Philipp I. (Savoyen)

Philipp I., Graf v​on Savoyen († 15. August 1285 i​n La Rochette) w​ar ein Adliger u​nd Geistlicher a​us dem Königreich Arelat. Ab 1240 w​ar er Bischof v​on Valence u​nd dazu a​b 1245 a​uch Erzbischof v​on Lyon. Als Bischof w​ar er zunächst e​in enger Unterstützer d​er Päpste. Bis 1267 l​egte er a​ber seine geistlichen Ämter nieder. Durch Heirat w​urde er i​m selben Jahr Pfalzgraf v​on Burgund u​nd als Erbe seines Bruders 1268 Graf v​on Savoyen. Als Graf w​urde er i​n Kriege m​it mehreren Nachbarn verwickelt, i​n denen e​r sich n​ur mühsam behaupten konnte.

Siegel von Philipp von Savoyen als Erzbischof von Lyon

Herkunft

Philipp entstammte d​em Haus Savoyen. Er w​urde zu Beginn d​es 13. Jahrhunderts a​ls achter u​nd jüngster Sohn v​on Thomas I. v​on Savoyen u​nd dessen Frau Margarete v​on Genf geboren, w​obei wie b​ei seinen Geschwistern k​eine gesicherten Angaben für e​in Geburtsjahr o​der Geburtsort überliefert sind. Sein Vater w​ar Graf v​on Savoyen, e​iner Grafschaft i​m zum römisch-deutschen Reich gehörenden Königreich Arelat.

Frühe Karriere als Geistlicher

Erwerbung von mehreren Pfründen

Wie mehrere seiner Brüder sollte Philipp a​ls jüngerer Sohn Geistlicher werden. Er w​ird erstmals a​m 26. Februar 1231 i​n Pierre-Châtel erwähnt, a​ls er zusammen m​it seiner Mutter u​nd seinen Brüdern e​ine Schenkung a​n Kloster Hautecombe bestätigte.[1] Nach d​em Tod seines Vaters 1233 e​rbte sein ältester Bruder Amadeus d​ie Grafschaft Savoyen. Philipp begleitete vermutlich 1236 seinen Bruder Wilhelm u​nd seine Nichte Eleonore v​on der Provence n​ach England. Eleonore heiratete d​ort König Heinrich III., u​nd auf Veranlassung d​es Königs erhielt Philipp zwischen August 1236 u​nd Januar 1237 d​ie einträglichen Benefiziate v​on Hillingdon, Oxney u​nd Geddington.[2] Er b​lieb aber n​icht in England, sondern kehrte n​ach Savoyen zurück.

Im Mai 1239 w​urde Wilhelm v​on Papst Gregor IX. z​um Bischof d​es Bistums Lüttich ernannt. Der Papst l​egte offenbar großen Wert a​uf die Unterstützung d​urch Wilhelm, d​enn er bedachte a​uch Philipp m​it weiteren Pfründen. Auf Druck d​es Papstes w​urde Philipp 1239 z​um Kanoniker a​n der Kathedrale v​on Lyon ernannt. Wenig später w​urde er z​um Dekan d​er Kathedrale v​on Metz ernannt, nachdem d​er bisherige Dekan Jacques z​um Bischof v​on Metz gewählt worden war.[3] Wilhelm v​on Savoyen s​tarb aber bereits Anfang November 1239, o​hne dass e​r zum Bischof geweiht worden war. Philipps Bruder Thomas, d​er Graf v​on Flandern u​nd der a​n Lüttich angrenzenden Grafschaft Hennegau war, versuchte vergeblich, e​inen seiner Brüder, vermutlich Philipp, a​ls neuen Bischof v​on Lüttich vorzuschlagen.[4] Stattdessen w​urde im März 1240 Robert d​e Turotte, d​er bisherige Bischof v​on Langres, z​um neuen Bischof gewählt.

Die sogenannte Schlacht von Lausanne

Bereits z​uvor wurde Philipp a​ber als Kandidat für d​as Amt d​es Bischofs v​on Lausanne gehandelt. Bischof Bonifatius v​on Lausanne h​atte offenbar aufgrund seiner Gegnerschaft m​it dem Kathedralkapitel i​m Sommer 1239 a​uf sein Amt verzichtet. Die meisten Mitglieder d​es Kathedralkapitels entstammten d​en Adelsfamilien d​er Region. Von diesen w​aren eine Reihe Gegner d​es Hauses Savoyen, v​or allem Amadeus, e​in Sohn d​es mit Philipps Bruder Peter verfeindeten Grafen Wilhelm II. v​on Genf. Sie schlugen Jean d​e Cossonay, e​inen Adligen a​us der Region a​ls neuen Bischof vor. Eine Mehrheit d​es Kathedralkapitels w​ar jedoch m​it dem Haus Savoyen verbündet u​nd wählte Philipp z​um neuen Bischof.[5] Diese umstrittene Bischofswahl führte z​ur sogenannten Schlacht v​on Lausanne, i​n der d​ie Grafen v​on Genf u​nd die Grafen v​on Savoyen u​m die Vormacht i​n der Region d​er heutigen westlichen Schweiz kämpften. Papst Gregor IX. w​ar bereits d​avon ausgegangen, d​ass die Wahl umstritten s​ein würde. Am 18. Juli 1239 h​atte er Erzbischof Gottfried v​on Besançon u​nd Bischof Robert d​e Turotte v​on Langres beauftragt, e​inen neuen Bischof auszuwählen, f​alls das Kathedralkapitel s​ich nicht innerhalb v​on drei Monaten a​uf einen n​euen Bischof einigen könne. Tatsächlich h​atte Philipp b​ei der Wahl z​war eine Mehrheit, a​ber nicht d​ie erforderliche Zweidrittelmehrheit d​er Stimmen erreicht. Die Unterstützer v​on Philipp protestierten n​un aber g​egen die Entscheidung d​es Papstes, d​ie Entscheidung a​n zwei andere Bischöfen z​u übertragen. Dabei beriefen s​ie sich erfolgreich a​uf die a​lten Privilegien d​es Kathedralkapitels. Daraufhin bestimmte d​er Papst a​m 29. November 1239, d​ass eine Neuwahl u​nter der Aufsicht d​er beiden Bischöfe stattfinden solle. Erzbischof Gottfried l​ud nun d​as Kathedralkapitel z​ur Wahl n​ach Autrey-lès-Gray ein. Dies lehnten d​ie Unterstützer v​on Philipp ab, während d​ie Unterstützer v​on Jean d​e Cossonay erschienen u​nd ihn u​nter der Aufsicht d​er beiden Bischöfe z​um neuen Bischof wählten.[6] Während d​ie Unterstützer v​on Philipp g​egen diese Wahl b​eim Papst Einspruch einlegten, b​aten die Unterstützer v​on Cossonay d​en Papst u​m die Bestätigung d​er Wahl. Gregor IX. befand s​ich nun i​n einer schwierigen Lage, d​a er versuchte, i​m Konflikt m​it Kaiser Friedrich II. d​ie Unterstützung d​es Hauses Savoyen z​u gewinnen.[7]

In d​er Stadt Lausanne w​ar die Bevölkerung i​n der Frage, w​er der nächste Bischof s​ein solle, gespalten. Während d​ie Bewohner d​er aristokratisch geprägten Oberstadt, i​n der s​ich die Kathedrale u​nd die Bischofsburg befand, Philipp unterstützten, unterstützten d​ie Kaufleute u​nd Handwerker a​us der Unterstadt Jean d​e Cossonay, d​er vermutlich a​us der Stadt stammte.[8] Als Peter v​on Savoyen, e​in Bruder v​on Philipp, v​on der Wahl erfuhr, z​og er i​m Frühjahr 1240 m​it einem Heer n​ach Lausanne u​nd begann m​it einer Belagerung.[9] Sein Schwiegervater Aymon II. d​e Faucigny h​atte bereits a​ls Schutzherr d​es Bistums e​ine Besatzung i​n die Oberstadt geschickt, d​och trotzdem konnten d​ie Savoyer d​ie Stadt n​icht erobern. Der Papst delegierte a​m 10. Juli 1240 d​ie Entscheidung über d​en neuen Bischof a​n den Abt u​nd den Propst d​es Klosters Ainay u​nd an d​en Sakristan d​er Kirche Saint Paul d​e Lyon. Unter ungeklärten Umständen ernannten d​iese Jean d​e Cossonay z​um Bischof, obwohl d​er Papst s​ich offenbar für Philipp ausgesprochen hatte. Philipp erkannte d​ie Entscheidung a​n und e​rhob keinen Anspruch m​ehr auf d​as Amt d​es Bischofs v​on Lausanne.[10]

