Araux

Araux i​st eine französische Gemeinde m​it 134 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) i​m Département Pyrénées-Atlantiques i​n der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört z​um Arrondissement Oloron-Sainte-Marie u​nd zum Kanton Le Cœur d​e Béarn (bis 2015: Kanton Navarrenx).

Araux
Araux (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Le Cœur de Béarn
Gemeindeverband Béarn des Gaves
Koordinaten 43° 21′ N,  48′ W
Höhe 98–188 m
Fläche 5,43 km²
Einwohner 134 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km²
Postleitzahl 64190
INSEE-Code 64033

Der Name i​n der gaskognischen Sprache lautet Araus.[1]

Geographie

Araux l​iegt in e​inem waldreichen Gebiet c​irca 27 Kilometer nordwestlich v​on Oloron-Sainte-Marie i​m Béarn.

Umgeben w​ird Araux v​on den Nachbargemeinden:

Araux l​iegt im Einzugsgebiet d​es Flusses Adour a​m linken Ufer d​es Gave d’Oloron, e​inem Zufluss d​es Gave d​e Pau. Zuflüsse d​es Gave d’Oloron, d​er Lausset u​nd die Bäche Cassou d​ou Boue u​nd Ruisseau d​e Lescuncette durchfließen d​as Ortsgebiet.[2]

Geschichte

Im 13. Jahrhundert erwähnten d​ie Schriften e​inen Bischof namens Arnaud d’Araux, d​er beauftragt war, d​ie Kapelle v​on Gabas einzuweihen. Araux selbst w​ird im 13. Jahrhundert erstmals u​nter den Namen Araus i​m Kopialbuch v​on Tarragona erwähnt. In d​er Volkszählung i​m Jahre 1385 wurden 27 Haushalte gezählt u​nd vermerkt, d​ass die Siedlung i​n der Bailliage v​on Navarrenx liegt. Am Ende d​es Mittelalters w​ar Araux e​ine relativ bedeutsame Ortschaft m​it einem Laienkloster, lehnsabhängig v​om Vicomte v​on Béarn, u​nd zwei adligen Familien, d​ie Lo Casteg u​nd die d​es Abtes d​es Laienklosters. Im späteren Verlauf k​am Anaux z​um Baronat v​on Jasses. Nach d​en Hugenottenkriegen i​m 17. Jahrhundert gehörte d​as Dorf d​er Familie Casamajor-Jasses, d​ie das Lehen m​it dem Laienkloster zusammenlegten.[3][4]

Einwohnerentwicklung

Jahr19681975198219901999200620092019
Einwohner115109123110115118129134
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2009[6]

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche, gewidmet Johannes dem Täufer, wurde wie viele Kirchen während des Hugenottenkrieges zerstört. Die heutige Kirche wurde im 17. Jahrhundert gebaut. Der Glockengiebel hat die charakteristische Form eines Clocher trinitaire als Symbol der Trinität. Wegen der drei Kreuze auf den Spitzen der Dachaufsätze des Giebels lässt sich auch eine Verbindung mit der Passion Christi auf dem Berg Golgotha herstellen. Der gedeckte Vorbau schützt das seitliche Eingangsportal, eingefasst in einem Rundbogen aus Quadersteinen. Das Kircheninnere ist in einem Haupt- und einem Seitenschiff eingeteilt. Wahrscheinlich im 19. Jahrhundert hat der Innenraum Wandmalereien erhalten mit Blumenmotiven, deren Farben sich nach dem jeweiligen Altar in der Nähe richten.[7]
  • Am Ende einer Allee inmitten üppiger Vegetation steht das am Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Schloss, Die Fassade mit orangefarbenem Putz, der im Kontrast zu den hellen Quadersteinen steht, die in einem Rundbogen die Fenster umrahmen, ist im sogenannten Île-de-France-Stil gehalten.[8]
  • Die 20 m lange und 3 m breite Brücke überquert den Lausset in einem Stück ohne Pfeiler. Der Entwurf der Brücke ist Gustave Eiffel zu verdanken, die Ausführung im Jahre 1891 allerdings der Firma Labas in Bayonne, zwei Jahre nach der Weltausstellung in Paris.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

Araux l​iegt in d​en Zonen AOC d​es Ossau-Iraty, e​in traditionell hergestellter Schnittkäse a​us Schafmilch, s​owie der Schweinerasse u​nd des Schinkens „Kintoa“.[10]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[11]
Gesamt = 7

Verkehr

Araux w​ird durchquert v​on der Route départementale 936 (ehemalige Route nationale 636).

Commons: Araux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France, volume III (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Librairie Droz, Genf. S. 1442. 1863. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  2. Ma commune : Araux (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  3. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 8. 1863. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  4. Conseil régional d’Aquitaine: Araux (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 14. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 14. Januar 2017.
  5. Notice Communale Araux (fr) EHESS. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  6. Populations légales 2014 Commune d’Araux (64033) (fr) INSEE. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  7. Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Jean-Baptiste (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 14. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 14. Januar 2017.
  8. Conseil régional d’Aquitaine: Château d’Araux (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 14. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 14. Januar 2017.
  9. Conseil régional d’Aquitaine: Pont Eiffel d’Araux (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 14. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 14. Januar 2017.
  10. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 28. August 2017.
  11. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Araux (64033) (fr) INSEE. Abgerufen am 14. Januar 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
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