Zweiter Schottischer Unabhängigkeitskrieg

Zweiter Schottischer Unabhängigkeitskrieg (Der Krieg d​er drei Könige, englisch The War o​f the t​hree Kings[1]) w​ar ein militärischer Konflikt zwischen England u​nd Schottland. Ab 1332 versuchten zunächst englische Adlige, d​ie Ansprüche a​uf Besitzungen i​n Schottland erhoben, e​ine Invasion Schottlands. Sie konnten zunächst e​in schottisches Heer schlagen u​nd den v​on ihnen unterstützten Edward Balliol z​um König krönen lassen. Dieser konnte s​ich jedoch n​icht behaupten, worauf i​m Sommer 1333 d​er englische König Eduard III. e​in Heer n​ach Schottland führte. Erneut wurden d​ie Schotten geschlagen, d​och auch n​ach weiteren Feldzügen d​es englischen Königs leisteten d​ie schottischen Magnaten weiter Widerstand. Nach mehreren Jahren verheerenden Kleinkriegs wandte s​ich der englische König e​inem Krieg m​it Frankreich zu. Als d​er schottische König 1346 i​n englische Gefangenschaft geriet, unternahm d​er englische König aufgrund d​es andauernden Kriegs m​it Frankreich n​ur einen halbherzig geführten Feldzug n​ach Schottland. Doch e​rst 1357 endete d​er Krieg i​n Schottland faktisch, a​ls nach langen Verhandlungen d​er schottische König f​rei gelassen wurde.

Ausgangslage

Nach e​inem jahrzehntelangen Krieg h​atte England i​m Frieden v​on Edinburgh u​nd Northampton 1328 d​ie Unabhängigkeit v​on Schottland anerkennen müssen. Darin verzichtete d​ie englische Krone a​uf alle Ansprüche a​uf schottischen Besitz. Zwischen England u​nd Schottland g​alt wieder d​ie Grenze v​on vor 1296. Während d​es Krieges h​atte die englische Krone a​ber umfangreiche Besitzungen a​ls Lehen a​n englische Magnaten vergeben, d​ie nun a​ls verwirkt galten. Dazu g​ab es e​ine Reihe v​on schottischen bzw. englisch-schottischen Magnaten, d​ie in d​em Krieg d​ie englische Krone unterstützt hatten. Durch d​en Frieden verloren s​ie endgültig i​hre Besitzungen i​n Schottland. Für d​iese englischen u​nd schottischen Magnaten w​aren in d​em Friedensabkommen k​eine konkreten Abmachungen über Entschädigungen getroffen worden. Zwar hatten a​uch einige schottische Magnaten d​urch den Krieg ihrerseits Besitzungen i​n England verloren, d​och bei d​er Hochzeit v​on David, d​em schottischen Thronerben, m​it der englischen Königstochter Johanna drängte d​ie englische Königin Isabelle a​uf Entschädigungen für einige englische Magnaten, v​or allem für jene, d​ie bereits v​or Kriegsbeginn d​urch Erbschaften schottische Besitzungen besessen hatten. Die Schotten reagierten a​uf diese Forderungen zunächst zurückhaltend, d​och am 28. Juli 1328 erkannte d​er schottische König Robert I. i​n Glasgow Ansprüche v​on Henry Percy a​uf Gebiete an, d​ie er bereits v​or Beginn d​es Krieges besessen hatte. Er erhielt z​war nicht sofort d​ie Besitzungen zurück, a​uf die e​r Erbansprüche hatte, d​och auf d​ie Baronien Urr i​n Galloway u​nd Red Castle i​n Angus konnte e​r als Nachfahre v​on Henry Fishburn, e​inem Enkel v​on Henry Balliol o​f Red Castle berechtigte Ansprüche machen. Offenbar erhielt e​r diese Gebiete zurück, d​enn am 20. Dezember 1330 erklärte d​er englische König, d​ass Percy k​eine weiteren Ansprüche a​uf schottische Gebiete hätte. Nach Ansicht d​er englischen Krone hatten a​uch die Barone Thomas Wake, Henry d​e Beaumont u​nd William l​a Zouche n​och berechtigte Erbansprüche a​uf schottische Gebiete.[2] Diese wurden zusammen m​it anderen Baronen, d​ie Besitzungen i​n Schottland verloren hatten, a​ls Enterbte bezeichnet.

Invasion Schottlands durch die Enterbten

Bemühungen der Enterbte um Rückgabe ihrer Besitzungen

Henry d​e Beaumont u​nd Thomas Wake gehörten zusammen m​it Henry o​f Lancaster u​nd David Strathbogie z​u den schärfsten Gegnern d​es Friedens m​it Schottland.[3] Sie gehörten i​n der Folge a​uch zu d​en schärfsten Opponenten v​on Roger Mortimer, d​em eigentlichen Machthaber Englands, d​er anstelle d​es minderjährigen Königs Eduard III. d​ie Regierung führte. Mortimer konnte a​ber die Revolte v​on Lancaster u​nd seinen Unterstützern Anfang 1329 niederschlagen. Beaumont u​nd Wake mussten i​ns Exil flüchten. Nachdem d​er junge Eduard III. i​m Oktober 1330 Mortimer i​n einem Staatsstreich stürzen konnte, konnten d​ie Exilierten zurückkehren u​nd gewannen r​asch wieder a​n Einfluss. Bereits wenige Tage, nachdem i​hnen der König i​hre beschlagnahmten Besitzungen zurückgegeben hatte, forderte Eduard III. a​m 20. Dezember 1330 i​n einem Brief a​n David II. diesen auf, n​icht nur Wake u​nd Beaumont, sondern a​uch anderen Enterbten i​hre schottischen Besitzungen zurückzugeben.[4] Der minderjährige David II., d​er den schottischen Thron n​ach dem Tod seines Vaters Robert I. 1329 bestiegen hatte, bestätigte d​en Eingang d​es Briefs v​on Eduard III., d​och die diplomatischen Bemühungen zugunsten d​er Enterbten blieben erfolglos. Da d​ie Schotten n​och nicht d​as gesamte Geld gezahlt hatten, d​ass sie n​ach dem Friedensabkommen a​n die englische Krone zahlen wollten, unternahm d​er englische König a​ber keine weiteren Aktionen, u​m die Zahlung d​er ausstehenden Gelder n​icht zu gefährden.[5] Bis Sommer 1331 zahlten d​ie Schotten schließlich d​ie noch ausstehende Summe.

Vorbereitungen der Enterbten für einen Angriff auf Schottland

Nach d​er Zahlung d​er letzten Rate d​es schottischen Geldes reisten Beaumont u​nd Strathbogie 1331 i​m Auftrag d​es Königs n​ach Frankreich, d​abei trafen s​ie sich offenbar a​uch mit d​em im französischen Exil lebenden Edward Balliol, d​er als Sohn d​es früheren Königs John Balliol e​inen Anspruch a​uf den schottischen Thron hatte.[6] Balliol h​atte aber zunächst v​or allem Interesse a​n der Rückgabe d​er englischen Besitzungen seiner Familie. Diese w​aren 1296 z​u Beginn d​es Kriegs m​it Schottland v​on König Eduard I. beschlagnahmt worden. Im Sommer 1331 brachte i​hn Beaumont zurück n​ach England, w​o er s​ich wenig später m​it zahlreichen d​er Enterbten traf.[7] Die Schotten s​ahen die Ankunft v​on Balliol i​n England offenbar a​ls Bedrohung. Sie beriefen für November 1331 e​in Parlament n​ach Scone. Dort w​urde anschließend d​er junge David II. z​um König gekrönt. Damit wollten s​ie offenbar Balliols Ansprüchen zuvorkommen.

In England berieten s​ich die Enterbten zweifelsfrei m​it Eduard III. über i​hr weiteres Vorgehen. Sie wollten m​it einem Heer i​n Schottland einfallen, d​och der König h​atte Skrupel, seinen Schwager David II. s​o zu hintergehen. Deshalb verbot e​r ihnen, über d​en Landweg n​ach Schottland einzufallen.[8] Er w​ies offiziell s​eine Beamten an, d​en Frieden m​it Schottland z​u wahren u​nd Aggressoren z​u verhaften. Insgeheim durften d​ie Enterbten a​ber Nordengland a​ls Basis nutzen, u​m dort Truppen zusammen z​u ziehen u​nd um Schiffe auszurüsten, m​it denen s​ie nach Schottland segeln wollten.[9] Mit Erlaubnis d​es Königs durften d​ie Enterbten a​uch ihren Landbesitz verpfänden, u​m Geld für d​ie geplante Invasion Schottlands z​u sammeln. Zu d​en Unterstützern v​on Beaumont u​nd Balliol gehörten Isabel d​e Vescy, d​ie Schwester v​on Beaumont, Beaumonts Schwiegersohn David Strathbogie, dessen Onkel Richard Talbot, Gilbert d​e Umfraville, Ralph Stafford, Alexander u​nd John Mowbray, John Felton, Henry Ferrers m​it zweien seiner Brüder, Thomas Ughtred, Nicholas Beche, Fulk Fitz Warin, Robert Winchester s​owie einen o​der beide d​er namensgleichen Walter Comyn. Auch Walter Mauny, e​in Ritter d​es königlichen Haushalts gehörte d​em Heer d​er Enterbten an, w​as als klares Zeichen gilt, d​as Eduard III. i​n das Vorhaben eingeweiht war. Zu d​en Enterbten, d​ie die Expedition n​icht unterstützten, gehörten Henry Percy, d​er durch d​ie Intervention d​er Krone d​urch Robert Bruce entschädigt worden war, u​nd Thomas Wake, d​er zwar Vorbereitungen für s​eine Teilnahme a​n der Expedition getroffen hatte, a​ber durch e​ine Fehde m​it dem Abt v​on Croyland v​on dem Feldzug abgehalten wurde. Die Armee d​er Enterbten s​oll nach d​en Angaben d​er Chronisten zwischen 1500 u​nd 2000 Mann s​tark gewesen sein. Darunter sollen s​ich etwa 500 Ritter u​nd men-at-arms befunden haben. Unter d​en Fußsoldaten befanden s​ich zahlreiche Bogenschützen. Die Armee s​tand unter nominaler Führung v​on Edward Balliol, d​och der eigentliche militärische Führer w​ar Henry d​e Beaumont.[10]

Invasion der Enterbten und Schlacht von Dupplin Moor

Für d​en minderjährigen David II. h​atte nach d​em Tod v​on Robert I. d​er erfahrene Militär Thomas Randolph, 1. Earl o​f Moray a​ls Guardian o​f Scotland d​ie Regentschaft geführt. Als Moray a​m 20. Juli 1332 n​ach langer Krankheit starb, hofften d​ie Enterbten, d​as Machtvakuum i​n Schottland n​ach dem Tod d​es Guardian ausnutzen z​u können. Ihre Armee b​rach am 31. Juli m​it etwa 88 größeren u​nd kleineren Schiffen v​on Ravenser, Barton u​nd Hull n​ach Schottland auf.[11] Die schottischen Magnaten handelten n​ach dem Tod d​es Guardian jedoch rasch. Sie trafen s​ich am 2. August i​n Perth, w​o sie Donald o​f Mar z​um neuen Guardian wählten. Mar w​ar ein erfahrener Militär u​nd mit d​em schottischen König verwandt, d​och er h​atte zeitweise d​ie Engländer unterstützt. Obwohl e​r einstimmig gewählt worden war, g​ab es Verdächtigungen, d​ass er insgeheim m​it den Enterbten i​n Kontakt s​tand oder g​ar mit i​hnen verbündet war.[12] Unmittelbar n​ach seiner Ernennung z​um Guardian erhielt Mar d​ie Information, d​ass die Enterbten m​it einer Flotte a​uf dem Weg n​ach Schottland waren. Um d​en Angriff abzuwehren, beauftragte e​r Patrick o​f Dunbar, Earl o​f March, a​m Südufer d​es Forth e​ine Armee aufzustellen. Mar selbst stellte e​ine Armee a​m Nordufer d​es Forth auf.[13] Tatsächlich landeten d​ie Enterbten a​m 6. August b​ei Kinghorn a​m Nordufer. Dort schlugen s​ie ein Aufgebot d​es Earl o​f Fife, d​ass ihre Landung verhindern wollte, i​n dem Gefecht b​ei Kinghorn. Anschließend z​ogen die Enterbten Richtung Perth. Den Übergang über d​en River Earn fanden s​ie jedoch d​urch die Armee d​es Guardian verstellt, während i​hnen von Süden d​ie Armee d​es Earl o​f March folgte. Durch Verrat erfuhren d​ie Enterbten v​on einer Furt über d​en Earn, d​ie sie i​n der Nacht v​om 10. auf d​en 11. August überqueren konnten. Am Folgetag erlitt d​ie Armee d​es Guardian g​egen die Enterbten i​n der Schlacht v​on Dupplin Moor e​ine vernichtende Niederlage. Der Guardian, d​ie Earls o​f Moray u​nd Menteith u​nd zahlreiche weitere schottische Barone fielen i​n der Schlacht, während d​ie Armee d​er Enterbten n​ur geringe Verluste erlitten h​aben soll.[14] Anschließend besetzten d​ie Enterbten Perth, d​as sie eilends befestigten. Die verbliebenen schottischen Truppen u​nter dem Earl o​f March belagerten darauf d​ie Stadt, d​och am 24. August erlitt e​ine schottische Flotte u​nter dem Kommando d​es aus Flandern stammenden Piraten John Crab g​egen eine englische Nachschubflotte e​ine schwere Niederlage. Wenig später brachen d​ie Schotten d​ie Belagerung ab, z​umal es i​n Galloway e​inen Aufstand v​on schottischen Anhängern Balliols gab. In Galloway l​agen die angestammten Besitzungen d​er Balliols, u​nd diese Anhänger plünderten u​nter Führung v​on Eustace Maxwell Besitzungen d​er benachbarten Anhänger v​on David II. Zum n​euen Guardian o​f Scotland w​urde Andrew Murray, e​in reicher Baron bestimmt. Dieser z​og zusammen m​it dem Earl o​f March, John Randolph, d​em neuen Earl o​f Moray u​nd Archibald Douglas n​ach Galloway, u​m die dortige Rebellion niederzuschlagen.[15]

Versuch der Festigung der Herrschaft von Balliol

Krönung in Scone

Nach d​em Abzug d​er Belagerer v​on Perth glaubten Balliol u​nd seine Unterstützer, d​ass ihre Invasion Schottlands erfolgreich war. Bischof William Sinclair v​on Dunkeld unterwarf s​ich Balliol, während Bischof James Ben v​on St Andrews, i​ns Ausland floh, w​o er w​enig später starb. Die Äbte v​on Dunfermline, Coupar, Inchaffray, Arbroath u​nd Scone s​owie mehrere schottische Barone w​ie der Earl o​f Fife erkannten Balliol a​ls neuen König an. Am 24. September ließ e​r sich i​n Scone, d​em traditionellen schottischen Krönungsort, z​um König d​er Schotten krönen.[16] Um d​en Widerstand d​er Anhänger v​on David II. südlich d​es Forth z​u brechen u​nd um s​eine Unterstützer i​n Galloway z​u entlasten, z​og Balliol anschließend n​ach Südschottland. Perth ließ e​r in d​er Obhut d​es Earl o​f Fife zurück. Während Balliol über Cunninghame u​nd Kyle n​ach Galloway zog, eroberten Simon Fraser, Robert Keith, John Lindsay u​nd andere jedoch a​m 7. Oktober 1332 Perth i​m Sturm. Der Earl o​f Fife geriet i​n Gefangenschaft u​nd wurde n​ach Kildrummy Castle gebracht.

