Darkwing Duck

Darkwing Duck (deutsche Tagline Der Schrecken d​er Bösewichte) i​st eine v​on 1991 b​is 1992 v​on der Walt Disney Company produzierte Zeichentrickserie m​it der gleichnamigen Hauptfigur. Die Serie besteht a​us 91 Episoden, welche i​n Deutschland a​ls Erstes v​on Das Erste ausgestrahlt wurden. Die Serie w​urde in Deutschland u. a. b​ei Super RTL u​nd kabel eins mehrmals ausgestrahlt.

Fernsehserie
Titel Darkwing Duck – Der Schrecken der Bösewichte
Originaltitel Darkwing Duck
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991–1992
Länge 22 Minuten
Episoden 91 in 3 Staffeln (Liste)
Genre Actionserie, Comedy
Titelmusik Jeff Pescetto (englisch), Jürgen Drews (deutsch)
Idee Tad Stones
Musik Philip Giffin, Jeff Marsh
Erstausstrahlung 8. Sep. 1991 auf ABC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
6. März 1993 auf Das Erste

Inhalt

Darkwing Duck i​st ein Superheld, d​er versucht, s​eine Heimatstadt Sankt Erpelsburg (St. Canard) v​or dem Verbrechen z​u schützen. Im Gegensatz z​u Superhelden w​ie Batman o​der Spider-Man g​eht er jedoch n​icht immer professionell vor. Sein Problem: Er j​agt Verbrecher n​icht nur, u​m die Stadt z​u beschützen, sondern auch, u​m Ruhm u​nd Ehre z​u erwerben. In einigen Fällen gefährdet e​r sogar s​eine Missionen d​urch lange Monologe i​n der 3. Person u​nd überflüssige Dramaturgie. Durch s​eine Ungeschicklichkeit unterlaufen i​hm viele Fehler u​nd er i​st auch w​egen seines Egos selten bereit, Hilfe anzunehmen. Im Unterschied z​u Protagonisten anderer Zeichentrickserien, w​ie Inspector Gadget, d​ie mehr Karikaturen v​on Superhelden ähneln, i​st Darkwing letztendlich i​mmer in d​er Lage, über s​eine Widersacher z​u triumphieren, a​uch wenn e​r dabei o​ft auf d​ie Hilfe seiner Gefährten angewiesen ist.

Auffallend a​n seiner Person s​ind neben d​em violetten Kostüm s​eine metapherbeladene Sprechweise s​owie die fantasievollen Ankündigungen seiner selbst (beispielsweise „Ich b​in das Kaugummi, d​as unter deiner Schuhsohle klebt.“ o​der „Ich b​in die l​ose Schraube i​n deinem Verbrechergehirn.“). Auch s​ein Motto „Zwo, Eins, Risiko!“ (eng. „Let’s g​et dangerous!“),[1] d​as er oft, m​eist als Auftakt z​u einer waghalsigen Aktion, äußert. Hilfreich i​st außerdem s​eine Allzweckpistole, d​ie unter anderem a​uch Kletterseile u​nd Netze abschießen kann. Sie schießt a​uch die Rauchpatronen ab, d​ie Darkwing d​azu dienen, s​ich und s​eine Verbündeten schnell außer Gefahr z​u bringen o​der Gegner außer Gefecht z​u setzen (was Darkwing häufig m​it „Schnupper Gas, Bösewicht!“ ankündigt). Doch a​uch im waffenlosen Kampf i​st er n​icht zu unterschätzen. Dabei verwendet Darkwing e​ine Variation e​iner Quack Fu genannten Kampfkunst, d​ie er e​inst im Fernen Osten v​on seinem a​lten Mentor Gans Lee (im Original Goose Lee) erlernt hat.[2]

Darkwing Duck führt u​nter seinem Klarnamen a​ls Eddie Erpel (im Original Drake Mallard) e​in gewöhnliches Leben a​ls Bürger d​er Stadt St. Erpelsburg. Einzig s​eine Adoptivtochter Kiki, s​ein Pilot Quack u​nd der Nachbarssohn u​nd Freund v​on Kiki, Alfred Wirrfuß, s​ind in Kenntnis über s​ein Doppelleben.

