Florian Lorz

Florian Lorz, a​uch Franz Peter Lorz o​der polnisch Florjan Łorzyński s​owie ukrainisch Петро Лорценко Petro Lorzenko; (* 14. Januar 1900 i​n München; † 9. Juni 1961 i​n Hannover) w​ar ein Diplomlandwirt, d​er als Agrarjournalist u​nd Agrarpolitiker (NSDAP) wirkte. Im besetzten Generalgouvernement u​nd im Reichskommissariat Ukraine w​urde er a​ls Mitglied d​er SS z​ur publizistischen Agitation u​nter der ländlichen polnischen u​nd ukrainischen Bevölkerung eingesetzt u​nd leitete d​ie Agrarpresse. Nach d​em Zweiten Weltkrieg w​urde er i​n Westdeutschland Chefredakteur landwirtschaftlicher Zeitschriften u​nd war a​ls Verbandsfunktionär für seinen Berufsstand tätig.

Leben

Herkunft und Ausbildung

Florian Lorz w​ar vermutlich e​in Sohn d​es an d​er Technischen Universität München beschäftigten Kanzleiassistenten Florian Lorz d. Ä. († n​ach 1910).[1] Er studierte a​n der Agrarwissenschaftlichen Fakultät d​er TU München (Weihenstephan) u​nd wurde Diplomlandwirt. 1925 erfolgte i​n Weihenstephan s​eine Promotion z​um Dr. agr. (Doktor d​er Landwirtschaft).

Publizistische, gewerkschaftliche und politische Tätigkeit in der Weimarer Republik

Lorz w​ar von e​twa 1928 b​is 1931 Redakteur d​er Süddeutschen Mitteilungen d​es Gaus (Bezirksverbands) Bayern d​es 1919 gegründeten Reichsverbands deutscher Guts- u​nd Forstbeamten (RDGF) i​n München.[2] Vorsitzender d​es Bezirksverbands Bayern[3] w​ar Georg Eber.[4] 1931 w​urde Lorz Nachfolger v​on Wilhelm Wallbaum[5] (DNVP) a​ls Hauptgeschäftsführer d​es RDGF i​n Berlin. Dieser Verband h​atte etwa 20.000 Mitglieder, g​ab die Deutsche Gutsbeamten-Zeitung heraus u​nd war d​em Gesamtverband deutscher Angestelltengewerkschaften (Gedag) u​nd damit d​em christlich-nationalen Deutschen Gewerkschaftsbund angeschlossen. Lorz löste Wallbaum 1931 a​uch ab a​ls Beisitzer i​m Fachausschuss für Land- u​nd Forstwirtschaft b​ei der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung u​nd Arbeitslosenversicherung.[6] Anfang Februar 1932 t​rat Florian Lorz d​er NSDAP b​ei (Mitgliedsnummer 925.469).[7] Der Gedag w​urde nach d​er nationalsozialistischen Machtübernahme i​m Mai 1933 gleichgeschaltet u​nd schloss s​ich der Deutschen Arbeitsfront an. Auch d​er Reichsverband deutscher Guts- u​nd Forstbeamten w​urde 1933 i​n einen Reichs-Einheitsverband überführt, u​nd Lorz w​urde Vorsitzender d​es neuen Verbandes deutscher land- u​nd forstwirtschaftlicher Angestellter innerhalb d​er Deutschen Arbeitsfront.[8] Er leitete d​as Reichsamt I (Organisations- u​nd Werbewesen, Wirtschafts- u​nd Sozialpolitik, Fachgruppenwesen) d​es Verbands.[9]

