Anzin
Anzin (flämisch: Ansingen) ist eine französische Gemeinde mit 13.329 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Valenciennes und ist der Hauptort (chef-lieu) des Kantons Anzin.
Anzin | ||
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Staat | Frankreich | |
Region | Hauts-de-France | |
Département (Nr.) | Nord (59) | |
Arrondissement | Valenciennes | |
Kanton | Anzin (Hauptort) | |
Gemeindeverband | Valenciennes Métropole | |
Koordinaten | 50° 22′ N, 3° 30′ O | |
Höhe | 18–60 m | |
Fläche | 3,64 km² | |
Einwohner | 13.329 (1. Januar 2019) | |
Bevölkerungsdichte | 3.662 Einw./km² | |
Postleitzahl | 59410 | |
INSEE-Code | 59014 | |
Website | www.anzin.fr | |
![]() Kirche Sainte-Barbe in Anzin |
Geografie
Anzin ist ein Vorort von Valenciennes und liegt an der kanalisierten Schelde am Rande des Hainauts. Umgeben wird Anzin im Osten und Süden von Valenciennes. Im Westen liegen die Gemeinden Petite-Forêt und Raismes, im Nordwesten und Norden Beuvrages sowie im Norden und Nordosten Bruay-sur-l’Escaut.
Geschichte
Funde aus der Bronzezeit deuten auf eine frühe, prähistorische Besiedlung hin. Mit dem gallischen Krieg kamen die Römer in die Gegend. Reste eines Isistempels wurden auf den Hügeln bei Anzin gefunden, dessen Zerstörung auf die Zeit des Kaisers Valentinian I. (um 369) datiert werden kann.
Das heutige Anzin wird als Anzinium 877 erwähnt. Mit der Eroberung durch die Normannen wird die Schelde zum Grenzfluss zum Heiligen Römischen Reich.
Bei der Schlacht von Valenciennes 1566/67 (Auftakt des Achtzigjährigen Krieges) sammelten sich die spanischen Truppen auf den Hügeln von Anzin.
Ab dem 18. Jahrhundert wurde der Kohleabbau zum wichtigen Industriezweig.
Mit dem industriellen Niedergang in der früheren Kohleregion erlebte die Stadt seit den 1960er Jahren einen Niedergang.
Bevölkerungsentwicklung
Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2011 |
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Einwohner | 16.275 | 15.634 | 14.866 | 14.602 | 14.064 | 14.052 | 14.051 | 13.479 |
Quelle: INSEE |
Sehenswürdigkeiten
- Kirche Saint-Barbe
- Theater, erbaut 1934
- Hôtel de Ville, erbaut 1874
- Schloss Dampierre (Monument historique seit 2009 und Teil des Weltkulturerbes "Bergbaubecken von Nord-Pas-de-Calais") mit Parc Mathieu
- Theater von Anzin
- Mairie von Anzin
- Schloss Dampierre in Anzin
Persönlichkeiten
- Jean-Jacques Desandrouin (1681–1761), Unternehmer
- Pierre du Buat (1734–1809), Ingenieur, Minendirektor
- Charles Dubois (1890–1968), Militär, Chef des Schweizer Nachrichtendienstes (vor 1936 und 1950–1960)
Gemeindepartnerschaften
- Boussu, Wallonien, Belgien, seit 1985
Literatur
- Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 45–47.