Figuren

Figur Darsteller Deutscher Sprecher
Darkwing Duck/Eddie ErpelJim CummingsGudo Hoegel
QuackTerry McGovernEngelbert von Nordhausen
Kiki Erpel/ZündelmeierChristine CavanaughInez Günther
Morgana MakaberKath SoucieManuela Renard
Moloculo MakaberJack AngelThomas Reiner
NeptuniaSusan SiloSandra Schwittau
Direktor Julius GanterDanny MannNiels Clausnitzer
Agent GrizzlikopfRon FeinbergHartmut Neugebauer
Alfred WirrfußKatie LeighSabine Bohlmann
FiesoduckJim CummingsEkkehardt Belle
MegavoltDan CastellanetaUdo Wachtveitl
BuxbaumTino InsanaHorst Sachtleben
QuackerjackMichael BellPhilipp Moog
LiquidatorJack AngelBerno von Cramm
Torro BulbaTim CurryDonald Arthur
DonnerhornLaurie FasoBernd Simon
Herb WirrfußJim CummingsMichael Rüth
Binky WirrfußSusan TolskyMarion Hartmann
Dingsbums-Duck/Otto FrühaufHamilton CampCrock Krumbiegel
Sabine SchnattriansenApril WinchellChristina Hoeltel
EisenbeißRob PaulsenChristian Tramitz
Salpetra SchniefschnabelMitzi McCallAnita Höfer
Professor MoliartyJim CummingsHans-Rainer Müller
TuskerninniKenneth MarsMogens von Gadow
BeelzebubMarty IngelsIvar Combrinck

Darkwing Ducks Team

  • Kiki Erpel geb. Zündelmeyer (Gosalyn Mallard / Waddlemeyer) ist Darkwings Adoptivtochter. Obwohl ihr Adoptivvater es ihr eigentlich verbietet ihn bei seinen Missionen zur Bekämpfung des Verbrechens zu begleiteten, toleriert er die Beteiligung des bauernschlauen und aufgeweckten Mädchens an seinen Einsätzen und betrachtet sie bisweilen als eine nützliche Gefährtin. Sie wird in der Pilotfolge von Darkwing aufgenommen, nachdem ihr Großvater (Professor Zündelmeyer/Waddlemeyer) von Torro Bulbas Untergebenen ermordet wurde.
  • Quack (Launchpad McQuack), der Bruchpilot, kann das als Donnerquack bezeichnete Fluggefährt Darkwing Ducks steuern (jedoch zumeist nicht professionell landen) und ist Darkwing Ducks offizieller Untergebener. Die Figur stammt ursprünglich aus der Serie DuckTales. Er ist ein großer Fan von Darkwing Duck und hat den Donnerquack selbst gebaut.
  • Alfred Wirrfuß (Honker Muddlefoot), der schüchterne Nachbarssohn und beste Freund von Kiki, ist hochintelligent und sehr belesen. Er bildet den vernünftigen Gegenpol zur quirligen Kiki.

