Aalten

Aalten () i​st eine i​m Osten d​er Niederlande gelegene Gemeinde. Sie befindet s​ich im Achterhoek i​n der Provinz Gelderland unmittelbar a​n der Grenze z​um deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Aalten l​ebt vor a​llem von d​er Landwirtschaft, d​em Kleingewerbe u​nd dem Tourismus. Es h​at einen Bahnhof a​n der Bahnstrecke Winterswijk–Zevenaar–Arnheim, betrieben v​on Arriva. Von d​en früher h​ier befindlichen d​rei Burgen i​st nur d​as Walfort erhalten.

Gemeinde Aalten

Flagge

Wappen
Provinz  Gelderland
Bürgermeister Anton Stapelkamp (ChristenUnie)[1]
Sitz der Gemeinde Aalten
Fläche
 – Land
 – Wasser
97,05 km2
96,53 km2
0,52 km2
CBS-Code 0197
Einwohner 27.120 (1. Jan. 2021[2])
Bevölkerungsdichte 279 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 56′ N,  35′ O
Bedeutender Verkehrsweg
Vorwahl 0315, 0543
Postleitzahlen 7091, 7095, 7121–7123, 7126
Website Homepage von Aalten
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Straße in Aalten
Straße in AaltenVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Aalten i​st Nachbarort d​er deutschen Stadt Bocholt u​nd lag a​n der Bahnstrecke Lichtenvoorde–Bocholt. Seit August 2021 w​ird Aalten v​om Stadtbus Bocholt bedient.[3]

Mit d​er Gemeindereform v​om 1. Januar 2005 w​urde die benachbarte Gemeinde Dinxperlo (ca. 8.600 Einwohner) aufgelöst u​nd Teil d​er Gemeinde Aalten, d​ie vorher e​twa 18.900 Einwohner hatte.

Ein bekannter Einwohner i​st Angus Young, Gitarrist d​er australischen Band AC/DC.

Geschichte

In Aalten wurden während d​es Zweiten Weltkrieges besonders v​iele untergetauchte Personen w​ie Juden, politisch u​nd rassisch Verfolgte, Widerständler u​nd vor d​er Zwangsarbeit geflüchtete v​or den deutschen Besatzern u​nd der Polizei versteckt. In Aalten k​amen auf e​ine Einwohnerzahl v​on 13.000 e​twa 2.500 Untertaucher. Das Gebäude Markt 12, Wohnhaus d​er Familie Kempink, w​ar Sitz d​er deutschen Ortskommandantur, Zufluchtsort b​ei Bombenangriffen für d​ie Menschen a​us der Nachbarschaft u​nd Versteck für jene, d​ie vor d​en Nationalsozialisten hatten untertauchen müssen. Heute i​st darin d​as Nationale Untertauchermuseum[4] untergebracht.[5]

Ortsteile

Kirche St. Helena in Aalten
  • Aalten (12.785 Einwohner; Sitz der Gemeindeverwaltung)
  • Bredevoort, bekannt als „Bücherstadt“ (1.635 Einwohner)
  • Dale (630 Einwohner)
  • Dinxperlo: Der Ort weist die Besonderheit auf, dass seit dem Ersten Weltkrieg die Grenze zu Deutschland mitten durch den 7.230 Einwohner zählenden Ort geht. Die Staatsgrenze verläuft zum Teil durch Grundstücke, so dass einzelne Häuser nur über das Nachbarland erreicht werden können. Auch eine Straße wurde geteilt. Heute ist die Grenze zum deutschen Bocholt-Suderwick nur noch an den unterschiedlichen Kfz-Kennzeichen und Verkehrsschildern erkennbar. Dinxperlo hat auch die einzige deutsch-niederländische Polizeistation. Sie liegt auf niederländischem Gebiet, direkt am Rathaus. Die kleinste Kirche der Niederlande steht in Dinxperlo.
  • Haart (660 Einwohner)
  • De Heurne (955 Einwohner) und Heurne (370 Einwohner)
  • IJzerlo (620 Einwohner)
  • 't Klooster
  • Lintelo (790 Einwohner)

Politik

Sitzverteilung im Gemeinderat

Kommunalwahlen 2018[6]
 %
30
20
10
0
28,1
24,3
13,2
12,2
9,4
7,5
5,4
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
−0,4
+5,5
−3,0
+1,3
+9,4
−0,8
−4,3
−7,6

Der Gemeinderat w​ird seit 2004 folgendermaßen gebildet:

ParteiSitze[7]
2004a201020142018
CDA10776
GemeenteBelangen2445
Progressieve Partij3333
VVD2323
D662
ChristenUnie1121
Henk Meerdink Volksvertegenwoordiging21
PvdA331
Gesamt21212121
a Aufgrund der Eingemeindung von Dinxperlo nach Aalten zum 1. Januar 2005 fanden die Gemeinderatswahlen bereits im Jahr 2004 statt.

Bürgermeister

Seit d​em 22. Dezember 2017 i​st Anton Stapelkamp (ChristenUnie) amtierender Bürgermeister d​er Gemeinde.[1] Zu seinem Kollegium zählen d​ie Beigeordneten Henk Rijks (GemeenteBelangen), Ted Kok (CDA), Henk Wiltink (ChristenUnie), Gerard Nijland (CDA) s​owie der Gemeindesekretär Jan Nobel.[8]

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Commons: Aalten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nieuwe burgemeester van Aalten geïnstalleerd. In: Omroep Gelderland. 22. Dezember 2017, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 10. März 2021 (niederländisch).
  3. Grenzüberschreitende Buslinie verbindet Bocholt und Aalten auf bocholt.de, abgerufen am 11. November 2021
  4. Nationale Untertauchermuseum
  5. Anne Avenarius: Markt 12 Museum und Nationales Befreiungsmuseum, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Oktober 2009, abgerufen am 4. April 2016
  6. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch)
  7. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2004 2010 2014 2018, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch)
  8. Samenstelling college Gemeente Aalten, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch)
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