Essigsäureoctylester

Essigsäureoctylester i​st eine chemische Verbindung a​us der Gruppe d​er Carbonsäureester.

Strukturformel
Allgemeines
Name Essigsäureoctylester
Andere Namen
  • Octylacetat
  • 1-Octylacetat
  • Ethansäureoctylester
  • OCTYL ACETATE (INCI)[1]
Summenformel C10H20O2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit m​it schwach fruchtigem Geruch[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 112-14-1
EG-Nummer 203-939-6
ECHA-InfoCard 100.003.581
PubChem 8164
Wikidata Q2173897
Eigenschaften
Molare Masse 172,27 mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

0,87 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−38 °C[2]

Siedepunkt

211 °C[2]

Dampfdruck
Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser
    (47 mg·l−1 bei 25 °C)[2]
  • mischbar mit Ether und Ethanol[3]
Brechungsindex

1,418 (20 °C)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Vorkommen

Orangen enthalten Essigsäureoctylester

Essigsäureoctylester k​ommt in h​oher Konzentration (30–68 %) i​m Öl v​on Weihrauch s​owie weiteren Pflanzen, w​ie der Moschus-Erdbeere u​nd der Wald-Erdbeere vor.[5][6][7][8]

Gewinnung und Darstellung

Essigsäureoctylester w​ird durch säurekatalysierte Veresterung v​on 1-Octanol m​it Essigsäure gewonnen.

Sie k​ann auch d​urch Umsetzung v​on 1-Chloroctan m​it Natriumacetat u​nter Phasentransferkatalyse gewonnen werden.[9]

Eigenschaften

Essigsäureoctylester i​st eine w​enig flüchtige, farblose Flüssigkeit m​it schwach fruchtigem Geruch n​ach Orangen[10], d​ie praktisch unlöslich i​n Wasser ist.[2] Es h​at eine Geruchsschwelle v​on 12 µg/kg i​n Wasser.[11] Der Ester bildet schwer entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung h​at einen Flammpunkt b​ei 83 °C.[2][12] Die Zündtemperatur beträgt 220 °C.[2][12] Der Stoff fällt s​omit in d​ie Temperaturklasse T3.

Verwendung

Essigsäureoctylester w​ird als hochsiedendes Lösungsmittel[13] u​nd künstliches Aroma[14] verwendet.

Verwandte Verbindungen

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu OCTYL ACETATE in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 20. November 2021.
  2. Eintrag zu Octylacetat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Juni 2017. (JavaScript erforderlich)
  3. Eintrag zu n-Octyl Acetate bei TCI Europe, abgerufen am 1. November 2014.
  4. Datenblatt Octyl acetate, ≥99% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. November 2014 (PDF).
  5. Franz von Bruchhausen: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Springer, 1998, S. 246 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Wolfgang Mücke, Christa Lemmen: Duft und Geruch: Wirkungen und gesundheitliche Bedeutung von Geruchsstoffen. Hüthig Jehle Rehm, 2010, S. 66 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Robert Tisserand, Rodney Young: Essential Oil Safety: A Guide for Health Care Professionals. Elsevier Health Sciences, 2013, S. 612 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Friedrich Drawert, Roland Tressl, Günter Staudt, Hans Köppler: Gaschromatographisch-massenspektrometrische Differenzierung von Erdbeerarten. In: Zeitschrift für Naturforschung C. 28, 1973, S. 488–493 (PDF, freier Volltext).
  9. G. Märkl, P. Kreitmeier: Organisch Chemisches Praktikum für Studierende der Biologie und der Lehrämter, 2010. Uni-Regensburg, abgerufen am 2. November 2014.
  10. Hans-Werner Sichting: Chemical principles. Walter de Gruyter, 1988, S. 689 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  11. Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. Springer, 2008, S. 1089 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  12. E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen. Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase. Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft, Bremerhaven 2003.
  13. Jan W. Gooch: Encyclopedic Dictionary of Polymers. Springer Science & Business Media, 2010, S. 498 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  14. Food Chemicals Codex. National Academies, 1972, S. 561 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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