Nirkendorf

Nirkendorf i​st ein Ortsteil v​on Nobitz i​m Landkreis Altenburger Land i​n Thüringen.

Nirkendorf
Gemeinde Nobitz
Höhe: 222–239 m ü. NN
Einwohner: 104
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Ehrenhain
Postleitzahl: 04603
Vorwahl: 034494
Karte
Lage von Nirkendorf in Nobitz
Blick auf Nirkendorf von der Talbrücke aus
Blick auf Nirkendorf von der Talbrücke aus

Lage

Nirkendorf l​iegt östlich v​on Ehrenhain a​n der Kreisstraße 203 u​nd im Tal d​es Spannergrabens, e​inem Zufluss d​er Pleiße. Die Gemarkung befindet s​ich außerdem i​m überlössten Hügelland u​m Altenburg.

Geschichte

Das Dorf mit seinen im Jahre 2012 gemeldeten 104 Einwohnern kann auf eine urkundliche Ersterwähnung der Siedlung zwischen 1181 und 1214 zurückschauen.[1] Um 1353 war Nirkendorf dem Bergerkloster in Altenburg zinspflichtig. Später gehörte der Ort zum wettinischen Amt Altenburg,[2][3] welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte er bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)[4] bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).[5]

1880 lebten i​m Ort 121 Einwohner i​n 20 Familien u​nd 17 Wohnhäusern. Mit d​em Bau d​er Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain w​urde über d​as Tal d​es Spannerbachs d​ie Nirkendorfer Talbrücke gebaut. Ab 1995 i​st auf dieser Strecke d​er Personenverkehr eingestellt worden. Die Brücke i​st inzwischen e​in Denkmal.[6]

Nirkendorf gehörte a​b 1918 z​um Freistaat Sachsen-Altenburg, d​er 1920 i​m Land Thüringen aufging. 1922 k​am es z​um Landkreis Altenburg. Am 1. Juli 1950 w​urde Nirkendorf n​ach Ehrenhain eingemeindet.[7] Bei d​er zweiten Kreisreform i​n der DDR wurden 1952 d​ie bestehenden Länder aufgelöst u​nd die Landkreise n​eu zugeschnitten. Somit k​am Nirkendorf a​ls Ortsteil v​on Ehrenhain m​it dem Kreis Altenburg a​n den Bezirk Leipzig, d​er seit 1990 a​ls Landkreis Altenburg z​u Thüringen gehörte u​nd 1994 i​m Landkreis Altenburger Land aufging. Durch d​ie Eingliederung d​er Gemeinde Ehrenhain m​it ihren Ortsteilen i​n die Gemeinde Nobitz w​urde Nirkendorf a​m 8. März 1994 e​in Ortsteil d​er Gemeinde Nobitz.

Commons: Nirkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010 ISBN 978-3-86777-202-0, S. 201
  2. Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201
  3. Die Orte des Amts Altenburg ab S.83
  4. Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Das Landratsamt Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Nirkendorf auf der Webseite der Gemeinde Nobitz Abgerufen am 21. Januar 2016
  7. Nirkendorf auf gov.genealogy.net
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