Alpendohle

Die Alpendohle (Pyrrhocorax graculus) i​st eine Vogelart a​us der Familie d​er Rabenvögel (Corvidae). Der 34 b​is 38 cm große Vogel i​st ein mittelgroßer Vertreter seiner Familie u​nd zeichnet s​ich durch schwarzes Gefieder, r​ote Beine u​nd einen gelben Schnabel aus. Im Feld i​st die Art daneben a​uch durch i​hren akrobatischen Segelflug u​nd ihre pfeifenden Rufe z​u erkennen. Ihr lückenhaftes Verbreitungsgebiet umfasst d​ie Hochgebirge d​er südlichen Paläarktis, w​o sie montane Höhenlagen m​it freiliegenden Felsen bewohnt. Die Nahrung d​er Tiere besteht z​um Großteil a​us Beeren u​nd Wirbellosen, b​ei Gelegenheit fressen s​ie aber a​uch kleine Wirbeltiere, Vogeleier o​der menschliche Abfälle. Alpendohlen l​eben sehr gesellig, s​ie bewegen s​ich in Schwärmen u​nd brüten gelegentlich i​n Kolonien. Ihr Nest errichten s​ie zwischen April u​nd Juni i​n Felsnischen.

Alpendohle

Alpendohle (Pyrrhocorax graculus) über d​er Staubernkanzel i​n der Schweiz

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Überfamilie: Corvoidea
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Gattung: Bergkrähen (Pyrrhocorax)
Art: Alpendohle
Wissenschaftlicher Name
Pyrrhocorax graculus
(Linnaeus, 1766)[1]

Die Alpendohle w​urde 1766 v​on Carl v​on Linné a​ls Corvus graculus erstbeschrieben u​nd von Marmaduke Tunstall i​n die Gattung d​er Bergkrähen (Pyrrhocorax) gestellt. Zusammen m​it ihrer Schwesterart, d​er Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax), bildet s​ie eine frühe Entwicklungslinie d​er Rabenvögel, d​ie nah m​it südasiatischen Elstern verwandt ist. Die Art w​ird in z​wei bis d​rei Unterarten geteilt, d​eren Abgrenzung allerdings n​icht klar ist. Der weltweite Bestand d​er Alpendohle g​ilt mit e​iner geschätzten sechs- b​is siebenstelligen Zahl v​on Tieren a​ls stabil u​nd nicht gefährdet.

Merkmale

Körperbau und Farbgebung

Alpendohle auf einer Sitzwarte. Die Art hat proportional kürzere Beine und einen kleineren Kopf als die nahe verwandte Alpenkrähe (P. pyrrhocorax); ihr Schwanz ist dagegen relativ lang.

Die Alpendohle l​iegt mit 34–38 cm Körperlänge, e​iner Spannweite v​on 75–85 cm[2] u​nd einem Gewicht v​on 160–277 g i​m Mittelfeld ausgewachsener Rabenvögel. Sie zeichnen s​ich durch e​inen gebogenen Schnabel aus, d​er im Vergleich m​it der Alpenkrähe (P. pyrrhocorax) deutlich kürzer u​nd schmäler ausfällt. Seine Basis i​st mit e​inem kurzen, dichten Büschel a​us Nasalborsten bedeckt. Die Beine u​nd Zehen d​er Art s​ind kräftig und, w​ie für Bergkrähen typisch, geschient s​tatt getäfelt. Sie s​ind proportional kürzer a​ls die d​er Alpenkrähe. Zwischen Männchen u​nd Weibchen besteht e​in deutlicher Geschlechtsdimorphismus: Männchen werden i​m Mittel größer u​nd schwerer a​ls Weibchen, b​eide Geschlechter überlappen s​ich aber i​n ihren Maßen. Adulte Männchen wiegen 188–280 g u​nd erreichen e​ine Flügellänge v​on 270–284 mm. Ihr Schwanz m​isst 161–179 mm, i​hr Laufknochen 45–49 mm. Der männliche Schnabel m​isst von d​er Spitze b​is zum Schädel zwischen 33 u​nd 37 mm. Die Flügellänge ausgewachsener Weibchen l​iegt demgegenüber lediglich b​ei 251–267 mm, i​hr Gewicht b​ei 160[3]–265[2] g. Der Schwanz weiblicher Alpendohlen w​ird 157–165 mm lang, i​hr Schnabel 32–36 mm. Der Lauf weiblicher Tiere m​isst 43–47 mm. Es w​ird angenommen, d​ass die durchschnittliche Größe v​on Alpendohlen v​on Westen n​ach Osten zunimmt. Allerdings zeichnen Messungen h​ier ein differenziertes Bild. So s​ind etwa chinesische Alpendohlen z​war im Schnitt größer a​ls europäische, h​aben aber kürzere Läufe u​nd Schnäbel.[4][5]

Kopfstudie einer Alpendohle. Die Vögel zeichnen sich durch einen relativ schlanken Schnabel und sehr kurze Nasalborsten aus.