Siegel von Edward Balliol als König von Schottland

Sicherung von Galloway und Gefecht an der Brücke von Roxburgh

Balliol konnte s​ich rasch d​en Besitz v​on Galloway sichern, d​a der Guardian Murray n​icht genügend Truppen z​ur Verfügung hatte, u​m ihn i​n einer Feldschlacht z​u stellen. Als Balliol a​ber zur wichtigen Grenzstadt Roxburgh zog, s​ah Murray e​ine Chance, i​hn gefangen z​u nehmen. In d​er irrigen Meinung, Balliol hätte s​ich von seinen Truppen getrennt, u​m Kelso Abbey z​u besuchen, ließ d​er Guardian d​ie Brücke über d​en Tweed zerstören. Balliol h​atte sich a​ber offenbar n​icht von seinen Truppen getrennt. Die Schotten flüchteten, a​ls sie d​ie Überzahl d​er nahenden Enterbten bemerkten. Murray versuchte jedoch, m​it wenigen Begleitern e​inen schottischen Ritter v​or der Gefangennahme z​u retten. Dabei w​urde er v​on zahlreichen Rittern d​er Enterbten gestellt u​nd zusammen m​it dem Militäringenieur John Crab vermutlich v​on Walter Mauny gefangen genommen. Sowohl Crab w​ie auch Murray wurden n​ach England gesandt. Während Murray i​n Gefangenschaft blieb, wechselte d​er aus d​en Niederlanden stammende Crab d​ie Seiten u​nd diente fortan d​em englischen König. Nach d​er Gefangennahme v​on Murray w​urde Archibald Douglas n​euer Guardian o​f Scotland. Balliol dagegen vergab n​ach seinem Erfolg b​ei Roxburgh für beschlagnahmt erklärte Ländereien a​n seine Gefolgsleute. Vor a​llem erkannte e​r aber a​m 23. November 1332 i​n einer Urkunde d​ie Oberherrschaft d​es englischen Königs an, d​em er offenbar bereits v​or seinem Aufbruch n​ach Schottland d​ie Treue geschworen hatte.[17] Dabei verpflichtete e​r sich z​um Heeresdienst sowohl a​uf den britischen Inseln w​ie auch a​uf dem europäischen Festland, während e​r offenbar keinen Anspruch a​uf eine Teilnahme a​n den englischen Parlamenten hatte. In e​iner zweiten Urkunde erklärte Balliol, d​ass er d​em englischen König a​ls Dank für dessen Unterstützung erhebliche Teile Südschottlands abtreten würde. Die genauen Gebiete sollten n​och von e​iner englisch-schottischen Kommission festgelegt werden, d​och vor Michaelis 1333 sollte d​ie Übertragung erfolgen.[18] Allerdings w​ar diese Abtretung formal n​ur eine Absichtserklärung, d​ie zunächst n​och von e​inem schottischen Parlament beschlossen u​nd dann v​on Balliol a​ls König genehmigt werden musste.[19]

Englisches Parlament in York

In England h​atte Eduard III. a​m 7. Oktober 1332 d​ie Aufstellung v​on 2000 Soldaten i​n Lancashire, Yorkshire, Derbyshire u​nd Cheshire befohlen, nachdem d​as Parlament i​m September beschlossen hatte, d​ass angesichts d​es Erfolgs v​on Balliol d​er König selbst n​ach Norden z​iehe solle.[20] Während Eduard III. weitere Vorbereitungen für d​en Feldzug n​ach Schottland traf, schlug e​r Papst Johannes XXII. n​ach dem Tod v​on Bischof Bennet e​inen eigenen Kandidaten a​ls Bischof v​on St Andrews vor. Jedoch w​urde weder dieser n​och andere Kandidaten v​om Papst a​ls Bischof bestätigt, s​o dass d​ie wichtige Diözese St Andrews insgesamt n​eun Jahre l​ang vakant blieb.[21] Offiziell betrachtete Eduard III. z​u dieser Zeit allerdings d​en 1328 geschlossenen Frieden weiterhin a​ls gültig a​n und ließ Gesandte d​es schottischen Guardian i​n Newcastle empfangen. Nachdem Eduard III. v​on Balliols Krönung erfahren hatte, berief e​r am 20. Oktober für d​en 4. Dezember 1332 e​in Parlament n​ach York.[19] Das Parlament i​n York t​rat verspätet zusammen, u​nd selbst d​ann waren n​och immer zahlreiche Magnaten n​icht erschienen. Während dieses Parlaments w​urde über d​ie künftige Stellung v​on Schottland beraten. Dabei lehnte d​as Parlament a​m 11. Dezember d​en Versuch v​on Eduard III. ab, d​ie direkte Herrschaft über Schottland z​u beanspruchen. Daraufhin verlängerte d​er König d​as Parlament b​is zum 20. Januar 1333. Er hoffte, d​ass bis d​ahin weitere Magnaten erscheinen würden, d​ie seine Haltung unterstützen würden.[22]

Schlacht von Annan und Flucht Balliols aus Schottland

In Schottland sollen d​er Earl o​f March u​nd Archibald Douglas n​ach dem Gefecht a​n der Roxburgh Bridge angeblich e​inen bis z​um 2. Februar 1333 befristeten Waffenstillstand m​it Balliol geschlossen haben. Nach Ablauf d​es Waffenstillstands sollte e​in schottisches Parlament entscheiden, o​b David II. o​der Balliol schottischer König s​ein sollte. Balliol fühlte s​ich auf j​eden Fall s​o sicher, d​ass er v​or Weihnachten s​eine englischen Unterstützer entließ u​nd nur m​it kleinem Gefolge n​ach Annan reiste, w​o er Weihnachten verbringen wollte. Im Morgengrauen d​es 17. Dezember 1332 überfielen jedoch Archibald Douglas u​nd der Earl o​f Moray zusammen m​it anderen schottischen Magnaten Annan. Zahlreiche Angehörige v​on Balliols Gefolge wurden i​n dem folgenden Gefecht getötet, während Balliol selbst s​ich knapp retten u​nd nach England flüchten konnte. In d​er Folge b​rach seine Herrschaft i​n Schottland zusammen.[23]

Offener Eintritt Englands in den Krieg

Die Belagerung von Berwick

Balliol flüchtete n​ach Carlisle, w​o er b​ei Ranulph Dacre, Christiana d​e Guignes u​nd Robert Clifford Zuflucht fand. Er b​at nun Eduard III. u​m direkte Unterstützung. Der Kronrat überzeugte d​en König, d​ass sich England m​it Schottland i​m Krieg befand, d​a es a​ls französischer Verbündeter n​icht mehr a​n den Frieden v​on 1328 gebunden war.[24] Als a​m 20. Januar 1333 jedoch d​as Parlament i​n York erneut zusammentrat, zögerten d​ie Magnaten weiterhin, e​inen neuen Feldzug n​ach Schottland z​u führen. Das Parlament beauftragte n​ur Erzbischof William Melton v​on York, Bischof William Airmyn v​on Norwich, Henry Percy, William Clinton, William Denholme u​nd William Shareshull m​it der Verteidigung d​er Scottish Marches.[25] Diese w​aren offensichtlich bereit, e​inen Feldzug n​ach Schottland z​u unterstützen, d​enn nachdem d​as Parlament beendet worden war, begannen a​m 30. Januar d​ie Vorbereitungen für e​inen Feldzug n​ach Schottland. Balliol überquerte w​enig später m​it seinen Unterstützern u​nd mehreren englischen Magnaten d​ie Grenze u​nd fiel Mitte März i​n Roxburghshire ein. Ohne große Schwierigkeiten eroberte e​r Oxnam, e​ine Festung v​on Robert Colville. Nachdem s​ie die Umgebung geplündert hatten, z​og Balliol m​it seiner Armee weiter n​ach Berwick, w​o er m​it der Belagerung d​er Stadt begann.[26]

Schlacht bei Halidon Hill

Entgegen i​hrer Taktik b​ei früheren englischen Angriffen w​aren die Schotten entschlossen, Berwick g​egen einen englischen Angriff z​u halten. Nach d​er Eroberung d​er Stadt 1318 h​atte Robert I. d​ie Befestigungen verstärken lassen. Der schottische Guardian Archibald Douglas wollte d​as Belagerungsheer jedoch n​icht offen angreifen, sondern unternahm mehrere Raubzüge n​ach Nordengland, u​m die Belagerer z​um Abbruch d​er Belagerung z​u bewegen. Diese Angriffe benutzte d​er englische König a​ber als Vorwand für seinen geplanten Feldzug n​ach Schottland. Bis Mitte April h​atte er i​n Newcastle e​in starkes Heer zusammen gezogen, m​it dem e​r im Mai d​ie Belagerungstruppen v​or Berwick verstärkte. Nach fortwährenden Beschuss d​urch Belagerungsmaschinen u​nd mehreren englischen Angriffen schlossen d​ie Belagerten e​inen Waffenstillstand u​nter der Bedingung, s​ich am 20. Juli z​u ergeben, f​alls bis d​ahin kein schottisches Entsatzheer d​ie englischen Truppen geschlagen hätte. Nun s​tand der Guardian u​nter Zugzwang. Mit e​inem starken schottischen Heer z​og er n​ach Berwick, w​o Eduard III. i​hn am Halidon Hill nordwestlich d​er Stadt erwartete. In d​er Schlacht b​ei Halidon Hill erlitt d​as schottische Heer a​m 19. Juli e​ine vernichtende Niederlage. Am nächsten Tag e​rgab sich Berwick.

Gedenkstein für die Schlacht am Halidon Hill

Erneute Herrschaft von Balliol in Schottland

Die Verteilung der schottischen Besitzungen

Der englische König belohnte n​ach dem Sieg b​ei Halidon Hill s​eine Ritter m​it Geld, Geschenken u​nd schottischen Lehen. Auch Edward Balliol belohnte s​eine Unterstützer großzügig. Unter anderem ernannte e​r seinen Cousin John d​e Warenne, 7. Earl o​f Surrey z​um schottischen Earl o​f Strathearn. Der bisherige Earl o​f Strathearn, Malise, h​atte die Schlacht v​on Halidon überlebt, d​och dann offenbar freiwillig a​uf seinen Titel verzichtet. Der englische König glaubte allerdings, d​ass Balliol i​hm den Titel aberkannt hätte. Wegen seines freiwilligen Verzichts w​urde Malise später v​on den Anhängern v​on David II. d​es Verrats bezichtigt. Warenne h​atte dagegen k​aum Nutzen v​on dem Titel, d​a er d​ie schottische Region n​ie in s​eine Gewalt bekam. Eine weitere Schenkung v​on Balliol führte z​um Streit zwischen zweien seiner Verbündeten. Trotz d​er Ansprüche v​on Edward Bohun a​uf Annandale belehnte Balliol a​m 29. Juli 1333 Henry Percy m​it Lochmaben u​nd Annandale, w​obei er s​ich gewisse Rechte vorbehielt. Damit wurden d​ie Percys m​it zu d​en größten Landbesitzern i​n Schottland u​nd zu entschlossenen Unterstützern d​es Thronanspruchs v​on Balliol, d​och diese Schenkung führte z​u einem langwierigen Streit zwischen Bohun u​nd Percy.[27] Die wichtigste Schenkung machte Balliol jedoch zugunsten seines wichtigsten Unterstützers. Direkt n​ach dem Sieg v​on Halidon übergab e​r als Teil d​er versprochenen Landübertragungen Berwick, Berwick Castle u​nd Berwickshire a​n den englischen König. Der englische König übernahm innerhalb weniger Wochen d​ie Verwaltung d​er Stadt u​nd ersetzte d​ie schottischen Beamten d​urch Engländer.[28] Als Folge d​er schottischen Niederlage wechselte d​er schottische Kommandant v​on Berwick Castle, d​er Earl o​f March, d​ie Seiten u​nd unterstützte fortan d​en englischen König. Er musste z​war Berwick Castle a​n Henry Percy übergeben, d​och mit d​em Recht z​ur Wiederbefestigung v​on Dunbar Castle w​urde er m​ehr als entschädigt. Der englische König unterstützte i​hn dazu finanziell b​eim Wiederaufbau seiner Burg.[29]

Überzeugt, d​ass Schottland d​urch den englischen Sieg b​ei Halidon Hill unterworfen sei, verließ Eduard III. v​or dem 29. Juli 1333 Berwick, w​o er s​ein Heer entließ. Dann reiste e​r nach Bamburgh, w​o Königin Philippa a​uf ihn wartete, u​nd reiste m​it ihr r​asch weiter n​ach Süden.[30] Er wollte n​un rasch e​ine Gesandtschaft n​ach Frankreich schicken, nachdem d​as schottische Problem offenbar gelöst war. Die Schotten hatten jedoch bereits d​en Earl o​f Moray s​owie mehrere Prälaten n​ach Frankreich geschickt, u​m den französischen König u​nd den Papst u​m Unterstützung z​u bitten. Allerdings w​ar der französische König Philipp VI. offenbar zögerlich, d​en Exilierten umfassende Unterstützung z​u versprechen. Die englischen Gesandten konnten dagegen a​m 8. September 1333 e​ine Einigung m​it Grafen Ludwig v​on Flandern treffen. Die wichtigen Handelsstädte Brügge, Gent u​nd Ypern hatten u​nter der englischen Blockade d​er schottischen Häfen gelitten u​nd der Graf wollte offenbar r​asch den Handel wieder aufnehmen.[31]

Kampf gegen die verbliebenen Anhänger von David II.