Stabsleiter im Reichsnährstand im NS-Staat

Seit etwa 1933/34 war Lorz Stabsleiter (Abteilungsleiter) der Nachrichtenstelle in der Stabshauptabteilung E (Aufklärung) im Reichsnährstand. Er war dabei als Mitglied der SS (Mitgliedsnummer 251.169; Eintritt vermutlich 1934)[10] zum Stab des Rasse- und Siedlungshauptamts abgeordnet, das von SS-Gruppenführer Walther Darré geleitet wurde. Darré war „Reichsbauernführer“ und als Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft zugleich auch der Chef des Reichsnährstands. Im Sommer 1936 nahm Lorz am 6. Weltgeflügelkongreß in Leipzig und Berlin teil, der vom Reichsbauernführer eröffnet wurde.[11] 1936 wurde Florian Lorz SS-Untersturmführer. Propagandistisch stellte er in diesem Jahr die Massenschlachtung von Schweinen 1915 und „die spätere Fleischnot im ganzen Kriege“ dar als ein Komplott der „vorwiegend jüdischen“ und „kommunistischen“ Professoren Paul Eltzbacher[12] (DNVP, trat später für Nationalbolschewismus ein), Robert René Kuczynski (später der KPD nahestehend), Nathan Zuntz, Max Rubner und Max Sering mit Carl Ballod (später der USPD nahestehend), dem späteren Reichswirtschaftsminister Hermann Warmbold (parteilos), der „deutschnationalen Reichstagsabgeordneten“ Hedwig Heyl[13] (NLP, später DVP) und Pfarrer Friedrich Naumann (FVP, später DDP), die teilweise schon 1914 kriegsmüde gewesen seien.[14] Auf der 3. Reichstagung der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums vom 19. bis 22. November 1936 in Berlin, bei der der Reichsleiter der NSDAP Alfred Rosenberg das Hauptreferat hielt, sprach Reichsredner Lorz, der am letzten Tag für seinen verhinderten Chef Hauptabteilungsleiter Wilhelm Staudinger einsprang, über Deutschland und seine Ernährung.[15] 1937 wurde Florian Lorz im Handbuch der deutschen Tagespresse aufgeführt als Ansprechpartner des 1934 gegründeten Presse- und Werbenachrichtendienstes (PWND) der Nationalsozialistischen Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute e. V. (NSRDW) für das Stoffgebiet Wirtschaft und Werbung (Werbemittel, Organisation, in- und ausländische Werbefragen Werberecht, Veranstaltungen).[16] Hermann Maria Lorz (1902–1966),[17][18] der Geschäftsführer der NSRDW und Leiter der Arbeitsgemeinschaft für Innerbetriebliche Werbung (AIW),[19] war sehr wahrscheinlich sein Bruder; Florian und Hermann M. Lorz könnten bei dem Eintrag im Handbuch verwechselt worden sein.

1939 w​urde Florian Lorz für d​ie Medaille z​ur Erinnerung a​n den 13. März 1938 vorgeschlagen, w​eil er s​ich besondere Verdienste u​m den „Anschluss“ Österreichs a​n das Deutsche Reich erworben habe.[20] Auf e​iner Tagung d​er Landesbauernschaft Alpenland i​n Kitzbühel, a​n der Hauptstabsleiter Oberlandwirtschaftsrat Hans Baier (* 1901),[21] Landesbauernführer Georg „Jörgl“ Wurm († n​ach 1950) u​nd Landesobmann Paul Krennwallner (1901–1991) teilnahmen, h​ielt Florian Lorz i​m Januar 1940 e​inen Vortrag Über d​ie landwirtschaftliche Verwaltung i​n den Ostgebieten.[22] Im April 1940 redete e​r bei e​iner gemeinsamen Veranstaltung v​on Reichspropagandaamt u​nd Reichsnährstand i​n Salzburg über d​ie Ernährungswirtschaft.[23] Bei d​er Veranstaltung traten u​nter anderem a​uch der Salzburger Landesbauernführer Michael Friesacher (1896–1974), d​er Hauptschriftleiter d​er Salzburger Zeitung. Salzburger Landeszeitung u​nd Mitarbeiter i​m Stab v​on SS-Obergruppenführer Ernst Kaltenbrunner Theo Wührer († n​ach 1949)[24] u​nd der stellvertretende Gauleiter SS-Oberführer Anton Wintersteiger auf.

Leiter der Agrarpresse im Generalgouvernement

1940/41–1944 w​ar Florian Lorz Geschäftsführer d​er Agrar-Verlag Krakau G. m. b. H.[25] u​nd Chefredakteur d​er gleichgeschalteten polnischsprachigen Zeitschrift Rolnik Mały Inwentarz (= Der Kleinbauer) i​n Krakau. Unter verschiedenen Decknamen (Florian Łorzyński; Franciszek Lorzyński; Franz Peter Lorz u. a.) wurden i​n deutscher u​nd polnischer Sprache propagandistische Beiträge z​u Landwirtschaft u​nd Ernährungslage für d​ie Bewohner d​es besetzten Generalgouvernements veröffentlicht. Lorz' Stellvertreter w​ar Hans Huppelsberg (Pseudonym Janusz Górski). Nebenamtlich w​ar Lorz a​ls Referent d​er Zentralabteilung (Leitung: Regierungsdirektor Walter Albert)[26] i​n der Hauptabteilung Ernährung u​nd Landwirtschaft (Leitung: Kreisbauernführer u​nd SS-Standartenführer Karl Naumann) z​ur Regierung d​es Generalgouvernements abgeordnet.[27][28]