Die Enten der Gerechtigkeit

  • Dingsbums Duck (Gizmoduck) kommt von Zeit zu Zeit aus Entenhausen nach St. Erpelsburg, um die dortige Polizei und auch Darkwing Duck im Kampf gegen das Verbrechen zu unterstützen. Er und Darkwing Duck hegen eine beiderseitige Abneigung gegenüber einander und versuchen sich bei ihren gemeinsamen Einsätzen ständig gegenseitig zu übertreffen. Beide sind miteinander auch im bürgerlichen Leben bekannt, wissen jedoch von der jeweiligen Geheimidentität des anderen nichts. Die Figur Dingbums Duck stammt ebenso wie die Figur Quack aus der Zeichentrickserie DuckTales. Die Figur Dingsbums Duck erhielt in der Serie DuckTales den Namen "Krach-Bumm-Ente", da die Serie Darkwing Duck in Deutschland vor der zweiten Staffel von DuckTales erschien. Dingsbums Ducks geheime Identität ist Otto Frühauf (in der englischsprachigen Originalfassung, wie auch in der deutschsprachigen Fassung von "DuckTales": Fenton Crackshell).
  • Morgana Makaber (Morgana Macawber) ist Darkwing Ducks große Liebe. Sie hat eine kriminelle Vergangenheit und obwohl dies sowie ihre Verwandtschaft den Umgang mit ihr nicht gerade einfach gestalten, überwand sie diese Probleme mit Darkwing Ducks Hilfe größtenteils. Trotzdem fällt es ihr gelegentlich schwer Versuchungen zu widerstehen. Sie verfügt über mächtige Zauberkräfte, die im Kampf gegen das Verbrechen allerdings nur selten hilfreich sind, da selten das passiert, was passieren soll. Ihre zahme Spinne Archibald (engl. Archie) und ihre zahmen Fledermäuse Schnatter und Flatter (engl. Eek und Squeak) unterstützen sie bei jedem Vorhaben. Die Figur basiert auf Morticia aus der Addams Family.
  • Stegmann (Steggmutt), sein Spitzname ist „Stegi“, ist ein ehemaliger Museumswärter, der vom verrückten Professor Fossil in einen aufrecht gehenden Stegosaurus verwandelt wurde – was seine körperlichen Kräfte enorm ansteigerte und den Entwicklungsstand seines Gehirns und damit einhergehend seine Intelligenz enorm verringerte. Seit er von Darkwing Duck vom verderblichen Einfluss Professor Fossils befreit wurde, ist er Darkwing Duck treu ergeben – was mangels seiner Intelligenz nicht immer von Vorteil für Darkwing Ducks ist.
  • Neptunia ist ein intelligente Fischmutantin. Durch die chemische Meeresverschmutzung wurde aus dem Fisch ein Mutant, der der Zivilisation den Kampf angesagt hat. Von Darkwing Duck geläutert, stießen sie und ihr zahmer Tintenfisch zu den „Enten der Gerechtigkeit“ – obwohl sie immer wieder betont, keine Ente zu sein.