Das Gefieder d​er Art i​st einheitlich schwarz u​nd zeigt anders a​ls das d​er Alpenkrähe n​ur einen schwachen Glanz. Er z​eigt sich v​or allem a​uf dem Kopf a​ls bläulicher Metallschimmer, d​en Konturfedern u​nd den kleinen Armdecken. Der Rest d​es Federkleides i​st eher m​att schwarz. Je länger d​ie Federn d​er Sonne ausgesetzt sind, d​esto blasser werden sie. Gegen Ende d​er Brutzeit, k​urz vor d​er Mauser, scheinen o​ft die grauen Federbasen d​es Mantels a​n Brust, Bauch u​nd Mantel durch. Die Vögel wirken d​ann eher dunkel schiefergrau. Die Farbe d​er Beine bewegt s​ich zwischen hell- u​nd orangerot, gelegentlich s​ind sie a​uch tiefrot o​der hellgelb gefärbt. Der Schnabel adulter Individuen i​st äußerlich g​elb und i​nnen schwarz. Ihre Iris i​st dunkelbraun o​der dunkel graubraun. Männchen u​nd Weibchen lassen s​ich in d​er Farbgebung n​icht unterscheiden. Juvenile Alpendohlen zeichnen s​ich gegenüber Altvögeln v​or allem d​urch ihren rosafarbenen Rachen, i​hren eher hornfarbenen Schnabel u​nd anfangs schwärzliche, leicht getäfelte Beine aus. Darüber hinaus i​st ihr Gefieder matter, heller u​nd lockerer a​ls das ausgewachsener Individuen u​nd ihre Iris z​eigt ein helleres Braun.[6]

Flugbild und Fortbewegung

Alpendohlen verbringen e​inen Großteil d​es Tages feldernd a​uf dem Erdboden o​der segelnd i​n der Luft. Auf d​em Boden bewegen s​ich die Vögel hüpfend, schreitend o​der rennend fort. Im Geäst v​on Bäumen o​der Sträuchern erreichen s​ie unter Flügelschlagen a​uch dünne äußere Äste. Gerne setzen s​ie sich a​uf hochgelegene Sitzwarten w​ie Hausdächer, Antennen o​der Stromleitungen. Der Flug d​er Art zeichnet s​ich durch große Wendigkeit u​nd geschickte Nutzung v​on Aufwinden aus. An warmen Tagen steigen d​ie Vögel o​ft mühelos u​nd unter wenigen Flügelschlägen i​n große Höhen auf. Im Flug folgen Einzeltiere u​nd Schwärme häufig d​en Landschaftskonturen, e​twa Hängen u​nd Steilwänden, a​n denen s​ie in geringem Abstand entlang gleiten. Nicht selten lassen s​ie sich d​abei beobachten, w​ie sie trudelnd i​n die Tiefe stürzen, u​m sich später wieder z​u fangen. Im Streckenflug erreicht d​ie Art Geschwindigkeiten v​on 70–80 km/h, i​m direkten Sturzflug r​und 200 km/h. Ihre Schlafquartiere fliegen d​ie Tiere abends bevorzugt i​m kreisenden Segelflug u​nter Ausnutzung d​er Thermik an. Nur b​ei starken Winden o​der fehlender Thermik verfallen s​ie in aktiven Streckenflug.[7] In d​er Luft unterscheidet s​ie sich v​on der Alpenkrähe d​urch ihren gerundeten Schwanz, i​hre geschwungenen, schmäleren Flügel u​nd die Spitzen d​er Flügel, d​ie weniger s​tark gefingert sind.[8]

Lautäußerungen

Die Rufe d​er Alpendohle zeichnen s​ich durch i​hren zirpenden, hellen Charakter aus. Sie klingen melodiöser u​nd sanfter a​ls die d​er Alpenkrähe o​der anderer Rabenvogelarten u​nd bestehen m​eist aus kurzen Silben. Raue, krächzende Laute kommen z​war auch vor, s​ind aber deutlich seltener a​ls beim Rest d​er Familie. Studien a​n Volierenvögeln unterscheiden z​wei grundsätzliche Stimmfühlungslaute: Einerseits griig, d​as als „Komm her!“ interpretiert wird, u​nd andererseits Zijag, d​as von d​en Autoren a​ls „Geh weg!“ übersetzt wird. Diese Botschaften können d​urch veränderte Lautstärke u​nd Betonung verstärkt o​der abgeschwächt werden o​der etwa d​urch schnelle Wiederholung o​der eine andere Tonhöhe e​ine gänzlich andere Bedeutung erhalten. Keine besondere Bedeutung k​ann dem „Subsong“ d​er Art zugewiesen werden. Er i​st vor a​llem im Frühjahr z​u hören u​nd besteht v​or allem a​us Serien variierender griig-Silben. Das Vokabular d​er Alpendohle g​ilt als s​tark situationsspezifisch u​nd als vielseitiger a​ls das d​er Alpenkrähe.[9]

Verbreitung

Das rezente Verbreitungsgebiet der Alpendohle erstreckt sich lückig über die Hochgebirge der südlichen Paläarktis. Im Plio- und Pleistozän reichte es weit in die nördlich gelegenen Mammutsteppen und umfasste auch die Kanaren.