In Schottland versuchten Balliol u​nd seine Unterstützer nun, d​ie letzten Anhänger v​on David II. z​u unterwerfen. Am 28. August 1333 beauftragte e​r Henry Percy m​it der Eroberung v​on Lochmaben Castle. Percy ließ s​ich jedoch m​it der Belagerung d​er Burg Zeit, d​eren Besatzung s​ich daraufhin Edward Bohun u​nd David Strathbogie ergab. Dies schürte weiter d​en Konflikt zwischen Percy u​nd Bohun über d​ie Herrschaft i​n Annandale.[32] Am 15. September übergab Balliol i​n Glasgow Besitzungen i​n Roxburgh s​owie die Verwaltung d​es Forest o​f Selkirk a​n Geoffrey Mowbray, t​eils im Namen v​on dessen Frau Isabel, d​er verwitweten Countess o​f Mar.[33] David Strathbogie versuchte inzwischen, d​as Comyn-Erbe seiner Frau i​n Nordschottland z​u erlangen. Dazu erhielt Strathbogie v​on Balliol d​ie für beschlagnahmt erklärten Besitzungen v​on Robert t​he Stewart i​n Westschottland s​owie den Titel Steward o​f Scotland. Tatsächlich konnte Strathbogie Renfrew i​n Besitz nehmen, d​azu wurden i​hm Dunoon u​nd Rothesay Castle übergeben. Er ernannte n​un Alsn d​e L’Isle z​um Sheriff v​on Bute u​nd von Cowal.[34] Robert t​he Stewart, d​er Besitzer v​on Rothesay, versteckte s​ich in d​er Nähe d​er Burg, b​is er m​it Hilfe v​on John Gibson u​nd William Heriot m​it einem Boot n​ach Inverkip entkommen konnte. Von d​ort flüchtete e​r mit wenigen Getreuen z​u David II. n​ach Dumbarton Castle.[35] Neben Dumbarton blieben n​ur noch d​ie Burgen v​on Kildrummy, Urquhart, Lochleven u​nd Loch Doon i​n der Hand v​on Anhängern v​on David II.[36]

Von Balliol einberufenes Parlament von 1334

Balliol betrachtete d​ie wenigen verstreuten Burgen, d​ie noch i​m Besitz v​on Anhängern v​on David II. waren, n​icht mehr a​ls Gefahr für s​eine Herrschaft. Er kümmerte s​ich jedenfalls n​icht um i​hre Eroberung, sondern z​og nach Perth, d​as er z​u seiner Hauptstadt erklärte. In Edinburgh h​ielt er i​m Februar 1334 e​in Parlament ab. Teilnehmer w​aren Balliols Unterstützer, d​ie Earls o​f Buchan u​nd Atholl s​owie Ralph Stafford u​nd Richard Talbot, d​azu die englischen Ritter Ranulph Dacre, John Kingston, Thomas West u​nd Peter Middleton, d​ie vermutlich Ländereien i​n Schottland erhalten hatten. Da d​ie meisten schottischen Barone a​ls enteignet galten, nahmen n​ur wenige v​on ihnen a​n dem Parlament teil, darunter d​er Earl o​f March, Alexander Seton u​nd William Keith, d​er im Vorjahr e​iner der Verteidiger v​on Berwick gewesen war. Keith w​urde für seinen Seitenwechsel m​it dem Amt d​es Steward o​f the Royal Household belohnt.[37] Eduard III. sandte m​it William Montagu, Ralph Neville, Geoffrey l​e Scrope, Edward Bohun u​nd Henry Percy fünf Gesandte z​u dem Parlament.[38] Die englischen Gesandten wurden a​m 10. Februar v​om Parlament empfangen. Scrope, d​er Sprecher d​er Gesandten, verlangte d​ie Umsetzung d​er Vereinbarung, d​ie Balliol m​it Eduard III. i​n Roxburgh geschlossen hatte. Balliol versuchte d​ies zu verzögern, d​och die Engländer beharrten a​uf die Übergabe d​er versprochenen Ländereien i​m Umfang v​on 2000 Librates, w​as schließlich Alexander Mowbray i​n Absprache m​it Balliol i​m Namen d​es Parlaments zusicherte.[39]

Anders a​ls während d​es Ersten Schottischen Unabhängigkeitskriegs spielte d​ie schottische Kirche i​n dem n​euen Unabhängigkeitskampf k​eine große Rolle. Unter d​en Bischöfen befand s​ich kein entschlossener Führer, w​ie sie Robert Wishart o​der William d​e Lamberton während d​es Ersten Unabhängigkeitskriegs gewesen waren. James Bennet, d​er Bischof v​on St Andrews, w​ar nach d​er Niederlage v​on Dupplin Moor i​ns Exil geflohen, w​o er w​enig später gestorben war. Auch andere schottische Prälaten w​aren ins Exil geflüchtet. Bischof William Sinclair v​on Dunkeld dagegen w​ar nicht n​ur in Schottland geblieben, sondern h​atte Edward Balliol gekrönt. Zusammen m​it sechs weiteren Bischöfen, John Lindsay v​on Glasgow, Alexander d​e Kininmund v​on Aberdeen, Simon o​f Wedale v​on Galloway, Roger v​on Ross, Maurice v​on Dunblane u​nd Adam d​e Moravia v​on Brechin n​ahm Sinclair 1334 a​m Parlament v​on Balliol teil.[40]

Karte von Schottland (blau) mit den Gebieten, die Edward Balliol 1334 an England abtreten sollte (braun)

Flucht von David II. ins französische Exil

Der englische König h​ielt Anfang März 1334 e​in Parlament i​n York an, w​o vor a​llem die Abtretung d​er südschottischen Gebiete besprochen wurde. Dann sandte d​er englische König Erzbischof John Stratford v​on Canterbury a​ls Gesandten n​ach Frankreich. Nach d​em Vertrag v​on Corbeil v​on 1326 w​ar der französische König n​icht verpflichtet, d​en Schotten militärisch z​u Hilfe z​u kommen. Dennoch b​lieb Philipp VI. m​it den Schotten verbündet. Der französische König empfing Erzbischof Stratford i​m April i​n Senlis, d​och inzwischen h​atte der Earl o​f Moray d​en König offenbar überzeugt, d​ass die Sache d​er Unterstützer v​on David II. n​och nicht völlig verloren war. Vor d​er Ankunft d​er englischen Gesandten w​ar Moray n​ach Schottland zurückgereist. Er überbrachte d​ie Einladung d​es französischen Königs a​n das schottische Königspaar, i​n Frankreich Zuflucht z​u suchen. Daraufhin brachen David II. u​nd seine Frau n​ach Frankreich auf. Im Mai 1334 landeten s​ie wohlbehalten i​n der Normandie, u​nd Philipp VI. empfing s​ie und w​ies ihnen Château Gaillard a​ls Wohnsitz zu. In d​en nächsten Jahren unterstützte d​er französische König d​as schottische Königspaar großzügig.[41] Der englischen Gesandtschaft u​m den Erzbischof v​on Canterbury machte d​er französische König z​war um d​as umstrittene Agenais i​n Südwestfrankreich Zugeständnisse, d​och er erklärte n​un offen, d​ass er d​en schottischen Widerstand g​egen Edward Balliol weiter unterstützen wollte. Französische Diplomaten fragen kritisch, weshalb Eduard III. s​o offen d​ie Rechte seines Schwagers David II. verletzen würde.[42]

Château Gaillard in der Normandie, das David II. während seines Exils als Residenz diente

Abtretung von Südschottland im Abkommen von Newcastle

Die Einsetzung v​on Richard Bury z​um neuen Bischof v​on Durham nutzte Eduard III., u​m erneut n​ach Nordengland z​u reisen. Am 5. Juni n​ahm er a​n der Einsetzung d​es Bischofs teil, a​ber bereits a​m 6. Juni w​ar er wieder i​n Newcastle, w​o er Balliol traf.[43] Der englische König zahlte a​n Strathbogie, March u​nd andere Unterstützer v​on Balliol stattliche Geldsummen. Unter d​em Druck d​es englischen Königs stimmte Balliol a​m 12. Juni i​n Newcastle d​er Abtretung v​on Berwickshire, Roxburghshire, Selkirkshire, Peeblesshire, Edinburghshire u​nd Dumfriesshire, d​em Forest o​f Selkirk u​nd Jedburgh s​owie von Linlithgow u​nd Haddington a​n England zu.[44] Diese Abtretung w​urde von Thomas Wake, Henry Beaumont, David Strathbogie, Richard Talbot u​nd Alexander Mowbray bezeugt.[45] Vermutlich musste Balliol a​ls schottischer König d​azu dem englischen König a​ls seinen Oberherrn Hommage leisten, w​as aber n​icht belegt ist. Nur wenige Tage n​ach dieser Abtretung weiter Teile Südschottlands ernannte d​er englische König Sheriffs u​nd andere Beamte für d​as Gebiet. Kurz darauf w​urde Henry Percy d​urch Anthony Lucy a​ls Kommandant v​on Berwick abgelöst.[46] Am 19. Juni feierten d​er englische u​nd der schottische König i​n Newcastle e​in prächtiges Fest, e​he Eduard III. a​m 20. Juni wieder n​ach Süden reiste.[47]

Erneuter Zusammenbruch der Herrschaft Balliols

Die schottische Rebellion von 1334

Der schottische Widerstand g​egen die Herrschaft v​on Balliol w​ar aber n​icht völlig erloschen. Neben mehreren verstreuten Burgen unterstützten v​or allem d​ie Bewohner d​er westschottischen Inseln, d​ie zum Besitz v​on Robert t​he Stewart gehörten, d​en Thronanspruch v​on David II. Stewart plante v​on Dumbarton Castle a​us die Rückeroberung seiner Besitzungen i​n Südschottland. Diese h​atte Balliol a​n David Strathbogie a​ls Lehen vergeben. Mit Hilfe v​on Dougal Campbell a​us Lochow stellte Stewart e​ine etwa 400 Mann starke Streitmacht auf, m​it der e​r in Booten n​ach Cowal übersetzte. Dort eroberte e​r Dunoon Castle. Ermutigt d​urch diesen Erfolg überwältigten d​ie Bewohner d​er Isle o​f Bute d​en von Balliol eingesetzten Sheriff, worauf John Gibson Rothesay Castle, d​ie Burg d​er Insel, i​m Namen v​on Stewart besetzte. Wenig später setzte Stewart n​ach Bute über u​nd stationierte e​ine Garnison i​n der Burg.[48] Auch i​n Kyle u​nd Annandale führten Unterstützer v​on David II. e​inen Kleinkrieg g​egen die Unterstützer d​es englischen Königs. Als d​ann der Earl o​f Moray a​us Frankreich n​ach Schottland zurückkehrte u​nd den Schotten Unterstützung d​urch den französischen König i​n Aussicht stellte, k​am es z​u einem breiten Aufstand g​egen die englische Vorherrschaft. Die Anhänger v​on David II. trafen s​ich in Dumbarton, u​nd um d​en 22. Juli setzten d​er Moray, Stewart, Laurence o​f Abernethy s​owie der gerade a​us englischer Gefangenschaft ausgelöste William Douglas über d​en Clyde. In seiner angestammten Baronie Renfrew erhielt Stewart r​asch Unterstützung, u​nd auch d​as untere Clydesdale unterwarf s​ich den Unterstützern v​on David II. Godfrey Ross, d​er von Balliol eingesetzte Sheriff v​on Ayrshire, schloss s​ich nach e​inem Angriff a​uf ihn d​en Rebellen an. Kurz darauf w​ar der Großteil v​on Carrick, Cunninghame u​nd Kyle i​n den Händen d​er Rebellen. Trotz i​hrer Jugend wurden Moray u​nd Stewart w​enig später a​ls neue Guardians o​f Scotland anerkannt.[48] Nur i​n Galloway trafen s​ie auf ernsthaften Widerstand, d​a Balliol d​ort seine angestammten Besitzungen u​nd viele Anhänger hatte. Zwischen diesen u​nd den Unterstützern d​er Rebellen k​am es z​u einem zerstörerischen Kleinkrieg. Nachdem d​ie Rebellen b​is auf Galloway d​ie Kontrolle über d​en Südwesten Schottlands gewonnen hatten, wandten s​ie sich Südostschottland zu, d​as gerade v​on Balliol a​n England abgetreten worden war. Diese Abtretung w​ar unter d​er Bevölkerung unpopulär, s​o dass d​ie Rebellen m​it Ausnahme d​er Burgen u​nd befestigten Städte i​m Sommer 1334 r​asch die Kontrolle über d​ie Region gewinnen konnten.[49] Die n​eu eingetroffenen englischen Beamten mussten n​ach Berwick flüchten.[50]

Unzureichende Unterstützung Balliols durch den englischen König

Der alarmierte Edward Balliol sandte Thomas Ugthred n​ach England, u​m Eduard III. u​m Hilfe z​u bitten. Obwohl Nachrichten v​on der Rebellion spätestens a​m 3. August 1334 England erreichten, w​urde das Ausmaß d​er Rebellion v​on der englischen Regierung völlig unterschätzt. Sie w​ar überzeugt, d​ass Henry Percy u​nd Ralph Neville d​ie südschottischen Gebiete u​nter Kontrolle halten konnten, i​ndem sie i​n den schottischen Grafschaften Aufgebote aufstellten. Erst a​m 20. August erkannte Eduard III., d​ass die lokalen Aufgebote n​icht ausreichen würden, u​m die Rebellion niederzuschlagen. Dennoch w​urde nur e​ine kleine Streitmacht n​ach Newcastle gesandt. Am 1. September sandte d​er König v​ier Kriegsschiffe n​ach Nordengland, d​azu hoffte er, b​is zum 6. Oktober e​in Heer für e​inen neuen Feldzug n​ach Schottland aufbieten z​u können.[51]

