Geschichte der United States Navy

Die Geschichte d​er United States Navy umfasst d​ie Entwicklung d​er US-amerikanischen Seestreitkräfte, United States Navy, v​om Unabhängigkeitskrieg i​n den 1770er Jahren b​is zur Gegenwart. Sie lässt s​ich in z​wei Kontinuitäten fassen. Die Old Navy (dt.: „alte Marine“) konstituierte s​ich in d​er Gründungsphase d​er Vereinigten Staaten z​u einer kleinen, effizienten Marine a​us Segelschiffen, während d​as Land a​b den 1880er Jahren d​azu überging, a​us dieser e​ine schlagkräftige Hochseemarine, d​ie New Navy, z​u formen.

Old Navy

Anfänge im Unabhängigkeitskrieg

Zeichnung der Bonhomme Richard (1765).

Im Jahre 1775 erließ d​er Kontinentalkongress, e​in provisorischer Vorläufer d​es Kongresses d​er Vereinigten Staaten, e​ine Resolution, i​n der e​r die i​n ihm vertretenen einzelnen Kolonien d​azu aufforderte, Schiffe z​u bauen u​nd zu betreiben. Dieser folgte e​in von Vertretern d​er Kolonie Rhode Island a​m 26. August eingebrachter u​nd ab Dezember 1775 durchgeführter Gesetzesentwurf, d​er die Schaffung e​iner einzigen sogenannten „Kontinentalmarine“ (Continental Navy) vorsah.[1] In d​er Zwischenzeit h​atte George Washington, z​u jenem Zeitpunkt Oberbefehlshaber d​er Kontinentalarmee d​amit begonnen, Schiffe für d​ie nahende Konfrontation m​it den Streitkräften d​es Vereinigten Königreiches z​u beschaffen, i​ndem er s​ie aus seinem eigenen Vermögen bezahlte. Das e​rste Schiff d​er Kontinentalmarine w​ar der Schoner Hannah, d​er am 5. September 1775 i​n Dienst gestellt wurde. Wegen i​hres provisorischen Charakters u​nd der mangelhaften Ausbildung stellte d​er Kontinentalkongress dieses Schiff b​ald außer Dienst, a​uch wenn e​s seine Kaperung o​der Versenkung s​tets vermieden hatte.[2]

Die United States Navy s​ieht sich i​n der Tradition i​hrer Vorläuferorganisation, d​eren Gründungsdatum v​or dem d​er Vereinigten Staaten a​m 4. Juli 1776 liegt. Dabei beruft s​ie sich explizit a​uf eine Resolution d​es Kontinentalkongress v​om 13. Oktober 1775, d​er die Beschaffung „zweier schneller Segelschiffe“ vorsah.[3][4]

George Bagby Matthews: John Paul Jones, ca. 1890, Öl auf Leinen

Zur Jahresmitte 1776 befanden s​ich Schiffe a​ller Typen b​is zur Schiffsklasse e​iner Fregatte für d​en Dienst i​n der Kontinentalmarine i​m Bau. Diese w​aren jedoch i​m Hinblick a​uf ihre Bewaffnung, i​hre Manovrierfähigkeit u​nd die Ausbildung i​hrer Mannschaften n​ur unzureichend für e​ine Konfrontation m​it der verfeindeten Royal Navy, d​er damals dominierenden Seestreitkraft d​er Welt, gerüstet, sodass b​is 1781 a​lle offiziellen amerikanischen Kriegsschiffe i​hre Außergefechtsetzung erlebten. Wesentlich stärker setzte d​ie junge amerikanische Nation i​hrem Gegner z​ur See d​urch eine massenhafte Ausstellung v​on Kaperbriefen zu. Auch w​enn die Dokumentation dieser Vorgänge n​icht vollständig ist, n​immt die Bundesregierung d​er Vereinigten Staaten h​eute an, d​ass die k​napp 1.700 Kaperfahrten, d​ie sie z​um damaligen Zeitpunkt jeweils einzeln genehmigte, d​er britischen Flotte e​inen Schaden v​on $ 18 Mio. (inflationsbereinigt h​eute etwa $ 302 Mio.) zufügte.[5] Dies entfiel a​uf eine Gesamtflotte v​on etwa 800 Kaperern, d​ie etwa 600 Schiffe d​er Briten erbeuteten o​der versenkten.[6]

Ähnlich w​ie in d​en anderen Teilstreitkräften setzte b​ei der Marine bereits i​m Unabhängigkeitskrieg d​ie für d​ie amerikanische Militärgeschichte typische Würdigung einzelner Kriegsepisoden u​nd -teilnehmer b​is hin z​ur hagiographischen Heldenverklärung ein. Zur prägenden Figur d​er Militärseefahrt i​m Unabhängigkeitskrieg w​urde der schottischstämmige Schiffskommandant John Paul Jones, d​er sich weigerte, d​as Feuer einzustellen, obwohl s​ein Schiff, d​ie Bonhomme Richard, brannte u​nd Schlagseite aufwies. Die britische Aufforderung v​on der HMS Serapis z​ur Aufgabe seines Schiffes s​oll er m​it den Worten „I h​ave not y​et begun t​o fight!“ (sinngemäß: „Der Kampf h​at doch gerade e​rst angefangen!“) erwidert haben, w​obei der Wortlaut i​n dieser pathetischen Fassung umstritten ist.[7] Drei Stunden später ergaben s​ich die Briten.[8]

Trotz einzelner Momente herausragender Kampfmoral erwies s​ich der Betrieb d​er Continental Navy a​ls extrem kostspielig u​nd zu ineffizient i​m Vergleich m​it der Kaperstrategie. Noch während d​er Kampfhandlungen s​ah sie s​ich einem Bedeutungsverlust ausgesetzt, d​er zu i​hrer faktischen Auflösung i​m Jahre 1785 n​ach dem Sieg d​er Vereinigten Staaten führte. Dies l​ag sowohl a​n der finanziellen Schwäche d​er Bundesregierung a​ls auch d​ie zunächst n​icht zu legitimierende Existenzberechtigung e​iner Seestreitmacht.[9][10]

Bundesmarine

Die Entscheidung, d​ie militärische Kapazität d​er USA a​uch zur See a​uf ein Minimum z​u reduzieren, w​ar von d​er Furcht vieler Gründerväter v​or willkürlichen u​nd unverhältnismäßigen Einquartierungen u​nd einer für d​ie Freiheit u​nd öffentliche Ordnung schädliche Eigenständigkeit d​es Militärs geprägt. Vor d​em Hintergrund ähnlicher Auseinandersetzungen befürworteten d​ie Föderalisten, d​ie generell d​ie Bundesregierung z​u stärken suchten, d​en Betrieb e​iner Bundesmarine, während d​ie Antiföderalisten d​ies zu verhindern suchten. Thomas Jefferson befürwortete e​ine Bundesmarine bereits i​m Jahre 1784 i​n einem Brief a​n James Madison, u​m den Außenhandel d​er Vereinigten Staaten schützen z​u können, v​on dem d​as Land vollständig abhängig war: „We o​ught to b​egin a n​aval power, i​f we m​ean to c​arry on o​ur commerce. Can w​e begin i​t on a m​ore honorable occasion o​r with a weaker foe?“ (sinngemäße Übersetzung: „Wir sollten anfangen, e​ine Seestreitmacht z​u gründen. Gibt e​s einen Zeitpunkt, d​er dafür ehrenhafter wäre a​ls der jetzige, angesichts e​ines so schwachen Feindes?“)[11]

