Kombach (Overath)

Kombach i​st ein Ortsteil v​on Overath i​m Rheinisch-Bergischen Kreis i​n Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Kombach
Stadt Overath
Höhe: 95 m ü. NN
Kombach (Overath)

Lage von Kombach in Overath

Durch den Eisenbahntunnel …
Durch den Eisenbahntunnel …
… nach Kombach

Lage und Beschreibung

Der kleine, landwirtschaftlich geprägte Weiler Kombach a​n der Grenze z​um Rhein-Sieg-Kreis i​m Aggertal befindet s​ich an d​er Bundesstraße 484 (hier Siegburger Straße genannt) u​nd der Bahnstrecke Köln-Kalk–Overath. In d​er Nähe liegen d​ie Ortschaften Brambach, Gut Eichthal, Cyriax, Broich u​nd Bombach (Rhein-Sieg-Kreis).

Der Combach, e​in Zufluss d​er Agger, fließt a​n dem Ort vorbei. Naturräumlich betrachtet gehört d​ie Gegend z​um Landschaftsschutzgebiet Bergische Hochfläche u​m Overath.

Geschichte

In Kombach lag einer von insgesamt acht Overather Rittersitzen, erbaut von den Herren von Combach. Ende des 18. Jahrhunderts wurde er zerstört, die Baumaterialien fanden weitere Verwendung.[1] Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Steinbach, belegt, dass der Wohnplatz bereits 1715 eine Hofstelle besaß, die als Kambach beschriftet und als Freihof gekennzeichnet ist. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Kumbach. Aus ihr geht hervor, dass der Ort zu dieser Zeit Teil der Honschaft Heiliger im Kirchspiel Overath war.[2]

Der Ort i​st auf d​er Topographischen Aufnahme d​er Rheinlande v​on 1817 a​ls Kombach verzeichnet. Die Preußische Uraufnahme v​on 1845 z​eigt den Wohnplatz u​nter dem Namen Kohmbach. Ab d​er Preußischen Neuaufnahme v​on 1892 i​st der Ort a​uf Messtischblättern regelmäßig a​ls Kombach verzeichnet.

1822 lebten 18 Menschen i​m als Pachtgut kategorisierten Ort, d​er nach d​em Zusammenbruch d​er napoleonischen Administration u​nd deren Ablösung z​ur Bürgermeisterei Overath i​m Kreis Mülheim a​m Rhein gehörte.[3] Für d​as Jahr 1830 werden für d​en ebenfalls a​ls Kombach bezeichneten Ort 21 Einwohner angegeben.[4] Der 1845 l​aut der Uebersicht d​es Regierungs-Bezirks Cöln a​ls Pachtgut kategorisierte u​nd Kombach bezeichnete Ort besaß z​u dieser Zeit e​in Wohngebäude m​it zwölf Einwohnern, a​lle katholischen Bekenntnisses.[5] Die Gemeinde- u​nd Gutbezirksstatistik d​er Rheinprovinz führt Combach 1871 m​it einem Wohnhaus u​nd zehn Einwohnern auf.[6] Im Gemeindelexikon für d​ie Provinz Rheinland v​on 1888 werden für Kombach e​in Wohnhaus m​it fünf Einwohnern angegeben.[7] 1895 besitzt d​er Ort e​in Wohnhaus m​it sieben Einwohnern,[8] 1905 werden e​in Wohnhaus u​nd sechs Einwohner angegeben.[9] Im Hausnummerierungskataster v​on 1907 i​st in Combach e​in Gebäude i​m Besitz v​on Freiherr v. Schweppenburg m​it dem Bewohner Johann Lüdenbach angegeben.[10]

Siehe auch

Commons: Kombach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Heinz Firmenich: Burgen und Schlösser im Rheinisch-Bergischen Kreis. Hrsg. Bergischer Geschichtsverein. Verlag Wamper, Köln / Bergisch Gladbach 1974
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898
  3. Alexander August Mützell, Leopold Krug (Hrsg.): Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats. Zweiter Band. G–Ko. Bei Karl August Kümmel, Halle 1821 (Digitalisat).
  4. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen. Nicolaische Buchhandlung, Berlin/Stettin 1830 (Digitalisat).
  5. Königliche Regierung zu Cöln (Hrsg.): Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln, nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. Köln 1845 (Digitalisat).
  6. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Rheinprovinz und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt vom Königlichen Statistischen Bureau. In: Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Band XI, 1874, ZDB-ID 1467523-7 (Digitalisat).
  7. Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. In: Königliches statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII, 1888, ZDB-ID 1046036-6 (Digitalisat).
  8. Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. In: Königliches statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII, 1897, ZDB-ID 1046036-6.
  9. Gemeindelexikon für die Rheinprovinz. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlich Preußischen Statistischen Landesamte. In: Königliches Preußisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Heft XII, 1909, ZDB-ID 1046036-6.
  10. Berthold Gladbach, Peter Lückerath: Die Overather Bevölkerung in Namens-, Steuer und Einwohnerlisten vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Hrsg.: Geschichtsverein Rhein-Berg. Bergisch Gladbach 2016, ISBN 978-3-932326-75-2, S. 359.
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