Alfred von Bake

Alfred Georg Bake, s​eit 1907 von Bake (* 8. März 1854 i​n Belgershain; † 12. April 1934 i​n Freiburg i​m Breisgau) w​ar ein preußischer Beamter.

Alfred von Bake (1854–1934)

Leben und Wirken

Bake w​ar der Sohn d​es Gutsbesitzers Theodor Bake (1815–1890), Gutsherr a​uf Teuchern (Burgenlandkreis) u​nd anderen, u​nd der Agnes Malwine Heyne.

Bake machte 1874 s​ein Abitur a​n der Thomasschule z​u Leipzig. Anschließend leistete e​r seinen Militärdienst a​ls Einjährig-Freiwilliger i​m Schleswig-Holsteinischen Ulanen-Regiment Nr. 15 ab. Danach diente e​r als Reserveoffizier. Am 14. April 1878 w​urde er Sekonde-Leutnant d​es Magdeburger Kürassier-Regiment Nr. 7 u​nd später Premier-Leutnant d​er Landwehr-Kavallerie.

In d​en folgenden Jahren studierte e​r Jura i​n Heidelberg, Straßburg, Leipzig u​nd an d​er Universität Halle-Wittenberg. Abgeschlossen h​at er d​ies mit d​er Prüfung z​um Gerichtsreferendar a​m Appellationsgericht i​n Naumburg (Saale).

Als Regierungsreferendar arbeitete e​r ab 1880 zunächst b​ei der Regierung Wiesbaden, später i​n Merseburg. Im Jahr 1883 bestand e​r die Prüfung z​um Regierungsassessor m​it der Note „ausreichend“. Im selben Jahr heiratete e​r am 1. August 1883 i​n Rüdesheim[1] d​ie Fabrikantentochter Maria Ewald [2] (* 25. Januar 1862 i​n Odenkirchen; † 16. August 1943)[1], s​ie hatten z​wei Kinder:

  • Toska von Bake (* 6. September 1884 in Kassel; † 16. März 1970 in Konstanz; ⚭ 8. Oktober 1904 in Trier mit Erwin Theodor von Kaulla (1877–1956))[3]. Eltern des Schauspielers, Buch- und Drehbuchautors Guido von Kaulla (1909–1991);[4]
  • Werner von Bake (* 9. Dezember 1887 in Sankt Goarshausen; † gefallen als Angehöriger der deutschen Frontflieger 1916)[1][5][6].

Als Assessor w​ar er b​ei der Regierung i​n Kassel beschäftigt. Im Jahr 1886 w​urde er zunächst kommissarisch u​nd kurze Zeit später definitiv m​it der Verwaltung d​es Landratsamtes i​n St. Goarshausen betraut. Im Jahr 1891 wechselte e​r in derselben Funktion i​n den Kreis Saarbrücken.

Im Jahr 1899 g​ing Bake wieder z​ur Regierung Wiesbaden. Dort w​ar er Oberregierungsrat u​nd stellvertretender Regierungspräsident. Ab 1903 w​ar er Regierungspräsident i​n Trier. Am 6. August 1907 m​it Diplom[7] v​om 29. September 1907 w​urde er i​n Rominten i​n den preußischen erblichen Adelsstand erhoben.[8] Vom 6. Januar 1908 b​is zu seiner Pensionierung a​m 30. September 1919 amtierte e​r als Regierungspräsident i​n Arnsberg.

Bake w​ar Mitglied d​es Westfälischen Altertumsvereins, d​es Westfälischen Provinzialvereins für Wissenschaft u​nd Kunst, d​es Historischen Vereins für Dortmund u​nd die Grafschaft Mark s​owie des Provinzialkomitees für Naturdenkmalpflege d​er Provinz Westfalen.

Sein Bruder w​ar der Gutsbesitzer u​nd preußische Landesökonomierat Theodor v​on Bake (1849–1921), welcher bereits a​m 27. Januar 1906 i​n den erblichen preußischen Adelsstand erhoben wurde.[7] Sein Neffe w​ar der Gutsherr i​n Pessin u​nd auf Bakerode Alfred Egon Gustav v​on Bake (* 1888).[7]

Auszeichnungen

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Teil B 1941, Seite 20, Verlag Justus Perthes, Gotha 1941.
  • Thomas Klein: Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945 (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte. Bd. 70), Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt/Marburg 1988, ISBN 3884431595, S. 89, 320.
  • Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 339–340.

Einzelnachweise

  1. Eine große Familie - Ihr Stammbaum im Internet, gelesen am 18. September 2018.
  2. Bake Alfred Georg von in der Datenbank Saarland Biografien.
  3. Verein für Computergenealogie e. V., gelesen am 19. September 2018.
  4. Verein für Computergenealogie e. V., gelesen am 14. November 2018.
  5. auf www.frontflieger.de, gelesen am 14. November 2018.
  6. Institut Deutsche Adelsforschung, gelesen am 14. November 2018.
  7. Pessin-Online - Chronik - Das Ende der Ära derer von Knoblauch, gelesen am 18. September 2018.
  8. A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. Görlitz 1939, S. 159.
VorgängerAmtNachfolger
Friedrich Ernst von SchwerinRegierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg
19081919
Max König
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