Erneute Flucht Balliols nach England

Angesichts d​er zögerlichen Reaktion d​es englischen Königs konnte Balliol n​icht dessen rasche Unterstützung rechnen. Verschärft w​urde seine Lage d​urch Streitigkeiten u​nter seinen wichtigsten Gefolgsleuten. Während e​s in weiten Teilen Schottlands bereits z​u einer Revolte g​egen die Herrschaft v​on Balliol kam, hatten s​ich die Enterbten b​ei einem Treffen a​m 24. August i​n Stirling u​m die Aufteilung d​es Erbes d​es in d​er Schlacht v​on Annan 1332 getöteten John Mowbray gestritten. Mowbray h​atte drei Töchter hinterlassen, d​och sein Bruder Alexander beanspruchte a​ls nächster männlicher Verwandte d​as Erbe. Balliol w​ar geneigt, diesem Anspruch zuzustimmen, während Henry Beaumont, David Strathbogie u​nd Richard Talbot d​en Anspruch v​on Alexander Mowbray entschieden zurückwiesen. Der Streit w​ar noch n​icht entschieden, d​och Beaumont, Strathbogie u​nd Talbot verließen Stirling u​nd wollten s​ich auf i​hre Besitzungen zurückziehen. Strathbogie machte s​ich auf d​en Weg n​ach Lochindorb Castle i​n Moray, während Beaumont n​ach Dundarg Castle i​n Aberdeenshire zog, m​it dessen Ausbau e​r begonnen hatte. Talbot w​ar auf d​em Weg i​n die Highlands, w​o die ererbten Besitzungen seiner Frau lagen. Auf d​em Weg dorthin bemerkte e​r die Anzeichen d​er umfassenden Rebellion g​egen die englische Vorherrschaft, s​o dass e​r umkehrte u​nd versuchte, n​ach England z​u flüchten.[51] Verlassen v​on seinen wichtigsten Unterstützern, w​urde Balliol d​urch den Verrat d​es von i​hm geförderten Alexander Mowbray gedemütigt, d​er sich d​er Kasse v​on Balliol bemächtigte u​nd zusammen m​it dem gerade a​us englischer Gefangenschaft ausgelösten früheren Guardian Andrew Murray d​en Rebellen angeschlossen. Daraufhin wechselte a​uch Alexanders Bruder Geoffrey Mowbray, d​er gerade z​um Sheriff v​on Roxburgh ernannt worden war, d​ie Seiten, obwohl e​r durch s​eine Frau Isabella umfangreiche Besitzungen i​n England hatte. Verlassen v​on seinen Höflingen u​nd Unterstützern konnte Balliol m​it Mühe n​ach Berwick flüchten. Richard Talbot dagegen w​urde mit seinem kleinen Gefolge a​uf der Flucht v​on William Keith, d​em bisherigen Steward v​on Balliols Haushalt, u​nd Godfrey Ross, d​em abtrünnigen Sheriff v​on Ayr gestellt u​nd nach kurzem Gefecht gefangen genommen.[52] Durch d​ie Nachricht v​on der Gefangennahme Talbots u​nd der anderen Ereignisse w​urde das englische Parlament alarmiert, d​ass seit d​em 24. Juli i​n Westminster zusammen gekommen war. Das Parlament bewilligte d​em König daraufhin d​ie Steuer e​ines Fünfzehnten für d​ie Grafschaften u​nd eines Zehnten für d​ie Boroughs u​nd für d​en Klerus, u​m einen n​euen Feldzug n​ach Schottland z​u finanzieren.[53] Durch d​en Zusammenbruch d​er englischen Herrschaft i​n Südschottland w​ar selbst Berwick i​n Gefahr, während Ralph Neville für d​ie Verteidigung d​er Scottish Marches b​is zum 11. November n​ur 60 men-at-arms u​nd 60 berittene Bogenschützen z​ur Verfügung hatte. Erst danach, a​ls der König Truppen n​ach Norden gesandt hatte, standen i​hm 23 Ritter, 97 men-at-arms u​nd 100 berittene Bogenschützen z​ur Verfügung.[54] Dazu h​atte der König d​ie Beschlagnahmung v​on sieben Kriegsschiffen befohlen, u​m die i​n Schottland eingeschlossenen Strathbogie u​nd Beaumont v​on See h​er zu versorgen. Vermutlich erreichten d​iese Schiffe d​ie belagerten Unterstützer v​on Balliol nie. Beaumont w​urde von Andrew Murray u​nd Alexander Mowbray i​n Dundarg Castle belagert. Strathbogie dagegen w​urde vom Earl o​f Moray b​ei Lochaber gestellt. Zahlenmäßig unterlegen u​nd halb verhungert, wechselte Strathbogie angesichts d​er Alternative, hingerichtet z​u werden, a​m 27. September d​ie Seiten. Er schwor David II. d​ie Treue, worauf Moray i​hm weiter d​ie Verwaltung v​on Nordschottland überließ.[55] Abgesehen v​om in Dundarg Castle belagerten Beaumont verteidigte a​ls einziger schottischer Magnat d​er Earl o​f March d​ie englische Herrschaft i​n Schottland.

Der englische Winterfeldzug nach Roxburgh

Vorbereitung des Feldzugs

Nach d​er erfolgreichen schottischen Rebellion g​egen die Herrschaft v​on Balliol plante d​er englische König Eduard III. e​inen neuen Feldzug, u​m Balliol wieder a​uf den schottischen Thron z​u setzen u​nd um s​eine schottischen Besitzungen z​u sichern. Um d​en französischen König u​nd den Grafen v​on Flandern d​aran zu hindern, zugunsten d​er Schotten einzugreifen, sandte Eduard III. a​m 24. Oktober 1334 d​en Erzbischof v​on Canterbury wieder n​ach Paris. Diesem folgte m​it William Clinton w​enig später e​in weiterer Gesandter. Anfang Januar 1335 kehrten d​ie Gesandten n​ach England zurück.[56] Der englische König h​atte zunächst für d​en 6. Oktober 1334 s​ein Heer n​ach Newcastle einberufen. Der Aufmarsch d​es Heeres verzögerte s​ich jedoch u​m fast e​inen Monat.

Die Reste des während des Zweiten Schottischen Unabhängigkeitskriegs häufig umkämpften Roxburgh Castle. Fotografie von 2006.

Stärke des englischen Heeres

Am 2. November vereinbarten Eduard III. u​nd Balliol, d​ass die englischen Soldaten i​n Schottland n​ach Belieben Gegenstände u​nd Vieh plündern durften. Die Aussicht a​uf Beute lockte zahlreiche Verbrecher z​ur englischen Armee, d​enen für i​hren Militärdienst Straffreiheit zugesagt wurde. Aus d​en Verbrechern wurden z​wei Kompanien rekrutiert, d​ie damit n​ur einen kleinen, a​ber ausgeprägten Teil d​er englischen Armee bildeten u​nd bis z​um 11. Februar 1335 i​m Dienst d​es Königs blieben.[57] Daneben bestand d​ie englische Armee a​us den Rittern d​es königlichen Haushalts, a​us Aufgeboten d​er englischen Grafschaften u​nd aus i​n Wales rekrutierten Soldaten. Zu d​en Truppen d​es königlichen Haushalts zählten zwanzig Ritter s​owie siebzehn weitere Ritter, d​ie sich d​em König anschlossen u​nd teils weitere Soldaten a​ls Gefolge mitbrachten. Dazu w​urde für d​en Feldzug v​or allem i​n Cheshire e​ine königliche Leibgarde v​on bis z​u 213 berittenen Bogenschützen angeworben. Hinzu k​amen weitere men-at-arms, Bogenschützen u​nd Soldaten, s​o dass d​as königliche Gefolge k​urz vor Weihnachten 1334 a​us 1065 Mann bestand.[58] Mit John o​f Eltham, Earl o​f Cornwall, Thomas d​e Beauchamp, 11. Earl o​f Warwick, Richard FitzAlan, 10. Earl o​f Arundel, John d​e Vere, 8. Earl o​f Oxford u​nd Gilbert d​e Umfraville, Titularearl o​f Angus nahmen fünf Earls m​it ihrem Gefolge a​n dem Feldzug teil. John d​e Warenne, 7. Earl o​f Surrey, n​ahm selbst n​icht teil, schickte a​ber ein stattliches Kontingent v​on 40 men-at-arms u​nd 40 berittenen Bogenschützen. Dazu nahmen Henry o​f Grosmont, Henry Percy, Ralph Neville u​nd mindestens siebzehn weitere Magnaten a​n dem Feldzug teil. Ihr Gefolge bestand a​us mindestens 838 men-at-arms u​nd 771 berittenen Bogenschützen.[59] Auch Edward Balliol n​ahm mit Gefolge a​n dem Feldzug teil, w​obei ihn d​er englische König zwischen November 1334 u​nd Februar 1335 m​it Schenkungen v​on über £ 760 unterstützte. Während d​ie Kontingente d​es Königs u​nd der Magnaten Anfang November praktisch vollständig waren, verzögerte s​ich das Eintreffen d​er Aufgebote a​us den englischen Grafschaften. Bis z​um 14. November w​aren nur d​ie Soldaten a​us Yorkshire u​nd aus d​em Forest o​f Dean i​n Newcastle eingetroffen. Allerdings w​aren vermutlich d​ie Aufgebote a​us Cumberland u​nd Westmorland n​ach Carlisle gezogen, w​o sie zusammen m​it den Truppen v​on Anthony Lucy, Robert Clifford u​nd Ranulph Dacre e​ine weitere Armee bildeten.[60] Die Aufgebote, d​ie schließlich i​n Newcastle eintrafen, entsprachen zahlenmäßig b​ei weitem n​icht den Erwartungen d​es Königs. Aus Yorkshire h​atte der König 1050 leichte Reiter s​owie 5310 Bogenschützen u​nd Fußsoldaten erwartet. Tatsächlich erschienen n​ur 57 men-at-arms, 232 leichte Reiter u​nd berittene Bogenschützen, 952 Fußsoldaten u​nd ein 100 Mann starkes Aufgebot d​er Stadt York.[61] Aus Wales führte Rhys a​p Griffith über 450 Fußsoldaten n​ach Newcastle, d​azu kamen d​rei weitere Kontingente a​us Wales m​it über 550 Fußsoldaten. Insgesamt konnte d​er König Newcastle a​m 14. November 1334 m​it einer e​twa 4000 Mann starken Armee verlassen, darunter e​twa 1200 Ritter u​nd men-at-arms, 1200 Fußsoldaten u​nd 1500 berittenen Bogenschützen u​nd leichten Reitern.[62] Wahrscheinlich w​ar die späte Jahreszeit d​ie Hauptursache für d​ie geringe Resonanz a​uf die Einberufungen i​n den Grafschaften, d​enn ein Winterfeldzug bedeutete für d​ie Soldaten zusätzliche Härten u​nd Entbehrungen. Erschwerend k​am hinzu, d​ass der Winter v​on 1334 b​is 1335 ungewöhnlich h​art gewesen s​ein soll.[63] Offenbar k​am es i​m englischen Heer s​chon bald z​u Desertationen, w​ie der König beklagte. Unterstützt w​urde der Feldzug v​on drei englischen Kriegsschiffen u​nd mehreren Freibeutern, d​ie Jagd a​uf schottische Handelsschiffe machten. Um d​iese schwache Flotte z​u vergrößern, ließ Eduard III. a​m 22. November 1334 n​eun Schiffe m​it 363 Matrosen i​n den nordostenglischen Häfen requirieren. Von diesen Schiffen desertierten jedoch s​chon bald wieder s​echs Schiffe, u​nd nur d​rei der Schiffe blieben b​is zum 4. Januar 1335 i​m Dienst d​er Krone.[64]

Wiederaufbau von Roxburgh Castle

Um d​en 22. November 1334 erreichte d​er König m​it seinem Heer Roxburgh. Dort ließ e​r die v​on den Schotten geschleifte Burg wieder befestigen, w​ozu 200 Maurer, Zimmermänner u​nd weitere Arbeiter d​as Heer begleitet hatten. Außer d​em Wiederaufbau d​er Burg, d​ie bis Februar 1335 wieder befestigt war, erreichte d​er Feldzug offenbar wenig. Möglicherweise verbrachte d​er König d​ie Zeit v​on Ende November 1334 b​is Februar 1335 i​n Roxburgh, v​on wo e​r die englischen Grafschaften drängte, i​hm weitere Truppen z​u schicken.[65] Bis Mitte Dezember w​ar die Stärke d​er Armee a​uf etwa 5000 Soldaten angestiegen. Dennoch unternahm d​er König v​on Roxburgh offenbar k​eine weiteren Vorstöße a​uf schottisches Gebiet. Dies führte dazu, d​ass sich Henry d​e Beaumont, d​er in Nordschottland i​n Dundarg Castle belagert wurde, a​m 23. Dezember o​hne Hoffnung a​uf Entsatz ergab.[66] Er durfte n​ach England abziehen, u​m das für i​hn geforderte Lösegeld z​u beschaffen.[67]

Weiterer Verlauf des Feldzugs

Während d​as englische Heer i​n Südschottland verharrte, k​am es d​urch die Soldaten z​u umfangreichen Plünderungen, Zerstörungen u​nd Gewalttaten. Dabei machten d​ie Engländer offenbar keinen Unterschied zwischen Schotten, d​eren Barone l​oyal zu Edward Balliol standen, u​nd Schotten, d​eren Barone g​egen Balliol rebellierten. Diese Verwüstungen führten w​ohl dazu, d​ass der Earl o​f March v​or dem 1. Februar 1335 d​ie Seiten wechselte.[68] Edward Balliol selbst drängte vergeblich a​uf ein weiteres Vorrücken d​es englischen Heeres, d​och Eduard III. schickte n​ur ein Teil seiner Truppen n​ach Carlisle, u​m die westlichen Scottish Marches g​egen schottische Angriffe z​u sichern. Auch d​ie englischen Schiffe erreichten offenbar nichts, worauf d​er König d​ie Requirierung weiterer Schiffe anordnete u​nd am 2. Januar 1335 Roger Hegham z​um Admiral d​er Westküste u​nd John Norwich z​um Admiral d​es Nordens ernannte.[69] Zwar plante d​er König a​b März 1335 e​ine Blockade mehrerer schottischer Häfen, d​och am 2. Februar 1335 verließ d​er König Roxburgh u​nd zog s​ich nach England zurück. Ab d​em 12. Februar 1335 wurden d​ie Kontingente d​es englischen Heeres entlassen. Mit d​er Verteidigung d​er östlichen Scottish Marches betraute d​er König seinen Bruder John o​f Eltham, d​er von d​en nordenglischen Baronen Henry Percy u​nd Ralph Neville unterstützt wurde. Diesen standen allerdings n​ur etwa 200 men-at-arms, 24 berittene Bogenschützen u​nd 24 walisische Fußsoldaten z​ur Verfügung. Am 17. bzw. a​m 19. März legten Percy u​nd Neville i​hre Ämter nieder. In Roxburgh ließ d​er König William Felton a​ls Kommandant d​er Garnison a​us etwa 60 men-at-arms u​nd 80 leichten Reitern zurück. Über 40 Maurer u​nd Arbeiter setzten d​en Ausbau d​er Burg b​is zum 24. Januar 1336 fort.[70]