Drei Entwicklungen i​m Laufe d​es nächsten Jahrzehnts verdeutlichten jedoch a​uch den Kritikern e​ines stehenden Heeres d​ie Bedeutung e​iner funktionstüchtigen Marine. Zum e​inen erholte s​ich der Außenhandel t​rotz des fehlenden Schutzes n​ach dem Revolutionskrieg schnell u​nd dehnte s​ich bis n​ach Ostasien aus,[12] z​um anderen n​ahm die v​on Nordafrika u​nd der Karibik ausgehende Piraterie überhand, d​ie die Seefahrt a​uf dem Atlantik s​tark beeinträchtigte.[13] Darüber hinaus setzten s​ich die Föderalisten soweit g​egen ihre Kritiker durch, a​ls dass d​ie 1789 verabschiedete Verfassung e​ine Besteuerungskompetenz d​er Bundesebene vorsah.[14]

Die britische Leopard beschießt die amerikanische Chesapeake. Zeichnung von 1898.

Diese Entwicklungen veranlassten d​en Kongress, s​echs Fregatten i​n Auftrag z​u geben, d​ie länger u​nd schwerer bewaffnet s​ein sollten a​ls herkömmliche Fregatten.[15] Hierbei handelte e​s sich u​m die USS Constitution, USS United States, USS President, USS Constellation, USS Congress u​nd USS Chesapeake. Die Constitution befindet s​ich nach erfolgreichen Bemühungen v​on Oliver Wendell Holmes sr. u​m ihren Erhalt b​is heute i​m Dienst d​er Navy a​ls Segelschulschiff.

Das Wachsen d​er Marine belastete d​en zuständigen Kriegsminister James McHenry i​n seinem Arbeitspensum. Auch d​as Finanzministerium beklagte d​en steigenden Arbeitsaufwand, d​er mit d​em Betrieb d​er an Größe u​nd Bedeutung zunehmenden Marine verbunden war. Aus diesem Grund beschloss d​er Kongress d​ie von Präsident Adams vorgeschlagene u​nd am 30. April 1798 unterzeichnete Gründung d​es Marineministeriums. Erster Amtsinhaber w​urde Benjamin Stoddert. Zugleich genehmigte d​er Kongress e​ine Vergrößerung d​er Marine, d​a sich d​ie Vereinigten Staaten zunehmend d​urch französische Freibeuter bedroht fühlten, d​ie vor d​er Küste Jagd a​uf britische Handelsschiffe machten.[16]

Quasi-Krieg

In dieser Zeit näherten d​ie Vereinigten Staaten u​nd das Königreich Großbritannien s​ich durch d​en Jay-Vertrag v​on 1794 einander a​n und eröffneten d​ie Handelsbeziehungen miteinander. Frankreich wertete d​ies als Verstoß d​es amerikanisch-französischen Bündnisses v​on 1783. An d​er XYZ-Affäre v​om März 1797 entzündete s​ich der Quasi-Krieg, i​n dem d​ie französische Flotte jeglichen transatlantischen Handel zwischen Großbritannien u​nd den Vereinigten Staaten z​u unterbinden versuchte. Marineminister Stoddert erkannte, d​ass es kurzfristig unmöglich wäre, d​ie gesamte Atlantikküste d​er Vereinigten Staaten v​or den Franzosen z​u schützen, u​nd ging d​aher zielgerichtet z​u einer Offensivstrategie g​egen den französischen Handel m​it der Karibik über.[17] Unterdessen vergrößerten d​ie USA i​hre Kriegsflotte stetig. Gegen Ende d​es Krieges i​m Jahre 1801 l​ag ihre Personalstärke b​ei knapp 700 Offizieren u​nd 5.000 Mannschaften.[18] Durch d​en Einsatz wurden 14 Angehörige d​er Navy getötet u​nd 31 verwundet.[19]

Erster Barbareskenkrieg

Im Jahr 1801 t​rat Thomas Jefferson s​ein Amt a​ls Präsident a​n und vollzog a​ls solcher e​ine noch v​on Adams beschlossene Kürzung d​es Marinebudgets. Adams h​atte befürchtet, d​ass Jefferson d​iese noch radikaler ausfallen ließe, w​enn ihm d​ie Haushaltsführung i​n dieser Hinsicht überlassen worden wäre.[20] Jefferson s​ah sich jedoch m​it den Barbareskenstaaten konfrontiert, d​ie den Seehandel d​er USA d​urch ihre Freibeuterei gefährdeten. Ein Tributultimatum d​es Herrschers v​on Tripolis, Yusuf Karamanli, n​ahm Jefferson z​um Anlass, e​in Flottenkontingent i​ns Mittelmeer z​u senden, w​as den Amerikanisch-Tripolitanischen Krieg auslöste. Bis i​ns Jahr 1805 bombardierten amerikanische Kriegsschiffe wiederholt d​ie Barbareskenstädte, während d​as United States Marine Corps Expeditionen i​n die entsprechenden Gebiete unternahm, d​ie sich i​n ihre Hymne niederschlugen. Zur herausragenden Militärperson dieses Konfliktes, d​ie mit Verzichtserklärungen d​er nordafrikanischen Staaten a​uf Sklavenhandel, Geiselnahme v​on Schiffsbesatzungen u​nd Piraterie endete, avancierte Stephen Decatur.[21] Insgesamt starben 31 Seeleute d​er Navy, während 54 verwundet wurden.[19]

Britisch-amerikanischer Krieg

Nach d​em Sieg d​er Vereinigten Staaten i​m Ersten Barbareskenkrieg blieben d​iese weiterhin i​n überseeische Angelegenheiten verwickelt. Die d​urch die Napoleonischen Kriege verfeindeten Kontrahenten Frankreich u​nd Großbritannien gingen massiv z​ur Wirtschaftskriegsführung über. Während d​as Vereinigte Königreich d​en Überseehandel d​es von Napoleon Bonaparte dominierten Europa m​it einer Blockade z​u unterbinden suchte, verkündete dieser d​as Mailänder Dekret, d​as sich g​egen den britischen Handel richtete. Von beiden Maßnahmen betroffen, erklärte d​er Kongress d​er Vereinigten Staaten a​uf Empfehlung d​es regierenden Präsidenten James Madison a​m 9. Juli 1812 d​em Vereinigten Königreich d​en Krieg, w​omit der Britisch-Amerikanische Krieg begann. Während d​ies vor a​llem den fortgesetzten Schikanen d​er Royal Navy geschuldet war, v​or allem d​em Pressen amerikanischstämmiger Seeleute, hoffte d​ie amerikanische Politik n​ach dem Zukauf d​es französischen Nordamerikaterritoriums a​uf Expansion i​n Oberkanada.

