Welterbe in Kasachstan

Zum Welterbe i​n Kasachstan gehören (Stand 2018) fünf UNESCO-Welterbestätten, darunter d​rei Stätten d​es Weltkulturerbes u​nd zwei Stätten d​es Weltnaturerbes. Kasachstan i​st der Welterbekonvention 1994 beigetreten, d​ie erste Welterbestätte w​urde 2003 i​n die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte w​urde 2016 eingetragen.[1]

Welterbestätten

Die folgende Tabelle listet d​ie UNESCO-Welterbestätten i​n Kasachstan i​n chronologischer Reihenfolge n​ach dem Jahr i​hrer Aufnahme i​n die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) – a​uf der Roten Liste d​es gefährdeten Welterbes).

f1 Karte m​it allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Mausoleum von Hodscha Ahmad Yasawi
(Lage)
2003 K 1103
Petroglyphen der archäologischen Ausgrabungen von Tamgaly
(Lage)
2004 K 1145
Kasachische Schwelle (Saryarka) – Steppe und Seen von Nordkasachstan
(Lage)
2008 N 1102 Naturschutzgebiete Naurzum und Qorgalschyn
Seidenstraßen: das Straßennetzwerk des Chang'an-Tianshan-Korridors 2014 K 1442 Stätten an dem Zweig der Seidenstraße, der von der antiken chinesischen Stadt Chang’an aus durch das Tianshan-Gebirge führte.

Die transnationale Welterbestätte umfasst 8 Stätten i​n Kasachstan. 25 weitere Stätten befinden s​ich in China u​nd Kirgisistan.

Westliches Tian-Shan-Gebirge 2016 N 1490 Umfasst in Kasachstan sieben Schutzgebiete im Naturreservat Karatau, Naturreservat Aksu-Jabagly und Nationalpark Sairam-Ugam.

Weitere Schutzgebiete liegen i​n Kirgisistan u​nd Usbekistan.

Tentativliste

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind. Mit Stand 2021 sind 14 Stätten in der Tentativliste von Kasachstan eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte am 7. Januar 2016.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme auf die Tentativliste.

f1 Karte m​it allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Turkische Kultstätte von Merke 1998 K/N 1131 Turkische Kultstätte auf 3000 m Höhe im Kirgisischen Alatau etwa 37 km südlich der Stadt Merki
Nördlicher Tian Shan (Nationalpark Ile-Alatau)
(Lage)
2002 N 1681
Kaltwinterwüsten von Turan (Kasachstan) 2021 N 6496 2 Wüsten in Kasachstan (Naturreservat Barsa-Kelmes und Altyn-Emel-Nationalpark (separater Eintrag von 2002–2021 auf der Tentativliste)); weitere in Turkmenistan und Usbekistan
BW Abylaikit-Kloster
(Lage)
2021 K 6558 Kloster 53 km südlich von Öskemen
BW Kulturlandschaft Ulytau
(Lage)
2021 K 6560 Stand bereits von 1998–2021 als Mixed-Stätte auf der Tentativliste
Petroglyphen von Arpaösen 2021 K 6562 Stand bereits von 1998–2021 auf der Tentativliste
Petroglyphen von Eschkiölmes 2021 K 6563 Stand bereits von 1998–2021 als Mixed-Stätte auf der Tentativliste
Petroglyphen von Kulzhabasy 2021 K 6564
Petroglyphenstätte von Sauyskandyk 2021 K 6565 Stand bereits von 2016–2021 auf der Tentativliste
Felsenmoscheen der Mangyshlak-Halbinsel 2021 K 6566 Beinhaltet 5 Moscheen
Seidenstraße: Prähistorische Phase 2021 K 6567 Beinhaltet 3 Stätten: Besshatyr-Grabfelder, Nekropole von Boralday und Nekropole von Esik
Seidenstraße: Fergana-Syrdarya-Korridor 2021 K 6568 Beinhaltet 9 Stätten: Antike Siedlungen von Asanas, Kyshkala, Otrar, Sygnak, Yassy-Turkestan, Zhankala (Zhent), Zhankent, archäologischer Komplex von Sauran, Stätte der Zhetyasar Oase
Seidenstraße: Wolga-Kaspischer Korridor 2021 K 6569 Beinhaltet 3 Stätten: Antike Siedlungen von Kyzyl kala, Zhaiyk und Saraychik
Ustyurt: Naturlandschaft und Aran-Jagdfallen 2021 K/N 6571

Ehemalige Welterbekandidaten

Diese Stätte s​tand früher a​uf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen o​der von d​er UNESCO abgelehnt. Stätten, d​ie in anderen Einträgen a​uf der Tentativliste enthalten o​der Bestandteile v​on Welterbestätten sind, werden h​ier nicht berücksichtigt.[3]

f1 Karte m​it allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Megalithische Mausoleen der Begasy-Dandybai-Kultur 1998 K 1132 Die Begasy-Dandybai-Kultur war eine Kultur der späten Bronzezeit, die in der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. in den Steppen und Halbwüsten des zentralen Kasachstan verbreitet war. Die Hauptdenkmäler dieser Kultur sind megalithische Mausoleen.
Hügelgräber mit Steinstufen der Tasmola-Kultur 1998 K/N 1133 Die Tasmola-Kultur war eine Kultur, die etwa vom 7. bis 3. Jahrhundert v. Chr. im Gebiet des heutigen Kasachstan verbreitet war.
Paläolithische Stätten und Geomorphologie der Qaratau-Bergkette 1998 K/N 1136 Im Qaratau-Gebirge wurden über 300 paläolithische Stätten entdeckt, von denen bisher erst ein geringer Teil ausgegraben wurde.
Archäologische Stätten der Otrar-Oase 1998 K 1137 Die Otrar-Oase hat eine Fläche von etwa 200 km2Hier finden sich die Ruinen einer Reihe von verlassenen Ortschaften, darunter Otrar, Kuyruk-Tobe, Altyn-Tobe, Pshakshi-Tobe, Mardan-Kuyk und Kok-Mardan.


Naturreservat Aqsu-Schabaghyly 2002 N 1683
Seidenstraße 2012–2021 K 5754 umfasste 31 Stätten, davon 23 neue, von denen sind 12 in Nominierungen von 2021 aufgegangen. 11 Stätten sind nicht mehr Teil des Vorschlags:
Commons: Welterbestätten in Kasachstan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kasachstan. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 29. Juni 2017 (englisch).
  2. Tentativliste von Kasachstan. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 24. Februar 2018 (englisch).
  3. Former Tentative Sites of Kazakhstan. In: World Heritage Site. Abgerufen am 30. Januar 2022 (englisch).
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