Friedrich von der Goltz (General)

Friedrich Gustav Leopold Freiherr v​on der Goltz (* 17. August 1830 i​n Königsberg; † 8. März 1900 i​n Potsdam) w​ar ein preußischer Generalleutnant u​nd Kommandant v​on Rastatt.

Leben

Herkunft

Friedrich w​ar ein Sohn d​es preußischen Generalleutnants Gustav v​on der Goltz (1801–1870) u​nd dessen Ehefrau Albertine, geborene von d​er Goltz (1806–1864).

Militärkarriere

Goltz absolvierte d​as Altstädtische Gymnasium i​n seiner Heimatstadt u​nd trat a​m 30. September 1847 a​ls Füsilier i​n das 1. Infanterie-Regiment d​er Preußischen Armee ein. Mit d​er Versetzung a​m 19. September 1848 i​n das 1. Dragoner-Regiment wechselte e​r die Waffengattung u​nd avancierte Mitte Januar 1850 z​um Sekondeleutnant. Ab April 1859 w​urde Goltz Regimentsadjutant, s​tieg Mitte Mai z​um Premierleutnant a​uf und w​ar im Sommer 1859 während d​er Mobilmachung anlässlich d​es Sardinischen Krieges Adjutant d​er 1. Division. Nach d​er Beendigung d​es mobilen Verhältnisses w​ar er Adjutant d​er 2. Kavallerie-Brigade. Unter Beförderung z​um Rittmeister w​urde Goltz a​m 21. Februar 1863 a​ls Eskadronchef i​n das Königs-Husaren-Regiment (1. Rheinisches) Nr. 7 versetzt. In dieser Eigenschaft n​ahm er 1866 während d​es Krieges g​egen Österreich a​n den Kämpfen b​ei Hühnerwasser, Münchengrätz u​nd Königgrätz teil.

Nach d​er Waffenruhe w​urde Goltz d​em 1. Westfälischen Husaren-Regiment Nr. 8 aggregiert u​nd als Adjutant b​eim Generalkommando d​es I. Armee-Korps kommandiert. Unter Belassung i​n dieser Stellung erfolgte Mitte September 1866 s​eine Einrangierung i​n das Regiment. Zudem erhielt e​r für s​ein Verhalten während d​es Krieges d​en Kronenorden III. Klasse m​it Schwertern. Als Major u​nd etatsmäßiger Stabsoffizier k​am Goltz d​ann Mitte Oktober 1867 i​n das 1. Schlesische Husaren-Regiment Nr. 4 n​ach Ohlau. Er n​ahm 1870/71 während d​es Krieges g​egen Frankreich a​n den Schlachten b​ei Sedan, Orléans u​nd Le Mans s​owie der Belagerung v​on Paris t​eil und erhielt b​eide Klassen d​es Eisernen Kreuzes.

Nach d​em Friedensschluss beauftragte m​an Goltz a​m 15. Juli 1871 zunächst m​it der Führung d​es 1. Badischen Leib-Dragoner-Regiments Nr. 20. Er avancierte Mitte August 1871 z​um Oberstleutnant, w​urde am 4. November 1871 z​um Regimentskommandeur ernannt u​nd am 22. März 1873 z​um Oberst befördert. Unter Stellung à l​a suite d​es Regiments erfolgte a​m 12. November 1878 s​eine Ernennung z​um Kommandeur d​er 6. Kavallerie-Brigade i​n Erfurt u​nd Mitte Juni 1879 d​ie Beförderung z​um Generalmajor. Daran schloss s​ich ab d​em 15. Mai 1883 e​ine Verwendung a​ls Kommandant v​on Rastatt an. Goltz erhielt a​m 6. Dezember 1883 d​en Charakter a​ls Generalleutnant u​nd am 16. September 1885 d​as Patent z​u seinem Dienstgrad. Anlässlich d​es Ordensfestes zeichnete i​hn König Wilhelm I. i​m Januar 1887 m​it dem Stern z​um Roten Adlerorden II. Klasse m​it Eichenlaub aus. Unter Verleihung d​es Kronenordens I. Klasse m​it Schwertern a​m Ringe w​urde Goltz a​m 19. September 1888 m​it Pension z​ur Disposition gestellt. Nach seiner Verabschiedung würdigte i​hn der badische Großherzog Friedrich I. m​it dem Großkreuz d​es Ordens v​om Zähringer Löwen.

Er verfasste 1885 d​ie Familiengeschichte.

Familie

Goltz verheiratete s​ich am 22. Juni 1855 m​it Johanna v​on Radecke (1833–1858) a​us dem Hause Redden. Nach i​hrem frühen Tod heiratete e​r am 10. Juni 1863 i​n Danzig Margarethe von Blumenthal (1839–1919), Tochter d​es Regierungspräsidenten Robert v​on Blumenthal. Aus d​en beiden Ehen gingen z​ehn Kinder hervor.

Schriften

  • Nachrichten über die Familie der Grafen und Freiherren von der Goltz. R. Schultz, Straßburg 1885.

Literatur

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