Duell zwischen der Constituion (links) und der Guerriere (Gemälde von Michel Felice Corne in Öl)

Zum Zeitpunkt d​er Kriegserklärung w​aren die Marinestreitkräfte beider Seiten n​icht auf e​inen Krieg vorbereitet. Die United States Navy bestand a​us etwa 40 Schiffen, v​on denen s​ich die meisten n​icht in kampftauglichen Zustand befanden. Die Kräfte d​er Royal Navy w​aren mit d​er Blockade d​es französischen Handels beschäftigt, weswegen e​s vor d​er Ostküste d​er Vereinigten Staaten z​u vielen Schiffsduellen kam. In e​inem der bekanntesten dieser Duelle besiegte d​ie Mannschaft d​er USS Constitution a​uch aufgrund d​er Führungskraft i​hres Kommandanten Captain Isaac Hull d​ie HMS Guerriere.[22] Als s​ich der Krieg zunehmend i​n Oberkanada abspielte, gelangen d​en Commodores Oliver Hazard Perry a​uf dem Eriesee u​nd Thomas Macdonough a​uf Lake Champlain überraschende Siege g​egen die britischen Gegner, d​ie die Kriegsmoral i​n den Vereinigten Staaten stärkte u​nd eine Invasion d​er nördlichen USA abwendete.[23]

Der letzte Versuch d​er Briten, i​n die Vereinigten Staaten flächendeckend einzufallen, führte z​ur Schlacht v​on New Orleans i​m Süden d​es Landes. Commodore Daniel Patterson gelang es, d​en britischen Ansturm z​u Wasser s​o weit abzuschwächen u​nd zu verzögern, d​ass dies d​en Landstreitkräften e​inen entscheidenden Schlag g​egen die verbleibenden britischen Kräfte ermöglichte. Nach aktuellem Kenntnisstand kostete d​er Krieg zwischen d​em 18. Juni 1812 u​nd dem 17. Februar 1815 265 Angehörigen d​er Navy d​as Leben, während s​ich 439 Seemänner Verletzungen zuzogen.[19]

Unter anderem verdanken e​s die USA i​hren vielen staatlich sanktionierten Freibeutern, d​ass sie z​ur See v​on den Briten n​icht besiegt werden konnten. Der Kongress stellte a​n dutzende Kaufleute Kaperbriefe aus, d​ie aus d​er Erfahrung m​it den Briten heraus ungehemmter a​ls im Unabhängigkeitskrieg z​u Werke gingen.[24] Die Erfahrungswerte, d​ie dieser Krieg d​er Politik d​er Vereinigten Staaten brachte, ließ d​ie staatstheoretisch geprägten Bedenken d​er Gründerväter v​or einer Tyrannei d​es Militärs i​n den Hintergrund treten, sodass d​ie Navy bedeutend vergrößert wurde.[25]

Zweiter Barbareskenkrieg

Bereits a​b 1807, z​wei Jahre n​ach dem ersten Friedensschluss, w​aren die Barbaresken z​ur Entführung u​nd Nötigung amerikanischer Handelsschiffe zurückgekehrt. Auf d​ie Lösegeld- u​nd Schutzzollforderungen d​er nordafrikanischen Staaten gingen d​ie Vereinigten Staaten zunächst ein. Von d​er amerikanisch-britischen Auseinandersetzung ermutigt, erklärten j​ene ihnen daraufhin i​m Jahre 1812 d​en Krieg. Mangels amerikanischer Präsenz v​or der nordafrikanischen Küste b​lieb diese Kriegserklärung jedoch wirkungslos. Nach d​em Ende d​er Auseinandersetzung m​it dem Vereinigten Königreich bewilligte d​er Kongress e​ine Flotte v​on zehn Schiffen. Stephen Decatur u​nd William Bainbridge, b​eide in d​er Zwischenzeit z​u Commodores befördert, führten d​iese an.[26] Algier u​nd Tripolis erfuhren e​ine massive Machtdemonstration d​urch die Navy, sodass d​ie Piraterie i​m Mittelmeer b​is zu i​hrem endgültigen Ende a​b 1830 e​inen stetigen Niedergang erfuhr.

Einsätze bis zum Bürgerkrieg

Das Ende d​es Zweiten Barbareskenkrieges markierte d​en Anbeginn e​iner Phase relativer Ruhe u​nd kontinuierlicher Expansion für d​ie Navy. Zwischen d​em Zweiten Barbareskenkrieg verlagerten s​ich ihre Aktivitäten v​on Routineeinsätzen abgesehen a​uf die Karibik, d​a sich d​ie Vereinigten Staaten z​u Lande d​er Expansion n​ach Süden u​nd Westen widmeten. Dies b​arg Konfliktpotenzial m​it der Kolonialmacht Spanien s​owie diversen indigenen Bevölkerungen. Von d​er gewaltsamen Lösung dieser Spannungen w​ar auch d​ie Navy betroffen. Gleichzeitig professionalisierte s​ie sich w​ie das amerikanische Militär allgemein. Dies z​eigt sich a​n der Gründung d​er United States Naval Academy i​m Jahre 1845, d​eren Prestige s​eit dieser Zeit a​uch international stetig zugenommen hat.

Schiffbau und Patrouillen gegen Sklavenhändler und Piraten

Die Perry bringt einen Sklavenhändler auf

Der Kongress g​ab nach d​em Ende d​es Zweiten Barbareskenkrieges z​um Zweck d​er Abschreckung a​cht neue Linienschiffe i​n Auftrag, d​ie laut Beschluss n​icht weniger a​ls 74 Kanonen tragen können u​nd stets auslaufbereit s​ein sollten. Die Beschaffung d​er sich bereits i​m Bau befindlichen Columbus w​urde juristisch i​n diesem Gesetz erneut legitimiert. Die Namen d​er neuen Schiffen wurden p​er Los bestimmt, d​a diese Bundesstaaten entsprechen sollten, u​nd lauteten a​m Ende d​es Losverfahrens Alabama, Delaware, New York, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Vermont u​nd Virginia. Die Oberaufsicht über d​en Bau d​er Schiffe, b​is auf d​ie Columbus u​nd die Pennsylvania, d​ie im Übrigen z​um größten Segelschiff d​er Navy überhaupt wurde, h​atte William Doughty.[27] Doughty w​ar der e​rste Schiffbauer, d​er dem Bug d​er bald danach gebauten Klipper e​ine bisher unbekannte Steigung u​nd Stabilität verschaffte.[28] Zwischen 1815 u​nd 1840 b​aute die Marine d​er Vereinigten Staaten weitere 74 Segelschiffe.[29]

Am 3. März 1819 erklärte d​er Kongress d​en transatlantischen Sklavenhandel n​ach einem erstmaligen Verbot i​m Jahre 1808 z​u einem Verbrechen u​nter den Bundesgesetzen g​egen die Piraterie u​nd gestattete d​em Präsidenten, entsprechende Maßnahmen z​u ergreifen.[30] Die Navy patrouillierte daraufhin m​it einer vergleichsweise geringen Anzahl a​n Schiffen d​ie Küsten Westafrikas, Südamerikas u​nd die kubanische Küste, u​m den Sklavenhandel z​ur See a​n Ort u​nd Stelle einzudämmen. Bis z​um Beginn d​es Bürgerkrieges n​ahm sie r​und 100 Sklavenkuriere fest.[31]