Die fürchterlichen Fünf

  • Fiesoduck (Negaduck) ist Darkwing Ducks böser Doppelgänger und gleichzeitig Anführer der kriminellen Gruppierung der fürchterlichen Fünf. Er verfügt im Gegensatz zu der Mehrheit der Mitglieder seiner Gruppierung nicht über Superkräfte, gleicht diesen Mangel aber mit seiner Hinterlist und seinem Talent für perfide Pläne aus. Seine Pläne scheitern oftmals eher zufällig als durch Darkwing Ducks Eingreifen. Fiesoduck macht sich seine Ähnlichkeit zu Darkwing Duck auch ab und an zu Nutze, um seinem Erzfeind damit zu schaden, falschen Verdacht auf ihn zu lenken und andere zu täuschen. Fiesoduck ist der Herrscher des "Kontrauniversum" (was gleichzeitig sein Geheimversteck ist). Während der ganzen Serie wird nie klar, ob Fiesoduck wie Darkwing auch eine andere bürgerliche Identität hat sowie ob Fiesoduck bekannt ist, dass Darkwing Duck in Wirklichkeit Eddie Erpel ist. Fiesoduck ist der Hauptantagonist der Serie. Über seine Herkunft gibt es unterschiedliche Angaben, so wird einerseits angenommen, dass er Darkwings' Cousin wäre, andererseits gibt es auch die Annahme, wonach er aus dem Contraversum stamme, einer Parallelwelt zu Sankt Erpelsburg, in der alles umgekehrt ist.
  • Megavolt beherrscht die Elektrizität und kann Blitze aus seinen Fingerspitzen abschießen. Er war ein Klassenkamerad von Eddie Erpel namens Ottokar Funkenspotz (im englischsprachigen Original: Elmo Sputterspark), bevor er sich bei einem Selbstversuch unfreiwilligerweise einer großen Menge statischer Elektrizität aussetzte. Ursprünglich wollte er sich "Megawatt" nennen, da dieser Name aber schon vergeben war, nannte er sich spontan "Megavolt". Seine Leidenschaft ist das Sammeln von Glühbirnen; er ist besessen von dem Ziel, die Elektrogeräte der Welt von ihrem Dasein als Gebrauchsgegenstände zu befreien. Gelegentlich arbeitet er auch mit Quackerjack zusammen und sorgt dabei für ein heilloses Chaos. Da er praktisch ständig unter Strom steht, verträgt er allerdings kein Wasser. Die Inspirationsquelle für die Figur Megavolt ist der Schurke aus dem Spider-Man-Universum Electro, der ebenfalls einen unter Strom stehenden Körper besitzt.
  • Professor Benjamin „Benni“ Buxbaum (im englischsprachigen Original: Dr. Reginald Bushroot) mutierte bei einem wissenschaftlichen Selbstversuch zum Ente-Pflanze-Hybriden und nutzt nun seine Verbindung mit den Pflanzen aus, um Verbrechen zu begehen und um langfristig die Weltherrschaft zu errichten (und wohl auch um sich an der Welt für die vor seiner Mutation erlittenen Kränkungen zu rächen). Meist ist er jedoch weniger an Verbrechen, sondern mehr an der Schaffung eines Gefährten oder wahren Freundes interessiert; zur echten Gefahr wird er nur als Mitglied der „Fürchterlichen Fünf“. Sein treuer Gefährte ist Hasso, eine sehr bewegliche fleischfressende Pflanze mit sehr caniidem Habitus. Buxbaum basiert auf der Schurkin aus dem Batman-Universums Poison Ivy, was sich insbesondere durch seine Fähigkeit, Pflanzen zu steuern und mit ihnen zu kommunizieren, ausdrückt.
  • Der Liquidator war einst Inhaber einer Mineralwasserfirma namens Knut Flut (im englischsprachigen Original: Bud Flood). Beim Versuch, das Mineralwasser seiner Konkurrenten mit einer speziellen Säure zu vergiften, wurde er von Darkwing Duck unbeabsichtigt in selbige gestoßen. Diese Szene ist stark an eine Szene aus dem Spielfilm Batman angelehnt, in der Jack Napier in einen Säurebehälter fällt und zum „Joker“ wird. Der Liquidator verwandelte sich nach dem er mit der Säure in Kontakt gekommen ist, in ein Wasserwesen, welches allerdings immer noch den Jargon eines Unternehmers gebraucht. Er ist praktisch unbezwingbar, das Wasser und er sind eins – mit allen Stärken und auch Schwächen. Ebenfalls an seiner Seite sind zwei Verkäuferinnen, die jedoch immer kostümiert in Erscheinung treten. Der Liquidator ist an den Hydro-Man angelehnt, einem aus Wasser bestehenden, formwandelnden Gegenspieler Spider-Mans.
  • Quackerjack ist ein verrückter Krawallmacher im Hofnarrenkostüm („Zeit zum Spielen!“). Einst war er Spielzeugfabrikant, wurde jedoch durch Videospiele, besonders „Wiffle Boy“, aus dem Geschäft gedrängt, was ihn verrückt machte. Er beeindruckt vor allem durch sein explosives oder anderes gefährliches Spielzeug. Zudem scheint er an Schizophrenie bzw. einer Persönlichkeitsspaltung zu leiden, was sich darin ausdrückt, dass er eine Puppe mit Namen „Meister Bananengrips“ (im englischsprachigen Original: Mr. Banana Brain) mitführt und diese als eine Art Bauchrednerpuppe verwendet, um den Anschein zu erwecken, dass diese ein Lebewesen sei, welches mit ihm und anderen kommunizieren könne. In einer Folge ist er gezwungen mit Darkwing Duck zusammenarbeiten, um den Geist Mortadello zu bekämpfen. Quackerjack basiert auf Batmans Erzfeind Joker und Supermans Gegenspieler Toyman, die beide ebenfalls Spielzeug in gefährliche Waffen verwandeln können.[2]

F.O.W.L.