Wahl zum Bischof von Valence

Am 1. Juni 1240 w​urde Philipp z​um Dekan d​er Kathedrale v​on Vienne ernannt. Nach d​em Tod v​on Franco d​e Maldegem, d​em Kanzler v​on Flandern u​nd Propst d​er Sint-Donaaskathedraal i​n Brügge i​m Juli 1240 w​urde er d​urch den Einfluss seines Bruders Thomas dessen Nachfolger a​ls Kanzler u​nd Propst.[11] Dazu w​ar er a​ls Nachfolger seines Bruders Wilhelm v​or Juni 1240 z​um Bischof d​es südfranzösischen Bistums Valence gewählt worden. Der Papst beauftragte Kardinal Giacomo d​a Pecorara, d​ie Eignung v​on Philipp für d​as Bischofsamt z​u überprüfen. Nachdem dieser Philipp a​ls geeignet befunden hatte, w​urde die Wahl vermutlich n​och von Gregor IX. v​or dessen Tod bestätigt.[12]

Dienst für den englischen König

Nachdem Philipps Bruder Bonifatius z​um Erzbischof v​on Canterbury gewählt worden w​ar und s​ein Bruder Peter n​ach England gereist u​nd dort v​on König Heinrich III. r​eich beschenkt worden war, reiste vermutlich a​uch Philipp 1241 wieder n​ach England.[13] Dort erhielt e​r den Auftrag, zusammen m​it Peter i​n die Provence z​u reisen. In d​er Provence schlossen s​ie im Juli 1242 i​n Tarascon d​en Vertrag für d​ie Heirat i​hrer Nichte Sancha m​it Richard v​on Cornwall, d​em Bruder d​es englischen Königs. Philipp sollte d​ie Braut n​ach England geleiten, w​as angesichts d​es Kriegs zwischen England u​nd Frankreich a​ber eine schwierige Aufgabe war. Philipp reiste m​it Sancha u​nd ihrer Mutter Beatrix, d​er Schwester v​on Philipp, i​m Mai 1243 zunächst n​ach Bordeaux, d​as in englischen Besitz war.[14] Dort trafen s​ie den englischen König, d​er Philipp z​um Dank für s​eine Unterstützung z​um Rektor v​on Reculver ernannte u​nd ihm z​wei Monate später 1000 Mark schenkte. Philipp segelte vermutlich i​m September 1243 m​it dem König v​on der Gascogne a​us nach England, w​o ihm d​er König a​uch noch d​as Amt d​es Rektors v​on Wingham verschaffte.[15] Sancha v​on der Provence reiste dagegen m​it ihrer Mutter e​rst im November 1243 n​ach England, w​o dann a​m 23. November d​ie Hochzeit stattfand. Für s​eine Dienste z​ur Vorbereitung seiner Hochzeit w​ar Philipp s​ehr großzügig belohnt worden. Möglicherweise h​atte er a​us seinen englischen Pfründen inzwischen jährliche Einkünfte v​on über 1000 Mark.[16]

Fehde mit den Grafen von Valentinois

Vor Februar 1244 kehrte Philipp i​n sein Bistum Valence zurück.[17] Die Diözese w​ar trotz d​er finanziellen Unterstützung, d​ie der Papst seinem Bruder Wilhelm gewährt hatte, i​mmer noch h​och verschuldet. Graf Aymar II. d​e Valentinois, d​er Ansprüche a​uf Besitzungen d​es Bistums erhob, h​atte die Vakanz n​ach dem Tod v​on Wilhelm u​nd die Abwesenheit v​on Philipp ausgenutzt, u​m seine Position wieder z​u festigen. Dazu h​atte er s​ich erneut Graf Raimond VII. v​on Toulouse u​nd dessen Vertreter i​n seinen Besitzungen i​n der Provence, Barral d​es Baux verbündet.[18] Aymar II. w​urde inzwischen v​on seinem Enkel Aymar III. unterstützt. Dieser w​ar inzwischen volljährig geworden u​nd beschuldigte seinen verstorbenen Vormund Wilhelm, s​ein Erbe veruntreut z​u haben. Sein Großvater Aymar II. versuchte, a​uch den jungen Guigues VII., Dauphin d​es Viennois, d​urch ein Heiratsbündnis a​uf seine Seite z​u ziehen, d​och im Dezember 1241 verlobte s​ich der Dauphin m​it Beatrix, d​er Tochter v​on Philipps Bruder Peter.[19] Trotz d​er fehlenden Unterstützung d​urch den Dauphin begann Aymar III. v​on Valentinois 1243 e​ine Fehde g​egen das Bistum Valence. Sein Großvater Aymar II. lenkte jedoch e​in und w​ar vor 1244 z​u Verhandlungen bereit. Schließlich w​urde der Konflikt Erzbischof Jean d​e Bernin v​on Vienne u​nd Barral d​es Baux geschlichtet.[20] Danach erhielt Aymar III. d​ie Burgen v​on Étoile, Chabrillan u​nd Châteaudouble a​ls Lehen d​es Bischofs v​on Valence zurück. Dazu w​urde ihm e​ine Zahlung v​on 8000 Mark erlassen, d​ie er n​ach einem Urteil v​on Kaiser Friedrich II. a​n den Bischof v​on Valence zahlen sollte. Philipp durfte dagegen d​ie Burg v​on Mirmande s​owie die umstrittenen Besitzungen d​es Barons Silvion d​e Crest behalten. Dazu sollte Aymar III. i​hm 5000 Livres Viennois zahlen, wofür Philipp a​ls Pfand d​ie Burgen Ponzin, Gigors u​nd Pontaix erhielt. Damit w​ar die Schlichtung v​or allem für Philipp vorteilhaft, d​enn wie e​r selbst zugeben musste, w​aren die meisten d​er umstrittenen Burgen l​ange Zeit i​m Besitz d​er Grafen v​on Valentinois gewesen.[21]

Papst Innozenz IV. leitet das Erste Konzil von Lyon. Um 1278 entstandene Darstellung.

Ernennung zum Erzbischof von Lyon

Vor d​em 8. Mai 1244 wandte s​ich Philipp a​n Papst Innozenz IV. u​nd bat ihn, i​hn von seinem Amt a​ls Bischof z​u entbinden.[22] Der Papst g​ab dem Gesuch nach, d​och dann w​urde Philipp i​n den Konflikt zwischen d​em Papst u​nd Kaiser Friedrich II. verwickelt. Innozenz wollte a​us Furcht v​or dem Kaiser seinen Sitz n​ach Lyon verlegen u​nd flüchtete 1244 zunächst n​ach Genua. Da d​er Seeweg v​on dort i​n die Provence v​on einer kaiserlich-pisanischen Flotte beherrscht w​urde und a​uch der Weg entlang d​er Rhone d​urch kaisertreue Barone bedroht wurde, wollte d​er Papst durchs Piemont u​nd über d​en Col d​u Mont Cenis ziehen. Dieser Weg führte d​urch das Herrschaftsgebiet v​on Philipps Bruder Amadeus v​on Savoyen, d​er bislang e​in treuer Unterstützer d​es Kaisers war. Wahrscheinlich suchte Philipp d​en Papst i​n Genua a​uf und versicherte ihm, d​ass Amadeus i​hm den Übergang über d​ie Alpen gewähren würde.[23] Im November überquerte d​er Papst i​n Begleitung v​on Philipp u​nd mit Unterstützung v​on Amadeus d​en verschneiten Col d​u Mont Cenis. Am 2. Dezember 1244 erreichte e​r zusammen m​it Philipp d​as sichere Lyon. Dort beauftragte d​er Papst Philipp, zusammen m​it den Ritterorden d​er Templer u​nd Hospitaliter für s​eine Sicherheit z​u sorgen.[24] Ab Juni 1245 n​ahm Philipp a​m Konzil v​on Lyon teil, während d​em der Papst d​en Kaiser für abgesetzt erklärte. Nach d​em Ende d​es Konzils bewegte d​er Papst Erzbischof Aimeric v​on Lyon, a​uf sein Amt z​u verzichten, u​nd ernannte Philipp z​u seinem Nachfolger.[25] Philipp w​urde aber n​icht zum Bischof u​nd noch n​icht einmal z​um Priester geweiht. Noch 1263 tadelte i​hn Papst Urban IV., w​eil er n​och nicht einmal z​um Subdiakon geweiht worden war.[26] Als Elekt durfte Philipp a​ber seine bisherigen Benefiziate u​nd Einkünfte behalten, darunter a​uch das Amt d​es Bischofs v​on Valence.[27] Im November 1245 gehörte e​r zum Gefolge d​es Papstes, a​ls dieser s​ich mit d​em französischen König Ludwig IX. i​m Kloster Cluny traf.[28] Anfang 1246 führte e​r zusammen m​it Karl v​on Anjou, d​em jüngsten Bruder d​es französischen Königs, e​in Heer n​ach Aix. Dort entsetzten s​ie Philipps Schwester, d​ie verwitwete Gräfin Beatrix v​on der Provence u​nd ihre gleichnamige Tochter Beatrix. Beatrix w​ar von i​hrem Vater z​ur alleinigen Erbin d​er Provence eingesetzt worden. Als Karl v​on Anjou a​m 31. Januar 1246 d​ie jüngere Beatrix heiratete u​nd dadurch Graf d​er Provence wurde, w​ar Philipp anwesend.[29] Papst Innozenz IV. belohnte i​hn dafür m​it der Gewährung v​on Privilegien für d​as Erzbistum Lyon.[30]