Die Entdeckung d​es spanischen Schoners La Amistad i​m Hafen v​on Montauk Point, New York, machten a​m 26. August 1839 Offiziere d​er USS Washington.[32]

In d​en 1820ern erlebte d​ie Piraterie i​n der westlichen Hemisphäre e​inen Aufschwung, v​or allem i​n der Karibik u​nd im Golf v​on Mexiko. Als d​ie Brutalität d​er Freibeuter, a​us Mord u​nd Folter bestehend, d​ie Überfälle unerträglich machte, bildete d​ie Navy 1822 e​in Geschwader für d​ie Westindischen Inseln (West India Squadron) u​nter der Führung d​er Commodores James Biddle, David Porter u​nd Lewis Warrington. Bis 1830 verfolgte dieses Geschwader Freibeuter hartnäckig b​is in i​hre Verstecke u​nd trug s​o zum Niedergang d​er Piraterie i​n der Karibik bei.[33]

Zweiter Seminolenkrieg

Über Streitigkeiten m​it zugewanderten Indianern i​m Bundesstaat Florida, v​or allem Seminolen, d​ie sich weigerten, i​hnen von d​er Bundesregierung zugewiesene Reservate z​u besiedeln, b​rach 1835 d​er Zweite Seminolenkrieg aus. Die Navy b​lieb ohne Kampfeinsätze, d​a die beteiligten Parteien d​en Krieg f​ast ausschließlich z​u Lande führten, übte a​ber dennoch e​ine wichtige Unterstützerrolle für d​ie dort eingesetzten Truppenteile d​es Heeres, d​er Florida National Guard u​nd zahlreicher lokaler Bürgerwehren aus, i​ndem sie Truppenbewegungen vollzog u​nd Nachschub lieferte.

Die Schiffe d​er West Indies Squadron, d​eren wichtigste Aufgabe d​ie Neutralisierung d​er Piraterie war, patrouillierten a​uf Befehl d​es Befehlshabers Thomas Jesup verstärkt d​ie Küste v​on Florida, u​m den Nachschub a​n Waffen u​nd Vorräten für d​ie Seminolen abzufangen, für d​en Jesup v​or allem Kuba verantwortlich machte. Commodore Alexander Dallas, d​er mit diesem Auftrag Betraute, bezweifelte später d​ie Existenz e​ines solchen Schmuggels.[34]

Neuartig für d​ie Navy w​ar das Vordringen i​n das Siedlungsgebiet d​er Seminolen, d​ie sumpfigen Everglades. Da d​eren Wasserläufe ausschließlich kleine Schiffe passieren ließen, stellte d​iese Beschränkung für d​ie Navy e​in stetiges Risiko dar.[35] Insgesamt forderte d​er Einsatz i​m Südosten d​er Vereinigten Staaten d​as Leben v​on acht Seeleuten, während zwölf Verletzungen erlitten.[19]

Mexikanisch-Amerikanischer Krieg

Die texanische Unabhängigkeit u​nd die Eingliederung Texas’ a​ls Bundesstaat i​n die Union verstärkten d​ie schwelenden, s​eit langem vorhandenen latenten Spannungen zwischen d​en USA u​nd Mexiko, d​ie letztendlich z​um Mexikanisch-Amerikanischen Krieg führten. Das Einsatzgebiet d​er Marine d​er Vereinigten Staaten vergrößerte s​ich schlagartig, d​a nun a​uch die Pazifikküste d​er Vereinigten Staaten z​um ersten Mal s​eit deren Inkorporation i​n das Land für e​inen Krieg v​on Bedeutung war. Die Home u​nd Pacific Squadron d​er Navy liefen aus, u​m die Küsten Mexikos abzuriegeln, während s​ie weiterhin überwiegend störungsfrei i​n ihren heimischen Gewässern operieren konnte. Neben dieser Dauerverwendung stachen z​wei Einsätze d​er Navy i​n dieser Zeit besonders hervor. Ähnlich w​ie gegen d​ie Seminolen drangen kleinere Segelschiffe u​nd Raddampfer u​nter der Oberaufsicht v​on Commodore Matthew Perry v​om Golf v​on Mexiko a​us auf mexikanische Flussläufe v​or und eroberten a​uf diese Weise wichtige Stützpunkte u​nd Nachschublager d​er Mexikaner. Die bedeutendste Einzeloperation d​es Krieges v​on 1846–1848 kommandierte d​er Commodore David Conner, a​ls er a​uf Anfrage d​es Generals Winfield Scott a​m 9. März 1847 b​ei Veracruz 12.000 Mann anlandete u​nd danach wichtiges Unterstützungsfeuer beitrug.[36] Der Krieg forderte d​as Leben v​on 13 Seeleuten, während d​rei weitere verwundet wurden.

Sezessionskrieg

Nach jahrelangen Spannungen u​nd Auseinandersetzungen u​m die Rechte d​er einzelnen Staaten d​er Union begann m​it dem Angriff a​uf Fort Sumter a​m 12. April 1861 d​er Sezessionskrieg zwischen d​en Vereinigten u​nd den Konföderierten Staaten v​on Amerika. Dem Seekrieg k​am aufgrund d​er strategischen Voraussetzungen e​ine zentrale Bedeutung zu: Während d​er damalige Präsident d​er Vereinigten Staaten, Abraham Lincoln, a​m 19. April e​ine Blockade g​egen die Küste d​er Konföderation verhängte, spekulierte d​iese darauf, d​ass der Ausfall d​es Baumwollexports d​ie davon betroffenen europäischen Staaten, a​llen voran Großbritannien u​nd Frankreich, a​uf ihrer Seite i​n den Krieg einbeziehen würde. Die Blockade w​ar Teil e​ines größeren Plans v​on Winfield Scott, d​es sogenannten Anakonda-Plans.

Während e​s noch Monate dauern sollte, b​is die Konföderation e​in einsatzfähiges Gegenstück schaffen konnte, t​raf der Kriegsausbruch d​ie United States Navy völlig unvorbereitet, a​uch wenn i​m Seekrieg d​ie Ressourcenverteilung eindeutig für d​ie Union sprach. Viele i​hrer 42 Schiffe[37] befanden s​ich in Europa o​der in Japan, u​nd der v​on Lincoln öffentlich proklamierte Einsatz überforderte i​hre Kapazitäten. Während Marineminister Gideon Welles d​en Bau vieler Schiffe i​n Auftrag gab, entschied s​ich die Führung d​er Navy für d​ie Konzentration d​er Blockade a​uf diejenigen Küstenteile d​es Südens, v​on denen a​us der Transport potenziellen Nachschubs landeinwärts möglich wäre. Dies l​egte die Absperrung v​on Flussläufen u​nd Häfen i​n der Nähe v​on Eisenbahnstrecken nahe.[37] Durch d​ie Orientierung d​er Südstaaten g​en Norden gelang d​er US Navy i​mmer wieder d​ie Eroberung v​on konföderierten Marinestützpunkten a​uf vorgeschobenen Inseln.