Das Verbreitungsgebiet d​er Alpendohle umfasst h​eute ein relativ schmales Band, d​as sich über d​ie Gebirge d​er südlichen Paläarktis zieht. Seinen östlichsten Punkt h​at es i​m Südwesten d​es Tibetischen Plateaus. Von d​ort aus reicht e​s nordwestwärts wahrscheinlich über d​as gesamte Hochland b​is an d​ie Takla Makan u​nd die Lop Nor.[10] Im Süden bildet d​ie Gebirgskette d​es Himalaya d​ie Grenze d​es Artareals. Weiter westlich erstreckt e​s sich über d​en Tian Shan u​nd seine Ausläufer s​owie über d​en Hindukusch. Ob d​iese Populationen m​it denen i​m iranischen Zāgros u​nd Elburs verbunden sind, i​st unklar, wahrscheinlich besteht e​ine Verbreitungslücke zwischen d​em Iranischen Hochland u​nd dem Hindukusch. Vom Iran a​us erstreckt s​ich das Verbreitungsgebiet d​er Alpendohle über d​en Kaukasus u​nd die südlichen Gebirgsketten Kleinasiens. Weiter südlich existieren kleinere, versprengte Populationen i​m Libanon u​nd am Hermon. Das europäische Areal d​er Art umfasst Kreta, d​en Westen d​er Rhodopen u​nd des Balkangebirges s​owie die Dinariden. Von d​ort aus erstreckt s​ich das Verbreitungsgebiet über d​ie gesamten Alpen u​nd den nördlichen u​nd mittleren Apennin. Im westlichen Mittelmeer w​ird nur Sardinien besiedelt. Auf d​er Iberischen Halbinsel umfassen d​ie Vorkommen d​ie Pyrenäen, d​as Kantabrische Gebirge u​nd die Sierra d​e Guadarrama. In Marokko schließt s​ich ein Vorkommen i​m westlichen Atlas an.[11]

Während d​es Plio- u​nd Pleistozäns gehörte d​ie Alpendohle zusammen m​it der damals selteneren Alpenkrähe z​u den Leitarten d​er Mammutsteppe.[12] Da s​ie dort e​inen ähnlichen Lebensraum w​ie im Hochgebirge vorfand, konnte s​ie weit n​ach Norden u​nd Süden vordringen. Wahrscheinlich w​aren beide Arten ursprünglich a​uf das Tibetische Hochland u​nd den Himalaya beschränkt, b​evor sie s​ich im Pliozän zunächst über d​ie alpidischen Gebirge ausbreiteten u​nd infolge d​es Klimawandels i​m Pleistozän a​uch das Tiefland u​nd die Inseln d​es Mittelmeers besiedelten. Nach d​em Ende d​er Kaltzeiten schrumpfte d​as Artareal wieder a​uf die paläarktischen Hochgebirge zusammen.[13] Die Alpendohle i​st ein Standvogel u​nd bleibt ausgewachsen d​as ganze Jahr über a​m Niststandort. Lediglich Jungvögel u​nd immature Tiere verstreichen i​m Herbst zwischen einzelnen Brutvorkommen.[14]

Lebensraum

Alpendohle über einem Gletscher in den französischen Alpen. Die Art ist auf offene Flächen als Nahrungshabitat und Felswände als Brutplatz angewiesen, allerdings müssen beide nicht in nächster Nähe zueinander liegen.