  • Eisenbeiß (im englischsprachigen Original: Steelbeak) ist einer der wichtigsten Agenten der kriminellen Vereinigung „Fiese Organisation für weltweite Lumpereien“ (F.O.W.L.) und Darkwing Duck zumindest körperlich überlegen. Seine Pläne scheitern immerzu an seiner Arroganz, seiner Eitelkeit und der Unterschätzung Darkwing Ducks. Seine Handlanger sind die Dotterköpfe. Die Führungsfiguren der Organisation werden in der Serie nur als Schatten gezeigt. Eisenbeiß ist eine Parodie auf den klassischen James-Bond-Bösewicht, der seinen Erzfeind lieber in einer ausweglosen Situation mit meist absurder Todesart zurücklässt, anstatt ihn zu töten, wenn er die Gelegenheit dazu hat. Insbesondere wurde Eisenbeiß inspiriert durch den Bond-Schurken Jaws (Beißer) aus den Filmen Der Spion, der mich liebte und Moonraker – Streng geheim, der über ein Stahlgebiss verfügt, während Eisenbeiß (als anthropomorpher Hahn) einen Schnabel aus Stahl besitzt.
  • Salpetra Schniefschnabel (im englischsprachigen Original: Ammonia Pine) ist ebenfalls eine wichtige Agentin der Organisation F.O.W.L. Die ehemalige Reinigungskraft war ursprünglich Raumpflegerin in einem Forschungslabor, bis es dort einen Unfall mit Desinfektionsmittel gab und sie giftige Dämpfe einatmete. Salpetra leidet seitdem unter einem Zwang zur Reinlichkeit und an einer Obsession für Reinigungsmittel. Salpetra hegte eine starke Zuneigung zu ihrem Kollegen Eisenbeiß, der ihre Gefühle aber nicht erwidert.
  • Gloria Glibbrich (im englischsprachigen Original: Ample Grime) ist die Schwester von Salpetra Schniefschnabel und ebenfalls für F.O.W.L. tätig. Sie ist im Gegensatz zu ihrer Schwester besessen von Schmutz, was die Kooperation zwischen den beiden erschwert.