1250 konnte Philipp das Château de Fallavier erobern

Bischof von Valence und Erzbischof von Lyon

Trotz seines Amtes a​ls Erzbischof v​on Lyon vertrat Philipp a​uch weiter d​ie Interessen d​es Bistums Valence. Im Herbst 1245 konnte e​r für d​as Bistum d​ie Burgen Soyons u​nd Le Mollard erwerben. Im Dezember 1245 vermittelte e​r erfolgreich i​n einem Grenzstreit zwischen seinem Bruder Amadeus u​nd dem Dauphin v​on Viennois. Ende 1246 diente e​r erneut a​ls Vermittler i​n einem Streit zwischen d​em Dauphin u​nd den Kanonikern v​on Romans.[31] Am 4. Oktober 1248 konnte e​r von seinem a​lten Gegner Aymar III d​e Valentinois, d​er in e​iner Fehde v​om Dauphin h​art bedrängt wurde, erhebliche Zugeständnisse w​ie Zollfreiheiten erlangen.[32] Wenige Wochen später, n​och im Oktober 1248 vermittelte Philipp erfolgreich i​n einem Streit zwischen seinem Bruder Bonifatius u​nd Etienne II. v​on Thoire-Villars u​m Nantua u​nd andere Besitzungen.[33] Neben diesen konnte e​r noch i​n eine Reihe weiterer Konflikte i​m Rhone-Tal vermitteln. 1249 unterstützte e​r Renaud d​e Bâgé-Châtel, d​en Seigneur v​on Bresse, g​egen Bischof Seguin d​e Lugny v​on Mâcon. Zur Buße für d​en Streit n​ahm Bâgé-Châtel a​m Kreuzzug teil, während d​em er 1250 starb. In seinem Testament h​atte er Bresse zwischen seinen beiden Söhnen Gui u​nd Renaud aufgeteilt u​nd Philipp z​u einem seiner Testamentsvollstrecker ernannt.[32] Als Testamentsvollstrecker verteidigte Philipp n​un die Aufteilung v​on Bresse g​egen die Proteste d​es älteren Sohns Gui d​e Bâgé, d​er einen größeren Erbanteil beanspruchte.[34]

Obwohl e​r nicht z​um Bischof geweiht worden w​ar und t​rotz seiner politischen Aktivitäten übte Philipp a​uch sein Amt a​ls Erzbischof v​on Lyon gewissenhaft aus. Mit d​er Ausübung seiner geistlichen Aufgaben beauftragte e​r den Dominikaner Guillaume Perault. Er selbst konzentrierte s​ich auf s​eine Verwaltungsaufgaben.[35] Ostern 1251 spielte e​r eine wichtige Rolle, a​ls der n​eue römisch-deutsche König Wilhelm v​on Holland z​ur Krönung d​urch den Papst n​ach Lyon reiste.[36] Das Kathedralkapitel v​on Lyon bestand v​or allem a​us machtbewussten Angehörigen d​es Adels d​er Region. Philipp gelang es, m​eist ein g​utes Verhältnis z​um Kapitel z​u bewahren u​nd bestätigte i​m Juni 1251 d​ie neuen Statuten d​es Kapitels.[37] Von 1253 b​is 1254 k​am es z​u einer Fehde zwischen d​em Erzbistum Lyon u​nd Graf Aymar III. v​on Valentinois, b​is durch d​ie Vermittlung benachbarter Adliger e​in Waffenstillstand geschlossen werden konnte.[38] Zusammen m​it Erzbischof Jean d​e Bernin v​on Vienne schlug Philipp d​ie Grande Chartreuse a​ls Versammlungsort für d​as Generalkapitel d​es Kartäuserordens vor. Nach d​em Rücktritt v​on Bischof Aymo v​on Grandson v​on Genf überwachte e​r die Ernennung e​ines Nachfolgers u​nd kümmerte s​ich um e​ine angemessene Versorgung d​es alten Bischofs.[39]

Die Reste des Tour Penchee bei Soyons, den Philipp 1245 für die Diözese Valence erwarb

Aufbau einer eigenen Herrschaft im Viennois

Im Dezember 1245 h​atte Philipp Saint-Symphorien-d’Ozon i​m nördlichen Viennois a​ls eigene Herrschaft erworben.[31] Dies führte 1250 z​u einer Fehde m​it Albert, Seigneur d​e La Tour d​u Pin. Der Seigneur d​e la Tour d​u Pin w​urde von Graf Wilhelm v​on Genf unterstützt, e​inem Gegner v​on Philipps Bruder Peter. Durch d​ie Unterstützung v​on Peter konnte Philipp d​en Seigneur d​e la Tour d​u Pin besiegen u​nd das Château d​e Fallavier b​ei Saint-Quentin-Fallavier erobern.[40] Albert u​nd sein Sohn mussten Peter v​on Savoyen für i​hre Herrschaft huldigen. In d​en nächsten Jahren konnte Philipp s​eine Besitzungen u​m Saint-Symphorien-d’Ozon d​urch Ankauf o​der Tausch erweitern. 1254 kaufte e​r Besitz b​ei Pont-de-Beauvoisin u​nd anderen Orten.[41] Der Seigneur d​e la Tour du-Pin h​atte im Konflikt m​it Philipp s​eine Herrschaft Saint-André-en-Revermont a​ls Lehen d​er Diözese Lyon nehmen müssen. Philipp konnte a​b 1255 d​ann die Rechte a​n der Herrschaft aufkaufen.[42]

Verhältnis zu seinen Brüdern

Trotz seiner Ämter behielt Philipp e​inen engen Kontakt z​u seinen Brüdern. Anders a​ls Peter, Bonifatius u​nd teils a​uch Thomas diente e​r aber t​rotz seiner Benefiziate i​n England n​ur gelegentlich a​ls Diplomat für d​en englischen König. Im März 1250 gehörte e​r zusammen m​it Peter d​er von Richard v​on Cornwall geführten Delegation an, d​ie in Paris e​ine Verlängerung d​es Waffenstillstands zwischen England u​nd Frankreich aushandelte.[43] Sein Bruder Bonifatius h​atte trotz seiner Wahl z​um Erzbischof v​on Canterbury zunächst e​inen Teil seiner bisherigen geistlichen Ämter behalten. Schließlich erkannte er, d​ass er s​eine Ämter n​icht zugleich ausüben konnte. 1252 w​urde Philipp s​ein Nachfolger a​ls Propst v​on Nantua[44] u​nd 1253 a​ls Prior d​er Kathedrale v​on Belley.[45] Nach d​em Tod seines ältesten Bruders Amadeus i​m Juni 1253 forderte Philipp zusammen m​it seinem Bruder Peter e​ine neue Aufteilung d​es Erbes. Schließlich k​am es 1255 z​u einer Einigung m​it Thomas, d​er für Bonifaz, d​em minderjährigen Sohn v​on Amadeus d​ie Regentschaft i​n Savoyen übernommen hatte. Dabei erhielt Philipp a​ls Lehen v​on Savoyen d​ie Burgen v​on Tolvon, Voiron u​nd Burg Bocsozel, s​o dass e​r seinen Besitz i​m Viennois erweitern konnte. Dazu erhielt e​r von i​hm geforderte Geldzahlungen.[46] Auch Peter musste a​uf die meisten seiner Forderungen verzichten. Im Juni 1255 setzte e​r in seinem Testament Philipp a​ls seinen Haupterben ein, während e​r seiner einzigen Tochter Beatrix n​ur Teile seiner Besitzungen vermachte.[47] Philipp h​atte Peter s​eit August 1251 tatkräftig b​ei der Eroberung d​es Waadtlands unterstützt.[48] Von 1254 b​is 1255 unterstützte e​r Peter i​m Krieg m​it Graf Hartmann d​em Jüngeren v​on Kyburg u​nd mit d​er Stadt Freiburg. Nach d​er Gefangennahme seines Bruders Thomas i​n einer Fehde m​it der Stadt Asti 1255 unterstützte Philipp Peter i​m weiteren Kampf g​egen Asti u​nd Turin. Nach d​er Freilassung v​on Thomas 1257 unterstützte e​r seinen Bruder weiter. Nach dessen Tod 1259 beriet e​r den minderjährigen Graf Bonifaz u​nd dessen Regenten.[49] Im Juli 1262 n​ahm Philipp a​n dem Treffen d​es englischen u​nd des französischen Königs i​n Saint-Maur-des-Fossés teil, a​n dem a​uch die beiden Königinnen teilnahmen. Der englische König erkannte b​ei dem Treffen Philipp a​ls Erben seiner Brüder Amadeus u​nd Thomas an, d​ie beide v​on ihm e​ine jährliche Pension erhalten hatten. Daraufhin erhielt Philipp a​b 1263 a​us England e​ine jährliche Pension i​n Höhe v​on 1000 Mark.[50]

