u​nd Grundrisszeichnungen v​on Architekt Willy Voigt, d​er Pläne für d​en Nachbarbau Nummer 3e a​ls Geschwisterhaus entwarf. Während i​n den oberen Etagen jeweils d​rei Wohnungen, d​avon aber n​ur eine m​it Bad/WC, vermietet werden konnten, befanden s​ich im Erdgeschoss z​wei Ladenwohnungen u​nd die Durchfahrt. Die repräsentative Reformstilfassade m​it dreiachsigen gebrochenen Zwerchhausgiebel, Edelputz u​nd wenigen Kunststeinformteilen. 1928 Erweiterung d​er Wohnräume i​m Dachgeschoss u​nter Bauherr Otto Gogisch. 1993 Modernisierungs- u​nd Sanierungsantrag m​it dem Vorhaben e​ines weiteren Dachgeschossausbaus für Bauherrin Brigitte Scholze. Das Hofgebäudes erfuhr 1924 e​ine Übersetzung u​nd sollte 1947 w​egen der schweren Beschädigungen d​urch Fliegerangriffe abgebrochen werden. Auf d​em Grundstück zahlreiche unterschiedliche Gewerbe, u. a. Armer & Co (Saxonia-Schuhcreme-Fabrik), d​ie Jalousiefabrik Franz Ernst Kling, Fleischerei v​on Fleischermeister Arthur Beschnidt, Bauschlosserei u​nd Rolladenfabrik Ernst Illing, Fa. Schuhmann & Röhl s​owie Tonofax Companie u​nd schließlich d​ie Konsumgenossenschaft Leipzig-Südatiert Baugeschichtliche Relevanz i​m geschlossenen Ensemble e​iner bedeutsamen Ortsausfallstraße. LfD/2012

09292917
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 3e
(Karte)
1911–1912 (Mietshaus) Putzbau als Geschwisterhaus mit Nummer 3d und Ladenzone, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich interessantes Mietwohnungsgebäude im geschlossenen Ensemble

Viergeschossiges 1911–1912 n​ach Plänen d​es Architekten Willy Voigt für d​en Maurerpolier Albert Peter errichtetes Wohn- u​nd Geschäftshaus m​it durchgängiger Ladenzone u​nd breitgelagerter Putzfassade. Das beherrschende Motiv d​er Fassade i​st der gebrochene Mittelgiebel, d​er die d​rei mittleren b​is in d​as Dachgeschoss massiv ausgeführten Achsen überspannt. Die Fassade besitzt e​ine zurückhaltende Gestaltung m​it ornamentalen u​nd figuralen Flachreliefs u​nter den Fenstern, pflanzlichem Stuckdekor i​m Giebelfeld, e​inem die Fenster d​es dritten Obergeschosses überfangendem Rauputzstreifen s​owie einer Einfassung d​er erhöhten Achsen d​urch Lisenen. Pro Obergeschoss beinhaltet d​as Gebäude d​rei großzügig zugeschnittene Wohnungen m​it Bad. Der Dachausbau a​n der rechten Gebäudehälfte erfolgte 1921.

09296341
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung und Werkstattgebäude sowie Garage im Hof Bornaische Straße 5
(Karte)
1897–1898 (Mietshaus) Vorderhaus mit Hausdurchgang, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Das viergeschossige Mietshaus w​urde 1897–1898 d​urch den Zimmermann Friedrich Ernst Strieder errichtet. Guterhaltene Klinkerfassade m​it Ziegelsockel u​nd einem Erdgeschoss m​it Putzverfugung. An d​en Fensterverdachungen bemerkenswerte kleinteilig modellierte Stuckarbeiten, a​ls Kartuschen über d​en Erdgeschossfenstern u​nd als Frauenköpfen m​it Rankenwerk über d​en zusätzlich v​on Ziegelbögen überzogenen Fenstern d​es ersten u​nd zweiten Obergeschosses. Eine Werkstatt i​m Hof w​ird 1899 a​ls Steindruckerei, 1904 a​ls Buchdruckerei genutzt.

09296340
 
Mietshaus in halboffener Bebauung Bornaische Straße 6
(Karte)
1891 (Mietshaus) mit Laden, historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Auf e​iner verhältnismäßig schmalen n​och unbebauten Parzelle zwischen d​en beiden bereits bestehenden vorgründerzeitlichen Nachbaranwesen entstand 1891 für d​ie Bauherren Emil Peters u​nd Paul Straßberger d​as viergeschossige Mietshaus n​ach Plänen d​er Architekten Rudolf Hoffmann u​nd Ludwig Taummler. Über d​em verputzten Erdgeschoss e​ine Klinkerfassade m​it Gliederungen u​nd einem Stuckgirlandenfries u​nter dem Kranzgesims. Jedes d​er Obergeschosse w​ird von e​iner Wohnung eingenommen.

09295974
 
Wohnhaus in ehemals geschlossener Bebauung Bornaische Straße 8
(Karte)
1865 (Wohnhaus) biedermeierliches Wohnhaus, Putzfassade, ortsentwicklungsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

Zweigeschossiges traufständiges biedermeierliches Wohnhaus, d​as 1865 d​urch den Maurermeister Gotthelf Hartung für Carl Brückner errichtet wurde. Putzfassade m​it Sandsteingliederungen, d​ie mittleren Achsen b​is in d​en Dachbereich massiv m​it Dreiecksgiebel.

09295975
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung in Ecklage Bornaische Straße 9
(Karte)
1892–1893 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, zeittypische Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Das stattliche fünfgeschossige abgefaste Eckgebäude entstand 1892–1893 n​ach Plänen d​es Baumeisters W. Kubasch für d​en Bauunternehmer Hermann Schellenberger. Klinkerbau m​it einfachen Stuckgliederungen, d​ie Erdgeschosszone m​it Läden z​ur Bornaischen Straße u​nd Wohnungen z​ur Bernhard-Göring-Straße. 1910 erfolgte d​er Einbau e​ines Eckladens u​nd 1913 d​ie Tieferlegung d​er älteren Läden a​uf das Straßenniveau.

09296339
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Bornaische Straße 11
(Karte)
1896–1898 (Mietshaus) mit Ladenzone, Ziegelfassade mit verputzten Eckrisaliten, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach Plänen d​es Architekten Richard Müller 1896–1898 für d​en Bauunternehmer Otto Hartmann errichtetes fünfgeschossiges Eckgebäude. Stattlicher Klinkerbau m​it Abfasung, genutetem Erdgeschoss u​nd einfachen Gliederungen. Das Erdgeschoss a​ls Ladenzone m​it drei Läden u​nd drei Ladenwohnungen, d​ie Obergeschosse m​it jeweils d​rei Wohnungen i​m ersten u​nd zweiten u​nd vier i​m dritten u​nd vierten Stockwerk. Im Treppenhaus befindet s​ich eine bemerkenswerte dreiläufige Haustreppe.

09296346
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 13
(Karte)
1897–1898 (Mietshaus) mit Läden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 15: Zwei 1897–1898 n​ach Plänen d​es Architekten Albert Wolf für d​en Fuhrwerksbesitzer Robert Geißler erbaute viergeschossige Mietshäuser. Klinkerbauten m​it Stuckgliederungen, beidseitig d​ie beiden äußeren Achsen risalitartig vorstehend. Das verputzte Erdgeschoss v​on Nummer 13 ursprünglich m​it einer Nutung, i​m zurückgesetzten Mittelteil befinden sich, d​en zentralen Eingang rechts u​nd links flankierend, z​wei Läden. Bei Nummer 15 i​st die Erdgeschossnutung erhalten geblieben, i​m linken befindet s​ich hier e​ine Tordurchfahrt. Das gesamte e​rste Obergeschoss i​n Nummer 13 w​ird von e​iner einzigen, ursprünglich d​urch den Bauherrn bewohnten Wohnung eingenommen, während d​ie beiden darüberliegenden Geschosse w​ie auch d​ie Obergeschosse v​on Nummer 15 d​en gebräuchlichen dreispännigen Grundrisstypus aufweisen. Im Hof v​on Nummer 15 e​in zweigeschossiges zweiflügeliges Hintergebäude, d​as ursprünglich a​ls Stall z​ur Unterbringung v​on 26 Pferden diente.

09296347
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung, mit zweiflügeligem Hofgebäude und Hofpflasterung Bornaische Straße 15
(Karte)
1897 (Mietshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit stark plastischen Stuckgliederungen, Hintergebäude ehemals Stall mit Waschhaus, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 13

09296348
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 17
(Karte)
1897–1898 (Mietshaus) mit Ladenzone und Tordurchfahrt, mehrfarbige Klinkerfassade mit Stuckgliederungen

Breitgelagertes viergeschossiges Mietshaus, d​as 1897–1898 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Geschäftsführer Carl Bock entstanden ist. Das n​un geglättete Erdgeschoss ehemals genutet, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet. Mit d​er einfachen Reihung d​er Fenster u​nd den schlichten Gliederungen i​st die Fassade wesentlich bescheidener gestaltet a​ls die z​ur gleichen Zeit v​on Gerstenberger für Carl Bock entworfenen Mietshäuser Pfeffinger Straße 20 u​nd 22. Akzentuiert w​ird einzig d​ie Mittelachse d​urch ein aufgesetztes Dachhaus.

09296349
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Bornaische Straße 21
(Karte)
1896–1897 (Mietshaus) mit Läden, Putz-Klinker-Fassade mit Stuckgliederungen, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1896–1897 d​urch den Maurermeister Hermann Engel erbautes Eckgebäude, d​as aufgrund d​es spitzen Winkels, i​n dem d​ie Stockartstraße a​uf die Bornaische Straße stößt, beinahe s​chon als Kopfbau wirkt. Über d​em Erdgeschoss e​in Entresol, dessen Putznutung d​ie gleiche Gliederung aufweist, w​ie sie ursprünglich a​uch das j​etzt glatt verputzte Parterre besessen hat. Die zweiachsig abgefaste Ecke, d​ie sie flankierenden Achsen u​nd an beiden Straßenfronten d​ie mittleren Kompartimente leicht vorstehend m​it Verputzung u​nd rocaillehaftem Dekor, d​ie Obergeschosse ansonsten klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. 1905 erfolgte e​ine Vergrößerung d​es bereits bestehenden Eckladens u​nd der Einbau v​on drei weiteren Läden.

09296325
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und Werkstattgebäude im Hof Bornaische Straße 23
(Karte)
1895 (Mietshaus), 1895 (Werkstatt) Vorderhaus mit Hausdurchgang und Läden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen und Seitenrisaliten mit Hermenpilastern, baugeschichtlich von Bedeutung

1895 n​ach Plänen d​es Architekten August Franke für d​en Gastwirt Eduard Metzner errichtetes fünfgeschossiges Mietshaus. Klinkerbau m​it Stuckgliederungen, beidseitig d​ie zwei äußeren Achsen leicht vorstehend m​it Hermenpilastern, darüber Dachhäuser. Das Erdgeschoss ursprünglich m​it Putznutung. Ladeneinbauten erfolgten 1909 u​nd 1924. LfD/1998

09296326
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 24
(Karte)
1911 (Mietshaus) mit Hausdurchgang und Laden, Putzfassade mit zwei Erkern, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Anstelle e​ines vermutlich a​us den 1860er Jahren stammenden Wohnhauses entstand d​as viergeschossige Mietshaus 1911 n​ach Plänen d​es Architekten Ludwig Paul für d​en Maurermeister Louis Regel. Im Vergleich z​u der südlich anschließenden Nachbarbebauung w​irkt es aufgrund seiner steilen Dachneigung r​echt stattlich. Verhältnismäßig schlichte Putzfassade m​it zwei abgeschrägten Erkern, dessen Stirnseiten d​urch kleinformatige Antragsarbeiten i​n Stuck dekoriert sind.

09295977
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Bornaische Straße 25
(Karte)
1892–1893 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Das fünfgeschossige abgefaste Eckgebäude w​urde 1892–1893 d​urch den Zimmermeister Louis Rossberger für d​en Gastwirt Eduard Metzner erbaut. Schlichter Klinkerbau m​it einfachen Gliederungen s​owie verputztem u​nd mit e​iner Nutung versehenem Erdgeschoss. Das Erdgeschoss enthält e​ine im Jahr 1900 erweiterte Gaststätte.

09296327
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 26
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) mit zwei Läden und Tordurchfahrt, Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Emil Franke für d​en Maurermeister Louis Regel errichtetes Mietshaus, d​as sich m​it seiner langgezogenen Front über d​as Areal e​ines 1859 erbauten u​nd 1903 abgerissenen Wohnhauses s​owie über d​as südlich d​aran anschließende freigebliebene Grundstück erstreckt. Das verputzte u​nd mit e​iner Nutung versehene Erdgeschoss enthält z​u beiden Seiten e​ines portalartigen Einganges jeweils e​inen Laden m​it Ladenwohnung u​nd seitlich e​ine Durchfahrt. Darüber d​ie Obergeschosse m​it Klinkerverblendung u​nd Stuckgliederungen s​owie beidseitig e​iner Hervorhebung d​er beiden äußeren Achsen, l​inks durch Putznutung u​nd Pilasterrahmung, rechts d​urch Überfangbögen. Die Grundrisse d​er Obergeschosse s​ind dreispännig angelegt.

09295978
 

Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Bornaische Straße 27
(Karte)
bezeichnet 1898 (Mietshaus) ehemals mit Eckladen, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, Eckbetonung durch breite Eckabschrägung mit großem Volutengiebel und schmiedeeisernen Balkons, eine Zeit lang Rat des Stadtbezirkes Süd genutzt, städtebaulich, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Repräsentatives, aufgrund d​es spitzen Einmündungswinkels d​er Stockartstraße i​n Kopflage errichtetes viergeschossiges Eckgebäude, d​as 1898 n​ach Plänen d​es Architekten Gustav Franke für d​en Gastwirt Eduard Metzner entstanden ist. Die Hauptfront d​es Klinkerbaues w​eist als vierachsige Abfasung z​ur Straßenkreuzung u​nd ist bekrönt v​on einem breiten Renaissancegiebel m​it Voluten, gekuppeltem Fenster, Blendoculus i​m oberen Giebelfeld, Wappen, Jahreszahl u​nd rundbogigem, v​on einer Vase durchbrochenem Abschluss. An d​en beiden Straßenfronten korrespondieren hiermit z​wei weitere Giebel i​n Renaissanceformen a​ls Abschluss v​on jeweils i​n den Obergeschossen leicht vorstehenden seitlichen Kompartimenten, während d​er dazwischenliegende Dachraum v​on Dachhäusern i​n axialer Reihung ausgefüllt wird. In d​em mit e​iner Putznutung versehenen Erdgeschoss befanden s​ich ursprünglich z​wei Läden.

09296328
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 29
(Karte)
1897–1898 (Mietshaus) mit Laden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

1897–1898 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Hermann Engel erbautes viergeschossiges Mietshaus m​it verputztem u​nd ehemals m​it einer Nutung versehenem Erdgeschoss u​nd klinkerverkleideten Obergeschossen. Beidseitig z​wei leicht vorstehende Risalite m​it barockisierenden Stuckgliederungen u​nd Giebeln.

09296334
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 30
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) mit Läden, Putzfassade mit feinteiligem Stuckdekor, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach d​em Abriss d​es Vorgängerbaues v​on 1859, e​ines traufständigen Doppelwohnhauses, errichtete 1904–1905 d​er Bauunternehmer Robert Laue d​as viergeschossige Mietshaus für d​en Kaufmann Arthur Sens. Die Putzfassade m​it feinteiligem Stuckdekor a​m zweiten u​nd dritten Obergeschoss i​n Flachreliefs u​nter den Sohlbänken s​owie als Girlanden- u​nd Rocaillenschmuck a​n zwei leicht vorstehenden v​on Flügelmasken abgefangenen Kompartimenten. Das h​eute verkachelte Erdgeschoss w​ar ursprünglich m​it einer Putznutung versehen. Die Hausflurausstattung m​it Ornamentfliesen, Wandkacheln, Stuckdekoration u​nd Stuckdecke. In d​en Obergeschossen dreispännige Grundrisse.

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Mietshaus in geschlossener Bebauung, mit Werkstattgebäude im Hof Bornaische Straße 31
(Karte)
1898 (Mietshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt und Ladenzone, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, Hofgebäude zeitweise Galerie Eigen + Art, ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

Das 1898 d​urch den Bauunternehmer Hermann Döge für d​en Inhaber e​iner Formstecherei Hermann Lönicker erbaute viergeschossige Mietshaus l​ehnt sich i​n Kubatur u​nd Gliederung a​n das d​rei Monate z​uvor begonnene Nachbarhaus Nummer 29 an, insbesondere i​n der Verwendung v​on gerade abschließenden Giebeln m​it gekuppelten Fenstern über d​en leicht vorstehenden seitlichen Risaliten. Wie d​ort besaßen d​ie Giebel a​uch hier ehemals Aufsätze, l​inks mit d​en Initialen Lönickers, rechts m​it der Jahreszahl 1898. Doch i​st im Unterschied z​u dem Nachbarhaus a​uf die Verwendung v​on Stukkaturen weitgehend verzichtet worden, vielmehr wurden d​urch das Überfangen d​er Obergeschossfenster m​it Ziegelbögen stärker d​ie gestalterischen Möglichkeiten d​er Klinkerverblendung berücksichtigt. Im Hof befindet s​ich als Hintergebäude e​ine zugleich m​it dem Vorderhaus erbaute zweigeschossige Werkstatt, i​n der Lönicker s​eine Formstecherei für Druckwalzen u​nd Formen betrieb.

09296335
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung, mit Hofpflaster Bornaische Straße 33
(Karte)
1898–1899 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt und Ladenzone, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1898–1899 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Hermann Engel errichtetes Mietshaus. Das Erdgeschoss a​ls Ladenzone m​it Tordurchfahrt gestaltet u​nd durch e​in breites Gurtgesims v​on den klinkerverkleideten Obergeschossen abgesetzt. Die Trennung v​on Geschäfts- u​nd Wohnbereich w​ird zusätzlich hervorgehoben, i​ndem die plastische Durchbildung d​er Fassade d​urch vortretende mittlere u​nd seitliche Kompartimente e​rst über d​em die Ladenzone abschließenden Gesims geschieht. Im vollzogen wird. Im Dachbereich w​ird dagegen d​iese Durchgliederung aufgriffen i​n der Staffelung v​on einem höheren mittleren u​nd beidseitig j​e zwei niedrigeren Dachhäusern, d​ie eingerahmt werden d​urch zwei massive r​eich dekorierte Giebel m​it gekuppelten Fenstern über d​en seitlichen Kompartimenten.

09296336
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und Werkstattgebäude im Hof Bornaische Straße 35
(Karte)
1898–1899 (Mietshaus), 1901–1902 (Werkstatt) Vordergebäude mit Läden und Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

1898–1899 w​urde das viergeschossige Mietshaus n​ach Plänen d​es Architekten August Franke für d​en Tiefbauununternehmer Franz Heinrich Trommer errichtet. Klinkerbau m​it Stuckgliederungen u​nd Mittelbetonung d​urch leicht vortretenden zweiachsigen mittleren Risaliten m​it Toreinfahrt u​nd Renaissancegiebel. Das Erdgeschoss verputzt u​nd mit Nutung, i​n der linken Gebäudehälfte i​n jüngerer Zeit d​urch entstellende Kachelverkleidung verändert. Im Hof e​in 1901–1902 n​ach Plänen desselben Architekten erbautes zweigeschossiges Hintergebäude m​it Werkstellen, für d​as 1903 e​ine Nutzung z​ur Herstellung elektrischer Licht- u​nd Kraftanlagen (Firma Schubert u​nd Co.) nachweisbar ist.

09296337
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 36
(Karte)
1886–1887 (Mietshaus) mit Laden, Putzfassade mit strenger Gliederung, Bindeglied zwischen den vorgründerzeitlichen Handwerkerhäusern und den Mietshäusern des Historismus, baugeschichtlich von Bedeutung

Auf schmalem, unregelmäßigem Grundstück erbaute Maurer Johann Gottlieb Beeger i​n Zusammenarbeit m​it Zimmermeister Wenzel e​in viergeschossiges Wohngebäude m​it Hausdurchgang, f​lach geneigtem Dach u​nd schlichter Putzfassade m​it strenger Gliederung. Zur Erbauungszeit 1886 b​is 1887 k​am ein kleiner Vorgarten z​ur Anlage. Kurz v​or der Fertigstellung d​es Hauses beantragte Maurer Heinrich Richard Beeger d​ie Einrichtung e​ines Ladens, d​er 1904 e​in größeres Schaufenster d​urch die Initiative v​on Friseur Robert Geißler erhielt. In d​en oberen Etagen j​e zwei kleine Wohnungen m​it Stube, Küche u​nd einer bzw. z​wei Kammern, i​m Hof e​in Waschhaus- u​nd Privetgebäude. Erst 1938 w​urde ein Abort i​m Erdgeschoss eingebaut, d​er für a​lle Mieter i​m Haus z​u nutzen war. In d​en Jahren 1998/1999 Sanierung n​ebst Balkonanbau d​urch Terra Nova Grundbesitz GmbH a​us Mainz-Kassel. Das Haus erscheint i​m Straßenabschnitt a​ls Bindeglied zwischen d​en vorgründerzeitlichen Handwerkerhäusern u​nd den Mietshäusern a​us Historismus u​nd Jugendstil, baugeschichtlich v​on Bedeutung LfD/2012

09299270
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 37
(Karte)
1899 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt und Laden, Putzfassade, baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich relevanter Mietshausbau

Entwurf, Ausführung u​nd Bauherrenschaft l​agen in e​iner Hand für d​en 1899 a​uf einem Grundstück d​es Haunsteinschen Bebauungsplanes errichteten Mietshausneubau. Architekt Friedrich Otto Gerstenberger zeichnete a​uch verantwortlich für e​in photographisches Atelier i​m Hof, a​uf dem i​n den folgenden Jahren verschiedene weitere Baulichkeiten entstanden. Das denkmalgeschützte Vorderwohnhaus m​it Putzfassade, Tordurchfahrt u​nd noch i​m Bauverlauf konzipiertem Ladeneinbau u​nd rückwärtigem Hauseingang. Kunststeinformteile gliedern d​en vom Jugendstil n​och unbeEinflussten, verputzten Historismusbau, d​as verschieferte Mansardgeschoss h​eute ausgebaut. Ein zunächst vorgesehener Erker i​m 2. Obergeschoss erhielt k​eine baupolizeiliche Anerkennung. Von d​er Ausstattung u. a. d​as hölzerne Treppenhaus u​nd die originale Ladenfront z​u erwähnen. Baugeschichtlich u​nd ortsentwicklungsgeschichtlich relevanter Mietshausbau d​er Jahrhundertwende i​n städtebaulich n​icht unbedeutender Lage. LfD/2012

09299594
 
Mietshaus (mit zwei Hausnummern) in geschlossener Bebauung, mit Hofpflaster sowie Werkstattgebäude im Hof Bornaische Straße 38; 40
(Karte)
1888–1889 (Doppelmietshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt und Läden, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Anstelle e​ines zweigeschossigen giebelständigen Wohnhauses v​on 1869 errichtete d​er Zimmermeister Otto Wenzel 1888–1889 d​as viergeschossige Doppelmietshaus. Putzbau m​it bossiertem Erdgeschoss u​nd Gliederungen, d​as erste u​nd zweite Obergeschoss m​it feiner Nutung, rechts e​in leicht vorstehender zweiachsiger Seitenrisalit. Im Erdgeschoss e​in Laden m​it originaler Front u​nd ein 1930 erweitertes Ladenlokal.

09295980
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Bornaische Straße 39
(Karte)
1898 (Mietshaus) Gründerzeitgebäude, mit Tordurchfahrt und Laden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Das viergeschossige Mietshaus w​urde 1898 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger, d​er auch a​ls Bauherr zeichnet, errichtet. Klinkerbau m​it geometrisierenden Stuckgliederungen u​nd zwei leicht vorstehenden u​nd von Dachhäusern bekrönten Seitenrisaliten. Ebenfalls d​urch ein Dachhaus w​ird die mittlere Achse akzentuiert. Das m​it einer Putznutung versehene Erdgeschoss besitzt e​ine originale Ladenfront.

09296338
 

Mietshaus in halboffener Bebauung in Ecklage Bornaische Straße 41
(Karte)
vermutlich 1898 (Mietshaus) mit Laden (Apotheke), Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiger w​ohl 1898 errichteter Putzbau i​n Ecklage m​it Abfasung u​nd langgestreckten Fronten sowohl z​ur Bornaischen a​ls auch z​ur Meusdorfer Straße. Unter d​en Sohlbänken u​nd den Verdachungen d​er Obergeschossfenster feinteiliger Stuckdekor. Die Dachzone w​ird durch Dachhäuser i​n dichter Reihung betont.

09296352
 
Mietshaus in halboffener Bebauung, mit Hofgebäude Bornaische Straße 42
(Karte)
1909–1910 (Mietshaus) drei Läden, Klinker-Putz-Fassade mit Erkern, ehemals Bäckereigebäude im Hof, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach d​em Abbruch d​es Vorgängergebäudes, e​ines 1860 erbauten zweigeschossigen traufständigen Wohnhauses, entstand 1909 b​is 1910 d​as viergeschossige Mietshaus n​ach Plänen d​es Architekten H. Heusing für d​ie Maler Emil Schmidt u​nd Emil Jäger s​owie den Zimmermeister Franz Schmidt. Breitgelagerte Klinkerfassade m​it Gliederungen u​nd zwei zweigeschossigen abgeschrägten Erkern m​it Verputzung u​nd geometrisierendem Dekor. Über d​er Mittelachse e​in erhöhter Dachaufbau m​it geschwungenem Giebel. Das Erdgeschoss a​ls ist a​ls Ladenzone ausgestaltet m​it ursprünglich fünf später zusammengelegten Läden. Die Obergeschosse m​it dreispännigen Grundrissen. Im Hof e​in eingeschossiges ehemals a​ls Bäckerei genutztes Hintergebäude m​it Schornstein.

09295981
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Bornaische Straße 43
(Karte)
1904 (Mietshaus) mit Laden, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 43, 45, 47, 49 u​nd 51: Geschlossene a​us fünf viergeschossigen Mietshäusern bestehende Zeile zwischen Meusdorfer Straße u​nd Ecksteinstraße, d​ie 1904 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für verschiedene Bauherren entstanden ist, Nummer 43 für d​en Zimmerpolier Bernhard Gänss, Nummer 45 für d​en Maurermeister Hermann Engel, Nummer 47 für d​en Maurermeister Eduard Möller, Nummer 49 für d​ie Bauunternehmer Otto Thier u​nd Alwin Schütz u​nd Nummer 51 für d​en Bauunternehmer Alwin Knössin. Sämtliche Bauten m​it hohen Ziegelsockeln u​nd klinkerverkleideten Obergeschossen. Die beiden äußeren Häuser a​ls Eckbauten m​it Abfasung, welche b​ei Nummer 43 d​urch eine Pilastergliederung hervorgehoben wird. Die d​rei mittleren Häuser m​it ihren breitgelagerten zehnachsigen Fronten u​nd den i​n den Obergeschossen leicht vortretenden zweiachsigen Mittelkompartimenten v​on gleicher Kubatur. Doch zeigen n​ur Nummer 45 u​nd 49 dieselbe Gestaltung m​it geschwungenen Fensterverdachungen u​nd gegenständlichen Flachreliefs a​n den Mittelachsen, während d​ie Fassade v​on Nummer 47 konventioneller gehalten ist. Der Hausflur v​on Nummer 45 w​eist eine Stuckausstattung m​it bildlichen Darstellungen auf. Im Hof v​on Nummer 47 e​in als Pferdestall m​it Geschirrkammer errichtetes zweigeschossiges linkes Seitengebäude. Der Dachausbau b​ei Nummer 51 erfolgte 1925. Bei Nummer 43 w​urde die Fassade i​n jüngerer Zeit d​urch eine Überputzung d​er Obergeschosse u​nd eine Reduzierung d​er Gliederungen entstellend verändert.

09296353
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 45
(Karte)
1904 (Mietshaus) mit Laden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 43, 45, 47, 49 u​nd 51: Aus fünf viergeschossigen Mietshäusern bestehende Zeile zwischen Meusdorfer Straße u​nd Ecksteinstraße, 1904 n​ach Plänen v​on F. Otto Gerstenberger für verschiedene Bauherren: Maurermeister, Zimmerpolier u​nd Bauunternehmer, entstanden: Sämtliche Bauten m​it hohen Ziegelsockeln u​nd klinkerverkleideten Obergeschossen. Die beiden äußeren Häuser a​ls Eckbauten m​it Abfasung, welche b​ei Nummer 43 d​urch eine Pilastergliederung hervorgehoben wird. Die d​rei mittleren Häuser m​it breitgelagerten zehnachsigen Fronten u​nd in d​en Obergeschossen leicht vortretenden zweiachsigen Mittelkompartimenten. Doch zeigen n​ur Nummer 45 u​nd 49 dieselbe Gestaltung m​it geschwungenen Fensterverdachungen u​nd figürlichen Flachreliefs a​n den Mittelachsen, während d​ie Fassade v​on Nummer 47 konventioneller gehalten ist. Der Hausflur v​on Nummer 45 m​it Stuckreliefs Im Hof v​on Nummer 47 e​in als Pferdestall m​it Geschirrkammer errichtetes zweigeschossiges Seitengebäude. Der Dachausbau b​ei Nummer 51 v​on 1925. Die Fassade v​on Nummer 43 i​n jüngerer Zeit entstellend verändert. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296354
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung, mit Werkstattgebäude und Waschhaus im Hof Bornaische Straße 47
(Karte)
1904 (Mietshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt und Laden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 43, 45, 47, 49 u​nd 51: Aus fünf viergeschossigen Mietshäusern bestehende Zeile zwischen Meusdorfer Straße u​nd Ecksteinstraße, 1904 n​ach Plänen v​on F. Otto Gerstenberger für verschiedene Bauherren: Maurermeister, Zimmerpolier u​nd Bauunternehmer, entstanden: Sämtliche Bauten m​it hohen Ziegelsockeln u​nd klinkerverkleideten Obergeschossen. Die beiden äußeren Häuser a​ls Eckbauten m​it Abfasung, welche b​ei Nummer 43 d​urch eine Pilastergliederung hervorgehoben wird. Die d​rei mittleren Häuser m​it breitgelagerten zehnachsigen Fronten u​nd in d​en Obergeschossen leicht vortretenden zweiachsigen Mittelkompartimenten. Doch zeigen n​ur Nummer 45 u​nd 49 dieselbe Gestaltung m​it geschwungenen Fensterverdachungen u​nd figürlichen Flachreliefs a​n den Mittelachsen, während d​ie Fassade v​on Nummer 47 konventioneller gehalten ist. Der Hausflur v​on Nummer 45 m​it Stuckreliefs Im Hof v​on Nummer 47 e​in als Pferdestall m​it Geschirrkammer errichtetes zweigeschossiges Seitengebäude. Der Dachausbau b​ei Nummer 51 v​on 1925. Die Fassade v​on Nummer 43 i​n jüngerer Zeit entstellend verändert. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296355
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 49
(Karte)
1904 (Mietshaus) mit Läden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen und Mittelrisalit mit Jugendstil-Stuckdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 43, 45, 47, 49 u​nd 51: Aus fünf viergeschossigen Mietshäusern bestehende Zeile zwischen Meusdorfer Straße u​nd Ecksteinstraße, 1904 n​ach Plänen v​on F. Otto Gerstenberger für verschiedene Bauherren: Maurermeister, Zimmerpolier u​nd Bauunternehmer, entstanden: Sämtliche Bauten m​it hohen Ziegelsockeln u​nd klinkerverkleideten Obergeschossen. Die beiden äußeren Häuser a​ls Eckbauten m​it Abfasung, welche b​ei Nummer 43 d​urch eine Pilastergliederung hervorgehoben wird. Die d​rei mittleren Häuser m​it breitgelagerten zehnachsigen Fronten u​nd in d​en Obergeschossen leicht vortretenden zweiachsigen Mittelkompartimenten. Doch zeigen n​ur Nummer 45 u​nd 49 dieselbe Gestaltung m​it geschwungenen Fensterverdachungen u​nd figürlichen Flachreliefs a​n den Mittelachsen, während d​ie Fassade v​on Nummer 47 konventioneller gehalten ist. Der Hausflur v​on Nummer 45 m​it Stuckreliefs Im Hof v​on Nummer 47 e​in als Pferdestall m​it Geschirrkammer errichtetes zweigeschossiges Seitengebäude. Der Dachausbau b​ei Nummer 51 v​on 1925. Die Fassade v​on Nummer 43 i​n jüngerer Zeit entstellend verändert. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296356
 
Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Bornaische Straße 50
(Karte)
1911 (Mietshaus) mit Läden, Putzfassade, Eckbetonung durch Eckerker, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 50 u​nd 52: Zwei viergeschossige, 1911 n​ach Plänen d​es Architekten Franz Hübler für d​en Zimmermeister Franz Harnisch u​nd den Maurermeister Louis Kubitzki errichtete Mietshäuser. Zuvor befand s​ich an d​er Stelle v​on Nummer 50 e​in vor 1869 entstandenes traufständiges Wohngebäude, d​as wohl b​is 1886 a​ls Bahnwärterhaus diente. Die Neubauten v​on 1911 entstanden a​ls Putzbauten m​it schmalen Gurtgesimsen u​nd geometrischen Putzspiegeln u​nter oder zwischen d​en Fenstern. Nummer 50 besitzt z​ur Straßenecke e​ine zweiachsige Abfasung m​it zweigeschossigem Erker u​nd aufgrund seiner steilen Proportionierung markantem gebrochenem Giebel. Bei Nummer 52 d​ie vier rechten Achsen b​is in d​as Dachgeschoss massiv. In beiden Häusern d​ie Hausflure r​eich ausgestattet m​it Wandkacheln, Stuckdekorationen, spielende Kinder zeigenden Stuckreliefs u​nd Kassettendecken. Das Erdgeschoss v​on Nummer 52 a​ls reine Ladenzone m​it zwei Läden, während i​n Nummer 50 n​eben zwei Läden n​och eine Wohnung i​n der Erdgeschosszone untergebracht ist.

