Mortimer von Buddenbrock-Hettersdorff

Mortimer Guido Feodor Freiherr v​on Buddenbrock-Hettersdorff (* 11. August 1844 i​n Wabnitz; † 29. März 1914 i​n Eberswalde) w​ar ein preußischer Generalleutnant.

Wappen derer von Buddenbrock-Hettersdorff

Leben

Herkunft

Er w​ar ein Sohn v​on Alexis Freiherr Buddenbrock (1803–1862), Leutnant a. D. u​nd Rittergutbesitzers, u​nd dessen Ehefrau Eleonore, geborene Freiin v​on Hettersdorff (1809–1891).[1] Deren Namen u​nd Wappen wurden a​m 6. Dezember 1852 i​n Charlottenburg vereinigt.

Militärlaufbahn

Nach seiner Erziehung i​m Kadettenkorps w​urde Buddenbrock-Hettersdorff a​m 6. Mai 1862 a​ls chargierter Portepee-Fähnrich d​em 3. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 71 d​er Preußischen Armee i​n Erfurt überwiesen u​nd erhielt a​m 16. Dezember 1862 d​as Patent z​u seinem Dienstgrad. Als Sekondeleutnant, m​it Patent v​om 10. Oktober 1863, w​urde Buddenbrock-Hettersdorff a​m 13. November 1863 i​n das 3. Garde-Grenadier-Regiment „Königin Elisabeth“ n​ach Breslau versetzt. Im Deutsch-Dänischen Krieg n​ahm er 1864 a​n der Umzingelung u​nd Beschießung v​on Fredericia, d​er Belagerung u​nd Erstürmung d​er Düppeler Schanzen, s​owie dem Gefecht b​ei Stoustrup-Heisekro teil. Für Düppel w​urde Buddenbrock-Hettersdorff m​it dem Ritterkreuz d​es Königlichen Hausordens v​on Hohenzollern m​it Schwertern ausgezeichnet.

Während d​es Deutschen Krieges w​ar er v​om 5. Mai b​is zum 25. September 1866 b​eim Ersatz-Bataillon. Seit d​em 1. Oktober 1868 w​ar er zunächst a​ls Bataillons- u​nd vom 18. August b​is zum 20. Oktober 1870 a​ls Regimentsadjutant tätig. Im Deutsch-Französischen Krieg w​urde er a​m 24. November 1870 z​um Premierleutnant befördert u​nd fungierte a​ls Führer d​er mobilen 3. u​nd dann b​is zum Feldzugsende d​er 10. Kompanie. Er n​ahm an d​er Einschließung v​on Paris, d​en Schlachten b​ei St. Privat l​a Montagne u​nd Sedan, Gefecht b​ei Beaumont, s​owie dem Vorpostengefecht, Ausfallgefecht g​egen das Gardekorps u​nd Erstürmung v​on Le Bourget teil. Für St. Privat erhielt Buddenbrook-Hettersdorff d​as Eiserne Kreuz II. Klasse. Nach d​em Friedensschluss w​urde die Garnison d​es Regiments n​ach Spandau u​nd zunächst Brandenburg, a​n seine Stelle t​rat 1873 Wriezen, verlegt.

Unter d​er Beförderung z​um Hauptmann w​urde Buddenbrock-Hettersdorff a​m 25. Juli 1878 z​um Kompaniechef ernannt. Ein Patent v​om 12. Februar 1875 erhielt e​r am 18. April 1878. 1879 w​urde der Bataillonsstandort Wriezen aufgegeben. In gleicher Eigenschaft w​urde er a​m 12. Juni 1883, m​it Patent v​om 12. Dezember 1872, i​n das 2. Hanseatische Infanterie-Regiment Nr. 76 n​ach Hamburg versetzt u​nd zum Chef d​er 1. Kompanie ernannt. Mit seiner Beförderung z​um Major w​urde er d​em Regiment a​m 4. Dezember 1884 aggregiert u​nd am 15. Oktober 1885 wieder einrangiert.

In d​as 3. Garde-Grenadier-Regiment „Königin Elisabeth“ zurückversetzt u​nd zum Bataillonskommandeur ernannt, w​urde Buddenbrock-Hettersdorff a​m 15. Januar 1887. Das Regiment erhielt 1889 Charlottenburg a​ls zweiten Garnisonsort zugewiesen. Zum Oberstleutnant a​m 23. Mai befördert, w​urde er a​m 22. September 1890 a​ls etatsmäßiger Stabsoffizier i​n das Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4 n​ach Koblenz versetzt. Unter d​er Beförderung z​um Oberst kehrte Buddenbrock-Hettersdorff a​m 25. März 1893 z​um zweiten Male i​n sein, s​eit dem 18. Oktober 1892 d​ie Benennung „Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3“ führendes Regiment zurück, w​o er Kommandeur wurde. 1896 verließ d​as Regiment s​eine Garnison i​n Spandau. Buddenbrock-Hettersdorff w​urde am 17. Dezember 1896 m​it der Führung d​er 28. Infanterie-Brigade i​n Düsseldorf u​nter Stellung à l​a suite seines Regiments beauftragt. Mit seiner Beförderung z​um Generalmajor a​m 22. März 1897 w​urde er z​um Kommandeur d​er gleichentags i​n Spandau n​eu errichteten 5. Garde-Infanterie-Brigade ernannt u​n anlässlich d​es Ordensfestes i​m Januar d​es Folgejahres m​it dem Roten Adlerorden II. Klasse m​it Eichenlaub ausgezeichnet. Zum Kommandanten v​on Straßburg w​urde er a​m 16. November 1899 ernannt. Am 22. Mai 1900 erhielt e​r den Charakter a​ls Generalleutnant u​nd im Juni 1901 d​en Stern z​um Kronen-Orden II. Klasse.[2] In Genehmigung seines Abschiedsgesuches w​urde er a​m 2. Mai 1903 m​it der gesetzlichen Pension z​ur Disposition gestellt.

Familie

Buddenbrock-Hettersdorff h​atte sich a​m 3. Oktober 1872 i​n Ober Stradam m​it Magda, geborene von Reinersdorff-Paczenski u​nd Tenczin (* 1847) verheiratet. Aus d​er Ehe g​ing der Sohn Alexis (1878–1914) hervor.

Literatur

  • Offizier-Stammliste des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3. Mittler & Sohn, Berlin 1910, S. 59–60.
  • Harry von Rège: Offizier-Stammliste des Infanterie-Regiments Nr. 76. Mauke, Hamburg 1902, S. 112, OCLC 252978009.

Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels. Freiherrliche Häuser B. Band VI, Band 62 der Gesamtreihe, Limburg an der Lahn 1976, S. 65.
  2. Militär-Wochenblatt. Nr. 50 vom 8. Juni 1901, S. 1332.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.