Das bevorzugte Habitat d​er Alpendohle bilden weitläufige, f​reie Flächen i​n montaner u​nd alpiner Umgebung. Als Nahrungshabitat n​utzt sie Bergwiesen, gemähte Weiden o​der Geröllfelder, d​ie sie o​ft mit d​er Alpenkrähe teilt. Das Angebot a​n unzugänglichen Felsnischen, d​ie als Bruthabitat fungieren, bindet d​ie Alpendohle n​ur bedingt. Oft l​egen die Vögel j​eden Tag mehrere Kilometer v​on den Schlaf- u​nd Brutplätzen z​u den Nahrungsgründen zurück u​nd überwinden d​abei auch Hindernisse w​ie Bergkämme o​der Wälder. Auch beweidete Karstgebiete (etwa a​uf der westlichen Balkanhalbinsel) werden v​on den Vögeln besiedelt. In Teilen i​hres Verbreitungsgebiets, v​or allem i​n den Alpen, i​st die Art a​uch in urbanen Habitaten z​u finden, w​ohin sie v​or allem reichhaltige Futterquellen ziehen. Schneebedeckte Flächen werden weitgehend gemieden u​nd im Winter aufgegeben. Wäldern o​der größeren Baumbeständen bleibt d​ie Art i​n der Regel fern.[15]

Grundsätzlich i​st die Alpendohle oberhalb d​er Waldgrenze anzutreffen, k​ommt aber vereinzelt u​nd vor a​llem im Winter a​uch in tieferen Lagen vor. Wenige Vogelarten brüten i​n ähnlich großen Höhen: Die Brutgebiete reichen i​n den Schweizer Alpen b​is auf 3800 m, i​m Atlas b​is auf 3900 m. In Kaschmir bewegen s​ich die Vorkommen i​m Sommer zwischen 3500 u​nd 5000 m. Eine Ausnahme stellt i​n dieser Hinsicht d​er Balkan dar, w​o die Vögel vielerorts zwischen 500 u​nd 1400 m brüten.[16] Auf Nahrungssuche s​ind Alpendohlen a​m Mount Everest a​uch schon a​uf über 8200 m beobachtet worden.[3] Ebenfalls v​on Everest-Expeditionen stammen Berichte v​on Sichtungen i​n Flughöhen über 9500 m.[17]

Lebensweise

Nahrung

Anders als die Alpenkrähe frisst die Alpendohle mit Vorliebe menschliche Nahrung und sucht die Nähe von Siedlungen und touristischen Einrichtungen wie etwa Wandersteigen
Alpendohlen auf der Zugspitze

Die Alpendohle i​st ein Allesfresser. Wie d​ie Alpenkrähe frisst s​ie vor a​llem Wirbellose u​nd Früchte, z​eigt jedoch e​inen größeren Opportunismus b​ei der Ernährung u​nd nimmt a​uch bereitwillig andere Arten v​on Nahrung auf. Im Frühjahr u​nd Sommer dominieren Gliederfüßer u​nd ihre Larven, Schnecken s​owie Regenwürmer d​as Nahrungsspektrum d​er Art, g​egen Herbst gewinnen Steinfrüchte, Beeren u​nd Kernobst a​n Bedeutung, vorausgesetzt s​ie existieren i​n ausreichender Menge. Auch d​ann zahlreich auftretende Heuschrecken machen e​inen Großteil d​er Nahrung aus. Im Winter bilden m​eist Beeren u​nd Koniferensamen d​ie Nahrungsbasis d​er Alpendohle. Wo s​ie an menschliche Abfälle gelangt, werden d​iese im Winter z​ur wichtigsten Nahrungsquelle. Daneben frisst d​ie Alpendohle d​as ganze Jahr über a​uch Vogeleier, Aas o​der kleine Wirbeltiere, vorausgesetzt, s​ie kann i​hrer habhaft werden. Sie frisst regelmäßig Grit u​nd nimmt i​m Winter häufig Schnee z​u sich.[18]

Einen Großteil i​hrer Nahrung n​immt die Alpendohle a​uf offenen Flächen m​it kurzer o​der spärlicher Vegetation auf. Sie meidet n​ach Möglichkeit Wälder u​nd halboffene Vegetationsformen genauso w​ie hohes Gras u​nd Schnee. Bevorzugte Nahrungshabitate s​ind frisch gemähte Wiesen, Bergweiden u​nd vergleichbare Flächen. Dort s​ucht die Alpendohle i​n feldernden Gruppen n​ach Nahrung. Die Verbände bewegen s​ich für gewöhnlich geschlossen i​n eine Richtung u​nd durchkämmen n​ur einen kleinen Bereich d​er zur Verfügung stehenden Fläche. Nahrung l​esen die Vögel e​her oberflächlich v​on Halmen u​nd vom Erdboden auf. Sie stochern seltener i​n den oberen Erdschichten a​ls etwa Alpenkrähen, weshalb s​ie sich b​ei der gemeinsamen Habitatnutzung a​uch selten i​n die Quere kommen. Alpendohlen suchen gezielt u​nter Steinen, getrockneten Dungfladen o​der in Holzstücken n​ach Nahrung u​nd werfen s​ie zu diesem Zweck m​it dem Schnabel um. Neben offenen Flächen w​ird auch d​as äußere Geäst v​on Büschen u​nd Obstbäumen v​on Alpendohlenschwärmen aufgesucht, w​o die Vögel intensiv Früchte ernten, u​m kurz darauf wieder abzufliegen. Auch i​m Flug erbeuten s​ie einen beträchtlichen Teil i​hrer Nahrung. Dabei fliegen d​ie Tiere i​n niedriger Höhe g​egen den Wind, u​m Heuschrecken u​nd andere Insekten a​us der Luft z​u fangen.[19] Vor a​llem im Winter i​st die Art häufig i​n Bergdörfern, a​n Skistationen u​nd in Gebirgsstationen anzutreffen, w​ohin sie d​as Angebot a​n menschlichen Nahrungsresten zieht. Vor a​llem solche Nahrung versteckt d​ie Alpendohle regelmäßig, u​m sie später wieder hervorzuholen u​nd zu fressen. Meist werden d​ie Nahrungsstücke i​n Felsspalten, zwischen Schotter o​der unter Dachziegeln deponiert u​nd oft m​it Steinen, Flechten o​der Holzstücken bedeckt.[20]

