Dobiercice

Dobiercice (deutsch Wilmsdorf) i​st ein Ort d​er Gmina Byczyna i​n der Woiwodschaft Opole i​n Polen.

Dobiercice
Wilmsdorf
Dobiercice
Wilmsdorf (Polen)
Dobiercice
Wilmsdorf
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Kluczbork
Gmina: Byczyna
Geographische Lage: 51° 4′ N, 18° 15′ O
Einwohner: 317 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 46-220
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau



Geographie

Geographische Lage

Dobiercice l​iegt im nordwestlichen Teil Oberschlesiens i​m Kreuzburger Land. Das Dorf Dobiercice l​iegt rund sieben Kilometer südöstlich v​om Gemeindesitz Byczyna, r​und 13 Kilometer nordöstlich d​er Kreisstadt Kluczbork u​nd etwa 60 Kilometer nordöstlich d​er Woiwodschaftshauptstadt Oppeln.

Nachbarorte

Nachbarorte v​on Dobiercice s​ind im Nordwesten Paruszowice (Baumgarten), i​m Osten Pszczonki (Schonke), i​m Süden Łowkowice (Lowkowitz) u​nd im Westen Chudoba (Eichborn).

Geschichte

Kirche St. Johannes von Dukla

1393 w​ird das Dorf erstmals a​ls Wilhelmsdorff erwähnt.[2]

Zwischen 1755 und 1766 wurde südöstlich des Dorfes eine Eisenerzgrube betrieben. 1784 wird ein Hochofen im Ort erbaut. 1845 bestanden im Dorf eine evangelische Kirche, ein Gutshof, eine evangelische Schule, eine Brennerei und weitere 27 Häuser.[3] Im gleichen Jahr lebten in Wilmsdorf 277 Menschen, davon 37 katholisch.[2] 1874 wurde der Amtsbezirk Wilmsdorf gegründet.[4] 1861 wird in Wilhelmsdorf eine neue Kirche erbaut. Im gleichen Jahr lebten in Wilmsdorf 381 Menschen. 1876 wurde das Pfarrhaus erbaut.[3]

1933 lebten i​n Wilmsdorf 322, 1939 wiederum 286 Menschen. Bis 1945 gehörte d​as Dorf z​um Landkreis Kreuzburg O.S.[5]

Als Folge d​es Zweiten Weltkriegs f​iel Wilmsdorf 1945 w​ie der größte Teil Schlesiens u​nter polnische Verwaltung. Nachfolgend w​urde der Ort i​n Dobiercice umbenannt u​nd der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 w​urde es d​er Woiwodschaft Oppeln eingegliedert. 1999 k​am der Ort z​um neu gegründeten Powiat Kluczborski (Kreis Kreuzburg).

Sehenswürdigkeiten

  • Die römisch-katholische Kirche St. Johannes von Dukla wurde 1861 im neoromanischen Stil als evangelisches Gotteshaus erbaut. Seit 1945 dient sie als katholisches Gotteshaus. Das Gebäude steht seit 2007 unter Denkmalschutz.[6]
  • Das Schloss Wilmsdorf wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Am Hauseingang befindet sich eine dekorative Holzveranda. Die ursprünglichen neogotischen Ornamente an der Fassade sind nur teilweise erhalten geblieben. Im Schloss befinden sich heute Privatwohnungen.[7]
  • Der direkt an das Schloss angrenzende Schlosspark ist 3,21 Hektar groß.
Commons: Dobiercice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 4. Januar 2019
  2. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 747.
  3. Heimatkreisverband – Kreis Kreuzburg O.S. (Memento vom 20. Juni 2016 im Internet Archive)
  4. Territorial Amtsbezirk Wilmsdorf
  5. Verwaltungsgeschichte – Kreis Kreuzburg O.S. (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)
  6. Verzeichnis der Denkmäler der Woiwodschaft Oppeln S. 39 (poln.)
  7. Schloss Wilmsdorf (poln.)
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