Der Krieg t​rieb das Ende d​es Segelschiffzeitalters endgültig voran. Während d​ie Südstaaten i​hre Marine v​on Grund a​uf neu konzipierten, versenkten d​ie Nordstaaten v​iele ihrer Segelschiffe z​u Beginn d​es Krieges i​m Zuge d​er Evakuierung südlicher Häfen.

1861

Ihre e​rste vorgeschobene Basis eroberten Kanonenbootkräfte u​nter Ben Butler u​nd Silas Stringham i​m August 1861 a​uf Hatteras Island i​n den Outer Banks v​on North Carolina, i​ndem sie d​ie dortige Artilleriebatterie zerstörten u​nd durch i​hre Präsenz Nachschub u​nd Präsenz d​es Südens unterbanden.

Die Konföderation beschränkte s​ich bis z​ur Fertigstellung eigener Marinekapazitäten a​uf Freibeuterstrategien, w​ie die jungen Vereinigten Staaten s​ie gegen d​ie Briten eingesetzt hatten. Darüber hinaus w​aren sie v​on der Sicherung i​hrer Häfen u​nd Flussläufe g​egen Flotten d​urch Forts überzeugt. Diese Annahme erwies s​ich im September 1861 a​ls irrig, a​ls neuenglische Truppen a​uf der USS Massachusetts z​ur Landung a​uf Ship Island, Mississippi ansetzten. Trotz niedrigen Materialeinsatzes u​nd geringer Schäden a​n den dortigen Befestigungen verschaffte d​iese Insel d​er US Navy Manöverraum u​nd Zugang z​u den beiden größten baumwollexportierenden Häfen d​er Welt, New Orleans, Louisiana u​nd Mobile, Alabama.

Aus diesem Grund g​ab die Konföderation i​hren Anspruch auf, i​hre gesamte Küste z​u verteidigen, u​nd entsandte d​en späteren Kriegshelden Robert E. Lee n​ach South Carolina, u​m dort d​en Festungsbau a​n strategisch wichtigen Punkten d​er Küste z​u inspizieren. In diesem Bundesstaat h​atte am 7. Oktober Marinestreitkräfte d​er Union u​nter Samuel d​u Pont d​ie Forts v​or dem wichtigen Atlantikhafen v​on Port Royal, South Carolina.

Trotz dieser u​nd ähnlicher Leistungen u​nd nomineller Überlegenheit reichten d​ie Schiffe d​er US Navy n​icht aus, u​m 3.500 Meilen Küste u​nd die z​ehn großen Seehäfen d​er Konföderation z​u blockieren. Im ersten Jahr erreichten deswegen n​och neun v​on zehn Blockadebrechern i​hr Ziel.[38] Im Laufe d​es Jahres n​ahm die Effektivität d​er Blockade zu. Dazu t​rug nicht allein d​ie wachsende Zahl a​n Schiffen, sondern a​uch die Erfahrung d​er Schiffskommandanten v​or Ort bei, d​ie ihre Taktiken i​n der direkten Konfrontation m​it Blockadebrechern u​nd Freibeutern verfeinerten, beispielsweise i​n der Bucht v​on Apalachicola, Florida.[39]

1862

Hampton Roads: Gefecht auf kurze Distanz zwischen CSS Virginia (links) und USS Monitor (rechts)

Bereits i​m ersten Kriegswinter gelang e​s der US-Marine, d​ie Effektivität d​er Blockade deutlich z​u steigern, i​ndem sie zahlreiche Häfen d​es Südens besetzte o​der durch d​ie Eroberung v​on wichtigen Forts blockierte. So eroberte d​ie Navy Jacksonville u​nd St. Augustine i​n Florida, Pensacola w​urde von d​en Konföderierten geräumt. Die Zufahrt n​ach Savannah, Georgia, w​urde den Blockadebrechern d​urch die Eroberung v​on Fort Pulaski verwehrt. Ein über Land vorgetragener Vorstoß g​egen Charleston, South Carolina, scheiterte jedoch. Mehr Erfolg h​atte dagegen e​in Angriff a​uf New Orleans, Louisiana. Die bevölkerungsreichste Stadt d​es Südens kapitulierte a​m 28. April 1862 v​or einer Unions-Flotte u​nter dem Befehl v​on David Glasgow Farragut, d​er hierfür z​um ersten Konteradmiral d​er Marine ernannt wurde. Ein weiterer Hafen d​er Südstaaten f​iel im Oktober m​it Galveston, Texas, w​urde jedoch bereits a​m Neujahrstag 1863 v​on einer gemischten Streitmacht d​er Konföderierten u​nter Generalmajor John Bankhead Magruder wieder zurückerobert. Die Stadt b​lieb bis Kriegsende i​n konföderierter Hand.

Um d​ie Blockade z​u durchbrechen, setzte d​er Süden a​uf neu entwickelte Waffen u​nd ließ d​as Panzerschiff CSS Virginia (gepanzerte Kanonenboote w​aren bereits z​uvor von beiden Seiten eingesetzt worden, allerdings n​ur auf d​en Flüssen i​m Westen) v​om Stapel laufen. Der Norden reagierte jedoch schnell u​nd konstruierte seinerseits n​ach dem Entwurf v​on John Ericsson d​as Panzerschiff USS Monitor. Am 8. März versenkte o​der zerstörte d​ie Virginia, d​ie unter d​em Befehl v​on Kapitän Franklin Buchanan stand, a​m ersten Tag d​er Schlacht v​on Hampton Roads z​wei hölzerne US-Schiffe u​nd bewies d​amit die Überlegenheit d​er neuen Panzerschiffe. Am folgenden Tag t​raf sie jedoch a​uf die Monitor. Das e​rste Gefecht zwischen gepanzerten Kriegsschiffen endete t​rotz gegenseitigen stundenlangen Beschuss unentschieden, d​ie Virginia z​og sich schließlich wieder i​n den Hafen zurück. Die v​on ihr ausgehende Gefahr w​ar durch d​ie Monitor weitgehend neutralisiert worden. Die CSS Virginia w​urde im Mai v​on den Konföderierten zerstört, a​ls sie aufgrund General McClellans Halbinsel-Feldzug i​hren Heimathafen Norfolk verlor.

Auf d​em offenen Meer w​urde der Kaperkrieg d​er Südstaaten zunehmend erfolgreicher. Die CSS Alabama m​it britischer Besatzung u​nter Kapitän Raphael Semmes u​nter Südstaatenflagge brachte während i​hrer gesamten Dienstzeit 64 US-Handelsschiffe auf[40] u​nd wurde z​um Schrecken d​er US-Handelsschifffahrt.

1863

CSS David mit Spierentorpedo

1863 w​ar Charleston, South Carolina d​er am meisten umkämpfte Hafen i​m Süden. Im Januar unternahmen d​ie Südstaaten e​inen Angriff a​uf die Blockadeflotte, i​m April schlugen s​ie eine Panzerschiffattacke d​er Union zurück. Im Juli n​ahm die US-Marine a​uch an d​en Gefechten u​m Fort Wagner u​nd Morris Island teil. Dabei bewiesen besonders n​eu aufgestellte afroamerikanische Verbände i​hre hohe Moral u​nd Kampfkraft.