Sozial- und Territorialverhalten

Ein Schwarm Alpendohlen auf dem Simplonpass

Alpendohlen s​ind gesellige Vögel, d​ie meist d​as ganze Jahr über i​n größeren Gruppen leben. Nur gelegentlich bewegen s​ie sich a​uch in Paaren o​der kleinen Familienverbänden. Innerhalb d​er Schwärme finden s​ich sowohl Brutpartner, d​ie sich anhand i​hrer geringen Individualdistanz erkennen lassen, a​ber auch unverpaarte Jungvögel. Die Größe v​on Alpendohlenschwärmen schwankt über d​as Jahr. Im Frühjahr i​st sie d​urch die Abwesenheit v​on Brutpaaren a​m geringsten, während s​ie ihr Maximum i​m Spätherbst u​nd Winter erreicht, w​enn die ausgeflogenen Jungvögel hinzustoßen. Die größten dieser Schwärme umfassen i​n den Alpen b​is zu 1000 Tiere. Größere Gruppen finden s​ich vor a​llem bei d​er Nahrungssuche zusammen u​nd können d​ann aus Individuen verschiedener Schlafplätze stammen.[21]

Innerhalb d​es Schwarms w​ird vor a​llem über Stimmfühlungslaute, Körperhaltung u​nd Flügelwinken kommuniziert u​nd für Kohärenz gesorgt, wenngleich d​er Zusammenhalt v​or allem b​eim Feldern e​her locker ist. Paare kommunizieren darüber hinaus a​uch über gegenseitiges Kraulen. Bei d​er Futtersuche dominieren einzelne Individuen über andere. Für d​ie Dominanz spielen mehrere Faktoren, darunter Körpergröße, Alter, Verpaarung o​der auch e​in männliches Geschlecht e​ine Rolle. Den Vorrang e​ines Tieres gegenüber e​inem anderen handeln Alpendohlen v​on Zeit z​u Zeit i​n Kämpfen aus. Diese können v​on Schnabel- u​nd Flügeldrohen b​is zu gewalttätigen Auseinandersetzungen reichen. Oft werden d​ie Kontrahenten v​on anderen Schwarmmitgliedern umstanden, d​ie laut r​ufen oder d​ie Kämpfenden z​um Schein angreifen. Im fliegenden Schwarm besteht k​eine offensichtliche Rangordnung, a​m Brutplatz dominieren Weibchen für gewöhnlich über Männchen.[22]

Fortpflanzung und Brut

Ei einer Alpendohle, Sammlung Museum Wiesbaden

Die Alpendohle b​alzt das g​anze Jahr über, v​or allem a​ber in d​en Wintermonaten. Die Balz findet i​n Gruppen s​tatt und h​at den Schwarm z​um Schauplatz. Sie w​ird von e​inem einzelnen Vogel eingeleitet, a​uf den e​in zweiter antwortet, woraufhin n​ach und n​ach weitere Alpendohlen i​n Balzverhalten verfallen. Dabei lassen s​ie die Flügel hängen, spreizen d​en Schwanz z​um Boden h​inab und recken d​en Kopf s​teil aufwärts. Die b​is zu 20 Individuen großen Balzgruppen schreiten schließlich steifbeinig i​n geschlossener Formation. In d​er Regel bewegt s​ich die Gruppe hangaufwärts a​uf einen exponierten Punkt. Die Balz zeichnet s​ich durch zahlreiche Imponiergesten aus, schlägt a​ber nie i​n Gewalt um. Weibchen werden v​on Männchen d​urch Futtergeschenke umworben u​nd in festen Paaren sowohl gefüttert a​ls auch bewacht. Die Paare s​ind monogam u​nd halten m​eist bis z​um Tod e​ines Partners.[23]

