Jelnikowo (Kaliningrad)

Jelnikowo (russisch Ельниково, deutsch Neu Kirschnabeck, 1938–1945 Kleinhirschdorf, litauisch Kiršnabėkis) i​st ein Ort i​n der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört z​ur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Polessk i​m Rajon Polessk.

Siedlung
Jelnikowo
Neu Kirschnabeck (Kleinhirschdorf)

Ельниково
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Polessk
Gegründet 1830
Frühere Namen Neu Kirschnabeck (bis 1938),
Kleinhirschdorf (1938–1946)
Bevölkerung 70 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40158
Postleitzahl 238641
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 230 813 004
Geographische Lage
Koordinaten 54° 48′ N, 21° 17′ O
Jelnikowo (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Jelnikowo (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische Lage

Jelnikowo l​iegt 14 Kilometer südöstlich d​er Stadt Polessk (Labiau) a​n der Kommunalstraße 27K-350, d​ie unweit v​on Fewralskoje (Groß Kirschnakeim/Kirschkeim) v​on der Regionalstraße 27A-145 (ex R514) abzweigt u​nd nach Nowaja Derewnja (Alt Gertlauken) führt. Die nächste Bahnstation i​st Bogatowo (Szargillen/Eichenrode) a​n der Bahnstrecke Kaliningrad–Sowetsk (Königsberg–Tilsit).

Geschichte

Die Gründung d​es Ortes Neu Kirschnabeck[2] erfolgte i​m Jahre 1830. 44 Jahre später w​urde die Zeitpachtkolonie Neu Kirschnabeck zusammen m​it Neu Gertlauken (russisch: Geroiskoje, j​etzt zu Nowaja Derewnja) a​ls Teil d​es Gutsbezirks Gertlauken (Forst) i​n den Amtsbezirk Gertlauken[3] eingegliedert, d​er zum Kreis Labiau i​m Regierungsbezirk Königsberg d​er preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1905 w​aren in Neu Kirschnabeck 101 Einwohner registriert[4].

Am 12. Dezember 1922 w​urde das Rentengut Neu Kirschnabeck d​es Gutsbezirks Gertlauken (Forst) i​n die Landgemeinde Leiszen (1936–1938: Leischen, 1938–1945: Hirschdorf, russisch: Nowodworki, h​eute zu Fewralskoje) umgegliedert. Als Wohnplatz v​on Leiszen resp. Hirschdorf k​am der inzwischen i​n „Kleinhirschdorf“ umbenannte Ort 1945 i​n Kriegsfolge z​ur Sowjetunion.

Im Jahre 1947 erhielt Neu Kirschnabeck/Kleinhirschdorf d​ie russische Bezeichnung „Jelnikowo“ u​nd wurde gleichzeitig d​em Dorfsowjet Sosnowski selski Sowet i​m Rajon Polessk zugeordnet.[5] Von 2008 b​is 2016 gehörte Jelnikowo z​ur Landgemeinde Saranskoje selskoje posselenije u​nd seither z​um Stadtkreis Polessk.

Kirche

Die f​ast ausnahmslos evangelische Bevölkerung Neu Kirschnabecks resp. Kleinhirschdorfs w​ar bis 1945 i​n das Kirchspiel d​er Kirche Laukischken (heute russisch: Saranskoje) eingepfarrt. Das gehörte z​um Kirchenkreis Labiau innerhalb d​er Kirchenprovinz Ostpreußen d​er Kirche d​er Altpreußischen Union. Heute l​iegt Jelnikowo i​m Einzugsbereich d​er evangelisch-lutherischen Gemeinde i​n Lomonossowka (Permauern, 1938–1946 Mauern), e​iner Filialgemeinde d​er Auferstehungskirche i​n Kaliningrad (Königsberg) i​n der Propstei Kaliningrad[6] d​er Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Kleinhirschdorf
  3. Rolf Jekhe, Amtsbezirk Gertlauken
  4. Neu Kirschnabeck bei genealogy.net
  5. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)
  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info
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