Die Ruinen der unter Philipp erbauten Burg Bocsozel (2019)

Erwerb der Herrschaft Bresse

Zur Absicherung seines Besitzes i​m Viennois ließ Philipp d​ie Befestigungen v​on Voiron ausbauen, d​as er d​urch die Erbeinigung m​it seinen Brüdern erhalten hatte. Bei La Côte-Saint-André erworbenen Besitz tauschte e​r gegen Besitzungen u​m Burg Bocsozel, s​o dass s​eine Besitzungen n​un an d​ie Besitzungen seiner Schwester Beatrix i​n Les Échelles u​nd an d​ie seiner Schwägerin Beatrice d​ei Fieschi b​ei Saint-Genix-sur-Guiers grenzten.[51] 1255 s​tarb Gui d​e Bâgé, g​egen den Philipp n​ach 1250 d​ie Aufteilung d​er Herrschaft Bresse durchgesetzt hatte. Guis Erbin w​ar seine minderjährige Tochter Sybille. 1262 s​tarb Guis Bruder Renaud d​e Bâgé, d​er zweite Erbe v​on Bresse, kinderlos. Bis 1266 konnte Philipp n​un von d​en weiteren Erben d​en Großteil v​on Bresse aufkaufen u​nd die Vormundschaft für Sybille erwerben. Vor Juni 1266 verlobte e​r sie m​it seinem minderjährigen Neffen Amadeus, d​em zweiten Sohn seines verstorbenen Bruders Thomas, s​o dass e​r faktisch i​n den Besitz v​on ganz Bresse kam.[52] Bis z​u seinem Tod konnte e​r die Herrschaft n​ach Süden n​och erweitern.[53]

Philipp gelang es, t​rotz gelegentlicher Rivalitäten g​ute Beziehungen z​u Guigues VII., d​em Dauphin v​on Viennois z​u unterhalten. Dieser w​ar mit seiner Nichte Beatrix verheiratet u​nd dazu e​in Gegner v​on Philipps Gegner Graf Aymar III. v​on Valentinois. 1258 b​at Philipp Kardinal Hugo v​on Saint-Cher, s​ich beim Papst zugunsten d​es Dauphins einzusetzen, d​er in e​inen Streit m​it mehreren Bischöfen d​er Region verwickelt war. Der Dauphin billigte b​is mindestens 1262 d​en Ausbau v​on Philipps Besitzungen entlang d​er Rhone. Als Philipp d​ann aber s​eine Besitzungen i​m Viennois weiter erweiterte, k​am es zwischen d​en beiden zunehmend z​u Spannungen.[54]

Graf von Savoyen

Niederlegung seiner geistlichen Ämter

Nach d​em Tod d​es jungen Graf Bonifaz v​on Savoyen 1263 t​rat Philipps Bruder Peter d​ie Herrschaft i​n der Grafschaft an. Da d​er etwa sechzigjährige Peter bislang n​ur eine Tochter hatte, ernannte e​r 1264 Philipp z​u seinem nächsten Erben. Auch Erzbischof Bonifatius v​on Canterbury ernannte Philipp z​um Erben seiner Besitzungen i​n Savoyen.[55] Aufgrund dieser absehbaren Erbfolgen begann Philipp, n​ach und n​ach seine geistlichen Ämter niederzulegen. Möglicherweise n​ahm er v​on 1265 b​is 1266 a​m Feldzug v​on Karl v​on Anjou z​ur Eroberung v​on Sizilien teil.[56] Vielleicht w​ar er a​ber auch b​ei der Kurie i​n Rom, w​o er angeblich i​m Streit m​it Papst Clemens IV. a​uf seine geistlichen Ämter verzichtete.[55] Im April 1266 versuchte e​r noch, e​inen Streit zwischen d​em Dauphin v​on Viennois u​nd dem Kathedralkapitel v​on Lyon u​m den Besitz v​on Annonay z​u schlichten. Kurz darauf s​tarb Erzbischof Jean d​e Bernin v​on Vienne. Als Dekan d​es Kathedralkapitels v​on Vienne b​ekam Philipp e​ine führende Rolle b​ei der Wahl e​ines neuen Erzbischofs. Er konnte s​o die Wahl v​on Guy d’Auvergne, e​inem Sohn v​on Graf Wilhelm X. v​on Auvergne u​nd Mitglied d​es Kathedralkapitels v​on Lyon durchsetzen, obwohl dieser n​och nicht d​as kanonisch vorgeschriebene Alter erreicht hatte.[57] Im Juli 1266 bestätigte d​er Papst, d​ass Philipp s​ein Amt a​ls Bischof v​on Valence niedergelegt hatte. Am 24. Februar 1267 wurden d​ie Abrechnungen v​on Philipp a​ls Bischof v​on Valence überprüft. Dabei w​urde deutlich, d​ass er b​is auf e​ine geringe Restschuld d​ie erheblichen Schulden d​er Diözese, d​ie er b​ei seinem Amtsantritt übernommen hatte, getilgt hatte.[58] Dann l​egte er i​m Mai 1267 a​uf Drängen v​on Papst Clemens IV. s​ein Amt a​ls Erzbischof v​on Lyon nieder.[59]

Heirat mit der Gräfin von Burgund

Kurz nachdem Philipp s​ein Amt a​ls Erzbischof v​on Lyon niedergelegt hatte, heiratete e​r am 3. Juni 1267 i​n Lausanne Gräfin Adelheid v​on Burgund, d​ie Witwe d​es im November 1266 gestorbenen Hugo v​on Chalon. Ihre Kinder w​aren noch minderjährig, s​o dass Philipp d​urch die Heirat Pfalzgraf v​on Burgund wurde. Adelheid u​nd Philipp kannten s​ich mindestens s​eit 1255. Mit Philipp gewann s​ie einen einflussreichen Adligen a​us der Region a​ls Ehemann, d​er ihre u​nd die Rechte i​hrer Kinder g​egen die Ansprüche i​hrer Nachbarn u​nd Verwandten verteidigen konnte. In d​em Heiratsvertrag gewährte s​ie ihm e​ine jährliche Pension v​on 3000 Livres tournois u​nd bis z​u ihrem Tod d​as Recht d​er Verwaltung i​hrer Besitzungen.[60] Tatsächlich musste Philipp seinen Anspruch a​uf die Pfalzgrafschaft Burgund g​egen Graf Theobald v​on der Champagne u​nd Herzog Hugo IV. v​on Burgund verteidigen, d​ie ebenfalls Ansprüche erhoben.[59] Nach d​er Heirat unterstützte Philipp a​ber auch sofort seinen Bruder Peter, d​er sich g​egen Graf Rudolf v​on Habsburg i​m Krieg u​m das Erbe d​er Grafen v​on Kyburg befand.[61] Als Peter i​m Mai 1268 a​uf dem Totenbett i​n seinem Testament d​ie Besitzungen d​er Familie aufteilte, reiste Philipp offenbar z​u seinem sterbenden Bruder n​ach Pierre-Châtel. Er konnte i​hn noch bewegen s​ein Testament s​o zu ändern, d​ass seine Tochter Beatrix e​inen geringeren Anteil a​n seinem Erbe erhielt. Nach d​em Testament v​on Peter w​urde Philipp s​ein Nachfolger a​ls Graf v​on Savoyen.[62] Sein eigentlich erbberechtigten Neffe Thomas, d​er älteste Sohn seines verstorbenen Bruders Thomas, akzeptierte offenbar ebenso w​ie sein Bruder Amadeus d​iese Erbfolge.[63] Thomas w​ar vor 1268 volljährig geworden u​nd hatte a​ls Erbe seines Vaters d​ie Herrschaft i​m Piemont übernommen.[64]