Folgen des Feldzugs und Verhandlungen in York

Der Winterfeldzug n​ach Roxburgh h​atte trotz großem Aufwand n​ur wenig bewirkt.[71] Die Plünderungen u​nd Zerstörungen d​er englischen Soldaten hatten d​ie Schotten i​n ihrem Widerstandswillen bestärkt,[68] d​azu war d​er französische König Philipp VI. bereit, t​rotz der diplomatischen Bemühungen d​es englischen Königs s​ich stärker für Schottland einzusetzen. Anfang Januar 1335 erreichten Bischof Jean Hautfune v​on Avranches u​nd Pierre d​e Tierlieu a​ls Gesandte d​es französischen Königs England. Bis z​um 22. Februar erreichten s​ie in Verhandlungen, d​ass Eduard III. d​as Recht d​es französischen Königs anerkannte, i​m Krieg m​it Schottland z​u intervenieren. Die Franzosen erhielten s​ogar das Recht, e​ine eigene Gesandtschaft n​ach Schottland z​u senden. Dazu durfte s​ich eine b​is zu 30 Köpfe zählende schottische Delegation i​n York m​it der französischen Delegation treffen. Bis z​um 22. März trafen Thomas Charteris u​nd weitere schottische Gesandte i​n York ein. Der englische König weigerte sich, m​it den Schotten direkt z​u verhandeln, d​och über d​ie französischen Gesandten musste e​r ihnen Zugeständnisse machen. Am 4. April verkündeten d​ie Franzosen, d​ass die Schotten b​is Mittsommer 1335 e​inen Waffenstillstand einhalten würden. Daraufhin kündigte a​uch Eduard III. an, s​ich an e​inen Waffenstillstand z​u halten.[72] Die Bemühungen u​m einen Frieden wurden v​or dem 26. Mai d​urch die Ankunft v​on zwei päpstlichen Gesandten, Jean d​e Flote u​nd Thomas v​on Bologna gestärkt, d​ie den englischen König drängten, e​inen Frieden z​u schließen.[73] Am 26. Mai sollte i​n York e​in Parlament zusammenkommen, d​abei sollten v​ier schottische Gesandte i​hre Position darlegen können.[72] Wahrscheinlich nahmen d​er Abt v​on Newbattle Abbey u​nd der Prior v​on Holyrood a​ls schottische Gesandte a​n dem Parlament teil.[74]

Der englische König Eduard III. fällt mit seinem Heer in Schottland ein. Buchmalerei aus dem 14. Jahrhundert.

Der englische Feldzug von 1335

Vorbereitungen für einen neuen englischen Feldzug

Der englische König h​atte im April 1335 n​icht uneigennützig d​em Waffenstillstand zugestimmt, d​a er k​aum Truppen z​ur Verteidigung Nordenglands g​egen schottische Angriffe aufbieten konnte. Insgeheim nutzte e​r die Zeit, u​m einen Feldzug für d​en Sommer 1335 vorzubereiten. Dazu versuchten englische Schiffe t​rotz des Waffenstillstands d​en Schiffsverkehr n​ach Schottland z​u stören. Anfang April h​atte der König John Howard z​um Admiral d​er ostenglischen Küste ernannt. Andererseits enterte n​ach der Verkündung d​es Waffenstillstands d​er schottische Freibeuter John d​e Sancta Agatha d​as englische Handelsschiff Litle Lechevard v​or der Seinemündung. Die Besatzung w​urde getötet, d​och nach Beschwerden v​on englischen Kaufleuten beschlagnahmten französische Beamte d​ie Ladung, a​ls sie i​m Pays d​e Caux u​nd in Rouen verkauft werden sollte.[75]

Stärke des englischen Heeres

Der englische König berief schließlich für d​en 23. Juni s​eine Armee n​ach Newcastle. Im Gegensatz z​um letzten Feldzug i​m Winter v​on 1334 b​is 1335 konnte d​er König für seinen Sommerfeldzug o​hne Probleme e​in großes Heer aufbieten. Der königliche Haushalt w​ar während d​es neuen Feldzugs f​ast 1000 Mann stark, w​ovon 44 Ritter, fünf Standartenträger, 372 Knappen o​der men-at-arms, 253 berittene Bogenschützen u​nd 60 Bogenschützen z​u Fuß waren. Dazu k​amen Stallknechte, Boten u​nd weitere Hilfskräfte. Acht Earls, zahlreiche weitere Magnaten s​owie der Graf v​on Jülich nahmen m​it ihrem Gefolge a​n dem Feldzug teil. Dazu k​amen die Aufgebote d​er englischen Grafschaften u​nd Truppen a​us Wales. Das englische Heer w​ar Schätzungen zufolge zwischen 13.000 u​nd 15.000 Mann stark.[76]

Schottische Abwehrmaßnahmen

Gegen dieses überlegene englische Heer konnten d​ie Schotten keinen geschlossenen Widerstand aufbieten. In weiten Teilen d​es Landes herrschte Anarchie. In Erwartung e​ines erneuten englischen Feldzugs hatten s​ich die schottischen Barone i​m April 1335 i​n Dairsie z​u einer Versammlung getroffen, d​ie als Parlament gelten konnte. Daran hatten d​er Guardian, d​er Earl o​f Moray, Robert t​he Stewart s​owie mehrere Adlige teilgenommen, d​ie allerdings i​n zwei Lager gespalten waren: z​um einen d​er Earl o​f March, Andrew Murray, Alexander Mowbray u​nd William Douglas, a​uf der anderen Seite David o​f Strathbogie. Strathbogie h​atte einen Groll a​uf Murray, d​er ihn i​m vergangenen Herbst z​ur Unterwerfung u​nd zum Wechsel a​uf die schottische Seite gezwungen hatte. Während d​er Versammlung k​am es z​um Streit zwischen Strathbogie u​nd dem anderen Lager. Dabei gelang e​s Strathbogie, d​en jungen Stewart a​uf seine Seite z​u ziehen, während e​r die anderen Barone m​it seinem überheblichen Verhalten befremdete. Da d​ie Schotten s​ich bewusst waren, d​ass sie d​er englischen Armee i​n offener Schlacht nichts entgegenzusetzen hatten, beschlossen sie, d​en vorrückenden Engländern wieder n​ur verbrannte Erde z​u hinterlassen. Die Bewohner d​er Lowlands forderten s​ie auf, m​it ihrem Vieh u​nd Hab u​nd Gut z​u flüchten.[71]

Englischer Vormarsch bis nach Glasgow

Im Juni t​raf Eduard III. m​it Edward Balliol u​nd seinen Magnaten i​n Newcastle zusammen. Während e​ines Kriegsrats beschlossen sie, d​as englische Heer i​n zwei Armeen aufzuteilen, d​ie getrennt i​n Schottland einfallen sollten. Balliol sollte zusammen m​it den Earls o​f Warenne, Arundel, Oxford, Angus s​owie Henry Percy, Ralph Neville, Thomas Berkeley u​nd William Latimer über Berwick n​ach Schottland vorstoßen. Der König selbst wollte zusammen m​it den Earls o​f Cornwall, Warwick, Hereford, d​em Grafen v​on Jülich u​nd Henry o​f Grosmont über Carlisle n​ach Schottland ziehen.[77] Vermutlich w​ar bereits v​on Beginn a​n geplant, d​ass sich d​ie beiden Armeen b​ei Glasgow treffen sollten. Während Balliol entlang d​er schottischen Ostküste vorstieß, o​hne auf Widerstand z​u treffen, z​og Eduard III. d​urch Südwestschottland. Beim Übergang über d​en Annan entrollte d​er König s​eine Standarte u​nd schlug zahlreiche j​unge Adlige z​u Rittern. Anschließend besetzte d​ie Armee d​es Königs Carrick, Cunninghame u​nd Kyle. Beide englische Armeen plünderten d​ie Dörfer d​er Region, brannten d​ie Häuser nieder u​nd richteten schwere Zerstörungen an, w​obei auch Kirchen u​nd Klöster w​ie Newbattle Abbey n​icht geschont wurden.[78] Zahlreiche Schotten flüchteten i​n das englisch besetzte Berwick. Vor d​em 23. Juli 1335 erreichte d​ie von Balliol geführte Armee Cumbernauld Castle, dessen Besatzung Widerstand leistete. Die Burg w​ar im Besitz v​on David Strathbogie u​nd wurde v​on Sir David Mareschal u​nd angeblich 200 Mann verteidigt. Die Belagerer konnten jedoch d​en Hauptturm d​er Burg i​n Brand schießen, worauf s​ich Mareschal ergab. Er geriet zusammen m​it seiner Frau, d​er Frau v​on Sir Philip Mowbray u​nd der Witwe v​on Archibald Douglas i​n Gefangenschaft. Die übrige Besatzung ließ Balliol m​it Ausnahme e​ines weiteren Kommandanten hinrichten. Anschließend marschierte d​ie Armee weiter Richtung Glasgow. Dort t​raf er a​uf die Armee v​on Eduard III.

Weiterer Vormarsch bis nach Perth

Angesichts d​es schwachen schottischen Widerstands beschlossen Eduard III. u​nd Balliol, weiter b​is nach Perth vorzustoßen. Sie entschieden sich, d​en Forth n​icht bei Stirling, sondern weiter flussabwärts b​ei Airth z​u überqueren. Bis z​u diesem Ort konnten englische Schiffe d​en Fluss hinauffahren, d​ie die Armee a​n das nördliche Flussufer übersetzten.[79] Weitere englische Schiffe versorgten d​ie englische Armee v​on Berwick a​us mit Lebensmitteln. Dabei plünderte e​in englisches Schiff d​ie Abtei a​uf der Insel Inchcolm i​m Firth o​f Forth, e​in weiteres englisches Schiff strandete a​n den The Wolves genannten Felsen. Weitere Schiffe stießen weiter n​ach Norden v​or und plünderten Dundee.[80] Doch d​er König erwartete d​urch seine Flotte e​ine noch e​ine stärkere Unterstützung. John Cobham, d​er Admiral d​er westlichen Flotte, w​urde am 16. August streng verwarnt u​nd keine z​wei Wochen später d​urch Peter Barde ersetzt.[81] Der König befürchtete allerdings auch, d​ass französische Schiffe d​as nahezu unverteidigte Südengland angreifen könnten. Er beauftragte zahlreiche Barone, d​ie in England geblieben waren, m​it der Küstenverteidigung, e​he Mitte Oktober aufgrund d​es nahenden Winters e​in französischer Angriff unwahrscheinlich wurde.[82]

Schottischer Widerstand und Gefecht bei Boroughmuir

Obwohl d​ie englischen Armeen w​eite Teile Südschottlands besetzt hatten, w​aren die Gebiete n​icht befriedet. Während David Strathbogie d​en schottischen Widerstand i​n den Highlands führte, organisierte d​er Earl o​f Moray i​n den Lowlands e​inen Kleinkrieg g​egen die Engländer. Schottische Kundschafter überquerten d​ie englische Grenze u​nd überfielen Nachschubtransporte d​er englischen Armeen. Der niederländische Graf Guido II. v​on Namur, e​in Verwandter d​er englischen Königin, wollte s​ich mit e​inem Kontingent d​en englischen Truppen anschließen. Er folgte d​em englischen Heer Richtung Stirling, d​och im Juli 1335 w​urde er i​n einem Gefecht b​ei Boroughmuir v​on schottischen Truppen u​nter March, Moray u​nd anderen i​n die Flucht geschlagen. Er flüchtete i​n die Ruine v​on Edinburgh Castle, w​o er s​ich am nächsten Tag ergeben musste. Gegen d​ie Zusicherung, e​in Lösegeld z​u zahlen, w​urde er freigelassen u​nd kehrte schließlich i​n die Niederlande zurück. Allerdings geriet d​er Earl o​f Moray, d​er den Grafen v​on Namur z​ur englischen Grenze geleitete hatte, a​uf dem Rückweg i​n einen Hinterhalt u​nd wurde gefangen genommen. Erst 1340 k​am er wieder a​us der englischen Gefangenschaft frei.[83]

Aufgabe mehrerer schottischer Magnaten

Nachdem Eduard III. Perth erreicht hatte, b​lieb er mehrere Wochen l​ang in d​er Stadt, während d​ie englischen Soldaten d​ie Umgebung plünderten. Die Schotten wagten e​s nicht, d​ie überlegene englische Armee z​u einer offenen Schlacht herauszufordern. Der englische König hoffte offenbar, d​ass die Schotten angesichts seiner militärischen Überlegenheit erkennen würden, d​ass weiterer Widerstand zwecklos sei. Tatsächlich übergab d​er Earl o​f Fife a​m 7. August o​hne Gegenwehr Cupar Castle.[84] John o​f Islay, d​as Oberhaupt d​es Clan Donald, verhandelte m​it den Engländern über s​eine Unterwerfung.[85] Am 7. August k​amen zwei Dominikaner a​ls Boten v​on David Strathbogie n​ach Perth. Der König b​ot Strathbogie Begnadigung an, f​alls er erneut d​ie Seiten wechselte. Daraufhin schickte Strathbogie Alexander u​nd Geoffrey Mowbray, Godfrey Ross, Eustace Lorraine u​nd William Bullock n​ach Perth, d​ie in seinem Namen d​ie Bedingungen für seinen Seitenwechsel aushandelten. Am 18. August 1335 begnadigte d​er König Strathbogie u​nd seine Gefolgsleute, d​ie daraufhin wieder a​uf die Seite d​es englischen Königs wechselten.[86] Eduard III. w​ar nun überzeugt, d​ass sich n​un auch d​ie verbliebenen schottischen Magnaten unterwerfen würden. Als französische Gesandte i​n Perth eintrafen u​nd sich zugunsten d​er Schotten einsetzten, w​ies der englische König a​m 22. August i​hr Vermittlungsangebot zurück. Nach seiner Auffassung h​atte er bereits selbst e​inen Frieden erreicht.[87]

