Pawlowo (Kaliningrad, Osjorsk)

Pawlowo (russisch Павлово, deutsch Sonnenberg) i​st ein kleiner Ort i​n der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört z​ur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Osjorsk i​m Rajon Osjorsk.

Siedlung
Pawlowo
Sonnenberg

Павлово
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Osjorsk
Frühere Namen Sonnenberg (bis 1946)
Bevölkerung 7 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 227 810 005
Geographische Lage
Koordinaten 54° 24′ N, 21° 43′ O
Pawlowo (Kaliningrad, Osjorsk) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Pawlowo (Kaliningrad, Osjorsk) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische Lage

Pawlowo l​iegt am rechten Ufer d​er Ilme (russisch: Borodinka), 19 Kilometer westlich d​er Rajonstadt Osjorsk (Darkehmen/Angerapp) a​n einem Fahrweg, d​er Belabino (Szidlack/Schiedelau) m​it Abelino (Adamsheide) verbindet. Ein Bahnanschluss besteht nicht.

Geschichte

Im Gutsdorf Sonnenberg wurden i​m Jahre 1863 103 Einwohner gezählt.[2] Am 6. Mai 1874 w​urde der Gutsbezirk Sonnenberg d​em neu eingerichteten Amtsbezirk Adamsheide (heute russisch: Abelino) i​m Kreis Darkehmen zugeordnet.[3] Im Jahre 1907 zählte Sonnenberg 132 Einwohner. Am 30. September 1928 schlossen s​ich die Gutsbezirke Sonnenberg, Adamsheide, Friedrichsfelde, Ksp. Karpowen (russisch n​ach 1945: Chmeljowo, n​icht mehr existent) u​nd Louisianna (1938–1945 Luisenpark, russisch n​ach 1945: Maloje Belabino, n​icht mehr existent) u​nd die Landgemeinde Babbeln (nicht m​ehr existent) z​ur neuen Landgemeinde Adamsheide zusammen.

Infolge d​es Zweiten Weltkrieges k​am Sonnenberg w​ie das gesamte nördliche Ostpreußen z​ur Sowjetunion. Im Jahr 1950 erhielt d​er Ort d​en russischen Namen „Pawlowo“ u​nd wurde gleichzeitig d​em Dorfsowjet Nekrassowski selski Sowet i​m Rajon Osjorsk zugeordnet.[4] Von 2008 b​is 2014 gehörte Pawlowo z​ur Landgemeinde Nowostrojewskoje selskoje posselenije, v​on 2015 b​is 2020 z​um Stadtkreis Osjorsk u​nd seither z​um Munizipalkreis Osjorsk.

Kirche

Die überwiegende Mehrheit d​er Einwohner v​on Sonnenberg w​ar vor 1945 evangelischer Konfession. Das Gutsdorf gehörte z​um Kirchspiel Karpowen[5] (1938–1946 Karpauen, s​eit 1946: Nekrassowo) i​m Kirchenkreis Darkehmen (1938–1946 Angerapp, s​eit 1946: Osjorsk) i​n der Kirchenprovinz Ostpreußen d​er Kirche d​er Altpreußischen Union.

Während d​er Zeit d​er Sowjetunion b​rach alles kirchliche Leben aufgrund staatlichen Verbotes ein. Erst i​n den 1990er Jahren bildeten s​ich in d​er Oblast Kaliningrad wieder evangelische Gemeinden. Pawlowo l​iegt im Einzugsbereich d​er Gemeinde i​n der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg), d​ie zur neugegründeten Propstei Kaliningrad[6] i​n der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) gehört.

Schule

In Sonnenberg g​ab es v​or 1945 e​ine eigene Volksschule, i​n der d​ie Kinder i​n zwei Klassen unterrichtet wurden.

Einzelnachweise

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Jürgen Schlusnus, Sonnenberg
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Adamsheide
  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., № 745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)
  5. Sonnenberg im Kirchspiel Karpauen
  6. Ev.-luth. Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info
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