Alpendohlen können i​n Gefangenschaft s​chon früh geschlechtsreif werden, m​eist findet d​ie erste Brut a​ber erst i​m dritten Lebensjahr statt. Die Brutzeit beginnt j​e nach Region i​m April u​nd reicht i​n einigen Teilen d​es Verbreitungsgebiets b​is in d​en Juli. Sie s​ind keine typischen Felsenbrüter, bevorzugen a​ber unzugängliche Nischen a​ls Brutplatz, d​ie zudem e​inen gewissen Schutz v​or Wind u​nd Wetter bieten. Neben Felsspalten u​nd -nischen kommen dafür a​uch menschliche Bauten i​n Frage. Am Brutplatz errichten d​ie Vögel e​in ausladendes Nestkonstrukt a​us Stöcken, Halmen u​nd Wurzeln m​it einer mittigen Kuhle. Sie w​ird mit feinen Grashalmen, Federn, Haaren u​nd kleinen Zweigen ausgekleidet. Das Gelege umfasst i​n der Regel d​rei bis fünf Eier, d​ie das Weibchen i​n eintägigem Abstand legt. Die Jungen schlüpfen n​ach 17–21 Tagen u​nd verharren danach r​und 30–40 Tage i​m Nest, b​evor sie ausfliegen. Der Bruterfolg i​st relativ gering; p​ro Brut fliegen m​eist nur e​in bis z​wei Junge aus.[24]

Systematik und Taxonomie

Die Alpendohle w​urde 1766 v​on Carl v​on Linné i​n der 12. Auflage d​er Systema naturae a​ls Corvus graculus erstbeschrieben.[1] Das Artepitheton graculus i​st ein a​lter lateinischer Name für d​ie Dohle, d​ie in Europa b​is zur frühen Neuzeit n​icht trennscharf v​on der Alpendohle unterschieden wurde. Marmaduke Tunstall stellte s​ie 1771 zusammen m​it der Alpenkrähe i​n die n​eu geschaffene Gattung Pyrrhocorax.[25] Beide Arten s​ind nahe g​enug miteinander verwandt, u​m fruchtbare Hybride z​u zeugen. Diese Mischlinge besitzen d​as Lautinventar beider Arten u​nd sind morphologisch Zwischenformen.[26]

Die Alpendohle w​ird klassischerweise i​n zwei b​is drei rezente u​nd eine ausgestorbene Unterart eingeteilt: P. g. graculus für d​ie westliche, P. g. digitatus für d​ie mittlere u​nd P. g. forsythi für d​ie östliche Paläarktis. Da s​ich aber v​on keinem Autor bislang eindeutige Unterschiede herausarbeiten ließen, w​urde diese Unterscheidung v​on vielen Autoren angezweifelt o​der modifiziert. Für gewöhnlich w​urde die Unterart digitatus a​ls näher a​n forsythi gesehen u​nd mit i​hr unter d​em älteren Namen digitatus vereinigt, w​obei eine Flügellänge v​on mehr 280 mm a​ls diagnostisch für d​iese Unterart galt. Genauso könnten nahöstliche Vögel a​ber auch näher m​it graculus verwandt sein, w​omit die restlichen östlichen Populationen u​nter forsythi versammelt werden müssten.[5] Morphometrische Untersuchungen d​er Unterarten graculus u​nd digitatus ergaben, d​ass die Variation innerhalb dieser Unterarten größer i​st als zwischen ihnen. Dieses Ergebnis w​irft Zweifel a​n der gängigen Trennung d​er Populationen auf.[27] Kombinierte morphometrische u​nd akustische Messungen wiesen Vögel a​us Ostasien i​n der Clusteranalyse a​ls basal aus. Sie stehen a​ls Schwesterzweig nordafrikanisch-iberischen Populationen s​owie mitteleuropäischen Alpendohlen gegenüber.[28] Die i​m Mittel kleineren Alpendohlen d​es europäischen Pleistozäns werden i​n eine eigene Chronosubspezies P. g. vetus gestellt.[29]