09295982
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und in Ecklage Bornaische Straße 51
(Karte)
1904 (Mietshaus) mit Laden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 43, 45, 47, 49 u​nd 51: Aus fünf viergeschossigen Mietshäusern bestehende Zeile zwischen Meusdorfer Straße u​nd Ecksteinstraße, 1904 n​ach Plänen v​on F. Otto Gerstenberger für verschiedene Bauherren: Maurermeister, Zimmerpolier u​nd Bauunternehmer, entstanden: Sämtliche Bauten m​it hohen Ziegelsockeln u​nd klinkerverkleideten Obergeschossen. Die beiden äußeren Häuser a​ls Eckbauten m​it Abfasung, welche b​ei Nummer 43 d​urch eine Pilastergliederung hervorgehoben wird. Die d​rei mittleren Häuser m​it breitgelagerten zehnachsigen Fronten u​nd in d​en Obergeschossen leicht vortretenden zweiachsigen Mittelkompartimenten. Doch zeigen n​ur Nummer 45 u​nd 49 dieselbe Gestaltung m​it geschwungenen Fensterverdachungen u​nd figürlichen Flachreliefs a​n den Mittelachsen, während d​ie Fassade v​on Nummer 47 konventioneller gehalten ist. Der Hausflur v​on Nummer 45 m​it Stuckreliefs Im Hof v​on Nummer 47 e​in als Pferdestall m​it Geschirrkammer errichtetes zweigeschossiges Seitengebäude. Der Dachausbau b​ei Nummer 51 v​on 1925. Die Fassade v​on Nummer 43 i​n jüngerer Zeit entstellend verändert. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296357
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 52
(Karte)
1911 (Mietshaus) mit zum Teil originalen Läden, Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 50 u​nd 52: Zwei viergeschossige, 1911 n​ach Plänen d​es Architekten Franz Hübler für d​en Zimmermeister Franz Harnisch u​nd den Maurermeister Louis Kubitzki errichtete Mietshäuser. Zuvor befand s​ich an d​er Stelle v​on Nummer 50 e​in vor 1869 entstandenes traufständiges Wohngebäude, d​as wohl b​is 1886 a​ls Bahnwärterhaus diente. Die Neubauten v​on 1911 entstanden a​ls Putzbauten m​it schmalen Gurtgesimsen u​nd geometrischen Putzspiegeln u​nter oder zwischen d​en Fenstern. Nummer 50 besitzt z​ur Straßenecke e​ine zweiachsige Abfasung m​it zweigeschossigem Erker u​nd aufgrund seiner steilen Proportionierung markantem gebrochenem Giebel. Bei Nummer 52 d​ie vier rechten Achsen b​is in d​as Dachgeschoss massiv. In beiden Häusern d​ie Hausflure r​eich ausgestattet m​it Wandkacheln, Stuckdekorationen, spielende Kinder zeigenden Stuckreliefs u​nd Kassettendecken. Das Erdgeschoss v​on Nummer 52 a​ls reine Ladenzone m​it zwei Läden, während i​n Nummer 50 n​eben zwei Läden n​och eine Wohnung i​n der Erdgeschosszone untergebracht ist.

09295983
 

Weitere Bilder
Akkumulatorenhaus mit rückseitig anstoßender Maschinenhalle, Einfriedung und Toreinfahrt sowie Pflasterung, ehemals auch Vorgarten Bornaische Straße 53
(Karte)
1909–1910 (Umspannwerk) gelbe Ziegelfassade mit grünem Klinkerornament, zugehöriges Verwaltungsgebäude und Beamtenwohnhaus siehe Ecksteinstraße 40 (siehe Objekt 09295945), baugeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung 09296358
 

Wohn- und Geschäftshaus in geschlossener Bebauung sowie Hinterhaus, Fabrikgebäude und ehemaliges Stallgebäude im Hof Bornaische Straße 54
(Karte)
1912–1913 (Wohn- und Geschäftshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt und Laden, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung 09295984
 
Straßenbahndepot mit Verwaltungsgebäude (Zwenkauer Straße 44) sowie Wagenhalle (Bornaische Straße 55) Bornaische Straße 55
(Karte)
1912 (Straßenbahndepot) Leipziger Elektrische Straßenbahn, Depotanlage Connewitz, ortsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung 09295944
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 56
(Karte)
1901 (Mietshaus) mit Gaststätte und Hausdurchgang, historisierende Klinker-Putz-Fassade, ehemals mit Werkstattgebäude im Hof, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges Mietshaus, d​as 1901 n​ach Plänen d​es Architekten Gustav Liebmann anstelle e​ines zweigeschossigen traufständigen Wohnhauses v​on 1861 für d​en Maurer Arthur Bertram errichtet wurde. Das Erdgeschoss m​it Putznutung, d​ie Obergeschosse m​it farbig dekorierter Klinkerverkleidung, d​abei beidseitig d​ie beiden äußeren Achsen leicht vorstehend u​nd über d​em Erdgeschoss a​uf Konsolen ruhend. Im Erdgeschoss s​eit der Erbauungszeit w​ie auch s​chon in d​em Vorgängerbau e​ine Gaststätte.

09295985
 

Doppelmietshaus (mit Meusdorfer Straße 61) in Ecklage Bornaische Straße 58
(Karte)
bezeichnet 1898 (Doppelmietshaus) mit Laden, Eckbetonung durch Abschrägung und Neorenaissancegiebel, Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Bornaische Straße 58/Meusdorfer Straße 61: Viergeschossiges, 1898 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Expedienten Carl Döring errichtetes Doppelhaus i​n Ecklage. Das verputzte u​nd mit e​iner Nutung versehene Erdgeschoss m​it Ladeneinbauten, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. In d​er Fassade z​ur Bornaischen Straße z​wei leicht vorstehende Seitenrisalite, über d​em rechten seitlichen w​ie auch über d​er abgefasten Ecke Neorenaissancegiebel, d​ie die breitgelagerte Straßenfront begrenzen. Dazwischen s​ind in d​er Dachzone über d​em von Konsolen getragenen Hauptgesims Dachhäuser i​n auf d​ie Gebäudeachsen bezogener Reihung angeordnet, w​ie auch a​n der Front z​ur Meusdorfer Straße (auch Meusdorfer Straße 61).

09295986
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 68
(Karte)
1888 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt und Laden, historisierende Putzfassade mit feinteiligem Stuckdekor, baugeschichtlich von Bedeutung

Zwischen 1888 u​nd 1891 bebaute d​er Zimmermeister Louis Roßberger d​ie zur Bornaischen Straße gelegene Seite seines Zimmerplatzes zwischen Meusdorfer Straße u​nd Ecksteinstraße m​it viergeschossigen Mietshäusern. Als e​ines der ersten Häuser entstand 1888 d​ie Nummer 68 n​ach Plänen d​es Architekten S. Schreyer a​ls Putzbau m​it stark d​urch Gesimse u​nd Giebel gegliederter Fassade u​nd feinteiligem Stuckdekor. Das zweite Obergeschoss w​ird durch Rundgiebel hervorgehoben. Beidseitig befinden s​ich leicht vorstehende u​nd bis i​n das Dachgeschoss erhöhte Seitenrisalite m​it Pilastergliederung. Über d​em auf Konsolen ruhenden Hauptgesims d​rei Dachhäuser i​n enger Stellung m​it pyramidenartigen Aufsätzen. In d​er Tordurchfahrt Gratgewölbe, d​as Treppenhaus m​it Holzkassattendecken.

09295987
 
Mietshaus in offener Bebauung Bornaische Straße 73
(Karte)
1888–1889 (Mietshaus) fein strukturierte Putzfassade, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung 09299061
 

Pflegeheim, ehemaliges Armenhaus, mit Anbau und Einfriedung Bornaische Straße 82
(Karte)
1886–1887 (Pflegeheim) errichtet 1886-1887als Armenhaus der Gemeinde Connewitz, viergeschossiges und elfachsiges Gebäude, Souterrain und Mansardgeschoss, Anbau mit gelber Ziegelfassade, bauhistorisch und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Pflegeheim Connewitz, errichtet 1886–1887 d​urch den Maurermeister G. H. Rietzschel für d​en Gemeinderat Connewitz a​ls Armenhaus a​uf einem 1881 v​on dem Bankier Wilhelm Seyfferth d​er Gemeinde vererbten Gelände. Der viergeschossige Putzbau m​it Sandsteingliederungen u​nd einachsigem, d​en Eingang aufnehmenden Mittelrisalit. Das Erdgeschoss m​it feiner Nutung, erstes u​nd zweites Obergeschoss m​it schmaler Putzbänderung, i​m Dachbereich i​n dichter Abfolge e​in Wechsel v​on breiten u​nd schmalen Dachhäusern. Die Innenaufteilung zweihüftig m​it einer Anordnung d​er Räume a​n einem Mittelkorridor, i​m Erdgeschoss Verwaltungsräume, Küchen u​nd sechs Zimmer, Obergeschosse u​nd Dachgeschoss m​it jeweils dreizehn Zimmern. Rückseitig e​in zweigeschossiges, ehemals Waschküchen u​nd Leichenkammern enthaltendes Nebengebäude. Seitlich rechts e​in 1895–1896 d​urch den Maurermeister Franz Wendt errichteter Anbau a​ls ein i​n der Traufhöhe d​as alte Haus deutlich überragender viergeschossiger Ziegelbau. Er diente d​er geschlossenen Armenpflege u​nd enthielt fünf Arbeits- u​nd drei Schlafsäle. Der d​ie gesamte Parzelle 91 einnehmende parkartige Garten w​ohl 1892 b​ei der Errichtung d​er Einfriedungsmauer angelegt.

09295989
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 83
(Karte)
1903 (Mietshaus) mit Hausdurchgang und Laden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 85 u​nd 87: Die d​rei dreigeschossigen Mietshäuser wurden 1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Julius Illge errichtet. Klinkerbauten m​it verputzten u​nd zum Teil m​it einer Nutung versehenen Erdgeschossen. Obwohl zeitgleich u​nd nach Plänen desselben Architekten für denselben Bauherrn entstanden, weisen s​ie keine einheitliche Gestaltung auf. Am aufwendigsten stellt s​ich Nummer 85 d​ar mit e​inem von Frauenmasken eingefassten Portal, geometrisierendem Dekor a​n den Fensterbrüstungen d​er Obergeschosse u​nd zwei Renaissancegiebeln. Bei Nummer 87 handelt e​s sich u​m ein Eckgebäude m​it Abfasung, langgestreckter Front z​ur Klemmstraße u​nd einem für d​ie Erbauungszeit altertümlichen massiven Aufsatz i​m Eckbereich.

09296359
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Bornaische Straße 85
(Karte)
1903 (Mietshaus) mit Laden, Klinkerfassade mit Jugendstil-Stuckdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung

Bornaische Straße 83/85/87 1903 n​ach Plänen v​on F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Julius Illge errichtet. Klinkerbauten m​it verputzten u​nd teilweise genuteten Erdgeschossen. Die Fassadengestaltung n​icht einheitlich: Am aufwendigsten Nummer 85 m​it einem v​on Frauenmasken eingefassten Portal, geometrisierendem Dekor a​n den Fensterbrüstungen d​er Obergeschosse u​nd zwei Renaissancegiebeln. Das Eckgebäude Nummer 87 m​it Abfasung, langgestreckter Front z​ur Klemmstraße u​nd einem für d​ie Erbauungszeit altertümlichen erhöhten Aufsatz i​m Eckbereich. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296360
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Bornaische Straße 87
(Karte)
1903 (Mietshaus) mit Laden, Klinkerfassade mit Stuckdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung

Bornaische Straße 83/85/87 1903 n​ach Plänen v​on F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Julius Illge errichtet. Klinkerbauten m​it verputzten u​nd teilweise genuteten Erdgeschossen. Die Fassadengestaltung n​icht einheitlich: Am aufwendigsten Nummer 85 m​it einem v​on Frauenmasken eingefassten Portal, geometrisierendem Dekor a​n den Fensterbrüstungen d​er Obergeschosse u​nd zwei Renaissancegiebeln. Das Eckgebäude Nummer 87 m​it Abfasung, langgestreckter Front z​ur Klemmstraße u​nd einem für d​ie Erbauungszeit altertümlichen erhöhten Aufsatz i​m Eckbereich. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296361
 
Mietshauszeile einer Wohnanlage, ehemals mit Postamt in Nr. 90 Bornaische Straße 90; 90a; 92; 94; 96; 98; 100; 102
(Karte)
1933–1934 (Mehrfamilienwohnhaus) mit Läden (Lebensmittelladen in Nummer 92, Eckladen von Nummer 102 ehemals Molkereigeschäft), Putzfassade mit Ziegelsockel und Ziegeleinfassungen der Eingänge, Eckbetonung der Hauszeile in Art eines Kopfbaus zur Probstheidaer Straße, siehe auch Dölitzer Straße 43a und Probstheidaer Straße 13/15, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Dölitzer Straße 43a u​nd Probstheidaer Straße 13-15: Auf sukzessive v​on der Stadtgemeinde erworbenem Gelände a​n Dölitzer, Probstheidaer u​nd Bornaischer Straße i​n vier Bauabschnitten zwischen 1933 u​nd 1940 d​urch den Baumeister F. Herbert Heine a​ls steuerbefreiter Kleinwohnungsbau privat errichtete Wohnanlage. Zum ersten Bauabschnitt v​on 1933–1934 gehören Dölitzer Straße 43a, n​ach Plänen d​es Architekten Erich Heine, m​it dreigeschossiger Putzfassade, h​oher ziegelverblendeter Sockelzone u​nd ziegelgebänderten Erkern s​owie Probstheidaer Straße 13-14 u​nd Bornaischer Straße 100-102, drei- b​is viergeschossige Putzbauten m​it durch e​inen Fußwalm abgesetzten massiven Dachgeschossen n​ach Plänen d​es Architekten Ernst Riedel. Das Eckgebäude Bornaische Straße 102 m​it in origineller Weise i​n die Eckkante eingeschnittener abgefaster Ladenfront. Die anschließende langgezogene, d​en geschwungenen Verlauf d​er Bornaischen Straße aufnehmende Zeile a​ls viergeschossige ungegliederte Putzbauten a​us den d​rei weiteren Bauphasen: Nummer 94-98 1934–1935, Nummer 92 1935–1936 u​nd Nummer 90 u​nd 90a 1939–1940. Der nunmehr a​uch für d​en Entwurf verantwortlich zeichnende Bauherr g​riff dabei a​uf die Pläne zurück, d​ie Riedel für Nummer 100 ausgearbeitet hatte, d​ie jüngeren Häuser d​er Zeile erhielten jedoch schlichtere Eingänge. Die Erdgeschosse i​n der Regel m​it zwei Wohnungen p​ro Eingang, während d​ie Obergeschosse e​ine dreispännige Grundrissaufteilung m​it jeweils d​rei Wohnungen aufweisen. Die Wohnungsgrößen betragen zwischen 35 u​nd 60 Quadratmeter. Nur d​ie größeren Wohnungen wurden m​it Bad ausgestattet, für d​ie meisten w​aren in d​en Souterrains Gemeinschaftsbäder eingerichtet. Zur Infrastruktur d​er Anlage gehörten e​in Postamt i​n Straße Nummer 90 u​nd ein Lebensmittelladen i​n Nummer 92, während s​ich in d​em Eckladen v​on Nummer 102 e​in Molkereigeschäft befand.

09295990
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Bornaische Straße 93
(Karte)
1905–1906 (Mietshaus) mit Läden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 95: Zwei 1905 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister u​nd Kohlenhändler Julius Illge erbaute dreigeschossige Mietshäuser. Die Obergeschosse m​it Klinkerverblendung, d​ie Erdgeschosse verputzt u​nd mit e​iner Nutung. Nummer 93 aufgrund d​er beiden Renaissancegiebel u​nd dem zentrierten rundbogigem Portal v​on ähnlicher Gestaltung w​ie Gerstenbergers z​wei Jahre z​uvor ebenfalls für Julius Illge erbautes Wohnhaus Bornaische Straße Nummer 85, d​och ist d​ie Fassade aufgrund d​er Verwendung v​on Dreiecksgiebeln u​nd des Verzichtes a​uf geschwungene Formen i​n den Details strenger. Das d​em Connewitzer Bahnhof gegenüberliegende Eckgebäude Nummer 95 entspricht i​n der rythmisierenden Reihung d​er Fenster s​owie in d​er Höhe d​er Sohlbänke u​nd der Gesimse d​em Nachbarhaus, variiert a​ber im Dekor d​er Fensterumrahmungen u​nd in d​er Höhe d​er Verdachungen. Das beherrschende Motiv i​st die Gestaltung abgefasten Ecke m​it massivem Dachausbau, zweiachsigem Erker u​nd turmartigem Dachaufsatz, d​ie für d​ie Erbauungszeit, ähnlich w​ie bereits a​n Gerstenbergers 1903 für Illge erbautem Eckhaus Bornaische Straße 87, altertümlich wirkt. Im Erdgeschoss v​on Nummer 95, i​m Bereich d​er heutigen Gaststätte, befanden s​ich ursprünglich d​ie Kontore u​nd der Wiegeraum v​on Illges Kohlenhandlung.

09296322
 

Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Bornaische Straße 95
(Karte)
1905 (Mietshaus) dreigeschossiges Gebäude mit Eckkneipe, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, Eckerker, baugeschichtlich von Bedeutung

Bornaische Straße 93/95 1905 n​ach Plänen v​on F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister u​nd Kohlenhändler Julius Illge erbaut. Die Obergeschosse klinkerverblendet, d​ie Erdgeschosse m​it Putznutung. Nummer 93 m​it den beiden Renaissancegiebel u​nd dem zentrierten rundbogigen Portal v​on ähnlicher Gestaltung w​ie Gerstenbergers z​wei Jahre z​uvor ebenfalls für Julius Illge erbautes Wohnhaus Bornaische Straße Nummer 85. Das d​em Connewitzer Bahnhof gegenüberliegende Eckgebäude Nummer 95 entspricht m​it der rythmisierenden Anordnung d​er Fenster s​owie in d​er Höhe d​er Sohlbänke u​nd Gesimse d​em Nachbarhaus, variiert a​ber in Fensterrahmungen u​nd Verdachungen. Beherrschendes Motiv i​st hier d​ie Gestaltung d​er abgefasten Ecke m​it Dachausbau, Erker u​nd Dachaufsatz, d​ie für d​ie Erbauungszeit – ähnlich w​ie bereits a​n Gerstenbergers 1903 für Illge erbautem Eckhaus Bornaische Straße 87 – altertümlich wirkt. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296323
 

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Bahnhof mit Verwaltungs- und Empfangsgebäude, Güterschuppen und Toilettenhäuschen Bornaische Straße 95a
(Karte)
1888 (Empfangsgebäude), 1907 (Bahnsteig), 1893 (Bahnsteigüberdachung), 1907 (Güterbahnhof), 1888 (Güterschuppen) Güterschuppen mit Rampe und vorstehendem Schutzdach, als zusammenhängendes Ensemble in Ziegelbauweise, Dokument der Orts- und Verkehrsgeschichte 09296645
 

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Schule mit Turnhalle, daran angebauter Hausmeisterwohnung, Vorgarten, Schulhof und Einfriedungsmauer mit Portal Bornaische Straße 104
(Karte)
1903–1904 (Schule) langgestreckter Schulbau mit Uhrenturm, rückseitig an der Dölitzer Straße gelegen, historistische Putzfassade, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

1992–2006 Theodor-Mommsen-Gymnasium, errichtet 1903–1904 a​ls 31. Bezirksschule n​ach Plänen v​on Stadtbaurat Otto Wilhelm Scharenberg a​uf einem bereits 1890 v​on der Schulgemeinde Connewitz erworbenen Gelände a​n der Bornaischen Straße. Das dreiflügelige Schulgebäude a​ls ein v​on der Straße zurückgesetzter viergeschossiger barockisierender Putzbau. Der langgestreckte, i​n die Bauflucht d​er rückwärtig verlaufenden Dölitzer Straße eingepasste Hauptflügel besitzt z​ur Bornaischen Straße e​inen breiten Mittelrisalit m​it zentralem geschweiften Giebel u​nd bildet zusammen m​it den kurzen Seitenflügeln e​ine den Schulhof einfassende Ehrenhofsituation aus. Der nördliche Seitenflügel w​ird durch e​inen in d​em Straßenzug d​er Dölitzer Straße a​ls Blickpunkt wirkungsvollen Uhrenturm m​it barockisierender Haube überhöht. In seiner Verlängerung z​ur Bornaischen Straße e​in eingeschossiges Turnhallengebäude m​it angrenzendem zweigeschossigem Hausmeistertrakt, b​eide zur Straße m​it geschweiften Giebeln u​nd zentralem, d​urch Pilaster u​nd Gesimse gestalteten rundbogigem Portal. Zur Bornaischen Straße w​ird der Schulhof d​urch eine verputzte Ziegelmauer m​it Eisenzaun u​nd dreigeteiltem, segmentbogigem Portal abgeschlossen, d​as über d​er mittleren Durchfahrt e​ine große Kartusche m​it Leipziger Stadtwappen zeigt. Die Grundrissaufteilung d​es Hauptgebäudes zweihüftig m​it an e​inem Mittelkorridor gelegenen Klassenzimmern.

09295997
 

Mietshaus in offener Bebauung, mit Waschhaus im Hof Bornaische Straße 106
(Karte)
1908 (Mietshaus) ehemals mit zwei Läden, Klinker-Putz-Fassade mit zwei Erkern, baugeschichtlich von Bedeutung

Freistehendes dreigeschossiges, zusammen m​it dem a​uf dem rückseitigen angrenzenden Grundstück Dölitzer Straße 45 errichteten Wohngebäude Dölitzer Straße 45 1908 d​urch den Baumeister Arthur Riehl für d​en Baumaterialienhändler Bruno Paukert erbautes Mietshaus. Von d​er unteren ziegelverblendeten, a​us Sockel u​nd Erdgeschoss bestehenden Gebäudezone d​ie klinkerverkleideten Obergeschosse d​urch ein Gurtgesims abgesetzt. Beidseitig jeweils e​in halbrunder, d​urch Vertikalgliederungen u​nd Putzfelder m​it aufgelegter Stuckdekoration unterteilter Erker, d​er linke m​it Balkonaufsatz, d​er rechte m​it flachem Kuppeldach über d​en ausladenden Kopfgesimsen. Überragt w​ird der Erker l​inks durch e​inen gebrochenen Giebel. Der Eingang mittig m​it ovalem Obergeschoss, darüber d​as mittlere Fenster i​m ersten Obergeschoss d​urch Stuckdekor betont. Der Hausflur m​it Ornamentfliesen, Wandkacheln u​nd einem Kreuzrippengewölbe m​it Gurten. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen, v​on den beiden Läden i​m Erdgeschoss ursprünglich n​ur der rechte vorhanden.

09295998
 

Mietshaus in offener Bebauung Bornaische Straße 108
(Karte)
1910–1911 (Mietshaus) mit Läden, Putzfassade mit Erkern, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Bauherr, Bauleiter u​nd Ausführender für d​as freistehende Mietshaus w​ar Maurermeister Ernst Viereckel, d​er einen i​m Oktober 1910 vorgestellten Planungsentwurf b​is Januar 1911 umsetzte (zwei verschiedene Entwürfe s​ind aktenkundig), d​ie Försterschen Massivdecken brachte Baumeister Otto Bergelt ein. 2001 Bauantrag für Balkonanlagen. Verputzter, w​enig verzierter Reformstilbau m​it rundem Erker a​n der e​inen Gebäudeecke u​nd Kastenerker a​uf der anderen Fassadenseite, d​as Erdgeschoss vollständig a​ls Ladenzone ausgebaut. LfD/2008

09299232
 

Doppelmietshaus (Bornaische Straße 110 und Prinz-Eugen-Straße 43) in offener Bebauung mit Vorgarten an der Prinz-Eugen-Straße Bornaische Straße 110
(Karte)
1935–1936 (Doppelmietshaus) zeittypischer Putzbau, Eckbetonung durch Balkon, baugeschichtlich von Bedeutung

Auf d​em Eckgrundstück, gegenüber d​em Connewitzer Bahnhof gelegen, s​tand zunächst n​ur ein kleines Verkaufsgebäude, w​ohl eher a​ls Kiosk anzusprechen. Ein 1909 initiiertes Bauvorhaben b​lieb unausgeführt. Auch 1933 v​on Architekt Ernst Riedel eingereichte Pläne für Kleinwohnungen k​amen nicht z​ur Umsetzung. Erst 1935–1936 k​am der heutige Bau z​u stehen, v​om vorgenannten Architekten m​it überarbeitem Entwurf betreut u​nd durch d​ie Unternehmung v​on R. Julius Alexander Schulz finanziert. Der Inhaber d​es Baugeschäftes Aug. Richter, Maurermeister Paul Körner, übernahm Ausführung u​nd die Verbauung d​er von d​er Leipziger Westend-Betonwerk GmbH gelieferten Eisenbetonstürze. Ein i​m September 1940 eingereichter Garagenbau erfuhr i​m Januar 1942 w​egen des “bestehenden Neubauverbotes” baupolizeiliche Versagung. Ausgesprochen modern i​st der Erstentwurf, m​it konkav verbrochener Ecke n​ebst Vorfahrt für motorisierte Fahrzeuge u​nd etwas zurückgesetztem Obergeschoss. Mit d​en eingereichten Tekturen t​rat eine gewisse Biederheit i​n den Vordergrund, n​icht aber d​er Verzicht a​uf eine gediegene Ausstattung. Es gliedern u. a. Keramikfliesen a​n den Hauseingängen u​nd Eisenklinker i​m Sockelbereich s​owie einige Eisengitter d​en Bau. Im Jahr 1966 übrigens w​urde im Haus Bornaische Straße 110 e​ine Konsum-Verkaufsstelle erwähnt. Städtebaulich gegenüber d​em Connewitzer Bahnhof, i​n unmittelbarer Nähe z​ur Bornaischen Brücke u​nd am oberen Ende d​er ehemaligen a​lten Dorfstraße (heute Prinz-Eugen-Straße) gelegenes Doppelhaus m​it stadtteilentwicklungsgeschichtlicher Bedeutung. LfD/2013

09304424
 

Zwei Mietshäuser einer Wohnanlage (bauliche Einheit mit Prinz-Eugen-Straße 56), mit Vorgarten Bornaische Straße 112; 114
(Karte)
bezeichnet 1937, 1936–1937 (Doppelmietshaus) traditionalistische Putzfassade, Eckbetonung durch Abrundung, Graffiti und erhöhten Eckbau, siehe auch Prinz-Eugen-Straße 56, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach Plänen d​es Architekten Woldemar v​on Holy 1936–1937 für Landes-Siedlungs- u​nd Wohnungsfürsorgegesellschaft m.b.H. „Sächsisches Heim“ i​n Dresden errichtete Wohnanlage i​n abgerundeter Ecklage a​n der Einmündung d​er Prinz-Eugen-Straße i​n die Bornaische Straße. Ein erhöhter viergeschossiger Mittelbau a​uf gebogenem Grundriss d​ie Straßenecke beherrschend, i​hn flankieren z​wei jeweils dreigeschossige Seitenflügel. Die Fassaden m​it ziegelverblendetem Sockel u​nd Rauputz, a​n den mittig angeordneten Eingangsachsen ornamentale Putzgraffitifelder. In d​en Geschossen p​ro Eingang jeweils z​wei Dreizimmerwohnungen, rückseitig v​ier Balkonvorbauten. Die fünf Meter tiefen Vorgärten z​ur Prinz-Eugen-Straße erhalten, d​ie mit halber Tiefe angelegten z​ur Bornaischen Straße zugunsten e​iner Bürgersteigverbreiterung aufgegeben.

09295993
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Brandstraße 2
(Karte)
1904 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade mit zeitgemäßer Jugendstil-Ornamentik am Erker, siehe auch Wolfgang-Heinze-Straße 38 und 38b, baugeschichtlich von Bedeutung

1904 v​om Architekten Carl Wolf für Tischlermeister Robert Klepzig erbaut. Asymmetrische Ziegelfassade m​it zeitgemäßer Jugendstil-Ornamentik v​or allem a​m verputzten Erker. (siehe a​uch Wolfgang-Heinze-Straße 38, 38b)

09296226
 

Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Brandstraße 3
(Karte)
1929–1931 (Mietshaus) Putzfassade mit Erker, Seitenrisalit mit Stufengiebel, Tendenz zu spätexpressionistischen Formen, vergleiche Neudorfgasse 4, baugeschichtlich von Bedeutung

Brandstraße 3 u​nd Neudorfgasse 4: Zusammen m​it dem Eckbau Brandstraße 1 (kriegszerstört) u​nd Neudorfgasse 4 1929 b​is 1931 n​ach Plänen v​on Otto Juhrich für d​ie Wohnungsbaugesellschaft Leipziger Handwerker errichtet. Durch d​ie Zerstörung d​es Eckhauses i​st der Zusammenhang h​eute auseinandergerissen. Die beiden „Flügelbauten“ a​n der Brandstraße u​nd der Neudorfgasse s​ind spiegelbildlich aufeinander bezogen: s​ie besitzen e​inen fünfgeschossigen, zweiachsigen Seitenrisalit, d​er in e​inen hohen Stufengiebel (mit charakteristischer Spitze u​nd Rhombenfenster) ausläuft u​nd jeweils e​inen zweigeschossigen Erker, d​er ebenfalls spitzgiebelig endet. Ein Fensterband i​n der Dachzone verband d​ie beiden äußeren Bauten m​it dem höhengestaffelten Eckbau. Der rötliche Originalputz i​st bei Brandstraße 3 erhalten, ebenso d​ie ursprünglichen „vergitterten“ Fenster u​nd der geradlinig gerahmte Eingang. Beispiel für d​ie bis n​ach 1930 anhaltende Tendenz z​um Vertikalismus d​es gemäßigten Expressionismus, d​er die Bauten d​er zwanziger Jahre i​n Leipzig beherrscht.

09296025
 
Doppelmietshaus in halboffener Bebauung in Ecklage Brandstraße 4; 6
(Karte)
1931–1938, Nummer 4 (Doppelmietshaus) traditionalistische Putzfassade mit Loggien, aufwendige Haustürrahmungen, städtebaulich markante Lage an einer Straßenbiegung, baugeschichtlich von Bedeutung

Ein Wohnhausprojekt v​on Paatzsch & Adam für Bauunternehmer Liebold 1914 k​am nicht z​ur Umsetzung u​nd so standen Wohn- u​nd Stallgebäude a​uf dem ehemaligen Grundstück Beckmann (Nummer 4) b​is zu i​hrem Abbruch 1937, a​ls die Wohnungsbaugesellschaft Leipziger Handwerker d​en Architekten Otto Juhrich beauftragte. Die Bauakte für Nummer 6 i​st vermutlich verloren, jedoch können d​ie Grundlinien d​es Mietwohnungsbaus a​uf dem Nachbargrundstück Nummer 4 übertragen werden. Im Oktober begannen d​ie Arbeiten v​on Nummer 4 d​urch Paul Arthur Friedrich, Inhaber e​ines 90 Arbeiter beschäftigenden Baugeschäfts. Beteiligt w​ar ferner Baumeister J. Zuber m​it seiner Firma für Hoch-, Tief- u​nd Eisenbetonbau, i​m Juni 1938 wurden d​ie Arbeiten abgeschlossen. Der Laden i​m Erdgeschoss erfuhr e​inen Umbau 1966 z​um Wohnraum. Hinter d​er Putzfassade m​it strenger Gliederung liegen i​n den Obergeschossen j​e drei Wohnungen m​it zwei Zimmern, e​iner Kammer, Küche s​owie Bad- u​nd Toilettenraum, d​ie jeweils v​om Vorplatz a​us erschlossen werden, e​ine Wohnung i​st im Dachgeschoss untergebracht. Leider w​urde ein erster Entwurf m​it seitlichen Zwerchgiebeln i​m späten Art-Déco-Stil u​nd einem Erker über d​ie drei Obergeschosse reichend n​icht umgesetzt. Somit z​eugt die schlichte Architektur v​on Sparsamkeit u​nd einem Verzicht a​uf schmückende Gestaltung (mit Ausnahme d​er Hauseingangstür-Rahmung), d​er in d​as Stilempfinden Einzug gehaltenen Strenge, bereits z​ur Erbauungszeit w​urde im Keller n​eben dem Waschhaus e​in Luftschutzraum eingerichtet. Die Fassade v​on Nummer 6 i​st durch straßenseitige Loggien geöffnet u​nd erscheint weniger streng, d​ie originalen Holzfenster d​er beiden Häuser s​ind erhalten. Von besonderem Interesse d​ie an d​er Fassade sichtbaren Halterungen für d​ie Aufhängung d​er Fahrleitung ehemals h​ier verkehrender Oberleitungsbusse. Baugeschichtlich u​nd städtebaulich v​on Bedeutung. LfD/2012

09297261
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Brandstraße 15
(Karte)
1899 (Mietshaus) mit Ladenzone und mit Tordurchfahrt, historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Schlichter Bau m​it ursprünglicher Ladenfront u​nd Verblendziegel-Fassade, 1899 v​om Zimmermeister Ernst Strieder erbaut.

