Paul Floren

Paul Floren, a​uch Paulus Florenius, Florinus o​der Florentius (* 1550 i​n Sankt Joachimsthal o​der Prag; † 1615 i​n Chur) w​ar ein böhmischer Jesuit, d​er später protestantischer Theologe w​urde und i​n Österreich, Böhmen u​nd der Schweiz wirkte.

Leben

Paul Floren w​urde in Sankt Joachimsthal (Jáchymov)[1] o​der in Prag[2] geboren. Bei Florenus (= Gulden) dürfte e​s sich u​m die latinisierte Wiedergabe d​es Familiennamens Gülden[3] o​der Gulden handeln, d​er - mit d​em Leitnamen „Paulus“ - i​m Erzgebirge für e​ine Goldschmiede- u​nd Münzmeisterfamilie belegt ist.[4] Angeblich h​atte er protestantische Eltern u​nd trat i​n seiner Jugend z​um Katholizismus über.[5] In e​iner zeitgenössischen polemischen Schrift w​ird Floren a​uch als ungetauftes jüdisches Findelkind bezeichnet, dessen Nachname a​uf Deutsch „Flöri“ (Fleury) gelautet habe.[6]

Professor im Jesuitenorden

Er studierte 1570 a​uf Empfehlung v​on Kardinal Giovanni Francesco Commendone (1524–1584) a​m Collegium Germanicum i​n Rom. Floren erhielt 1572/73 während d​es Studiums e​in Kanonikat a​m Breslauer Dom.[7] Im April 1575 n​ahm er a​n einer öffentlichen Disputation i​n der neuerbauten, n​och nicht geweihten Jesuitenkirche Il Gesù i​n Rom teil, vermutlich anlässlich seiner Promotion z​um „Doctor theologiae“. 1575 t​rat Floren a​ls Novize i​n den Jesuitenorden ein.

Paul Floren w​ar 1576 b​is 1578 Doktor u​nd Professor d​er Theologie a​m Jesuitenkolleg z​u Wien. Er wandte s​ich zunehmend d​em Protestantismus z​u und gewann dafür i​m Januar 1578 a​uch seinen Kollegen, d​en damaligen Professor für Philosophie a​m Wiener Jesuitenkolleg Christian Francken (* 1549; † n​ach 1595).[8] Ein Bericht über d​as entscheidende Gespräch m​it Francken w​urde 1579 u​nter dem Titel Breve Colloquium Jesuiticum veröffentlicht u​nd erlebte v​iele Nachdrucke u​nd Übersetzungen.

Im Februar 1578 w​urde Floren a​us dem Kolleg entfernt u​nd zum Visitator d​er Jesuiten Nikolaus Lanoy (1507–1581) n​ach Olmütz geschickt, d​er ihn a​ls Häretiker a​us dem Orden entließ. Die Entlassung w​urde rasch vollzogen, w​eil man negative Auswirkungen b​ei dem möglichen Übertritt e​ines Ordensangehörigen z​u den „Utraquisten“ (Protestanten) befürchtete. Anfang Mai 1578 verließ m​it Kaspar Kratzer (1545–nach 1585) e​in weiterer Jesuit d​en Wiener Konvent, u​m evangelisch z​u werden.

Pappenheimer Hof- und Schlossprediger

Floren verzichtete a​uf das Breslauer Domkanonikat u​nd trat z​um Protestantismus über. Er w​urde 1578/79 Prediger b​ei Reichserbmarschall Conrad v​on Pappenheim (1534–1603) i​n Prag. 1578 t​rug Floren s​ich dort i​n das Stammbuch v​on Wilhelm Friedrich Lutz (1551–1597) ein, d​en er wahrscheinlich i​m Vorjahr i​n Wien kennengelernt hatte. Christian Francken, d​er das Wiener Kolleg i​m Februar 1579 verlassen hatte, t​raf Floren i​m März 1579 i​n Prag.[9] Mit d​em ungarischen Humanisten Graf Balthasar Batthyány (* 1543; † 1590) s​tand Floren i​n Briefwechsel.[10]