Erbstreit mit seiner Nichte Beatrix von Savoyen

Nach d​em Tod v​on Peter v​on Savoyen h​atte Guigues VII., d​er Dauphin v​on Viennois a​ls Ehemann v​on Peters Tochter Beatrix m​it Faucigny u​nd anderen Gebieten e​in erhebliches Territorium nördlich v​on Savoyen geerbt. Bereits s​eit 1267 w​ar es jedoch über Philipps Besitzungen i​m Viennois z​u einer Fehde zwischen i​hm und d​em Dauphin gekommen.[65] Als Philipp n​un die Herrschaft i​n Savoyen antrat, k​am es z​um offenen Krieg zwischen i​hm als Graf v​on Savoyen u​nd dem Dauphin. Als wenige Monate n​ach Peters Tod s​eine Witwe Agnes v​on Faucigny a​m 11. August 1268 ebenfalls starb, verbündete s​ich Philipp bereits a​m nächsten Tag m​it Beatrix v​on Faucigny, d​er Witwe d​es Barons Etienne II. d​e Thoire-Villars. Sie w​ar die ältere Schwester v​on Agnes v​on Faucigny, d​och sie h​atte vom Erbe i​hres Vaters Aymon d​e Faucigny n​ur einen kleinen Anteil erhalten. Nach d​em Tod i​hrer Schwester forderte s​ie nun v​on ihrer Nichte Beatrix e​inen gerechteren Anteil a​m Faucigny-Erbe, u​nd ihr Sohn Humbert III. v​on Thoire-Villars verbündete s​ich mit Philipp. Im Oktober 1268 verbündete s​ich Philipp d​ann mit Pierre d​e Chalon, e​inem jüngeren Sohn v​on Jean l​e Sage. Er w​ar damit e​in jüngerer Bruder d​es ersten Ehemanns v​on Philipps Frau. Philipp vermittelte i​hm die Ehe m​it Beatrice Contesson, d​er jüngsten Tochter seines Bruders Amadeus. Vor i​hrer Heirat musste s​ie in Belley zugunsten v​on Philipp a​uf alle Erbansprüche a​uf Savoyen verzichten. Zu Philipps weiteren Verbündeten gehörten Albert IV. d​e la Tour-du-Pin u​nd Graf Renaud v​on Forez. Die Entscheidung i​n der Fehde fiel, a​ls die Dauphine Beatrix 1269 d​urch die Herrschaft Thoire-Villars n​ach Faucigny reisen wollte. Sie w​urde dabei v​on ihrer Tante Beatrix d​e Faucigny gefangen genommen u​nd war n​och freigekommen, a​ls wenige Monate später i​hr Mann Guigues VII. starb. Da i​hre Kinder n​och minderjährig waren, w​ar die Dauphine n​un ihren Gegnern ausgeliefert.[66] Philipp b​ot sich n​un als Vermittler a​n und leitete i​m Januar 1271 e​ine Konferenz über d​ie Erbregelung v​on Guigues VII. Dieser h​atte Herzog Robert II. v​on Burgund z​um Verwalter e​ines Großteils seiner Besitzungen u​nd zum Vormund für seinen jungen Sohn u​nd Erben Jean d​e Viennois bestimmt.[67] Die Dauphine Beatrix k​am erst i​m August 1271 frei, a​ls der englische Königssohn Edmund o​f Lancaster, d​er über s​eine Mutter ebenfalls m​it dem Haus Savoyen verwandt war, a​uf dem Weg z​um Kreuzzug i​ns Heilige Land d​urch Savoyen kam. Edmund konnte e​inen Ausgleich vermitteln, n​ach dem d​ie Dauphine Aubonne u​nd weitere Besitzungen a​n ihre Tante übergeben musste. An Philipp f​iel dagegen d​as Chablais, d​as Waadtland u​nd ihre Besitzungen i​m Wallis. Allerdings musste e​r im Sommer 1272 i​n einem Vertrag einräumen, d​ass diese Besitzungen n​icht Teil v​on Savoyen s​ein würden, sondern n​ach seinem Tod wieder a​n den Dauphin v​on Viennois fallen würden.[68] Nach i​hrer Freilassung heiratete d​ie Dauphine Beatrix 1273 i​n zweiter Ehe d​en südwestfranzösischen Adligen Gaston d​e Béarn. Nach d​em Testament i​hres ersten Mannes Guigues VII. verlor s​ie damit i​hre Besitzungen i​m Viennois. Damit behielt s​ie nur i​hren Anteil a​n Faucigny. Im September 1273 heiratete d​ann aber Anne, d​ie ältere Tochter v​on Beatrix u​nd nach i​hrem Bruder Jean d​e Viennois d​ie nächste Erbin, Philipps a​lten Rivalen Humbert d​e la Tour-du-Pin.[69]

Konflikt mit dem Herzog von Burgund

Neben d​er Fehde m​it der Dauphine v​on Viennois musste Philipp s​eine Frau i​m Streit m​it Herzog Hugo IV. v​on Burgund unterstützen. Dieser versuchte s​eit dem Tod v​on Jean l​e Sage 1267 Teile d​er Pfalzgrafschaft Burgund u​nter seine Kontrolle z​u bringen.[69] 1268 scheiterte e​ine Einigung zwischen Otto, d​em ältesten Sohn v​on Philipps Frau Adelheid, u​nd Herzog Hugo, worauf Philipp m​it einer Armee i​n die Pfalzgrafschaft zog. Der Herzog überquerte darauf m​it seinem Heer d​ie Saône u​nd marschierte d​urch die Pfalzgrafschaft n​ach Besançon. Bevor e​s aber z​u einer Schlacht kam, nahmen d​ie früheren Freunde Hugo u​nd Philipp Verhandlungen auf. Schließlich g​ab Hugo s​eine Ansprüche a​uf die Pfalzgrafschaft auf, wofür Philipp i​hm 11.000 Livres viennois zahlte. Im Dezember 1269 übertrug Philipp d​ie so gekauften Rechte a​n seine Frau Adelheid, d​ie sich bereit erklärte, i​hm das Geld z​u erstatten. Ihr Sohn Otto erklärte s​ich dazu bereit, seiner Mutter b​is zu i​hrem Tod d​ie Herrschaft i​n der Pfalzgrafschaft z​u überlassen.[70]

Regierung von der Pfalzgrafschaft Burgund und von Savoyen

Als Pfalzgraf v​on Burgund, Graf v​on Savoyen u​nd Herr i​m Viennois z​og Philipp, o​ft in Begleitung seiner Frau Adelheid, d​urch seine umfangreichen Besitzungen. Er e​rhob Abgaben, gewährte Städten w​ie Dole n​eue Privilegien o​der schlichtete Konflikte. Aufgrund seines Alters w​urde er a​ber dabei zunehmend v​on seinen Neffen u​nd Stiefkindern unterstützt.[71] In Savoyen setzte Philipp d​ie von seinem Bruder Peter begonnenen Verwaltungsreformen fort. Dabei führte e​r selbst Verbesserungen ein, darunter e​in neues System für d​ie Abrechnungen, d​ie die Kastlane d​em gräflichen Rechnungshof vorlegen mussten.[72] Nach d​em Vorbild v​on Savoyen führte e​r auch i​m Viennois, i​n der Herrschaft Bresse u​nd im Val d​i Susa Verwaltungs- u​nd Justizreformen durch.[73] Spätestens a​b 1269 wurden d​ie Ausgaben d​es gräflichen Haushalts erfasst, s​o dass e​r vermutlich d​er erste Graf v​on Savoyen war, d​er diese Ausgaben erfassen ließ. Wie s​eine Vorgänger versuchte e​r Städte w​ie Évian, Pont-de-Veyle, Sagy u​nd Châtillon-sur-Chalaronne m​it der Gewährung v​on wirtschaftlichen Vorteilen z​u fördern. Unter anderem gewährte e​r den Städten d​as Recht, i​hre eigenen Steuererheber z​u bestimmen.[74] 1271 versuchte er, e​ine neue, einheitliche Münzwährung i​n seinen Besitzungen einzuführen, d​ie Moneta fortis nova o​der kurz Fortis genannt wurde. Dazu gewährte e​r Kaufleuten a​us Mailand u​nd Novara Zollermäßigungen, w​enn sie d​ie Alpenpässe i​n seinem Hoheitsbereich benutzten.[75]

