Wesseling
Wesseling ist eine mittelgroße Stadt im Rhein-Erft-Kreis im Südwesten von Nordrhein-Westfalen und grenzt unmittelbar an den Süden der Stadt Köln. Aufgrund der innerhalb ihrer Stadtgrenzen ansässigen drei Chemiewerke und einer Erdölraffinerie besitzt sie in der internationalen Petrochemieindustrie einen bedeutenden Stellenwert.
Wappen | Deutschlandkarte | |
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Basisdaten | ||
Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
Regierungsbezirk: | Köln | |
Kreis: | Rhein-Erft-Kreis | |
Höhe: | 50 m ü. NHN | |
Fläche: | 23,37 km2 | |
Einwohner: | 36.731 (31. Dez. 2020)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 1572 Einwohner je km2 | |
Postleitzahl: | 50389 | |
Vorwahlen: | 02236, 02232 | |
Kfz-Kennzeichen: | BM | |
Gemeindeschlüssel: | 05 3 62 040 | |
Stadtgliederung: | 4 Stadtteile | |
Adresse der Stadtverwaltung: |
Alfons-Müller-Platz 1 50389 Wesseling | |
Website: | ||
Bürgermeister: | Erwin Esser (SPD) | |
Lage der Stadt Wesseling im Rhein-Erft-Kreis | ||
Geographie
Lage
Wesseling liegt südlich der Kölner Peripherie am linken Rheinufer und grenzt im Norden an die Kölner Stadtteile Meschenich, Immendorf und Godorf. Weitere Nachbarstädte sind Brühl im Westen, Bornheim im Süden und Niederkassel auf der rechten Rheinseite im Osten.
Geschichte
Der Fund römischer Weihealtäre, die Ausgrabung eines römischen Landhauses sowie fränkische Grabfelder sind frühe Belege der Besiedlung des Ortes. Der Ortsname geht auf die 820 n. Chr. an das Kloster Montfaucon überschriebene Gutsherrschaft „Waslicia“ zurück. Der Name „Oberwesseling“ erschien erstmals 1238 als „Weslic superior“ in Dokumenten. Die alten Wortformen „Waslicia“ oder „Weslic“ entstanden, wie das latinisierte „Waslicia“, aus dem Begriff „Waslic“. Dieser lässt sich anscheinend auf „Was(i)liacum“ zurückführen, die Siedlung eines „Was(i)lio“. Mithin gehört es zu der uralten Ortsnamengruppe mit der Endung „-acum“ ähnlich wie „Juliacum“, dem heutigen Jülich, der Siedlung eines „Julius“.
Um 1700 bestand in Wesseling eine Gespannwechselstelle der Treidelschifffahrt. Bis zur Industrialisierung blieb der Ort zwischen Köln und Bonn aber eher unbedeutend. Erst 1793 deutete ein Gerbereibetrieb auf das kommende Industriezeitalter hin. 1848 wurde in Wesseling ein demokratischer Arbeiterverein gegründet. In diesem Jahr griff auch der Aufstand der Treidler (Rheinhalfen) auf die Wesselinger Treidelstation über, die ihr Gewerbe durch die aufkommende Dampfschifffahrt gefährdet sahen. 1880 gründeten Heinrich und Franz Zimmermann die Chemische Fabrik Wesseling zur Verwertung von Gasreinigungsmasse als Ursprung der heutigen Evonik Chemiewerke im Norden der Stadt. 1904 begann der Bau der Rheinuferbahn von Köln über Wesseling nach Bonn. Eine Querbahn verbindet Wesseling seit 1900 mit Brühl. Diese Strecke dient heute größtenteils dem Güterverkehr.
1932 ergaben die letzten freien Reichstagswahlen in Wesseling für die Deutsche Zentrumspartei: 45 %, gefolgt von KPD: 24 %, SPD: 16 % und NSDAP: 8 %. 1937 wurde die Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG (UK) in Wesseling gegründet, heute befindet sich dort an gleicher Stelle die Rheinland Raffinerie der Shell.