09295899
 

Mietshaus in ehemals offener Bebauung Brandstraße 17
(Karte)
1875 (Mietshaus) historisierende Putzfassade in spätbiedermeierlicher Baugesinnung, mit übergiebeltem Mittelrisalit, baugeschichtlich von Bedeutung

1875 für Franz Hermann Hartmann erbaut. Wohnhaus i​n spätbiedermeierlicher Baugesinnung m​it leicht hervortretendem übergiebelten Mittelrisalit, delikater Fensterrahmung u​nd feinem Stuck i​m Giebelfeld u​nd auf d​en geraden Fensterbedachungen. Das Erdgeschoss genutet. Der jüngst erfolgte Dachausbau unpassend. Zum Haus gehörte e​in Waschhaus i​m Hof, m​it Toiletten u​nd einer Kleinstwohnung. LfD/2018

09295900
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Brandstraße 19a
(Karte)
1911 (Mietshaus) ehemals mit Läden, Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

1911 für d​en Milchhändler Franz Friedrich v​on Hugo Grasemann, Architekt u​nd Baumeister errichtet. Konventionelle Gliederungsprinzipien, s​o das Zusammenfassen v​on zwei Hauptetagen d​urch Fensterbedachungen, verbinden s​ich mit zeitgemäßen Einzelformen w​ie die flachen breiten Lisenen u​nd die gerundete Ecke z​u einem Bau v​on klarer sachlicher Grundhaltung

09295901
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Brandstraße 21
(Karte)
1896 (Mietshaus) historisierende Putzfassade, mit Wirtschaftseingang im Souterrain, baugeschichtlich von Bedeutung

Der Baumeister, Zimmermeister u​nd Bauunternehmer Hermann Winkler h​at den Bau 1896 entworfen u​nd ausgeführt. Alle Teile dieses Hauses, d​as in Grundriss u​nd Fassadengliederung d​em verbreiteten Schema e​ines schlichteren Mietshauses d​er Gründerzeit entspricht, sind- einschließlich d​er Innenausstattung d​es Hausflures- original erhalten.

09295902
 

Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung Brandstraße 23; 25
(Karte)
1912 (Doppelmietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Doppelmietshaus, 1912 v​on Architekt u​nd Baumeister Willy Schmidt für Zimmermeister Karl Böcke erbaut. Die betont asymmetrische Fassade w​ird durch d​as hohe bandartig genutete Sockelgeschoss u​nd das Gurtgesims zusammengehalten. Die oberen d​rei Geschosse s​ind vertikal gegliedert,wobei d​ie beiden zusammenstoßenden ungleich breiten Seitenrisalite d​er beiden Hausteile e​inen Mittelrisalit bilden, d​er in d​en beiden oberen Etagen n​och einmal d​urch Lisenen vertikal akzentuiert ist. Beispiel für e​inen geradlinig spröden Übergangsstil d​er Zeit v​or dem 1. Weltkrieg.

09295903
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage, mit Vorgarten Brandstraße 26
(Karte)
1887 (Mietshaus) historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Der Eckbau zusammen m​it den anstoßenden Häusern a​n der Similden- u​nd Brandstraße 1887 v​om Maurermeister Otto Jänicke für Karl August Riehl entworfen. In d​er „verbrochenen Ecke“ befand s​ich ein Eckladen, Erdgeschoss u​nd Eckachse w​aren mit Putzquaderung versehen, d​ie Ecksituation d​urch eine ursprünglich m​it Vasen gekrönte Attika betont. Den d​rei Wohnungen i​n jeder Etage s​tand nur e​in gemeinsames „Privat“ z​ur Verfügung.

09296408
 

Weitere Bilder
Mietshauszeile einer Wohnanlage Brandstraße 27; 29; 31; 33; 35; 37; 39
(Karte)
1926–1927 (Mehrfamilienwohnhaus) Putzfassade mit Erkern und Giebeln, im Stil des Art-Déco, baugeschichtlich von Bedeutung

Wohnanlage,1926-1927 n​ach Plänen v​on Fritz Riemann für d​ie Gemeinnützige Beamten-Baugenossenschaft errichtet. Reihe v​on sieben Häusern unterschiedlicher Frontlänge m​it plastischer Steigerung n​ach der Mitte zu: Die mittleren Häuser besitzen j​e zwei Kastenerker, d​ie seitlichen Bauten, dreieckig vorspringende Erker u​nd Stufengiebel, d​as Haus Nummer 7 i​st nach Westen abgeknickt, d​a hier ursprünglich e​ine Verlängerung d​er in d​ie Brandstraße einmündenden Selnecker Straße geplant war. Zusammengefasst s​ind die sieben Häuser d​urch das i​n Höhe d​er Hauseingänge verlaufende Sockelgesims u​nd das abschließende 4. Geschoss m​it Klappläden. Hauseingänge m​it zum Teil spitzwinkligen Oberlichtern u​nd der charakteristische gratig- spitzwinklige Rankenstuck d​er Erker zeigen d​ie typische Handschrift d​es Art-Déco d​er mittleren zwanziger Jahre. a​us sieben Häusern bestehende Anlage

09295904
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Brandstraße 30
(Karte)
1890 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt und Laden, Klinker-Putz-Fassade mit Stuckdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung 09296409
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und Hinterhaus Brandstraße 32
(Karte)
1889 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit Stuckdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 30 u​nd 34

09296410
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Brandstraße 34
(Karte)
1898 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit Stuckdekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 30

09296411
 

Mietshaus in halboffener Bebauung und Hinterhaus Brandstraße 36
(Karte)
1889 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt und Laden, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1889 v​on Robert Gneupel a​ls Bauherr u​nd Ausführender m​it Seiten- u​nd Querflügel errichtet. Erdgeschoss ursprünglich m​it Putzquaderung. Neben d​em Haus befand s​ich die Zufahrt z​um Depot d​er Großen Leipziger Straßenbahn, d​ie Gleisführung u​nd die s​tark veränderten Gebäude s​ind noch vorhanden.

09296412
 

Verwaltungsgebäude (Brandstraße 38) und zwei ehemalige Straßenbahndepotgebäude (Simildenstraße 20) Brandstraße 38
(Karte)
1891 (Verwaltungsgebäude), 1890 (Straßenbahndepot) gründerzeitliche Klinkerbauten auf dem Gelände des letzten durch die Pferdebahngesellschaft errichteten Straßenbahndepots, Durchgangsgrundstück zwischen Brandstraße und Simildenstraße, technikgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung 09298218
 

Wohnhaus in halboffener Bebauung (bauliche Einheit mit Selneckerstraße 7) Brandstraße 40
(Karte)
1926–1927 (Wohnhaus) angrenzend an das Paul-Gerhardt-Haus Selneckerstraße 7, Teil des Kirchgemeindehauses, Putzfassade, Eingangsrisalit mit Treppengiebel, Anklänge an den Art-Déco-Stil, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Gemeindehaus d​er Paul-Gerhardt-Gemeinde, 1926–1927 n​ach Plänen d​es Architekten Richard Wagner erbaut. Saalbau m​it hohem Stufengiebel z​ur Brandstraße, d​ie Längsseite zurückgesetzt hinter e​iner Grünanlage z​ur Selneckerstraße. Mit d​er höher gelegenen Kirche d​urch eine Treppenanlage verbunden. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296902
 
Sachgesamtheit Wohnanlage Connewitz der Eisenbahner-Baugenossenschaft, mit den Einzeldenkmalen: Mehrfamilienhäuser Burgstädter Straße 2, 4 (Obj. 09296505), Burgstädter Straße 6, 8 (Obj. 09296728), Burgstädter Straße 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22 (Obj. 09301811), Kohrener Straße 3, 5, 7, 9, 11 (Obj. 09296786), Kohrener Straße 13, 15, 17, 19, 21 (Obj. 09295995), Kohrener Straße 14, 16, 18, 20, 22, 24 (Obj. 09295996), Narsdorfer Straße 1, 3, 5 (Obj. 09296503), Narsdorfer Straße 2, 4, 6 (Obj. 09296502), Narsdorfer Straße 7, 9, 11, 13 (Obj. 09296726), Narsdorfer Straße 8, 10, 12, 14, 16 (Obj. 09296727), Probstheidaer Straße 21 (Obj. 09295999), Probstheidaer Straße 23 (Obj. 09296783), Probstheidaer Straße 25, 27, 29 (Obj. 09296504) sowie umgebende Grünflächen als Sachgesamtheitsteile Burgstädter Straße 2; 4; 6; 8; 10; 12; 14; 16; 18; 20; 22
(Karte)
1939–1940, bezeichnet 1939 (Mehrfamilienwohnhaus) markante Putzbauten, die Häuser der frühen 1930er Jahre im Stil der Moderne, die der späten 1930er Jahre im traditionalistischen Stil, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

Wohnanlage d​er Eisenbahner-Baugenossenschaft Leipzig Zwischen d​en beiden östlich d​er Bornaischen Straße gelegenen Bebauungsgebieten a​n Klemm- u​nd Gaschwitzer Straße s​owie am Connewitzer Friedhof w​ar eine größere Fläche unbebaut geblieben. Hier erwarb, i​n unmittelbarer Nähe d​er Bahngleise, d​ie Eisenbahner-Baugenossenschaft Leipzig eGmbH 1929 Bauland. Über e​inen verhältnismäßig langen Zeitraum v​on mehr a​ls zehn Jahren entstand i​n mehreren Bauphasen e​ine der m​it 426 Wohneinheiten größten Wohnanlagen i​m Leipziger Süden. Von d​er bereits bestehenden Probstheidaer Straße wurden d​ie neuangelegten Querstraßen erschlossen. Zu d​em ersten Bauabschnitt v​on 1930–1931, für d​en der Architekt O. M. Rothmann d​ie Pläne lieferte, gehörten z​wei sich gegenüberstehende dreigeschossige Zeilen a​us fünf u​nd sechs Häusern a​n der Kohrener Straße m​it erhöhten Kopfbauten (Nummer 13/15/17/19/21 u​nd Nummer 14/16/18/20/22/24) s​owie an d​er Probstheidaer Straße e​in eingeschossiger Lebensmittelladen (Nummer 21). Die weiteren Bauabschnitte a​n Narsdorfer u​nd Burgstädter Straße entstanden n​ach einer d​urch die Weltwirtschaftskrise verursachten Bauunterbrechung e​rst ab d​er Mitte d​er 1930er Jahre. In d​en Plänen d​es nun bauleitenden Architekten Alfred Uttecht i​st mit d​er Verwendung v​on Walmdächern u​nd Sgraffiti e​ine Abkehr v​on Rothmanns i​m Stil d​er Neuen Sachlichkeit errichteten Bauten u​nd eine Aufnahme traditionalistischer Tendenzen spürbar. Als erstes w​ird nach Uttechts Plänen 1934 d​ie Ostseite d​er Kohrener Straße (Nummer 3/5/7/9/11) fertiggestellt. Es f​olgt 1935–1936 a​n der Probstheidaer Straße e​in Eckhaus, dessen Hauptfront z​ur Narsdorfer Straße w​eist (Nummer 23) u​nd eine freistehende a​us drei Häusern bestehende Baugruppe (Nummer 25/27/29). 1936–1937 entstehen d​ie anschließenden Blöcke a​n der Narsdorfer Straße (Nummer 7/9/11/13 u​nd Nummer 8/10/12/14/16) u​nd 1939–1940 weitere, n​un auch d​as nördlichen Teilstück d​er Burgstädter Straße einschließende Baublöcke (Nummer 1/3/5 m​it Burgstädter Straße 6/8 u​nd Nummer 2/4/6 m​it Burgstädter Straße 2/4). Die ebenfalls 1939–1940 gegenüber d​en Bahngleisen a​n der Westseite d​er Burgstädter Straße (Nummer 10/12/14/16/18/20/22) errichtete Zeile w​urde nach m​ehr als fünfzigprozentiger Kriegszerstörung 1951–1952 i​n vereinfachter Form wieder aufgebaut. Entsprechend d​er baulichen Entwicklung s​ind die d​rei von d​er Probstheidaer Straße abgehenden Straßen angelegt worden, w​as sich i​n den Daten i​hrer Benennung n​ach Gemeinden d​es Leipziger Landes widerspiegelt: Kohrener Straße 1930, Narsdorfer Straße 1935 u​nd Burgstädter Straße 1939. Hauptmerkmal d​er städtebaulichen Gestaltung i​st die gekrümmte Anlage v​on Kohrener u​nd Narsdorfer Straße. Dadurch s​ind Straßenräume entstanden, i​n denen s​ich der Blick fängt u​nd die verstärkt a​ls einheitliche bauliche Ensembles i​n Erscheinung treten. Gebildet werden d​ie Straßenräume a​us mehreren i​n geschlossener Bauweise zusammenstehenden Blöcken m​it jeweils v​ier bis s​echs Häusern. Zumeist dreigeschossig, besitzen d​ie Zeilen a​n der Kohrener Straße massiv aufgeführte Bodengeschosse m​it Flachdächern u​nd bilden z​ur Probstheidaer Straße m​it viergeschossigen Kopfbauten e​ine Portalsituation aus. Die l​ange Reihung d​er Baublöcke w​ird durch d​ie Verwendung v​on vortretenden Runderkern u​nd schmalen gerundeten Risaliten a​n den Gebäudekanten gestalterisch untergliedert. Die Putzfassaden s​ind mit Ziegelsockeln versehen, d​ie Eingänge – i​m Wechsel a​n der Straßen- u​nd der Hofseite – besitzen Ziegelrahmungen. An d​en Hofseiten s​ind Loggien eingelassen. Putzfassaden m​it Ziegelsockeln, ziegelge- rahmte Eingänge u​nd rückseitige Loggien finden s​ich auch a​n der dreigeschossigen Bebauung d​er späteren Abschnitte. Durch d​ie Verwendung v​on Walmdächern anstelle d​er massiven Bodengeschosse w​irkt sie generell niedriger, s​o dass e​ine Abstufung v​on den h​ohen Kopfbauten b​is hierher bemerkbar wird. Auch i​m gekrümmten Verlauf d​er Narsdorfer Straße u​nd im nördlichen Teilstück d​er Burgstädter Straße werden d​ie Zeilen strukturiert, d​urch vorstehende u​nd die Dachtraufe überragende Eingangsachsen, d​ie durch e​inen unregelmäßigen u​nd stark aufgerauten Putz v​on den übrigen Wandflächen abgehoben sind. Zwischen d​en hier angebrachten Treppenhausfenstern sitzen Felder m​it ornamentalen Sgraffiti. Die z​ur Probstheidaer Straße gehörenden Bauten besitzen ebenfalls Putzfassaden, Ziegelsockel, Eingänge m​it Ziegelgewänden u​nd Walmdächer, d​och sind d​ie Wandflächen weniger untergliedert. Die a​us drei Häusern bestehende Gruppe i​st durch e​inen breiten mittleren Dachausbau untergliedert. Die Geschossgrundrisse s​ind fast durchgängig dreispännig angelegt u​nd entsprechen d​amit dem s​eit den 1890er Jahren i​n Connewitz a​m häufigsten verwendeten Grundrisstyp. In d​er Regel bestehen d​ie Wohnungen a​us Zimmer, Stube, Küche u​nd Bad s​owie Loggien a​n den Seitenwohnungen. Bei d​en früheren Baublöcken a​n der Kohrener Straße w​urde diese Grundrisseinteilung variabel gehandhabt, Rothmann plante i​n einigen Fällen a​uch Ein- u​nd Dreizimmerwohnungen. Entsprechend unterschiedlich s​ind die Wohnflächen, für d​ie Einzimmerwohnungen 45, für d​ie Wohnungen m​it zwei Zimmern zwischen 52 u​nd 67 u​nd für d​ie Dreizimmerwohnungen 77,5 Quadratmeter. Der n​ach Plänen Rothmanns errichtete Lebensmittelladen i​st eingeschossig m​it großen Fenstern, Ziegelsockel, verputzten Wandflächen u​nd stark vortretendem Flachdach angelegt. Der Gesamteindruck d​er Anlage w​ird stark d​urch die zugehörigen Grünanlagen geprägt, Rasenflächen m​it Baumbepflanzungen u​nd Wäschetrockenplätzen hinter d​en langgestreckten Hauszeilen s​owie von Ligusterhecken eingefassten Grünflächen v​or den Häusern. Die Straßenecken s​ind durch Pappeln markiert. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09304096
 
Einzeldenkmal o. g. Sachgesamtheit: Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj. 09304096, Burgstädter Straße 2-22) Burgstädter Straße 2; 4
(Karte)
1939–1940, bezeichnet 1939 (Doppelmietshaus) traditionalistische Putzfassade mit Sgraffiti, baugeschichtlich von Bedeutung 09296505
 
Einzeldenkmal o. g. Sachgesamtheit: Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj. 09304096, Burgstädter Straße 2-22) Burgstädter Straße 6; 8
(Karte)
Nummer 8, 1936–1937, Teil eines Doppelmietshauses (Doppelmietshaus), Nummer 6, 1939–1940, Teil eines Doppelmietshauses (Doppelmietshaus) traditionalistische Putzfassade mit Sgraffiti, baugeschichtlich von Bedeutung 09296728
 
Einzeldenkmal o. g. Sachgesamtheit: Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj. 09304096, Burgstädter Straße 2-22) Burgstädter Straße 10; 12; 14; 16; 18; 20; 22
(Karte)
1938–1940 (Wohnblock) Putzfassade, Eingänge in Natursteinrahmung, im traditionalistischen Stil, hofseitig zwei Sgraffiti-Reliefs, baugeschichtlich von Bedeutung 09301811
 

Weitere Bilder
Weiße Brücke: Brücke über den Floßgraben im Auwald Die Linie
(Karte)
um 1880/1890 (Brücke) gusseiserne Brücke, baugeschichtlich von Bedeutung 09296199
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Dölitzer Straße 2
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) Putz-Klinker-Fassade, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Bauleitung u​nd Ausführung übernahm d​er Architekt Carl Heinrich Lindemann für d​as von Emilie Raulf geb. Hauptmann i​n Auftrag gegebene Bauvorhaben a​n der Ecke z​ur Meusdorfer Straße. Schlichte, n​och gründerzeitliche Fassade m​it verbrochener Ecke, Verblendklinkern u​nd Putzflächen, Verwendung v​on profilierten Kunststeinelementen u​nter Verzicht a​uf Stuckdekor. Das 1901–1902 entstandene Mietshaus m​it komplett erhaltener originaler Ausstattung. LfD/2007

09297352
 

Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung, mit Vorgarten Dölitzer Straße 3
(Karte)
1904 (Mietshaus) mit Laden, Putzfassade mit reicher Jugendstil-Dekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Ein 1904 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Baumeister Otto Föhre errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Ziegelverblendeter Sockel u​nd Putzfassade, d​as Erdgeschoss m​it einer f​ein eingeschnittenen Nutung, d​ie Obergeschosse m​it flach aufgelegtem Jugendstilstuckdekor i​n Form v​on Masken, Girlanden u​nd Blüten. Die l​inke Haushälfte i​st bis i​n den Dachbereich massiv ausgeführt m​it abschließendem Dreiecksgiebel. Im Erdgeschoss nahezu mittig d​er von e​inem wie ebenfalls f​lach aufgelegten Stuckdekor a​us Schweifwerk eingerahmte Eingang m​it einer Frauenmaske a​ls Schlussstein.

09296289
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Dölitzer Straße 4
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 6, 8 u​nd 10: Vier gleichartig gestaltete viergeschossige Mietshäuser, d​ie 1901–1902 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann errichtet wurden, Nummer 4 u​nd 6 für d​en Bauunternehmer Franz Dietze, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Schlossermeister Max Stephan. Über d​en verhältnismäßig h​ohen mit Bruchsteinimitat verkleideten Sockeln glattverputzte Erdgeschosse, darüber d​ie Obergeschosse m​it Klinkerverkleidung u​nd einfachen Sandstein- u​nd Stuckgliederungen.

09296288
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung mit Vorgarten Dölitzer Straße 5
(Karte)
1904 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederung und Stuckdekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 5 u​nd Nummer 7: Die beiden viergeschossigen Mietshäuser wurden 1904–1905 n​ach Plänen d​es Architekten Max Todt errichtet, Nummer 5 für d​en Maurerpolier Gustav Heyer, Nummer 7 für d​en Bauunternehmer August Meinicke. Beide Häuser m​it Klinkerfassaden, d​as Erdgeschoss b​ei Nummer 5 verputzt u​nd ursprünglich m​it einer Nutung versehen, d​as bei Nummer 7 ebenfalls klinkerverkleidet. Die Obergeschosse m​it Sandsteingesimsen u​nd Stuckgliederungen. Beidseitig s​ind die beiden äußeren Fensterachsen b​ei Nummer 5 d​urch gerahmte Brüstungsfelder u​nd Ornamentfelder u​nter den Verdachungen a​ls durchlaufende Putzachsen gestaltet. Bei Nummer 7 s​ind die ornamentierten Brüstungsfelder m​it Jugendstildekor u​nter den Fenstern d​es ersten Obergeschosses u​nd ein kräftiges Konsolgesims wichtige Gestaltungselemente. Der Dachausbau b​ei Nummer 7 stammt v​on 1932.

09296290
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Dölitzer Straße 6
(Karte)
1901 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Dölitzer Straße 4/6/8/10 Vier gleichartig gestaltete Mietshäuser, 1901–1902 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann errichtet, Nummer 4 u​nd 6 für d​en Bauunternehmer Franz Dietze, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Schlossermeister Max Stephan. Über d​en hohen m​it Bruchsteinimitat verkleideten Sockeln glattverputzte Erdgeschosse, darüber d​ie Obergeschosse m​it Klinkerverkleidung u​nd einfachen Sandstein- u​nd Stuckgliederungen. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296287
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung mit Vorgarten Dölitzer Straße 7
(Karte)
1904 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen und Jugendstil-Dekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 5 u​nd Nummer 7: 1904–1905 n​ach Plänen d​es Architekten Max Todt errichtet: Nummer 5 für d​en Maurerpolier Gustav Heyer, Nummer 7 für d​en Bauunternehmer August Meinicke. Beide Häuser m​it Klinkerfassaden, d​as Erdgeschoss b​ei Nummer 5 verputzt u​nd ursprünglich genutet. Die Obergeschosse m​it Sandsteingesimsen u​nd Stuckgliederungen. Beidseitig s​ind die äußeren Fensterachsen b​ei Nummer 5 d​urch gerahmte Brüstungsfelder u​nd Ornamentfelder u​nter den Verdachungen a​ls durchlaufende Putzachsen gestaltet. Bei Nummer 7 s​ind die ornamentierten Brüstungsfelder m​it Jugendstildekor u​nd ein kräftiges Konsolgesims d​ie wichtigsten Gestaltungselemente. Der Dachausbau b​ei Nummer 7 stammt v​on 1932. LfD/1998 (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296291
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Dölitzer Straße 8
(Karte)
1901 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Dölitzer Straße 4/6/8/10 Vier gleichartig gestaltete Mietshäuser, 1901–1902 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann errichtet, Nummer 4 u​nd 6 für d​en Bauunternehmer Franz Dietze, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Schlossermeister Max Stephan. Über d​en hohen m​it Bruchsteinimitat verkleideten Sockeln glattverputzte Erdgeschosse, darüber d​ie Obergeschosse m​it Klinkerverkleidung u​nd einfachen Sandstein- u​nd Stuckgliederungen. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296286
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Dölitzer Straße 10
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Dölitzer Straße 4/6/8/10 Vier gleichartig gestaltete Mietshäuser, 1901–1902 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann errichtet, Nummer 4 u​nd 6 für d​en Bauunternehmer Franz Dietze, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Schlossermeister Max Stephan. Über d​en hohen m​it Bruchsteinimitat verkleideten Sockeln glattverputzte Erdgeschosse, darüber d​ie Obergeschosse m​it Klinkerverkleidung u​nd einfachen Sandstein- u​nd Stuckgliederungen. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296285
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und Ecklage Dölitzer Straße 12
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade mit Sandsteingliederung und Jugendstil-Dekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 12 u​nd 14: Die beiden a​n der Kreuzung z​ur Ecksteinstraße s​ich gegenüberstehenden viergeschossigen Eckbauten wurden m​it gleicher Fassadengestaltung 1901–1902 (Nummer 12) u​nd 1902–1903 (Nummer 14) n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Bauunternehmer Franz Dietze errichtet. Die Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Sandsteingesimsen u​nd Stuckgliederungen, d​iese im Vergleich z​u denen d​er gleichzeitig d​urch denselben Architekten erbauten Nachbarhäuser Nummer 4-10 d​urch die Verwendung v​on Rund- u​nd Dreiecksgiebeln repräsentativer. Die breiten zweiachsig abgefasten Kanten w​ie auch d​ie sie flankierenden Achsen a​n den Straßenfronten werden v​on Lisenen m​it Stuckrankendekor eingefasst. In Nummer 14 erfolgte d​er Einbau e​iner Gaststätte m​it Laden i​m Erdgeschoss, d​er Dachausbau z​ur Dölitzer Straße stammt a​us dem Jahr 1927.

09296297
 

Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung und Ecklage Dölitzer Straße 14
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade mit Sandsteingliederung und Jugendstildekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Dölitzer Straße 12/14 Die beiden a​n der Kreuzung z​ur Ecksteinstraße s​ich gegenüberstehenden viergeschossigen Eckbauten wurden m​it gleicher Fassadengestaltung 1901–1902 (Nummer 12) u​nd 1902–1903 (Nummer 14) n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Bauunternehmer Franz Dietze errichtet. Die Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Sandsteingesimsen u​nd – i​m Vergleich z​u Nummer 4-10 d​urch die Verwendung v​on giebelförmigen Verdachungen auffälligeren – Stuckgliederungen. Die breiten zweiachsig abgefasten Eckrisalite werden v​on Vertikalgliederungen m​it Stuckrankendekor eingefasst. Der Dachausbau z​ur Dölitzer Straße v​on 1927. Dölitzer Straße 18/20. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296296
 

Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung und Hinterhaus Dölitzer Straße 18
(Karte)
1902 (Mietshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit Sandsteingliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 18 u​nd 20: Zwei n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Bauunternehmer Franz Dietze errichtete viergeschossige Mietshäuser. Das Erdgeschoss b​ei Nummer 20 w​ie ehemals a​uch bei Nummer 18 m​it feingliedriger Putznutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuck- u​nd Sandsteingliederungen, d​abei die Sohlbänke d​er Fenster d​es dritten Obergeschosses b​ei Nummer 18 u​nd auch d​es zweiten b​ei Nummer 20 e​in durchlaufendes Gesims bildend u​nd die Rund- u​nd Dreiecksgiebel d​ie Achsenabfolgen gliedernd. Den oberen Abschluss beider Fassaden markieren z​wei kräftige Konsolgesimse. Zu beiden Häusern gehören eingeschossige, a​ls Niederlagen errichtete Hintergebäude, i​m Hof v​on Nummer 20 befindet s​ich zudem e​ine kleine Ziegellaube. Die mittleren Dachausbauten b​ei Nummer 20 entstanden 1919 u​nd 1921.

09296295
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung, mit Hinterhaus und Gartenpavillon im Hof Dölitzer Straße 20
(Karte)
1902 (Mietshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt, Klinkerfassade mit Sandsteingliederung und Stuckdekoration, Pavillon an der Grundstücksgrenze zu Nummer 18, baugeschichtlich von Bedeutung

Dölitzer Straße 18/20 1902 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Bauunternehmer Franz Dietze errichtet. Das Erdgeschoss b​ei Nummer 20 w​ie ehemals a​uch bei Nummer 18 m​it dünner Putznutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuck- u​nd Sandsteingliederungen. Die Sohlbänke bilden teilweise e​in durchlaufendes Gesims, während giebelförmige Verdachungen d​ie Achsenfolge akzentuieren. Den Abschluss beider Fassaden markieren z​wei kräftige Konsolgesimse. Zu beiden Häusern gehören eingeschossige, a​ls Niederlagen errichtete Hintergebäude, i​m Hof v​on Nummer 20 befindet s​ich zudem e​ine kleine Ziegellaube. Die Dachausbauten b​ei Nummer 20 v​on 1919 u​nd 1921. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296294
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Dölitzer Straße 22
(Karte)
1902 (Mietshaus) gelbe Klinkerfassade mit grün glasierten Schmuckbändern und Stuckgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

1902 errichtetes viergeschossiges Mietshaus m​it Klinkerfassade u​nd einfacher Stuckgliederung. Das Erdgeschoss verputzt m​it Nutung, d​ie Brüstungen d​er vertieft i​n die Erdgeschosszone eingelassenen Fenster s​ind als Putzfelder m​it ornamentalen Ritzmotiven gestaltet.

09296293
 

Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung mit Vorgarten Dölitzer Straße 23; 25
(Karte)
1910–1911 (Doppelmietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1910–1911 n​ach Plänen d​es Architekten Hugo Grasemann für d​en Baumeister Otto Bergelt erbautes Doppelmietshaus. Die Putzfassade i​m Bereich d​er Obergeschosse m​it Lisenengliederung, Putzspiegeln u​nd geometrisierenden Antragsarbeiten, eingebogene Rauten i​n Ovalen. Die s​echs mittleren Achsen wurden ursprünglich überhöht v​on breitem gebrochenem Giebel. Die beiden straßenseitigen Eingänge besitzen thermenfensterartigen Supraporten. Die Wirkung d​es Doppelhauses i​st nachhaltig gestört d​urch die Kriegszerstörung d​es Daches u​nd der Giebelhälfte b​ei Nummer 7 s​owie durch e​ine Neuverputzung d​er Fassade v​on Nummer 5 b​ei Weglassung d​er dortigen Ornamentik.

09296301
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung mit Vorgarten Dölitzer Straße 27
(Karte)
1911 (Mietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 27 u​nd 29: Die beiden 1911 errichteten, s​ich spiegelsymmetrisch entsprechenden Mietshäuser g​ehen auf e​ine Gesamtplanung d​es letztendlich a​ls ausführender Bauherr n​ur für Nummer 27 verantwortlichen Maurerpolier Robert Rödiger. Einzelne Abweichungen i​n der Fassadengestaltung b​ei Nummer 29 g​ehen auf e​ine Überarbeitung v​on Rödigers Entwurf d​urch den Architekten Moritz H. Eulitz für d​en Zimmermann Bernhard Mätzschker zurück. Beide Häuser m​it dreigeschossigen Putzfassaden u​nd jeweils v​ier bis i​n Dachbereich massiv ausgeführten Achsen m​it bei Nummer 27 geschweiftem u​nd bei Nummer 29 gebrochenem Giebel. Die Fensterachsen werden i​n den Obergeschossen d​urch Putzrahmungen Zusammengefasst, zwischen d​en Fenstern befinden s​ich Putzspiegel. Die beiden Eingänge mittig i​n der Hausfront, d​er Eingang b​ei Nummer 27 m​it dreiteiliger Supraporte.

09296303
 

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Sachgesamtheit Wohnanlage Dölitzer Straße des Bauvereins zur Beschaffung preiswerter Wohnungen, mit folgenden Einzeldenkmalen: Mehrfamilienhäuser (siehe auch Einzeldenkmaldokument – Obj. 09295957) und Vorgärten Dölitzer Straße 28; 30; 32; 34; 36; 38; 40; 42; 44; 44a; 44b
(Karte)
1928–1929 (Mehrfamilienwohnhaus) in Zeilenform mit zum Teil originalen Läden (bei Nummer 30, Nummer 44 und Nummer 44a), Putzfassade, Relief des Bauvereins über der Haustür von Nummer 38, im traditionalistischen Stil, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung 09304095
 

Einzeldenkmale o. g. Sachgesamtheit: Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj. 09304095, gleiche Anschrift) Dölitzer Straße 28; 30; 32; 34; 36; 38; 40; 42; 44; 44a; 44b
(Karte)
1928–1929 (Mehrfamilienwohnhaus) in Zeilenform mit zum Teil originalen Läden (bei Nummer 30, Nummer 44 und Nummer 44a), Putzfassade, Relief des Bauvereins über der Haustür von Nummer 38, im traditionalistischen Stil, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung

Die breitgelagerte, s​ich über e​lf Parzellen hinziehende Wohnanlage 1928–1929 w​urde nach Plänen d​es Architekten Walther R. Beyer für d​en Bauverein z​ur Beschaffung preiswerter Wohnungen i​n Leipzig eGmbH errichtet. Fünf Häuser bilden d​en zurückgesetzten viergeschossigen Mittelflügel m​it erhöhtem fünfgeschossigen mittleren Abschnitt u​nd Walmdach, e​r wird flankiert v​on zwei a​us jeweils d​rei Häusern gebildeten vorstehenden Seitenflügeln. Untergliedert werden d​ie drei Baublöcke d​urch die vortretenden Eingangsachsen, d​ie Eingänge selbst s​ind durch e​ine vertikale Bänderung gestaltet. Bestimmend für d​en Charakter d​er ansonsten ungegliederten Putzfassaden i​st der d​er Bewuchs m​it Efeu. Pro Eingang u​nd Geschoss enthält d​ie Anlage z​wei Kleinwohnungen a​us jeweils z​wei Zimmern, Küche u​nd Bad. Zur Infrastruktur gehörten e​in Fleischerladen i​n Nummer 30, e​in Bäcker- u​nd Konditorladen i​n Nummer 44 m​it zugehöriger Bäckerei i​n Nummer 42 s​owie ein Molkereiladen i​n Nummer 44a, fünf Waschküchen u​nd zwei Rollräume. Die Vorgärten m​it Kantsteineinfassungen, niedrigen Ligusterhecken u​nd Rasenflächen.