Leiter der Agrarpresse im Reichskommissariat Ukraine

Sofort nachdem deutsche Truppen d​ie Ukraine besetzt hatten, begann Florian Lorz b​ei der Landwirtschaftsverwaltung i​n Riwne (Równe) z​u arbeiten.[29] Bei d​er Einnahme d​er Stadt a​m 28. Juni 1941 w​ar etwa d​ie Hälfte d​er knapp 60.000 Einwohner jüdischen Glaubens. 23.000 v​on ihnen wurden n​ach Zeitzeugen a​m 8. u​nd 9. November 1941 i​n einem Wald b​ei Sosenki erschossen. Zusammen m​it ukrainischen Agronomen u​nd dem Verlag Воли́нь Volyn („Wolhynien“) konzipierte Lorz d​ie landwirtschaftliche Monatszeitschrift Український хлібороб. „Ukrajinskyj chliborob“. Zeitschrift für ukrainischen Bauern, d​ie er zunächst v​on Januar b​is Oktober 1942 i​n Riwne, a​b November 1942 i​n Kiew herausgab.[29] Florian Lorz w​ar Geschäftsführer d​es am 6. August 1942 gegründeten Landwirtschaftlichen Verlags Ukraine G. m. b. H. i​n Kiew,[30] d​er ukrainischsprachige u​nd deutschsprachige Bauernzeitschriften s​owie einen illustrierten Bauernkalender herausgab.[31]

Im März 1942 h​ielt Reichsredner Florian Lorz, Leiter d​er Agrarpresse i​m Generalgouvernement u​nd im Reichskommissariat Ukraine, v​or Propagandisten d​er Partei i​n Salzburg e​inen Vortrag Kann England ausgehungert werden?[32] Am 30. Januar 1944 w​urde Florian Lorz z​um SS-Hauptsturmführer befördert. Im Verlauf d​es Jahres 1944 führte e​r ein dienstliches Gespräch m​it Stabseinsatzführer Rudolf Proksch (1908–2000)[33] v​om Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg[34] (einer Rauborganisation d​er NSDAP für Kulturgüter d​er besetzten Gebiete).

Verbandsfunktionär in der Nachkriegszeit

Nach d​em Zweiten Weltkrieg w​ar Lorz a​b 1950 Chefredakteur d​er Zeitschrift Land u​nd Garten u​nd seit 1953 Hauptschriftleiter d​er Zeitschrift Pflug u​nd Spaten. Boden – Pflanze – Tier – Mensch i​n Hannover. Die Verlagsgesellschaft für Ackerbau m. b. H., d​ie diese Zeitschrift herausgab u​nd sich bereits v​or dem Krieg für d​ie Mineraldüngung eingesetzt hatte,[35] residierte i​n Hannover u​nter derselben Adresse (Sophienstraße 1) w​ie die Verkaufsgemeinschaft Deutscher Kaliwerke GmbH. In d​er Sowjetischen Besatzungszone standen d​ie Publikationen v​on Florian Lorz a​us den 1930er Jahren a​uf der Liste d​er auszusondernden Literatur.

Auf e​inem Verbandstag i​n Dortmund w​urde Lorz a​m 16. Mai 1957 a​ls Nachfolger v​on Martin Zimmermann (* 1900/01; † 1971) z​um Vorsitzenden d​es 1951 gegründeten Verbandes Deutscher Agrarjournalisten e. V. (VDA; heute: VDAJ) gewählt. Stellvertretender Vorsitzender w​ar er s​eit 1952 gewesen, d​en Vorsitz h​ielt er b​is zu seinem Tode inne.[36]