In d​er Fastenzeit 1590 führten Floren u​nd der Jesuit Georg Scherer (1540–1605) i​n Wien i​m Haus d​es Kaiserlichen Kammerrates Freiherr Christoph III. von Haym (1552–1611) i​m Beisein Pappenheims u​nd vieler anderer Adeliger e​ine öffentliche kontroverstheologische Disputation durch, d​ie heftigen literarischen Widerhall fand, d​a beide Seiten d​en Sieg für s​ich beanspruchten. Eusebius Sarkander[11] nannte Floren i​n einer verlorenen Schrift „ein auserwähltes Gefäß u​nd heilbringendes Werkzeug Gottes u​nd der Kirche Christi“.[12] Paul Floren führte e​inen Briefwechsel m​it dem Zürcher Antistes Johann Rudolf Stumpf (1530–1592).

Floren begegnet u​m diese Zeit i​n Schaffhausen bzw. i​n der nahegelegenen Pappenheimischen Residenz Engen; mehrere Bücher a​us seinem Besitz befinden s​ich heute i​n der Stadtbibliothek Schaffhausen.[13] Wahrscheinlich stammen s​ie aus d​em Bücherbestand i​m Krenkinger Schloss i​n Engen, d​en die Stadt Schaffhausen 1637 v​on Maximilian v​on Pappenheim, e​inem Sohn Conrads v​on Pappenheim, kaufte.[13] 1591 ließ Kaiser Rudolf II. Conrad v​on Pappenheim i​n Engen d​urch württembergische Truppen verhaften u​nd nach Schloss Hohentübingen bringen.

Aufnahme bei den Haintzel von Degelstein in der Schweiz

1598 während d​er Gefangenschaft Conrads v​on Pappenheim i​m Schloss Hohentübingen t​raf Martin Crusius (1526–1607) i​n Tübingen m​it Floren zusammen. Dieser l​ebte damals i​m Schloss Haldenstein i​n Churrätien,[14][1] d​as 1594/95 vorübergehend v​on Hans Heinrich Haintzel v​on Degelstein/Degerstein (* u​m 1553; † n​ach 1606[15]),[16] Herr v​on Elgg, a​us Augsburg bzw. Ulm erworben worden war.[17] Bereits d​ie Vorbesitzer Gregor († 1577) u​nd Franz Carl v​on Hohenbalken hatten versucht, i​n Haldenstein d​ie Reformation einzuführen.[18] Die Herrschaft f​iel um 1604 a​n die Carl-von-Hohenbalkischen Erben zurück, w​eil Hans Heinrich Haintzel d​en Kaufpreis letztlich n​icht aufbringen konnte.[19]

Auch i​n Zürich h​ielt sich Paul Floren i​n dieser Zeit auf. Um 1600 t​rug er s​ich dort i​n das Studentenstammbuch v​on Johann Jakob Breitinger (1575–1645) ein.[20] Johann Wilhelm Stucki (1542–1607) schenkte Floren e​in Exemplar seines 1592 i​n Zürich erschienenen Werkes Carolus Magnus redivivus.[21] 1590 b​is 1599 besaßen d​ie Brüder Hans Heinrich u​nd Hans Ludwig (1560–1602) Haintzel v​on Degelstein (Tägernstein), Söhne d​es Augsburger Ratsbürgers u​nd Bürgermeisters Johann Baptist I. Haintzel (1524–1581), Schloss Elgg (Elgouw, Elckau) i​m Kanton Zürich;[22] d​ie Brüder Haintzel lebten zugleich a​uch in Chur u​nd Zürich.[23]

Pfarrer in Chur

Paul Floren w​urde reformierter Pfarrer a​n der Martinskirche i​n Chur.[24] 1604/05 w​urde er d​urch Johannes Pontisella d. J. (1552–1622) abgelöst u​nd an d​ie Regulakirche versetzt, w​eil man i​hm Nachlässigkeiten i​n seiner Amtsführung vorwarf. 1606 stritt e​r sich m​it Pontisella w​egen einer Predigt.[25] Floren w​urde der e​rste Mitarbeiter v​on Georg Saluz (1571–1645) n​ach dessen Berufung 1606 n​ach Chur a​ls Antistes.[26]

1607 g​ab Floren s​tatt der geforderten einfachen Zustimmung z​ur Graubündner Synodal- u​nd Predigerordnung Fides a​c placita v​on 1553 e​in eigenes Bekenntnis (confessio) ab, d​as jedoch beanstandet wurde. 1614 w​urde er, vermutlich n​ach Ablegen d​er geforderten Verpflichtungserklärung, erneut i​n die Graubündner reformierte Prediger-Matrikel aufgenommen, w​as die Voraussetzung e​iner Anstellung war. Nach Florens Tod 1615 w​urde Jodocus Gantner 1616 dessen Nachfolger a​n der Regulakirche.