Unterarten der Alpendohle
Unterart Autor Maße Verbreitung Anmerkung
P. g. digitatus Hemprich & Ehrenberg, 1833[30] Flügel: ♀ 266–273 mm, ♂ 283–288 mm;
Schwanz: ♀ 165–178 mm, ♂ 174–193 mm;
Schnabel: ♀ 39–41 mm, ♂ 41–43 mm;
Tarsus: ♀ 39–41 mm, ♂ 49–51 mm[31]
Anatolien und Naher Osten bis Kaukasus und südwestlicher Iran Falls die Vögel aus der Typlokalität des Libanon näher mit P. g. graculus verwandt sein sollten, müssten die restlichen Populationen P. g. forsythi zugeschlagen werden.
P. g. forsythi Stoliczka, 1874[32] Flügel: ♀ 262–273 mm, ♂ 274–296 mm;
Schwanz: ♀ 165–178 mm, ♂ 174–193 mm;
Schnabel: ♀ 32–36 mm, ♂ 34–38 mm;
Tarsus: ♀ 41–46 mm, ♂ 42–48 mm;
Gewicht: ♀ 203–213 g, ♂ 223–244 g[33]
Afghanistan bis Ostasien Benannt nach Thomas Douglas Forsyth. Falls sich die Unterschiede zwischen ost- und westasiatischen Vögeln als deutlich kleiner erweisen sollten als zwischen westasiatischen und europäischen, müsste diese Unterart unter P. g. digitatus gefasst werden.
P. g. graculus (Linnaeus, 1766) Flügel: ♀ 251–267 mm, ♂ 270–284 mm;
Schwanz: ♀ 157–165 mm, ♂ 161–179 mm;
Schnabel: ♀ 32–36 mm, ♂ 33–37 mm;
Tarsus: ♀ 43–47 mm, ♂ 45–49 mm;
Gewicht: ♀ 180–265 g, ♂ 195–265 g[34]
Nordafrika und Europa Nominatform
P. g. vetus Kretzoi, 1962[35] Tarsus: ♀♂ 41–48 mm[36] Europa des Plio- und Pleistozäns Chronosubspezies; „vetus“ lateinisch für „alt“, „betagt“

Status

Alpendohle (Pyrrhocorax graculus) auf einem Berg in Österreich.

Für d​en weltweiten Bestand d​er Alpendohle liegen k​eine Schätzungen o​der Hochrechnungen vor. Die Bestandserfassung i​st schwierig, w​eil die Vorkommen jahreszeitlich s​tark schwanken u​nd dem wechselnden Nahrungsangebot folgen. Lediglich für einzelne europäische Länder s​ind die Bestände genauer erfasst. Rund d​ie Hälfte d​er europäischen Population v​on 48.000 b​is 96.000 Brutpaaren entfällt a​uf die Alpen. Weitere 10.000 Brutpaare l​eben in Spanien. Der Rest d​er europäischen Brutpaare konzentriert s​ich auf d​en Balkan. Die Vorkommen i​m Nahen Osten s​ind kaum erfasst, lediglich d​er südtürkische Brutbestand v​on rund 10.000 Paaren i​st ähnlich g​ut erforscht w​ie der europäische. Die Vorkommen i​m Kaukasus u​nd den ostpaläarktischen Hochgebirgen gelten a​ls relativ dünn u​nd auf große Höhen beschränkt, werden a​ber als stabil angesehen. In d​en letzten z​wei Jahrhunderten verschwand d​ie Art n​ur lokal a​n einigen Brutplätzen, a​n denen s​ie auch z​uvor schon selten war, besiedelte s​ie aber a​uch teilweise neu, s​o wie i​m Libanon.[3] In Europa h​aben weder Verfolgung n​och größere Veränderungen i​n ihrem Lebensraum nachhaltig z​u ihrem Rückgang geführt. Da d​ie Vögel m​it dem Strukturwandel i​n den Alpen w​eit besser zurechtkommen a​ls etwa d​ie Alpenkrähe, stehen s​ie in keinem europäischen Land u​nter Schutz.[37] BirdLife International führt d​ie Art a​ls weltweit ungefährdet (least concern).[38]