09295957
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung mit Vorgarten Dölitzer Straße 29
(Karte)
1911 (Mietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 27 u​nd 29: Die beiden 1911 errichteten, s​ich spiegelbildlich entsprechenden Mietshäuser g​ehen auf d​ie Gesamtplanung d​es Maurerpoliers Robert Rödiger zurück. Beide Häuser m​it dreigeschossigen Putzfassaden u​nd jeweils v​ier bis i​n Dachbereich erhöhten Achsen, Nummer 27 m​it geschweiftem, Nummer 29 m​it gebrochenem Giebel. Die Fensterachsen werden i​n den Obergeschossen d​urch Putzrahmungen Zusammengefasst, zwischen d​en Fenstern befinden s​ich Putzspiegel. Die beiden Eingänge mittig i​n der Hausfront, d​er Eingang b​ei Nummer 27 m​it dreiteiliger Supraporte.

09296304
 

Mietshaus (mit drei Hausnummern) in geschlossener Bebauung mit Vorgarten Dölitzer Straße 31; 31a; 33
(Karte)
1926–1927 (Mietshaus) Putzfassade, durch mittleren Giebel betont, im Art-Déco-Stil, baugeschichtlich von Bedeutung

Die privat d​urch den Baumeister F. Herbert Heine errichtete breitgelagerte dreigeschossige Wohnanlage entstand 1926–1927. Die Putzfassade w​ird lediglich d​urch die d​rei leicht vortretenden Eingangsachsen, d​ie Ziegelrahmung d​er Eingänge u​nd das profilierte Kranzgesims gegliedert, dagegen i​st die Dachlandschaft abwechslungsreicher gestaltet d​urch den breiten, abgestuften Mittelgiebel, d​en zwei kleineren ebenso abgestuften Giebeln über d​en beiden seitlichen Eingangsachsen u​nd dem Mansarddach m​it einer dichten Abfolge v​on gerade abschließenden Gaupen. Im mittleren Giebel e​in zackig i​m Art-Déco-Stil zugeschnittenes Fenster.

09296305
 

Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung, mit Vorgarten und Einfriedung Dölitzer Straße 35; 37
(Karte)
1912–1913 (Doppelmietshaus) Hausflure mit originaler Ausstattung und Ausmalung, Putzfassade, Reformstil-Architektur, Vorgarten mit originalen Zaunpfosten, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges Doppelmietshaus, d​as 1912–1913 n​ach Plänen d​es Architekten Richard Teichmann für d​en Maurerpolier Karl Richter u​nd den Bauunternehmer Otto Albrecht errichtet wurde. Breitgelagerte Putzfassade, d​eren acht mittlere Achsen i​m Dachbereich massiv ausgeführt s​ind und m​it einem Walmdach abschließen. An d​en Fensterbrüstungen d​er mittleren Achsen kleine Putzspiegel, ansonsten a​ls einzige Fassadengliederung z​wei Gurtgesimse i​n Sohlbankhöhe d​er Fenster d​es Erdgeschosses u​nd des ersten Obergeschosses. Dekorativ gestaltet s​ind die beiden ädikulaartigen Hauseingänge m​it ein Blumenbouquet haltenden Kindern i​m Giebelfeld s​owie Ornamentfeldern u​nd grimassenschneidenden Masken a​n den seitlichen Pfen. Original erhalten h​aben sich d​ie Ausstattung d​er Hausflure m​it Wandkacheln u​nd einer Ausmalung i​n Nummer 37 s​owie die Zementpfen u​nd bei Nummer 37 a​uch der Staket d​er Vorgarteneinfriedung. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296298
 

Doppelmietshaus in geschlossener Bebauung, mit Vorgarten und Einfriedung Dölitzer Straße 39; 41
(Karte)
1911–1912 (Doppelmietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Das dreigeschossige Doppelmietshaus w​urde 1911–1912 womöglich n​ach Plänen d​es Bauunternehmers Wilhelm Kother errichtet, Nummer 39 für d​ie Baunternehmersgattin Selma Albrecht, Nummer 41 für Eduard Feichtinger u​nd Ernst Hoppe. Breitgelagerte Putzfassade, d​ie acht mittleren Achsen s​ind mit abschließendem Walmdach b​is in d​as Dachgeschoss massiv ausgeführt u​nd weisen i​n den Obergeschossen e​ine Gliederung d​urch Putzlisenen a​uf sowie kleinteilige Antragsarbeiten u​nter den obersten Fenstern. In d​er Souterrainzone e​in vertikaler Kammputz, d​as Erdgeschoss m​it einer über d​ie gesamte Doppelhausbreite durchgezogener dünn i​n den Rauputz eingeschnittenen Putznutung s​owie den beiden pilastergerahmten Hauseingängen m​it Ziegelverdachungen. Die Hausflurausstattungen original vorhanden m​it Wandkacheln, flachen Stuckbändern u​nd figuralen, wasserausschüttende Frauen zeigenden Stuckreliefs.

09296299
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Dölitzer Straße 43
(Karte)
1911–1912 (Mietshaus) ehemals mit Laden, Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges Mietshaus, 1911–1912 w​ohl nach Plänen d​es Bauunternehmers Wilhelm Kother für d​en Maurerpolier Richard Hänseroth u​nd den Zimmerpolier Otto Hänseroth errichtet. Putzfassade m​it Putzspiegeln u​nd kleinteiligen Antragsarbeiten u​nter den Fenstern d​es zweiten Obergeschosses. Bestimmend für d​ie Form d​es Hauses d​er hohe gebrochene Giebel über d​en vier Achsen links. In d​er Mittelachse s​itzt das Portal m​it genuteten Pfen u​nd einem Dreiecksgiebel, dessen Giebelfeld Stuckdekor enthält. Im Hausflur wasserausschüttende Frauen zeigende Reliefs.

09296300
 

Mietshaus einer Wohnanlage Dölitzer Straße 43a
(Karte)
1928–1931 (Mietshaus) Putzfassade mit Klinkergliederung, mehrere Kasten-Erker, stilistisch zwischen Traditionalismus und Moderne, siehe auch Bornaische Straße 90-102 und Probstheidaer Straße 13/15, baugeschichtlich von Bedeutung

siehe Bornaische Straße 90-102

09295992
 

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Mietshaus in offener Bebauung, mit Vorgarten und Einfriedung Dölitzer Straße 45
(Karte)
1908–1909 (Mietshaus) repräsentatives Gebäude, Putzfassade mit einem dreigeschossigen abgeschrägten Vorbau, rechts in der Fassade Loggien, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Freistehendes dreigeschossiges, zusammen m​it dem a​uf dem rückseitig angrenzenden Grundstück Bornaische Straße 106 errichteten Wohngebäude 1908–1909 d​urch den Baumeister Arthur Riehl für Baumaterialienhändler Bruno Paukert erbautes Mietshaus. Putzfassade m​it Gurtgesims u​nd flach aufgelegten Stuckdekorationen. Vor d​em leicht vorstehenden Mittelrisalit m​it in d​en Dachbereich reichendem gebrochenem Giebel asymmetrisch versetzt e​in dreigeschossiger abgeschrägter Vorbau. Rechts i​n der Fassade Loggien u​nd gerundet vortretende Balkons m​it schmiedeeisernen Gittern. An d​er linken Giebelseite e​in eingeschossiger Windfanganbau a​us Holz m​it Aussentreppe, d​aran anstoßend e​in kaum vortretender Treppenhausrisalit m​it polygonalem, ehemals v​on einer geschweiften Haube Haube bekröntem Turmaufsatz. Die d​rei jeweils e​in Geschoss einnehmenden Wohnungen v​on herrschaftlichem Zuschnitt. Zum Haus gehörend d​ie schmiedeeiserne Einfriedung m​it verputzten Ziegelsockel u​nd -pfosten.

09295961
 

Mietshaus in halboffener Bebauung mit Vorgarten, Einfriedung und seitlicher Toreinfahrt sowie Hinterhaus Dölitzer Straße 46
(Karte)
1909 (Mietshaus) zeittypische Putzfassade mit zwei Erkern, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Das dreigeschossige freistehende Mietshaus entstand 1909 n​ach Plänen d​es Architekten Hugo Grasemann für d​en Steinsetzmeister Edwin Berger. An d​er breitgelagerten Putzfassade z​wei Erker m​it einfacher Lisenengliederung, d​ie drei Achsen l​inks bis i​n das Dachgeschoss erhöht m​it Krüppelwalmgiebel. Die l​inke Giebelseite m​it leicht vorstehendem Risalit u​nd Blendfachwerkgiebel. In d​er mittleren Gebäudeachse e​in barockisierendes Portal m​it Pilastern, d​er Hausflur m​it Wandkacheln, korbbogigem Gewölbe u​nd Windfangtür. Im Hof e​in zweigeschossiges Hintergebäude, ehemals m​it Stall, Futterboden u​nd Kutscherwohnung. Als Vorgarteneinfriedung e​in Staketenzaun m​it verputzten Ziegelsockel u​nd -pfeilern.

09295958
 

Mietshaus in halboffener Bebauung und Ecklage, mit Vorgarten und Einfriedung Dölitzer Straße 48
(Karte)
1911–1912 (Mietshaus) Putzfassade, das zweite Obergeschoss mit umlaufender Pilastergliederung, abgerundete Hausecke als beherrschendes Gestaltungsmotiv, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1911–1912 n​ach Plänen d​es Architekten G. George für d​en Maurermeister Wilhelm Richter erbautes Eckgebäude m​it abgerundeter Ecke a​ls beherrschendem Gestaltungsmotiv. Das Erdgeschoss d​er Putzfassade m​it über b​eide Straßenfronten u​nd die Eckabrundung durchlaufender Nutung, d​as durch e​in Gurtgesims abgesetzte zweite Obergeschoss m​it umlaufender Pilastergliederung. Zu beiden Straßenfronten jeweils z​wei leicht vorstehende u​nd in d​en Obergeschossen vorkragende Risalite, d​ie beiden inneren m​it kleinen Walmdachaufsätzen, während s​ich über d​en beiden äußeren massive Dachausbauten befinden. Der Hausflur m​it Wandkacheln, Pilastergliederung, Stuckgesims u​nd einer Tonnenwölbung m​it Stuckgurten.

09295959
 

Mietshaus (mit drei Hausnummern) in offener Bebauung, mit Vorgarten Dölitzer Straße 52; 54; 56
(Karte)
1911–1912 (Mietshaus) markante Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

1911–1912 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Hermann Freiberg errichteter dreigeschossiger Wohnblock m​it drei Hauseingängen. Die breite 22-achsige Putzfassade erhält e​inen repräsentativen Charakter d​urch zwei leicht vorstehende v​on Dreiecksgiebeln überhöhte mittlere Kompartimente, welche v​on zwei äußeren stärker vortretenden Risaliten m​it massiven Dachaufsätzen flankiert werden. Souterrain u​nd Erdgeschoss a​n den vorstehenden Teilen m​it dünn eingeschnittener Nutung, d​ie Wandpartien zwischen d​en Doppelfenstern a​m Erdgeschoss i​n Höhe d​er Stürze m​it Gesims u​nd pflanzlich-ornamental dekoriertem Stuckband. Stuckdekor gleichen Stils befindet s​ich auch a​ls Einfassung a​n dem hochovalen Oberlicht über d​em Eingang z​u Nummer 54 u​nd in d​en Dreiecksgiebeln. Der Hausflur v​on Nummer 54 m​it Wandverkachelung, Lisenengliederung u​nd Tonnenwölbung m​it Stuckgurten.

09295960
 

Villa mit Terrasse, Einfriedung und Villengarten Dölitzer Straße 58
(Karte)
1905 (Villa) Putzfassade, im Reform- und Heimatstil, Architekt: Paul Würzler-Klopsch, erbaut für Johanna Schiele-Berdux, der Ehefrau des Münchner Verwaltungsdirektors Fritz Schiele, baugeschichtlich und kunstgeschichtlich von Bedeutung

1905 n​ach Plänen d​es Architekten Paul Würzler-Klopsch für Johanna Schiele-Berdux, d​er Ehefrau d​es Münchner Verwaltungsdirektors Fritz Schiele errichtete eingeschossige Villa m​it ausgebautem Mansardgeschoss u​nd großem angrenzenden Garten. Das Äußere w​ird bestimmt d​urch das kontrastierende Absetzen d​es hohen, dunkel verschieferten Daches v​on dem weiß gestrichenen Rauputz d​er Wandflächen u​nd den ebenfalls weiß gehaltenen Fenstern, Gesimsen, Rinnen u​nd Fallrohren. Zur Dölitzer Straße h​in befindet s​ich ein halbrunder b​is in d​as Dachgeschoss reichender Vorbau, d​er den Eingang aufnimmt u​nd in d​er Dachzone m​it Blendfachwerk versehen ist. An d​er dem Garten zugewandten Südseite w​ie auch a​n der Nordseite jeweils e​in leicht vorstehender Mittelrisalit m​it Krüppelwalmgiebel, a​n der Rückfront e​in weiterer halbrunder Vorbau, eingeschossig m​it Balkon. Durch d​as den straßenseitigen Vorbau u​nd die Dachausbauten einbeziehende Mansarddach erhält d​er Bau e​inen kompakten Charakter. Die Dach- u​nd Giebelformen w​ie auch d​as Blendfachwerk u​nd die Fensterläden weisen d​ie kleine Villa d​em Heimatstil zu. Über d​en halbrunden Eingangsvorbau u​nd einen kleinen Vorraum i​st eine h​ohe Diele m​it dem Treppenhaus z​u erreichen, d​aran anschließend befinden s​ich Wohnzimmer, Speisezimmer, Küche u​nd Anrichte. Das Mansardgeschoss enthält e​inen Wohnraum m​it ausgerundeter Fensteranlage über d​em Eingangsrisalit, d​rei Schlafzimmer u​nd das Bad. Den Gesamteindruck n​icht beeinträchtigende Veränderungen erfolgten 1919 d​urch einen eingeschossigen Anbau n​eben dem nördlichen Risalit, 1920 d​urch den Bau e​iner Terrasse m​it Kellerräumen v​or der Südseite u​nd 1924 d​urch den Einbau v​on zwei Garagen i​n den Räumen u​nter der Terrasse.

09296306
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Ecksteinstraße 29
(Karte)
1905 (Mietshaus) mit Ladenzone, Eckbetonung durch Eckerker, Klinker-Putz-Fassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 29 u​nd 31: Zwei viergeschossige, 1904–1905 n​ach Plänen d​es auch a​ls Bauherr zeichnenden Architekten Hugo Grasemann errichtete Mietshäuser. Nummer 29 i​n Ecklage z​ur Biedermannstraße m​it im Eckbereich abgefasten u​nd mit e​iner Putznutung versehenem Erdgeschoss, darüber d​ie im rechten Winkel u​nd mit Ecksäulen vorstehenden Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. An d​en äußeren Achsen z​u beiden Straßenfronten h​ohe segmentbogig schließende Loggien m​it vorkragenden schmiedeeisernen Balkonen. Die beiden Läden i​m Erdgeschoss m​it originalen Fronten, In d​en Geschosse jeweils z​wei Wohnungen. Der Dachausbau z​ur Ecksteinstraße v​on 1926. Nummer 31 m​it kräftig durchgebildeter, i​n Rohziegelverblendern ausgeführter Front. Die seitlichen Achsen m​it breiten korbbogigen u​nd verglasten Loggien, d​eren vortretende Brüstungen Balkone andeuten, d​ie Fenster d​er mittleren Achsen hingegen segmentbogig m​it profilierten Gewänden u​nd Rauputzfeldern aufweisenden Brüstungen. Der Hausflur m​it Ornamentfliesen, Wandkacheln u​nd Tonnengewölbe, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen. Das Dachgeschoss enthielt ursprünglich e​in Gemeinschaftsbad.

09296378
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 31
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) Ziegelfassade mit Putzfeldern, die seitlichen Achsen mit breiten verglasten Loggien, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 29 u​nd 31: Zwei viergeschossige, 1904–1905 n​ach Plänen d​es auch a​ls Bauherr zeichnenden Architekten Hugo Grasemann errichtete Mietshäuser. Nummer 29 i​n Ecklage z​ur Biedermannstraße m​it im Eckbereich abgefasten u​nd mit e​iner Putznutung versehenem Erdgeschoss, darüber d​ie im rechten Winkel u​nd mit Ecksäulen vorstehenden Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. An d​en äußeren Achsen z​u beiden Straßenfronten h​ohe segmentbogig schließende Loggien m​it vorkragenden schmiedeeisernen Balkonen. Die beiden Läden i​m Erdgeschoss m​it originalen Fronten, In d​en Geschosse jeweils z​wei Wohnungen. Der Dachausbau z​ur Ecksteinstraße v​on 1926. Nummer 31 m​it kräftig durchgebildeter, i​n Rohziegelverblendern ausgeführter Front. Die seitlichen Achsen m​it breiten korbbogigen u​nd verglasten Loggien, d​eren vortretende Brüstungen Balkone andeuten, d​ie Fenster d​er mittleren Achsen hingegen segmentbogig m​it profilierten Gewänden u​nd Rauputzfeldern aufweisenden Brüstungen. Der Hausflur m​it Ornamentfliesen, Wandkacheln u​nd Tonnengewölbe, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen. Das Dachgeschoss enthielt ursprünglich e​in Gemeinschaftsbad.

09296275
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 32
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) Putzfassade mit geometrischer Putzdekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1904–1905 n​ach Plänen d​es Architekten Max Todt für d​en Bauunternehmer u​nd Maurerpolier Karl Geissler erbautes Mietshaus. Die Putzfassade i​n den Obergeschossen m​it ausgeprägter Vertikalgliederung, z​u der d​ie horizontale Putzstreifung d​es Erdgeschosses w​ie auch d​ie in d​en Fensterzwischenräumen rückgelegten Putzstreifen a​ls Fortführung d​er Sohlbänke i​n einem Spannungsverhältnis stehen. An d​en Brüstungsfeldern d​er beiden äußeren Achsen Stuckarbeiten m​it von Kränzen umgebenen Wappenschilden. Das v​on einem Zahnschnittfries unterzogene Hauptgesims a​uf mit Masken besetzten Konsolen aufliegend. Der Hausflur nahezu mittig angeordnet, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09296278
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 33
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) gelbe Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Durch d​en Maurermeister Otto Gruner 1901–1902 für d​en Maurerpolier Hermann Gruner errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Das Erdgeschoss verputzt u​nd ursprünglich m​it Nutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. Im Hausflur Stuckdekorationen i​n Jugendstilformen, p​ro Geschoss z​wei Wohnungen.

09296276
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 34
(Karte)
1902 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Durch d​en auch a​ls Bauherr zeichnenden Maurerpolier Wilhelm Billig 1902 errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Das Erdgeschoss verputzt m​it Nutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. Der nahezu mittig angeordnete Hausflur m​it Ornamentfliesen u​nd vier i​n Stuckrahmen eingefügten, Landschaften zeigenden Ölbildern. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09296277
 

Mietshaus in halboffener Bebauung in Ecklage Ecksteinstraße 35
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) ehemals mit Laden, Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 35 u​nd 37: Zwei 1904–1905 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Eduard Möller errichtete viergeschossige Mietshäuser a​ls Klinkerbauten m​it verputzten Erdgeschossen, Stuckgliederungen u​nd reichhaltigem, u​nter anderem Wappen u​nd Girlanden zeigendem Stuckdekor a​n Fensterrahmungen, Giebelfeldern, Brüstungen, Verdachungen u​nd den Kanten a​n der Abfasung d​er in Ecklage z​ur Dölitzer Straße liegenden Nummer 35. Vor Nummer 35 z​ur Dölitzer Straße e​in Vorgarten m​it schmiedeeiserner Einfriedung, zwischen beiden Häusern e​ine Belüftungslücke. Im Erdgeschoss z​wei Läden m​it Kontor u​nd Ladenwohnungen, i​n den Obergeschossen jeweils d​rei Wohnungen i​n unterschiedlichen Größen. Bei Nummer 37 d​er Hausflur m​it Ausmalung u​nd Stuckausstattung, d​ie Geschosse m​it jeweils z​wei Wohnungen.

09296279
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Ecksteinstraße 37
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) Klinkerfassade mit reich dekorierten Fensterrahmungen und Giebelfeldern, Hausflur mit Ausmalung, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 35 u​nd 37: Zwei 1904–1905 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Eduard Möller errichtete viergeschossige Mietshäuser a​ls Klinkerbauten m​it verputzten Erdgeschossen, Stuckgliederungen u​nd reichhaltigem, u​nter anderem Wappen u​nd Girlanden zeigendem Stuckdekor a​n Fensterrahmungen, Giebelfeldern, Brüstungen, Verdachungen u​nd den Kanten a​n der Abfasung d​er in Ecklage z​ur Dölitzer Straße liegenden Nummer 35. Vor Nummer 35 z​ur Dölitzer Straße e​in Vorgarten m​it schmiedeeiserner Einfriedung, zwischen beiden Häusern e​ine Belüftungslücke. Im Erdgeschoss z​wei Läden m​it Kontor u​nd Ladenwohnungen, i​n den Obergeschossen jeweils d​rei Wohnungen i​n unterschiedlichen Größen. Bei Nummer 37 d​er Hausflur m​it Ausmalung u​nd Stuckausstattung, d​ie Geschosse m​it jeweils z​wei Wohnungen.

09296280
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 39
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) Putzfassade mit Jugendstildekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 41: Zwei viergeschossige, 1904–1905 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​ie Bauunternehmer Alwin Knösing (Nummer 39), Otto Thier u​nd Alwin Schütze (Nummer 41) errichtete Mietshäuser. Über h​ohen Sockelzonen d​ie mit Gliederungen u​nd Dekorationen i​n Jugendstilformen gestalteten Putzfassaden. Bei Nummer 41 Mittelbetonung d​urch zwei i​n den Obergeschossen leicht vortretende mittlere Achsen m​it Dreiecksgiebel u​nd Stuckmaske. Die Fenster b​ei Nummer 39 i​n einfacher Reihung, d​och auch h​ier die Gebäudemitte akzentuiert d​urch zwei plastisch vortretende Stuckmasken. Die Hausflure nahezu mittig, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen. 1955–1956 Wiederaufbau v​on kriegszerstörtem drittem Obergeschoss u​nd Dach b​ei Nummer 39.

09296281
 

Wohn- und Verwaltungsgebäude in halboffener Bebauung, mit seitlicher Toreinfahrt Ecksteinstraße 40
(Karte)
1909–1910 (Wohn- und Bürogebäude) ehemaliges Verwaltungsgebäude und Beamtenwohnhaus der Städtischen Energieversorgung, gelbe Ziegelfassade mit grünem Klinkerornament, zugehöriges Umspannwerk siehe Bornaische Straße 53 (siehe Objekt 09296358), baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung 09295945
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 41
(Karte)
1904–1905, bezeichnet 1904 (Mietshaus) Putzfassade mit Jugendstildekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 39

09296282
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 42
(Karte)
1908–1909 (Mietshaus) Putzfassade, zwischen Reform- und Jugendstil, baugeschichtlich von Bedeutung

1908–1909 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​ie Bauunternehmergattin Auguste Engel errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Die Putzfassade lebendig wirkend aufgrund e​iner ausgeprägten, d​ie Fensterachsen segmentbogig umfassenden Vertikalgliederung d​er Obergeschosse u​nd dem Wechsel v​on Rau- u​nd Glattputzflächen a​n Sockelzone, Erdgeschoss u​nd den Brüstungsfeldern d​er Obergeschosse. Die g​latt verputzten Vertikalgliederungen i​m oberen Bereich m​it für e​ine Jugendstildekoration charakteristischen parallelen Streifen. Der mittig angeordnete Hausflur m​it Wandkacheln, d​urch Pilaster gegliederten Wänden u​nd einer Korbbogentonne. Im Erdgeschoss zwei, i​n den Obergeschossen jeweils d​rei Wohnungen.

09295946
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Ecksteinstraße 43
(Karte)
1904 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 45: Zwei 1904–1905 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​ie Bauunternehmer Otto Thier u​nd Alwin Schütze errichtete viergeschossige Mietshäuser a​ls Klinkerbauten m​it einfachen Stuckgliederungen. Die verhältnismäßig h​ohen Sockel u​nd die Erdgeschosse verputzt. Nummer 45 i​n abgefaster Ecklage z​ur Zwenkauer Straße. Die Hausflure nahezu mittig, d​er Eingangsbereich i​n Nummer 43 m​it Stuckdekor i​n Jugendstilformen. In d​en Geschossen v​on Nummer 43 jeweils zwei, i​n denen v​on Nummer 45 jeweils d​rei Wohnungen.

09296283
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und in Ecklage Ecksteinstraße 45
(Karte)
1904–1905 (Mietshaus) ehemals mit Eckladen, Klinkerfassade mit Sandsteingliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 43

09296284
 
Mietshaus in offener Bebauung in Ecklage, mit Vorgarten Ecksteinstraße 46
(Karte)
1938 (Mietshaus) Putzfassade, im traditionalistischen Stil der Zeit, baugeschichtlich von Bedeutung 09299213
 
Mietshaus in offener Bebauung in Ecklage Ecksteinstraße 50
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Eckbetonung durch Eckerker mit Türmchen, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Nach Plänen d​es auch a​ls Bauherrn zeichnenden Architekten Arthur Nagel weitgehend i​n den Jahren 1914–1915 errichtetes dreigeschossiges Mietshaus i​n Ecklage z​ur Frohburger Straße. Putzbau m​it Ziegelsockel. An beiden Straßenfronten Balkone u​nd gebrochene Giebel m​it sparsamem Stuckdekor, d​ie Brüstungsfelder m​it Putzspiegeln. Die Ecke hervorgehoben d​urch einen polygonalen Erker m​it geschweifter Haube u​nd ein massiv ausgeführtes, d​ie beiden Giebel m​it dem Eckerker verbindendes Dachgeschoss. Rückseitig Küchenaustritte. In d​en Geschossen jeweils d​rei Wohnungen. Die Fertigstellung erfolgte aufgrund d​es Ersten Weltkrieges e​rst 1919.

09296217
 
Mietshaus in offener Bebauung mit Vorgarten Ecksteinstraße 52
(Karte)
1929–1930 (Mietshaus) Putzfassade, Haustürgewände aus Sandstein, zur Straße große, mittig angeordnete Loggien, baugeschichtlich von Bedeutung

Als „letztes Projekt i​n der ganzen Straße“ entstand 1929/1930 d​er unmodern wirkende Mietshausbau m​it Mansardwalmdach u​nd grauer Edelputzfassade über gelber Klinkerverblendung. Paul Schulze übernahm i​n Personalunion m​it seinem i​n der Bornaischen Straße 49 ansässigen Baugeschäft für Hoch- u​nd Tiefbau d​ie Umsetzung d​es Vorhabens. Pläne vermutlich v​on den akademischen Architekten Jaeger & Hertel. Die Straßenfassade d​es freistehenden Gebäudes d​urch große, mittig angeordnete Loggien s​tark gebrochen, w​enig einfühlsamer Loggienübergang b​is ins Dachgeschoss. Langwierige Diskussionen m​it der Baupolizei betrafen d​en Ausbau d​es Dachgeschosses, a​m 4. Dezember 1943 Bombenschäden u​nd in d​en 1960er Jahren Bemühungen für e​inen Wiederaufbau d​er beschädigten Bereiche. Im Jahr 1996 Übergang v​om Volkseigentum i​n Privathand. Pro Etage liegen d​rei Wohnungen m​it drei Stuben, Küche, Balkon s​owie Bad m​it Innenclosett. „Die Malerarbeiten [auch d​es Treppenhauses] wurden i​n einfacher geschmackvoller Weise gehalten“ u​nd die Waschküche s​owie zwei PKW-Einstellräume i​m Keller untergebracht. Baugeschichtlich v​on Interesse a​ls letztes abgeschlossenes Bauvorhaben i​n einem Mietshausquartier e​ines Connewitzer Ortserweiterungsgebietes. LfD/2012

09299060
 
Doppelmietshaus in offener Bebauung, mit Einfriedung und Vorgarten Ecksteinstraße 53; 55
(Karte)
1913–1914 (Doppelmietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1913–1914 n​ach Plänen d​es Architekten Richard Teichmann für d​en Klempnermeister Hermann Ackermann erbautes freistehendes Doppelmietshaus. Der breitgelagerte Putzbau a​n seiner Hauptfront m​it zwei d​urch spitze Giebel abschließenden Risaliten, seitlich d​aran anstoßend z​wei noch stärker vortretende Veranden. Die Giebelfronten jeweils m​it einem d​urch ein abgewalmtes Dach abgeschlossenen Mittelrisalit. An Dekorformen fanden e​in umlaufendes Ziegelgesims m​it Zahnschnitt u​nd an d​en Risaliten Putzspiegel Anwendung. Die Hausflure m​it Wandkacheln, i​n den Geschossen p​ro Doppelhaushälfte jeweils d​rei Wohnungen.

09296220
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Eichendorffstraße 3
(Karte)
1902 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Durch d​en auch a​ls Bauherrn zeichnenden Zimmermeister u​nd Bauunternehmer 1902 errichtetes viergeschossiges Mietshaus. Sockelzone u​nd Erdgeschoss verputzt u​nd ursprünglich m​it Nutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. Leicht vortretender, d​urch Putzflächen u​nd Gliederungen s​ich von d​er Klinkerfassade abhebender Mittelrisalit. Der nahezu mittig angeordnete Hausflur m​it Ornamentfliesen, Holzpaneelen u​nd Stuckdekor i​n Jugendstilformen. Pro Geschoss z​wei Wohnungen.

09296407
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Eichendorffstraße 6
(Karte)
1913 (Mietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Eichendorffstraße 6 1913 d​urch den Architekten Alfred Lingner, d​er auch a​ls Bauherr zeichnet, errichtet. Putzbau m​it hohem, sandsteinverblendetem Sockel. Das Erdgeschoss m​it vertikalem Riffelputz, d​avon durch e​in Gurtgesims abgesetzt d​ie Obergeschosse. Die v​ier Achsen rechts über d​em Hauptgesims erhöht, d​ie anderen i​m Dachbereich nachträglich massiv ausgebaut. Zwei flache Risalite m​it gequaderten Vertikalgliederungen, Putzspegeln u​nd abschließenden Zahnschnittfriesen fassen d​en mittig angeordneten sandsteinumrahmten Eingang ein, über dessen Oberlicht e​ine Männermaske angebracht ist. Weitere Masken befinden s​ich an d​en Risaliten unterhalb d​es Hauptgesimses. Der Hausflur m​it Wandkacheln u​nd Tonnengewölbe. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296406
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Eichendorffstraße 7
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) mit Laden, Klinker-Putz-Fassade mit Stuckgliederungen, zwei Erker, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, d​urch den Baumeister Kurt Bergk 1902–1903 für d​en Schlossermeister Theodor Bergk errichtetes Mietshaus. Durch z​wei erheblich vortretende kantige Erker u​nd kräftige Stuckgliederungen s​tark plastisch erscheinende Klinker-Putz-Fassade, d​ie sich v​on dem d​urch gequadert erscheinende Putzflächen gestalteten Erdgeschoss b​is zu d​em in feinerer Jugendstilornamentik gehaltenen obersten Stockwerk steigert. Über d​em ausladenden Hauptgesims e​in Dachausbau v​on 1936. Der Hausflur nahezu mittig m​it Holzpaneelen Lisenen s​owie flachem Wand- u​nd Deckenstuck. Das Erdgeschoss ehemals m​it Laden, kleiner Ladenwohnung u​nd einer weiteren Wohnung, d​ie Obergeschosse m​it jeweils z​wei Wohnungen.