Im Zweiten Weltkrieg waren 1939 bis 1945 in der Wesselinger Industrie etwa 10.000 Fremd- und Zwangsarbeiter beschäftigt.[3] Die Stadt selbst zählte zum Vergleich nur 7.500 Einwohner. Die zum großen Teil in der UK und der Deutschen Norton beschäftigten Zwangsarbeiter waren in Holzbarackenlagern.[4] untergebracht. Das sogenannte „Südlager“ befand sich neben der heutigen Haltestelle in Wesseling-Süd.[5] Ein weiteres Barackenlager lag direkt am Rhein, das sogenannte „Rheinlager“.[6][7]
Wesseling wurde – ähnlich wie Köln – Anfang März 1945 im Rahmen der Operation Lumberjack von der 1. US-Armee erobert und besetzt.
Bei den ersten Gemeindewahlen 1946 erzielten CDU 51,2 %; SPD 31,1 % und KPD 17,7 %. Nachdem Bonn 1949 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland wurde, war ein im Wesselinger Rheinpark gelegenes Gebäude (heutiges AWO-Haus) zunächst Residenz des Botschafters von Venezuela, dann ab 1954 ein Standort der Botschaft von Brasilien (siehe auch Liste der diplomatischen Vertretungen in Bonn).[8]
Am 1. August 1969 wurde der Ortsteil Urfeld der Gemeinde Hersel nach Wesseling umgegliedert, während der Hauptteil der Gemeinde Hersel in die Stadt Bornheim eingegliedert wurde.[9] Am 1. Juli 1970 wurde ein Teil der Gemeinde Bornheim mit damals etwa 125 Einwohnern nach Wesseling umgegliedert.[10] Am 3. Oktober 1972 erhielt die Gemeinde den Titel Stadt.[10]
Am 1. Januar 1975 wurde Wesseling durch § 1 Abs. 1 des Köln-Gesetzes in die Stadt Köln eingemeindet,[10] erhielt aber nach erfolgreicher Klage mit Wirkung zum 1. Juli 1976 seine Selbständigkeit zurück.[10] Dies bedeutete auch, dass Köln trotz der Eingemeindungen nicht mehr eine Millionenstadt war. Diesen Status erreichte Köln erst 2010 wieder. Bis zur Eingemeindung gehörte Wesseling dem Landkreis Köln an. Infolge der Ausgliederung gelangte Wesseling zum Erftkreis, der erst eineinhalb Jahre zuvor neugebildet wurde.
Politik
Stadtrat
Die Kommunalwahlen seit 2009 führten zu folgenden Ergebnissen:
Jahr | CDU | SPD | FDP | Grüne | Linke | WIR/FW | Wahlbeteiligung | |
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2020[11] | % | 38,67 | 31,93 | 5,47 | 14,71 | 3,62 | 5,60 | 46,92 % |
Sitze | 15 | 12 | 2 | 6 | 1 | 2 | ||
2014[12][13] | % | 44,92 | 34,00 | 5,09 | 8,33 | 3,54 | 4,13 | 49,6 % |
Sitze | 17 | 13 | 2 | 3 | 1 | 2 | ||
2009[14] | % | 40,93 | 29,83 | 12,26 | 8,48 | 4,46 | 4,05 | 54,30 % |
Sitze | 16 | 12 | 5 | 3 | 2 | 2 |
Im Laufe der Wahlperiode von 2014 bis 2020 kam es zu mehreren Parteiaustritten und -wechseln bei der SPD, FDP, den Grünen und Linken und zur Bildung der parteiübergreifenden Fraktion Soziales Bündnis Wesseling (SBW). Danach war der Stadtrat wie folgt zusammengesetzt:[15][16]
Fraktion | CDU | SPD | FDP | Grüne | WIR/FW | SBW |
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Sitze | 17 | 12 | 1 | 4 | 2 | 2 |
Bürgermeister
Bürgermeister ist seit 2014 Erwin Esser (SPD).[17] Er wurde in der Bürgermeisterwahl am 13. September 2020 mit 62,84 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.[18]
Städtepartnerschaften