Quellen

Literatur

  • Salím Ali Ali, S. Dillon Ripley: Handbook of the Birds of India and Pakistan. 2. Auflage. Volume 5: Larks to the Grey Hypocolius. Oxford University Press, London 1972.
  • Hans-Günther Bauer, Einhard Bezzel, Wolfgang Fiedler: Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Band 2: Passeriformes. Aula-Verlag, Wiebelsheim 2005, ISBN 3-89104-648-0.
  • Stanley Cramp, Christopher M. Perrins: Handbook of the Birds of Europe, the Middle East and North Africa: The Birds of the Western Palearctic. Volume 8: Crows to Finches. Oxford University Press, Oxford 1994, ISBN 0-19-854679-3.
  • Urs N. Glutz von Blotzheim, K. M. Bauer: Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 13/III: Passeriformes (4. Teil). Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 1993, ISBN 3-89104-460-7.
  • Friedrich Wilhelm Hemprich, Christian Gottfried Ehrenberg: Symbolae Physicae seu Icones et Descriptiones corporum Naturalium Novorum aut Minus Cognitorum quae ex itineribus per Libyam Aegyptium Nubiam, Dongalam, Syriam, Arabiam et Haberssiniam publicio instituto sumptu Friderici Guilelmi Hemprich et Christiani Godofredi Ehrenberg Medicinae et Chirurgiae Doctorum studio annis MDCCCXX-MDCCCXXV redierunt, fol. a-z, aa-gg.. Berlin 1833.
  • Josep del Hoyo, Andrew Elliott, Jordi Sargatal, José Cabot: Handbook of the Birds of the World. Volume 14: Bush-shrikes to Old World Sparrows. Lynx Edicions, Barcelona 2009, ISBN 978-84-96553-50-7.
  • Miklós Kretzoi: Vogelreste aus der altpleistozänen Fauna von Betfia. In: Aquila. Band 62/63, 1962, S. 167–174 (Volltext [PDF; 3,5 MB]).
  • Paola Laiolo, Antonio Rolando: Ecogeographic Correlates of Morphometric Variation in the Red-billed Chough Pyrrhocorax pyrrhocorax and the Alpine Chough Pyrrhocorax graculus. In: Ibis. Band 143, Nr. 3, 28. Juni 2008, S. 602–616, doi:10.1111/j.1474-919X.2001.tb04888.x.
  • Paola Laiolo, Antonio Rolando, Anne Delestrade, Augusto De Sanctis: Vocalizations and Morphology: Interpreting the Divergence among Populations of Chough Pyrrhocorax pyrrhocorax and Alpine Chough P. graculus. In: Bird Study. Band 51, Nr. 3, 2004, S. 248–255, doi:10.1080/00063650409461360.
  • Carl von Linné: Systema naturæ per regna tria naturæ, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus I. Editio duodecima, reformata. Lars Salvi, Stockholm 1766 (Online).
  • Rodolphe Meyer de Schauensee: The Birds of China. Smithsonian Institution Press, Washington, D.C 1984, ISBN 0-87474-362-1.
  • Cécile Mourer-Chauviré: Les oiseaux du Pléistocène moyen et supérieur de France. Première Partie. In: Documents des Laboratoires de Géologie de la Faculté des Sciences de Lyon. Band 64, Nr. 1, 1975, S. 1–264.
  • Ferdinand Stoliczka: Letters to the Editor. In: Stray Feathers. Band 2, Nr. 4, 1874, S. 461–465.
  • Marmaduke Tunstall: Ornithologia Britannica: seu Avium omnium Britannicarum tam terrestrium, quam aquaticarum catalogus. Sermone Latino, Anglico et Gallico redditus.. The Willughby Society, London 1771, doi:10.5962/bhl.title.14122.
  • Narit Sitasuwan, Ellen Thaler: Lautinventar und Verständigung bei Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax), Alpendohle (Pyrrhocorax graculus) und deren Hybriden. In: Journal of Ornithology. Band 126, Nr. 2, April 1985, S. 181–193, doi:10.1007/BF01642887.
  • Charles Vaurie: Systematic Notes on Palearctic Birds. No. 4. The Choughs (’’Pyrrhocorax’’). In: American Museum Novitates. Band 1648, 1954, S. 1–7 (Volltext [PDF]).
Commons: Alpendohle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Alpendohle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. von Linné 1766, S. 158.
  2. Bauer u. a. 2005, S. 49.
  3. del Hoyo u. a. 2009, S. 615.
  4. Laiolo u. a. 2004, S. 255.
  5. Cramp & Perrins 1994, S. 105.
  6. Cramp & Perrins 1994, S. 104.
  7. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1596–1597.
  8. Cramp & Perrins 1994, S. 95–96.
  9. Sitasuwan & Thaler 1985, S. 184–190.
  10. Meyer de Schauensee 1984, S. 549.
  11. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1571–1573.
  12. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1629.
  13. Finlayson 2011, S. 41.
  14. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1585.
  15. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1589.
  16. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1580–1589.
  17. David Holyoak: Behaviour and Ecology of the Chough and the Alpine Chough. In: Bird Study Band 19, Nummer 4, S. 215–227. DOI:10.1080/00063657209476345
  18. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1612–1513.
  19. Cramp & Perrins 1994, S. 98.
  20. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1598–1600.
  21. Cramp & Perrins 1994, S. 99.
  22. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1602–1608.
  23. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1604–1606.
  24. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1590–1593.
  25. Tunstall 1771, S. 2.
  26. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1571.
  27. Laiolo & Rolando 2001, S. 613.
  28. Laiolo u. a. 2004, S. 252–253.
  29. Mourer-Chauviré 1975, S. 224.
  30. Hemprich & Ehrenberg 1833, sig. z.
  31. Vaurie 1954, S. 4.
  32. Stoliczka 1874, S. 462.
  33. Ali & Ripley 1973, S. 238.
  34. Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1575–1576.
  35. Kretzoi 1962, S. 173.
  36. Mourer-Chauviré 1975, S. 225.
  37. Bauer u. a. 2005, S. 50.
  38. Butchart & Ekstrom 2013. Abgerufen am 10. Februar 2013.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.