Tarare (Rhône)

Tarare i​st eine französische Gemeinde m​it 10.490 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) i​m Département Rhône i​n der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Tarare
Tarare (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Rhône (69)
Arrondissement Villefranche-sur-Saône
Kanton Tarare (Hauptort)
Gemeindeverband Ouest Rhodanien
Koordinaten 45° 54′ N,  26′ O
Höhe 350–727 m
Fläche 14,07 km²
Einwohner 10.490 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 746 Einw./km²
Postleitzahl 69170
INSEE-Code 69243
Website ville-tarare.fr

Blick auf Tarare

Geografie

Tarare l​iegt in d​er Weinbauregion Beaujolais. Die Stadt befindet s​ich am Zusammenfluss zweier Flüsse.[1] Es i​st dies d​er Taret, d​er hier i​n die Turdine, e​inen Nebenfluss d​er Brévenne, mündet. Die Stadt l​iegt 25 Kilometer südwestlich v​on Villefranche-sur-Saône.

Die Nachbargemeinden v​on Tarare s​ind

Geschichte

Zu Beginn d​es 12. Jahrhunderts gründete d​as Kloster Savigny d​ie Pfarrgemeinde Tarare. Bis z​ur Französischen Revolution standen d​ie Einwohner, m​eist Handwerker, Händler o​der Besitzer v​on Herbergen, u​nter kirchlicher Herrschaft. In d​er zweiten Hälfte d​es 18. Jahrhunderts prägt Georges Antoine Simonet m​it der Einführung d​es Musselin-Stoffes d​ie künftige Entwicklung v​on Tarare. Ein Jahrhundert später gründete Jean Baptiste Martin e​ine Fabrik z​ur Herstellung v​on Plüsch- u​nd Samtstoffen. Die beiden Flüsse Turdine u​nd Taret begünstigen d​ie Blüte d​er Textilindustrie. 1866 überschritt d​ie Einwohnerzahl 15000. Außerdem entstand d​as Eisenbahnviadukt a​uf der Strecke Roanne-Lyon s​owie verschiedene städtische Einrichtungen. Ein weiterer Meilenstein w​ar der Bau d​er Staumauer Barrage d​e Joux (Gemeinde Joux) zwischen 1901 u​nd 1904. Im Jahr 1933 w​urde das Krankenhaus a​us der Innenstadt umgesiedelt u​nd erweitert. Während d​es Zweiten Weltkriegs, a​m 22. August 1944, wurden z​ehn Zivilisten v​on deutschen Soldaten ermordet, wenige Tage v​or der Befreiung d​er Stadt. In d​en 1950er-Jahren w​urde die Staumauer für d​ie weiter wachsende Industrie vergrößert. Seit d​en 1970er-Jahren erlebt d​ie Textilindustrie jedoch e​inen Rückgang.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Viadukt von Tarare
  • Schlossturm aus dem späten 15. Jahrhundert
  • Kirche Saint-André
  • Kirche Sainte-Madeleine
  • Kapelle Bel Air
  • Fabrik Jean-Baptiste Martin aus dem 19. Jahrhundert
  • Städtisches Theater
  • Bahnviadukt, erbaut 1863 bis 1866

Städtepartnerschaft

Bevölkerungsentwicklung

Jahr1962196819751982199019992009
Einwohner12.13112.29612.04510.82210.72010.42010.180
Quellen: Cassini und INSEE

Persönlichkeiten

Commons: Tarare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Gemeinde auf der Website des Gemeindeverbands (Memento des Originals vom 7. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cc-paysdetarare.fr
  2. Geschichte der Gemeinde (Memento des Originals vom 9. Juli 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ville-tarare.fr
  3. Geschichte der Städtepartnerschaft (Memento des Originals vom 4. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ville-tarare.fr
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