Wesseling unterhält Städtepartnerschaften mit
- Pontivy in Frankreich (seit 1972)
- West Devon im Vereinigten Königreich (seit 1983)
- Traunstein in Bayern (seit 1984)
- Leuna in Sachsen-Anhalt (seit 1990)
Wappen und Flagge
Blasonierung: „In Rot rechts ein Schildchen, darin in Silber ein doppelschwänziger roter Löwe, links ein silberner Lilienstab (Gleve) mit erniedrigter Mittelkreuzsprosse, auf dessen beiden Enden zwei einander zugekehrte silberne Vögel.“[19] | |
Wappenbegründung: Das Wappen wurde durch Erlass des Oberpräsidenten der Rheinprovinz vom 4. Januar 1937 verliehen. Es ist mit nur geringen Veränderungen aus dem jüngeren Schöffensiegel des 14. Jahrhunderts entwickelt worden. Dieser doppelschwänzige Bergische Löwe, ohne die blaue Krone und die blaue Bewehrung, weist auf den früheren Landesherren hin. Wesseling gehörte zum Territorialgebiet der Grafen von Sayn, wobei dessen Herrschaftssitz auf der Löwenburg infolge zahlreicher Besitzerwechsel im Jahr 1484 an die Herzöge von Berg und damit an das Herzogtum Berg fiel. Wesseling gehörte damit verwaltungsmäßig und gerichtlich zum Amt Löwenburg. Der Lebensbaum, ein altes christliches Symbol, findet sich auf dem Schöffensiegel der Freiheit Nieder-Wesseling aus dem 14. Jahrhundert. |
Wirtschaft
Auf dem Gebiet der Stadt liegen mehrere große Betriebe der chemischen Industrie, so unter anderem Evonik (vormals Degussa), Braskem Europe und LyondellBasell (vormals Rheinische Olefinwerke und Elenac), sowie ein Werksteil der Rheinland Raffinerie von Shell (vormals DEA und Union Kraftstoff Wesseling). Die Raffinerie ist über eine Pipeline mit Wilhelmshaven und Rotterdam verbunden, woher sie ihr Rohöl bezieht.
Auf sämtlichen Werksarealen innerhalb des Wesselinger Stadtgebietes gilt die eigene Postleitzahl 50389.
Im Kammerbezirk der IHK Köln hat Wesseling den größten prozentualen Anteil an Gewerbeflächen.
Verkehr
Straßenverkehr
Wesseling ist über die Autobahnen A 555 (Bonn–Köln) und A 553 (Bliesheim–Brühl) erreichbar. Letztere stellt die Verbindung zu den Autobahnen A 61 und A 1 her. Die A 555 war die erste in Deutschland für den öffentlichen Verkehr freigegebene Kraftfahrstraße.
Im innerstädtischen Verkehr werden Kreuzungen durch Kreisel ersetzt. Der älteste und großzügigste befindet sich seit Ende der 1950er Jahre an der Kreuzung Mühlenweg/Hubertusstraße. Durch gärtnerische und künstlerische Gestaltung dieser Kreisel soll deren Akzeptanz gefördert werden. Im Kreisel Ahrstraße/Siebengebirgsstraße steht seit 2006 eine von der benachbarten Firma Shell gefertigte Metallskulptur, nach einem Entwurf des Hürther Kulturpreisträgers Willi Laschet.
Schienenverkehr
Die Rheinuferbahn der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) verbindet Wesseling mit Köln und Bonn. Seit 1978 wird sie von der Stadtbahnlinie 16 der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und der Stadtwerke Bonn (SWB) befahren, wobei die Stadtbahnzüge bis ins Bonner und Kölner Stadtbahnnetz durchgebunden werden. Innerhalb Wesselings werden die Halte Wesseling Nord, Wesseling, Wesseling Süd und Urfeld bedient.