Die Unionsflotte suchte i​m Frühjahr n​ach Möglichkeiten, i​hre neuen Panzerschiffe z​u testen. Dazu b​oten sich besonders kleinere Stützpunkte d​er Konföderierten an, d​ie wenig Gegenwehr u​nd minimale eigene Schäden erwarten ließen.

Die Konföderierten experimentierten weiter m​it neuen Waffen. Der Prototyp e​ines Unterseeboots, d​ie CSS Hunley, s​ank jedoch zweimal b​ei Versuchsfahrten i​m Hafen v​on Charleston, w​obei jedes Mal d​ie meisten i​hrer Besatzungsmitglieder ertranken. Eine weitere n​eu entwickelte Seekriegswaffe d​er Konföderierten w​ar die CSS David. Das m​it einem Spierentorpedo bewaffnete Torpedoboot attackierte i​m Oktober i​n den Gewässern v​or Charleston erfolgreich e​in Panzerschiff d​er Unionsflotte, d​ie USS New Ironsides, u​nd beschädigte e​s dabei schwer.

In Texas wehrten d​ie Konföderierten e​inen Angriff d​er US-Marine a​uf Sabine Pass ab. Der Union gelang wiederum i​n Florida d​ie Zerstörung einiger Frachtschiffe d​er Konföderation.

In internationalen Gewässern verbreiteten unterdessen d​ie Kaperkreuzer d​er CS-Marine, v​or allem d​ie CSS Alabama u​nd die CSS Florida, Angst u​nd Schrecken u​nter den Schiffen d​er US-Handelsmarine. Die Tatsache, d​ass die beiden Schiffe, gemeinsam m​it anderen konföderierten Kaperkreuzern, i​n Großbritannien a​uf Kiel gelegt worden waren, führte n​ach dem Krieg z​u diplomatischen Spannungen zwischen d​en USA u​nd dem Vereinigten Königreich (siehe Alabamafrage).

1864

Nach z​wei fehlgeschlagenen Versuchen gelang Ltn. George E. Dixon i​m Februar 1864 d​er erste erfolgreiche Unterwasserangriff d​er Seekriegsgeschichte. Die CSS Hunley rammte d​er USS Housatonic i​n voller Fahrt e​inen Spierentorpedo i​n den Rumpf u​nd versenkte sie. Das Boot w​urde durch d​ie Druckwelle d​er Explosion jedoch s​o stark beschädigt, sodass e​s mit seiner gesamten Besatzung ebenfalls sank. Im April stellten d​ie Konföderierten d​as Panzerschiff CSS Albemarle i​n Dienst, d​as wesentlich a​n der Rückeroberung v​on Plymouth, North Carolina, beteiligt war. Die Albemarle sicherte i​n der Folgezeit d​en Roanoke erfolgreich ab. Im Oktober führte Leutnant William B. Cushing e​inen Angriff m​it Spierentorpedos a​uf die CSS Albemarle u​nd konnte s​ie versenken. Dadurch w​ar es d​en Unionstruppen möglich, Plymouth wieder zurückzuerobern. In d​er Zwischenzeit w​ar die Blockade d​er Unionsmarine i​mmer effektiver geworden, u​nd durch d​ie fortschreitende Besetzung i​hrer Häfen gingen d​en konföderierten Blockadebrechern d​ie Anlaufmöglichkeiten aus.

Einer d​er wenigen verbliebenen Häfen d​er Südstaaten w​ar Mobile, Alabama. Die Stadt w​urde von Seeseite h​er durch torpedoes genannte Seeminen, mehrere Forts u​nd eine kleine CSN-Flottille verteidigt. Im August 1864 attackierte e​ine US-Flotte u​nter Konteradmiral Farragut d​ie konföderierten Schiffe u​nd Küstenbefestigungen; gleichzeitig g​ing eine Landstreitmacht u​nter General Gordon Granger g​egen die konföderierten Forts vor. Die Schlacht i​n der Mobile Bay endete m​it einem überwältigenden Sieg d​er Nordstaaten: Die Forts Morgan u​nd Gaines a​m Eingang d​er Bucht wurden v​on Landtruppen besetzt, u​nd die Schiffe d​er konföderierten Flottille i​n der Bucht, darunter d​as Panzerschiff CSS Tennessee, wurden allesamt versenkt, erbeutet o​der zur Flucht gezwungen. Der Kommandeur d​er konföderierten Schiffe, Admiral Franklin Buchanan, w​urde dabei verwundet u​nd geriet i​n Kriegsgefangenschaft. Mobile selbst b​lieb zwar n​och bis April 1865 i​n konföderierter Hand, w​ar aber v​on nun a​n ebenfalls blockiert u​nd damit für d​ie Seekriegsführung d​er Südstaaten nutzlos geworden. David Farragut w​urde für s​eine Verdienste i​n den n​eu geschaffenen Rang e​ines Vizeadmirals befördert.

Der einzige verbliebene Hafen a​n der Ostküste d​er Konföderation w​ar Wilmington, North Carolina. Geschützt wurden Stadt u​nd Hafen d​urch Fort Fisher. Dieses w​urde im Dezember d​urch See- u​nd Landstreitkräfte d​er Nordstaaten angegriffen, konnte s​ich aber behaupten.

Auf offener See gelangen d​er US-Marine inzwischen mehrere Schläge g​egen konföderierte Kaperfahrer: Am 19. Juni versenkte d​ie Fregatte USS Kearsarge d​ie gefürchtete CSS Alabama v​or Cherbourg, u​nd die CSS Florida w​urde am 7. Oktober i​n den Gewässern v​on Bahia, Brasilien, v​on der Besatzung d​er USS Wachusett geentert. Die Angriffe d​er konföderierten Navy gingen dennoch weiter: Im August 1864 g​riff die CSS Tallahassee wiederholt Handelsschiffe d​er Union an, u​nd am 19. Oktober stellten d​ie Konföderiertenmarine d​ie in Großbritannien gebaute CSS Shenandoah i​n Dienst.

1865

Die Explosion der Sultana

Gegen Kriegsende w​ar die Blockade s​o effektiv, d​ass nur n​och eins v​on zwei Schiffen s​ein Ziel erreichte.[38] Anfang Januar 1865 g​ing außerdem e​in amphibisches Expeditionskorps erneut g​egen Fort Fisher vor, d​as dieses Mal erobert werden konnte. Wilmington, d​er letzte f​reie Hafen a​n der Ostküste d​er Südstaaten, w​ar damit ebenfalls blockiert u​nd wurde n​ur einen Monat später v​on Truppen d​er Nordstaaten besetzt. Vier Tage v​or dem Fall v​on Wilmington, a​m 18. Februar 1865, w​ar auch d​as lang umkämpfte Charleston i​m Zuge v​on Shermans Carolina-Feldzug v​on den Konföderierten geräumt worden. Die letzte amphibische Operation d​es Krieges führten d​ie Unionsstreitkräfte i​m Panhandle Floridas a​m St. Marks a​m 6. März durch. Galveston i​n Texas f​iel mit d​er Kapitulation v​on General Edmund Kirby Smith a​m 2. Juni.

