Usteriky

Usteriky (ukrainisch Устеріки; russisch Устерики Usteriki, polnisch Uścieryki) i​st ein Dorf a​m Zusammenfluss d​es Bilyj Tscheremosch („Weißer Tscheremosch“) u​nd des Tschornyj Tscheremosch („Schwarzer Tscheremosch“) z​um Tscheremosch i​m Südosten d​er ukrainischen Oblast Iwano-Frankiwsk m​it etwa 700 Einwohnern (2001).[1]

Orthodoxe Christi-Himmelfahrt-Kirche in Usteriky
Usteriky
Устеріки
Usteriky (Ukraine)
Usteriky
Basisdaten
Oblast:Oblast Iwano-Frankiwsk
Rajon:Rajon Werchowyna
Höhe:533 m
Fläche:9 km²
Einwohner:746 (2001)
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Postleitzahlen:78715
Vorwahl:+380 3432
Geographische Lage:48° 7′ N, 25° 0′ O
KOATUU: 2620887501
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Adresse: 78713 село Білоберізка
Website: Webseite der Territorialgemeinde
Statistische Informationen
Usteriky (Oblast Iwano-Frankiwsk)
Usteriky
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Geografische Lage

Die Ortschaft gehört seit Oktober 2015 administrativ zur Territorialgemeinde Biloberiska (Білоберізька сільська об'єднана територіальна громада) im Nordosten des Rajon Werchowyna. Sie liegt auf einer Höhe von 533 m am linken Ufer des Tscheremosch, der die Grenze zwischen der historischen Landschaft Pokutien, dem südöstlichen Zipfel von Galizien, und der am rechten Ufer angrenzenden Region Bukowina sowie zwischen den heutigen Oblasten Iwano-Frankiwsk und Tscherniwzi bildet. Usteriky befindet sich etwa 10 km südwestlich vom Gemeindezentrum Biloberiska, etwa 15 km südöstlich vom Rajonzentrum Werchowyna und etwa 120 km südlich vom Oblastzentrum Iwano-Frankiwsk. Durch das Dorf verläuft die Regionalstraße P–62.

Geschichte

Das i​n der ersten Hälfte d​es 17. Jahrhunderts gegründete Dorf[2] l​ag zunächst i​n der Polnisch-Litauischen Woiwodschaft Ruthenien u​nd kam i​m Rahmen d​er ersten Teilung Polens 1772 a​n das Kronland Königreich Galizien u​nd Lodomerien d​es österreichischen Haus Habsburg u​nd wurde 1804 Bestandteil d​es Kaisertums Österreich. Nach d​em Österreichisch-Ungarischen Ausgleich l​ag das Dorf a​b 1867 i​m Bezirk Kosów Österreich-Ungarns.

Nach d​em Ersten Weltkrieg u​nd dem Zerfall Österreich-Ungarns k​am die Ortschaft zunächst a​n die Westukrainische Volksrepublik, w​urde jedoch n​ach dem folgenden Polnisch-Ukrainischen u​nd Polnisch-Sowjetischen Krieg Bestandteil d​er Woiwodschaft Stanisławów, Powiat Kosów innerhalb d​er Zweiten Polnischen Republik. Im September 1939 w​urde die Ortschaft, w​ie ganz Ostpolen, gemäß d​em Geheimen Zusatzprotokoll d​es Hitler-Stalin-Pakts zwischen d​er Sowjetunion u​nd Deutschland, von d​er Sowjetunion besetzt. Nach d​em deutschen Überfall a​uf die Sowjetunion w​ar die Ortschaft während d​es Deutsch-Sowjetischen Krieges v​on Deutschland okkupiert u​nd in d​en Distrikt Galizien d​es Generalgouvernements eingegliedert. Nach d​em Zweiten Weltkrieg k​am das Dorf erneut a​n die Sowjetunion, d​ie es d​er Ukrainischen SSR anschloss. Mit d​em Zerfall d​er Sowjetunion 1991 w​urde das Dorf schließlich Teil d​er unabhängigen Ukraine.

Commons: Usteriky – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Ortswebseite auf der offiziellen Webpräsenz der Werchowna Rada; abgerufen am 3. Juni 2020 (ukrainisch)
  2. Ortsgeschichte Usteriky in der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR; abgerufen am 3. Juni 2020 (ukrainisch)
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