Quellen

  • Lorz, Florian, Dr. (Leiter der Nachrichtenstelle des Reichsnährstandes, Diplomlandwirt), 1921–1933; Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde (R 8034-III Reichslandbund-Pressearchiv, Personalia, Nr. 288)
  • Akten Agrar-Verlag Krakau G. m. b. H., Geschäftsführer Dr. Florian Lorz, Krakau (Kraków, Polen), 1941–1943, und Landwirtschaftlicher Verlag Ukraine, Geschäftsführer Dr. F. Lorz, Kiev (Ukraine), 1942–1943; Sächsisches Staatsarchiv (Bestand 21765 Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig (I), Nr. F 18141 und Nr. F 19565)

Veröffentlichungen

  • Geschichte, derzeitiger Stand und Zukunftsaussichten der Zucht des Murnau-Werdenfelser Rindes in Oberbayern. (diss. TU München). München 1925
  • Die wirtschaftliche und soziale Lage unseres Berufsstandes in der Wirtschaftskrise. In: Deutsche Gutsbeamten-Zeitung. Organ des Reichsverbandes Deutscher Guts- und Forstbeamten 30,14 (1932) vom 25. Juli 1932, S. 2
  • Gesetzliche Berufsausbildung in der Landwirtschaft![37] In: Walther Darré (Hrsg.): Deutsche Agrarpolitik. Monatsschrift für deutsches Bauerntum 1 (1932/33), S. 321–324
  • Das kapitalistische Erbrecht. Eine Antwort.[38] In: Nationalsozialistische Landpost. Hauptblatt des Reichsnährstandes 4,31 (1934) vom 3. August 1934, S. 6
  • Zahlen rechtfertigen die Erzeugungsschlacht. In: Zeitschrift für Volksernährung 10 (1935), S. 93
  • Die Grundtendenz nationalsozialistischer Agrarpropaganda. In: Die deutsche Werbung 28 (1935), S. 1022
  • Was wir vom Ernährungswesen des Weltkrieges nicht wissen. In: Walter Jost, Friedrich Felger (Hrsg.): Was wir vom Weltkriege nicht wissen. Fikentscher, Leipzig 1936 (2. Auflage Fikentscher, Leipzig 1938), S. 386–398 (digi.landesbibliothek.at Digitalisat der Oberösterreichischen Landesbibliothek Linz)
  • Kriegsernährungswirtschaft und Nahrungsmittelversorgung vom Weltkrieg bis heute. M. & H. Schaper, Hannover 1938
  • 4. Reichskleingärtnertag Wien, 28. Juni bis 2. Juli 1939. Wien 1939
  • Wieder in der Heimat ihrer Vorfahren.[39] In : Nationalsozialistische Landpost. Hauptblatt des Reichsnährstandes 10,14 (1940) vom 5. April 1940, S. 4
  • Ernährungswirtschaft und Ernährung Deutschlands Ernährung auf lange Zeit vorbereitet und gesichert. In: Deutsche Wirtschaftszeitung. Organ der Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in der Reichswirtschaftskammer 37 (1940)
  • (Chefredakteur bzw. Herausgeber) Land und Garten. Praktischer Ratgeber für Landwirtschaft und Gartenbau (und Land und Garten. Kalender) 26 (1950) – 37 (1961)
  • (Hauptschriftleiter) Pflug und Spaten. Boden – Pflanze – Tier – Mensch 1 (1953) – 9 (1961)
  • Geleitwort in: Taschenbuch für Agrarjournalisten, Jg. 1. Verlag Agrarwerbung, Hamburg 1957

unter d​em Pseudonym Florjan Łorzyński:

  • (Chefredakteur) Pszczelarz (= Der Imker). Miesięcznik Związków Pszczelarskich 1 (1940) – 5 (1944)
  • (Chefredakteur) Rolnik Mały Inwentarz. Ilustrowany tygodnik rolniczy.[40] Organ Związków Hodowców Drobnego Inwentarza w Gen. Gub. (= Der Kleinbauer. Illustrierte landwirtschaftliche Wochenzeitschrift. Organ des Verbandes der Kleintierzüchter im Gen. Gouv.) 1,1 (1941) – 4,38 (1944)
  • (Hauptschriftleiter) Die Ernährungswirtschaft – Gospodarka Wyżywienia. Mitteilungsblatt der Zentralkammer für die Gesamtwirtschaft im G. G. Hauptgruppe Ernährung und Landwirtschaft[41] – Wiadomości Centralnej Izby dla Ogólnej Gospodarki w G. G. Główny Oddział Wyżywienia i Rolnictwa (deutsch / polnisch). Wydawnictwa Rolnicze, Krakau 1 (1941) – 4 (1944)
  • Spółdzielca (= Der Genossenschaftler). Organ dla spółdzielni w Generalnym Gubernatorstwie 1 (1941) – 4 (1944)
  • Pszczeli elementarz (= Bienen-Fibel). Wydawnictwo Rolnicze (= Agrarverlag), Krakau o. J. [um 1943]
  • Elementarz maszyn i narzędzi rolniczych (= Ratgeber für landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge), Bd. I Uprawa roli i pielęgnacja roślin (= Bodenbearbeitung und Pflanzenpflege). Wydawnictwo Rolnicze, Krakau o. J. [um 1943]
  • Elementarz o królikach (Leitfaden für Kaninchen) [in Versform]. Wydawnictwo Rolnicze, Krakau o. J. [um 1943]

