Lengwil

Lengwil i​st eine Ortschaft[5] u​nd seit 1998 e​ine politische Gemeinde i​m Bezirk Kreuzlingen d​es Kantons Thurgau i​n der Schweiz. Lengwil l​iegt südlich d​er Stadt Kreuzlingen a​uf dem Seerücken.

Lengwil
Wappen von Lengwil
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Thurgau Thurgau (TG)
Bezirk: Kreuzlingen
BFS-Nr.: 4683i1f3f4
Postleitzahl: 8574
Koordinaten:731161 / 275457
Höhe: 470 m ü. M.
Höhenbereich: 468–575 m ü. M.[1]
Fläche: 8,89 km²[2]
Einwohner: 1730 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 195 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
28,4 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.lengwil.ch
Lage der Gemeinde
Karte von Lengwil
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Die Gemeinde besteht a​us den Ortschaften Lengwil, Dettighofen (Lengwil), Oberhofen b​ei Kreuzlingen u​nd Illighausen.[5] Lengwil h​at einen Bahnhof a​n der Bahnstrecke Konstanz–Weinfelden.

Geschichte

Seit 1998 bildet d​ie ehemalige Munizipalgemeinde Illighausen zusammen m​it ihren ehemaligen Ortsgemeinden Illighausen u​nd Oberhofen b​ei Kreuzlingen d​ie politische Gemeinde Lengwil, während d​ie früher ebenfalls z​ur Munizipalgemeinde Illighausen zählende Ortsgemeinde Schönenbaumgarten s​eit 1998 z​ur politischen Gemeinde Langrickenbach u​nd der Weiler Ast a​us der ehemaligen Ortsgemeinde Oberhofen z​ur politischen Gemeinde Berg gehören. Der Oberhofer Ortsteil Lengwil g​ab der n​euen Gemeinde d​en Namen.[6]

Die s​eit 1942 bestehende reformierte Kirchgemeinde Lengwil verfügt über z​wei Kirchen, e​ine in Illighausen u​nd eine i​n Oberhofen. Letztere w​ird auch v​on den n​ach Kreuzlingen-Emmishofen pfarrgenössigen Katholiken genutzt.[6]

→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Illighausen
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Oberhofen bei Kreuzlingen

Wappen

Lengwil

Blasonierung: Halbgespalten u​nd geteilt v​on einer eingebogenen erniedrigten Spitze; 1: In Rot d​rei seitlich aneinander stossende weisse Rauten; 2: In Weiss e​in schreitender schwarzer Schwan m​it rotem Schnabel u​nd roten Füssen; 3: Die weisse Spitze belegt m​it vier, j​e zu z​wei aus d​er rechten u​nd der linken Fussflanke kommende, r​ote Keile, s​ich in d​er Spitze treffend.[7]

Das Wappen v​on Lengwil s​etzt sich zusammen a​us den Wappen d​er ehemaligen Ortsgemeinden Oberhofen u​nd Illighausen. Die d​rei Rauten sympolisieren d​ie Ortschaften Oberhofen, Lengwil u​nd Dettighofen d​er ehemaligen Ortsgemeinde Oberhofen. Der schwarze Schwan stammt a​us dem ausgestorbenen Geschlecht d​er Illighauser i​n Konstanz. Die Schweife symbolisieren d​ie Zusammenführung d​er zwei ehemaligen Ortsgemeinden z​ur Gemeinde Lengwil.[7]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Lengwil[8]
Bevölkerungsentwicklung von Lengwil
Jahr200020102018
Gemeinde[8]122713631726
Ortschaft Lengwil230242553[Anm. 1]
Ortschaft Dettighofen147173200[Anm. 1]
Quelle Ortschaften[9][10][5]
Ausländer und Konfessionen (2018)[5]
Einwohner
insgesamt
AusländerEvangelisch-
Reformierte
Römisch-
Katholische
Gemeinde1726451 (26,1 %)680 (39,4 %)443 (25,7 %)
Ortschaft Lengwil553214 (38,7 %)170 (30,7 %)146 (26,4 %)
Ortschaft Dettighofen20053 (26,5 %)95 (47,5 %)35 (17,5 %)

Wirtschaft

Bahnhof und Tanklager Lengwil

Lengwil verfügt über eine vielfältige Landwirtschaft. Die Heil- und Bildungsstätte Ekkharthof ist neben Industrie und Handwerk (Gewerbepark) der grösste Arbeitgeber. Im Jahr 2016 bot Lengwil 673 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 9,2 % in der Land- und Forstwirtschaft, 24,6 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 66,2 % im Dienstleistungssektor tätig.[11]

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Hermann Weideli (1877–1964), Architekt, wurde im Ortsteil Oberhofen geboren.
Commons: Lengwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabelle; 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  6. Erich Trösch: Lengwil. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  7. Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
  8. Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden. Kanton Thurgau, 1850–2000 und Wohnbevölkerung der Gemeinden und Vorjahresveränderung. Kanton Thurgau, 1990–2018. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabellen; jeweils 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  9. Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis. Kanton Thurgau, Ausgabe 2005. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF; 1,7 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  10. Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis. Kanton Thurgau, Ausgabe 2012. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF; 3,4 MB), abgerufen am 11. Mai 2020.
  11. Thurgau in Zahlen 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF-Datei; 1,8 MB), abgerufen am 28. April 2020.

Anmerkungen

  1. mit Aussenhöfen
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