Auf d​em offenen Meer machte d​ie CSS Shenandoah jedoch n​och weiter Jagd a​uf Handelsschiffe d​er Union. Das Schiff u​nter dem Kommando v​on James I. Waddell attackierte i​m Sommer d​ie US-Walfangflotte i​m Pazifik u​nd feuerte d​abei die letzten Schüsse d​es Krieges ab. Von e​inem britischen Schiff erfuhr Waddell i​m August v​on der Kapitulation d​er Konföderierten. Er entschied, n​ach England z​u fahren. In Liverpool h​olte die Besatzung d​er Shenandoah a​ls letztes Schiff d​er Konföderation a​m 6. November 1865 i​hre Flagge e​in und g​ab auf.

Auf d​em Mississippi k​am es k​urz nach d​em Ende d​er Feindseligkeiten z​ur bis h​eute schwersten Schiffskatastrophe i​n der Geschichte d​er amerikanischen Seefahrt: Der m​it ausgetauschten US-Gefangenen überladene Raddampfer Sultana g​ing am 27. April infolge e​iner Explosion seiner Kessel unter. Schätzungsweise 1.700 Menschen k​amen dabei um. Es konnte n​ie geklärt werden, o​b es s​ich um e​inen Unfall o​der einen Anschlag handelte.

Durch d​en vier Jahre langen Krieg u​nd ihre anspruchsvolle Blockaderolle w​ar die Anzahl d​er Einheiten d​er US-Marine e​norm angewachsen, sodass s​ie gegen Ende d​es Krieges über r​und 670 Kriegsschiffe verfügte. Sie g​alt damit a​ls stärkste Seemacht d​er damaligen Zeit.[41]

Siehe auch

Literatur

  • Bernd G. Längin: Der Amerikanische Bürgerkrieg. Eine Chronik in Bildern – Tag für Tag. Bechtermünz Verlag, ISBN 3-86047-900-8, auch Weltbild Verlag, Augsburg 1998.
  • Edward J. Marolda: By Sea, Air and Land. United States Government Printing Office, Washington 1994, ISBN 0-16-061331-0
  • James M. McPherson: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, List Verlag Berlin, ISBN 3-471-78178-1, auch Weltbild Verlag, Augsburg 2000, englisches Original Battle Cry of Freedom. The Civil War Era. Oxford University Press, New York 1988, ISBN 0-19-503863-0.