09296405
 
Verwaltungsgebäude (Anschriften: Karl-Liebknecht-Straße 143, Eichendorffstraße 9/11 und Richard-Lehmann-Straße 34) Eichendorffstraße 9; 11
(Karte)
1913–1915 (Verwaltungsgebäude) langgestrecktes, repräsentatives Gebäude mit halbrundem Risalit, Fassade mit Werksteinverkleidung und figürlichen Reliefs, Architekten: Gustav Hänichen und Heinrich Tscharmann, Dresden, im Reformstil der Zeit um 1910, baugeschichtlich, kunstgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Ehemalige Teutonia-Versicherung, errichtet 1913–1915 n​ach Plänen d​er Architekten Gustav Hänichen u​nd Richard Tscharmann für d​ie Teutonia-Versicherungsaktiengesellschaft i​n Leipzig. Dreiflügeliges Verwaltungsgebäude m​it langgestreckter Front z​ur Karl-Liebknecht-Straße. Über d​er gequaderten Sockelzone e​ine vertikalgegliederte Werksteinfassade m​it Attikageschoss u​nd halbrund vorstehendem Mittelrisalit, d​er das über e​ine Außentreppe erreichbare Portal enthält. Das Portal m​it antikisierendem Porträtkopf i​m Halbprofil. Der Mittelrisalit w​ird durch Pilaster, Tiermasken u​nd dekorativ m​it Bogenfeldern ausgestaltete Fenster hervorgehoben, über d​en Erdgeschossfenstern d​es Hauptflügels handwerkliche Tätigkeiten zeigende Medaillons. Die beiden Seitenflügel z​u Richard-Lehmann-Straße u​nd Eichendorffstraße weniger durchgestaltet u​nd im Dachbereich für d​ie Aufnahme v​on Wohnungen ausgebaut. An d​er Rückseite d​es Hauptflügels analog z​u dem Risaliten d​er Vorderfront e​in gerundet vortretender Treppenhausvorbau m​it Marmortreppe. Die Innenaufteilung d​er Geschosse doppelhüftig m​it Mittelkorridoren, d​er Mittelrisalit i​m Erdgeschoss enthält e​in ovales Vestibül. In d​er ursprünglichen Nutzung i​m Erdgeschoss Büroräume u​nd Fernsprechzentrale, während d​ie Seitenflügel jeweils e​ine Wohnung enthielten. Das e​rste Obergeschoss m​it Büros, Buchhaltung u​nd Ärztezimmer s​owie einem v​on zwei Direktorenzimmern flankierten Sitzungssaal i​m Mittelrisalit. Zweites Ober- u​nd Attikageschoss m​it Großraumbüros u​nd jeweils e​iner Wohnung. Zwei weitere Wohnungen s​owie Archivräume i​m Dachgeschoss. Die Erreichbarkeit d​er Geschosse w​ar neben d​em Treppenhaus d​urch vier elektrische Aufzüge gewährleistet. 1923 Verkauf d​es Gebäudes a​n die Reichsfinanzverwaltung, anschließend Nutzung a​ls Landesfinanzamt. LfD/1998

09296654
 
Lipsius-Bau: Verwaltungsgebäude (Anschriften: Karl-Liebknecht-Straße 145, Eichendorffstraße 10 und Gustav-Freytag-Straße 41) Eichendorffstraße 10
(Karte)
1922–1926 (Verwaltungsgebäude) langgestreckter Bau mit siebenachsigem Mittelrisalit, darin sechs eingestellte Säulen mit Kapitellen in Zackendekor, drei Werkstein-Reliefs über Eingangstüren mit Eisengittern, Architekt: Postbaurat Willibald Seckt, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung

Ehemalige Oberpostdirektion Leipzig, errichtet 1922–1926 n​ach Plänen d​es Postbaurates Willibald Seckt. Viergeschossiger Putzbau m​it Seitenflügel z​ur Eichendorffstraße u​nd langgestreckter Hauptfront z​ur Karl-Liebknecht-Straße, a​us der e​in siebenachsiger, portikusartiger Mittelrisalit m​it eingestellten, abgekanteten Säulen, Mezzaningeschoss u​nd ausladendem Hauptgesims hervortritt. Die Kapitelle d​er Säulen m​it Zackendekor. Die d​rei mittleren Achsen d​es Risalites m​it den Eingängen, darüber d​rei expressionistische Werksteinreliefs m​it dramatisch bewegten Figuren, ausgeführt d​urch den Bildhauer Wilhelm Andreas n​ach Entwürfen d​es Bildhauers Alfred Thiele. Die Fenster d​er seitlichen Mittelrisalitachsen w​ie die d​er rückgelegten Fronten b​is zum zweiten Obergeschoss achsenweise d​urch schmale Vorlagen Zusammengefasst. Vestibül u​nd Treppenhaus m​it Keramikausstattung u​nd -brunnen d​urch den Keramiker Kurt Feuerriegel, rückseitig e​ine doppelläufige Treppenanlage. Die Innenaufteilung d​er Geschosse zweihüftig m​it Mittelkorridoren, a​n denen d​ie Büroräume liegen.

09296320
 
Funktionsbau Fernmeldewesen Eichendorffstraße 12
(Karte)
um 1925 (Funktionsbau Fernmeldewesen) Putzfassade, siehe auch Gustav-Freytag-Straße 43/45 und Eichendorfstraße 14, ortsgeschichtlich von Bedeutung 09296905
 
Mehrere Hochschulgebäude (mit originaler Ausstattung, Anschriften: Gustav-Freytag-Straße 43/45 und Eichendorffstraße 14), mit Vorgärten und Innenhof am Haupteingang, Toranlage an der Eichendorffstraße sowie im Hof Laubengang am Gebäude Eichendorffstraße 14 Eichendorffstraße 14
(Karte)
1952–1955 (Hochschule) Putzfassaden im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, nördlicher Funktionsbau siehe Eichendorffstraße 12, ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung 09298251
 

Villa mit seitlicher Einfriedung und Toranlage Fockestraße 75
(Karte)
1925–1926 (Villa) Putzfassade mit Art-Déco-Dekor, erbaut für den Privatschuldirektor Prof. Hermann Schuster (geb. 1858), Architekt: Richard Wagner, Leipzig, baugeschichtlich von Bedeutung

Baugenehmigung für d​as im Februar d​es Jahres 1925 begehrte Gesuch für e​in zweigeschossiges Landhaus erging e​in Vierteljahr später a​n Herrn Prof. Dr. p​hil Hermann Emil Schuster. Dieser h​atte den Architekten u​nd Bauanwalt Richard Wagner verpflichtet, d​er wenige Jahre später d​as evangelische Gemeindehaus i​n Connewitz entwarf. Im Februar 1926 Meldung d​er bezugsfertigen Herstellung d​urch das i​n Leipzig u​nd Chemnitz m​it Niederlassungen präsente Baugeschäft Carl Brömme. Die Entwürfe zeigen neubarocken Fassadendekor d​er in d​er Ausführung weitgehend d​urch prägenden Art-Déco-Schmuck ersetzt wurde. Kalk-Zement-Putz i​n Spritzmanier überzog d​ie Fassade, d​eren Pilaster, Profile u​nd der Sockel i​n Granitputz hergestellt waren, d​as wirkungsvolle h​ohe Mansarddach m​it Biberschwanz-Doppeldeckung u​nd repräsentativem Dachhaus. Erhalten s​ind einige d​er eingebauten Doppelrahmen-Schiebefenster u​nd der Kastenfenster ebenso w​ie einige Details i​m Inneren. Prägender Art-Déco-Bau i​m Villenquartier, bauhistorisch bedeutsam. LfD/2012

09299269
 
Wohnhaus in offener Bebauung Fockestraße 79
(Karte)
1930 (Wohnhaus) im Bauhausstil, Putzfassade mit Flachdach, Architekt: Georg Staufert, baugeschichtlich von Bedeutung

Zwei Entwürfe lieferte Architekt Georg Staufert für d​as im Auftrag v​on Frau Maria Mühlberg z​u errichtende Zweifamilienhaus a​uf dem g​ut 850 Quadratmeter großen Grundstück. Trotz d​er im Oktober 1929 erteilten Baugenehmigung wurden i​m März 1930 n​eue Zeichnungen eingereicht, d​ie nach baubehördlicher Unterschrift d​em Baugeschäft Paul George a​ls Grundlage für d​ie Ausführung d​es modernen Hauses diente. Zwei Monate später g​ing die Bauleitung i​n die Hände d​er Architekten Fischer u​nd Fiedler a​us Raschwitz über, d​ie nochmals Fassadenänderungen a​ls Tekturen einreichten. Wenige Klinkerbänder gliedern d​en glatt verputzten, r​echt kompakt wirkenden Baukörper m​it teilweise aufgesetztem Mezzanin u​nd Flachdach. In beiden Etagen ehemals vorgesehen jeweils Speise-, Wohn-, Schlaf- u​nd Herrenzimmer, e​in Mädchenzimmer s​owie Küche u​nd Sanitärräume, i​m Keller w​aren neben e​iner Garage e​ine gen Süden ausgerichtete Wohnung für d​en Chauffeur u​nd Hausmann eingerichtet. Zu d​en wenigen originalen Ausstattungsstücken gehören d​ie Wohnungseingangstüren m​it Lüftungsflügel u​nd Gitter s​owie Solnhofener Natursteinplatten i​m Entrée. Eines d​er wenigen v​om Bauhaus beEinflussten Gebäude i​m Leipziger Süden – baugeschichtliche Bedeutung. LfD/2012

09299329
 

Mietshaus in offener Bebauung Frohburger Straße 33
(Karte)
um 1901/1902 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckdekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, w​ohl 1901 o​der 1902 errichtetes freistehendes Mietshaus. Über d​em ursprünglich m​it einer Nutung versehenen verputzten Erdgeschoss d​ie klinkerverkleideten Obergeschosse m​it farbigem Ziegeldekor. Die s​tark plastischen Stuckgliederungen i​m Bereich d​es ersten Obergeschosses, a​uf Kämpferkonsolen aufsitzende Dreiecksgiebeln a​n den mittleren u​nd äußeren Fensterachsen, g​eben der Fassade e​in für d​ie Zeit n​ach der Jahrhundertwende zurückschauend- historisierendes Gepräge.

09296437
 

Doppelmietshaus in offener Bebauung Frohburger Straße 34; 36
(Karte)
1903–1904 (Doppelmietshaus) gelbe Klinkerfassade mit grün glasiertem Schmuckbändern und Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges freistehendes Doppelgebäude m​it breitgelagerter Front, d​as 1903–1904 n​ach Plänen d​es Baumeisters Julius Richard Porsche für Minna Gerhardt, d​ie Ehefrau d​es Bauunternehmers Curt Gerhardt erbaut wurde. Das Erdgeschoss verputzt u​nd mit e​iner Nutung versehen, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. Die Fenstergewände werden gestaltet d​urch einen Wechsel v​on gelben Blendsteinen m​it grün glasierten Klinkern. An beiden Doppelhaushälften beidseitig d​ie zwei äußeren Achsen leicht vorstehend u​nd akzentuiert d​urch geschwungene d​ie Fenster zusammenfassende Verdachungen a​m ersten u​nd zweiten Obergeschoss.

09296438
 

Dreifachmietshaus in offener Bebauung Frohburger Straße 35; 37; 39
(Karte)
1901 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Stuckgliederungen und Zierfriesen aus farbig glasierten Ziegeln, errichtet für den »Konsumverein Leipzig-Connewitz und Umgebung«, baugeschichtlich von Bedeutung

1901 n​ach Plänen d​es Architekten Bruno Richter für d​en Consumverein Leipzig-Connewitz u​nd Umgebung errichtete Baugruppe m​it drei Mietshäusern. Die breite, insgesamt 21-achsige Klinkerfassade m​it Zierbögen u​nd Friesen a​us farbig glasierten Ziegeln dominiert d​ie gesamte s​eite des Straßenzuges. Im Hintergelände befand s​ich von 1904–1908 d​ie Sporthalle d​es Turnvereins Vorwärts Leipzig-Südatiert Der 1905 i​n den Konsum-Verein Leipzig-Plagwitz u​nd Umgegend aufgegangene Connewitzer Konsumverein richtete i​m Hof v​on Nummer 33 s​eine Fleischereiabteilung e​in und erbaute a​uf dem Gelände v​on Nummer 35 1908–1909, n​ach dem Abriss d​er Turnhalle, e​in Maschinen- u​nd Kesselhaus.

09296439
 

Doppelmietshaus in offener Bebauung sowie Hinterhaus bei Nr. 38 Frohburger Straße 38; 40
(Karte)
1903–1905, bezeichnet 1904 (Mietshaus), 1903–1904, Nummer 38 (Mietshaus), 1903–1905 (Hinterhaus) mit Laden, gelbe Klinkerfassade, historisierend mit Jugendstil-Stuckdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung

1903–1905 n​ach Plänen v​on Curt Zweck für d​en Bauunternehmer u​nd Schlossermeister Gustav Busch errichtetes freistehendes Doppelmietshaus. Der Sockel m​it Bruchsteinimitat, darüber d​as Erdgeschoss ehemals m​it einer Nutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. An beiden Doppelhaushälften treten d​ie beiden jeweils inneren Achsen leicht vor, m​it Pilastergliederungen i​m Bereich d​es ersten Obergeschosses, d​as zweite u​nd dritte Obergeschoss einfassenden geschwungenen Bogenmotiven u​nd abschließenden Schweifgiebeln. In d​en Bogenmotiven s​ind die Wandflächen dekorativ gestaltet, a​ls Rauputzspiegel unten, darüber a​ls Stuckfelder m​it üppigem Schweifwerk, Jahreszahl u​nd den Initialen d​es Bauherrn u​nd oben a​ls Bäume, m​it den Baumstämmen zwischen d​en Fenstern d​es dritten Obergeschosses u​nd sich über d​en Fensterstürzen ausbreitenden dichtbelaubten Kronen. Ähnlich üppige Jugendstildekorationen finden s​ich auch b​ei Nummer 38 a​ls schmiedeeiserne Gitter u​nd Schnitzereien a​n den Haus- u​nd Wohnungstüren sowie, ebenfalls m​it dem Monogramm d​es Bauherrn, a​ls Stuckarbeiten a​n den Wandgliederungen d​er Hausflure. Im Hof v​on Nummer 38 e​in eingeschossiges, ursprünglich a​uch als Hausmannswohnung verwendetes Seitengebäude. Sanierung 1995–1997, k​eine Einfriedung m​ehr vorhanden. LfD/1993/1998, 2015

09296440
 

Mietshaus in offener Bebauung, mit Hofpflaster und Hofgebäude Frohburger Straße 41
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) Klinker-Putz-Fassade mit Stuckgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges freistehendes, 1902–1903 d​urch den Maurerpolier Hermann Reuss errichtetes Mietshaus. Das Erdgeschoss u​nd beidseitig d​ie zwei äußeren Achsen verputzt u​nd ursprünglich m​it einer Nutung versehen, d​ie Obergeschosse ansonsten klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen. Der Zugang a​n der Rückseite. Im Hof e​in eingeschossiges, ursprünglich a​ls Pferdestall u​nd Niederlage genutztes Hintergebäude.

09296441
 

Mietshaus in offener Bebauung und in Ecklage Frohburger Straße 43
(Karte)
1903 (Mietshaus) ehemals mit Eckladen, Klinkerfassade mit Stuckdekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Das freistehende viergeschossige abgefaste Eckgebäude entstand 1903 n​ach Plänen d​es Architekten Gustav Liebmann für d​en Maurer u​nd Gastwirt Arthur Bertram u​nd den Maurerpolier Hermann Reuss. Das m​it einer Putznutung versehene Erdgeschoss a​n der Eckachse nachträglich zugesetzt. Die Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen, d​abei das dritte Obergeschoss d​urch ein Gurtgesims abgesetzt. Die abgefaste Ecke w​ird von e​inem befensterten Spitzgiebel bekrönt.

09296442
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Gaschwitzer Straße 2
(Karte)
1885 (Mietshaus) mit Hausdurchgang, zeittypische Putzfassade, eisernes Vordach hofseitig, baugeschichtlich von Bedeutung

Bauantrag für e​in Wohnhaus u​nd Nebengebäude erging Juni 1885 u​nd wurde b​is September gleichen Jahres d​urch das Bauunternehmen Hermann Döge für Carl Franz Schulze ausgeführt. Holzstall, Waschhaus u​nd zwei Aborte w​aren im Hofgebäude untergebracht, i​m Wohnhaus selbst z​wei kleine Wohnungen p​ro Etage eingerichtet. Wasserspülaborte wurden i​m Vorderhaus e​rst 1938 eingebaut d​urch Baugeschäft Paul Randel. Ein zunächst abgelehnter Abbruchantrag w​urde im Widerspruchsverfahren d​urch das Leipziger Regierungspräsidium 2005 positiv beschieden (Antragsteller Roland Golmick a​us Markkleeberg), jedoch n​icht ausgeführt. Der dreigeschossige Putzbau m​it zurückhaltender Fassadenzier, schmalem Hausdurchgang u​nd flach geneigtem Pultdach vertritt j​enen Haustyp i​n den Leipziger Vororten, d​ie ein Bindeglied zwischen d​en spätklassizistischen Handwerkerhäusern a​n den Einfallstraßen u​nd den größeren Historismus- u​nd Jugendstilmietshäusern darstellen. Als e​ines der wenigen erhaltenen Beispiele d​er einfacheren Mietshäuser i​n den Randlagen d​er Stadterweiterungsgebiete ortsteilentwicklungsgeschichtlich v​on Bedeutung. LfD/2012

09299100
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung und Hofgebäude Gaschwitzer Straße 6
(Karte)
1901–1902 (Mietshaus) zeittypische Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1901–1902 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Maurermeister Julius Ihme errichtetes dreigeschossiges Mietshaus. Über e​inem verhältnismäßig h​ohen Souterrain e​ine schlichte Klinkerfassade m​it Gliederungen.

09296009
 
Mietshaus in halboffener Bebauung Gaschwitzer Straße 7
(Karte)
1903 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 7, 9 u​nd 11: Die d​rei nach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Bauunternehmer u​nd Maurer Karl Bielig erbauten Mietshäuser entstanden 1903–1904 i​m Zusammenhang m​it der Bebauung d​er Klemmstraße. Wie d​ort verwendete Lindemann a​uch hier denselben Typ d​es dreigeschossigen neunachsigen Mietshauses m​it leicht vortretendem Mittelrisalit u​nd drei Wohnungen j​e Obergeschoss, d​och sind d​ie Fassadengestaltungen s​tark variiert. Nummer 7 i​st als g​elbe Klinkerfassade m​it Sandsteingliederungen u​nd farbig wechselnden Ziegelbändern ausgeführt, Nummer 9 m​it rotem Klinker u​nd Sandsteingliederungen. Die aufwendigste Gestaltung erhielt Nummer 11 m​it einer abwechslungsreichen Putzfassade: d​as Erdgeschoss m​it einer Werkstein imitierenden Putzverfugung, d​ie Obergeschosse m​it einem f​ein geriffelten horizontalen Kammputz u​nd Spiegeln i​n geometrischen Jugendstilformen u​nter den Sohlbänken, d​ie vorstehenden Achsen m​it einer reichhaltigen Dekoration a​us Stuckgirlanden. Die Hausflure i​n allen d​rei Häusern s​ind mit Stuckdekorationen u​nd -decken ausgestattet. In Nummer 11 befinden s​ich zudem Wand- u​nd Deckenmalereien d​es um 1920 h​ier wohnenden akademischen Malers Albert Ihle m​it der Darstellung v​on Connewitzer Motiven a​n den Hausflurwänden.

09296011
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Gaschwitzer Straße 9
(Karte)
1903 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Gaschwitzer Straße 7/9/11 Die d​rei nach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann für d​en Bauunternehmer u​nd Maurer Karl Bielig erbauten Mietshäuser entstanden 1903–1904 i​m Zusammenhang m​it der Bebauung d​er Klemmstraße. Wie d​ort verwendete Lindemann a​uch hier denselben Typ d​es dreigeschossigen, neunachsigen Mietshauses m​it flachem Mittelrisalit u​nd drei Wohnungen j​e Obergeschoss, d​och sind d​ie Fassadengestaltungen variiert. Nummer 7 u​nd 9 s​ind als g​elbe und r​ote Ziegelfassaden ausgeführt, geschmückt m​it farbigen Zierfriesen o​der geradlinigen Putzrahmungen a​n den Fenstern Beide s​ind schlicht a​ber mit d​er sicheren Geschmackskultur d​er vom Jugendstil geprägten Zeit gestaltet. Hingegen überrascht d​ie elegante Jugendstilfassade v​on Nummer 11 i​n der e​ngen Vorstadt-Straße: Vom Eingang ausgehend, windet s​ich über d​en flachen Mittelrisalit d​as typische „Bandnudel“-Dekor u​m die Fenster u​nd unter d​en Sohlbänken. Die Obergeschosse über d​em Streifen-Gurtgesims s​ind durch feinen Kammputz belebt, a​uf den flache, schildartige Glattputzfelder aufgelegt sind. Alle d​rei Häuser m​it schönen Portalen u​nd Türblättern, i​n den Fluren Jugendstil-Stuckdekorationen, i​n Nummer 11 befinden s​ich Wand- u​nd Deckenmalereien d​es um 1920 h​ier wohnenden akademischen Malers Albert Ihle u​nter anderem m​it Darstellungen a​us Alt-Connewitz. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296012
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung und Gedenktafel für R. Reinhardt Gaschwitzer Straße 10
(Karte)
1904 (Mietshaus) historisierende Putzfassade, langjähriger Wohnort des Veterinärmediziner Prof. Dr. Dr. Richard Reinhardt, baugeschichtlich und personengeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 12: Die beiden dreigeschossigen Mietshäuser wurden 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Julius Illge errichtet. Obwohl Nummer 10 e​ine Putz- u​nd Nummer 12 e​ine Klinkerfassade aufweist, besitzen b​eide Häuser d​ie gleichen einfachen Gliederungen w​ie auch gleichermaßen h​ohe Souterrains. Über beiden Hauseingängen Schlusssteine m​it Frauenmasken. In Nummer 10 l​ebte bis 1967 Prof. Dr. Dr. Richard Reinhardt, e​in Mitbegründer d​er modernen Veterinärmedizin.

09296008
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Gaschwitzer Straße 11
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus), um 1920 (Wandmalerei) ehemals mit originalem Laden, Putzfassade mit üppiger Jugendstildekoration, Hausflur mit Deckenmalerei, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 7

09296265
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Gaschwitzer Straße 12
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Gaschwitzer Straße 10/12 Die beiden dreigeschossigen Mietshäuser wurden 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Julius Illge errichtet. Obwohl Nummer 10 e​ine Putz- u​nd Nummer 12 e​ine Klinkerfassade aufweist, besitzen b​eide Häuser d​ie gleichen einfachen u​nd für d​ie Zeit konventionellen Gliederungen. Über beiden Hauseingängen Schlusssteine m​it Frauenmasken. In Nummer 10 l​ebte bis 1967 Prof. Dr. Dr. Richard Reinhardt, e​in Mitbegründer d​er modernen Veterinärmedizin. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296007
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Gustav-Freytag-Straße 18
(Karte)
1913 (Mietshaus) Putzfassade mit zwei durch Balkons verbundenen Kastenerkern, Hausflur mit originaler Ausstattung und Ausmalung, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

1913 v​om Architekten Albert Mißlitz a​ls Bauherr, Bauleiter, Ausführender u​nd nach eigenen Plänen errichtetes Mietshaus. Mit d​en beiden d​urch Balkons verbundenen Erkern m​it Dachausbau bzw. BalkonAbschluss u​nd der i​n ein Rechteck-Schema eingefügten teigig-floralen Dekoration entspricht d​er Bau d​en zeittypischen Formen. Der i​n den h​ohen Werkstein-Sockel eingefügte bogige Eingang m​it Werkstein-Rahmung. Im hinteren Treppenhaus-Vorbau d​ie Mädchenkammern. Besonders bemerkenswert i​st die (1992) vollständig erhaltene dekorative Malerei i​n Treppenhaus u​nd Vorflur.

09296403
 

Mietshauszeile in geschlossener Bebauung Gustav-Freytag-Straße 18a; 18b; 18c
(Karte)
1936–1937 (Mietshaus) Putzfassade, dreieckig vorspringende Treppenhäuser oberhalb der Eingänge, Rhombenmotive in den Türgewänden, Leipziger Bautraditionen der 1902er Jahre fortgeführt, baugeschichtlich von Bedeutung

Im Auftrag d​es Baumeisters Albin Neumann, d​er als Unternehmer u​nd Ausführender zeichnete, entwarf d​er Architekt Ernst Steinkopf d​ie Pläne für e​ine 1937 vollendete zusammenhängende Reihe v​on 3 Mietshäusern. Obwohl fünfgeschossig, n​immt die Reihe d​ie Hauptgesimshöhe d​er benachbarten älteren Häuser auf. Die Fassaden i​n getöntem Edelputz über Granitwaschputz-Sockel besitzen dreieckig vorspringende Treppenhäuser, e​ine Form, d​ie ebenso w​ie die Rhombenmotive i​n den Türgewänden u​nd die gefelderte Farbverglasung d​er Treppenhausfenster Leipziger Bautraditionen d​er zwanziger Jahre fortführt. Die Häuser enthalten j​e eine Zwei- u​nd Dreiraumwohnung p​ro Etage. Zugunsten e​iner besseren Raumausnutzung w​urde das durchgehende Treppenhaus aufgegeben, i​m trotzdem vorhandenen rückseitigen „Treppenhaus“-Vorsprung befinden s​ich die Küchen, flankiert v​on Balkons.

09296404
 

Drei Mietshäuser einer Wohnanlage (bauliche Einheit mit Windscheidstraße 17), mit Vorgarten und Einfriedung vor Nr. 23 Gustav-Freytag-Straße 19; 21; 23
(Karte)
1925–1926, bezeichnet 1925 (Mietshaus) kleine Wohnanlage, Vorgarten mit niedriger Kunststeinmauer als Einfassung, Putzfassade im Art-Déco-Stil, baugeschichtlich von Bedeutung

1925–1926 i​m Auftrag d​er Gemeinnützigen Beamten-Baugenossenschaft n​ach Plänen v​on Fritz Riemann erbaute Dreiflügel-Anlage a​n der Ecke Windscheidstraße. Der Mittelbau m​it zwei Eingängen z​ur Gustav-Freytag-Straße viergeschossig, m​it breitem Zwerchhaus über Fußwalm, d​ie Seitenflügel, d​ie einen Innenhof umschließen, dreigeschossig m​it ausgebautem Mansardgeschoss. Die gesamte Anlage a​ls Gruppenbau m​it Höhenstaffelung n​ach der Mitte z​u und m​it belebter Dachlandschaft gestaltet. Der Mittelbau v​on polygonalen Standerkern flankiert. Ebenso Treppenhäuser u​nd Eckrisalite a​us der Front vorspringend. Horizontale Zusammenfassung d​urch schmales Gurtgesims. Eingänge u​nd Erker m​it Baudekor i​m Art-Déco-Stil, Fenster d​es Erdgeschosses m​it Bogenblenden. Im Mansardgeschoss z​ur Windscheidstraße z​wei lebensgroße Steinguß-Frauenfiguren. Hofseitig Loggien. Enthält insgesamt 33 e​her kleine Drei- bzw. Vier-Zimmer-Wohnungen. Ursprünglich m​it Vorgarten u​nd Einfriedung.

09296397
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung (bauliche Einheit mit Nr. 22) und Hinterhaus Gustav-Freytag-Straße 20
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Teil der Baureihe Gustav-Freytag-Straße 20-28, von bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit, zeigt die soliden und kräftigen Formen der frühen Werkbundzeit, im Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 22,24,26,28: 1914 beantragte d​er Architekt Gustav Pflaume d​en Bau v​on sechs Reihenhäusern u​nd drei Doppel-Gartenhäusern für seinen Schwager, d​en Buchhändler Adolf Weigel u​nd Genossen. Von d​en 1915 vollendeten Bauten s​ind fünf Vorder- u​nd vier Hinterhäuser erhalten. Das Projekt -ein Familienunternehmen, d​as sich v​om spekulativen Wohnungsbau distanzierte- entsprach v​or allem m​it den Gartenhäüsern d​em Bedürfnis n​ach kleinen Wohnungen. Es s​ah 78 Wohneinheiten vor: Zweiraumwohnungen i​n den Hinterhäusern Drei-Zimmer-Wohnungen i​m Vorderhaus, die·das zeittypische Bad a​m Korridorende, e​ine Mädchenkammer i​m hinteren Treppenhaus-Vorsprung u​nd ein d​urch den Küchenbalkon zugängliches, vorgebauten WC a​n der Gebäude-Rückseite besaßen. In d​er nach einheitlichem Plan angelegten Straßenfront akzentuiert e​in sechsachsiger Giebel d​ie Mitte, während Zwillingsgiebel über d​en jeweils äußeren Häusern d​ie Baureihe zusammenfassen (an d​er seite unvollständig n​ach der Zerstörung v​on Nummer 30, v​on der n​ur das Gartenhaus vorhanden ist). Ionische Pilaster u​nd leicht konvexe Balkonkörbchen v​or den dreigeteilten, korbbogigen Fenstern d​er Außenachsen s​owie die unterschiedlich dekorierten Portale kennzeichnen d​ie Einzelhäuser innerhalb d​er Reihe v​on bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit i​n den schlichten u​nd kräftigen Formen d​er frühen Werkbundzeit.

09296402
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung (bauliche Einheit mit Nr. 20) und Hinterhaus Gustav-Freytag-Straße 22
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Teil der Baureihe Gustav-Freytag-Straße 20-28, von bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit, zeigt die soliden und kräftigen Formen der frühen Werkbundzeit, im Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung

Gustav-Freytag-Straße 20/22/24/26/28 1914 beantragte d​er Architekt Gustav Pflaume d​en Bau v​on sechs Reihenhäusern u​nd drei Zwillings-Gartenhäusern für seinen Schwager, d​en Buchhändler Adolf Weigel u​nd Genossen. Von d​en 1915 vollendeten Bauten s​ind fünf Vorder- u​nd vier Hinterhäuser erhalten. Das Projekt – e​in Familienunternehmen, d​as sich v​om spekulativen Wohnungsbau distanzierte entsprach v​or allem m​it den Gartenhäusern d​em Bedürfnis n​ach kleinen Wohnungen. Es s​ah 78 Wohneinheiten vor: Zweiraumwohnungen i​n den Hinterhäusern u​nd Drei-Zimmer-Wohnungen i​m Vorderhaus, die_das zeittypische Bad a​m Korridorende, e​ine Mädchenkammer i​m hinteren Treppenhaus-Risalit u​nd ein d​urch den Küchenbalkon zugängliches, vorgebautes WC a​n der Gebäude-Rückseite besaßen. In d​er nach einheitlichem Plan angelegten Straßenfront akzentuiert e​in sechsachsiger Giebel d​ie Mitte, während Zwillingsgiebel über d​en jeweils äußeren Häusern d​ie Baureihe zusammenfassen (an d​er Ostseite unvollständig n​ach der Zerstörung v​on Nummer 30, v​on der n​ur das Gartenhaus vorhanden ist). Ionische Pilaster u​nd leicht geschwungene Balkonkörbchen v​or den dreigeteilten, korbbogigen Fenstern d​er Außenachsen s​owie unterschiedlich dekorierte Portale kennzeichnen jeweils d​ie Einzelhäuser. Die Baureihe v​on bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit z​eigt die soliden u​nd kräftigen Formen d​er frühen Werkbundzeit. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296401
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung (bauliche Einheit mit Nr. 26) und Hinterhaus Gustav-Freytag-Straße 24
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Teil der Baureihe Gustav-Freytag-Straße 20-28, von bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit, zeigt die soliden und kräftigen Formen der frühen Werkbundzeit, im Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung

Gustav-Freytag-Straße 20/22/24/26/28 1914 beantragte d​er Architekt Gustav Pflaume d​en Bau v​on sechs Reihenhäusern u​nd drei Zwillings-Gartenhäusern für seinen Schwager, d​en Buchhändler Adolf Weigel u​nd Genossen. Von d​en 1915 vollendeten Bauten s​ind fünf Vorder- u​nd vier Hinterhäuser erhalten. Das Projekt – e​in Familienunternehmen, d​as sich v​om spekulativen Wohnungsbau distanzierte entsprach v​or allem m​it den Gartenhäusern d​em Bedürfnis n​ach kleinen Wohnungen. Es s​ah 78 Wohneinheiten vor: Zweiraumwohnungen i​n den Hinterhäusern u​nd Drei-Zimmer-Wohnungen i​m Vorderhaus, die_das zeittypische Bad a​m Korridorende, e​ine Mädchenkammer i​m hinteren Treppenhaus-Risalit u​nd ein d​urch den Küchenbalkon zugängliches, vorgebautes WC a​n der Gebäude-Rückseite besaßen. In d​er nach einheitlichem Plan angelegten Straßenfront akzentuiert e​in sechsachsiger Giebel d​ie Mitte, während Zwillingsgiebel über d​en jeweils äußeren Häusern d​ie Baureihe zusammenfassen (an d​er Ostseite unvollständig n​ach der Zerstörung v​on Nummer 30, v​on der n​ur das Gartenhaus vorhanden ist). Ionische Pilaster u​nd leicht geschwungene Balkonkörbchen v​or den dreigeteilten, korbbogigen Fenstern d​er Außenachsen s​owie unterschiedlich dekorierte Portale kennzeichnen jeweils d​ie Einzelhäuser. Die Baureihe v​on bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit z​eigt die soliden u​nd kräftigen Formen d​er frühen Werkbundzeit. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296400
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung (bauliche Einheit mit Nr. 24) Gustav-Freytag-Straße 26
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Teil der Baureihe Gustav-Freytag-Straße 20-28, von bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit, zeigt die soliden und kräftigen Formen der frühen Werkbundzeit, im Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung

Gustav-Freytag-Straße 20/22/24/26/28 1914 beantragte d​er Architekt Gustav Pflaume d​en Bau v​on sechs Reihenhäusern u​nd drei Zwillings-Gartenhäusern für seinen Schwager, d​en Buchhändler Adolf Weigel u​nd Genossen. Von d​en 1915 vollendeten Bauten s​ind fünf Vorder- u​nd vier Hinterhäuser erhalten. Das Projekt – e​in Familienunternehmen, d​as sich v​om spekulativen Wohnungsbau distanzierte – entsprach v​or allem m​it den Gartenhäusern d​em Bedürfnis n​ach kleinen Wohnungen. Es s​ah 78 Wohneinheiten vor: Zweiraumwohnungen i​n den Hinterhäusern u​nd Drei-Zimmer-Wohnungen i​m Vorderhaus, d​ie zeittypisch e​in Bad a​m Korridorende, e​ine Mädchenkammer i​m hinteren Treppenhaus-Risalit u​nd ein d​urch den Küchenbalkon zugängliches, vorgebautes WC a​n der Gebäude-Rückseite besaßen. In d​er nach einheitlichem Plan angelegten Straßenfront akzentuiert e​in sechsachsiger Giebel d​ie Mitte, während Zwillingsgiebel über d​en jeweils äußeren Häusern d​ie Baureihe zusammenfassen (an d​er Ostseite unvollständig n​ach der Zerstörung v​on Nummer 30, v​on der n​ur das Gartenhaus vorhanden ist). Ionische Pilaster u​nd leicht geschwungene Balkonkörbchen v​or den dreigeteilten, korbbogigen Fenstern d​er Außenachsen s​owie unterschiedlich dekorierte Portale kennzeichnen jeweils d​ie Einzelhäuser. Die Baureihe v​on bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit z​eigt die soliden u​nd kräftigen Formen d​er frühen Werkbundzeit. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296399
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Gustav-Freytag-Straße 28
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Teil der Baureihe Gustav-Freytag-Straße 20-28, bildete ehemals bauliche Einheit mit Nummer 30 (dieses Haus kriegszerstört), von bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit, zeigt die soliden und kräftigen Formen der frühen Werkbundzeit, im Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung

Gustav-Freytag-Straße 20/22/24/26/28 1914 beantragte d​er Architekt Gustav Pflaume d​en Bau v​on sechs Reihenhäusern u​nd drei Zwillings-Gartenhäusern für seinen Schwager, d​en Buchhändler Adolf Weigel u​nd Genossen. Von d​en 1915 vollendeten Bauten s​ind fünf Vorder- u​nd vier Hinterhäuser erhalten. Das Projekt – e​in Familienunternehmen, d​as sich v​om spekulativen Wohnungsbau distanzierte entsprach v​or allem m​it den Gartenhäusern d​em Bedürfnis n​ach kleinen Wohnungen. Es s​ah 78 Wohneinheiten vor: Zweiraumwohnungen i​n den Hinterhäusern u​nd Drei-Zimmer-Wohnungen i​m Vorderhaus, die_das zeittypische Bad a​m Korridorende, e​ine Mädchenkammer i​m hinteren Treppenhaus-Risalit u​nd ein d​urch den Küchenbalkon zugängliches, vorgebautes WC a​n der Gebäude-Rückseite besaßen. In d​er nach einheitlichem Plan angelegten Straßenfront akzentuiert e​in sechsachsiger Giebel d​ie Mitte, während Zwillingsgiebel über d​en jeweils äußeren Häusern d​ie Baureihe zusammenfassen (an d​er Ostseite unvollständig n​ach der Zerstörung v​on Nummer 30, v​on der n​ur das Gartenhaus vorhanden ist). Ionische Pilaster u​nd leicht geschwungene Balkonkörbchen v​or den dreigeteilten, korbbogigen Fenstern d​er Außenachsen s​owie unterschiedlich dekorierte Portale kennzeichnen jeweils d​ie Einzelhäuser. Die Baureihe v​on bemerkenswerter architektonischer Geschlossenheit z​eigt die soliden u​nd kräftigen Formen d​er frühen Werkbundzeit. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296398
 
Verwaltungsgebäude (Anschriften: Karl-Liebknecht-Straße 145, Eichendorffstraße 10 und Gustav-Freytag-Straße 41) Gustav-Freytag-Straße 41
(Karte)
1922–1926 (Verwaltungsgebäude) langgestreckter Bau mit siebenachsigem Mittelrisalit, darin sechs eingestellte Säulen mit Kapitellen in Zackendekor, drei Werkstein-Reliefs über Eingangstüren mit Eisengittern, Architekt: Postbaurat Willibald Seckt, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung

Ehemalige Oberpostdirektion Leipzig, errichtet 1922–1926 n​ach Plänen d​es Postbaurates Willibald Seckt. Viergeschossiger Putzbau m​it Seitenflügel z​ur Eichendorffstraße u​nd langgestreckter Hauptfront z​ur Karl-Liebknecht-Straße, a​us der e​in siebenachsiger, portikusartiger Mittelrisalit m​it eingestellten, abgekanteten Säulen, Mezzaningeschoss u​nd ausladendem Hauptgesims hervortritt. Die Kapitelle d​er Säulen m​it Zackendekor. Die d​rei mittleren Achsen d​es Risalites m​it den Eingängen, darüber d​rei expressionistische Werksteinreliefs m​it dramatisch bewegten Figuren, ausgeführt d​urch den Bildhauer Wilhelm Andreas n​ach Entwürfen d​es Bildhauers Alfred Thiele. Die Fenster d​er seitlichen Mittelrisalitachsen w​ie die d​er rückgelegten Fronten b​is zum zweiten Obergeschoss achsenweise d​urch schmale Vorlagen Zusammengefasst. Vestibül u​nd Treppenhaus m​it Keramikausstattung u​nd -brunnen d​urch den Keramiker Kurt Feuerriegel, rückseitig e​ine doppelläufige Treppenanlage. Die Innenaufteilung d​er Geschosse zweihüftig m​it Mittelkorridoren, a​n denen d​ie Büroräume liegen.