Paul Floren s​tand seit 1596 a​uf dem Index Librorum Prohibitorum i​n der 1. Klasse häretischer Schriftsteller.

Quellen

  • Paulus Florenus: De Deo et divinis … Joanni Francisco Commendono Veneto S. R. E.[27] presbitero Card. amplissimo T. T.[28] S. Mariae Angelorum in Thermis … Paulus Florenus Bohemus S. P. D.[29] … 1. Sacra theologia quam vulgo scholasticam vocant … Disputabuntur publice Romae in templo collegii Romani societatis Jesu anno iubilaeo M.D.LXXV. die 17 mensis Aprilis. Hora 18 (Universitätsbibliothek München, 4o Cod. ms. 126, Blätter 29–40)
  • P. Laurentius Maggio[30] Praep. Prov. Austr. S. I.: Litterae de funesta Pauli Florenii apostasia (Viennae 15 febr. 1578). In: Ladislaus Lukács (Hrsg.): Monumenta paedagogica Societatis Iesu, Bd. IV 1573-1580, Nr. 174. Institutum Historicum Societatis Iesu, Rom 1981, S. 723–736
  • Christian Francken: Epistola …, in qua deplorat suum a Societate Iesu Et Ecclesia Catholica discessum. Leonhard Nassinger, Wien 1582[31] (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
    • (deutsche Übersetzung) Christian Francken: Brief Christian Franken's, worin derselbe seinen Austritt aus der Gesellschaft Jesu und der katholischen Kirche, wie auch seine unbesonnenen Angriffe auf den Glauben und die Religion beweint [vom 18. Oktober 1581 aus Breslau]. In: Andreas Räß: Die Convertiten seit der Reformation nach ihrem Leben und aus ihren Schriften dargestellt, Bd. III Von 1590–1601. K. M. Hoffmann, Colmar / Herder, Freiburg i. Br. 1866, S. 295–307, bes. S. 297 und 300–307 (Google-Books)
  • Briefwechsel von Paul Floren mit Johann Rudolph Stumpf (Zentralbibliothek Zürich, A 69, misc. XVI–XVII)
  • Brief von Paul Floren an Balthasar Batthyány aus Wien vom 12. Juli 1589 (Ungarisches Nationalarchiv Budapest, P 1314 Privatkorrespondenz der Familie Batthyány, Brief Nr. 14100)[10]
  • Georg Scherer: Bericht Vom wunderlichen Sieg, den Doctor Paulus Florenius, wider Georgen Scherer Jesuiten, die nechst abgelauffne Fasten zu Wienn in Osterreich, mit disputieren erhalten. Widmanstetter, Graz 1590 (Google-Books)
    • Georg Scherer, Gregor Lochner: Bericht Vom wunderbarlichen Sieg, welchen Doctor Paulus Florenius wider Georgium Scherer Jesuiten das verschienen 90. Jar zu Wien in Oesterreich mit disputie= erhalten. 2. Aufl. Berg, München 1591 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Jakob Rudolf Truog: Die Bündner Prädikanten 1555–1901 nach den Matrikelbüchern der Synode. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Graubünden 31 (1901), S. 1–58, bes. S. 14f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)