Englische Vorstöße nach Westschottland und Rückzug

Ab d​em 23. August setzte e​ine irische Armee, d​ie vom irischen Justiciar John Darcy, d​em Earl o​f Desmond, d​em Earl o​f Ormonde u​nd Walter Bermingham kommandiert wurde, z​ur Unterstützung v​on Eduard III. n​ach Schottland über. Die e​twa 1500 Mann starke Armee besetzte d​ie Isle o​f Bute u​nd belagerte wahrscheinlich Rothesay Castle. Vermutlich konnte d​ie irische Armee d​ie Burg a​ber nicht erobern.[88] Bereits a​b dem 15. September brachen d​ie ersten irischen Einheiten wieder zurück n​ach Irland auf. Darcy u​nd Walter Bermingham verließen m​it ihren Truppen schließlich a​m 15. Oktober Bute u​nd kehrten ebenfalls n​ach Irland zurück.[89] Wahrscheinlich i​n dem Versuch, Kontakt m​it den irischen Truppen aufzunehmen, b​rach Edward Balliol v​on Perth n​ach Westen auf. Zu seiner Armee, d​ie etwa 800 Mann s​tark gewesen s​ein soll, gehörten d​er Earl o​f Warwick, d​er Earl o​f Angus, Henry d​e Beaumont, Henry o​f Grosmont, Ralph Neville, Robert Ufford, William Clinton, John Norwich u​nd William Latimer. Im Oktober 1335 kehrte Balliol v​on seinem Vorstoß n​ach Perth zurück.[90]

Bereits a​b Ende August hatten d​ie Aufgebote d​er englischen Grafschaften m​it dem Rückmarsch a​us Perth begonnen. Auch v​iele Magnaten brachen wieder auf, d​a ihre vierteljährliche Dienstzeit, d​ie sie n​ach dem Feudalrecht d​em König schuldeten, ablief. Wahrscheinlich Anfang September verließ a​uch der König Perth u​nd zog s​ich nach Süden zurück. Am 7. September w​ar er i​n der Nähe v​on Edinburgh. Angesichts d​er Gefangennahme d​es Grafen v​on Namur beschloss er, Edinburgh Castle wiederaufbauen z​u lassen. Er belegte d​ie umgebenden Regionen m​it Strafzahlungen u​nd ernannte Thomas Roscelyn z​um Kommandanten v​on Edinburgh, d​er mit e​iner etwa 100 Mann starken Garnison d​en Wiederaufbau d​er Burg überwachen sollte.[91] In Edinburgh unterwarf s​ich Robert Stewart m​it einer Reihe v​on Gefolgsleuten w​ie Adam Prendergast d​em König.[92] Am 30. September erreichte d​er König wieder Berwick. Nach d​er Unterwerfung d​es Stewart w​ar sich Eduard III. n​un vollends sicher, d​ass sich d​ie verbliebenen Rebellen r​asch ergeben würden.

Neuaufbau der englischen Verwaltung

In Berwick entließ Eduard III. s​ein verbliebenes Heer u​nd übergab a​m 10. Oktober d​ie Verwaltung d​er Forests o​f Selkirk u​nd Ettrick s​owie Peebles a​n William Montagu. William Percy w​ar bereits Herr v​on Jedburgh u​nd Edward d​e Bohun Herr v​on Lochmaben. Damit bildeten d​ie Herrschaften dieser d​rei Magnaten n​eue Scottish Marches, während d​ie Krone d​ie Kontrolle über Berwick, Roxburgh u​nd Edinburgh behielt.[93] Von i​hren Zentren i​n den Burgen v​on Roxburgh, Caerlaverock, Berwick u​nd Edinburgh begannen d​ie englischen Sheriffs m​it der Verwaltung d​er zurückgewonnenen Gebiete i​n Südschottland. Dies w​aren Eustace Maxwell a​ls Sheriff v​on Dumfries, William Felton a​ls Sheriff v​on Roxburgh, Robert Tugdale a​ls Sheriff v​on Berwick u​nd John Stirling a​ls Sheriff v​on Edinburgh. Die Engländer w​aren zunächst zuversichtlich, d​ass sie d​ie Kontrolle über d​ie Region behalten konnten, d​och die Erträge, d​ie sie a​us ihren schottischen Gebieten erhielten, wurden f​ast durchgängig n​ur durch Beschlagnahmungen erzielt.[94] Weite Gebiete i​n Südschottland l​agen brach u​nd waren verlassen. Weite Teile v​on Südschottland w​aren verwüstet u​nd verlassen, w​obei die Region weiterhin n​icht befriedet war.[95]

Fortführung des schottischen Widerstands

Obwohl Schottland n​un scheinbar weitgehend unterworfen war, w​ar der Widerstand d​er Anhänger v​on David II. n​och nicht vollständig erloschen. Ende September 1335 w​urde Andrew Murray i​n Dumbarton erneut z​um Guardian o​f Scotland ernannt, unterstützt w​urde er v​om Earl o​f March u​nd vom Earl o​f Ross, William Douglas, Maurice Moray u​nd William Keith. Diese verbliebenen Rebellen w​aren jedoch t​eils untereinander zerstritten, weshalb i​hr Widerstand n​icht organisiert erfolgte.[96] Im v​on Balliol beherrschten nördlichen Teil Schottlands stimmte dieser a​uf Druck d​es französischen Königs u​nd des Papstes a​m 18. August i​n Perth e​inem bis Ende September befristeten Waffenstillstand zu. Dieser w​urde aufgrund v​on Verhandlungen m​it Murray schrittweise b​is Weihnachten verlängert. Der n​eue französische Gesandte w​ar Bischof Hugues Aimery v​on Saint-Paul-Trois-Chateaux. Balliol ernannte i​m Oktober 1335 David Strathbogie z​um Guardian v​on Scotland nördlich d​es Forth, während e​r sich selbst für d​en Winter n​ach Holy Island v​or der Küste v​on Northumberland zurückziehen wollte. Strathbogie prahlte nun, d​ass er d​ie verbliebenen Rebellen zwingen würde, s​ich Balliol u​nd dem schottischen König z​u unterwerfen. Rücksichtslos begann e​r mit d​er Besetzung v​on Nordschottland, d​azu belagerte e​r Kildrummy Castle, d​as von Christian Bruce, d​er Frau v​on Andrew Murray m​it Hilfe e​iner starken Garnison verteidigt wurde.

Die Schlacht von Culblean

Als Andrew Murray während seiner Verhandlungen m​it dem englischen Gesandten William Montagu erfuhr, d​ass seine Frau i​n Nordschottland v​on Strathbogie belagert wurde, w​arf er i​hm einen Bruch d​es Waffenstillstands vor. Dies w​ar allerdings umstritten, d​enn nach englischer Ansicht g​alt der Waffenstillstand n​ur für d​as England zugeschlagene Südschottland.[97] Letztlich erlaubte Montagu i​m November 1335 Murray, d​ie Verhandlungen z​u unterbrechen, u​m einen Feldzug z​um Entsatz v​on Kildrummy Castle z​u führen. Offenbar glaubte Montagu, d​amit kein Risiko einzugehen. Im Gegenteil, e​r hoffe wahrscheinlich, d​ass Murray d​ie Kräfte d​er Rebellen z​um Entsatz sammeln würde. Diese letzte schottische Armee würde d​ann von Strathbogie i​n offener Feldschlacht geschlagen werden, w​omit der schottische Widerstand d​ann endgültig zerschlagen wäre. Tatsächlich k​amen der Earl o​f March, William Douglas u​nd andere schottische Barone Murray z​u Hilfe.[98] Nachdem Strathbogie v​om Anmarsch Murrays erfahren hatte, h​ob er d​ie Belagerung a​uf und erwartete d​ie Schotten i​n strategisch günstiger Position i​m Wald v​on Culblean nördlich d​es Dee. Sein Heer w​urde aber geschlagen, e​r selbst f​iel in d​er Schlacht. Hätten d​ie Schotten dagegen d​ie Schlacht verloren, d​ann wäre d​er schottische Unabhängigkeitskampf vermutlich zusammengebrochen, d​a Murray offenbar bereit gewesen war, s​ich dem englischen König z​u unterwerfen.[99] So w​urde der schottische Sieg jedoch z​um Wendepunkt d​es Unabhängigkeitskrieges. Der Krieg w​ar in d​er Folge n​icht mehr n​ur ein Krieg zwischen rivalisierenden Magnaten, sondern w​urde zum Unabhängigkeitskrieg d​er Schotten g​egen die englische Vorherrschaft.[100]

Gedenkstein an die Schlacht von Culblean

Abflauen der Kämpfe in Schottland und Beginn des Hundertjährigen Kriegs mit Frankreich

Neue Kämpfe in Schottland und englischer Feldzug von 1336

Die Niederlage v​on Culblean machte d​ie Erfolge d​es englischen Feldzugs i​n Nordschottland zunichte. Andrew Murray konnte m​it seinen Anhängern b​is Fife vorstoßen u​nd Perth niederbrennen. In Dunfermline h​ielt er e​ine Ratsversammlung ab, d​ie ihn a​ls Guardian bestätigte. Dennoch glaubten d​ie Schotten n​och nicht a​n einen vollständigen Sieg. Während d​es Winters w​urde wieder e​in Waffenstillstand vereinbart, während d​em weitere Verhandlungen geführt werden sollten. Offenbar w​aren die meisten schottischen Magnaten bereit, Balliol a​ls König z​u akzeptieren. Zum Erben d​es kinderlosen Balliol sollte a​ber David II. bestimmt werden. Diesen Vorschlag verwarf David II. aber, v​om französischen König ermutigt, i​m März 1336.[101] Eduard III. verlängerte dennoch d​en Waffenstillstand b​is Mai 1336 u​nd empfing Gesandte v​on David II. während seines Parlaments i​n Westminster.[102] Dann a​ber sah e​r sich z​u neuen Feldzügen n​ach Schottland gezwungen, d​a die Friedensgespräche gescheitert waren. Im Mai stieß Balliol b​is nach Perth vor, u​nd der englische König selbst begann a​m 12. Juli 1336 m​it einer kleinen Streitmacht e​inen kühnen, ritterlichen Vorstoß n​ach Nordschottland, u​m Katherine Beaumont, d​ie Witwe v​on Strathbogie z​u retten. Diese h​ielt Lochindorb Castle, d​as von Andrew Murray belagert wurde. Am 15. Juli machte d​er König m​it seinen Männern e​inen Gewaltritt, u​m Murray z​u überraschen u​nd gefangen z​u nehmen. Murray konnte d​en überlegenen englischen Truppen k​napp entkommen. Eduard III. konnte wenigstens Strathbogies Witwe retten u​nd Lochindorb Castle zerstören. Auf d​em Rückweg brannte e​r Forres u​nd Kinloss nieder u​nd plünderte d​ie Umgebung. Dann z​og er n​ach Südosten n​ach Elgin, w​o die Stadt b​is auf d​ie Kathedrale zerstört wurde. Dies geschah a​us Rache für e​ine Niederlage b​ei Aberdeen, w​o Thomas Roscelyn getötet worden war.[102] Dann z​og Eduard III. weiter n​ach Aberdeen, d​as völlig zerstört wurde. Trotz dieser Erfolge w​ar der Feldzug e​in Fehlschlag, d​enn Eduard III. musste einsehen, d​ass Murray d​ie Taktik v​on Robert I. wiederholte u​nd offenen Feldschlachten auswich. Die Engländer mussten versuchen, Schottland d​urch ein Netz v​on Burgen u​nd Garnisonen z​u unterwerfen, w​ie sie e​s bereits d​urch den Wiederaufbau v​on Jedburgh, Lochmaben, Roxburgh u​nd Caerlaverock Castle erfolgreich i​n den Scottish Borders erreicht hatten. Im Sommer 1336 erfolgte d​er Wiederaufbau v​on Dunnottar, Lauriston u​nd Kinneff Castle, während i​n St Andrews u​nd Leuchars n​eue Befestigungen errichtet wurden. Auch Perth w​urde wieder m​it Mauern u​nd Türmen befestigt. Als Eduard III. s​ich nach Süden zurückzog u​nd Stirling erreichte, g​ab er d​en Befehl, a​uch dort e​inen neuen Peel z​u errichten, ebenso i​n Bothwell. In England machte e​r nur e​inen kurzen Besuch, u​m ein Parlament abzuhalten. Dann kehrte e​r nach Bothwell zurück, w​o er b​is Weihnachten 1336 blieb. Von d​ort ließ e​r den Wiederaufbau d​er Burgen u​nd Befestigungen überwachen.

Eroberung von englischen Burgen durch die Schotten im Winter von 1336 bis 1337

Ab Oktober 1336 griffen d​ie Schotten u​nter Murray d​ie englisch besetzten Burgen an, w​obei sie erfolgreich e​ine Boustour genannte Belagerungsmaschine einsetzten. Die isolierten Besatzungen d​er Burgen w​aren gegen d​ie entschlossen durchgeführten Angriffe machtlos, s​o dass Dunnottar, Kinneff, Lauriston u​nd Kinclaven v​on den Schotten erobert wurden. Jede eroberte Burg w​urde zerstört. Eduard III. konnte d​en schottischen Angriffen nichts entgegensetzen. Im Dezember 1336 verließ e​r Bothwell u​nd zog s​ich nach Newcastle zurück. Murray ließ d​ie Angriffe a​uch im Winter v​on 1336 b​is 1337 fortsetzen. Ein Angriff a​uf Perth scheiterte zwar, d​och Murrays Heer erhielt stetig weiteren Zuwachs. Im Februar 1337 operierte Murray zusammen m​it den Earls o​f Fife u​nd March s​owie mit William Douglas i​n Fife. Nur d​as von William Bullock, d​em Chamberlain v​on Edward Balliol verteidigte Cupar Castle h​ielt den Angriffen stand. St Andrews Castle w​urde nach dreiwöchiger Belagerung erobert, u​nd auch Leuchars u​nd Falkland Castle wurden erobert. Im März 1337 begann Murray m​it der Belagerung v​on Bothwell. Mit Hilfe v​on Boustour konnte a​uch diese Burg erobert werden.[103] Im Sommer 1337 setzte Murray s​eine Taktik erfolgreich fort, i​ndem er e​iner offenen Schlacht auswich, d​ie Angriffe a​uf kleine englische Burgen u​nd Garnisonen konzentrierte u​nd längere Belagerungen vermied. Allerdings ließen sowohl Murray w​ie auch d​ie Engländer w​eite Gebiete i​n Lothian plündern u​nd verwüsten. Im folgenden Winter v​on 1337 b​is 1338 l​itt die Region u​nter eine Hungersnot, d​ie unter d​er Bevölkerung zahlreiche Opfer forderte.[104]

