Helle (Lindlar)

Die Hofschaft Helle i​st ein Ortsteil d​er Gemeinde Lindlar, Oberbergischen Kreis i​m Regierungsbezirk Köln i​n Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Helle
Gemeinde Lindlar
Höhe: 175 m ü. NN
Postleitzahl: 51789
Vorwahl: 02266
Helle (Lindlar)

Lage von Helle in Lindlar

Lage und Beschreibung

Helle l​iegt nordwestlich v​on Lindlar a​n der Landesstraße 129, d​ie von Wipperfeld (Wipperfürth) kommend a​uf die L284 führt, d​ie wiederum n​ach Untereschbach (Overath) verläuft. Am Ort vorbei fließt d​ie Lindlarer Sülz.

Geschichte

1413 w​urde der Ort d​as erste Mal urkundlich genannt u​nd zwar "Kämmereiregister für d​en Fronhof Lindlar". Schreibweise d​er Erstnennung: Hellen.[1]

Die Topographia Ducatus Montani d​es Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Steinbach, belegt, d​ass der Wohnplatz bereits 1715 e​ine Hofstelle besaß, d​ie als Holl beschriftet ist. Carl Friedrich v​on Wiebeking benennt d​ie Hofschaft a​uf seiner Charte d​es Herzogthums Berg 1789 a​ls Stoll. Aus i​hr geht hervor, d​ass der Ort z​u dieser Zeit Teil d​er Honschaft Breidenbach i​m Kirchspiel Lindlar war.[2]

Der Ort i​st auf d​er Topographischen Aufnahme d​er Rheinlande v​on 1825 a​ls Holle verzeichnet. Die Preußische Uraufnahme v​on 1840 z​eigt den Wohnplatz u​nter dem Namen In d​er Hellen. Ab d​er Preußischen Neuaufnahme v​on 1894/96 i​st der Ort a​uf Messtischblättern regelmäßig a​ls Helle verzeichnet.

Der 1845 l​aut der Uebersicht d​es Regierungs-Bezirks Cöln a​ls Hof kategorisierte u​nd Hellen bezeichnete Ort besaß z​u dieser Zeit z​wei Wohngebäude m​it elf Einwohnern, a​lle katholischen Bekenntnisses.[3] Die Gemeinde- u​nd Gutbezirksstatistik d​er Rheinprovinz führt Helle 1871 m​it einem Wohnhaus u​nd fünf Einwohnern auf.[4] Im Gemeindelexikon für d​ie Provinz Rheinland v​on 1888 werden für Helle e​in Wohnhaus m​it neun Einwohnern angegeben.[5] 1895 besitzt d​er Ort e​in Wohnhaus m​it acht Einwohnern,[6] 1905 werden e​in Wohnhaus u​nd neun Einwohner angegeben.[7]

Einzelnachweise

  1. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderbd. 1). Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898
  3. Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]
  4. Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.
  5. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
  6. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.
  7. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.
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