Blunk
Blunk ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Bargenhusen, Blumenhof-Ihlkamp, Brandsmühle, Große Wiesen, Imberg und Wardel liegen im Gemeindegebiet.[2]
Wappen | Deutschlandkarte | |
---|---|---|
? |
| |
Basisdaten | ||
Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
Kreis: | Segeberg | |
Amt: | Trave-Land | |
Höhe: | 48 m ü. NHN | |
Fläche: | 10,69 km2 | |
Einwohner: | 570 (31. Dez. 2020)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner je km2 | |
Postleitzahl: | 23813 | |
Vorwahl: | 04557 | |
Kfz-Kennzeichen: | SE | |
Gemeindeschlüssel: | 01 0 60 010 | |
Adresse der Amtsverwaltung: | Waldemar-von-Mohl-Straße 10 23795 Bad Segeberg | |
Website: | ||
Bürgermeisterin: | Wiebke Bock | |
Lage der Gemeinde Blunk im Kreis Segeberg | ||
![]() Karte |
Geografie und Verkehr
Das Rundlingsdorf Blunk liegt neun Kilometer nördlich von Bad Segeberg am Südwestrand des Naturparks Holsteinische Schweiz. Drei Kilometer westlich verläuft die Bundesstraße 404/Bundesautobahn 21 von Bad Segeberg nach Kiel, zehn Kilometer südlich die Bundesstraße 206 von Bad Segeberg nach Lübeck. Von 1911 bis 1961 war Blunk Bahnstation der Kleinbahn Kiel–Segeberg.
Der Ort Blunk liegt auf einer Anhöhe, an deren östlicher Seite der in eine Wald- und Wiesenlandschaft eingebettete Blunker See liegt. Am westlichen Rande der Gemarkung Blunk befindet sich ein Niederungsgebiet, durch das einst der Limes Saxoniae, der Sachsenwall, verlief. Dieser wurde um 810 von den Sachsen zum Schutz vor den slawischen Abodriten im östlichen Schleswig-Holstein errichtet.
Geschichte
Der Ort wurde von Adam von Bremen um 1075 in der Beschreibung des Sachsenwalls als Bulilunkin bezeichnet[3][4] und in einer Urkunde des Bistums Lübeck vom 27. März 1249 als Bolunke erwähnt. Ab 1342 gab es eine Getreidemühle, in der die Bauern ihr Korn mahlen lassen mussten.
Aufgrund von mehreren, zum Teil schweren Bränden gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist heute nur noch wenig alte Bausubstanz vorzufinden.
Die Kirche in Blunk wurde 1965 errichtet. Sie ist aber 2010 abgerissen worden und das Grundstück ist in Privatbesitz übergegangen.
Von Dezember 1911 bis Dezember 1961 war Blunk Bahnstation der Kiel–Segeberger Eisenbahn. Nach Einstellung des Bahnbetriebes wurden bereits im Jahre 1962 die Gleise demontiert. Im noch bestehenden Bahnhofsgebäude befindet sich heute ein Hotel mit Restaurant.
Politik
Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft AWB zwei.
Wirtschaft
In Blunk gibt es einige Handwerks- und Gastronomiebetriebe.
Freizeit und Tourismus
Durch Blunk verläuft der Naturparkweg, der die fünf Naturparke in Schleswig-Holstein für Wanderer verbindet.
Literatur
- Albert Lüthje: Blunk. Ein Dorf am alten Sachsenwall. Gemeindeverwaltung, Blunk 1988.
Einzelnachweise
- Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
- Aasbüttel - Bordesholm. In: Wolfgang Henze (Hrsg.): Schleswig-Holstein-Topographie: Städte und Dörfer des Landes. Band 1. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2001, ISBN 3-926055-58-8, S. 340.
- Adamus Bremensis: Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum (Memento des Originals vom 7. Februar 2005 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (lat.) 2. Buch Kap. 15b
Tunc in Horbinstenon vadit usque in Travena silvam, sursumque per ipsam in Bulilunkin - In der Namenforschung wird Bulilunkin aus dem polabischen Ausdruck für weiße Wiesen abgeleitet