unter d​em Pseudonym F. Peter Lorz/Franz Peter Lorz:

  • Der Musterbetrieb. Wzorowa Gospodarka. 1 (1941) – 4 (1944)
  • Kalendarz Rolniczy na Rok … (= Bauernkalender für das Jahr …). Wydawnictwa Rolnicze, Krakau 1941–1943
  • Kann Europa sich selbst ernähren? (Schriftenreihe der deutschen Volksbildungsstätte Krakau im Arbeitsbereich Generalgouvernement der NSDAP 2). Agrarverlag, Krakau 1942
  • Ogrodnictwo. Organ Związków Ogrodniczych Generalnego Gubernatorstwa (= Der Gartenbau. Organ der Gartenbauverbände des Generalgouvernements) (deutsch (S. 1) / polnisch) 1 (1942) – 3 (1944)
  • Kozi elementarz (= Ziegen-Fibel). Wydawnictwo Rolnicze, Krakau o. J. [1942]
  • Źle! Dobrze! Obrazkowy przyjaciel rolnika (= Schlecht! Gut! Der bebilderte Freund des Bauern). Wydawnictwo Rolnicze / Agrarverlag, Krakau 1944

unter d​em Pseudonym П. Лорценко (P. Lorzenko):

  • (Herausgeber und Chefredakteur) Український хлібороб. Ілюстрований господарський часопис (= Ukrainischer Bauer. Illustrierte Wirtschaftszeitschrift) – „Ukrainskyj Chliborob“. Zeitschrift für ukrainischen Bauern (ukrainisch; Titelblatt ukrainisch / deutsch) 1 (1942) – 2 (1943)

Literatur

  • Wilhelm Herferth: Der faschistische „Reichsnährstand“. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 10 (1962), S. 1046–1076, bes. S. 1052 und 1060 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Lucjan Dobroszycki: Die legale polnische Presse im Generalgouvernement. 1939–1945. Institut für Zeitgeschichte, München 1977, S. 101f[42] (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
    • (englische Übersetzung) Reptile Journalism. The Official Polish-language Press Under the Nazis, 1939–1945. Yale University Press, New Haven / London 1994, S. 71 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Brün Meyer, Bundesarchiv (Hrsg.): Nachdruck der Dienstaltersliste der Schutzstaffel der NSDAP (SS) mit Berichtigungsheft, Berlin (1937–1944) 1938 und 1939. Biblio, Osnabrück 1996, S. 260
  • Władysława Wójcik: Niemiecka prasa w języku polskim dla Polaków wydawana w Generalnym Gubernatorstwie w latach 1939–1945 (Ogólna charakterystyka) (= Deutsche Presse in polnischer Sprache für Polen, herausgegeben im Generalgouvernement 1939–1945 (Allgemeine Merkmale)). In: Rocznik Naukowo-Dydaktyczny WSP w Krakowie 110 (1987), S. 173–225 (rep.up.krakow.pl PDF, 2,51 MB, der Pädagogischen Universität Krakau)
  • Klaus-Peter Friedrich: Publizistische Kollaboration im sog. Generalgouvernement. Personengeschichtliche Aspekte der deutschen Okkupationsherrschaft in Polen (1939–1945). In: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 48 (1999), S. 50–89, bes. S. 58 (zfo-online.de PDF, 8,83 MB, des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft)
  • Борис Іванович Черняков (Boris Iwanowitsch Tschernjakow/Boris Ivanovych Chernyakov):[43] Окупаційна преса Райхскомісаріату України. Розбудова і функціонування (1941–1943 рр.) (= Die Besatzungspresse des Reichskommisars der Ukraine. Entwicklung und Arbeitsweise (1941–1943)) In: Наукові записки 31 (2006), S. 51–68, bes. S. 58 (ipiend.gov.ua PDF, 273 KB, des Ivan Kuras Instituts für politische und ethnologische Studien der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine)
  • Віталій Анатолійович Гедз (Witalij Anatolijowitsch Geds/Vitaly Anatoliyovych Gedz):[44] Окупаційна преса Києва (на основі фондової колекції Меморіальний комплекс «Національний музей історії Великої Вітчизняної війни 1941–1945 років») (= Die Besatzungspresse Kiews (basierend auf der Sammlung der Gedenkstätte „Nationalmuseum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945“)). In: Військово-історичний меридіан 3,5 (2014), S. 83–97, bes. S. 92 (vim.gov.ua PDF, 123 KB, des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg in Kiew)
  • Verband Deutscher Agrarjournalisten e.V. VDAJ – Kommunikation Agrar (Hrsg.): VDAJ 1951–2021. 70 Jahre Überzeugungs- und Kommunikationsarbeit . Friedrichsdorf / Radebeul 2021 (vdaj.de PDF, 2,32 MB, des VDAJ)