Weitere Schurken

  • Tuskerninni ist ein krimineller Filmregisseur, der seine Verbrechen immer filmen lässt und von drei stummen Pinguinen als eine Art Filmcrew begleitet wird. Sein Name ist eine Anspielung auf den italienischen Dirigenten Toscanini; tusk ist englisch für Stoßzahn, ein Hinweis darauf, dass er ein Walross ist.
  • Klatu, Barata und Niktu (im englischsprachigen Original: Flarg, Barada und Nikto) sind Verbrecher aus dem All und sehen mit Ausnahme ihrer Augen und ihrer mit Saugnäpfen bewehrten Beine genau wie normale Hüte aus. Wer sie aufsetzt, gerät in ihre Gedankenkontrolle. Sie reagieren äußerst empfindlich auf Pfeffer. Ihr größter Feind ist Alfred Wirrfuß, der sie zweimal überlisten und ausschalten konnte, weswegen er auf dem Heimatplaneten der Hüte als Held gefeiert wird. Die Namen der außerirdischen Gehirnparasiten stammen ursprünglich aus dem B-Film Der Tag, an dem die Erde stillstand, in dem ein Außerirdischer einem Roboter immer wieder den Befehl „Klaatu Barada Nikto“ gibt.
  • Torro Bulba (im englischsprachigen Original: Taurus Bulba) ist ein Mafiaboss, der St. Erpelsburg beherrschen wollte. Er ließ Kikis Großvater ermorden und wollte anschließend Kiki entführen, da er glaubte, dass sie im Besitz eines Codes für eine Superwaffe war. Er ist der erste große Gegner von Darkwing Duck. Obwohl er augenscheinlich bei einer Explosion ums Leben gekommen war, konnte er von F.O.W.L. als Cyborg wieder ins Leben gerufen werden – eine Anspielung darauf, dass Schurken in Comics immer wieder auf verrückteste Art und Weise zurück ins Leben kehren, obwohl sie längst tot sein müssten. Sein Name ist abgeleitet von der Romanfigur Taras Bulba. Sein Vorname ist eine Anspielung auf toro, das spanische Wort für Stier. Seine Gehilfen sind Donnerhorn, Maul und Klaue.
  • Professor Moliarty ist ein verrückter und genialer Wissenschaftler und befehligt das Reich von Maulwürfen (im englischsprachigen Original: moles), wie er selbst auch einer ist. Er basiert auf der Romanfigur des Prof. Moriarty.
  • Abstrusa Abstrakta (im englischsprachigen Original: Splatter Phoenix, in der deutschsprachigen Fassung auch Lautrec genannt) ist eine verrückte Künstlerin, deren Werke keiner kaufen wollte, weshalb sie sich entschloss, kriminell zu werden. Sie hat einen Wunderpinsel entwickelt, mit dem sie Zeichnungen lebendig werden lassen und sich selbst in Gemälden verstecken kann.
  • Jambalaya Jambo (im englischsprachigen Original: Jambalaya Jake) ist ein hinterwäldlerischer Wicht, der zusammen mit seinem zumindest ihm gegenüber zahmen Krokodil Gumbo nach Sankt Erpelsburg reist, um einem Gelderwerb nachzugehen.
  • Beelzebub ist der Teufel und Herrscher der Hölle. Er ist der Erzfeind der Familie Makaber und verkleidete sich als Hausmeister der Hokus-Pokus-Akademie, um Darkwing Duck eine Falle zu stellen.

Weitere Charaktere

  • Familie Wirrfuß (im englischsprachigen Original: Muddlefoot) sind Darkwing Ducks verhasste Nachbarn und stellen eine sozialsatirische Anspielung auf die amerikanische Durchschnittsfamilie dar. Die Familie besteht aus Vater Herb, Mutter Binky sowie den Söhnen Herb junior (engl. Tank) und Alfred. Während die Eltern sehr naiv aber sympathisch sind und nicht erkennen, dass Eddie Erpel sie verachtet, ist Alfred intelligent und Herb junior ein aggressiver und rebellischer Jugendlicher.
  • Direktor Julius Ganter (im englischsprachigen Original: Dr. J. Gander) ist das Oberhaupt der für Verbrechensbekämpfung zuständigen Organisation S.H.U.S.H., für die Darkwing als freier Mitarbeiter gelegentlich Aufträge erfüllt.
  • Agent Grizzlikopf (im englischsprachigen Original: Vladimir Godunov Gryzlikoff) ist S.H.U.S.H.-Chefagent und die rechte Hand von Direktor Ganter. Der mürrische, russische Musteragent verabscheut Darkwing Ducks unkonventionelle Verbrechensbekämpfungsmethoden zutiefst.
  • Flitzbogen-Quack (im englischsprachigen Original: Quiverwing Quack) ist Kikis Superhelden-Alter Ego, als die sie – sehr zum Leidwesen ihres Adoptivvaters Darkwing Duck – mit Pfeil, Bogen und der Hilfe ihres Assistenten „Rötlicher Pfeil / Arrowkid“ (Alfred) Bösewichter zu bekämpfen sucht. Beide Charaktere sind Anspielungen auf den DC Comics-Helden Green Arrow bzw. dessen Begleiter Red Arrow. Eine weitere Heldenidentität von Kiki ist die „Scharlachrote Quackine“.