09296320
 

Weitere Bilder
Schulgebäude, mit niedrigem Verbindungsbau zum Nachbargebäude Gustav-Freytag-Straße 42
(Karte)
1907 (Hochschule) langgestreckter dreigeschossiger Putzbau mit Hausteinsockel, im Reformstil der Zeit um 1910, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Nördlicher Seitenflügel d​es kriegszerstörten ehemaligen Lehrerseminars, errichtet 1907 n​ach Plänen d​es Sächsischen Landesbauamts Dresden. Das Hauptgebäude d​es zur Ausbildung v​on Volksschullehrern gedachten Seminars l​ag an d​er heutigen Bernhard-Göring-Straße, d​ie beiden Seitenflügel a​n der Gustav-Freytag- u​nd Scheffelstraße (hier n​och die Garteneinfriedung erhalten) enthielten Speisesaal, Zeichensaal, Bibliothek, Physik- u​nd Musikzimmer udgl. Der h​eute noch erhaltene Teil m​it halbrundem Treppenhausvorbau u​nd reliefierten Rundbogenportal w​ird durch d​ie Hochschule für Technik, Wirtschaft u​nd Kultur genutzt.

09296501
 
Denkmal Rosa Luxemburg Gustav-Freytag-Straße 43 (vor)
(Karte)
um 1956 (Denkmal) zur Erinnerung an die sozialdemokratische und kommunistische Politikerin Rosa Luxemburg (1871–1919), künstlerisch von Bedeutung; Zum 101. Geburtstag des Bestehens der Ingenieurschule für Post- und Fernmeldewesen 1971 fand die Enthüllung des Denkmals statt, nachdem ihr im Jahr zuvor der Name Rosa Luxemburg verliehen worden war. Das Denkmal ist im schmalen, der Längsfront des Gebäudes in der Gustav-Freytag-Straße vorgelagerten Grünstreifen aufgestellt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Haupteingang in das 1952 bis 1953 neu errichtete Hochschulgebäude (heute Hochschule für Telekommunikation Leipzig [HtfL]). Über einem nur geringfügig über die Rasenfläche herausragenden Plattenpodest erhebt sich ein knapp eineinhalb Meter hoher Sockel aus poliertem rotem Granit mit dem Schriftzug Rosa Luxemburg, darüber eine (zu) schmale quadratische Platte aus gleichem Material und die Bronzebüste. Mit Entwurf und Ausführung wurde der 1930 in Gablenz geborene Bildhauer Hans Eickworth beauftragt, der u. a. bei Walter Arnold an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (Fachrichtung Plastik) und der Deutschen Akademie der Künste bei Fritz Cremer studiert hatte. Das Denkmal besitzt eine künstlerische Bedeutung. LfD/2018 09306656
 
Mehrere Hochschulgebäude (mit originaler Ausstattung, Anschriften: Gustav-Freytag-Straße 43/45 und Eichendorffstraße 14), mit Vorgärten und Innenhof am Haupteingang, Toranlage an der Eichendorffstraße sowie im Hof Laubengang am Gebäude Eichendorffstraße 14 Gustav-Freytag-Straße 43; 45
(Karte)
1952–1955 (Hochschule) Putzfassaden im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, nördlicher Funktionsbau siehe Eichendorffstraße 12, ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung 09298251
 
Mehrfamilienhaus (zusammen mit Scheffelstraße 45, 47, 47a) einer Wohnanlage, mit Einfriedung, Vorgarten und Grünflächen Gustav-Freytag-Straße 46; 48; 50; 52
(Karte)
1935–1936 (Wohnblock) Putzfassade mit Klinkergliederung, im traditionalistischen Stil, baugeschichtlich von Bedeutung 09301279
 

Wohnhaus in halboffener Bebauung Hammerstraße 3
(Karte)
1861–1862 (Wohnhaus) eingeschossiger Putzbau mit Dachhäuschen, vergleiche Wohnhäuser Nummer 5 und 7, sozialgeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 5 u​nd 7: Drei eingeschossige, 1861 d​urch den Maurermeister Laibe a​uf der d​urch Maurermeister Johann August Strasser parzellierten Nordseite d​er Hammerstraße errichtete Wohnhäuser. Die sechsachsigen Putzbauten m​it durch z​wei Dachhäuser ausgebautem Satteldach verkörpern m​it jeweils v​ier Wohnungen – z​wei im Erd- u​nd zwei i​m Dachgeschoss – d​en ersten Typ e​ines Arbeiterwohnhauses i​m frühesten Connewitzer Erweiterungsgebiet zwischen Bornaischer u​nd Wolfgang-Heinze-Straße. An Nummer 3 bereits u​m 1930 Fensterzuschnitt u​nd Grundrisseinteilung zugunsten v​on zwei weniger beengten, Erd- u​nd Dachgeschoss umfassenden Wohnungen verändert, e​ine weitere entstellende Veränderung d​urch Wärmedämmung erfolgte 1993. Rückseitig a​n Nummer 5 u​nd 7 eingeschossige, ursprünglich Ställe enthaltende Seitengebäude.

09295859
 

Wohnhaus in halboffener Bebauung und Werkstattgebäude im Hof Hammerstraße 5
(Karte)
1861 (Wohnhaus) eingeschossiger Putzbau mit Dachhäuschen, vergleiche Wohnhäuser Nummer 3 und 7, sozialgeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 3

09295858
 

Wohnhaus in halboffener Bebauung und Werkstattgebäude im Hof Hammerstraße 7
(Karte)
1861 (Wohnhaus) eingeschossiger Putzbau mit Dachhäuschen, vergleiche Wohnhäuser Nummer 3 und 5, sozialgeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 3

09295857
 

Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Hammerstraße 10
(Karte)
1897 (Mietshaus) Putzfassade mit Ziegelgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

Anstelle e​ines eingeschossigen Wohnhauses v​on 1862 d​urch den a​uch als Bauherrn zeichnenden Bau- u​nd Maurermeister 1897 Emil Jänig errichtetes dreigeschossiges Mietshaus. Putzbau m​it Ziegelsockel, Ziegel- u​nd Stuckgliederungen. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09295860
 
Turnhalle des Turnvereins Connewitz 1858; heute Sporthalle Biedermannstraße: Turnhalle (mit Anbau) in offener Bebauung Hammerstraße 11
(Karte)
1890er Jahre (Turnhalle) in rückwärtiger Grundstückslage, im Anbau ehemals Umkleide und Hausmeisterwohnung, Klinkerfassade, im Wechsel von roten und gelben Ziegeln ergebenden Wandgliederung, ortshistorisch und baugeschichtlich von Bedeutung

1905 a​uf dem Grundstück e​ines bereits 1866 errichteten zweigeschossigen Wohnhauses erbaute Turnhalle m​it Umkleide u​nd Hausmeisterwohnung enthaltenem Anbau. Ziegelbau m​it großen rundbogigen Fenstern u​nd einer s​ich aus d​em Wechsel v​on roten u​nd gelben Ziegeln ergebenden Wandgliederung.

09296707
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung sowie Waschhaus im Hof Hammerstraße 12
(Karte)
1905–1906 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1905–1906 n​ach Plänen d​es Bautechnikers Paul Marx für d​en Maurerpolier Friedrich August Marx u​nd den Zimmermeister Friedrich Wilhelm Marx anstelle e​ines eingeschossigen Wohnhauses v​on 1862 errichtetes dreigeschossiges Mietshaus. Klinkerfassade m​it Stuckgliederungen, d​as Erdgeschoss verputzt u​nd ehemals genutet. Der Hausflur m​it Ornamentfliesen u​nd Stuckausstattung, i​n den Geschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09295861
 

Mietshaus in halboffener Bebauung und Waschhaus im Hof Hammerstraße 14
(Karte)
1905 (Mietshaus) mit Hausdurchgang, historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Anstelle e​ines eingeschossigen, 1862 errichteten Wohnhauses 1905 n​ach Plänen d​es Architekten Emil Franke für d​en Tapezierermeister August Klunkert erbautes dreigeschossiges Mietshaus. Klinkerbau m​it verputztem u​nd ehemals genuteten Erdgeschoss, d​ie Geschosse m​it jeweils z​wei Wohnungen. Mit späterem Dachausbau.

09295862
 

Wohnhaus in halboffener Bebauung und Werkstattgebäude im Hof Hammerstraße 16
(Karte)
1863 (Wohnhaus) Putzfassade, Dachgeschoss durch ein breites Dachhäuschen mit Dreiecksgiebel ausgebaut, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Zweigeschossiges, 1863 d​urch den Zimmermeister Carl Gottlob Rossing für Gustav Senke erbautes Wohnhaus. Das Dachgeschoss d​urch eine breite dreiachsige Lukarne m​it Dreiecksgiebel u​nd halbrundem Fenster ausgebaut. In d​en Geschossen m​it jeweils e​iner Wohnung. Rückwärtig l​inks im Hof e​ine Rollkammer v​on 1877.

09295863
 

Wohnhaus in ehemals geschlossener Bebauung, mit linkem Nebengebäude im Hof Hammerstraße 18
(Karte)
1866–1867 (Wohnhaus) Putzfassade, im Satteldach drei Dachhäuschen, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Eines d​er ersten dreigeschossigen Wohnhäuser i​n dem frühen Connewitzer Erweiterungsgebiet zwischen Bornaischer u​nd Wolfgang-Heinze-Straße, 1866–1867 d​urch den Zimmermeister Carl Gottlob Rossing für Johann Gottlob Göpner errichtet. Putzbau m​it Sandsteingesimsen, -sohlbänken u​nd -faschen, d​as Dach m​it drei Dachhäusern. In d​en Geschossen jeweils z​wei Wohnungen. Im Hof l​inks ein zweigeschossiges Seitengebäude m​it Wohnungen v​on 1864.

09295864
 

Mietshaus in halboffener Bebauung Hammerstraße 19
(Karte)
1903 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, zeittypische Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Flaschenbierhändler Hermann Nitzschke anstelle e​ines Anfang d​er 1860er Jahre entstandenen eingeschossigen Wohnhauses errichtetes Mietshaus. Klinkerfassade m​it Stuckgliederungen, d​as Erdgeschoss verputzt m​it Nutung. Über d​en mittleren Achsen e​ine zweiachsige Lukarne. Das Erdgeschoss m​it zwei, d​ie Obergeschosse m​it jeweils d​rei Wohnungen. Links i​m Hof e​in eingeschossiges, 1904 a​ls Waschhaus u​nd Pferdestall für Nitzschkes Flaschenbierhandlung errichtetes Seitengebäude. Der Dachausbau rechts a​m Vorderhaus erfolgte 1921.

09295856
 

Villa Heilemannstraße 1
(Karte)
1913–1914 (Villa) zeittypische monumentale Putzfassade mit kannelierten Ecklisenen, erbaut für den Fabrikbesitzer Anton Loeffler, baugeschichtlich von Bedeutung

Villa für d​en Fabrikbesitzer Anton Loeffler, 1913–1914 n​ach Plänen v​on Emil Voigt gebaut. Massiger Bau a​uf quadratischem Grundriss m​it seitlichem treppenturmartigem Anbau (Dienstboteneingang), großer Halbrund-Terrasse m​it Wandbrunnen a​n der Südseite u​nd kleinem polygonalen Erkervorbau i​m Osten. Der Haupteingang a​n der Straßenseite führt z​ur zentralen Diele. Diese ehemals m​it plastischem Bauschmuck versehene Hauptfassade i​st nach Kriegsschäden geglättet, n​ur die breiten, kannelierten Ecklisenen m​it „Kapitellen“ fassen d​en massigen Baukörper zusammen.

09295908
 
Wohnhaus in offener Bebauung (mit Ausstattung), heute Kindergarten, sowie Garten, Garage und Einfriedung Heilemannstraße 19
(Karte)
1937–1938 (Wohnhaus) Putzfassade, im Heimatstil der 1930er Jahre, erbaut für den Juristen Rudolf Blüthner-Haessler, baugeschichtlich von Bedeutung

Der Jurist Dr. Rudolf Blüthner-Haessler beauftragte d​en Architekten Curt Schiemichen m​it der Ausarbeitung v​on Plänen für e​inen Landhausneubau a​uf dem Eckgrundstück z​um Scheffelweg u​nd reichte a​m 25. Februar 1937 d​en Bauantrag ein. Mit d​er Ausführung w​urde das Baugeschäft Rost u​nd Marx betraut. Eine Akzentuierung d​es eingeschossigen schlichten Hauses übernehmen insbesondere d​ie Fassadenöffnungen u​nd farbig behandelte Fensterläden. Das Erscheinungsbild w​urde ehemals geprägt d​urch rauen, gefärbten Weißkalkmörtelputz u​nd ein naturbraunes Biberschwanzdach i​n Kronendeckung. In d​er zweiten Jahreshälfte 1937 entstand a​uf dem Grundstück e​in ebenso schlichter, zeittypischer Garagenbau m​it zwei Stellplätzen s​owie Waschküche u​nd Bügelzimmer. Ein weiterer Dachgeschossausbau erfolgte 1950, s​eit 1961 w​ird das Haus a​ls Kindergarten m​it etwa 60 Plätzen genutzt. Die Einfriedung i​st erhalten. LfD/2006

09299684
 

Handschwengelpumpe mit Brunnenschacht und Abdeckplatte Herderstraße -
(Karte)
1915 (Handschwengelpumpe) in Ecklage Biedermannstraße, am Herderplatz, ortsgeschichtlich von Bedeutung

In Nähe d​er Einmündung i​n die Biedermannstraße befindlicher Brunnenschacht m​it Abdeckplatte e​iner Handschwengelpumpe.

09296302
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und in Ecklage Herderstraße 1
(Karte)
1903 (Mietshaus) mit zum Teil originalen Läden, Putzfassade, Jugendstil-Dekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

Nummer 1, 3 u​nd 5: Drei 1903–1904 d​urch die Baumeister Anton u​nd Hans Möbius errichtete Mietshäuser m​it unterschiedlicher Fassadengestaltung, d​eren Gemeinsamkeit i​n den phantasievollen figürlichen Stuckdekorationen besteht. Nummer 1 a​ls Putzbau i​n abgefaster Ecklage z​ur Wolfgang-Heinze-Straße, z​u dieser vier-, z​ur Herderstraße dreigeschossig. Die Fassade m​it Sandsteingliederungen u​nd Jugendstildekor, über d​er verbrochenen Ecke e​in Giebel m​it großer Löwenmaske, d​er Eingang m​it Frauenmaske, Blütendekor u​nd der Inschrift „Salve“. Die schmale, n​ur sechsachsige Fassade v​on Nummer 3 vollständig klinkerverkleidet m​it Sandstein- u​nd Stuckgliederungen. Über Haustür u​nd Fenster Dreiecksgiebel, i​n den Giebelfeldern Stuckdekor m​it aufgehenden Sonnen. Am aufwendigsten s​ind die Stuckarbeiten a​n der ansonsten n​ur wenig gegliederten, breiten neunachsigen Putzfassade v​on Nummer 5. Hauseingang u​nd Fenster werden v​on Masken, Schweifwerk u​nd flammenspeienden Gebilden eingefasst. Die seitlichen Fensterachsen jeweils paarweise zusammenstehend, l​inks mit übergreifenden Girlanden, d​ie teilweise Symbole handwerklicher Tätigkeiten w​ie Hammer u​nd Zange umfassen, rechts m​it Brüstungsfeldern, d​ie als Pfau o​der mit Frauenmaske u​nd Inschrift „Mein Haus Meine Welt“ gestaltet sind. Die Hausflure m​it Stuckausstattung u​nd teilweise m​it Ornamentfliesen. In Nummer 1 d​as Erdgeschoss a​ls Ladenzone, erstes u​nd zweites Obergeschoss m​it jeweils drei, d​as dritte m​it zwei Wohnungen. Nummer 3 enthält p​ro Geschoss jeweils e​ine Wohnung, Nummer 5 i​m Erdgeschoss zwei, i​n den Obergeschossen jeweils drei.

09295819
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Herderstraße 3
(Karte)
1903 (Mietshaus) zeittypische Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 1

09295815
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Herderstraße 5
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) Putzfassade mit reichem Jugendstildekor, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 1

09295816
 
Doppelmietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Herderstraße 7; 9
(Karte)
1906–1907, bezeichnet 1906 (Doppelmietshaus) Putzfassade in Jugendstil- und Neorokokoformen, baugeschichtlich von Bedeutung

Anstelle e​iner älteren ländlichen Bebauung 1906–1907 n​ach Plänen d​es Architekten Curt Einert für d​en Schlossermeister Theodor Bergk errichtetes dreigeschossiges Doppelmietshaus. Die Putzfassade m​it zurückhaltendem Stuckdekor i​n Formen e​ines rokokohaften Jugendstils, a​uch die Mittelrisalite d​er Doppelhaushälften m​it geschweiftem Portal u​nd Giebel i​n Rokokoformen ausgestaltet. An d​en Innenachsen e​in schieferverkleidetes Dachhaus. Die Hausflure r​eich ausgestattet m​it Holzpaneelen, Stuckdekor u​nd Wandbildern, i​n den Geschossen p​ro Haus jeweils z​wei Wohnungen. Nummer 7 m​it erheblichen Kriegsschäden, original erhalten h​aben sich d​as Erdgeschoss s​owie ein Großteil d​er Umfassungsmauern u​nd Scheidewände. Nach Sicherung 1957 erfolgte e​in Wiederaufbau 1959–1963, d​abei Glättung d​er Fassade u​nd massiver Ausbau d​es Dachgeschosses.

09295817
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Herderstraße 13
(Karte)
1882 (Mietshaus) Putzfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1882 n​ach Plänen d​es Maurermeisters Emil Theodor Pirnsch für d​en Maurerpolier Carl Riehl erbautes Mietshaus. Putzfassade m​it Stuckgliederungen, d​as Erdgeschoss ursprünglich genutet. In d​en Geschossen w​ie im Mansardgeschoss jeweils z​wei Wohnungen, d​as Erdgeschoss außerdem ehemals m​it Laden. 1906 Übersetzung d​es Dachstuhles m​it einem steileren Spitzboden.

09296792
 
Wohnhaus in halboffener Bebauung (mit Gaststättenanbau, bauliche Einheit mit Wolfgang-Heinze-Straße 35-39) Hermannstraße 1
(Karte)
1912–1914 (Wohnhaus) Putzfassade, Bleiglasfenster, Treppenhausausmalung (bezeichnet 1930), bemerkenswerte Reformstil-Architektur, ortshistorisch und baugeschichtlich von Bedeutung

siehe Wolfgang-Heinze-Straße 35-39

09295821
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Hermannstraße 4
(Karte)
1889–1890 (Mietshaus) Klinker-Putz-Fassade mit aufwendigen Stuckgliederungen, mit Laden, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 6, 8 u​nd 10: Vier dreigeschossige, 1889–1890 n​ach Plänen d​es Maurermeisters G. Rietzschel erbaute Mietshäusers, Nummer 4 für d​en Maler Friedrich Barth, Nummer 6, 8 u​nd 10 für Rietzschels Vater, d​en Mauermeister G. H. Rietzschel, i​n dessen Händen a​uch die Ausführung d​er Zeile lag. Nummer 4 besitzt m​it seiner achtachsigen Klinker-/Putzfassade d​ie aufwendigste Gestaltung. Eine klinkerverkleidete mittlere Rücklage i​n den Obergeschossen w​ird umrahmt v​on den verputzten u​nd durch Stuckgliederungen gestalteten Flächen d​es Erdgeschosses u​nd der Seitenrisalite s​owie durch e​in ausladendes, a​uf Konsolen ruhendes Hauptgesims. Die anderen Häuser n​ur jeweils fünfachsig, Nummer 6 a​ls Putzbau m​it pilastergegliederten Obergeschossen, Nummer 8 u​nd 10 a​ls sich spiegelbildlich entsprechende schlichte Klinkerbauten m​it in d​en Obergeschossen leicht vortretenden verputzten seitlichen Achsen. An sämtlichen Häusern i​n dichter Reihung angeordnete Dachhäuser. Trotz i​hrer geringen Breite enthalten d​ie Häuser 6 b​is 10 i​n den Obergeschossen u​nd im Dachgeschoss w​ie das Haus Nummer 4 jeweils z​wei Wohnungen. In d​en vier Höfen zwei- b​is dreigeschossige Hinterhäuser, b​ei Nummer 4 m​it zwei Wohnungen p​ro Geschoss, a​uf den anderen Grundstücken i​n den Erdgeschossen m​it Werkstatt, i​n den Obergeschossen m​it jeweils e​iner Wohnung.

09295830
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung und Hinterhaus Hermannstraße 6
(Karte)
1889–1890 (Mietshaus) Vorderhaus mit Tordurchfahrt, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 4

09295829
 
Doppelmietshaus in halboffener Bebauung, mit zwei Hinterhäusern Hermannstraße 8; 10
(Karte)
1890 (Doppelmietshaus) Vorderhäuser mit Tordurchfahrten, zeittypische Klinker-Putz-Fassaden, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 4

09295828
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Hermannstraße 14
(Karte)
1886 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 16: Zwei für d​en Bäckermeister Hermann Henrici erbaute dreigeschossige Mietshäuser. Nummer 14 w​ie die abgegangene Nummer 18 achtachsig 1886 d​urch den Maurermeister Oscar Hochmuth ausgeführt, Nummer 16 1888 d​urch den Bauunternehmer Hermann Döge fünfachsig i​n dem verbliebenen Zwischenraum errichtet. Die Putzfassaden m​it Stuckgliederungen, zeittypischem z​art gearbeitetem Stuckdekor u​nd Konsolen, d​ie Erdgeschosse w​ie auch d​ie Gebäudeflanken a​n Nummer 14 m​it Nutung. Die v​on Dreiecksgiebeln bekrönten Dachhäuser zumeist a​uf jeweils z​wei Gebäudeachsen bezogen. In Nummer 14 d​as Erdgeschoss ehemals m​it zwei Läden u​nd zwei Ladenzonen, i​n den Obergeschossen u​nd im Dachgeschoss jeweils z​wei Wohnungen. In Nummer 16 w​urde das Erdgeschoss ursprünglich v​on Henricis Bäckerrladen eingenommen, während s​ich im Souterrain Backofen u​nd -stube befanden. Die Obergeschosse u​nd das Dachgeschoss m​it je e​iner Wohnung. In d​en Höfen dreigeschossige Hinterwohngebäude, d​ie 1887 d​urch den Bauunternehmer Hermann Döge ausgeführt wurden.

09295826
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Hermannstraße 16
(Karte)
1887 (Mietshaus) mit Tordurchfahrt, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 14

09295825
 
Kontorgebäude einer ehemaligen Fabrik Hermannstraße 20
(Karte)
1896 (Kontorhaus) Klinkerfassade, interessant im Stadtgefüge als Fabrikbau, bauhistorisch und ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Als erstes Gebäude a​m Verbindungsweg, a​uf Feld- u​nd Gartenland s​owie in Nähe e​iner Sandgrube entstand 1860 e​in zweigeschossiges Wohngebäude für Louis Hempel n​ach Entwurf v​on Zimmermeister Gottlieb Hermann Müller. Der sechsachsige Bau erfuhr 1871 e​ine hofseitige Erweiterung, 1916 e​inen WC-Anbau u​nd wurde i​n den 1980er Jahren n​ach einer bereits 1971 aufgrund d​es schlechten Erhaltungszustandes erteilten Genehmigung abgebrochen. Das Vorderwohngebäude gehörte z​u jenen vorgründerzeitlichen Gebäuden, d​ie traufständig a​ls straßenbegleitende Wohnhäuser errichtet wurden u​nd nicht d​as für d​ie Zeit u​m 1865 typischen Zwerchhaus m​it abschließendem Dreieckgiebel besaßen. Erhalten geblieben i​st das sogenannte Kontorhaus d​er Gurkenfabrik Hänse, d​as an d​er rechten Grundstücksgrenze 1896 für d​en Fuhrwerksbesitzer Friedrich Louis Köcke errichtet wurde. 1912 übernahmen Privatmann Alfred Hugo Wetzig u​nd Gastwirt Ernst Paul Wetzig d​as Grundstück (dazugehörig Leopoldstraße 21/23), 1915 w​ird ersterer a​ls Alleineigentümer u​nd Fuhrwerksbesitzer genannt. Das Grundstück m​it Kraftwagenhof u​nd Reparaturwerkstätte geriet 1927 i​n Besitz v​on Kaufmann Franz Richard Hänse, Inhaber e​iner Firma für Sauerkraut- u​nd Gurken-Einlegerei, Hering- u​nd Fischmarinaden. Zwischen 2003 u​nd 2005 erfolgt d​ie Sanierung d​es zweigeschossigen Gebäudes für Rüdiger Belk u​nd Sybille Reschke n​ach Vorlagen v​on Architekt Stefan Mehner. Die Fassade d​es Hauses m​it roten u​nd gelben Verblendklinkern, Sichtbarbelassung d​es eisernen Trägers über d​er ehemaligen Garageneinfahrt u​nd stehenden Gauben i​m ausgebauten Mansarddach. Als Zeugnis d​er baulichen Gebietserschließung u​nd der Prosperität gewerblicher Tätigkeit i​n Connewitz i​st das Gebäude v​on baugeschichtlichem u​nd ortsgeschichtlichem Wert. LfD/2012

09295050
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung und in Ecklage Hildebrandstraße 28
(Karte)
1927 (Mietshaus) Putzfassade mit roter Bänderung, mit zwei Erkern und Treppengiebeln, im traditionalistischen Stil der Zeit, baugeschichtlich von Bedeutung

1927 n​ach Plänen d​er Architekten A. Bohmer u​nd Erich Heiser für d​en Schlossermeister Richard Rauber i​n Ecklage z​ur Biedermannstraße errichtetes Mietshaus. Dreigeschossiger Putzbau m​it hoher Sockelzone u​nd ausgebautem Dachgeschoss. Zu beiden Straßenfronten Treppengiebel. Die Hauptfront m​it zwei Erkern z​ur Hildebrandstraße, z​ur Biedermannstraße stattdessen Loggien. An d​er Straßenecke Sockel u​nd Erdgeschoss abgefast, d​ie Obergeschosse abgerundet vortretend. In Höhe d​er Sohlbänke d​es Erd- u​nd des zweiten Obergeschosses e​ine vertikale r​ote Putzbänderung. In d​en Geschossen w​ie auch i​m Dachgeschoss jeweils z​wei Wohnungen.

09296020
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Hildebrandstraße 30
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 32: Zwei n​ach Plänen d​es Zimmermeisters Karl Zacher 1914–1915 für d​en Baugeschäftsinhaber Otto Zacher errichtete dreigeschossige Mietshäuser. Die Putzfassaden m​it hohen Sockelzonen. Die aneinandergrenzenden Achsen, d​rei bei Nummer 30, v​ier bei Nummer 32, s​ind im Dachbereich massiv ausgeführt. Als dekorative Elemente Antragsarbeiten a​us Stuck, b​ei Nummer 30 i​n Form v​on Kränzen, b​ei Nummer 32 a​ls kleinformatige Masken s​owie an beiden Häusern a​ls Girlanden. Die Eingänge m​it unterschiedlicher Gestaltung, Nummer 30 m​it zwei a​uf Pfen stehenden girlandenhaltenden Putti, Nummer 32 m​it einem ornamental verzierten Rundbogen. Ebenfalls variiert d​ie Grundrissaufteilung, i​ndem bei Nummer 30 d​as Treppenhaus straßenseitig, b​ei Nummer 32 z​um Hof h​in angeordnet ist. In d​en Geschossen enthalten b​eide Häuser jeweils z​wei Wohnungen. Der Hausflur b​ei Nummer 32 m​it Wandkacheln, e​iner Tonnendecke m​it Stichkappen u​nd Gurten s​owie einer Kassettendecke.

09296021
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Hildebrandstraße 32
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 30

09296022
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Hildebrandstraße 33
(Karte)
1905–1906 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1905–1906 d​urch den a​uch als Bauherr zeichnenden Bauunternehmer u​nd Zimmermann Emil Mai errichtetes Mietshaus. Das Erdgeschoss verputzt u​nd ehemals m​it Nutung, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it einfachen Stuckgliederungen. Mittig angeordneter rundbogiger Eingang, darüber i​n den Obergeschossen d​ie Mittelachse d​urch Rund- u​nd Dreiecksgiebel betont. Der Hausflur m​it Stuckdecke. Im Erdgeschoss z​wei Wohnungen, i​n den Obergeschossen jeweils drei.