Linie | Verlauf / Anmerkungen | Takt (Mo–Fr) |
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16 | Niehl – Amsterdamer Straße/Gürtel – Reichenspergerplatz – Ebertplatz – Breslauer Platz/Hbf – Dom/Hbf – Appellhofplatz (Breite Straße) – Neumarkt – Barbarossaplatz – Chlodwigplatz – Ubierring – Marienburg – Rodenkirchen – Sürth – Godorf – Wesseling Nord – Wesseling – Wesseling Süd – Urfeld – Widdig – Uedorf – Hersel – Tannenbusch Mitte – Tannenbusch Süd – Propsthof Nord – Bonn West – Bonn Hbf – Universität/Markt – Juridicum – Bundesrechnungshof/Auswärtiges Amt – Museum Koenig – Heussallee/Museumsmeile – Ollenhauerstraße – Olof-Palme-Allee – Max-Löbner-Straße/Friesdorf – Hochkreuz/Deutsches Museum Bonn – Wurzerstraße – Plittersdorfer Straße – Bonn-Bad Godesberg Bf – Bad Godesberg Stadthalle | 10 min |
Die Querbahn nach Brühl ist heute nur noch im Güterverkehr bedeutsam, wobei sie den Hafen Köln-Godorf an das Schienennetz der Deutschen Bahn anbindet. Der Hafen Godorf selbst hatte ehemals große Bedeutung für den Absatz der Briketts aus dem Rheinischen Braunkohlerevier.
← |
Linien | → | ||
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Godorf Niehl Sebastianstr., Köln Dom/Hbf, Köln Ubierring → |
Stadtbahn-Linie 16 Wesseling Nord; Wesseling; Wesseling Süd; Urfeld |
Widdig → Bonn, Bad Godesberg-Stadthalle |
Busverkehr
Die Stadtbuslinie 721 der Stadtwerke Wesseling erschließt die verschiedenen Ortsteile der Stadt und bindet diese an das Stadtzentrum an. Dort besteht Anschluss an die Stadtbahnlinie 16 und die Buslinie 930 in die Nachbarstadt Brühl, die hingegen von der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH (REVG) betrieben wird. Zum 10. Juni 2012 wurde mit der neuen TaxiBus-Linie 722 erstmals eine Verbindung zwischen Wesseling und dem Bornheimer Stadtteil Sechtem geschaffen. Die Schnellbuslinie SB92/93 verbindet mit Beginn des Winterfahrplans 2020 Wesseling direkt mit weiteren Städten im Rhein-Erft-Kreis.[20] Wesseling gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).
Rheinfähre
Die Personen- und Zweiradfähre RheinSchwan verbindet seit dem 14. Oktober 2017 Wesseling mit Niederkassel-Lülsdorf auf der gegenüberliegenden Rheinseite durch eine neue Fährverbindung. Die RheinSchwan löst die seit Jahrzehnten bestehende Fährverbindung, die durch die Marienfels bestand, ab.[21]
Kultur
Die Stadt bietet ein ausgedehntes Kulturprogramm an und konnte 2004 dem Phoenix Theater erstmals eigene Räumlichkeiten in der neuen Veranstaltungshalle „Rheinforum“ anbieten. Tradition hat das Jazz-Festival „Live im Lessing“. Seit 2005 ist mit der neuen Festhalle auch im Stadtteil Urfeld eine großzügige Sport- und Veranstaltungsstätte vorhanden, die unter anderem von den Musikfreunden Urfeld genutzt wird. Seit 2009 findet im Außenbereich der Halle auch jedes Jahr zu Pfingsten der „Tag der Blasmusik“ statt, den die Musikfreunde seit 1975 bis dahin jährlich auf dem Schulhof der Alten Urfelder Rheinschule veranstaltet hatten. An jedem letzten Samstag im November findet das Jahreskonzert der HCC Bigband in der Aula der Lessingschule an der Gartenstraße statt. Im Mai 2010 fand das erste Wesselinger Straßen- und Kneipenfestival „Rheinklang 669“ mit Livemusik in der Innenstadt sowie in verschiedenen Kneipen statt.