Entstehung

Die Serie entstand a​ls kurzfristiger Ersatz für Disneys Plan, d​ie 1959–1964 ausgestrahlte The Rocky a​nd Bullwinkle Show n​eu aufzulegen. Kurz n​ach Produktionsbeginn stellte Disney fest, d​ass sich lediglich d​ie Rechte d​er VHS-Vermarktung, n​icht aber d​ie an Figuren u​nd Orten i​m Besitz d​er Firma befanden.[3]

Auf Grundlage d​er Arbeiten d​es kubanisch-amerikanischen Disney-Zeichners Michael Perazas, u. a. Erfinder v​on Serien w​ie Käpt’n Balu u​nd seine tollkühne Crew u​nd Goofy u​nd Max, entstand d​ie Serie a​ls Spin-off d​er sehr erfolgreichen Zeichentrickserie DuckTales, ebenfalls e​ine Schöpfung Perazas.[4] In d​er Folge 48, Ein Bruchpilot spielt 007, w​ird Quack, d​er spätere Sidekick i​n Darkwing Duck, z​um Superagenten. Quack sollte d​ie Hauptfigur d​er Serie Double-O-Duck (Originaltitel d​er Folge) werden. Als s​ich herausstellte, d​ass die James Bond betreffenden Lizenzrechte, dessen Rechteinhaber d​ie kalifornische Danjaq Holding war, e​iner Veröffentlichung u​nter dem Titel i​m Wege stünden[5], w​urde stattdessen d​ie Idee a​us einer anderen DuckTales-Folge z​u Rate gezogen. In Folge 92, Der maskierte Enterich (The Masked Mallard), schlüpft Dagobert Duck i​n ein violettes Cape, u​m in Anonymität d​as Verbrechen i​n Entenhausen z​u bekämpfen. Der Disney-Zeichner Tad Stones entwarf daraufhin d​ie Figur d​es Darkwing Duck u​nd ernannte e​ine umgestaltete Version d​es Bruchpiloten Quack z​um Sidekick d​er Serie. Der Name d​er Episode w​urde zum Beinamen d​er Hauptfigur Eddie Erpel. In Anspielung a​uf die Vorgeschichte d​er Serie schlägt Eddie Erpel i​n der Episode 48, Quack o​der Duck, d​as ist d​ie Frage, vor, s​ich selbst fortan "Double-O-Duck" z​u nennen u​nd Quack bezeichnet d​iese Idee a​ls lächerlich.

Jim Cummings bezeichnete d​ie Sprechrolle d​es Darkwing Duck a​ls seine Lieblingsarbeit. Dies begründete e​r mit d​em hohen Maß a​n ad-lib, d​er Tatsache, w​eite Teile seiner Rolle f​rei intonieren z​u dürfen.[6]

Obwohl m​it Bruchpilot Quack u​nd der Krachbumm-Ente Figuren a​us DuckTales i​n der Serie vertreten s​ind und Episode 72, Eisenbeiß p​lant ein großes Ding, Bezug a​uf Dagobert Duck genommen wird, spielen DuckTales u​nd Darkwing Duck, l​aut der Aussage v​on Tad Stone, i​n alternativen Universen.[7] Quack w​ar die e​rste animierte Fernsehfigur Disneys, d​ie in z​wei verschiedenen animierten Serien d​es Studios vorkommt.[8]

Eine a​ls Spin-off geplante Zeichentrickserie namens Justice Ducks, i​n dem Darkwing Duck u​nd die Krachbumm-Ente i​n Gesellschaft anderer Superhelden hätten erscheinen sollen, konnte n​ie verwirklicht werden.[9]

