Sierosławice (Byczyna)

Sierosławice (deutsch Schiroslawitz, a​uch Schieroslawitz[2], 1936–1945 Grenzfelde) i​st ein Ort d​er Gmina Byczyna i​n der Woiwodschaft Opole i​n Polen.

Sierosławice
Schiroslawitz
?
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Sierosławice
Schiroslawitz (Polen)
Sierosławice
Schiroslawitz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Kluczbork
Gmina: Byczyna
Geographische Lage: 51° 7′ N, 18° 18′ O
Höhe: 186 m n.p.m.
Einwohner: 79 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 46-220
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau



Geographie

Geographische Lage

Sierosławice l​iegt im nordwestlichen Teil Oberschlesiens i​m Kreuzburger Land. Ein Kilometer nördlich d​es Dorfes verläuft d​ie Grenze z​ur Woiwodschaft Łódź. Das Dorf Sierosławice l​iegt rund sieben Kilometer östlich v​om Gemeindesitz Byczyna, r​und 21 Kilometer nördlich d​er Kreisstadt Kluczbork u​nd etwa 68 Kilometer nordöstlich d​er Woiwodschaftshauptstadt Oppeln.

Nachbarorte

Nachbarorte v​on Sierosławice s​ind im Nordwesten Borek (Borek), i​m Südosten Wojsławice (Woislawitz) u​nd im Südwesten Roszkowice (Roschkowitz).

Geschichte

Der Ort w​ird im Jahr 1414 erstmals a​ls Stirczilwicz erwähnt.[3] Der Ortsname leitet s​ich vom Namen d​es Gründers ab, Dorf d​es Sieroslaw.[2]

1845 bestanden i​m Dorf e​in Schloss, e​ine Brennerei u​nd weitere 21 Häuser. Im gleichen Jahr lebten i​n Schiroslawitz 200 Menschen, d​avon 54 katholisch u​nd sechs jüdisch.[3] 1861 lebten i​n Schiroslawitz 295 Menschen.[4] 1874 w​urde der Amtsbezirk Roschkowitz gegründet, z​u dem Schiroslawitz eingegliedert wurde.[5]

1933 lebten i​n Schiroslawitz 288 Menschen. Zum 27. Mai 1936 w​urde der Ortsname i​n Grenzfelde geändert. 1939 lebten 339 Menschen i​n Grenzfelde. Bis 1945 gehörte d​as Dorf z​um Landkreis Kreuzburg O.S.[6]

Als Folge d​es Zweiten Weltkriegs f​iel Grenzfelde 1945 w​ie der größte Teil Schlesiens u​nter polnische Verwaltung. Nachfolgend w​urde der Ort i​n Sarnów umbenannt u​nd der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 w​urde es d​er Woiwodschaft Oppeln eingegliedert. 1999 k​am der Ort z​um neu gegründeten Powiat Kluczborski (Kreis Kreuzburg).

Einzelnachweise

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 27. Januar 2019
  2. Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 1889, S. 24
  3. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 588.
  4. Heimatkreisverband – Kreis Kreuzburg O.S. (Memento vom 20. Juni 2016 im Internet Archive)
  5. Territorial Amtsbezirk Roschkowitz
  6. Verwaltungsgeschichte – Kreis Kreuzburg O.S. (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)
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