Im Schulzentrum der Stadt gibt es ein Gymnasium, Real-, Haupt-, Grund- und Berufsschule sowie eine große Sportanlage mit unbedachtem Sportplatz und mehreren Turnhallen, seit 2009 zudem eine Mensa.
Bauwerke und Sehenswürdigkeiten
- Godorfer Burg und Hof in Berzdorf, 1173 als Besitz des Stifts zu Schwarzrheindorf erwähnt. Das heutige Burggebäude stammt als Beispiel der Burgenromantik aus dem Jahr 1871.
- Berzdorfer Wasserturm von 1894.
- Katholische Pfarrkirche St. Germanus am Rhein, erbaut von Theodor Kremer 1894.
- Luziakapelle auf dem Rheindeich am Sioniterhof, im Kern aus dem 13. Jahrhundert.
- Heilig-Kreuz-Kapelle von 1716 am Dikopshof.
- Jüdischer Friedhof mit 81 Grabsteinen an der Römerstraße. Nach 1945 wurde von der Gemeinde Wesseling ein Gedenkstein errichtet. Der Friedhof, der in den späten 1950er Jahren von Neonazis geschändet wurde, befindet sich heute in einem gepflegten Zustand.
- Die Mimar-Sinan-Moschee, die 1987 erbaut wurde.
- Dietkirchener Hof in Urfeld, seit 1113 urkundlich nachweisbar, Wohngebäude aus dem 19. Jh., 1933 bis 1939 diente der Hof als Kibbuz Bamaaleh jüdischen Palästina-Auswanderern als Ausbildungsstätte.
- Kaderhof in Urfeld, über dem Portal das Chronogramm für 1792: Has aeDes aere proprIo stVXIt Ioannes IosephVs CorMan benefICIatVs eX BLIntrop (Johann Joseph Corman, Lehnsmann aus Blintrop, hat dieses Haus aus eigenem Vermögen gebaut).
- Bronx-Rock-Kletterhalle im Gewerbegebiet Rheinbogen, größte Indoorkletterhalle Deutschlands. Hallenhöhe bis zu 16,50 m.
- Altes Rathaus Wesseling, im Vorspann der RTL-Serie „Das Amt“ zu sehen.
- Eisenbahnmuseum der Köln-Bonner Eisenbahn-Freunde e. V.[22][23][24]
- Filmmuseum Romboy mit angeschlossenem Museumskino.[25]
- Das Naturschutzgebiet Entenfang mit einer Fläche von über 75.000 m² ist eines der wenigen Reste der ursprünglichen Auenlandschaften in der Köln-Bonner Bucht und stellt damit ein geologisches Denkmal in der Landschaftsgeschichte des südlichen Niederrheins dar. Durch intelligente botanische Aufforstung und aufwändige Erweiterungen der Grünflächen wurde zusätzlich ein attraktives Naherholungsgebiet geschaffen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Heinrich Stein (1773–1820), Bankier
- Carl August Joest (1858–1942), Rittergutsbesitzer von Schloss Eichholz
- Ludwig Bopp (1869–1930), Architekt
- Bernhard Wedler (1895–1975), Bauingenieur
- Josef Scheuren (1898–1972), Politiker (Bundestagsabgeordneter 1953–1965)
- Jean Paul Schmitz (1899–1970), Maler und Hörikünstler
- Georges Schmitz (1925–1983), Psychologe
- Paul Nagel (1925–2016), Bildhauer, Maler, Kunstschmied und Architekt
- Franz Durant (1927–2015), Politiker (Wesselinger Stadtdirektor 1963–1974)
- Heinz Joachim Held (* 1928), Theologe
- Alfons Müller (1931–2003), Politiker (Wesselinger Bürgermeister 1976–1994, Bundestagsabgeordneter 1980–1994, Bundesvorsitzender der KAB 1971–1991)
- Hans Geulig (1934–2004), Maler und Grafiker
