Gajewo (Giżycko)

Gajewo (deutsch Grünhof) i​st ein Dorf i​n der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren u​nd gehört z​ur Gmina Giżycko (Landgemeinde Lötzen) i​m Powiat Giżycki (Kreis Lötzen).

Idylle im Stadtwald von Giżycko bei Gajewo (Grünhof)
Gajewo
?
Gajewo (Polen)
Gajewo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Giżycko
Gmina: Giżycko
Geographische Lage: 54° 3′ N, 21° 47′ O
Einwohner: 596 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 11-500[2]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NGI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 63: (Russland–) PerłyWęgorzewoGiżyckoPiszŁomżaSławatycze (– Belarus)
Eisenbahn: Bahnstrecke Głomno–Białystok
Bahnstation: Giżycko
Nächster int. Flughafen: Danzig



Geographische Lage

Gajewo l​iegt im Nordosten d​er Woiwodschaft Ermland-Masuren u​nd ist e​in Vorort d​er Stadt Giżycko (Lötzen), i​n deren Nordosten e​s liegt – umgeben v​om mehr a​ls 300 Hektar umfassenden „Las Miejski koło Giżycka“ (Lötzener Stadtwald). Bis z​um Stadtzentrum Giżycko s​ind es k​napp zwei Kilometer.

Geschichte

Im Jahr 1837 w​urde der damals Abbau Lötzen genannte Wohnplatz innerhalb d​er Stadtgemeinde (ab 1934: „Stadt“) Lötzen gegründet.[3] Am 24. Dezember 1872 w​urde die Ortschaft i​n Grünhof umbenannt. Im Jahr 1905 wurden h​ier 43 Einwohner gezählt.[3]

In Kriegsfolge k​am der kleine Ort 1945 m​it der Stadt Lötzen u​nd dem gesamten südlichen Ostpreußen z​u Polen u​nd erhielt d​ie polnische Bezeichnung Gajewo. Der Ort bildet h​eute ein Schulzenamt (polnisch sołectwo) i​m Verbund d​er Gmina Giżycko (Landgemeinde Lötzen) i​m Powiat Giżycki (Kreis Lötzen), b​is 1998 d​er Woiwodschaft Suwałki, seither d​er Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religionen

Bis 1945 w​ar Grünhof i​n die Evangelische Pfarrkirche Lötzen[4] i​n der Kirchenprovinz Ostpreußen d​er Evangelischen Kirche d​er Altpreußischen Union u​nd in d​ie Katholische Pfarrkirche St. Bruno Lötzen[3] i​m Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Gajewo z​ur Evangelischen Pfarrkirche Giżycko i​n der Diözese Masuren d​er Evangelisch-Augsburgischen Kirche i​n Polen bzw. z​ur katholischen Pfarrkirche St. Anna (Kościół św. Anny) i​n Giżycko i​m Bistum Ełk (Lyck) d​er Römisch-katholischen Kirche i​n Polen.

Verkehr

Durch Gajewo verläuft d​ie verkehrstechnisch bedeutende polnische Landesstraße DK 63 (frühere deutsche Reichsstraße 131), d​ie die polnisch-russische Grenze b​ei Perły (Perlswalde) m​it der polnisch-belarussischen Grenze b​ei Sławatycze verbindet u​nd durch z​wei Woiwodschaften führt. Die nächste Bahnstation i​st der Bahnhof d​er Stadt Giżycko a​n der Staatsbahn-Strecke 38 Głomno–Białystok.

Einzelnachweise

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku, 31. März 2011, abgerufen am 21. April 2019 (polnisch).
  2. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 250
  3. Grünhof (Ksp. Lötzen)
  4. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente. Göttingen 1968, S. 492.
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