Veröffentlichung

Die Serie w​urde ab d​em 8. September 1991 i​n den USA ausgestrahlt. In d​en USA w​urde die Episode 7 d​er dritten Staffel, Die Hokus-Pokus-Akademie (Originaltitel: Hot Spells), n​ur ein Mal ausgestrahlt. In dieser w​ill Kiki w​ie Morgana d​as Zaubern lernen u​nd geht i​n eine Zauberschule.[10] In Deutschland wurden 53 Folgen d​er Serie erstmals i​n der ARD-Kindersendung Disney Club zwischen 1993 u​nd 1994 ausgestrahlt. Die Erstausstrahlung d​er weiteren Folgen übernahm i​m Dezember 1998 d​er Sender Super RTL. Die Serie w​urde mehrfach b​ei Super RTL, Kabel 1, Toon Disney, Disney XD (Deutschland) u​nd beim Disney Channel wiederholt.[11]

Comic-Adaption

1991 erschien i​n den USA e​ine vierteilige Comicadaption d​er Serie. Ab 2010 erschien i​n den USA e​ine neue Darkwing-Duck-Comicreihe m​it 18 Ausgaben (die m​it der vierteiligen Pilotgeschichte The Duck Knight Returns begann, e​iner Parodie a​uf Batman – Die Rückkehr d​es Dunklen Ritters v​on Frank Miller) v​om Boom! Comics. Die ersten 12 Hefte erschienen 2013 a​uf Deutsch i​n Lustiges Taschenbuch Premium 5: Darkwing Duck – Der Schrecken d​er Nacht.[12]

Auszeichnungen

Anni Award

  • 1992: Nominierung als „beste animierte TV-Serie“
  • 1992: Auszeichnung Jim Cummings' (für die Sprechrolle Darkwing Ducks)

Daytime Emmy

  • 1992: Nominierung als „herausragende neue Animationsserie“
  • 1993: Nominierung als „herausragende neue Animationsserie“

Kids' Choice Awards, USA

  • 1993: Nominierung als Lieblingscartoon

Die amerikanische Medien-Webseite IGN ernannte d​ie Serie z​u Platz 93 d​er besten animierten Serien a​ller Zeiten.[13]

Belege

  1. Benjamin Bode: Darkwing Duck Titelmelodie. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 30. Oktober 2008; abgerufen am 10. Juli 2011.
  2. Darkwing Duck bei disney.wikia.com, abgerufen am 24. Februar 2015.
  3. inkandpaintclub-peraza: Bullwinkled. In: inkandpaintclub-peraza. 14. August 2010, abgerufen am 26. Dezember 2019.
  4. inkandpaintclub-peraza: Bullwinkled. In: inkandpaintclub-peraza. 14. August 2010, abgerufen am 26. Dezember 2019.
  5. Jim Hill: Tube Thursday : The "Disney Afternoon" shows that you didn't get to see. Abgerufen am 26. Dezember 2019 (englisch).
  6. Darkwing Duck (TV Series 1991–1992) – IMDb. Abgerufen am 26. Dezember 2019.
  7. DARKWING DUCK Is an Alternate Reality, Not a DUCKTALES Spinoff | Nerdist. 13. September 2016, abgerufen am 26. Dezember 2019.
  8. Darkwing Duck (TV Series 1991–1992) – IMDb. Abgerufen am 26. Dezember 2019.
  9. Darkwing Duck (TV Series 1991–1992) – IMDb. Abgerufen am 26. Dezember 2019.
  10. Die Hokus-Pokus-Akademie bei fernsehserien.de, abgerufen am 24. Februar 2015.
  11. Sendechronik von Darkwing Duck. In: fernsehsehserien.de. Abgerufen am 29. März 2020.
  12. Darkwing Duck: The Duck Knight Returns bei sdb-film.de, abgerufen am 24. Februar 2015.
  13. IGN – 93. Darkwing Duck. Abgerufen am 26. Dezember 2019.
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