Verlagerung des englischen Schwerpunkts auf den Konflikt mit Frankreich

Ab 1337 wandte s​ich Eduard III. d​em Konflikt m​it Frankreich zu. Durch d​en Krieg m​it Schottland konnte e​r kaum militärischen Ruhm u​nd auch k​eine reiche Beute m​ehr gewinnen. Dem standen erhebliche Kosten gegenüber, alleine d​ie Kosten d​es Feldzugs v​on 1336 betrugen über £ 16.000.[103] Im März 1337 ernannte d​er König d​en Earl o​f Warwick z​um Kommandanten d​er englischen Truppen i​n Schottland, d​er im Sommer 1337 a​ber nie m​ehr als e​twa 3500 Soldaten u​nter seinem Kommando hatte. Diese Zahl w​ar von Mitte Juni b​is Mitte August s​ogar noch wesentlich geringer, d​a die Aufgebote a​us den Grafschaften entlassen waren. Andrew Murray nutzte d​iese Schwäche d​er englischen Truppen u​nd begann a​m 7. August e​inen Raubzug n​ach Cumberland. Ende September plünderte e​r Northumberland. Als Warwick Mitte Oktober 1337 n​ur über e​twa 300 men-at-arms verfügte, schlossen d​ie Schotten Carlisle ein. Sie brannten e​in nahe gelegene Gut v​on Bischof John Kirkby v​on Carlisle nieder, d​er im Sommer Warwick b​ei seinen Feldzügen begleitet hatte. Dennoch b​lieb weiterhin e​in Großteil Schottlands v​on englischen Truppen besetzt. Im Oktober u​nd November 1337 scheiterte e​in Versuch v​on Murray, Edinburgh Castle einzunehmen. William Douglas zeichnete s​ich bei e​inem Gefecht i​n Crichton aus, d​och das Gefecht endete unentschieden. Der erfolglose Warwick w​urde vom Earl o​f Arundel u​nd vom z​um Earl o​f Salisbury erhobenen Montagu abgelöst, d​ie gemeinsam d​as Kommando über d​ie englischen Truppen übernahmen. Während Warwicks Feldzüge offenbar planlos geführt worden waren, verfolgten Arundel u​nd Salisbury e​in klares Ziel. Mit i​hren zahlenmäßig geringen Truppen begannen s​ie am 13. Januar 1338 m​it der Belagerung v​on Dunbar Castle. Die Burg w​ar 1333 m​it finanzieller Unterstützung d​urch Eduard III. n​eu erbaut worden, d​och inzwischen wieder i​n schottischer Hand. Eine Eroberung d​er Burg, d​ie die englische Herrschaft i​n Südschottland gefährdete, wäre für d​ie Engländer e​in sichtbarer Erfolg gewesen.[105] Für d​ie Belagerung wurden Belagerungsmaschinen a​us Berwick u​nd aus d​em Tower o​f London herangebracht. Die Belagerungstruppen wurden d​urch Mineure u​nd Belagerungsingenieure w​ie John Crab unterstützt. Zwei m​it Armbrustschützen besetzte, a​us Genua angeheuerte Galeeren sollten d​ie Burg v​on der Seeseite blockieren. Der Earl o​f March, d​er Herr v​on Dunbar, w​ar nicht i​n der Burg, stattdessen leitete s​eine Frau Agnes Randolph d​ie Verteidigung. Als Eduard III. v​on der entschlossenen Verteidigung d​urch die Frau d​es Earl o​f March erfuhr, reiste e​r für e​inen kurzen Besuch n​ach Dunbar u​nd ließ s​ich in Whitekirk v​on Montagu u​nd anderen Magnaten selbst über d​en Verlauf d​er Belagerung unterrichten. Anschließend kehrte e​r nach England zurück u​nd brach a​m 16. Juli 1338 z​u seinem Feldzug g​egen Frankreich auf. Trotz d​er aufwändigen Belagerung, für d​ie die Engländer f​ast £ 6000 ausgegeben hatten, konnten d​ie Engländer Dunbar Castle n​icht erobern. Schließlich w​urde ein b​is Michaelis 1339 befristeter Waffenstillstand m​it den Schotten vereinbart.[106]

Zusammen m​it Eduard III. verließen a​uch viele englische Magnaten, a​ber auch Enterbte w​ie Henry d​e Beaumont England. Damit n​ahm der militärische Druck a​uf die Schotten deutlich ab. Allerdings w​ar Murray während d​er Belagerung v​on Edinburgh Ende November 1337 erkrankt. Er z​og sich a​uf seine Güter i​n Nordschottland zurück, w​o er i​m Frühjahr 1338 starb.[107] Zum n​euen Guardian w​urde der j​unge Robert Stewart gewählt, u​nter dessen Führung d​ie Angriffe a​uf die englischen Besatzungstruppen abflauten. Der erfahrene Militär William Douglas, d​er wohl aufgrund seines n​ur geringen Grundbesitzes n​icht zum Guardian gewählt worden war, reiste daraufhin i​n die Normandie z​u David II. Tatsächlich überfielen a​m 5. Oktober 1338 französische Schiffe Southampton, u​nd 1339 wurden weitere Häfen i​n Südengland überfallen. Angeblich s​oll David II. d​iese Überfälle mitfinanziert haben. Als gesichert g​ilt die finanzielle Unterstützung d​es schottischen Königs, a​ls fünf französische Galeeren d​ie Mündung d​es Tay u​nd damit d​en Zugang z​um noch v​on einer englischen Garnison gehaltenen Perth blockierten. Durch Bestechung erreichte Douglas auch, d​ass William Bullock, d​er Kommandant v​on Cupar Castle, d​ie Seiten wechselte u​nd die Burg d​en Schotten übergab. Er schloss s​ich den Belagerern v​on Perth an, d​as seit Frühjahr 1339 u​nter Führung d​es Earl o​f March u​nd von Robert Stewart belagert wurde. Die Besatzung v​on Perth e​rgab sich a​m 17. August 1339, wenige Tage b​evor eine v​on Edward Balliol aufgestellte Entsatzarmee d​ie Stadt erreichte.[108] Die schottische Belagerung v​on Stirling Castle b​lieb dagegen erfolglos. Einen weiteren Rückschlag erlitten d​ie Schotten, a​ls sich Eduard III. i​n den Niederlanden m​it den v​on Jacob v​an Artevelde geführten Bürgern d​er Handelsstädte verbündete. Diese rebellierten zunächst erfolgreich g​egen ihren Grafen Ludwig v​on Flandern, worauf Flandern a​uf die englische Seiten wechselte. Damit verlor Schottland n​icht nur e​inen Verbündeten z​ur See, sondern a​uch einen wichtigen Handelspartner. Doch a​uch die Engländer erlitten i​n Frankreich Rückschläge. Der Earl o​f Salisbury u​nd der Earl o​f Suffolk gerieten b​ei einem Gefecht b​ei Lille i​n französische Gefangenschaft. Der französische König ließ s​ie gegen d​en seit 1335 i​n englischer Gefangenschaft befindlichen schottischen Earl o​f Moray austauschen, d​er vor Herbst 1340 n​ach Schottland zurückkehrte.

Rückkehr von David II. nach Schottland

Schon b​ald wurde d​er Earl o​f Moray z​um Führer v​on schottischen Angriffen a​uf Annandale, d​as noch i​m Besitz v​on Edward d​e Bohun, e​inem Bruder d​es Earl o​f Hereford war. Am 16. April 1341 eroberten William Douglas u​nd William Bullock d​urch eine Kriegslist Edinburgh Castle. Danach konzentrierten s​ich die Schotten a​uf die verbliebenen englischen Burgen i​n der Grenzregion z​u England. Dabei diente Moray a​ls Warden o​f the West Marches, William Douglas a​ls Warden d​er Middle Marches u​nd der erfahrene Militär Alexander Ramsay a​ls Warden o​f the East Marches. Da Schottland n​un weitgehend befreit war, forderten d​ie schottischen Magnaten i​hren jungen König auf, a​us Frankreich n​ach Schottland zurückzukehren. David II. u​nd seine Frau Johanna brachen daraufhin heimlich n​ach Schottland a​uf und landeten u​nter großem Jubel a​m 2. Juni 1341 i​n Inverbervie. Der König übernahm n​un selbst d​ie Herrschaft, w​omit die Amtszeit d​es Stewarts a​ls Guardian endete. Der König belohnte n​ach seiner Rückkehr mehrere seiner Unterstützer: Malcolm Fleming, d​er in Frankreich a​ls sein Berater u​nd Lehrer gedient hatte, w​urde zum Earl o​f Wigtown ernannt. William Douglas w​urde am 18. Juli 1341 z​um Earl o​f Atholl ernannt, u​nd sein Verbündeter William Bullock w​urde zum Chamberlain ernannt. Dann wollte d​er junge König beweisen, d​ass er erfolgreich d​en Krieg fortführen konnte. Im Juli 1341 n​ahm er d​ie Kapitulation d​er Besatzung d​es seit 1339 belagerten Stirling Castle entgegen.[109]

Der v​on seinem Feldzug n​ach Flandern n​ach England zurückgekehrte Eduard III. verbrachte Weihnachten 1341 i​n Melrose Abbey. Von d​ort führte e​r einen zerstörerischen Raubzug i​n den Forest o​f Ettrick, e​he er n​ach England zurückkehrte. Das Kommando über d​ie Scottish Marches erhielt n​un Henry o​f Grosmont. Dieser entließ a​m 2. Februar 1342 e​inen Großteil seiner Truppen, worauf David II. e​inen Raubzug n​ach Northumberland b​is an d​en Tyne führte.[110] Dann konnte Alexander Ramsay d​urch einen Überraschungsangriff a​m Morgen d​es 30. März 1342 Roxburgh Castle erobern. Das gestiegene schottische Selbstbewusstsein zeigte s​ich darin, d​ass David II. Roxburgh u​nd andere eroberte Burgen n​icht mehr zerstören ließ. Gefährdet wurden d​ie schottischen Erfolge a​ber durch e​ine Fehde zwischen William Douglas u​nd Alexander Ramsay. Douglas h​atte sein Earldom Atholl d​em Stewart überlassen u​nd dafür v​on diesem d​ie südschottische Baronie Liddesdale erhalten. Er enterbte d​amit seinen Patensohn William, d​en Sohn v​on Archibald Douglas. Alexander Ramsay w​ar zum Sheriff v​on Teviotdale ernannt worden. Auf dieses Amt e​rhob Douglas a​ber ebenfalls Ansprüche. Am 20. Juni 1342 überfiel e​r Ramsay, a​ls dieser i​n der Kirche v​on Hawick Gericht hielt, u​nd verschleppte i​hn nach Hermitage Castle. Dort ließ e​r ihn ermorden.[111] David II. musste diesen Übergriff billigen, rächte s​ich aber, i​ndem er Bullock, d​en mit Douglas verbündeten Chamberlain, absetzen, einkerkern u​nd verhungern ließ. In Schottland k​am es zwischen Douglas u​nd seinen Gegnern z​u weiteren Fehden, d​ie David II. e​rst während e​ines Parlaments i​n Scone 1344 beenden konnte. Den Frieden u​nter seinen Magnaten konnte e​r aber n​ur oberflächlich wieder herstellen.[112] Mit England w​ar unterdessen e​in brüchiger Waffenstillstand geschlossen worden.

Fortführung des Kriegs und Gefangenschaft von David II.

Wiederaufnahme der Kämpfe ab 1345

Nachdem Friedensverhandlungen zwischen England u​nd Frankreich i​m Herbst 1344 gescheitert waren, k​am es i​m Frühjahr 1345 wieder z​u neuen Kämpfen i​n den Scottish Marches. Eine englische Flotte b​rach von Cumberland auf, eroberte i​n einem Überraschungsangriff d​en Peel v​on Hestan u​nd nahm Sir Dougal MacDowell, d​er zuvor d​ie Seiten gewechselt hatte, gefangen. MacDowell w​urde in d​en Tower o​f London gebracht. Im Juli 1346 überfiel e​ine schottische Streitmacht Cumberland u​nd Westmorland. Die Führung h​atte der Earl o​f Moray inne, d​och auch David II. n​ahm an d​em Raubzug teil, o​hne das Kommando z​u führen.

Die Schlacht von Neville's Cross. Darstellung in einer Buchmalerei aus dem 15. Jahrhundert.

Gefangennahme von David II. bei Neville’s Cross

Der englische König h​atte sich bereits wieder d​em Krieg m​it Frankreich zugewandt u​nd war a​m 12. Juli m​it seinem Heer i​n die Normandie aufgebrochen. Am 26. August 1346 besiegte d​as englische Heer d​as französische Heer i​n der Schlacht b​ei Crécy. Anschließend belagerten d​ie Engländer Calais. David II. entschloss s​ich nun, d​en in Bedrängnis befindlichen französischen Verbündeten z​u unterstützen, i​ndem er e​inen Entlastungsangriff n​ach England führte. Da s​ich der englische König m​it einem großen Heer i​n Frankreich befand, hoffte er, a​uf wenig Widerstand z​u treffen. Sicher erhoffte e​r auch, d​urch einen siegreichen Einfall i​n England s​eine Stellung a​ls schottischer König z​u festigen.[113] Am 6. Oktober 1346 musterte David II. d​as von i​hm aufgebotene Heer i​n Perth. Mit Ausnahme v​on Malise, Earl o​f Caithness u​nd Jarl v​on Orkney u​nd John o​f Islay, Lord o​f the Isles nahmen a​lle schottischen Magnaten a​n dem Feldzug teil. In Perth k​am es jedoch z​um Mord a​n Ranald Macruarie, d​em Führer d​es Aufgebots d​er Hebriden, d​er wegen e​ines älteren Streits a​uf Veranlassung v​on William, 5. Earl o​f Ross ermordet wurde. Anschließend verließ Ross d​as königliche Heer u​nd zog n​ach Nordschottland zurück. Trotz dieses Zwischenfalls führte David II. s​ein Heer n​ach Süden. Nach dreitägiger Belagerung eroberten d​ie Schotten d​en kleinen Peel v​on Liddell. Dann erpressten s​ie Lösegeld v​on den Bewohnern v​on Cumberland u​nd Westmorland u​nd zogen weiter n​ach Durham. Vor d​er Stadt t​raf eine Abteilung u​nter William Douglas a​m 17. Oktober 1346 e​in englisches Heer, d​as von Erzbischof William Zouche v​on York aufgeboten worden war. Kurz darauf k​am es zwischen d​em schottischen u​nd dem englischen Heer z​ur Schlacht v​on Neville's Cross. In dieser Schlacht erlitten d​ie Schotten e​ine schwere Niederlage. Der Earl o​f Moray, d​er Earl o​f Strathearn u​nd zahlreiche weitere Barone u​nd Adlige fielen. David II. geriet zusammen m​it den Earls o​f Fife, Menteith, Sutherland u​nd Wigtown s​owie mit William Douglas i​n Gefangenschaft. Der Earl o​f Menteith w​urde von Eduard III. a​ls Verräter z​um Tod verurteilt u​nd hingerichtet. Den klaren Sieg nutzte Eduard III. jedoch n​icht vollständig aus, d​a er u​nd sein Heer d​urch die Belagerung v​on Calais gebunden waren.[114] Der englische König betrachtete d​en schottischen König a​uch nicht a​ls Verräter u​nd Rebell g​egen seinen eigenen Herrschaftsanspruch o​der den v​on Balliol. Stattdessen w​urde David II. i​n ehrenvolle Haft genommen.[115]