- Manfred Romboy (* 1936), Kameramann, Publizist und Museumsleiter
- Heinz Günter Horn (* 1940), Archäologe
- Marlene Posner-Landsch (* 1941), Semiotikerin und Kommunikationstheoretikerin
- Kabir Stori (1942–2006), Schriftsteller und Förderer der paschtunischen Sprache
- Albert Klütsch (* 1944), Politiker (Landtagsabgeordneter 1980–1990)
- Wolfgang Baumeister (* 1946), Biophysiker
- Günter Ditgens (* 1946), Politiker (Wesselinger Bürgermeister 1999–2009)
- Ursula Knott (* 1947), Politikerin (Landtagsabgeordnete 1985–1990)
- Hubert Tintelott (* 1947), Funktionär (Generalsekretär des internationalen Kolpingwerkes 1973–2012)
- Jürgen Faßbender (* 1948), Moderator, Unternehmer und Tennisspieler (mehrfacher Deutscher Meister und Davis-Cup-Teilnehmer)
- Adalbert Fuhrmann (1954–2008), Fußballspieler und Mediziner
- Jürgen Nimptsch (* 1954), Lehrer und Politiker (Bonner Oberbürgermeister 2009–2015)
- Ulrike Meyfarth (* 1956), Hochspringerin (zweimalige Olympiasiegerin in München 1972 sowie Los Angeles 1984)
- Iris Lewandowski (* 1964), Hochschullehrerin für Pflanzenbau und Co-Vorsitzende des Bioökonomierates
- Martin Perscheid (1966–2021), Werbegrafiker, Cartoonist und Autor
- Michael Rohrschneider (* 1966), Neuzeithistoriker
- Hans-Peter Haupt (* 1967), Politiker (Wesselinger Bürgermeister 2009–2014)
- Sven Helbach (* 1976), Kickboxer
- Nilz Bokelberg (* 1976), Moderator und Sänger
- Dominic Reinold (* 1989), Fußballspieler
- Audrey Knopp (* 1990), Fußballspielerin
- Sara Doorsoun-Khajeh (* 1991), Fußballspielerin
- Hervenogi Unzola (* 1992), Fußballspieler
- André Mandt (* 1993), Fußballspieler
Träger des Ehrenringes der Stadt Wesseling
Der Ehrenring der Stadt Wesseling ist eine von der Stadt Wesseling verliehene Auszeichnung.
- 28. April 1970 Friedrich Wilhelm Schmidt
- 17. September 1974 Hans Heinen
- 20. Dezember 1977 Dieter Sellner
- 30. Januar 1979 Eduard Welty
- 19. Juni 1979 Heinrich Nagel, Mathias Scheidberger
- 18. Mai 1982 Alfons Müller
- 25. Juni 1985 Ulrich Römer
- 28. Januar 1986 Robert Latzel
- 15. Juli 1986 Wolfgang Andreas, Christian Bernartz
- 13. Dezember 1988 Horst Schmidt
- 12. Juni 1990 Fred Loose
- 5. März 1991 Franz Durant
- 22. Oktober 1991 Hans (Jean) Riemann
- 23. Juni 1994 Marianne Andreas, Peter Jansen, Karl-Friedrich Krings
- 12. November 1994 Paul-Heinz Meimeth, Jakob Sölla
- 2. Juli 1996 Gerhard Clausen
- 8. Oktober 1996 Marianne Schneider
- 20. Juni 1998 Reinhard Konda
- 15. Juni 1999 Ulfried Schwencke
- 7. Dezember 1999 Peter Möllmann
- 18. Dezember 2001 Irma Knopf, Msgr. Lothar Maßberg
- 21. Dezember 2004 Klaus Ebert
- 15. Dezember 2009 Hildegard Hergett (postum), Fritz Graf
- 30. März 2012 Bernhard Hadel
- 4. Mai 2012 Detlef Troppens
- 18. November 2014 Hans-Peter Haupt, Hans Mauel, Josef Recht, Bernd Pesch, Ludger Strobel, Irmtraut Tóth[26]
Literatur
- Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 4, Der Landkreis Köln. Düsseldorf 1897, Nachdruck Düsseldorf 1983, ISBN 3-590-32118-0.