Einzelnachweise

  1. Personalstand der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule zu München im Winter-Semester 1906/07. F. Straub, München 1906, S. 18 („Aktuar“);  im Sommer-Semester 1910. F. Straub, München 1910, S. 19.
  2. Sperlings Zeitschriften- und Zeitungs-Adressbuch. 54. Auflage Börsenverein der Deutschen Buchhändler, Leipzig 1928, S. 181; 55. Auflage Leipzig 1929, S. 189; 57. Leipzig 1931, S. 205. Mit dem Jahrgang 14 (1931) wurde das Erscheinen eingestellt; aufgegangen in: Deutsche Beamtenzeitung.
  3. Name bis etwa 1925: Reichsverband land- und forstwirtschaftlicher Fach- und Körperschaftsbeamten, Bezirksverein Bayern; danach umbenannt.
  4. Georg Eber: Darlegungen zur Frage der Besteuerung der deutschen Landwirtschaft. München 1924; ders.: Die Krisis in der deutschen Landwirtschaft, ihre Ursachen und Auswirkungen. Vortrag in der Arbeiternehmervertretung bei der Bayerischen Landesbauernkammer in München am 18. Dezember 1928, hrsg. vom Reichsverband deutscher Guts- und Forstbeamten. Klinkicht, Meißen 1929.
  5. Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger, Nr. 281, vom 2. Dezember 1930, S. 3 (digi.bib.uni-mannheim.de Digitalisat der Universitätsbibliothek Mannheim).
  6. Vgl. § 27 des Gesetzes über Arbeitslosenvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 16. Juli 1927; Reichsarbeitsblatt, Teil I (1931), S. 216.
  7. Akte Lorz, Florian, Dr.; Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde (R 9361-I Sammlung Berlin Document Center, Personenbezogene Unterlagen der NSDAP, Nr. 2113).
  8. Deutsche Forst-Zeitung 48,29 (1933), S. 617f.
  9. Deutsche Forst-Zeitung 48,29 (1933), S. 915.
  10. Personalakte Lorz, Florian, Dr., geb. 14.1.1900; Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde (R 9361-III Sammlung Berlin Document Center, Personenbezogene Unterlagen der SS und SA, Nr. 541144).
  11. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft (Hrsg.): Wissenschaftliche Berichte des VI. Weltgeflügelkongresses, Bd. III. Schlussbericht des 6. Weltgeflügelkongresses. 24. Juli bis 2. August 1936. Generalsekretariat des VI. Weltgeflügelkongresses, Berlin / Leipzig 1936, S. 33 und 42.
  12. Friedrich Aereboe, Paul Eltzbacher (Hrsg.) u. a.: Die deutsche Volksernährung und der englische Aushungerungsplan. Eine Denkschrift. Vieweg & Teubner, Wiesbaden 1914.
  13. Die nationalliberale Frauenrechtlerin und Ernährungsfachfrau Hedwig Heyl, die allerdings dem Reichstag nicht angehörte, hatte sich 1914 an der Eltzbacher-Denkschrift beteiligt.
  14. Florin Lorz: Was wir vom Ernährungswesen des Weltkrieges nicht wissen. In: Walter Jost, Friedrich Felger (Hrsg.): Was wir vom Weltkriege nicht wissen. Fikentscher, Leipzig 1936 (2. Auflage Fikentscher, Leipzig 1938), S. 386–398, bes. S. 394f und 398; vgl. ähnlich Richard Walther Darré: Der Schweinemord. Eher, München 1937.
  15. Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 103 (1936), S. 6307.
  16. Institut für Zeitungswissenschaft, Carl Schneider (Hrsg.): Handbuch der deutschen Tagespresse. 6. Auflage Armanen, Leipzig 1937, Nr. 242, S. 326.