Werke

  • Paulus Florenius, Christian Francken: Breve Colloqvivm Iesuiticvm. Toti Orbi Christiano, & vrbi potissimum Caesarae Viennensi, ad recte cognoscendam, hactenus non satis perspectam, Iesuitarum religionem, vtilissimum Breve Colloquium Jesuiticum. Habitatvm a Sacrae Theologiae Doctorae, & Professore, Pavlo Florenio, cum Christiano Francken, Philosophiae Professore in Caesareo Iesuitarum Gymnasio Viennae, Anno 1578. xx. Ianuarij. Steinmann, Leipzig 1579
    • 2. Aufl. Peter Perna, Basel 1580
    • 3. Aufl. Johann Ramba, Leipzig 1580 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
    • und weitere Auflagen, z. T. mit abweichendem Titel, auch unter dem Pseudonym Paulus Albutius für Christian Francken
    • (wiederabgedruckt in:) Johann Fischart, Martin Chemnitz (Hrsg.): Doctrinae Jesuitarum praecipua Capita a quibusdam Theologis retexta. 2. Aufl. Theophil Regius, La Rochelle 1584, S. 785–807 (Google-Books)
    • (wiederabgedruckt in:) Petrus de Wangen: Physiognomonia Jesuitica. s. n., Lyon 1610, S. 1–33 (Google-Books)
    • (deutsche Übersetzung) Christian Francken: Ein Gesprech Von Jesuitern Allen frommen Christen, die Jesuiter und ihre Religion recht zu erkennen, Vast nützlich zulesen … Mit einem Sendbrieff Pauli Albutij an die Jesuiter. s. n. [Peter Perna], Basel 1581 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
      • (wiederabgedruckt in:) Paulus Florenius, Christian Francken: Ein kurtzes Jesuitisch Gespräch, welches allen … Christen, denen bißhero die Jesuwitsche Religion und Glauben nicht gnugsam … bekannt worden, sehr nutzlich ist zu lesen, gehalten von Paulo Florenio … mit Christian Francken … zu Wien in Osterreich im jar 1578. den 20. tag Jenners. In: Johann Konrad Ulmer (Hrsg.): New Jesuwitspiegel. Darinnen durch … ein lustig Gespräche, ihre Lehre, Glauben, und Leben, auss ihren eignen Schrifften, klärlich für augen gestellet, und … aussführlich widerleget wird … Auff hoch Teutsch für gestellet durch J. C. U. Waldkirch, Basel 1586
    • (englische Übersetzung) Christian Francke: A conference or dialogue discovering the sect of Jesuites, most profitable for all Christendome rightly to knowe their religion. In: William Charke:[32] An answere to a seditious pamphlet lately cast abroade by a Iesuite with a discouerie of that blasphemous sect. Christopher Barker, London 1580, Teil II[33]
    • (englische Übersetzung) Paulus Florenius, Christian Francken, John Camilton (Johann Cambilhon): The doctrines and practises of the Societie of Iesuites, hrsg. von William Freake[34]. Bernard Alsop and Thomas Fawcet for George Gibbs, London 1630

Literatur

  • Siegmund Jacob Apinus: Christianvs Franck. In: ders.: Vitae Professorum philosophiae … Academiae Altorfinae, Tauber, Nürnberg / Altdorf 1728, S. 34–61 (Google-Books)
  • Carl August Bächtold: Einleitung zu Johann Jakob Rüeger: Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen, Schaffhausen 1884, S. 37
  • Andreas Steinhuber: Geschichte des Kollegium Germanikum Hungarikum in Rom, Bd. I. 2. Aufl. Herder, Freiburg i. Br. 1906, S. 75f (Digitalisat bei OpenLibrary)
  • Jakob Rudolf Truog: Die Pfarrer der evangelischen Gemeinden in Graubünden und seinen ehemaligen Untertanenlanden, Teil I. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Graubünden 64 (1934), S. 1–96, bes. S. 39
  • Hans Berger: Die Einführung der Reformation im Kreis der Fünf Dörfer und die daraus folgenden Kämpfe. Ein Beitrag zur Bündner Kirchengeschichte. (Dissertation Zürich). Bischofberger, Chur 1950, S. 19 Anm. 131 und S. 39 (PDF; 1,07 MB)
  • Lech Szczucki: Philosophie und Autorität. Der Fall Christian Francken. In: Paul Wrzecionko (Hrsg.): Reformation und Frühaufklärung in Polen. Studien über den Sozinianismus und seinen Einfluss auf das westeuropäische Denken im 17. Jahrhundert. (Kirche im Osten 14). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977, S. 157–243, bes. S. 162–165 (Google-Books)
  • Clarisse Roche: Usages et mises en scène de l'amitié entre Paulus Florenius et Christian Francken dans les polémiques religieuses à Vienne (1578–1590). In: Bertrand Haan, Christian Kühner (Hrsg.): Freundschaft. Eine politisch-soziale Beziehung in Deutschland und Frankreich, 12.–19. Jahrhundert. (discussions 8) (2013) (Digitalisat von perspectivia.net)

