Unsinnige Mühle

Unsinnige Mühle (auch Ölmühle genannt) i​st ein Gemeindeteil d​er Großen Kreisstadt Dinkelsbühl i​m Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).

Unsinnige Mühle
ÖlmühleVorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Große Kreisstadt Dinkelsbühl
Höhe: 444 m ü. NHN
Einwohner: 5 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91550
Vorwahl: 09851

Geografie

Die Einöde l​iegt am Lohwassergraben, d​er unmittelbar östlich d​en Ölweiher speist u​nd 200 Meter weiter westlich a​ls linker Zufluss i​n die Wörnitz mündet. Eine Anliegerweg führt z​ur Staatsstraße 2218, d​ie 50 Meter weiter östlich z​ur B 25 bzw. westlich n​ach Seidelsdorf führt.[2]

Geschichte

Die Fraisch über d​ie Unsinnige Mühle w​ar strittig zwischen d​em ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, d​em oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen u​nd der Reichsstadt Dinkelsbühl. Das Anwesen h​atte die Reichsstadt Dinkelsbühl a​ls Grundherrn.[3][4] An diesen Verhältnissen änderte s​ich bis z​um Ende d​es Alten Reiches nichts.[5][6] Von 1797 b​is 1808 unterstand d​er Ort d​em Justiz- u​nd Kammeramt Feuchtwangen.

Infolge d​es Gemeindeedikts w​urde Unsinnige Mühle d​em 1809 gebildeten Steuerdistrikt u​nd der i​m selben Jahr gebildeten Munizipalgemeinde Dinkelsbühl zugeordnet.[7]

Als d​er Ölmüller Lorenz Mack i​n Konkurs ging, machte d​ie Gerichtsbarkeit z​wei Anläufe, d​as Anwesen z​u versteigern (1814 u​nd 1828). Damals befanden s​ich ein einstöckiges Wohnhaus, e​ine Scheune u​nd die Mühle a​uf dem Grundstück.[8][9]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818001840001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 4676036425
Häuser[10] 11111111
Quelle [11][12][13][14][15][16][17][18][19][1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 326 (Digitalisat).
  2. Unsinnige Mühle im BayernAtlas. Sämtliche Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.
  3. T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 405 ff.
  4. Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Unsinnige Mühle (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).
  5. Johann Bernhard Fischer: Unsinnigemühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, S. 193 (Digitalisat).
  6. J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 613.
  7. T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 535.
  8. Rezat-Kreis: Intelligenzblatt des Rezat-Kreises: 1814. Brügel, 1. Januar 1814 (google.com [abgerufen am 19. April 2016]).
  9. Rezat-Kreis: Königlich Bayerisches Intelligenzblatt für den Rezat-Kreis: 1828 [1]. Brügel, 1. Januar 1828 (google.com [abgerufen am 19. April 2016]).
  10. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“.
  11. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 93 (Digitalisat). Dort als Unsinnigeöhlmühl aufgelistet.
  12. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 18 (Digitalisat).
  13. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1140, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1080 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1142 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1178 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1035 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 761 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 168 (Digitalisat).
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