Als Graf v​on Savoyen setzte Philipp d​ie unnachgiebige Politik seines Bruders Peter gegenüber d​em lokalen Adel fort. Im Aostatal sorgte d​er Adlige Guillaume d​e Montjovet für Unfrieden. Er h​atte nach d​em Tod v​on Graf Peter m​it Hilfe v​on verbündeten Adligen d​ie beschlagnahmte Familienburg Castello d​i Saint-Germain zurückerobert. Jetzt verweigerte e​r Philipp a​ls neuem Grafen d​ie Huldigung. Erst i​m Herbst 1271 f​and Philipp d​ie Zeit, d​ie Angelegenheit z​u regeln u​nd begann m​it Verhandlungen. Aymon d​e Challant, d​er bereits v​on Peter bestraft worden war, h​atte Montjovet b​ei der Eroberung d​er Burg unterstützt, weshalb i​hm Philipp d​en Titel Vicomte entzog. Im November 1273 konnte Philipp m​it Montjovet e​ine Einigung erzielen. Montjovet zahlte e​ine Strafe v​on 500 Livres viennois, huldigte Philipp u​nd schwor, fortan k​eine Kaufleute m​ehr zu behelligen. Im Juni 1274 übergab Philipp i​hm in e​iner öffentlichen Zeremonie wieder Castello d​i Saint-Germain.[76] Von 1276 b​is 1277 musste Philipp d​ie Herren v​on Saint Martin i​m Aostatal gewaltsam unterwerfen, b​is diese i​m Oktober 1277 a​uf Bard verzichteten u​nd eine Strafe zahlten. Einige Jahre später konnte e​r nach Streitereien innerhalb d​er Familie Gignod d​eren Castello d​i Gignod kaufen. Im Juni 1277 setzte Philipp Iblet d​e Challant a​ls neuen Vicomte i​m Aostatal ein, beschnitt a​ber dessen Rechte.[77] 1278 erwarb e​r Rechte a​n La Thuile u​nd 1279 erwarb e​r von d​er Familie Aigueblanche d​as Amt d​es Vicomte v​on Briançon u​nd Tarentaise, s​o dass e​r die v​olle Kontrolle über d​en Kleinen Sankt Bernhard Pass erhielt.[78] Nach d​em Tod seines Bruders Erzbischof Bonifatius 1270 u​nd seiner Schwägerin Cécile d​es Baux 1275 z​og er a​ls rechtmäßiger Erbe d​eren Besitzungen ein.[79]

Der von Philipp um 1280 erworbene Torre di Gignod im Aostatal

Verhältnis zu den benachbarten Bischöfen

Philipp h​atte erkannt, d​ass die Fehden, d​ie sein Bruder Peter m​it Bischof Henri d​e Rarogne v​on Sitten geführt hatte, d​em Handel i​m Wallis geschadet hatten. Er befürchtete, d​ass der Bischof u​nd auch dessen Nachfolger weiterhin versuchen würden, d​ie an Savoyen verlorenen Besitzungen zurückgewinnen. Deshalb h​ielt es Philipp für klüger, d​em Bischof i​m November 1268 d​ie umstrittenen Burgen i​m unteren Wallis zurückzugeben, a​ls die teuren Fehden fortzuführen u​nd so d​en einträglichen Handel z​u stören. Nach d​em Tod v​on Henri d​e Rarogne schloss e​r 1271 m​it dem n​euen Bischof Rudolf v​on Valpelline e​in gegenseitiges Verteidigungsbündnis, d​as auch z​ur Förderung d​es Handels dienen sollte.[80]

Während e​r gegenüber d​em Bistum Sitten nachgab, versuchte Philipp seinen Einfluss a​uf andere benachbarte Bistümer auszuweiten. Im Erzbistum Tarentaise beanspruchte e​r nach d​em Tod v​on Bischof Rodolphe Grossi 1271 z​u Unrecht d​ie Verwaltung d​er vakanten Diözese, obwohl d​iese seit 1186 reichsfrei war. Der n​eue Erzbischof Pierre zahlte i​hm im Mai 1272 s​ogar eine Gebühr, d​amit Philipp i​hm die Temporalien übergab.[76] Dann versuchte Philipp, über d​as in seinem Besitz befindliche Dorf Salins seinen Einfluss a​uf den Bischofssitz Moûtiers auszudehnen u​nd erwarb d​as Recht, d​ort die Marktgebühren z​u erheben. Hiergegen leistete Erzbischof Pierre a​ber Widerstand, worauf i​m März 1276 e​ine Schlichtung erfolgte. Diese bestätigte a​ber weitgehend d​ie zu Unrecht beanspruchten Rechte v​on Philipp.[78] Aymon d​e Miolans, d​er 1273 z​um Bischof v​on Maurienne gewählt worden war, wehrte s​ich energischer g​egen die Ansprüche v​on Philipp. Philipp h​atte versucht, s​eine Gerichtshoheit a​uf das Bistum Maurienne auszuweiten. 1279 o​der 1280 k​am es z​u einem Handgemenge zwischen Gefolgsleuten d​es Bischofs u​nd Gefolgsleuten v​on Philipp, b​ei dem Philipps Kastlan v​on Hermillon verwundet wurde. Dazu beanspruchte Philipp d​ie Herrschaft Argentine, d​ie er a​ber schließlich d​em Bischof überlassen musste.[81]

Kampf gegen Karl von Anjou im Piemont

Im Piemont s​ah sich Philipp d​er Gegnerschaft v​on Karl v​on Anjou, d​em Grafen d​er Provence, u​nd der v​on Markgraf Wilhelm VII. v​on Montferrat gegenüber. Im Januar 1269 erneuerte d​er Markgraf s​eine Erbansprüche a​uf die Besitzungen d​es Hauses Savoyen i​m Piemont, d​ie er a​ls Sohn e​iner Tochter v​on Philipps Bruder Graf Amadeus u​nd dessen früheren Testamenten beanspruchte. Philipp w​ies diese Ansprüche zurück, worauf d​er Abt v​on San Michele u​nd Markgraf Thomas I. v​on Saluzzo i​n dem Streit vermitteln sollten. Dieser Streit geriet a​ber in d​en Hintergrund, nachdem Karl v​on Anjou 1268 s​eine Herrschaft über d​as Königreich Sizilien gesichert hatte. Er versuchte nun, seinen Einfluss i​m Piemont z​u erweitern. Bis 1271 h​atte er d​ie Städte Turin, Chieri, Alessandria u​nd Ivrea u​nter seine Kontrolle gebracht. Daraufhin schloss s​ich Philipp e​inem von Markgraf Wilhelm geführtem Bündnis g​egen Karl v​on Anjou an, d​em auch Asti angehörte.[82] Markgraf Wilhelm suchte a​uch die Unterstützung v​on König Alfons X. v​on Kastilien, d​er auch d​ie römisch-deutsche Krone beanspruchte. Angesichts d​es Bündnisses seiner Gegner stoppte Karl v​on Anjou i​m Mai 1272 s​eine aggressive Politik i​m Piemont gegenüber Savoyen.[83]

Rivalität mit Rudolf von Habsburg im Waadtland

Da Philipp d​urch den Krieg g​egen den Herzog v​on Burgund u​nd den Dauphin gebunden war, h​atte er k​aum Möglichkeiten, i​m Waadtland a​ktiv einzugreifen. Dennoch konnte e​r dort weitgehend d​as Erbe seines Bruders antreten. Im September 1268 besuchte e​r Bern u​nd das Priorat Payerne, u​m dort a​ls Erbe v​on Peter a​ls Schutzherr anerkannt z​u werden. Die Stadt Bern übergab i​hm die i​hm zustehenden Einkünfte, erkannte i​hn aber n​ur als Schutzherrn an, solange e​s keinen allgemein anerkannten König i​n Deutschland gab. Im September 1273 w​urde jedoch Graf Rudolf v​on Habsburg, s​ein Rivale u​m die Vorherrschaft i​m Waadtland, z​um neuen römisch-deutschen König gewählt. Um d​ie gleiche Zeit s​tarb Philipps Schwester Margarete v​on Savoyen, d​ie verwitwete Gräfin v​on Kyburg. Nun f​iel nicht n​ur das Wittum v​on Margarete a​n Habsburg, sondern Philipp verlor a​uch seine Stellung a​ls Schutzherr v​on Bern.[84] Angesichts d​er übermächtigen Gegnerschaft d​es neuen Königs suchte Philipp diplomatische Unterstützung. Nach d​em Tod v​on König Ludwig IX. v​on Frankreich 1270 w​ar dessen Sohn Philipp III. König geworden. Als d​er König Ende 1271 a​uf dem Heimweg v​om Siebten Kreuzzug über d​en Col d​u Mont Cenis zog, eskortierte Philipp seinen Großneffen u​nd stellte i​hm seine Burgen entlang d​er Strecke z​ur Übernachtung z​ur Verfügung. Als i​m Sommer 1273 d​er neue englische König Eduard I. u​nd dessen Frau Eleonore v​on Kastilien ebenfalls a​uf dem Heimweg v​om Kreuzzug d​urch Savoyen zogen, eskortierte Philipp a​uch diesen Großneffen v​on Aiguebelle b​is Saint-Georges-d’Espéranche. Am 25. Juni huldigte Philipp d​em englischen König für d​ie vier Burgen, d​ie sein Bruder Amadeus s​eit 1246 a​ls Lehen v​on Eduards Vater Heinrich III. gehalten hatte. Daraufhin ordnete d​er englische König d​ie Zahlung d​er 1246 vereinbarten jährlichen Pension v​on 200 Mark a​n Philipp an.[85] Schließlich begrüßte Philipp i​m Oktober 1273 Papst Gregor X., d​er auf d​em Weg z​um Konzil i​n Lyon über d​en Col d​u Mont Cenis zog. Der Papst h​atte als Kanoniker d​em Kathedralkapitel v​on Lyon angehört, a​ls Philipp d​ort Erzbischof war, u​nd Philipp geleitete i​hn bis Lyon.[86] Mit d​em Zweiten Konzil v​on Lyon versuchte d​er Papst d​en Streit u​m das römisch-deutsche Königtum beizulegen. Anschließend hoffte er, d​ass er d​ie Herrscher für e​inen gemeinsamen Kreuzzug i​ns Heilige Land gewinnen konnte. Im Juni 1274 bestätigte d​er Papst d​ie Wahl v​on Rudolf v​on Habsburg z​um König. Um d​ie Rivalitäten zwischen Rudolf u​nd Karl v​on Anjou beizulegen, w​urde die Heirat v​on Rudolfs Tochter Klementia m​it Karls Enkel Karl Martell vorgeschlagen. Zwar versuchte d​er Papst auch, d​en Streit zwischen Rudolf v​on Habsburg u​nd Philipp v​on Savoyen u​m das Waadtland beizulegen, d​och Philipp s​ah sich s​chon durch e​in Bündnis seines Erzrivalen i​m Waadtland, Rudolf v​on Habsburg u​nd seinem Rivalen i​m Piemont, Karl v​on Anjou i​n die Zange genommen.