  17. Aus München, 1923 Teilnahme am Putschversuch in München, Mitbegründer der SA-Standarte 106 in Berlin, Mitbegründer der NSDAP-Ortsgruppe Mommsen in Berlin-Charlottenburg; Hermann August Ludwig Degener (Hrsg.): Degener's Wer ist? Hermann Degener, Berlin 1935, S. 997; Erich Stockhorst: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich. Blick & Bild, Velbert 1967, S. 277.
  18. Hermann M. und Hans Lorz († nach 1966), Werbeagentur Lorz OHG in München, Herzogstraße 97 und Ala-Lorz Werbung KG, Brienner Straße 23, angeblich Erfinder der Propaganda-Slogans „Achtung: Kohlenklau!“, „Psst… Feind hört mit“ oder „Räder müssen rollen für den Sieg!“; Hanns G. Zagler: Sternschnuppen. epubli, Berlin 2014, S. 263.
  19. Peer Heinelt: ‚PR-Päpste‘. Die kontinuierlichen Karrieren von Carl Hundhausen, Albert Oeckl und Franz Ronneberger. (diss. phil. Marburg 2002; Rosa-Luxemburg-Stiftung. Manuskripte 37). Karl Dietz, Berlin 2003, S. 47 (edoc.vifapol.de PDF, 734 KB).
  20. Vorschläge zur Verleihung der Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938.- Listen; Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde (VBS 1012 (R 1501) Reichsministerium des Inneren, ZA VI 3194 A. 10/001-172).
  21. Aus Klosterfelde in der Neumark, 1921 Mitglied der Organisation Escherich, Studium an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin, aktiv im Hochschulring Deutscher Art, 1927 bis 1934 Assistent am Landmaschinen-Institut, 1934 diss. agr. Berlin, 1934 Hauptschulungsleiter des SS-Oberabschnitts Elbe in Dresden, 1938 SS-Obersturmführer und Bauernreferent, 1939 bis 1941 Hauptstabsleiter der Landesbauernschaft Alpenland, Oberkriegsverwaltungsrat bei der Militärverwaltung, ab 1941 bei der Wirtschaftsinspektion Süd; Hans-Christian Harten: Weltanschauliche Schulung der SS und der Polizei im Nationalsozialismus. Zusammenstellung personenbezogener Daten. 2017, S. 25 (www.pedocs.de Digitalisat des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation).
  22. Innsbrucker Nachrichten, Nr. 25, vom 30. Jänner 1940, S. 4.
  23. Bericht über den 12. April 1940; Siegfried Göllner: Die Stadt Salzburg 1940. Zeitungsdokumentation. Salzburg 2012, S. 145 (stadt-salzburg.at PDF, 1,72 MB, der Stadt Salzburg).
  24. Theodor Wührer aus Linz, als Jura-Student Vorstandsmitglied der Ende 1933 gegründeten nationalistischen, gegen den Versailler Vertrag gerichteten Internationalen studentischen Liga für die Neugestaltung Europas (ISL) in Wien; von einem Teil der Literatur auch als „Adjutant“ Kaltenbrunners bezeichnet, 1949 Teilnehmer der Oberweiser Konferenz; Jacques Hannak: Vier Jahre Zweite Republik. Volksbuchhandlung, Wien 1949, S. 20; Tamara Ehs: Extra muros: Vereine, Gesellschaften, Kreise und Volksbildung. In: Thomas Olechowski u. a. (Hrsg.): Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918-1938. V&R Unipress, Göttingen 2014, S. 701–747, bes. S. 720.
  25. Akten Agrar-Verlag Krakau G. m. b. H., Geschäftsführer Dr. Florian Lorz, Krakau (Kraków, Polen), 1941–1943; Sächsisches Staatsarchiv (Bestand 21765 Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig (I), Nr. F 18141).
  26. Auch Walter Albert-Hadmersleben; erhielt 1950 den Nationalpreis der DDR, III. Klasse, für die Gestaltung der 1. Landwirtschaftsausstellung in Leipzig.