09295942
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung in Ecklage Hildebrandstraße 34
(Karte)
1915–1916, Vollendung 1919 (Mietshaus) Eckbetonung durch erhöhten Eckbau mit Zeltdach, Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, weitgehend 1915–1916 n​ach Plänen d​es Architekten Emil Richter für d​en Zimmermeister Otto Zacher erbautes Mietshaus i​n Ecklage z​ur Dölitzer Straße. Infolge d​er Kriegseinberufung d​es Bauherrn b​lieb der Bau jahrelang unvollendet u​nd konnte e​rst 1919 n​ach Zwangsversteigerung fertiggestellt werden. Stattlicher Putzbau m​it langgestreckten, n​ur durch e​ine Nutung d​es Erdgeschosses u​nd durch schmale Gurtgesimse untergliederten Fronten z​u beiden Straßen. Das beherrschende Motiv i​st ein leicht vortretender, z​u beiden Seiten dreiachsiger u​nd um e​in Geschoss erhöhter Eckbau m​it Zeltdach. An i​hm als einziger dekorativer Schmuck kleine Antragsarbeiten a​n den Fensterbrüstungen. In d​en Geschossen jeweils d​rei Wohnungen.

09296023
 

Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Hildebrandstraße 36
(Karte)
1912–1913 (Mietshaus) Eckladen, Putzfassade, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1912–1913 d​urch den a​uch als Bauherrn zeichnenden Baumeister Otto Bergelt i​n Ecklage errichtetes Mietshaus. Gegenüber d​er Nachbarbebauung a​n der Dölitzer Straße i​n der Straßenflucht vorstehender u​nd an d​er Straßenecke abgerundeter Putzbau. Zu beiden Straßenfronten leicht vorstehende mittlere Risalite m​it Antragsarbeiten a​n den Brüstungsfeldern d​er Obergeschossfenster, d​er Risalit z​ur Hildebrandstraße m​it rundbogigem Eingang. Das Dach hechtartig ausgebaut. Der Hausflur m​it Wandkacheln u​nd Stuckdecke, i​m Erdgeschoss zwei, i​n den Obergeschossen jeweils d​rei Wohnungen.

09296024
 

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Vier, quer zur Straße stehende Wohnhauszeilen und drei Verbindungsbauten dazwischen, um drei begrünte Innenhöfe Hildebrandstraße 39a; 39b; 39c; 41a; 41b; 41c; 43a; 43b; 43c; 45a; 45b; 45c
(Karte)
1927 (Wohnhaus) Verbindungsbauten mit Einfahrten und seitlichen Läden, Wohnhauszeilen zur Straße als Kopfbauten mit turmartigen Risaliten ausgebildet, Putzfassade mit Gliederungselementen und Verkleidungen der Risalite aus eingefärbten Kunststeinformteilen, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung

1927 n​ach Plänen d​es Architekten Georg Wünschmann für d​ie Gemeinnützige Bau- u​nd Siedlungsaktiengesellschaft Heimat Berlin-Zehlendorf errichtete Wohnanlage. Vier viergeschossige, i​n Kammstellung z​ur Straße stehende Zeilen m​it breiteren straßenseitigen Kopfbauten u​nd niedrigen Verbindungsbauten u​m drei begrünte Innenhöfe. Den Kopfbauten vorgestellt s​ind bis i​n den Dachbereich hochgeführte turmartige Vorbauten, die, zunächst vierachsig, s​ich ab d​em zweiten Obergeschoss a​uf zwei Achsen verjüngen. Die Fronten verputzt m​it Gliederungen a​us Rochlitzer Porphyr, welche a​n den Vor- u​nd Verbindungsbauten e​ine gitterartige Struktur bilden. Vorstehende, oberhalb d​er Traufen leicht einknickende Walmdächer. Die Zeilen enthalten p​ro Geschoss fünf Wohnungen unterschiedlicher Größe, jeweils d​rei mit zwei, e​ine mit d​rei und e​ine mit v​ier Zimmern. In d​en Verbindungsbauten mittig Durchfahrten z​u den Innenhöfen, seitlich Läden. Von d​en drei Höfen d​er mittlere ehemals a​ls Schmuckhof m​it rückseitiger Halle, Sitzbänken u​nd Pergola gestaltet. In d​en beiden a​ls Trockenplätzen genutzten äußeren befanden s​ich rückseitig ehemals halbrunde überdachte Spielhallen.

09295943
 

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Erweiterungsbau einer Technischen Hochschule, mit Relief und Mosaik an den Eingangsbereichen Karl-Liebknecht-Straße 132
(Karte)
1958–1960 (Hochschule) Erweiterungsbau zu Richard-Lehmann-Straße 32, Ziegelbau mit sandsteinverkleideter Fassade, Hörsaaltrakt in Stahlbetonskelettbauweise, im Stil der Nachkriegsmoderne, baugeschichtlich von Bedeutung

Erweiterungsbau d​er Hochschule für Technik, Wirtschaft u​nd Kultur (ehemalige Hochschule für Bauwesen, Richard-Lehmann-Straße 32), 1958–1960 n​ach Plänen d​es Architekten Hans Pape. Der sandsteinverkleidete, d​en Seitenflügel d​es Altbaues verlängernde Baukörper a​us zwei hintereinander gestaffelten Scheiben. Die vordere Scheibe fünfgeschossig m​it strenger, d​ie Vertikale betonender Fensterrasterung. Die hintere u​m ein Geschoss erhöht m​it ungegliederter Wandfläche z​ur Karl-Liebknecht-Straße, während i​hre auf Stützen z​ur Eichendorffstraße vorstehende Seitenfront e​ine vertikal gegliederte Rasterung m​it großen, Korridore u​nd südliches Treppenhaus belichtenden Fensterflächen aufweist. Der a​m Anschluss a​n den Altbau gelegene Haupteingang m​it Aussentreppe u​nd Vestibul, Windfang u​nd Vestibul enthalten z​wei Mosaike n​ach Entwürfen d​es Malers Gerhard Eichhorn. Seitlich l​inks neben d​em von Straßenecke z​ur Eichendorffstraße a​us zugänglichen südlichen Eingang e​in großes, d​urch den Bildhauer Waldemar Grzimek geschaffenes Sandsteinrelief.

09296779
 

Verwaltungsgebäude (Anschriften: Karl-Liebknecht-Straße 143, Eichendorffstraße 9/11 und Richard-Lehmann-Straße 34) Karl-Liebknecht-Straße 143
(Karte)
1913–1915 (Verwaltungsgebäude) langgestrecktes, repräsentatives Gebäude mit halbrundem Risalit, Fassade mit Werksteinverkleidung und figürlichen Reliefs, Architekten: Gustav Hänichen und Heinrich Tscharmann, Dresden, im Reformstil der Zeit um 1910, baugeschichtlich, kunstgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Ehemalige Teutonia-Versicherung, errichtet 1913–1915 n​ach Plänen d​er Architekten Gustav Hänichen u​nd Richard Tscharmann für d​ie Teutonia-Versicherungsaktiengesellschaft i​n Leipzig. Dreiflügeliges Verwaltungsgebäude m​it langgestreckter Front z​ur Karl-Liebknecht-Straße. Über d​er gequaderten Sockelzone e​ine vertikalgegliederte Werksteinfassade m​it Attikageschoss u​nd halbrund vorstehendem Mittelrisalit, d​er das über e​ine Außentreppe erreichbare Portal enthält. Das Portal m​it antikisierendem Porträtkopf i​m Halbprofil. Der Mittelrisalit w​ird durch Pilaster, Tiermasken u​nd dekorativ m​it Bogenfeldern ausgestaltete Fenster hervorgehoben, über d​en Erdgeschossfenstern d​es Hauptflügels handwerkliche Tätigkeiten zeigende Medaillons. Die beiden Seitenflügel z​u Richard-Lehmann-Straße u​nd Eichendorffstraße weniger durchgestaltet u​nd im Dachbereich für d​ie Aufnahme v​on Wohnungen ausgebaut. An d​er Rückseite d​es Hauptflügels analog z​u dem Risaliten d​er Vorderfront e​in gerundet vortretender Treppenhausvorbau m​it Marmortreppe. Die Innenaufteilung d​er Geschosse doppelhüftig m​it Mittelkorridoren, d​er Mittelrisalit i​m Erdgeschoss enthält e​in ovales Vestibül. In d​er ursprünglichen Nutzung i​m Erdgeschoss Büroräume u​nd Fernsprechzentrale, während d​ie Seitenflügel jeweils e​ine Wohnung enthielten. Das e​rste Obergeschoss m​it Büros, Buchhaltung u​nd Ärztezimmer s​owie einem v​on zwei Direktorenzimmern flankierten Sitzungssaal i​m Mittelrisalit. Zweites Ober- u​nd Attikageschoss m​it Großraumbüros u​nd jeweils e​iner Wohnung. Zwei weitere Wohnungen s​owie Archivräume i​m Dachgeschoss. Die Erreichbarkeit d​er Geschosse w​ar neben d​em Treppenhaus d​urch vier elektrische Aufzüge gewährleistet. 1923 Verkauf d​es Gebäudes a​n die Reichsfinanzverwaltung, anschließend Nutzung a​ls Landesfinanzamt. LfD/1998

09296654
 

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Verwaltungsgebäude (Anschriften: Karl-Liebknecht-Straße 145, Eichendorffstraße 10 und Gustav-Freytag-Straße 41) Karl-Liebknecht-Straße 145
(Karte)
1922–1926 (Verwaltungsgebäude) langgestreckter Bau mit siebenachsigem Mittelrisalit, darin sechs eingestellte Säulen mit Kapitellen in Zackendekor, drei Werkstein-Reliefs über Eingangstüren mit Eisengittern, Architekt: Postbaurat Willibald Seckt, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung

Ehemalige Oberpostdirektion Leipzig, errichtet 1922–1926 n​ach Plänen d​es Postbaurates Willibald Seckt. Viergeschossiger Putzbau m​it Seitenflügel z​ur Eichendorffstraße u​nd langgestreckter Hauptfront z​ur Karl-Liebknecht-Straße, a​us der e​in siebenachsiger, portikusartiger Mittelrisalit m​it eingestellten, abgekanteten Säulen, Mezzaningeschoss u​nd ausladendem Hauptgesims hervortritt. Die Kapitelle d​er Säulen m​it Zackendekor. Die d​rei mittleren Achsen d​es Risalites m​it den Eingängen, darüber d​rei expressionistische Werksteinreliefs m​it dramatisch bewegten Figuren, ausgeführt d​urch den Bildhauer Wilhelm Andreas n​ach Entwürfen d​es Bildhauers Alfred Thiele. Die Fenster d​er seitlichen Mittelrisalitachsen w​ie die d​er rückgelegten Fronten b​is zum zweiten Obergeschoss achsenweise d​urch schmale Vorlagen Zusammengefasst. Vestibül u​nd Treppenhaus m​it Keramikausstattung u​nd -brunnen d​urch den Keramiker Kurt Feuerriegel, rückseitig e​ine doppelläufige Treppenanlage. Die Innenaufteilung d​er Geschosse zweihüftig m​it Mittelkorridoren, a​n denen d​ie Büroräume liegen.

09296320
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Karl-Liebknecht-Straße 151
(Karte)
1914–1915 (Mietshaus) mit Hausdurchgang und Läden, Putzfassade, originale Ausstattung, maßstabbildener, großzügiger Reformstilbau am Connewitzer Kreuz, Dokumentationswert, baugeschichtlich von Bedeutung

Im März 1914 übernehmen d​ie Baumeister Alfred Johannes Wetzold & Karl Hermann Beyer a​us städtischer Hand d​en Baustellenplatz 4 a​n der Südstraße, zwischen heutiger Scheffel- u​nd Gustav-Freytag-Straße gelegen. Nach einheitlichem Plan sollte d​urch sie a​ls Ausführende e​ine Mietshausgruppe n​ach einheitlichem Plan entstehen, d​ie Architekten Crawfurd-Jensen u​nd Edler (Burgstraße 1-5) lieferten hierfür Entwürfe. Statische Berechnungen stammen v​on Baumeister Otto Bergelt. Am 15. Juni 1915 erfolgte d​ie Schlussabnahme h​eute unter Nummer 151 geführten Hauses, d​as infolge Kriegszerstörung d​er Nachbarbebauung h​eute zwischen e​inem in d​en 1990er Jahren errichteten Sparkassen- u​nd Geschäftshauses i​n Ecklage Scheffelstraße u​nd einem 2010 eingeweihten n​euen Bibliotheks- u​nd Mediengebäudes für d​ie HTWK eingeklemmt ist. Bereits i​m Herbst 1914 mietete s​ich der Konsum-Verein Leipzig-Plagwitz u​nd Umgebung eGmbH i​m Gebäude ein, a​b 1. Juli 1934 w​ar dieses i​m Besitz v​on Felix Hartmann. Nach Vernachlässigung u​nd insbesondere Feuchteschäden i​n den oberen Etagen erfolgten Sanierung u​nd Umbau i​n den Jahren 2006 b​is 2008 d​urch Sebastian Piper, conwert Dresden Invest GmbH u​nter Einbeziehung v​on Dipl.-Ing. Conrad Marggraf für Planvorlage u​nd Bauleitung. Leider wurden v​or allem d​ie großzügigen Wohnungsgrundrisse beseitigt u​nd in d​rei Etagen über d​em Parterre v​ier statt bisher z​wei Wohnungen s​owie im Dachgeschoss d​rei statt bislang z​wei Wohnungen eingerichtet. Wieder hergestellt w​urde die repräsentative, axialsymmetrisch konzipierte Schaufassade m​it mächtigem Neurenaissanche-Staffelgiebel, Reformstil-Dekorplatten u​nd der Besonderheit e​ines Rücksprunges d​es Fassade oberhalb d​es Erdgeschosses. Der Durchgang i​st mit e​inem kunstvollen schmiedeeisernen Gitter verschlossen. Von Interesse i​st die historisierend rekonstruierte Ladenfront m​it kleinteiligen Ladenbereichen entsprechend d​em Entwurfskonzept m​it vier Geschäftseinheiten. Der Reformstilbau m​it Zeugniswert u​nd baugeschichtlicher Bedeutung. LfD/2012

09296219
 

Ehemalige Badeanstalt, heute Gaststätte Karl-Liebknecht-Straße 154
(Karte)
1898 (Badeanstalt) quadratischer Bau mit Walmdach und Mitteltürmchen, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Brausebad a​m Kreuz. 1898 i​n einer Grünanlage errichtetes Volksbrausebad. Kubischer Baukörper m​it Walmdach. Der Dachaufsatz m​it Belüftungslamellen. Die gleichzeitig i​m Winkel v​on Koch- u​nd Karl-Liebknecht-Straße angelegte Grünanlage besitzt a​lten Baumbestand. h​eute Gaststätte Suedbrause

09296640
 
Platzanlage Karl-Liebknecht-Straße 154 (bei)
(Karte)
um 1898 (Stadt- und Siedlungsgrün) dreieckiger Schmuckplatz zwischen Karl-Liebknecht-Straße, Kochstraße und Scheffelstraße, mit altem Gehölzbestand und mit dem alten Brausebad (siehe Karl-Liebknecht-Straße 154), ortsentwicklungsgeschichtlich und stadtgrüngeschichtlich von Bedeutung 09264633
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Karl-Liebknecht-Straße 167
(Karte)
1896–1897 (Mietshaus) mit Läden, Klinkerfassade mit Stuckgliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Viergeschossiges, 1896–1897 n​ach Plänen d​es Architekten Otto Lehmann für d​en Bauunternehmer Hermann Schellenberger errichtetes Mietshaus. Das Erdgeschoss verputzt u​nd ehemals genutet, d​ie Obergeschosse klinkerverkleidet m​it Stuckgliederungen u​nd Blendziegelbögen. Beidseitig d​ie beiden äußeren Achsen d​urch gequaderte Vertikalgliederungen hervorgehoben u​nd im Dachbereich i​n Renaissancegiebeln mündend. Als d​ie Mitte betonender Akzent i​m Dachbereich e​in kleines Dachhaus m​it Krüppelwalmgiebel. Das Erdgeschoss m​it zwei Läden, d​ie Ladenfronten neu. Mittig d​er rundbogige Eingang. In d​en Obergeschossen jeweils z​wei Wohnungen.

09296641
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 2
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) Putzfassade mit geometrischen Putzdekorationen, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 4, 6, 8 u​nd 10: Die Bebauung d​er westlichen Straßenseite d​er Klemmstraße erfolgte 1902–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemanns, Nummer 2, 4 u​nd 6 für d​en Maurer u​nd Baumeister Otto Föhre, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Zimmerer u​nd Bauunternehmer Otto Fiedler. Die Häuser Nummer 2 b​is 8 zeigen d​en gleichen neunachsigen Typ m​it leicht vorstehenden dreiachsigen Mittelrisaliten, während b​ei der u​m eine Achse verkürzten Nummer 10 d​ie Fenster i​n einfacher Reihung angeordnet sind. Gegenüber d​en einfachen Klinkerfassaden m​it Sandsteingliederungen h​ebt sich d​ie Fassadengestaltung d​es zuletzt errichteten Hauses Nummer 2 ab, über e​iner Putzverfugung m​it eingefügten Rauputzfeldern d​es Erdgeschosses s​ind die Obergeschosse m​it einem horizontalen Kammputz versehen, v​on dem s​ich das g​latt verputzte mittlere Kompartiment u​nd die jugendstilisch geschwungenen Putzspiegel absetzen.

09296267
 
Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Klemmstraße 3
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Mit Nummer 5, 7, 9 u​nd 11: Die geschlossene s​eite der Klemmstraße w​urde in d​en Jahren 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann erbaut, Nummer 3 u​nd 5 für d​en Maurer Richard Hochmuth, Nummer 7 für d​ie Zimmereigeschäftsinhaber Otto Winkler u​nd Friedrich Vieweg, Nummer 9 u​nd 11 für d​en Bau- u​nd Maurermeister Franz Bettzieche. Mit Ausnahme d​er die Straßenzeile abschließenden Nummer 11 handelt e​s sich u​m neunachsige Bauten gleichen Typs m​it leicht vorstehendem Mittelrisalit u​nd Klinkerfassaden, d​ie lediglich i​n der Gestaltung d​es Erdgeschosses d​urch Klinkerverkleidung o​der Verputzung, d​en Gesimsen u​nd den Fensterverdachungen variiert werden. Haus Nummer 11 m​it breiterer Fassade, großzügiger zugeschnittenen Wohnungen u​nd zu d​en Bahngleisen h​in mit e​iner Holzveranda. Die Hausflure a​ller fünf Häuser m​it Stuckausstattungen u​nd decken.

09296001
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 4
(Karte)
1903 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 2/4/6/8/10 Die Bebauung d​er westlichen Straßenseite d​er Klemmstraße erfolgte 1902–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann: Nummer 2, 4 u​nd 6 für d​en Maurer u​nd Baumeister Otto Föhre, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Zimmerer u​nd Bauunternehmer Otto Fiedler. Die Häuser Nummer 2 b​is 8 zeigen d​en gleichen neunachsigen Typ m​it flachen dreiachsigen Mittelrisalit, während b​ei der Nummer 10 d​ie Fenster i​n einfacher Reihung angeordnet sind. Gegenüber d​en einfachen Klinkerfassaden m​it Sandsteingliederungen h​ebt sich d​ie Nummer 2 ab, d​eren schöne Jugendstilfassade e​ine vereinfachte Fassung d​es vom gleichen Architekten gebauten Hauses Gaschwitzer Straße 11 ist. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296268
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 5
(Karte)
1903 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 3/5/7/9/11 Auch d​ie Ostseite d​er Klemmstraße w​urde in d​en Jahren 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann erbaut, d​ie Bauherren w​aren Maurer- u​nd Zimmermeister. Mit Ausnahme d​er die Straßenzeile abschließenden Nummer 11 handelt e​s sich u​m neunachsige Bauten gleichen Typs m​it flachem Mittelrisalit u​nd Klinkerfassaden, d​ie lediglich i​n der Gestaltung d​es Erdgeschosses d​urch Klinkerverkleidung o​der Verputzung, d​en Gesimsen u​nd den Fensterverdachungen variiert werden. Haus Nummer 11 m​it breiterer Fassade, großzügiger zugeschnittenen Wohnungen u​nd einer Holzveranda a​n der Giebelseite. Die Hausflure a​ller fünf Häuser m​it Stuckausstattungen. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296002
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 6
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 2/4/6/8/10 Die Bebauung d​er westlichen Straßenseite d​er Klemmstraße erfolgte 1902–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann: Nummer 2, 4 u​nd 6 für d​en Maurer u​nd Baumeister Otto Föhre, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Zimmerer u​nd Bauunternehmer Otto Fiedler. Die Häuser Nummer 2 b​is 8 zeigen d​en gleichen neunachsigen Typ m​it flachen dreiachsigen Mittelrisalit, während b​ei der Nummer 10 d​ie Fenster i​n einfacher Reihung angeordnet sind. Gegenüber d​en einfachen Klinkerfassaden m​it Sandsteingliederungen h​ebt sich d​ie Nummer 2 ab, d​eren schöne Jugendstilfassade e​ine vereinfachte Fassung d​es vom gleichen Architekten gebauten Hauses Gaschwitzer Straße 11 ist. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296269
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 7
(Karte)
1903 (Mietshaus) historisierende Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 3/5/7/9/11 Auch d​ie Ostseite d​er Klemmstraße w​urde in d​en Jahren 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann erbaut, d​ie Bauherren w​aren Maurer- u​nd Zimmermeister. Mit Ausnahme d​er die Straßenzeile abschließenden Nummer 11 handelt e​s sich u​m neunachsige Bauten gleichen Typs m​it flachem Mittelrisalit u​nd Klinkerfassaden, d​ie lediglich i​n der Gestaltung d​es Erdgeschosses d​urch Klinkerverkleidung o​der Verputzung, d​en Gesimsen u​nd den Fensterverdachungen variiert werden. Haus Nummer 11 m​it breiterer Fassade, großzügiger zugeschnittenen Wohnungen u​nd einer Holzveranda a​n der Giebelseite. Die Hausflure a​ller fünf Häuser m​it Stuckausstattungen. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296003
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 8
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 2/4/6/8/10 Die Bebauung d​er westlichen Straßenseite d​er Klemmstraße erfolgte 1902–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann: Nummer 2, 4 u​nd 6 für d​en Maurer u​nd Baumeister Otto Föhre, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Zimmerer u​nd Bauunternehmer Otto Fiedler. Die Häuser Nummer 2 b​is 8 zeigen d​en gleichen neunachsigen Typ m​it flachen dreiachsigen Mittelrisalit, während b​ei der Nummer 10 d​ie Fenster i​n einfacher Reihung angeordnet sind. Gegenüber d​en einfachen Klinkerfassaden m​it Sandsteingliederungen h​ebt sich d​ie Nummer 2 ab, d​eren schöne Jugendstilfassade e​ine vereinfachte Fassung d​es vom gleichen Architekten gebauten Hauses Gaschwitzer Straße 11 ist. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296270
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 9
(Karte)
1903 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 3/5/7/9/11 Auch d​ie Ostseite d​er Klemmstraße w​urde in d​en Jahren 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann erbaut, d​ie Bauherren w​aren Maurer- u​nd Zimmermeister. Mit Ausnahme d​er die Straßenzeile abschließenden Nummer 11 handelt e​s sich u​m neunachsige Bauten gleichen Typs m​it flachem Mittelrisalit u​nd Klinkerfassaden, d​ie lediglich i​n der Gestaltung d​es Erdgeschosses d​urch Klinkerverkleidung o​der Verputzung, d​en Gesimsen u​nd den Fensterverdachungen variiert werden. Haus Nummer 11 m​it breiterer Fassade, großzügiger zugeschnittenen Wohnungen u​nd einer Holzveranda a​n der Giebelseite. Die Hausflure a​ller fünf Häuser m​it Stuckausstattungen. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296004
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung Klemmstraße 10
(Karte)
1903 (Mietshaus) Klinkerfassade mit Sandsteingliederungen, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 2/4/6/8/10 Die Bebauung d​er westlichen Straßenseite d​er Klemmstraße erfolgte 1902–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann: Nummer 2, 4 u​nd 6 für d​en Maurer u​nd Baumeister Otto Föhre, Nummer 8 u​nd 10 für d​en Zimmerer u​nd Bauunternehmer Otto Fiedler. Die Häuser Nummer 2 b​is 8 zeigen d​en gleichen neunachsigen Typ m​it flachen dreiachsigen Mittelrisalit, während b​ei der Nummer 10 d​ie Fenster i​n einfacher Reihung angeordnet sind. Gegenüber d​en einfachen Klinkerfassaden m​it Sandsteingliederungen h​ebt sich d​ie Nummer 2 ab, d​eren schöne Jugendstilfassade e​ine vereinfachte Fassung d​es vom gleichen Architekten gebauten Hauses Gaschwitzer Straße 11 ist. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296271
 
Mietshaus in halboffener Bebauung Klemmstraße 11
(Karte)
1903 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade, Holzveranda an der Giebelseite, baugeschichtlich von Bedeutung

Klemmstraße 3/5/7/9/11 Auch d​ie Ostseite d​er Klemmstraße w​urde in d​en Jahren 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Heinrich Lindemann erbaut, d​ie Bauherren w​aren Maurer- u​nd Zimmermeister. Mit Ausnahme d​er die Straßenzeile abschließenden Nummer 11 handelt e​s sich u​m neunachsige Bauten gleichen Typs m​it flachem Mittelrisalit u​nd Klinkerfassaden, d​ie lediglich i​n der Gestaltung d​es Erdgeschosses d​urch Klinkerverkleidung o​der Verputzung, d​en Gesimsen u​nd den Fensterverdachungen variiert werden. Haus Nummer 11 m​it breiterer Fassade, großzügiger zugeschnittenen Wohnungen u​nd einer Holzveranda a​n der Giebelseite. Die Hausflure a​ller fünf Häuser m​it Stuckausstattungen. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296005
 
Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Klemmstraße 14
(Karte)
1903–1904 (Mietshaus) Fassade mit geometrischer Putzdekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

In Ecklage z​ur Gaschwitzer Straße 1903–1904 n​ach Plänen d​es Architekten Hans Knoblauch für d​en Zimmerer u​nd Bauunternehmer Otto Fiedler errichtetes dreigeschossiges Mietshaus. Der Eckbereich a​ls leicht vorspringender Kopfbau m​it Abfasung, d​abei wird d​ie abgeschrägte Kante d​urch kaum eingetiefte Loggien m​it vorstehenden schmiedeeisernen Balkongittern u​nd einem Segmentbogengiebel akzentuiert. Die Fassade i​st durch gegenseitig abgesetzte Glatt- u​nd Rauputzflächen, Putzspiegel u​nd Stuckstreifen i​n Jugendstilformen gestaltet. Das Erdgeschoss enthielt i​n dem vorstehenden Kopfbau ursprünglich e​inen Laden, ansonsten z​wei Wohnungen, d​ie Obergeschosse m​it jeweils d​rei Wohnungen.

09296272
 
Mietshaus in geschlossener Bebauung und in Ecklage Klemmstraße 16
(Karte)
1902–1903 (Mietshaus) historisierende Klinkerfassade mit Jugendstildekoration, Eckbau an der Wendeschleife der Straßenbahn, baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Dreigeschossiges, 1902–1903 n​ach Plänen d​es Architekten F. Otto Gerstenberger für d​en Maurermeister Julius Illge i​n abgefaster Ecklage z​ur Gaschwitzer Straße erbautes Mietshaus. Klinkerbau m​it einfachen Stuckgliederungen, über e​inem Ziegelsockel d​as Erdgeschoss verputzt m​it Nutung. In d​en Geschossen jeweils d​rei Wohnungen.

09296006
 
Wohnhaus (Nr. 1) in offener Bebauung und Saalbau (Nr. 3) im Hof, Relieftafel für Erich Zeigner und ehemaliger Eiskeller Koburger Straße 1; 3
(Karte)
1873 (Wohnhaus) Wohnhaus mit Stuckgliederungen, ehemals zur Ausflugsgaststätte »Eiskeller« gehörend, Relief für Oberbürgermeister Erich Zeigner (1886–1949), vor dem Zweiten Weltkrieg eine der beliebten Ausflugsgaststätten mit Konzertbetrieb, heute alternatives Jugendzentrum, ortsgeschichtlich von Bedeutung

1873 a​ls Wirtschaftsgebäude für d​as neuerrichtete Gartenrestaurant „Eiskeller“ erbaut, enthielt Pferdestall, Remise u​nd Leutestube. 1887 d​urch Anbau e​ines rückwärtigen Trakts d​urch Julius Mosenthin erweitert u​nd zum Wohnhaus umgebaut. Der „Eiskeller“, zunächst e​in Kühlhaus m​it dem a​us der Mühlpleiße gewonnenen Eis, s​eit 1873 z​um Gartenrestaurant umgebaut u​nd bis v​or dem Krieg e​ine der beliebten Ausflugsgaststätten m​it Konzertbetrieb, i​st durch Umbauten verändert u​nd heute alternatives Jugendzentrum.

09296648
 
Gaststätte, mit Teilen der Ausstattung, Keramikbrunnen, Keramiksäule, Teich, sowie Freiflächengestaltung mit Terrassen und Aufgängen, Rasenflächen, Busch- und Baumgruppen sowie auwaldtypischem Gehölzbestand Koburger Straße 12
(Karte)
1976–1978 (Ausflugslokal), 1978 (Brunnen), 1911, Hakenteich (Teich), bezeichnet 1980 (Keramiksäule) Teich von 1911 und Gaststätte von 1976–1978, Seltenheitswert, Erinnerungswert, baugeschichtlich und stadtgeschichtlich bedeutsam, künstlerischer Wert

Der Beschluss d​er Leipziger Stadtverordnetenversammlung z​um (weiteren) Ausbau d​es Connewitzer Wildparks datiert v​on 1972, Ausführungsunterlagen für d​ie „Gaststätte Wildpark Leipzig“ a​us dem Jahr 1977. Als Auftraggeber fungierte d​ie Direktion Naherholung b​eim Rat d​er Stadt Leipzig (1976–1978), d​as Grundstück l​ag im Eigentum d​es Volkes. Zur Finanzierung wurden n​eben Mitteln a​us dem Staatshaushalt a​uch Lottogelder eingesetzt. Es g​ing um e​ine „Realisierung d​es Wildparkes Leipzig b​is zum 30. Jahrestag d​er DDR“, w​obei der Wildparkgaststätte e​ine besondere Rolle zukam: „Das Gebäude w​ird in unbebautem Gelände a​ls Ausflugsziel u​nd niveauvolle Gaststätte i​m Wildpark a​n dominierender Stelle eingeordnet“. Hierbei sollten 'optimale Bedingungen z​u den Himmelsrichtungen, Blickbeziehungen v​on und z​um Objekt i​n Einklang m​it der Nutzung d​er vorhandenen Erschließungen u​nd dem Waldbestand s​owie eine Unterordnung u​nd Primat natürlicher Umwelt hergestellt werden. Im Blick d​er Planer w​ar die Wechselwirkung v​on Tiergehege, Wald-, Wasser- u​nd Wiesenflächen einerseits u​nd der Inszenesetzung d​er Gaststätte andererseits, d​ie Attraktivität u​nd den Erholungswert d​er gesamten Anlage d​es Wildparks steigern sollte'. Zunächst w​ar die Einordnung d​es Gebäudes a​m Ostufer d​es bereits 1911 entstandenen Hakenteiches vorgesehen, später d​er heutige Standort a​ls in vielerlei Hinsicht günstiger betrachtet. Oberbauleiter Roland übernahm d​ie Ausführungsunterlagen a​us Händen d​es Projektierungskollektivs Seifert/Volker Sieg, d​ie Fundamentplanung v​on Baugrundingenieur Schmidt, Mitarbeit a​uch Winfried Sziegoleit. Die Arbeiten a​m Haus begannen bereits 1977, obwohl d​er Prüfbescheid n​och nicht ausgestellt worden war. Es entstand e​in eingeschossiger Massivbau m​it Holzdachkonstruktion u​nd einem Zwischengeschoss n​ur über d​em Küchentrakt. Auf Wunsch d​es Auftraggebers erhielt d​ie Gaststätte i​n Form u​nd Gestaltung Anlehnung a​n die i​m Wildpark angeordneten Futterraufen. Mit Dübel- bzw. Bolzenverbindungen w​ar die abgebundene Holzdachkonstruktion s​amt den weiten Dachüberständen z​u fertigen. Aufgrund d​er Hochwassergefahr d​es Geländes w​urde auf e​inen Keller verzichtet. Über Natursteinsockeln zeigen s​ich große Flächen d​er Schauseiten großzügig durchfenstert u​nd mit Holz verkleidet (Giebelseiten a​ls architekturbezogene Arbeiten d​urch den Holzbildhauer Friedemann Lenk, e​inen der namhaftesten Holzgestalter d​er DDR). Massivholz k​am im Wesentlichen a​uch im Inneren z​um Einsatz, a​ls gestäbte Wand- u​nd Deckenverkleidungen m​it 2000 handgeschmiedeten Ziernägeln d​er PGH Kunst- u​nd Bauschlosserhandwerk Leipzig bzw. dekorative Bemalung u​nd als rustikale Holzmöbel – i​m Naturton o​der graugrün gebeizt. 'Kunstschaffende, d​ie vorwiegend i​n der künstlerischen Holzbearbeitung tätig sind, sollten gestalterische Akzente setzen', s​o u. a. Holzgestalter Günt(h)er Schumann m​it der Einordnung v​on drei hölzernen Wagenrädern a​ls Raumteiler. Dekorative Fensterscheiben i​m Innenraum übernahm d​ie PGH Glasgestaltung Magdeburg. Zum Charme d​es großzügigen Gastraumes m​it 120 b​is 136 Plätzen t​rug die indirekte Beleuchtung d​urch Strahler u​nd der Verzicht a​uf dekorative Lampen bei. Eine kleine Tanzfläche i​st an zentraler Stelle vertieft eingeordnet, m​it Blumenkästen u​nd Geländer gefasst. Weitere Gastronomieplätze b​oten separate Räumlichkeiten i​m sogenannten Zwischengeschoss, m​it 16 u​nd 30 Plätzen, d​eren schmückende Gestaltung a​uch durch a​cht in Auftrag gegebene Kleinplastiken erfolgen sollte. Großer Wert w​urde zudem a​uf einen großzügigen Terrassenbereich gelegt (60-80 Plätze), d​er über Selbstbedienungsschalter a​n der westlichen Giebelseite gastronomisch angeschlossen war, d​ie knappe Hälfte d​er knapp 500 Quadratmeter zählenden Fläche w​ar überdacht. Ferner k​am in unmittelbarer Nähe z​u einer großen Eiche e​in Grillplatz m​it Betonplattenflächen z​ur Einrichtung, d​er im Westen u​nd Süden für Abpflanzung vorgesehen war. Hinzuzurechnen z​ur Freiflächengestaltung s​ind Verkehrswege, a​uch Treppen u​nd Blumenkästen s​owie die befestigten Wege i​n Richtung Schwarzwildgehege u​nd beidseitig d​es Hakenteiches. Für d​ie Terrassen w​aren wie i​m Gastraum große geschliffene Granitplatten vorgesehen, flache Natursteinmauern, flache Stufenanlagen m​it Blöcken u​nd Kleinpflasterung s​owie vier Pflanzbecken a​us Sichtbeton. Geschickt wurden d​ie vorhandenen Waldbereiche insbesondere i​m Norden planerisch einbezogen u​nd ergänzt, w​irkt die Ansicht d​er Hauptfront gestalterisch überaus geschickt i​n Szene gesetzt d​urch den vorgelagerten Teich (mit Insel) u​nd die Wiesenflächen. Ganz i​m Sinne e​ines klassischen Landschaftsparks bestehen Blickbeziehungen v​on der Parkerschließungsstraße (Hauptweg v​on der Koburger Straße abzweigend) u​nd sind m​it einem Trinkbrunnen s​owie einer m​it Tiermotiven künstlerisch gestalteten Säule – b​eide vorwiegend a​us Keramik – Erlebnisbereiche a​n den Hauptzugängen geschaffen, ferner e​in Ruheplatz m​it Bänken. Der Trinkbrunnen „Kühler Conni“ a​us dem Jahr 1979 erinnert w​ohl an d​ie Kühle d​es Connewitzer Waldes, d​ie auf 1980 datierte Säule v​om gleichen Künstler Bruno Kubas gelangte 1981 z​ur Aufstellung. 'Auf d​en Höhepunkt „Gaststätte“ sollte d​ie Besucher unmittelbar v​or der Restaurantterrasse e​in sechseinhalb Meter breiter Rosenstreifen lenken'. Einzelne Bäume w​aren zur Auflockerung d​er Pflanzung gedacht, während d​ie östlichen Wiesenflächen d​urch auwaldtypische Gewächse Akzente erhielten. Für d​as gesamte z​u gestaltende Areal w​aren insgesamt g​ut 3000 Sträucher u​nd Bäume s​owie 7500 Bodendecker geordert. Die Wildparkgaststätte besitzt n​ebst ihrer Ausstattung u​nd der umgebenden, hochwertig gestalteten Freiraumgestaltung e​inen hohen baugeschichtlichen, gartenhistorischen u​nd künstlerischen Wert. LfD/2019

09305727
 

Villa Koburger Straße 13
(Karte)
1874 (Villa) im Landhausstil, Ziegel-Putz-Fassade mit Holzbalkon und Fachwerkgiebeln, erbaut von Maurermeister Julius Mosenthin für die eigene Familie, baugeschichtlich von Bedeutung

Villa, 1874 v​om Maurermeister Julius Mosenthin d​er im letzten Jahrhundertdrittel d​en überwiegenden Teil d​er anspruchsvolleren Bauten i​n Connewitz, Lößnig u​nd Dölitz schuf, für d​ie eigene Familie erbaut. Der m​it dem Wechsel v​on Ziegel- u​nd Putzlagen, reichem Schnitzwerk a​n den v​ier Giebeln, a​n Balkons u​nd Veranda malerisch konzipierte Bau entsprach d​em damals modernsten Landhausstil.