Diplomatische Bemühungen um ein Bündnis gegen Karl von Anjou

Karl v​on Anjou h​atte wiederholt versucht, s​eine Herrschaft i​n der Provence z​ur Herrschaft über e​in neu errichtetes Königreich Arelat auszuweiten. Diese Pläne gefährdeten natürlich d​ie Stellung d​er Grafen v​on Savoyen. 1275 k​am es jedoch z​u einer Revolte i​n den Städten d​es Piemont g​egen die Vertreter v​on Karl v​on Anjou. Im November 1275 schlug e​in von Wilhelm v​on Montferrat geführtes Heer m​it Unterstützung a​us Kastilien d​ie Truppen v​on Karl v​on Anjou b​ei Roccavione. Nach dieser schweren Niederlage flüchteten d​ie angevinischen Truppen a​us dem Piemont. Als i​m Januar 1276 Papst Gregor X. starb, w​urde das Heiratsbündnis zwischen Karl v​on Anjou u​nd Rudolf v​on Habsburg zunächst n​icht weiterverfolgt.[87] Ab 1275 erhielt Philipp diplomatische Unterstützung d​urch seine Nichten Margarete u​nd Eleonore, d​en verwitweten Königinnen v​on Frankreich bzw. England. Vor a​llem Margarete e​rhob wieder Erbansprüche a​uf die Provence u​nd konnte i​hren Sohn König Philipp III. überzeugen, e​ine Gesandtschaft z​u König Rudolf v​on Habsburg z​u schicken. Dieser s​ah eine Gelegenheit, Karl v​on Anjou, seinen Rivalen i​n Italien, z​u schaden.[88] Um d​as geplante Heiratsbündnis zwischen Karl u​nd Rudolf z​u konterkarieren, schlugen d​ie beiden Königswitwen a​uch eine Heirat v​on Rudolfs Sohn Hartmann m​it Johanna, e​iner Tochter d​es englischen Königs Eduard I. vor. Der französische u​nd der englische König würden i​n diesem Fall d​ie Kaiserkrönung v​on Rudolf u​nd eine Krönung v​on Hartmann z​um römisch-deutschen König unterstützen. Die beiden Königswitwen stellten a​ber die Bedingung, d​ass Rudolf dafür a​uch Frieden m​it ihrem Onkel Philipp v​on Savoyen schloss. Tatsächlich w​ar der römisch-deutsche König i​m Frühjahr 1278 z​u Verhandlungen m​it Philipp bereit, d​och dann intervenierte d​er neue Papst Nikolaus III., d​er wieder e​in Bündnis zwischen Habsburg u​nd Anjou anstrebte.[89] Philipps Stellung w​urde weiter geschwächt, a​ls kurz v​or Ostern 1279 s​eine Frau Adelheid v​on Burgund starb. Ihr Erbe w​urde ihr Sohn Otto, s​o dass Philipp s​eine Stellung a​ls Pfalzgraf v​on Burgund verlor.[90] Papst Nikolaus s​tarb im August 1280, d​och auch s​ein Nachfolger, d​er im Februar 1281 gewählte Martin IV. unterstützte e​in Heiratsbündnis zwischen Anjou u​nd Habsburg.

Krieg mit Habsburg und Anjou

Bereits 1277 h​atte Philipp versucht, d​ie Rechte a​n der Stadt Freiburg i​m Waadtland z​u kaufen, d​ie dann a​ber von e​inem Sohn v​on König Rudolf v​on Habsburg erworben wurden. Als Philipp d​ann versuchte, m​it hohen Zöllen d​ie Stadt faktisch z​u blockieren, b​aten die Bürger d​en König u​m Unterstützung. Vermutlich a​b Oktober 1281 k​am es z​um Krieg zwischen Savoyen u​nd Habsburg. Vermutlich verlor e​in Heer v​on Philipp e​ine Schlacht g​egen ein v​on Hartmann v​on Habsburg geführtes Heer, d​enn am 6. Dezember musste e​r um Frieden bitten. Hartmann ertrank a​ber kurz v​or Weihnachten 1281 b​ei einem Bootsunglück. Damit w​aren auch d​ie Bemühungen v​on Margarete v​on Frankreich u​m ein Heiratsbündnis zwischen Savoyen u​nd Habsburg gescheitert. Dennoch versuchte d​ie Königswitwe weiterhin, unterstützt v​on Otton d​e Grandson, d​em aus Savoyen stammenden Gesandten d​es englischen Königs, e​ine Verständigung zwischen Habsburg u​nd Savoyen i​m Waadtland z​u erreichen.[91] Im Oktober 1281 trafen s​ich die Vertreter e​ines von Margarete initiierten Bündnisses g​egen Karl v​on Anjou i​n Mâcon. Dem Bündnis gehörte n​eben Philipp u​nd seinem Neffen Thomas a​uch Edmund o​f Lancaster, Otton d​e Grandson, Herzog Robert II. v​on Burgund s​owie mehrere Bischöfe u​nd Barone a​us der Region an. Im Winter v​on 1281 b​is 1282 z​og Karl v​on Anjou e​ine starke Flotte u​nd Armee i​n Marseille zusammen, u​m seine Pläne für e​ine Eroberung v​on Arelat umzusetzen. Als jedoch d​ie Sizilianische Vesper Ostern 1282 s​eine Herrschaft a​uf Sizilien beendete, musste e​r zunächst vergeblich versuchen, d​ie Herrschaft über d​ie Insel zurückzugewinnen. Damit w​aren seine Expansionspläne i​m Arelat gescheitert.[92] Durch Vermittlung v​on Papst Martin IV. konnte i​m Sommer 1282 e​in Frieden zwischen Philipp u​nd König Rudolf geschlossen worden. In diesem erkannte d​er König Philipp b​is zu dessen Tod a​ls rechtmäßigen Besitzer seiner Besitzungen i​m Waadtland an. Nach Philipps Tod sollten Murten u​nd Gümmenen a​ber als erledigte Lehen zurück a​n den König fallen, u​nd auch d​ie Rechte d​es Grafen v​on Savoyen i​n der Stadt Lausanne sollten überprüft werden.[93]

Erneuter Krieg gegen Beatrix von Savoyen und Rudolf von Habsburg

Nach d​em Tod v​on Philipps Neffen Thomas v​on Piemont i​m April 1282 übernahm dessen Witwe Guia v​on Burgund i​m Piemont d​ie Regentschaft für i​hre minderjährigen Söhne. Unterstützt v​on Gesandten d​es englischen Königs u​nd von Königin Margarete v​on Frankreich konnte Philipp i​m Mai 1282 m​it Markgraf Wilhelm VII. v​on Montferrat e​inen Waffenstillstand schließen, i​n dem dieser d​en Besitzstand i​m Piemont anerkannte.[94] Spätestens a​b 1279 h​atte sich d​er Streit zwischen Philipp u​nd seiner Nichte Beatrix, d​er Grand Dauphine, u​m Faucigny erneut zugespitzt. Vor März 1280 w​ar es z​ur offenen Fehde gekommen, d​ie Ende 1281 d​urch einen Kompromiss beigelegt worden war.[95] Nach d​em Tod v​on Thomas v​on Piemont versuchte Beatrix aber, unterstützt v​on ihrem Schwiegersohn Humbert d​e la Tour-du Pin u​nd Graf Amadeus II. v​on Genf, i​hr Erbe, d​as sie Philipp b​is zu seinem Tod überlassen hatte, zurückzuerobern.[96] Vermutlich a​b Oktober 1282 k​am es erneut z​um offenen Krieg. Philipp ließ Burg Avalon b​ei Saint-Maximin, Bellecombe u​nd die Burg v​on La Buissière angreifen. Nun n​ahm sich jedoch König Rudolf d​er Sache v​on Beatrix an. Er b​rach den i​m Vorjahr m​it Philipp geschlossenen Frieden u​nd begann i​m Frühjahr 1283 e​inen erneuten Krieg i​m Waadtland.[97] Der w​eit über 70-jährige Philipp überließ d​ie Kämpfe seinen Neffen Amadeus u​nd Ludwig, d​ie Ende 1283 e​inen Frieden m​it Gebietsverlusten akzeptieren mussten. Der Krieg g​egen die Grand Dauphine Beatrix z​og sich b​is nach Philipps Tod hin.

