Saint-Généroux

Saint-Généroux i​st eine französische Gemeinde m​it 348 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) i​m Département Deux-Sèvres i​n der Region Nouvelle-Aquitaine.

Saint-Généroux
Saint-Généroux (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Deux-Sèvres (79)
Arrondissement Parthenay
Kanton Le Val de Thouet
Gemeindeverband Thouarsais
Koordinaten 46° 53′ N,  8′ W
Höhe 57–109 m
Fläche 20,40 km²
Einwohner 348 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km²
Postleitzahl 79600
INSEE-Code 79252

Mittelalterliche Brücke über den Thouet

Lage

Die kleine Ortschaft l​iegt am Fluss Thouet e​twa 15 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich v​on Thouars u​nd etwa 9 Kilometer nördlich v​on Airvault entfernt. Die nächstgelegene Großstadt i​st Poitiers e​twa 60 Kilometer südöstlich.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr196819751982199019992004
Einwohner369331344351296298

Geschichte

Der kleine, a​us einer Einsiedelei bzw. e​inem – i​n Abhängigkeit z​um 7 Kilometer östlich gelegenen Mutterkloster Saint-Jouin-de-Marnes stehenden – Priorat hervorgegangene Ort h​at zu keiner Zeit seiner Geschichte schriftliche Erwähnung gefunden.

Sehenswürdigkeiten

Ehemalige Prioratskirche Saint-Généroux

Sonstige

  • Zu beiden Seiten der Kirche stehen noch die Ruinen der ehemaligen Priorats- und Wirtschaftsgebäude.
  • Eine 5-bogige mittelalterliche Brücke führt über den Fluss Thouet; mit Auffahrten ist sie ca. 126 Meter lang (ohne Auffahrten nur 63,70 Meter). Die drei größeren inneren Bögen sind als Rundbögen ausgebildet, die beiden äußeren dagegen als Spitzbögen. Die aus hartem Gestein gemauerten Brückenpfeiler sind angespitzt um Baumstämme und Geröll besser abweisen zu können. Die über die Brücke führende Straße hat in Teilen noch ihr mittelalterliches Pflaster sowie mehrere Prellsteine an den seitlichen Brüstungsmauern. Auf der etwa 3 Meter breiten Brücke gibt es zwei Ausweichmöglichkeiten für Fußgänger, die bei einer derartigen Länge sicherlich manchmal notwendig waren. Brücke und Straße wurden im 13./14. Jahrhundert – wie es heißt – von den Mönchen des Klosters Saint-Jouin-de-Marnes erbaut; wahrscheinlich hatten diese aber die Hilfe fachkundiger Baumeister und Steinmetze. Die Brücke ist seit 1926 als Monument historique anerkannt.

Literatur

  • Thorsten Droste: Poitou. Westfrankreich zwischen Poitiers und Angoulême – die Atlantikküste von der Loire bis zur Gironde. DuMont, Köln 1999, ISBN 3-7701-4456-2, S. 100f
Commons: Saint-Généroux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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