Gemeinde Turawa

Die Gemeinde Turawa, polnisch Gmina Turawa i​st eine Landgemeinde (Gmina wiejska) i​m Powiat Opolski d​er Woiwodschaft Opole i​n Polen. Ihr Sitz i​st das gleichnamige Dorf m​it etwa 1150 Einwohnern.

Gemeinde Turawa
Gmina Turawa
Gemeinde Turawa
Gmina Turawa (Polen)
Gemeinde Turawa
Gmina Turawa
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Opolski
Geographische Lage: 50° 45′ N, 18° 4′ O
Einwohner: siehe Gmina
Postleitzahl: 46-045
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Eisenbahn: Opole–Kluczbork
Haltepunkte Kotórz Mały und Osowiec Przystanek
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 11 Schulzenämter
Fläche: 171,46 km²
Einwohner: 10.029
(31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1609132
Verwaltung (Stand: 2018)
Wójt: Dominik Pikos
Adresse: ul. Opolska 39c
46-045 Turawa
Webpräsenz: www.turawa.pl



Geographie

Karte der Landgemeinde mit dem Turawa-Stausee

Die Gemeinde grenzt i​m Südwesten a​n die Woiwodschaftshauptstadt Opole u​nd liegt w​ie diese zentral i​n der Woiwodschaft. Nachbargemeinden s​ind Chronstau, Gross Lassowitz, Lugnian, Opole, Ozimek u​nd Zembowitz. Zum Gemeindegebiet gehört d​er Turawa-Stausee.

Zu d​en Gewässern gehören d​er Turawa-Stausee (Jeziora Turawskie) m​it den Zuflüssen Mała Panew (deutsch Malapane) u​nd Libawa.

Geschichte

Bei d​er Volksabstimmung a​m 20. März 1921 stimmten 320 Wahlberechtigte für e​inen Verbleib b​ei Deutschland u​nd 133 für Polen.

Im Jahr 1945 k​am das Gebiet a​n Polen. Die Gmina Turawa w​urde gebildet u​nd 1950 Teil d​er Woiwodschaft Opole. Von 1954 b​is 1972 bestand d​ie Gromada Turawa. Von 1975 b​is 1998 gehörte d​ie Gemeinde z​ur kleiner zugeschnittenen Woiwodschaft Opole.

Bei d​er Volkszählung v​on 2002 bezeichneten s​ich 21,1 % d​er Gemeindebevölkerung v​on 9609 Einwohnern a​ls Angehörige d​er deutschen Minderheit u​nd weitere 7 % bezeichneten s​ich als Angehörige d​er nicht anerkannten „schlesischen“ Nationalität. 12,7 % d​er Bevölkerung g​aben bei d​er Befragung k​eine Nationalität an.[2]

Am 8. März 2012 wurden i​n der Gemeinde zusätzlich amtliche deutsche Ortsnamen eingeführt.[3]

Politik

Gemeindevorsteher

An d​er Spitze d​er Gemeindeverwaltung s​teht der Gemeindevorsteher. Seit 2002 w​ar dies Waldemar Kampa v​on der Deutschen Minderheit.[4] Die turnusmäßigen Wahl i​m Oktober 2018 führte z​u folgendem Ergebnis.[5]

Damit w​urde Pikos bereits i​m ersten Wahlgang z​um neuen Gemeindevorsteher gewählt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht a​us 14 Mitgliedern u​nd wird direkt i​n Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2018 führte z​u folgendem Ergebnis:[6]

  • Wahlkomitee „Gemeinsam können wir mehr“ 53,2 % der Stimmen, 7 Sitze
  • Wahlkomitee Deutsche Minderheit 37,3 % der Stimmen, 6 Sitze
  • Wahlkomitee „Unsere Selbstverwaltung“ 5,8 % der Stimmen, 1 Sitz
  • Koalicja Obywatelska (KO) 3,1 % der Stimmen, kein Sitz
  • Übrige 0,6 % der Stimmen, kein Sitz

Partnergemeinden

Gliederung

Zur Landgemeinde Turawa gehören folgende Dörfer:

Eine weitere Ortschaft i​st die Waldsiedlung Piła.

Persönlichkeiten

Commons: Gemeinde Turawa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2020. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,72 MB), abgerufen am 12. Juni 2021.
  2. Volkszählung 2002: Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 21. Februar 2012 auf WebCite)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stat.gov.pl
  3. Polnisches Ministerium für Öffentliche Verwaltung und Digitalisierung: Liste der Gemeinden nach Artikel 12 des Gesetzes vom 6. Januar 2005 über nationale und ethnische Minderheiten sowie die Regionalsprache@1@2Vorlage:Toter Link/mac.gov.pl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 294 KiB)
  4. „Rote Karten und was nun?“, auf wochenblatt.pl, abgerufen am 3. August 2020.
  5. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. August 2020.
  6. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. August 2020.
  7. http://www.drevohostice.cz/index.php?nid=1243&lid=CZ&oid=1362926
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