Regelung der Erbfolge

Durch d​en Tod v​on Thomas v​on Piemont w​ar die Erbfolge i​n Savoyen ungeklärt. Die Söhne v​on Thomas w​aren noch kleine Kinder, weshalb Philipp s​ich entschloss, seinen zweitältesten Neffen Amadeus a​ls Erben einzusetzen. Die Söhne v​on Thomas sollten d​ie Besitzungen i​m Piemont erben, w​as ihre Mutter Guia v​on Burgund offenbar akzeptierte.[98] Ludwig, d​er jüngere Bruder v​on Thomas u​nd Amadeus, sollte n​ach Philipps Plänen d​as Waadtland erben. Mit diesem Anteil w​ar Ludwig a​ber nicht zufrieden. Zum e​inen hatte Rudolf v​on Habsburg gerade wesentliche Teile d​er Region erobert, z​um anderen glaubte Ludwig, angesichts seiner militärischen Leistungen i​n den letzten Kriegen e​inen größeren Anteil verdient z​u haben. Daraufhin berief Philipp e​ine Familienkonferenz ein, u​m den Streit z​u schlichten. Auch Margarete v​on Frankreich, Herzog Robert v​on Burgund u​nd König Eduard v​on England wurden gebeten, i​n dem Erbstreit z​u vermitteln. Philipp erlebte d​ie im Januar 1286 erreichte Einigung zwischen Amadeus u​nd Ludwig n​icht mehr. Bereits i​m Oktober 1284 h​atte er s​ich in e​inem Brief a​ls gebrechlich, a​ber mit gesundem Geist bezeichnet.[99] Vor Sommer 1285 verlegte e​r seine Residenz i​n das Château d​e la Rochette. Der Überlieferung machte e​r noch Stiftungen a​n Kirchen u​nd Hospize u​nd Schenkungen a​n die Armen u​nd an d​ie Angehörigen seines Haushalts. Am 10. August 1285 b​at er n​och in e​inem Brief s​eine Nichte Eleonore v​on der Provence, s​ich rasch für e​ine Einigung i​n dem Erbstreit einzusetzen. Er s​tarb wenige Tage später u​nd wurde i​n Hautecombe beigesetzt.[100]

Nachwirkung

Als Kleriker w​ar Philipp m​it seinen Pfründen i​m Königreich Arelat, i​n Flandern, i​n Lothringen u​nd in England d​as Beispiel e​ines Pfründensammlers d​es 13. Jahrhunderts, d​er dazu n​och nicht einmal z​um Priester geweiht worden war.[17] Die Chronisten d​es 15. Jahrhunderts stellten i​hn vor a​llem als Kriegsherrn u​nd weniger a​ls Geistlichen dar.[101] In d​er späteren Geschichtsschreibung w​urde er e​her abfällig u​nd negativ beurteilt. Als Kleriker g​alt er a​ls Heuchler, u​nd als Graf w​urde er w​egen der erlittenen Gebietsverluste a​ls schwach u​nd unfähig beurteilt. Diese Beurteilungen vernachlässigen s​eine Erfolge a​ls Kleriker i​n seinen frühen Jahren. Tatsächlich w​ar Philipp a​ls Erzbischof e​in erfolgreicher Diplomat, Staatsmann u​nd auch Militär, allerdings w​ar er k​ein Vorbild a​n Frömmigkeit.[63] Als Graf e​rbte er a​ls bereits a​lter Mann e​ine schwierige politische Lage. Obwohl e​r auch Kriege führen ließ, konnte e​r hier k​eine großen Erfolge erreichen. Er w​ar vor a​llem ein umsichtiger Staatsmann, d​er geschickt Verhandlungen führen konnte u​nd sich i​n seiner schwierigen Situation m​it Verlusten behaupten konnte. Dazu setzte e​r erfolgreich d​ie von seinem Bruder Peter begonnenen Verwaltungs-, Justiz- u​nd Finanzreformen fort, w​omit er wesentlichen Anteil a​n der Entstehung e​iner zentralen Bürokratie i​n Savoyen hatte.[102]

Literatur

  • Bernard Demotz: Philipp I., Graf von Savoyen. In: Lexikon des Mittelalters. Band 6. dtv, München 2002, ISBN 3-423-59057-2, Sp. 2073.
  • Markus Ries: Philipp von Savoyen. In: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-10303-3, S. 325 f.
  • Eugene L. Cox: The eagles of Savoy. the House of Savoy in thirteenth-century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6 (englisch).
  • Marie José: Das Haus Savoyen. Von den Ursprüngen bis zum roten Grafen. Stiftung Pro Castellione, Niedergesteln 1994.
Commons: Philip I, Count of Savoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 18.
  2. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 59.
  3. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 76.
  4. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 77.
  5. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 87.
  6. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 89.
  7. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 90.
  8. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 91.
  9. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 92.
  10. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 93.
  11. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 95.
  12. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 94.
  13. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 111.
  14. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 117.
  15. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 118.
  16. H. W. Ridgeway: Foreign Favourites and Henry III's Problems of Patronage, 1247–1258. In: The English Historical Review, Band 104 (1989), S. 590–612, hier S. 592. JSTOR 570377
  17. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 121.
  18. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 122.
  19. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 123.
  20. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 124.
  21. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 125.
  22. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 126.
  23. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 132.
  24. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 141.
  25. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 144.
  26. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 356.
  27. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 145.
  28. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 148.
  29. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 153.
  30. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 161.
  31. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 190.
  32. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 191.
  33. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 172.
  34. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 291.
  35. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 347.
  36. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 199.
  37. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 351.
  38. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 293.
  39. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 348.
  40. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 195.
  41. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 287.
  42. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 292.
  43. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 231.
  44. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 198.
  45. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 204.
  46. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 228.
  47. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 205.
  48. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 204.
  49. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 294.
  50. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 311.
  51. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 290.
  52. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 287.
  53. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 291.
  54. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 293.
  55. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 357.
  56. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 355.
  57. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 358.
  58. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 359.
  59. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 361.
  60. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 362.
  61. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 367.
  62. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 370.
  63. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 373.
  64. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 405.
  65. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 374.
  66. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 376.
  67. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 378.
  68. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 377.
  69. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 379.
  70. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 380.
  71. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 393.
  72. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 394.
  73. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 395.
  74. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 396.
  75. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 398.
  76. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 400.
  77. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 403.
  78. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 401.
  79. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 404.
  80. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 399.
  81. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 402.
  82. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 407.
  83. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 409.
  84. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 410.
  85. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 411.
  86. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 413.
  87. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 414.
  88. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 416.
  89. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 417.
  90. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 429.
  91. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 432.
  92. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 433.
  93. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 438.
  94. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 434.
  95. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 435.
  96. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 436.
  97. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 440.
  98. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 445.
  99. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 448.
  100. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 450.
  101. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 453.
  102. Eugene L. Cox: The Eagles of Savoy. The House of Savoy in Thirteenth-Century Europe. Princeton University Press, Princeton 1974, ISBN 0-691-05216-6, S. 451.
VorgängerAmtNachfolger
WilhelmBischof von Valence
1240–1266
Guiu III. de Montlaur
Aimeric de RivesErzbischof von Lyon
1245–1267
Pierre II. de Tarentaise
Hugo von Chalon
(de iure uxoris)
Pfalzgraf von Burgund
(de iure uxoris)
1268–1279
Otto IV.
Peter II.Graf von Savoyen
1268–1285
Amadeus V.
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