Einzelnachweise

  1. Vgl. Wilhelm Göz, Ernst Conrad (Hrsg.): Diarium Martini Crusii, Bd. II 1598–1599. H. Laupp, Tübingen 1931, S. 130.
  2. Vgl. Andreas Steinhuber: Geschichte des Kollegium Germanikum Hungarikum in Rom, Bd. I. 2. Aufl. Herder, Freiburg i. Br. 1906, S. 75f, u. a.
  3. Vgl. Adam Daniel Richter: Zuverläßige Nachricht von den Annabergischen Münz- und Schmittemeistern, Stöck- und Stempelschneidern. August Valentin Friese, St. Annaberg 1759, S. 10 (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle).
  4. Vgl. Herbert Pönicke: Gulden, Paul. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 302 (Digitalisat).
  5. Es handelt sich um einen Standardvorwurf gegen Konvertiten.
  6. Vgl. Jakob Gretser, Conrad Vetter: Widerholung, Der Augspurgischen Predicanten, wegen der Cambilhonischen Relation. Andreas Angermayer, Ingolstadt 1612, bes. S. 139–142 (Google-Books).
  7. Vgl. Gerhard Zimmermann: Das Breslauer Domkapitel im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation (1500-1600). Verfassungsgeschichtliche Entwicklung und persönliche Zusammensetzung. (Historisch-diplomatische Forschungen 2). Böhlau, Weimar 1938, S. 31f, 87, 122, 167, 183, 251, 253 (7. Mai 1573: „Cardinalis Commendonus contulit canonicatum Christophori Falkenhain cuidam Paulo Floreno Bohemo“) und S. 388.
  8. Aus Gardelegen, später wieder zum Katholizismus zurückgekehrt.
  9. Vgl. Christian Francken: Epistola Christiani Francken, in qva deplorat svvm a societate Iesv et ecclesia catholica discessvm. Heinrich von Aich, Würzburg 1583, unpaginiert (Google-Books) (1. Aufl. Leonhard Nassinger, Wien 1582).
  10. Vgl. Dóra Bobory: Boldizsár Batthyány (c.1542–1590). Erudition, natural sciences, patronage and friendship in the life of a sixteenth-century Hungarian nobleman. (diss. phil. Budapest). Budapest 2007, S. 72–73.
  11. 1584-1587 protestantischer Pfarrer in Weißkirchlitz (Novosedlice).
  12. Vgl. Georg Scherer: Bericht Vom wunderlichen Sieg, den Doctor Paulus Florenius, wider Georgen Scherer Jesuiten, die nechst abgelauffne Fasten zu Wienn in Osterreich, mit disputieren erhalten. Widmanstetter, Graz 1590, S. 38: „electure vas, et salutare Dei et Ecclesiae Christi organon“ (Google-Books).
  13. Vgl. Hanspeter Marti, René Specht, André Weibel: Die historischen Buchbestände der Stadtbibliothek Schaffhausen, S. 2, 52 und 54 (überarbeitete und ergänzte Fassung des Artikels Stadtbibliothek Schaffhausen. In: Urs B. Leu, Hanspeter Marti und Jean-Luc Rouiller (Bearb.): Handbuch der historischen Buchbestände in der Schweiz, Bd. II. Olms, Hildesheim 2011, S. 273–302; Digitalisat der Bibliotheken Schaffhausen).
  14. Mecum erat Paulus Florenius, Theol. D. sed non concionans. Erat cum generoso D. Conrado Bappenhaimio. Bohemus est, ex Valle Ioachimica. Viuit Haldenstaini in Rhaetia inferiore, semihora à ciuitate Curia, bidui itinere a Tiguro. Habitat in Palatio Haldensteinensi …“ (= „Bei mir war Paul Floren, ein Dr. theol., aber nicht im Predigerdienst. Er stand in Verbindung mit dem wohlgeborenen Conrad von Pappenheim. Er ist ein Böhme aus Joachimsthal, lebt in Haldenstein in Unterrhätien, einen halbe Stunde von der Stadt Chur, zwei Tagesreisen von Zürich entfernt. Er wohnt im Haldensteiner Schloss“).