- Wolf Tüllmann: Wesseling in alten Ansichten. Zaltbommel/Niederlande 1983, ISBN 90-288-2403-0.
- Hafen und Güterverkehr Köln AG: 100 Jahre Köln-Bonner Eisenbahn. Köln 1995.
- Helmut Rönz (Bearb.): Rheinischer Städteatlas Wesseling. Hg.: Landschaftsverband Rheinland, Lieferung XVI, Nr. 89, Köln/Weimar/Wien 2007.
- Bernhard Gondorf: Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete. Ein Lexikon der „festen Häuser“. J. P. Bachem, Köln 1984, ISBN 3-7616-0723-7, S. 176 (Jagdschloss Entenfang).
Einzelnachweise
- Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2020 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. Juni 2021. (Hilfe dazu)
- Summa Summarum 2020 – Wesseling in Zahlen. (PDF) Stadt Wesseling – Der Bürgermeister, Juli 2020, abgerufen am 3. Februar 2021.
- historicum.net: Die Region Rhein-Erft-Rur und der Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern
- historicum.net: Barackenlager
- Foto: Südlager-Wesseling (Memento des Originals vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- Foto: Rheinlager Wesseling – Ansicht 1 (Memento des Originals vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- Foto: Rheinlager Wesseling – Ansicht 2 (Memento des Originals vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- Text + Bilder Sehenswürdigkeiten (Memento des Originals vom 17. Mai 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , Heimatverein Wesseling
- Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 84.
- Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 299 ff.
- Ratswahl – Kommunalwahlen / Integrationsratswahl / Beiratswahl 2020 in der Stadt Wesseling – Gesamtergebnis. Abgerufen am 23. Oktober 2020.
- Sitzverteilung. Stadt Wesseling, abgerufen am 13. August 2015.
- Wahlergebnisse. Stadt Wesseling, 15. Juni 2014, abgerufen am 13. August 2015.
- Ratswahl – Kommunalwahlen 2009 in der Stadt Wesseling – Gesamtergebnis. Abgerufen am 23. Oktober 2020.
- Montserrat Manke: Ich will nicht mit Dreck werfen. In: Werbekurier. 6. Oktober 2014, abgerufen am 13. August 2015.
- Birgit Lehmann: Streit in Wesseling – Wesselinger FDP zerlegt sich selbst. In: Kölner Stadtanzeiger. 30. September 2014, abgerufen am 13. August 2015.
- Bürgermeister Erwin Esser. Stadtverwaltung Wesseling, abgerufen am 13. August 2015.
- Bürgermeisterwahl. Stadt Wesseling – Gesamtergebnis. 13. September 2020, abgerufen am 8. Dezember 2020.
- Wesseling. In: Heraldry of the World (Wappen der Welt). Heraldrywiki, abgerufen am 28. August 2017.
- Website der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft, abgerufen am 16. April 2021.
- Irmgard Bracker: Fährmann hol über! Neue Fähre „Rheinschwan“ wurde mit großem Fest eingeweiht. In: Extra-Blatt. 16. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017.
- Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.): Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft. 2. Auflage. 2009, S. 46 f.
- Bernd Imgrund, Nina Osmers: 111 Orte im Kölner Umland, die man gesehen haben muss, Verlag Emons, Köln, 2010, ISBN 978-3-89705-777-7, Ort 108
- Eisenbahnmuseum – Köln-Bonner Eisenbahn-Freunde e. V. Abgerufen am 17. April 2021.
- Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.): Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft. 2. Auflage. 2009, S. 48 f.
- Summa Summarum 2019 – Wesseling in Zahlen. (PDF) Stadt Wesseling – Der Bürgermeister, Mai 2019, abgerufen am 18. Februar 2020.