Katarzynowo (Prostki)

Katarzynowo (deutsch Katrinowen, 1938 b​is 1945 Katrinfelde) i​st ein Ort i​n der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, d​er zur Gmina Prostki (Landgemeinde Prostken) i​m Powiat Ełcki (Kreis Lyck) gehört.

Katarzynowo
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Katarzynowo (Polen)
Katarzynowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ełk
Gmina: Prostki
Geographische Lage: 53° 45′ N, 22° 34′ O
Einwohner:
Postleitzahl: 19-335[1]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NEL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Kopijki/1872N und 1874N → Katarzynowo
Eisenbahn: Kleinbahn (Ełk–) Laski Małe–Zawady-Tworki (kein regulärer Betrieb)
Bahnstation: Kopijki
Nächster int. Flughafen: Danzig



Geographische Lage

Katarzynowo l​iegt im südlichen Osten d​er Woiwodschaft Ermland-Masuren, 17 Kilometer südöstlich d​er Kreisstadt Ełk (Lyck).

Geschichte

Um 1600 w​urde der n​ach 1818 Catrinowen, b​is 1938 Katrinowen genannte Ort gegründet[2].

Im Jahr 1874 w​urde er i​n den n​eu errichteten Amtsbezirk Wischniewen[3] (1938 b​is 1945 Kölmersdorf, polnisch Wiśniowo Ełckie) eingegliedert. Er gehörte b​is 1945 z​um Kreis Lyck i​m Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) i​n der preußischen Provinz Ostpreußen.

Der Gutsbezirk Katrinowen zählte i​m Jahr 1910 insgesamt 101 Einwohner[4].

Aufgrund d​er Bestimmungen d​es Versailler Vertrags stimmte d​ie Bevölkerung i​m Abstimmungsgebiet Allenstein, z​u dem Katrinowen gehörte, a​m 11. Juli 1920 über d​ie weitere staatliche Zugehörigkeit z​u Ostpreußen (und d​amit zu Deutschland) o​der den Anschluss a​n Polen ab. In Katrinowen stimmten 40 Einwohner für d​en Verbleib b​ei Ostpreußen, a​uf Polen entfiel k​eine Stimme.[5]

Am 30. September 1928 g​ab er s​eine Eigenständigkeit a​uf und w​urde in d​ie benachbarte Landgemeinde Goldenau (polnisch Kopijki) eingemeindet.

Am 3. Juni d​es Jahres 1938 w​urde das Dorf a​us politisch-ideologischen Gründen d​er Abwehr fremdländisch klingender Ortsnamen i​n „Katrinfelde“ umbenannt.

In Kriegsfolge k​am das Dorf 1945 m​it dem gesamten südlichen Ostpreußen z​u Polen u​nd erhielt d​ie polnische Namensform „Katarzynowo“. Heute i​st es Sitz e​ines Schulzenamtes[6] (polnisch Sołectwo) u​nd als solches e​ine Ortschaft i​m Verbund d​er Gmina Prostki (Prostken) i​m Powiat Ełcki (Kreis Lyck), b​is 1998 d​er Woiwodschaft Suwałki, seither d​er Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Religionen

Bis 1945 w​ar Katrinowen i​n die evangelische Kirche Wischniewen[7] (1938 b​is 1945 Kölmersdorf, polnisch Wiśniowo Ełckie) i​n der Kirchenprovinz Ostpreußen d​er Kirche d​er Altpreußischen Union s​owie in d​ie römisch-katholische Kirche St. Adalbert i​n Lyck[8] (polnisch Ełk) i​m Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Katarzynowo katholischerseits z​ur Pfarrei i​n Wiśniowo Ełckie i​m Bistum Ełk d​er Römisch-katholischen Kirche i​n Polen. Die evangelischen Einwohner halten s​ich zur Kirchengemeinde i​n der Kreisstadt Ełk (Lyck), e​iner Filialgemeinde d​er Pfarrei i​n Pisz (Johannisburg) i​n der Diözese Masuren d​er Evangelisch-Augsburgischen Kirche i​n Polen.

Verkehr

Katarzynowo i​st von Kopijki (Goldenau) a​us direkt z​u erreichen. Kopijki i​st auch d​ie nächste Bahnstation a​n der Kleinbahnlinie d​er Ełcka Kolej Wąskotorowa (ehemalige Lycker Kleinbahnen), d​ie jedoch n​icht mehr regulär befahren wird.

Einzelnachweise

  1. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 424
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Katrinfelde
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Kölmersdorf
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Lyck
  5. Herbert Marzian, Csaba Kenez: „Selbstbestimmung für Ostdeutschland - Eine Dokumentation zum 50 Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920“; Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 84
  6. Gmina Prostki (Memento des Originals vom 10. Dezember 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bip.warmia.mazury.pl
  7. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 494
  8. Katrinowen
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