  15. Vgl. Gustav Adolph Wehrli: Die Wundärzte und Bader Zürichs als zünftige Organisation. Geschichte der Gesellschaft zum Schwarzen Garten. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 30/8). Zürich 1931, S. 102.
  16. Zu ihm vgl. Paul von Stetten: Geschichte der adelichen Geschlechter in der freyen Reichs-Stadt Augsburg. Johann Jakob Haid, Augsburg 1762, S. 227 und 229 (Google-Books); Heinrich Christoph Wilhelm Sigwart: Die Lebensgeschichte Giordano Bruno's. Heinrich Laupp, Tübingen 1880, S. 23f (Google-Books, eingeschränkte Vorschau).
  17. Vgl. Staatsarchiv Graubünden (Bestand A II LA 1 Landesakten 1585–1599, Akte 1595 Juli 10. b).
  18. Vgl. Georg Lütscher, Silvio Margadant: Geschichte der Freiherrschaft und Gemeinde Haldenstein. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 1995, S. 51.
  19. Vgl. Jakob Bott: Die ehemalige Herrschaft Haldenstein. Ein Beitrag zur Geschichte der rhätischen Bünde. L. Hitz, Chur 1864, S. 15f (Google-Books), z. T. abweichende Lebensdaten der älteren Forschung.
  20. Vgl. Jean-Pierre Bodmer: Das Studentenstammbuch von Johann Jakob Breitinger (1575-1645). In Zwingliana 18/3 (1990), S. 213–233, bes. S. 225 und 232 (Digitalisat auf www.zwingliana.ch).
  21. Exemplar der Stadtbibliothek Schaffhausen (Sign. VO 34).
  22. Vgl. Staatsarchiv des Kantons Zürich (C Urkunden, I Stadt und Landschaft Zürich, Nr. 2251); Thea Vignau-Wilberg: Christoph Murer und die „XL. Emblemata Miscella Nova“. Benteli, Bern 1982, S. 113.
  23. Vgl. Johann J. Mezger: Johann Jakob Rüger. Chronist von Schaffhausen. Hurter, Schaffhausen 1859, S. 50f (Google-Books); vgl. auch S. 51f zu Johann Wilhelm Stucki.
  24. Eine Verwandtschaft mit der rätoromanischen Bündner Aristokraten-Familie de Florin vom Hof Flurin bei Rueras in Tujetsch (Tavetsch) (vgl.Ursus Brunold: Florin. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 10. März 2017, abgerufen am 7. Juli 2019.) und dem gleichnamigen Graubündner Landrichter Paul de Florin ist nicht ersichtlich.
  25. Vgl. Kantonsbibliothek Graubünden (D V/03 Dauerdepositum v. Tscharner-St. Margrethen, Chur, 3.219.017).
  26. Vgl. Hans Berger: Der Churer Pfarrer Georg Saluz (1571–1645), seine Kollegen und seine Zeit. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Graubünden 91 (1961), S. 1–102, bes. S. 17 und 19.
  27. „Sanctae Romanae Ecclesiae“ = „der Heiligen Römischen Kirche“.
  28. „titulo templi“ = „mit dem Titel der Kathedrale“.
  29. „salutem plurimam dicit“ - „wünscht alles Gute“.
  30. Lorenzo Maggio (1531–1605), Ordensprovinzial der Jesuiten.
  31. Möglicherweise ist dieser Brief eine Fälschung; Francken amtierte 1584 in Chmielnik und 1590 in Cluj-Napoca als Rektor unitarischer Schulen. Er soll in seinen letzten Lebensjahren wieder Katholik geworden sein.
  32. William Charke († 1617), englischer Puritaner, diskutierte im Tower of London vor dessen Hinrichtung 1581 mit Edmund Campion SJ.
  33. Exemplare in der British Library und der Bodleian Library; vgl. David Clément: Bibliothèque curieuse, historique et critique, Bd. VIII. J. F. Gleditsch, Leipzig 1759, S. 457: „William Charier“, nach anderen auch „William Clarke“ bzw. „Christian Freineker“.
  34. Pfarrer von St Bartholomew-the-Less, London, † nach 1642.
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