Burg Bargau

Die Burg Bargau, früher Veste Bargen genannt, i​st eine abgegangene Höhenburg b​eim Ortsteil Bargau d​er Stadt Schwäbisch Gmünd i​m Ostalbkreis i​m östlichen Baden-Württemberg.

Burg Bargau
Alternativname(n) Veste Bargen
Staat Deutschland (DE)
Ort Schwäbisch Gmünd-Bargau
Entstehungszeit Erste Nennung zwischen 1340 und 1347
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Burgstall
Geographische Lage 48° 47′ N,  54′ O
Höhenlage 559 m ü. NN
Burg Bargau (Baden-Württemberg)

Geographische Lage

Der Burgstall l​iegt etwa e​inen Kilometer südöstlich d​er Bargauer Ortsmitte unmittelbar nördlich d​es Bauernhauses „Schlössle“ a​uf einem westlichen Vorsprung d​es Scheuelberges i​n einer Höhe v​on 559 m ü. NN.

Geschichte

Die Burg w​urde als „Veste Bargen“ zwischen 1340 u​nd 1347 erstmals genannt. Die Burg w​ar der Mittelpunkt u​nd der Sitz d​er rechbergischen Herrschaft Bargau, i​n reichsstädtischer Zeit Sitz e​ines gmündischen Amtsvogts für d​as Dorf Bargau u​nd die gmündischen Anteile v​on Unterböbingen, Mögglingen, Lautern s​owie eine Anzahl v​on Höfen. Die Burg wurde, nachdem s​ie 1800 s​chon in e​inem sehr schlechten Zustand war, 1817 vollends abgebrochen.[1]

Beschreibung

Der heutige Burgstall zeigt keine Reste mehr. Auf das Aussehen der Burg, deren Steine zum Bau von Brücken, Kellern und Backhäuser in Bargau verwendet wurden, lässt sich nur nach Ausgrabungsfunden von Grundmauern, Überlieferungen und Bildern schließen. So kann davon ausgegangen werden, dass die Burg, gewiss erreichbar über eine Zugbrücke, von einer Mauer umgeben war mit einem nordwestlichen Turm. Bei dem östlichen Burggraben befand sich vermutlich ein Zwinger mit einem Brunnen, daneben fand man die Grundmauern eines Turms. An der Stelle des ehemaligen kleinen Burghofs, „Höfle“ genannt, steht heute ein Signalstein. Die Stallungen der Burg lagen außerhalb der Burganlage wo das heutige Bauernhaus „Schlößle“ steht, in dessen Mauer sich früher ein Sandsteinbild „Mariä Verkündigung“ (1507) befand, das aus einer Burgkapelle im Nordosten der Burganlage stammen könnte.[2]

Literatur

  • Klaus Graf: Burg Wolfstal, Burg Bettringen und Burg Bargau. In: Einhorn-Jahrbuch. Schwäbisch Gmünd 1980, S. 204–215 (doi:10.6094/UNIFR/10242).
  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 1 – Nordost-Alb: Wandern und entdecken zwischen Aalen und Aichelberg. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1988, ISBN 3-924489-39-4, S. 31–36.
  • Eintrag zu Burg Bargau in der privaten Datenbank „Alle Burgen“.

Einzelnachweise

  1. Bargau bei leo-bw.de
  2. Burg Bargau in Josef Seehofer: Bargau in Vergangenheit und Gegenwart, Verlag der Rems-Druckerei, Schwäbisch Gmünd 1953, abgerufen bei werner-bargau.gmxhome.de
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.