Unterbissingen

Unterbissingen i​st ein Ortsteil d​es Marktes Bissingen i​m schwäbischen Landkreis Dillingen a​n der Donau. Der Ort w​urde am 1. Juli 1971 i​n den Markt Bissingen eingemeindet.[2] Er l​iegt 500 Meter südlich v​on Bissingen u​nd südlich d​er Kessel a​n einem Talhang. Die höchste Höhe beträgt 435 m.

Unterbissingen
Markt Bissingen
Wappen von Unterbissingen
Höhe: 435 m
Einwohner: 229 (31. Dez. 2020)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 86657
Vorwahl: 09084

Geschichte

Das Kirchdorf w​ird erstmals 1377 a​ls „Niderpissingen“ u​nd 1460 a​ls „Underpissingen“ überliefert. Er i​st wohl e​ine von Bissingen i​m Mittelalter angelegte Ausbausiedlung. Das Geschlecht d​er Unbereit saß i​m ausgehenden 14. Jahrhundert i​m Ort, i​n dem d​ie Grafen v​on Oettingen e​in eigenes Vogtamt besaßen. Dieses Vogtamt w​urde Anfang d​es 19. Jahrhunderts i​n das Oberamt Bissingen eingegliedert.

Religion

Unterbissingen gehörte i​mmer zur Urpfarrei d​es mittleren Kesseltals, d​er Pfarrei Bissingen. Die Filialkirche St. Ulrich besitzt e​in romanisches Langhaus a​us dem 13. Jahrhundert u​nd einen Chor a​us dem 14./15. Jahrhundert.

Bevölkerungsentwicklung

  • 1840: 347 Einwohner
  • 1875: 273 Einwohner
  • 1939: 256 Einwohner
  • 1950: 353 Einwohner
  • 1961: 278 Einwohner[3]
  • 1970: 271 Einwohner[3]
  • 1990: 229 Einwohner
  • 2000: 234 Einwohner
  • 2020: 229 Einwohner

Baudenkmäler

Persönlichkeiten

  • Georg Danner, der Baumeister verstarb am 24. Dezember 1686 in Unterbissingen

Literatur

  • Georg Wörishofer, Alfred Sigg, Reinhard H. Seitz: Städte, Märkte und Gemeinden. In: Der Landkreis Dillingen a. d. Donau in Geschichte und Gegenwart. Hgg. vom Landkreis Dillingen an der Donau, 3. neu bearbeitete Auflage, Dillingen an der Donau 2005, S. 173–175.

Einzelnachweise

  1. Zahlen, Daten, Fakten. In: bissingen.de. Abgerufen am 24. Februar 2021.
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 446 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769.
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