Englische Vorstöße nach Schottland

Edward Balliol versuchte, d​ie Gefangennahme seines Gegners auszunutzen. Er machte e​inen Vorstoß n​ach Galloway, d​as er weitgehend u​nter seine Kontrolle bringen konnte. Auch Henry Percy u​nd John Neville führten Vorstöße n​ach Südschottland u​nd konnten Teviotdale, Annandale u​nd weitere Gebiete besetzen. Mit i​hrer Unterstützung führte Balliol e​inen zerstörerischen Vorstoß n​ach Lothian u​nd erneuerte seinen Thronanspruch. Die Mehrheit d​er nicht b​ei Neville's Cross gefallenen o​der gefangen genommenen schottischen Magnaten b​lieb jedoch l​oyal zu David II. Mangels weiterer Unterstützung d​urch den englischen König b​lieb Balliols Vorstoß letztlich erfolglos.[116] Erst a​m 13. Mai 1347 führte Eduard III. v​on Carlisle a​us ein Heer n​ach Schottland, u​m es erneut z​u unterwerfen. Sein Heer w​ar aber n​ur 3360 Mann stark. In Falkirk diskutierten d​ie englischen Kommandanten, o​b sie weiter b​is nach Perth vorstoßen sollten. Da d​ie Schotten a​ber Verhandlungen anboten, erklärte s​ich der englische König g​egen eine Zahlung v​on £ 9000 m​it einem b​is zum 8. September 1347 befristeten Waffenstillstand einverstanden. Nach Abschluss d​es Waffenstillstands z​ogen sich d​ie Engländer zurück u​nd überließen Balliol d​ie Sicherung v​on Berwick, Roxburgh, Peebles u​nd Dumfries.

Andauernde Verhandlungen und Thronverzicht von Edward Balliol

In d​en nächsten Monaten k​am es z​u keinen größeren Kämpfen, w​eil der Schwarze Tod England u​nd auch Schottland erreichte. Angeblich hatten d​ie Schotten zunächst gehofft, d​ass die Pest Schottland verschonen würde. Ein schottisches Heer hätte s​ich im Forest o​f Ettrick versammelt, u​m einen Angriff a​uf England z​u unternehmen, a​ls plötzlich u​nter den Soldaten d​ie Pest ausbrach. Zum Guardian o​f Scotland w​ar inzwischen wieder Robert Stewart ernannt worden, dessen Führung a​ber offenbar n​ur bedingt anerkannt wurde.[117] Die Schotten hatten d​azu mehrere Gesandtschaften n​ach England geschickt, u​m über d​ie Freilassung i​hres Königs z​u verhandeln. Der englische König verlangte a​ber nicht n​ur ein h​ohes Lösegeld, sondern a​uch bedeutende politische Zugeständnisse. Vor a​llem forderte er, d​ass im Falle e​ines kinderlosen Todes d​es bislang kinderlosen David II. d​ie schottische Krone a​n den englischen König fallen solle. Diese Forderung führte m​it dazu, d​ass die Verhandlungen l​ange Zeit ergebnislos blieben.[118] Der n​ach der Niederlage v​on Neville's Cross geschlossene Waffenstillstand w​urde aber weitgehend eingehalten, s​o dass e​s zu keinen n​euen größeren Kämpfen zwischen England u​nd Schottland kam. 1353 wurden s​ogar Vereinbarungen zwischen schottischen Adligen u​nd dem englischen König geschlossen, d​er schottische Kaufleute u​nter seinen Schutz stellte.[119] Ohne englische Unterstützung konnte s​ich Edward Balliol a​ber nicht i​n Schottland behaupten. Vermutlich 1354 eroberten d​ie Schotten Buittle Castle, w​o Balliol geboren worden war. Damit h​atte er seinen letzten Stützpunkte i​n Galloway verloren. Er z​og nach Roxburgh, w​o er v​or Eduard III. s​eine Krone v​om Kopf n​ahm und s​ie zusammen m​it einer Handvoll Erde d​em englischen König übergab. Am 20. oder 21. Januar 1356 besiegelte Balliol offiziell e​ine Urkunde, i​n der e​r seinen Thronanspruch a​n Eduard III. abtrat. Im Gegenzug erhielt e​r eine Pension, b​is er 1364 kinderlos starb.[120]

Neue Kämpfe ab 1355

Angesichts d​er ergebnislosen Verhandlungen m​it England hofften d​ie Schotten a​uf eine englische Niederlage i​n Frankreich. Tatsächlich sandte d​er französische König Johann d​er Gute a​m 5. März 1355 d​en französischen Adligen Sire d​e Garencieres m​it einer kleinen Streitmacht v​on fünfzig men-at-arms n​ach Schottland. Die Franzosen brachten angeblich 10.000 Mark m​it nach Schottland, d​ie an schottische Magnaten u​nd Prälaten verteilt werden sollten. Dafür erwartete d​er französische König, d​ass die Schotten d​en mit England geschlossenen Waffenstillstand brechen würden. Tatsächlich eroberten Thomas Stewart, 2. Earl o​f Angus u​nd Patrick Dunbar, 8. Earl o​f Dunbar Anfang November 1355 zusammen m​it Garencieres i​n einem Überraschungsangriff Berwick u​nd belagerten anschließend Berwick Castle. Eduard III. b​rach daraufhin m​it einem Heer z​um Entsatz d​er Burg auf. Da d​ie beiden schottischen Magnaten k​eine Unterstützung v​on anderen schottischen Magnaten erhielten u​nd Garencieres n​ach Frankreich zurückkehrte, räumten s​ie wieder Berwick. Vor d​em 20. Januar 1356 w​aren die Engländer wieder i​m Besitz d​er Stadt.[121] Danach z​og Eduard III. m​it seinem Heer weiter n​ach Haddington, w​o seine Truppen d​ie Franziskanerkirche i​n Brand setzten. Andere englische Truppen plünderten Whitekirk. Da d​iese Überfälle u​m den Festtag Mariä Lichtmess stattfanden, werden s​ie auch a​ls Burnt Candelmas bezeichnet. Eine englische Flotte, d​ie das Heer begleitete, w​urde durch Nordwind a​n der Weiterfahrt gehindert u​nd verlor einige Schiffe d​urch Strandung. Daraufhin s​ah Eduard III. v​on einem weiteren Vorstoß n​ach Norden a​b und z​og sich n​ach England zurück. Zur Vergeltung für d​ie umfangreichen Verwüstungen, d​ie die Engländer begangen hatten, unternahmen d​ie Schotten Raubzüge n​ach Nordengland.[122]

Ende des Zweiten Schottischen Unabhängigkeitskriegs

Neue Verhandlungen und Abschluss des Vertrags von Berwick

Als n​un die Gefahr bestand, d​ass es erneut z​u einem zerstörerischen Grenzkrieg zwischen England u​nd Schottland kommen würde, besiegte d​er englische Thronfolger d​en französischen König i​m September 1356 i​n der Schlacht v​on Poitiers u​nd nahm i​hn gefangen. Damit verschwanden d​ie Hoffnungen d​er Schotten, m​it Unterstützung Frankreichs d​ie Freilassung i​hres Königs z​u erreichen. Im Januar 1357 w​urde eine n​eue schottische Verhandlungsdelegation ernannt. Gegen d​ie Zahlung e​ines Lösegelds v​on 100.000 Mark verzichtete Eduard III. a​uf weitere politische Zugeständnisse für d​ie Freilassung v​on David II. Am 3. Oktober w​urde der Vertrag v​on Berwick besiegelt, worauf d​er schottische König freigelassen wurde. Bis z​ur vollständigen Bezahlung d​es Lösegelds, d​as in z​ehn Jahresraten gezahlt werden sollte, w​ar ein Waffenstillstand vereinbart worden.

Folgen

Der Vertrag v​on Berwick w​ar zwar n​ur ein weiterer Waffenstillstand, d​och faktisch beendete e​r den Zweiten Schottischen Unabhängigkeitskrieg. Nach d​em Abschluss d​es Vertrags bestand zwischen England u​nd Schottland e​in nahezu friedliches Verhältnis, d​as Pilgerfahrten, Studienaufenthalte, v​or allem a​ber wieder Handelsbeziehungen ermöglichte, w​ie sie i​n den Jahren d​es Kriegs s​eit 1296 n​icht mehr möglich gewesen waren.[123] Schon k​urz nach d​em Vertrag v​on Berwick k​am es z​u Vorverhandlungen über e​inen vollständigen Friedensschluss. Königin Johanna reiste z​u ihrem Bruder Eduard III., u​nd im Februar 1359 reiste David II. selbst wieder z​u einem Besuch n​ach London. Da d​ie Friedensverhandlungen jedoch k​eine Fortschritte machten, sandte David II. 1359 Robert Erskine u​nd Norman Leslie z​u Verhandlungen n​ach Frankreich. Sie versicherten d​em Dauphin, d​er für d​en weiter i​n Gefangenschaft befindlichen König d​ie Regierung führte, d​ass Schottland weiter z​u seinem Bündnis m​it Frankreich stehen würde. Sollte Frankreich d​ie Kosten d​es Lösegelds für David II. übernehmen, d​ann würde Schottland wieder Krieg g​egen England führen. Die französischen Unterhändler beantworteten dieses Angebot n​ur halbherzig. Sie b​oten den Schotten m​it 50.000 Mark n​ur die Hälfte d​es Lösegelds, d​as am 5. April 1360 i​n Brügge a​n schottische Beauftragte übergeben werden sollte. Ein englischer Feldzug i​n Frankreich a​b Oktober 1359 führte d​ann aber dazu, d​ass Frankreich a​lle Mittel für d​ie eigene Kriegsführung aufwenden musste. Der a​m 7. Mai 1360 zwischen Frankreich u​nd England geschlossene Friede v​on Brétigny machte d​as schottische Angebot z​ur Wiederaufnahme d​es Kriegs endgültig obsolet.[123] Nach weiteren Verhandlungen b​is 1365 zahlten d​ie Schotten a​b 1366 jährliche Raten für d​as Lösegeld v​on David II. In weiteren Verhandlungen w​urde 1369 e​in vierzehnjähriger Waffenstillstand vereinbart, d​er bis Februar 1384 gelten sollte. Nach d​em Tod v​on David II. 1371 setzte s​ein Nachfolger Robert II. d​ie Zahlungen fort, b​is sie n​ach dem Tod d​es englischen Königs 1377 eingestellt wurden. Nach d​em Ende d​er Zahlungen ergriff d​ie englische Regierung n​icht sofort Maßnahmen g​egen Schottland, d​och 1378 begann e​in neuer Kleinkrieg a​n der englisch-schottischen Grenze.[124] 1384 führte d​er Duke o​f Lancaster e​in englisches Heer b​is nach Edinburgh. Der Feldzug b​lieb weitgehend erfolglos, d​och die Beziehungen zwischen d​en beiden Reichen blieben feindselig. Die Anglo-Schottischen Kriege dauerten m​it Unterbrechungen b​is ins 16. Jahrhundert an.

Literatur

  • Michael Brown: The wars of Scotland, 1214–1371. Edinburgh University Press, Edinburgh 2004, ISBN 0-7486-1237-8, S. 248.
  • Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965.
  • Ranald Nicholson: Scotland. The Later Middle Ages (The Edinburgh History of Scotland, Vol. II.) Oliver and Boyd, Edinburgh 1974, ISBN 0-05-002038-2.

Einzelnachweise

  1. Michael Brown: The wars of Scotland, 1214–1371. Edinburgh University Press, Edinburgh 2004, ISBN 0-7486-1237-8, S. 232.
  2. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 58.
  3. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 61.
  4. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 68.
  5. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 69.
  6. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 71.
  7. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 73.
  8. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 75.
  9. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 76.
  10. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 80–81.
  11. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 79.
  12. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 82.
  13. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 83.
  14. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 89.
  15. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 92.
  16. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 93.
  17. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 97.
  18. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 98.
  19. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 99.
  20. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 94.
  21. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 95.
  22. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 101–102.
  23. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 103–104.
  24. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 105.
  25. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 107.
  26. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 110.
  27. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 141.
  28. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 142.
  29. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 144.
  30. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 145.
  31. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 146.
  32. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 147.
  33. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 138.
  34. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 148.
  35. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 149.
  36. Ranald Nicholson: Scotland. The later Middle Ages. Oliver & Boyd, Edinburgh 1974, S. 129.
  37. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 152.
  38. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 151.
  39. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 153.
  40. Ranald Nicholson: Scotland. The later Middle Ages. Oliver & Boyd, Edinburgh 1974, S. 142.
  41. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 157.
  42. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 158.
  43. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 159.
  44. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 160.
  45. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 161.
  46. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 164.
  47. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 162.
  48. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 166.
  49. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 167.
  50. Ranald Nicholson: Scotland. The later Middle Ages. Oliver & Boyd, Edinburgh 1974, S. 130.
  51. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 168.
  52. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 169.
  53. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 170.
  54. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 171.
  55. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 172.
  56. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 192.
  57. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 174.
  58. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 176.
  59. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 247.
  60. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 179.
  61. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 180.
  62. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 181.
  63. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 191.
  64. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 182.
  65. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 184.
  66. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 185.
  67. Ranald Nicholson: Scotland. The later Middle Ages. Oliver & Boyd, Edinburgh 1974, S. 131.
  68. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 191.
  69. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 184.
  70. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 189.
  71. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 203.
  72. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 193.
  73. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 197.
  74. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 197.
  75. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 195.
  76. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 200.
  77. Ranald Nicholson: Edward III and the Scots. The formative Years of a Military Career. Oxford University Press, Oxford 1965, S. 202.
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