  27. Personalakte Lorz, Florian, Dr., Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde (R 16 Reichsnährstand, Dienststelle: Generalgouvernement, Hauptabteilung, Nr. 12415).
  28. Max Warnack (Hrsg.): Taschenbuch für Verwaltungsbeamte. 60. Auflage Carl Heymann, Berlin 1943, S. 178
  29. Bericht von Lorz im Staatsarchiv der Oblast Riwne; Vitaly Anatoliyovych Gedz: Окупаційна преса Києва. In: Військово-історичний меридіан 3,5 (2014), S. 83–97, bes. S. 92.
  30. Landwirtschaftlicher Verlag Ukraine, Geschäftsführer Dr. F. Lorz, Kiev (Ukraine), 1942–1943; Sächsisches Staatsarchiv (Bestand 21765 Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig (I), Nr. F 19565).
  31. Boris Ivanovych Chernyakov: Окупаційна преса Райхскомісаріату України. In: Наукові записки 31 (2006), S. 51–68, bes. S. 58.
  32. Ankündigung vom 14. März 1943; Siegfried Göllner: Die Stadt Salzburg 1942. Zeitungsdokumentation. Salzburg 2014, S. 127 (stadt-salzburg.at PDF, 2,52 MB, der Stadt Salzburg).
  33. Vater von Udo Proksch (dort nähere Angaben) und Sohn von Rudolf Proksch d. Ä.
  34. Ansprache des Stabsleiters Gerhard Utikal zur Dienstbesprechung am 16.12.1944 in Ratibor über die Arbeitsergebnisse des Einsatzstabes Reichsleiter Rosenberg von Juli 1940 bis Ende 1944, Ratibor, 16. Dezember 1944. In: Natalija Kaschewarowa: Der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg und die nationalsozialistische Ostraumforschung (1940–1945), Teil 2 Dokumente. Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine. Institut für Geschichte der Ukraine, Kiew 2014, Nr. 86, S. 564–625, bes. S. 652 f. (researchgate.net PDF; 61,3 MB).
  35. Z. B. Ludwig Schmitt: Der Einfluß des Handelsdüngers auf das Pflanzenwachstum und auf verschiedene Eigenschaften kalkarmer Mineralböden. Verlagsgesellschaft für Ackerbau, Berlin 1932; ders.: Die Kalkdüngung. Reichsnährstandsverlag Berlin 1937.
  36. Nachruf in Technik und Landwirtschaft 13 (1961), S. 281.
  37. Eine Ausbildungsordnung für den männlichen Landarbeiternachwuchs wurde erstmals am 7. April 1936 erlassen.
  38. Zum Hintergrund (Denkschrift von Max Sering: Erbhof und Entschuldung. Leipzig 1934) siehe Karlernst Ringer: Constantin von Dietze, 1933-1945. In: Heinz Ahrens (Hrsg.): Perspektiven der europäischen Agrar- und Ernährungswirtschaft nach der Osterweiterung der Europäischen Union (2002). (Schriften der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e. V. 38). Landwirtschaftsverlag, Münster-Hiltrup 2003, S. 373–386, bes. S. 380 Anm. 26.
  39. Besuch im Lager von Wolhynien- und Galiziendeutschen.
  40. Ab Februar bis 17. Dezember 1944: Ilustrowane pismo rolnicze (= Illustrierte landwirtschaftliche Zeitschrift).
  41. = Zentralwirtschaftsverwaltung im Generalgouvernement, Hauptabteilung Ernährung und Landwirtschaft.
  42. Etwas ungenau: „Franz Peter Lerz“.
  43. Boris Iwanowitsch Tschernjakow (1946–2010), Professor für Theorie der Massenkommunikation an der Fakultät für Journalismus der Universität Kiew.
  44. Witalij Anatolijowitsch Geds (* 1980), Dissertation zur Pressegeschichte der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs (1941–1943), Direktor des Museums für Geschichte und Heimatkunde in Makariw.
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