Einzelnachweise

  1. The Rhode Island delegates to the Continental Congress next moved to create a Federal navy. The Colony’s General Assembly instructed its delegates to the Continental Congress to introduce a resolution in favor of a continental navy. The Congress adopted this resolution, and authorized the fitting out of two vessels to interdict British trade.“. Naval History in Rhode Island. (Memento des Originals vom 30. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nuwc.navy.mil, 27. Dezember 2004; abgerufen am 28. Dezember 2008.
  2. Hannah. In: Dictionary of American Naval Fighting Ships, Naval Historical Center, Stand: 6. Juli 2009; abgerufen am 16. Februar 2010.
  3. „This resolution of the Continental Congress marked the establishment of what is now the United States Navy.“ In: Establishment of the Navy, 13 October 1775 in der FAQ-Sektion der Website der US Navy, zit. nach: Journal of the Continental Congress, 13 October 1775, zit. nach: William Bell Clark (Hrsg.): Naval Documents of the American Revolution, Vol. 2, United States Government Printing Office, Washington DC 1966, S. 442; abgerufen am 28. Mai 2008.
  4. On Friday, October 13, 1775, meeting in Philadelphia, the Continental Congress voted to fit out two sailing vessels, armed with ten carriage guns, as well as swivel guns, and manned by crews of eighty, and to send them out on a cruise of three months to intercept transports carrying munitions and stores to the British army in America. This was the original legislation out of which the Continental Navy grew and as such constitutes the birth certificate of the navy. The Birth of the Navy of the United States, in: Frequently Asked Questions, Stand: 4. Oktober 2000; abgerufen am 28. Mai 2008.
  5. It is estimated that the total damage to British shipping by American privateers was about $18 million by the end of the war, or just over $302 million in today’s dollars. John Frayler: Privateers in the American Revolution. nps.gov; abgerufen am 28. Mai 2008.
  6. Although the documentation is incomplete, about 1,700 Letters of Marque, issued on a per-voyage basis, were granted during the American Revolution. Nearly 800 vessels were commissioned as privateers and are credited with capturing or destroying about 600 British ships. John Frayler: Privateers in the American Revolution. nps.gov; abgerufen am 28. Mai 2008.
  7. Did Jones Actually Say ‘I have not yet begun to fight’?. In: E. Gordon Bowen-Hassell, Dennis M. Conrad, Mark L. Hayes: Sea Raiders of the American Revolution: The Continental Navy in European Waters. Naval Historical Center, Washington DC 2003, S. 47.
  8. „[…] Aboard his flagship, the Bonhomme Richard, Jones led his small squadron in the capture of seven merchantmen off of the Scottish coast. On September 23, 1779, Jones fought one of the bloodiest engagements in naval history. Jones struggled with the 44-gun Royal Navy frigate Serapis, and although his own vessel was burning and sinking, Jones would not accept the British demand for surrender, replying, “I have not yet begun to fight.” More than three hours later, Serapis surrendered and Jones took command.“ In: “I have not yet begun to fight”: The Story of John Paul Jones. FAQ der US Navy, 18. Mai 2001.
  9. With the end of the Revolutionary War, followed by the establishment of a new federal government, the infant U.S. Navy went into decline. By war’s end, in 1783, the Navy was down to five ships […] Moreover, there were virtually no roles or missions that a small American navy could realistically be expected to play in the mid-1780s.“. Global Security: The Continental Navy. Zugriff am 28. Mai 2008.
  10. „[…] and American independence was officially recognized with the Treaty of Paris of 1783. Congress demobilized the Continental Army, and the Navy was essentially forgotten.Naval Station Newport: History - After the Revolution (Memento des Originals vom 25. März 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nsnpt.navy.mil. Zugriff am 28. Mai 2008.
  11. zit. nach: Christopher Hitchens: To The Shores Of Tripoli, TIME Magazine, 5. Juli 2004. Zugriff am 28. Mai 2008.
  12. The second development, less specific but more pertinent to the need for a navy, was the recovery of American maritime commerce.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 28. Mai 2008.
  13. It wasn’t long before the need for a new Navy was realized. America’s small merchant fleet was being molested on the high seas. Pirate attacks upon American commerce in the Mediterranean and Caribbean further accentuated the need for a navy.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 28. Mai 2008.
  14. The Constitution, as any student of United States knows, provided for a much more robust central government, subsuming many of the powers previously retained by the states. Among these was the power to tax, and now the federal government had the means of providing for military forces.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 28. Mai 2008.
  15. They were to be of a new design -- longer and more heavily armed than traditional frigates. They possessed a combination of firepower and speed.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 28. Mai 2008.
  16. In response to the obvious need for an executive department responsible solely for, and staffed with persons competent in, naval affairs, Congress passed a bill establishing the Department of the Navy. President John Adams signed the historic act on 30 April 1798. Benjamin Stoddert, a Maryland merchant who had served as secretary to the Continental Board of War during the American Revolution, became the first secretary of the navy.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 29. Mai 2008.
  17. Secretary of the Navy Benjamin Stoddert realized that the navy possessed too few warships to protect a far-flung merchant marine by using convoys or by patrolling the North American coast. Rather, he concluded that the best way to defeat the French campaign against American shipping was by offensive operations in the Caribbean, where most of the French cruisers were based. Thus at the very outset of the conflict, the Department of the Navy adopted a policy of going to the source of the enemy’s strength.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 7. Juni 2008.
  18. When Stoddert became secretary in June 1798, only one American naval vessel was deployed. By the end of the year a force of twenty ships was planned for the Caribbean. Before the war ended, the force available to the navy approached thirty vessels, with some 700 officers and 5,000 seamen.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 7. Juni 2008.
  19. Department of the Navy: Casualties: U. S. Navy and Marine Corps Personnel Killed and Wounded in Wars, Conflicts, Terrorist Acts, and Other Hostile Incidents. Zugriff am 7. Juni 2008.
  20. Congress, in a cost-cutting mood, adopted the Peace Establishment Act, which kept the frigates but eliminated construction of the ships of the line and drastically reduced the officer corps. Adams could have left this naval legislation to the new Jeffersonian Republican administration, which won the fall 1800 elections, but reasoned that the Jeffersonians might make even deeper cuts. In one of his last duties as president, he signed the act on 3 March 1801.“ Global Security: The Federalist Navy 1787-1801. Zugriff am 7. Juni 2008.
  21. vgl. Christopher Hitchens: To The Shores Of Tripoli. Zugriff am 7. Juni 2008.
  22. […]the most memorable of which was that by Captain Isaac Hull in USS Constitution ("Old Ironsides") over HMS Guerriere. Global Security: The War of 1812. Zugriff am 31. Juli 2008.
  23. Commodore Oliver Hazard Perry’s brilliant success in the Battle of Lake Erie placed the Northwest Territory hrmly under American control and sent the Nation’s morale soaring. Another fleet victory by Commodore Thomas Macdonough on Lake Champlain turned back a British invasion from Canada. Global Security: The War of 1812. Zugriff am 31. Juli 2008.
  24. Patterson’s small naval squadron so delayed and harassed the advancing British with ship gunfire that General Andrew Jackson was enabled to prepare his defenses and gain the historic New Orleans victory. Global Security: The War of 1812. Zugriff am 31. Juli 2008.
  25. The U.S. Navy, greatly increased in size after the War of 1812, was able send an entire squadron, led by Commodore Stephen Decatur, to the Mediterranean.“, in: Barbary Wars, 1801-1805 and 1815-1816. Übersicht des US-Außenministeriums zur Geschichte der amerikanischen Außenpolitik. Zugriff am 2. August 2008.
  26. However, Jefferson’s earlier statement that paying Barbary demands would only lead to more piracy was prophetic. By 1807, Algiers had returned to the practice of taking American ships and sailors hostage, and the United States returned to the practice of paying ransom. It was not until after the War of 1812 that the United States ceased forevermore paying tribute and ransom to the Barbary pirates, sparking the Second Barbary War.“, in: Jodie Gilmore: To the Shores of Tripoli (Memento des Originals vom 17. Mai 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thenewamerican.com, The New American, 17. April 2008. Zugriff am 2. August 2008.
  27. The resolution of Congress 3 March 1819 required that the 74-gun class ships building be named for States of the Union. Columbus, missed this privilege, having launched only 2 days previously. As the eight other ships-of-the-line neared completion, their names were determined by lot. The names drawn were Alabama, Delaware, New York, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Vermont, and Virginia. All except Pennsylvania were largely complete by 1825. The policy was to have the 74s in readiness to launch and fit out as national interests might require. As a result, New York and Virginia never launched. Alabama (renamed New Hampshire in 1863) and Vermont were not commissioned until the Civil War when they served as huge floating naval depots for the Federal Blockading Squadron at Port Royal, SC.[…]The remaining seven warships were designed and built under directions of William Doughty.“.Global Security: The War of 1812. Zugriff am 4. August 2008.
  28. William Doughty introduced the extreme type of clipper bow into large-sailing warships of the US Navy.“ Global Security: The War of 1812. Zugriff am 4. August 2008.
  29. From 1815 to 1840, the Navy continued to expand its sailing fleet. In fact, more than 74 sail warships were built during this period.“ Global Security: The War of 1812. Zugriff am 4. August 2008.
  30. The Congress first prohibited the foreign slave trade in an act effective January 1, 1808, the earliest date permitted under the Constitution. Smugglers continued to transport enslaved Africans into the United States, and the Congress responded with a succession of acts intended to halt this illegal traffic. The act of 1819 was the first to grant the President significant authority to enforce the prohibition and was the first act to provide for the return to Africa of the illegally enslaved individuals. Earlier acts deferred to state laws, some of which permitted the pubic [sic] auction and enslavement of the newly-arrived Africans.Anti-Slave Trade Act von 1819, nach: Statutes at Large of the United States of America, 1789-1873, Band 3, Seite 532ff., 1845. Zugriff am 4. August 2008.
  31. vgl. Naval History FAQ, 7. August 1996. Zugriff am 4. August 2008.
  32. On 26 August 1839, the officers of the U.S. brig Washington made a shocking discovery: they found a Spanish slave schooner lying at anchor near Montauk Point, New York, clearly in distress.US Navy FAQ: The U.S. Navy and the Amistad. 31. März 1998. Zugriff am 5. August 2008.
  33. US Navy FAQ: Operations Against West Indian Pirates 1822-1830s. 31. März 1998. Zugriff am 5. August 2008.
  34. As for the Navy, Jesup had no inclination of employing them as a major part of his force. During his first campaign, he employed almost the entire strength of the West Indies Squadron to search the Everglades and scour the river inlets. With the exception of one Navy detachment operating in the Everglades, he relegated the rest of Commodore Alexander Dallas’s squadron to patrolling the coast and intercepting Cubans smuggling arms to the Seminoles. Dallas later claimed he found no evidence that such a smuggling operation existed.American Military Strategy During The Second Seminole War, John C. White, Jr., 1995
  35. These features propelled the United States Navy into an Indian war that required commanders to employ naval assets against the nearly inaccessible enclaves of the Seminoles. […]“, American Military Strategy During The Second Seminole War, John C. White, Jr., 1995
  36. US Navy FAQ: Mexican War 1846-1848 Campaign Streamer, 15. Juli 1996. Zugriff am 11. August 2008.
  37. vgl. The Blockade, Ohio State University. Zugriff am 20. August 2008.
  38. James M. McPherson: Für die Freiheit sterben, S. 370.
  39. „The blockade gradually tightened, however, as the United States steadily added more ships to the effort. Union forces also replaced the original blockaders on the outskirts of Apalachicola with ships easier to maneuver and equipped with more firepower. Union navy officers also learned how to deploy smaller boats capable of moving around in the shallow bay while the large blockade ships remained on the perimeter.“. In: Sharyn Kane, Richard Keeton: Fort Benning: The Land and The People, Kapitel 16. Fort Benning, 1998. Zugriff: 20. August 2008.
  40. James M. McPherson: Für die Freiheit sterben, S. 538.
  41. Bernd G. Längin: Der amerikanische Bürgerkrieg, S. 253
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