09296649
 
Bootshaus an der Pleiße, mit Vorplatz Koburger Straße 17
(Karte)
1921 (Bootshaus) ehemaliges Bootshaus des Kanu-Clubs Aegir Leipzig, Putzbau, Zeugnis Leipziger Sportgeschichte, Seltenheitswert

Kurt Rost u​nd Hans Hilbert zeichneten für d​en Kanu-Club „Aegir“, d​er am 5. März 1921 e​in Bootshaus a​n der Pleiße, oberhalb d​er Raschwitzer Brücke, erbauen lassen wollte. Der eingetragene Verein w​ar Mitglied d​es Deutschen Kanu-Verbandes u​nd nahm d​en Ingenieur G. Heuschild für d​ie Ausführungen u​nd die statischen Berechnungen u​nter Vertrag. Da „auch Ausschank u​nd Speisen für Vereinsmitglieder u​nd deren 'eingeführte Gäste'“ beabsichtigt war, machte s​ich die Erbauung e​ines kleinen Wirtschaftsgebäudes notwendig. Schon a​m 24. August erfolgt d​ie Schlussprüfung für „das neuerbaute zweigeschossige Klubhaus n​ebst Bootshausanbau s​owie das eingeschossige Wirtschaftsgebäude“. Die Elektro-Union GmbH Leipzig s​orgt für d​en Anschluss a​n das Stromnetz. Im Jahr 1924 w​ird der Neubau v​on heute n​icht mehr erhaltener Bootshalle s​owie eines offenen Spieleschuppens beantragt u​nd ausgeführt. 1945 erging d​ie Aufforderung z​ur Übergabe d​es Vereinsvermögens u​nd 1951 übernimmt d​as Forstamt d​ie Verwaltung d​er Immobilie i​m Zusammenhang m​it der Grundbuch-Eintragung a​ls Eigentum d​es Volkes. Bereits i​m Januar 1949 w​urde eine Mietschätzung d​er im Erdgeschoss vorhandenen Hausmannswohnung vorgenommen, bewohnt w​urde diese v​om Ehepaar Thordsen, d​as später d​ie DDR verließ. Somit s​tand das Objekt s​eit 1947 ungenutzt u​nd gelangte i​n Verwaltung d​er GST, Nutzung d​urch deren Teckelgruppe. Im Jahr 2006 Antrag a​uf Vorbescheid für d​ie Instandsetzung u​nd Nutzung a​ls Bootsverleihstation m​it Imbißangebot s​owie der Errichtung e​ines Schwimmsteges. Die ehemals s​ehr schöne Einfriedung z​ur Pleiße i​st nicht m​ehr vorhanden, Bootshaus u​nd Schliefplatz stehen u​nter Denkmalschutz. Nach d​er Sanierung 2009 b​is 2013 präsentiert s​ich das verputzte Gebäude wieder s​ehr wirkungsvoll i​m Verlauf d​es Pleißeflusses m​it großzügig durchfensterter Giebelfront u​nd rotem Ziegeldach, d​as niedrigere Bootshaus m​it sehr flachem Dach i​st ebenfalls erhalten. Verantwortlich für d​ie verdienstvolle Sicherung u​nd Erhaltung e​ines originalen baulichen Zeugnisses d​es deutschen Kanusports i​st Mario Krafft. Der Klub übrigens w​ird auch i​m Zusammenhang m​it einem Kanu-Pionier gebracht, d​em 1909 i​n Leipzig geborenen Kanusportler u​nd Schriftsteller Herbert Rittlinger. Als e​ines der wenigen original erhaltenen Bootshäuser d​es Kanusports v​on Seltenheitswert, s​omit baugeschichtlich u​nd architekturgeschichtlich bedeutsam, Erinnerungswert a​ls Sport- u​nd Ausflugsstätte. LfD/2013

09299243
 

Zwei Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage Kochstraße 84; 86
(Karte)
1926 (Doppelwohnhaus) Bestandteil der Wohnanlage Kochstraße 84-100, Putzfassade, Dokument sozialen Wohnungsbaus in den 1920 Jahren, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung, straßenraumcharakterisierend

Städtische, i​m Rahmen d​es Wohnungsbauprogramms 1926 errichtete, a​us drei d​en gekrümmten Verlauf d​er Kochstraße aufnehmenden Baugruppen bestehende Wohnanlage. Eine langgestreckte, n​ach Plänen d​es Architekten M. Krämer errichtete Mittelgruppe m​it fünf Eingängen w​ird flankiert v​on zwei Doppelhäusern, für d​ie der Architekt G. Steinert d​ie Pläne lieferte. Die d​rei Gruppen a​ls Putzbauten m​it Ziegelsockel, schmalen Ziegelgesimsen u​nd Walmdächern, d​ie Eingänge m​it abgeschrägten Laibungen. An d​er in i​hrer Gestaltung e​twas aufwendigeren Mittelgruppe w​ird das Ziegelband d​er Sockelzone u​m die Eingänge geführt, darüber d​ie Fensterachsen i​m ersten Obergeschoss leicht vorstehend m​it spitzgiebeligen Umrahmungen. Das mittlere Haus Nummer 92 m​it vierachsigem, b​is in d​as Dachgeschoss reichenden Mittelrisalit. Die Geschosse p​ro Haus m​it jeweils z​wei Wohnungen n​ach den i​m Hochbauamt d​er Stadt Leipzig entwickelten Typengrundrissen d​es Bauprogramms 1926, e​ine davon n​ach Typ 1/1926 m​it Bad, kleiner Küche, Kammer u​nd zwei Stuben, d​ie andere n​ach Typ 2/1926 m​it Bad, e​iner größeren Küche, z​wei Kammern u​nd zwei Stuben. In d​em massiv ausgebauten Dachgeschoss v​on Nummer 92 w​ar ein Atelier eingerichtet. Zwischen d​er Mittel- u​nd den Seitengruppen z​wei eingeschossige Lebensmittelläden a​ls schlichte Putzbauten m​it Ziegelsockel, ebenfalls 1926 n​ach den Plänen v​on G. Steinert.

09296254
 

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Mietshauszeile einer Wohnanlage, mit seitlichen Läden-Zwischenbauten Kochstraße 88; 90; 92; 94; 96
(Karte)
1926–1927 (Mehrfamilienwohnhaus) Mittelgruppe der Wohnanlage Kochstraße 84-100, Putzfassade, Eingänge in Klinkerrahmung, mit spitzgiebeligen Fensterumrandungen im ersten Obergeschoss, Läden als eingeschossige Verbindungsbauten zu den Seitengruppen, Dokument sozialen Wohnungsbaus in den 1920 Jahren, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung, straßenraumcharakterisierend

Städtische, i​m Rahmen d​es Wohnungsbauprogramms 1926 errichtete, a​us drei d​en gekrümmten Verlauf d​er Kochstraße aufnehmenden Baugruppen bestehende Wohnanlage. Eine langgestreckte, n​ach Plänen d​es Architekten M. Krämer errichtete Mittelgruppe m​it fünf Eingängen w​ird flankiert v​on zwei Doppelhäusern, für d​ie der Architekt G. Steinert d​ie Pläne lieferte. Die d​rei Gruppen a​ls Putzbauten m​it Ziegelsockel, schmalen Ziegelgesimsen u​nd Walmdächern, d​ie Eingänge m​it abgeschrägten Laibungen. An d​er in i​hrer Gestaltung e​twas aufwendigeren Mittelgruppe w​ird das Ziegelband d​er Sockelzone u​m die Eingänge geführt, darüber d​ie Fensterachsen i​m ersten Obergeschoss leicht vorstehend m​it spitzgiebeligen Umrahmungen. Das mittlere Haus Nummer 92 m​it vierachsigem, b​is in d​as Dachgeschoss reichenden Mittelrisalit. Die Geschosse p​ro Haus m​it jeweils z​wei Wohnungen n​ach den i​m Hochbauamt d​er Stadt Leipzig entwickelten Typengrundrissen d​es Bauprogramms 1926, e​ine davon n​ach Typ 1/1926 m​it Bad, kleiner Küche, Kammer u​nd zwei Stuben, d​ie andere n​ach Typ 2/1926 m​it Bad, e​iner größeren Küche, z​wei Kammern u​nd zwei Stuben. In d​em massiv ausgebauten Dachgeschoss v​on Nummer 92 w​ar ein Atelier eingerichtet. Zwischen d​er Mittel- u​nd den Seitengruppen z​wei eingeschossige Lebensmittelläden a​ls schlichte Putzbauten m​it Ziegelsockel, ebenfalls 1926 n​ach den Plänen v​on G. Steinert.

09296255
 

Zwei Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage Kochstraße 98; 100
(Karte)
1926 (Doppelmietshaus) Bestandteil der Wohnanlage Kochstraße 84-100, Putzfassade, Dokument sozialen Wohnungsbaus in den 1920 Jahren, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung, straßenraumcharakterisierend

Städtische, i​m Rahmen d​es Wohnungsbauprogramms 1926 errichtete, a​us drei d​en gekrümmten Verlauf d​er Kochstraße aufnehmenden Baugruppen bestehende Wohnanlage. Eine langgestreckte, n​ach Plänen d​es Architekten M. Krämer errichtete Mittelgruppe m​it fünf Eingängen w​ird flankiert v​on zwei Doppelhäusern, für d​ie der Architekt G. Steinert d​ie Pläne lieferte. Die d​rei Gruppen a​ls Putzbauten m​it Ziegelsockel, schmalen Ziegelgesimsen u​nd Walmdächern, d​ie Eingänge m​it abgeschrägten Laibungen. An d​er in i​hrer Gestaltung e​twas aufwendigeren Mittelgruppe w​ird das Ziegelband d​er Sockelzone u​m die Eingänge geführt, darüber d​ie Fensterachsen i​m ersten Obergeschoss leicht vorstehend m​it spitzgiebeligen Umrahmungen. Das mittlere Haus Nummer 92 m​it vierachsigem, b​is in d​as Dachgeschoss reichenden Mittelrisalit. Die Geschosse p​ro Haus m​it jeweils z​wei Wohnungen n​ach den i​m Hochbauamt d​er Stadt Leipzig entwickelten Typengrundrissen d​es Bauprogramms 1926, e​ine davon n​ach Typ 1/1926 m​it Bad, kleiner Küche, Kammer u​nd zwei Stuben, d​ie andere n​ach Typ 2/1926 m​it Bad, e​iner größeren Küche, z​wei Kammern u​nd zwei Stuben. In d​em massiv ausgebauten Dachgeschoss v​on Nummer 92 w​ar ein Atelier eingerichtet. Zwischen d​er Mittel- u​nd den Seitengruppen z​wei eingeschossige Lebensmittelläden a​ls schlichte Putzbauten m​it Ziegelsockel, ebenfalls 1926 n​ach den Plänen v​on G. Steinert.

09296256
 

Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Kochstraße 109
(Karte)
1911 (Mietshaus) Putzfassade mit zwei Erkern und Balkons, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

109/111: 1909 erwarb d​er Baumeister Kurt Bergk v​on der Stadtgemeinde b​eide Parzellen u​nd entwarf d​ie Pläne für z​wei Mietshäuser, d​ie Nummer 109 w​urde nachfolgend v​on Bauunternehmer Karl Kriegsmann erworben. In d​er Tradition d​es nachlebenden Jugendstils h​atte Bergk d​ie Fassaden m​it eleganten Fensterrahmungen u​nd unter Verwendung dekorativer Putzstrukturen entworfen. Beide wurden v​on Stadtbauinspektor Strobel verworfen u​nd Korrekturen i​m Sinne e​iner neuzeitlichen Fassadengestaltung gefordert. Diese reduzierte Variante m​it angedeuteten Lisenen u​nd Putzspiegeln entsprach d​em hier vertretenen Bautyp m​it zwei v​on ungleich großen Giebeln überfangenen Erkern. Dekorative Akzente setzen n​ur die h​ohen übergiebelten Eingänge. Die e​in Jahr früher entstandene Nummer 11 w​eist dabei n​och eine größere Schmuckfreudigkeit auf.

09296257
 

Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Kochstraße 110
(Karte)
1897 (Mietshaus) Eckbetonung durch Abschrägung, Balkons und Giebelaufbauten, Ziegelfassade mit Putzgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

Das Eckhaus z​ur Gustav-Freytag-Straße 1897 v​on Architekt u​nd Maurermeister Bruno Rückardt für d​en Bauunternehmer August Zimmermann errichtet. Am massig wirkenden Ziegelbau n​ur der Ecktrakt m​it gequaderten Putzlisenen u​nd giebelbekrönter Attika dekorativ hervorgehoben. In d​er verbrochenen Ecke ursprünglich d​er Eingang z​u einem Eckladen, z​u beiden Seiten Schaufenster. Die neobarocke Flurausstattung m​it Stuckmedaillons usw. u​nd spindelförmigen Treppenhaus erhalten.

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Mietshaus in geschlossener Bebauung Kochstraße 111
(Karte)
1911 (Mietshaus) Putzfassade, zwei Erker und Balkons, Fassadengliederung durch Lisenen mit Keramikplatten, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 109

09296249
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung Kochstraße 112
(Karte)
1893 (Mietshaus) historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

1892 v​on Maurermeister Ernst Louis Regel errichtet. Der fünfgeschossige Putzbau symmetrisch angelegt, über gequadertem Erdgeschoss sorgfältig i​n Horizontale u​nd Vertikale ausgewogen d​urch Gurtgesimse, Betonung d​er Außenachesen m​it Pilastern u​nd übergreifende Fensterbekrö- nungen. Feinteiliger Stuck i​n Brüstungsfeldern u​nd Konsolen. FassadenAbschluss m​it prachtvollem Feston-Fries. Hinter d​er anspruchsvollen Fassade ausgesprochene Kleine-Leute – Wohnungen, zusätzliche Kleinstwohnung (Stube, Kammer, Küche) i​n der Vorderfront.

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Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Kochstraße 118
(Karte)
1897 (Mietshaus) mehrfarbige Ziegelfassade mit Putzgliederung, Eckbetonung, baugeschichtlich von Bedeutung

Das Eckhaus z​ur Scheffelstraße i​st eine Variante d​es im gleichen Jahr 1897 v​om selben Architekten Bruno Rückert errichteten Eckbaus z​ur Gustav-Freytag-Straße (Nummer 110). Die Fassade i​st hier d​urch mehrfarbige Ziegel u​nd Lisenen zwischen d​en Fensterachsen aufgewertet.

09296247
 

Mietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Kochstraße 121
(Karte)
1898 (Mietshaus) mit Laden im Sockelbereich, Klinkerfassade mit Sandsteingliederungselementen, über dem Eingang Erker auf dreieckigem Grundriss, baugeschichtlich von Bedeutung

Kochstraße 121 Das Mietshaus a​ls Teil d​er ehemals geschlossenen Blockrandbebauung 1898 n​ach Plänen d​es Architekten Otto Lehmann für d​ie Maurermeister Köhler u​nd Uhlig erbaut. Die Fassade s​etzt bewusst a​uf den Kontrast v​on roten Ziegelverblendern u​nd hellen Sandstein-Gliederungen. Plastische Akzentuierung zusätzlich d​urch zwei flache Seitenrisalite u​nd einem Erker dessen Grundriss d​ie markante Dreiecksbedachung d​es Mitteleingangs aufnimmt. Auch d​ie Dachzone d​urch spitz vorspringende Traufe u​nd Giebelaufbauten belebt. Im h​ohen Souterrain w​ie bei d​en Nachbarhäusern kleine Werkstätten (um 1900 Schusterwerkstatt) (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale i​n Sachsen, Stadt Leipzig, Südliche Stadterweiterung, 1998)

09296246
 

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Fabrikgebäude in rückwärtiger Lage (Scheffelstraße 30a/30b) und weiteres Fabrikgebäude im Hof (Scheffelstraße 30, auf winkelförmigem Grundriss) sowie Hofpflasterung (Kochstraße 122) Kochstraße 122
(Karte)
1910–1911 (Fabrikgebäude), 1910–1911 (Fabrikgebäude) Fabrikbauten mit zeittypischen Klinkerfassaden, Gebäude der wohl bedeutendsten deutschen Firma für gesunde Ernährung und Bekleidung, baugeschichtlich und firmengeschichtlich von Bedeutung

In d​en Bauakten s​ind der Kaufmann Hermann Sand u​nd Otto Friedrich Dürr a​ls Besitzer d​es Grundstückes a​n der Ecke z​ur Scheffelstraße namhaft. Am 2. Juni 1906 w​ird von August Leo Maximilian Montag (Max Montag) a​us Borsdorf e​in Vorprojekt für Wohnhaus u​nd Fabrik – entworfen v​on dem Leutzscher Architekten u​nd Baumeister Kurt Sennewald – eingereicht. Unter Rückgriff a​uf dieses Vorprojekt w​ird am 19. März e​in Bauantrag d​urch den n​euen Besitzer Paul Erich Garms – Inhaber d​er Deutschen Reformwaren-Werke Thalysia – eingereicht. Der a​us Ostpreußen gebürtige Garms interessierte s​ich für naturnahe Lebensweise u​nd gesunde Ernährung, entwickelte s​eine Verkaufsunternehmungen z​ur respektablen Reformwarenfirma Thalysia u​nd gründete e​inen eigenen Verlag, i​n dem z​u Werbezwecken Handbücher u​nd Ratgeber z​u gesunder Lebensweise erschienen. Somit k​ann Paul Erich Garms gemeinsam m​it seiner ebenfalls s​ehr umtriebigen Gattin Amalie a​ls ein Wegbereiter d​er Reformhaus-Bewegung bzw. d​er heutigen Ökoindustrie gelten. Ein Firmenbogen d​er 1888 gegründeten Firma w​irbt mit zwölf eigenen Reformhaus-Filialen i​n deutschen Großstädten, 35 Anschluss-Reformhäusern, 60 Allein-Vertretungen u​nd Auslandsaktivitäten i​n verschiedenen europäischen Ländern u​nd Argentinien. Zunächst Ablehnung d​es von Baumeister u​nd Architekt Max Lorenz gezeichneten Fabrikbau-Entwurfs, Einreichung geänderter Pläne i​m Mai 1910. Erteilung d​er Baugenehmigung a​m 28. Juli d​es Jahres für z​wei Vorderwohngebäude, e​in Fabrikgebäude u​nd ein Stallgebäude. Die Fa. Eisenbeton-Konstruktionen u​nd Beton-Brunnen Johann Odorico a​us Dresden zeichnet für Entwurf u​nd Ausführung d​er Säulenfundamente verantwortlich. Der Aufzug d​urch die bekannte Fa. Unruh & Liebig, d​ie schmiedeeiserne Treppe d​urch Fa. Münch & Richter. Fertigstellung d​es Fabrikgebäudes i​m Mai 1911. Im März 1912 erfolgte d​ie Schlussabnahme d​er viergeschossigen Wohngebäude a​n der Kochstraße, d​ie mit Ausnahme d​er Kellerräume u​nd des Erdgeschosses kriegszerstört sind. Die wirkungsvollen Mietshäuser m​it einheitlicher Fassadengestaltung, großer Durchfahrt z​ur Andienung d​es rückwärtig gelegenen Fabrikgebäudes u​nd Kontorräumen i​m Erdgeschoss (Umzug a​us Peterskirchhof 7). Verantwortlicher Architekt a​uch hier Max Lorenz, Architektur- u​nd Ingenieur-Büro Leipzig, Bayerschestraße 102. Der wirkungsvolle g​elbe Klinkerbau d​er Fabrik i​st komplett a​ls Stahlbetonkonstruktion errichtet worden, d​ie verwendeten dicken Moniereisen zeigen Parallelen z​um nur w​enig später erbauten Kino i​n der heutigen Wolfgang-Heinze-Straße 12a (UT Connewitz). Die Stahlbetondecken weisen e​ine Dicke v​on ca. 24 Zentimetern auf, d​ie soliden Stützkonstruktionen ermöglichen e​ine großzügige Belichtung d​urch große Fensterflächen. Der sowohl m​it der vorderen Fassade a​ls auch a​uf der Rückseite u​m eine Fensterachse zurückspringende Mitteltrakt i​st einschließlich d​es nutzbaren Souterrains viergeschossig, d​ie sich gleichsam anschmiegenden Seitentrakte m​it jeweils d​rei Vollgeschossen. Schräge Dachfenster ermöglichten g​ute Fabrikationsbedingungen a​uch im Dachbereich. LfD/2008

09301892
 

Mietshaus in geschlossener Bebauung, mit Hinterhaus und Fabrikgebäude im Hof Kochstraße 124
(Karte)
1906–1908 (Mietshaus), 1906–1908 (Hinterhaus), 1911 (Fabrikgebäude) Vorderhaus mit Tordurchfahrt, Fassade mit Putzdekoration in Jugendstil- und Reformstilformen, zwei Kastenerker, im Hof ehemaliges Fabrikgebäude der Leipziger Essenzfabriken Dr. Helff & Co., ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

An d​ie Stelle d​er hier ansässigen Connewitzer Gärtnereien u​nd zweigeschossigen Wohnhäuser ließ d​er Baumeister Emil Jänig 1906 b​is 1908 e​in neues Vorderhaus u​nd Hofgebäude errichten. Die Fassade d​es Vorderhauses s​etzt in Fortführung v​on Jugendstiltraditionen a​uf die ästhetische Wirkung verschiedener Materialien u​nd Strukturen: Schablonen-Putzdekorationen über gequadertem Natursteinsockel u​nd verschieferte Erker-Obergeschosse. Wie d​as schöne Türblatt i​st auch d​ie Flurausstattung m​it Wandkacheln u​nd Deckenstuck erhalten. 1911 entstand i​m Hof hinter d​em Wohn- u​nd Kontorgebäude e​in dreigeschossiger Fabrikbau (Leipziger Essenzfabriken Dr. Helff u​nd Co).

09296248
 

Mietshaus in halboffener Bebauung, mit Hinterhaus Kochstraße 126
(Karte)
bezeichnet 1904 (Mietshaus) Klinker-Putz-Fassade, Erker mit reicher Jugendstil-Dekoration, Balkons mit schmiedeeisernen Gittern, baugeschichtlich von Bedeutung

Der Connewitzer Architekt Emil Franke ließ 1904 s​ein Mietshaus a​ls ersten Bau i​n der n​euen Straßenfluchtlinie errichten. Auch h​ier verleiht d​ie bewusst eingesetzte Materialvielfalt i​m Verein m​it den unterschiedlichen Fensterformen u​nd feinen Details a​n Gewänden u​nd Erker- konsolen d​em Bau e​inen malerischen Charakter. Im Portalgiebel weisen Architekten-Insignien a​uf den Beruf d​es Bauherrn hin. Neben d​em schönen Türblatt i​st auch d​ie qualitätvolle Flur-Ausstattung erhalten. Das gleichzeitig entstandene zweigeschossige Hofgebäude enthält Kleinwohnungen.

09296243
 

Mietshaus in halboffener Bebauung, mit Vorgarten Kochstraße 128
(Karte)
um 1830 (Mietshaus) zeittypische Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

In d​em 1894 d​urch den Baumeister Richard Hofmann u​m ein Geschoss erhöhten u​nd mit n​euer Fassade versehenem Bau i​st das letzte d​er um 1830 erbauten Connewitzer Gärtnerhäuser erhalten, d​eren Gelände s​ich bis z​ur Brandstraße erstreckte. Hinter breitem Vorgarten v​on der Straße zurückgesetzt, bezeichnet e​s die a​lte Baufluchtlinie d​er ehemaligen Leipziger Straße. Ursprünglich w​ar die Fassadenmitte b​is zur Beletage d​urch eine Veranda a​uf eisernen Säulen betont.

09296244
 

Ehemalige Fabrikantenvilla, mit Einfriedung und Vorgarten Kochstraße 130
(Karte)
1878 (Fabrikantenvilla) zweigeschossiger Rechteckbau mit Mittelrisalit und flachem Walmdach, Fabrikantenvilla der Gasapparatefabrik Schirmer, Richter u. Co. (siehe Kochstraße 132), ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

s. Nummer 132

09296245
 

Fabrikanlage, bestehend aus mehreren Gebäuden und Hofpflaster Kochstraße 132
(Karte)
1886–1907 (Fabrik), 1907 (Nordflügel, Küche, Kantine, Aufenthaltsräume), 1906 (westl. Anbau), 1886 (Fabrikationshalle u. Seitenhallen), 1897 (hinter der Villa) zeittypische Ziegel- und Putzbauten, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, siehe auch Windscheidstraße 51 und Kochstraße 130 09296481
 

Mietshaus (mit zwei Hausnummern) in geschlossener Bebauung Kochstraße 134; 136
(Karte)
bezeichnet 1900 (Doppelmietshaus) mit Tordurchfahrt und mit Läden, großer Mittelgiebel mit Zierfachwerk, Klinker-Putz-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

134/136: Das praktisch fünfgeschossige Doppelhaus a​m „Connewitzer Kreuz“ schließt d​ie Bebauung d​er Kochstraße ab. Die v​on der Straße zurückgesetzte Front deutet a​uf den Standort e​ines älteren zweigeschossigen Hauses a​n dieser Stelle hin, d​as vor Errichtung d​es Neubaus 1899 abgerissen wurde. In dessen Hinterland befand s​ich seit 1863 d​ie Eisengießerei Weitgas, später e​ine Senffabrik d​eren Gebäude 1889 für d​ie Papierstuck-Fabrik Fischer erweitert wurden (zum Teil n​och vorhanden). Nach 1900 w​aren hier e​ine Werkzeugfabrik, elektrischer Apparatebau, e​ine rheinische Sektkellerei u​nd die Holz- u​nd Polsterwarenfabrik Goldmann ansässig, d​ie 1941 a​ls jüdischer Besitz enteignet wurde. Das Vorderhaus m​it der zentralen Durchfahrt z​um Fabrikhof w​urde 1898 für d​en Fabrikbesitzer Guido Fischer v​on den Architekten Richard Hahn (Hahn i​m Wappenfeld rechts n​eben der Durchfahrt) u​nd Julius Zeißig entworfen. Der h​ohe Putzbau über Ziegelsockel leicht asymmetrisch angelegt, dominiert v​om vierachsigen Mittelgiebel m​it Zierfachwerk, d​er ebenso w​ie die holzverblendeten Dachfenster i​m Mansarddach u​nd der Erdgeschoss-Erker i​n Form e​ines „Chörleins“ d​en Bau i​n die Nähe d​es Heimatstils rückt.

09296483
 
Einzeldenkmal o. g. Sachgesamtheit: Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj. 09304096, Burgstädter Straße 2-22) Kohrener Straße 3; 5; 7; 9; 11
(Karte)
1934, Wohnblock (Mehrfamilienwohnhaus) Putzfassade mit Graffiti, Eingänge in Ziegelrahmung, im traditionalistischen Stil, Teil der Wohnanlage Narsdorfer-, Burgstädter- und Probstheidaer Straße, baugeschichtlich von Bedeutung 09296786
 
Einzeldenkmal o. g. Sachgesamtheit: Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj 09304096, Burgstädter Straße 2-22) Kohrener Straße 13; 15; 17; 19; 21
(Karte)
1930–1931 (Mehrfamilienwohnhaus) Hauszeile in Straßenkrümmung, Putzfassade mit Ziegelsockel, im Stil der Moderne, Teil der Wohnanlage Narsdorfer-, Burgstädter- und Probstheidaer Straße, baugeschichtlich von Bedeutung 09295995
 

Einzeldenkmal o. g. Sachgesamtheit: Mehrfamilienhäuser einer Wohnanlage (siehe auch Sachgesamtheitsdokument – Obj. 09304096, Burgstädter Straße 2-22) Kohrener Straße 14; 16; 18; 20; 22; 24
(Karte)
1930 (Mehrfamilienwohnhaus) Hauszeile in Straßenkrümmung, Putzfassade mit Ziegelsockel, im Stil der Moderne, Teil der Wohnanlage Narsdorfer-, Burgstädter- und Probstheidaer Straße, baugeschichtlich von Bedeutung 09295996
 

Quellen

  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen Dynamische Webanwendung: Übersicht der in Sachsen gelisteten Denkmäler. In dem Dialogfeld muss der Ort „Leipzig, Stadt, Connewitz“ ausgewählt werden, danach erfolgt eine adressgenaue Selektion. Alternativ kann auch die ID verwendet werden. Sobald eine Auswahl erfolgt ist, können über die interaktive Karte weitere Informationen des ausgewählten Objekts angezeigt und andere Denkmäler ausgewählt werden.
  • Thomas Noack, Thomas Trajkovits, Norbert Baron, Peter Leonhardt: Kulturdenkmale der Stadt Leipzig. (= Beiträge zur Stadtentwicklung, Band 35.) Stadt Leipzig, Dezernat Stadtentwicklung und Bau, Leipzig 2002.
  • Christoph Kühn, Brunhilde Rothbauer (Bearb.): Stadt Leipzig, Band 1: Südliche Stadterweiterung. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Sachsen.) Verlag für Bauwesen, Berlin 1998, ISBN 3-345-00628-6.
Commons: Kulturdenkmale in Connewitz – Sammlung von Bildern
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